Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden

833 April 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kaiser Ludwig der Fromme schenkt dem Grafen Rihdag als Belohnung für seine treuen Dienste folgende Güter zu Eigentum: im Gau Boratre im Dorf Schmerlecke (Ismereleke) drei Hufen mit der dazugehörigen Mark (silvis communibus), im selben Gau im Dorf Ampen (Anadopa) zwei Hufen mit der zugehörigen Mark und schließlich im selben Gau im Dorf Altengeseke (Geiske) fünf Hufen mit der zugehörigen Mark. Ankündigung der eigenhändigen Beglaubigung und Ankündigung des Siegels. Geschehen zu Worms (Wormacia).
Datum 1. April (Kal. Aprilis) 833 (anno ... domini Hludowici... imperatoris)
Worms (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel vorhanden.
Druck: Seibertz UB I Nr. 3; Wilmans, Kaiserurkunden I S. 36, Nr. 12; Böhmer, Reg. Imperii I S.363




913 Februar 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

König Konrad verleiht auf Bitten seines Grafen Hermann den Nonnen im Kloster Meschede (Mescedi) die Immunität und das Recht der freien Äbtissinwahl, wie sie es unter seinen Vorgängern gehabt haben.
Datum und geschehen Kassel (Chasella) 913 Feb. 18 (XII Kalendas Marcii, anno vero regni domini Chuonradi II).
Kassel (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab.
Druck: Seibertz UB I Nr. 5; Wilmans, Kaiserurkunden, 1881, II S. 40, Nr. 59; MGH: Die Urkunden der deutschen Kaiser und Könige I, 1879-84, S. 15, Nr. 16.
Abschrift des 18. Jahrh. in Msc. VII 5778, S. 1




937 Juli 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

König Otto bestätigt auf Bitten seiner Getreuen Eberhard und Diotmar den Nonnen im Kloster Meschede (Meskide) das Recht der freien Äbtissinwahl und alle von seinen Vorgängern verliehene Privilegien (concessiones). Außerdem sollen die Nonnen für ihre Güter die Immunität genießen nach dem Gesetz, wie es ihnen von seinen Vorgängern als Königen der Franken zugestanden wurde.
Datum 937 Juli 2 (VI Nonas Julii, anno vero Ottonis piissimi regis I). Geschehen zu Quedlinburg (Quitilingoburg).
Quedlinburg (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab.
Druck: Seibertz UB I Nr. 6; Wilmans, Kaiserurkunden II S. 54, Nr. 68; MGH: Urkunden der deutschen Kaiser und Könige I (1879-84), S. 99, Nr. 12; Regesta Imperii Otto I S. 39, Nr. 68. Kop. des 18. Jahrh., Msc. VII 5758, S. 2




958 Januar 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

König Otto schenkt auf Bitten seines Bruders, des Erzbischofs Bruno, den gesamten Zoll bzw. was von dem Fleischmarkt an dem Ort Meschede (Messcede) anfällt, mit Ausnahme der Münze (moneta), dem dort zur Ehre der Gottesmutter Maria und der hl. Jungfrau Walburgis (Ualtburge) errichteten Kloster zu Eigentum. Außerdem bestätigt er, daß beim Tode einer Äbtissin oder Nonne deren nachgelassener Besitz bei ihren Mitschwestern zu verbleiben hat. Siegelankündigung des Königs.
Datum 958 (regni Ottonis XXIII) Jan. 12 (II Idus Ianuarii), geschehen zu Fritzlar (Frideslare).
Fritzlar (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab.
Druck: Seibertz UB I Nr. 10; Wilmans, Kaiserurkunden 2, S. 75, Nr. 81; MGH: Urk. der deutschen Kaiser und Könige I S. 272, Nr. 190; Regesta Imperii Otto I. S. 131, Nr. 257




973 November 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kaiser Otto (II.) bestätigt auf Bitten seiner Mutter Adelheid den Nonnen im Kloster Meschede (Meskide) das Recht, die Äbtissin frei zu wählen. Siegelankündigung des Kaisers.
Datum 973 Nov. 22 (X Kalendas Decembris), geschehen zu Duisburg (Diospargo).
Duisburg (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel (Bruchstück) aufgedrückt.
Druck: Seibenz UB I Nr. 13; Wilmans, Kaiserurkunden 2, Nr. 93: MGH: Urk. der deutschen Kaiser und Könige II (1888), S. 77, Nr. 65; Regesta Imperii Otto II. S. 290, Nr. 644




978 März 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kaiser Otto (II.) schenkt auf Bitten seiner Gemahlin Theuphanu der Äbtissin Thiezsuuid den Haupthof Völlinghausen [bei Erwitte] (Folkgeldinghuson) ? i Gau Engern (Angeron) in der Grafschaft des Grafen Hermann. Das, was ihr geeignet erscheint, kann sie ohne Beachtung eines Widerspruchs durch die Hand des Vogtes in Bezug auf die Hörigen beiderlei Geschlechts, die Gebäude, das bebaute und unbebaute Land, die Wiesen, Weiden, Wälder und Fischgewässer sowie allen Zubehör des Hofes erledigen lassen. Siegelankündigung des Kaisers.
Datum 978 März 25 (VIII Kalendas Aprilis) [zum Datum siehe Bemerkungen in MGH und Regesta Imperii]. Geschehen zu Magdeburg (Magadeburg).
Magdeburg (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab.
Druck: Seibertz UB I Nr. 14; Wilmans, Kaiserurkunden 2 Nr. 100; WUB Suppl. S. 80, Nr. 507; MGH: Urk. der deutschen Kaiser und Könige II S. 195, Nr. 172; Regesta Imperii Otto II. S. 334, Nr. 763




985 September 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

König Otto (III.) bestätigt auf Bitten seiner Mutter, der Kaiserin Theophanu, den Nonnen von St. Walburgis zu Meschede (Messchetensibus) die Rechte (potestates et iura), die ihnen von den früheren Kaisern, nämlich von seinem Großvater Otto und gleichlautend von seinem Vater zugestanden waren, und zwar das freie Wahlrecht. Außerdem gesteht er ihnen zu, daß kein öffentlicher Richter, niemand mit richterlicher Gewalt und keiner seiner Vasallen sich in dem Gelände der Kirche oder ihren übrigen Besitzungen einen richterlichen Gewaltakt (iudiciariam ... sevitiam) herausnehmen darf. Dies darf vielmehr nur der von der Äbtissin erwählte Vogt. Niemand darf eine hörige oder freie, zur Abtei gehörige Person zu Prozessen (ad causas agendas) oder zu ungerechten Leistungen (iniuste subiectionis munia) heranziehen. Ankündigung der eigenhändigen Unterschrift und der Anhängung des Siegels.
Datum 985 Sept. 2 (IIII Nonas Septembris, anno autem tercii Ottonis regnantis secundo), geschehen zu Wiedenbrück (Widenbrugga).
Beglaubigung durch Hildiboldus, Bischof und Kanzler, anstelle des Erzkaplans Willigisgus.
Wiedenbrück (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung der Abschrift durch den Notar Johannes Voßlo gen. Aluesman, Paderborner Kleriker.
Abschrift des 16. Jahrh., Papier, lat.; Kop. des 18. Jahrh.
Msc. VII 5758, S. 4.
Druck: Seibertz UB I Nr. 15; WUB Suppl. Nr. 526; MGH: Die Urkunden der deutschen Könige und Kaiser II S. 418, Nr. 20; Regesta Imperii II S. 457, Nr. 976




997 September 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kaiser Otto (III.) schenkt auf Bitten der Gräfin Gerbig [Über die Identität dieser Gräfin Gerberg siehe Leidinger, Untersuchungen zur. Gesch. der Grafen von Werl, 1965, S. 83 ff] dem Stift Meschede (Mescide) das Gut Stockhausen (Stohchusun) im Gau Lochtrop (Locdorp) und in der Grafschaft des Hermann, das ein Geächteter namens Hunolt [Hunald, der in Hessen im Nahegau begütert war, hatte sich am Aufstand Liudolfs gegen Otto I. beteiligt (siehe Reg. Imperii)] innegehabt hat. Siegelankündigung des Kaisers.
Datum 997 Sept. 29 (III Kalendas Octobris), geschehen zu Aachen (Aquisgrani).
Aachen (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel aufgedrückt.
Druck: Seibertz UB I Nr. 17; Wilmans, Kaiserurkunden 2 Nr. 116; MGH: Urkunden der deutschen Könige und Kaiser II S. 670 Nr. 254; Regesta Imperii Otto III., S. 662, Nr. 1236




[um 1000]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Eintragung im Hidda-Evangeliar [Handschrift in der Landesbibliothek Darmstadt] über die Schenkung von Kelchen und anderen liturgischen Geräten durch die Äbtissin Hidda an das Stift Meschede, beginnend mit: "Hec munera Hidda peregrina istius loci procuratrix Deo et sancte Walburci dono dedit" (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Die Handschrift stammt nach dem Stil der Bilder usw. aus der Zeit um 1000, die Eintragung selbst nach der Schrift um 1100.
Im Staatsarchiv nur Abschrift des 19. Jahrh.; Faksimile bei Chroust, Monumenta palaeographica, Serie II, Lieferung XXII (dort auch die Literatur); Druck und Übersetzung von K. Honselmann, in: Westf. Zeitschrift 112 II, 1962, S. 305




1000 Mai 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kaiser Otto (III.) bekundet, die Matrone Gerberga habe seinem Schutz (nostrae tuitionis mundiburdio) das Kloster, das von ihr unter dem Namen des hl. Salvators und der Gottesmutter für die dort kanonisch lebenden Nonnen errichtet worden war, empfohlen. Das Kloster liege am Ort Oedingen (Odingi) im Gau Lochtrop (Lohthorp) in der Grafschaft des Hermann, des Sohnes der Gerberga, mit dessen Zustimmung ebenso wie mit der seines Erben die Stiftung erfolgt ist. In den Schutz soll alles einbezogen werden, was sie diesem Ort für den Gottesdienst geschenkt hat oder ein anderer schenken wird. Der Kaiser nimmt das Kloster in seinen Schutz, vertraut es dem Kölner Erzbischof an und verleiht ihm dieselbe Freiheit, wie sie die übrigen rechtmäßigen Klösters seines Reiches, nämlich Essen (Asnidi), Quedlinburg (Quidilingoburg) und andere, besitzen. Weder der Bischof selbst, noch ein Herzog, Graf, Markgraf oder sonstiger Gewalthaber hat das Recht, in das Kloster einzudringen, Gastfreundschaft zu fordern, Friedlose (parafridos) festzunehmen oder dort sonst etwas zu tun. Solange die Stifterin lebt, darf sie mit Zustimmung des Konvents (congregationis) die Äbtissin nach ihrem Belieben einsetzen und den Vogt auswählen. Wenn nach ihrem Tode ihr Sohn oder dessen Sohn oder Tochter eine Tochter haben, deren Charakter und Lebensführung der Würde ihres Geschlechts entspricht, so kann diese als Äbtissin eingesetzt werden. Später darf kein Kaiser oder König oder Erzbischof eine Äbtissin ohne Zustimmung des Konvents einsetzen. Sie dürfen auch keinen Vogt bestimmen, wenn ihn die Äbtissin nicht ausgewählt hat.
Geschehen zu Elspe (Elisopii) 1000 Mai 18 (XV Kalendas Iunii, anno tercii Ottonis regnantis XVI, imperii IIII).
Signum des Erzbischofs Heribert, der Gräfin Gerberga und ihres Sohnes Hermann auf Geheiß des Kaisers Otto.
Elspe (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Perg., lat.
Druck: Seibertz UB I Nr. 18; MGH: Die Urkunden der deutschen Könige und Kaiser II S. 792, Nr. 363; Regesta Imperii II S. 759, Nr. 1370 (dort auch weitere Literatur und Stellungnahme zur Echtheit der Urkunde); R. Preising, Inventar des Archivs der Stadt Werl, Teil I Urkunden, 1971, Nr. 1




1042 Juli 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Hermann (II.) von Köln schenkt auf Bitten der Äbtissin Gerbirgis und der Kanonissen zu Meschede der Kirche zu Meschede (Miskidensi ecclesie) die Kirche zu Calle (quandam nostri iuris ecclesiam Kalle scilicet dictam), gelegen im Gau und der Provinz Westfalen (Westfalon) und in der Grafschaft des Hermann, mit allem Zubehör, mit acht Hufen und den Zehnten im Werte von 15 Schillingen [verbessert aus XXV]. Die Äbtissin soll zum Seelenheil des Erzbischofs und seines Vorgängers Pilgrim zu Ehren von St. Walburgis das Verfügungsrecht darüber haben (liberam habeant facultatem tenendi, regendi, ordinandi etonendi). Siegelankündigung, Pönformel.
Geschehen in der Kirche zu Meschede 1042 Juli 18 (XV Kalendas Augusti).
Meschede (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Angebliche Ausf., von Hand des 12. Jahrh., Perg., lat.
Siegel gefälscht anhängend (Ewald, Rhein. Siegel 1, Tafel 1,4).
Druck: Seibertz UB I Nr. 27: Wilmans, Additamenta Nr. 10; Reg. der Eb von Köln I Nr. 796.
Nach Oppermann (Urkundenstudien 81 f) Fälschung aus St. Kunibert (?); hierzu Wisplinghoff, Untersuchungen (Annalen für die Gesch. des Niederrheins 157, 1955, 21 f)




1079-1089
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Sigewin von Köln bestätigt die Schenkung von Besitz zu Niederbergheim (Bercheim) und zu Frenkhausen (Frenkeschonhodengin) durch die Äbtissin Gerberch des Klosters St. Walburgis in Meschede (Meskethe) und ihrer Schwester Adelheit, die durch die Hand ihres Vormunds (in cuius erant mundibordio), des Grafen Bernhard, zugunsten der Nonnen erfolgte. Nach dem Tod der beiden Schwestern soll die nächste Blutsverwandte im Stift diese Güter als Obödienz erhalten und entsprechend den Anordnungen der beiden Schwestern den Kanonissen daraus jährlich die Gaben (oblationes) reichen. Von den Unfreien (mancipia) werden nur zwei genannt, nämlich Guntram und Wendelburch mit ihren Söhnen. Dadurch soll aber hervorgehen, daß die Schenkung der übrigen rechtmäßig war. Der jeweils älteste von ihnen hat jährlich der Kirche zwei Pfennige zu entrichten, während die übrigen inzwischen nichts zahlen. Zeugen: Vdo, Richmunt, Ruotuuart, Nithunk, Markolf, Skerfolt, Anshelm. Siegelankündigung des Erzbischofs, Bann- und Pönformel. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab.
Nach Oppermann (Urkundenstudien 82) gefälscht auf Grund einer echten Vorlage: Einschub der Stelle über die Zahlung der zwei Pfennige; dagegen Wisplinghoff (Annalen für die Gesch. des Niederrheins 157, 1955, S. 19 f).
Druck: Seibertz UB I Nr. 34; Inventar des Archivs der Stadt Werl, Teil I, Urk. Nr. 3; Reg. der Eb von Köln I Nr. 1187




1101 August 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Friedrich (I.) von Köln bekundet, zur Zeit seines unmittelbaren Vorgängers Hermann sei das Dekanat Engern (Angrie) der Kongregation der Nonnen in Meschede (Meskethe) ohne allgemeines und synodales Urteil von gewissen Leuten entzogen worden [Rivale um den Besitz des Dekanats war das Kloster Grafschaft (Hömberg, Pfarrorganisation)]. Dieses Dekanat habe (Erzbischof) Anno (II.) diesem Ort für die Erlösung seiner Vorgänger und Nachfolger übertragen, weil dieser der Jungfrau St. Walburgis geweihte Ort durch Armut bedrückt und weil dort das hl. Anliegen rein bewahrt wurde (sancti propositi integritas habebatur). Erzbischof Friedrich gibt nun gemäß dem Urteilsspruch von Äbten und Pröpsten auf die Bitten der Äbtissin Ida und der übrigen Schwestern diesen das Dekanat für immer zurück. Pönformel, Siegelankündigung des Erzbischofs. Zeugen und Urteilsfinder (cognitores): Hermann, Abt. von St. Pantaleon, Rudolph, Abt. von St. Heribert, Arnold, Propst von St. Petri des Apostels, Ingeramnus, Propst von St. Severin, Everardus, Propst von St. Andreas, Bernard, Propst von Soest (Susato), Bereuigus, Kaplan, Everhelmus, Kaplan, Wigmannus, Kaplan, Hubert, Kaplan, Heinrich, Priester, Sigefridus, Pfalzgraf, Lupoldus, Graf von D[asle], Albert Graf von Saffenbergh, Heremann Vogt von Busenhagen, Almarus, Droste (dapifer), Bruno, Schenk; aus der Gefolgschaft (familia) der Äbtissin Ida: Giselbre, Regenio, Godefrid, Elichin, Rimer, Nennechin, Cilo.
Geschehen 1101 Aug. 21 (XII Kalendas Septembris) in der Regierungszeit des Kaisers Heinrich III. und des Kölner Erzbischofs Friedrich. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 17. Jahrh.
Druck: Seibertz UB I Nr. 35; Regest: WUB I Nr. 1299; Reg. der Eb von Köln II Nr. 13




[1168-1190]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Philipp (von Heinsberg) bekundet allen im Bann der Mescheder (Meskedensis) Kirche Wohnenden, diese Kirche sei früher sehr angesehen gewesen und habe sich vieler Privilegien erfreut. Durch verschiedene Widerwärtigen habe sie ihren früheren Glanz verloren und bis auf den heutigen Tag einen Niedergang erlebt. Um nun die Kirche wieder in den alten Zustand zu versetzen, habe der Erzbischof sie geweiht. Er befiehlt allen Pastoren und Pfarrangehörigen, die im Gebiet des Bannes dieser Kirche sich befinden, unter Androhung des Interdikts, insgesamt am Tage vor dem Kirchweihtag, nämlich am Tage von St. Maria Magdalena [22. Juli], mit den Kreuzen und den Reliquien der Heiligen dort zusammenzukommen. Für den Hin- und Rückweg sichert er unter der Androhung der Exkommunikation allen sicheren Frieden und Freiheit vom Zoll und anderen Belästigungen zu, sei es daß diese von Richtern oder anderen ausgehen. Ausgenommen ist nur der, der den allgemeinen Frieden dort bricht und sich bei diesem Fest ein Vergehen zuschulden kommen läßt. Eindringlich trägt der Erzbischof auf, daß das Kirchweihfest von den gen. Pastoren und Pfarrangehörigen gefeiert wird. Pönformel. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab.
Druck: Seibertz UB I Nr. 98; Reg.: WUB II Nr. 1938; Reg. der Eb von Köln II Nr. 1380




1200
Permalink der Verzeichnungseinheit

Mehteldis, Pröpstin, Margareta, Dekanin, und der Konvent in Meschede (Meskeda) erklären, daß der Villicus ihres Haupthofes in Ostwig (Ostwich) von altersher den Zehnten dieses Hofes jährlich mit zwölf Pfennigen loskaufe. Diese zwölf Pfennige habe er am Feste des Apostels Jahacobus zu entrichten. Ankündigung des Siegels des Stifts unter Zustimmung des Ritters Bernhard und seines Sohnes Regenhard, die den Zehnten zu Lehnsrecht besitzen. Zeugen: Priester: Eldacus, Gernandus, Tegenhardus, Godefridus,; Laien: Alexander dapifer, Isfridus, Giselherus.
Geschehen im Jahr 1200, als niemand das römische Reich leitete, sondern die beiden Fürsten, Phylipp, Herzog von Schwaben, und Otto darüber stritten, als Herr Adolph der Kölner Kirche vorstand und derselbe anstelle einer Äbtissin für unsere Kirche sorgte, als Godfrid Graf in Arnsberg war und Godfrid Vogt unserer Kirche. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Groß. Siegel des Stifts anhängend (Westf. Siegel Taf. 9,2).
Rückverm. (17. Jahrh.): pro nunc Brockhausen modo ... Winghausen ...
Druck: WUB VII Nr. 4; Seibertz, UB I Nr. 114



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