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Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
1. TERRITORIEN DES ALTEN REICHES BIS 1802/03 EINSCHLIESSLICH KIRCHEN, STIFTER, KLÖSTER, STÄDTE U. Ä.
1.1. KÖLNISCHES WESTFALEN
1.1.1. Herzogtum Westfalen
1.1.1.2. Stifte und Klöster
Stift Meschede
Stift Meschede / Urkunden
A 114u, Stift Meschede - Urkunden

1553 April 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann Schulte tho Schede und Frederich Schulte off dem Houe zu Meschede vereinbaren als Schiedsfreunde des Johann von Heggen, der Mittlere genannt, auf der einen und Johann von Heggen, der Niedere genannt, folgenden Tausch betreffs der Wiesen, die aneinanderstoßen und im Oell unter Heggen liegen. Der Middel Johann soll die Wiese unter der Bolle erhalten, die dem Nederen Johann gehörte. Dieser soll dessen danebenliegende Wiese im Oell bekommen. Johann der Nedere und seine Nachfolger haben zu helfen, die Gräben auszuräumen und durch ihre Wiese das Wasser gehen zu lassen, damit Johann der Middel auf seinem Teil das Wasser nutzen und mit Wasser hämmern (bokeren) kann. Wenn an der niedersten Schlacht ein Schaden ist, sollen sie zusammen diesen beheben; desgleichen soll Johann der Middel und seine Nachkommen einen Tag bei der Arbeit helfen, wenn das Wasser an der oberen Schlacht abgeht. Die Seite, die die Vereinbarung nicht einhält, hat als Strafe an den Erzbischof zehn Mark und jedem der Schiedsfreunde drei Mark zu bezahlen. Den Ort Wiese, gelegen nach Johann zu Löttmaringhausen (Lotmerichusen) hin zu, soll Johan von Heggen der Middel zu seinem Teil haben und behalten. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Beglaubigung durch den Notar Johannes Peterher.
Chirograph (mit Schnittfläche an der linken Seite) Perg., deutsch




1555 Februar 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Adam Leiffelt gen. Jochems, Bürger zu Meschede, und seine Frau Clara bekunden, Dekan und Kapitel der Kollegiatkirche zu Meschede 100 Goldgulden schuldig zu sein. Von diesen hatten sie 60 als vollgewichtige Goldgulden und 40 als Taler erhalten. Die Aussteller haben diese Summe bis zum nächsten Fest Johannis zu Mitsommer zurückzuzahlen. Wenn sie das nicht können, so versprechen sie vor Johan Korthen, Richter und Befehlshaber des Propstes zu Meschede, den Kapitelsherren über die 100 Goldgulden eine Verschreibung auf ihre Güter zu geben, wie sie bereits betreffs der 60 Goldgulden besteht, und eine Rente von acht Goldgulden zu entrichten. Bitte an; en Richter um Anhängung des Amtssiegels. Zeugen: Johan Frederikes, Bürgermeister, und Bernhart Holtfursten.
Geschehen 1555 Feb. 19 (uff dinstach nach sunte Valentins taghe) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
vom Siegel nur Wachsrest anhängend.
Abschrift des 18. Jh. in Mscr. VII 5705




1555 Oktober 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Graf zu Holstein ...., Propst der Kollegiatkirche zu Meschede, belehnt Jorgen Kremer mit der Hälfte des Gutes, gelegen vor der Brügge zu Allendorf (Oldendorp), geheheißen Hanses Gut, dazu mit einem Viertel desselben Gutes, mit Ländern, Wiesen und Garten außerhalb und innerhalb von Allendorf, mit einem Kamp und einem Garten außerhalb der Stadt Allendorf bei der Ölmühle mit vier dazugehörenden Ländern. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Gerdt von Meschede und Chraft Westpfhall, Lehnsmannen des Propstes. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1555 Oktober 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Graf zu Holstein .... Propst zu Meschede, belehnt Johan Glasman, Scholaster zu Meschede, zugunsten des Johann Bichters von Eslohe (Esleue), Benefiziat in der Kollegiatkirche zu Meschede am St. Catrinen-Altar, mit einem Garten über der Crutz-Wiese an der Ruhr (Ruer), der zu dem Benefizium gehört. Ankündigung des Propsteisiegels. Zeugen: Gereon Goltsmet und Johan Kortenn, Lehnsmannen des Propstes. Gegeben und belehnt auf dem Lehntag zu Meschede. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Propstes (gut erhalten) anhängend




1556 Oktober 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Rotger von Grafschaft (Graschoff) belehnt Dechant und Kapitel zu Meschede mit einem Hofe unten im Dorf Remblinghausen (Remlinchusen). Als Mann nimmt er an Jurgen Frerichs, Kanoniker zu Meschede. Siegelankündigung des Abts. Zeugen: Caspar von Dorlar gen. Decker, Bürger zu Schmallenberg, und Thonies von Messchede, Schulte zu Nuttlar (Nutler) (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Abts (beschädigt) anhängend




1557 Februar 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zwischen Johann Velmann als Kläger namens seiner Ehefrau Margreten und ihrer Kinder und Lodewich Bodekers gen. Smidt, beides Bürger der Freiheit Meschede, bestand Streit wegen der Veräußerung des vor und um Meschede gelegenen Kotmans-Hofes, den Margreta Schrieuers (Schriebers) zu Eversberg (Euerspergh) dem Beklagten verkauft hatte. Aus diesem Grunde fanden viele Verhandlungen (tagleistongh) vor Freunden statt, die aber vergeblich waren. Daher wurde Gerhart von Meschede zu Alme als Kommisar des Lehnsherren, des Grafen Wilhelm von Holstein ... und Propsten zu Meschede, von den Klägern mehrfach ersucht, "das Lehnsrecht zu eröffnen". Nach Anhörung von Klage und Gegenklage hätten aber der Kommisar und seine Mitdeputierten Bedenken getragen, den Streit durch ihren Rechtsspruch zu entscheiden. Um aber weitere Kosten zu vermeiden, hätten die Kommissarien die Parteien aufgefordert, die Angelegenheit durch ein Schiedsgericht entscheiden zu lassen. Dem hätten die Parteien schließlich zugestimmt. Als Schiedsfreunde erwählt der Kläger den Johan Frederichs, Bürgermeister zu Meschede, und Lodewich Schulten zu Stockhausen, der Beklagte den Johan von Bernighusen zu Laer und Jasper Ouelacker zu Gevelinghausen. Als Obleute wird neben dem Gerhart von Meschede der Johan von Hanxlede (Hanxle) zu Ostwig (Oistwich) gesetzt. Es kommt zu folgendem Vergleich: Da der Propst den Verkauf des strittigen Hofes bestätigt und besiegelt hat, soll dieser gültig bleiben. Da Veltmann aber großen Schaden erlitten hat, will ihm der Beklagte von den Ländereien des Hofes zwei Morgen abgeben. Davon liegt ein Morgen unter Veltmans. Land auf "jenne halbe der Itmecke", der andere auf dem Oesterwege zwischen dem Lande des Schulten ufm Hoefe und dem des Fredewins. Mit diesen zwei Morgen soll Veltmann vom Propst belehnt werden. Wer diese Vereinbarung nicht einhält, hat dem Propst 50 Goldgulden und den Schiedsherren und der anderen gehorsamen Partei ebenfalls 50 Goldgulden, die diese unter sich aufteilen können, als Strafe zu entrichten. Ankündigung der Besieglung des zweifach ausgefertigten Vertrags durch Gerhart von Meschede, Johann von Berninchusen und Johann Frederichs. Gegeben zu Meschede. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., 3 Bl., Papier, deutsch.
von den Papiersiegeln nur das des von Meschede und des Frederichs aufgedrückt, es fehlt das des Berninchusen




1557 Mai 09
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bürgermeister und Rat der Stadt Geseke bekunden, ihr Ratsverwandter Peter Robberts sei für sie von Dechant, Senior und den Kanonikern zu Meschede mit den zwei Zehnten zu Wietheim (Wittem) [vergl. Lappe, Geseker Bauerschaften] und Elsinghausen (Elsinckhussen) vor der Stadt Geseke belehnt worden. Ankündigung des Stadtsiegels.
Datum 1557 Mai 9 (am sondagh Jubilate) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Stadt anhängend




1558 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Jorgen Botte, Bürger zu Allendorf, und seine Frau Greta verkaufen dem Junker Johan Wrede und seiner Frau Katrina, Bürger zu Allendorf, ihre Wiese. Diese liegt oben in der Koelmecke vor der Hogenslaen oder Smerhagen gen. und stößt an das Land des Thonis Botten und das der Käufer. Bitte an Bürgermeister und Rat der Stadt Allendorf um Anhängung des Stadtsiegels. Zeugen: Blesin Nigen, Johan Hornechmans und Johan Schepen.
Datum 1558 Juni 24 (am daghe Johans Babtista) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel der Stadt anhängend




1558 Juni 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan Kremer gen. Gnube, Bürger zu Allendorf, und seine Frau Greta verkaufen ihr Stück Land dem Johan Wreden, Bürger zu Allendorf, und seiner Frau Katrina. Dieses Land liegt oben in der Koilmecke vor der Hogenslaen am Lande des + Johan Gnuben. Es stößt an das Land und Broick des Käufers und längs an die Wiese des Johan Paischen. Bitte an Bürgermeister und Rat der Stadt Allendorf, vor denen der Verkauf erfolgte, um Anhängung des Stadtsiegels. Zeugen: Blesin Nigs, Johan Hornechman (?), Jorgen Botte und Johan Scheper.
Datum 1558 Juni 24 (am taghe Johans Babtista) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1559 Mai 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gerdt von Meschede teilt dem Grafen Wilhelm von Holstein ..., Dompropst zu Hildesheim und Propst zu Meschede mit, zwischen ihm und dem von Plettenberg zu Berg hätten sich einige Zwistigkeiten wegen der Lehngüter zu Immenhausen und Berghausen (Barhusenn) ergeben. Deshalb habe Cracht Westphalen einen Lehnsgerichtstag auf Grund der ihm übertragenen Commission für den 12. Juli in Meschede angesetzt. Da noch andere Streitigkeiten vorhanden wären und viele Adlige und andere um Belehnung ersucht haben, bittet der Absender den Propst, persönlich zu diesem Tag zu erscheinen. In der dem Cracht Westphalen überschickten Commission als Lehnsrichter sei etwas vergessen worden. Deswegen schicke er eine Kopie zu und bitte, daß der Sekretär des Propstes diese abschreibe. Es soll darin aber nicht aufgenommen werden betreffs eines "Zehnten", sondern betreffs "der Lehngüter zu Immen- und Berghausen im Kirchspiel Meschede". Der Freiheit Meschede sei Adams Jouchims [siehe Rückverm.: ... Adams Graisemans ... .] halben große Beschwerungen erwachsen. Aus diesem Grunde bitte er, die arme Freiheit in die nachgelassenen Lehngüter des + Adam einzusetzen, damit sie sich schadlos halten könne.
Datum 1559 Mai 18 (am donnerstage nach pingsten) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., zweiseitig beschr., Papier, deutsch




1559 Juli 18
Permalink der Verzeichnungseinheit

Georg uff dem Houe, Scholaster von St. Aposteln zu Köln, Hermann Borchards, Kanoniker zu Meschede, und Johan Bichter, Kanoniker zu St. Aposteln, bekunden, der + Jost Borchards von Meschede, Lic. der Rechte, Kanoniker zu St. Aposteln und St. Cecilien in Köln, kurfürstl. Kölnischer Rat und Obsiegler usw., der Bruder, Vetter und Freund der Aussteller, habe aus Liebe zu seinen Verwandten und zu seinem Vaterland für einen Studenten oder Portionisten in der St. Laurenz-Burse in seinem Testament folgende Stiftung gemacht: Der Testator vermacht 400 Goldgulden zur Stiftung einer Portion in der St. Laurenz-Burse. Von dieser Summe soll der Regens der Burse von den beim Domkapitel oder anderswo angelegten Renten jährlich 16 Gulden erheben und für die Wohnung und die Portion eines Präsentierten verwenden. Die zwei ältesten Nachkommen, sie seien männlich oder weiblich, seines + Großvaters Borchards Kremers haben das Recht, dem Dechant, Scholaster und Cantor der Kollegiatkirche zu Meschede aus dem Geschlecht des gen. Großvaters und der beiden Brüder Johan und Gereon Rarbeke als der nächsten Blutsfreunde seiner + Mutter drei Studenten zu präsentieren. Diese haben die drei zu examinieren und ohne Bevorzugung den Geeignetsten für das Studium der Philosophie und ihrer Künste auszuwählen. Sie haben ihn dann dem Regens zu präsentieren, der den Betreffenden in die Burse aufnehmen wird. Die Eltern oder Vormünder des Präsentierten haben den Examinatoren für ihre Arbeit ein Viertel Wein zu spendieren. Wenn ein solcher Student aus dem Geschlecht des Testators nicht vorhanden ist, soll einer aus dem Geschlecht seines Blutsfreundes, des Herrn Jürgen uff dem Houe von Meschede, und danach einer aus der Freiheit Meschede ausgewählt werden. Der betreffende Student ist verpflichtet, täglich die Frühmesse in der Predigerherren-Kirche zu Köln zu besuchen, unter den anderen Gebeten den 50. Psalm "Miserere mei Deus" zu verlesen und er Seele des Testators zu gedenken. Wenn er nachlässig wird und einen schlechten Lebenswandel führt, hat der Regens die Macht, ihn nach dreimaliger Mahnung zurückzuschicken. Dieser hat dann den Presentatoren mitzuteilen, daß sie ihm einen anderen Gesellen besserer Art präsentieren. Der Präsentierte darf die Portion 3 oder 3 1/2 Jahre genießen, damit er inzwischen zu einem Meister der freien Künste promovieren kann. Nach Ablauf dieser Zeit hat ihn der Regens zurückzuschicken und sich einen anderen präsentieren zu lassen. Wenn der Student dem Regens zu berechtigten Hoffnungen Anlaß gibt, kann er die Zeit um ein oder zwei Jahre auch gegen den Willen der Patrone verlängern, damit der Student in dieser Zeit das Fundament der hl. Schrift oder des Rechts lernt. In diesem Sinne sollen die Testamentsvollstrecker eine Stiftung errichten. Von dieser sollen vier Ausfertigungen in deutscher Sprache hergestellt werden, von denen die 1. beim Regens, die 2. beim Kapitel, die 3. bei der Gemeinde Meschede und die 4. bei der Gemeinde zu Arnsberg, wo sich viele Freunde und Blutsverwandte des Testators befinden, aufzubewahren sind.
Die Testamentsvollstrecker haben die 400 Gulden zu 16 Gulden Pension beim Kölner Domkapitel mit Urkunde von 1556 Aug. 5 angelegt. Diese Urkunde haben sie dem Heinrich von Tongren, Lehrer der hl. Schrift, Priester, Kanoniker und Pastor zu Groß-St. Martin, zur Zeit Regens der St. Laurentz-Burse, übergeben. Wenn die Rente gekündigt wird, soll der Regens den Losepfennig nicht allein, sondern zusammen mit den beiden Herren Dechanten der Theologie und der Fakultät der Künste in Empfang nehmen und das Geld anstatt des Rentbriefes in der Kiste der Fakultät der Künste deponieren, bis es wieder angelegt ist. Wenn das Geschlecht der Presentatoren ausstirbt, soll das Presentationsrecht auf Bürgermeister und Rat zu Meschede übergehen. Da die Stiftung zur Erhaltung der katholischen Religion geschehen ist, soll für den Fall, daß die Burse verschwindet oder daß keine Lektoren mehr vorhanden sind bzw. daß diese nicht katholisch sind, die Verwaltung der Renten an die Fakultät der Theologie übergehen, die die Portion einem präsentierten katholischen Studenten oder Priester zukommen lassen wird. Siegelankündigung des Regens, des Scholasters, des Hermann Borchardts und des Johann Bichter. Geschehen zu Köln. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
die 4 Siegel anhängend




1560 Mai 14
Permalink der Verzeichnungseinheit

Georgius Hußer von Nieheim (Neihem), Prior des St. Meinolphs-Kloster zu Böddeken (Budecke), bekundet, laut folgender Urkunde belehnt worden zu sein: Johann Rickhardts, Dechant, und das Kapitel von St. Walburgis zu Meschede belehnen den gen. Prior zugunsten des Klosters Böddeken mit dem halben Zehnten zu Stockheim (Stoichem) vor Geseke, den das Kloster von Goddard Ludeken und anderen mit Zustimmung des Kapitels gekauft hatte. Ankündigung des Sieglels ad causas durch das Kapitel.
Datum zu Meschede 1560 Mai (ahm dinxtage nach dem suntage Cantate). Zeugen: Lodewich Richenmecher, Bürgermeister zu Brilon (Brilenn), und Gerwin von Meschede, Bürger daselbst. Der Prior leistet den Lehnseid und kündigt die Anhängung seines Prioratssiegels ad causas an.
Meschede (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Priors anhängend




1560 September 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Joest Geruens und seine Frau Luna verkaufen ihrer Blutsverwandten Johanna Geruens ihr Haus, Hof und Garten, wie diese in "Pordelle" in der Freiheit Meschede gelegen sind; ferner einen Morgen Landes, gelegen unten an dem Hassenuelde unter dem Lande des Johan Goickelen. Da die Güter Lehen der Propstei zu Meschede sind, bitten die Verkäufer den Propst Wilhelm Graf von Holstein, die Käuferin damit zu behehnen. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Johan von Ostendroip, Meigerhane und Jorgen Ploigers zu Nieder-Elsen (Nederen Elsien).
Datum 1560 Sept. 12 (uff donerstach nach Marien gebordt) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 16. Jahrh., Papier (4 Seiten), deutsch




1562 Dezember 15
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dechant und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede geben ihren Hof zu Sassendorf (Sassendroff) auf zwölf Jahre - beginnend mit dem nächsten Feste Petri Cathedra - dem Johan Niemers, Schulten zu Sassendorf, in Gewinn. Als Pacht hat dieser jährlich sechs Malter Roggen und sechs Malter Gerste, die zu Martini fällig sind, zu zahlen. Außerdem hat er ein Schult-Schwein, das den besten seiner Schweine nahe kommt, und eine Mark Geldes auf St. Bartholomaeus zu entrichten. Ankündigung des Siegels.
Datum 1562 Dez. 15 (am dinstage na Lucie virginis) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Chirograph, Papier, deutsch.
aufgedrücktes Siegel ab




1563 August 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes Richardi, Dekan, Johannes Glasman, Scholaster, Gortfrid Burchardi, Senior und Thesaurar, Georg Frederici, Cantor, Eiherus Wrede, Franciscus Burchardi, Hermann Burchardi und Gerhard Vincke, Kanoniker der Kollegiatkirche von St. Walburgis zu Meschede, geben das Kanonikatshaus - auf Deutsch genannt die Kuiche-, das die letzten Jahre niemand zu bewohnen wünschte und das sie für einen Jahreszins zu vermieten pflegten, ihrem Mitbruder Liborius ther Mollen als Wohnung. Dafür hat er 50 rheinische Gulden entrichtet. Wenn kein Kanoniker das Haus begehrt, kann er es auch an andere vermieten. Wenn es wieder zur Verfügung des Kapitels überstellt wird, sind ihm die 50 Gulden zurückzuerstatten. Das Kapitel behält sich den Jahreszins von acht Schillingen Arnsberger Münze vor, Ankündigung des großen ovalen Kapitelssiegels. Geschehen im Kapitelshause. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Großes Kapitelssiegel anhängend (mit Rücksiegel).
Rückverm.: 1. Georg thor Mollen, Dekan, bekundet, diesen Brief von den Legataren des Scholasters Liborius thor Mollen zurückgekauft zu haben: 1597 Dez. 12.
2. Diesen Brief hat Franß Theunen versetzt für 24 Reichstaler, die die Legatare des + Dechants insgesamt angehen, und für 24 Reichstaler, die Johannes Ruck allein betreffen: 1614 Aug. 4.
3. Theodor Verheiden, Dekan, bekundet, nach dem Tode des thor Mollen von seinen Erben diesen Brief für 50 Goldgulden zurückgekauft zu haben. 4. Dieser Brief ist am 15. Jan. 1662 von den 60 Goldgulden zurückgekauft worden, die der Schulte zu Immenhausen im Jahre 1661 als 80 Reichstaler dem Kapitel gezahlt hat




1563 November 25
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann Schmidtman, Bürger zu Meschede, bekundet, er sei als alter schwacher Mann von seinen Kindern verlassen und durch seine Schuldner jämmerlich vor Gericht und außerhalb des Gerichts gequält worden. Seine Tochter Lisen, die er an Johan Jocheims verheiratet habe, sei von ihm gelaufen und hätte ihn alten Mann im großen Elend liegen lassen. Wegen seiner Schulden sehe er sich gezwungen, seine Güter zu verkaufen. Somit verkauft er ohne Recht auf Wiederkauf seine behaltene Hälfte der Wiese vor Meschede an der Ruhrbrücke an Philipsen Fredderichs, den Sohn des Johan Frederichs zu Meschede, dem er bereits die andere Hälfte der Wiese verkauft hatte. Der Verkäufer bittet den Propst Wilhelm Graf von Holstein als Lehnsherren um Zustimmung und Besieglung des Verkaufs. Zeugen: Volmar Holtfursten und Johan Korste, beide Lehnsmänner des Propstes und Bürger zu Meschede.
Datum 1563 Nov. 25 (uff tagh sanct Catharinen) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Konzept, Papier, deutsch




1564 August 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Georg uf dem Houe von Meschede, Scholaster, und Wessel Auckum, beide Kanoniker von St. Aposteln zu Köln, sowie Anthonius Bichter bekunden als Testamentsvollstrecker ihres Freundes bzw. Bruders, daß Johann Bichter, Kanoniker von St. Aposteln, am 30. Juni dieses Jahres verstorben sei. Nach seinem letzten Willen soll er in der Kirche St. Aposteln neben dem St. Antoniusaltar bestattet werden, an dem auch seine Memorie an seinem Sterbetag oder einem anderen Tag gehalten werden soll. Dafür stiftet er eine Rente von drei Talern. Außerdem setzt er einen Taler aus für drei Stundengebete am Feste von Katharina, die Dechant, Kanoniker und Vikare von St. Aposteln verdienen können. Die Kirche St. Aposteln soll den Rentbrief von zwölf Talern aufbewahren, den er für ein Kapital von 300 Talern vom Domkapitel gekauft hat. Dechant und Kapitel von St. Aposteln sollen die Rente einziehen. Der Presenzienmeister hat die vier gen. Taler für die angegebenen Zwecke zu verwenden. Ferner soll; er Älteste aus dem Geschlecht der Bichter oder sonst der älteste Blutsverwandte vier Taler erhalten, die er an neun Arme zu verteilen hat, und zwar an jedem Quatemberfreitag drei Kölnische Albus. Von den Armen sollen 3 zu St. Aposteln in Köln, drei in Meschede und drei in Eslohe wohnen. Diese Armen haben dann ebenfalls für den Stifter und seine Familie zu beten. Der Prädikant zu St. Aposteln soll jährlich einen halben Gulden erhalten, damit er jeden Sonntag auf dem Predigtstuhl für den Stifter und seine Familie bittet. Der älteste Bichter hat eine Wachskerze von einem Pfund jährlich auf dessen Grab zu stellen. Diese soll auf Allerheiligen während der Vesper und Vigil und zu Allerseelen von der Mette bis zum Hochamt brennen. Was dann von den vier Talern übrig bleibt, soll der älteste Bichter für sich behalten. Von dem Rest der Rente bestimmt er 1 1/2 Taler für sein Offizium am St. Katharinenaltar zu Meschede, wozu er noch seinen Speicher oben auf dem Kirchhofe bei der Rüster (roster) vermacht. Die letzten 3 1/2 Taler soll für den Bedürftigsten aus seinem Geschlecht sein, bzw. für zwei oder drei nach dem Gutdünken der Testamentsvollstrecker.
Da das Kapitel von St. Aposteln es ablehnt, die Last der Verwaltung der Rente zu übernehmen, beschließen die Testamentsvollstrecker, das Kapital zu verteilen. Somit übergibt Anthonius Bichter aus Liebe zu seinem Bruder mit seiner Frau Christinen von Mulheim aus seinem eigenen Gelde dem Dechant und Kapitel von St. Aposteln 130 Taler. Außerdem verschreiben die Eheleute aus ihrem Hof zu Menzel (Mensell) im Gogericht Rüthen, gen. der Bichterhof, dem Rektor des Katharinenaltars in Meschede eine Rente von 2 1/2 Talern und zehn Räderalbus, außerdem dem Ältesten aus dem Geschlecht der Bichter, der Anthonius zur Zeit selbst ist, eine Rente von 3 1/2 Talern und zwölf Räderalbus, die zu Lichtmeß 1566 zum ersten Male fällig sind. Von der Zahlung der Renten dispensiert nicht Hagelschlag, Krieg, Raub, Brand, Mißwachs, Herrennot oder Gottesgewalt. Nachdem der + Johann Bichter früher bereits aus dem Hofe neun Gulden Kölnisch verschrieben und diese Rente den Eheleuten in seinem Testament vermacht hatte, so erklären diese, daß der Hof sonst nur zugunsten des Offizianten des Katharinenaltars zu Meschede mit einer Rente von acht Müdde Gersten belastet ist. Die Eheleute behalten sich vor, die Renten abzulösen, und zwar die Rente von 2 1/2 Talern und zehn Räderalbus mit 68 1/2 Talern und die Rente von 3 1/2 Talern und zwölf Räderalbus mit 101 1/2 Talern. Die Einlösung ist dem Offizianten bzw. dem Ältesten des Geschlechts der Bichter ein halbes Jahr vorher schriftlich anzukündigen. Die Summe ist dann in das Gewahrsam von Dekan und Kapitel zu Meschede zu liefern. Darauf übergeben die beiden anderen Testamentsvollstrecker den beiden Eheleuten den Rentenbrief des Domkapitels, Dechant und Kapitel von St. Aposteln quittieren den Empfang der 130 Taler und versprechen die Abhaltung der Memorie und Einhaltung der gen. Bestimmungen. Desgleichen verpflichtet sich der Rektor des Offiziums am St. Katharinenaltar zur Befolgung, an jedem Quatemberfreitag an drei in Meschede seßhafte Arme jeweils 1 1/2 Räderalbus, also insgesamt jährlich 18 Räderalbus auszuteilen und jährlich zu Lichtmeß den Kirchmeistern zu Eslohe diese für die dortigen Armen zu übergeben. Wenn die Kirchmeister zu Eslohe das Geld nicht austeilen oder darin säumig sind, will der Offiziant die Summe an drei weitere Arme in Meschede verteilen. Wenn der Offiziant seine Aufgabe nicht erfüllt, geht diese an Dechant und Kapitel zu Meschede über. Wenn diese nachlässig sind, fällt die Aufgabe wieder an den Offizianten zurück. Da der Scholaster zu Meschede der Archidiacon des erwähnten Offiziums ist, soll er bei der Investitur eines neuen Offizianten diesen an seine Verpflichtungen ermahnen. Er hat darüber zu wachen, daß der Speicher in gutem Zustand gehalten wird. Er hat die Macht, die drei Armen zu bestimmen, an die die Spende fällt. Anthon Bichter verspricht in seiner Eigenschaft als Ältester der Familie Bichter, den entsprechenden Auftrag durchzuführen. Von dem ihm verbleibenden Taler und den zwölf Räderalbus hat er am Sonntag Invocavit dem Pastor zu Eslohe vier Räderalbus zu geben. Dafür hat dieser an jedem Sonntag vor den Quatembern auf dem Predigtstuhl für seine Eltern und Wohltäter zu beten und die drei Armen zu dem entsprechenden Gebet anzuhalten. Von den vier erstellten Urkunden wird eine dem Stift St. Aposteln, eine dem Stift Meschede, eine dem Anthon Bichter und eine dem Offizianten zugestellt, wobei die Urkunden durch den Lic. jur. Johan Kempis, Offizial und Domherr zu Köln, bestätigt werden. Siegelankündigung des Offizials, des Dechants und Kapitels von St. Aposteln und zu Meschede sowie des Niclas Rammen, Richter zu Rüthen, vor dem die Rentverschreibung aus dem Hof zu Menzel erfolgte, und der drei Testamentsvollstrecker. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
die 7 Siegel anhängend.
daran Transfix: Bestätigung des Kölner Offizials




1564 August 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zweitausfertigung von Nr. 679 (Regest)





1564 Oktober 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Georg uf dem Houe, Scholaster, und Wessel Auckun, beide Kanoniker von St. Aposteln zu Köln, sowie Anthon Bichter, Bürger der Stadt Köln, bekunden als Testamentsvollstrecker des + Johan Bichter, Kanoniker von St. Aposteln, sie hätten eine Stiftung errichtet, in der dem Offizianten zu Meschede eine Rente von 2 1/2 Talern und zehn Räderalbus und dem Ältesten aus dem Geschlecht der Bichter 3 1/2 Taler und zwölf Räderalbus angewiesen seien, die aber zum Teil an die Armen auszugeben sind. Diese Renten habe Anton Bichter aus dem Bichterhof zu Menzel verschrieben, sich aber die Einlösung vorbehalten. Die Aussteller bekräftigen nun, daß Dechant und Kapitel zu Meschede im Falle der Einlösung das Geld bei sich zu deponieren und die Aufsicht über den Offizianten zu führen haben, daß er seine Verpflichtungen getreulich erfüllt, daß sich ihr Anteil aber nur auf die Aufsicht zum Wohle der Armen beschränkt. Siegelankündigung der drei Aussteller. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Scholasters und des Anton Bichter anhängend, vom 2. Siegel nur Rest




1565 Januar 02
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Graf zu Holstein, Schaumburg und Sterneberg, Herr zu Gemen, Dompropst zu Hildesheim und Propst von St. Walburgis zu Meschede, belehnt Joist Schaden zu Mülsborn (Mulßberg) zu seinem Behuf und zu Behuf des Jasper Schaden mit der Duuels-Hufe vor Meschede und zu eigenem Behuf mit dem Zehnten in der Drüer (Druder) Mark vor Eversberg und einer Hufe in der Drüer Mark. Zeugen: Heinrich Schungels und Johan Plettenbergs. Siegelankündigung des Propstes. Gegeben zu Meschede.
Meschede (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1565 März 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Diderich Gockel, Bürger zu Meschede, und seine Frau Clara bekunden, dem Gerdt von Meschede 40 Taler schuldig zu sein. Dafür haben sie jährlich zu Pfingsten zwei Taler Rente zu zahlen. Als Unterpfand setzen sie ihr großes steinernes Haus mit dem dabeiliegenden Hofe und Garten, das neben dem Hause des Jost Kotmans liegt, und zwar recht gegenüber. Beide Seiten können die Rente nach halbjähriger Ankündigung wieder ablösen. Zeugen: Johan Vinnck [gestrichen "Richter"] zu Meschede und Volmar Holtforste [gestrichen "Richtschreiber"]. Da das Haus und Garten Lehngut der Propstei ist, bitten die Aussteller den Befehlshaber des Propstes Wilhelm Graf von Schaumburg (Schomborch), Caspar Schrader, um Besieglung der Urkunde.
Gegeben 1565 März 23 (den vierundzwentzigsten Martii, welcher ist der nechste fridag für unser Heben frauwen verkundigung [Datierung widersprüchlich]) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Konzept, Perg., deutsch




1565 Oktober 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan up dem Houel, Bürger zu Meschede, und seine Frau Anna verkaufen dem Meister Peter Kenter, Bürger zu Meschede, und seiner Frau Barbara ein Stück Land hinter dem Hergete für einen Garten, gelegen über dem Garten der Claweschen, stoßend an das Land des Bockes. Siegelbitte an den Lehnherren des Landes, den Propsten Wilhelm Graf zu Holstein, der den Käufer mit dem Land belehnt. Zeugen: Johan Stalknecht und Johan Reckerdes, beides Lehnsmannen des Propstes. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch; dabei gleichzeitige Abschrift, Papier.
Siegel des Propstes (beschäd.) anhängend.
Rückverm.: Wilhelm Schmüllingh




1566 Januar 10
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johan up dem Houel, Bürger zu Meschede, und seine Frau Anna verkaufen dem Meister Peter Kenter, Bürger zu Meschede, und seiner Frau Barbara einen Morgen Landes. Dieser liegt an dem Feldebarge beim Weibussche über Baltz Bernhardes und vor Houel und stößt an Kotmans Land. Dieses Land war von den Vorfahren des Verkäufers an Johannes Peterhern versetzt gewesen. Der Kaufpreis beträgt 8 1/2 Joachimstaler. Das Land kann für diese Summe jedes Jahr wieder eingelöst werden zu Petri Stuhlfeier. Da das Land Lehngut des Propstes zu Meschede ist, bitten die Verkäufer seinen Befehlshaber Caspar Schrader, die Urkunde zu besiegeln. Zeugen: Johan Stalknecht und Johan Reckerdes, beide Bürger zu Meschede. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Gleichzeitige Abschrift, Papier, deutsch




1566 September 07
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes Richardi, Dekan, Gortfrid Bock, Senior, Georg Frederici, Cantor, Johannes Glasman, Scholaster, Etherius Wrede, Hermann Burchardi, Gerhard Vincke, Liborius thor Mollen, Georg thor Mollen und Hermann Ramme, Kanoniker von St. Walburgis zu Meschede, überlassen ihrem Mitkanoniker Gerhard Vincke das Kanonikatshaus, das der Kanoniker Franciscus Burchardi erbaut hatte. Das Kapitel kann das Haus wieder an sich nehmen, wenn es ihm oder seinen Erben 38 Goldgulden entrichtet. Das Kapitel bezieht aus dem Haus einen Zins von zehn Schilling. Ankündigung des großen ovalen Kapitelssiegels. Geschehen im Kapitelshause. Zeugen: Johann Peterheren, Glöckner, und Gortfrid Samen, Lehrer.
Beglaubigung durch den Notar Caspar Schrader. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
großes Kapitelsiegel (zerbrochen) anhängend.
Rückverm.: 1. Georg thor Mollen quittiert den Empfang von 38 Goldgulden von Seiten des Martin Susotorius, für die dieser die Urkunde erhalten hat. [15]77.
2. Johannes Frederichs bekundet, die Urkunde für 38 Gulden von den Erben des Martin Sutorii zurückgekauft zu haben.
3. Das Kapitel bekundet, die Urkunde von den Erben des + Seniors Crato Hanxleden für 50 1/2 Reichstaler und 6 Groschen zurückgekauft zu haben, wobei der Gulden mit sechs Capitella bezahlt wird. 1663 Aug. 30




1568 März 08
Permalink der Verzeichnungseinheit

Philips Bock teilt dem Caspar Schreder, Lehnsrichter zu Meschede, mit, er habe seinen Gassen-Hof mitsamt der Hausstätte, wo jetzt Volmar Stemmers wohnt, an diesen verkauft. Er bittet, in Abwesenheit des Propstes die Urkunde zu besiegeln. Was dafür gefordert werde, wolle er bei der Zusammenkunft entrichten.
Datum 1568 März 8 (am montage nach Invocavit) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Unterschrift des Absenders, am Rande Wachsrest des Verschlußsiegels




1568 Juni 23
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes Richardi, Dekan von St. Walburgis zu Meschede, bekundet, durch Everhard Graf zu Sohns und Herrn zu Münzenberg, Drost (satrape) von Westfalen und der Burg zu Arnsberg, sei ihm Caspar Langen, Priester der Kölner Diözese, für die Pfarrkirche St. Caecilia in Wenholthausen, die durch den Tod des Andreas Custodis unbesetzt sei, präsentiert worden. Das Präsentationsrecht steht dem Grafen als Drosten auf der Burg Arnsberg der Grafschaft Arnsberg zu, während dem Dekan das Recht auf die Investitur als Archidiakon der Mescheder Kirche zukommt. Daher investiert der Dekan den Präsentierten in die gen. Kirche, nachdem dieser den Gehorsamseid abgegelegt hat. Der Aussteller fordert alle Geistlichen auf, den Investierten bei der Erlangung der Rechte und Güter der gen. Pfarrkirche zu unterstützen und ihn in seinem Besitz zu verteidigen. Ankündigung des Siegels ad causas des Kapitels zu Meschede. Geschehen und gegeben in der Freiheit Meschede. Zeugen: Volpert Hoppen, Pastor in Reiste, und Johannes.
Scheuen von Erflinghausen (Erflinckhusen).
Beglaubigung durch den Notar Johannes Frederici. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel ab




1568 Juli 30
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wilhelm Graf von Holstein ..., Dompropst zu Hildesheim und Propst zu Meschede, gibt dem Godderthen Visschers und seiner Frau Barben ein Haus und eine Stätte auf der Propstei Meschede auf zwölf Jahre in Gewinn, so wie er diese von seinem Vorgänger unter hatte. Dafür hat er jährlich als Pacht acht Schillinge, wie sie in der Herrschaft Arnsberg gangbar sind, zwei Hühner und ein 1/2 Pfund Wachs zu entrichten. Nach Ablauf der zwölf Jahre hat er den Gewinn mit einem rheinischen Goldgulden aufs neue zu erlangen zu suchen. Wenn Visscher und seine Erben für die zwölf Jahre die Vorheuer bezahlen, sollen sie auf Grund der von dem früheren Propsten Wilhelm Westphaal gegebenen Hauptverschreibung nicht aus dem Hause gesetzt werden. Siegelankündigung des Propstes. Zeugen: Thennies Kesten und Adam Rharbecke, Lehnsmannen des Propstes. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1569 April 12
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann Braun, zur Zeit zu Meschede, bekundet, er sei mit Humperat Schulten zu "Ennest" [Enste (?)] in Streit geraten wegen eine; Schuldforderung, die von den von Johann vom Schulten gekauften Schweinen herrührte. Der + Herman Goebel, gewesener Gerichtsfrone, sei vom Gläubiger als Bürge und Selbstschuldner herangezogen worden. Auf Anmahnung des Caspar Schroeder, Richter des Propstes zu Meschede, des Grafen Wilhelm von Schaumburg, erklärt der Aussteller, er habe den Goebel niemals gebeten, beim Schulten wegen der gekauften Schweine Bürge zu sein, wie Goebel auch zu seinen Lebzeiten bekannt hatte. Siegelankündigung des Ausstellers.
Meschede (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch..
aufgedrücktes Papiersiegel




1569 Juni 19
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nachdem zwischen den Kindern des + Herman Gobelen, Bürger zu Meschede, und der + Ehefrau Dorothen, nämlich Baltasar, Greten, Elsabehen und Lisabett eine Erbteilung stattgefunden hat, in der der Grete alle elterlichen Güter überlassen wurden, und nachdem zwischen Cordt Koich von Langenberg im Stift Osnabrück und der gen. Grete ein Ehevertrag geschlossen worden war, hält man fest: Da Cordt Koich neben Kleidern usw. 120 Taler bar in die Ehe einbringt, soll er mit seiner Frau die elterlichen Güter zu Meschede und Grevenstein nutzen. Wenn einer von den Eheleuten ohne Leibeserben verstirbt, soll er sofort den anderen Verwandten 20 Taler herausgeben. Wenn beide zusammen ohne Kinder sterben, soll das von jedem eingebrachte und gewonnene Gut an die nächsten Erben fallen. Baltasar Gobelen soll zehn Taler erhalten, Elsabein und Lisabett jeweils acht Taler. Auf weitere Ansprüche haben sie nach Erhalt dieses Geldes Verzicht zu leisten. Wenn eine der Schwestern vor ihrer Verheiratung stirbt, soll ihr Anteil beim elterlichen Gut verbleiben. Baltasar Gobelen will sich in Dienst begeben. Wenn er außerhalb des Dienstes in die Freiheit Meschede kommt, kann er drei Tage bei den Eheleuten wohnen und sich von ihnen unterhalten lassen. Wenn er länger bleibt, hat er nach Kräften beizutragen. Da die + Schwester Ursel der + Dorothen Gobelen einen Anteil erhalten hat, haben sie das den ihren zukommen zu lassen. Dedingsleute von Seiten des Baltasar, der Greten, Elsabehen und Lisabett: Joest Surgeler, Bürgermeister, Joest Kottmann und Johan Joickelen, Bürger zu Meschede, von Seiten des Cordt Koich Jurgen Veltmans, Bürger daselbst, und Casper Schrader, Diener der Propstei Meschede. Siegelbitte an Casper Schrader, Richter und Befehlshaber des Propsten zu Meschede Wilhelm Graf zu Holstein ... (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Abschrift des 16. Jahrh., Papier (3 Seiten), deutsch




1573 Februar 24
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vor Caspar Schrader, Diener und Befehlshaber des Propstes zu Meschede Wilhelm Graf zu Holstein, erklärt Eve, die Tochter des Johan Gockelen, Bürger zu Meschede, und Ehefrau des Eberthen Flaßharn, Bürger zu Rüthen, sie habe von Claren, der Witwe ihres Bruders Diderich Gockelen und jetzigen Ehefrau des Johan von Helner, die Aussteuer erhalten. Sie leistet Verzicht auf weitere Ansprüche. Siegelbitte an Caspar Schrader. Zeugen: Adam Rharbecks, Gerdt Spancken und Johan Lepper, Bürger zu Meschede. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Konzept, Papier, deutsch




1573 Mai 26
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes Glasman, Dekan, Etherius Wrede, Cantor, Liborius ther Mollen, Georg ther Mollen, Hermann Ram, Walram Burchardi, Johannes Frederici und Georg Ram, Kanoniker von St. Walburgis zu Meschede, überlassen das Kanonikatshaus, das von dem + Anton Trillinck besessen und von Ethereus Wrede neu errichtet worden war, nach dessen freiwilligem Verzicht dem Gwilhelmus Fabricius. Dafür hat dieser die von Wrede für den Bau verwandte Summe von 40 Gulden zu bezahlen. Für diese Summe kann das Kapitel das Haus zurückkaufen. Es bezieht aus dem Haus einen Zins von sechs Schillingen. Ankündigung des großen Kapitelsiegels. Geschehen im Kapitelhause 1573 Mai 26 anno a virgineo partu supra sesquimillesimum (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Groß. Kapitelsiegel anhängend




1573 Juli 28
Permalink der Verzeichnungseinheit

Cornelius Kock von Herzfeld, Prior des St. Meinolphsklosters zu Böddeken (Büdicken), bekundet, von Johann Glasman, Dechant zu Meschede, zugunsten des Klosters den halben Zehnten zu Stockheim (Stocken) vor Geseke, den das Kloster von Goderd Lüdicken und anderen gekauft hatte, zu Lehen empfangen zu haben. Ankündigung des Klostersiegels ad causas.
Datum Meschede 1573 Juli 28 (uff dinschedaig post St. Jacobi). Zeugen: Heinrich Veymann, Bürgermeister zu Rüthen, und Johannis Fuller, Sekretär des Domkapitels zu Paderborn. (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel ab




1575 Februar 04
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abt Rotger von Grafschaft (Graisschaifft) belehnt Dechant und Kapitel von St. Walburgis zu Meschede mit einem Hofe unten im Dorf Remblinghausen (Remlinchusen). Er nimmt Liborius thor Mullen, Kanoniker zu Meschede, als Mann an. Siegelankündigung des Abts. Zeugen: Vincentz Costers, Vikar zu Wormbach (Wormke), und Valentin Siuerts, Bürger zu Schmallenberg. (Regest)

Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Perg., deutsch.
Siegel des Abts anhängend




1554 Februar 22
Permalink der Verzeichnungseinheit

Jorgehn von Ruden, seine Frau Stina und ihre Tochter Stina verkaufen ihr Land zu vier Scheffeln, gelegen in dem Engesoel neben ihrer Wiese und auf das Land des Johan Frederikes stoßend, an ihren Vetter Volmar uf dem Houe und seine Frau Gryeten. Von dem erhaltenen Kaufpreis haben die Verkäufer sieben Taler an die Mollersche zu Wünnenberg (van dem Wunnerberghe) gezahlt. Nach Ablauf von neun Jahren können die Verkäufer das Land wieder jährlich zu Petri Cathedra für 20 Taler einlösen. Wenn die Käufer das Land gedüngt haben, können sie die Düngung (vettung) nach Landrecht noch ausnutzen. Da das Land Lehen der Propstei zu Meschede ist, bitten die Verkäufer den Johann Korten, Richter und Befehlshaber des Propstes, sein Amtssiegel anzuhängen. Zeugen: Frederich Schulte uff dem Houe und Jorghen Reyneken.
Geschehen 1554 Feb. 22 (uff tagh Petri Cathedre) (Regest)


Allgemeine Formalbeschreibung : Vermerke: Ausf., Papier, deutsch.
Siegel ab



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