Stadtarchiv Sankt Augustin
Nachlässe und Sammlungen von Personen, Vereinen und Institutionen
SN 031: Freiwillige Feuerwehr Menden
SN 029 Familienarchiv von Claer
Permalink des Findbuchs


Signatur : SN 29

Name : Familienarchiv von Claer

Beschreibung :

EINLEITUNG

Bestandsgeschichte

Ordnung und Verzeichnung

Im Einzelnen enthält der Bestand 30 Archiveinheiten (AE) der Jahre 1652 bis 1978. Der Bestand wurde von Michael Korn geordnet und mittels des Programms Augias-Archiv 7.3 (Basis: Microsoft® Access97®) verzeichnet.

Wertermittlung und Kassation

Kassationen wurden nicht gemacht.

Abgaben an andere Bestände

Abgaben an andere Bestände innerhalb des Stadtarchivs wurden insoweit gemacht, als die AE SN 29/1 als weitere Kopie in die Bibliothek eingestellt wurde, die von Herrn Trolldenier erhaltenen Bilder und Zeitungsartikel in die Bildsammlung bzw. die Sammlung SGL.

Erhaltungszustand, technische Behandlung und Lagerung

Der Erhaltungszustand der AE ist insgesamt als befriedigend einzuschätzen. Einige Papiere sind eingerissen oder verschmutzt. Schimmel wurde nicht gefunden. Konservatorische Probleme werden wegen des Säuregehalts langfristig nur die wenigen neueren schriftlichen Unterlagen aufwerfen. Größere Restaurierungsmaßnahmen sind derzeit nicht erforderlich.

Die Unterlagen wurden in ihrem Ursprungszustand belassen, lediglich die Klarsichthüllen entfernt. Alle Unterlagen wurden in säurefreie, alterungsbeständige und mit Calciumcarbonat gepufferte Mappen samt ebensolcher Kartons umgebettet.

Geschichte von Familie und Familienarchiv

In der Familie von Clair/de Clair/de Clara lassen sich seit mehreren Jahrhunderten u.a. Personen nachweisen, die höhere Ränge in Verwaltung und Militär bekleidet haben. Die Familie siedelte sich im späten 17. Jahrhundert im Rheinland an und stellte mehrere kurkölnische Statthalter des Amtes Wolkenburg und der Burggrafschaft Drachenfels, mit Franz Bernhard de Claer (1785-1853) den zeitweiligen Adjutanten vom Landsturm im Siebengebirge, Stadtkommandeur in Bonn und Domänenrat sowie mit Eberhard von Claer (1871-1946) den langjährigen Bürgermeister des Amtes Menden (Rhld.).

Das Familienarchiv enthält Splitter aus dem privaten und beruflichen Leben einzelner Familienmitglieder zwischen 1652 und 1943. Der jeweilige Kontext erschließt sich häufig aus der 1929-1932 von Alexander von Claer verfassten Familiengeschichte (siehe Literatur).

Das Familienarchiv muss in früheren Jahren bedeutend umfangreicher gewesen sein und war zumindest in Teilen geordnet und nummeriert. Viele Einzelschreiben, die nicht mehr im Bestand vorliegen, sind in Alexander von Claers Familiengeschichte zitiert bzw. transkribiert. Offensichtlich wurden nach dem Zweiten Weltkrieg viele Schreiben des Archivs unter verschiedene Mitglieder der Familie von Claer/Trolldenier aufgeteilt.

Aufbau des Findbuches

Klassifikation und Sortierung

Die Archivalieneinheiten wurden zur besseren Übersicht in drei Klassifikationsgruppen eingeteilt. Die Sortierung der AE im Findbuch erfolgte innerhalb der Klassifikationspunkte chronologisch nach Laufzeit.

Aufbau der Angaben zu den jeweiligen AE

Die Angaben zu den einzelnen AE beginnen mit der Signatur (Bestandskürzel „SN 29“ sowie laufender Nummer). Am rechten Seitenrand wird die jeweilige Laufzeit angegeben. Die Laufzeit der AE umfasst den Zeitraum ihrer Entstehung.

Darunter wurde der Titel (fett) gesetzt. Es kam sowohl die einfache als auch die um Vermerke erweiterte Verzeichnung zur Anwendung.

Ergänzt werden können die Titel durch den Vermerk: Enthält, für die nähere Auflistung des gesamten Archivalieninhalts.

Sperrfristen

Wegen des meist hohen Alters der Originalquellen mussten keine Unterlagen aus Datenschutzgründen für die Benutzung gesperrt werden.

Zitierweise und Aktenbestellungen

Zu zitieren sind die AE unter Voranstellung des Archivs mit Angabe der entsprechenden Signatur, z.B. ”Stadtarchiv Sankt Augustin, SN 29/24”. Zur Bestellung von AE genügen die Angabe des Namens des Benutzers, Bestelldatum und jeweiliger Signatur auf dem roten Bestellzettel.

Weiterführende Literatur und ergänzende Bestände

Als Literatur zur Geschichte der Familie von Claer sind zu nennen:

J.J. Sluyter: Die rheinische Familie de Claer, in mehreren Ausgaben der Zeitschrift ’Niederrheinischer Geschichtsfreund’, Kempen 1882-1883 (mit zahlreichen handschriftlichen Ergänzungen im Bestand als SN 29/4).

Alexander von Claer: Familiengeschichte von Claer, München 1929-1932, Neuauflage Frankfurt/Main 1979 (im Bestand als „SN 29/1“ sowie in der Bibliothek des Stadtarchivs unter der Signatur „S06A Clae1“).

Zum Familienarchiv von Claer siehe ebenfalls die Familiengeschichte von Alexander von Claer.

Im Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Siegburg, befinden sich im Sammlungsbestand folgende Archivalien:

„Korrespondenz Baron (Maximilian Hattard?) Walbott (Waldbott) zu Gudenau mit Agnes und Philipp Heinrich de Claer in Königswinter (18. Jh.) 1708-1710 (8 Schriftstücke) bzw. 1715-1729 (15 Briefe). 1695 bekam die Familie der Walbott zu Gudenau in einem Erbstreit mit dem Hause Croy die Hälfte der Pfandschaft des Amtes Königswinter und Wolkenburg zugesprochen. Gleichzeitig waren sie Burggrafen vom Drachenfels. Als Verwalter des Besitzes saß in Königswinter die Familie de Claer. Eberhard de Claer, der Vater von Philipp Heinrich de Claer, wurde 1695 durch die Waldbott zu Gudenau als Verwalter vom Hause Croy übernommen. Er starb am 30. März 1702. Ihm folgte der zu dieser Zeit noch minderjährige Philipp Heinrich nach, dessen Amtsgeschäfte eine Zeit lang seine Mutter, Agnes de Claer, als ‚Gouvernante’ führte.“

Weitere ergänzende Bestände sind nicht bekannt.

Abkürzungsverzeichnis

AE: Archiveinheit

SGL: Bestand Stadtgeschichtliche Sammlung – Literatur

SN 29: Bestand „Familienarchiv von Claer“

Sankt Augustin, im Dezember 2007

Michael Korn


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