Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
4. Nichtstaatliches und nichtschriftliches Archivgut
4.3. Juristische Personen des öffentlichen Rechts
4.3.3. Sonstige
4.3.3.4. Landesbibliothek Düsseldorf
Landesbibliothek Düsseldorf RW 0045
420.44.00 Landesbibliothek Düsseldorf
Permalink des Findbuchs


Signatur : 420.44.00

Name : Landesbibliothek Düsseldorf

Beschreibung :
Vorwort
Die Akten der früheren Hof- bzw. Landesbibliothek wurden 1974 von der Universitätsbibliothek an das Hauptstaatsarchiv abgegeben und unter der Nummer RW 45 akzessioniert.
Der Bestand umfaßt auf 3 Regalmetern 70 Verzeichnungseinheiten; die Laufzeit geht von 1770 bis 1904.
Die Akten wurden von STAOIin Hammes 1979 verzeichnet; die Reinschrift des Findbuches fertigte Frau Trittin.
Die Königliche Öffentliche Bibliothek wurde per Dekret des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz 1770 erreichtet. Der Geheime Rat von Buininck wurde kommissarisch mit der Einrichtung der Bibliothek beauftragt, wurde dann offiziell zum Bibliothekar ernannt und behielt diesen Posten bis 1802. Ihm zur Seite stand von 1770-1790 der Bibliothekssekretär J. A. Sissonet. Diesem folgte Brewer, der auch die gesamte Bibliothek in den Jahren 1802-1805 leitete.
1805 wurde als Nachfolger von Buinincks Jseph Schram ernannt, der bis 1818 Bibliothekar blieb. Nach seinem Tode leitete der Bibliothekssekretär (seit 1808) Theodor Lacomblet die Bibliothek, der dazu noch den Posten des Archivsekretärs zugesprochen bekam. 1820 wurde er schließlich zum Bibliothekar ernannt.
Neben seinen umfangreichen Aufgaben als Bibliothekar und Archivar wurde er auch ab 1821 damit beauftragt, den Neuaufbau der in der französischen Zeit verfallenen Bibliothek der Kunstakademie sowie (etwas später) die Einrichtung einer Regierungs-Handbibliothek zu leiten.
Nach seinem Tode im Jahre 1866 wurde Dr. W. Harleß zum Bibliothekar und Archivar ernannt. Abgesehen von einer kurzen Zeit (1873-1875 Anton Hegert) leitete er die Landesbibliothek bis 1900. Sein Nachfolger Th. Ilgen war der letzte, der in Personalunion Staatsarchiv und Bibliothek zugleich leitete. 1904 wurden Staatsarchiv und Landesbibliothek getrennt, da in diesem Jahre die Bibliothek von der Stadt Düsseldorf übernommen wurde.
Die Ersteinrichtung der Königl. Bibliothek bezahlte 1770 die kurfürstliche Hofkammer, der Geheime Rat übernahm die Beamtenbesoldung. Bücheranschaffungen wurden durch die sogenannten Patentgebühren bestritten. Diese Gebühr in Höhe von 14 Reichstalern mußte jeder weltiche oder geistliche Beamte bei seiner Ernennung oder Beförderung an die Bibliothek zahlen. Die Gebühr konnte bar oder in Form eines Buches plus 4 Reichstalern extra geleistet werden. Auch Adelige mußten bei Standeserhöhungen die Patentgebühr bezahlen. Während der französischen Zeit fielen die Patentgebühren weg, so daß die Finanzierung der Bibliothek erheblich erschwert wurde.
Als 1815 die Rheinlande preußische Provinz wurden, wurde die Bezirksregierung in Düsseldorf vorgesetzte Dienstbehörde und übernahm auch die Finanzierung. In diese Zeit fiel auch die offizielle Umbenennung von Hofbibliothek in Landesbibliothek.

Zur Geschichte der Bibliothek s. RW 45-54 sowie die Bücher:
H. Pfannenschmid, Die Königliche Landesbibliothek zu Düsseldorf, Köln 1870 (Sign. VI p 22)
200 Jahre Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf 1770-1970, erschienen in: Veröffentlichungen der Landes- und Stadtbibliothek, Bd. 6, Düsseldorf 1970 (Sign. VI V 99)
Wiejmann, Die Königliche Kunstakademie zu Düsseldorf, Düsseldorf 1856 (Sign. VI W 63)



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