Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden

1602 März 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Georg ther Mollen, Dekan, Johannes Friederici, Scholaster und Senior, Bernhard Coccius, Wilhelm Fabritius, Thesaurar, Jodocus Vaget, Cantor, Walram de Hengesbeke und Menso Dregger, Kanoniker von St. Walburgis zu Meschede, überlassen das früher von dem + Georg Rham besessene Kanonikatshaus ihrem Mitbruder Johannes Kleinsorgen. Dieser hat den Erben des Rham 30 Goldgulden gezahlt. Da Kleinsorgen die Schäden an dem Haus ausbessern hat lassen, sind bei einer Einlösung durch das Kapitel zusätzlich 20 Goldgulden zu entrichten. Aus dem Haus ist ein Jahreszins von 28 Schillingen an das Kapitel zu zahlen. Ankündigung des großen Kapitelssiegels. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
großes Kapitelssiegel anhängend.
Rückverm.: Rückkauf der Urkunde am 3. 6. 1624 durch das Kapitel, wobei das Haus jetzt der Herr Johannes Pruel bewohnt; dieser hat es vom Kapitel zurückgekauft im Jahre 1627 für 50 Gulden, die der Herr Schommartz empfangen hat




1602 Mai 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Christoffer Rath, Schulte zu Sassendorf (Sastrop), verkauft dem Tonnis Pottgießer, Bürger zu Soest, eine Rente von 3 1/2 Reichstalern. Siegelankündigung des Thomas Koep, Richter zu Soest. Zeugen: Johan Heneker und Paul Burchgrauen, Bürger zu Soest.
Datum 1602 Mai 1 (auf Philippi Jacobi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: auf dem Schulten zu Sastrop 55 Reichstaler




1603 Juni 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dechant, Scholaster und die Kapitularen von St. Walburgis zu Meschede und Anna Friederichs, Priorissa, Clara Zeppenfeldts, Kellnersche, und der Konvent des Klosters Galilaea bekunden, Dechant und Kapitel hätten im Jahre 1440 den Zehnten vor und um Galilaea von Volpert von Visbecke gekauft. Das Kloster Galilaea habe nun seit einigen Jahren an die Obrigkeit suppliziert, daß der Zehnt ihnen zur Ablöse stehe. Auf Ansuchen des Kölner Erzbischofs Ernst überläßt das Stift dem Kloster den Zehnten und zwei Wiesen, gelegen in der Jungfern-Wiese und dem Hukeldicken. Dafür erhält das Stift [...]. Siegelbitte an Johan Godfried von Fürstenberg, Domherr zu Mainz, Trier und Paderborn, und Propst zu Meschede, sowie Siegelankündigung der beiden Parteien. Zeugen und Unterhändler: Philipsen Friederichs, kurköln. Oberkellner zu Arnsberg und Richter zu Meschede, und Joisten Westphalen zu Calle. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Propsts, des Stifts und des Klosters anhängend.
Urk. weist große Löcher auf.
Rückverm.: Erbwechselbrief des Zehnten zu Galile mit dem Greven-Gut zu Wenholthausen item der Wiesen im Löttmaringhauser Schemme und Garten um Flassenberg Wiesen bei der Henne-Mühlen in Meschede




1603 September 04
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Godfridt von Fürstenberg, Domherr zu Mainz, Trier und Paderborn, Propst zu Meschede, belehnt Cracht Claes mit folgenden Stücken zu Allendorf (Allentrop): ein Ort Wiese, ungefähr eine Leiter voll Heu vor der niedersten Pforten vor Allendorf, ein Land im Hespell zu einer Müdde Hafer, ein Land am Sulberge, ein Land hinter der Holle-Weiden gelegen, beide zusammen zu zwei Müdde Hafer. Dieses Land stammt von Andres Schmidtmann als Vormund der Kinder des + Christoff Möllers aus zwei dritten Teilen einer ganzen Hufe, gen. Mencken-Gut. Diese Hufe hatte Christoffer Schnellenhaus vom Vorgänger des Propstes zu Lehen getragen. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Arnold Haken und Henrich Wreden, Lehnsmannen des Propstes. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Rest des Siegels des Propstes anhängend




1604 Juni 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dechant und Kapitel geben für zwölf Jahre ein Salzwasser und Salzhaus zu Sassendorf in Gewinn: 1. Johan Cubach zu Soest.
2. Johan vom Dhael, Bürgermeister zu Soest, und Elsen Mengen, Witwe des Andries vom Dhael.
3. Joh. Mengen zu Soest zug. seines Pflegesohns von dem + Albert Dolphus und der Marien Mengen.
4. Bürgermeister Andries Papen, Rentmeister Betram Meiburg und Annen Cluseners, Witwe des Christofferen Meiburg, den Kindern des + Bertram Meiburg. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: vier Ausf., Perg.




1604 November 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Georg thor Mollen, Dekan, Johannes Frederici, Scholaster, Bernard Coccius, Wilhelm Fabricius, Thesaurar, Jodocus Voeget, Cantor, Walram Schultetus, Joannes Kleinsorgen, Menso Dregers, Caspar Papen, Heinrich Rutinghius, Kanoniker von St. Walburgis zu Meschede, überlassen dem Hermann Custodis das Kanonikatshaus neben dem Haus der Vicarie von Maria Magdalena. Dieses Haus hatte Ethereus Wreden neu errichtet und war von dessen Erben für eine Summe wieder in die Verfügung des Kapitels übergegangen. Custodis hat für das Haus 30 rheinische Gulden zu zahlen. Aus dem Haus bezieht das Kapitel einen Zins von neun Arnsberger Schillingen. Ankündigung des großen Kapitelssiegels. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab




1605 November 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Frantz Teune, Bürger zu Meschede, und seine Frau Cathrina bekunden, sie hätten den im Hauptbrief von 1434 (Feb. 3) genannten Speicher von den + Johannesen Reyneken und seiner Frau Margarete gekauft. Sie hätten sich verpflichtet, an Dekan und Kapitel zu Meschede die auf dem Speicher liegende Rente von fünf Schillingen jährlich zu Martini zu entrichten, ebenso 18 Pfennige lichter Münze für einen kleinen Platz, den das Stift in diesem Jahr von seinem bei dem Speicher liegenden Hof - das Plätzchen liegt hinter dem Stalle und Garten des Hyeronimus Willems - den Ausstellern zur Erbauung eines Schweinestalls eingeräumt haben. Diesen Stall haben die Aussteller halb auf den Grund der Kirchspielkirchen mit Zustimmung des Pastors und der Provisoren gesetzt. Die Aussteller versprechen die jährliche Bezahlung der 18 Pfennige. Das Stift will sie dafür in der Nutzung des kleinen Platzes belassen, es es sei denn, sie wären in der Zahlung säumig, als "rebelles" befunden oder bedürften des Platzes nicht mehr. Wenn die Aussteller den Platz nicht mehr brauchen und den darauf erbauten Schweinestall abbrechen, fällt die Rente von 18 Pfennigen fort. Die fünf Schillinge aus dem Speicher bleiben davon unbeeinflußt. Ankündigung von Siegel und Unterschrift des Franz Teune.
Geschehen und gegeben 1605 Nov. 11 (auf tag S. Martini episcopi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Transfix zur Urkunde von 1434 Feb. 3 in Nr. 226), Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers anhängend, Unterschrift: Frans Twine




1611 Mai 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Elsche Pottgiesser, Witwe des Bürgers zu Soest Tonnisen Pottgiesser, verkauft mit Zustimmung ihres Vormunds Caspar Creuet dem Jorgen Greuen, Bürger zu Soest, die Rente von 3 1/2 Reichstalern, die ihr Christoffer Rath, Schulte zu Sassendorf (Sastroff), verschrieben hatte. Siegelbitte an Thomas Kope, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Crato Nuskenn und Paul Burchgrauen, Bürger zu Soest. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1613-1624
Permalink der Verzeichnungseinheit

Drees Schulte zu Sassendorf verkauft verschiedene Renten: 1. 1613 Dez. 25: Albert Rademacher, Bürger zu Soest.
2. 1618 Feb. 2: Christoffeln Schulte zu Hemminghausen (Hemmis), Bruder des Verkäufers,
3. 1618 Sept. 29: Johan Hollen zu Sassendorf.
4. 1618 Sept. 29: Johan Hollen zu Sassendorf.
5. 1619 März 28: Peter Hecker, Bürger zu Soest.
6. 1619 Aug. 21: Johan Hollen zu Sassendorf.
7. 1624 Jan. 4: Johan Hollen zu Sassendorf. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: sieben Ausf., Perg., deutsch




1616 Juni 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dechant und Kapitel geben für zwölf Jahre ein Salzwasser und Salzhaus zu Sassendorf in Gewinn: 1. Göbeln und Johan vom Dahl, Vettern und Eingesessene zu Soest,
2. Dietrich Cubach, Ziesemeister, und Annen Pentlings, Witwe des Joh. Cubach, zu Soest,
3. Goswin Merkelbach. Dr. beider Rechte und Bürgermeister zu Soest und Gerhard Walraben, Eingesessener daselbst,
4. Göbeln vom Dahhl, Eingesessener zu Soest, und Marien vom Dahl, Witwe des Franz Eßbecken zu Brockhausen, sowie ihre Kinder,
5. Joh. Mengen, Eingesessener zu Soest, namens seines Vetters Albert Dolphus. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: fünf Ausf., Perg




1616 November 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dieterich Verheiden, Dechant zu Meschede, verkauft der Priorissin Anna Frederichs und den Konventualinnen zu Galiläa eine Rente von 2 1/2 Reichstalern aus dem Kapitularhause gen. "die Keuchen". Diese Rente kann für 50 Reichstaler abgelöst werden. Der Aussteller bekundet, die Obligation mit eigener Hand geschrieben zu haben, und kündigt Siegel und Unterschrift an. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
aufgedrücktes Papiersiegel.
Vermerk: Vom dem Konvent noch weitere 12 1/2 Reichstaler empfangen zu haben: 15. März 1625




1617 Juni 06
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dechant und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede bekunden, sie hätten bisher aus dem Konnigshof zu Holthausen (Dorrenholthausen), den jetzt Eberhardt Konnigk innehat und den er und seine Vorgänger vom Propsten zu Lehen empfangen hatten, vier Mark Geldes jährlich erhalten. Aus den Registern hätten sie ersehen, daß ihnen mehr zustehe. Deswegen sei vor dem Geistlichen Hofgericht ein Prozeß begonnen worden. Zur Vermeidung weiterer Kosten schließen sie nun mit Eberhardt den Vergleich, daß er von nun an jährlich sechs Mark entrichtet. Die Aussteller versprechen, keine höheren Forderungen zu stellen. Ankündigung des Kapitelssiegels. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
nicht besiegelt




1625 -1673
Permalink der Verzeichnungseinheit

Salvaguardia für das Stift bzw. Freiheit Meschede: 1. (nur Wappen des Erzbischofs Max Heinrich)
2. Thiman von Lindelo (im Auftrage Tillys), Homburg in Hessen 1625 Juni 6
3. Godfridet Huyn Herr zu Geleen, Freiherr zu Wach tendonck, Neuhaus 1636 Aug. 23
4. Godfridet Huyn Herr zu Geleen, Freiherr zu Wachtendonck, Neuhaus 1636 Aug. 16
5. Ottavio Piccolomini, Büren 1640 Okt. 21
6. Leopold Wilhelm Erzherzog von Österreich, 1640 Okt. 26
7. Franz Markgraf von Savona und von Caretto, Brillen 1640 Okt. 26
8. Erzbischof Maximilian Heinrich von Köln, 1673 Feb. 2
9. Erzbischof Maximilian Heinrich von Köln, 1673 Feb. 2 (in franz.)
10. Erzbischof Maximilian Heinrich von Köln, 1673 Feb. 2 (in franz.)
11. Erzbischof Maximilian Heinrich von Köln, 1673 Sept. 4; dabei Stift Meschede an den Erzbischof: Bitte um Hilfe wegen des drohenden Prozesses mit der Freiheit betreffs Heranziehung der stiftischen Güter zu den städtischen Lasten. (Regest)






1625 Juni 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Urban VIII. teilt dem Erzbischof von Köln und den Bischöfen von Hildesheim und Paderborn sowie ihren Offizialen mit, Magister Egidius Ursinus aus "Vivareis" (?), Lütticher Kleriker, in den beiden Signaturen Referendarius und Prodatarius, Propst der Kollegiatkirche St. Walburgis in der Stadt Meschede, habe dargelegt, einige Leute, die er nicht genau kenne, hätten die beweglichen Güter sowie die amtlichen und privaten Schriften, die die Beweise über die Rechte und Rechnungen der Propstei insbesondere die Höhe der Abgaben an Geld, Wein, Öl, Gerste und anderen Korns, über die Zehnten und das Getreide enthielten, unrechtsmäßig in Besitz genommen, obwohl er rechtmäßig und kanonisch Inhaber der Propstei sei. Der daraus entstandene Schaden übersteige die Höhe von 50 Dukaten. Ursinus habe um die Hilfe des apostolischen Stuhls gebeten. Der Papst trägt nun den Adressaten auf, den Fall zu prüfen, in den Kirchen vor dem Volk alle die laden zu lassen, die solche Abgaben verheimlichen oder die davon Kenntnis haben. Wenn diese nicht Folge leisteten, sind die Adressaten befugt, einen weiteren Termin festzusetzen und dazu die allgemeine Exkommunikation anzudrohen.
Datum Rom (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg. lat.
Bleibulle anhängend; mit Kanzleivermerken




1628 September 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Meister Thonnis Teckenborgh, Bürger zu Eversberg (Euerspergh), und seine Frau Anna bekennen, dem Stift Meschede 20 Taler schuldig zu sein, jeden zu 26 Schillingen westfälischen Werts. Dafür haben sie jährlich zu Michaelis einen schlechten Taler als Pension zu bezahlen. Das Geld stammt von der Memorie für den Kanoniker Wilhelm Laudtschleher. Die Aussteller setzen als Unterpfand ihr Land an der Bocklat über der hohen Fohren vor dem Land des Houendes und über dem des Lemmen. Es ist vier Scheffelsaat groß. Bitte an Bürgermeister und Rat zu Eversberg um Anhängung des Stadtsiegels. Zeugen: Hermann P[a]pe, Bürger zu Eversberg, und Jorgen Dicke, Bürger zu Meschede. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, 2 Bl., deutsch.
Siegel der Stadt Eversberg anhängend




1629 Mai 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dechant, Scholaster, Senior und Kapitel von St. Walburgis bekunden, ihre Vorgänger und sie hätten eine Reihe von Jahren aus dem Königs-Hof zu Holthausen (Dorentholthausen) jährlich 3 1/2 Mark Zins empfangen. Aus alten Registern hätten sie aber ersehen, daß ihnen mehr zustände, nämlich sieben Malter Hafer, zwölf Hämmel, ein Schwein, das eine halbe Mark wert sei, ein Malter-Käse auf Jacobi und ein Malter auf Bartholomaei, schließlich zehn Hühner. Im Jahre 1617 habe man die Erhöhung des Zinses betrieben. Da der jetzige Inhaber, Eberhard Königh, von den höheren Abgaben nichts wußte, sei es deswegen zum Prozeß vor dem Geistlichen Hofgericht zu Werl gekommen. Schließlich habe man sich am 6. 6. 1617 auf einen Zins von sechs Mark verglichen. Dieser Zins sei bis jetzt auch bezahlt worden. Über die Verschreibung des Zinses sei ein Irrtum entstanden. Daher habe man mit Eberhardt und seinem Sohn Anthonißen vereinbart, daß sie für alle Ansprüche des Stifts an dem Königshof und den dazugehörigen Hovelingen und Pächtern einmalig die Summe von 200 Reichstalern zahlen sollten, was auch geschehen sei. Das Lehnsrecht der Propstei und der Mescheder Kirche ist von der Vereinbarung nicht betroffen. Ankündigung des großen Kapitelssiegels. Siegelbitte an den Propst Egidii Ursini de Viuariis, päpstlicher Referendar und Datar, und an Peter Martini, Lic. jur. und kurköln. Offizial zu Werl.
Beglaubigung durch den Notar Hieronymus Quinkenius.
Meschede (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Propsten (?) anhängend, das 1. und 3. ab




1635-1636
Permalink der Verzeichnungseinheit

Salvaguardia
1. Erzbischof Ferdinand von Köln 1635
2. Johan Graf von Götz, Soest 1636 Sept. 21 (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Papiersiegel bzw. Wachssiegel aufgedrückt, mit Unterschriften




1637-1640
Permalink der Verzeichnungseinheit

Reisepässe (Salvus Conductus) für Diederich Verheyden, Dechant zu Meschede,: Peter Holtzappel gen. Melander, hess. General-Leutenant, 19/29. 4. 1637.
Rensen, hess. Obrist-Lieutnant, Kommandant zu Lippsatdt, 1639.
M. Sprewitz, hess. oberster Wachtmeister des Dalwigkschen Regiments, 1640 (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., zum Teil Abschrift, Papier




1639 Februar 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Reversal des Augustinus Kannengießer, Kellner zu Böddeken, über die Belehnung mit dem Zehnten zu Stockheimim (Stockheimb) vor Geseke durch Theodor Verheiden, Dechant zu Meschede. Zeugen: Christoffen Prangen, Bürgermeister zu Brilon, und Peter Churwale, Küster und Organist zu Böddeken. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1666
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zwischen dem Konvent in Wedinghausen und dem Stift Meschede ist ein Streit entstanden, weil der Konvent den im Jahre 1540 festgelegten Zins von zehn rheinischen Gulden - jeden Gulden zu 24 Albus und den Albus zu sechs Pfennigen gerechnet - nunmehr mit nur zehn Kapitelsmünzen (capitella) bzw. den Gulden zu zwölf Westfälischen Stübern bezahlte. Nach Beginn eines Prozesses einigt man sich freundschaftlich wischen Johann Heinrich von Schommartz, Dekan, und drei Senioren aus dem Mescheder Kapitel und den vom Abt zu Wedinghausen, Michael Reinhartz, und seinem Konvent bestimmten Bevollmächtigten, Johannes Ungespeck, Pastor zu Werl, und Christopher Esling, Kellner zu Wedinghausen, in der Weise, daß die zehn Gulden in der früher festgelegten Weise bezahlt werden sollen. Geschehen in Meschede in der Wohnung des Dekans.
Unterschriften des Ungspeck und Esling sowie des Mescheder Dekans sowie des Scholaster Joannes Praell, des Theod. Steuenius, Senior, und des Kanonike Schmitmann. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., (provisor.), Papier




1674 Oktober 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dechant, Scholaster, Senior und sämtliche Kapitulare von St. Walburgis zu Meschede, Jodocus Hengsbach, Pastor zu Remblinghausen, Wilhelm Dieterich von Cloet, Besitzer des adeligen Hauses Remblinghausen, und Timon Dietherich von Stockhausen zu Stockhausen bekunden: Obwohl alle Genannten jeder nach seinem Anteil in der Remblinghauser Feldmark mitsamt der Mast und dem Eichengehölz berechtigt sei, habe es Streit gegegeben, weil von Cloet wegen seines Anteils von einem Drittel oder der Hälfte die ganze oder halbe Mast oder die "Ryss" oder Nachmast für sich allein beanspruchte. Nunmehr wird folgende Aufteilung vereinbart, wobei jeder Platz namentlich abgeschnadet und jedem sein Quantum an den vorhandenen Eichbäumen zugeteilt wird. Über dem Dorf von der Balmermark bis zu dem in zwei Armen fließenden Twissel-Siepen werden nach Osten hin die dort befindlichen Eichbäume und die Mast dem von Cloedt überlassen. Die Birken in der Mark, die vom Pastor und den Vorgängern des von Cloedt von den privat zugehörigen Bergen abgeteilt wurde, stehen den Bauern als Brandholz zur Verfügung, wie es uralter Brauch ist. Der eine Arm des Siepen, der in den Ländern des Godtschalk Berman entsteht, gehört somit privat dem von Cloedt, der andere Arm, der aus dem Bremschedt herausflieießt, gehört bis zum Zusammenfluß den drei Parteien, nämlich dem Stift, dem Pastor und dem von Stockhausen, nach Westen zu. Vom Zusammenfluß des Siepens bis zum Huttenkampf gehören nach Osten zu die Eichen dem von Cloedt, jenseits des Siepens nach Westen den drei Interessierten. Vom Siepen den Huttenkampf schnurgerade bis auf den Kotthovers Weg bleibt nach Osten alles dem von Cloedt, nach Westen den drei Interessierten. Der Kotthovers Weg scheidet unter den Kämpen des Lambert Fredeböling, jetzt Caspar Schniders, bis in das Dorf Remblinghausen am Hofe des gen. Lambert vorbei die beiden Parteien. Was über dem Weg ist nach Süden oder Nordosten gehört dem von Cloedt, alles nach Nordwesten und Norden der anderen Partei. Unter dem Dorf von der Balmer Mark bis an den Touschhagen, bis an den Wiesenplatz gen. der Houel, bis auf die Knippe mit dem Remblinghauser Broich fallen alle Eichen und Gehölz, die vorher in die Eichenfeldmark gehörten, nunmehr allein an den von Cloedt und seine Erben. Vom Touschhagen einschließlich nach Norden bis an die Hellinghauser Mark, vom Hoffel einschließlich bis an die Horbeker Mark und alles, was jenseits des Dorfes nach Westen sich an Eichengehölz befindet, was vorher zur Feldmark gehörte, fällt den Dreien zu. Alle Eichen wurden gezählt und numeriert, insgesamt 2609 Stämme. Den drei Interessenten fallen 1268 Stämme zu, und zwar am Touschhagen 73 Bäume, in der Luttingheim 76, in dem Leueshoel 74; die große und kleine Steinrucke hat 52, die Dicke Dornen 96, die Harschrucke 94, die Hulschenbecke 237, die Endert 413; vom Huttenkampf bis an die Horbecker Schnee zwischen Sachten (Sagten) Land und dem Beringker Kampf 153. Diese Bäume und diese Plätze gehören dem Stift Meschede wegen des Schultenhofes Sargten, der Pastorat und dem von Stockhausen wegen des Berghofes im Dorf Remblinghausen. Der Anteil des von Cloedt erstreckt sich auf 1341 Bäume: vom Kotthovers Weg bis an die Schledden und Huttenkampf 216, im Wickenbroich und Steinknocken bis an des Beckers großen Kamp 100, durch des Schmidtmans Kamp bis an die Hennen-Wiese 187, hinter der Hennen-Wiese bis an den Voegelsang auf dieser Seite des Siepens nach Osten, der zwischen der Endert und Vogelsang hinabfließt, 137, auf dem Vogelsang von dem Land, das jetzt zu dem Lex-Gut gehört, bis an des Beckers Wiesen 121, von des Drosten Wiese an bis in die Astmecker Wiese 190, in der Astmecke 72, von der Knippen bis an des Pastors Broich 120, im Erlenbusch 154 und in dem Creutze 44 Bäume. Obwohl die Zahl der Bäume des von Cloedt die der anderen Partei um 72 überschreitet, verzichtet diese auf weitere Ansprüche. In ihrem Anteil sind das Kapitel zu Meschede, der Pastor und der Richter Timon Dietherich von Stockhausen insgesamt, Johan Kamphouer, der Becker, der Schleden und Rotger Schmidman neben Caspar Schniedern gen. Fredeboling jeder zur vollen Mast mit zwei Schweinen, zur halben Mast mit einem Schwein berechtigt. Wenn ein Eichbaum umfällt oder abgehauen wird, so steht es jeder Partei frei, an diese Stelle junge "Potten" zu pflanzen und den Platz zu verbessern, ohne Rücksicht darauf, welcher Partei der Grund zukommt. Da das adelige Gut des von Cloedt Lehen der Propstei zu Meschede ist, bittet man den Bevollmächtigten des Propstes um Zustimmung. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Propstei, des von Cloedt, des Kapitels (großes), des Pastors und des von Stockhausen (in Holzkapseln) anhängend.
Unterschriften: Bartholdus Mittorpf, Bevollmächtigter des Propstes, Wilhelm Dietherich Cloidt, Wilhelm Smitman, Dekan, Bartholdus Mittorpff, Scholaster, Hilger Wrede, Kanoniker und Sekretär, Hermann Kissing, Kanoniker, Jodocus Hengesbach, Pastor zu Remblinghausen, Timon Diederich von Stockhausen




1690 März 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vereinbarung des Kapitels mit Friedrich Wilhelm von Westphalen über die Ablösung der auf dem Schultenhof zu Laer ruhenden Verpflichtung zur jährlichen Entrichtung eines Schweines und von vier alten Schillingen. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Konzept, Perg., deutsch



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken