Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
5. Oberste Landesorgane NRW
5.2. Oberste Landesbehörden
5.2.19. Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration
5.2.19.1. Integration
MGFFI Landesbeirat für Vertriebene und Flüchtlingsfragen NW 0951
375.02.00 Landesbeirat für Vertriebene und Flüchtlingsfragen beim Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Permalink des Findbuchs


Signatur : 375.02.00

Name : Landesbeirat für Vertriebene und Flüchtlingsfragen beim Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales

Beschreibung :
Die Akten des Landesbeirates für Vertriebenen- und Flüchtlingsfragen wurden am 4.11.1982 an das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf abgegeben. Der Bestand, der 6 Regalmeter und 367 Archiveinheiten umfaßt, erhielt damals die Bezeichnung RW 291 und wurde unter der Nr. IV 30/82 akzessioniert. Der Bestand wurde dann im Dezember 2005 aus dem Dezernat 5 des Landesarchivs NRW Hauptstaatsarchiv Düsseldorf zuständigkeitshalber in das Dezernat 6 übernommen, da der Landesbeirat einen Bestandteil des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration bildet. Er erhielt die Signatur NW 951.

Die Laufzeit der Akten reicht von 1948-1981, die der Druckschriften von 1948-1980. Die Verzeichnung, in deren Rahmen eine teilweise Rekonstruktion des - leider nicht vorliegenden - Aktenplanes erarbeitet wurde (vgl. die entsprechenden Übersichten im Folgenden) erfolgte im Juli 1984 durch Staatsarchivinspektoranwärterin Vonrüden-Ferner; Dr. Dohms schloß die Verzeichnung ab und besorgte die Endredaktion. Die Reinschrift fertigte Frau Reefschläger.

Hinweise für die Benutzung:
Die Druckschriften wurden alphabetisch nach den Namen des Herausgebers bzw. des Verfassers geordnet; waren beide
nicht zu ermitteln, wurde der Titel zum ausschlaggebenden Ordnungskriterium. Bei Namensänderungen von Vereinen u.a. wurde nur der zuletzt in den Akten vorkommende Name berücksichtigt.
Am 4.5.1948 trat der Landesflüchtlingsausschuß zu seiner Konstituierenden Sitzung zusammen. Er besteht zur Hälfte aus Flüchtlingsvertretern, die von den Regierungsbezirksausschüssen gewählt werden und zur anderen Hälfte aus berufenen Vertretern der kommunalen Spitzenverbände, Wohlfahrtsverbände und Wirtschaftskörperschaften.

Bereits wenige Monate nach Kriegsschluß hatten die Besatzungsmächte erkannt, daß das Flüchtlingsproblem ohne Mitwirkung der Deutschen nicht zu lösen war. Am 21.11.1945 erließ daher das oberste Hauptquartier der Kontrollkommission für Deutschland (Britischer Sektor) eine Anweisung betr. Organisation der Flüchtlingsbewegung durch die deutsche Verwaltung, die die Bildung von beratenden Flüchtlingsausschüssen vorsah. Durch zwei weitere Erlasse des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen und der Militärregierung für Nordrhein-Westfalen im Jahr 1946 wurden die Zuständigkeit der Ausschüsse näher umschrieben und neben den beratenden auch parlamentarische Flüchtlingsausschüsse eingesetzt. Am 5.9.1947 schließlich legalisierte der Sozialminister das Mitspracherecht der Flüchtlinge in den für sie zuständigen Gremien, indem er eine neue Wahlordnung für die Wahlen im November 1947 zu den beratenden Flüchtlingsausschüssen und Durchführungsbestimmungen für den einheitlichen Aufbau des Flüchtlingswesens erließ.

Der Aufgabenbereich des Landesflüchtlingsausschusses umfaßt die Beratung und Unterstützung des Sozialministers in der Betreuung der Vertriebenen, die Stellungnahme zu vorgelegten Fragen, Vorschlägen und Entwürfen des Sozialministers und Anregung derselben; um Mängel in der Flüchtlingsbestreuung abzustellen; Aufklärung und Beratung von Vertriebenen, Verbesserung des Verhältnisses zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Vertriebenen und die Wahrnehmung von Sonderaufgaben, die ihm vom Sozialminister übertragen werden. Die Arbeit findet vorwiegend in Unterausschüssen statt. Neben dem geschäftsführenden Ausschuß bestehen der Wohnungsausschuß, der Versorgungsausschuß, der Berufs- und Wirtschaftsausschuß, der Landwirtschafts- und Siedlungsausschuß, der Sozialausschuß, der Kulturausschuß und der Rechtsausschuß. Weitere Ausschüsse können nach Erfordernis gebildet werden.

Als direktes Informationsblatt des Landesbeirates erschien erstmalig 1950 die Beilage "Der Vertriebenenbeirat" im Wegweiser Nr. 7.

Vorsitzende des Landesbeirates:
1948 Georg Graf von Brühl
1948-1951 Oskar Salat
1953 Dr. Jdlius Doms
1954-1967 Wilhelm Matzel
1967 Dr. Raab
1968-1969 Günther Lehmann
1971 Paul Scholz
1976 Hans May
1980 Chr. Schulze-Stapen

Die offizielle Umbenennung des Landesflüchtlingsausschusses in Landesflüchtlingsbeirat erfolgte am 30.11.1948. Durch Erlaß des Sozialministers vom 17.12.1948 wurde schließlich dem Landesflüchtlingsbeirat die im Ehtwurf vorliegende Satzung (NW 951 Nr. 1) gegeben.

Verzeichnis der Unterakten "Kultur"
X/1a - Kulturelle Arbeit
- 3 Heimatpolitik-Inland
- 5 Ostgebiete div. Ostpolitik
- 6 Heimatrecht
- 6a Heimatpolitik allgemein - Heimatrecht
- 6d Heimattreffen und Pflege ostdeutschen Kulturguts
- 7 Friedensvertrag, Grundvertrag, Selbstbestimmungsrecht
- 8 Reisekosten in Ostblockstaaten
- 9 Deutschlandpolitik
- 13 Friedensvertrag, Selbstbestimmungsrecht
- 14a Memorandum der Acht
- 16 Deutschlandpolitik
- 17a Oder-Neiße-Linie
- 17 Informationen
- 17 Inland-Heimatbriefe - Brauchtum
- 18 Oder-Neiße-Linie
- 18 wirtschaftliche Beziehungen zu Polen
- 19 Landsmannschaftlicher Arbeitskreis Oder-Neiße
- 19 Deutschland und Polen
- 20 Bundesrepublik Deutschland - Heimat - Ausland
- 21 Deutschland-Stiftung
- 21 Sudetendeutsche
- 22 Kulturpolitischer Arbeitskreis
- 22 Presse und Rundfunk zum Heimatrecht
- 23 Ostdeutscher Volkstumkreis
- 23c Berlin und Mauer
- 70 Heimatpflege - Inland
- 71 Heimatpflege - Ostdeutsche Heimat
- 72 Heimatpflege - Mahnmal der Vertreibung auf Schloß Burg an der Wupper
- 73 Heimatarchiv und Heimatmuseum der Deutschen aus Mittelpolen
- 74 Heimatverbände
- 75 Heimatpflege - Pflege des ostdeutschen Kulturgutes
- 76 Heimatpflege - Ostdeutsche Wochen
- 78 Heimatpflege - Sudetendeutsche
- 78a Deutscher Arbeitskreis für West-Ost-Beziehungen. München
- 79 Frauen-Enquete
- 80 Ausstellung "Ostdeutsches Erbe" Leistung und Schicksal
- 81 Verband der Ostdeutschen Chöre

X/1 - Kultur
- 1 Allgemeines
- 2 Äußerungen zur Deutschlandpolitik
- 3 Richtlinien für kulturelle Betreuung und Verteilung der Mittel
- 7 Mitarbeiter und Vortragende
- 8 Rundfunk
- 9 Schrifttum
- 9a Kommunismus-Ostkurier
- 10 Schulen - Hochschulen - Universität Bochum
- 12 Wissenschaft und Forschung
- 13 Sonstiges

X/2 - Kultur
2-2 Ostgebiete div.
- 3 Leitsätze für die Arbeit

X/3 Kultur
- 1 Förderung von Schul- und Internatseinrichtungen aus Landesmitteln
- 2 Förderklassen
- 2 Zusammenarbeit Schule und Kirche und Ostkundeunterricht
- 3 desgl.
- 3 Ostkunde im Schulunterricht
- 4 desgl.

X/3a Kultur
- 1 Sachverständigenausschuß für die Behandlung des Deutschen Ostens im Unterricht
- 2 Staatsbürgerliche Bildungsstelle
- 3 Schrifttum
- 3a Politische Parteien
- 4 Ostdeutscher Literatur-Anzeiger
- 5 Ostdeutscher Kulturrat

X/3b Gesamtdeutsche Wochen
- 1 Allgemeines
- 2 Bad Godesberger Woche
- 3 Iserlohner Woche
- 4 Gesamtdeutsche Woche in Hamm
- 5 Gesamtdeutsche Woche in Brilon
- 6 Gesamtdeutsche Woche in Siegen
- 7 Gesamtdeutsche Woche in Köln

Teile des Bestandes unterliegen den Sperrfristen des § 7,2 Archivgesetz NRW. Für die Einsichtnahme ist eine Sondergenehmigung erforderlich.


Abkürzungen :
<font size=4>ADF Aktion Demokratischer Fortschritt</font><font size=4>Bund der Vertriebenen</font><font size=4>Bezirksfl</font><font size=4>Bund der Heimatlosen und Entrechteten</font><font size=4>Bund der Mitteldeutschen</font><font size=4>Bund der Mitteldeutschen Fl</font><font size=4>Bund der vertriebenen Deutschen</font><font size=4>Bundesvertriebenen- und Fl</font><font size=4>Deutsche Angestellten-Gewerkschaft</font><font size=4>Deutsche Jugend des Ostens</font><font size=4>Deutscher Mieterbund</font><font size=4>Deutscher Ostdienst</font><font size=4>Deutscher Siedlerbund</font><font size=4>Deutsche Siedlungs- und Landesrentenbank</font><font size=4>Evangelische Kirche in Deutschland</font><font size=4>European Recovery Program</font><font size=4>Fremdrenten- und Auslandsrentenneuregelungsgesetz</font><font size=4>Gesamtdeutsche Partei</font><font size=4>Gesellschaft zur F</font><font size=4>der inneren Kolonisation</font><font size=4>Grundgesetz</font><font size=4>Gesamtverband der Sowjetzonenfl</font><font size=4>H</font><font size=4>Heimatvertriebenenwirtschaft</font><font size=4>Kriegsgefangenenentsch</font><font size=4>Landesarbeitsamt</font><font size=4>Lastenausgleichsgesetz</font><font size=4>Landesfl</font><font size=4>Landesvertriebenenbeirat</font><font size=4>Mitteilungs- und Informationsdienst</font><font size=4>Nebenerwerb</font><font size=4>Ring Deutscher Siedler</font><font size=4>Sowjetische Besatzungszone</font><font size=4>Verband der Landsmannschaften</font><font size=4>Verband der Ostdeutschen Ch</font><font size=4>seit 7.11.1971 - VOC</font><font size=4>Verband Ostdeutscher Chormusik</font><font size=4>Wohnungsbaubedingungen</font>,
Bemerkung : Der Bestand wurde im Dezember 2005 aus dem Dezernat 5 des Landesarchivs NRW Hauptstaatsarchiv Dzustin das Dezernat 6 Der Landesbeirat bildet einen Bestandteil des Ministeriums fGenerationen, Familie, Frauen und Integration (siehe den Vermerk von Dr. Axel Koppetsch vom 08.12.2005, Az. 6-A 1.15/2-815/02). Der Bestand hatte bis dahin die Signatur RW 291, das Findbuch trug die Signatur 420.50.1.

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