Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
5. Oberste Landesorgane NRW
5.2. Oberste Landesbehörden
5.2.2. Finanzministerium
5.2.2.14. Vermögens- und Liegenschaftsverwaltung
FM Wehrmachtsgut, Schlachtfeldschrott NW 0102
340.01.00 Finanzministerium, Erfassung von Wehrmachtsgut
Permalink des Findbuchs


Signatur : 340.01.00

Name : Finanzministerium, Erfassung von Wehrmachtsgut

Beschreibung :
Die vorliegenden Akten des Finanzministeriums (Zentralstelle für Wehrmachtsgut) wurden am 22.9.1965 durch das Hauptstaatsarchiv vom Finanzministerium ohne Ablieferungsverzeichnis übernommen (Akzession IIa 57/65). Der Bestand umfasste 201 Stehordner, von denen 165 kassiert wurden (siehe III2-A.1.10 - M 1271/68). Der Bestand enthält im wesentlichen die Generalia und die den Regierungsbezirk Aachen betreffenden Spezialien (kassiert wurden alle Akten der anderen Regierungsbezirke).
Provenienzstelle ist sowohl das Innenministerium als auch das Finanzministerium. Bis zum 18.5.1953 (siehe NW 102-34) war die Zentralstelle dem Innenministerium als Referat V 2 angeschlossen, anschließend bis zu ihrer Auflösung am 31.10.1953 (NW 102-33) dem Finanzministerium in der Abteilung III, Gruppe C.
Mit Erlass vom 6.8.1947 (NE 102-11) bezeichnete das Hauptquartier der Disposal Group der Militärregierung 714 die Schaffung einer Zentralstelle für Wehrmachtsgut als dringlich. Daraufhin wurde Mitte September 1947 die Zentralstelle errichtet. Gleichzeitig entstanden durch Runderlass des Innenministeriums vom 22.11.1947 (V 2 - C O/9) (NW 102-35) im Einvernehmen mit dem Finanz- und Wirtschaftsministerium bei den Regierungspräsidien die Bezirks- und bei den Kreisen die Kreiserfassungsstellen. Bis dahin waren zuständig für das unbewegliche Wehrmachtsgut die Oberfinanzpräsidenten, während für das bewegliche Wehrmachtsgut in einzelnen Bezirken Treuhänder, in anderen die Property Control und die Finanzämter eingesetzt worden waren. Eine einheitliche Regelung bestand jedoch nicht.
Aufgabe der Zentralstelle war, es auf Grund des Kontrollratsgesetzes Nr. 34 Art. 4 vom 20.8.1946 (Amtsblatt der Militärregierung Deutschlands Nr. 13) alles Eigentum der ehemaligen Wehrmacht, das der Beschlagnahme laut Kapitulationsurkunde Art. 5 unterlag, zu ermitteln, zu übernehmen, abzuschätzen, zu verkaufen sowie die Erlöse abzurechnen.
Die einzelnen Aktenbände enthalten z.T. am Anfang des Bandes ein Inhaltsverzeichnis der Schriftstücke (siehe unter Bemerkung).
Der Bestand wurde im Juni 1968 von Regierungsinspektoranwärter Kilian verzeichnet.


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