Stadtarchiv Bergisch Gladbach
Nachlässe von Privatpersonen
Karl Friedrich Mucke (1907-1990)
N 19 Karl Friedrich Mucke
Permalink des Findbuchs


Signatur : N 19

Name : Karl Friedrich Mucke

Beschreibung :


Karl Friedrich Mucke, späterer Stadtbaumeister bei der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach,wurde am 22.10.1907 in Dresden als Sohn des Tischlereiwerkführers Karl Max Mucke geboren.

Mucke studierte von 1924-1928 auf der Sächsischen Staatsbauschule in Dresden Tiefbau und legte die Prüfung zum Bauingenieur ab. In diesen Jahren lernte Mucke auch im Geschäft des Baumeisters Conrad Materne in Dresden das Zimmererhandwerk. Nach 1928 war er bei verschiedenen staatlichen und städtischen Bauverwaltungen zunächst als Angestellter, seit 1940 als Beamter tätig. Mucke bestand 1937 vor der Handwerkskammer in Halle/Saale die Baumeisterprüfung. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Mucke zur Organisation Todt einberufen und geriet in englische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr übersiedelte Mucke von der sowjetischen in die britische Zone, um sich einer wiederholten Dienstverpflichtung für den sowjetischen Uranbergbau zu entziehen. Im November 1949 wurde er entlastend entnazifiziert. Bis Mai 1950 war Mucke zunächst in Leichlingen / Rheinland als Handwerker beschäftigt, um an eine Aufenthaltsgenehmigung zu kommen. Ab Juni 1950 war er als technischer Angestellter im Tiefbauamt der Stadt Hilden beschäftigt. Bei der Stadt Bergisch Gladbach war Mucke vom 07.1951 bis 05.1970 beschäftigt, zunächst als technischer Sachbearbeiter beim Tiefbauamt und Leiter des Tiefbauamtes, dann als Stadtbauamtmann (Stadtbaumeister).

Mucke schrieb eine wissenschaftliche Veröffentlichung über die geschichtliche Entwicklung von Stadtgrundrissen am Beispiel von Dresden und Bautzen, erschienen 1939 und 1940.

Er war von 1968 bis 1988 Mitglied des Bergischen Geschichtsvereins , wo er einige Jahre als Kassenprüfer tätig war. Muckes Interessensgebiet war insbesondere die Vor- und Frühgeschichte. Mucke betrieb intensive ortsnamenkundliche Forschungen.

Karl Friedrich Mucke verstarb am 15.01.1990.


Bestand

Der Bestand wurde um 1990 vom Statarchiv Bergisch Gladbach übernommen. Er enthält in erster Linie Unterlagen, die im Rahmen von Muckes jahrzehntelanger Beschäftigung mit der Vor- und Frühgeschichte der Region und mit intensiver sprachgeschichtlicher Auseinandersetzung mit der Entstehung von Flur- und Ortsnamen entstanden sind. Einige der von ihm zusammen gestellten Akten dienten zur Vorbereitung von Vorträgen (z.B. N 19/11) oder enthalten Entwurfsmanuskripte (z.B. N 19/10). Andere seiner Arbeiten wurden z.T. auch veröffentlicht (siehe N 19/18). Mucke arbeitete an Kluxens Geschichte von Bensberg mit (N 19/19) und wirkte bei der Erfassung der kulturgeschichtlichen Bodendenkmäler des Rheinisch-Bergischen Kreises mit (N 19/22).


Verweise

Parallel zum überkommenen Schriftgut des Nachlasses sind 41 Karten entstanden, die unter K 2/1124 – 1148 und K 2/1237 – 1253 verzeichnet sind. Mucke hat auf Kartengrundlagen wie Deutsche Grundkarte oder Kreiskarte eigenhändige Einzeichnungen vorgenommen, um historische Zustände und Zusammenhänge zu verdeutlichen.


Michael Krischak, Juni / Juli 2010



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