Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
5. Oberste Landesorgane NRW
5.2. Oberste Landesbehörden
5.2.1. Arbeits- und Sozialministerium
5.2.1.1. Arbeit und Soziales
AuSM Organisation, Arbeitsrecht und Arbeitsschutz, Sozialversicherung NW 0062
370.05.00 Arbeits- und Sozialministerium NRW, Organisation, Arbeitsrecht und Arbeitsschutz, Sozialversicherung
Permalink des Findbuchs


Signatur : 370.05.00

Name : Arbeits- und Sozialministerium NRW, Organisation, Arbeitsrecht und Arbeitsschutz, Sozialversicherung

Beschreibung :
Die im vorliegenden Findbuch verzeichneten Akten wurden am 13. Mai 1964 unter der Akzessions-Nr. 22/64 von der Abteilung III des Arbeits- und Sozialministeriums ohne Ablieferungsverzeichnis übernommen. Ursprünglich wurden sie als 4 getrennte NW-Bestände gelagert, und zwar NW 62 - Landesarbeitsamt der Nord-Rheinprovinz sowie Abt. IV des ehem. Arbeitsministeriums -, NW 63 - Tarifverhandlungen - NW 64 - Reichsarbeitsblätter -, NW 65 - Toto-Lotto-GmbH,
Köln. NW 63 wurde wegen absoluter Archivunwürdigkeit vollständig kassiert (mit Einverständnis des AuSMin.), NW 64 wurde für das Referat im Hause "Amtliche Druckschriften" verwendet.

Der aus diesen Aktenablieferungen gebildete neue Bestand führt die Bezeichnung NW 62. Er wurde von StOI Werner Adrian in der Zeit von Mitte September bis Ende Oktober 1969 verzeichnet.

Der 1948 gebildeten Hauptabteilung IV - Arbeitsrecht -, welcher der größte Teil der verzeichneten Akten entstammt, lag ein Aktenplan zugrunde. Die Akten der Westdeutschen Fußball-Toto GmbH, Köln, wurden von Regierungsdirektor
Christian als Aufsichtsratsmitglied im Rahmen des Arbeitsrechtsreferats in Verbindung mit sozialpolitischen Maßnahmen für bestimmte Personengruppen (hier: Kriegsheimkehrer) verwaltet, wo sie auch im Findbuch aufgeführt sind; die Toto-Annahmestellen wurden überwiegend mit Kriegsbeschädigten besetzt.
Kurz nach Gründung des Arbeitsministeriums im August 1946 wurde demselben aufgrund der Anordnung der Militärregierung mit Wirkung vom 25. November 1946 die Arbeitsverwaltung unterstellt. Die Landesarbeitsämter Nord-Rhein und Westfalen-Lippe vereinigten sich ab 1. Dezember 1946 zum "Landesarbeitsamt Nordrhein-Westfalen" mit Sitz in Düsseldorf. Im Geschäftsbereich des Arbeitsministeriums wurde ihm die Hauptabteilung II zugewiesen. Die Führungsaufgaben des Arbeitseinsatzes, der Berufsberatung, der Arbeitslosenhilfe sowie des Arbeitsrechts und Tarifwesens. Hieraus ergaben sich 3 Abteilungen. Haushaltsmäßig unterstand das LAA nicht dem Land, sondern dem Reichshaushalt (Reichsstock für Arbeitseinsatz). Im Zuge der Verschmelzung wurden 3 Außenstellen gebildet: a) Nordrhein in Düsseldorf, b) Westfalen-Lippe in Münster, c) Bergbau in Buer/Westfalen. Es waren Aufgliederungen des Landesarbeitsamtes, ohne den Charakter einer Mittelinstanz zu haben.

Den beiden ersten Außenstellen oblag das mittelbare Weisungsrecht gegenüber den Arbeitsämtern ihres örtlichen Bereichs in Angelegenheiten des Arbeitseinsatzes einschließlich Berufsberatung. Im April 1948 wurde die neue Hauptabteilung IV - Arbeitsrecht - innerhalb des Arbeitsministeriums gebildet. Von den Aufgaben des Landesarbeitsamtes wurden damit folgende Gebiete abgegeben: Arbeitsrecht, Sozialverfassung, Tarifrecht, Allgemeine Lohnpolitik. Infolge gleichzeitiger Aufgliederung der Abteilung III - Sozialversicherung und Arbeitsschutz - in 2 getrennte Abteilungen (II und III) nahm das Landesarbeitsamt die Stelle der Hauptabteilung V ein. 1950 wurde dem LAA die Zentralausgleichsstelle für Arbeitsvermittlung der Landesarbeitsämter im Bundesgebiet angegliedert. Ab 1.5.1952 untersteht das LAA nach dem Gesetz über die Errichtung einer Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom 10.3.1952 einschließlich den Arbeitsämtern und der Zentralausgleichsstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesanstalt. Am 1. Oktober 1953 wurde das Arbeitsministerium mit dem Sozial- und Wiederaufbauministerium zusammengelegt zu einem Ministerium für Wiederaufbau, Arbeit und Soziales. In dieser Eigenschaft hat es bis 5. August 1954 bestanden, wurde dann als Ministerium für Arbeit und Soziales neu begründet. Vom 24.1.1967 bis 30.9.1967 übernahm der Ministerpräsident aus dem Geschäftsbereich des AuSMin. die Aufgaben des Landesjugendplanes, die Durchführung des Bundesjugendplanes und des Deutsch-französischen Jugendwerks, die Jugendpflege, die berufsfördernde Jugendhilfe. Anschließend gingen diese Aufgabengebiete wieder an das AuSMin. zurück.

Bem.: Die im ehemaligen Bestand NW 62 enthaltenen Akten betr. Flüchtlingswesen sowie Volks- und Jugendwohlfahrt kamen entsprechend ihrer Provenienz zu NW 52 bzw. NW 61. Hieraus erklärt sich das Fehlen einiger Archivnummern.

Teile des Bestandes unterliegen den Sperrfristen des § 7,2 Archivgesetz NRW. Für die Einsichtnahme ist eine Sondergenehmigung erforderlich.


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