Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden

1526 April 05
Permalink der Verzeichnungseinheit

Senior und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede geben ihren Hof zu Effeln (Effelen), auf dem früher Hans Konninck wohnte, mit allem Zubehör dem Herman Kranen und seiner Frau Catharinen auf zwölf Jahre in Gewinn. Die Pachtzeit beginnt mit dem letzten Feste von Petri Stuhlfeier. Die Pächter haben auf dem Hof ohne Beitrag des Stifts ein neues Haus zu errichten. Als Pacht haben sie jährlich zu Martini sechs Müdde Roggen, sechs Müdde Gerste, acht Müdde Hafer auf eigene Kosten in die Stadt Rüthen (Ruden) in das Haus des Vogtes des Stifts zu liefern. Die Pächter haben den Hof in gutem Zustand zu halten. Wenn sie dies nicht tun und die Pacht nicht bezahlen, werden sie unter Verlust der Vorheuer aus dem Hof gesetzt. Nach Ablauf der zwölf Jahre haben sie keinen Anspruch mehr auf den Hof. Wenn sie in diesen zwölf Jahren herausgesetzt werden, können sie nach dem Landrecht aber die angebrachte Düngung nutzen. Wenn Hermann und seine Frau auf den Hof verzichten oder versterben, haben sie und ihre Erben keinen Anspruch auf die Nutzung der Gebäude. Ankündigung des Siegels ad causas der Aussteller.
Zeugen: Hilbrant Gaugreben (Hogreuen) zu Bruchhausen (Broickhusen), Ludowich von Berninchusen zu Laer (Lare), Thonis Schade zu Mülsborn und Johan Volmers zu Meschede.
Datum 1526 April 5 (up den ersten donnerstach nae Paesschen) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: 1. Ausf., Papier, deutsch.
Rest des Siegels anhängend.
2. Reversal (Datum per copiam), Siegelbitte an Hilbrant Gaugreben und an Rotger Isenberg, Richter des Kölner Erzbischofs zu Rüthen.
Siegel des Gaugreben (beschäd.) anhängend, das des Richters stark beschäd




1526 Oktober 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Styneke Holtforsten, ihr Sohn Berndt und dessen Frau Tryneke bekunden, das von dem Scholaster zu Meschede Johan Dorithen gen. Scroders auf einer Kapitelsstätte erbaute Haus wollten Dekan und Kapitel für 180 Gulden wieder einlösen. Von der Summe hätten sie 30 Gulden zuvor für die Memorie des Scholasters abgezogen, wie es die betreffende Urkunde (von 1464 Dez. 13) enthält. Styneke habe das Haus von ihrem Vater Volmer Schroder als Brautschatz erhalten. Von der Ablösesumme behält Styneke nach dem Tode ihres Mannes, des Diderich Holtforsten gen. Wrede, 60 Goldgulden, die Senior und Kapitel ihr am Remigiusfeste des nächsten Jahres zu bezahlen haben. Die restlichen 90 Gulden sind an ihre Söhne Bernd, Jasper, Franciscus und Volmer zu gleichen Teilen verteilt. Von dieser Summe sind ihnen von den Stiftsherren als Abschlag 70 oberländische rheinische Goldgulden bezahlt. Die restlichen 20 Gulden sollen in einem Jahr entrichtet werden. Die Aussteller überlassen das gen. Haus mit dem Viehhaus und dem vordersten neuen Haus samt allem und übergeben die Verpfändungsurkunde. Siegelbitte an Johan Volmers, Bürgermeister zu Meschede, den Bruder der Styneke. Anwesend ist auch Jorgen Holtforsten, der seine Zustimmung gibt. Zeugen: Jost up dem Marckede und Jost Goltsmeth, beide Bürgermeister der Freiheit Meschede.
Datum 1526 Okt. 1 (up sent Remigius dach des hilligen bisschops) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Bürgermeisters (Hausmarke) anhängend




1527 Oktober 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Styneke Holtforsten, Witwe des Diderich Wrede gen. Holtforsten, zur Zeit Ehefrau des Joist Cotmans, bekundet mit Zustimmung ihrer Tochter Even und ihrer Söhne Jorgen, Jaspar, Berndt und Volmer, von Dekan und Kapitel von St. Walburgis 180 Goldgulden empfangen zu haben für ihr Recht an dem Hause, das Johan Sartoris, Kanoniker zu Meschede, auf einer Kapitelsstätte erbaut hatte, wie es die Urkunde von 1464 Dez. 13 enthält. Bitte an Joist Goltsmedes, Bürgermeister, und den Rat der Freiheit Meschede um Besieglung der Urkunde. Zeugen: Johan Volmers und Volmer Borchardes, beide Bürgermeister zu Meschede.
Datum 1527 Okt. 1 (ipso die Remigii episcopi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Freiheit anhängend




1528 Mai 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anna Rumpes und Katharina Hauer, Stiftsjungfrauen des freien Stifts Oedingen (Odyngen), verkaufen das Haus vor dem Wege, den Garten vor dem Wege mit der Wiese vor dem Wege und einen Gemüsegarten an (op) der Straße an Thyes Lyppes, Sohn von Bonzel, und seine Frau Gerdrud. Für den Kaufpreis soll u.a. ein Prozeß geführt werden. Die Verkäufer haben ein Wiederkaufsrecht jährlich zu Petri Stuhlfeier für zehn Gulden, wobei zehn Schillinge für jeden Gulden zu rechnen sind. Zeugen: Thonyes Koister, Hans Konynck zu Oedingen, Hans Wytte, Hans Kock zu Selkentrop. Ankündigung des Stiftssiegels.
Datum 1528 Mai 1 (op sunte Walburgis dach der hilgen junffern) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab.
Rückverm.: 1. Die Urkunde wurde 1539 durch das Kapitel zu Meschede zurückgekauft, die Summe dem Johann Köster (Custodi) in Oedingen zur Überbringung an seinen Verwandten Mathias Phillippi in Bonzler gegeben.
2. ... pro nunc Johann über dem Wege ... hat jährlich zu zahlen 1/2 Taler




1529 Februar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Cort Schriuers und seine Frau Margareta, Johan Beckers und seine Mutter Elseben, Georg Ruters und seine Frau Anna, Johan Papen und seine Mutter Walburch, Thomas Swartehen und seine Frau Elseben, Thomas Moller an dem Markede und seine Frau Gerdrutt, Ulrich Schepers und seine Frau Gerdrut, Johan Pastors und seine Frau Gerdrut, alles Bürgermeister bzw. Bürger zu Medebach (Medebeke), bekunden, von Senior und Kapitel von St. Walburgis in Meschede vier Hufen auf zwölf Jahre in Gewinn empfangen zu haben. Davon liegen zwei zu Medelon und zwei zu Vilden (Fylden) vor der Stadt Medebach. Jeder hat über seinen Anteil einen besonderen Gewinnbrief empfangen. So haben Cort Schriuers und Johan Beckers mit den Mitbeschriebenen eine Hufe zu Medelon von fünf Fudern Heugewächs mit anderen Ländereien erhalten, so wie sie diese zur Zeit unterhaben. Georg Ruters, Johan Papen, Johan Beckers und Thomas Swartehen haben mit ihren Mitbeschriebenen die andere Hufe zu Medelon, wobei Georg Ruters für sich allein eine Wiese von fünf Fudern Heu, Johan Papen allein eine Wiese von sechs Fudern Heu und Johan Beckers und Thomas Swartehen zusammen eine Wiese von drei Fudern Heu unterhaben. Zu Vilden besitzen Thomas an dem Markte und Ulrich Schepers eine Wiese von sechs Fudern Heu mit den dazugehörigen Äckern und Ländereien und Johan Pastors mit seiner Frau eine Wiese von drei Fudern Heu, die sie alle zur Zeit nutzen. Zur Angabe der Fuder Heu ist zu bemerken, daß wegen der Lage und der Unwegsamkeit das Heu nicht so wie innerhalb der Feldmark und wie vor Medebach geladen und abgefahren werden kann, so daß bei einem Verkauf des Heus zwei Fuder für eins zu rechnen sind. Die Aussteller verpflichten sich, nichts zu verpfänden und entfremdetes Gut wieder beizubringen. Bitte an Bürgermeister und Rat um Anhängung des Secretsiegels der Stadt.
Datum 1529 Feb. 22 (uff dach sancti Petri ad Cathedram) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
vom Siegel nur Wachsrest anhängend




1531 Februar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Tylman Scheper zu Freienohl (tho dem Fryenole) und seine Frau Bele verkaufen ihren Speicher zu Meschede auf dem Kirchhofe, gelegen zwischen dem Speicher des Fredewin und dem des Schulten auf dem Hove, dem Fredewin Smede und seiner Frau Styne zu Meschede. Dieser Speicher war der Katherine, der Tochter der Verkäufer, von Aleken, der Frau des + Tylmans auf dem Hove, laut eines Gerichtsscheins gegeben worden und nach dem Tode der Tochter an die Verkäufer gefallen. Zeugen: Thonies Nole und Johan Schroder zu Freienohl.
Datum: 1531 Feb. 22 (op sünte Peters dach ad Cathedram) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift um 1700 in Akten 39 e, f. 14




1531 Juni 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Philips Westphall, Propst zu Meschede, belehnt Jorgen Marschalck zu Neheim (Neem) mit dem Hofe Hulßhoff zu Ober-Höingen (Ouern Hagen) im Kirchspiel Bremen (Bremeren). Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Diderich Westphals und Gunterman von Oell. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel als Rest anhängend




1531 August 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Greuen, Bürger zu Geseke (Geyseke), bekundet, im Namen von Bürgermeister und Rat zu Geseke von Johann Burchard, Scholaster und Kanoniker von St. Walburgis zu Meschede, im Auftrage von Senior und Kapitel den Zehnten zu Elsinghausen (Elsinchusen) und Wietheim (Wythem) bei der Stadt Geseke [vergl. Lappe, Die Bauerschaften der Stadt Geseke] zu Lehen empfangen zu haben. Bitte an Bürgermeister und Rat zu Geseke um Anhängung des Stadtsiegels.
Datum 1531 Aug. 10 (ipso die Laurentii martiris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Stadt (stark abgebrochen) anhängend




1531 September 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Corth von Brencken (Brengken) bekundet, von Dechant und Kapitel zu Meschede den halben Zehnten zu Stockheim vor Geseke, den bisher das Kapitel zu Soest innehatte und der aus verschiedenen Ursachen an das Mescheder Kapitel heimgefallen ist, als Lehen und Pachtgut empfangen zu haben. Siegelankündigung des Corth. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers anhängend




1531 November 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anna Rumpes und Katherina Hauers, Kanonissen und Stiftsjungfern der St. Johannis Baptisten Kirche des freien Stifts Oedingen auf dem Berge Latorp, die zur Zeit die einzigen mit einer Präbende versehenen Kapitularinnen sind, bekunden, im Streit mit Margarete von Cobbenraide um eine Präbende seien vor den Räten des Erzbischofs von Köln viele (Gerichts) Tage abgehalten worden. Schließlich habe man sich freundlich geeinigt, daß Magarete auf ihre Ansprüche für 90 rheinische Goldgulden verzichten solle. Um diese Summe aufzubringen, verkaufen die Kanonessen an Senior und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede eine Kornrente von neun Scheffel Roggen aus ihrem Mitpachthofe zu Laer (Lare) bei der Freiheit Meschede. Der Schulte dieses Hofes hat die Rente jährlich zu Martini mit anderen Pensionen zu entrichten. Die Verkäuferinnen behalten ein Rückkaufsrecht jährlich zu Martini bzw. acht Tage davor oder danach für 30 oberländische rheinische Goldgulden, wenn die Einlösung ein halbes Jahr vorher angekündigt ist. Ankündigung des Stiftssiegels, Siegelbitte an den Erzbischof Hermann von Köln als Zeichen seiner Zustimmung und an Philipp Westphalen, Propst zu Meschede und auch der Kirche zu Oedingen, da der Hof ein Lehen und Pachtgut des Stifts Meschede ist. Zeugen: Frederich Frederikes und Volmar Borchardes, beide Bürgermeister zu Meschede.
Datum 1531 Nov. 10 (in profesto Martini episcopi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Erzbischofs unkenntlich (abgebrochen), Siegel des Stifts Oedingen und des Propstes anhängend




1532 Juli 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes Durkop von Meschede, Priester der Kölner Diözese, wohnhaft in der Grafschaft Waldeck (Waldeyge) im Kloster zu Netze des St. Bernhards-Ordens, bekundet in diesem Transfix, Hans Sammen, seine Frau Catherina, ihr ältester Sohn Clemens, Hans Wilcken, seine Frau Elisabeth, Cloidt Groppers und dessen Frau Catharina, alles Bürger der Stadt Kallenhardt (tor Callenhardt), hätten ihm eine Rente von zwei oberländischen rheinischen Goldgulden verkauft. Die Rente ist fällig am Feste des Apostels St. Barnabas und zu zahlen aus den im Hauptbrief genannten Gütern der Verkäufer. Den Rentbrief übergibt der Aussteller an Senior und Kapitel der Kollegiatkirche zu Meschede. Dafür soll zur Ehre der hl. Dreifaltigkeit am Sonntag in der Oktav von Trinitatis ein festlicher Gottesdienst in ihrer Kirche gehalten werden, wobei der eine Gulden für die zelebrierenden Priester als Präsenzgeld bestimmt ist. Für den anderen Gulden soll jährlich am Todestag des Stifters [im Memorienbuch: 8. Mai] eine Memorie gehalten und des Ausstellers, seiner Eltern, Freunde und ller + Christgläubigen gedacht werden. Dabei ist unter Erhebung des hl. Sakraments der Vers "Qui in cruce positus" zu singen. Für einen Schilling soll Weißbrot an die Armen verteilt werden. Der Stifter behält zu seinen Lebzeiten seine Leibzucht an der Rente. Siegelankündigung des Ausstellers. Zeugen: Frederich Frederichs und Volmar Burchardes, beide Bürgermeister zu Meschede.
Datum 1532 Juli 26 (sexta feria die sancte Anne matris Marie virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Durkop anhängend




1532 Oktober 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Philips Westphaell, Propst zu Meschede, belehnt Gunterman von Oele mit dem Hof zu Frielentrop (Frilentorp). Zeugen: Junker Johan Herr zu Büren und Johan von Bernynchusen. Siegelankündigung des Propstes.
Datum 1532 Okt. 10 (donnerdages an sent Geronis daghe) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1533 Februar 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Else, Witwe des Johan Wegeners, und ihr Sohn Johan, wohnhaft zu Warstein (Warsten), verkaufen an Jochemes Adamme und seine Frau Clare ohne Recht auf Wiederkauf ihr Land op der Heyde vor den Boecken Kempen über dem Lande des Cord Engelen, das zur Zeit Frederich Frederichs unterhat, und einen halben Morgen auf dem Donneueide über "auf dem Ouer", wo das Land des Johan Veltman daran stößt. Die Verkäufer lassen das Land vor Philipp Westphalen auf, da es ein Lehen des Propstes ist, und bitten diesen, den Käufer damit zu belehnen. Siegelbitte an den Propst und Bitte an Bürgermeister und Rat um Anhängung des Siegels der Freiheit Meschede. Zeugen: Wylm Greue und Johan Bonners.
Datum 1533 Feb. 24 (op sunte Matias dach des hilligen apostels) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Propstes und der Freiheit anhängend




1533 März 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Philipp Westphael, Propst zu Meschede, belehnt Thonies Ohemes zu Altenilpe (Olden Ifelpe) mit dem Hofe und Hause daselbst, wie diese der + Heneman und danach Thonies Ohemes zu Lehen hatten. Ankündigung des Propsteisiegels. Zeugen: Jost Kotmans und Fohner Borchardes, Bürgermeister zu Meschede.
Datum 1533 März 10 (mandages na dem sondage in der vasten Reminiscere).
Bitte des Belehnten an den Bürgermeister Folmer Borchardes um Besieglung des Reversals. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf. mit Transsumpt (datum per copiam), Papier, deutsch.
Papiersiegel des Borchardes aufgedrückt




1533 Mai 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Philips Westphaell, Propst zu Meschede, belehnt Cort von Rarope mit dem Nederen-Hof zu Enkhausen (Thenckhusen), den zuletzt der + Diderick von Dornhem zu Lehen hatte. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Volmar Borchardes, Bürgermeister, und Johan Kurten, Lehnsmannen des Propstes.
Datum 1533 Mai 27 (dinschedages na sent Urbans dage).
Der Belehnte bittet den Cracht Westpfahl um Besieglung des Reverses. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt (Datum per copiam), Papier, deutsch.
Papiersiegel aufgedrückt




1533 Juni 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Adam Frederichs, Heinrich Hunt, Gotfrid Burchardi, alles Kanoniker, Jodocus Bichteri, Johannes Vischer und Jodocus Musenblot, Vikare der St. Walburgiskirche in Meschede, bekunden als Testamentsvollstrecker des + Johan Gresemunt, Kanoniker zu Meschede, sie hätten sein nachgelassen Geld angelegt, indem sie von Georg Hartman, Bürger der Stadt Rüthen (Ruden), und seiner Frau Agneten eine Rente von drei rheinischen Goldgulden gekauft haben. Diese ist zu bezahlen aus der Wiese unter der Sneringes Brücke und aus ihrem Haus und Hof und sonstigen Gütern. Die Rente ist jährlich fällig zu Petri Stuhlfeier. Dafür soll eine ewige Messe in der Kollegiatkirche zu Meschede oder der neuen Kapelle im Umgang eingerichtet werden, wie es die darüber ausgestellte Urkunde enthält. Die Verkäufer und ihre Erben behalten das Recht, die Rente jährlich zu Petri Stuhlfeier bzw. acht Tage davor oder danach für 60 oberländische rheinische Goldgulden abzulösen, wobei dies ein halbes Jahr vorher anzukündigen ist. Bitte an Senior und Kapitel um Anhängung des Kapitelsiegels ad causas.
Datum 1533 Juni 22 (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1533 August 06
Permalink der Verzeichnungseinheit

Philips Westphail, Propst zu Meschede, belehnt den Johan Humperdes, Bürgermeister zu Eversberg, mit einer halben Hufe Landes in der Drüer (Druueder) Mark, die früher dem + Tilman Büters gehörte, zugunsten der Kirche zu Eversberg. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Johan Völmars, Bürgermeister, und Johan Kurthen, Richter zu Meschede.
Datum 1533 Aug. 6 (mythweckens na dage sent Dominikes). Siegelankündigung des Belehnten an das Reserval. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
aufgedrücktes Papiersiegel




1534 April 09
Permalink der Verzeichnungseinheit

Philipp Westphaell, Propst zu Meschede, belehnt Mertin Hegers mit einer Hufe zu Velmede. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Bürgermeister Goltsmedes und Johan Korthen, Lehensmannen des Propstes.
Datum 1534 April 9 (donerstages nach Pasche) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Propstes anhängend




1534 Mai 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Fredewin Smedes, Bürger zu Meschede, und seine Frau Stine bekunden, der + Degel Hinrichs, Bürger zu Meschede, und seine Frau Gese hätten ihrer Tochter Tziren, der Schwägerin des Fredewin, einen Teil eines Kampes, der zu einem Garten gemacht worden sei, als Erbteil mitgegeben. Dieser Garten liege an der Ruhr (over der Rure) über der Cruce- Wiese unter dem Garten des Johan Smedes und dem des Fredewin. Wegen dieses Gartens und wegen einer besiegelten Urkunde, die ihr von Hinrich Degelen, dem Vorvater des Fredewin und Bruder der Tziren, gegeben worden worden war und durch den sie eine jährliche Rente von einem halben Goldgulden aus den Gütern des Fredewin beziehen sollte, sei man in Streit geraten. Diese Rente war nämlich seit mehreren Jahren rückständig geblieben. Durch Vermittlung der unten genannten Freunde kommt es nun zu folgender Einigung: Tzire soll ihren Garten dem Frederich überlassen und dafür in dessen Garten einen gleichen Anteil, der mit vier Fuhrsteien (voerstenen) abgezeichnet ist, selbst nutzen oder austun. Sie kann auch ohne Einspruch des Fredewin diesen Teil dem von ihr auf dem St. Catharinen-Altar zu Meschede fundierten Benefizium oder Commende zuweisen. Sie erläßt dem Fredewin alle Rückstände. Sie ermäßigt die Hauptsumme um fünf Goldgulden, so daß ihr nur noch fünf Goldgulden zustehen, die ihr bezahlt sind. Da der Garten Lehngut des Propstes zu Meschede ist, bitten die beiden Seiten den Philipp Westphalen um Besieglung des Vertrags. Bitte an Johan uff dem Markede, Jost Kotmans den Alten und Johan Gockelen den Jungen, zur Zeit Bürgermeister und Ratsleute zu Meschede, um Anhängung des Siegels der Freiheit. Zeugen und Schiedsleute: Johan Volmars, Frederich Frederichs, Bürgermeister zu Meschede, Folpert Rikemecker, Bürgermeister zu Rüthen (Ruden), und Johan Smedes, Bürger zu Meschede.
Datum 1534 Mai 16 (saterstach nach ascensionis Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Propstes und der Freiheit anhängend




1534 November 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Thonies Viisscher, Bürger zu Meschede, seine Frau Anna und ihre Kinder Johan und Jorgen verkaufen an Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede eine Rente von zwölf Schillingen, wie sie zu Meschede gängig sind. Die Rente ist fällig zu Martini und zu bezahlen aus dem von ihnen bewohnten Hause und Hofe. Die Verkäufer behalten das Recht, die Rente jährlich zu Martini bzw. acht Tage davor oder danach für zwölf Goldgulden zurückzukaufen. Da das Haus und der Hof Lehngut des Propstes ist, bitten sie den Philipsen Westphalen um Zustimmung und Besieglung. Siegelbitte auch an Volmar Borchardes, Bürger zu Meschede. Zeugen: Johan Gockelen der Junge, Johan Bonners, beide Bürger zu Meschede.
Datum 1534 Nov. 11 (up sunte Mertins dach des hilligen bisschops) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
beide Siegel ab.
Rückverm.: 1. Original-Urkunde über eine im Jahre 1534 in die S. Martini in der Stiftskirche S. Walburgis zu Meschede gestiftete Familienmemorie.
2. Ebenso wurde den Erben des Thonies Viisscher vergönnt, von der Rente von zwölf Schillingen acht Schillinge zu Martini mit sechs Goldgulden - diese gehören zu zwei Memorien laut Memorienbuch - abzulösen. Die anderen vier Schillinge können gleichfalls auf Maria Magdalena mit sechs Goldgulden abelöst werde. Diese sind bestimmt für eine Memorie für Herrn Gordes Albertz und seine Magd. Datum 1535 Juli 2 (ipso die visitationis beate Marie virginis)




1535 Oktober 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert von Meschede, wohnhaft zu Oberalme (Oueren Almen), verkauft an Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede eine Rente von einem oberländischen rheinischen Goldgulden und einen Ort von einem Goldgulden. Die Rente ist fällig am St. Walburgistag und zu zahlen aus seinem Anteil seiner Erbgüter und von den Diensten und der Bede seiner Eigenhörigen (Godeslehenne thobehoringen luden) der zwei Höfe und Güter zu Frielinghausen (Ffrylinchusen) im Kirchspiel Remblinghausen (Remelinchusen). Diese sind unbeschwert. Auf ihnen wohnen Hans Schulte, sein Sohn Adam und seine Frau Ailheidt, Thonies, Tilmans Sohn, und dessen Frau Catherina. Die Rente wird gezahlt für eine Summe, die von dem Schaden herrührt, den Dekan und Kapitel zu Meschede auf Grund einer Obligation in Form der apostolischen Kammer erlitten haben. Diese Obligation beträgt eine Pension von 24 Dukaten und war dem Herrn Heinrich Guntersberch, wohnhaft zu Stettin (Statin) in Pommern, gegeben worden für eine Dompräbende des + Sohnes des Godert, Christofer von Meschede, Domherr zu Münster. Diese Pension war nach dem Tode des Christofer rückständig geblieben und daher mit römischen Mandaten eingefordert worden. Deswegen sei auch das Stift wegen des Christofer, des Godert und seiner Freunde zum Banne gebracht worden. Auf Grund der von Godert gegebenen Urkunden seien die Stiftsherren gegen ihn wegen der Schadloshaltung gerichtlich vorgegangen. Durch Vermittlung des Diderich Westphalen, Propst zu Meschede, kommt es nun zum Vergleich, nach dem Godert dem Stift 24 oberländische rheinische Gulden schuldet und dafür die Pension von fünf Viertel-Goldgulden zu zahlen hat. Die Verkäufer behält ein Wiederkaufsrecht jährlich zu St. Walburgis für 24 Gulden. Siegelankündigung des Godert. Zeugen: Johan Volmers und Volmer Borchardes, beide Bürgermeister zu Meschede.
Datum 1535 Okt. 23 (up dach sente Severins) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers anhängend




1536 April 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Philips Westphael, Propst zu Meschede, belehnt Arndt Godderch op dem Marckede mit dem dritten Teil der Turckes Hufe. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Johan Volmars, Bürgermeister, und Jost Schulte zu Stockhausen (Stockhusen).
Datum 1536 April 16 (in der Pasche wecken) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Propstes anhängend




1536 Juli 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan Hermann und das Kapitel von St. Andreas in Köln bekunden, sie hätten unter ihren beschworenen Statuten auch eins über die Kanonikatshäuser, das auf einer Pergamentsurkunde verzeichnet und mit dem Kapitelsiegel ad causas aus grünem Wachs besiegelt sei. Der Wortlaut ist folgender: Dekan Lambert und das Kapitel von St. Andreas in Köln setzen fest: nur ein mit einer Präbende versehener Kanoniker darf ein Kanonikatshaus innerhalb der Immunität unserer Kirche innehaben zu Besitzrecht (iure dominii), und zwar wenn er anwesend ist und das Haus innerhalb von 20 Tagen "titulo oneroso vel lucrative" erwirbt. Wenn er sechs Monate fortlaufend abwechsend ist, erhält er den Besitz oder die Einsetzung in unserem Kapitel von Dechant oder seinem Vertreter und nicht anders, und zwar durch die Übergabe des Schlüssels oder eine andere ähnliche Weise. Er hat zur Zeit der Einsetzung oder innerhalb der nächsten drei Tage jedem Kanoniker, der bei der Einsetzung zugegen war, zur Erinnerung einen Sextarius besseren Rheinweins, der zur Zeit "ad ducillum" läuft, zu entrichten. Bei Zuwiderhandlung beträgt die Strafe zehn rheinische Goldgulden, die der Kirchenbaukasse zufließen. Diese sind vor dem Empfang der Einkünfte zu zahlen. Er wird aber zum Empfang der Einkünfte nicht zugelassen, wenn er die Einsetzung nicht in der angegebenen Weise erlangt hat. Geschenen und gegeben im Generalkapitel des Stifts 1448 Jan. 14 (ipso die Felicis in pincis) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ankündigung des Kapitelsiegels ad causas durch den Dekan Hermann und sein Kapitel.
Beglaubigung durch den Notar Gerard von der Eme von Bocholt (Bocholdia).
Ausf., Perg., lat.
Siegel ab




1536 Dezember 06
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann Keysers von Freienohl (van dem Frygenole), Vikar von St. Patroklus in Soest, schenkt durch dieses Transfix der Kollegiatkirche in Meschede die in dem Hauptbrief genannten 200 Goldgulden betreffend den Gert Mellinck aus Werl. Johann behält zu seinen Lebzeiten die Leibzucht. Das Stift Meschede hat dafür fünf Memorien zu halten. Bei jeder Memorie ist ein Gulden fällig. An die Armen ist jeweils für zwölf Pfennige Weißbrot zu verteilen. Das Kapitel hat auch auf Wiederlöse vier Gulden angenommen, die für das ewige Licht in der Kirche zu Freienohl bestimmt sind. Johann bekundet, die Urkunde mit eigener Hand geschrieben zu haben, und kündigt sein Siegel an. Siegelbitte an Engelbert Lodewici, weltlicher Richter zu Freienohl, Schwager des Stifters. Zeugen: Johan Boelman, Jacob Keysers, Johan Wylkens.
Datum 1536 Dez. 6 (op dach und hoichtit Nicolai) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters (oben abgebrochen) anhängend, das 1. Siegel ab




1536 Dezember 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Engelbert Bercka, Dekan, Anthonius Tryllinck, Senior, Adam Frederici, Thesaurar, Heinrich Hunt, Cantor, Johannes Decani, Gortfridus Burchardi, Heinrich Lacrinna, Anthonius Burchardi, Gortfrid Bock, Georg Friderici, Johannes Reychhardi und Johannes Reyneken, Kanoniker der Kollegiatkirche St. Walburgis in Meschede, bekunden, Johans Keysers zu Freienohl (to dem Ffrienoele), Priester und Vikar zu St. Patrokli in Soest, habe der Kirche St. Walburgis zur Verbesserung des Gottesdienstes, zur Ehre Gottes, der Gottesmutter und aller Himmelsbewohner sowie für eine Memorie für ihn, seine Eltern, Wohltäter und alle Christgläubigen, die fünfmal im Jahr zu den im Memorienbuch verzeichneten Zeiten zu halten ist, einen Rentbrief des Gert Mellinck, Bürger zu Werl, zusammen mit einem Transfix übergeben. Dekan und Kapitel sollen nach dem Tode des Johann, der sich an der Rente die Leibzucht vorbehält, diese Rente von zehn Goldgulden einnehmen, wobei Gert Mellinck ein Wiedereinlöserecht besitzt. Von der Rente sollen sechs Goldgulden als Präsenzgelder für die Memorien und jeweils ein Schilling für Weißbrot für die Armen dienen. Da der Stifter das Sakrament der Taufe und die anderen Sakramente in der Kirchspielskirche zu Freienohl empfangen hat, sollen die restlichen vier Gulden zum Unterhalt des ewigen Geleuchts in dieser Kirche bestimmt sein. Dekan und Kapitel versprechen, diese vier Gulden jährlich zu Palmsonntag den Kirchenrichtern zu Freienohl aus ihrem Kellneramt zu entrichten. Wenn die zehn Gulden Rente für 200 Gulden abgelöst werden, soll dieses Kapital wieder in Renten angelegt werden. Dekan und Kapitel haben zu überwachen, ob das ewige Licht Tag und Nacht brennt. Wenn die von Freienohl zweimal ermahnt haben werden müssen, so haben Dekan und Kapitel die Macht, die 100 Gulden wieder von den zu Freienohl einzufordern. Dafür sollen dann weitere fünf Memorien gehalten werden. Ankündigung des großen Kapitelssiegels ad causas. Zeugen: die Priester Humpertz Jungen, Primissar, und Dyderichs Schulten, Benefiziat von St. Walburgis in Meschede.
Datum 1536 Dez. 7 (op donnersdach octave Andree apostoli).
Bürgermeister und Rat sowie Kirchenrichter der Freiheit Freienohl bzw. der Kirche St. Nikolaus bekunden, obige Urkunde empfangen zu haben, und versprechen die Einhaltung aller Punkte. Ankündigung der Anhängung des Siegels der Freiheit Freienohl an das Reversal. Zeugen: Johan Schyllingen und Jacob Breysers, beide Bürgermeister. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: 1) Ausf., mit Transsumpt (Datum per copiam), Perg., deutsch.
Siegel der Freiheit anhängend.
2) Ausf., (ohne Reversal der Freiheit Freienohl), Perg., deutsch.
Siegel des Kapitels anhängend




1536 Dezember 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bürgermeister, Rat, Kirchenrichter und Gemeinde der Freiheit Freienohl (Ffrienoel) in der Grafschaft Arnsberg bekunden auf dem Rathaus: Johann Keyser, Vikar der Kollegiatkirche St. Patrocli in Soest habe für das ewige Licht in der Kirchspielskirche zu Freienohl eine Rente von vier Gulden gestiftet, die jährlich zu Palmsonntag fällig und die vom Kellner zu Meschede zu zahlen ist. Der Stifter hat aber dem Dekan und dem Kapitel zu Meschede das Recht verliehen, die Rente jährlich zu Palmen mit 100 oberländischen rheinischen Goldgulden abzulösen, wenn dies ein Jahr vorher schriftlich angekündigt wird. In diesem Falle ist das Kapital wieder in Renten anzulegen. Besieglung des Reversals durch das Siegel der Freiheit Freienohl. Zeugen: Johann Schyllings und Jacob Keysers, beide Bürgermeister.
Datum 1536 Dez. 7 (op donnerstach octave Andree apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Freiheit Freienohl anhängend.
dabei liegend: Abschrift des 16. Jahrh., Papier




1537 November 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wylm wytgerer gen. Wylkeynshoff zu Soest und seine Frau Gerdruth, die Tochter des + Jurgen Krokes, verkaufen ohne Recht auf Wiederkauf dem Johann up dem Marthe und dessen Frau Cordulen ihren Garten unter dem Flassenberge bei der Henne bei dem Garten des Johann Raerbeckes. Der Garten ist unbelastet mit Ausnahme einer jährlichen Pension von zwei Schillingen, die die Stiftsherren zu Meschede beziehen. Da der Garten Lehngut der Kirche zu Meschede ist, bitten die Verkäufer den Philips Westphael, Propst zu Meschede, um Zustimmung und Besieglung der Urkunde. Zeugen: Johann Gockeln, Jost Kotmans der Junge, Lehnsmannen des Propstes, und Bernt Holtforsten.
Datum 1537 Nov. 8 (up donnerstach na sunt Hupertes dage des hylligen confessors).
Der Käufer Johann up dem Marthe bekundet, daß alles wie oben geschehen ist, und kündigt sein Siegel an dem Reversal an. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt (datum per copiam), Papier, deutsch.
Rest des aufgedrückten Wachssiegels.
Rückverm.: dieses originall brieff hatt heudt dato Jobst Strattman, Bürgermeister, vorgezeicht, 1662, 24. Feb.




1537 November 09
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wylm Wytgerer gen. Wylkenshoff, wohnend zu Soest, und seine Frau Gerdruth, Tochter des + Jürgen Krokes, verkaufen ohne Recht auf Wiederkauf dem Volmer Lyngeborne und seiner Schwester Dorotheen eine Hausstätte, gelegen zwischen dem Garten des Johan Gockelen und dem Hause des Buntken Hinriches an der Straße, so weit und so groß, wie das Haus darauf steht. Da die Hausstätte Lehngut des Propstes zu Meschede ist, bitten die Verkäufer den Propst Philips Westphalen um seine Zustimmung und Besieglung. Zeugen: Johann up dem Marckede, Bürgermeister, Jost Kotmans der Junge und Urban Kockes.
Datum 1537 Nov. 9 (up fridach na sunte Humpertz des heylygen convessors).
Volmer Lyndeborns und seine Schwester Dorothea bekunden, daß dies so geschehen ist. Bitte an Johann am Marthe, den Vetter der Käufer, um Besieglung des Reversals. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt (datum per copiam), Papier, deutsch.
Wachsrest des aufgedrückten Siegels




1538 Oktober 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Hermann (von Wied) von Köln bekundet: Das weltliche Stift Oedingen sei durch "unordentliches Wesen" zu einem solchen Abnehmen des Gottesdienstes und zu einer solchen Verwüstung der Güter, Renten und Einkünfte gelangt, daß die Stiftsjungfern nicht mehr unterhalten werden konnten. Da der Erzbischof das Stift nicht in kurzer Zeit, so wie er geneigt wäre, in seinen früheren Zustand zurückführen könne, da dieses Stift vom Kollegium in der Freiheit Meschede abgetrennt worden sei und da dieses Kollegium selbst beinahe baufällig geworden sei, stellt nun der Erzbischof mit Zustimmung des Domkapitels dem Dechant und Kapitel zu Meschede auf zehn Jahre die Güter zu Oedingen zu, damit die Stiftsherren ihre baufällige Kirche ausbessern können und damit sie sich in dem Gottesdienste fleißiger verhalten. In den zehn Jahren sollen sie nach entfremdeten Gütern forschen und versetzte Güter wieder einzulösen versuchen. Wenn der Erzbischof oder seine Nachfolger nach Ablauf der zehn Jahre in Oedingen wieder ein Klosterwesen einrichten will, soll das Stift Meschede das für die Wiedergewinnung von versetzten Gütern aufgewendete Geld ersetzt bekommen.
Gegeben auf Schloß Arnsberg. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Erzbischofs (beschäd.) anhängend




1539 März 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel der Kirche zu Meschede bekunden, sie hätten das ihnen vom Kölner Erzbischof zugestellte Gut zu Wenholthausen dem Hans von Burbeke und seiner Frau Katrinen auf zwölf Jahre nach Landrecht in Gewinn gegeben. Die Pachtzeit beginnt mit dem letztvergangenen Fest von Petri Stuhlfeier [22. Februar]. Dieses Gut hatte vorher Deymel Tylmans von den Stiftsjungfern zu Oedingen in Gewinn für eine Pacht von vier Malter Hafer marktgängigen Korns Mescheder Maßes und zwei Hühner, die auf Petri Stuhlfeier nach Meschede zu bringen waren. Wenn die Inhaber des Guts auf eigene Kosten auf die Hausstätte ein neues Hausmanns- Haus setzen und wenn sie das Gut aufgeben oder wenn sie versterben, so fällt dieses Gebäude ohne Entgelt an das Kapitel. Über diese von den Freunden beider Seiten gebilligte Abmachung wurden zwei durch die Worte "Salve Sancta Curx" getrennte Zettel von einer Hand geschrieben. Zeugen: Thonies und Jaspar Schaden zu Mülsborn, dessen Eiggenbehörige und Gotteslehen die Inhaber des Gutes sind, Ludwich von Berninchusen zu Laer (Lare), Folpert Schaden zu Reiste und Jost Kotmans, Bürger zu Meschede.
Datum 1539 März 15 (op satersdach nach deme sundage Oculi am achteden dage des mandes Martii) [vergl. Nr. 637] (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Chirograph, die beiden Texte sind nicht auseinandergeschnitten, Papier, deutsch




1539 März 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder Thonies und Jaspar Schaden zu Mülsborn (Mulsbern) bekunden, an Dekan und Kapitel zu Meschede sei vom Kölner Erzbischof der Hof zu Wenholthausen überstellt worden. Diesen habe Deymel Tylmans bewohnt und von den Jungfern des Stifts Oedingen in Gewinn gehabt. Dieser habe das Haus baufällig werden lassen und die Ländereien anderen Leuten zum Besäen und Roden und zur Nutzung in Gewinn gegeben. Durch zwei Kanoniker sei daraufhin der Hof besichtigt worden. Da zu befürchten war, daß die Ländereien des Hofs entfremdet würden, und da Deymel wegen seiner Armut und seines Brotbittens durch die Lande nicht in der Lage war, von dem Hof seinen Verpflichtungen gegen jedermann nachzukommen, hätten die Stiftsherren den Hof dem Hans von Burbeke und seiner Frau Kathrin, den Eigenbehörigen (Gotzlenen) der Aussteller, auf zwölf Jahre nach Landrecht in Gewinn gegeben, und zwar für vier Malter Hafer und zwei Hühner, die jährlich auf Petri Stuhlfeier fällig sind. Die beiden Brüder verbürgen sich nun für die jährliche Zahlung und daß die Eheleute mit ihrer Mithilfe ohne Zutun des Stifts auf dem Gut ein neues Hausmanns-Haus errichten. Wenn die beiden Eheleute den Hof aufgeben oder wenn sie versterben, soll das Haus ohne Entgelt dem Kapitel zur Verfügung stehen. Die beiden Eigenbehörigen sollen auch dem Kölner Kurfürsten und seinen Amtsleuten betreffs Diensten und Beden wie andere Kölnische freie Leute verpflichtet: sein. Die Aussteller versprechen, eventuelle Kosten, die von Deymelen und seinem Anhang auf rechtlichem Wege oder durch Gewalt zukommen könnten, ohne Entgelt abzustellen. Siegelankündigung der beiden Brüder.
Datum 1539 März 15 (op saterstach nach demme sundage Oculi). Zeugen: Ludewych von Berninchusen zu Laer (Lare), Folpert Schaden zu Reiste und Jost Kotmans, Bürger zu Meschede. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der beiden Aussteller (beschäd.) anhängend




1539 April 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Thonies Schaden zu Mülsborn (Mulsbern), seine Frau Anna und sein Bruder Jaspar verkaufen an Senior und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede eine Rente von 2 1/2 oberländischen rheinischen Gulden, die zu Petri Stuhlfeier fällig ist. Die Rente ist zu zahlen aus dem freien Rittergut zu Wallen (Waiden) im Kirchspiel Calle, das die beiden Brüder von Bernt Vogt (Foget) zu Schnellenberg (to Snellenberge) gekauft haben. Das Gut haben zur Zeit Nolleken Herken und seine Frau Engele unter. Wenn die Rente nicht bezahlt wird, hat Nolleke an dem genannten Termin 2 1/2 Malter Hartkorn, halb Roggen, halb Gerste, nach Meschede zu bringen. Die Verkäufer können die Rente für 50 oberländische rheinische Goldgulden oder entsprechend in silbernen Joachimstalern zurückkaufen. Siegelankündigung der beiden Brüder auch im Namen der Anna, die an dem Gute ihre Leibzucht hat. Da das Gut im Gogericht Calle liegt, bitten die Verkäufer auch den Dethmar von Segen, wohnhaft zu Niedermarpe (Nederen Marpe), Richter des Kölner Erzbischofs zu Calle, um Besieglung. Zeugen: Hinrichs Kremer, Pastor zu Wenholthausen, und Jost Kotmans, Bürger zu Meschede.
Gegeben zu Meschede 1539 April 23 (op sente Georg dage des hylligen martlers und ritters).
Werl (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der beiden Brüder (beschäd.) anhängend, das des Richters ab




1539 April 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Jasper Schade von Mülsborn quittiert Dekan und Kapitel zu Meschede den Empfang von 50 silbernen Joachimstalern, von denen jeder einem Goldgulden entspricht Er verspricht auch im Namen seines Bruders Thonies Schaden, innerhalb von 14 Tagen den Stiftsherren die entsprechende Verschreibung über eine Rente von 2 1/2 Gulden aus dem Hof zu Wallen zukommen zu lassen.
Geschehen und gegeben 1539 April 23 (up dach sent Jorgens des hilligen mertelers) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch. mit eigenhändigem Zusatz des Ausstellers, aufgedrücktes Papiersiegel des Ausstellers (in Nr. 638)




1539 Mai 06
Permalink der Verzeichnungseinheit

Engelbert Bercka, Dekan, Heinrich Hundt, Scholaster, Anthon Trillinck, Senior, Adam Friderici, Thesaurar, Johannes Decani, Cantor, Gortfrid Borchardi, Heinrich Larman, Anthon Borchardi, Gortfrid Bock, Georg Friderici, Johannes Richardi, Johannes Reyneke, Timotheus Bercka und Johannes Esleue, Kanoniker von St. Walburgis zu Meschede, bekunden, sie hätten in den zurückliegenden Jahren einen Mangel in der Verwaltung ihrer Präbenden ertragen müssen. Daher setzen sie als Kapitelsbeschluß fest: Jeder Kanoniker, der das Amt des Kellners ausübt, hat nach Ablauf seines Amtsjahres vom Tage St. Gereon und Victor bis zu (Christi) Geburt Rechenschaft über die Führung des Amtes zu geben. Zunächst hat er dem Kapitel eine Generalrechnung vorzulegen. Wenn er darüber einen Rezeß erhalten hat, hat er innerhalb eines Monats nach Weihnachten mit jedem seiner Mitbrüder besonders über dessen Präbende und die Präsenzgelder abzurechnen. Wenn er darin säumig ist, ist er nach Ablauf dieses Monats automatisch vom Zugang zum Chor und Empfang der Einkünfte suspendiert. Seine Einkünfte fallen dann den übrigen residierenden Kanonikern zu gleichen Teilen zu, bis der Kellner vom Kapitel absolviert wird. Der Kellner hat außerdem nach Ablauf seines Amtsjahres innerhalb der nächsten Tage nach Gereon und Victor seinem Nachfolger zwölf Taler zu zahlen, die er unter seinen Ausgaben anzugeben hat. Damit soll der neue Kellner in die Lage versetzt werden, die Präsenziengelder vor den üblichen Pensionen auszuteilen und die Memorien besser feiern zu lassen. Wenn einer der Kanoniker den Kellner bei der Erhebung der Pensionen ohne besonderen Auftrag stört oder in der Entrichtung der gen. zwölf Taler nachlässig ist, fällt er automatisch der erwähnten Suspendierung anheim. Durch diese Festsetzung sollen die übrigen Statuten des Stifts nicht beeinträchtigt werden. Zeugen: Hupert Jungen, Notar des Stifts, Johannes Peterheren und Johannes Hundt, beides Glöckner der Kirche.
Beglaubigung durch Hupert Junge, Notar und Schreiber des Kapitels. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
großes Kapitelssiegel (beschäd.) anhängend.
Abschrift des Status von 1346 und 1539, (17. Jahrh.), Papier




1540 Februar 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dechant und Kapitel der Kollegiatkirche zu Meschede schließen mit Bürgermeister und Rat der Stadt Arnsberg einen Vertrag über den großen Wetterhof vor Arnsberg. Das Stift gibt der Stadt den Hof auf zwölf Jahre in Gewinn. Diese hat als Pacht jährlich zu Martini 35 Malter Hartkorn und fünf Malter Hafer auf dem Rathaus zu Arnsberg zu entrichten. Da zur Zeit nicht ausfindig gemacht werden kann, wie weit sich der Wetterhof an Ländereien erstreckt, soll, sobald dies in Erfahrung gebracht wird, die Pacht entsprechend erhöht oder vermindert werden. Die Gewinnjahre beginnen und endigen mit Petri Stuhlfeier. Wenn dem Stift der Hof abgesprochen wird, endigen auch für die Stadt die Gewinnjahre und sie kann deswegen an das Stift keine Forderungen stellen. Dedingsleute von Seiten des Stifts: Johann Dechantz, Godthardt Bock und Johann von Esleue, alle drei Kanoniker zu Meschede; von Seiten der Stadt: Hermann Stute, Johann Kannengiesser und Thonies Wullenweuer, alles alte bzw. neue Bürgermeister zu Arnsberg, sowie Thoenies Schoulten, Kämmerer. Zeugen: Themen von Hoerde (Hurdts), Amtmann zu Hirschberg (Hertzbergh), Conrat Prangen, Richter, und Wolffen Rutingk, Kaplan auf dem Schloß zu Arnsberg. Da der Erzbischof dem Amtmann die Anwesentheit bei den Verhandlungen befohlen hat, siegelt dieser mit seinem Secret.
Geschehen auf dem Schloß zu Arnsberg 1540 Feb. 17 (am dinstage naich deme sonntage Invocavit) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., (4 Seiten), Papier, deutsch.
Papiersiegel aufgedrückt




1540 März 31
Permalink der Verzeichnungseinheit

Philips Westphall, Propst zu Meschede, belehnt Lodtwich von Berninckhusen für sich und seinen Bruder mit den Gütern zu Remblinghausen (Rewelinckhußen), Hellern (Helner) und Bigge (Bie). Ankündigung des Propsteisiegels. Zeugen: Tonnies Schaden und Lodwich Schulte zu Stockhausen (Stockhuißen).
Gegeben 1540 März 31 (Medwecken in den Ostern).
Lodewich bekundet, das Lehen empfangen zu haben, und kündigt sein Siegel an. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
aufgedrücktes Siegel ab




1540 August 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am 6. Aug. 1540 errichtet Sara oder Syra Degelen von Meschede folgendes Testament: zunächst widerruft sie alle früheren Testamente. An alle zu ihrer Beerdigung erschienenen Armen soll Bier und Brot verteilt werden. Drei Priester sollen jeweils einen Goldgulden erhalten, wofür jeder 30 Messen zu halten hat. Aus ihre Habe soll ein Tuch (gray douch) an die Armen für Kleidung verteilt werden. Zwei Pfund Wachs sollen für das ewige Licht in der Kirche zu "Kirberich" gegeben werden. Für das Geleucht der Gottesmutter daselbst soll ein halber Dukaten verwendet werden. Die St. Peters-Domkirche zu Köln soll einen Tournosen (Torns) erhalten, desgleichen der Papst für die Kirche in Rom und der Erzbischof. Ihrem Vetter Johann Richardi, Kanoniker zu Meschede, vermacht sie einen halben Dukaten, der Annen Smedes einen Goldgulden, Annen Rychemecher einen Goldgulden, ihrem Vetter Heynemann Richardes einen Goldgulden, ihrem Paten Lodewich einen Goldgulden, Johann Bichter zu Meschede einen Goldgulden, Johan Bichter zu Eslohe (Essleus) einen Goldgulden, Joisteken Smydes einen neuen Rock, Margarete Bichters einen halben Dukaten und ihren besten Unterrock (fucken). Zwischen all ihren Freunden und Verwandten soll ein Goldgulden geteilt werden, womit diese abgegolten sind. Da die Testiererin keine Leibeserben hat, vermacht sie ihre sonstige Habe an Geld, Renten, Hausrat und Betten, ebenso ihren Speicher oben auf dem Kirchhof zwischen Volmar Borcharders und dem Speicher des Heyneman Richardes, ihren Garten in dem Kregenberg, den sie ihrem Bruder abgegolten hatte, und ihre Äcker und Pacht zur Verbesserung der Stiftung (commenda) der drei Erbmessen, die von ihr am St. Katharinenaltar in der Kollegiatkirche St. Walburgis in Meschede errichtet worden war. Der Rektor dieses Amts darf diese Güter nicht vermindern, sondern hat sie ungeschmälert seinem Nachfolger zu übergeben. Als Testamentsvollstrecker ernennt sie Mertyn Bychter, zur Zeit Inhaber dieses Offiziums. Geschehen zu Kirberich im Lande Jülich im Hause und in Anwesenheit des dortigen Pastors. Zeugen: Arnolt Scheben und Johan Cauwert.
Beglaubigung durch den Notar Franciscus Rosarii von Jülich, Priester der Kölner Diözese. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Notariatsinstrument, Perg., deutsch




1540 Oktober 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Offizial der Arnsberger Curie in der Stadt Werl bekundet, Hermann Lilie, Abt, Johannes von Soest (de Susato), Supprior, und das gesamte Kapitel des Konvents in Wedinghausen (Wedinckhusen) hätten ihm durch den Doktor Johannes Lilie und den Magister Georg Hauerkamp, Notar des Werler Konsistoriums, darlegen lassen, die frühere Äbtissin in Meschede, Jutta, habe den bei Wedinghausen gelegenen Haupthof Wetter dem Kloster Wedinghausen für gewisse Pensionen vor mehr als 330 Jahren übertragen. Später [vergl. Urkunde von 1320 Okt. 3 im Archiv Wedinghausen; Reg. der Eb. von Köln IV 1202] sei dann ein Streit entstanden zwischen dem Propst Theoderich und dem Konvent zu Wedinghausen auf der einen Seite und Walram von Arnsberg, Propst, Degenhard, Dekan, Franco, Scholaster, und dem Kapitel zu Meschede auf der anderen Seite. Das Stift Meschede versuchte, den Haupthof Wetter auf gerichtlichem Wege vor dem Kölner Erzbischof Heinrich zurückzuerlangen. Schließlich habe es aber auf Grund der vorgelegten Dokumente dem Konvent in Wedinghausen den Besitz des Hofes gegen gewisse Abgaben bestätigt. Nichtsdestoweniger hätten aber Engelbert Bercka, Dekan, Heinrich Hundt, Scholaster, und das Kapitel in Meschede sich an den Erzbischof Hermann von Köln und seinen Koadjutor Adolph von Schauenburg gewandt, der Konvent in Wedinghausen solle ihnen den Hof überlassen. Dies habe der Konvent in Wedinghausen abgelehnt und vom Kölner Offizial ein Mandat erlangt, das dem Stift Meschede die weitere Besitzstörung verbot bzw. es auf den gerichtlichen Weg verwies. Außerdem haben der gen. Doktor und der Notar von Seiten des Stifts dargelegt, es gehe dem Stift Meschede nicht darum, den Konvent in Wedinghausen in dem Besitz des Hofes Wetter zu stören, sondern darum, daß der angegebene Zins, der aus Gnade in eine andere Form umgewandelt worden sei, in den vergangenen Jahren nicht gezahlt worden sei. Abt und Konvent hätten zehn rheinische Gulden zahlen müssen, für die sie zehn Kurrent-Gulden gegeben hätten. Als das Stift seine Boten wegen der Zahlung geschickt hätte, hätten diese die zehn Gulden nicht in legaler, sondern in schlechter Münze erhalten. Nach verschiedenen Prozeßschritten kommt es nun zu folgendem Vergleich. Der Konvent in Wedinghausen hat dem Stift Meschede jährlich am Feste des Apostels Thomas zehn rheinische Gulden zu 24 Albus, wobei jeder Albus zu sechs Westfälischen Pfennigen zu rechnen ist, in legaler Münze zu bezahlen, nachdem er die entsprechende Quittung empfangen hat. Außerdem hat er zu Maria Magdalena vier fette Schafe, die mindestens zwei Jahre alt sein müssen, gen. "hemels", nach Meschede zu schicken. Ferner hat er zehn Malter Hafer und einen Malter Roggen aus dem Hof Wetter jährlich zu liefern. Wegen der Entfernung kann diese Abgabe auch aus folgenden näher gelegenen Gütern entrichtet werden: aus dem Haupthof Wennemen (Wenden) ein Malter Hafer, aus dem Haupthof Wallen (Walden) drei Malter Hafer, aus einer Hufe ebenda zwei Malter Hafer, aus der Hufe Kleppers zu Berge vier Malter Hafer, aus dem Haupthof Babenoill ebenda ein Malter Roggen. Dieses Korn ist auf Kosten der Bauern zur Kellnerei in Meschede zu fahren. Für das zurückliegende Jahr (15)39 haben Abt und Konvent nur 12 1/2 Werler Mark zu zahlen. Ankündigung des Siegels der Arnsberger Curie, von Abt und Konvent und von Dekan und Kapitel.
Geschehen Freitag 1540 Okt. 29 in der Pfarrkirche zu Werl. Zeugen: der Magister Johannes Elies, Dekan der Kirche St. Maria Überwasser in der Stadt Münster, Gerhard Vlenbroick und Johann Georgii von Paderborn, geschworene Prokuratoren der Arnsberger Curie. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Unterschrift durch den Notar Rotger von der Horst.
Ausf., Perg., lat.
die 5 Siegel an gelbroten Seidenschnüren anhängend




1541 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede geben dem Johan Kubeken, Bürgermeister zu Soest, und seiner Frau Elsken ein Salzwasser und ein Salzhaus zu Sassendorf auf zwölf Jahre in Gewinn. Die Pachtzeit beginnt mit dem Datum der Urkunde. Dafür hat er jährlich zu Allerheiligen bzw. bis acht Tage danach zwei Westfälische Mark und danach auf Himmelfahrt auf Aufforderung zehn Molden Salz Soester Maßes zu entrichten.
Datum 1541 Juni 24 (uff dagh nativitatis Johannis Baptiste).
Johan Kubeke und seine Frau bekunden, das Salzwasser und das Salzhaus in Gewinn empfangen zu haben. Johan kündigt sein Siegel an. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt (datum per copiam), Perg., deutsch.
Siegel des Johann anhängend




1541 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede geben dem Johan Cubick, Bürgermeister, und Dres van Dale, Zysemeister zu Soest, als den Vormündern des Gobbel von Dale ein Salzwasser und ein Salzhaus zu Sassendorf auf zwölf Jahre in Gewinn. Dafür hat dieser zu Allerheiligen bzw. bis acht Tage danach zwei Westfälische Mark und zu Himmelfahrt auf Aufforderung zehn Molden Salz Soester Maßes zu entrichten.
Datum 1541 Juni 24 (uff dach nativitatis Johannis Baptiste).
Die Vormünder bekunden, das Salzwasser und das Salzhaus in Gewinn empfangen zu haben und kündigen ihr Siegel an. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt (datum per copiam), Perg., deutsch.
die Siegel der beiden Vormünder anhängend




1541 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede geben den Brüdern Thonies, Jasper und Dethmar Mengen, Bürger zu Soest, ein Salzwasser und ein Salzhaus zu Sassendorf auf zwölf Jahre in Gewinn. Dafür haben sie jährlich zu Allerheiligen bzw. bis acht Tage danach zwei Westfälische Mark und zu Himmelfahrt auf Aufforderung zehn Molden Salz Soester Maßes zu entrichten.
Datum 1541 Juni 24 (up dag nativitatis Johannis). Ankündigung des Siegels ad causas des Stifts.
Die Brüder bekunden, das Salzwasser und das Salzhaus in Gewinn empfangen zu haben. Siegelbitte an ihren Vetter Jurgen Wurter, Richter zu Soest. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Stifts ad causas und des Richters anhängend




1541 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede geben Bertram von Meiburch, Bürgermeister zu Soest, seiner Frau Gerdrut und seinem Sohn Wilhelm ein Salzwasser und ein Salzhaus zu Sassendorf, das Johan und Friderich Meggen, Bürger zu Soest, mit zwei anderen Salzhäusern von dieser Kirche vorher hatten, auf zwölf Jahre in Gewinn. Dafür hat er jährlich zu Allerheiligen bzw. bis acht Tage danach zwei Westfälische Mark und zu Himmelfahrt auf Aufforderung zehn Molden Salz Soester Maßes zu entrichten.
Datum 1541 Juni 24 (uff dagh nativitatis Johannis Baptiste).
Die Genannten bekunden, das Salzhaus in Gewinn empfangen zu haben. Siegelankündigung des Bertram. Zeugen: Jost Kotmann und Berent Holtfuest, beides Bürger zu Meschede. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt (datum per copiam), Perg., deutsch.
Siegel des Bürgermeisters anhängend




1541 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede geben der Cathrinen, Witwe des Johan Mengen, und ihren Kindern ein Salzwasser und Salzhaus zu Sassendorf auf zwölf Jahre in Gewinn. Dafür hat sie jährlich zu Allerheiligen bzw. bis acht Tage danach zwei Westfälische Mark und zu Himmelfahrt auf Aufforderung zehn Molden Salz Soester Maßes zu entrichten. Ankündigung des Kapitelsiegels ad causas.
Datum 1541 Juni 24 (up dach nativitatis Johannis). Cathrinen bekundet, das Salzhaus in Gewinn empfangen zu haben, und bittet ihren Bruder Andreis Walrauen um Anhängung seines Siegels. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Stifts ad causas und des Walraven anhängend




1542 Januar 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Engelbert Berck, Dekan, Adam Friderici, Scholaster, Anthon Trillinck, Senior, Johannes Decani, Cantor, Gortfrid Burchardi, Heinrich Larman, Georg Friderici, Johannes Richardi, Johannes Reyneke, Thimotheus Bercka und Johannes Essleue, Kanoniker von St. Walburgis zu Meschede bekunden: Ihr Kanonikatshaus, gelegen unter demme Hagen, das der Scholaster Johannes Burchardi erbaut und bewohnt habe, sei durch dessen Tod frei geworden. Dieses habe sich Anthon Burchardi ohne Zustimmung des Kapitels angeeignet, da er hoffte, das zu seinem Gunsten erfolgte Vermächtnis werde genügen. Das Kapitel billigt nun diese Aneignung durch ihren Thesaurar Anthonius. Er hat aber dafür die 50 Goldgulden, die der Scholaster Johannes, sein Bruder, in verschiedenen Legaten vermacht hat, an die Testamentsvollstecker zu entrichten. Wenn kein Kanoniker das Haus für diese 50 Gulden annehmen will, kann er es an eine andere geistliche oder weltliche Person mit dieser Hypothek geben, bis ein Kanoniker dazu bereit ist. Der Zins von vier Schillingen aus diesem Haus bleibt dem Kapitel weiter vorbehalten. Ankündigung des großen Kapitelssiegels. Zeugen: Johann Peterher und Johann Hundt, beide Glöckner der Mescheder Kirche. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Hupert Jungen.
Ausf., Perg., lat.
Kapitelssiegel (oben und unten abgebrochen) anhängend.
Rückverm.: breiff up dat huiß ...... dar die Senior her Gobert Borchartz up wonnede




1542 September 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Engelbert Bercke, Dekan, Adam Frederici, Scholaster, Anthonius Trillinck, Senior, Johannes Decani, Cantor, Anthonius Burchardi, Thesaurar, und das Kapitel von St. Walburgis zu Meschede verkaufen ihrem Primissar Humperd Jungen von Eversberg das Haus, den Hof und den Garten neben der Henne neben der Kirche, die Jurgen Reyneke lange in Besitz hatte und nun dem Kapitel wieder zugestellt hat. Wenn einer der Kanoniker kein Haus hätte und keine Wohnung bekommen könnte, könne er das Haus jährlich zu Ostern oder zu Michaelis nach halbjähriger Kündigung für 24 Goldgulden wieder einlösen. Das Haus könne auch an einen anderen vermietet werden. Dem Kapitel steht jährlich ein Zins von 4 1/2 Schilling zu. Ankündigung des runden Siegels (ad causas) der Kirche. Zeugen: Johan Peterher und Johan Hund, beides Küster zu Meschede.
Datum. 1542 Sept. 29 (up dach Michaelis des hilligen ertzengells) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ad causas anhängend




1543 Mai 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Philipp Westphael, Propst zu Meschede, belehnt Johan thom Berchoue im Kirchspiel Ilpe (Ifelpe) mit dem Berchoue. Zeugen: Rodiger Wesseler und Joan Korten. Ankündigung des Propsteisiegels.
Datum 1543 Mai 11 (uff fridach nach Exaudi).
Joan thom Berchoue bekundet, mit dem Hofe belehnt worden zu sein. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transssumpt (Datum per copiam), Papier, deutsch.
aufgedrücktes Papiersiegel (Hausmarke)




1543 November 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Vincke, Richter des Kölner Erzbischofs zu Meschede, bekundet, von Borchart aufm Houele mit Zustimmung des Philipp Westphall, Propst zu Meschede, einen Morgen Land gekauft zu haben und vom Propst damit belehnt worden zu sein. Siegelankündigung des Richters.
Datum (des Kaufs und des Reversals) 1543 Nov. 11 (up sunte Martinus dach) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Papiersiegel (des Richters?) aufgedrückt




1544 August 06
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hermann Dullen, Bürgermeister zu Warstein (Warsten), der Patron (collater) dieses Lehns, hat mit seiner Ehefrau eine Tochter gehabt (geteelet), deren Ehemann Johann Waget war. Die beiden Eheleute hatten zwei Söhne, nämlich Hermann und Arnd Wagedes. Hermann hatte mit seiner Ehefrau drei Töchter, die erste hatte zum Ehemann den Hynrick Kubeck, Akzisemeister (Siisemester) zu Soest; sie hatten als Kinder den Johan Kubeck, Bürgermeister zu Soest, seinen Bruder Hynrick und zwei Schwestern; die zweite Tochter des Herman Wagedes hatte zum Ehemann den Jorien Dreeses, von denen Kordt Dreeses stammt; die dritte Tochter des Hermann Wagedes hatte zum Ehemann Gort Braikel; aus dieser Ehe stammen die Tochterkinder Trineken, Witwe des Johan Worsthoues, und der junge Johan Clusener. Arnt Waget hatte mit seiner Ehefrau als Sohn den Hermann Waget, Bürgermeister zu Soest, der zur Zeit der nächste Erbe des Hermann Dullen, des Vaters seiner Großmutter ist. Dieser hat den Altar St. Crucis in Warstein, der von Hermann Dullen herkommt, dem Cort Plucke, Pastor zu Anröchte und von Warstein geboren, übergeben nach dem Tode des Gerdes Gretemans von Soest. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift, Papier, deutsch




1547 Juli 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herbordt Ammendick, Prokurator des St. Meinolphklosters zu Böddeken (Buedeke), bekundet, laut folgender Urkunde belehnt worden zu sein: Bernhardt Hagen, der Rechten Dr., Priester und Kanoniker der Domkirche und Propst von St. Andreas, belehnt als Bevollmächtigter des Conrad Oirth vom Hagen, Lic. der Rechte, Dechant von St. Georg zu Köln und von St. Walburgis zu Meschede, im Namen des Mescheder Stifts den Herbord Ammendick zugunsten des Klosters Böddeken mit dem halben Zehnten zu Stockheim (Stochem) vor Geseke, wie ihn das Kloster von Goddard Ludeken gekauft hat.
Gegeben zu Meschede in der Walburgis-Kirche in der Gegerkammer 1547 Juli 26 (Dienstag). Zeugen: Johann Reineken, Scholaster, und die übrigen Kanoniker zu Meschede, und Johan Rissinge, Richter zu Geseke.
Herbord Ammendick bekundet, das Lehen empfangen zu haben und kündigt das Kapitelssiegel ad causas des Klosters an. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch
Siegel ad causas des Klosters Böddeken anhängend




1548 Februar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Gobbelen und seine Frau Dorethe verkaufen ohne Recht auf Wiederkauf dem Joest Geruen zu Meschede einen Morgen Landes unten an dem Hasenfelde unter dem Lande des Johan Jockelen. Da das Land Lehngut des Propstes ist, bitten die Verkäufer den Philipp Westphalen, Propst zu Meschede und Domherr zu Paderborn, die Käufer damit zu belehnen. Ankündigung des Propsteisiegels. Zeugen: Johan Reuse, Stennicke Schroders, beide Bürger zu Meschede.
Gegeben 1546 Feb. 22 (uff dag Petri ad Cathedram) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Gleichzeitige Abschrift, Papier, deutsch




1548 März 04
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes Richardi, Kanoniker zu Meschede, bekundet eigenhändig, Johan Hartman, Bürgermeister, Sohn des Jorgen Hartman, habe in Gegenwart des Folperd Sochtroppes und Johan Korsten, Bürger zu Meschede, dem Johan Romeken, Scholaster, und dem Gortfrid Borchardi, Kanoniker zu Meschede, als Testamentsvollstreckern des + Johan Gresemunt 60 vollgewichtige Goldgulden, die für eine ewige Messe bestimmt sind, überliefert. Die entsprechende Urkunde wollen die Testamentsvollstrecker dem Jorgen Hartmann oder seinem Sohn Johan bis zum Palmsonntag, ihrem Kirchweihfest, ausliefern [vergl. Urk. von 1533 Juni 22].
Datum 1548 März 4 (up sundach in der Vasten Oculi gnant) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
unbesiegelt.




1548 Mai 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Thonies von Stochusen und seine Frau Anna, Christoffer Borchards und seine Frau Margarete und Anna Smytmans, die Tochter des + Gordes op de Marcke, verkaufen dem Jacob Kremer und seiner Frau Anna ihren Speicher oben auf dem Kirchhofe neben dem Speicher des Johan Russe. Bitte an Bürgermeister und Rat um Anhängung des Siegels der Freiheit Meschede. Zeugen: Jost Kothmans und Johan Gockelen.
Datum 1548 Mai 10 (op unsers heren hemelfart dage) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel bis auf Wachsrest ab




1549 Mai 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hynrich Slueter, Richter des Herzogs Wilhelm von Kleve zu Soest, bekundet, vor seinem Gericht seien Steffan Holscher und Hermann Holtkamp, beide von Epsingsen (Ebbeschinck), erschienen. Senior und Kapitel zu Meschede hätten ihnen ihren Hof und Kotten zu Epsingsen auf zwölf Jahre in Gewinn gegeben. Dafür hätten sie von allem Saatland, es sei Garten oder Kämpe, die dritte Garbe zu entrichten. Ausgenommen von der Abgabe sei Hanf und Flachs, bei Steffan Holscher drei Morgen Wicken und bei Hermann Holtkamp ein Morgen für Pferdefutter. Beide haben das gesamte Land mit Ausnahme von höchstens acht oder zehn Morgen Landes, die Steffan Holscher brach liegen (sommeren) und zur Roggensaat bereiten kann, zu besäen. Das gleiche darf Hermann mit höchstens fünf oder sechs Morgen tun. Sie dürfen von den Höfen kein Korn auf dem Felde, Kaff oder Mist verkaufen, sondern haben damit nur das Land ihrer Höfe zu düngen. Sie dürfen das alte Land durch Roden nicht beeinträchtigen, es sei denn mit Zustimmung des Kapitels. Desgleichen dürfen sie kein "fruchtbares" Holz abhauen. Wenn ein Mastjahr kommt, sollen sie dieses gemeinsam mit den Stiftsherren nutzen. Sie dürfen keine Weiden oder Zaunholz abfahren oder verkaufen, sondern haben alles auf den Höfen zu belassen. Sie dürfen auch kein Korn von den Ländern abfahren oder abfahren lassen, bevor die Stiftsherren nicht ihre dritte Garbe davon genommen haben. Mit ihren Nachbarn und anderen Pachtschulten des Stifts haben sie abwechselnd jährlich ein Fuder Wicken von den vier Morgen Landes und ein Fuder Brennholz nach der Herberge des Stifts in Soest zu bringen. Wenn die Stiftsherren zu Soest Stroh benötigen zum Streu für die Pferde oder um das Garbenhaus damit zu decken, so haben sie dieses zu liefern. Als Binnenpacht hat Steffan Holscher acht Schillinge und acht Hühner und Hermann Holtkamp sechs Schillinge und beide die Hälfte des Obsts an den Boten des Stifts zu geben. Die Häuser, Scheunen, Speicher und sonstigen Gebäude, sowie Zäune haben sie in gutem Zustand zu halten. Wenn sie diese Bestimmungen nicht einhalten, haben sie sich selbst ihrer Höfe entsetzt. Wenn die zwölf Jahre vorbei sind, haben sie die Höfe ohne einen Abstand (affwillinge) zurückzulassen. Zum Unterpfand setzen sie all ihre bewegliche Habe mit Ausnahme der verfertigten Kleider, die sie und ihre Ehefrauen auf dem Leibe trügen. Steffan und Hermann versprechen auf die Frage des Richters durch ihren Vorsprecher die Einhaltung dieser Bestimmungen. Der erschienene Thonies Fenke, Prokurator des Stifts, bittet den Richter um Ausfertigung eines Gerichtsscheins. Siegelankündigung des Richters. Standgenossen: Patroculus Voit, Jorgen Paschedaegh und Hermann Boegge.
Gegeben 1549 Mai 2 (am avende inventionis sancte crucis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters anhängend




1550
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gerhard Ordt, Dekan, Gortfrid Burchardi, Senior, Georg Friderici, Johannes Richardi, Martin Bichter, Johannes Glasman, Hupert Junge, Alhard Clocke, Etherus Wrede, alles Kanoniker von St. Walburgis zu Meschede, gestehen ihrem Mitkanoniker Timotheus Berck das Kanonikatshaus zu, das der Scholaster Heinrich Larman persönlich bewohnte und in dem er gestorben ist. Die 37 oberländischen rheinischen Goldgulden, die Timotheus den Testamentsvollstreckern des Heinrich Larman gezahlt hat, kann er testamentarisch beliebig vermachen. Kein Kanoniker, Priester oder Laie darf nach seinem Tode das Haus bewohnen, wenn nicht vorher die 37 Gulden an die Bevollmächtigten des Timotheus bezahlt sind. Wenn kein Kanoniker das Haus für diese 37 Gulden annehmen will, kanner das Haus an eine andere Person verpfänden. Eine Wiedereinlösung ist ein halbes Jahr vorher anzukündigen. Der Zins von jährlich zwei Mark aus diesem Haus bleibt dem Kapitel vorbehalten. Ankündigung des Siegels ad causas des Stifts.
Gegeben und geschehen am 14 [Der Platz für die Monatsangabe ist freigeblieben]. Zeugen: Johann Hundt, Jodocus Kothman und Georg op demme Hoeuel. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel (halb abgebrochen) anhängend




1550 März 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

In dem Streit zwischen Priorissa und Konvent zu Galiläa als Klägerinnen und Dekan und Kapitel zu Meschede als Beklagte über die Hälfte des Waldes Huckelholtz, einen Zehnten und eine halbe Wiese in der Feldmark zu Meschede ergeht in der auf Veranlassung des Kölner Erzbischofs durch Heinrich Schüngel, Landdrst in Westfalen einberufenen Verhandlung vor Dietrich von Harn, Lic. der Rechte und Offizial zu Werl, Temmen von Hoerde, Drost zu Hirschberg (Hertzbergh), und Wilhelm Brandis, Rentmeister zu Werl, folgender Abschied: Da Dekan und Kapitel die Einlösung verweigern und auf ihrem bisherigen Besitz bestehen und nicht ohne Zustimmung des gesamten Kapitels, das jetzt nicht vollständig versammelt werden konnte, nachgeben wollen, überweist der Landdrost den Streitfall an den Erzbischof. Ankündigung der Besieglung der zweifach hergestellten Ausfertigung. Gegeben zu Arnsberg. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., 2 Bl., Papier, deutsch.
Papiersiegel aufgedrückt



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