Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
3. Justiz- und Finanzbehörden Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln
3.5. Finanzverwaltung
3.5.10. Hauptzollämter
3.5.10.1. Aachen
Hauptzollamt Aachen BR 0338
244.01.00 Steuer- und Zollverwaltung in der nördlichen Rheinprovinz
Permalink des Findbuchs


Signatur : 244.01.00

Name : Steuer- und Zollverwaltung in der nördlichen Rheinprovinz

Beschreibung :
Durch Erlaß des preußischen Finanzministers wurden im Jahre 1819 Hauptzollämter in Aachen, Emmerich, Kaldenkirchen und Bingerbrück eingerichtet, daneben Hauptsteuerämter in Bonn, Düren, Düsseldorf, Duisburg, Elberfeld, Uerdingen und Wesel. Diese Hauptämter waren sowohl für die Verwaltung der indirekten Steuern als auch für die Zölle zuständig. Sie waren mit einem Oberzoll- bzw. Obersteuerinspektor, einem Hauptamtsrendanten sowie einem Hauptamtskontrolleur besetzt. In den nachgeordneten Nebenzoll- oder Unterzollämtern, taten Oberkontrolleure ihren Dienst. Des weiteren gab es Stempelfiskalate, die für die Verwaltung des Stempelwesens zuständig und ebenfalls den Hauptämtern unterstellt waren. Übergeordnete Behörde war die 1824 geschaffene Provinzialsteuerdirektion Köln, welche seit 1908 zur Oberzolldirektion umbenannt wurde.Bis 1908 war diese Verwaltungsstruktur beträchtlichen Veränderungen unterworfen. Neuss, Krefeld, Essen und Solingen hatten sich als neue Hauptämter etabliert, Kranenburg und Bingerbrück waren weggefallen, Aachen, Köln und Düsseldorf waren um ein zweites Hauptamt aufgestockt worden. Zwischen Steuer- und Zollämtern wurde nicht mehr unterschieden, die Bezeichnung lautete fortan einheitlich Hauptzollamt.1919 zentralisierte das Reich die Finanzverwaltung. Die Oberzolldirektion Köln wurde aufgelöst. An deren Stelle traten die Landesfinanzämter Köln und Düsseldorf. Die Landesfinanzämter bündelten nun in der Mittelinstanz die Zollverwaltung und die Verwaltung für direkte und indirekte Steuern. Im Lokalbereich aber blieben die Bereiche Besitz- und Verkehrssteuern sowie Zoll und Verbrauchsteuern getrennt.Der BestandBei den im vorliegenden Findbuch verzeichneten Beständen handelt es sich um ältere Ablieferungen der nordrheinischen Hauptzoll- und Hauptsteuerämter sowie ihnen nachgeordneter Dienststellen. Der Zugriff darauf war bisher nur über diverse Karteien möglich. Die Überlieferung ist ausgesprochen lückenhaft, teils aufgrund unvollständiger Abgaben seitens der Behörden, teils aufgrund von Kriegseinwirkungen. So ist die Tätigkeit einiger Behörden durch nicht mehr als 3-4 Akteneinheiten dokumentiert (z. B. Stempelfiskalat Köln, Hauptsteueramt Duisburg-Ruhrort), andere Hauptämter fehlen völlig (z. B. die Hauptzollämter Bingerbrück, Kaldenkirchen und Kranenburg sowie das Hauptsteueramt Bonn). Beim Bestand "Zollbehörden vor 1945" handelt es sich um US-amerikanische Beuteakten. Sie wurden erst im Jahre 1968 an das Hauptstaatsarchiv übergeben. Akten des Hauptzollamts Aachen befanden sich im Besitz des Den Haager Reichsmuseums für Kriegsdokumentation. Die Gesamtlaufzeit der hier aufgeführten Archivalien umfaßt rund 125 Jahre zwischen 1818 und 1944. Bei der Bestellung von Akten sind die unterschiedlichen Signaturen zu beachten. Die übliche Signatur dieser Bestände setzt sich der Bestandssignatur und der Verzeichnungsnummer zusammen (z. B. BR 0337 Nr. ...). Einige Akteneinheiten sind mit der Signatur BR 1059 versehen. Der Bestand BR 1059 faßt Akten unterschiedlicher Provenienz zusammen, die durch Kriegseinwirkungen geschädigt wurden. Die Bestellung erfolgt hier so: BR 1059 Nr. ...Mit einem Stern (*) hinter der Signatur versehene Archiveinheiten sind aus restauratorischen Gründen vorübergehend oder dauerhaft für die Benutzung gesperrt.Literatur: M. Bär, Die Behördenverfassung der Rheinprovinz, Bonn 1919 (ND 1965)H. Romeyk, Verwaltungs- und Behördengeschichte der Rheinprovinz 1914-1945, Düsseldorf 1985.Durch Erlaß des preußischen Finanzministers wurden im Jahre 1819 Hauptzollämter in Aachen, Emmerich, Kaldenkirchen und Bingerbrück eingerichtet, daneben Hauptsteuerämter in Bonn, Düren, Düsseldorf, Duisburg, Elberfeld, Uerdingen und Wesel. Diese Hauptämter waren sowohl für die Verwaltung der indirekten Steuern als auch für die Zölle zuständig. Sie waren mit einem Oberzoll- bzw. Obersteuerinspektor, einem Hauptamtsrendanten sowie einem Hauptamtskontrolleur besetzt. In den nachgeordneten Nebenzoll- oder Unterzollämtern, taten Oberkontrolleure ihren Dienst. Des weiteren gab es Stempelfiskalate, die für die Verwaltung des Stempelwesens zuständig und ebenfalls den Hauptämtern unterstellt waren. Übergeordnete Behörde war die 1824 geschaffene Provinzialsteuerdirektion Köln, welche seit 1908 zur Oberzolldirektion umbenannt wurde.Bis 1908 war diese Verwaltungsstruktur beträchtlichen Veränderungen unterworfen. Neuss, Krefeld, Essen und Solingen hatten sich als neue Hauptämter etabliert, Kranenburg und Bingerbrück waren weggefallen, Aachen, Köln und Düsseldorf waren um ein zweites Hauptamt aufgestockt worden. Zwischen Steuer- und Zollämtern wurde nicht mehr unterschieden, die Bezeichnung lautete fortan einheitlich Hauptzollamt.1919 zentralisierte das Reich die Finanzverwaltung. Die Oberzolldirektion Köln wurde aufgelöst. An deren Stelle traten die Landesfinanzämter Köln und Düsseldorf. Die Landesfinanzämter bündelten nun in der Mittelinstanz die Zollverwaltung und die Verwaltung für direkte und indirekte Steuern. Im Lokalbereich aber blieben die Bereiche Besitz- und Verkehrssteuern sowie Zoll und Verbrauchsteuern getrennt.Der BestandBei den im vorliegenden Findbuch verzeichneten Beständen handelt es sich um ältere Ablieferungen der nordrheinischen Hauptzoll- und Hauptsteuerämter sowie ihnen nachgeordneter Dienststellen. Der Zugriff darauf war bisher nur über diverse Karteien möglich. Die Überlieferung ist ausgesprochen lückenhaft, teils aufgrund unvollständiger Abgaben seitens der Behörden, teils aufgrund von Kriegseinwirkungen. So ist die Tätigkeit einiger Behörden durch nicht mehr als 3-4 Akteneinheiten dokumentiert (z. B. Stempelfiskalat Köln, Hauptsteueramt Duisburg-Ruhrort), andere Hauptämter fehlen völlig (z. B. die Hauptzollämter Bingerbrück, Kaldenkirchen und Kranenburg sowie das Hauptsteueramt Bonn). Beim Bestand "Zollbehörden vor 1945" handelt es sich um US-amerikanische Beuteakten. Sie wurden erst im Jahre 1968 an das Hauptstaatsarchiv übergeben. Akten des Hauptzollamts Aachen befanden sich im Besitz des Den Haager Reichsmuseums für Kriegsdokumentation. Die Gesamtlaufzeit der hier aufgeführten Archivalien umfaßt rund 125 Jahre zwischen 1818 und 1944. Bei der Bestellung von Akten sind die unterschiedlichen Signaturen zu beachten. Die übliche Signatur dieser Bestände setzt sich der Bestandssignatur und der Verzeichnungsnummer zusammen (z. B. BR 0337 Nr. ...). Einige Akteneinheiten sind mit der Signatur BR 1059 versehen. Der Bestand BR 1059 faßt Akten unterschiedlicher Provenienz zusammen, die durch Kriegseinwirkungen geschädigt wurden. Die Bestellung erfolgt hier so: BR 1059 Nr. ...Mit einem Stern (*) hinter der Signatur versehene Archiveinheiten sind aus restauratorischen Gründen vorübergehend oder dauerhaft für die Benutzung gesperrt.Literatur: M. Bär, Die Behördenverfassung der Rheinprovinz, Bonn 1919 (ND 1965)H. Romeyk, Verwaltungs- und Behördengeschichte der Rheinprovinz 1914-1945, Düsseldorf 1985.

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