Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden

1501 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Westphall, Propst zu Meschede, belehnt mit dem Hof zu Nieder- Salwey (Nedern Salueye) im Esloher (Esleuer) Kirchspiel, gen. das Gut "vor dem Dore", den Hans Wilken. Dieses Gut hatte früher der + Hinrick Stail unter. Zeugen: Arnt Prouestes und Johan Korten, Lehnsmannen des Propstes. Ankündigung des Propsteisiegels.
Datum 1501 Juni 24 (ipso die nativitatis Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Propstes (beschäd.) anhängend




1501 Oktober 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zwischen Wilhelm Westphal, Propst zu Meschede, und Godefert Halffeswisch, Bürger zu Meschede, bestand ein Streit über einen Zins aus dem von Godert bewohnten Hause. Während der Propst jährlich zwei rheinische Gulden beanspruchte, wollte Godert nur zehn Schillinge für jeden Gulden geben. Beide Parteien überlassen die Entscheidung dem Heinrich von Berninchusen, Dekan, und dem Volmar, Bürgermeister zu Meschede. Diese setzen fest, daß Godert für die rückständige Schuld zehn Schillinge für jeden Gulden zu entrichten hat. Solange der Gulden mit zwölf Schillingen gerechnet wird, hat er die zwei Gulden mit zwei Mark Arnsberger Währung zu bezahlen. Wenn aber von dem Arnsberger Geld ein Abschlag vorgenommen wird und der Gulden wieder zehn Schillinge zählt, hat Godert wieder zehn Schillinge für den rheinischen Gulden zu zahlen. Die Verschreibung auf das Haus ist davon nicht betroffen. Siegelankündigung von Dechant und Bürgermeister.
Datum 1501 Okt. 13 (feria quarta post Dionisii) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
aufgedrücktes Siegel ab




1502 Oktober 06
Permalink der Verzeichnungseinheit

Goddert von Endorp bekundet auch im Namen seiner Frau Margarete, er und und sein + Vater Hermann von Endorp hätten bis auf den heutigen Tag das Recht gehabt, die Güter Gerstenbroick, Kotmans und de Gotte, gelegen im Dorf Endorf (Endorp), zu verlehnen. Diese Güter seien Lehen des Propstes zu Meschede. Goddert sei verpflichtet, sie vom Propst als Lehen in Empfang zu nehmen. Dies habe er nicht getan, weil er sein Recht an diesen Gütern dem Propst Wilhelm Westphall verkauft habe. Er habe alle Urkunden über diese Güter dem Propst übergeben. Der Verkäufer verspricht Währschaft. Siegelankündigung des Goddert auch im Namen seiner Frau.
Gegeben zu Arnsberg (Arnsborch) 1502 Okt. 6 (feria quinta post festum sancti Francisci confessoris).
Arnsberg (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1503 März 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Smytman und seine Frau Styne Bichters bekunden, Wilhelm Westphail, Propst zu Meschede, habe von Coird von Boene und seiner Frau Lysen die Urkunde gekauft, die die Aussteller zusammen mit der + Else und Johann Bichters dem + Herman Smytmans gegeben hätten. Diese Urkunde beträfe 50 rheinische Goldgulden auf dem Haus, das Herr Bichter errichtet und bewohnt habe. Sie beginnt "Ick Elsike Bichters" und endet "Datum 1489 die Juliane virginis". Die Aussteller haben es nach den Verhandlungen mit Lysen, der jetzigen Ehefrau des Coridt von Boenen, nicht versäumt, ihre Ansprüche dieser gegenüber zu behalten, wobei dies der Urkunde über das Haus und die 50 rheinischen Goldgulden gegenüber dem Propst nicht nachteilig sein soll. Somit erklären die Aussteller, daß Dekan und Kapitel der Kirche zu Meschede oder mit ihrer Zustimmung der Frühmeßner nach dem Tode des Propstes das Recht haben, von seinen Sachwaltern oder den Inhabern der Urkunde das Haus für 60 rheinische Goldgulden zurückzukaufen, wie es betreffs des Baus zwischen dem Kapitel und dem + Herrn Bichter vereinbart wurde. Da Styne an dem Hause ihre Leibzucht hatte, die Johan Smytman dem Propst aufgelassen und dafür zehn rheinische Goldgulden empfangen hatte, beträgt nun die Summe 60 rheinische Goldgulden. Darüber leisten die Aussteller Währschaft. Sie bitten Dekan und Kapitel um Anhängung des Siegels ad causas.
Gegeben 1503 März 13 (des maendaiges nae dem sundage Reminiscere). Ankündigung der Unterschrift durch Johan. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: littera domus canonicalis lapideae prope Philippum Frederichs




1503 Mai 16
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Westphall, Propst zu Meschede, bekundet, vor ihm sei der Knappe Diderick Westphall, Lehnsmann seiner Propstei des Hofes zu Remblinghausen (Remelinchusen), erschienen und habe erklärt, er habe von Tileken Schroder, Bürger zu Winterberg, und seiner Frau Alheid 13 rheinische Goldgulden empfangen. Dafür habe er dem Tileken mit dem Recht des Wiederkaufs ein Gut zu Wernsdorf (Wernstorp) [Wüstung 3 km östlich von Winterberg] bei Winterberg verkauft und verpfändet. Dieses Gut gehöre zu dem Hofe zu Remblinghausen. Auf Bitten des Diderick belehnt der Propst den Tileken mit dem Gute. Zeugen: Johan Rump zu Remblinghausen und Johan Korte, Lehnsmannen des Propstes. Ankündigung des Propsteisiegels.
Datum 1503 Mai 16 (feria tertia post dominicam Cantate) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Propstes (die Hälfte ab) anhängend




1505 Januar 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anna von Laer verkauft auch im Namen ihres Sohnes Vincentius von Laer dem Aloff Koneman, Bürgermeister zu Werl (Werle), und dessen Frau Agaten ihr Recht in dem Luer, das von Swedinckhusen herkommt, und zwar jährlich acht Anteile an der Mast (achte wagen mast), wenn Eintrift in dem Luer anfällt. Die Verkäuferin verspricht Währschaft mit Ausnahme des Wennegeldes und des Hudegeldes. Sie leistet Verzicht vor dem Gericht zu Menden. Siegelbitte an ihren Sohn Vincentius von Laer und an Tonies von Essen, Richter zu Menden. Standgenossen: Frederich von Schaphausen und Peter in dem Schottenbergh.
Datum 1505 Jan. 19 (up sondach Circumdederunt me in septuagesima) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung der Abschrift durch den Notar Everhard Hortulang bzw. Baltzer Rechelman (16. Jh.).
in: Meschede, Akten Nr. 984




1505 Februar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Thonyes Scheyue zu Erflinghausen (Erfflinchusen) [bei Reiste], seine Frau Mette und ihre Söhne Tygges und Noldeke verkaufen eine Rente von acht Schillingen an Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede. Die Rente ist fällig zu Petri Stuhlfeier und zu zahlen aus dem Hause und dem freien Eigentum der Verkäufer zu Erflinghausen, das sie zur Zeit bewohnen. Die Kaufsumme ist den Eheleuten von Johan Richardis, Kanoniker von St. Walburgis, gezahlt worden. Dafür sollen in dieser Kirche zwei Memorien für den + Burchart Kremer und seine + Frau Zircken gehalten werden. Die Verkäufer haben das Recht, die Rente jährlich zu Petri Stuhlfeier bzw. acht Tage davor oder danach mit zwölf Gulden zu zehn Schillingen, wie sie in der Grafschaft Arnsberg gängig sind, zurückzukaufen. Siegelbitte der Verkäufer an Gobbel Konnynck, Richter des Kölner Erzbischofs zu Reiste. Zeugen: Johan Knapsteyn, Vizecurat, und Tonyges, Vicar zu Calle.
Datum 1505 Feb. 22 (die sancti Petri ad Cathedram) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: m444, Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters anhängend




1505 Mai 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Frederich Dickmann, Bürger zu Eversberg (tom Euersborge), und seine Frau Alheit verkaufen an Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede eine Rente von vier Schillingen Arnsberger Währung aus ihrer Wiese, gelegen unter de Sneppenberge neben der Vysdomeschen Wiese. Wenn die Verkäufer in der Bezahlung der "Pacht" säumig werden, dürfen die Käufer die Wiese an sich nehmen. Die Verkäufer können die Rente jährlich zu Walburgis bzw. bis acht Tage danach für vier oberländische rheinische Gulden zurückkaufen, wenn die Jahrespacht zuvor bezahlt ist. Bitte an Bürgermeister und Rat der Stadt Eversberg um Anhängung des Stadtsiegels, da der Austeller kein eigenes Siegel hat. Zeugen: Johan Kegels, Altbürgermeister, Hans Kreuet, Hans Krane, alles Bürger zu Eversberg.
Datum 1505 Mai 25 (die Urbani pape et martiris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Stadt Eversberg (gut erhalten) anhängend




1505 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Tonyges Dommes und seine Frau Grete verkaufen eine Rente von fünf Schillingen an Dekan und Kapitel zu Meschede. Die Rente ist fällig jährlich zu Pfingsten und zu bezahlen aus der Wiese der Verkäufer bei der Mühlenschlacht (mollenslacht) zu Eversberg. Diese Jahrespacht wurde abgekauft für sechs gute schwere oberländische rheinische Goldgulden von Eilman Cleyndanck, Johan Burchardes und Johan Gresemutd, alles Kanoniker zu Meschede, und der Ziirken Degelen als Testamentsvollstrecker des + Johan Degelen, Alt-Primissar der Walburgis-Kirche zu Meschede. Dafür soll seine Memorie gehalten werden am Feste des Apostels Barnabas, und zwar am Abend vorher mit Vigil und am Tage selbst mit einer Seelenmesse und Fürbitte. Von der Rente sollen vier Schillinge als Präsenzgelder bestimmt sein und der fünfte Schilling für Weißbrot für die Armen. Wenn die Verkäufer die Rente zu Pfingsten oder bis 14 Tage danach nicht entrichten, so können die Käufer die Wiese vergeben oder selbst nutzen. Wenn von der Stadt Eversberg auf die Wiese Schoß, Stadtdienst oder eine Belastung (swarheit) gelegt werden, so wollen die Verkäufer diese Belastungen auf sich nehmen. Die Verkäufer behalten das Recht, die Rente jährlich zu Johannis bzw. acht Tage davor oder danach für sechs gute schwere oberländische rheinische Goldgulden zurückzukaufen, wenn die Jahrespacht zuvor bezahlt ist und die Gulden schwer genug und von Gold sind. Bitte an Bürgermeister und Rat der Stadt Eversberg um Anhängung des Stadtsiegels, da die Verkäufer kein eigenes Siegel haben. Zeugen: Hans Dommes, Richter zu Eversberg, Stiefvater des Tonyges, und Johann Kegell, Bürgermeister zu Eversberg.
Datum 1505 Juni 24 (die nativitatis sancti Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: ... Hermann Schulte modo habet pratum et solvit (anno 1602)




1507 Juni 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Westphall, Propst zu Meschede, belehnt Thonyes Schulteken zu Endorf (Endorp) mit einem Viertel des Kotmans-Gutes (folgt wie Nr. 561) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1507 Juni 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Westphall, Propst zu Meschede, belehnt Johan Schulten den Jüngeren zu Endorf (Endorp) mit dem Viertel des Kotmans-Gutes und dem Viertel des Gutes Gerstenbroick. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Hinrich von Berninchusen und Diderich Westphall zu Remblinghausen (Remmelinchusen), Lehnsmannen des Propstes. Datum 1507 Juni 8 (am dinxdage na Bonifatii) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1507 Juni 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Westphall, Propst zu Meschede, belehnt Hinrich Gerstenbrock zu Endorf (Endorp) mit der Hälfte des Gutes Gerstenbrock und mit der Hälfte des Gutes Kotmans (folgt wie Nr. 561) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1507 September 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Westphall, Propst zu Meschede, belehnt Hans Becker, Bürger zu Eversberg, mit einer Hufe Landes zu Velmede vor der Brücke (vor der Bruggen), geheißen das Hilgen-Gut. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Tonniges Schonnen und Hans Vulhezen, Lehnsmannen des Propstes.
Datum 1507 Sept. 24 (sexta feria post Mathei apostoli) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1508 Juni 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Brüder Hinrich Menge und Idel Menge von Graffen verkaufen für 45 gute schwere oberländische rheinische Gulden dem Mathises Tisteken, Pastor zu Erwitte, eine Rente von 18 Müdde Hartkorn in Roggen und Gerste Lippstadter Maßes aus ihrem Hof und Gut zu Anröchte, geheißen der Steenhoff. Dieser liegt zwischen den Höfen des Johan Sorpman und des Nolken Schotteler bei dem Hof der von Meschede. Den Hof bebauen zur Zeit Gerdt Volle und Hans Becker als "handtdedich genoeten". Die Rente ist jährlich zu Martini nach Lippstadt (tor Lippe) zu liefern. Sie kann jährlich zu Martini für die genannte Summe zurückgekauft werden. Siegelankündigung der beiden Brüder. Siegelbitte an Wilhelm Westphall, Propst zu Meschede, von dem der Hof zu Lehen geht, als Zeichen der Zustimmung. Gegeben 1508 Juni 23 (in vigilia nativitatis beati Johannis Baptiste). Die Aussteller verpflichten sich, die Rente innerhalb der nächsten acht Jahre abzulösen. Siegelankündigung des Idel auch im Namen seines Bruders Hinrich.
Datum 1508 Juni 28 (in vigilia beatorim Petri et Pauli apostolorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt (datum per copiam der Urk. von Juni 23), Perg., deutsch.
Siegel ab




1508 Dezember 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede geben dem Gobbelen von Daell, Bürgermeister zu Soest, zwei Salzhäuser zu Sassendorf (Sassendorp) auf zwölf Jahre, beginnend mit dem Datum der Urkunde, in Gewinn. Dafür hat er dem Stift jährlich zu Christi Himmelfahrt 17 Molden Salz und den Herren des Schwarzen Klosters zu Soest drei Molden Salz zu liefern. Ankündigung des Siegels ad causas durch die Aussteller.
Gegeben 1508 Dez. 26 (up sunte Stephens dagh des ersten mertelers).
Gobbel von Daell verspricht die pünktliche Entrichtung der Salzpacht. Er bekundet, kein anderes Recht an den Salzhäusern zu haben als nur den Gewinn, und kündigt sein Siegel an. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt der Urkunde von Dekan und Kapitel (Datum per copiam).
Siegel ab




1509 Oktober 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Westphall, Propst zu Meschede, belehnt Cracht, den Sohn des Schulten zu Blessenohl (Blessenoell) im Kirchspiel Hellefeld (Heluelde), mit einer Hufe daselbst. Diese Hufe hatte vorher der + Goseken zu Lehen. Zeugen: Herman von Brylon und Johan Buck, Lehnsmannen des Propstes.
Datum 1509 Okt. 25 (ipso die Crispini et Crispiniani martirum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1509 November 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes Riue von Recklinghausen (Reckelinchusen), Regular-Kanoniker von St. Meinolph zu Böddeken (Badeken), bekundet, die Herren von Böddeken hätten den halben Zehnten zu Stockheim (Stochem) vor Geseke (Gesike) gekauft. Da dieser ein Lehen und Pachtgut von Dekan und Kapitel zu Meschede ist, so sei er von Hinrich Berninckhusen, Dekan zu Meschede, zugunsten des Klosters Böddeken belehnt worden. Ankündigung des Siegels ad causas des Klosters. Zeugen: Pater Anthon Arnsborch, Prior zu Volkmarsen (Volckquardinckhusen), und des Klerikers Stephan von Arnsberg (Arnsborch).
Datum Boddeken 1509 Nov. 12 (ipso die Lebuini confessoris) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Klosters (beschäd.) anhängend




1510 Mai 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vermerk: Am 11. Mai 1510 belehnte Heinrich von Berninchusen, Dekan von St. Walburgis in Meschede und Vizepropst des Wilhelm von Westphalen, Propst zu Meschede, den Gerhard Bulberch in Frenkhausen (Frenchusen), Kirchmeister der Pfarrkirche in Hellefeld (Heluelde), zu Behuf dieser Kirche mit einer Hufe usw., die der frühere Pastor von Hellefeld Bernhard von dem Loe als letzter Besitzer dieses Gutes der Kirche vermacht hatte. Geschehen im Umgang der Mescheder Kirche vor der Klausur (domum claustralem) des Herrn Joh. Gresemunt. Zeugen: Jodocus Kotman, Bürgermeister, und Heinrich Custos (Gelynckhusen), Bürger zu Meschede. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 16. Jh. auf der Rückseite der Urk. von 1439 März 29, (in Nr. 248), Papier, lat.




1511 März 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Elsge Bichters, Witwe des Johan Bychters, und ihre Kinder Johan, Jurgen, Gregors und Anna geben dem Herrn Jost Bychters, dem Sohn der Else, eine Rente von acht Müdde Hartkorn aus ihrem Hof zu Menzel (Mensel), genannt der Bychters-Hof im Gericht Rüthen (Ruden). Den Hof hat zur Zeit Hermann Scheper von den Ausstellern in Gewinn. Die Rente ist fällig jährlich zu Petri Stuhlfeier. Jost soll diese Rente als Teil seines väterlichen und mütterlichen Erbes erhalten. Die Rente soll der Stiftung hinzugefügt werden, die Zyrke Degelen, die Schwester der Elsgen, mit Zustimmung von Dekan und Kapitel im Münster zu Meschede (Mesede) auf den St. Catharinenaltar gemacht hat, wobei der gen. Jost der erste Besitzer des Altars ist. Was der Hof über die Rente hinaus erbringt, darauf darf Jost keinen Anspruch erheben. Die Aussteller wollen das, was von dem Hof versetzt oder verkauft ist, innerhalb der nächsten drei Jahre ohne Zutun des Jost zurückgewinnen. Die Aussteller versprechen Währschaft. Sie behalten kein Recht auf Wiederkauf. Bitte an Bürgermeister und Rat der Freiheit Meschede und an Gobelen Sochtrop, Richter zu Rüthen, um Anhängung der Siegel. Zeugen: Bürgermeister Godert op dem Markede und Johan Reyneke, Bürger zu Meschede.
Datum 1511 März 30 (op den sundach Letare) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Freiheit bis auf Rest ab, das des Richters anhängend.
Rückverm.: gyffte der VIII mudde gersten




1511 November 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vor den Magistern und Herren Heinrich von Bernynhusen, Dekan, Johannes Borchardi, Scholaster, Gotfrid Beckers, Thesaurar, Johannes Lunen, Cantor, und den übrigen Kanonikern der Kollegiatkirche von St. Walburgis in Meschede sowie dem Notar macht Tzyra Degelen von Meschede eine Stiftung für ihr und ihrer Vorfahren Seelenheil, besonders aber für ihren + Bruder Johannes Degelen, für Johann Bichter und seine Frau Elyzabet, für Johann Greuen in Geseke und seine Frau Gertrud. Mit Zustimmung von Dekan und Kapitel errichtet sie einen kirchlichen Dienst. Der Inhaber des Amts soll wöchentlich drei Messen, und zwar am Montag, Dienstag und Samstag auf dem in der Kollegiatkirche zu Meschede gelegenen Altar der hl. Katharina halten, deren Patrone die Jungfrau Maria, die hl. Katharina, der Evangelist Johannes und die hl. Ursula mit ihren Genossinnen sein werden. Der Inhaber des Amts hat Dekan und Kapitel den Eid des Gehorsams abzulegen. Er darf dem Thesaurar betreffs der Verwaltung von Wein, Hostien, Geleucht und Ornamenten keinen Schaden zufügen. Er hat sich vielmehr so zu verhalten wie andere, die ein ähnliches Amt haben. Auch in den anderen Rechten der Mescheder Kirche darf er dem Vicar des Katharinenaltars und dem Rektor des ersten Altars durch das Feiern seiner Messe nicht abträglich sein. In die Pfarrechte darf er sich in keiner Weise einmischen. An den Festtagen hat er an den Stunden und Gottesdiensten im Chor mindestens ein- oder zweimal teilzunehmen, besonders aber an den üblichen Prozessionen. Nach dem Willen der Stifterin hat er persönlich in Meschede ständig zu residieren, es sei denn, daß er studieren will. Wenn er zum Stand des Subdiakonats gelangt ist, darf er nur noch für drei Jahre durch den Scholaster dispensiert werden, vorausgesetzt, daß für die Abhaltung der drei Messen durch einen geeigneten Vicar gesorgt ist. Dieser bezieht dann die Einkünfte des Altars für diese Zeit. Wenn der Rektor des Altares sich ohne Erlaubnis entfernt und nicht innerhalb der festgesetzten Zeit zu den hl. Weihen gelangt, dann verliert er nach vorangegangener kanonischer Mahnung des Archidiakons automatisch ohne weiteren Beschluß seine Rechte an dem Altar. Er darf keine verdächtige Person bei sich im Hause haben. Wenn er eine solche nach der ersten Mahnung des Scholasters nicht innerhalb eines Trimesters entfernt, verliert er in gleicher Weise sein Amt. Das Patronatsrecht liegt in der Hand der Stifterin, nach ihrem Tode in der Hand ihres nächsten und ältesten Verwandten, der ehelicher Abkunft sein muß. Dieser hat innerhalb der gesetzlichen Zeit dem Scholaster, den die Stifterin, soweit es an ihr lag, für die Investitur ausgewählt hat, einen geeigneten Kleriker zu präsentieren, der aus der Verwandtschaft stammen soll, und zwar aus der Linie der Elyzabeth Bychteri, Catharina Richardi und der Maragarete Smedes, der Schwestern der Stifterin. Wenn aus der Verwandtschaft niemand geeignet ist oder nicht innerhalb von sechs Jahren zur Priesterweihe gelangen kann, so kann ein anderer außerhalb dieser Linie präsentiert werden. Dieser muß ein geeigneter Kleriker ehelicher Abkunft aus der Immunität Meschede sein, der innerhalb eines Jahres zum Priesterstand gelangen kann. Er ist dem Scholaster als dem Archidiakon des Offiziums zu präsentieren. Wenn der älteste Verwandte als Patron innerhalb eines Semesters keine geeignete Person benannt hat, geht das Präsentationsrecht auf einen anderen nächsten Verwandten über. Wenn der Scholaster den Präsentierten betreffs des Siegelrechts belastet, dann geht die Investitur auf den Dekan der Meschededer Kirche nach dem Willen der Stifterin über. Als erster soll Jodocus Bichteri, Priester der Kölner Kirche, dieses Offizium für immer innehaben. Dieser ist nach dem Willen der Stifterin nicht zu den Lasten des Amts verpflichtet, vorausgesetzt, daß die Messen durch ihn oder einen anderen Priester gehalten werden. Er braucht auch nicht Residenz zu halten. Da niemand aus eigenen Mitteln dienen kann und der, der dem Altar dient, auch vom Altar leben soll, ist das Offizium mit folgenden Einkünften ausgestattet: 30 Müdde Hartkorn, halb Roggen, halb Gerste, aus gewissen Äckern des + Jodocus Vulves bei der Stadt Kallenhardt, die zur Zeit Conrad Synneman und Hermann Hantho laut einer besiegelten Urkunde bebauen; mit 2 Müdde Hartkorn, die von Hermann Hantho, Bürger in Kallenhardt, gekauft wurden. Desgleichen hat die Witwe Elizabeth Bichter mit Zustimmung ihrer Nachkommen das Offizium mit acht Müdde Hartkorn dotiert. Diese sind aus ihrem Haupthof zu Menzel bei Rüthen zu entrichten. Der Hof heißt der Bychter-Hof und wird bebaut von Anthon Scheper. Außerdem wird das Offizium von der Stifterin ausgestattet mit einem Zins von sechs Goldgulden, der von dem Abt Theoderich, dem Prior Arnold von Buren und dem Konvent zu Bredelar (Breler) gekauft wurde und der aus dem Zehnten zu "Keffelen" und "Tespeke" zu zahlen ist; mit drei Goldgulden, die von Johan von Esleue, Bürger zu Attendorn, und seiner Frau Catherina gekauft wurden, und schließlich mit einem Goldgulden, der von Heynemann Douen, Bürger in Kallenhardt, und seiner Frau Catherina stammt. Einigen Verkäufern der Renten, und zwar von zehn Goldgulden, ist ein Recht auf Wiederkauf eingeräumt worden. In diesem Falle hat der Rektor des Offiziums mit dem Patron und dem Scholaster die betreffende Summe in jener Kiste zu deponieren, wo sich die Stiftungs- und andere Urkunden befinden, bis neue Renten dafür gekauft werden können. Die Urkunden über den Kauf der Renten und die Stiftungsurkunde sollen in einer Kiste oder Kapsel verwahrt werden, die mit zwei Schlüsseln verschlossen ist. Davon soll einen der Scholaster, den anderen der Rektor des Offiziums besitzen. Die Kiste soll sich an dem Ort befinden, der vom Kapitel und Archidiacon bestimmt wurde bzw. an dem die anderen Vikare der Mescheder Kirche ihre Urkunden zu verwahren pflegen. Die Kiste darf nur geöffnet und die Urkunden nur entnommen werden, wenn der Archidiakon, der Patron und der Rektor gleichzeitig anwesend sind und ihre Zustimmung geben. Bitte der Stifterin an den Notar um Ausfertigung des Notariatsinstruments und um Anhängung der Siegel des Kapitels und des Scholasters.
Geschehen in Meschede im Kapitelshause von St. Walburgis 1511 Nov. 29 (sabbati penultima mensis Novembris). Zeugen: Johann Durcop und Jodocus Musenblot, Priester der Kölner Diözese.
Beglaubigung durch den Notar Christian Sartorius, Kleriker der Kölner Diözese. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Notariatsinstrument, Perg., lat.
Siegel des Mescheder Kapitels und des Scholasters anhängend.
Rückverm.: nunc ad luminare




1513 Februar 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Cort Synneman, Bürger zu Kallenhardt (Callenhaert), seine Frau Greythe und sein natürlicher Bruder Ghert verkaufen der Gottesmutter Maria im Münster zu Meschede eine Rente von einem Ort (aert) Goldes von einem oberländischen rheinischen Goldgulden in Silberwährung, wie es in Arnsberg zur Zeit gängig ist. Die Rente ist zu zahlen aus dem Hause der Verkäufer, das vor dem Hause des Hinrich Luttern liegt, aus ihrem Garten und aus den sonstigen Gütern. Sie ist fällig auf Petri Stuhlfeier. Siegelbitte an Johan Riisßen von Hanxlede, weltlicher Richter des Kölner Erzbischofes zu Kallenhardt. Zeugen: Herr Johan Durkoep, wohnhaft zu Meschede, Hans Samen und Johan Smet, Bürger zu Kallenhardt.
Datum 1513 Feb. 21 (in profesto beati Petri ad Cathedram) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters anhängend




1513 Februar 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Smet, seine Frau Greythe und beider natürliche Tochter Catherine, Bürger zu Kallenhardt (Callenhairt), verkaufen der Syrcken Degelen, wohnhaft zu Meschede, eine Rente von einem Ort Goldes von einem rheinischen Goldgulden kurfürstlicher Münze in guter Silberwährung aus folgenden Gütern: aus ihrem Hause zu Kallenhardt, das vor dem Hause des Gordt Gerdes hegt, aus ihrem Garten bei dem Engeischen Borne, aus ihrem Kampe dicht darunter neben St. Clemens (Clemete), aus ihrer Wiese in dem Dufels-Siepen über dem Pastor her, aus einem Morgen Landes hinter dem Olden Hagen, aus 2 1/2 Morgen auf der Heide, geheißen dey Rugge, aus einer Dreigerde bei der Speckes Kulen und aus allen sonstigen Gütern. Die Rente ist jährlich fällig zu Petri Stuhlfeier. Siegelbitte an Johan Riisßen von Hanxlede, weltlicher Richter des Kölner Erzbischofs zu Kallenhardt. Zeugen: Herr Johan Durkop, wohnhaft zu Meschede, Cordt Syneman, Alt-Bürgermeister, und Hans Samen, Bürger zu Kallenhardt.
Gegeben 1513 Feb. 21 (an sunthe Peters avende ad Cathedram) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters anhängend




1513 Februar 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Syre Degelen, wohnhaft zu Meschede, bekundet, Johan Smet und seine Frau Greyte hätten ihr mit Zustimmung der Catherinen, ihrer natürlichen Tochter, Bürger zu Kallenhardt, eine Rente von einem Ort Goldes von einem oberländischen rheinischen Goldgulden verkauft. Die Rente sei aus den im Hauptbrief genannten Gütern jährlich zu Petri Stuhlfeier zu zahlen. Die Ausstellerin gibt den Verkäufern das Recht, die Rente für fünf Goldgulden jährlich zu Petri Stuhlfeier bzw. acht Tage davor oder danach zurückzukaufen, wenn dies ein halbes Jahr vorher angekündigt ist. Syre kündigt das Siegel ihres + Bruders, des Herrn Johan Degelen, an. Zeugen: Herr Johan Durkoep, Cort Synneman, Alt-Bürgermeister, und Hans Samen, Bürger zu Kallenhardt.
Datum 1513 Feb. 23 (in profesto beati Mathie) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel anhängend




1513 Mai 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Heinrich Swalemunt von Paderborn, Regularkanoniker des Klosters St. Meinolph zu Böddeken (Bodeken), bekundet, die Herren zu Böddeken hätten den halben Zehnten zu Stockheim (Stochern) vor Geseke gekauft, der ein Lehen und Pachtgut der Kirche St. Walburgis in Meschede ist. Er sei nun von Heinrich von Berninchusen, Dekan zu Meschede, mit dem halben Zehnten zugunsten des Klosters Böddeken belehnt worden. Ankündigung des Siegels ad causas des Klosters. Zeugen: Philipp von Berninchusen und Cort von Heggen.
Datum 1513 Mai 11 (altera die Gordiani et Epimachi martirum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1513 August 11
Permalink der Verzeichnungseinheit

Diderich Westphalen und seine Frau Barbara bekunden, Hynrich Sachten habe eine Schlacht angelegt, die auch seine Vorfahren hatten und die nach einer Wiese führt, die zum Hof von Dekan und Kapitel zu Meschede gehört. Da nach Meinung der Aussteller diese Schlacht dem Wege schädlich ist, an dem die Schlacht oder der Wassergraben hergeht, so haben sie mit Rücksicht auf die Kirche zu Meschede die Zustimmung gegeben, daß Hynrich Sachte oder sein Nachfolger als Inhaber des Hofes den Weg auf eine höher gelegene Stelle (auuer) verlegen (rumen) darf, wo die Schlacht oder der Wassergraben bequem angelegt werden kann. Siegelankündigung des Diderich. Zeugen: Rodolff von Mornshusen, zur Zeit Bürgermeister zu Meschede, Johan Volmars und Volmar Burchades, Bürger daselbst.
Datum 1513 Aug. 11 (op sente Tyburcius dach) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Westphalen anhängend.
Rückverm.: super aque ductu prati nostri inferioris curtis nostre, in Remelinchusen - concordia




1514 September 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Berndt von Bredenoll, Sohn des + Rolefs Bredenols, verkauft mit Zustimmung seiner Frau Margarete dem Steffen Ryuen, Rektor des St. Katherinenaltars in der Kollegiatkirche zu Meschede, für 50 oberländische rheinische Goldgulden eine Rente von 2 1/2 Goldgulden aus ihrem Kampe zu Lipperode (Lipperodde) im Gericht und Kirchspiel Lipperode. Dieser stößt auf die Lippe und umfaßt vier Morgen Heuwiese. Er heißt "Bredenols Kamp" und geht von niemanden zu Lehen, sondern ist frei. Die Rente ist jährlich fällig zu Ostern bzw. bis acht Tage danach. Die Verkäufer behalten ein Wiederkaufsrecht für die gen. Summe und zu dem gen. Termin. Siegelankündigung des Ausstellers und Siegelbitte an Diryck Synseken, Gograf der Stadt Lippstadt (der Stadt Lippe). Zeugen: der Propst zu Lippstadt und Lodewych Bock, Bürger zu Lippstadt. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
von beiden Siegel nur Wachsrest anhängend




1515 März 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Thonyges Ennest, Bürger zu Eversberg (to dem Euersberge), und seine Frau Dorothea verkaufen mit Zustimmung des Tilman Walen und seiner Frau Gertrudt, Vater und Mutter der Aussteller, in derem Hause diese mit wohnen, an Dekan und Kapitel der Kirche zu Meschede ihren gesamten Hof zu Mosebolle (Mosebolde) im Kirchspiel Remblinghausen (Remelinchusen). Dieser Hof ist Thonyges als väterliches und mütterliches Erbe zugeteilt worden. Seine Voreltern hatten ihn lange Zeit in Besitz. Die Verkäufer haben kein Rückkaufsrecht. Siegelbitte an Hans Dommes, Richter des Erzbischofs von Köln und der Stadt Eversberg. Zeugen: Clauwes Druvaders, Mertyn Konnynges und Peter Kenters.
Gegeben 1515 März 25 (up den sundagh Iudica in der vasten) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel (schwer erkennbar) anhängend




1515 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel der Kirche St. Walburgis zu Meschede bekunden, Wilhelm Westphal, Domdekan zu Paderborn und früher Propst des Stifts, habe auf dem Haus, das der + Herr Bychter hat aufbauen lassen, eine Hauptsumme von 60 oberländischen rheinischen Goldgulden und seine Leibzucht stehen auf Grund einer Urkunde vom 13 März 1503. Durch Kapitelbeschluß wird dem Dyderick Westphall, dem jetzigen Propst, das Haus auf Lebenszeit zugestanden unter dem Vorbehalt der verschriebenen Memorien und eines Zinses von sechs Schillingen, wie es die vom Propsten Wylhelm Westphall dem Kapitel übergebene Urkunde enthält. Ankündigung des Siegels des Kapitels.
Datum 1515 Juni 24 (in die nativitatis Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab.
Rückverm.: litera victilicii domini prepositi in Meschede




1515 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wylhelm Westphall, Domdekan zu Paderborn, stiftet für seine Seelenheil eine Memorie in der Kirche zu Meschede, wo er früher Propst war. Am St. Alexiustag [17. Juli] sollen abends eine Vigil und danach die Vesper von St. Liborius, am St. Arnolphustag [18. Juli] morgens eine Seelenmesse und die Tageszeit und ein Hochamt von St. Liborius gehalten werden. Nach beiden Messen ist nach dem Evangelium ein "Pater noster" zum Volk zu sprechen und für das Seelenheil zu bitten. Dafür gibt er dem Kapitel 60 oberländische rheinische Goldgulden Hauptsumme, die auf dem Haus stehen, das der + Herr Bychter erbaut hat. An diesem Haus haben er und Dyderich von Westphall die Leibzucht. Aus dem Hause sind die Renten am Feste der Geburt des Johannes Baptisten an den zu zahlen, den das Kapitel zur Abhaltung der Memorie bestimmt. Nach dem Tod des Wylhelm und Dyderich kann das Kapitel über das Haus verfügen und eventuell mehr Renten für die Memorie kaufen. Wenn die Abhaltung der Memorie an dem angegebenen Termin nicht möglich ist, kann sie an dem Tag davor oder danach stattfinden. Die sechs Schillinge, die dem Kapitel für den Grund zustehen, sollen ebenfalls jährlich aus dem Hause entrichtet werden. Wenn der jeweilige Propst in Meschede anwesend ist und in der Kirche mit dient, soll er seinen Anteil wie jeder Kanoniker erhalten. Siegelankündigung des Ausstellers auch im Namen seiner Testamentsvollstrecker.
Datum 1515 Juni 24 (am dage Johannis Baptiste syner gebordt) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1515 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wylhelm Westphall, Domdekan zu Paderborn, stiftet für sein Seelenheil eine Memorie (folgt Urkunde wie 579).
Dekan und Kapitel zu Meschede bekunden, daß obige Abschrift vom Original der Urkunde vom 24. Juni 1515 stammt. Sie bedanken sich für die Stiftung und kündigen ihr Siegel ad causas an diesem Reservalbriefe an.
Datum 1515 Juni 24 (in die nativitatis Johannis Baptiste) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt (Datum per copiam) der Urkunde vom gleichen Tage, Perg., deutsch.
Siegel ab




1516 Februar 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am Montag dem 24. 2. 1516 erklärt Heinrich von Berninckhuysen, Dekan der Kollegiatkirche St. Walburgis in Meschede, vor dem Notar, Stephan Rhyue, Kanoniker der Kollegiatkirche St. Cunibert in Köln und Rektor der ständigen Vikarie bzw. des Catharinenaltars in der Kirche St. Walburgis, wolle auf die Vikarie in die Hände des Dekans, ihres Kollators, Verzicht leisten. Wegen seiner körperlichen Schwäche könne er nicht persönlich vor dem Notar erscheinen. Deswegen bestellt der Dekan als seine Bevollmächtigten den Stephan Vell, Dekan von St. Cunibert, und den Peter Auerenck (?) von Deventer (Dauentua), Dr. der Dekreten und Dekan von St. Adalbert in Aachen (Aquensis) in der Lütticher Diözese, der in Köln residiert. Diese sollen den Verzicht entgegennehmen und können die Vikarie einem Geeigneten übertragen und diesen in ihren Besitz einsetzen. Geschehen in der Wohnung des Mescheder Dekans in der Immunität. Zeugen: Johannes Durgkop und Heinrich Hagen, Priester und Offizianten in der Kollegiatkirche zu Meschede. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Anthon Trillinck.
Notariatsinstrument, Perg., lat.




1516 März 03
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am Montag dem 3. März 1516 schenkt vor dem Notar Heinrich von Berninchusen, Dekan von St. Walburgis in Meschede, zur Verbesserung des Gottesdienstes als eine Schenkung unter Lebenden an Sénior und Kapitel von St. Walburgis eine Rente von sechs rheinischen Goldgulden und sechs Schillingen. Die Rente fällt in Westernbödefeld (Westerenboedeffelde) an. Der Dekan hat sie von Heinrich und den übrigen Knappen von Meschede gekauft. Diese Rente soll für Präsenzgelder dienen, und zwar ein Gulden am Feste Peter und Paul, ein Gulden an der Vesper, wenn in der Kirche "o virgo virginum" gesungen wird, und am folgenden Tag für die Anwesenden im Chor während der Messe. Der Rest der Rente soll an einen oder zwei Kanoniker der Kollegiatkirche fallen, denen es nicht obliegt, wöchentlich an dem Hochaltar zu zelebrieren. Und derselbe Senior bzw. die Senioren sollen wöchentlich zwei Messen an den vom Kapitel festgesetzten Tagen und dem festgesetzten Altar für das Seelenheil des Stifters und seiner Vorfahren feiern. Solange Johannes Decani, Kanoniker der Mescheder Kirche, und sein Bruder Volmarus leben, können sie, wenn sie dazu qualifiziert sind und wenn sie wollen, diese zwei Messen lesen oder darüber bestimmen, daß sie gelesen werden. Dafür sollen sie dann zwei Gulden und sechs Schillinge bekommen. Nach dem Tode der beiden Brüder soll die gesamte Rente uneingeschränkt an das Kapitel fallen. Der Stifter behält sich zu seinen Lebzeiten den Nießbrauch der Rente vor. Geschehen im Kanonikatshause des Stifters. Zeugen: Johann Peterherr, Glöckner der Mescheder Kirche, und Hermann Bockeler von Brilon.
Beglaubigung durch den Notar Johann Durkoep von Meschede. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Notariatsinstrument, Perg., lat.




1516 März 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Am Samstag dem 8. März versammeln sich morgens um zehn Uhr auf ein Glockenläuten im Beisein des Notars der Scholaster Johannes Burchardi, der Thesaurar Gotfrid Becker (Pistoris), der Cantor Johannes Lunen und die übrigen Kanoniker der Kollegiatkirche St. Walburgis in Meschede im Kapitelshause. Dort legt der Kanoniker Heinrich Hunt (Canis) als Sachwalter des Johannes Richardi gen. Schumacher (Sutoris) die Verzichtsurkunde des Stephan Ryue, Kanoniker von St. Cunibert in Köln, auf die Vikarie am Catharinenaltar in Meschede vor, wobei der Verzicht vor dem Magister Peter Auerenck, Dekan von St. Adalbert in Aachen, als dem Bevollmächtigten des Heinrich von Berninckhusen, des Dekans von St. Walburgis und Kollators der Vikarie, erklärt wurde. Die betreffende Pergamenturkunde wurde von dem Notar Jacob de Otto von Altenkirchen (de antiqua ecclesia) verfaßt und mit dem Siegel des Aachener Dekans besiegelt. Auf Grund der gleichfalls vorgelegten Provisionsurkunde bittet der bevollmächtigte Kanoniker Heinrich, den Johannes Richardi für die gen. Vikarie anzunehmen und zuzulassen sowie ihm einen Platz im Chore mit dem vollen Recht eines Kanonikers anzuweisen. Diesem Begehren stimmt das Kapitel nach Beratung zu. Es laßt den Richardi in den Besitz der Vikarie einführen und vertraut ihm die Ornamente des Altars an. Zeugen: Judoc Musenbloit, Offiziant in St. Walburgis, und Johannes Petherschem, Glöckner. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Anthon Trillinck
Notariatsinstrument, Perg., deutsch




1516 September 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel von St. Walburgis in Meschede geben dem Frederich Menge, dem Sohn des + Johan Menge, drei Salzhäuser zu Sassendorf (Sassendorpe) auf zwölf Jahre in Gewinn. Dafür hat er ihnen jährlich auf Christi Himmelfahrt 30 Molden Salz Soester Maßes zu liefern. Ankündigung des Kapitelssiegels ad causas. Zeugen: Thonyges Menge und Albert Greue, (beide) Bürgermeister zu Soest.
Gegeben 1516 Sept. 17 (up sente Lamberten dage).
Bitte der Brüder Frederich und Johann Menge an den Bürgermeister Thonies Menge um Besieglung des Reversals. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt (datum per copiam), Perg., deutsch.
Siegel (beschäd.) anhängend




1518 Dezember 06
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bürgermeister, Rat und Gemeinde Kallenhardt verkaufen an Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede eine Rente von einem halben rheinischen Goldgulden kurfürstlicher Münze aus dem Schoß der Stadt und anderen Gütern und Einkünften. Die Rente ist fällig zu Martini. Die Verkäufer behalten das Recht, die Rente jährlich zu Martini bzw. bis acht Tage danach für zehn Goldgulden zurückzukaufen. Dieses Geld hat das Kapitel dann wieder in Renten anzulegen für die Memorie der Fyggen Kotmans und Gertrud Voskens von Eversberg. Ankündigung des Stadtsiegels. Zeugen: Jost Kotmans und Frederich Frederichs, Bürgermeister zu Meschede.
Gegeben 1518 Dez. 6 (op sunte Nicolaus dach) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1519 Juni 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dyderich Kobbenrod und seine Frau Johanna bekunden, sie hätten von dem + Johan Rump, dem Vater der Johanna, das Recht auf Wiederkauf einer Rente erhalten. Diese Rente habe der Käufer, Adam Frederichs, Kanoniker in Meschede, für die Feier des Festes von St. Ursula und ihrer Gesellschaft in der Kirche zu Meschede angewiesen. Daher verzichten die Aussteller auch wegen ihres Seelenheils auf das Recht auf Wiederkauf. Siegelankündigung des Dyderich auch im Namen seiner Frau und seiner Kinder. Zeugen: Herr Jost Bychters, Meister der freien Künste, Fryderich Frederichs, Bürgermeister zu Meschede, und Jost Goltsmed. Gegeben 1519 Juni 22 (op der hyllygen teyn dusent merteler dach) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., (Transfix an der Urkunde von 1497 März 12), (in Nr. 534), Perg., deutsch.
Siegel des Dyderich anhängend




1519 Juli 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Theodericus Westphaill, Propst zu Meschede, belehnt Symon Schaden mit dem Gut vor Eversberg, gen. Duuels-Gut, einem Gut in der Drüer (Druder) Mark und dem Zehnten in dieser Mark vor Eversberg. Siegelankündigung des Propstes.
Datum 1519 Juli 18 (die Lune post divisionis apostolorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1519 Juli 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dietrich Westphaill, Propst zu Meschede, belehnt Godderd Reckman mit einem Hofe zu Altenhellefeld (Aldenheluelde), so wie dieser den Hof von den Vorgängern des Propstes zu Lehen besaß. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Frederick Fredericken und Jost Kotman.
Datum 1519 Juli 18 (die Lune post divisionis apostolorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1519 Juli 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dietrich Westphaill, Propst zu Meschede, belehnt Hans Sondages zu Westenfeld mit einer Hufe Landes daselbst. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Frederick Frederikes und Folmer Borchardes, Bürgermeister zu Meschede.
Datum 1519 Juli 18 (die Lune post divisionis apostolorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1519 Juli 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dietrich Westphaill, Propst zu Meschede, belehnt Hermann Budden mit einem Gut zu Bigge, genannt des Wedehouers-Gut. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Folmer Borchardes und Frederikes Frederich, Bürgermeister zu Meschede.
Datum 1519 Juli 18 (die Lune post divisionis apostolorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
unbesiegelt, ohne Siegeleinschnitt.
Rückverm.: Rembert Stallschmidt




1519 Juli 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dietrich Westphaill, Propst zu Meschede, belehnt Thonies Omes, Sohn des + Heynemans, zu Altenilpe (Olden Ifelpe) mit dem Hofe und Hause daselbst. Ankündigung des Propsteisiegels. Zeugen: Folmer Borchardes und Johan Folmers.
Datum 1519 Juli 18 (die Lune post divisionis apostolorum).
Bitte des Tonies Omes an Frederick Frederikes um Besieglung des Reversals. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., (?), mit Transumpt (datum per copiam), Papier, deutsch
ohne Einschnitt für die Anhängung des Siegels




1519 Juli 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Theodericus Westphaell, Propst zu Meschede, belehnt Hanse, Cordes Sohn, zu Herrntrop (Herntrop) mit dem Gute geheißen der "Kaldehoff". Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Frederick Frederisci und Johan Volmers, Lehnsmannen des Propstes.
Datum 1519 Juli 18 (die Lune post divisionis apostolorum).
Der Belehnte bittet Anthon Trillinck, Kanoniker zu Meschede, um Besieglung des Reverses. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt (Datum per copiam), Papier, deutsch.
Papiersiegel des Trillinck aufgedrückt




1519 Juli 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dietrich Westphaill, Propst zu Meschede, belehnt Peter Schulte mit dem Lande, geheißen auf dem Loe, bei Attendorn (Attendar) zugunsten des Pastors, Kaplans und Altaristen daselbst. Siegelankündigung des Propstes.
Datum 1519 Juli 21 (Mercurii post divisionis apostolorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1519 Juli 21
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dietrich Westphaill, Propst zu Meschede, belehnt Jost Gotters mit der Hälfte des Gutes zu Brenschede (Brendessche), das Henrike von Rorn, Richter zu Stockum (Stockem), zu Lehen trug. Dieses Gut liegt auf dem "Ouer". Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Frederick Frederickes und Hennke von Roren, Richter zu Stockum, Lehnsmannen des Propstes.
Datum 1519 Juli 21 (die Mercurii post divisionis apostolorum) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg. deutsch.
Siegel ab




1520 Mai 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erzbischof Hermann von Köln bekundet, zwischen Dekan und Kapitel von St. Walburgis der Freiheit Meschede auf der einen Seite und Wilhelm Siueken gen. Greue auf der anderen Seite sei ein Streit entstanden über eine Rente von 16 Schillingen für vier Memorien, nämlich 1. für Henrich Frygreuen und seine Frau Hilleken, 2. für Wilhelm Siueken, den Vater des gen. Wilhelm, 3. für Elsgen, die Mutter des Wilhelm, und 4. für Mathei Siueken, den + Offizianten der hl. Kreuzmesse in Meschede. Diese Rente hatte Wilhelm laut einer Quittung abgelöst. Außerdem ging der Streit um 18 Pfennig und zwei Hühner, die Dekan und Kapitel als Grundzins von dem Hause des Wilhelm Greuen fordern. Nach dem Verhör durch die Räte des Erzbischofs entscheiden diese, daß die für 16 Mark Arnsberger Währung erfolgte Ablösung der 16 Schillinge Rente gültig ist und daß das Stift für diese Summe die vier Memorien halten muß. Der Grundzins von 18 Pfennigen und zwei Hühnern steht Dekan und Kapitel weiter zu. Diesen Entscheid haben beide Parteien angenommen. Anfertigung zweier gleichlautender Urkunden unter Ankündigung des Secretsiegels.
Datum Arnsberg 1520 Mai 15 am dinstag naich dem sontag Vocem Iocunditatis.
Arnsberg (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
aufgedrücktes Papiersiegel.
Rückverm.: super domo ..., nunc Veltman sive Simon a Lohn




1520 November 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hermann von Hessen (de Hassia), Dekan von Mariengraden in Köln, trägt als vom apostolischen Stuhl bestellter Richter und Konservator der Rechte, Privilegien und Güter der Äbtissin, Priorissa und aller Kanonissen der Kirche St. Salvatoris in Oedingen (Odyngen) allen in Frage kommenden Rektoren von Pfarrkirchen und allen sonstigen Geistlichen auf, den Priester Heinrich Knollen aufzufordern, innerhalb von zehn Tagen nach ergangener Ladung zum Gerichtstag in der Wohnung des Dekans in Köln zu erscheinen. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
abhäng. Siegel ab Vermerk über die Aushändigung einer Abschrift der Ladung an Heinrich Knollen durch Johann Erward mit Zustimmung des Pastors




1520 Dezember 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede geben dem Gobelen Daell, Bürgermeister zu Soest, und seinem Sohn Gobelen ihre zwei Salzhäuser zu Sassendorf auf zwölf Jahre in Gewinn. Dafür haben sie jährlich auf Christi Himmelfahrt dem Stift 17 Molden Salz und den Herren im Schwarzen Kloster zu Soest drei Molden Salz zu entrichten. Ankündigung des Kapitelsiegels ad causas.
Datum 1520 Dez. 26 (up sunte Stephenes dagh des ersten mertelers).
Gobel Daell kündigt auch im Namen seines Sohnes die Anhängung des Siegels an dieses Reversal an. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., mit Transsumpt (datum per copiam), Perg., deutsch.
Siegel (stark abgebrochen) anhängend




[1521]
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henrick Smyth, Bürger zu Meschede, und seine Frau Else verkaufen ohne Recht auf Wiederkauf an Johan Kurthen, Richter zu Meschede, und seine Frau Catherynen ungefähr einen halben Morgen an dem Cluysberge vor Meschede. Aus diesem Land ist jetzt ein Garten gemacht worden. Da das Land ein Leben des Propstes zu Meschede ist, leisten die Verkäufer vor diesem darauf Verzicht und bitten, den Käufer damit zu belehen. Siegelankündigung des Propstes als Zeichen seiner Zustimmung. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Konzept, Papier, deutsch.
Rückverm.: ... Garten ... am Clusenbergh ... anno 1512




1521 Dezember 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede geben ihre zwei Höfe mit allem Zubehör im Dorfe Lohne (Loen) bei Sassendorf dem Hinrich Peters und seiner Frau Agathen auf zwölf Jahre in Gewinn. Dafür haben diese zu Michaelis jährlich elf Müdde Roggen, elf Müdde Gersten, elf Müdde Hafer und zwei Hühner als Pacht nach Soest zu liefern. Ankündigung des Siegels ad causas durch das Kapitel. Zeugen: Burchart Kremer, Richter des Erzbischofs von Köln zu Arnsberg, Frederich Frederich, Jost Goltsmedt, Volmar Burchardi, alle Bürgermeister zu Meschede, Johan von Oer zu Ebbinghausen (Ebbinchusen) und Johan Hemmer zu Lohne.
Gegeben im Umgang der Kirche zu Meschede 1521 Dez. 1 (uff den ersten sundach in dem hilligen Adventen) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel (stark beschäd.) anhängend




1521 Dezember 01
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dekan und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede (usw. wie die Urkunde vom gleichen Tage).
Hinrich Peters und seine Frau Agatha bitten den Bertram Meyborch, Richter zu Soest, um Besieglung des Reversals. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt der Urk. vom 1. 12. 1521 (datum per copiam), Perg. deutsch.
Siegel ab




1522 April 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Katherina Rudolffus von Meschede teilt dem Dietrich von Westphalen, Propst zu Meschede, mit, sie habe sich nach dem Tode ihres Mannes als alte kränkliche Frau zu den Jungfrauen des Georgenberges [in Frankenberg (?)] begeben. Daher habe sie ihre Güter zu Meschede ihrem Schwager Borchart Kremers, Richter zu Arnsberg, verkauft und aufgelassen. Sie bittet den Propst, ihren Schwager mit diesen Gütern zu belehnen.
Ankündigung des Siegels des Stifts St. Georgenberg.
Datum 1522 April 30 (am abende der hilgen aposteln Philippi et Jacobi) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Papiersiegel des Klosters aufgedrückt




1522 Juli 13
Permalink der Verzeichnungseinheit

Folpert Schade, wohnhaft zu Reiste (Reyste), bekundet, Dekan und Kapitel zu Meschede hätten ein Gut zu Reiste, gen. auf dem Pothe. Dieses Gut habe der + Kanoniker Hermann Schade dem Stift für eine Memorie für sich und sein Geschlecht angewiesen. Der Aussteller wolle nun dieses Gut zugunsten seiner Mutter eintauschen und weist daher dem Stift eine Rente von sechs Schillingen aus seinem Hofe und Gute zu Neuengeseke (Nyggen Geysche) im Gericht von Soest zu. Diesen Hof bebaut zur Zeit Herman von Meschede. Die Rente oder Pacht ist fällig jährlich zu Petri Stuhlfeier. Siegelankündigung des Ausstellers und Siegelbitte an Bertram Meyborch, Richter zu Soest, und an Symon Schade zu Mülsborn (Mulsberen), seinen Vetter. Zeugen: Thonies Schade von Mülsborn, Jurgen Holtfforste.
Gegeben 1522 Juli 13 (op sunte Margareten dach der heyligen junfrowen) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
die 3 Siegel anhängend




1523 Juli 29
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bernt von Seytffelde, Richter und Gograf des Erzbischofs Hermann von Köln über das Kirchspiel Stockum, bekundet, er habe an dem angegebenen Datum im Dorf Endorf (Endrop) ein gehegtes Gericht gehalten im Streit zwischen dem Propst und Kapitel der Kollegiatkirche zu Meschede auf der einen Seite und Johann dem Kleinen Schulten auf der anderen Seite. Das Kapitel habe durch seinen Gesandten (geschyckeden), den Mitkanoniker Heinrich Hundt, und der Propst durch seinen Gesandten Volmar Borchards den Jürgen in der Porten, Hans Krois, Gert Wyseman und Heinrich Gerstenbroick vorladen lassen (deden dar richtliken besprecken). Sie sollten aussagen über den Zubehör des Groten (großen) Hofes des Kapitels zu Endorf. Nach Beratung legen diese dar: Wer den Grote-Hof (großen Hof) unterhat, ist ein Erbscharmann über die Mark zu Endorf [Abschrift in Akten Meschede Nr. 19 c, S. 33 mit folgendem Zusatz: Dem groißen Schultenhof ist zuerkannt und dem kleinen Johan zur Pforten ist aberkannt: Windbrüchiges und abgefallenes (vergängliches) Holz darf in der Endorfer Mark sich niemand ohne Zustimmung des Großen Schulten als eines "Austuer" der Mark aneignen]. Es wird vereinbart: Wenn sich herausstellen sollte, daß etwas von dem großen Hof an Äckern, Wiesen oder Gehölz veräußert wurde, so soll Johann Schulte, der vormals den großen Hof unterhatte, dies ohne Schaden für das Kapitel dem Hof wieder hinzufügen. Siegelankündigung des Richters an diesen Richtschein, Siegelbitte an Wilhelm von Hessen, Kellner zu Arnsberg. Standgenossen des Gerichts: Thonies Kremer, Bürgermeister zu Grevenstein (Greuensteyn), Arent Gotter, Richter zu Hellefeld (Heluelde), und Johan Bomeken, Richter zu Allendorf (Aldendorp).
Gegeben 1523 Juli 29 (up gudenstach na sunte Phantheonis dach des hylligen mertelers) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters und des Kellners (beschäd.) anhängend




1524 April 17
Permalink der Verzeichnungseinheit

Diderick Westphael, Propst zu Meschede, belehnt Diderich von Dornhem, wohnhaft zu Enkhausen (Tenckhusen), mit dem niederen Gute zu Enkhausen. Den Hof haben Styneken zu Enkhausen und seine Frau, deren Tochter der Belehnte zur Frau hat, aufgelassen. Die Eltern behalten aber ihre Leibzucht an dem Hofe. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Jost Goltsmith, Bürgermeister, und Johan Folmars. Bürger zu Meschede.
Datum 1524 April 17 (up sondage Jubilate).
Bitte des Belehnten an den gen. Bürgermeister um Besieglung des Reverses. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., mit Transsumpt (datum per copiam), Papier, deutsch.
aufgedrücktes Siegel ab.
Rückverm.: Nedderhoff tho Enckhusen, Remblinghausen




1525 Februar 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Berthrum Meyberch, weltlicher Richter zu Soest, bekundet, vor ihm seien Johan Knoep, Gerlich Woestehoff und Steffen Holscher, alle wohnhaft zu Epsingsen (Ebsynck), erschienen. Sie erklärten, Senior und Kapitel zu Meschede, denen die Höfe gehörten, auf denen sie säßen, seien wegen ihrer schlechter Bezahlung unwillig gewesen. Sie hätten nämlich die Höfe, die Garben-Höfe seien, nicht besät, wie es sich gebühre. Die Herren hätten Klage erhoben, ihnen aber schließlich die Rückstände erlassen. Dafür lassen die drei Genannten ihre zwei Höfe und Kotten zugunsten der Kanoniker auf, so daß diese über ihr Eigentum frei verfügen können. Da zu den Höfen teilweise mehr Land gehörte, als besät werden konnte, haben die Herren diese Höfe neu eingeteilt und drei Höfe daraus gemacht. Diese geben die Herren den Genannten und ihren Ehefrauen auf zwölf Jahre in Gewinn. Von allem Saatland haben sie die dritte Garbe zu entrichten. Ausgenommen sind Hafer und Flachs, den sie ohne Abgabe (ungegarvet) behalten können. Das gleiche gilt für drei Morgen Wicken für Pferdefutter, für den Garten und die Kämpe. Das Saatland ist vollständig zu besäen. Jeder darf höchstens acht Morgen zur Brache liegen lassen (someren). Sie dürfen nicht mehr Kämpe anlegen, als ihnen angewiesen sind. Das Unterholz in dem Gehölz, gen. das Loe, von dem jedem ein Teil angewiesen ist, dürfen sie zum Nutzen ihrer Höfe verwenden. Fruchtholz dürfen sie aber nicht hauen. Wenn eine Mast anfällt, sollen die Herren und die drei Genannten sie gemeinsam nutzen. Die Herren haben jedem einen Teil des Birkengehölzes [Loch im Text] (?) angewiesen, das sie für die Höfe verwenden dürfen. Sie dürfen aber von sich aus kein Holz hauen oder es verkaufen. Wenn sie etwas vom alten Land roden, soll dieses im ersten Jahr abgabenfrei (garven vry) sein. In den weiteren Jahren ist dann jede dritte Garbe zu entrichten. Die Inhaber der drei Höfe dürfen von diesen keine Weiden oder Zaunholz wegführen oder verkaufen. Sie haben den Mist und das Stroh bei den Höfen für die Düngung zu behalten. Von den Ländern dürfen sie Korn nur mit Wissen der Kanoniker fahren. In deren Herberge zu Soest hat jeder von ihnen jährlich abwechselnd ein Fuder Wicken und jeder jährlich ein Fuder Brennholz zu bringen. Wenn die Herren in der Herberge zu Soest Stroh als Streu für die Pferde oder zum Decken der Scheune (garven huese) benötigen, so haben sie es gleich zu liefern. An Binnerpacht hat jeder den Herren eine Mark Soester Währung und zwölf Hühner zu geben, Steffen allerdings nur acht Schillinge und acht Hühner. Von dem, was an Obst (ovet) auf den Höfen wächst, haben sie die Hälfte an den zu geben, den die Herren danach schicken. Die Häuser, Speicher, Scheunen und alle sonstigen Gebäude und die Zäune haben sie in gutem Zustand zu halten. Wenn sie das nicht tun oder sonst einen dieser genannten Punkte nicht einhalten, so sollen sie sich selbst dieser Höfe entsetzt haben. Dies erkennen die drei Inhaber der Höfe eidlich an und versprechen die Befolgung dieser Vereinbarung. Siegelankündigung des Richters. Standgenossen: Johann von Arnsberg, Thomas Bock, Thonies von Andopen, Thonies Bock, Johan Voswynckell und Thonies Berndes, alles Bürger zu Soest, und Dirick Hynne.
Datum 1525 Reb. 10 (up dag Scholastice virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Richters anhängend




1525 September 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Senior und Kapitel von St. Walburgis in Meschede geben den Hof geheißen "Westhusen" zu Berge (Bergede) an der Haar (Hare) dem Johan Snyder und seiner Frau Luckelen auf sechs Jahre in Gewinn, beginnend mit dem nächsten St. Michaelstage. Johan hat jährlich zu Martini zehn Müdde Roggen, zehn Müdde Gerste und zehn Müdde Hafer als Pacht in das Haus des Vogtes des Stifts oder des sonst eingesetzten Verwahrers nach Rüthen (Ruden) zu liefern. Er hat auf dem Hof drei eigene Pferde für die Bebauung der Äcker zu halten. Er darf kein Land, das er in der Nähe mit dem Mistwagen zur Düngung erreichen kann, weitervergeben und kein zum Hof gehörendes Land ohne Zustimmung des Stifts verpfänden oder veräußern. Wenn er die Pacht ein Jahr unbezahlt läßt, verliert er automatisch den Gewinn. Wenn die Inhaber des Hofes bziehen wollen oder versterben, sollen vier Schiedsleute und, falls erforderlich, ein Oberschiedsmann den Wert der auf dem Hof errichteten Gebäude abschätzen. Nach Ablauf der sechs Jahre fällt der Hof mit allen Gebäuden wieder frei an das Stift zurück. Ankündigung des Siegels ad causas durch das Kapitel. Zeugen: Jost uff dem Markede, Bürgermeister zu Meschede, und Arnd Dalhoiff, Schulte zu Nettelstädt (Nettelenstede).
Datum 1525 Sept. 8 (uff dag nativitatis Marie).
Johan und Luckelen bekunden, den Hof auf sechs Jahre in Gewinn empfangen zu haben, und versprechen die Einhaltung aller Punkte. Als Bürgen setzen sie den Arndt Dalhoff. Da der Hof im Gericht der von Meschede liegt, bitten sie den Gerd von Meschede zu Alme um Besieglung. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., (datum per copiam), Perg., deutsch.
vom Siegel nur Rest anhängend



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken