Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden

1451 August 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Bernynckhussen, Propst zu Meschede (Messchede), bekundet: Da Hermann von Endorf (Endorpe) und seine Erben Lehnsherren der Güter zu Endorf, nämlich Gesstenbrock-Gut, Kottmans-Gut und ein Gut geheißen der Gote, sind da der Propst betreffs dieser Güter der Überlehnsherr ist, so belehnt er den Hermann mit diesen Gütern. Siegelankündigung des Propstes.
Datum 1451 Aug. 23 (in vigilia Bartolmei apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: ... mit Gerstenbrochs, Kottmanns undt Gotte Guetern ...




1451 Oktober 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gockell de Grote zu Altenhellefeld (Aldenheluelde) bekundet, zu Lehnsrecht seinen Kotten zu Altenhellefeld von Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), empfangen zu haben. Der Kotten liegt vor seinem Haus und Hof, in dem er zur Zeit wohnt. Er hat ihn als Brautschatz seiner Ehefrau von Wilken Renschaken von Altenhellefeld empfangen. Das Stift behält sich die übliche Pacht vor. Bitte an die Kirchmeister zu Hellefeld um Anhängung des Kirchensiegels.
Datum 1451 Okt. 11 (feria secunda post Gereonis et Victoris martirum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch
Siegel der Kirche zu Hellefeld (im Bild der hl. Martin) abhängend




1452 Mai 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrick von Houele, Bürger zu Soest (Soist), bekundet, von Arnd von Bernynchusen, Propst zu Meschede, als Mannlehen sechs Morgen Land empfangen zu haben. Dieses liegt in dem Meiningser (Meynynchuser) Tale. Siegelbitte an Hinrich von Steynvorde, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Arnd mit der Garden und Hinrick Koep, beides Bürger zu Soest.
Datum 1452 Mai 2 (crastino sanctorum Philippi et Jacobi apostolorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg,, deutsch.
Siegel ab




1452 Mai 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Bernynckhusen, Propst der Kirche zu Meschede (Messchede), belehnt Henrik von Thoenen, Bürger zu Soest, mit neun Morgen Landes. Diese liegen in dem Meiningser Tale (Meynynckhuser dale), und zwar 4 1/2 Morgen bei dem Lande des Hinrik von Houele und bei dem eigenen Lande des Belehnten, das er von Gesen Vlemynges und ihrem erkorenen Vormund Johan Mase gekauft hat. Die anderen 4 1/2 Morgen liegen bei dem Lande des Hinrik von Houele, das Evert Schoeff ihm verkauft hat. Ankündigung des Propsteisiegels. Zeugen: Johannes von Schede gen. Thoyleyg und Syvert von Lare, beides Bürgermeister zu Meschede.
Datum 1452 Mai 10 (feria quarta post dominicam Cantate) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Propstes (stark beschädigt) anhängend




1452 Mai 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrick von Thoenen, Bürger zu Soest, bekundet, von Arnd von Bernynchusen, Propst der Kirche zu Meschede, als Mannlehen 4 1/2 Morgen Landes in dem Meiningser Tale (Meynynchuser dale) empfangen zu haben. Das Land liegt neben dem des Hinrich von Houele. Evert Schoeff hat es dem Aussteller verkauft. Siegelbitte an Bernt Smullynck, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Johan Maes und Johan Stube, beides Bürger zu Soest..
Datum 1452 Mai 10 (feria quarta post dominicam Cantate) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel nur als Rest anhängend




1452 Mai 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrick von Thoenen, Bürger zu Soest (Soist), bekundet, von Arnd von Bernynchusen, Propst der Kirche zu Meschede, als Mannlehen 4 1/2 Morgen Landes empfangen zu haben. Es liegt im Meiningser Tale (Meynynchuser dale) neben dem Lande des Hinrick von Houele und neben dem eigenen Lande des Ausstellers. Geske Vlemynges hat es ihm durch ihren Vormund Johan Maes verkauft. Siegelbitte an Bernd Smullinck, weltlichen Richter zu Soest. Zeugen: Johan Stube und Hilliger von Werle, beides Bürger zu Soest.
Datum 1452 Mai 10 (feria quarta post dominicam Cantate) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters als Rest anhängend




1453 März 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Everd Rost verkauft dem Kanoniker Johann Milinchus, Pastor zu St. Thomas in Soest (Sost) und Altarist der St. Walburgis-Kirche zu Meschede, für den St. Stephansaltar unter dem Chore eine Rente von einem Malter Hartkorn. Diese bzieht er aus acht Morgen Saatlandes, gelegen zwischen Weslarn (Wesselern) und Bettinghausen (Bettinchusen). Fällig ist die Rente jährlich zu Michaelis. Sie wurde dem Aussteller von Nolke von Bernychusen laut anliegendem Hauptbrief verkauft. Der Verkäufer verspricht Währschaft und kündigt sein Siegel an.
Datum 1453 März 23 (feria sexta proxima post dominicam Iudica) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Transfix an der Urkunde von 1443 März 14 (in Nr. 265), Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers abhängend




1453 Juli 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Seyner, Richter des Erzbischofs von Köln zu Stockum (Stockhem), bekundet, daß vor seinem Gerichte zu Endorf (Endorpe) erschienen sind Hencke Schulte, Herman Schulteke, Hannes der Kemper und Herman Gerstenbroick, alle wohnhaftig zu Endorf. Sie bekennen, von Hermann von Endorf folgende Güter zu Lehen empfangen zu haben: das Gestenbroyck und Kotemans Gut und ein Gut geheißen die Gote. Da Hermann und seine Brüder Lehnsherren der gen. Güter wären, seien sie deren Mann geworden. Siegelbitte der Belehnten an den Richter. Standgenossen des Gerichts: Gerard Greuensteyn, Hannes Zander und Evert Kroiss.
Datum 1453 Juli 24 (des dynstages neest volgende na sent Marien Magdalenen) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters (zerbrochen) anhängend




1453 September 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Bernynckhusen, Propst zu Meschede (Messchede), belehnt Thylmann von Velmede, Bürger zu Soest (Soyst), mit drei Morgen weniger einer Ruthe (royden) Saatlandes. Davon liegen zwei Morgen bei dem Oestwyder Wege und drei Ruthen an einem "rugge", stoßend auf den Marbeker Graben. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Gerlach von der Horst und Herman Smet, beide Bürger zu Meschede.
Datum 1453 Sept. 25 (feria tercia post Mauricii martiris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1453 Oktober 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Thilman von Velmede, Bürgerr zu Soest, bekundet, von Arnd von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), drei Morgen weniger einer Ruthe Saatland zu Lehen empfangen zu haben. Davon liegen zwei Morgen bei dem Ostwyder Wege und drei Ruthen an einem "rugge", stoßend auf den Markbeker Graben. Siegelbitte an Everd Rost. Zeugen: der Priester Diderich von Paderborn und Heinrich von Ruden, Bürger zu Soest.
Datum 1453 Okt. 10 (ipso die Gereonis et Victoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1454 Januar 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Molner, Richter des Erzbischofs von Köln zu Hachen (Hachene), bekundet, von Arnd von Bernynckhusen, Propst zu Meschede, mit dem Viertel des Gutes vor der Bruggen zu Allendorf (Aldendorp) belehnt worden zu sein. Siegelankündigung des Richters. Zeugen: Cord der Wrede und Bernhard, Kellner zu Arnsberg.
Datum 1454 Jan. 24 (in profesto sancti Pauli conversionis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Siegel ab




1455
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heydenrich, Heydenreichs Beckers Sohn, gen. Wulf (dey Wlff) und seine Frau Styne verkaufen mit Zustimmung ihres Lehnsherrn Arnd von Berninckhusen, Propst zu Meschede, und ihres Bruders bzw. Schwagers Degelen Heydenrichs ihr Haus, Hof und Garten unter dem Langenole zu Meschede, auf dem zur Zeit Cord Mackelen sitzt, an Steffen Hundes, Bürger zu Meschede, und seine Frau Elseken. Der Kaufpreis beträgt 44 oberländische rheinische Gulden. Dafür haben die Verkäufer ihr Gut zu Kallenhardt (Kalnhart) gekauft. Die Verkäufer lassen das Haus auf und versprechen Währschaft. Auf ihre Bitte belehnt der Propst die Käufer mit dem Haus. Siegelankündigung des Propstes, Siegelbitte an Gobelen Kortenacken, Gorichter des Kölner Erzbischofs zu Meschede. Zeugen: Everd Hunt, Cantor zu Meschede, Cockele Pore, [...], Peter Slechter und Heyneman [...] (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Gleichzeitige Abschrift, Papier, deutsch.
Am Anfang und Ende der Urk. Teile abgerissen




1455 Januar 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henneke Voit und seine Frau Katherine, wohnhaft zu Sassendorf (Sassendorpe), verkaufen an Johann Kraenken, Bürger zu Soest (Sost), ihren Hof zu Sassendorf (Sassendorpe) mit dem Haus und seinem Zubehör, insbesondere den dazu führenden Wegen. Der Hof liegt an der Holtstrate nebem dem Paradieser Hofe. Er ist unbelastet bis auf eine Rente von einer Mark Geldes und zwei Hühnern. Die Verkäufer lassen den Hof auf vor dem Gericht zu Soest vor den vier Bänken und versprechen Währschaft. Siegelbitte an Bernd Smullinck, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Diderich Vastwinder, Standgenosse, und Heinrich Ruden, Bürger zu Soest. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch, mit Transfix von 1455 Jan. 21
Siegel des Richters abhängend




1455 Januar 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Kraenk, Bürger zu Soest (Sost), bekundet, den Hof, das Haus und den Zubehör, wie es der Hauptbrief enthält, an dem dieses Transfix angeheftet ist, von Henneke Voit und seiner Frau Katherina zugunsten und mit dem Gelde von Dekan und Kapitel der Kirche zu Meschede (Messchede) gekauft zu haben. Er läßt diesen den Hof auf. Siegelankündigung des Johan.
Datum 1455 Jan. 21 (in die beate Agnetis virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Transfix an der Urkunde von 1455 Jan. 18 (in Nr. 299), Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers abhängend




1455 Februar 05
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Dorsteman, Henrich Goschalkes Sohn, bekundet, von Dekan und Kapitel zu Meschede (Messchede) ihren Hof zu Sassendorf (Sassendorpe), den vorher Johan Kranke in Gewinn hatte, und dazu ihre Hovesaat in Sassendorf, auf der Alvart Sprengers und danach Henneke Vot wohnten, auf zwölf Jahre abgewonnen zu haben. Dieser Gewinn darf von keiner Seite aufgesagt werden, es sei denn, daß der Erzbischof von Köln mit der Stadt Soest (Sost) in Fehde gerät. Johan hat auf dem nächsten Feste Michaelis dem Stift drei Malter Roggen, drei Malter Gerste und einen Malter Hafer als Pacht zu geben, im zweiten Jahr aber jährlich 3 1/2 Malter Roggen, 3 1/2 Malter Gerste und einen Malter Hafer; im 3., 4. und 5. Jahr hat er vier Malter Roggen, vier Malter Gerste und einen Malter Hafer zu entrichten, im 6. Jahr vier Malter und sechs Mudde Roggen, vier Malter und sechs Mudde Gerste und einen Malter Hafer, im 7., 8. und 9., 10. und 11. Jahr fünf Malter Roggen, fünf Malter Gerste und einen Malter Hafer und im 12. Jahr schließlich fünf Malter und sechs Mudde Roggen, fünf Malter und sechs Mudde Gerste. Außerdem hat der Aussteller jährlich als Pacht dem Johann Klusener und seinen Erben eine Mark von der Hovesaat in Sassendorf geben. Auf der Hovesaat hat er innerhalb von drei Jahren ein Haus von vier Balken auf beiden Seiten ohne Unterstützung zu errichten. Im Jahr der Erbauung erhält er aber einen Pachtnachlaß von zwei Maltern und sechs Mudden Roggen, zwei Maltern und sechs Mudde Gerste und von einem Malter Hafer. Wenn er Holz für den Bau beschafft hat und stirbt, bevor dieser fertig wird, so hat das Stift ihm und seinen Erben den Wert des Zimmerholzes zu ersetzen. Siegelbitte an Cord Aldeman, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Johan Kranke und Heinrich Ruden, beides Bürger zu Soest.
Datum 1455 Feb. 5 (die Aghate virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters (im Bild ein Widder) abhängend.
Rückverm.: conductio curtis in Sassendorp




1455 Februar 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Thomas, Sohn des + Godert Botten, bekundet, von Arnd von Bernynckhusen, Propst zu Meschede (Messchede), einen Hof zu Kückelheim (Kukelhem), gen. der Vosse Gut, zu Lehen empfangen zu haben. Siegelbitte an Gerd Rupen, Richter zu Eslohe (Esleue). Zeugen: Evert Hunt, Kanoniker zu Meschede, und Tilman Hedegel, Schreiber zu Eversberg (tom Euersberge).
Datum 1455 Feb. 23 (dominica post Petri ad Cathedram) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
vom Siegel nur noch Wachsrest anhängend.
Rückverm.: in parrochia Esleuen ...




1455 Juni 03
Permalink der Verzeichnungseinheit

Folpert Sprenger, Sohn des Theypelen von Grevenstein (van dem Greuenstene), Bürger zu Soest (Sost), bekundet, von Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede, neun Morgen Landes zu Lehen empfangen zu haben. Diese liegen bei Soest in dem Meiningser Tale (Meyninchuser dale), und zwar 4 1/2 Morgen bei dem Lande des Hinrich von Houele. Dieses Land hatte der + Hinrich von Thonnen von Gesen Vlemynges und ihrem Vormund Johan Mase gekauft. Die anderen 4 1/2 Morgen liegen bei dem Lande des Hinrich von Houele. Diese hatte Evert Schoff dem gen. + Hinrich (Thonnen) verkauft. Siegelbitte des Ausstellers an Evert Rost, Alt-Richter zu Soest. Zeugen: Johan von Lunen gen. von dem Broike und Hinrich von Houele, beides Bürger zu Soest.
Datum 1455 Juni 3 (feria tertia proxima post sancte trinitatis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
vom Siegel nur Rest anhängend




1455 Juni 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnd Bruwerdynck, Bürgermeister zu Rüthen (Ruden), sein Bruder Volmer Bruwerdynck, Bürger daselbst, und ihre Ehefrauen Illyana und Alheyd verkaufen an Heydenrik Becker gen. der Wulf (Wlff), früher wohnhaft zu Meschede (Messchede), jetzt Bürger zu Kallenhardt (Kalnhart), und dessen Frau Stynen insgesamt 41 Morgen Landes in und um die Kallenhardter Feldmark. Es ist unbelastetes freies Eigentum und zehntfrei. Davon liegen: 2 Morgen unter dem Kollerbussche, 1 Dreigarde an dem Biilsberge, 1 Sechsgarde an dem Duuels Siipen, 1 Sechsgarde in den Schorden, 1 langer Morgen bei dem Morkenbussche, 1 Sechsgarde unter dem Hagen hinter Holtmans Wiese, 1 Dreigarde über dem Rüthener (Ruder) Wege, 1 Morgen über Swefekes Pote, 1 Dreigarde bei der Walkmühle, 3 1/2 Morgen über Osterwelde, 1 Fünfgarde bei Osterwelde, 1 Sechsgarde bei der Diderich Ecken nächst der Stadt, 2 1/2 Morgen auf dem Schilde, 1 Sechsgarde an der Henschede, 1 Sechsgarde bei dem Erliberbussche, 1 Sechsgarde in dem Vade (Bade ?) zu Eelinckhusen, zwei Morgen auf der Soest Bredde, ein Morgen zwischen dem Wege thor Gerlinckhusen, ein Morgen über dem Broicke zu Gerlinckhusen, 3 1/2 Morgen an dem Henschede über dem Kumpe, ein Morgen unter dem Cleue, ein Morgen gen. in dem Horpote bei dem Lande des Gert Tiiten, ein Sechsgerde im Water Bade, ein Siebengarde an dem Bylsberge über dem Land des Hans Tiiten, ein halber Fünfgarde unter dem Kleue bei dem Waterwege, 2 1/2 Morgen auf dem Bigenberge und zwei Morgen vor dem Kleue. Außerdem folgende 20 Stücke, die zehntpflichtig sind: ein Neungarde unter dem Kleue bei dem Waterwege, 2 1/2 Morgen auf dem - Bygberge, zwei Morgen hinten auf dem Bygenberge, eine Sechsgarde bei dem Hundes Morgen, zwei Morgen auf dem Bygenberge auf der Höhe (op dem hogesten), 1/2 Morgen dabei, eine Sechsgarde auf dem Biggenberge bei dem Wege, bei dem der gen. halbe Morgen liegt, eine Sechsgarde "gegent Eckn", eine Dreigarde auf dem alten Eekholte, eine Sechgarde an dem Byenkenbroke, ein Morgen hinter dem Bosen Vogele, ein Morgen auf dem Bosen Vogele, Gosschalks Garten unter dem Hagen und das Kämpchen bei dem Drees Pote. Die Verkäufer lassen die Äcker, Ländereien, Wiesen und Kämpe vor Cord Visscher, Richter zu Kallenhardt, auf und versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Arnd und Volmer auch im Namen ihrer Ehefrauen, Bitte an Bürgermeister und Rat sowie den Richter zu Kallenhardt um Anhängung des Stadt- bzw. Gerichtssiegels. Zeugen: der Ritter Johan von Hanxlede und Gobele Boydenveldes, Bürger zu Kallenhardt.
Datum 1455 Juni 25 (crastina die nativitatis sancti Johannis Babtiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Volmer (2.) und des Richters (4.) (?) anhängend, das 1. und 3. Siegel ab




1455 August 04
Permalink der Verzeichnungseinheit

Conrad Deckel von Rüthen (Ruden), Scholaster von St. Walburgis in Meschede, bekundet als vom Kölner Erzbischof bestellter Kommissar, von diesem folgende Urkunde erhalten zu haben:
Erzbischof Dietrich von Köln usw. erklärt, ihm sei von den Gläubigen der Stadt Meschede die Bitte vorgetragen worden, zur Ehre Gottes und des Leidens des Herrn eine Bruderschaft unter dem Namen des hl. Kreuzes einrichten und zweimal in der Woche, nämlich am Montag und Freitag, eine Messe mit Gebeten für das Heil der + Brüder und Schwestern der Bruderschaft halten zu dürfen. Der Erzbischof trägt dem Scholaster auf, den Dechant und das Kapitel, den Pastor der Stadt und alle Angehörigen der Bruderschaft zusammenzurufen und sich über die Angelegenheit zu informieren. Er erteilt ihm die Vollmacht, die entsprechenden Verfügungen zu treffen.
Datum in der Stadt Köln 1454 April 9 (feria tercia post dominicam Iudica).
Der Scholaster untersucht nun zur Förderung des Gedächtnisses des hl. Sakraments auf Bitten der Angehörigen der Bruderschaft die Statuten und findet nichts Unehrenhaftes und der kirchlichen Freiheit Widersprechendes darin. Er bestätigt die Bruderschaft und ihre Statuten und Gewohnheiten mit dem Vorbehalt, daß sich die Bruderschaft nicht in die an das hl. Kreuz getanen Vermächtnisse einmischt, sondern diese der Baukasse der Mescheder Kirche zukommen läßt, wie es bisher üblich war. Für die zwei Messen haben die Brüder und Schwestern der Bruderschaft folgende Einkünfte und Renten gestiftet: zwei Malter Roggen, zwei Malter Gerste und zwei Malter Hafer aus dem Zehnten zu Schederberge (Schede), den sie laut eines Chirographs gekauft haben. Der Wert beträgt fünf Gulden; eine Rente von fünf Schillingen Mescheder Währung aus den Gütern des Knappen Anton von Berninchusen, die mit fünf Mark ablösbar sind; eine Rente von vier Schillingen aus dem Häuschen des Heinrich Sartoris auf dem Friedhof der Mescheder Kirche, die mit vier Mark ablösbar sind; das Haus vor der Ruhrbrücke mit seinem Hof, Garten und 3 1/2 Morgen Acker, das zur Zeit Messerschmied (cultellifex) von Attendorn für eine Jahresmiete von einem Gulden bewohnt; den Hof in Wallen (Walden) in der Pfarrei Calle, auf deutsch "Sprinckes-Gut", und die übrigen Immobilien, wie sie in einem Chirograph bezeichnet sind, die jährlich 10 1/2 Malter Getreide und zehn Hühner erbringen und die nach allgemeiner Schätzung sieben rheinische Gulden wert sind; die Pferde und kleinen Stuten, auf deutsch "wilde perde", und alle sonstigen Güter; ausgenommen ist ein Teil des Opfers am Pfingstmontag und alle weltlichen Einkünfte an Strafgeldern (obventionibus temporalibus braccae sive mercede), die die Vorsteher der Bruderschaft für die Zwecke der Beleuchtung einnehmen und verwenden werden. Ferner 18 Malter Getreide aus den Zehnten zu Schede, die vor der Ausstellung der Urkunde auf drei Jahre (an die Bruderschaft) verpfändet wurden. Diese soll der Rektor des Altars einziehen und aus dem daraus erzielten Erlös andere Renten kaufen. Einen rheinischen Gulden, die von Welhaueren in Wallen (Walden), drei Gulden, die von Sifrid von Lare, vier Mescheder Schillinge, die von Wilhelm Schmitman, drei Mark und zwei Schillinge, die von der gen. die Tolnersschen, sechs Schillinge, die von Johan, Glöckner der Mescheder Kirche, drei Schillinge und vier Pfennige, die von Gockelen Poren, und sieben Schillinge und zwei Pfennige, die von Johan Tenley dem hl. Kreuz geschuldet werden. Diese soll der Rektor des Altars einziehen und in Jahresrenten anlegen. Schließlich hat sich Godeke achter dem Stoecke verpflichtet, 100 rheinische Gulden zu geben, für die Renten für den Altar gekauft werden sollen. Dies geschah unter folgender Bedingung: Wenn sie den Johann Godeke, ihren natürlichen und ehelichen Sohn, den ersten Rektor des Altares, überlebt, soll sie an den von den 100 Gulden gekauften Renten die Leibzucht haben.
Da der Scholaster diese Renten für den Unterhalt eines Priesters für ausreichend und der Verpflichtung zu zwei Messen in der Woche für angemessen befindet, und da in der Kollegiatkirche zu Meschede sich bereits ein Altar der hl. Apostel vorhanden ist, der durch den jetzigen Dechant und das Kapitel dieser Kirche errichtet und geweiht wurde, errichtet er auf Bitten der dazu deputierten Brüder und Schwestern das kirchliche Benefizium, spricht den Einkünften und Gütern die kirchliche Freiheit zu und überweist sie dem Altar der hl. Apostel. Er erklärt die Brüder und Schwestern der Bruderschaft zu Stiftern dieses Altares und zu Präsentatoren. Wenn der Altar unbesetzt ist, haben die Versteher der Bruderschaft, der Bürgermeister und zwei Ratsherren von Meschede innerhalb eines halben Jahres dem Propst zu Meschede eine geeignete Person zu präsentieren, die erwachsen, charakterlich würdig und wissenschaftlich gebildet ist, aus dem Dorf (villa) Meschede stammt bzw. ehelicher Sohn eines Mitglieds der Bruderschaft ist und die zur Zeit tatsächlich Priester ist oder innerhalb eines Jahres zum Priesterstand gelangen kann. Der Propst ist verpflichtet, eine geeignete präsentierte Person gratis einzusetzen. Wenn er sich aus Schlechtigkeit oder Habsucht weigert, kann man sich unverzüglich wegen der Einsetzung an den Oberen wenden. Wenn eine geeignete Person in Meschede nicht gefunden werden kann, kann sie auch woanders ausgewählt werden. Der Rektor hat dem Propst, dem Dechant und dem Kapitel dieser Kirche die gebührende Reverenz zu erweisen. Er darf nichts von den Pfarrechten des ersten Altars dieser Kirche an sich reißen. Das an dem erwähnten Altar von den Gläubigen gespendete Opfergeld hat er dem Frühmeßner zu übergeben. Ausgenommen ist nur das Opfergeld am Feste von Kreuzauffindung [3. Mai.]. Dieses wird der Rektor einnehmen und als Präsenzgelder an die Kanoniker und die sonstigen Teilnehmer der Messe, die an diesem Tage an diesem Altar gefeiert wird, verteilen, und zwar an jeden Kanoniker und den Frühmeßner fünf Pfennige, an jeden Vikar, an den Glöckner, den Organisten und den Rektor der Schüler je zwei Pfennige. An diesem Tage hat jeder der Brüder und Schwestern seinen Beitrag (munus) ohne Entschuldigung zu bringen und sich von jeder knechtlichen Arbeit (opere civili) zu enthalten. Dies haben sie dem Kommisar versprochen. Der Rektor hat zweimal in der Woche das Meßopfer zu feiern oder durch einen anderen Priester feiern zu lassen, und zwar am Montag für die Verstorbenen und am Freitag die Messe vom hl. Kreuz. Dies soll gegen Sonnenaufgang geschehen, nachdem mit der Chorglocke oder einer anderen entsprechenden Glocke geläutet wurde. Wenn auf den Montag ein Fest fällt, eine Beerdigung stattfindet oder der Frühmeßner das Opfer hat (offertorium habuerit), soll die Messe am folgenden Dienstag zur gleichen Stunde gefeiert werden. Die Messe am Freitag soll gegebenenfalls auf den vorhergehenden Donnerstag verlegt werden. Während des Festes von Weihnachten, Ostern und Pfingsten ist die Messe während der ersten Messe unter Einsammeln des Opfergeldes (lecto offertorio) an den festgesetzten Tagen zu feiern. Der Rektor hat an diesem Altar ständig persönlich Residenz zu halten, es sei denn, daß er ein Studium zu betreiben wünscht. Wenn er zur Subdiakonatsweihe gelangt ist, kann er vom Propst für drei Jahre und nicht länger beurlaubt werden. Voraussetzung ist, daß er dafür sorgt, daß inzwischen der Gottesdienst durch einen geeigneten Vikar versehen wird. Diesem stehen die Einkünfte des Altares entsprechend der Zeit des Dienstes zu. Der Rektor darf ein anderes Benefizium oder ein anderes geistliches Amt in der Mescheder Kirche nicht übernehmen. Wenn die Vorsteher der Bruderschaft es versäumen, innerhalb eines halben Jahres eine geeignete Person zu präsentieren, geht das Recht für einen Monat an den Propst über, danach an Dechant und Kapitel. Wenn der eingesetzte Rektor sich ohne Erlaubnis entfernt oder nicht innerhalb eines Jahres zu allen heiligen Weihen gelangt, verliert er ohne Urteilsspruch und ohne das Zutun eines Menschen das Recht auf den Altar und die Kirchenvorsteher haben innerhalb eines halben Jahres einen anderen zu benennen. An den vier Hochfesten, den Marienfesten, den Festen der Apostel, der Patrone, der Weihe der Kirche, zu Fronleichnam und am Palmfeste hat sich der Rektor dieses Altares in den Chor zu begeben und an den Gottesdiensten in der Frühe bei den Messen, bei der Vesper und den anderen Stundengebeten und Prozessionen mit Singen, Lesen und den sonstigen Zeremonien teilzunehmen, und zwar mit dem jeweilig farbigen Gewand. Der Rektor hat sich innerhalb von 14 Tagen nach seiner Investitur von Dechant und Kapitel der Mescheder Kirche als Mitglied aufnehmen zu lassen und hat den für die Vikare dieser Kirche üblichen Eid abzulegen. An den alten und schon früher festgelegten täglichen Lebensmittelverteilungen, die man Präsenzien nennt, hat er keinen Anteil. An zukünftigen Stiftungen von Präsenzien ist er aber beteiligt, wenn ihn der Stifter ausdrücklich dabei berücksichtigt, und zwar mit dem entsprechenden Anteil der Vikare. Den bisherigen Rechten des Altars der hl. Apostel soll kein Abtrag geschehen. Wenn sich die Einkünfte des Altars durch fromme Schenkungen auf über 25 Gulden jährlich erhöhen, hat der Rektor auch jeden Mittwoch die Messe zu feiern, wenn kein Fest auf diesen Tag fällt, sonst an dem davorliegenden Dienstag oder dem folgenden Donnerstag. Die Einhaltung all dieser Punkte hat ein Rektor vor seiner Einsetzung mit seinem Eid auf das Mandat des Propstes zu beschwören.
Der Scholaster verfügt, daß die Urkunde von den Vorstehern der Bruderschaft verwahrt wird. Siegelankündigung des Scholasters und von Dechant und Kapitel (ad causas) als Zeichen der Zustimmung. Gegeben und geschehen in der Kollegiatkirche zu Meschede. Zeugen: Jodocus Schmitman, Pastor in Horn(Horne), und die Glöckner Johan und Peter.
Beglaubigung durch den Notar Everhard Hund (Canis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 15. Jh. beglaubigt durch den Notar Anthon Trillinck, Papier, lat.
Abschrift des 17. und des 18. Jh.




1455 November 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hencke Sunnendach bekundet, von Arnd von Bernynckhusen, Propst zu Meschede (Messchede), das Gut zu Westenfeld (Westenuelde), auf dem zuletzt Hoze saß, mit allem Zubehör, gen. des hl. Kreuzes Gut von Meschede, zu Lehen empfangen zu haben. Der Belehnte verspricht die Entrichtung der jährlichen Pacht. Siegelbitte an Hermann Puttenlanne, seinen Pastor zu Hellefeld (Heluelden). Zeugen: Peter Ard, Dekan, und Bernd Valke, Kanoniker zu Meschede.
Datum 1455 Nov. 2 (die dominica proxima post festum omnium sanctorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1455 November 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede, bekundet, er habe mit Zustimmung von Dekan und Kapitel mit Johannes Wullenweuer und seiner Frau Elseken ein Übereinkommen getroffen wegen einer auf der Propstei liegenden Hausstätte. Diese ist von der Propstei abgeteilt zusammen mit einem Teil des Propstei-Hofes, den die Eheleute in Pacht bebauen. Als ewige Pacht haben sie dafür jährlich zu Martini 5 1/2 Schillinge, wie sie in der Herrschaft Arnsberg gängig sind, zu entrichten, dazu zwei Hühner und ein halbes Pfund Wachs. Alle zwölf Jahre haben sie den Gewinn zu erneuern und als Vorheuer einen oberländischen Gulden zu zahlen. Aus den Gebäuden, die die Eheleute in eigner Arbeit und auf eigene Kosten errichtet haben, aus der Hausstätte und aus dem Teil des Hofes, so wie er umzäunt ist, dürfen die Eheleute nicht verdrängt werden, sofern sie die Pacht und die Vorheuer bezahlen. Wenn die Eheleute die Gebäude, die Hausstätte und den Teil des Hofes nicht mehr besitzen wollen oder aus Not nicht mehr besitzen können, dürfen sie die Güter an einen anderen verkaufen, der den gleichen Bedingungen unterliegt. Wenn aber der Propst dann den Teil des Hofes wieder dem Haupthof einfügen will, kann er ihn für den gebotenen Kaufpreis an sich nehmen, wobei am Kaufpreis zwölf Pfennige abgezogen werden. Das gleiche Recht steht dem Propst nach Ablauf der zwölf Jahre zu. In diesem Falle haben die beiderseitigen Freunde den Wert der Gebäude abzuschätzen. Die Zurücknahme ist den Inhabern ein Jahr vorher anzukündigen. In anderer Weise darf sie niemand, auch nicht durch Erhöhung der Pacht aus dem Gewinn setzen. Ankündigung des Propstei - und des Kapitelssiegels.
Datum 1455 Nov. 22 (ipso die beate Cecilie virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift, zusammen mit dem Transfix von 1499 Juni 3, beglaubigt durch den Notar Johannes Burchardi von Meschede, Papier, deutsch




1456 Januar 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Bernynckhusen, Propst zu Meschede (Messchede), belehnt Volmeken, den Sohn des + Hennen von Hennelar, mit dem Schemhove, gelegen über Immenhausen (Immenhusen) bei der Henne mit seinem Zubehör. Wenn ein anderer zum Propst oder seinen Nachfolgern kommt, der ein Haus auf dem Schemhof bauen und darin wohnen will, so soll das Lehen Volmeken nicht mehr gehören. Wenn Volmeken oder seine Kinder selbst diesen Bau errichten und darin wohnen wollen, so sollen sie ein Näherrecht vor einem Fremden haben. Siegelankündigung des Propstes.
Gegeben 1456 Jan. 1 (op nyggen jars dach genant circumcisionis Domini). Zeugen: Cord von Heyggen, Zimmermann, Hennes von Hennelar, der Bruder des Folmeken. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1456 Februar 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Erwerdes, Bürger zu Soest, bekundet, von Arnd von Berninchuesen, Propst zu Meschede (Messchede), sechs Morgen als Mannlehen empfangen zu haben. Davon liegen fünf Morgen bei dem Lyntloe und ein Morgen an der Drencke bei dem rechten Helwege. Dieses Land hatte früher Hinrich von Menden unter. Siegelbitte an Hinrich von Stenworde, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Johan Siuerdes gen. von Velmede, Bürger zu Eversberg, und Tilman von Velmede, Bürger zu Soest. Datum 1456 Feb. 29 (dominica Oculi) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1456 April 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Bernynckhusen, Propst zu Meschede (Messchede), belehnt Thelmann von Velmede, Bürger zu Soest, mit einer Hufe Landes zu Lüttiken Ampen (Andopen) - diese liegt in der Nähe des Jungfrauen-Gutes im Alten Hospital-, mit zwei Morgen gelegen "op dem Pothe", und mit 16 weiteren Morgen Landes. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Johan der Geyle und Johan Berchman, Lehnsleute des Propstes.
Datum 1456 April 17 (die sabbati proxima post dominicam Misericordia Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1456 April 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Telman von Velmede, Bürger zu Soest (Sost), bekundet, von Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede, als Mannlehen bestimmte Ländereien (wie 310) empfangen zu haben. Siegelbitte an Bernd Smulling, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Johan der Geyle und Johann Berchman, Lehnsleute des Propstes.
1456 April 17 (die sabbati proxima post dominicam Misericordia Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Rest des Siegels abhängend




1457 März 05
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Koell, Bürger zu Soest (Sost), bekundet, von Arn; von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), als Mannlehen den Hof zu Großen Ampen (Groten Andoppen) empfangen zu haben. Diesen hatte vorher der + Henneke von Dorpmunde zu Lehen. Brand hat ihn zur Zeit unter. Siegelankündigung des Johan.
Datum 1457 März 5 (sabbato post diem cinerum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1457 März 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Pelser, seine Frau Else, Hans Hottele und dessen Frau Alheid, alles Bürger zu Brilon (Brylon), verkaufen an Hannes Wullenweuer, Bürger zu Meschede (Messchede), und seine Frau Elseken ihre Walkmühle, gelegen bei dem Flasschenberge zu Meschede, mit einem Garten. Dieser liegt über der Freiheit zu Meschede zwischen den zwei Wegen. Diese Güter sind nur belastet mit einem Zins von zwölf Pfennigen, die man jährlich an das Stift Meschede zu entrichten hat. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelbitte an Gerlach Snarman zu Brilon und Hans Nigeviande zu Meschede, beides Richter des Erzbischofs von Köln. Zeugen: Johannes Sundern, Schulmeister zu Meschede, Hinrick Visschemester, Syvert Richter und Lantknecht.
Datum 1457 März 8 (feria tercia proxima post dominicam Invocavit) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
1. Siegel ab, das 2. (schwer erkennbar) anhängend.
Rückverm.: (17. Jahrh.) diesen garten hatt anitzo Jagers Wulff




1458 Januar 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert von Messchede, seine Frau Regele, die Eheleute Diderich und Johanna, die Brüder Gerdt und Lyppolt von Messchede, die Söhne des Goderd und der Regele, bekunden, sie hätten mit Zustimmung des Propstes Arnd von Bernynckhusen, des Dekans und des Kapitels der Kirche zu Meschede (Messchede) laut einem Hauptbriefe an Dyderik Melicksupene von Halbeswig (Halueswich) und seine Frau Metten drei Hufen Landes zu Halbeswig verkauft und verschrieben. Dieses Land hätten die Söhne des + Gobelen und der gen. Dyderik bereits unter. Da dieses Land Lehngut der Propstei und des Stifts zu Meschede ist, verpflichten sich die Aussteller, es innerhalb einer Frist [an dieser Stelle ein Teil der Urkunde abgerissen] wieder einzulösen und dem Hofe Köttinghausen (Kotinckhusen) des Stifts wieder einzufügen. Siegelankündigung des Godert und des Dyderich, beide auch im Namen ihrer Ehefrauen, und des Gert und Lyppolt. Zeugen: Drees von Broickhusen, Volmer [...] [an dieser Stelle ein Teil der Urkunde abgerissen], Sohn des Hannes, Bürgermeister zu Meschede, und Johannes Theuleygh, Altbürgermeister daselbst.
Datum 1458 Jan. 13 (die vero octava Epiphanie Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
das 1. und 4. Siegel anhängend, das 2. und 3. ab




1458 März 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hermann von Lare, wohnhaft zu Menden, und seine Frau Beleke und Hermann von Lare, Hermans Sohn, bekunden, sie hätten mit Zustimmung des Arnd von Bernynckhusen, Propst zu Meschede (Messchede), das Haus und den Hof Lahr (Lare), die ein Lehen des Propstes sind, an Aleue von der Recke (Reke) verkauft und verpfändet und einen Teil der dazu gehörenden Güter an Helmyng von Dudenschede und Evert Refflinckhuse und andere versetzt. Die Aussteller verpflichten sich, die Lehngüter innerhalb der nächsten vier Jahre wieder einzulösen und zusammenzufügen. Die Lehnbriefe der jetzigen Inhaber sollen ebenfalls innerhalb der vier Jahre eingeliefert werden. Siegelankündigung des Hermann des älteren auch im Namen seiner Frau, und des Hermann des jüngeren. Siegelbitte an Noldeke von Bernynckhusen den älteren.
Datum 1458 März 24 (in profesto annunciacionis gloriosissime Marie semper virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
alle Siegel ab




1458 April 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Koell, Bürger zu Soest (Soist), bekundet, von Arnd von Bernynchusen, Propst zu Meschede (Messchede), den Hof zu Großen Ampen (Groten Andopen) zu Lehen empfangen zu haben. Diesen Hof hatte vorher der + Henneke von Dorpmunde in Besitz. Siegelankündigung des Johan.
Datum 1458 April 11 (feria tercia post Quasi modo geniti) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1458 Juni 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Conrat Voget und Wilhem Voget der Junge teilen Arnd von Berninghusen, Propst zu Meschede, mit, Wilhem habe von Hermann von Frielentrop (Friilentorff) dessen Haus mit seinem Zubehör abgekauft. Sie bitten, daß er sie Treue genießen lasse und ihnen einen Brief zusende, worauf Wilhelm sich zu ihm wegen der Belehnung verfügen wolle. Für das Gelübde und den Eid will Conrat dem Oheim und Lehnsherren gut sein. Siegelankündigung.
Datum 1458 Juni 30 (feria sexta post beati Petri et Pauli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Verschlußsiegel ab




1458 Juli 09
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Holthus, Bürger zu Eversberg (tom Euersberge), und seine Frau Barbara bekunden, sie hätten aus ihrer Hufe in der Druwer Mark, gen. Holthus-Hufe, dem Thonies Groten (Groten Thonies), Bürger zu Eversberg, eine Kornrente von sieben Scheffel Hafer Eversberger Maßes verkauft. Die Verkäufer versprechen nun, das Gut auf Grund eines Wiederkaufbriefes innerhalb der nächsten acht Jahre von dieser Rente frei zu machen. Wenn das nicht geschieht, soll die Hufe an Arnd von Berninckhusen, Propst zu Meschede, ohne Einspruch eines geistlichen oder weltlichen Gerichtes zurückfallen. Siegelbitte an Arnd Stuuer, Richter des Kölner Erzbischofs zu Eversberg. Zeugen: Cord Hottensack, Gobel Kegel und Peter Schroder, Bürgermeister bzw. Bürger zu Eversberg.
Datum 1458 Juli 9 (in dem achten dage unser leven vrowen visitationis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Siegel ab




1458 August 03
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan von Boyckhem bekundet, von Arnd von Bernynckhusen, Propst zu Meschede (Messchede), sechs Morgen Landes, gelegen auf dem Lyntloe, zu Lehen empfangen zu haben. Dieses Lehen hatte vorher Albert der Vetten in Besitz. Außerdem empfängt Johan drei Morgen, gelegen in dem Meiningser Tale (Meyninckhuser daele), die früher Temme der Vette hatte. Siegelankündigung des Johan. Zeugen: Noldeke von Melderke und Gotschalk Schilder, Lehnsmannen des Propstes.
Datum 1458 Aug. 3 (feria quinta post festum sancti Petri ad Vincula) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1458 August 31
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes, Sohn des + Tymen Hunoldes, bekundet, von Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede), als Mannlehen den Hof zu Großen Ampen (Groeten Annepen), mit seinem Zubehör empfangen zu haben. Siegelbitte an Hinrich von Stenuorde, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Albert Trieue und Tyes Sadeler, beides Bürger zu Soest.
Datum 1458 Aug. 31 (quinta feria post festum decollacionis beati Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1458 Oktober 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Diderich Schaden, wohnhaft zu Hüsten (Husten), verkauft an Anthon Wesseler, Pastor zu Kirchrarbach (Rarbeke), den großen und kleinen oder Ucht- Zehnten zu Niederhenneborn (Nedernhenneborn) im Kirchspiel Rarbach. Der Verkäufer verspricht Währschaft und läßt den Zehnten auf. Siegelankündigung des Diderich, Siegelbitte an Rotger Schade, Abt zu Grafschaft (Grasschop), da der Zehnte ein Lehen des Abts ist. Der Abt belehnt auf Bitten des Verkäufers den Käufer. Zeugen: Tyes, Pastor zu Hüsten, Everhart Naselart, Bürgermeister, und Conrad Dullen, Bürger zu Arnsberg.
Datum 1458 Okt. 23 (in die Severini episcopi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1458 November 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am Freitag den 24. November 1458 nach dem Schreibstil der Kölner Diözese erscheint der Notar vor Thilmann von Menckhusen, Kanoniker und Thesaurar von St. Walburgis und Pastor der Pfarrkirche von St. Marien und St. Johannes in Meschede, in der großen Kammer seines Hauses. Als seinen letzten Willen erklärt dieser zunächst alle seine früheren Testamente für ungültig. Er erbittet einen Begräbnisplatz in und bei der Mescheder Pfarrkirche vor dem Chore. Seine Beerdigung soll in beiden Mescheder Kirchen mit Vigilien, Messen und Fürbitten begangen werden. Dazu sind die Pastoren des Mescheder Dekanats, die Mitbrüder des Kalands, einzuladen. An sie sollen die Präsenzgelder, an Kanoniker, Vicare und Mitbrüder gleichmäßig, verteilt werden. Ebenso bittet der Testator, die Verwandten, Nachbarn, Pfarrangehörigen und Freunde zum Begräbnis und zu einem Frühstück einzuladen. Als Testamentsvollstrecker erwählt er sich den Propst Arnold von Berninckhusen, den Dekan Peter Ard, den mit einer Präbende in der Kirche St. Walburgis versehenen Kanoniker Jodocus Smyttemans, den Knappen Hennekin von Berninckhusen, den Johan Rarbeke, Pastor in Schmallenberg (Smalenberch), und den Matheus von Attendarn, Gerichtsschreiber (Scriptorem banckalem) des Kölner Hofes, den Verwandten des Testators und Kleriker der Kölner Diözese. All seine Schulden und das, was weniger auf rechte Weise erworben worden ist, soll, soweit es belegt werden kann, aus seinen flüssigen Mitteln (ex promptioribus bonis) erstattet werden. Der Kammer des apostolischen Stuhls vermacht er die Summe von 20 rheinischen Gulden, die ihm Gerwin Hunt gen. Holtforsten von Arnsberg (Arnsberch) laut eines auf Papier geschriebenen und besiegelten Chirographs schuldet. Die Summe, die ihm der Erzbischof laut eines Chirographs schuldet, teilt er in drei Teile. Den ersten Teil weist er der Kammer des Erzbischofs zu. Den zweiten und dritten Teil soll der Erzbischof für die Baukasse des Kölner Domes und für die Bestätigung seines Testaments erhalten. Das bessere, von ihm bewohnte Haus vermacht er mit der Hälfte des Hofes (curie) und des Gartens dem Mescheder Kanoniker Jodocus Smyttemans auf Lebenszeit. Nach dessen Tode soll es der Thesaurar und dessen Nachfolger als Wohnung erhalten. Der Kanoniker bzw. der jeweilige Thesaurar haben aber dafür an Dekan und Kapitel von St. Walburgis jährlich zu Martini zwei Mark zu entrichten für die von den Testamentsvollstreckern festzulegenden Memorien des Testators. Zu den zwei Mark kommt noch die Kornrente von drei Maltern, die Hennekin von Baldenborn dem Testator verkauft hat. Dafür sollen die Memorien und Feste für den Testator reichlicher und besser gehalten werden können. Sein anderes Haus vermacht der Testator mit der anderen Hälfte des Hofes und des Gartens dem Pastor der Pfarrkirche zu Meschede als Wohnung bzw. dem Kanoniker, der in der Kollegiatkirche zu Meschede die Stelle des Pastors versieht. Dafür hat der Inhaber des Hauses und des halben Hofes und Gartens an den Wochentagen einer jeden Woche zwei Messen für den Testator, seine Eltern und seine Freunde zu feiern. Davon soll eine Messe für die Verstorbenen sein, die andere von der Jungfrau Maria, vom hl. Kreuz oder vom Leib des Herrn. Wenn der Pastor der Pfarrkirche oder sein Vizerektor die Messe aus Nachlässigkeit nicht hält, dann hat bei erbrachtem Nachweis der Widerspenstigkeit der Inhaber des Hauses dem Thesaurar der Mescheder Kirche jährlich zu Martini zwei Mark zur Verbesserung von dessen Amt zu zahlen. Wenn der Pastor aber die Messen hält, dann soll er außerdem auch den Zehnten zu Nuttlar (Nuetteler) erhalten, den der Testator laut einer Urkunde von Hennekin Rump in Ostwig (Oestwich) gekauft hat. Seinem Onkel väterlicherseits gen. Stullen, zur Zeit Diener (servitori) des Drosten in Iserlohn (Yserenlon), und seinen beiden Mitbrüdern, wohnhaft zu Dorlar (Dorler), vermacht der Testator eine Rente von sechs Maltern Korn, die er von Heinrich von Cobbenrode für 52 rheinische Gulden gekauft hat. Seiner Magd und Nichte Hilleken vermacht er sein bestes Bett mit Zubehör, zwei bessere Kühe und gewisse Äcker zwischen Laer (Lare) und Enste (Ennest) in der Nähe der Ruhr (prope Ruram) auf Lebenszeit. Diese Äcker heißen "dat Karol". Er hat sie für 40 rheinische Gulden gekauft. Nach dem Tode der Hilleken sollen die Äcker Reckhardus Schulte in Enste (Ennest), seine jetzige Frau und ihre Kinder für immer erhalten. Der Schulte und seine Frau, die Nichte des Testators, und ihre Kinder sollen auch die Wiese bzw. Weide und andere Äcker in der Nähe von Enste erhalten, an denen der Testator nur den Nieeßbrauch hatte. Seinem Onkel väterlicherseits Thilmann Brunhardes vermacht er den Zehnten zu Isingheim (Isinckhem), den er von Heinrich von Cobbenrode gekauft hat. Der Metten von Wormbach (de Wormbeke), seiner früheren Magd, die jetzt aussätzig ist, vermacht er wegen Gott einmalig einen halben Malter Korn, halb Roggen und halb Malz. Die Einkünfte und Renten aus dem nach seinem Tode folgenden Jahr, die aus den Heuwiesen und Weiden anfallen und zur Pfarrkirche von Meschede gehören, sollen als Beitrag für den Ankauf eines neuen Missale bestimmt sein. Dafür soll Hennekin von Berninckhusen sorgen. Die Utensilien seines Hauses vermacht der Testator dem Thilman Brunhardes, seiner Magd und Nichte Hilleken und seinen anderen nächsten ärmeren Verwandten. Dem Scholaren Matias Glasmans, seinem Verwandten, vermacht er seine Schulbücher. Jodocus Smittemans soll die Einkünfte des zweiten Gnadenjahres der Pfarrkirche zu Meschede erhalten. An diesen soll auch die Getreideabgabe (foderum), auf deutsch gen. Markenlehen (van marckelen) fallen. Der Notar soll als Gehalt für zwei nach dem Tode des Erblassers anzufertigende Notariatsinstrumente, nämlich das des letzten Willens und des Güterinventars, 15 Schillinge erhalten. Die Einkünfte des Gnadenjahres seines Kanonikats bzw. seiner Präbende sind für die Testamentsvollstrecker bestimmt, die dafür ein neues Anthiphonarium und ein Graduale zur Benutzung im Chor der Mescheder Kirche kaufen sollen. Der Elizabet Haken aus Eversberg (Euersberch), seiner Verwandten, überläßt er die Hälfte des Betrages, die ihr Schwestermann in Attendorn (Attendarn) dem Testator schuldet. Die andere Hälfte läßt er dem Schuldner und seinen Kindern nach. Für eine ewige Messe, die in Niederberndorf (Nederenberntorp) zu feiern ist, weist er dem Dekan in Wormbach (Wormbeke) ein Kapital von vier Gulden zu, die die Söhne des Diderich von Felbecke (Velbeke) bei Wormbach schulden. Seinem Verwandten Thilmann Brunhardes vermacht er den Acker bei den Dornen (iuxta spinas). Diesen hat er von Gotfrid Brullinckhusen gekauft. Von der Wiese sollen die Glöckner der Mescheder Kirche jährlich einen rheinischen Gulden erhalten. Dem Jodocus Smittemans überläßt er seinen größeren Doppeltisch. Die Schirmdächer bzw. Latten (plutei sive asseres) an seinen beiden Häusern sollen nicht entfernt werden. Den vier Mönchsorden vermacht der Testator jeweils drei rheinische Gulden, damit für seine Seele Messen gehalten und Gebete verrichtet werden. Die Klosterjungfrauen in Ölinghausen (Eulinckhusen) sollen 2 1/2 Mark erhalten. Davon schuldete eine halbe Mark der dortige Propst dem Erblasser aus den Guthaben der Mescheder Kellnerei. Dafür sind dort Memorien für die Seele des Testators zu feiern. Der Kochkessel und der dazugehörende Dreifuß, die ihm zum Nießbrauch von Thomas von Ruden aufgestellt wurden, sind diesem, der eine Tochter seines Bruders zur Frau hat, frei zurückzuerstatten. Jedem seiner Testamentsvollstrecker vermacht der Testator für ihre Mühe drei rheinische Gulden. Alles, was der Testator zu Lebzeiten sonst an Vermächtnissen und Geschenken festgelegt hat, soll gültig sein, wenn darüber Beweise vorgelegt werden können, als wenn diese in das vorliegende Testament aufgenommen wären. Das, was nach Befriedigung der Empfänger von Legaten noch übrig bleibt, sollen die Testamentsvollstrecker zum Lobe Gottes den Kirchen und Armen zuwenden. Aus der Ausführung des Testaments soll ihnen kein Schaden oder eine Verpflichtung erwachsen. Geschehen zu Meschede in der Kammer bzw. Wohnung des Testators. Zeugen: Johannes Curtis, Frühmeßner, und Johann Heinemanni, der die Messe für die Brüder und Schwestern von hl. Kreuz in der Kirche St. Walburgis feiert. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Johannes Sundern, Kleriker der Kölner Diözese.
Beglaubigung der gleichzeitigen Abschrift durch den gen. Notar und den Kanoniker Jodocus Smittemans.
Abschrift des Notariatsinstruments, Papier, 2 Blatt, dabei Abschrift des 18. Jahrh.




1459 Februar 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert von Messchede bekundet, zu Erbpachtrecht (emphiteotico und meygers gewys) den Hof zu Köttinghausen (Kothinchusen) im Kirchspiel Remblinghausen (Remelinchusen) mit allem Zubehör von Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede (Messchede) empfangen zu haben. Dabei bleiben Dekan und Kapitel der Kirche zu Meschede die hergebrachten Pächte vorbehalten. Godert verspricht, das, was er und seine Vorfahren dem Hof und seinem Zubehör durch Verpfändungen oder Verkauf entfremdet haben, innerhalb der nächsten zehn Jahre wieder herbeizuschaffen, damit der Hof "unversplittert" ist. Siegelankündigung des Godert. Zeugen: Edelherr Junker Bernd zu Büren, Cord; er Wrede, Marschall, Godert Fürstenberg (Vorstenberch), Amtmann zu Neheim (Neyhem), Cord Vogt von Elspe und Noldeke von Mellrich (Melderke).
Datum 1459 Feb. 20 (tercia feria post dominicam Reminiscere) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1459 März 05
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dyderich Beyger und Hermann Smet, beide Bürger zu Meschede (Messchede), verkaufen als gleiche Prinzipale eine Rente von sechs Schillingen, wie sie in der Herrschaft Arnsberg (Arnsberch) gängig sind, an Dekan und Kapitel zu Meschede. Die Rente ist zu zahlen aus ihrer gemeinsamen Wiese. Diese heißt die "alte Wiese" und liegt zwischen Baldeborn (Baldenborn) und Löllinghausen (Lodelinchusen) im Kirchspiel Remblinghausen (Remelinckhusen). Der Kaufpreis beträgt acht gute schwere oberländische rheinische Gulden. Die Rente ist jährlich aus der Wiese oder aus den Häusern und Gütern der beiden Bürger zu Meschede auf Petri Stuhlfeier zu bezahlen. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelbitte an Gobelen Kortenacken, Gorichter des Kölner Erzbischofs zu Meschede. Zeugen: Johan Curtis, Frühmeßner, und Johan Hememans, Offiziant der Kirche zu Meschede, beides Priester.
Datum 1459 März 5 (feria secunda post dominicam Letare) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters (im Bild Hausmarke) anhängend




1459 März 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Noldeke von Melderick, Sohn des + Noldeke, bekundet auch im Namen seiner Frau Richmotis, er habe von Propst, Dekan und Kapitel zu Meschede eine Summe aufgenommen. Dafür verzichtet er auf den Hof zu Horn (Harne) mit allem Zubehör zugunsten des Stifts. Er gesteht dem Stift zu, entfremdete Stücke wieder zurückzugewinnen. Siegelankündigung des Noldeke, Siegelbitte an Godderd von Meschede und Hennicken von Berninchusen. Zeugen: Hinrich und Goddert von Berninchusen, Brüder, und Walraven Rump.
Datum 1459 März 19 (secunda feria proxima post festum Palmarum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Hupert Junge.
Abschrift des 16. Jahrh. in Akten Nr. 36




1459 Juni 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Peter von Schaphusen und sein Sohn Wylhem bekunden, sie seien eine Reihe von Jahren bis jetzt an Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede etliche Pächte aus ihrem Hof zu Schafhausen [bei Büderich] (Schaphusen), den sie vom Stift in Erbpacht bzw. zu Meierrecht haben, rückständig geblieben (verseten hadden), und zwar 144 Mark Soester Währung, 44 Malter Roggen Soester Maßes, 144 Scheffel Weizen Werler Maßes. Darüber seien die Aussteller mit dem Stift in Streit geraten und hätten diesen durch ein Urteil verloren. Schließlich habe der Ritter Johan von Hatzfeldt (Hotzfelt), Herr zu Wildenberg, Marschall von Westfalen und Droste zu Arnsberg, vermittelt und folgenden Vergleich herbeigeführt mit Hilfe von Rotcher Schaden, Abt zu Grafschaft (Graschop), Noldeken von Bernynckhusen dem Älteren und Dreese von Broyckhusen von Seiten der Stiftsherren, und Frederich von Thulen, Henneken Wreden dem Älteren und Hermann Vronenborne, Richter zu Werl, von Seiten der Aussteller. Die Pachtung (verset) soll bei den Ausstellern stehen bleiben. Sie haben aber jährlich als Pacht aus dem Hofe zu Schafhausen acht Mark Soester Währung, 30 Scheffel Roggen und sieben Scheffel Weizen, alles Werler Maßes, zu entrichten. Vom Hof darf kein Stück veräußert oder abgetrennt werden. Sie dürfen auch nicht Leute und Stücke des Hofes verändern ohne Zustimmung der Stiftsherren. Für das verlorene Prozeßgeld (pleythegelde) haben sie dem Stift 30 schwere rheinische Gulden innerhalb der nächsten zehn Jahre zu bezahlen, und zwar jeweils auf dem Christtag drei Gulden. Darauf empfangen die Aussteller den Hof mit allem Zubehör von Arnd von Bernynckhusen, Propst zu Meschede, und versprechen die Einhaltung dieser Abmachung. Siegelankündigung der Aussteller, Siegelbitte an den Ritter Johann von Hatzfeldt und die sechs Schiedsfreunde. Zeugen: Hynrich von Bernynckhusen und sein Bruder Henneke, Godert von Langenol, Johan von Vysbeke.
Datum 1459 Juni 25 (feria secunda proxima post festum nativitatis sancte Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Peter von Schaphausen anhängend, das seines Sohnes (2.) ab, desgl. das 3. ab, das des Abts von Grafschaft halb abgebrochen, das 5. und 6. wieder ab, das 7. als Wachsrest, das 8. und 9. Sieg. anhängend




1459 September 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan von Boickhem, Bürger zu Soest, bekundet, er habe mit Zustimmung des Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede, an Hermann Beckem und Diderich Hamen, Lohnherren (lonheren) [Kirchenvorsteher] in der alten Kirche in Soest, eine Rente von zwei Mark auf einen Wiederkauf verschrieben. Diese Rente sei aus sechs Morgen Landes im Lyntloe, gelegen an der "Westsiiden" neben dem Lande des Folpert [Sp]rengers, zu bezahlen. Da die sechs Morgen Lehen des Propstes sind, verspricht Johan, die Rente innerhalb der nächsten acht Jahre wieder abzulösen, da er sonst das Lehen verliert. Siegelankündigung des Ausstellers und Siegelbitte an Hinrich von Stenuorde, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Berndt Zedeler und Tilmans Hedegel, beide Bürger zu Soest.
Datum 1459 Sept. 22 (sabato post Mathei beati apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers ab, vom 2. nur Wachsrest anhängend




1459 September 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan von Boickhem, Bürger zu Soest (usw. wie in Urkunde 1459 Sept. 22 mit der Abweichung: nur Siegelbitte an den Richter).
Datum 1459 Sept. 24 (secunda feria proxima post festum beati Mathei apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1460 Mai 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johans Hunoldes, Sohn des + Tideman Hunoldes, bekundet, von Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede, als Mannlehen den Hof zu Lütken Ampen (Lutteken Annepen) empfangen zu haben. Dieser Hof gehörte früher dem + Henneken von Dorpmunde. Siegelbitte an Berndt Smullinck, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Albert Greue und Tilmans Hedegell, beides Bürger zu Soest.
Datum 1460 Mai 18 (dominica vocem iocunditatis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1460 September 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Veselrynck, Bürger zu Eversberg (tom Euersberge), bekundet, von Arnd von Bernynckhusen, Propst zu Meschede, mit einer Wiese und zwei Stücken Saatland in dem Druueder Ole bei Eversberg für sein Geld belehnt worden zu sein. Herman von Holthusen und seine Frau Barbara hätten ihm nämlich diese Stücke verpfändet. Der Belehnte verspricht, das Lehen treu zu verwahren und treu und hold zu sein. Siegelbitte an Johannese Konnyges, Richter des Kölner Erzbischofes des Gogerichts zu Meschede. Zeugen: Jost Smyttemans, Kanoniker, und Johannes Thoyleig, Bürger zu Meschede.
Datum 1460 Sept. 1 (ipso die beati Egidii confessoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1460 November 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert von Meschede und seine Söhne Diderik, Gerd und Lippolt bekunden: Nachdem sie an Johann Fürstenberg (Forstenberge) von Höllinghofen (Hoelkinchouen) ihren Hof und Gut zu Köttinghausen (Kottinchusen) im Kirchspiel Remblinghausen (Remlinchusen), auf dem das Steinhaus steht, verkauft haben, versprechen sie, da der Hof ein Lehen des Propstes zu Meschede ist und da sie diesen auf Wiederkauf verkauft haben, den Hof innerhalb der nächsten acht Jahre zurückzukaufen. Siegelankündigung der vier Aussteller.
Datum 1460 Nov. 11 (ipso die sancti Martini episcopi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
alle Siegel ab




1461 Januar 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hannes von Lotmerinchusen, Bürger zu Kallenhardt (Callenhart), und seine Frau Drudeke verkaufen einige Stück Land an Dyderik Gras, Bürger zu Eversberg (tom Euersberge). Dieses Land liegt: eine Siebengerde hinter dem Garten des Hannes Alberts vor dem Cleue, zwei Morgen hinter dem Siebengerde vor dem Cleue, ein Morgen unter dem Cleue über dem Lande des Hemissen, eine Neungerde hinten unter dem Cleue vor dem Lande des Cort Tyten, ein Langmorgen in dem Horpote neben dem Lande der Stadt (des stades lande), ein Morgen zu "Gerlinchusen über dem Broke" neben dem Lande des Pastors. Das Land ist insgesamt nicht zehntpflichtig. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelbitte an Cort Vysschers, Richter zu Kallenhardt. Zeugen: die Bürgermeister Cort Sroders und Hannes Wechters und der Rat zu Kallenhardt.
Datum 1461 Jan. 2 (sexta feria post circumcisionem Domini nostri) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1461 März 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hynrich von Bernynckhusen bittet Dekan und Kapitel der Kirche zu Meschede (Messchede), ihn und seine + Frau Beleke von Berninckhusen in ihre Bruderschaft und Schwesterschaft aufzunehmen und ihrer mit Memorien zu gedenken. Für das Begräbnis ersucht er um einen Platz auf dem kleinen Kirchhof neben seiner dort schon begrabenen Frau, wobei die Beerdigung auf eigene Kosten erfolgen soll. Dafür schenkt er zur Ehre Gottes, seiner Mutter Maria und des hl. Kreuzes zur Verbesserung der Renten des Stifts diesem eine Rente von acht Schillingen aus seinem Hof zu Berlar (Berler) im Kirchspiel Velmede, den Claes von Berler bebaut. Das Stift hat jährlich am Todestag der Beleke eine Memorie mit Vigil, Messe und Fürbitte zu halten. Dafür soll es vom nächsten St. Martinsfeste an jährlich vier Schillinge aus dem Hof zu Berlar, gen. der Vrithoff, beziehen. Wenn Hynrich gestorben ist, soll das Stift ebenfalls seine Memorie und die seiner Eltern auf seinem Sterbetag halten und dafür die weiteren vier Schillinge einnehmen. Der Aussteller verspricht Währschaft und kündigt sein Siegel an. Siegelbitte an Arnd von Bernynckhusen, Propst zu Meschede. Zeugen: Henneke von Bernynckhusen, der Bruder des Hinrich, und Johan Hememans, Priester zu Meschede, und Johannes Thoyleig.
Datum 1461 März 19 (feria quinta proxima post festum beate Gertrudis virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers und des Propstes anhängend




1461 Mai 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Bernynchusen, Propst zu Meschede, belehnt Albert Lengher mit dem Gute gen. zum Hövel (tom Houele) zu "Alden Lynne". Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Johan Bernynchusen, Kanoniker zu Meschede, und Thonies von Bernynchusen, Lehnsmannen des Propstes.
Datum 1461 Mai 26 (feria tercia post festum Penthecostes) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
nur Siegeleinschnitte




1461 November 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede bekunden, ihr Mitkanoniker Johan Rarbeke habe mit ihrer Zustimmung in dem zu seinem Kanonikatshause gehörenden Garten ein Haus errichtet. Da dieses Haus dem Bewohner des Kanonikatshauses nicht hinderlich ist, erlaubt das Kapitel dem Johan Rarbeke, seiner Magd Elsen Klaucken (Klancken) und deren Töchtern Greyte und Styneke, dieses neuerbaute Haus zu bewohnen. Dafür empfängt das Kapitel von Johan Rarbeke 24 Goldgulden, die es den Kindern wiedergeben will. Dann sollen die Inhaber des Kanonikatshauses jährlich drei Schillinge entrichten, damit die Pacht für das Kanonikatshaus bezahlt wird. Else und Grete können das Haus vermieten ohne Einspruch des Kapitels. Dekan und Kapitel kündigen das Siegel ad causas an. Datum 1461 Nov. 11 (die beati Martini episcopi) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 17. Jahrh., Papier, deutsch




1461 November 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan von Vysbeke verkauft an Hannes Kotmann, seine Frau Wabelen und ihre Kinder Hannes und Belen eine Rente von zehn Schillingen aus seinen drei Kotten zu Altenhellefeld (Alden Helleuelde). Diese haben Hermann Smet, Gockel, Schepers Sohn, und Gobbel der Wiise unter. Die Rente ist jährlich auf Martini zu Meschede zu bezahlen. Der Verkäufer verspricht Währschaft und kündigt sein Siegel an. Da der Verkauf mit Zustimmung der Greyte von Berninchusen, der Mutter des Johan, geschehen ist, bittet er den Henneke von Berninchusen, seinen Hausherren, um Besieglung. Zeugen: Johan Toley und Diderich Beyer.
Datum 1461 Nov. 25 (ipso die beate Katherine virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
beide Siegel anhängend




1462 Januar 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heydenrick Becker und seine Frau Stine verkaufen verschiedene Stücke Land an Johan von Eppe und seine Frau Gertrud. Das Land liegt: zwei Morgen unter dem Kolbusche, eine Siebengerde unter dem Hagen, 3 1/2 Morgen über Osteruelde, eine Fünfgerde bei Osteruelde, das auf die Drift kehrt, 2 1/2 Morgen auf dem Schilde, zwei Morgen auf der Hutten, eine Dreigerde bei dem Wasser, eine Fünfgerde bei der Dyderikes Eiche, eine Fünfgerde auf der Bulueculen, ein Morgen an dem Hongeschede, 3 1/2 an dem Honschede, eine Fünfgerde, die auf den Gerlighuser Weg kehrt, und zwei Morgen auf dem Bigenberge. Die Verkäufer lassen das Land auf vor Cord Vyscher, Richter zu Kallenhardt (Kalenhard), und versprechen Währschaft. Siegelbitte an den Richter. Standgenossen des Gerichts: Cord Schroder, Hans Wechter, beides Bürgermeister zu Kallenhardt.
Datum 1462 Jan. 2 (sexta feria post circumcisionis Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters anhängend.
Rückverm.: donatio Johannis von Eppe et Gerdrudis uxoris super agris in Callenhardt...




1462 Mai 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gödert von Meschede und seine Söhne Dietrich, Gerd und Lippoldt verkaufen dem Diederich Schaeden von Hüsten und seiner Frau Stynen ihre gesamten Güter zu Berghausen (Berckhusen) und Immenhausen (Immelhusen) und dazu ihre Eigenhörigen Hans Kute mit seinen Söhnen Gockel und Hans, wohnhaft zu Berghausen, Hermann Hane zu Berghausen, Henneke Renner von Immenhausen und Heyneman von Immenhausen mit allen Frauen und Kindern sowie aller Bede, Diensten und Rechten, die sie dort haben. Die Verkäufer lassen die Güter auf und versprechen Währschaft. Sie behalten das Recht, die Güter jährlich zu Petri Stuhlfeier mit 100 schweren oberländischen rheinischen Gulden zurückzukaufen. Da die Güter vom Propst zu Meschede zu Lehen gehen, bitten die Verkäufer den Propst, die Käufer damit zu belehnen. Siegelankündigung der Verkäufer und des Propstes Arnold von Berninghusen.
Gegeben 1462 Mai 19 (des Gudenstages na dem Sondage Cantate) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 17. Jh., Papier, deutsch.
Rückvermerk: Herrn von Westphalen betreffend




1462 Mai 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Seyner, Richter zu Allendorf (Aldendorp), bekundet, von Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede, das Mencken Gut vor der Brücke (vor der brugghen) namens der Witwe des + Mencken und ihrer Kinder zu Lehen empfangen zu haben. Zeugen: Johan Toley, Bürgermeister zu Meschede, und Johan von Affelen, Diderichs Sohn, Lehnsmannen des Propstes. Siegelankündigung des Richters.
Datum 1462 Mai 22 (sabbato post dominicam Cantate) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Siegel des Richters anhängend




1462 August 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Symon Bussengeiter, Bürger zu Warstein (Warsten), und seine Frau Geze verkaufen an Cord Dullen, Kanoniker zu Meschede, eine Rente von 6 1/2 Schillingen, wie sie zu Warstein gängig sind, aus seinem Haus und seiner Scheuer zu Warstein. Sein Haus liegt bei dem der Tutellerschen. Es gehörte früher dem Hinrich Sanders. Die Rente ist weiter zu entrichten aus dem Anteil des Verkäufers an dem Hofe vor der Niederen Pforte, der früher dem Deymelen Tecken gehörte, und aus seinem Garten bei dem Wege zu der Beckevart bei dem Garten des Henneken Kettels; ferner aus einem Morgen Landes, gelegen bei Alten-Warstein bei dem Lande des Spancken, und aus den sonstigen Gütern des Verkäufers zu Warstein. Die Rente ist jährlich fällig zu Michaelis aus seinen Gütern, die frei sind von Schoß, Stadt- oder Herrendienst. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelbitte an Arnt Tyliken, Richter zu Warstein. Zeugen: Cort Spancke, Gert Besteken, Hinrich Lynepes.
Datum 1462 Aug. 29 (ipso die decollationis Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1463 Januar 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gordt Rupe [Rumpe], Richter zu Eslohe (Eßleue) des Erzbischofs von Köln, bekundet, vor ihm seien Johan von Esßleue mit seinem Vorsprecher Arndt von Rambsbecke an das gehegte Gericht zu einer Landfeste auf den 18. Tag erschienen. Der Vorsprecher erbat ein Urteil in folgender Frage: Wenn 14 oder 16 Markgenossen eine Mark zusammen hätten und jeder daran ein gleiches Recht besäße und wenn es einem nicht auskäme, auf der Hofstätte zu wohnen, zu der der Markenanteil gehöre, ob er dann nicht seinen Anteil auf eine Hofstätte übertragen könne, die ihm als Wohnung besser geeignet erschiene, wobei er seinen Hof selbst unter seinem Pflug hätte und besäte. Die Bitte um ein Urteil wurde gerichtet an Hans von Heminckhausen, der sich umwandte und mit den 17 Kirchspielen beriet. Bei seiner Rückkehr wies er als Recht: Der Ratsuchende könne von seiner Wohnung aus seinen Anteil am Holz aus der Mark wie andere Markengenossen führen, da er seinen Hof unter seinem eigenen Pflug hätte. Dieses Urteil wurde zugelassen und besetzt mit Hencken von Greminckhausen, Reckhardt Weisen von Frielinghausen (Vrylinckhausen) und Henrich von Bockheim. Siegelankündigung des Richters.
Datum 1463 Jan. 13 (in Octava Epiphania Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung der Abschrift durch den Notar Johannes Junge von Uelde (de Vldis).
Abschrift des 16. Jahrh., Papier, deutsch




1463 April 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert Greue, Bürger zu Soest, bekundet, von Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede, als Mannlehen den Hof und das Gut zu Lütken Ampen (Luteken Andopen) empfangen zu haben. Diesen Hof besaß früher der + Henneken von Dorpmunde. Siegelankündigung des Belehnten. Zeugen: Johan Toleygh und Volmer, Sohn des Meister Hans, beides Bürgermeister zu Meschede.
Datum 1463 April 19 (feria tercia post dominicam Quasi modo geniti) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel bis auf Wachsrest ab




1463 November 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hinrick Schulte zu Bockheim (Bochem) im Kirchspiel Eslohe (Esleue), und seine Frau Greyte bekunden, sie hätten von Godert von Messchede und seiner Frau Regelen folgende Güter gekauft: eins zu Isingheim (Ysinchem), eins zu Herhagen, eins zu Nieder-Reiste (Nederen Reyste). Da diese Güter Lehen des Propstes Arnd zu Meschede sind, so versprechen die Aussteller, die genannten Güter nicht zu verkaufen, versetzen oder zu vermindern. Sie wollen mit diesen Gütern so umgehen, wie es Recht der Kirche zu Meschede ist. Dies hat Hinrick eidlich gelobt, als er die Güter vom Propst zu Lehen empfing. Zeugen: Arnold von Stockhusen, Hans tom Sterte. Siegelbitte an Gerd Rumpe, Richter zu Eslohe, da die Aussteller kein eigenes Siegel haben.
Datum 1463 Nov. 18 (octava Martini episcopi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1464 Dezember 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dechant und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede bekunden, in ihrem Kapitelshause sei ihr Mitkanoniker und Scholaster Johan Sartoris erschienen und habe erklärt, zu Meschede bei der Hennemühle neben dem Hofe des Herrn Peter Vrederen läge eine unbebaute Stätte auf dem Hoeuele bei des Breders Gut, auf der früher ein Kanoniker zu wohnen pflegte und von der das Kapitel sonst einen Jahreszins von neun Schillingen Arnsberger Geldes bezog, die zur Zeit entfielen. Er bitte, auf der Hälfte dieser Stätte bauen zu dürfen und wolle das Haus dann entweder selbst bewohnen oder vermieten, womit das Kapitel dann zu dem Zins von 4 1/2 Schilling käme. Das Kapitel erlaubt nun dem Mitkanoniker, das Haus auf Lebenszeit zu nutzen. Nach ihm können das auch Barbara Lunsen, die Tochter von Herrn Johanns Magd, und und die Kinder der Barbara Johan, Adrian und Styneke bzw. der Inhaber dieses Hauptbriefes tun, und zwar sechs Jahre nach dem Tode des letzten. Wenn nach Ablauf dieser sechs Jahre ein Kanoniker dieses Haus bewohnen will, hat er dem Inhaber der Urkunde 180 rheinische Gulden zu entrichten, worauf dieser innerhalb eines Monats das Haus zu räumehat. Wenn die gen. Erben des Scholasters Geld benötigen, können sie das Haus verpfänden. Dabei muß aber das Einlöserecht des Kapitels unangetastet bleiben. Wenn die Einlösung bzw. der Verkauf des Hauses von der einen oder anderen Seite erfolgt, so hat das Kapitel von der gen. Summe zuvor 30 Gulden wegzunehmen und für eine Memorie für den Scholaster zu verwenden. Den Termin werden der Scholaster oder seine Testamentsvollstrecker noch auswählen. Für die Memorie, die für das Seelenheil des Scholasters und zur Ehre der hl. Odilie, der Patronin seiner Kirche zu Goor (Goer) [Provinz Overijssel], gehalten werden soll, ist eine Rente von zehn Schillingen Arnsberger Geldes angewiesen, die am Tag nach Tecla fällig und die vom Datum der Urkunde ab außer dem Zins von 4 1/2 Schillingen aus dem Hause zu entrichten ist. Eine Einlösung der Urkunde ist ein halbes Jahr vorher anzukündigen. Ankündigung des großen Kapitelssiegels. Zeugen: Hinrich Smedt, Pastor zu Meschede, Johannes Toleygh, Hunolt van der Horst, Gerlachs Sohn, Johan, Sohn des Frederich Schroders.
Datum 1464 Dez. 13 (ipso die Lucie beate virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: dey koicke gnant




1465 März 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am Freitag, dem 15. März 1465, erscheinen morgens vor den im Kapitelsaal von St. Walburgis versammelten Kanonikern, dem Propst Arnold von Berinckhusen, dem Dekan Conrad Dullen, dem Scholaster Johannes Sartoris, dem Cantor Everhard Hunt (Canis), dem Thesaurar Bernhard Valcken und dem Senior Johann von Berinckhusen, und dem Notar der Kanoniker Berthold Tegethöff auf der einen Seite und Heinrich Fabri, Pastor der Mescheder Pfarrkirche, auf der anderen Seite mit ihren Akten und Beratern. Man verhandelte über das Steinhaus und das damit zusammenhängende Haus, das der Kanoniker von St. Walburgis Tilmanm von Menchausen errichtet und in seinem Testament der Pfarrkirche, die er ebenfalls besaß, geschenkt hatte. Demgegenüber beanspruchte Berthold dieses Haus, da es auf dem Grunde der Kollegiatkirche in Meschede errichtet worden war. Um die Kosten nutzloser Prozesse zu vermeiden und um den vor dem Kölner Offizial und dem Dekan und Kapitel zu Köln begonnenen Prozeß zu beenden, schließen sie folgenden Vergleich: Der Pastor Heinrich darf aus der Schenkung keinen Erbanspruch an dem Hause ableiten. Zu seinen Lebzeiten darf er darin wohnen oder sonstwie darüber verfügen. Dafür hat er das Haus in gutem Zustand zu halten. Nach seinem Tode sollen Dekan und Kapitel den Wert des Hauses schätzen lassen und für diesen Wert Renten kaufen, die der jeweilige Pastor erhalten soll. Der Pastor Heinrich bzw. der Bewohner des Hauses hat an Dekan und Kapitel jährlich acht Schillinge und an den jeweiligen Pastor eine Mark gängiger Münze zu entrichten. Außerdem hat der Pastor für die Seele des Testators Tilmann wöchentlich eine Messe zu zelebrieren. Zeugen: Hennekin von Berinckhausen, Knappe, und Johann und Othmar (Hermann), Glöckner der Mescheder Kirche. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Johannes Rarbeke, Kleriker der Kölner Diözese.
3 Abschriften des 17., 18. und 19. Jahrhunderts




1465 März 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan von Boickem verkauft an Johann von Boideke und Telman von Velmede gen. Herkaren, Lohnherren von St. Peter gen. die Alte Kirche, eine Rente von einer Mark aus sechs Morgen Landes, gelegen im Lyntloe neben dem Lande des Volpert von Thonen und dem des + Diderich Gruetbeken. Dieses Land ist ein Lehen des Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede, der seine Zustimmung gegeben hat. Von dem Lande beziehen die Lohnherren bereits eine Rente von zwei Mark. Die nun verkaufte Rente ist fällig halb zu Michaelis und halb zu Ostern. Die Rente von einer Mark kann zu den gen. Terminen bzw. bis 14 Tage danach für zwölf Mark Geldes, wie es zu Soest gängig ist, abgelöst werden, wenn die fällige Rente zuvor bezahlt und die Ablösung ein halbes Jahr zuvor angekündigt worden ist. Der Verkäufer verspricht Währschaft. Siegelankündigung des Propstes und des Heinrich von Stenuorde, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Berndt Zedeler und Tilman Herdegel, beide Bürger zu Soest.
Datum 1465 März 20 (feria quarta post dominicam Oculi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1465 März 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Bernnynchusen, Propst zu Meschede, belehnt Hermann Grutbeken, Bürger zu Soest, zu einem Mannlehen mit drei Morgen, gelegen im Lyntloe vor Soest. Diese gehörten früher dem Johan dem Geylen und zuletzt dem + Diderich Gruetbeken. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Johann von Scheide gen. Toleygh und Gockel Poere, Lehnsmannen des Propstes.
Datum 1465 März 22 (feria sexta proxima post dominicam qua cantatur in ecclesia sancta Oculi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1465 März 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Gruetbeke, Bürger zu Soest, bekundet, von Arnold von Bernnynchusen, Propst zu Meschede, als Mannlehen drei Morgen Landes empfangen zu haben. Diese besaßen früher Johan Geylen und zuletzt der + Diderich von Gruetbeke. Das Land liegt vor Soest im Lyntloe neben dem Lande des Johan von Lunen und dem des Albert Vetten. Siegelbitte an Heinrich von Stenuorde, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Johan Kloecke und Tilman Herdegell, beide Bürger zu Soest.
Datum 1465 März 22 (feria sexta proxima post dominicam Oculi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Wachsrest des Siegels anhängend




1465 März 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heydenrick Becker und seine Frau Stine verkaufen eine Rente von 16 Schillingen aus ihrem Gut vor Kallenhardt (vor der Kallenhard), geheißen Diderich Gerdes Gut, das früher den Bruwerdinge gehörte, an Johan von Eppe und seine Frau Gerdrud. Die Rente ist fällig jährlich zu Michaelis. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Wenn die Urkunde beschädigt wird, soll sie trotzdem gültig bleiben. Die Verkäufer haben das Recht, die Rente jährlich zu Petri Stuhlfeier bzw. bis acht Tage danach für 19 oberländische rheinische Gulden und 20 Pfennige zurückzukaufen, wenn zuvor die fälligen Renten bezahlt sind. Siegelbitte an Cord Vischers, Richter zu Kallenhardt. Zeugen: Hans Albertes und Herman Weuers.
Datum 1465 März 24 (dominica Letare) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1465 April 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Herman Goether, wohnhaft zu Endorf (Eyndorpe), bekundet, von Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede, das Gut gelegen zu Endorf vor den Smeden und geheißen Symon Lobben Gut, zur Hälfte mit seinem Zubehör empfangen zu haben. Die andere Hälfte des Gutes hat Hans boven dem Dorpe vom Propst zu Lehen. Zeugen: Johan Seyner, Richter zu Allendorf (Aldendorp), und Heyncke Schulte zu Endorf. Siegelbitte an den Richter, da der Aussteller kein eigenes Siegel besitzt.
Datum 1465 April 21 (dominica die Quasi modo geniti) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Siegel ab




1465 Mai 04
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert Swarte gen. Goeswin von Meynninchusen bekundet, von Arnold von Bernnynchusen, Propst zu Meschede, seinen Hof zu Großen Ampen (Groten Andopen) zu Lehen empfangen zu haben. Diesen Hof besaß früher Wilken von Balue. Er liegt in der Nähe des Hofes des Herrn Johann von dem Broeke. Siegelbitte an Hinrich von Stenuorde, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Berndt Zedeler und Tilmans Herdegel, beide Bürger zu Soest.
Datum 1465 Mai 4 (sabbato die proxima post Misericordias Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch
Siegel ab




1465 Juli 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Cord Sure, Bürgermeister zu Salzkotten (ton Saltkotten), bekundet, von Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede, die Hälfte des Hofes gen. Lederloe in und beim Dorf Upsprunge (Opsprunghe) zu Lehen empfangen zu haben. Wenn das Gut durch den Tod des Inhabers oder sonstwie frei wird, hat sich der Bewerber um das Gut an den Propst nach Lehnsrecht zu wenden. Drudeke, die Ehefrau des Ausstellers, die an dem Gut ihre Leibzucht hat, darf die Wiedereinlöse des verpfändeten Gutes den Schildern oder dem Propst nicht verweigern. Bitte des Ausstellers an seinen Sohn Johan Suren, Pastor zu Geseke (Geyseke), um Anhängung des Siegels seiner Kirche. Zeugen: Evert Hunt, Kanoniker zu Meschede, Johannes Tenley, Bürgermeister daselbst.
Datum 1465 Juli 1 (in profesto visitationis beate Marie virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1466
Permalink der Verzeichnungseinheit

Im Jahre [14]66 setzt Johan Schulte zu Hengsbeck (Hengesbecke, Henxbecke) auf seinem Hofe ein Holzgericht der Hengsbecker Mark an, und zwar in Anwesenheit des Arnd, Propst zu Meschede, oberster Richter der Mark. Der Schulte läßt die geladenen Markengenossen über das Recht und die Herrlichkeit der Mark aussagen. Diese bekunden nach Beratung: 1. Der Hof zu Hengsbeck hat eine Erbtrift wie andere Haupthöfe des Stifts nach Landrecht. 2. Wegen des Hofes ist der Schulte erblicher Richter der Mark. 3. Das Holzgericht soll, so oft es nötig ist, auf dem Hof zu Hengsbeck tagen, es sei denn, daß die Markengenossen in einem bestimmten Falle (umme noet sake) verlangen, daß es an einer anderen Stelle in der Mark gehalten wird. 4. Dem Schulten soll man zwei Scharleute aus der Gemeinde der Markengenossen setzen, die ihm helfen, die Mark zu hüten, damit niemand in ihr ungebührlich (Holz) haut oder hütet. 5. Wer von den Markengenossen, die in der Mark berechtigt sind, darüber hinaus ungebührlich Holz haut, der hat beim Gebrauch der Axt am Stamm vier Schillinge und beim Gebrauch der Hippe zwei Pfennige als Strafe zu entrichten. 6. Keiner der Markengenossen [...]. 7. Niemand soll die Mark nutzen außer den berechtigten Markengenossen, die ihr Recht gewonnen haben. 8. Wenn ein Auswärtiger entgegen dem alten Herkommen in der Mark Holz haut, hat er bei Gebrauch der Axt am Stamm fünf Mark und bei Gebrauch der Hippe vier Pfennige als Strafe zu bezahlen. 9. Wenn dem Schulten und Holzrichter einer der Markengenossen stirbt, so hat dessen Nachfolger, wenn er die Mark nutzen will, das Markenrecht vom Schulten zu empfangen. 10. Wenn einer der Markengenossen dies versäumt, so hat er jedesmal, wenn er in der Mark Holz haut, dem Holzrichter und den Markengenossen vier Schillinge als Buße zu zahlen. 11. Wenn einer von den Markengenossen von einer in der Mark berechtigten Stätte zu einer anderen übergeht (voer van eyner stede tho der andern yn der marke), so soll er nicht eher in der Mark hauen dürfen, bevor er nicht sein Recht aufs neue von dem Schulten empfangen hat. Andernfalls hat er ebenfalls vier Schillinge als Strafe zu zahlen. Zeugen: Everd Hunt, Scholaster zu Meschede und Pastor zu Eslohe (Esleue), Hynrik von Hanxlede gen. de Grote Hynrik von Fredeburg (van der Fredborch), Gort von Bernynchusen der Alte, Lehnsmannen des Propstes, und Henke von Grimminghausen (Grymelynchusen) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 15. Jh.; Papier, deutsch




1466 Mai 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Vogt (Vaget) von Elspe (Elsepe), Sohn des + Cordes, bekundet, von Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede, den Hof zu Theten (Teten) zu Lehen empfangen zu haben. An diesem Hof hat die Mutter des Ausstellers ihre Leibzucht. Zeugen: Johan Toley und Albert Becker, beide Bürger zu Meschede. Siegelankündigung des Ausstellers.
Datum 1466 Mai 13 (tercia feria post dominicam Vocem iocunditatis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1466 August 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Else Haken zu Eversberg (to dem Euersberge) verkauft eine Wiese die in der Gettebecke unter Hans Wullenweuers liegt, und zwei Ländereien, das eine zu fünf Scheffeln unter der Wiese zu den Kolwerden zu, das andere zu vier Scheffeln an der Hart an der Sommerseite, an Johan Frederkes von Meschede und seine Frau Alheyd. Die Verkäuferin verspricht Währschaft. Siegelbitte an Thomas von Holte, Richter des Erzbischofs von Köln zu Eversberg. Zeugen: Hans Schuuenstert und Hans Stuuer, beide Bürger zu Eversberg.
Datum 1466 Aug. 10 (ipso die Laurencii martiris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
vom Siegel nur Wachsrest anhängend.
Rückvermerk: Adam Joachims




1466 September 20
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Bernenchusen, Propst, Dekan und Kapitel der Kirche zu Meschede bekunden, sie hätten von frommen Leuten erfahren, daß der + Nolken von Melderke, der Meier ihres Hofes zu Horn, und sein + Sohn Johan die Alken, die Mutter des Johan Schaffsteyns, freigelassen haben, so wie der Derdrut der alten Steysessche von den genannten Meiern die Freiheit verliehen wurde. Die Aussteller erklären, daß Alken ihre Freiheit behalten soll. Siegelankündigung des Propstes und des Kapitels und des Noldeke von Melderke Datum 1466 Sept. 20 (up sente Matheus avent) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1466 Oktober 09
Permalink der Verzeichnungseinheit

Godert Wrede und seine Frau Alvert verkaufen eine Rente von vier Schillingen Arnsberger Währung aus ihrem Gut zu Bigge, das Johan Papen unter hat, an Dekan und Kapitel des Stifts Meschede. Der Kaufpreis beträgt sechs oberländische rheinische Gulden. Die Rente ist fällig Tährlich zu Martini. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Godert auch im Namen seiner Frau, Siegelbitte an Volmer Scroder, Bürgermeister zu Meschede. Zeugen: Johan Teuley, Frederich Scroder, Albert Becker und Hans Hunt.
Datum 1466 Okt. 9 (up sente Dionisius dagh) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
beide Siegel (unkenntlich) anhängend




1466 Oktober 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Cord von der Hoyue gen. Bisschoip, Bürger zu Soest, bekundet, von Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede, drei Morgen Landes zu Lehen empfangen zu haben. Diese liegen an dem Hoppenstaken an dem Meiningser (Meynninchuser) Wege. Von diesen drei Morgen gehen zwei Morgen von dem Wege nach Westen und ein Morgen nach Osten. Auf diesem Land steht die große Weide. Cord hat dieses Land von Johan von Boekem gekauft. Siegelbitte an Hinrich von Stenforde, Richter zu Soest. Zeugen: Johan Leuenicht und Johan Roider, beide Bürger zu Soest.
Datum 1466 Okt. 16 (ipso die Galli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1467 Januar 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Volpert Sprenger, Bürger zu Soest, bekundet, von Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede, drei Morgen Landes zu Lehen empfangen zu haben. Dieses Land liegt im Lyntloe unter Meiningsen (Meynninchusen) in der Nähe des Landes der Spitäler (speitteler) und in der Nähe des eigenen Landes des Ausstellers. Dieses Lehen hatte ihm Herman Gruetbeke verkauft. Bitte an Berndt Smullinck, weltlicher Richter zu Soest, um Anhängung des Gerichtssiegels. Zeugen: Telman von Velmede und Tilmans Herdegell, beides Bürger zu Soest.
Datum 1467 Jan. 26 (secunda feria post Vincentii beati martiris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1468 September 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henneke von Berninchusen, seine Frau Greyte und Otberch, die Schwester der Greyte, verkaufen an Teypelen Sprenger, Bürger zu Grevenstein (to dem Greuensteyne), und dessen Frau Katherina ihren Hof, gelegen zu Wenholthausen (Wynholthusen) oben im Dorfe. Diesen Hof bewohnt und hat unter Toninges Domes, Sohn des + Ekerus. Der Hof heißt "unter der Heyge". Die Verkäufer lassen das Gut auf und versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Henneke auch im Namen seiner Frau und seiner Schwägerin. Da das Gut von Herman von Ole, dem Oheim bzw. Schwager der Aussteller, zu Lehen geht, bitten diese ihn als Zeichen seiner Zustimmung um Besieglung. Zeugen: Arnd von Berninchusen, Propst zu Meschede, Kracht Rump von der Wenne (Wene), Hunolt von der Horst und Johan Toley, (beides) Bürger zu Meschede.
Datum 1468 Sept. 22 (quinta feria proxima post festum beati Mathei apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Ausstellers anhängend, vom 2. Siegel nur Wachsrest.
Rückverm.: ... nunc est dictus Greuen




1469 März 05
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arnold von Berninghusen, Propst zu Meschede, belehnt die Brüder Johann und Swycker, Söhne des Johan von Tulen, Bürger zu Brilon (Brylon), mit einer Hufe Landes zu Lederke vor Brilon, wie sie vorher + Brechtiken Brechtekens innehatte. Siegelankündigung des Propstes.
Datum 1469 März 5 (ipsa dominica Oculi mei) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1470 Juli 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johans Scheper, Sohn des + Frederich Schepers, Bürger zu Soest, bekundet, von Arnold von Berninchusen, Propst zu Meschede, als Mannlehen den Hof zu Großen Ampen bei Soest empfangen zu haben. Dieser Hof liegt neben dem des Herrn Johans von dem Broike. Der Aussteller hat den Hof von Albert Swartte gen. Goswin [...] gekauft. Siegelbitte an Bernt Smullinck, weltlicher Richter zu Soest. Zeugen: Herr Johan Wryuer und Tilmans Herdegell.
Datum 1470 Juli 30 (feria secunda post festum Jacobi beati apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab
in der Urkunde ein größeres Loch




1471 April 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Cord Graes, Bürger zu Warstein (Warsten), und seine Frau Alheyt verkaufen an Cord Dullen, Kanoniker zu Meschede, und an dessen Mutter Katherine eine Kornrente von sechs Müdde Hartkorn Warsteiner Maßes, halb Roggen und halb Gerste, aus ihrem Hause zu Warstein. Dieses liegt zwischen den Häusern des Helwych und des Roliches. Es gehörte früher Klyncken. Außerdem ist die Rente aus folgendem Saatland der Verkäufer zu zahlen: einer Dreigerde bei dem Nygensoy bei dem Lande des Hauenicht, einer Sechsgerde bei der Lembeke bei dem Lande des Deydeken, einem Morgen an dem Schoren bei dem Lande des Cleuiete, einer Sechsgerde an dem Ryfneyge bei dem Lande des Dullen, drei Morgen bei der Bremeke bei dem Lande des Schultensanders, einer Sechsgerde bei der Stulkeswiese bei dem Lande des Betteken, einer Fünfgerde auf dem Bylsten bei dem Lande des Henneken Kettels, einer Sechsgerde auf dem Rodenlande bei dem Lande des Kranen, einer Dreigerde auf dem Rodenlande bei dem Lande des Bringman, 3 1/2 Morgen in dem Westerbroke, die sich zum Lande des Kranen wenden, einer Dreigerde auf dem Dorbussche bei dem Lande des Dullen, zwei Morgen auf den Vosseholer bei dem Lande des Pepper, einem Morgen hinter dem Hilgeberghe bei dem Lande des Johan Suden, zwei Morgen auf der Kopperkulen bei dem Lande des Eygelen, einer Sechsgerde bei dem Gronenwege neben dem Lande des Dullen, einer Fünfgerde auf dem Musschede bei dem Lande des Egelen, einer Sechsgerde auf den Schoren, die wendet um auf das Land des Mushopes, einer Dreigerde an dem Hauerschede, die auf Reber Dynge stößt, einem Morgen bei dem Trewen Broke, der auf das Land des Dullen stößt, 1/2 Morgen vor dem Bylsten, der auf das Land des Tonnynges Byggen stößt, einer Dreigerde vor dem Bilsten, die stößt auf "gyt hert hillen her", sieben Ruthen an der Wulfkameren neben dem Lande des Tutell. Die Rente ist frei on allem Dienst, Schoß, Wachen und Reiten. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelbitte an Arnd Tyleken, geschworener Richter zu Warstein. Zeugen: Johan Tutell, Pastor, Herman Woylen, Bürgermeister, und Gert Besteken, Bürger zu Warstein, als Standgenossen dieser Verhandlung.
Datum 1471 April 28 (des anderen sundach na dem hilligen Passchedage) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Gleichzeitige Abschrift, Papier, deutsch




1472 September 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Teypelle, Bürger zu Grevenstein (to deme Greuensteene), und seine Söhne Folpert und Henrich verkaufen den geistlichen Schwestern und Klausnerinnen auf dem Keppelsberge bei Meschede ihren Hof genannt Teypellen Gut zu Grevenstein, geheißen das Gut vor der Heggen, gelegen zu Wenholthausen (Wenholthusen). Dieses Gut bebaut Tonyes vor der Heggen. Teypelle hat es von Herman von Oell, seinem Junker, zu Lehen empfangen. Die Verkäufer lassen das Gut vor dem Lehnsherren zugunsten der geistlichen Schwestern auf und versprechen Währschaft. Siegelbitte der Verkäufer, die kein eigenes Siegel haben, an Cord den Wreden zu Reigern (Reyderen), ihren Junker, an den Lehnsherren Herman von Oell und an Hans Knapsteyne, Richter des Erzbischofs von Köln zu Wenholthausen, vor dem der Verkauf erfolgte. Standgenossen des Gerichts: Hans Hunt, Bürger zu Meschede, Hans Affelman und Hinrich Kosters zu Wenholthausen.
Datum 1472 Sept. 30 (feria quarta post Michaelis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
1. Siegel ab, das des Herman von Ole und des Richters anhängend




1472 Dezember 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Albert Becker, Bürgermeister zu Meschede (Messchede), und seine Frau Elseke schenken für ihr und ihrer Eltern Seelenheil dem Dekan und Kapitel der Kirche zu Meschede eine Rente von sechs Schillingen, wie sie in der Grafschaft Arnsberg gängig sind. Die Rente ist aus ihrem Garten zu zahlen, der über der Wedemhufe der Kirchspielskirche zu Meschede an der Ruhr (over der Rure) über der Hufe des Brullinchusen liegt. Wenn einer der beiden stirbt, soll das Stift drei Schillinge beziehen und dafür die Memorie halten. Die volle Rente soll das Stift nach dem Tode von beiden bekommen. Diese sollen auf dem Kirchhof der Stiftsherren ihr Grab finden wie andere, die Memorien gestiftet haben. Die Stiftsherren sollen das Recht haben, den Garten auszutun, und erhalten dafür den Weinkauf. Siegelbitte an Johan von Ruden, Richter des Erzbischofs von Köln, da die Aussteller selbst kein Siegel haben. Zeugen: Degele Smytmans, Bürgermeister zu Meschede, und Brochart Kremer.
Datum 1472 Dez. 21 (up sent Thomas dagh des hilligen apostels) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Rest des Siegels (mit Hausmarke) anhängend




1473 Januar 05
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gerlach Suarman und seine Frau Gerdrut verkaufen an Dekan und Kapitel zu Meschede eine Rente von 13 Schillingen, wie sie in der Herrschaft Arnsberg gängig sind. Die Rente ist jährlich fällig zu Michaelis und zu bezahlen aus dem Zehnten zu "Sikerbecke", gelegen vor Olsberg (Oelsberge) im Kirchspiel Bigge (Biie). Dekan und Kapitel können diese Rente als Memoriengelder ihrer Kirche verteilen. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Gerlach auch im Namen seiner Frau. Zeugen: Hinrich Smedes, Pastor zu Meschede, und Johann Heynemanni, Vikar daselbst.
Datum 1473 Jan. 5 (in vigilia Epiphanie Domini) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: dusse drutteyn schillinch geldes rente mach man weder kopen up Epiphanie Domini alle jar achte dage vor ofte na vor veirteyn marck




1473 Juli 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henneke von Berninchusen, seine Frau Margareta und Oitbergh, die Schwester der Margareta, verkaufen an Dekan und Kapitel der St. Walburgiskirche in Meschede für 150 oberländische rheinische Gulden die Hälfte des "Hukelholt", gelegen vorn an dem Walde über dem Dorfe Hückelheim (Hukelhem) [= Galiläa] östlich von Eversberg (yn dat oesten na dem Euersberge). Dieses Gehölz ist freies Eigengut. Das Gehölz hatte der + Folpert von Vissbeke, der frühere Ehemann der gen. Margarete, und diese dem + Hunold von Hanxlede und seiner Frau Gerdrud und dem Ritter Johan von Hanxlede und seiner Frau Margarete mit eigenem Gelde abgekauft, wie es die betreffenden Urkunden enthalten, die dem Stift Meschede mit übergeben werden. Die Verkäufer lassen den ausgezeichneten und abgeschnadeten Teil des Holzes vor dem weltlichen Gogerichte zu Meschede vor dem Gorichter Johan von Ruden auf. Falls Margarete und Oitbergh eine Leibzucht oder Morgengabe an der Hälfte des Gehölzes haben sollten, so leisten sie darauf Verzicht. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelankündigung des Henneke auch im Namen seiner Frau und Schwägerin, Siegelbitte an Cord Wrede von Reigern (Reideren), Folpert von Bernynchusen und Cracht Rump sowie an den Richter. Standgenossen des Gerichts: Meister Hermann Gresemunt, Propst von St. Walburgis in Soest, Johann Eppynck und Arnd Lodelynck, beides Kanoniker von St. Patrokli, Noldeke von Bernynchusen der Ältere, Volmer Schroders, Bürgermeister, Johann Frederikes, Hans Viisscher und Johan Boedeners, Bürger zu Meschede.
Datum 1473 Juli 21 (in profesto beate Marie Magdalene) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
alle fünf Siegel anhängend.
dabei Abschrift des 16. Jahrh.




1473 Oktober 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heyneman Wryge, Bürger zu Warstein (Warsten), und seine Frau Else verkaufen eine Rente von vier Schillingen Geldes, wie es zu Warstein gängig ist, für fünf Mark an Cord Dullen, Dekan zu Meschede. Die Rente ist zu zahlen aus dem Haus, den Kammern und Scheuern der Verkäufer, gelegen bei dem Hause der Tutelerschen gegenüber dem Wedemhofe über der Straße. Fällig ist die Rente jährlich zu Michaelis bzw. bis acht Tage danach, und zwar frei von Schoß, Stadtdienst und Schatzung. Die Verkäufer versprechen Währschaft. Siegelbitte an Arnt Tyleke, Richter des Erzbischofs von Köln zu Warstein. Zeugen: Johannes Tuteler, Pastor, Engelbert Kettel, Vikar, Johan Klenge und Dyderich Tuteler, Bürger zu Warstein. Datum 1473 Okt. 10 (die Gereonis et Victoris) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: illam literam do pro memoria mea in ecclesia Meschedensi, sed nullius valoris, sed est alienata in aliam literam Johannis Gotschalks




1474 März 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel der St. Walburgiskirche zu Meschede bekunden, sie hätten die Hälfte des Hukelholtes von Henneke von Bernynchusen, seiner Frau Greyte und der Oitberg, der Schwester der Greyte, gekauft. Dabei wurde vereinbart, daß man auf dem Chore ihrer Kirche Vigilien, Seelenmessen, Fürbitten und Präsenzien halten soll an dem Todestag von Hermann von Hukelhem, seiner Frau Greyte und des Johann von Viisbeke, des Sohnes der Greyte. Wenn die drei Verkäufer sterben, soll in gleicher Weise ihr Jahresgedächtnis gefeiert werden. Jeder Kanoniker, der Priester ist, soll dann Messe halten und dafür die Präsenzien(gelder) beziehen. Einen Schilling für Weißbrot soll man um Gottes Willen geben. Wenn einer von den Erben der drei Verkäufer nach ihrem Tode Ansprüche an das genannte Gehölz stellen sollte, so haben sie an Dekan und Stift 150 rheinische Gulden kurfürstlicher Münze zu zahlen, die das Stift dann für die Memorien anlegen will. Ankündigung des Siegels durch Dekan und Kapitel. Zeugen: Noldeke von Bernynchusen der Ältere, Folpert von Bernynchusen, sein Vetter, Volmer Schroders und Hunolt von der Horst, beides Bürger zu Meschede.
Datum 1474 März 2 (feria quarta proxima post festum beati Mathie apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Rest des Siegel anhängend.
Rückverm.: reversales capituli über ihren theill des Huckelholtzes




1474 April 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Tonies von Tenckhusen, Sohn des + Gordes, und seine Frau Katryne bekunden, sie hätten an Hunold von der Hoirst und seine Frau Styne den niedersten Teil ihrer Wiese verkauft. Dieser liegt unter dem Hofe der Verkäufer. Er ist mit drei Steinen gekennzeichnet. Inbegriffen ist die Scheuer. So, wie der oberste Balken der Scheune nach dem Dorfe steht, geht die Grenze geradewegs über nach dem Wasser (und alse dey oveste spare van der schuren steyt na dem dorpe geyt dey schedinge an recht twes over na dem water), wie es mit den drei Steinen abgezeichnet ist. Der Kaufpreis beträgt 20 schwere oberländische rheinische Gulden. Die Verkäufer haben das Geld verwandt für die Bezahlung der Dienst-Bede, die sie dem Landesherrn und Herrn des Kapitels zu Meschede schuldig waren. Da das Gut, zu dem die Wiese gehört, ein freies Vogtgut des Kölner Erzbischofs ist und vom Propst zu Meschede zu Lehen geht, bitten nun die Verkäufer den Johann Sartoris, Scholaster zu Meschede und zur Zeit Verwahrer der Propstei, und den Hermann Myddendorp, Freigraf des Kölner Erzbischofs, um Zustimmung. Diese wird gewährt unter der Bedingung, daß die Verkäufer oder ihre Erben die Wiese jährlich zu Weihnachten bzw. bis acht Tage danach für die 20 Gulden zurückkaufen können. Siegelbitte an den Scholaster und den Freigraf. Zeugen: Volmer Schroder, Godert Mesterman, Cort zu Enkhausen (Teynchusen), Hans Wullenweuer.
Datum 1474 April 28 (op donnerstach vor sunte Walburgen daghe) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Gleichzeitige Abschrift, Papier, deutsch




1474 Mai 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Tonies von Tenchusen und seine Frau Katherina bekunden, dem Steyueken Schroder, Bürger zu Meschede, und seiner Frau Gerdrud 8 1/2 Gulden schuldig zu sein. Davon haben sie jährlich zu Jacobi in Meschede eine Mark abzubezahlen. Wenn das nicht geschieht, dürfen sich die Gläubiger an dem Anteil der Schuldner an der Wiese unter Enkhausen (Tenchusen) in der Nähe des Dorfes, geheißen das oberste Tal, schadlos halten. Von dieser Wiese läd man zwei Fuder Heu. Wenn die Mark nicht bezahlt ist, haben die Aussteller bzw. die Inhaber der Wiese, sobald das Gras zu Heu gemacht worden ist, dies dem Gläubiger kund zu tun. Wenn beides nicht geschehen ist, können sich die Gläubiger an den ganzen Wiesenplatz halten und ihn nach Belieben nutzen. Die Schuldner versprechen Währschaft. Da die Wiese Vogtgut des Erzbischofs von Köln und Lehen des Propstes zu Meschede ist, bitten die Schuldner den Hermann Middendorp, Freigraf zu Eversberg (to dem Euersberghe), und Johan Sarthoris, Scholaster zu Meschede und zur Zeit Procurator des Propstes zu Meschede Johan Heselers, um Besieglung als Zeichen der Zustimmung, da die Aussteller kein eigenes Siegel haben. Zeugen: Degele Smytmans, Bürgermeister zu Meschede, Gokel Rychter, Hinrich Schulte zu Horbach (Horbeke) und Hans zu Enkhausen (Tenchusen).
Datum 1474 Mai 7 (sabbato post Jubilate) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Gleichzeitige Abschrift, Papier, deutsch




1474 August 04
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Recgwin, Bürger zu Geseke, bekundet, von Dekan und Kapitel zu Meschede namens des Rates zu Geseke den Zehnten zu Elsinckhusen und zu Wythem zu Lehen empfangen zu haben. Siegelbitte an Bürgermeister und Rat zu Geseke.
Datum 1474 Aug. 4 (feria quinta post Vincula Petri) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Stadt Geseke anhängend




1474 August 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hermann [...], Bürger zu Soest, bekundet, von Johann Sartoris, Scholaster der Kirche zu Meschede, im Auftrage des Propstes Johan Heselers mit sechs Morgen Landes im Meiningser Tale (Meyninchuser daele) belehnt worden zu sein. Dieses Land hatte vorher sein + Vorfahr Hinrich von Hoeuele von dem früheren Propst Arnold von Berninchusen zu Lehen. Siegelankündigung des Ausstellers. Zeugen: Johan Leuenicht und Tilmans Herdegell.
Datum 1474 Aug. 8 (feria secunda proxima post Sixti beati pape ac martiris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1475 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Helke Schenkebers verkauft an Johan Suepper den Jungen und seine Frau Katherinen zwei Morgen auf dem Rodenlande bei dem Lande des Klosters Grafschaft (der heren von Grasschop) und eine Wiese, gelegen in der Hirschberger (Herttesbergesschen) Becke unter der Wiese des Klyngen und über der Stadtwiese. Die Verkäuferin verspricht Währschaft und läßt die gen. Güter auf. Siegelbitte an Henrick Sander, weltlicher Richter des Erzbischofs von Köln zu Warstein. Zeugen: Wylhelm Scheppe und Hans Groue.
Datum 1475 Juni 24 (ipso die Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: Suepper in Warsten hanc literam vendidit et tradidit domino Conrado Dullen, prout patet in litera incipiente "Ich Hans Suepper etc." de VI solidis



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