Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.3. WESTFÄLISCHE FÜRSTABTEIEN
1.3.1. Fürstabtei Corvey
Fürstabtei Corvey
Fürstabtei Corvey / Urkunden
C 001u, Fürstabtei Corvey - Urkunden

1104
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bischof Heinrich von Paderborn schenkt auf Bitten Abt Erkenberts den corveyischen Mönchen [also dem Konvent] den Novalzehnt in den Orten Bielenberg, Räuschenberg (Roukesbergh) und "Frithebugil" oberhalb der Villa Höxter und bestätigt ihnen alle früheren Zehntenschenkungen von seinen Vorgängern im Bistum Paderborn. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Corvey (Corbeie)




1120 Mai 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Erkenbert berichtet, dass ein gewisser Reinfried in früherer Zeit über 13 Hofe des Klosters sich das Recht angemaßt habe, Amtleute einzusetzen, herrührend ihm jedoch nur zugestanden habe, dessen Einkünfte zu den Händen des Papstes zu sammeln. Als er nun im Krieg gegen die Moorsater gefallen [eo morsacio interfecto; Bedeutung ungeklärt], habe der Abt Marquard zuerst dessen ältesten Sohn das erledigte Amt und das Lehen des Vaters gegeben habe, nach dessen frühem Tode aber, da beide in seine Gewalt zurückgefallen waren, dem zweiten Sohn Godfried das Lehen nur unter der Bedingung zugestanden habe, dass er dem Amt entsage. Trotzdem er nun, als Erkenbert Abt geworden war, nur das Lehen, nicht das Amt nachgesucht und empfangen habe, so wäre er nach seiner Heirat doch auch mit Ansprüchen auf das Amt hervorgetreten und habe sich ein obrigkeitliches Ansehen, eine wahre Herrschaft über jene 13 Höfe angemaßt. Vergebens habe der Abt ihm unter Vermittlung seiner freien Leute und freien Ministerialen eine Abstandssumme geboten; er habe es auf den richterlichen Spruch der letzteren ankommen lassen. Als er aber eingesehen, dass dieser gegen ihn ausfallen würde, habe er jene Summe angenommen und dem Amt entsagt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Corvey (Corbeiae)




1126 Mai 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Erkenbert bekundet, dass er von zwei edlen Matronen, den Schwestern Riclinde und Friderun, das Schloss Itere [Itter, Ruine bei Thalitter] mit Markt und Zoll sowie mit den dazugehörigen Allodien in Itter, Ense [bei Korbach], Lutterbach [Hof Lauterbach bei Korbach], Dalewig [Dalwig zwischen Korbach und Dorfitter, wüst] dann Ministerialen und anderen Pertinenzien unter der Bedingung erworben habe, dass sie diese Güter nebst einer Rente von 15 Talenten jährlich aus Lehen von ihm zurückempfingen, aber als Anerkenntnis der Lehnsbarkeit jährlich "unum nummum gihthure" [Kindlinger erklärt es als census loquens, also Lokalsteuer] zahlen würde. Sollte von corveyischer Seite diese Bedingungen nicht beobachtet werden, so erhalten auch jene beide Frauen das Recht der freien Disposition über diese Güter, versprechen aber dieselben nicht wieder als Lehen auszugeben. Wenn sie es dennoch täten, so würde dies nach ihrem Tod kraftlos sein.
Aber damit diese Güter nie der Kirche entfremdet würden, hat auch Erkenbert bei ihrer ersten Übergabe am Altar des hl. Vitus, wo der Obervogt Graf Siegfried, der Vizevogt Graf Widekind von Schwalenberg, der Konvent der Mönche und viele Edle, Freie und Ministerialen zugegen waren, bei Strafe des Kirchenbanns verboten, diese Besitzungen als Lehen auszutun, was dann später Bischof Bernhard [von Paderborn] durch seinen Bann bestätigt hat. Die bei der Kirche erfolgte Übergabe ist hierauf in öffentlicher Gerichtsstätte durch Poppo in Stellvertretung des Grafen Siegfried durch königlichen Bann bestätigt, die ganze Verhandlung ist nach Engerschem Recht (legem Agariorium) vorgenommen worden.
Zeugen u.a.: Graf Konrad von Everstein (Conradus Comes Eversten), Rochir von Bilstein (Bilsten), Otto Vesperthe, Heinric Horehusen [Heinrich Horhusen], Reinhard und Helmwig Cansten [Canstein].
Data Itere VI. idus May. Anno Domini M.C.XXVI. Anno primo Domini Lotharii Regis et Anno XX. Domini Erkemberti Abbatis. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Itere




1127 [Apr. 3 - Apr. 9]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Tauschvertrag Bischof Meingots von Merseburg mit dem Abt Erkenbert, der ersterem eine "Warehus Porkestorph" und zwei in "Diderstidi" überlässt, dagegen das seinem Kloster benachbarte aber wüst liegende Gut "Sidarhusun" erhält. Diese Verhandlung wurde zuerst in Merseburg von den Vögten beider Kirchen Reinold und Adalbero vorgenommen, sodann zu Goslar von König Lothar, den Bischöfen Otto von Halberstadt und Bertold von Hildesheim und dann von dem Markgrafen Adalbert bestätigt. Auf Seiten des Abts wohnten diesem Akt Widekind von Schwalenberg und Konrad von Everstein als Zeugen bei. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Merseburg und Goslar




1133 [Dez.]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kaiser Lothar III. bestätigt auf Bitten des Abts Volkmar dem Kloster Corvey die Fischerei Hucwar auf der Weser, in der in der ganzen Ausdehnung wie sie Kaiser Ludwig der Fromme demselben geschenkt hatte. Dieselbe war später in den Besitz Herzog Heinrichs von Bayern und der Gräfin Eilica und ihres Sohnes Adelbert geraten, wo diese aber, nachdem sie das Unrechtmäßige ihres Besitzes erkannt, dem Kloster wieder zurückgestellt worden, welche Rückgabe dann ebenfalls hier die königliche Bestätigung erteilt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Bardenrich [Bardowick?]




1147 [März 14-März 31]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Konrad III. nimmt wegen der ausgezeichneten dem Könige und dem Kaiser erwiesene Treue des Abts Wibald das Kloster Corvey nebst allen dazugehörigen Besitzungen in den Schutz der königlichen Majestät, schenkt ihm auf immer die Freiheit und stellt durch seine Autorität und die sämtlicher Fürsten in einem ewig gültigem Gesetze fest, dass Corvey nie der Gewalt, dem Gebiet oder der Untertanenschaft einer anderen geistlichen oder weltlichen Person weder durch Schenkung noch durch Tausch unterworfen werden kann, sondern stets unter der Leitung und unter dem Schutz der Kaiser und Könige bleibe und sich seiner bisherigen Freiheit erfreue. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Frankfurt (apud Frankenevorde)




1147 [März 1-März 13]
Permalink der Verzeichnungseinheit

König Konrad III. bekundet, dass er wegen der ausgezeichneten Dienste des Abts Wibald der Corveyer Kirche das Frauenkloster Kemnade geschenkt und dasselbe über den Reliquien des hl. Vitus durch seinen hierzu angenommenen Advokaten den Pfalzgrafen bei Rhein, Hermann (Herimann), dem Abt Wibald und Markgrafen Adelberts von Brandenburg anstelle des Klostervogts Hermann von Wimpenburg habe übergeben lassen, um dasselbe mit den nämlichen Privilegien und Befreiungen von Kriegs- und anderen Diensten zu besitzen, wie es bisher die von Kaiser Ludwig dem Frommen geschenkten drei kleinen Abteien Eresburg, Meppen (Meppia) und Visbek besaßen, unter der Bedingung jedoch, dass aus den Einkünften des geschenkten Klosters dem Reich jährlich sechs Mark von Corvey gezahlt würden. Diesen Beschluss bestätigten folgende auf dem Reichstag anwesenden Kirchen der Bischof Bernhard von Straßburg, welcher die erste Stimme abgab, dann der Erzbischof Adelbero von Trier, die Bischöfe Anselm von Havelberg, Heinrich von Lüttich und der Elektus Sifrid von Würzburg, sodann der Herzog Friedrich von Schwaben und Elsass, der Pfalzgraf bei Rhein Hermann, der Herzog Konrad von Zähringen, die Markgrafen Konrad von Wettin und Adalbert von Brandenburg, so wie des letzteren Söhne, der Markgraf Otto und Adelbert, der Landgraf Ludwig von Thüringen, der Markgraf Hermann von Baden, die Grafen Werner von Baden, Ulrich (Uthelrich) von Lenzburg, Ulrich von Hirrlingen (comes de Orninga), Heinrich von Katzenelnbogen (Cazzenellenbogen) und andere. Zugleich erwähnt der König, dass Papst Eugen wiederholte Aufforderungen an ihn gerichtet habe, solche in seinem Reiche gelegenen Frauenklöster, in denen die Zucht verfallen, zu reformieren (regulari et reformari) und den sie Kemnade, welches nicht mehr ein Kloster, sondern für alle Vorbeireisenden ein Ort der Verführung gewesen, trotz aller angewendeter Mühe selbst den Bischof von Minden, in dessen Kirche es gelegen nicht möglich gewesen, Religion und Zucht herzustellen, so habe er es dem benachbarten Corvey zum Eigentum und zur Zucht überwiesen. Die Vogtei über Kemnade, welche Herzog Heinrich von Sachsen bisher von ihm und den früheren Königen zu Lehen getragen, habe er unter Beistimmung Heinrichs ebenfalls an Corvey übertragen, infolgedessen der Herzog sie aus den Händen des Abts als Lehen empfangen und ihm die Lehnshuldigung mit dem Eid der Treue geleistet habe. Schließlich verleiht der König dem Kloster dieselbe Freiheit, die Corvey in Bezug auf den Burgbau besitzt, der Art, dass kein Herzog, Markgraf, Graf oder Vogt fernerhin in der Vorhalle der Kirche Gericht halten dürfe, dies vielmehr dem Abt oder seinen Beamten zustehen solle. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original




1147 [März 1-März 13]
Permalink der Verzeichnungseinheit

König Konrad III. wiederholt zum größeren Teil Urkunde Nr. 51 a, dehnt aber die Schenkung außer auf Kemnade noch auf das Frauenkloster Fischbeck [nicht zu verwechseln mit Visbek] aus. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Frankfurt (Frankenewort)




1147 [März 1-März 13]
Permalink der Verzeichnungseinheit

König Konrad III. bekundet, dass er wegen der ausgezeichneten Dienste des Abts Wibald der Corveyer Kirche das Frauenkloster Kemnade geschenkt und dasselbe über den Reliquien des hl. Vitus durch seinen hierzu angenommenen Advokaten den Pfalzgrafen bei Rhein, Hermann (Herimann), dem Abt Wibald und Markgrafen Adelberts von Brandenburg anstelle des Klostervogts Hermann von Wimpenburg habe übergeben lassen, um dasselbe mit den nämlichen Privilegien und Befreiungen von Kriegs- und anderen Diensten zu besitzen, wie es bisher die von Kaiser Ludwig dem Frommen geschenkten drei kleinen Abteien Eresburg, Meppen (Meppia) und Visbek besaßen, unter der Bedingung jedoch, dass aus den Einkünften des geschenkten Klosters dem Reich jährlich sechs Mark von Corvey gezahlt würden. Diesen Beschluss bestätigten folgende auf dem Reichstag anwesenden Kirchen der Bischof Bernhard von Straßburg, welcher die erste Stimme abgab, dann der Erzbischof Adelbero von Trier, die Bischöfe Anselm von Havelberg, Heinrich von Lüttich und der Elektus Sifrid von Würzburg, sodann der Herzog Friedrich von Schwaben und Elsass, der Pfalzgraf bei Rhein Hermann, der Herzog Konrad von Zähringen, die Markgrafen Konrad von Wettin und Adalbert von Brandenburg, so wie des letzteren Söhne, der Markgraf Otto und Adelbert, der Landgraf Ludwig von Thüringen, der Markgraf Hermann von Baden, die Grafen Werner von Baden, Ulrich (Uthelrich) von Lenzburg, Ulrich von Hirrlingen (comes de Orninga), Heinrich von Katzenelnbogen (Cazzenellenbogen) und andere. Zugleich erwähnt der König, dass Papst Eugen wiederholte Aufforderungen an ihn gerichtet habe, solche in seinem Reiche gelegenen Frauenklöster, in denen die Zucht verfallen, zu reformieren (regulari et reformari) und den sie Kemnade, welches nicht mehr ein Kloster, sondern für alle Vorbeireisenden ein Ort der Verführung gewesen, trotz aller angewendeter Mühe selbst den Bischof von Minden, in dessen Kirche es gelegen nicht möglich gewesen, Religion und Zucht herzustellen, so habe er es dem benachbarten Corvey zum Eigentum und zur Zucht überwiesen. Die Vogtei über Kemnade, welche Herzog Heinrich von Sachsen bisher von ihm und den früheren Königen zu Lehen getragen, habe er unter Beistimmung Heinrichs ebenfalls an Corvey übertragen, infolgedessen der Herzog sie aus den Händen des Abts als Lehen empfangen und ihm die Lehnshuldigung mit dem Eid der Treue geleistet habe. Schließlich verleiht der König dem Kloster dieselbe Freiheit, die Corvey in Bezug auf den Burgbau besitzt, der Art, dass kein Herzog, Markgraf, Graf oder Vogt fernerhin in der Vorhalle der Kirche Gericht halten dürfe, dies vielmehr dem Abt oder seinen Beamten zustehen solle. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Ausfertigung

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Frankfurt (Frankenevort)




1147 [März 14-März 31]
Permalink der Verzeichnungseinheit

König Konrad III. bekundet, dass er wegen der ausgezeichneten Dienste des Abts Wibald der Corveyer Kirche das Frauenkloster Kemnade geschenkt und dasselbe über den Reliquien des hl. Vitus durch seinen hierzu angenommenen Advokaten den Pfalzgrafen bei Rhein, Hermann (Herimann), dem Abt Wibald und Markgrafen Adelberts von Brandenburg anstelle des Klostervogts Hermann von Wimpenburg habe übergeben lassen, um dasselbe mit den nämlichen Privilegien und Befreiungen von Kriegs- und anderen Diensten zu besitzen, wie es bisher die von Kaiser Ludwig dem Frommen geschenkten drei kleinen Abteien Eresburg, Meppen (Meppia) und Visbek besaßen, unter der Bedingung jedoch, dass aus den Einkünften des geschenkten Klosters dem Reich jährlich sechs Mark von Corvey gezahlt würden. Diesen Beschluss bestätigten folgende auf dem Reichstag anwesenden Kirchen der Bischof Bernhard von Straßburg, welcher die erste Stimme abgab, dann der Erzbischof Adelbero von Trier, die Bischöfe Anselm von Havelberg, Heinrich von Lüttich und der Elektus Sifrid von Würzburg, sodann der Herzog Friedrich von Schwaben und Elsass, der Pfalzgraf bei Rhein Hermann, der Herzog Konrad von Zähringen, die Markgrafen Konrad von Wettin und Adalbert von Brandenburg, so wie des letzteren Söhne, der Markgraf Otto und Adelbert, der Landgraf Ludwig von Thüringen, der Markgraf Hermann von Baden, die Grafen Werner von Baden, Ulrich (Uthelrich) von Lenzburg, Ulrich von Hirrlingen (comes de Orninga), Heinrich von Katzenelnbogen (Cazzenellenbogen) und andere. Zugleich erwähnt der König, dass Papst Eugen wiederholte Aufforderungen an ihn gerichtet habe, solche in seinem Reiche gelegenen Frauenklöster, in denen die Zucht verfallen, zu reformieren (regulari et reformari) und den sie Kemnade, welches nicht mehr ein Kloster, sondern für alle Vorbeireisenden ein Ort der Verführung gewesen, trotz aller angewendeter Mühe selbst den Bischof von Minden, in dessen Kirche es gelegen nicht möglich gewesen, Religion und Zucht herzustellen, so habe er es dem benachbarten Corvey zum Eigentum und zur Zucht überwiesen. Die Vogtei über Kemnade, welche Herzog Heinrich von Sachsen bisher von ihm und den früheren Königen zu Lehen getragen, habe er unter Beistimmung Heinrichs ebenfalls an Corvey übertragen, infolgedessen der Herzog sie aus den Händen des Abts als Lehen empfangen und ihm die Lehnshuldigung mit dem Eid der Treue geleistet habe. Schließlich verleiht der König dem Kloster dieselbe Freiheit, die Corvey in Bezug auf den Burgbau besitzt, der Art, dass kein Herzog, Markgraf, Graf oder Vogt fernerhin in der Vorhalle der Kirche Gericht halten dürfe, dies vielmehr dem Abt oder seinen Beamten zustehen solle.
Dato anno diminicae incarnationis 1147 indictione X. Anno vero domni Cuonradi regis secundi invictissimi. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Ausfertigung

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Frankfurt (Frankenvort)




1147
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heinrich, Herzog von Sachsen, bekundet, dass er sein Lehen, die Vogtei über das Kloster Kemnade, in die Hände Konrads III. behufs Schenkung desselben an die Corveyer Kirche resigniert und sodann aus des Abts Wibalds Hand als ein "legitineum beneficium" wieder in Empfang genommen und das auf die demütige Bitte des Königs getan habe, insbesondere aber auch um die bis zum Tod getreuen Dienste, die Wibald seinem Großvater dem Kaiser Lothar geleistet, nun aus dessen ihm zugefallenen Erbe zu belohnen. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Brunswick (Bruneswick)




[1147-1158]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Wibald bestätigt, dass zwei ihm von seinem Ministerialen Conrad von Kemnade resignierte hörige Frauen Folwen und Thiedwen für sich und ihre Nachkommenschaft Wachszinsige der St. Dionys Kapelle zu Kemnade werden. Sie sollen dem Altar jährlich zwei Pfund Wachs entrichten, wobei er das corveyische Cerocensualenrecht dahin feststellt, dass bei der Heirat zwei Solidi, beim Tod das beste Kleid gezahlt werden, dass aber im Falle eines übereilten Todes die ganze Nachlassenschaft an den Provisor jenes Altars fällt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original




1150 [Feb. 2-Feb. 8]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Schutzbrief König Konrads III. für den Abt Wibald gegen die Übergriffe seiner Ministerialen, der corveyischen Truchsesse und der Schenken. Nachdem diese schon den früheren Äbten zu Beschwerden Anlass gegeben, wollte Wibald dieselben abstellen und erwirkte namentlich gegen das übermütige Gebaren des Truchsesses Rabano und seines Bruders Ludulf einen richterlichen Spruch seiner Ministerialen. Doch fügte sich Rabanus auch dem nicht und der Abt sah sich gezwungen, den Schutz des Königs anzugehen, der nun durch die Reichsministerialen (ministerialibus regni) die Entscheidung bestätigen und zunächst durch Conrad de Haga den Spruch verkündigen ließ, dass Rabano kein Recht habe die Lebensmittel und das Hab und Gut des Klosters unter seinen Verschluss zu halten, vielmehr die Schlüssel und die Verfügung hierüber dem Abt zustünden und die Ministerialen in dieser Beziehung kein weiteres Recht hätten, als dass sie, nachdem sie dem Abt bei Tafel bedient, dann mit den übrigen Ministerialen am Tisch ihres Herren ihr Mahl einnehmen könnten. Sodann entschieden die Reichsministerialen wieder, dass Rabano kein Recht habe auf eine erbliche Wohnstätte innerhalb des Kirchhofs. Endlich wurde durch Entscheidung der Reichsfürsten festgestellt, dass Rabano, der sich schon Burggraf nennen ließ, den Burgbau innerhalb der Mauern des Corveyer Klosters nicht ausüben, und zu dem "Burgdink" die Knechte der Mönche nicht vorfordern lassen dürfe. Denn nach den alten Privilegien könne kein Herzog und kein Graf innerhalb des Klosters Gericht halten; wie dürfe nun was dem Fürsten nicht erlaubt sei, einem Ministerialen freistehen. Der Spruch in Betracht des zweiten und dritten Punktes würde durch den Reichsministerialen und königlichen Schatzmeister Konrad von Walehusen verkünden.
Zeugen: Die Bischöfe Ortbert von Basel, Hermann von Constanz und Ganther von Speyer, die Äbte von Mürbach, Salz, Kempten und Würzburg; sodann die weltlichen Fürsten Friedrich Herzog von Schwaben, Pfalzgraf Otto von Wittelsbach und Markgraf Hermann von Baden; als anwesend werden noch erwähnt "clerus et populus" des damals unbesetzten Bischofssitzes zu Worms und der gleichfalls erledigten Klöster Fulda und Lorsch; wie endlich die Grafen Werner von Habsburg, Wilhelm von Jülich, Imico von Leinigen und andere. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Speyer (Spirae in plena curia)




1152 Mai 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

König Friedrich I. Barbarossa bestätigt auf Bitten Abt Wibalds um sowohl dessen ausgezeichnete Treue gegen König Konrad, als auch dessen Verdienste um seine Wahl die Privilegien des Stifts Corvey.
Zeugen: Erzbischof Hartwig von Bremen, die Bischöfe Ulrich von Halberstadt, Burchard von Straßburg, Wikman von Zeitz (Naumburg) damit von Prag, Bernhard von Paderborn, Heinrich von Minden, Hermann von Verden, Anselm von Havelberg, Einehard Mecklenburg, Wikker von Brandenburg, drei Äbte, und Heinrich Herzog von Sachsen, sein Onkel Welpho, die Markgrafen Konrad von Meißen und Adalbert [von Brdbeg] mit ihren Söhnen. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Merseburg (in curia Mersburch)




1152 Sep. 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Wibald genehmigt den Verkauf eines Hauses mit 40 Morgen Lande zu Frankenhausen seitens des Propstes Eresburg an den Bischof Bernhard von Paderborn. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Corvey (in capitulo Corbeie)




1156 [Okt.-Dez.]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Wibald bekundet, dass der erlauchte Bodo von Homburg einen Hörigen, Hunold, als Wachszinsigen dem hl. Vitus unter der Bedingung übergeben habe, dass Honold in der Verwaltung der vom Grafen Albert von Everostein [Everstein] dem hl. Vitus geschenkten Einkünften, gegen Zahlung des jährlichen Zinses von sieben Solidi, belassen würde.
Anno d. i. MCLV indict. IV. prelationis nostre XI. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original




1155 Feb. 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Hadrian bestätigt dem Abt von Corvey Wibald (Guicbald) die Rechte und Würden des corveyischen Stifts, verleiht ihm die Befugnis an Festtagen Sandalen und die Dalmatika zu tragen und nimmt die corveyischen Güter und Besitzungen in seinen Schutz. Unter diesem wird zunächst eine lange Reihe von Zehnten aufgezählt, sodann die friesischen Besitzungen Merthen (Castell Marthena) und Lingnerd (Leenwarden), die Insel Rügen und die Fischerei Hocwar, so wie die Klöster Eresburg, Gröningen und Kemnade, wobei ausdrücklich bemerkt wird, dass die Güter der drei Klöster ohne Genehmigung der einzelnen Konvente nicht als Lehen ausgetan werden dürften. Neben anderen Privilegien Corveys erkennt schließlich der Papst auch noch das an, dass kein Bischof, mit Ausnahme des römischen Papstes, im Kloster irgendwelche Jurisdiktion ausüben oder unaufgefordert dort Messe lesen dürfe. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Rom




1155 Jul. 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nachdem Hadrian IV. durch Bulle vom 17. Mai desselben Jahres der Äbtissin Judith von Herford die Privilegien ihres Stifts erneuert und dasselbe unter seinen Schutz genommen hatte, bestätigte er jetzt dem Abt Wibald dessen Aufsichtsrecht über dasselbe dahin, dass er in Betreff der Herforder Nonnen dieselbe Sorge für ihre weltlichen Angelegenheiten tragen solle wie die Pröpste bei anderen Frauenklöstern. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

in Territorio Tuscenlano




1155 Jul. 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Hadrian IV. inkorporiert in Betracht der besonderen Verehrung Wibalds für die Römische Kirche das derselben ganz speziell zugehörige Kloster zu Werbe im Fürstentum Waldeck, was in geistlicher und weltlicher Beziehung herabgekommen sei, dem Kloster Corvey gegen eine jährlich an den Papst zu schenkende Abgabe von zwei Goldstücken. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

in territorio Tusculano




[1162]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Viktor bestätigt dem Abt Konrad von Corvey die Privilegien seines Klosters. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Abschrift aus dem Asseberger Msc.




1184 Aug. 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Widukind, Abt zu Corvey, und die Äbte von Amelungsborn und St. Michael bestätigen als päpstliche Executoren der Hl.-Kreuz-Kirche zu Hildesheim die ihr von Adelog gegeben Privilegien. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Abschrift




1184 Okt. 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Lucius III. bestätigt dem Abt Konrad von Corvey die Privilegien und Besitzungen seines Stifts. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Abschrift

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Verona




1190 Apr. 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

König Heinrich VI. befreit das Stift Corvey von Entrichtung des Zolls an der königlichen Zollstelle zu Kaiserswerder. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Frankfurt (Frankenvort)




[1190-1205]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Widukind überweist zur Wiederherstellung des Sarkophags des hl. Vitus und des Klosters überhaupt gewisse Einkünfte, insbesondere den Zins aus der Neustadt Corvey (censum novae villae in Corbeia) und aus den von Godschalk von Pyrmont für 260 Mark ihm verpfändeten Advokatien in Volkmarsen (Volemerhsen), Liuttersen [vielleicht Lütmarsen oder Lütersheim], Mulenhusen [wüst?], Daseburg (Dasburg), Papenheim (Papenhem; wüst, bei Warburg), Budelehstorp [vor Warburg, wüst], "Hesten" und "Liatessen". (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Rückseitenvermerk von zeitgenössischer Hand: "Widekindi abbatis de traditione census civitatis et aliorum quorundam bonorum"




[1190-1205]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Widukind schenkt den von ihm urbar gemachten Weinberg zu "Bilenberg" zu einem Seelenheil und zum Anniversar seines Vaters und seiner Mutter dem corveyischen Konvent unter der Bedingung, dass sie Zeit seines Lebens, möge er nun im Amt bleiben oder demselben entsagen, sechs Fuder des besten Weines jährlich entrichten, nach seinem Tod aber den vollen Ertrag haben. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original




[1191]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Urkunde Abt Widukinds über ein Gut bei Marsberg.
Anno praelationis nostre secundo. (Regest)






1192 Okt. 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kaiser Heinrich VI. verleiht in Anbetracht, dass vom Allmächtigen, dem die Fülle der Erde und alle darin verborgenen Schätze gehören, den Königen die Erde mehr alle übrigen empfangen hätten und daher zu desto größere Opfer verpflichtet wären, dem Abt Widukind und seinen Nachfolgern, wegen der ihm von Corvey erwiesenen Dienste, die im Gebiete des Klosters befindlichen Gold-, Silber- und anderen Metallgruben und Goldwäschen.
Zeugen: Erzbischof Liudolf von Magdeburg, die Bischöfe [Erberhard] von Merseburg, Berno von Hildesheim [Hyldeneshemensis], Dietrich von Halberstadt, der Herzog Bernhard von Sachsen, Markgraf Adalbert von Meißen und sein Bruder Dietrich, die Grafen Athebert von Werningerode, Heinrich von Regenstein und sein Bruder Sifried von Blankenburg, Friedrich von Bichlinge und Athelbert von Everstein. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Nordhausen (Northusen)




1197
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Widukind bekundet, dass Propst Heinrich von Kemnade den acht Erben umfassenden Hof Heigen mit der Advokatin und der Holzgrafschaft, welchen der Graf Athelbert von Everstein von dem Stift zu Corvey, Gerung von Arnweld aber vom Grafen zu Lehen trugen, von letzterem für 60 Mark Silber eingelöst, und dem Grafen außerdem zwei Mark gezahlt habe, zu welchen letzterer vom Abt acht Mark Lehnseinkünfte aber kein Ausschluss von Ministerialgütern gefügt worden seien. Nachdem nun Gerung den Hof dem Grafen, der Graf aber mit seinem Sohn Athelbert dem Abt resigniert habe, sei derselbe der Kemnader Kirche zurückgegeben worden.
Zeugen u.a.: Luidolfus dapifer, Luidolfus junior dapifer.
Sigillo nostro [abbatis] et sigillo utruisque comitis.
Indictione XV. anno pr[a]elationis VIII. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original




1198
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Widukind bekundet, dass Conrad von Amelunxen zuerst acht Solidi aus der Mühle zu Brenkhausen zum Aniversar seines Sohnes Johann dem Konvent gegeben, dass dann aber die Mühle durch den Speiseverwalter den Bruder Albert von Conrad für sechs Mark angekauft, und von diesem und seinen drei Söhnen in des Abts Händen resigniert worden sei.
Pr[a]el. anno IX. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original




1198
Permalink der Verzeichnungseinheit

Widukind bestätigt, dass ein Höriger, nachdem er von seinen Herren, den Brüdern von Gerdeseen, frei gelassen worden, sich dem Altar des hl. Aegidius in der Krankenhauskapelle (in firmariae) zum Wachszinsigen übergeben habe.
Prael. a. IX. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original




1198 Jul. 4
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Adolf von Köln schließt mit Abt Widukind von Corvey ein Bündnis zwischen beiden Stiftern, welches auch für die Nachfolger verbindlich sein soll.
Zeugen: Bischöfe Dietrich von Utrecht, Thiedemar von Minden, Herzog Heinrich von Limburg, die Grafen Heinrich von Lage, Symon von Tecklenburg, Arnold von Althona, Albert von Everstein, Adolf von Berg, Hermann von Waldeck, Heinrich von Schwalenberg, Hermann Schulze von Soest und sein Sohn Hermann.
Ind. I, Aquis, IIII Nonas Julii - in die sc. coronationis Domine Ottonis quarte Romanorum regis. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Aachen (Aquis)




1198 Aug. 9
Permalink der Verzeichnungseinheit

König Otto IV. gibt dem Abt Widukind (Widekin) von Corvey und seiner Kirche den Sollinger Wald (Soligo; im späteren Fürstentum Calenberg) mit Jagd und Wildbann zu Lehen, und bestätigt demselben alle Güter und Jurisdiktionsrechte, insbesondere die Vogteien, Grafschaften und königlichen Banne.
Zeugen u.a.: Erzbischof Adolf von Köln, Bischof Konrad von Straßburg, Albert von Hörde.
VIIII die mensis Augusti. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Aachen (Aquis)




[1198-1216]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Innozenz III. bestätigt dem nicht namentlich angeführten Abt von Corvey den Gebrauch des bischöflichen Ringes. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original




[1188-1190]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Kardinallegat Petrus "ad vincula Petri" verleiht dem Abt von Corvey das Recht gegen die, welche die Stiftsgüter verwüsten und rauben, nach dreimaliger vergeblicher Vorladung, die Exkommunikation auszusprechen. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original?




1200 Dez. 1
Permalink der Verzeichnungseinheit

Ritter Adam Aspe schenkt die Zehntlöse von Hasleborn an die Kirche von Marsberg. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Überlieferungsart: Original



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