Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.1. Landesarchive
1.1.1. Kurköln
1.1.1.14. Weltliches Hofgericht Köln
Kurköln XI AA 0016
101.14.01. Kurköln XI, Weltliches Hofgericht, Köln
Permalink des Findbuchs


Signatur : 101.14.01.

Name : Kurköln XI, Weltliches Hofgericht, Köln

Beschreibung :
Nach der Gerichtsordnung von 1537 sollten alle Appellationen, soweit sie unmittelbar an den Kurfürsten gingen und „in unser Camer" oder „an unsen Hoff nunmehe gehören", dort „geortert" werden, die Appellationen aus der Stadt Köln aber „wie von alters" den Kurfürstlichen Commissarien (in Köln) befohlen werden (Vollständige Sammlung 1, 443). Bis zur Bestellung eines eigenen Hofrichters im Jahr 1452 waren diese stadtkölnischen Appellationen vor dem Erzbischof selbst „ind syne edel manne in irr kamer bynnen Colne" verhandelt worden (W. Stein, Akten zur Geschichte der Verfassung und Verwaltung der Stadt Köln 1, 1893, 639). Seit dem 10. September 1653 war das Kölner „kurf. weltliche Appellations-Commissariat" oder „Cöllnisch weltliches Hof-Gericht" Appellationsinstanz für sämtliche weltlichen Untergerichte des Kurfürstentums (ebd. 502), für die Urteile des Offizialats in Werl nur dann, wenn von den weltlichen Untergerichten in Westfalen zuerst an dies appelliert worden war. 1788 wurde die Zuständigkeit für das Vest Recklinghausen, 1794 nach der Besetzung Kölns durch die Franzosen für die rechtsrheinischen Gebiete überhaupt aufgehoben und dem Hofrat (in Recklinghausen) übertragen (Scotti, Nrn. 887 und 1002). Das Gericht selbst hat in Köln bis zur Einrichtung der neuen Ordnung am 19. Februar 1799 weiterbestanden (J. Hansen, Quellen zur Gesch. des Rheinlandes im Zeitalter der Französischen Revolution 3, 1935, 871, Anm. 4 und 4, 1938, 519). - Umfang: 31 Protokolle (1742-1745, 1747-1751, 1761-1792).

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