Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.2. Geistliche Institute
1.2.6. V - Z
1.2.6.12. Wissel
Wissel, Urkunden AA 0559
122.20 Stift Wissel
Permalink des Findbuchs


Signatur : 122.20

Name : Stift Wissel

Beschreibung :
Einleitung
Wissel, Kreis Kleve. Stift, vor 1167-1802
Die sämtlichen Urkunden dieses schon im XII. Jahrhundert gestifteten kanonischen Kollegiums fehlen jetzt und scheinen auch vor der Klosteraufhebung schon nicht mehr vorhanden gewesen zu sein. Es findet sich nämlich eine Abschrift von drei alten, auf die Stiftung sich beziehenden Urkunden in mehrfachen Exemplaren vor, deren eine immer aus der anderen geflossen ist, da die augenfällige Verderbtheit derselben auf eine Vergleichung des Originals, wenn es noch vorfindlich gewesen wäre, hätte führen müssen. Hiernach schenkte Graf Dietrich von Kleve mit seinem Bruder Arnold den Zehnten der Insel bei Wissel der dort gegründeten Kollegiatkirche. Die Urkunde führt das Jahr MCXIII (1113) und nennt den Kaiser Heinrich und den Erzbischof Bruno von Köln als regierend mit der Indiktion XI. Das Jahr ist also unrichtig und soll MCXCIII oder 1193 sein, welches mit Kaiser Heinrich VI., Erzbischof Bruno III. und mit der Indiktion XI stimmt. Dieser Graf Dietrich erscheint auch mit seinem Bruder Arnold in einer Urkunde von 1191 (s. Urkundenbuch I 533), wo wie in jener der Kämmerer Arnold und dessen Bruder Johann als Zeugen vorkommen. Im Texte der Urkunde sind mehrere Lesefehler und statt „datum in hoc anno etc.“ ist zu lesen „datum in Clivo anno etc.“ Diesen Zehnten hatte Graf Dietrich VII. von Kleve wieder eingezogen, stellte ihn aber, seinen Irrtum bekennend, dem Kapitel mit Urkunde von 1303 zur Gründung einer neuen Präbende zurück. Graf Johann von Kleve bestätigte darauf mit Urkunde von 1353 alle Exemtion des Kapitels. Aus den nachstehend verzeichneten Schriftstücken erhalten wir nur Nachricht über die Besitzungen des Stiftes.
Die Retrokonversion des vorliegenden Findbuches erfolgte im August 2004 (Abschrift in MS Word) und Februar 2005 (Erstellung der xml-Datei mittels des CCS-Retrokonversionstools) durch Archivoberinspektor Jörg Franzkowiak.


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