Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden

1426 Dezember 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Frederich und Heydenrich gen. Dobber bekunden, ihr + Vater Godart Dobber habe dem Wilhelm von Remelinchusen eine Rente von einem Malter Korn aus dem Zehnten zu Warstein (Warsten) und Suttrop (Suttorp) verkauft, wie es der auch von ihnen mit besiegelte Hauptbrief enthält. Die Aussteller versprechen nun, die Rente jährlich zu entrichten, und kündigen ihr Siegel an. Siegelbitte an Bernd von Horde, Amtmann des Erzbischofs von Köln zu Arnsberg, da er mit Hermann Schaden, Kanoniker zu Meschede, bei den Verhandlungen beteiligt war.
Datum 1426 Dez. 13 (die beate Lucie virginis ac martyris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Frederich und Heydenrich (das 2. halb abgebrochen) anhängend das 3. nur als Rest




1427 Februar 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dyderich Smullynck, geschworener Richter des Erzbischofs von Köln zu Warstein (Warsten), bekundet, daß Hannes Papen, Bürger zu Warstein, und dessen Frau Tele eine Rente von einem Malter Hartkorn, halb Roggen, halb Gerste, Warsteiner Maßes an Hynrik Vredeberge, Kanoniker zu Meschede (Messchede), verkauft haben. Die Rente ist zu entrichten aus ihrem Land, nämlich aus einem Morgen vor dem Walle, einem Morgen auf dem Bylstenschen Wege, einem Dreigerde in der Stroet einem Sechsgerde bei der Vureynen Beke und aus einem halben Morgen bei dem Eversberger (Euersbergeschen) Wege, alles in der Warsteiner Feldmark. Die Rente ist fällig jährlich zu Petri Stuhlfeier. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelbitte an den Richter. Zeugen: die Standgenossen des Gerichts Johan Korten, Henneke Lop und Wilken von Heyrdynchusen, alles Bürger zu Warstein.
Datum 1427 Feb. 16 (ipso die Juliane virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: 1. presentem literam legavit dominus Hinricus de Vredeborch decano et capitulo pro sua memoria duobus vicibus peragenda; 2. tenet VI modios dure; 3. Teleke Wessels in Warsten dabit omni anno X solidos ex gratia dominorum ad presenciam; 4. pro XVI florenis potest redimere




1427 November 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Knappe Herman Hukelhem verkauft an Heydenrich von Hoyssele eine Rente von fünf Maltern Hafer Mescheder Maßes aus seinen Gütern zu "Hukelhem" [Hückelheim: auf dem Gut Hückelheim wurde 1483 das Kloster Galiläa errichtet (vergl. Hömberg, Siedlungsgeschichte S. 46)]. Der Verkäufer verspricht Währschaft. Er behält das Recht, die Rente jährlich zu Michaelis bzw. bis 14 Tage danach, wenn die Jahresrente zuvor bezahlt ist, für 26 oberländische rheinische Gulden abzulösen. Siegelankündigung des Ausstellers. Gegeben 1427 Nov. 2 (des nesten dages aller Godes hilgen) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch, mit Transfix von 1436 Feb. 8.
Siegel ab




1428 Oktober 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Deymele Buk und seine Frau Hille verkaufen ihr Land in der Warsteiner (Warster) Feldmark, das an Hille bei der Erbteilung ihres + Mannes Gercken Tecken mit ihren Kindern gefallen ist, an Herman Dullen, seine Frau Katherine und ihre Kinder Cord und Gerdrud. Das Land liegt: ein Morgen bei der Mansenek, ein Morgen hinter dem Hillegenberge, ein Sechsgerde vor dem Brochholte, ein Morgen "uppe gensiit den ryge ecken", ein Dreigerde bei dem Rudegen Sypen, ein Morgen auf dem Haberschede "uitwert", ein Sechsgerde in dem Haswynkele und ein Garten bei dem Erden Pote nächst dem Garten des Gert Tilen. Die Verkäufer versprechen Währschaft und lassen das Land auf. Wenn die Kinder der Hille nach ihrem Tode den Verkauf nicht aufrecht halten wollen, sollen von ihrem Nachlaß an die Kaufer 24 gute schwere rheinische Goldgulden entrichtet werden, die Hille bei dem Verkauf erhalten hat. Siegelbitte an den Richter Diderich (Smullinck), vor dem die Auflassung erfolgte. Standgenossen des Gerichts: Gobele Vden, Gobele Gras. Datum 1428 Okt. 20 (in profesto undecim milium virginum) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters anhängend




1428 November 09
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bürgermeister, Rat und Berechtigte der Druer Mark zu Eversberg schließen mit den mitberechtigten von Schede einen Vertrag über die Nutzung der Mark. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 17. Jh., beglaubigt durch Jodocus Hengsbach, Pastor zu Remblinghausen, Druck: Engel-Bruns, Gesch. der Stadt Eversberg, 1972, S. 274




1429 Mai 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Sivert Coster, Bürger zu Soest (Sost), seine Frau Styne und Gerke Tecken, Bruder der Styne, verkaufen das Land und den Garten, das an Styne und Gerken nach dem Tode ihres Vaters Gerke Tecken gefallen ist, an Hermann Dullen, seine Frau Katherine und ihren Sohn Conrad. Das Land liegt in der Warsteiner Feldmark (Warstener marke): ein Morgen vor dem Borcholte, ein Morgen an dem Lede, ein Dreigerde auf dem Schuren, ein Dreigerde hinter dem Schuren auf dem Olen am Bach (over der Beke), ein Morgen auf dem Lede, ein Sechsgerde bei Trewen Broke, ein Fünfgerde bei Tecken Pote, ein Morgen auf dem Hauerschede, ein Sechsgerde bei der Bredenbeke, ein Morgen bei der Koperkulen, ein Morgen vorn an dem Schoren. Die Verkäufer versprechen Währschaft, besonders betreffs ihres Bruders Hans Tecken, Bürger zu Medebach (Medebeke), dem sie seinen Anteil abgekauft haben. Sie leisten Verzicht. Die Auflassung erfolgt vor Diderich Lurwalt gen. Smullingh, Richter zu Warstein. Außer dem gen. Land werden zwei Gärten aufgelassen, der eine gelegen dort, wo man zur Beke geht unter dem Wege, der andere stößt auf den Suider Weg. Siegelbitte an den Richter. Zeugen: Herman Sander und Gobel Gras.
Datum 1429 Mai 27 feria sexta post octavas Pentecostes (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters (halb abgebrochen) anhängend.
Rückverm.: item en deyls lenden hir eyn bescreven hort en deyl to der vicarien to Warstein, eyn deyl hort...




1429 November 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Syvert Koster, Bürger zu Soest (Soist), und seine Frau Styne verkaufen dem Hermann Dullen, Bürgermeister zu Warstein (Warsten), und seiner Frau Katherine ihr Land und ihre Gärten in der Warsteiner Feldmark, und zwar: ein Morgen bei dem Borcholte, ein Morgen an dem Leyde, ein Dreigerde (dryerde) auf dem Schuren, ein Dreigerde hinter dem Schuren an der Beke, ein Morgen auf dem Anuer (Anner ?), ein Morgen auf dem Leyde, ein Sechsgerde bei Trewen Broke, ein Fünfgerde bei Tecken Pothe, ein Morgen auf dem Hauerschede, ein Morgen bei der Koperculen, ein Dreigerde an dem Schuren bei dem Mülheimer (Molnhemer) Pfade, 1/2 Morgen bei dem Ritheken, ein Garten außerhalb des Tales (buten dale) nach der Becke zu, ein Garten, der an den Rüthener (Ruder) Weg stößt. Die Verkäufer versprechen Währschaft und lassen das Land in die Hand des Johan Vogedes, Bürger zu Soest, auf. Siegelankündigung des Evert Roest, weltlicher Richter zu Soest, vor dem die Auflassung geschehen ist. Zeugen: Tydeman Hunoldes und Johannes Osterwald, Bürger zu Soest.
Datum 1429 Nov. 18 (in profesto Elizabet vidue) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg,, deutsch.
Siegel des Richters anhängend




[um 1430]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert von B(erninghusen), Propst zu Meschede, teilt den [Bürgermeistern und Ratsherren der Stadt Brilon] auf ihren Brief mit, wenn sich einige Bürger beklagt hätten, daß er sie innerhalb von zehn Tagen nach Zustellung des Mandats nach Meschede geladen hätte, damit sie betreffs der von der Propstei abhängigen Pacht- und Lehngüter antworteten, und wenn sie ihn gebeten hätten, diese Ladung zurückzuziehen, da ein solches Ansinnen von den Vorgängern des Propstes nie an sie gestellt worden sei, so müsse er entgegnen, die Kirche zu Meschede besäße Einkünfte aus Pacht- und Lehngütern, die außerhalb der Grenzen von Brilon (Brylen) lägen. Er vermute, daß Bürger, die Pacht- und Lehngüter des Stifts Meschede hätten, von diesen nicht die Abgaben leisteten (nichtmer gevryget en zyn) wie andere Pächter. So habe Henne Henkelyn, ihr Mitbürger, die Mühle von ihm empfangen, die nun der Schemmeren habe. Er, der Propst, müsse sich unterrichten, wer ohne sein Wissen Pacht- und Lehngüter des Stifts besitze. Von ihm empfangen habe Johan Schemmer zwei Hufen, Johan Stenhoff und die Lare eine Hufe, Tyleman Henneke eine Hufe, Heyneman Werneken eine Hufe, Gerlach Kukelbecke eine Hufe, Elsken Kobbenrat eine halbe Hufe, Herman Krusen und Tygges eine Hufe, die Roden Tyle eine Hufe, Hans Werneke und Werneke eine Hufe, Eslyn Burmans eine Hufe, Wedekyn Rockhardes eine halbe Hufe, Heyneman in dem Hole eine halbe Hufe, Gobbel Kalen eine Hufe, Henke Erps eine halbe Hufe, Hanwart eine Hufe, Richelt Heyten Peckels Tochter eine Hufe, Tyleman Buman 1 1/2 Hufen und Johans Lyzeganck eine Hufe.
Da von diesem Gut viel in andere Hand gekommen ist, wodurch für die Kirche in Meschede ein Schaden entstehen könne, so bitte er, es nicht übel zu nehmen, wenn er das Mandat nicht zurückziehe. Geschrieben am Donnerstag nach St. Mathes-Tag. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Konzept, Papier, deutsch




[um 1430]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert (von Berninghusen), Propst von Meschede, beklagt sich vor den Lehnsmannen des Stifts über die Bürger zu Soest. Diese und besonders Herr Walter Peter hätten sich Lehngüter der Propstei unterwunden, ohne sie innerhalb eines Jahres von ihm zu Lehen zu nehmen. Deshalb seien die Lehen nach dem Lehnsrecht an ihn heimgefallen. Er bitte sie, in dieser Hinsicht ihre Entscheidung zu treffen. Außerdem bitte er, die Bürger schuldig zu erkennen, ihm alle Kosten zu ersetzen, die ihm wegen dieser Forderungen entstanden seien. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Konzept, Papier, deutsch.
dabei Konzept über die Ladung der Lehnsmannen




1430 September 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hunolt von Hanxlede verkauft an Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) eine Rente von einem Malter Hafer Mescheder Maßes aus seinem Hofe zu Büenfeld (op dem Bodenuelde), aus dem das Stift bereits eine Haferrente bezieht, für eine Memorie für seine + Frau Beleke und für sich. Die Rente ist jährlich zu Petri Stuhlfeier fällig, und zwar für einen hölzernen Speicher, der dem Stift von dem + Diderich Swarten geschenkt worden war und der auf dem Kirchhofe liegt. Diesen hat das Stift ihm zur Verfügung gestellt. Der Verkäufer verspricht Währschaft und kündigt sein Siegel an. Siegelbitte an seinen Bruder Henneke von Hanxlede. Johan von Hanxlede, Hunolds Sohn bekundet, daß der Verkauf mit seiner Zustimmung erfolgt ist. Wegen Fehlens eines eigenen Siegels gebraucht er das seines Vaters mit. Datum 1430 Sept. 7 (vigilia nativitatis beate Marie virginis) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der beiden Brüder von Hanxleden anhängend.
Rückverm.: Reiste, pensio 1 ... in Bomfelde de curte Pletten
;2. nobilis Ravenus de Hanxlede redemit cum ceteris 4 mold. havern et pensio cedit apud Cuerwalen in Velmede




1431-1447
Permalink der Verzeichnungseinheit

Papst Eugen [IV.] verleiht dem Lambert [...] eine Anwartschaft auf ein Kanonikat in der Kirche St. Walburgis zu Meschede. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Fragment, Perg., lat.




1431 Februar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Noldeke von Bernynchusen schenkt dem Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) sein gesamtes freies Gut zu Grimlinghausen (Grimelinchusen) im Kirchspiel Velmede. Dieses Gut gehörte früher Cort Stremmen. Zur Zeit haben es Boldeke und Reckert zu Grimlinghausen unter. Dafür hat das Stift jährlich vier Memorien mit Vigilien, Messen und Fürbitten zu halten, und zwar 1. auf Unser lieben Frauen Abend mit dem Gedenken für seine + Frau Katherine und ihre Eltern und Kinder; 2. am Tage nach Mariae Empfängnis für Metten Stremmen, der Mutter seiner Frau, und ihre Eltern und Freunde; 3. am Tage nach Anthonius für die + Eltern des Noldeke, deren Nachkommen und Freunde; 4. auf dem Todestag des Noldeke für ihn, seine Kinder und Freunde. Außerdem hat das Stift ihm und seinen Kindern ein ewiges Grab auf auf seinem Kirchhofe zu Meschede zu gewähren ohne Totengabe und "Bede", wenn sie es verlangen. Der Aussteller läßt das Gut auf und verspricht Währschaft. Siegelankündigung des Noldeke, Siegelbitte an Goderd von Messchede, der Kenntnis von der Schenkung hat.
Datum 1431 Feb. 22 (ipso die beati Petri ad Kathedram) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
1. Siegel ab, das 2. mit einem Rest anhängend




1431 Februar 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert Brullinchusen, seine Frau Else und deren Töchter Elseke und Beleke verkaufen ihren Wiesenplatz bei Meschede (Messchede) an Thilmann von der Mühlen (van der Molen), Rektor des Primaltars im Münster zu Meschede, und dem hl. Kreuze daselbst und den Vormündern des hl. Kreuzes. Dieser Wiesenplatz liegt über der Landwehr bei der Gettepe und berührt die Wiese des Godert darunter. Johan Punder, Wollenweber (Wllenweuer), Bürger zu Meschede, hat ihn zur Zeit unter. Die Verkäufer lassen den Wiesenplatz auf und versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Godert auch im Namen seiner Frau, Siegelbitte ihrer Töchter Elseke und Beleke an ihre Ehemänner Hynrik von Visbeke und Henneken Rump. Da der Wiesenplatz ein Lehen des Propstes von Meschede ist, auch Siegelbitte an Albert von Bernynchusen als Zeichen seiner Zustimmung.
Datum 1431 Feb. 23 (crastino beati Petri ad Kathedram) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
von den 4 Siegeln drei anhängend, das 4. nur als Wachsrest




1431 Mai 03
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henne Deppen, Bürgermeister, Johan Hillebrandes, Tyleman Stolleken, Henke Garsmans, Henrek Emundes, Godevert Muddeswyn, Hans Tassche, Hans Erkyns, Brun Wynterberges, Cort Rudemans, Henke Roysen, Hans Scriuer, alles Ratsleute zu Brilon (Brylon), bekunden, daß vor ihnen der Priester Johan Steynhoff an Hans Tasschen und seine Frau Geysen eine halbe Hufe Landes, gelegen in dem "Hoyshuser" Felde, verkauft hat. Die andere Hälfte der Hufe hat der Käufer. Der Verkäufer verspricht Währschaft. Ankündigung des großen Stadtsiegels durch Bürgermeister und Rat.
Datum 1431 Mai 3 (ipso die crucis inventionis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
großes Siegel der Stadt Brilon (beschädigt) anhängend




1431 November 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Ritter Dyderich von der Reke bekundet, von seinem Lehnsherren Albert, Propst zu Meschede (Messchede), ein Gut, geheißen der "Beyr"-Hof und gelegen zu Ergste (Ergiste), empfangen zu haben. Dafür hat er jährlich zu Martini bzw. bis 14 Tage danach vier oberländische rheinische Gulden an Dekan und Kapitel zu Meschede zu entrichten. Die Bezahlung hat in Schwerte (Swerte) in dem dort befindlichen Haus des Stifts zu erfolgen. Nach dem Tode des Ritters sollen seine Erben das Gut in gleicher Weise vom Propst empfangen. Der Ritter verspricht, treu und hold zu sein. Siegelankündigung des Ausstellers.
Datum 1431 Nov. 12 (die beati Cuniberti episcopi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers anhängend




1432 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), belehnt Herman Doneen mit dem halben Hofe zu Bruchhausen (Brockhusen) gen. des "Vogedes"-Gut. Siegelankündigung des Propstes.
Datum 1432 Juni 24 (in die Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: Donhoff zu Brockhausen




1433 Januar 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heydenrich von Remelinchusen verkauft an Dekan und Kapitel des Stifts zu Meschede (Messchede) sein Gut zu Vellinghausen (Velinchusen) im Kirchspiel Remblinghausen (Remelinghusen), das zur Zeit Hannes Kortenacke bebaut. Das Gut ist freies Eigentum. Der Verkäufer läßt das Gut auf und verspricht Währschaft. Siegelankündigung des Heydenrich, Siegelbitte an seine Brüder Johan und Albert von Remelinchusen.
Datum 1433 Jan. 17 (ipso die beati Anthonii) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1433 Februar 03
Permalink der Verzeichnungseinheit

Deymele Teypelen und seine Frau Else verkaufen 5 1/2 Morgen Landes in der Warsteiner (Warsten) Feldmark an Herman Dullen, seine Frau Katherine und ihren Sohn Conrad. Das Land liegt: eine Fünfgerde über dem Rangerbusche, sieben Ruthen (roden) bei den Kirschbäumen (Kersebomen) bei Hussoppes Lande auf dem Müschede, eine Fünfgerde bei dem Broyke hinter dem Lobusche und eine Fünfgerde vor dem Mideige. Die Verkäufer versprechen Währschaft und lassen das Land auf vor dem Gerichte zu Warstein. Für einen eventuellen Schaden bürgt Walter, der Bruder des Deymelen. Siegelbitte an Gobelen Tutelen, Richter zu Warstein. Zeugen: Evert dey Swen, Rotger Klinge und Herman Teipelen.
Datum 1433 Feb. 3 (ipso die Blasii martiris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters anhängend




1433 August 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman von Bynole und seine Frau Lutgert verkaufen an Folpert von Visbek ihr Gut zu Olpe (Olepe) im Kirchspiel Calle, das zur Zeit der alte Copernagel unterhat und an dem der + Johan Degele, Kanoniker zu Meschede (Messchede), seine Leibzucht hatte. Das Gut ist ein freies Eigentum. Die Verkäufer lassen das Gut auf und versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Herman auch im Namen seiner Frau.
Datum 1433 Aug. 26 (feria quarta proxima post festum Bartholomei apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung der Abschrift durch Johannes Sundern, Notar.
gleichzeitige Abschrift als Transfix zur Urkunde von 1445 Mai 17, Perg., deutsch




1433 Oktober 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman von Lare bittet Nolke von Bernynchusen, Propst zu Meschede, den Degenhard Schungel, Sohn des Degenhard, mit dem Hof zu Lahr [bei Menden] (Lare) zu belehnen, da dieser ihm Geld geliehen habe. Dafür wolle Hermann den Dienst leisten. Siegelankündigung des Hermann. Zeugen: Aleff von der Reke, Drost zu Menden, Coird Bodinchus und Gerwin Schuddeinsch, Bürgermeister zu Menden, die ebenfalls siegeln.
Datum 1433 Okt. 12 (feria secunda proxima post Gereonis et Victoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
die 4 aufgedrückten Siegel ab




1434 Januar 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Cord von Bernynchusen und seine Frau Greyte verkaufen eine Rente von zehn Schillingen aus dem Hofe zu Blüggelscheidt (Bluenschede) [Gem. Remblinghausen], auf dem Henneke zu Bluenschede sitzt, an Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) für 18 gute schwere oberländische rheinische Gulden. Die zehn Schillinge Soester Währung sind jährlich zu Martini fällig. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Cort auch im Namen seiner Frau, Siegelbitte an seinen Bruder Noldeke von Bernynchusen.
Datum 1434 Jan. 11 (feria secunda proxima post festum Epiphanie Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
1. Siegel ab, das 2. als Rest anhängend




1434 Februar 03
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes, Zöllner (Tholner) zur Zeit zu Meschede (Messchede), und seine Frau Beleke verkaufen an Dekan und Kapitel zu Meschede eine Rente von fünf Schillingen, wie sie zu Meschede gängig sind, aus ihrem Speicher auf dem Kirchhofe zu Meschede, gelegen neben dem Speicher des Gockelen Durkopes, der einen Steinkeller hat, für sieben Mark Soester Geldes. Die Rente ist fällig jährlich zu Martini. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Johannes auch im Namen der Beleke.
Datum 1434 Feb. (crastina die purificationis beate Marie virginis gloriose) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch mit Transfix von 1605 Nov. 11.
Siegel ab.
Rückverm.: Franciscus Theunen; 2. nunc Antonius Calle in coemiterio mercator habet




1434 Februar 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wybbert vor der Bruggen, Bürger zu Allendorf (Aldendorp), bekundet, von Arnd von Bernynchusen, Propst zu Meschede, mit dem Menken-Gut vor der Bruggen belehnt worden zu sein. Siegelbitte an Gerd den Zeyner, Freigraf zu Arnsberg.
Datum 1434 Feb. 24 (ipso die beati Mathie apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Siegel ab




1434 März 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Bernynchusen, Propst zu Meschede, bekundet, Tilman von Helden, Rektor der Kapelle von hl. Kreuz und St. Michael zu Attendorn (Attendarn), habe den Priestern, Kaplänen bzw. Altaristen zu Attendorn und ihren Nachfolgern ein Stück Land aufgetragen, das er von der Propstei zu Lehen habe. Dieses liege bei dem Lo neben Bremke (Bredenbeke). Dafür solle für Tilman und seine Eltern eine Memorie gehalten werden, wie es die darüber ausgestellte Urkunde enthält. Der Propst gibt zu dieser Schenkung seine Zustimmung unter der Bedingung, daß bei Erledigung des Landes ein Mann benannt wird, der das Lehen von ihm in Empfang nimmt, und zwar mit Entrichtung eines halben Viertel Weines oder eines Soestschen Schillings. Zeugen: Hedenrich von Setbicke und Johan Remelinchusen, beides Kanoniker zu Meschede. Siegelankündigung des Propstes.
Datum 1434 März 12 (ipso die Gregorii pape) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Gleichzeitige Abschrift, Papier, deutsch




1434 Juli 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes Smedes, Bürgermeister zu Eversberg (tom Euersberge), bekundet, als gewählter Vormund und Vorstand der Kirche zu Eversberg zu Lehnsrecht eine halbe Hufe in der Druer (Druueder) Mark, die früher dem + Thilman Buters gehörte, von Arnd von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), empfangen zu haben. Der Aussteller verspricht, wegen der Kirche treu und hold zu sein. Siegelbitte an Corde Konynge, Pastor zu Eversberg.
Datum 1434 Juli 25 (ipso die beati Jacobi apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: 1/2 hove Bueters




1434 August 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), belehnt Everd Refflinchusen, wohnhaft zu Menden, mit einer Rente von einem Malter Hartkorn aus dem Gute zu Lahr (Lar) bei Menden und mit zehn Scheffel Hartkorn aus einem Gut zu Lahr (Lare), auf dem früher der + Abele von Lare wohnte. Der Propst verspricht Währschaft und kündigt sein Siegel an. Zeugen: Herman Schade, Rotger von Melsede, Peter Ard, Kanoniker zu Meschede (Messchede), Gerlach von der Horst zu Meschede.
Datum 1434 Aug. 7 (sabbato die post festum beati Sixti pape) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Vom Siegel nur noch unkenntlicher Wachsrest anhängend




1434 September 09
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henneke von Muldensbern und seine Frau Elseke verkaufen an Folpert von Visbeke ihre Wiese bei Visbeck (Visbeke) unter dem Hasenkroken, ihren Anteil am Zehnten zu Herblinghausen (Herbelynchusen), drei Stücke Landes, die zu seinen Lebzeiten Herman Schreder unterhatte und jetzt Menneken unterhat, und vier Morgen Landes, die Vde von Calle unterhat. Die Verkäufer lassen die Güter auf und versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Henneke auch im Namen seiner Frau.
Datum 1434 Sept. 9 (crastina die nativitatis Marie virginis gloriose) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: 1. litera Folperti de Visbeke, que nobis est dedicata pro memoria peragenda; 2. Hieluelde, Hellefeldt; 3. in Herflinhausen decimae alienantur




1435 März 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert Brullinghausen und seine Frau Elsa verkaufen dem Tilman von Meinghausen, Kanoniker zu Meschede, ein Stück Land, gelegen auf dieser Seite der "Lütteken Gettepe", in der Größe von acht Scheffelsaat. Es stößt auf der einen Seite an die Ruhr, auf der anderen Seite an den Huckelweg, auf den anderen zwei Seiten liegen Herrn Tilmans Wiese und sein Land. Die Aussteller versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Godert auch im Namen seiner Frau Elsa, Siegelbitte an Arnold von Beringhausen, Propst zu Meschede, den Lehnsherrn des Landes, als Zeichen seiner Zustimmung.
Datum 1435 März 27 (dominica Laetare) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 17. Jahrh., Papier, deutsch.
zum Prozeß von 1665.
a) im Text "Herman Tilman", wohl falsch abgeschrieben für "Herrn Tilman"




1435 Dezember 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder Noldeke und Cord von Berninchusen bekunden, ihr Vetter Arnold von Berninchusen, früher Abt zu Grafschaft (Grasscop), sei ihnen 50 Gulden schuldig gewesen nach der Abrechnung, die er dem Rotger Schaden, Abt zu Grafschaft, vor den Räten des Erzbischofs von Köln zu Arnsberg übergeben habe. Die Aussteller quittieren nun dem Abt Rotger Schaden den Empfang der 50 Gulden, die sie nach (hinder) dem Kapitel zu Meschede (Messcheyde) erhalten haben. Siegelankündigung der beiden Brüder.
Datum 1435 Dez. 25 (die nativitatis Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Noldeken (beschädigt) anhängend, das des Cord ab




1436 Februar 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heydenrich von Osel und seine Frau Styne bekunden, sie hätten den Hauptbrief, an dem dieses Transfix hängt, dem Dekan ud Kapitel zu Meschede (Messchede) übergeben. Dafür sollen diese eine Memorie für ihre Eltern und Freunde mit Vigilien, Seelenmesse und Fürbitten in ihrer Kirche halten. Zu Lebzeiten der Aussteller oder noch von einem von ihnen soll das Stift die Hälfte der Haferrente von fünf Maltern erheben und die Aussteller die andere Hälfte. Wenn beide gestorben sind, soll das Stift die Rente ganz einnehmen. Dafür hat das Stift eine zusätzliche Memorie zu halten für die Aussteller und ihre Freunde. Siegelbitte an Goderd von Hanxlede, Goderds Sohn, da sie selbst kein Siegel haben.
Datum 1436 Feb. 8 (feria quarta post festum beate Agathe virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Transfix zur Urkunde von 1427 Nov. 2 (Nr. 207), Perg., deutsch.
Siegel des Goderd von Hanxleden (schwer erkennbar) anhängend




1436 April 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert Brullynchus und seine Frau Elseke verkaufen an Gerlag von der Horst und dessen Frau Jutten zu Meschede (Messchede) ihren Garten. Dieser liegt über den Dornen an Schepers Garten unter dem Hukelpade, so wie er eingezäunt ist. Die Verkäufer lassen den Garten auf und versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Godert auch im Namen seiner Frau. Da der Garten ein Lehen des Propstes zu Meschede ist, geschieht die Auflassung vor Hermann Schade, Kanoniker zu Meschede, als dem Bevollmächtigten des Propstes Arnd von Berninchusen. Der Bevollmächtigte kündigt das Siegel des Propstes an.
Datum 1436 April 15 (dominica die Quasi modo geniti) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
beide Siegel ab




1436 Juli 04
Permalink der Verzeichnungseinheit

Cord der Wrede, wohnhaft zu Reigern (Reyderen), und seine Frau Lyse verkaufen an Folpert von Visbeke ihren Anteil des Zehnten zu Visbeck (Visbeke) im Kirchspiel Hellefeld (Heluenden), der in der Hälfte des Zehnten besteht, und zwar in schmalen Zehnten und Kornzehnten. Außerdem verkaufen sie ihr Gut zu Visbeck, auf dem das "Wlueken" zu wohnen pflegte, und ihren gesamten Anteil an dem Gut zu Altenhellefeld (Aldenheluelden), auf dem Wichart sitzt, wobei der Anteil in der Hälfte besteht, ferner die Hälfte von drei Kotten zu Altenhellefeld. Den einen bewohnt Sop, den zweiten Kort Wittenhusen und den dritten der Schmied (dey smiet). All diese Güter sind freies Eigentum. Die Verkäufer lassen die Güter auf und versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Cord. Zeugen: Folpert Schade und Johan von Snellenberge.
Datum 1436 Juli 4 (ipso die beati Odelrici) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers anhängend.
Rückverm.: haec decimae nunc solvuntur in Rumbeke




1436 Juli 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Der Offizial der Soester Curie teilt dem Pleban in Stockum (Stochem) und den anderen Rektoren von Pfarrkirchen, Kapellen und Altären usw. mit: Zwischen Hermann Schade, Kanoniker der Kirche St. Walburgis in Meschede, zur Zeit Kellner und Verteiler der den Kanonikern dieser Kirche gemeinsam gehörenden Güter, als Kläger namens dieser Verwaltung auf der einen Seite und Hermann, Schultheiß zu Endorf (Endorpp), als Beklagtem auf der anderen Seite sei vor seinem Gericht ein Prozeß anhängig geworden. Der persönlich vor Gericht erschienene Kläger habe erklärt, die Kanoniker zu Meschede seien wie ihre Vorgänger - abgesehen von anderen Rechten und Gefällen aus dem Hof - im ungestörten Besitz eines Erbpachtkanons bzw. Zinses aus dem Haupthof zu Endorf und seinem Zubehör, den der Beklagte von der Kirche zu Meschede in Erbpacht habe, in Höhe von zwölf Malter Hafer größeren und sechs Malter Hafer geringeren dort üblichen Maßes. Der Beklagte wolle aber mehr als nur sechs Malter in dem geringeren Maß entrichten und sei in der Zahlung säumig, obwohl er öfters durch den Kellner gemahnt worden sei. Der Kläger habe gebeten, das für unrecht zu erklären und den Beklagten zur Entrichtung des Zinses in Höhe von 17 1/2 Malter größeren Maßes und zur Tragung der Prozeßkosten zu verurteilen. Da der Beklagte eingestanden habe, daß er zur Entrichtung von 17 1/2 Malter Pacht verpflichtet sei, dies aber zu verschiedenen Maßen, der Kläger hinwiederum seinen Besitzanspruch klären und beweisen wollte, hätten beide Parteien den Calumnieneid abgelegt. Der Kläger habe dem Offizial verschiedene Zeugen vorgeführt, die dieser vernommen und deren Aussagen er bekannt gemacht habe. Aus ihnen habe der Offizial ersehen, daß die Ansprüche des Klägers zum Empfang von zwölf Malter Hafer größeren Maßes und sechs Malter Hafer geringeren Maßes bzw. von 17 1/2 Maltern größeren Maßes berechtigt seien. Der Offizial habe den Beklagten zur Tragung der Prozeßkosten verurteilt, wobei er sich deren Festsetzung noch vorbehalten habe. Da seine Entscheidung durch keine Appellation suspendiert, sondern rechtskräftig geworden sei, trägt der Offizial nun den Adressaten auf, den Beklagten zu veranlassen, innerhalb von fünf Tagen nach ihrer Mahnung der Entscheidung des Offizials zu gehorchen. Andernfalls exkommuniziert ihn der Offizial durch diese Urkunde, was durch die Adressaten dann beachtet und öffentlich verkündet werden soll. Er fordert die Adressaten auf, die Ausführung des Mandats schriftlich zu melden.
Datum 1436 Juli 14 (Sabbati 14. Juli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Kanzleivermerk des Notars Conrad Ruden.
Ausführungsvermerk des Johannes, Pleban in Stockum, unter Ankündigung des Siegels seiner Kirche vom 15. Aug. (ipsa die assumptionis beate Marie virginis).
Ausf., Perg., lat.
Siegel des Offizialats abhängend, das 2. ab




1436 Oktober 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), belehnt die Jungfrauen in dem Alten Hospital mit zwei Höfen. Diese liegen zu "Luttiken" Ampen (Andopen) und gehören in den Hof zu Epsingsen (Ebdischinck). Diese hat als Pachthof Johan der Bücker [Hücker?] im Namen der Jungfrauen empfangen. Ankündigung des Propsteisiegels.
Datum 1436 Okt. 21 (ipso die undecim millium virginum). Zeugen: Bürgermeister und Rat der Stadt Soest (Soist) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1436 Oktober 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), belehnt Johan Berchmann, Bürger zu Soest (Soist), an Mannstatt mit drei Plätzen Landes, gelegen zwischen der Marbeke und dem "nesten Andopen". Ankündigung des Propsteisiegels. Zeugen: Herman Schade, Kanoniker zu Meschede, und Everd Roist als dazu erwählte Lehnsleute.
Datum 1436 Okt. 21 (ipso die undecim millium virginum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1436 Oktober 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), belehnt Johan Berchmann, Bürger zu Soest (Soist), mit einer Hufe zu Großen-Ampen (Andopen). Diese hat Tydeman Gordelmeker, der früher damit belehnt war, aufgelassen. Ankündigung des Propsteisiegels. Zeugen: Herr Cord von Ruden und Everd Roist als an Mannstatt gekorene Leute.
Datum 1436 Okt. 21 (ipso die undecim millium virginum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1437 Februar 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hynrich Kreyenkynt zu Ostwig (Ostwich) und seine Frau Lyse verkaufen an Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) eine Rente von vier Schillingen Soester Währung aus ihrem Haus, Hof und Gut zu Ostwig, das sie zur Zeit bewohnen und besitzen. Die Rente ist fällig zu Martini. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Hynrich auch im Namen seiner Frau. Zeugen: Johannes Tholner zu Meschede und Johannes Sundern daselbst.
Datum 1437 Feb. 1 (in profesto purificacionis Marie virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: litera Kregenkynt in Ostwych in parrochia Velmede, ... validus Hillebrandus de Broichusen




1437 Juli 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrich Kreyenkynt zu Ostwig (Ostwich) und seine Frau Liise verkaufen an Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) eine Rente von acht Schillingen Soester Währung aus ihrem Haus und Gut zu Ostwig, das sie zur Zeit besitzen und bewohnen. Die Rente ist fällig zu Martini. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Hinrich kündigt sein Siegel an auch im Namen seiner Frau. Zeugen: Johannes Sundern, Schulmeister, und Johannes Erenverdes, Küster zu Meschede.
Datum 1437 Juli 22 (ipso die beati Marie Magdalene) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers anhängend




1438 Juli 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Jacobus Clant, Lic. der Dekreten und Kanoniker von St. Severin in Köln, teilt als von der Generalsynode zu Basel bestellter Kommissar und Richter allen Geistlichen der Kölner Diözese mit, die Synode habe ihm eine Bittschrift durch einen Boten übermitteln lassen.
Deren Wortlaut sei folgender:
Anthonius von Enhorst, zu Lebzeiten Kanoniker von St. Kunibert in Köln, habe gegenüber dem Beneficium der Klause in der Pfarrei Meschede eine Schuld von 60 rheinischen Gulden gehabt. Er habe den Vollstreckern seines letzten Willens aufgetragen, daß aus seinem Vermögen zuerst diese Forderung befriedigt werde. Als Testamentsvollstrecker habe der Lic. leg. Johannes Wrede das Haus des Verstorbenen in Besitz genommen, die Schuld aber nicht beglichen und sei darauf gestorben. Danach seien die Güter in die Hände des Johannes Muteken, Student und Kölner Einwohner, gelangt, der sie für sich genutzt habe. Da die geschuldete Summe für den Unterhalt des Rektors des gen. Beneficiums notwendig und von bestimmten Leuten für ihr Seelenheil gestiftet worden sei, so bitte Hermann Helner als jetziger Inhaber des Beneficiums den Papst, einem der Richter des Konzils zu Basel aufzutragen, sich über den Sachverhalt zu informieren und, wenn er ihn so wie geschildert befände, den Muteken unter Androhung von Kirchenstrafen und einer Geldstrafe von 1000 Mark Silber zur Zahlung aufzufordern.
Der Richter habe die von Hermann Helner vorgeführten Zeugen verhört und ihre Aussagen vermerkt. Auf die Bitten des Helner zur Ausstellung eines Briefes zur Zahlungsaufforderung und nach Ablegung des Eides durch Helner fordert der Richter die Adressaten auf, innerhalb von sechs Tagen nach Vorlage und Bekanntwerden dieser Urkunde, wenn sie von Helner dazu gebeten werden, dem Muteken entweder persönlich oder in seiner Wohnung, sonst aber in den Pfarrkirchen bei den Messen und sonstigen Gottesdiensten oder dort, wo sich viele Menschen versammeln, bekanntzugeben, daß er innerhalb von zwölf Tagen die Zahlung zu leisten hat. Die Adressaten haben innerhalb von 15 Tagen, die auf die zwölf Tage folgen, den Richter in Kenntnis zu setzen, daß der Schuldner der Mahnung gehorcht hat. Sonst haben sie ihn oder seinen Prokurator nach Basel zu zitieren, und zwar auf den nach Ablauf der 15 Tage folgenden Gerichtstag. Die Adressaten haben dem Richter den Tag der erfolgten Mahnung bzw. der Zitation durch einen offenen Brief mitzuteilen. Ankündigung der Ausfertigung eines Notariatsinstruments und Ankündigung des Siegels des Richters. Gegeben und geschehen zu Basel in der Wohnung des Richters 1438 Juli 2 (Mercurii). Zeugen: Gerard Ples, Gerichtsnotar der Synode, und Conrad Karenberg, Kleriker der Kölner Diözese. Beglaubigung durch den Notar der Kölner Diözese Jacob Schellenberg. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Notariatsinstrument, Perg., lat.
Siegel des Ausstellers anhängend.
Rückverm.: iura clusorii in monte Cappelsbergh dicto prope Messchede




1438 August 04
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert Brullynchus und seine Frau Elseke verkaufen an Frederik Konynges, Bürger zu Meschede (Messchede), und seine Frau Greite ihr gesamtes "auuer" [Ufer-Anhöhe], geheißen die "Hassel eygge", neben dem Brauke bei Meschede (Messchede) mit dem Acker des "auuers" und allem Zubehör. Da das Gut Lehngut des Propstes zu Meschede ist, geschieht der Verkauf mit Zustimmung des Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede, und die Auflassung erfolgt vor ihm. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Godert, auch im Namen seiner Frau und des Propstes, der den Frederik mit dem Gut wieder belehnt hat. Zeugen: Herman Smet und Diderich Scheper over Rure, beide Bürger zu Meschede.
Datum 1438 Aug. 4 (feria secunda proxima post festum beati Petri ad vincula) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
beide Siegel ab




1438 August 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Frederich Hont, Kellner zu Arnsberg (Arnsberch) des Erzbischofs von Köln, bekundert, Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) seien uneins gewesen mit dem Schulten zu Endorf (Endorpe) über eine Haferrente, eine Kuh und einen Eber. Durch Vermittlung des Kellners wird vereinbart, daß der Schulte dem Stift jährlich 17 1/2 Malter Hafer großen Maßes, wie das Register des Stifts ausweist, jedes zweite Jahr 14 Schillinge Soester Währung für die Kuh und jedes vierte Jahr zehn Schillinge für den Eber zu entrichten hat. Nicht betroffen sind die anderen Gefälle und Renten, die das Stift aus dem Hof zu Endorf bezieht. Die Vereinbarung über die Kuh und den Eber können die Stiftsherren nach Belieben widerrufen. Siegelankündigung des Kellners.
Datum 1438 Aug. 12 (feria tercia proxima post festum beati Laurentii martiris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1438 Oktober 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henneke von Baldeborn und seine Frau Greyte verkaufen dem Drese von Brochusen dem Jungen ihre zwei Güter im Dorfe Bestwig (Bernstwich) mit allem Zubehör. Siegelankündigung des Verkäufers. Bitte an die Lehnsherren der Güter Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede, und Arnd Rump um Zustimmung und Belehnung des Käufers. Zeugen: Everd Schaden und Albert Gogreuen.
Datum 1438 Okt. 1 (ipso die Remigii) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 15. Jh., Papier, deutsch.
Rückverm. (16. Jh.): so itzo Joh. Berninchhusen underhefft




1438 Oktober 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert von Messchede, seine Frau Regele und ihre Söhne Craft, Diderich und Godert verkaufen an Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) eine Rente von vier Malter Korn, und zwar einen Malter Roggen, einen Malter Gerste und zwei Malter Hafer Mescheder Maßes guten marktgängigen Korns aus ihrem Hof zu Berlar (Berler) im Kirchspiel Velmede, das Tilman unterhat. Der Verkäufer verspricht, die Rente jährlich auf Petri Stuhlfeier nach Meschede in den Keller der Stiftsherren im Umgang auf eigene Kosten zu liefern. Der Verkäufer verspricht Währschaft. Regele bekundet, an dem Gut keine Morgengabe, Witwenversorgung (wedeme) oder Leibzucht zu haben. Siegelankündigung des Godert des Alten und seiner Söhne Diderich und Godert auch im Namen der Mutter und des Kraft, der kein eigenes Siegel besitzt, und der noch unmündigen Geschwister. Zeugen: Herman von Ostwich gen. der Stoter und Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede.
Datum 1438 Okt. 20 (feria secunda proxima post festum beati Luce ewangeliste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
die ersten beiden Siegel ab, das des Godert (3.) anhängend
Rückverm.: modo schultetus in Berlahr dat 4 marcas




1438 November 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Dietrich von Köln teilt dem Albert Milinckhusen, Dekan von St. Patrocli in Soest, mit, Rutgher von Melschede, Kanoniker von St. Walburgis in Meschede, und Conrad Dullen, Rektor des Altars vom hl. Kreuz und der Jungfrau Maria in der Pfarrkirche St. Pankratius zu Warstein (Warsten), wollten ihre Benefizien tauschen. Der Erzbischof trägt dem Dekan auf, den Verzicht auf die bisherigen Pfründen entgegenzunehmen. Vor ihm ist der Eid abzulegen, daß beim Tausch Simonie keine Rolle spielt. Im Auftrage des Erzbischofs solle der Dekan den Tausch vornehmen. Da die Einkünfte, mit denen der Altar einst dotiert war, kaum noch 18 rheinische Gulden betragen, da die Häuser in Warstein, us denen die entsprechenden Zinsen gezahlt wurden, weitgehend verfallen seien, wolle Hermann Dullen, Bürger zu Warstein, dem Altar aus seinen Gütern Einkünfte, die dem Wert von 18 Gulden entsprechen, zuweisen, wenn das Patronats- bzw. Präsentationsrecht ihm und seinen Nachkommen zuerkannt werde. Der Pastor der Pfarrkirche in Warstein, in dessen Händen das Kollationsrecht über diesen Altar im Falle einer Vakanz liege, habe dazu seine Zustimmung gegeben. Der Erzbischof trägt dem Dekan auf, die betreffenden Einkünfte durch Zeugenausagen und Vorlage von Urkunden zu überprüfen und sie dann dem Altar zuzuweisen und ihnen die kirchliche Immunität zuzuerkennen. Das Patronatsrecht solle er dem Hermann Dullen und seiner Nachkommenschaft beiderlei Geschlechts zusprechen. Die Anzahl der in jeder Woche an diesem Altar zu feiernden Messen solle er nach seinem Ermessen festsetzen. Diese hat im Einklang mit dem Kirchenrecht zu geschehen. Die Einsetzung des präsentierten Geistlichen solle dem gen. Pastor vorbehalten bleiben. Die Rechte seiner Pfarrkirche sollen nicht beeinträchtigt werden.
Datum Arnsberg 1438 Nov. 15.
Arnsberg (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Insert in der Abschrift (16. Jahrh.) der Urkunde von 1449 Sept. 8 (in Nr. 251)




1439 März 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henne Woet und seine Frau Grete, wohnhaft zu Berge, verkaufen dem Bernhardes, weltlichem Richter zu Hellefeld, und seiner Frau Aleken ihr Gut zu Visbeck (Vysbecke) im Kirchspiel Hellefeld (Heluelde), genannt das Gut auf dem Houe. Siegelbitte an Goderd von Brullinchusen zu Meschede, da die Verkäufer kein eigenes Siegel haben. Die Verkäufer bitten den Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede, den Käufer mit dem Gut zu belehnen. Siegelankündigung des Propstes als Lehnsherr. Zeugen: Rickart der Hercke zu Wallen (Walden) und Welckes, Untervogt des Kölner Erzbischofs.
Datum 1439 März 29 (ipso die dominica Palmarum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift (1. Hälfte des 16. Jh.), Papier, deutsch




1439 Mai 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnt von Berninchusen, Propst zu Meschede, belehnt Connen, die Tochter des + Johan von Soist, zu Leibzuchtsrecht mit dem Hotten-Gute zu Siedlinghausen (Sedelinchusen), das früher den von Remelinchusen gehörte. Außerdem belehnt er damit die Beleken, die Tochter der Connen, an Mannstatt mit dem Rechte der Erbfolge. Dafür hat sie als Mann bestimmt den Hermen den Schryuer, den Mann ihrer Mutter. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Thonies von Berninchusen, Bruder des Propstes, und Cord von Berninchusen, Vetter des Propstes, beides Lehnsmannen des Propstes.
Datum 1439 Mai 17 (dominica proxima ante festum Pentecostes) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 15. Jh., Papier, deutsch




1439 Mai 27
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Pels, Bürger zu Soest (Sost), bekundet, zwei Hufen zu Berlingsen (Bernynchusen), die früher dem Arnd dem Kerl gehörten, von Arnd von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), zu Lehen empfangen zu haben. Siegelankündigung des Ausstellers. Zeugen: Herman Schade, Kanoniker zu Meschede, und Godert Brullinckhus.
Datum 1439 Mai 27 (feria quarta proxima post festum Pentecostes) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel bis auf Rest ab.
Rückverm.: ... über 2 hoven zu Beringhausen ahn der Haer




1439 September 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert Milinchusen, Dekan von St. Patrocli in Soest, bekundet, als Kommissar des Erzbischofs Dietrich von Köln folgende Urkunde erhalten zu haben (folgt Urkunde von 1438 Nov. 18).
Kraft dieser Urkunde habe er den Tausch der Benefizien vollzogen. Auf Bitten des Priesters Rutgher von Melschede, des jetzigen Rektors des Altars, und des Hermann Dullen, des Bürgermeisters in Warstein, habe er die weiteren Aufträge erfüllt und dem Altar folgende in der Feldmark der Stadt Warstein liegende Grundstücke zugewiesen: einen Morgen und zwei Ruthen (virgas) - auf deutsch ein Sechsgerde - auf dem Rangerwege neben den Äckern des gen. Graes, 1/2 Morgen neben den Äckern des Egel, einen Morgen und zwei Ruthen auf dem Graben an demselben Ort, einen Morgen und eine Ruthe - auf deutsch ein Fünfgerde- auf den Wenden jenseits des Holenwege, einen Morgen und eine Ruthe -auf deutsch ein Fünfgerdeunter den Busschen neben Hauenich, sieben Ruthen jenseits des Kesse Brunnen bei dem Acker des Hermann Sander, einen Morgen und eine Ruthe - auf deutsch ein Fünfgerde- einst dem Hermann de uth Vressen gehörend, 1 1/2 Morgen- auf deutsch ein Sechsgerde - in der Nähe von Tecken Pote gelegen, fünf Ruthen - ein Fünfgerde genannt- neben dem Broke gelegen und einst dem gen. Tepele gehörend, einen Morgen über der Kopperkulen gelegen, drei Ruthen ebenda - auf deutsch ein Dreigerde -, 1/2 Morgen angrenzend (finiens) an den Weg, drei Ruthen - auf deutsch ein Dreigerde - gelegen in der Strort (Stroet ?), einen Morgen über der Kopperkulen in den Busschen, einen Morgen, durch den der gemeine Weg auf das Leide geht, einen Morgen, durch den ... [an dieser Stelle offensichtlich in der Abschrift etwas ausgelassen], 1/2 Morgen- auf deutsch ein Sechsgerde - hinter dem Helenberghe neben dem Acker des Gockelen Zander, sieben Ruthen ebenda, die einst der gen. Spancke bebaute, sechs Ruthen- auf deutsch ein Sechsgerde- in der Nähe des Broicke bei Egelen, 1 1/2 Morgen unter Alten-Warstein (Alden Warsten) neben der Slaghe, zwei Gärten, vor denen einer neben dem Rüthener (Ruder) Wege bei der Wyden liegt der andere in dem Eggel Brocke, der einst dem gen. Tecke gehörte, sechs Ruthen- auf deutsch ein Sechsgerde - in der Nähe des Slangen Pote, 1/2 Morgen über Alten-Warstein, der mit seinen Grenzen oben an den Grünen Weg (viam viridem) stößt, drei Ruthen im Maße als lang bezeichnet - auf deutsch eyn lanck Drigerde- an der Hart neben dem Acker des gen. Vressen, 2 1/2 Morgen in dem Wernynchove neben der Wiese "Capelle" in Alten-Warstein, fünf Ruthen - auf deutsch ein Fünfgerde- ebenda oberh alb gelegen neben dem Acker des Gobelen Suden, einen Morgen auf dem Dalnborn, stoßend auf die Drifft, einen Morgen in der Nähe des Schuren, durch den der Mülheimer (Molnem) Weg geht, einen Morgen sich erstreckend auf den Aspeluer Weg neben dem Wagede, sechs Ruthen - auf deutsch ein Sechsgerde- in dem Berckendale "sursum a wel", drei Ruthen - auf deutsch ein Dreigerde - an der Suarrebo, durch die ein Fußweg geht, drei Ruthen ebenso in der Helle, fünf Ruthen ebenda neben dem Gronen Wege, zwei Morgen in dem Musschede, einen Morgen lang im Maße und fünf Ruthen bei dem Lobussche, die an den gemeinen Weg stoßen, drei Ruthen in der Nähe des Schonenbussche, ein kurzen Morgen im Maß hinter dem Hollenweghe angrenzend auf die Busschen, zwei Morgen über der Vureynenbecke, zwei Morgen bei dem Fußweg vor dem Risnee (Risuee?), zwei Morgen über dem Hauerschede bei der Beke, zwei Morgen jenseits jener in der Slade, 2 1/2 Morgen auf dem Haßwynckel in der Nähe von Grase, ein Garten neben der Ouerporten, der einst dem gen. Telmenneken gehörte, fünf Ruthen- auf deutsch ein Fünfgerde - auf dem Musschede, drei Ruthen - auf deutsch ein Dreigerde- ebenda, drei Ruthen auf dem Leide, sechs Ruthen unter dem Dorbussche Wege, drei Ruthen über dem Dorbussche, 1 1/2 Morgen in dem Borman neben Warstein, fünf Ruthen- ein Fünfgerde- in dem Berckendale unter dem Wege, drei Ruthen vor der Stadt ebenda, durch die auch der gemeine Weg geht, drei Ruthen vor dem Burcholte, 1/2 Morgen auf dem Leide bei der Heghe, ein Garten auf dem Egel Brocke, sechs Ruthen- auf deutsch ein Sechsgerde- über dem Hohen Wege zu dem Dorbussche, sechs Ruthen über dem Roden Lande, ein Morgen ebenda, durch den der Weg durch geht, ein Morgen über der Heghe auf dem Roden Lande, sieben Ruthen, die von diesen getrennt sind in dem Berckendale, elf Ruthen vor dem Borcholte, ein Morgen hinter den Schuren bei Kranen, fünf Ruthen- auf deutsch ein Fünfgerde- über der Steyncken, ein Morgen in dem Gronen Ouere, ein Morgen auf den Schuren, ein Morgen vor der Stadt neben dem Soester Wege, zwei Morgen bei dem Wallde, drei Ruthen gen. de Schilt über dem Heren Berge, ein Morgen an dem Helenberghe bei Kettel, ein Morgen und eine Ruthe - auf deutsch ein Fünfgerde - an der Vulffkamern, schließlich Renten von einem Malter üblichen Maßes halb Roggen und halb Gerste aus der Hälfte der Mühle, des Pleteners Mühle einst gen.
Diese Güter läßt der Bürgermeister Hermann Dullen in die Hände des Ausstellers auf. Dieser stellt nach Prüfung fest, daß die Ländereien mit keinen anderen Lasten belegt sind und daß sie ausreichend sind, einen jährlichen Zins von 15 rheinischen Gulden zu erbringen. Er schreibt ihnen die kirchliche Immunität zu und weist sie dem Altar nebst den Renten von drei Gulden, die Hermann Dullen aus seinen übrigen Gütern in der Warsteiner Feldmark überträgt, an. Dullen behält das Recht, seine Güter von den drei Gulden Rente zu befreien, wenn er dafür andere Renten erwirbt. Dullen schenkt dem Altar außerdem neun Morgen fruchtbaren Landes in der Warsteiner Feldmark, die einst dem gen. Darenbecke gehörten und an denen Else, die Witwe des Heinrich Darenbecke, den Nießbrauch hat. Wenn all diese Güter nicht ausreichen, um 18 Gulden Jahresrente zu erbringen, so kann sich der Rektor des Altars an dem Erbe des Hermann Dullen schadlos halten. Der Aussteller verleiht dem Hermann Dullen und seinen Nachkommen in männlicher und weiblicher Linie mit Zustimmung des Conrad Dockel von Rüthen, des Pastors der Pfarrkirche St. Pankratius in Warstein, in der der betreffende Altar liegt, das Patronatsrecht. Der Pastor behält das Recht, den Patron zu benennen, sowie das Recht der Investitur. Wenn der Altar unbesetzt ist, hat der Patron innerhalb eines Monats nach dem Freiwerden eine geeignete erwachsene Person zu benennen, die entweder Priester ist oder innerhalb eines Jahres nach der Besitzergreifung des Altares zu den hl. Weihen gelangen kann. Sie soll charakterfest und gebildet sein. Diesen so Präsentierten hat der Pastor einzusetzen. Wenn er dies aus Schlechtigkeit oder Habsucht nicht will, so ist dies dem zuständigen Archidiacon zu melden, der die Investitur dann sofort vornehmen wird. Der Rektor hat dem Pastor die gebührende Achtung zu erweisen und ihn beim Gottesdienst, wenn es erforderlich ist, an Sonn- und Festtagen zu unterstützen. Bei Abwesenheit des Pastors aus Gründen, die seine Kirche betreffen, hat der Rektor die Kranken mit den hl. Sakramenten der Eucharistie und der Ölung zu besuchen und die Kinder zu taufen. Länger als zwei Tage hintereinander kann er nicht verpflichtet werden, die Stelle des Pastors zu vertreten, es sei denn, es geschähe freiwillig. Zum Ausgleich dafür hat sich der Pastor gegenüber dem Rektor freigebig zu zeigen, indem er ihn an Festtagen an seinen Tisch bittet. Der Rektor hat an vier Tagen in der Woche, nämlich am Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag, sobald es hell geworden ist, zu zelebrieren oder durch einen anderen zelebrieren zu lassen, wenn kein Festtag oder eine Beerdigung auf diesen Tag fällt. In diesen Fällen muß er während des Hochamts zelebrieren. An den genannten Wochentagen darf er nicht für den Pastor zelebrieren, auch wenn er darum gebeten wird, sondern nur an den übrigen Tagen und auch das nur einmal in der Woche. Er darf den Pastor entlasten bei einer Vigil und der Meßfeier am folgenden Tage, wenn der Pastor sich am Ort befindet. Dann soll er einen gebührenden Anteil an den Lebensmitteln erhalten, die in dieser Pfarrkirche für die Abhaltung von Jahresgedächtnissen Verstorbener gestiftet sind. Der Rektor hat am Ort zu residieren und darf sich nicht entfernen, um ein anderes kirchliches Benefizium zu versehen. Wenn er sich 15 Tage hintereinander entfernt und nicht viermal in der Woche zelebriert, - es sei denn, er wäre krank oder es bestünde ein kanonisches Hindernis, - oder durch einen anderen zelebrieren läßt und nicht innerhalb eines Jahres nach seiner Einsetzung in den Priesterstand gelangt, dann verliert er automatisch den Altar ohne Richterspruch, und der Patron hat innerhalb des folgenden Monats einen anderen zu präsentieren. Wenn dies nicht geschieht, geht das Recht dazu an die Bürgermeister und Ratsherren der Stadt über. Wenn diese nachlässig sind, geht das Recht nach einem weiteren Monat an Dekan und Kapitel der Soester Kirche. Der Rektor darf sich aber zwecks Wallfahrten entfernen, wenn die Messen durch einen anderen Priester gehalten werden. Der präsentierte Priester hat all diese Punkte bei seiner Einsetzung zu beschwören.
Der Aussteller trägt seinem Notar und Schreiber Hermann Kranen, Kleriker der Paderborner Diözese, auf, diese Urkunde zu unterschreiben, und kündigt sein Siegel an.
Gegeben und geschehen zu Soest (Susati) in der Wohnung des Ausstellers 1439 Sept. 8. Zeugen: Johan von Saltkotten und Johann Milinchus, Kanoniker von St. Patrocli in Soest.
Soest (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Vermerk über die Anfertigung des Notariatsinstruments durch den Notar Hermann Krane.
Beglaubigung der Abschrift durch die Notare Bichterus Kneuelinchusen und Johannes der Auen von Dorsten (Dursten).
Abschrift des Notariatsinstruments (16. Jahrh.), Papier, 7 Bl., lat.




1439 November 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), belehnt den Albert Rumppe, Bürger zu Soest (Soyst), mit drei Morgen weniger einer Ruthe (roeden) Saatlandes. Davon liegen zwei Morgen bei dem "Oystwiider" Weg und drei Ruthen an einem Rugge, stoßend auf den Marbeker Graben. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Johan Beyger, Kanoniker zu Meschede, und Gerlach von der Borch, Bürger zu Soest.
Datum 1439 Nov. 22 (die beate Cecilie martiris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1440 März 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gerd Herkorn, Bürger zu Soest (Sost), bekundet, von Arnd von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), als Mannlehen den Hof zu Lütgen (Luttiken) Ampen (Andopen) empfangen zu haben, den vormals der + Wilhem von Andopen besaß. Zum Hof gehören 16 Morgen Landes. Außerdem habe er zwei Morgen Landes auf dem Pote zu Lehen empfangen. Siegelbitte an Herman Peltz, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Herman Cobenhus und Heinrich Ruden, beides Bürger zu Soest.
Datum 1440 März 2 (feria quarta post Oculi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel bis auf Rest ab




1440 März 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Folpert von Vysbeke und seine Frau Greyte verkaufen an Theypelen Sprengere, Bürger zu Grevenstein (Greuensteyn), und dessen Frau Katheryne ihren Hof zu Wenholthausen (Wenholthusen) über dem Dorfe, auf dem zur Zeit Deymele gen. unter der Heygge wohnt. Die Verkäufer lassen den Hof auf und versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Folpert auch im Namen seiner Frau, Siegelbitte an Folpert Schaden, seinen Oheim. Zeugen: Volmer Covot, Richter zu Grevenstein, Deymele Snerynk, Bürger daselbst, und Henneke Schade gen. Meynekenbert. Datum 1440 März 19 (vigilia Palmarum) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Folpert Schaden anhängend (2.), das 1. ab




1440 April 09
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nolke Voget und Johan Muddepennynck bekunden als Vormünder des Herman Vogedes, des Sohnes des + Johan Vogedes, von Arnd von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), als Mannlehen den Hof und das Gut zu Großen Ampen (Andoppen), geheißen der Brinckhoff, empfangen zu haben. Wenn Hermann volljährig ist, soll er selbst den Hof in Empfang nehmen. Siegelbitte an Herman Peltz, weltlicher Richter zu Soest (Sost). Zeugen: Albert von Hamme und Henrich Ruden, Bürger zu Soest.
Datum 1440 April 9 (sabbato post dominicam Quasi modo geniti) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel bis auf Wachsrest ab




1440 Juni 03
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert Brullynckhus zu Meschede (Messchede) und seine Frau Elseke verkaufen mit ihren Töchtern Elseke und Beleke an Dekan und Kapitel zu Meschede ihre eingezäunte Wiese, gelegen über ihrem Hofe zu Meschede, den sie an Heidenrich von Ossele verschrieben und verkauft haben. Der Kaufpreis beträgt 80 oberländische rheinische Gulden. Die Verkäufer lassen die Wiese auf vor Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede, der Lehnsherr der Wiese ist. Elseke bekundet, keine Leibzucht oder Morgengabe an der Wiese zu haben. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Godert auch im Namen seiner Frau und seiner Kinder, Siegelbitte an den Propst, an Frederich Hond, Kellner zu Arnsberg, und an Henneke Rumpe, Ehemann seiner Tochter. Zeugen: Folpert Schade und Johannes Tolner zu Meschede.
Datum 1440 Juni 3 (ipso die Herasmi episcopi et martiris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Austellers, des Henneke Rump, des Propstes (zerbrochen) und des Kellners (?) anhängend.
Rückverm.: concernit die grosse Gepke Wiese




1440 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann der Geyle, Bürger zu Soest (Sost), bekundet, drei Morgen Landes Zu Meiningsen (Meyninchusen) auf dem "Lyntlo" von Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), zu Lehen empfangen zu haben. Siegelbitte an Thonies von Geylen zu Meschede. Zeugen: Godert von Berninchusen und Johannes Sundern zu Meschede.
Datum 1440 Juni 24 (ipso die beati Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1440 Oktober 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henneke Rump, wohnhaft zu Ostwig (Oestwich), und seine Frau Beleken verkaufen an Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) folgende Eigenbehörigen: den Groten Gerken von Oedingen (Odyngen), seine Frau Kunnen und ihre Kinder. Die Verkäufer lassen sie auf, verzichten auf das Eigentum an ihnen, den Dienst und Zugehörigkeit und versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Henneke auch im Namen seiner Frau, Siegelbitte an Godert Brullinckhus, den Vater seiner Ehefrau. Zeugen: Meister Hannes Schroder und Johannes Tolner, beide Bürger zu Meschede.
Datum 1440 Okt. 14 (feria sexta proxima post festum Gereonis et Victoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers zerbrochen, das des Brullinckhus anhängend




1441 Januar 06
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes von Schede gen. Teuley (Toley) verkauft an seinen Vetter Cord von Schede seinen von seinem + Vater Henneke von Schede ererbten Anteil an der Hufe zu Mosebolle (to dem Osbolde), die der Vetter zur Zeit unterhat, wobei er den anderen Teil seit langer Zeit zu eigen hat. Der Verkäufer läßt seinen Anteil auf, verzichtet auf einen Wiederkauf und verspricht Währschaft. Siegelbitte an Evert von Lare, Richter des Erzbischofs von Köln. Zeugen: Cort von Heygen der Alte und Henne von Helner.
Datum 1441 Jan. 6 (ipso die Epiphanie Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: 1. Mosebolle in parrochia Remblinghausen; 2. hae duae litterae per recentiorem omnino cessant




1441 Juli 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Ar[nold] von Bernynckhusen, Propst zu Meschede, belehnt Hannes von Holthusen gen. von Torue, Bürger zu Eversberg, mit einer halben Hufe Landes in der Druer (Druueder) Mark, die früher sein + Vater Hannes von Holthusen unterhatte. Ankündigung des Propsteisiegels. Zeugen: Cord Konynk, Rektor des Primaltars zu Meschede, Frederich Koninges, Godert von Bernynckhusen und Thonies Houelman, Richter des Propstes.
Datum 1441 Juli 30 (dominica proxima post festum Panthaleonis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Rest des Siegels anhängend




1442 Januar 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert Brullinckhus und seine Frau Elseke verkaufen an Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) ihr Land an dem "Hynthagen", das sie vormals an den + Herrn Johan von Hellefeld (Heluelden) versetzt hatten. Die Verkäufer lassen das Land auf, verzichten auf einen Wiederkauf und versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Godert auch im Namen seiner Frau. Zeugen: Wilhelm Smytteman und Johannes Sundern zu Meschede.
Datum 1442 Jan. 1 (ipso die circumcisionis Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1442 Mai 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrich von Erwitte (Erwette) bekundet, von Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), eine Salzsode, gehörend in die Huedekes Sode (soit) zu Westernkotten, im Namen der Heyleken Roiders zu Lehen empfangen zu haben. Diese hat die Sode von ihrem + Vater geerbt, dem sie Goswyn von Melderke für 120 Mark verpfändet hatte. Zeugen: die Lehnsmannen des Propstes Herr Hermann Schade und Johannes Toley.
Datum 1442 Mai 24 (quinta feria post Penthecostes). Siegelankündigung des Ausstellers. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers (beschädigt) anhängend.
Rückverm.: Heyle Roders de Lippia (Lippstadt)




1442 Juli 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bernd Smed von Iserlohn (Ysernlon), Bürger zu Soest (Sost), bekundet, von Arnd von Bernynchusen, Propst zu Meschede, als Mannlehen neun Morgen Land empfangen zu haben. Davon liegen sechs Morgen an einem Stück oben an dem Lintlo neben dem Meiningser (Menynchuser) Tal und drei Morgen bei dem Meiningser Wege, wo der Haarweg durchgeht. Siegelankündigung des Ausstellers.
Datum 1442 Juli 20 (feria sexta post divisionis apostolorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1442 Dezember 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Cort Woln, seine Frau Alheyd und ihre Tochter Katheryne verkaufen eine Rente von drei Müdde Hartkorn in Roggen und Gerste Warsteiner Maßes an den Priester Cord Seueryni. Die Rente ist jährlich fällig am Christtag im Winter und zu zahlen aus ihren Äckern: aus zwei Morgen Landes vor dem "Bylstene" zwischen dem Lande des Rekerdynges und des Gockeln Zanders, aus einem Morgen vor dem "Bylstene", auf den das Land des Gockelen Zanders Zanders, aus einem Morgen vor dem "Bylstene", auf den das Land des Gockelen Zanders stößt, aus drei Ruthen (roden) hinter Alten-Warstein (alden Warsten) unter dem Land des Bettekyn Molners, aus drei Ruthen über der "Manßeneneyke" über dem Land des Hans Walen, drei Ruthen in dem Kattenborne zwischen dem Land des Rekart Tyln und Rekert Schenkebers, aus einem Morgen an dem Schoren neben dem Lande des Herrn Cordes Dullen bei dem Aspenloer Wege. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Wenn die Urkunde beschädigt wird, soll sie trotzdem gültig bleiben. Siegelbitte an Herman Sweffer, weltlicher Richter zu Warstein, da die Güter in seinem Gerichte liegen. Zeugen: der Priester Helmich Vreyse, Rekert Rekerdynges, Betteken Molners, Ratsmann zu Warstein.
Datum 1442 Dez. 16 (dominica die post beate Lucie virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: litera domini Conradi... legata pro memoria sua




1443 März 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nolcke von Berninchusen verkauft an Everd Roest und seine Frau Drude eine Rente von einem Malter Hartkorn, halb Roggen und halb Gerste, aus seinen acht Morgen Saatlandes. Diese liegen zwischen Weslarn (Wessellern) und Bettinghausen (Bettinchusen). Deymele zu Bettinghausen hat sie zur Zeit unter. Die Rente ist fällig jährlich zu Michaelis. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Sie können jedes Jahr in den 14 Tagen nach Michaelis die Rente für 22 schwere oberländische rheinische Gulden zurückkaufen, wenn die Jahresrente (pacht) zuvor bezahlt ist. Desgleichen können die Käufer den Rückkauf fordern. Beide Seiten haben dies ein halbes Jahr zuvor anzukündigen. Bei einer Beeinträchtigung der Rente können sich die Käufer an den gesamten Gütern des Verkäufers zu Bettinghausen schadlos halten. Siegelankündigung des Nolcke.
Datum 1443 März 14 (feria quinta post Invocavit) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers (schwer erkennbar) abhängend.
mit Transfix von 1453 März 23




1444 März 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnd von Bernynchusen, Propst zu Meschede, belehnt Johann den Dusteren, Bürger zu Lippstadt (tor Lippe), mit dem Hof zu Aspen, gen. der Erlehof, im Kirchspiel Erwitte und der dazugehörenden Hudicks-Sode, in die fünf Salzsoden einbegriffen sind. Außerdem gehören zu dem Hof andere Soden zu Westernkotten. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: der Knappe Bernd von Hoirde der Junge und Godert Fürstenberg (Vorstenberg), Marschall des Kölner Erzbischofs.
Datum 1444 März 22 (dominica die Letare) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Konzept, Papier, deutsch, (in Nr. 267)




1444 März 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan de Dustere, Bürger zu Lippstadt (tor Lippe), bekundet, von Arnd von Berynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), den Hof zu Aspen [Wüstung bei Westernkotten] gen. Erlehoff, in den die Hudikes Sode (zoidt) gehört, mit fünf Salzsoden und mit anderen Soden und mit allem Zubehör zu Lehen empfangen zu haben. Johann und seine Brüder Hinrich, Bernd und Gherd de Dusteren wollen über die fünf Salzsoden hinaus, die in das gen. Gut und in die Sode des Hudikes gehören, weitere Soden nur mit Zustimmung des Propstes einrichten (loisen). Siegelankündigung des Johan auch im Namen seiner Brüder, Siegelbitte an den Knappen Bernd von Horde den Jüngeren. Datum 1444 März 23 (feria 2. proxima post Letare) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1444 März 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrich von Affrode bekundet, von Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede, mit dem Hofe zu dem "Loe" und mit der Hälfte desselben Hofes, zu Upsprunge (Upsprunghe) [Kirchspiel Salzkotten] genannt, belehnt worden zu sein. Diese Güter hatte vorher Herman Schilder zu Lehen. Siegelankündigung des Ausstellers.
Datum 1444 März 29 (dominica die qua cantatur Iudica) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: Soltkotten




1444 Dezember 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hermann von Henneler, Kanoniker zu Meschede und Priester, und seine Schwester Stentze, Kinder des + Cordes von Henneler, verkaufen an Dekan und Kapitel der Kirche zu Meschede (Messchede) ihren Hof oben im Dorfe zu Meschede bei der Steinpforte (Stenparten). Diesen Hof bebauen Hannes Kopmans und Hannes Hoff, Bürger zu Meschede. Aus dem Hof beziehen die Stiftsherren bereits jährlich 14 Scheffel Hafer, ein Pfund Wachs und vier Schillinge für ein Seelengedächtnis der Eltern der Verkäufer. Außer den gen. Renten erbringt der Hof an Gefällen von den gen. Hovelingen: einen Malter Roggen, einen Malter Korn Mescheder Maßes, acht Schillinge und vier Hühner. Das Korn ist fällig zu Petri Stuhlfeier, das Geld und die Hühner zu Martini. Die Verkäufer lassen den Hof auf vor Arnd von Bernynckhusen, Propst zu Meschede, dem Lehnsherren des Hofes. Siegelankündigung des Hermann, Siegelbitte der Stentze an ihren Oheim Johann Sweffer, Bürgermeister zu Warstein (Warsten), sowie Siegelbitte der Geschwister an den Propst zum Zeichen der Belehnung der Käufer mit dem Hof. Zeugen: Cord Seuerin von Warstein, Rektor des Primaltars zu Meschede, und Johannes Sundern, Schulmeister zu Meschede.
Datum 1444 Dez. 1 (crastina die beati Andree apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
die beiden ersten Siegel ab, das des Propstes (3.) beschäd. anhängend.
Rückverm.: litera super manso Helmes (?)




1445 Mai 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Folpert von Vysbeke und seine Frau Greyte schenken für ihr Seelenheil dem Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede (Messchede) ein Drittel ihres Gutes zu Olpe (Olepe) [laut Memorienbuch: Wulffs Kotten] im Kirchspiel Calle. Dieses Gut pflegte der alte Copernagel unterzuhaben. Der + Johan Degele, Kanoniker zu Meschede, natte an diesem Gut seine Leibzucht. Die Aussteller haben das Gut vormals von Hermann Bynole gekauft. Den betreffenden Kaufbrief übergeben die Aussteller dem Dekan und Kapitel sowie den Templern, Kirchrichtern bzw. Vormündern Unser Lieben Frau und St. Johanns der Kirchspielkirche zu Meschede. Das Stift kann das Gut nach der Übergabe der Urkunde sofort nutzen. Dafür hat das Stift am Todestag des Folpert eine Memorie mit Seelenmesse, Vigil und Fürbitten für die Eltern der Stifter, ihre Kinder und Freunde zu halten. An diesem Tag sollen die Armen Weißbrot im Werte von zwei Schillingen erhalten. Vor dem Tode des Folpert kann die Memorie an einem beliebigen Tag gehalten werden. Die Kirchenrichter der Kirchspielskirche sollen zwei Drittel des gen. Gutes verwalten und den Hauptbrief im Kirchspielskirchenkasten auch für das Stift mit verwahren, da sie den größeren Anteil besitzen. Der Verkaufbrief hängt als Transfix in einer Copie an dieser Urkunde. Außerdem geben die Aussteller dem Stift eine Rente von fünf Müdde Hafer und ein Huhn aus ihrem Anteil des Zehnten zu Herblinghausen (Herbelynckhusen) im Kirchspiel Hellefeld (Heluelden). Dafür hat das Stift noch eine andere Memorie zu halten für die Stifter, deren Eltern, Kinder und Freunde. In der Seelenmesse hat das Stift ebenfalls an die Armen Weißbrot (schonebrot) zu verteilen, und zwar im Werte dessen, was an der Haferrente einen halben Gulden übersteigt. Die Memorie soll am Todestag der Greyte gehalten werden. Beide Memorien sind ins Memorienbuch einzutragen [im Memorienbuch vermerkt am 3. und 10. Juli]. Zu Lebzeiten der Greyte kann die Memorie an einem beliebigen Tag gehalten werden. Siegelankündigung des Folpert auch im Namen seiner Frau. Zeugen: Cord von Heygen, Zimmermann, Henne von Henler, Hannes von Heyen, Sohn des + Cordes, und Johannes Sundern.
Datum 1445 Mai 17 (crastina die Pentecostes) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch, mit Transfix von 1433 Aug. 26 (in Nr. 223).
Siegel ab




1445 Mai 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Menke, Bürger zu Allendorf (Aldendorp), bekundet, das Menken Gut vor der Bruggen mit Ausnahme eines Viertels dieses Gutes, das Gerlach Friiborch hat, und eines halben Viertels, das Hannes Honichman hat, von Arnd von Berninchusen, Probst zu Meschede (Messchede), zu Lehen empfangen zu haben. Siegelbitte an Syverd von Lare, weltlicher Richter zu Meschede, da der Aussteller kein eigenes Siegel hat. Zeugen: Degele Pore, Bürgermeister zu Meschede, und Hinrich Berbom von Allendorf.
Datum 1445 Mai 25 (ipso die beati Urbani pape) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel bis auf Rest ab




1445 September 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hermann von Henlar, Kanoniker zu Meschede (Messchede), bekundet, von Dekan und Kapitel seiner Mitkanoniker zu Meschede zehn gute schwere oberländische rheinische Gulden empfangen zu haben. Diese stammen von einer Memorie für die + Gertrud, Magd des Hermann Schaden. Dafür hat der Aussteller dem Stift jährlich zu Martini vier Schillinge Arnsberger Währung zu entrichten. Als Unterpfand setzt er 40 rheinische Gulden, die er an seinem Kanonikerhaus und Hof mit Zustimmung der Stiftsherren bei der Kirche zu Meschede hat. Ankündigung des Secretsiegels. Datum 1445 Sept. 2 (crastino die beati Egidii abbatis et confessoris) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers anhängend.
Rückverm.: hoc anno aureus pro 7 1/2 s(olidis) et 4 d(enariis) valet




1446 Mai 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Frederich, Bürger zu Paderborn, bekundet, von Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), als Mannlehen den halben Hof zum "Lederlo" vor Salzkotten (vor den Soltkottene) empfangen zu haben. Diesen hatte ihm Henrich von Ense (Enße), gekorener Vormund der Brüder Goschalk, Herman und Cordes der Schilder, Knappen, auf Wiederkauf verkauft und verpfändet. Siegelbitte an Hermanse Lutekerchmise, Gograf des Erzbischofs von Köln und der Stadt Paderborn.
Datum 1446 Mai 20 (in die sancte Saturnine virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Gografen (halb zerbrochen) anhängend.
Rückverm.: 1. hoff zu Lederslhon betreffendt; 2. prenobilis de Schilderen nunc possidet




1446 August 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Thylen, Bürger zu Warstein (Warsten), und seine Frau Elseke verkaufen eine Rente von einem Gulden an Cordes Dullen, Kanoniker zu Meschede (Messchede). Die Rente ist zu zahlen aus folgendem Land: aus drei Morgen über der Range, einem Morgen hinter dem Hillenberge, einen Morgen bei dem Bylstener Wege und aus einem Morgen über dem Slangen Pote sowie aus dem sonstigen Land der Verkäufer in der Warsteiner Feldmark. Das Land ist an Johan Tilen nach dem Tode seiner Eltern gefallen. Die Rente ist fällig zu Martini bzw. bis acht Tage danach. Sie ist frei von Schoß und Stadtdienst. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Reckhardes Tylen, der Bruder des Johan, gibt seine Zustimmung zum Verkauf, da die gen. Länder bei der Teilung des väterlichen Erbes an Johan gefallen sind. Siegelbitte an Hermann Swefer, weltlicher Richter zu Warstein. Zeugen: Johan Koynynck, Kaplan zu Warstein, und Johannes Eygele, Bürger daselbst.
Datum 1446 Aug. 2 (crastina die sancti Petri apostoli ad vincula) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: legatum ad missas venerabilis sacramenti, tenet 1 fl (orenum) aureum




1447 März 06
Permalink der Verzeichnungseinheit

Diderich von Grutbike, Bürger zu Soest (Zost), bekundet, von Arnd von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), als Mannlehen drei Morgen Landes empfangen zu haben. Diese gehörten Johan Geilen. Sie liegen vor Soest in dem Lintloe in der Nähe des Landes des Johan von Lunen und des Albert Betten. Siegelankündigung des Henrich von Steynuorde, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Peter von Menden und Henrich Ruden, Bürger zu Soest.
Datum 1447 März 6 (feria secunda post dominicam Reminiscere) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel zerbrochen anhängend




1447 März 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vor Propst, Dekan und Kapitel der Kirche St. Walburgis in Meschede und dem Notar erscheinen Theodericus Gruter, Rektor der Pfarrkirche in Velmede, Johannes Snyder, Rektor der Pfarrkirche in Calle, und Siffridus Nacke, Rektor der Curatkapelle in Freienohl (Vrienol), als Testamentsvollstrecker des Arnold Weldigen, Altarist in der Pfarrkirche in Calle, und stiften mit Zustimmung von Propst, Dekan und Kapitel eine jede Woche am Samstag zu feiernde Messe. Der Inhaber dieses Offiziums hat nach der Matutin auf dem zur Ehre der Jungfrau Maria in der Mescheder Kirche geweihten Altar, gen. Unser Lieben Frauen-Altar "tor Witten", zur Ehre der Gottesmutter die Messe zu feiern. Der Rektor der Schüler wird ihn mit den Schülern und den zwei Glöcknern beim Singen der Messe unterstützen. Die Glöckner haben vor dem Beginn der Messe mit den größeren im Turm hängenden Glocken zu läuten, damit die Christgläubigen zur Kirche kommen. Der Organ ist der Kirche hat in der üblichen Weise auf der Orgel zu spielen. Die übrigen Inhaber von Benefizien in dieser Kirche sind zur Teilnahme an der Messe nicht verpflichtet. Der Vikar dieses Altars darf von den für dieses Offizium bestimmten Einkünften nichts verkaufen und die Abhaltung dieser Messe nicht behindern. Der Offiziant der Messe darf die Gewänder, Paramente, Altarbücher, Kelche usw. der Kirche benutzen. Für das Geleucht und die Hostien ist aber auf andere Weise zu sorgen. Der Offiziant der Messe darf den Rektor des Primaltars dieser Kirche in keinem Pfarrecht beeinträchtigen. Die Kollekten der Samstagmesse werden gleichmäßig zwischen Offiziant und Rektor des Primaltars geteilt. Der Rektor des Primaltars hat, wenn kein Fest auf den Samstag fällt und er nicht für das Volk zu predigen hat, die gen. Sänger bei der Messe bis zum Offertorium einschließlich zu unterstützen, da der, der die Einkünfte genießt, auch die Last zu tragen hat. Wenn er also nicht teilnimmt, erhält er auch nicht den gen. Anteil an der Kollekte. Ausgenommen ist der Weihetag der Mescheder Kirche. Wenn dieser auf einen Samstag fällt, beziehen Dekan und Kapitel allein alle Kollekten und Spenden. Wenn das Offizium durch Tod, freien Verzicht oder sonstwie unbesetzt ist, hat der Propst innerhalb von 14 Tagen nach dem Freiwerden dieses an eine geeignete Person zu vergeben. Wenn der Propst das versäumt, fällt die Vergabe für eine weitere Frist von 14 Tagen an Dekan und Kapitel. Für das erste Mal wird der Propst den Mittestamentsvollstrecker Siffrid mit diesem Offizium providieren. Diesem ist zugestanden, daß er an seine Stelle einen anderen Priester setzt, der in seinem Namen die Messe liest. Diesem Vertreter hat Siffridus einen angemessenen Anteil von den Einkünften zu zahlen, den Rest kann er aber für sich verwenden. Nach seinem Tode oder Verzicht hat Theodericus Gruter junior, Pastor in Anröchte, für sich oder einen anderen die "ersten Bitten" mit dem gleichen Zugeständnis wie Siffrid. Wenn Johannes Pyper[Name von späterer Hand nachgetragen] erwachsen sein wird, kann ihm dieses Offizium bei einer weiteren Vakanz übertragen werden, wenn er ein ehrenhaftes Leben führt, gebildet ist und innerhalb der festgesetzten Zeit zum Priesterstand gelangen kann. Wenn das anders geschieht, so ist es ungültig. Wenn dem Offizianten das Offizium von Propst oder von Dekan und Kapitel übertragen wurde, darf er nicht zugelassen werden, wenn er nicht den Eid abgelegt hat, den neue Vikare leisten, und wenn er nicht an Sonntagen und an Hochfesten, und zwar an denen der Patrone, der Kirchweihe, den Marienfesten und denen der Apostel, den Chor besucht, um am Singen und Lesen teilzunehmen. An der Verteilung der täglichen Lebensmittel oder, wie man sagt, der Präsenzien, hat er keinen Anteil. Die Testamentsvollstrecker weisen diesem kirchlichen Dienst folgende Einkünfte zu: den Zehnten zu Oberrarbach (Ouerenrarenbecke), der von dem Knappen von Berninchusen für 100 rheinische Gulden gekauft wurde; den halben Zehnten in Enkhausen (Tenchusen), der von Theoderich von Vysbecke gekauft wurde; vier Malter von verschiedenen Renten, die zum Zehnten zu Enkhausen gehören. Sie wurden von den Brüdern und Knappen von Visbeck auf ähnliche Weise erworben. Darüber existieren drei Chirographe, die beim Mescheder Kapitel hinterlegt wurden. Die Rente von einem Gulden, der von Tilman von Menchusen für 17 rheinische Gulden gekauft wurde. Sie gehört zu einem Stück Saatland, das früher im Besitz von Godfrid Brullinchusen war. Es heißt auf deutsch "op dem Ouer". Es wird begrenzt durch die Ruhr (Rure) auf der einen Seite und dem Hukel-Weg auf der anderen Seite. Es ist acht Scheffelsaat groß. Diese Rente kommt den Glöcknern zu. Eine weitere Rente von einem Gulden, gekauft von Johan Tolner, aus seiner Hufe in der Druder Mark [Druer Mark bei Eversberg]. Diese Rente ist an den Organisten und den Rektor der Schüler gleichmäßig zu verteilen. Eine Rente von vier Schillingen aus dem Hessen-Gut in der Pfarrei Elspe (Elsepe). Diese Rente ist von Heinrich Kreuet gekauft und für den Orgel (Blasebalg) treter bestimmt. Um der Mescheder Kirche die gebührende Ehre zu erweisen und da das Offizium ihr nachteilig sein kann, errichten die Stifter in dieser Kirche ein jährliches Fest zur Ehre der Märtyrer Fabian und Sebastian. Dieses ist mit Vesper, Matutin und anderen Stundengebeten und einer Messe zu feiern. Dafür schenken sie zu Eigentumsrecht einen Hof in der Pfarrgemeinde Calle, der von Degelen Poren gekauft wurde und der "Degelen Poren-Gut" heißt. Seine Einkünfte können Dekan und Kapitel an die Anwesenden bei diesem Gottesdienst verteilen, wobei ein Vikar die Hälfte des Anteils eines Kanonikers erhalten soll. Wenn die Einkünfte des Offiziums durch Schenkungen erhöht werden, kann der Gottesdienst nach dem Ermessen von Dekan und Kapitel ebenfalls vermehrt werden. Ankündigung des Siegels des Kapitels. Geschehen und gegeben im Kapitelshause zu Meschede. Zeugen: Rotger Schaden, Abt in Grafschaft (Grasschapp), der Priester Conrad Beueryn und Gerlach von Horst, Laie und Schenkwirt (caupone).
Beglaubigung durch den Notar Dockel von Rüthen. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Notariatsinstrument, Perg., lat.
Siegel ab




1448 Mai 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hunolt von Hanxlede, seine Frau Gerdrud, Johan von Hanxlede, Ritter, sein Sohn, und dessen Frau Margarete verkaufen an Folpert von Visbeke und dessen Frau Greyte ihr gesamtes Dorf, Erbe und Gut zu Hückelheim (Hukelhem) mit Gehölz, Zehnten und Wiesen, so wie sie das Gut vorzeiten von Hermann Hukelhem gekauft hatten. Die Verkäufer lassen das Gut auf im Gerichte zu Meschede (Messchede) vor Syverd von Lare, weltlicher Richter des Erzbischofs von Köln, verzichten auf einen Wiederkauf und versprechen Währschaft. Siegelankündigung der Ritter Hunolt und Johan auch im Namen ihrer Ehefrauen, Siegelankündigung des Richters zu Meschede. Zeugen und Standgenossen des Gerichts: Rotgher Schade, Abt zu Grafschaft (Graschop), Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede Hermann Schade, Kanoniker zu Meschede, die Brüder Folpert und Henneke Schade, die Brüder Diderich und Rotcher Rumpe, Godert Brullinkhus, Gerlach von der Horst, der Grote Peter, Frederich Koninges, Gerke Hedegel und Johannes Sundern, Schulmeister zu Meschede.
Datum 1448 Mai 23 (die corporis Christi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Hunolt und Johan Schade anhängend, das 3. ab.
Rückverm.: Verkauff des Dorffs genandt Huckelhem, nunc Cloister Galilaea ...




1448 Juni 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert Vriidagh und Bertolt Stelinch, Bürger zu Menden, bekunden, von Arnold von Bernynchusen, Propst zu Meschede, einen Hof zu Lahr (Lare), geheißen Dodendykes Hof, zu Lehen empfangen zu haben. Auf dem Hof wohnt zur Zeit Gert Dodendyk. Siegelankündigung des Godert und Bertolt, Siegelbitte an Herman von Schade.
Gegeben 1448 Juni 29 (op dagh Peters und Pauwes der hilligen apostolen) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
die beiden ersten Siegel ab, das 3. als Rest anhängend




1448 November 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert von Sorpe bekundet, ein Gut zu Niedersorpe (Nedern Sorpe), gehörend in den Hof zu Holthausen (Dorrenholthusen), von Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede, gewonnen zu haben. Albert hat das Gut bei einer Strafe von fünf Mark innerhalb von vier Jahren aufzubauen (betymmeren). Siegelbitte an Hinrich von Hanxlede.
Datum 1448 Nov. 13 (ipso die beati Brictii confessoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Siegel ab




1449 April 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Kerstiens, Sohn des + Hinrich Gogreuen, bekundet, von Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), zwei Höfe zu Elleringhausen (Elrinckhusen) zu Lehen empfangen zu haben. Der eine heißt des Miseners Hof, der andere des Honemans Hof. Außerdem hat er einen Hof zu Bruchhausen (Brockhusen) empfangen, den früher Gobele Schroder unterhatte und jetzt Hannes Molners unterhat. Siegelbitte an Noldeke von Berninckhusen.
Datum 1449 April 20 (octava die Pasce) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1449 April 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrich von Bredenschede bekundet, den Hof zu Brenschede (Bredenschede) mit seinem Zubehör zugunsten des Hannes Goppen zu Visbeck (Visbeke), Henneke Wlues zu Altenhellefeld (Aldenheluelde), Gert Kempers zu Endorf (Endorpe) und seiner selbst zu gleichen Teilen von Arnd von Berninckhusen, Propst zu Meschede (Messchede), zu Lehen empfangen zu haben. Siegelbitte an Bernhardes, Richter zu Stockum (Stockhem), da der Aussteller kein eigenes Siegel besitzt. Zeugen: Hinrich to dem Berbome und Johan Seyner.
Datum 1449 April 25 (feria sexta post festum beati Georgii) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1449 April 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Reckhart Seyners zu Allendorf (Aldendorp) bekundet, ein Drittel von zwei Gütern von Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), zu Lehen empfangen zu haben. Das eine heißt das Molengut, das andere Schemels Gut. Beide liegen im Kirchspiel Stockum (Stockhem). Siegelbitte an Bernhard, Richter zu Stockum, da der Aussteller kein eigenes Siegel hat. Zeugen: Thilman von Menckhusen und Cord Dulle, beides Kanoniker zu Meschede.
Datum 1449 April 25 (feria sexta proxima post beati Georgii) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1449 Juli 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hans Schulte tom Loe [Lohof] und seine Frau Aleke bekunden, Hans, Sohn zu Bremke (Bredenbeke), und seine Frau Styne hätten ihnen aus ihrem Hofe eine Wiese, gelegen auf der "Reyspe", auf neun Jahre versetzt. Nach diesen neun Jahren sollen die Aussteller die Wiese dem Hans und der Styne wieder überlassen. Siegelbitte an Euerd, Richter zu Reiste.
Datum 1449 Juli 23 (quarta feria post festum Marie Magdalene) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel anhängend.
Rückverm.: Reiste




1450 Februar 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Diderich von Messchede und seine Frau Johanna verkaufen an Hinrick Torke und seine Frau Stynen eine Jahresrente von acht guten schweren oberländischen rheinischen Gulden aus ihrem Gut und Zehnten zu Westernbödefeld (Westerenbodenuelde) und von ihren eigenbehörigen Leuten, und zwar Godeken Kreygenberge, Hanse Groten, Henneken Kreygenberge, Hanse Schreder, Hanse Stabnbeke (Stalembeke), Reckharde Nolden, Henneken Hanse, Abelen Scheper, Godeken Rotcher und seinem Sohn Henken, alle wohnhaft zu Westernbödefeld, mit all ihren Frauen und Kindern. Der Kaufpreis beträgt 100 Gulden. Die Rente ist fällig jährlich zu Michaelis bzw. bis acht Tage danach. Die Verkäufer und die gen. Eigenleute versprechen die pünktliche Bezahlung der Rente vor dem Richter des Erzbischofs von Köln zu Bödefeld (Bodenvelde) Hermann von der Elpe. Die Verkäufer setzen als Bürgen Goderd von Messchede, ihren Vater, und Gerd von Messchede, ihren Bruder bzw. Schwager, und versprechen Währschaft. Verkäufer und Bürgen geloben, auf schriftliche oder mündliche Aufforderung in die Stadt Brilon (Briilon) innerhalb von acht Tagen in eine Herberge zum Einlager einzureiten, und zwar jeder mit zwei reisigen Pferden und einem Knecht. Siegelankündigung des Diderich, Godert und Gerd von Messchede auch im Namen der Johanna, Siegelbitte der Verkäufer, Bürgen und gen. Eigenleute an den Richter zu Bödefeld. Zeugen: die Brüder Noldeke und Cord von Berninckhusen, Johans Thenleyg zu Meschede, Johan Pilsticker und Hannes Smet, Bürgermeister zu Bödefeld, sowie Hunolt von Hanxlede.
Datum 1450 Feb. 8 (op sundach na sunte Agaten daghe) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
nur das 2. Siegel anhängend, die übrigen drei ab




1450 Februar 22
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Hunolt von Hanxlede und seine Frau Gerdrud versetzen an Heidenrik Glasmann, Bürger zu Meschede (Messchede), und seine Frau Greiten ihr Haus, ihren Hof und Garten zu Meschede bei dem Hause des Mackelen, in dem sie zur Zeit wohnen, mit allen Zinsen und Jahrespächten mit Ausnahme dessen, was die Kirche zu Meschede aus dem Haus bezieht, für 24 gute schwere oberländische rheinische Gulden. Die Pfandinhaber dürfen die gen. Güter nutzen, ohne eine Abgabe dafür zu zahlen, mit Ausnahme der der Kirche zu Meschede zustehenden Leistung. Sie dürfen einen Rahmen in den Hof setzen, an dem man Tuch und Laken zu strecken pflegt. Wenn die Güter wieder eingelöst werden, dürfen sie den Rahmen abbauen (opropen) und mit sich führen, wohin sie wollen. Die Einlösung kann für 24 Gulden erfolgen, wenn sie ein Jahr zuvor angekündigt ist. Wenn die Pfandinhaber an dem Hause für den Hof etwas aufzimmern lassen müssen, dann sollen sie es mit Rat und Willen der Verpfänder tun. Die aufgewandten Kosten können sie dann zu der Pfandsumme hinzurechnen. Die Verpfänder versprechen Währschaft. Die Versetzung geschieht mit Zustimmung des Arnd von Bernynckhusen, des Lehnsherrn des Hauses, Hofes und seines Zubehörs. Siegelankündigung des Hunolt auch im Namen seiner Frau und des Propstes. Zeugen: Peter Ard und Hermann Henlar, beide Kanoniker zu Meschede.
Datum 1450 Feb. 22 (dominica die Invocavit) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers (1.) und des Propstes (3.) anhängend, an 2. Stelle Pergamentstreifen für ein nicht anhängendes Siegel.
Rückverm.: Die Scheuer betr. in Mackeln hoff, davon er die halbscheidt verkaufft hatt, nunc Quackermester (?) possidet




1450 Dezember 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Andreas von Broeckhusen schenkt an Dekan und Kapitel der St. Walburgiskirche zu Meschede (Messchede) für eine Memorie für seine + Frau Lyse eine Rente von vier Schillingen Geldes, wie es in der Herrschaft Arnsberg gängig ist, aus seinem Gute zu Ostwig (Ostwich) im Kirchspiel Velmede, geheißen Diderich Berthen-Gut. Die Rente ist jährlich fällig zu Martini. Dafür haben die Stiftsherren für die Lyse und die Freunde der Eheleute jährlich eine Memorie zu halten mit Vigil, Seelenmesse, Fürbitte und anderen guten Werken. Diese ist in das Memorienbuch einzutragen und zu halten am Tage nach Katherina oder an einem anderen beliebigen Tage. Siegelankündigung des Andreas für sich und seine Kinder. Zeugen: Rorich, Prior zu Grafschaft (Graschop), die Brüder Diderich, Rotger und Crafft Rump, die Schwäger des Stifters, und Henneke von Berninchusen.
Datum 1450 Dez. 16 (feria quarta proxima post beate Lucie virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers anhängend



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