Stadtarchiv Bergisch Gladbach
Nachlässe von Privatpersonen
Johannes Baptist Scherer (1876-1964), Pazifist
N 11 Johann Baptist Scherer
Permalink des Findbuchs


Signatur : N 11

Name : Johann Baptist Scherer

Beschreibung :


Das Stadtarchiv Bergisch Gladbach hat Briefe und Manuskripte aus dem Nachlass des Bensberger Pazifisten Johannes Baptist Scherer (1876-1964) zur dauernden Aufbewahrung übernommen. Es handelt sich unter anderem um einen Briefwechsel mit dem Pazifisten Friedrich Wilhelm Foerster in New York in den Jahren 1951-1959 sowie um einen Brief von Käthe Kollwitz aus dem Jahre 1924. Foerster war in der Zeit des Nationalsozialismus in die USA emigriert. Es geht in dem Briefwechsel, der in diesem Nachlass überliefert ist, um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Nachkriegsdeutschland, der Wiederaufrüstung, der Gründung der Bundeswehr und mit der Politik Adenauers. Weil Scherer zumeist mit Durchschlag schrieb, sind auch seine Briefe erhalten geblieben. Scherer suchte in Deutschland die Ansichten Foersters zu verbreiten und in seinem Sinne publizistisch zu wirken.

Zwölf Mappen umfasst der Nachlass, der neben dem Briefwechsel mit Foerster Unterlagen über Leben und Werk Friedrich Wilhelm Foersters sowie einige Druckschriften, Traktate und Manuskripte Scherers enthält.

Der Nachlass gelangte durch Annemarie Röhrig aus Windeck/Sieg im Oktober 2005 ins Stadtarchiv. Annemarie Röhrig hatte die Dokumente von ihrem Vater, Prof. Paul Röhrig, übernommen. Dieser hatte sie von dem ehemaligen Leiter der Kölner Volkshochschule, Eduard Lohmüller, erhalten. Lohmüller und Scherer waren miteinander befreundet. Scherer hat die Unterlagen vor seinem Tod Lohmüller übergeben.

Die Unterlagen unterliegen keinen Nutzungsbeschränkungen.

In den Beständen des Stadtarchivs befinden sich zu Johann Baptist Scherer drei Fotos der Notunterkunft der Familie Scherer in Bensberg-Frankenforst, Fasanenstraße (Foto D 418/1 + 2; Foto D 440/3-4) sowie unter S 6/170 ein Manuskript Scherers mit dem Titel "Die vierfache Wurzel vom Grunde unseres Unbehagens".

Michael Krischak, Oktober 2005



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