Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
4. Nichtstaatliches und nichtschriftliches Archivgut
4.4. Vereine, Verbände und ähnliche Organisationen
4.4.4. Kommunale Spitzenverbände
4.4.4.2. Rheinische Gemeindeverbände
Rheinische Gemeindeverbände RW 0050-0053
420.18.00 Rheinische Gemeindeverbände
Permalink des Findbuchs


Signatur : 420.18.00

Name : Rheinische Gemeindeverbände

Beschreibung :
Die in diesem Findbuch erschlossenen Bestände rheinischer Gemeindeverbände wurden 1956 (Akz. 81/56) und 1961 (Akz. 153/61 und 156/61, Dienstregistratur 4052/A II - 1961) übernommen und anschließend verzeichnet.

Im Jahr 2000 wurden die Bestände durch Dr. Faust neu verzeichnet. Hierbei blieben i.d.R. die Signaturen unverändert. Häufig erwies es sich aber als notwendig, die Archiveinheiten zu teilen. In diesen Fällen wurde dem einen Teil der Archiveinheit eine neue Signatur gegeben. Eine Konkordanz alte / neue Signaturen befindet sich am Ende des ausgedruckten Exemplars dieses Findbuchs. Dort befindet sich auch ein Verzeichnis der Druckschriften, auf die im vorliegenden Aktenfindbuch wiederholt hingewiesen wird.

Die Bestände umfassen insgesamt 1382 Nrn. Akten und Druckschriften. Die Laufzeit reicht von 1889 bis 1949; das Schwergewicht liegt in den Jahren des "Dritten Reiches".

Die Akten sind ohne Beschränkungen benutzbar.

Der Rheinische Städtebund wurde 1887 gegründet. Ihm gehörten kreisangehörige Städte der Rheinprovinz an. Er selbst war ein Unterverband des Reichsstädtebundes.

Der Rheinische Städtetag wurde 1908 als Vertretung der Städte über 15.000 Einwohner der Rheinprovinz gegründet. Der Vorsitz (und damit auch die Aktenführung) lag praktisch während des gesamten Zeitraums des Bestehens bei der Stadt Duisburg.

1933 wurden die Gemeindeverbände im Deutschen Gemeindetag "gleichgeschaltet". Rheinischer Städtebund und Rheinischer Städtetag gingen in der Provinzialdienststelle Rheinland und Hohenzollern des Deutschen Gemeindetages (die auch als Westdeutscher Gemeindetag firmierte) auf. Der neue Verband erstreckte sich auf die Rheinprovinz (einschließlich des Saargebiets) und die Hohenzollerischen Lande.

Nach Kriegsbeginn 1939 wurde die Organisation des Deutschen Gemeindetages gestrafft. In Düsseldorf wurde die Dienststelle Westen errichtet mit Zuständigkeit für die Gebiete der bisherigen Provinzialdienststellen Rheinland und Hohenzollern, Westfalen und Lippe, Hannover und Schaumburg-Lippe etc. 1942 wurde die Bezeichnungsform Dienststelle aufgehoben, 1944 aber erneut eine Dienststelle Westen eingerichtet.

1945 wurden der Deutsche Gemeindetag und seine regionalen Gliederungen aufgelöst. Zu den Nachfolgeorganisationen s. Findbuch 420.06 (Deutscher und Nordrhein-Westfälischer Städte- und Gemeindebund).

Vergl. Horst Romeyk: Verwaltungs- und Behördengeschichte der Rheinprovinz 1914-1945, Köln 1984.


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