Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden

1401 Juli 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hannes der Stoer bekundet, die Brüder Hiedenreich von Berchusen und Hannes und Bette hätten an Johannes Nuerike, Küster zu Meschede (Messchede), und seine Frau Styne die nasse (Naten) Wiese zu Herblinghausen (Herboldinchusen) versetzt. Die betreffende Urkunde habe Johannes nun dem Stift Meschede (Messchede) übergeben. Da der Aussteller ein Erbe der Wiese sei, habe er sie von Johannes Nuerike empfangen. Er habe zu der Stiftung des Johannes an das Stift Meschede für sein Seelenheil zwei Mark hinzugelegt, so daß das Stift jetzt jährlich vier Schillinge bezieht, bis diese Rente mit fünf Mark, wie sie in der Herrschaft gängig sind, abgelöst wird. Die Ablösung kann jährlich zu Petri Stuhlfeier erfolgen, wenn die Jahresrente zuvor bezahlt istst. Da die Wiese Freigut ist, bittet Hannes den Freigrafen Hinrich von Meigeler um Besieglung, der bekundet, daß Johannes Nuerike die Urkunde für ein Jahresgedächtnis (begenknisse) dem Stift Meschede übergeben habe.
Datum 1401 Juli 30 (sabbato post Jacobi apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Transfix an der Urkunde von 1386 April 15 (Nr. 124), Perg., deutsch.
Siegel bis auf Wachsrest ab




1402 Januar 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gerke Morenbergh und seine Frau Wabele dar Osten verkaufen für 15 1/2 gute schwere rheinische Gulden an Volmeken von Schede den halben Hof zu Mosebolle (to dem Osbolde), von dem die andere Hälfte Volmeken bereits besitzt. Wabel hat die Hälfte von Hennen dar Osten und ihren gemeinsamen Kindern geerbt. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelbitte an Noldekin von Berninchusen, Amtmann zu Eversberg (Euersberge). Zeugen: Hinrich der Giir, Syvert Hanebom, beides Kanoniker zu Meschede, Henneke von Lare, geschworener Richter des Erzbischofs von Köln zu Meschede, die Brüder Hannes und Gockele de Poren, Greysemunt, Hermann Toley.
Datum 1402 Jan. 1 (die circumcisionis eiusdem) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel bis auf Wachsrest ab.
Rückverm.: Mosenboln




[1404]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert, Probst zu Meschede, gibt seinen Hof zu Halbeswig (Halweswich) auf zwölf Jahre dem Volmeken, Sohn des Dyderich, aus. Dieser Hof muß alle zwölf Jahre vom Propst gewonnen werden.
Zu derselben Zeit vergibt der Propst seine Weide bei der Mühle. Ebenso verpachtet er in diesem Jahr seinen Garten an Everd Tregeler auf zwölf Jahre. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Notiz, Papier, deutsch




[1404]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Propst Albert von Berninghausen belehnt den Edelherrn Bertold von Büren (de Burren) mit den Gütern in Westernkotten, desgl. den Henneke von Muldensbern mit den Zehnten zu Wehrstapel (Weddestappelle), ebenso mit der Hufe des G[...] von Henler zu Meschede, desgl. mit den Gütern und dem Haupthof in Bockum (Bochem). Dieser gehörte dem + Hinrich von Bochem. Dessen Söhne Wilhelm und Hinrich haben den Hof dem Hennekin von Muldensberg verkauft. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Notiz, Papier, lat. und deutsch




[um 1404]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Liste derjenigen, die zu Martini 13 1/2 Schillinge von den Hufen zu Eversberg entrichten: Cort de Boysenchusen 14 Pfennige, Hannes Dusewalt neun Pf., Henne Bechkers 18 Pf., Abele Somer neun Pf., Bonen neun Pf., Henneke Hoppener neun Pf., Peter Winters drei Albus, Hene Richardes einen Albus, de Slaperge neun Pf., Herman Loseken neun Pf., Dyderich von Bedelike acht Pf., Dyderich by den Planken 18 Pf., Hannes von Boydenuelde neun Pf., Wolter von Ramelsbeke neun Pf. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Notiz, Papier, lat.




1404 April 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Propst Albert von Berninghausen gibt Meister Dyderich und seiner Frau zu Landrecht auf zwölf Jahre sein Haus und Hof, das die Propstei heißt. Wenn dieser aus Not sein Haus verkaufen muß, will ihm der Propst das geben, was zwei Freunden des Propstes und zweien des Dyderich gut dünkt. Zeugen: Noldeken, Vater des Propstes, Herr Spaem, sein Bruder, Dechant, Herr Tyrus, Herr Wilhelm Reme (linchusen), Herr Primus. Etwa zu derselben Zeit gibt der Propst auch seinen Hof aus, geheißen Beginen-Hof, an Wessele dem Schowerten. Zeugen: Herr Tyrus und Herr Wilhelm von Remelinchusen.
Zu derselben Zeit setzt er zu seinem Richter Everd den Tregeler. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Notiz, Papier, deutsch




1404 April 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

(Propst Albert von Berninghausen) belehnt den Junker (iuvenem) Wilhelm den Vogt (Vaget) mit dem Haupthof in Theten (Tetten). Diesen hat dessen Vetter Bernt Vagtz dem Propst aufgelassen. Zeugen: Gotfrid von Meschede und der Sohn des Gotfrid. Geschehen in Schnellenberg
;desgl. belehnt der Propst den Dyderich den Ketteier mit einer Hufe in Kirchlinde (Lynne), die ihm Snauel von Attendorn verkaufte
;desgl. den Hinrich den Wulff, den Sohn des Jacob, von Grevenstein (von dem Greuensten) mit des Wysen Gut, gelegen zu Amecke (Addenbecke). Hinrich hat dieses Gut von Hemelen von Attendorn gekauft. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Notiz, Papier, lat. und deutsch




1406 April 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert von Bernynchusen, Propst zu Meschede, bekundet, Sander Prynss und seine Frau Heleke hätten dem Kloster Paradies ein Salzhaus zu Westernkotten (to den Westeren katen) verkauft. Dies sei ein Lehen des Propstes und der Verkauf sei mit Zustimmung des Stifts erfolgt. Der Propst belehnt nun zugunsten des Klosters Paradies zu Mannstatt den Johan Molinchus, Vormund des Klosters namens des Rates zu Soest (Zoest). Wenn Johan ausfällt, soll ein anderer Vormund des Klosters präsentiert werden. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: die Lehnsleute (dey wy in manstat hyr to koren hebn) Dam von Nygenhusen, Hermann dey Vette und Gerlacus von Murse.
Datum 1406 April 23 (in die beati Georgii martyris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1407 Juni 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert Brullinchus und seine Frau Else verkaufen eine Rente von einer Mark aus ihrem Hofe vor der Ruhrbrücke an Johann Brande, Kanoniker und Cantor (sengher) zu Meschede, zugunsten der Sängerei. Die Rente ist fällig zu Martini. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Godert und Siegelbitte an Albert Bernynchusen, Propst zu Meschede, von dem das Gut zu Lehen geht, auch als Zeichen seiner Zustimmung.
Datum 1407 Juni 23 (in vigilia nativitatis beati Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
beide Siegel ab.
Rückverm.: (17. Jh.) Jest hatt Junker Plettenberg auff dem Hauß




1407 Oktober 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), bekundet, Heyneman Rabalt habe das Gut "to den Groten Widen" zu Altenhellefeld (Alden Heleuelde), das er zu Lehen hatte, aufgelassen. Auf seine Bitte belehnt der Propst den Gobelen Stolteleygen. Siegelankündigung des Propstes.
Datum 1407 Okt. 10 (die Gereonis et Victoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Propstes (halb abgebrochen) abhängend




1408 Juli 05
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrick von Bynole, Pastor zu Hirschberg (tho deme Hertesberghe), schenkt das Gut geheißen "Kouottes Dick" zu Belecke (Bedelike) an das Kapitel zu Meschede, damit dort sein und seiner Mutter Wabelen Jahresgedächtnis begangen werde. Er und seine Mutter bleiben aber auf Lebenszeit im Besitz des Gutes. Es ist belastet mit einem Malter Korn dreierlei Sorten (driggerlegge) Belecker Maßes und mit einem Spint Sendhafer, wie es der Erbkaufbrief enthält, den Hinrick und seine Mutter in Händen halten. Das Gut ist ein Freigut und geht vom Freigrafen zu Rüthen (Ruden) zu Lehen. Siegelankündigung des Ausstellers und Siegelbitte an Hinrick Verlinghe, Propst zu St. Walburgis zu Soest (Soust) außerhalb der Mauern, und an Herrn Werner von Bruoninchusen.
Datum 1408 Juli 5 (secundo die Odelrici) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Zwei Siegel (unkenntlich) anhängend, das 3. ab




1408 November 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Allebert Brugeman und seine Frau Styne verkaufen für 7 1/2 Mark eine Sechsgerde Landes in dem "Berkendale", einen Morgen an dem "Schoren" und eine Dreigerde Landes in dem oberen "Deypenloe" an Hermann den Dullen. Die Verkäufer lassen das Gut auf und versprechen Währschaft. Siegelbitte an Johan den Slapergen, Richter zu Warstein (Warsten), vor dem der Kauf erfolgt ist. Zeugen: Demele Rucorf, Herman Sander und Ornoldus Brochusen.
Datum 1408 Nov. 30 (in die beati Andree) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1409 Januar 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrick von Bynole und sein Sohn Hermann verkaufen mit Zustimmung von Hinrichs Schwester Metten ihr Gut zu Olpe oben in dem Dorfe, das Henneke Kopernagel unterhat, an Johann Degelen, Kanoniker zu Meschede (Messchede). Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Hinrick und des Hermann, Siegelbitte an Hennekin Wesselere.
Datum 1409 Jan. 17 (die Anthonii confessoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
die ersten beiden Siegel ab, das des Wesseler anhängend




1409 Februar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henneke Schenkebeyr, seine Frau Alheyt, ihre Söhne Hanuis und Richard und ihre Tochter Alheyt verkaufen für zehn Mark weniger drei Schillingen sechs Ruthen (roden) an dem "Sceuelbrynke", sieben Ruthen hinter dem hintersten "Dorbussche", fünf Ruthen bei dem "Loebussche" und sieben Ruthen auf dem "Schueren" an Hermann den Dullen. Die Verkäufer versprechen betreffs des Landes Währschaft und lassen es auf vor dem Gericht zu Warstein (Warsten). Siegelbitte an Johann den Slapergen, Richter zu Warstein, vor dem der Verkauf erfolgt ist. Zeugen: Deymele Rucorf, Gobele Rucorf und Arnoldus Brochusen.
Datum 1409 Feb. 22 (in die beati Petri ad Cathedram) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf,, Perg., deutsch.
Siegel des Richters anhängend.
Rückverm.: ... lant vor Warsten




1409 Juni 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder Dyderich, Bernd und Themme, der Sohn des + Ritters Frederik, und Themme, Sohn des Dyderik, von Hoerde (Horde) lassen die Hälfte des Zehnten zu Stockheim [Wüstung in der Feldark von Geseke, vergl. J. Lappe, Die Bauerschaften der Stadt Geseke] (Stochern) vor Geseke (Ghesike), der für eine an die Herren von Siegburg (Sybergh) zu entrichtende Pacht von jährlich 14 Schillingen vergeben ist, auf. Da die Aussteller vor dem Abt zu Siegburg nicht erscheinen können, lassen sie ihr Besitzrecht (recht, ervetal, egendom) den Sachwaltern (vormunden) des Abts, dem Dekan Hunold und dem Vicar Johannes Mathie zu Soest (Sost), auf. Die Auflassung geschieht zugunsten von Bürgermeister und Stadt Geseke. Die Aussteller bitten den Abt, diese als Pächter des halben Zehnten anzunehmen. Siegelankündigung der Aussteller und von Dekan und Vikar. Zeugen: der Knappe Everd von Tulon, und Hermann Wernse und Johan auf dem Markeden, beides Bürger zu Geseke.
Datum 1409 Juni 2 (in octava Penthecostes) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
alle 7 Siegel ab




1409 September 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Styne, Witwe des Gockelen von Henlere, und ihre Kinder Katherine, Vredern, Cort und Styne vergleichen sich mit Dekan und Kapitel des Stifts Meschede (Messchede) über die Pacht, die diese in Höhe von 14 Scheffel Hafer und einem Pfund Wachs aus ihrem Gut zu Meschede, gelegen oben in dem Dorfe, beanspruchen. Das Gut gehörte früher Mugen Stormes. Dekan und Kapitel sollen die Pacht ungestört erheben dürfen. Dafür haben sie den Ausstellern zehn Mark Geldes gegeben, wie es in der Herrschaft Arnsberg gängig ist. Außerdem wollen sie darauf verzichten, die Rente von zwei Schillingen aus dem Hof der Aussteller zu Hellern (Henlere) einzumahnen. Wenn die Aussteller Urkunden auffinden, die enthalten, daß die Renten aus dem Gut (zu Meschede) von dem Stift an die Aussteller verkauft wurden, so haben diese die zehn Mark dem Stift wiederzugeben und können die Renten behalten. Wenn die Urkunden, in denen ihnen die Pacht versetzt ist, einen höheren Betrag als die zehn Mark nennen, so ist der die zehn Mark übersteigende Betrag vom Stift an die Aussteller zu zahlen. Siegelbitte an Noldekin von Berninchusen und an Hinrich von Muldesbern und Goderd Brullinchusen, die beide mit verhandelt haben.
Datum 1409 Sept. 29 (die Michahelis archangeli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Noldekin anhängend, das des Muldesbern beschäd., das dritte in der Legende unkenntlich.
Rückverm.: Litera de bonis dicti Muogen Storm in Messchede




1410 April 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bertoldt Edelherr von Büren verkauft den Hof zu Aspen mit der (Salz-) Sode zu Westernkotten, die ein Lehen und Pachtgut von Stift und Propst zu Meschede sind und die sein + Vater Bertold Herr zu Büren von Johan Huddeke gekauft hatte, an Werner von Keddinghusen. Der Verkäufer verzichtet vor dem Propst zu Meschede und verspricht Währschaft. Werner hat alle brieflich eingegangenen Verpflichtungen zu übernehmen. Siegelankündigung des Verkäufers, Siegelbitte an den Edelherrn Heinrich, Dompropst zu Paderborn, und Wilhelm von Büren, beides Brüder des Ausstellers.
Datum 1410 April 14 (in die beatorum Tiburtii et Valeriani) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 17. Jh. in Akten Nr. 55




1410 Mai 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Noldeke von Berninchusen und seine Söhne Tonies und Hinrich bekunden, dem Dekan und Kapitel des Stifts zu Meschede (Messchede) eine Rente von vier Schillingen aus ihrer Wiese, die in der "Luttikhenne" liegt und früher dem + Herrn Hinrich dem Kerl gehörte, schuldig zu sein. Die Rente ist fällig zu Martini. Zu diesem Termin bzw. bis 14 Tage danach können die Aussteller die Rente zurückkaufen für vier Mark Geldes, wie es in der Herrschaft Arnsberg gängig ist, wenn die Rente zuvor bezahlt ist. Siegelankündigung der Aussteller.
Datum 1410 Mai 13 (feria tercia post festum Pentecostes) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Noldeke anhängend, die seiner beiden Söhne ab




1410 Juli 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Pilgerim von Drachenfeltz, Abt zu Siegburg (Sybergh), belehnt Ropert Scheper mit dem Zehnten zu Elsinghausen [in Feldmark von Geseke, vergl. J. Lappe, Die Bauerschaften der Stadt Geseke] (Eilßinchusen) zu einem Mannlehen zugunsten des Hospitals zum hl. Geist zu Geseke (Geyske) gemäß den Urkunden zwischen Heynrich Noppentriis und Gerlach von Hoepte, die beide verstorben sind. Ankündigung des Sekretsiegels.
Datum 1410 Juli 24 (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel bis auf Wachsrest ab




1411 Mai 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder Herman, Johan und Gerd von Loen verkaufen für vier Schillinge und neun Mark eine Sechsgerde Landes vor Warstein (Warsten), geheißen "in dem Depenloe", das früher Aleken Babbenole gehörte, an Hermann den Dullen und seine Frau Katherine. Die Verkäufer versprechen Währschaft und kündigen ihr Siegel an. Zeugen: Arnt Brochusen, Herman der Mekelschen.
Datum 1411 Mai 21 (in die ascensionis Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der drei Brüder (schwer erkennbar) anhängend




1411 Juni 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henneke von Anrochte vergleicht sich in seinem Streit mit Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) um die Pacht in Höhe von 18 Müdde Hafer, zwei Müdde Rogen und zwei Schillinge Geldes, die das Stift aus seinen Gütern zu Anröchte beanspruchte. Das eine heißt Herdes Gut und liegt auf der "Beke", das andere liegt in der "Helle". Auf ihm saß vor Zeiten Volmar. Nunmehr will Henneke vom kommenden St. Martinstag an jährlich eine Mark Geldes, wie es zu Soest (Sost) gängig ist, aus seinen Gütern entrichten. Wenn er eine Jahresschuld säumig bleibt, darf das Stift die alte Pacht in Höhe von 18 Müdde usw. einfordern. Siegelankündigung des Henneke, Siegelbitte an Noldeke von Berninchusen, Gerd von Ense, Diderik Lurwalde, Fopelen Lurwarde.
Datum 1411 Juni 19 (feria sexta post octavas sacramenti) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers, des von Berninchusen, von Ense und Fopelen Lurwarde anhängend, das 4. Sieg. ab.
Rückverm.: litera Henneken by der kerken, in Anrochte




1412 April 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrich Semenich bekundet, Herman dem Dullen und seiner Frau Katerinen zwölf Mark, wie sie zu Warstein (Warsten) gängig sind, schuldig zu sein. Dafür versetzt er folgendes Land: sechs Ruthen (roeden) bei der "Huecken", sechs Ruthen unter dem "Kellershalse", zwei Dreigerde in der "Stroet", einen Morgen auf dieser Seite der "Kovoert", eine Dreigerde in dem "Kackenbornen" und einen halben Morgen in dem "Depenloe" unter dem Garten. Hinrich verspricht Währschaft, bis er die zwölf Mark zurückgezahlt hat, was er jährlich zu Ostern bzw. acht Tage davor oder danach tun kann. Wenn das Land gedüngt worden ist, so dürfen die bisherigen Inhaber des Landes die Düngung ausnutzen gegen Entrichtung der gewöhnlichen Pacht. Siegelbitte an Teleman Drudeken, geschworener Richter zu Warstein. Zeugen: Demele Rucorff und Herman Sander. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters (zerbrochen) abhängend




1412 Juli 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Pilgerym von Drachenfeltz, Abt zu Siegburg (Sybergh), belehnt Johann von dem Markete, Bürgermeister zu Geseke (Gesike), mit dem halben Zehnten zu Stockheim auf Lebenszeit zugunsten der Stadt Geseke.
Die Stadt hat den Zehnten erblich verpachtet (vergulden) an (weder) die Brüder von Hoerde. Siegelankündigung des Abts.
Datum 1421 Juli 24 (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1412 Oktober 31
Permalink der Verzeichnungseinheit

Pilgerim, Abt des Benediktinerklosters Siegburg (Sybergensis), bekundet, er habe mit Zustimmung des Erzbischofs Friedrich von Köln mit Dekan und Kapitel der Mescheder Kirche einige Güter getauscht, wie es in der darüber verfaßten besiegelten Urkunde enthalten ist. Nunmehr setzt er Johannes Mathie, Vikar an der Kirch St. Patrokli in Soest (Susatiensis), und Hermann von Corbeke, Kleriker der Paderborner Diözese, zu seinen Sachwaltern ein. Sie sollen die abgegebenen Güter vor den entsprechenden Gerichten auflassen. Siegelankündigung des Abts.
Datum 1412 Okt. 31 (in vigilia omnium sanctorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel des Abts anhängend




1412 November 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am 23. Nov. 1412 erscheinen vor dem Notar Pilgrim, Abt des Benediktinerklosters Siegburg (Syberghensis) auf der einen Seite und Johannes Degele und Gerard Swart, beides Kanoniker der Mescheder (Messchedensis) Kirche, auf der anderen Seite. Nach einigen Verhandlungen erklärt Gerard, zwischen beiden Parteien sei ein Gütertausch vereinbart worden, und zwar betreffs der bisherigen Güter des Abts in Geseke (Geyseke) und den umliegenden Orten und betreffs der Güter des Stifts in Limperich (Linpergh) und Umgebung. Da die Güter des Stifts wertvoller seien, habe der Abt zusätzlich 400 rheinische Gulden zu zahlen, wie es in der betreffenden Urkunde vermerkt ist. Der Abt leistet auf seine Güter Verzicht und überträgt sie den beiden Kanonikern. Diese tun das gleiche vor dem Schultheiß Henitzo Wrack und den übrigen Geschworenen des Haupthofs Limperich. Geschehen im Dorf Limperich (Limpergh) auf dem getauschten Hof in der Pfarrei Küdinghoven (Kudenkouen). Zeugen: Hentzo Wrack, Schultheiß, Lambert von Ossindorp, Knappe, Diderich Vuoystgin, Gobelin Sluoin (Sluom?), Henno Abelen Sohn, Henkin Moelgin, Johannes Hoeuen, Cristian Hane, Henno Meister Lotzgins Sohn, Heinrich Goschals Sohn, alles Geschworene des Haupthofs, und Johann tzum Bucken und Johannes Melnheim, Laien und Diener (familiaribus) des Abts. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Hermann Beckerigh von Körbecke (Corbeke), Kleriker der Paderborner Diözese.
Notariatsinstrument, Perg., lat.




1412 November 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Pilgerim, Abt des Benediktinerklosters Siegburg (Sybergensis), auf der einen Seite und Johannes Spaen, Dekan, und das Kapitel der Mescheder Kirche auf der anderen Seite vollziehen mit Zustimmung des Erzbischofs Friedrich von Köln, apostolischer Legat, einen Tausch, wobei der Abt dem Stift zusätzlich 400 rheinische Gulden gibt, die das Stift quittiert. Beide Parteien versprechen, wegen der getauschten Güter keinen Streit beginnen zu wollen. Siegelankündigung der Aussteller, des Konvents des Klosters, des Erzbischofs Friedrich und des Ritters Godfried Burggraf von Drachenfels (Draichenveltz), des Vogts des Hofes Limperich. Der Erzbischof genehmigt den Tausch und trägt dem Stift auf, die 400 Gulden gut zu verwahren und dafür andere Güter in der Form von Renten zu kaufen.
Verzeichnis der vom Abt getauschten Güter: 14 Schillinge Soester Währung, die man jährlich von der Hälfte des Zehnten zu Stockheim (Stocheim) entrichtet mittels der Herren Dekan und Kapitel zu Soest, früher durch die Gebrüder von Hoerde (Hurde); 14 Schillinge, die die Stadt Geseke von der anderen Hälfte des Zehnten entrichtet; eine Mark, die Johan von Tulen vom Zehnten zu Wietheim (Wythem) bei Geseke zahlt; zehn Schillinge von dem Zehnten zu Elsinghausen (Elssinchusen), den früher Noppentrys besaß; zehn Schillinge, die die Junker von Büren (Buren) entrichten vom Zehnten zu Heddinghausen (Hiddinchusen) bei Rüthen (Ruden); von den Gütern zu Evingsen (Euynchusen), die früher Godart von Meschede, dem Sohn Diderichs, gehörten, zahlt Erenbort von der Mühlen (Moelen) 18 Müdde Hafer, sechs Müdde Roggen und zwei Schillinge. Diese Zehnten und Güter gingen bisher von den Äbten zu Siegburg zu Lehen. Nunmehr sollen sie von Dekan und Kapitel zu Meschede empfangen werden. Die Erbgenossen zu Geseke Johan auf dem Markt, Arnold Goltsmyt, Johan Nyeman, Herman Wersinchuys, Aelbrecht Broitman, Conrat Blanckebier und ihre Miterben zahlen am St. Jacobstage fünf Mark als Zehntlöse; einen Malter Hafer und fünf Schillinge aus dem Hofe zu Berge bei Anröchte (Anrouchte), den früher ein Boèuendemsoede bebaute; ebenda von dem andern Hofe zu Berge einen Malter Hafer und fünf Schillinge; diesen pflegte einer gen. Wolf zu bebauen.
Verzeichnis der Güter, die an den Abt übergegangen sind: zu Limperich (Lymburgh), zu Vilich (Vylke), Rheindorf (Ryndorp) und Beuel (Buwel), wie sie mit ihrer Pacht und Renten den Geschworenen des Hofes Limperich kundig sind und wie sie Dekan und Kapitel dem Abt in einem Register vor einem Notar überliefert haben.
Gegeben und geschehen 1412 Nov. 25 (ipso die beate Catherine virginis).
Kanzleimerk: de mandato domini Coloniensis Jo. de Susato (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat. und deutsch.
die 5 Siegel anhängend




1412 November 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Styne Semelynges und ihre Söhne Herman und Johan verkaufen für drei Schillinge und fünf Mark an Hermann den Dullen folgendes Land: einen Morgen über (vogenden) dem "Nygen Zode", ein Fünfgerde über dem Bernynch-Hofe und ein Dreigerd auf dem "Dorbussche". Die Verkäufer versprechen Währschaft und lassen das Land auf. Siegelbitte an Tylman Drudeken, geschworner Richter. Zeugen: Tylman Seueryns und Herman Sander.
Datum 1412 Nov. 25 (ipso die Katherine virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters (schwer erkennbar) anhängend.
Rückverm.: Warsten




1412 Dezember 05
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Abelen, weltlicher geschworener Richter zu Geseke (Ghes.) des Erzbischofs von Köln, bekundet, vor ihm und dem Umstand des Gerichtes seien erschienen Johan Mathie, Vicar zu Soest (Sost), und Herman Beckerik, Kleriker des Paderborner (Hoch)stifts. Sie hätten ihm eine offene besiegelte Urkunde vom 31.10.1412 vorgelegt, in der sie zu Sachwaltern des Abts von Siegburg (Sibergh) bestellt wurden. Sie lassen daraufhin die getauschten Güter zugunsten von Dekan und Kapitel zu Meschede in die Hände des Johan Degels und Gherd Sworten, beides Kanoniker zu Meschede, auf. Zeugen: Dyderich Lappe, Kanoniker zu Paderborn, Brun von Bogge, Kanoniker zu Geseke, Wichart von Ense und Evert von Tulon, beides Knappen, Johan auf dem Markede, Bürgermeister, Johan Bardeman, Godeke Pawen, Deppe Sweyns, Herman Widinchus, Heinrich Ynnugh, Heinrich in dem Bachus, Deppe Roden und Robbert Scheypers, alles Ratsleute zu Geseke, Arnold Dorneman, Hermann Wunsinch, Cord Plankenber, Johan Robede, Albert Brocman und Johan Nacke, Erbgenossen daselbst. Siegelankündigung des Richters.
Datum 1412 Dez. 5 (in profesto beati Nycolai episcopi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters (gut erhalten) anhängend




1413 Mai 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heyneman Huysebrand, Bürger zu Soest (Zoest), und seine Frau Gerdrut bekunden, als Mannlehen von Albert von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), drei Morgen empfangen zu haben. Diese liegen: zwei bei der "Ostwyden" und ein Morgen bei dem "Marbeker Graben". Die Aussteller versprechen, treu und hold zu sein. Siegelbitte an Henrik Lippia, Pastor zu Störmede (Stormede). Zeugen: Diderich under Engeland und Hans von Velmede.
Datum 1413 Mai 8 (feria secunda post dominicam Misericordias Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1413 Oktober 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am 21. Okt. 1413 nach dem in der Diözese Köln gebräuchlichen Stils, im vierten Jahr des Pontifikats des Papstes Johannes XXIII., erscheint in Anwesenheit des Johannes Vos, Offizial des Soester Propstes, und der nachbenannten Zeugen vor dem Notar Tileman Symoninck, Priester der Kölner Diözese, und verkauft und läßt auf dem Hermann gen. Dullen, Bürger zu Warstein (Warsten), all seine Güter. Diese bebauen zur Zeit Tepele Wasmodi, Heinrich Hoysteken und Engelbert Symoninck, Bürger der Stadt Warstein. Die Güter liegen in der Warsteiner Feldmark (campis). Ausgenommen sind die dort befindlichen Gärten. Die Kaufsumme beträgt 82 Mark in Soest gängigen Geldes, die der Käufer unverzüglich zu bezahlen verspricht. Der Verkäufer verspricht dem Käufer und seiner Frau Währschaft. Geschehen in der Kirche von St. Patrokli in Soest vor dem St. Kunibertaltar. Zeugen: Johannes von Ymenhusen, Vizekurat der Kirche Mariae zur Höhe (beate Marie in altis) in Soest, Hermann Hillebrandi von Brilon (Brylon), Hermann von Erwitte, Conrad Dullen, alles Priester, Heinrich Symoninck, Detmar Hessen, Gokelius Ledegen und Johannes Muoddepenning, Bürger in Soest und in Warstein (Warsten).
Darauf übergibt am 22. Oktober der Priester Conrad Dullen 71 rheinische Gulden von gutem Gold und richtigem Gewicht zur Bezahlung der 82 Mark dem Tileman Symonynk namens seines Bruders Hermann Dullen. Tileman quittiert den Empfang. Geschehen in dessen Wohnung in der Schlafkammer, zu Soest in der Vilterstraße. Zeugen Johannes von Ymmenhusen und Hermann Hillebrandi von Brilon (Brylon).
Am 10. Feb. 1414 bezahlt Hermann Dullen den restlichen Teil der Summe von 82 Mark an Tileman. Geschehen in der Küche der Wohnung des Tileman. Zeugen: die Priester Johannes von Ymmenhusen und Hermann Hillebrandi. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Lodewic von Körbecke (Corbigke), Kleriker der Paderborner Diözese.
Beglaubigung und Siegelankündigung des Johannes Vos, Offizial des Soester Propstes, auf Bitten des Tileman und des Hermann Dullen.
Notariatsinstrument, Perg., lat.
Siegel ab




1413 Oktober 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Priester Tylmann Zemelyng verkauft all sein väterliches Erbe in der Warsteiner Mark mit Ausnahme des Gartens vor Warstein an Hermann den Dullen, Bürger zu Warstein, und seine Frau Katherine. Das Land haben zur Zeit unter Engelbracht Zemelyng, Hoysteken und Tepel Wasmoit, Bürger zu Warstein. Der Verkäufer verspricht Währschaft und leistet Verzicht. Bitte an Bürgermeister und Ratsherren zu Warstein (Warsten) Demelen Hesse, Gert Tylen, Gokelen Zanders, Herman Otten, Gobel Gras, Helmich Iungelyng, Rechart Vden, Hans Scheynckeber und Gobelen Clemette um Anhängung des Stadtsiegels, da vor ihnen die Auflassung erfolgte. Zeugen: Hinrich Otten, Hannes Muoddepenning und Gobele der Ledige.
Datum 1413 Okt. 21 (ipso die XI milium virginum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Stadt (etwas abgebrochen) anhängend.
Rückverm.: super bonis quondam d(omini) Conradi Dullen decani




1414 Februar 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Meister Bernd der Schmied (dey Smed), Bürger zu Soest (Zoest), seine Frau Drude und sein Sohn Godeke bekunden, als Mannlehen von Albert von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede) neun Morgen Saatlandes empfangen zu haben. Von diesen liegen sechs Morgen in einem Stück oben an dem "Lyntloe" [vergl. Schoppmann, Die Flurnamen des Kreises Soest, Soester Zeitschrift 52, 1936, S. 164: Im Lindloh (Meiningsen)] neben dem Meiningser Tale (Meyninchuser dale) und drei Morgen bei dem Meiningser Wege, wo der Haarweg (Harwegh) durch geht. Das Land hatte vorher der + Hermann Themme zu Lehen. Die Aussteller versprechen, treu und hold zu sein. Siegelankündigung des Meister Bernd. Zeugen: Nolleke von Berninchusen, Diderich under Engeland und Johann der Kremer, der Fleischhauer.
Datum 1414 Feb. 2 (in die purificationis beate Marie virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1414 Februar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman von Boekenuorde bekundet, von Albert von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), drei Morgen Landes zu Lehen empfangen zu haben. Dieses Land liegt in dem Meiningser Tal (Mennecker dael). Es stößt südlich an das Spital-Land (speteler lant) und im Norden an das Land des Dymelen, wobei der Paradieser (Pardiser) Holzweg oben durch den Ort geht. Dieses Land hat Wilhelm von Ampen (Andopen) dem Hermann versetzt. Dieser verspricht, dem Wilhelm das Land jährlich 14 Tage vor bzw. 14 Tage nach Petri Stuhlfeier zur Einlösung zu geben, wenn die Jahrespacht entrichtet ist. Zeugen: Nolecke von Berninchusen und Dyderich under Engelant. Siegelankündigung des Hermann.
Datum 1414 Feb. 22 (sequenti die capitis ieiunii) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1414 Juli 03
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dyderich von Moers (Muerse), Elekt zu Köln, gibt seine Zustimmung, daß Dyderich Freseken seinen Hof zu Neheim (Nehem), geheißen "Haken"-Hof, mit seinem Zubehör an Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) verkaufen darf. Das Recht des Ausstellers und anderer an dem Hofe bleibt gewahrt. Siegelankündigung des Elekten.
Datum Soest (Susati) 1414 Juli 3 (crastino beatorum martyrum Processi et Martiniani).
Soest (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Elekten abhängend.
Rückverm.: Consent ... super curte Hakenloe; annue debet capitulo X solidos




1415 April 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Evert de Sweyn und seine Frau Gese verkaufen all ihr Land in der Warsteiner (Warstener) Feldmark (marke), so wie es an Gesen gefallen ist, an Hermann Dullen, Bürger zu Warstein, und seine Frau Katherine. Ausgenommen ist der Garten vor Warstein. Die Verkäufer versprechen Währschaft und leisten Verzicht. Bitte an Bürgermeister und Ratsherren zu Warstein Gert Tylen, Telemen Seuerins, Hermann Otten, Gokelen Sanders, Richarde Rekerdings, Hannes Schenkebers, Hannes Kranen, Demelen Teypelen, vor denen die Auflassung geschehen ist, um Anhängung des Stadtsiegels. Zeugen: Helmich der Vreyse, Gobele Vden, Hinrich Semelinch, Engelbert Semelinch.
Datum 1415 April 7 (dominica prima post Pascha) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Stadt Warstein (gut erhalten) anhängend




1418 März 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert Brullinchus, seine Frau Else und ihr Sohn Godert verkaufen an Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) eine Rente von 3 1/2 Malter Korn, und zwar 1/2 Malter Roggen, 1/2 Malter Gerste und 15 Scheffel Hafer marktgängigen Korns. Die Rente ist zu enrichten aus ihrem Gut an (over) der Henne zu Meschede, auf dem Dyderich Koteman sitzt. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Godert und seines gleichnamigen Sohnes, Siegelbitte an Albert von Berninchusen, Propst zu Meschede, da das Gut Lehngut des Propstes ist, zum Zeichen seiner Einwilligung, sowie an Johan Degel, Kanoniker zu Meschede, der damit zugleich auf seine Leibzucht an dem Gute verzichtet.
Datum 1418 März 26 (in vigilia Pasche) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Godert und seines Sohnes Godert, des Propstes und des Johannes Degel anhängend




1419 April 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan dey Vreyse verkauft all sein Land und Garten in der Warsteiner (Warstener) Mark an Hermann Dullen und seine Frau Katherine. Das Land liegt: zwei Morgen neben (hertest) dem Rysneye, ein Fünfgerd bei der Bredenbeke, ein Fünfgerd darüber, ein halber Fünfgerd über (bogenden) der Hirschberger (Hertesbergschen) Beke, ein Morgen in dem Bocmen, das nasse (Naete) Stück über der Kuclebeke, die Slade darüber, ein Morgen an dem Waltmerstene, eine Dreigerd bei der Daelborner Dryfft, eine Fünfgerde in dem Berkendale, eine Dreigerd in dem Hauerschede, eine Fünfgerd über Alden Warstein, eine Sechsgerde über dem Slage dabei, eine Dreigerde auf dem Leyde, eine Sechsgerde auf dem Muschede, ein Torf vor dem Borstolwe, ein Garten vor dem Walle und einer über der Lemeke. Der Verkäufer verspricht Währschaft und leistet Verzicht. Bitte an Bürgermeister und Ratsherren zu Warstein Detmar Rucorff, Gokel Sanders, Gobelen Graze, vor denen die Auflassung erfolgt ist, um Anhängung des Stadtsiegels, sowie Siegelbitte an seine Oheime Hinrich den Zeyuer (Zeyner ?) und Gerd den Seyuer, Freigraf. Zeugen: Peter, Pastor in Freienohl (Vrygenol), Herman Grote, Parte Ebbert von Nuttlar (Nutteler).
Datum 1419 April 19 (feria quarta post Pascha) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Stadt (halb abgebrochen) anhängend, die beiden anderen ab




1419 Mai 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Robbert Sceper, Bürger zu Geseke (Geyseke), bekundet, wegen des Zehnten zu Elsinghausen (Elsinchus) [in der Geseker Feldmark] im Namen des Spitals zum hl. Geist zu Geseke Mann des Rotger von Melschede, Dekan zu Meschede (Messchede), geworden zu sein. Er verspricht, treu und hold zu sein. Bitte an Bürgermeister und Rat um Anhängung des Stadtsiegels, da er selbst kein Siegel besitzt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel (unkenntlich) anhängend




1419 Mai 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wulbro Bardeman, Bürger zu Geseke (Geyseke), bekundet, namens der Stadt Mann geworden zu sein des Rotgers von Melschede, Dekan zu Meschede (Messchede), wegen des Zehnten zu Wietheim (Wythem) [in der Geseker Feldmark]. Er verspricht, dem Stift Meschede treu und hold zu sein. Bitte an Bürgermeister und Rat zu Geseke um Anhängung des Stadtsiegels, da er kein eigenes Siegel besitzt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1419 Juni 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Rotger von Melschede, Dekan zu Meschede (Messchede), verspricht, die Lehnsherrschaft (lenwar) und das Gut, das der Abt zu Siegburg (Syborch) besessen und mit dem Stift Meschede getauscht hatte, zu Nutzen des Stifts und mit Zustimmung des Kapitels zu verleihen. Was von diesem Gut ein Einkünften anfällt, davon will er dem Kapitel einen gebührenden Anteil zukommen lassen. Siegelankündigung des Rotger.
Datum 1419 Juni 8 (feria quinta post festum Pentechostes) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1419 Juni 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Alberd Sweders, Richter zu Herstelle des Ritters Johan von Falkenberge, bekundet, vor ihm habe die Jungfrau Ilseke von Northoue auf alle Ansprüche verzichtet, die ihr nach dem Tode des Dederich Swedinckhus zugefallen waren, und zwar zugunsten des Wilhelm Freseken und der Griten von Lare. Bitte des Richters an seinen Herrn von Falkenberg um Besieglung.
Gegeben 1419 Juni 12 (des negsten mandages vor der hilligen Lichames dage) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 16. Jh. mit Beglaubigungen der Notare Everhard Hortuleman und Baltzer Rechelman.
in: Meschede Akten Nr. 984




1421 Januar 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Schade verkauft dem Hermann Schade, Pastor zu Calle (Kalle), eine Rente von zwei Malter Hafer. Diese ist zu entrichten aus seinem Gut im Dorf zu Büenfeld (Bodenuelde) im Kirchspiel Reiste (Reyste), auf dem zur Zeit Getke von dem Bodenuelde sitzt, - die Rente ist jährlich fällig zu Petri Stuhlfeier-, aus dem Kotten im Dorf Reiste, auf dem Rechart Sceper sitzt, und von dem Land, gelegen vor den Schemmen, das ebenfalls Rechart unter hat. Der Kaufpreis beträgt 15 schwere rheinische Gulden von gutem Gewicht. Der Verkäufer läßt das Gut auf und verspricht Währschaft, auch im Namen seiner Schwester Grete. Siegelankündigung auch im Namen der Schwester.
Datum 1421 Jan. 25 (ipso die conversionis beati Pauli apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Wilhelm Schade anhängend.
Rückverm.: In Reyste et Bodenfelde in eadem parrochia; Barstardt ibidem solvit ... 2 mold. havern




1421 Mai 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrich Semelinck und seine Frau Kunne verkaufen all ihr Land und Garten in der Warsteiner (Warstener) Mark an Hermann Dullen und seine Frau Katherine. Das Land liegt: ein Sechsgerde bei der Hutten, ein Sechsgerde an der Bone bei dem Graben, zwei Dreigerde in der Stroett, ein Morgen vor der Kanvort, ein Dreigerde in dem Kattenborne, ein halber Morgen unter den Timen, ein Morgen ober dem Eck, ein Sechsgerde auf der Krucebreyde, ein Dreigerde auf dem Dorbusche, ein Sechsgerde auf dem Roden Lande, ein Morgen auf dem Roden Lande, ein Dreigerde auf dem Daleborne Kampe und ein Garten bei dem neuen Wege und einer auf dem Egelbroke. Die Verkäufer versprechen Währschaft und leisten Verzicht. Sie lassen das Gut vor dem Gericht zu Warstein auf. Siegelbitte an Diderich Lurewalt, Richter zu Warstein. Zeugen: Deymele der Hesse, Gobele Vden und der Slapergen.
Datum 1421 Mai 25 (dominica post corporis Cristi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1422 Februar 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan von Weschilbeke und seine Frau Greite lassen dem Albert von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), die Herteshalses Hufe, gelegen mit ihrem Zubehör zu Freiske (Vreysich) im Kirchspiel Rhynerm (Rinher), auf. Sie bitten, den Hinrich Sprenge damit zu belehnen. Siegelankündigung des Johan, Siegelbitte der Greite an Herman Pentlinch, Sohn des Bertold, da sie kein eigenes Siegel besitzt.
Gegeben 1422 Feb. 13 (op sent Valentyns avent) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: Hertzhalses hove ...




1422 Januar 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Berthold de Hase, Richter des Kölner Erzbischofs zu Menden, bekundet, daß vor ihm Griete, die Frau des Wilhelm Fresekens und Tochter des + Herman von Lare, erklärt habe, sie habe keine Leibzucht an dem Hofe zu Lahr (Laer) und sie wolle deswegen dem Gerwin Schuddensche [oder "Schuddevisch"] und Dederick Beckerherman kein Hindernis in den Weg legen. Zeugen: Bertold Laickeman, Evert de Hesse, Bürgermeister, Gerdt Lambertes, Tilman Stelinck, Johannes de Wenner. Siegelankündigung des Richters.
Datum 1422 Jan. 23 (feria sexta proxima post Vincentii martiris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung der Abschrift durch den Notar Everhard Hortuleman.
Beglaubigung der weiteren Abschrift durch den Notar Baltzar Rechelman.
Abschrift des 16. Jh., Papier, deutsch, in Meschede Akten Nr. 984




1422 Juli 03
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Hageman verspricht, den Morgen Landes, der zur Hälfte des Hofes Lederke [Wüstung bei Brilon] (Lederike) gehört und den er an Gobelen Seyteghersten versetzt hat, innerhalb von vier Jahren nach Ausstellung der Urkunde wieder einzulösen. Nach vier Jahren will er dem Albert von Berninchusen, Propst zu Meschede, der Lehnherr des Landes ist, das ein Pachtgut des Stiftes Meschede ist, sein Siegel und die Urkunde überliefern, durch die Herman das Land verpfändet hat. Siegelbitte an Goderd von Meschede, Amtmann zu Brilon (Brylon). Zeugen: Johan Degel, Kanoniker zu Meschede, Hinrick von Berninchusen, Goddert Brullinchus, Hinrick Gunterman, Heineman Hoffnagel.
Datum 1422 Juli 3 (crastino visitationis Marie) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1422 Oktober 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman von Remlinchusen verkauft sein Drittel des Zehnten zu "Snewerdink" bei Rüthen (Ruden), das Drittel der Renten aus der Mühle daselbst - sechs Müdde Roggen, drei Müdde Malz (maltes), 18 Pfennige und zwei Hühner- an Heinrich Yutten, Sohn des + Kremers, zu Meschede (Messchede). Diese Güter hatte Herr Wilhelm von Remlinchusen, der + Bruder des Hermann, von den von der Mühlen (van der Molen) und von den Kargen abgekauft. Der Verkäufer verspricht Währschaft und kündigt sein Siegel an; Siegelbitte an seine Brüder Johan und Hedenrik von Remlinchusen, die ihre Zustimmung geben. Herman setzt den Godert Brullinchusen als Bürgen. Dieser hat bei Beeinträchtigung der gen. Güter acht Tage nach erhaltener Mahnung nach Eversberg (Euersberge) zum Einlager einzureiten. Siegelankündigung des Godert.
Datum 1422 Okt. 16 (ipso die Galli confessoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
alle Siegel ab




1423 März 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrich Aldekerke, weltlicher Richter des Erzbischofs von Köln zu Soest (Sost), bekundet, vor ihm sei Hermann Dulle, Bürger zu Warstein (Warsten), erschienen. Er brachte Johan Muddepennynch, Bürger zu Soest, und Henneken Sculten zu "Enhorst" vor Gericht und forderte sie auf (gaff en schult), zu bekennen, was sie zwischen dem gen. Hermann und Johann von Dorenbecke verhandelt hätten, als Hermann der Tochter des Sohnes des Johann die Ehe versprach. Johan und Henneke erklärten eidlich, Johan von Dorenbecke und seine Frau Aleke nähmen Hermann und seine Frau an Kindesstatt an und übertrügen ihnen all ihr Gut. Dafür hätten diese dem Johan und seiner Frau Aleken eine redliche Leibzucht zu gewähren. Heinrich, der Sohn des Johan von Dorenbecke, sei dabei gewesen, als diese Schenkung und Auflassung geschah, und habe seine Zustimmung gegeben. Der Richter kündigt sein Siegel an, da diese Erklärung vor seinem Gericht erfolgt ist. Standgenossen des Gerichts: Lonzeke Euert, Turmsteiger (tornstyger), und Hermann Vrowyns.
Datum 1423 März 16 (ipso die beati Heriberti episcopi Coloniensis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters anhängend




1423 April 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gert der Vale und seine Frau Aleke bekennen, dem Gerd Schillynge, Bürger zu Soest (Zost), 6 1/2 Mark in Soest gängigen Geldes schuldig zu sein. Dafür hätten sie ihm zwei Morgen Heuland versetzt. Dieses liege auf dem nassen (Naten) Lande an der Möhne (op der Mone) bei der Wiese des Godes Rydders. Die Verpfänder versprechen Währschaft. Sie können die zwei Morgen jährlich 14 Tage vor bzw. 14 Tage nach Michaelis für 6 1/2 Mark wieder einlösen. Als Bürgen setzen sie Nuose Mennen zu Körbecke (Korbike). Siegelankündigung des Gert des Valen auch im Namen seiner Frau und des Bürgen; Siegelbitte an Albert von Brakele, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Bodike Muosschele und Johan Hertege.
Datum 1423 April 12 (post octavam Pasche) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1423 Mai 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Hukelhem bekundet, Godert Brullinchus habe in seinem Namen ein Gut, gelegen an der Henne zu Meschede (Messchede), und er (Hermann) eine Rente von einer Mark aus dem Gut zu Meschede, auf dem Ruotingh sitzt, an Dekan und Kapitel des Stifts Meschede verkauft. Da Johan Degel, Kanoniker zu Meschede, an dem Gut seine Leibzucht hat, so verspricht der Aussteller, das Gut und die Rente auf dem kommenden Feste Petri Stuhlfeier bzw. acht Tage davor oder acht Tage danach wiederzukaufen. Wenn das nicht geschieht, so ist er verpflichtet, acht Tage nach ergangener Mahnung mit zwei Pferden und einem Knechte nach Eversberg (Euesberge) in eine Herberge zum Einlager einzureiten. Siegelankündigung des Ausstellers.
Datum 1423 Mai 7 (feria sexta post dominicam, qua cantatur in ecclesia Dei Cantate.) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Siegel (halb abgebrochen) anhängend




1423 Oktober 05
Permalink der Verzeichnungseinheit

Otberch die Hukelhemessche schenkt mit Zustimmung ihrer Söhne Johan und Herman für ihr Seelenheil ihre fünf Stücke Landes, gelegen bei Eversberg (by deme Euersberge), die Herman der Schreder bebaut, an den Primaltar in der Kirche zu Meschede (Messchede). Wer den Primaltar verwahrt, der soll jeden Montag eine Seelenmesse für die Stifterin, ihre Freunde und alle Christen und jeden Freitag eine Messe vom hl. Kreuze lesen. Wenn auf diese Tage Feste fallen, soll man eine Collecte lesen. Wenn diese Messen versäumt werden, wird auch die Stiftung hinfällig. Siegelankündigung des Johan und Herman auch im Namen ihrer Mutter.
Datum 1423 Okt. 5 (feria tercia post festum Michaelis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Johan ab, das des Herman anhängend




1423 Oktober 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Tylemannus, Rektor des Primaltares zu Meschede (Messchede), bekundet, Odberg, die Witwe des Johan Hukelhem, habe mit Zustimmung ihrer Söhne Johan Hukelhem, Kanoniker zu Soest (Soist), und Herman dem Primaltar und ihm als dem derzeitigen Rektor des Altars ihre fünf Stücke Landes vor Eversberg (Euersberge), die zur Zeit Herman der Schreider unter hat, gegeben. Dafür haben er und seine Nachfolger, solange das Gotteshaus zu Meschede (Messchede) steht, jeden Montag eine Seelenmesse für die Odberg, ihre Freunde und alle Christen und jeden Freitag eine Messe vom hl. Kreuze zu lesen. Wenn auf diese Tage ein Heiligentag fällt, so soll man eine Collecte lesen. Wenn Messen versäumt werden, so ist auch diese Stiftung hinfällig. Bitte des Tyleman an Dekan und Kapitel zu Meschede um Anhängung des Siegels.
Datum 1423 Okt. 14 (feria quinta post Gereonis et Victoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1423 November 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henneke von Mülsborn (Muldensborn), seine Frau Deydyke und ihre Tochter Katherina verkaufen an Hermann Sch[aden], Priesterkanoniker zu Meschede, und Beleken Wesselers den Hof zu Meschede, auf dem zur Zeit Hans dey Wullenweuer sitzt. Henneke verspricht Währschaft auch im Namen seiner Frau und Tochter und der Kinder seines + Bruders Heinrich. Wenn diese Kinder auf das Gut oder einen Teil des Gutes Ansprüche erheben, hat Henneke innerhalb von acht Tagen nach der Aufforderung nach Meschede zum Einlager einzureiten, bis die Sache bereinigt ist. Wenn dies nicht geschieht, so setzt er zum Pfande seinen Anteil an der Leibzucht seiner Stiefmutter Engelen. Siegelankündigung des Henneke, Siegelbitte an die Dedingsleute Wyllem Wesseler den Alten und Wylhem Kreuete.
Datum 1423 Nov. 11 (ipso die beati Martini episcopi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung der Abschrift durch den Notar Johann Rarbeke.
Abschrift des 15. Jahrh., Papier, deutsch




1424 Februar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godeke Hussop, Bürger zu Eversberg (to dem Euersberge), seine Frau Greyte und die Kinder der Greyte Elseke, Tonnynges und Jutteke verkaufen an Heynemann Dynslynge, Rechart Drudevadere und Peter dem Schroder die Wiese in der Gettepe, ein Stück Land an dem Berckeyge, zwei Stücke Land an der Hart an der Sommerseite, ein Stück Land in der Neueldern, das an den Snedesipen stößt, ein Stück Land vor der Mescheder Landwehr, ein Stück Land vor dem Heytbole und ein Stück Land vor der Molenbecke. Der Kaufpreis beträgt 16 Mark Geldes, wie es in der Herrschaft Arnsberg gängig ist. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Wenn einer der drei Käufer ein Stück Land wieder versetzen oder verkaufen will, so hat er dieses Land zuerst seinen Mitkäufern anzubieten. Bitte der Verkäufer an Bürgermeister und Rat zu Eversberg um Anhängung des Stadtsiegels. Zeugen; Tonynges von Remelynchusen, Henneke dey Borger, Tonynges Arndes, Bürger zu Eversberg.
Datum 1424 Feb. 22 (ipso die Cathedra Petri) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1424 März 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hannes Goppe bekundet, von Albert von Berninchusen, Propst zu Meschede, die Hufe, geheißen des "Nuwen Haueses" Hufe, gelegen bei Hinrich von Vyssbecke, empfangen zu haben. Der Aussteller verspricht pünktliche Bezahlung der Pacht. Siegelbite an Hinrich von Vysbecke, seinen Lehnsjunker. Zeugen: Goddert Brullinchus und Dideric de Gruter.
Datum 1424 März 12 (dominica die qua cantatur Invocavit) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel bis auf Wachsrest ab.
Rückverm.: Herman Hoppe




1424 August 09
Permalink der Verzeichnungseinheit

Noldeken von Reden, Bürger zu Soest (Sost), bekundet, von Albert von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede) zu Mannstatt sechs Morgen Landes empfangen zu haben. Das Land liegt bei dem Steingraben (Stengrauen). Vorher hatte es Johan von Gerlynchusen und seine Frau Fyn vom Propst zu Lehen. Der Aussteller verspricht, treu und hold zu sein. Zeugen: Johan Deghel, Kanoniker zu Meschede, und Herman Hukelman. Siegelankündigung des Noldeken. Datum 1424 Aug. 9 (vigilia Laurencii martyris) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Siegel ab




1425 Januar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Nacke, Bürgermeister zu Soest (Zoest), und seine Frau Gertrud gestehen zu, daß sie die drei Morgen Landes, die sie von Albert, Propst zu Meschede, zu Lehen empfangen haben und die am Meiningser (Meyninchuser) Dale liegen und auf den Meiningser Weg gehen, von Wilhelm von Andopen, seiner Frau Mette und ihrem Sohn Wilhelm wieder einlösen lassen wollen. Die Einlösung kann nach sechs Jahren jährlich zu Petri Stuhlfeier bzw. 14 Tage davor oder 14 Tage danach erfolgen, wenn die fällige Pacht bezahlt worden ist, und zwar für 24 Mark in Soest gängiger Währung. Wenn Hermann und seine Frau Gertrud eine Düngung (vettynghe) auf das Land gebracht haben, so dürfen sie diese nach der Einlösung noch abnutzen für eine Pacht, die andere dafür zahlen würden. Siegelankündigung des Herman. Zeugen: Everd Rost, Diderich under Engelland und Diderich de Gruter.
Datum 1425 Jan. 22 (die Vincentii) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1425 April 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Kreuet, seine Frau Stenzeke, und ihre Kinder Hinrich, Elseke und Herman verkaufen dem Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) ihr Gut und Kotten zu Calle, auf dem Abel Kulinck sitzt. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Wilhelm.
Datum 1425 April 15 (octava Pasche) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel (schwer erkennbar) anhängend



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