Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden

1351 Juli 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Propst, Priorissa und Konvent des Klosters Annenborn (in Anneobuornen) [bei Waltringhausen] bekunden, Propst, Dekan und Kapitel der Kirche in Meschede hätten ihnen bei der Gründung ihres Klosters auf Bitten des + Erzbischofs Heinrich von Köln das Patronatsrecht über die Pfarrkirche in Mellrich (Melderike) geschenkt, wie es die darüber verfaßte Urkunde enthält. Als Entgelt verspricht das Kloster, dem Stift Meschede jährlich eine Mark von Pfennigen, wie sie in Soest (Susato) gängig sind, aus den Gütern des Klosters innerhalb der Grenzen der Pfarrei Mellrich am Feste Maria Magdalena zu zahlen. Wenn das Kloster in der Zahlung säumig ist, ist der Pleban der Kirche in Mellrich zur Zahlung verpflichtet. Siegelankündigung der Aussteller und des Wilhelm gen. Prinz, Dekan, und des Lubert von Boyne, Kanoniker und Vizepropst in Soest. Zeugen: Theodericus von Honrode, Ritter, Heidenreich von Ole, Priester und Vikar der Soester Kirche, Johannes von Waltrinchusen, Knappe, und Hermann gen. Schureman, Kleriker.
Geschehen 1351 Juli 20 (feria quarta proxima ante festum beate Magdalene) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.; dabei Abschrift des 17. Jahrh.
Siegel des Klosters (beschädigt) und des Lubert von Boyne (3.) anhängend, von dem des Dekans nur wachsrest
Rückverm.: litera de Anneborn claustro super una marca de ecclesia in Mellerke.
Druck: Seibertz UB Nr. 721 unter Juli 15




1351 September 04
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heinrich gen. Kerl, Kanoniker der Soester Kirche (Sosaciensis), schenkt mit Zustimmung seines Bruders, Dominikaner (ordinis predicatorum), und seiner Schwester Rixen, Nonne in Rumbeck (Rumbeke), dem Dekan und dem Kapitel der Mescheder (Messcheder) Kirche wegen des Seelenheils der Stifter und ihrer Eltern und wegen der Wohltaten, die seinen Geschwistern durch die Anweisung gewisser Renten für ihren Lebensunterhalt erwiesen wurden, seinen Hof in Hevingsen (Herwerdinchusen) mit allem Zubehör und allem Recht an dem Hof. Siegelankündigung des Heinrich und Siegelbitte an den Dekan und Offizial zu Soest und den Conrad von Delik, Onkel mütterlicherseits des Heinrich.
Datum 1351 Sept. 4 (IIII die Septembris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel des Ausstellers (Umschrift abgebrochen), des Dekans und des Conrad von Delik (gut erhalten) anhängend.
Rückverm.: Esken zu Heringhusen




1351 September 05
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heinrich gen. Kerl, Kanoniker der Soester (Sosaciensis) Kirche, verpfändet mit Zustimmung seines Bruders Conrad, Dominikaner (ordinis predicatorum), und seiner Schwester Rixen, Nonne in Rumbeck (Rumbeke), an Dekan und Kapitel des Stifts Meschede (ecclesie Messchedensis) seine Güter in Remblinghausen (Remelinchusen) weiter, die sein + Bruder Hermann vom Abt. zu Grafschaft (Grasscap) zu Lehen hielt und die er dem Heinrich unter gewissen Bedingungen für 50 Mark Pfennige, wobei vier Pfennige einen guten alten Tournosen ausmachen, verpfändet hatte. Die Weiterverpfändung erfolgt ebenfalls für 50 Mark. Heinrich überträgt auch dem Stift mit Zustimmung seiner Geschwister alles Recht und Eigentum, das er kraft des erblichen Übergangs (ex devolutione hereditaria) wie durch die Verpfändung seines Bruders Hermann und schließlich auf Grund der Gnadenerweise des Abts von Grafschaft anläßlich der Verpfändung innehatte. Siegelankündigung des Wilhelm, Dekan der Soester Kirche, und des Heinrich gen. Kerl.
Datum 1351 Sept. 5 (V die Septembris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel des Dekans (gut erhalten) und des Ausstellers (halb abgebrochen) anhängend




1352 September 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel der Mescheder Kirche verpachten auf ewig den Hofplatz, den der + Johannes gen. Lorenne innehatte und bewohnte und der zur St. Nikolauskapelle ihrer Kirche gehört, mit Zustimmung des Hermann von Bonsler, des Rektors der Kapelle, an die Augustinereremiten in Lippstadt (in Lippia). Der Terminar der Brüder in Meschede hat dafür dem Stift jährlich zu Martini als Zins 15 Pfennige in Meschede gängiger Münze zu zahlen. Ankündigung des Siegels ad Causas.
Datum 1352 Sept. 7 (feria sexta proxima ante nativitatis beate Marie virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Briefsiegel des Stifts (etwas beschädigt) abhängend.
Rückverm.: de area in Meschede




1353 März 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Stonekin und Goscalcus, die Söhne des Goscalcus von Muldensbern, und Johannes Stremme bekunden, Gottfried von Huostene, der Bruder ihrer Gemahlinnen, habe in seiner Todesstunde seine Begräbnisstätte bei der Kollegiatkirche in Meschede erwählt und für sein Seelenheil dem Dekan und dem Kapitel seinen Hof im Dorf Meschede jenseits der Ruhr (ultra Ruram), in dem jetzt Albert gen. Slepere wohnt, und seinen Kotten (casam), in dem jetzt der gen. Abezonne wohnt, geschenkt. Die Aussteller stimmen der Schenkung zu. Siegelankündigung der Aussteller.
Datum 1353 März 27 (feria quarta proxima post festum Pasche) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel der Brüder von Muldensbern (beschädigt) anhängend, das 3. nur als Rest




1356 Januar 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes von Mühlen (de Molendino), Knappe, schenkt zur Ehre der Jungfrau Maria und der hl. Walburgis sowie für sein Seelenheil an Dekan und Kapitel der Mescheder Kirche das Eigentum und das Nutzungsrecht (dominium directum et utile) seines Hofes im Dorf Büenfeld (Bodenuelt), den zur Zeit Volmar von Nittenhusen bebaut und bewohnt und der ein Allod des Stifters ist. Dafür wählt er sich sein Begräbnis auf dem Friedhof des Stifts aus. Der Dekan und das Kapitel haben von den Einkünften des Hofes das Begräbnis und danach das Jahresgedächtnis des Stifters und seiner Eltern zu halten. Wenn seine Erben Ansprüche auf den Hof erheben, haben sie an das Stift 24 Mark zu zahlen, wobei vier Pfennige für einen großen Königstournosen zu rechnen sind. Dafür sind dann die entsprechenden Renten zu kaufen. Siegelankündigung des Johannes.
Datum 1356 Jan. 13 (in octavis Epiphanie) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel des Ausstellers anhängend.
Rückverm.: in parrochia Reyste; Vlasshar auf dem Bodenfelde; ex manso Vlashor auffm Bödefeldt(17. Jh.)




1356 März 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Frederich von Horhusen und die Brüder Frederic und Florin von Sassendorpe verpachten Johann dem Roden, Müller, und seiner Frau Ghesen die Mühle, die oben zu Sassendorf (Sassendorpe) liegt, mit dem dazugehörenden Lande auf zwölf Jahre. Dafür hat der Müller ihnen jährlich drei Malter Roggen und eine Mark, wie sie zu Soest (Zost) gängig ist, an Michaelis zu zahlen. Darüber hinaus soll er die Mühle so lange behalten, bis er das Geld wiederhat, das er an der Mühle angelegt hat. Zeugen: Hermann Slipegrelle, Ludike vamme Lo, Herman Hullendorp, Bertolt Stuotekint, Heyneman by deme Herinchus, Gobele von Werle. Siegelankündigung des Frederich von Horhusen und des Frederich von Sassendorpe.
Datum 1356 März 24 (in vigilia annunciationis beate Marie virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1356 April 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Knappen und Brüder Frederich und Florin geheißen von Sassendorpe und ihre Schwester Grete verkaufen mit Zustimmung ihrer Mutter Alheidis und des Propstes, Dekans und Kapitels des Stifts Meschede (der kerken tu Messchede), der Pachtherren ihres Gutes zu Sassendorf (Sassendorpe), für 100 Mark Geldes, wie es zu Soest (Suost) gängig ist, zwei Salzhäuser zu Sassendorf, die man besiedet aus dem Osthouer Sode, an Marquard dem Roeden. Von diesen Salzhäusern hat eins bereits Marquard unter. Dazu gehört eine Salzhausscheide (salthusschyede) in der Nähe eines Siepen (bime Sypen) in der Nähe einer anderen Salzhausscheide. Das andere Salzhaus hat Hermann Hullendorp unter. Diese zwei Salzhäuser soll Marquard besitzen mit allem zu dem Salzhaus gehörenden Recht und aller Nutzung. Aus den beiden Salzhäusern sollen keine Renten oder Pacht bezahlt werden. Die Verkäufer lassen die beiden Salzhäuser auf und versprechen Währschaft. Sie behalten das Recht, die beiden Salzhäuser 14 Tage vor bzw. 14 Tage nach Weihnachten wiederzukaufen für 100 Mark. Siegelankündigung der Verkäufer. Ankündigung des Kapitelssiegels zum Zeichen der Zustimmung und des Verzichts auf jede Pachtforderung an Marquard. Bei Nichteinhaltung dieser Punkte versprechen Frederich und sein Bruder Florin, sich nach Soest ins Einlager zu begeben. Die Auflassung geschieht in Anwesenheit der beiden Brüder Frederich und Florin, ihrer Schwester Grete, ihrer Mutter Alheide und des Frederik von Horhusen vor dem weltlichen Richter zu Soest, Johann Pape, der um Besieglung gebeten wird. Zeugen: Bertram vamme Lo, Johann vamme Rynhoue, Ratsleute zu Soest, Hermann Hullendorp, Hermann von Dreuere und Elric de Voyghet.
Geschehen 1356 April 11 (des mandaghes vor Palmen) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg. deutsch.
Siegel des Frederic und Florin von Sassendorp, des Kapitels zu Meschede und des Richters Papen anhängend.
daran Transfix: Marquard von Sassendorp gesteht den Brüdern Frederic und Florin von Sassendorp und ihrer Schwester Grete den Wiederkauf des Salzhauses für 50 Mark zu. Siegelankündigung des Richters zu Soest Johann Papen




1356 April 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Frederich und Florin und ihre Schwester Grete bekunden als Erben des Hofes zu Sassendorf (Sassendorpe) mit Zustimmung ihrer Mutter Alheyde, daß sie oder der sonstige Inhaber die Salzhäuser, die sie zu Sassendorf (Sassendorpe) haben und die in den Hof zu Sassendorf gehören, der ein Pachthof des Propstes und des Kapitels des Stifts Meschede ist, von dem Stift haben. Sie versprechen, die zwei Salzhäuser, die sie Marcward dem Roden auf Wiederkauf verkauft haben, wieder einzulösen binnen einen Jahres, nachdem sie vom Stift dazu aufgefordert werden. Bei Nichterfüllung versprechen sie, nach Soest (Suost) ins Einlager einzureiten. Siegelankündigung der beiden Brüder auch im Namen der Mutter und der Schwester.
Datum 1356 April 22 (feria sexta proxima post festum Palmarum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der beiden Aussteller (beschädigt) anhängend




1356 Dezember 09
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder und Knappen Frederich und Florin von Sassendorp versetzen für 5 1/2 Mark Geldes, wie es zu Soest (Sost) gängig ist, eine Rente von einer halben Mark aus einem Salzhaus, geheißen "ut dem Osthover zode" an Everd Floren von Sassendorf (Sassendorp) und seine Brüder. Dieses Salzhaus hat zur Zeit der gen. Everd unter. Die Aussteller können die Verpfändung dieses Hauses (entzettinge und zettinge) nebst den vier Mark Geldes, die zuvor daraus gehen, jährlich zu Mitwinter wieder einlösen für die 5 1/2 Mark. Nach der Einlösung behalten die bisherigen Inhaber noch den Gewinn auf sechs Jahre. Die Aussteller versprechen, sich auf Aufforderung durch einen Boten nach Soest ins Einlager zu begeben. Siegelankündigung der beiden Brüder.
Datum 1356 Dez. 9 (feria sexta post conceptionem beate Marie virginis). Zeugen: Ludolph Neckel und Wolmar Hartgenaic.
Vermerk unter der Urkunde über die Einlösung (ista litera fuit redempta) zu Weihnachten 1375 (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg. deutsch.
Siegel ab




1357 Mai 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Alheyd, Ehefrau des Ulrich (Vlrikes) von Sassendorpe, und ihre Söhne Frederic und Florin, Erben des Hofes zu Sassendorf (Sassendorp) mit all seinem Zubehör, verkaufen den Hof zu Sassendorf, die dazugehörenden Hufen und die Mühle mit aller Nutzung dem Propst, Dekan und Kapitel zu Meschede und lassen ihnen den Hof auf. Bei dem Kauf werden von den 23 Maltern Hartkorn, die von dem Hof und den Hufen anfallen, das Malter Hartkorn zu 13 Mark Geldes gerechnet, wie es zu Soest (Suost) gängig ist. Beim Hafer, der von den Hufen anfällt, wird der Malter zu 8 1/2 Mark gerechnet. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Außerdem wollen sie nach Beendigung des Krieges zwischen dem Erzbischof von Köln und dem Grafen von Arnsberg nach vier Tage zuvor erfolgter Aufforderung nach Soest reiten, um den Kauf zu verbriefen. Inzwischen soll der Kauf ausgesetzt bleiben (bliven stande). Die Käufer sind berechtigt, die verpfändeten Salzhäuser zu Sassendorf, die zu dem Hof gehören, einzulösen. Wenn die Aussteller die Salzhäuser verkaufen wollen, so hat das Stift ein Vorkaufsrecht, hat aber ebensoviel zu zahlen wie andere. Betreffs der Pacht, die die Aussteller vom Hofe für vier Jahre besessen haben, und wegen des Herwedes, das sie bei einem Sterbfall zu entrichten verpflichtet sind, wollen beide Seiten eine Vereinbarung treffen. Siegelankündigung der Aussteller.
Datum 1357 Mai 11 (feria quinta proxima post dominicam Cantate) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Alheyd (stark beschädigt), des Frederic und des Florin (stark beschädigt) anhängend




1357 Mai 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Alheid, Ehefrau des Ulrich (Vlrikes) von Sassendorp und ihre Söhne Frederich und Floryn, Erben des Hofes zu Sassendorf (Sassendorp), versetzen dem Dekan und dem Kapitel des Stiftes zu Meschede drei Malter Korn, halb Roggen halb Gerste, aus dem Hofe zu Sassendorf für 30 Mark Geldes, wie es zu Soest (Suost) gängig ist. Dieses Korn ist jährlich in ein in Soest angewiesenes Haus zu Martini zu liefern. Nach Bezahlung der Rente kann diese bis Mitwinter jährlich für die 30 Mark eingelöst werden. Siegelankündigung der Aussteller.
Datum 1357 Mai 11 (feria quinta proxima post dominicam Cantate) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg. deutsch.
Siegel der drei Aussteller anhängend




1357 Oktober 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Lodowicus von Bilstein (de Bylstene), Propst der Mescheder Kirche, bekundet, daß vor ihm Themo gen. Kuyle, Bürger zu Soest (Susaciensis), dem Wilkin Pellifex, Pförtner (porterio) unter der St. Jacobspforte zu Soest, einen Morgen Ackerland in der Nähe von "Marbyke" bei der "Ostwyden" verkauft hat. Mit diesem Morgen belehnt der Propst den Wilkin und kündigt sein Siegel an. Geschehen vor den Zeugen: Johannes Coyclinchus, Radolphus gen. Roderolf, Johannes op de Sghutenhoue (op des Ghutenhoue?) und Hennekin gen. von Letere.
Datum 1357 Okt. 16 (in die beati Galli confessoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab




1358 Juni 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Knappen und Brüder Frederick und Floryn gen. von Sassendorpe verkaufen mit Zustimmung ihrer Mutter Alheyd und ihrer Schwester Greyten und lassen auf ihren Hof zu Sassendorf (Sassendorpe), drei Hufen zu Lohne (Loen), von denen Elrik der Voeget eine unterhat, eine Hufe zu "Westholte" [= Schoneberg] und einen Eigenhörigen (eynen man), der Cone genannt wird und auf der Hufe sitzt, eine Hufe zu Altengeseke (Aldenyesschen), die Johann, der Keelner genannt, unterhat, eine Hufe zu Schallern (Schalren), die Heidenreich von Meldreke unterhalt, zwei Hufen zu "Aspe" und dazu die Mühle zu Sassendorf und das gesamte Wortgeld, Zollgeld, Gut und Renten zu Sassendorf an Dekan und Kapitel zu Meschede. Diesen Hof, Mühle und Hufen hatten die Verkäufer als einen Pachthof vom Propst und Stift zu Meschede (Messchede). Vom Verkauf ausgeschlossen sind all die Salzhäuser der Verkäufer zu Sassendorf und eine Rente von einer Mark Geldes aus dem Gut zu Sassendorf, das geheißen ist "dey Steenkamere", die die Verkäufer vom Stift zu Lehen behalten sollen. Dekan und Kapitel haben das Recht, die Salzhäuser und die Rente von einer Mark, die versetzt sind, wieder einzulösen, müssen aber die Verkäufern diese Güter einlösen lassen für dasselbe Geld, für das sie diese eingelöst haben. Wenn die Verkäufer die Salzhäuser und die Rente verkaufen wollen, haben sie diese zuerst dem Stift feil zu bieten, da sie in den Hof zu Sassendorf gehören und da dieser ein Lehen des Stifts ist. Die Verkäufer versprechen Währschaft und setzen als Bürgen ie Brüder Hermann und Johann von Scharfenberg (van deme Scarpenberghe), Hartmann von Brilon (Brylon) Swicker genannt und Herbord Slechtreyme, alles Knappen. Diese haben sich auf Aufforderung nach Soest (Soyst) ins Einlager zu begeben. Wenn ein Gut oder eine Hufe sich in einer anderen Hand befindet, aber zu dem Hof zu Sassendorf gehört, worüber die Verkäufer aber keine Währschaft zu leisten haben, so darf das Stift diese Güter mit Zustimmung der Verkäufer einfordern. Siegelankündigung der Verkäufer und der Bürgen. Siegelbitte an Hinrik Bught, weltlicher Richter zu Soest, vor dem der Verkauf und Verzicht erfolgte, wobei sich Alheyt und ihre Tochter Greyte den Johann von Scharfenberg zum Vormund gewählt hatten. Zeugen: Wylhem Pryns, Dekan, Lubbert von Boynen, Sangmeister, Herbort von Make, Robert von Fernere, alles Kanoniker zu Soest, Hermann von Holthuozen, Herman von me Scharpenberghe, Gert von Ruoden, alles Knappen.
Gegeben 1358 Juni 29 (an zunthe Peters und zunthe Paueyls daghe der hylghen apostele) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Frederik und Floryn von Sassendorp, des Hermann und Johann von Scarpenberg, des Hartmann von Brylon, Herbort Slechtreyme und Hinrik Bughten anhängend




1359 Juni 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Knappen und Brüder Frederik und Florin gen. von Sassendorp verkaufen mit Zustimmung ihrer Mutter Alheidis und ihrer Schwester Grethen an Dekan und Kapitel des Stiftes von Meschede drei Salzhäuser zu Sassendorf (Sassendorp) und eine Rente von einer Mark Geldes, wie es zu Soest (Suost) gängig ist. Davon ist eine halbe Mark aus dem "Steynkameren" Gut und eine halbe Mark aus dem Gut des Conrad Emelrikes und aus dem Breden Gute zu Sassendorf zu entrichten. Von den Salzhäusern hat zur Zeit zwei Hermann Slepegrelle unter und in Pacht, die dem Schwager der Verkäufer Gherd von der Mühlen (Muolen) als Brautschatz zustanden. Das dritte hat Johann der Schuouere unter, indem es ihm von den Verkäufern verpfändet ist. Die Verkäufer versprechen Währschaft und auf Aufforderung nach Soest, Lippstadt (tor Lippe) oder nach Brilon ins Einlager einzureiten. Siegelankündigung der Verkäufer und Siegelbitte an Hinreke Buochten, weltlichen Richter zu Soest (Suost), vor dem der Verkauf und Verzicht erfolgte, wobei Alheid und ihre Tochter Grete den Ruotgher von Calle, Bürger zu Soest, als Vormund erwählten. Zeugen: Goswin von dem Ruodenberghe, Ritter, die Brüder Bruonsteyn und Luodeke von der Mühlen (Muolen), Arnold Hetertat, Johan von Bynole, Gherd von Ruoden, Hermann von Bynole der Alte.
Gegeben 1359 Juni 15 (an sante Vites daghe) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der beiden Brüder von Sassendorp und des Richters anhängend




1359 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel der Mescheder Kirche bekunden, die Brüder und Knappen Frederich und Florin gen. von Sassendorp hätten ihnen den Haupthof in Sassendorf (Sassendorp) mit den dazugehörigen Gütern, die vom Stift zu Erbpachtrecht abhingen, verkauft. Aus Mangel des für den Kauf nötigen Geldes fürchte das Stift, daß diese Güter in andere Hände gelangen könnten. Deshalb habe es nach einem Kapitelsbeschluß vier Malter marktgängigen Korns (que dicitur marketgriven corn), halb Roggen, halb Gerste, an Wilhelm gen. Pryns, Dekan der Soester Kirche, für 52 Mark Geldes, wie es in Soest (Susati) üblich ist, verkauft. Dieses Korn ist aus dem Haupthof, den Höfen, der Mühle und aus den anderen zum Haupthof gehörenden Gütern zwischen Michaelis und Martini vor anderen Verpflichtungen in ein in Soest bestimmtes Haus zu liefern. Wenn das Korn aus dem Haupthof zu Sassendorf nicht geliefert werden kann, so hat dies aus dem Haupthof zu Epsingsen (Ebdeschink) zu erfolgen. Die Aussteller versprechen Währschaft. Wenn der Herr von der Lippe vom Dekan irgendeinen Dienst verlangt auf Grund der Vogtei, die von ihm über den Haupthof und seinen Zubehör beansprucht wird, so wird ihn das Stift davon entlasten. Siegelankündigung der Aussteller und Siegelbitte an Ludewicus von Bilstein (de Bylsteyn), Propst der Mescheder Kirche.
Datum 1359 Juni 24 (ipso die sancti Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel des Kapitels ab, des des Propstes anhängend




1361 Februar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Ludowicus de Bilstene, Propst der Mescheder Kirche, bekundet, er habe den Willekinus, Wächter bzw. Pförtner von St. Jacobi in Soest (Sosato), mit zwei Morgen Ackerland neben der "Oestwiden" in der Nähe des Hauses Marbeke belehnt. Dieses Land hatte der + Johannes, der Sohn des Johannes Geseler, und dessen Frau Aelheydis vom Propst zu Lehen gehabt und danach an Willkinus verkauft. Der Grete, der Frau des Willekinus, verleiht der Propst den Nießbrauch an dem Ackerland. Ankündigung des Propsteisiegels. Zeugen: Theodericus de Gerlinchusen gen. Geselere, Lambertus Droter, Johannes de Tuonen, Gobelinus Belemunt, alles Bürger zu Soest, namens der Vasallen des Propstes. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab.
Rückverm.: Wilken ...(?) ahn S. Jacobs dhore




1362 April 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Florin, Sohn des + Vlrikes von Zassendorp, verzichtet auf den Hof zu Sassendorf (Sassendorp), auf die Mühle zu Sassendorf, das Wortgeld, Zollgeld und alle Renten, die sein Vater, Voreltern, Mutter und sein Bruder Frederic sowie er zu Sassendorf gehabt hatten. Ferner verzichtet er auf alle Salzhäuser zu Sassendorf und eine Rente von einer Mark aus dem Gut genannt die "Steynkamere". Ausgenommen sind aber zwei Salzhäuser, die Herman von Letmete, sein Schwager, unterhat. Die übrigen gen. Güter sollen dem Propst, Dekan und Kapitel des Stifts Meschede so zustehen, wie sie im Kaufbrief enthalten sind. Zeugen: Henneken Weslares, God(fried) Brullinchusen (?), Friderikes des Winrianes (?) zu Meschede.
Datum 1362 April 1 (des nesten vryedages na mitvasten) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers anhängend




1362 Mai 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Knappe Johannes von Scharpenberg bekundet, den Hof zu Helmeringhausen, dessen Eigentumsrecht der Mescheder Kirche zusteht und den er von dem Ritter Johann von Plettenberg gekauft hat, für sein Seelenheil dem Dekan und Kapitel der Mescheder Kirche geschenkt zu haben. Er habe die diesen aus dem Hof zustehenden Abgaben lange Zeit unrechtmäßig besessen, so daß ein Betrag von sieben Mark Soestisch aufgelaufen sei. Aufgrund der Schenkung verzichten Dekan und Kapitel auf diese Forderung. Siegelankündigung des Ausstellers.
Datum 1362 Mai 27 (crastino ascensionis Domini nostri Jesu Christi) (Regest)






1366 Februar 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann Hukelheym versetzt mit Zustimmung seiner Frau Metten drei Malter Korn und neun Scheffel, halb Roggen, halb Gerste, und neun Scheffel Hafer Mescheder Maßes sowie drei Hühner aus seinen Gütern zu Meschede, die Bruonal und Willeke Hospolt besitzen und bebauen, an Herrn Siuerde (Syuerde) den Küster. Dies geschieht mit Wissen des Dekans und des Kapitels zu Meschede, und zwar für zehn Mark Geldes, wie es zu Arnsberg gängig ist. Die Renten sind jährlich auf Petri Stuhlfeier zu entrichten. 14 Tage vor bzw. 14 Tage nach dem Termin können diese Renten wieder eingelöst werden für die gen. zehn Mark, wenn die fällige Rente zuvor bezahlt ist. Wenn die beiden Güter durch Krieg oder sonstwie wüst werden, so soll die Schuld vor der Einlösung ganz bezahlt werden. Siegelankündigung des Hukelheym und Siegelbitte an den Propst Ludeweghe, den Lehnsherrn des Gutes. Zeugen: Hinrik Brullinchus, Küster zu Meschede, Godert Brullinchus, Frederik der Monik.
Gegeben 1366 Feb. 24 (an sante Mathias daghe des heiligen apostels) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers ab, das des Propstes Ludwig von Bilstein anhängend.
Rückverm.: istam literam coraparavit dominus [Sy]fridus custos pie memorie pro memoria sua agenda perpetua




1366 März 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Knappe Frederich von Sassendorpe und seine Mutter Alheyt bekunden, daß sie und Florin, der Bruder des Frederich, an Dekan und Kapitel des Stiftes von Meschede (Messchede) ihren Hof zu Sassendorf (Sassendorpe) mit all seinem Zubehör mit Ausnahme ihrer Salzhäuser zu Sassendorf und anderem Gut, wie es die betreffende Urkunde enthält, verkauft hätten. Nun verkaufen die Aussteller mit Zustimmung des Florin und der Schwester Grete auch ihre Salzhäuser zu Sassendorf und all das Gut, das sie und ihre Eltern hatten und das in dem ersten Brief nicht enthalten ist, es sei Geld- oder Kornrenten, Kotten, Einnahmen, weibliche oder männliche Eigenhörige und Hufen, die in den Hof zu Sassendorf gehörten. Ausgenommen sind zwei Salzhäuser, die Hermann von Lethmethe als Brautschatz seiner Frau unterhat. Wenn die Aussteller diese verkaufen wollen, hat das Stift ein Vorkaufsrecht für eine Summe, wie sie andere bezahlen würden. Wenn das Stift auf ein Gut Anspruch erheben sollte, das von altersher in den Hof zu Sassendorf gehörte, so wollen die Verkäufer niemandem Währschaft leisten und das Stift daran nicht behindern. Die Verkäufer leisten Verzicht und versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Frederich und seiner Mutter Alheyt. Zeugen: Arnt von Ruden, Hinrich oppe dem Brinke von Eversberg (van dem Euersberghe), beides Priester, Walraven von Arnsberge, Johan - Walters Sohn - Wesselers, Johan Huokelhem, Godehard Brullinchus, Johan - Rutgers Sohn - Wesselers, Johann - Hermanns Sohn - von Remelinchusen, Hermann Neckel, alles Knappen.
Gegeben und geschehen 1366 März 18 (crastino beate Gertrudis virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Frederich und das seiner Mutter Alheid anhängend




1366 Oktober 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heinrich de Kerl, Kanoniker zu St. Kunibert zu Köln, schenkt wegen der Leibzucht, die Dekan und Kapitel des Stifts Meschede (Messchede) ihm und seinem Bruder Conrad vom Dominikanerorden (Predeker-) gegeben haben, all das Geld, das sein + Bruder Hermann ihm als Anteil des väterlichen Erbes gegeben hatte. Dieses Geld beläuft sich auf 74 Mark, wobei vier Pfennige einen guten alten Tournosen wert sind. Für dieses Geld hatte ihm sein Bruder Höfe zu Ober-Enkhausen (Ouernteynchuosen) im Kirchspiel Remblinghausen (Remelinchusen) und Herhagen im Kirchspiel Reiste, die seinem Vater gehörten, versetzt, bis er die 74 Mark bezahlte. In gleicher Weise versetzt Heinrich nun die drei Höfe dem Stift. Siegelankündigung des Heinrich.
Gegeben 1366 Okt. 10 (op sante Gereons und Victors dagh) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: 3 Ausfertigungen, Perg., deutsch, dabei Abschrift des 17. Jahrh.
Siegel: 1. des Ausstellers anhängend; 2. des Ausstellers (zerbrochen) abhängend; 3. Wachsrest (unkenntlich) abhängend.
Rückverm.: 1. Gogreue, Scheper und Kemper; 2. spricht auff den Scheffer, und Gogreuen und Kemper; 3. (18. Jahrh.) ... Güther in Enckhausen und in Herhagen




1367 Mai 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gertrudis, Äbtissin, und der Konvent des Klosters Himmelpforten (Porta Coeli) bekunden, daß die Brüder Conrad und Johannes gen. von Iungelinghusen ihre Güter in Epsingsen (Ebdesching), die damals Hermann gen. Greue bebaute und die als Pachtgüter (iure pactionali) von der Mescheder Kirche abhingen, mit Zustimmung von Dekan und Kapitel dieser Kirche an das Kloster verkauft hätten, wie es die folgende Urkunde enthält: Ludewicus von Bilsten, Propst, Heydenricus Pryns, Dekan, und das Kapitel der Mescheder Kirche bekunden, vor ihnen hätten die Brüder Conrad und Johannes gen. von Iuongelinghusen erklärt, sie hätten die Güter in Epsingsen an das Kloster Himmelpforten für 79 Mark Geldes, wie es in Soest gängig ist, verkauft. Auf Bitten der beiden Brüder stimmt das Stift dem Verkauf zu. Darüberhinaus verkaufen die Aussteller dem Kloster Himmelpforten die Pacht aus diesen Gütern, nämlich sechs Schilling und sechs Pfennige, zwei Hühner, 4 1/2 Schafe und einen Malter Roggen, auf Deutsch gen. "eyn hermudde roggen". Sie weisen das Kloster in den Besitz der Pacht ein und versprechen Währschaft. Ankündigung der Siegel von Propst, Dekan und Kapitel.
Äbtissin und Konvent des Klosters geben Propst, Dekan und Kapitel der Mescheder Kirche das Recht, die Güter und die Pacht zurückzukaufen für 79 Mark, und zwar jährlich zu Petri Stuhlfeier. Ankündigung des Abtei- und Konventssiegels.
Gegeben und geschehen 1367 Mai 28 (crastino ascensionis eiusdem).
Gegeben und geschehen 1367 Mai 28 (crastino ascensionis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab




1367 Juli 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godfried (Godert) Graf von Arnsberg bekundet, er habe keinerlei Anspruch auf das Gut des Henrikes Kerl, gelegen zu Oberbergheim (Ouerenberghem) und geheißen der "Wyershoff". Siegelankündigung des Grafen.
Gegeben 1367 Juli 22 (op suntte Marien Magdalenen dach) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Grafen von Arnsberg (Eberkopf) anhängend.
Rückverm.: litera ... de Wygerinchof




1367 Oktober 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold und Dyderik, die Söhne des Dyderik, und Dyderik und Walraven, die Söhne des Ruotghers, gen. die Rump, bekunden, es sei mit ihrem Einverständnis geschehen, daß Hinrik der Kerl sein Geld und sein Recht, das er an den zwei Höfen zu Ober-Enkhausen (Ouernteynchuosen) und an einem Hof zu Herhagen hatte und die seinem Vater gehörten, an Dekan und Kapitel von Meschede gegeben hätte. Sie versprechen, dem Stift zu dem Geld und Recht förderlich zu sein. Siegelankündigung der Aussteller.
Gegeben 1367 Okt. 18 (an sante Lucas daghe des heiligen ewangelisten) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der 4 Aussteller anhängend.
Rückverm.: Reiste, Herhagen, Enckhusen




1368 Juni 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godfried Graf von Arnsberg bekundet auf die Beschwerde des Propstes, Dekans und Kapitels zu Meschede, seine alten Freunde und Amtsleute hätten ihn nach Vorladung unterrichtet, daß sein Hochgericht sich nicht auf das Dorf zu Meschede erstrecke, sondern nur bis an den Rand des Dorfes ginge (am buten deme Dorf wende). Wenn seine Amtsleute im Dorf Meschede Bede zu fordern pflegten, so sei dies nicht zu seiner Eltern Zeiten geschehen. Wenn die Bede in seiner Zeit gefordert worden sei, so sei dies ein Unrecht. Er habe kein Recht auf den Hof des Propstes zu Meschede. Die Leute im Dorf Meschede seien von seinen Amtsleuten zu unrecht gezwungen worden, in seiner Mühle an der Henne zu mahlen statt in der Mühle des Propstes an der Ruhr (ob der Rure), wie es vorher üblich gewesen sei. Weder er noch seine Eltern hätten ein Recht auf die Markzehnte zu Meschede noch auf den Markzehnten, der um den Zehnten des Propstes gelegen sei. Das Stift sei zu unrecht von seinen Amstleuten darin behindert worden. Betreffs der Wachszinsigen, die zum St. Walburgisaltar zu Meschede gehören, sei dem Stift von seinen Amtsleuten ein Unrecht geschehen. Der Graf verspricht, das Stift nicht weiter zu behindern. Siegelankündigung. Zeugen: Robert Ferner, Kantor (Sangmester) zu Soest (Soist), Rotger Ketteler, Ritter, Godert von Calle, Kaplan des Grafen, Johan Scherman, Schreiber des Grafen, und Johan Storm.
Datum 1368 Juni 16 (crastino Viti et Modesti) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: 1) Transsumpt in der Urkunde von 1374 Dez. 1 (Abschrift des 16. Jahrh.), deutsch
2) Abschrift des 17. Jahrh




1368 September 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Knappe Frederich von Sassendorpe bekundet, seine Mutter Alheyd und er hätten den Hof zu Sassendorf (Sassendorpe) mit all seinen Rechten, Höfen, der Mühle und den Salzhäusern an Propst, Dekan und das Kapitel des Stiftes Meschede verkauft. Ausgenommen sind die zwei Salzhäuser, die Herman von Lethmethe als Brautschatz seiner Frau unterhat. Frederich verspricht, das Stift in seinem Besitz nicht behindern zu wollen. Wenn er Urkunden besitzen oder von ihnen Kenntnis erlangen sollte, durch die irgendwelche Ansprüche auf die verkauften Güter geltend gemacht werden könnten, so sollen diese keine Gültigkeit haben. Alle von ihm für das Stift ausgestellten Urkunden sollen betreffs des Kaufs unverletzt bleiben. Er verzichtet auf alle Rechtsbehelfe. Siegelankündigung des Frederich, Siegelbitte an Gherd von Elzepe, Kirchherr zu Schönholthausen (Schonholthusen), Gherd von Ruden und Gobelen von Ruden, Mitburgmannen (borchnothen) des Frederich.
Gegeben 1368 Sept. 28 (op sunte Michaelis avent) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Frederich ab, das 2. (schwer kenntlich) und das des Gherd von Ruden (im Bild Adler) anhängend, das 4. ab




1368 November 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Scholaster, Thesaurar und Kapitel der Mescheder Kirche bekunden, die Knappen und Brüder Frederich und Florin gen. von Sassendorp hätten ihnen zwei Höfe, die zum Haupthof in Sassendorf (Sassendorpe) gehörten, den einen zu Altengeseke (Alden Yesche), den anderen in "Westholte", die beide vom Stift Meschede zu Erbpachtrecht abhingen, zum Kauf angeboten. Da dem Stift dazu das nötige Geld fehlte, verkaufen die Aussteller auf Grund eines Kapitelbeschlusses zwei Malter, halb Roggen halb Gerste, guten Korns, auf Deutsch "marketgheve korn", an Heidenreich gen. Prins, Dekan zu Meschede, für 30 Mark Geldes, wie es zu Soest (Susati) üblich ist. Diese Kornrente ist jährlich zwischen Michaelis und Martini vor anderen Forderungen aus den beiden Höfen in ein angegebenes Haus in Soest zu liefern. Wenn das Korn aus den gen. beiden Höfen nicht geliefert werden kann, so ist es aus dem Haupthof des Stifts zu Epsingsen (Ebdeschink) oder aus anderen Gütern zu entrichten. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung.
Datum 1368 Nov. 12 (crastino beati Martini hyemalis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel des Kapitels zu Meschede anhängend.
Rückverm.: pro 2 maltis duri venditae sunt et capitulo traditae 30 marcae Susati usuales, sed restitutae, ideo eosdem dominos hebdemod. non concernunt




1371 April 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heinrich der Kerl, Kanoniker zu St. Kunibert zu Köln (Colne), wählt Herrn Heinrich von Bruollinchuosen, Küster zu Meschede, und Walraven von Arnsberg zu seinen Vormündern und gibt ihnen Vollmacht, den Hof gen. "Wyershoff" im Kirchspiel Allagen (Anlagen) dem Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) vor dem Freigraf oder anderswo aufzulassen, wo man Eigengut nach der Landesgewohnheit aufläßt. Siegelankündigung des Ausstellers.
Gegeben 1371 April 13 (achte dage na Paschen) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers (nur als Rest) anhängend




1371 April 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heinrich gen. Kerl, Kanoniker von St. Kunibert in Köln, schenkt Dekan und Kapitel der Mescheder Kirche als Eigentum den Haupthof "Wyershoff" in der Pfarrei Allagen mit allem Zubehör. Dieser gehörte früher seinem Vater Hermann gen. Kerl und ist ein Allod. Dafür hat das Stift die Memorie seines Vaters Hermann, seiner Mutter Rixen, seiner Brüder Conrad, Adulph und Hermann, seiner Schwestern Cunegundis, Claritia und Rixa sowie aller Vorfahren in der üblichen Weise am 14. Januar (XVIII Kalendas Februarii) zu halten. Der Kellner bzw. das Kapitel hat dann eine Mark für die im Chor Anwesenden aus den Gütern zu Remblinghausen (Remelinchusen) zu verteilen. Davon ist eine halbe Mark zur Vigil zu geben, und zwar zwei Drittel an die Kanoniker und ein Drittel an die Vikare und Glöckner. In gleicher Weise ist die andere halbe Mark am Morgen zur Messe zu verteilen. Nach dem Tode des Stifters ist seine Memorie am Donnerstag nach Judica zu halten. Wenn dieser Tag auf das Fest einer Novene (novem lectionum) fällt, ist der folgende Werktag zu nehmen. Wenn die Vikare die Presenzgelder erhalten wollen, müssen sie auf ihren Altären die Messe für die Verstorbenen lesen, es sei denn, daß einer von ihnen die Messe im Chore feiere. Der Anteil der Vikare, die die Messen für die Verstorbenen nicht lesen, fällt an die Kanoniker. Siegelankündigung des Kerl. Zeugen: Johannes Miis, Dekan von St. Kunibert, und Hermann von Lippia, Kanoniker von St. Severin in Köln, sowie Arnold von Horst, Rektor der Pfarrkirche in Kapellen in der Utrechter (Traiectiensis) Diözese.
Gegeben und geschehen 1371 April 14 (quartadecima die mensis Aprilis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel des Ausstellers abhängend




1371 November 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel der Mescheder Kirche bekunden, ihr mit einer Präbende versehener Mitkanoniker Werner habe zur Ehre Gottes, der Gottesmutter und der Märtyrerin Katharina, die er ganz besonders verehre, für die am Hochamt ihres Festes teilnehmenden Kanoniker und Vikare Präsenzgelder in Höhe von vier Schillingen an Pfennigen, wie sie im Dorf (villa) Meschede gängig sind, gestiftet, damit sie eifriger am Gottesdienst teilnähmen. Zur Sicherung der Bezahlung dieser Gelder weist er das Haus jenseits der Ruhr (Ruram) im Dorf Meschede an. Dieses wurde früher von Hermann gen. Stuue bewohnt. Der Stifter hat es vor kurzem von Johann gen. Stremme gekauft und dem Stift übertragen. Dekan und Kapitel verpflichten sich, den bei der Stiftung erklärten Willen des Stifters zu erfüllen. Ankündigung des Siegels der Mescheder Kirche.
Datum 1371 Nov. 12 (crastino Martini episcopi hyemalis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel der Mescheder Kirche (nur als Rest) anhängend




1371 November 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Stremme verkauft mit Zustimmung seiner Frau Jutten und seines Sohnes Conrad dem Dekan und Kapitel der Kirche zu Meschede seinen Kotten und die Kottstätte zu Meschede, die bisher Herman Stuouoe besaß, für sechs Schillinge alter Königstournosen. Da diese Kottstätte ein freies Eigengut ist, trägt der Verkäufer sie vor dem Freistuhl auf und verspricht Währschaft. Siegelankündigung des Johan und Siegelbitte an Godeken Lappen, Freigraf in der Herrschaft Arnsberg, vor dem der Verkauf erfolgte.
Datum 1371 Nov. 12 (crastino Martini episcopi in hyeme, quod fuerat die Cuniberti) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Johan Stremme anhängend, das des Freigrafen ab.
Rückverm.: Mackelen gudt auff 6 Schillinge alter Königs Turnischen deren 36 umb diese zeitt drei Goldgulden oder einer schweren Marck zu rechnen (17. Jahrh.)




1373 April 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman der Smyt, Bürger zu Hallenberg (tzo dem Hallenberge), bekundet, dem Stift Meschede (den heren von Messchede) von einer Hufe, genannt "in der Grube", als Zins zehn alte Groschen und ein Pferd zur Weinfuhre zu Martini jährlich schuldig zu sein. Siegelbitte an den Ritter Gerlach von Dydenhuosen.
Gegeben und geschehen 1373 April 18 (feria secunda post Pascha) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1374 Januar 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Gregor XI. beauftragt den Dekan von Meschede, dem Stift Oedingen (Odingen) alle entfremdeten Güter wieder zu verschaffen. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg. im Stadtarchiv Werl; vergl. Inventar des Archivs der Stadt Werl, Urkunden Nr. 20.
Druck: Seibertz UB Nr. 839




1374 Dezember 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Offizial der Kölner Curie und Commissar des Erzbischofs Friedrich von Köln trägt dem Dekan der Soester Kirche auf, betreffs der von dem + Grafen Godfried von Arnsberg für Propst, Dekan und Kapitel der Mescheder Kirche ausgestellten Urkunde unter Hinzuziehung eines öffentlichen Notars die entsprechenden Zeugen zu vernehmen und die Aussagen besiegelt einzuschicken. (Insert der Urkunde von 1368 Juni 16).
Datum 1374 Dez. 1 (die prima mensis Decembris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 16. Jahrh., Papier, lat.




1375 Juni 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Propst Wilhelm, Dekan Heidenreich, Scholaster Sifridus, Thesaurar Heinrich, Cantor Joannes und das Kapitel zu Meschede geben dem Bürgermeister, den Ratsherrn und der ganzen Stadt Brilon zugunsten des dortigen Hospitals den Haupthof Lederke (Ledericke) in Gewinn (wie Urk. 1346 Nov. 18).
Datum 1375 Juni 13 (feria quarta post festum Pentecostes) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 18. Jahrh., in Akten 11 a




1378 Dezember 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am 8. Dez. 1378 einigen sich der Dekan Heidenreich gen. Pryns, der Kellner Heinrich Brullinchusen und der Kanoniker Johannes von Ruden des Stifts Meschede auf der einen Seite und Everhard Pryns, Kaplan in Meiningsen (Meyninchusen), namens des Knappen Friedrich von Vernde auf der anderen Seite vor dem Notar, bei ihrer Zusammenkunft ihren Streit durch den als Schiedsrichter erwählten Burgknappen in Rüthen (Ruden) Johannes gen. Stoter abschließend (pro termino peremptorio) entscheiden zu lassen. Darauf legt der Schiedsrichter dem Notar eine Papierurkunde vor, die mit dem Siegel (sigillo clipeali) des Friedrich von Vernde besiegelt ist. Darin erklärt dieser gegen die Herren von Meschede, daß er Eigentümer (eyn recht erve) sei des Hofes zu Sassendorf (Sassendorpe) wegen seiner Mutter, die eine Tochter des Friedrich von Sassendorpe war. Er habe diesen Hof geerbt, da er in männlicher und weiblicher Linie vererbt würde (ervet op dey spillen alse op dey swert). Darauf legt der Schiedsrichter dem Notar eine Pergamenturkunde des Stifts Meschede vor, die mit einem runden Siegel mit dem Bild der Jungfrau besiegelt ist. Darin erklären Dekan und Kapitel des Stifts, der Hof zu Sassendorf, auf den Friedrich von Vernde Ansprüche erhebt, sei Gut des Stifts (unses stichtes alde erve wedeme unde bennyge provende). Das Stift habe den Hof ein Jahr und länger ohne Einspruch im Besitz (were) gehabt. Sie wollten den Hof an den entsprechenden Stellen gerichtlich behaupten (to rechte verstaen). Sie unterwürfen sich dem Spruch des Johann Stoter. Auf Bitten der Parteien spricht der Schiedsrichter seinen Spruch. Der Hof sei Gut des Stifts, da es diesen länger als ein Jahr im Besitz gehabt habe. Friedrich habe das Stift so lange in dem Besitz zu belassen, bis er das Stift mit besserem Recht vor dem Erzbischof von Köln, der oberster Richter des Stifts sei, herausgesetzt habe. Ankündigung der Besieglung durch den Schiedsrichter auf der Rückseite seiner Urkunde. Geschehen in der Stephanskapelle im Umgang der Kirche von St. Patrokli in Soest. Zeugen: Heinrich von Hagene, Dekan, und Heinrich von Blidelictorpe, Kanoniker der Soester Kirche, Lambert von Elfenhusen, Kanoniker von St. Johann in Osnabrück, Lambert von Hattorpe, Wessel Horing, Hermann von Medebeke und Peter Stoter, Bürger in Soest (Susato).
Soest (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Johannes von Galen, Kleriker der Kölner Kirche.
Notariatsinstrument, Perg., lat. und deutsch




1380 März 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am 7. März 1380 erscheinen vor dem Notar Wilhelm Frezeken, Propst, Heinrich von Brullinchusen, Thesaurar, und Johannes Brant, Kanoniker der Mescheder Kirche, namens ihres Kapitels auf der einen Seite und der Knappe Thomas von Eykenebern auf der anderen Seite und erklären, sie hätten sich in ihrem Streit um den Hof zu Eickelborn (Eykenebern) und die daraus zu zahlenden Pensionen in folgender Weise geeinigt: Thomas habe dem Stift jährlich zu Petri Stuhlfeier als Pacht (emphiteota) des Hofes drei Mark, zwei Schillinge und sechs Pfennige Soester Währung und zu Martini drei Malter und 2 1/2 Scheffel Roggen, drei Malter und 2 1/2 Scheffel Gerste und drei Malter und 2 1/2 Scheffel Hafer auf eigene Kosten und Gefahr nach Soest in die Wohnung (hospicium) der Kanoniker zu liefern. Diese wollen an Thomas sonst keine Forderungen stellen. Er darf das vereinbarte Quantum nicht vermindern. Das Stift behält alle weiteren Rechte wie das der Einsetzung (investiture) und das Recht zur Erhebung des Sterbfalls (exuviarum tollendarum). Dem Thomas und seinen Erben bleibt das Recht zur Pachtung des Hofes für alle Zeiten. Siegelankündigung von Propst, Dekan und Kapitel des Stifts Meschede sowie des Thomas. Geschehen in der Kirche von St. Patrokli in Soest. Zeugen: Bertold, Propst des Klosters der Nonnen in Lippstadt (Lippia), und Winand Rufus, ständiger Vikar in der Soester Kirche
Soest (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Johannes von Galen, Kleriker der Kölner Kirche.
Notariatsinstrument, Perg., lat.
Siegel des Propstes und des Thomas von Eykenebern (4.) anhängend, das 2. und 3. Siegel ab; Rückvermerk: curtis Eykeneborn parrochiae Horn




1381 September 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder Hennike, Godert und Evert gen. Dolberge verkaufen ihr Gut zu Meschede (Messchede) mit allem Zubehör, das zur Zeit ihr Schwager Curd Krowel bewohnt, an Dekan und Kapitel des Stifts Meschede. Die Verkäufer lassen das Gut auf und versprechen Währschaft. Aus dem Gut sollen "de Beyger" und seine Frau Jutte zu Meschede auf Lebenszeit eine Rente von einer Mark erhalten. Wenn einer von ihnen stirbt, vermindert sich die Rente um eine halbe Mark. Nach ihrer beider Tode hat das Stift die Memorie dieser beiden in der üblichen Weise für diese Mark zu halten. Außerdem sind sie auf dem Kirchhof des Stifts zu begraben. Siegelankündigung der drei Brüder.
Geschehen und gegeben 1381 Sept. 20 (in vigilia Mathei apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
nur das 3. Siegel (Everd?) noch anhängend.
Vermerk unter der Urkunde: hec est litera fratrum dictorum Duoleberg de venditione aree quondam dicti Krowel




1384 August 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Knappe Henneke dey Stotere bekundet, er habe kein Recht an dem Gute zu Westenfeld (Westenvelde) und er wolle das Stift Meschede darin nicht behindern. Siegelankündigung des Henneke (ich Johan vorg.!).
Datum 1384 Aug. 15 (ipso die assumptionis beate Marie virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers (Johannins) abhängend.
Rückvermerk: Henneke ... de decimis in Vestenvelde




1385 Mai 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Urban (VI.) teilt dem Dekan der Kirche in Meschede mit, Johannes Schedynch, Kleriker der münsterschen Diözese, habe sich beklagt, Johannes gen. Curekke, Laie der münsterschen Diözese, habe ihm in Bezug auf Geldsummen und Landbesitz Unrecht zugefügt. Da der Kläger wegen der Macht des Beklagten nicht wage, mit diesem in der Diözese Münster zusammenzukommen, fordert der Papst den Dekan auf, die Parteien zusammenzurufen, den Fall zu prüfen und unter Ausschluß der Appellation zu entscheiden. Androhung der Kirchenstrafen bei Nichtbeachtung des Urteils bzw. bei Nichtaussage von Zeugen.
Datum Viterbo (Viterbii) 1385 Mai 16 (XVII Kal. Junii).
Viterbo (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., als Vorsatzblatt verwendet im ältesten Bürgerbuch der Stadt Ahlen (Dep. Ahlen II E 1).
Abschrift des 20. Jahrh. im Bestand




1385 September 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Rutger von Brempt, Marschall von Westfalen, bekundet, das Stift Meschede (Messchede) habe einen Streit mit den Brüdern Cracht, Henniken und Hinrich von Muoldensbern um den Markzehnten zu Calle. Man sei zu einem Tag zu Arnsberg zusammengekommen und habe sich seinem Urteilsspruch unterworfen. Die alten Leute (alden kunscap) des Kirchspiels Calle sagten aus, sie wüßten nur von einem Zehnten, der den Herren von Meschede zustände. Die Eltern und nun die Brüder von Muldensbern hätten den Zehnten vom Rodeland mit Gewalt und ohne Recht erhoben. Daraufhin spricht der Marschall den Zehnten dem Stift zu. Die von Muldensbern leisten Verzicht. Zeugen: Wilhelm Freseken und Conrad de Wrede, beides Ritter, Nolkin von Berninchusen, Diderich der Keteler, Johan Hukelhem. Siegelankündigung des Marschalls.
Datum 1385 Sept. 14 (die exaltationis sancte crucis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Marschalls (beschädigt) anhängend.
Rückverm.: litera de decimarum in Calle novalium ratione fratrum




1385 Oktober 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm, Dekan, Bertolt, Scholaster, Johan Spaen, Vizethesaurar, Johan von Elzepe, Cantor (sancmester), Johan Brant, Werner von Bruonynchusen, Diderich Hake, Gobele von Wiis, Johan von Colne, alles Kanoniker zu Meschede, bekunden, sie seien schuldig, aus ihrem Hof zu Sassendorf (Sassendorp) und zu Epsingsen (Ebdeschinck) vier Malter Korn, halb Roggen halb Gerste, jährlich zu Michaelis an Gert von Elzepe für seine Leibzucht in ein vom Empfänger bestimmtes Haus in Soest (Sust) zu liefern. Dafür hat Gert jeden Montag eine Seelenmesse halten zu lassen mit drei Kollekten in der Kapelle des Stifts, geheißen Sakristei (Sacrastige). Von dem Korn hat er jährlich eine Mark an den Priester zu zahlen, der die wöchentliche Messe in der Kapelle des Stifts zu Epsingsen hält. Nach dem Tode des Gert hat das Stift die vier Malter Korn an die vier Kanoniker zu entrichten, die je Woche das Hochamt im Chor versehen. Diese sollen einer nach dem anderen jede Woche auf ewige Zeit jeden Montag eine Seelenmesse halten mit drei Kollekten, und zwar für Wilhelm (gen. Pryns), Dekan zu Soest, die Priester Heydenrik und Hermann gen. dey Prynse, für Herrn Gerd von Elzepe und ihre Eltern. Die vier Kanoniker haben, bevor sie das Korn antasten, die eine Mark an den Priester der Kapelle zu entrichten. Wenn die vier Priester die Seelenmesse nicht halten, so darf das Stift die Nachlaßverwalter (hantruwen) des + Heydenrik Pryns nicht behindern, wenn sie die vier Malter Korn einem anderen Gotteshause zuwenden. Ankündigung des großen Siegels durch Dekan und Kapitel.
Datum 1384 Okt. 1 (ipso die Remigii confessoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Stifts (beschäd.) anhängend.
Rückverm.: ... altare omnium sanctorum




1385 Oktober 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm, Dekan, Bertolt, Scholaster, Johan Spaen, Vizethesaurar, Johan von Elzepe, Kantor (sancmeyster), Johan Brant, Werner von Brunynchusen, Diderich Hake, Gobele von Wiis und Johan von Colne, alles Kanoniker zu Meschede, versprechen, die Urkunden fest zu halten, die sie Herrn Wilhelm Prynse und seinem Bruder Herrn Heydenrik und ihren Handgetreuen gegeben haben. Diese betreffen eine Rente von vier Malter Korn, die sie aus dem Hof des Stifts zu Sassendorf (Sassendorp) und zu Epsingsen (Ebdeschink) haben. Diese Kornrente hat Gherd von Elzepe zu seiner Leibzucht. Die beiden Brüder haben die Rente nach dem Tode des Gerd dem Stift zugewendet für ihr Seelenheil. Das Stift verspricht auch das zu halten, was über die vier Kanoniker festgelegt ist. Ankündigung des Siegels des Stifts.
Datum 1385 Okt. 1 (ipso die Remigii confessoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Stifts Meschede anhängend.
Rückverm.: iste litere pertinent quatuor ebd.(emonarios)




1386 März 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrich von Blidinctorp, Propst zu Meschede, gibt dem Hinrich dem Poren seinen Hof, geheißen die Propstei und gelegen im Dorfe von Meschede, mit dem Hause in Gewinn. Dafür hat er ihm jährlich zu Martini sieben Pfund Wachs zu liefern. Von diesem Wachs soll man eine Kerze machen, die vor dem hl. Kreuze brennen soll, wenn man auf dem Chore Messe hält. Poren darf auf dem Hof aufbauen, was er will. Wenn der Propst den Hof wieder selbst übernehmen will, hat er das ein Jahr vorher anzukündigen. In diesem Falle haben der Propst, die Herren des Kapitels und der Pore jeder einen braven Mann zu nehmen, der die Gebäude abzuschätzen hat. Die entsprechende Summe hat der Propst dem Poren wiederzugeben. Poren erhält den Hof auf zwölf Jahre in Gewinn. Siegelankündigung des Propstes, Siegelbitte an Dekan und Kapitel als Zeichen der Zustimmung.
Datum 1386 März 25 (die dominica qua cantatur Oculi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 15. Jahrh., Papier, deutsch




1386 April 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Knappen Johan Huckelhem und Godert Brullinchusen scheiden das Kapitel zu Meschede und den Albert Freigrafen betreffs des zur Mühle gehörenden Landes. Der Kamp über der Mühle, geheißen der "Mullen-Cottn", der Kamp unter der Mühle, geheißen der "Bonenkamp", mit dem Garten darunter, das, was über der Schlacht mit den Weiden und dem Holze bis "op wort" und über der Schlacht liegt, was von altersher zur Mühle gehörte, das Land, das Godeke dey Becker unterhat und das auf dem Hasenuelde liegt, all das soll sich Albert zunutze machen. Das Kapitel soll dagegen nutzen all das, was über der Schlacht liegt, gen. das "Planckenouer". Schiedsfreunde: Hermen von Enhorst und Degele, Amtsleute des Kölner Erzbischofs. Siegelankündigung der beiden Aussteller.
Datum 1386 April 8 (die dominica qua cantatur Judica in quadragesima) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 18. Jahrh., Papier, deutsch




1386 April 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder Hedenrich von Berchusen und Hans und Bette gen. de Wuelue versetzen die nasse (naten) Wiese zu Herblinghausen (Herboldinghusen) an Johannes Nuerke, ihrer Mutter Sohn, zur Zeit Küster zu Meschede, und seine Ehefrau Styne. Sie versetzen die Wiese in der gleichen Weise, wie sie ihrem Vater versetzt war, nämlich für drei Mark Geldes, wie es in der Herrschaft Arnsberg gängig ist. Wenn Johannes oder Styne sterben, bevor die Wiese wieder eingelöst ist, so sollen Hedenrich, Hannes, Bette oder Jutte, die Tochter ihrer Schester, die die Erbin der Wiese ist, jährlich drei Schillinge an ein zu bestimmendes Gotteshaus zahlen, bis die drei Mark dem Gotteshaus zurückgezahlt sind. Da die Wiese in zwei Teile eingeteilt ist, soll Johannes das eine Jahr den oberen Teil, das andere Jahr den unteren Teil haben. Zeugen: Henke Vriling von Weninghausen (Weninghusen), Henne Beckers von "Meuersberge" und Hannes Schele, Schulte von Laer (Lare). Siegelbitte an Godeken Lappe, Freigraf.
Datum 1386 April 15 (ipso die dominica Palmarum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel (schwer kenntlich) anhängend.
Rückver.: litere de prato dicto nate weysse in Herboldinchusen in parrochia Heluelde mit Transfix von 1401 Juli 30




1386 August 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Diedrich, Abt zu Grafschaft (Graschap), belehnt Dechant und Kapitel des Stifts Meschede mit dem Gute, das der + Herman Kerll und seine Eltern vom Kloster zu Lehen hatten, das zu Remblinghausen (Remblinghusen) liegt und für das Werner von Brüninghausen, Kanoniker zu Meschede, Lehnsmann des Klosters ist. Wenn der gen. Werner wechselt, soll ein anderer Kanoniker an seine Stelle treten, der ebenso gut und adlig ist (dey gebohren sy van dem Schilde). Das gleiche soll gelten, wenn Werner stirbt. Zeugen: Henrich Wrede, Dechant zu Wormbach, Johan Stoepe, Kirchherr zu Schmallenberg, Hermann von Oele, Craft von Graschap, Engelbert Dobber, Gerwin von Cobbenraede, alles Knappen. Siegelankündigung des Abts und des Konvents zu Grafschaft.
Datum 1386 Aug. 12 (dominica post Laurentii martyris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 17. bzw. 18. Jh., Papier, deutsch




1386 Oktober 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Urban VI. bestätigt auf Bitten von Propst Heinrich, Dekan Wilhelm, Scholaster Bertold, Cantor Johannes, Thesaurar Heinrich und des Kapitels des Stifts Meschede die inserierten Urkunden von 1310 Mai 18, 1319 Aug. 11 und 1347 Jan. 11 der Kölner Erzbischöfe Heinrich und Walram über die Umwandlung des Stifts Meschede.
Datum Genua (Ianue) Okt. 1 (Kalendis Octobris pontificatus nostri anno nono). (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.,
Bleibulle des Papstes Urban VI. anhängend.
dabei Abschrift des 17. Jahrh., Abschrift des 16. Jahrh. in Mscr. VII 5759

Sonstige Erschließungsangaben :

Ausstellort

Genua




1387 Januar 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bürgermeister und Rat zu Arnsberg bekunden, daß vor ihnen Broseke Menken von Illingheim [bei Amecke] (zone van Eylinchem) mit Zustimmung seiner Frau Belen zwei Höfe mit allem Zubehör zu Illingheim (Elinchem), auf denen zur Zeit Henke Scheuobergh und Henke Kichart sitzen, und ein Stück Land, gelegen "under den Berrichoue", das ein Lehen ist des Propstes von Meschede (Messchede), an Hinrik von Seidfeld (Seytfelde) verkauft habe. Ankündigung des Stadtsiegels auf Bitten von Verkäufer und Käufer. Zeugen: Curd Knop, Bürgermeister zu Arnsberg, und Curd von Wygelen.
Datum 1387 Jan. 27 (dominica post conversionem beati Pauli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: 2 hove zu Ilingheimb probstliche Lehen




1388 Januar 31
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Urban (VI.) fordert den Dekan von Mariengraden in Köln auf, auf Bitten von Priorissa und Kapitel des weltlichen Stifts in Oedingen (Odingen) die dieser Kirche unrechtmäßig entfremdeten und entzogenen Güter wieder zu verschaffen. Androhung von Kirchenstrafen für Widersetzliche.
Datum Perusia (Perusii) 1388 (pontificatus nostri anno decimo) Jan. 31 (II Kalendas Februarii).
Perusia (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Bleibulle des Papstes Urban VI. anhängend.
auf Plica: K. de Suessa; Rückverm.: Jo. Swancko




1389 Juni 03
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrich von Blydelinctorp, Propst zu Meschede, stiftet für eine Memorie für sich, seine Eltern und Vorfahren die gesamten Einkünfte von der Hufe an der Ruhr (over Rure), die Hinrich Bruollinhuos, Küster zu Meschede, unterhatte, und die des "Abbedes Gutes" genannt wird. Nach dem Tode des Stifters soll Herr Wilhelm, Dekan zu Meschede, dem Kapitel zehn Mark zuwenden, die der Hof, geheißen der "Baghinen Hof", erbringt zu den drei Schillingen, die er an die St. Nikolaus-Kapelle zahlt. Das Stift hat die Memorien in der üblichen Weise zu begehen, und zwar für den Stifter an dessen Todestag, die zweite Memorie am Freitag vor Palmsonntag und die dritte am Freitag nach Allerheiligen. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Gerhard Ostendorp, Vikar in dem Münster zu Soest (Sost), und Heinrich Buolk.
Datum 1389 Juni 3 (feria quinta ante festum Pentecostes) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
vom Siegel nur Rest abhängend.
Rückverm.: litera prepositi Blidendorp in mansum over der Rure, item Abtz gud et der Beginen hus nunc habet (... ?)




1391 April 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heinrich der Kerl, Kanoniker von St. Kunibert in Köln, bestellt Henrich von Brullinchusen, Küster zu Meschede, und Walraven von Arnsberg zu seinen Sachwaltern (vurmunden). Sie sollen den Wyers-Hof im Kirchspiel Allagen (Anlagen) zugunsten von Dechant und Kapitel zu Meschede auflassen. Siegelankündigung des Ausstellers.
Datum 1391 April 2 (achte dage na Paschen) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 18. Jh., Mscr. VII 5705




1392 August 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), bekundet, Dekan und Kapitel des Stifts Meschede hätten ihm auf Lebenszeit den Hof, auf dem der + Herr Syvert von Berninchusen zu wohnen pflegte, geliehen, und zwar unter der Bedingung, daß er das, was er auf dem Hof erbaut, entweder für sein Seelenheil stiftet oder in die Hand des Stiftes an einen Kanoniker verkauft, wie es andere Kanoniker des Stifts mit ihren Häusern tun. Dieser Hof gehöre nämlich zum Stift und sei ein Kanonikerhof. Siegelankündigung des Albert und Siegelbitte an seinen Vater Noldeken von Berninchusen.
Datum 1392 Aug. 24 (die Bartholomei apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Albert anhängend, das des Noldeken halb abgebrochen.
Rückverm.: litera super domo canonicatus quondam d. Jo. (?) de Berninchusen in Burdello; (spätere Hand): Petrus Curwall habet hortum aut pomerium




1392 August 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), bekundet, Dekan und Kapitel des Stifts Meschede hätten ihm aus Freundschaft eine Wiese an der Ruhr (over der Rure) geliehen, die Hiedenr(eich) Prins, Dekan des Stifts, unterhatte Wenn Albert die Propstei zu Meschede vertauscht oder übergibt, hat er die Wiese zurückzugeben. Siegelankündigung des Albert.
Datum 1392 Aug. 14 (die Bartholomei apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg. deutsch.
Siegel des Albert von Berninchusen anhängend




1395 Februar 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrich Dornebeke vergleicht sich mit seinem Vater Johann, dessen Frau Alleken, seinem Bruder Cord, dessen Frau Odelen und ihren Kindern über alles unbewegliche und bewegliche Gut, das sie zusammen besaßen, mit Hilfe der beiderseitigen Freunde. Hinrich erhält 14 Mark und neun Morgen Land. Diese liegen: ein Morgen in der Boyne, der "Korten" Morgen auf dem Müsschede, eine fünfgerde in der "Stroet", ein Morgen in dem "Scheuelbrinke", eine Dreigerd in dem "Botmener Pade", ein Morgen bei dem "Walle", ein Dreigerd bei dem Soestweg (Sost-), ein Dreigerd bei dem "Nygensode", ein Sechsgerd bei dem Busche auf dem "Scharen". Hinrich verzichtet auf weitere Forderungen. Wenn Cord und Odele und ihre Kinder nicht mehr da sein sollten, so fiele dann an ihn, was sein Vater hinterläßt. Da Hinrich kein Siegel hat, bittet er Johann Brochusen, Bürgermeister zu Warstein (Warsten), und Heydenrik den Scriuer, Richter zu Warstein, um Beesieglung. Zeugen: Hinrich Ibekinch, Hermann Richdinch, Hinrich Semeni[n]ch, Henne Semeninch und Dyderich Seuerin.
Datum 1395 Feb. 24 (ipso die beati Mathie apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Bürgermeisters (im Bild ein "B") und des Richters zu Warstein (Heidenrici Vischer!?) (im Bild ein nach links weisender Pfeil).
Rückverm.: Warsten




1395 April 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Knappe Godert von Ruden und seine Frau Yutte verkaufen ihren Hof zu Menzel (Mensle), den zur Zeit der Freigraf Gobele Ludengers unterhat, und den Hof zu Langenstraße (Langenstroyt), den zur Zeit Stofreghen unterhat, mit allem Zubehör an Deytmar Leckebandes. Die Verkäufer versprechen Währschaft betreffs des freieigenen Gutes. Siegelankündigung des Godert auch im Namen seiner Frau Yutte. Zeugen: der Knappe Godert de Dobbere und Syueke Bensei, Bürger zu Rüthen (Ruden).
Datum 1395 April 7 (feria quarta ante festum Passche) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1395 Mai 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Iuette, Ehefrau des Goderd von Ruden, bekundet, sie habe keine Leibzucht an dem Hofe zu Menzel (Mensele), den zur Zeit der Freigraf Gobele Ludengers unterhat, und an dem halben Hof zu Langenstraße (Langenstrod), den Stoffregen unterhat. Aus diesem bezieht Detmer Lekebant einen Malter Hartkorn. Dieser kann für 16 Mark und der fälligen Pacht jährlich acht Tage vor bis acht Tage nach Petri Stuhlfeier von Iutte abgelöst werden. Siegelbitte an den Freigrafen zu Rüthen (Ruden) Gobelen Ludengers.
Datum 1395 Mai 21 (in crastino ascensionis Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1396 Mai 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Edelherr Bertoldt von Büren befiehlt Remfrid von Schorlemer gen. de Klusener, seinem Burgmann und Mann, all sein Recht zu Westernkotten mit dem Gute, das früher Hudicks gehörte, an, damit er es verwahre. Er soll davon alle Einkünfte haben und das Recht zur Besetzung und Entsetzung. Wenn ihm Bertold 70 Mark Pfennige gibt, hat er das Gut mit dieser Urkunde wieder zu überantworten. Für die 70 Mark hat er anderes Gut zu erwerben oder Eigengut von solchem Werte dem Aussteller aufzutragen, um es als Burglehen zu Büren zurückzuerhalten. Wenn Remfrid Güter einlöst, die zu dem Gute zu Westernkotten gehören, so soll er sie so lange behalten, bis ihm seine Aufwendungen dafür von Bertold bezahlt sind. Darüber hat er seine Rechnung zu legen, die von zwei Freunden auf jeder Seite überprüft werden soll. Siegelankündigung des Bertold. Siegelbitte an seinen Vetter Hermann und seinen Bruder Heinrich von Büren.
Remfrid von Schorlemer gen. de Klusener erkennt alle diese Punkte an. Er verspricht, sein Salzhaus, das vorher Hermann von Erwitte unterhatte und das Eigentum (erflich) des Junkers Bertold Herrn zu Büren ist und zu dem Gute zu Westernkotten gehört, dem Bertold bei Bezahlung der 70 Mark wieder zu überlassen. Siegelankündigung des Remfrid.
Datum 1396 Mai 23 (feria tertia proxime post festum Penthecostes) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 17. Jh. in Akten Nr. 55




1396 Oktober 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes de Cervo, Dr. jur. (legum doctor), Offizial der Kölner Kurie, bekundet: Heinrich, Thesaurar der Mescheder (Messchedensis) Kirche, habe als Kläger den Everhard Hake, Pastor der Pfarrkirche in Eslohe (Essleue), als Beklagten vorladen lassen. Dabei habe der Kläger eine Klageschrift vorgelegt, in der sein Prokurator Arnold von Ketwich vorstellte, der Rektor der gen. Pfarrkirche sei seit mehr als 80 Jahren verpflichtet gewesen, aus den Pfarreinkünften dem jeweiliegen Thesaurar jährlich vier Mark in der Stadt Meschede gängigen Geldes auf Grund der Inkorporation der Pfarrkirche in die Thesaurarie zu entrichten. Der jetzige Rektor habe die Pfarrei seit 14 Jahren in Besitz und sei seit diesen 14 Jahren die Pension schuldig geblieben. Der Prokurator habe den Offizial gebeten, dem Thesaurar das Recht zur Erhebung der Pension und die rückständigen 66 Mark zuzusprechen. Nach Prozeßeröffnung (lite contestata), Calumnieneid und nach einigen Terminen habe der Prokurator des Klägers die Vernehmung von Zeugen beantragt. Da diese von Westfalen wegen der weiten Entfernung und der Unsicherheiten durch Fehden nicht hätten vorgeladen werden können, sei ihre Vernehmung durch den Offizial zu Köln an den zu zu Soest und den dortigen Vikar Hermann Gestler übertragen worden. Die Aussagen dieser Zeugen seien schriftlich erfaßt, dem Kölner Offizial übersandt und von diesem veröffentlicht worden. Darauf sei vom Kläger ein Privileg der römischen Kurie vorgelegt worden, das mit einer Bleibulle an Hanffäden versehen gewesen sei. Dies sei in die Akten aufgenommen worden und vom Beklagten mit lauter Stimmen beantwortet worden. Darauf seien die Aussagen der Zeugen vom Beklagten in Zweifel gezogen worden, besonders deshalb, weil es sich bei ihnen um Mitkanoniker des Klägers gehandelt habe. Schließlich spricht der Offizial in Anwesenheit der Prokuratoren der beiden Parteien, Arnold von Ketwich und Johannes von Ruden, in der erzbischöflichen Halle in Köln, morgens auf seinem Richterstuhl sitzend, sein Endurteil. Darin erhält der Thesaurar das Recht auf die Zahlung aus der Pfarrkirche bzw. durch den Rektor. Der Beklagte hat die Rückstände zu bezahlen und die Kosten zu tragen, deren Einschätzung der Offizial sich für später vorbehält. Siegelankündigung des Offizials.
Geschehen in der erzbischöflichen Aula in Köln 1396 Okt. 16. Zeugen: Magister Heinrich Sticher, Dekan von St. Andreas in Köln, Magister Johannes von Borch und Johannes Vogel, Doctores der Decreten, und die Prokuratoren Heinrich von Reys, Johannes von Duten und Johannes von Derne.
Köln (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Rest des Siegels des Offizials anhängend




1396 November 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Frederich Menghe bekundet, den Herren von Meschede zwei Schillinge jährlicher Rente aus der halben Stätte zu Sassendorf (Zassendorp), die Hannes Muddepennyng unterzuhaben pflegte, schuldig zu sein. Das Stift hat die Hälfte der Stätte für diesen Zins erblich dem Frederich überlassen, wobei die andere Hälfte den Deutschherren zu Münster gehört. Der Zins ist fällig zu Michaelis in zu Soest gängigem Gelde. Siegelankündigung des Frederich.
Datum 1396 Nov. 2 (in crastino omnium sanctorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Menghe abhängend




1397 April 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnolt von Berninchusen, Abt zu Grafschaft (Grasschapp), belehnt mit Zustimmung des Priors und des Konvents den Dekan und das Kapitel des Stifts zu Meschede (Messchede) mit dem Gut, das der + Herman Kerl von der Abtei zu Grafschaft zu Lehen hatte. Das Gut liegt zu Remblinghausen (Remmelinchuson). Dafür ist Werner von Bruninchusen [Name verschrieben: Brininchusen], Kanoniker zu Meschede, Mann des Klosters. Wenn er eine andere Pfründe übernimmt (wesselde) oder stirbt, hat das Stift für ihn einen gleich guten Mann zu stellen. Zeugen: Noldeke von Berninchusen und Johan Hukelhem. Siegelankündigung des Abts.
Datum 1397 April 16 (feria secunda post festum Palmarum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel bis auf Wachsrest ab.
Rückverm.: tres floreni sunt dati [...] abbati pro litera




1397 April 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnolt von Beringhausen, Abt zu Grafschaft, ratifiziert mit Zustimmung des Priors und des Konvents zu Grafschaft die (Belehnungs)-Urkunde von 1386 Aug. 12. Zeugen: Noldeke von Berninghausen und Johan Huickelhem.
Datum 1397 April 16 (feria secunda post festum Palmarum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 18. Jh., Papier, deutsch, (in: 125).
Verm.: tres floreni sunt dati domino abbati pro litera




1398 März 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Offizial der Kölner Curie teilt dem Pleban in Reiste (Reyste) und allen Rektoren derjenigen Kirchen, an die sein Mandat gelangt, mit, Heinrich, Thesaurar der Kirche zu Meschede, habe als Kläger gegen Everhard Hake, Pastor in Eslohe (Esleue) als Beklagten über eine vom Thesaurar aus der Pfarrkirche von Eslohe beanspruchte Rente vor ihm einen Prozeß geführt. (Folgt Aufzählung der Prozeßschritte und Urteil des Offizials). Everhard habe zwar gegen das Urteil appelliert. Die Appellation sei aber innerhalb der festgesetzten Zeit nicht wirksam und somit das Urteil gültig geworden. Um dieses nun auszuführen, trägt der Offizial den Adressaten auf, den Pastor zu Eslohe zu veranlassen, innerhalb von zehn Tagen nach erfolgter Aufforderung, dem Urteil Folge zu leisten und den Thesaurar zu befriedigen. Der Offizial droht dem Pastor für den Fall des Ungehorsams die Suspendierung vom Gottesdienst und und das Verbot des Betretens der Kirche an. Wenn er die Suspension die darauf folgenden sieben Tage nicht beachtet, wird er exkommuniziert.
Datum 1398 März 1 (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab.
daran Transfix: Johannes Wydenist, Pastor der Pfarrkirche in Meschede bekundet, das Mandat gegenüber dem Pastor zu Eslohe Everhard Hake ausgeführt zu haben. Datum 1398 März 10 (dominica qua cantatur Oculu mei).
Ausf., Perg., lat.
abhängendes Siegel unkenntlich




1398 März 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Hukelhem gibt dem Stift zu Meschede (Messchede) den Hof und das Haus, auf dem zur Zeit Godeke der Becker sitzt. Dafür soll das Stift zwei Memorien halten, die eine am Freitag in der Quatember vor Mitwinter, die andere in der Quatember vor Ostern. Johann läßt den Hof auf. Siegelankündigung des Johan und Siegelbitte an seinen Oheim Albert von Berninchusen, Propst zu Meschede.
Datum 1398 März 14 (feria quinta post dominicam Oculi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers (unkenntlich ?) und des Propstes anhängend.
Rückverm. (17. Jh.): .. putatur vacuus locus beneben Henrichen Gerres




1398 Juli 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Evert Hake, Pastor zu Eslohe (Esleue), bekundet, Wilhelm Freysekin, Dompropst, Heidenreich Wlf, Propst zu Wedinghausen (Wedinchusen), Albert von Berninchusen, Propst zu Meschede, Noldeke von Berninchusen, Albert von Bokenuorde und Godert von Cobbenrode hätten eine freundschaftliche Einigung mit Dekan und Kapitel zu Meschede und besonders mit Heinrich, dem Thesaurar (giire coster) des Stifts, herbeigeführt. Heinrich beanspruchte nämlich vier Mark von der Kirche zu Eslohe für die Küsterei zu Meschede. Darüber habe man vor dem Offizial zu Köln gestritten. Evert sei unterlegen und habe die Kosten übernommen. Mit Hilfe der gen. Freunde wird vereinbart, daß Evert, solange er Pastor zu Eslohe ist, dem Heinrich bzw. dem jeweiligen Küster zu Meschede jährlich 32 Schillinge, wie sie in der Herrschaft Arnsberg gültig sind, und einen Malter Hafer zu entrichten hat, und zwar aus dem Gut des Goderd von Cobbenrode zu Sieperting (Syberdinch), auf dem zur Zeit Hermann Patberch sitzt. Fällig ist die Rente zwischen St. Martin und St. Andreas. Wenn Evert die Zahlung zur festgesetzten Zeit nicht leistet, soll er zusätzlich mit zehn Mark behaftet sein. Wenn Heinrich ihn und seine Kirche betreffs der rückständigen Summe und seiner Prozeßunkosten frei spricht, so soll Dekan und Kapitel zu Meschede und Heinrich ihm Urkunden und Quittungen aushändigen, damit er und seine Kirche durch diese Vereinbarung keinen Schaden erleiden. Wenn dieser doch eintritt, so sollen ihn die Genannten schadlos halten. Siegelankündigung des Evert und Siegelbitte an den Propst Albert von Berninchusen, Noldeke von Berninchusen und Goderd von Cobbenrode.
Datum 1398 Juli 7 (dominica proxima post Odelrici episcopi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
nur Siegel des Albert (beschädigt) anhängend (2.)




1399 März 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder Walraven und Godert Brullinchus verkaufen mit Zustimmung ihrer Mutter Baten ihr Gut zu Meschede (Messchede), auf dem Tilman to der Molen sitzt, an Johann Degelen, Kanoniker zu Meschede. Die Verkäufer lassen das Gut auf und versprechen Währschaft. Siegelankündigung der beiden Brüder auch im Namen der Mutter, die auf die Leibzucht an dem Gute verzichtet.
Datum 1399 März 2 (dominica qua cantatur Oculi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
vom 1. Siegel nur Wachsrest anhängend, das 2. ab.
Rückverm.: hec litera pertinet rectori clusorii sancti Michaelis montis Keppelberch.
2. in Byghe et Olberge XVIII d(enarii) II pulli.
in Stochusen XVIII d, II pulli.
in parrochia Heluelde XVIII [d] II pulli.
Calle XII d, Hel[ueld ?] II [?].
item III agros item lane et Clusebrot (?)




1399 Dezember 06
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am 6. Dez. 1399 nach dem Schreibstil der Kölner Diözese erscheinen vor dem Notar Albert von Beringhausen, Propst der Mescheder Kirche, auf der einen Seite und die älteren Eingesessenen ebenda. Der Propst erklärt, es sei Zweifel entstanden über sein Recht und Gewohnheit im Dorf (villa) Meschede und auf dessen Feldern. Er legt ein auf Papier verfaßtes Register in deutscher Sprache vor, das er durch den Frühmeßner Johannes laut vorlesen läßt. Es enthält: Dies sind die Höfe zu Meschede, die keinen Zehnten geben: eine Hufe an der Ruhr (over Ruer), die heißt Schlepers Hufe; eine Hufe an der Ruhr, die Nolleken von Beringhausen gehört; zwei Hufen, die Brullinghausen gehören; die Wedeme an der Ruhr, die zu der Kirchspielskirche gehört; eine Hufe vor der Brücken, die ebenfalls Nolleken von Beringhausen gehört; zwei Hufen der von Visbecke, die nun Diterich Humpeier unterhat und Aleff; eine Hufe, geheißen Plocknouers Hufe; eine Hufe, die Brullinghauß gehört und Muremann (Rurman) bebaut; eine Hufe, die Kontzen Hufe geheißen ist und die Wilhelm Wesseler gehört; eine Hufe, die Godeferdes von Meschede gehört; eine Hufe, die Schluters Hufe heißt und die Herr Werner unterhat; eine Hufe, die Gederthusen (Godert Schoßen) gehört und die Dietrich des Schwarten unterhat; eine Hufe, geheißen Marsch-(Morßhofe) Hufe, die Huckeler (Hukelheim) gehört; eine Hufe, die Brullinghaus gehört, unter dem Langeloe; eine Hufe, geheißen Lampen Hufe.
Dies sind die Hufen, die Zehnten geben: der Wedewen (Wedemen) Hufe; des Hungers Hufe, Gockelen Hufe von Hennelar, die Kubingh unterhat; ebenso liegen zu Heggen (Heigen) und Löttmaringhausen acht Höfe, die die Aussagen der Alten dem Propst zugewiesen haben; ferner haben sie ausgesagt, daß alle Höfe und Kotten zu Meschede von einem Propst und Stift zu Lehen gehen, ausgenommen die Mühle des Erzbischofs von Köln mit ihrem Zubehör; weiter gehört das Gericht im Dorf Meschede dem Propst; alle Akzise (Velinge) von Wein, Bier und Brot und vom Fleisch; der dritte Baum in der Mark zu Meschede, darauf sollen zwei Zöllner, ein Wagener und ein Bodener acht haben (ware don); eine Trift soll niemand besitzen zu Meschede außer dem Propsteihof; alle Kotten in Meschede sollen dem Propst Zehnt geben auf dem Felde und für den Kotten ein Zehnthuhn; wenn einer zwei Kottenstätten im Dorf Meschede unterhat, so darf der Propst eine davon besetzen, wenn ein Gewinner kommt; in dem Dorf Meschede sind drei freie Kirmessen, die erste zu Palmen, die drei Tage davor und drei Tage danach währt, die zweite zu Pfingsten von gleicher Dauer und die dritte zu Maria Magdalena, die acht Tage davor bis acht Tage danach währt; eine ist schließlich auf Dionysius; diese halten sie (die Einwohner) frei und dem Propst geben sie seine Akzise (Ziisen), ferner ist Prüfung und Rüge der Gewichtsmaße (wage und wroge) von Scheffeln und Bechern Sache des Propstes. Die vorgelesene Schrift bezeugten als wahr: Johannes Widenest, Pastor der Pfarrkirche zu Meschede, Johan Beyger, Johann Konningh, Hermann Tymmerman, Syveken Dumelinge, Gerhard Bukenstein (Bubenstern), Sivekin von Heggen gen. Potman (Portman), Wigand von Löttmaringhausen (Lotmeringhusen) und gen. Langemackleben (die lange Makell) von Heggen. Geschehen auf dem Friedhof zu Meschede neben der Kapelle von St. Nikolai. Zeugen: Johannes, Rektor des ersten Altars in der Mescheder Kirche, Henrich Pore, Johannes Gresemund, Johannes Humpener, Hermann Schulte an der Ruhr (over Rure), Johannes Schulte auf dem Hofe und Heinrich Storman. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Johannes von Hüsten, Kleriker der Paderborner Diözese.
Beglaubigung der Abschrift durch den Notar Johannes Friderici bzw. durch den Notar Theoderich Steuern
zweifache Abschrift (17. Jahrh.) des Notariatsinstruments, Papier, teilweise lat. und deutsch




1400 Juni 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman von Laer der Alte teilt unter seine Söhne Derich und Herman das väterliche und mütterliche Erbe. Derick erhält das Gut "Swedinckhusen" [vergl. dazu: Menden, eine Stadt im Sauerland, 1973, S. 80] mit dem "Roen"-Felde, "Klutenstück", "Kalkberge", und an Gehölz den "Houhorst", "Rolerberge", "Molberge", "Sonneren Eger Busch" und anderen Zubehör, wie es Derick von Swedinckhausen zu seinen Lebzeiten unter hatte. Außerdem erhält er den Hof zu Lahr (Laer), auf dem Herman Bolle wohnt. Hermann bekommt das Haus und den Hof zu Lahr (Laer) mit seinem Zubehör und das Haus und Gut zu Vellinghausen (Vellinckhusen) im Kirchspiel Dinker (Dincker), wie es der Erblasser besessen hatte. Hermann erhält weiter den Johan Buyten mit seinen Diensten, wie er Eigenhöriger ist, ferner den Hof zu Lahr, auf dem Evert Rombergh wohnt, mit der Mastgerechtigkeit in der Haer, dazu den Tonis-Kotten, den er von den von Schaphusen abgekauft hat. Hermann der Alte übergibt diese Güter seinen Söhnen, verspricht Währschaft und kündigt sein Siegel an. Siegelbitte an Johan Vynne, Richter des Kölner Erzbischofs zu Menden. Standgenossen: Herman von Entrope, Gerhard Willeke, Bürgermeister zu Menden, Godert Fridach und Bertolt Stelinck.
Datum 1400 Juni 16 (up des hilligen lichams avent) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung der Abschrift durch den Notar Everhard Hortulungg, weitere Beglaubigung einer Abschrift durch den Notar Baltzer Rechelman.
Abschrift des 16. Jh., Papier, deutsch.
in: Meschede, Akten Nr. 984




15. Jh.
Permalink der Verzeichnungseinheit

Copia privilegiorum emunitatis Messchede: Tom ersten hebbe wii een solke frigheit gegeven und gevet in craft dusser privilegiorum, dat dey borger under sek setten unde keysen mogen Borgermester unde Rayd gelych andere unse frigheyde und borgere maken und entfan, utgescheiden unse lantbehorigen und deynstplichten. Der en solen sey nicht entfan buten unsen und unser nakomen und gestichtes weten unde willen. Welke borgermester und rayd unde borger huldigen und sweren solen unss, unsen nakomen gestichte und unser kerken to Colne tho unsen rechten, deme proveste, capitele und kerken to Messchede to eren rechten, unser eme iuweliken by sinen rechten und guden gewonden to latene.
Item so moget unse borger under seck setten unde keysen broke unde pene, wey deme borgermestere unde raede ungehorsam were, dat sey dey unhorse megen penden unde dryngen, gelik alse wonde is in anderen frigheiden, dat sey mogen an unde affsetten na gelegenheit dusser frigheit.
Item so mach unse borgermester vorwerde unde geleyde geven in unser frigheit vor eren borgeren.
Item so hebbe wy een dey frigheit gegeven, des sundages, wan er market dach is, dat allermallich dan frygh van den satersdage to noyne wynte des sundages to sunnen undergange syn sal in allen weken.
Item wan dey iarmarkete to Messchede [sin]t, so sal allermallich frigh unde [velich] syn achte dage vor unde achte dage na bynnen unser frigheit, et en were, [dat he] dey frigheit breke; we dat dede, dat solde unse richtere und unse Borgermester [straffen], und wes dar gebroken worde, sal unse frigheit hebn den derden deele.
Item so hebbe wii sey gevonden, uns und unsen gesticht van Colne yerlikes to gevene achte mark Arnsberges pagiments to schotte.
Item wes dey van Messchede kopet, dat sey bynnen erer frigheit slyten wilt, dat sall tholfrygh syn.
Item wey den anderen vorspreke, dey sal der frigheit broken eyne mark und dem geven, dey hey vorspreke, ver schillinge, utgescheden, wes sich an lyff unde eere drepe.
Item solt sey sich myt der waldemeyne halden, alse sey dey van aldinges gehat hebn, in holte, velde, in wasere unde weyde.
Item solke privilegia, alse unse kerke to Messchede ind unse frigheit vorgemelt hebben, sollen sey dar bii blyven.
Item in al dussen vorgenannten punten und articulen beheltnusse unsen proveste, capittele unde kerken to Messchede all erer privilegia, frigheit, gude wonde und eres rechten (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 15. Jahrh., Papier, einzelne Verbesserungen in spät. Zeit, dabei Abschrift des 17. Jahrh., und des 18. Jahrh. mit hochdeutscher Übersetzung.
Druck: Seibertz, UB III 915



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