Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.1. Landesarchive
1.1.2. Jülich-Berg
1.1.2.4. Altes Landesarchiv
Jülich-Berg I AA 0030
102.08.02 Jülich-Berg I
Permalink des Findbuchs


Signatur : 102.08.02

Name : Jülich-Berg I

Beschreibung :
Der Bestand JÜLICH-BERG I Altes Landesarchiv umfasst ausser den Aktenresten der Jülichschen Kanzlei (vor 1423) die Akten und Briefe der Herzoglich-Bergischen bzw. JÜLICH-BERGISCHEN Kanzlei aus der Zeit vor 1521 (1528) mit Ausnahme, der Lehns- und landständischen Sachen und der Jülichschen Kellnereirechnungen. Die geringen Akten einzelner Amtmänner (s. Nr. 1144 f, 1160, 1192, 1203 ff.) sind vermutlich zusammen mit den Rechnungsbelegen in die Kanzlei gelangt; auch die Akten der höheren Hofbeamten (s. 154 ff.) sind keine Sonderregistraturen, zumal ihr Schriftwechsel z.T. durch die herzogliche Kanzlei besorgt wurde. Der umfangreiche Nachlass des Kanzlers Wilhelm LÜNINK (+ 1528) bildet mit den Akten seiner amtlichen Tätigkeit eine Einheit, die nicht zerstört werden durfte, Das Grenzjahr 1521, das Jahr der Vereinigung mit KLEVE, ist insofern willkürlich gewählt, als es für JÜLICH-BERG weder einen Regierungswechsel noch eine Änderung seiner Verwaltung mit sich brachte, doch war die Zusammenfassung des älteren Materials berechtigt, da die Hauptmasse schon früh aus der Registratur herausgezogen und dem Archiv zugeführt worden ist. Die gute wenn auch nicht vollständige Überlieferung des Bestandes ist vermutlich diesem Umstande zu danken, da er so der umfangreichen Aktenvernichtung des Jahres 1809 entging, von der die Hoheits- und Hofkammerregistraturen betroffen wurden. Einige Stücke sind - auf dem Wege über NEUBURG und MANNHEIM - in das Bayrische Hauptstaatsarchiv MÜNCHEN gelangt. (Reichsarchiv JÜLICH-CLEVE-BERG, Faszikel XXXIV f. 11 Bergische Steuerlisten 1487, vgl. Hs. L II 6; 15: Fragmenta Juliacensia: Landtage von 1505 und 1513, Bede im Amte SOLINGEN 1514, Verhandlungen mit SIEGBURG wegen der Deiche an der Agger und Sülz 1513-15 vgl. H. Goldschmidt, Zt. des Berg. Geschichtsvereins 46 ((1913) 33-126). Ansätze zu einer Einzelverzeichnung sind im 17. Jh. durch REDINGHOVEN unternommen worden. Lacomblet ist mit seiner Verzeichnung nicht zum Abschluss gekommen (s. Jülich-Berg, Repertorien und Handschriften 16, Bd. 4 (siehe 102.08.1.); fehlt 20.3.1987). Die Harless¿sche Ordnung war zu summarisch (siehe Jülich-Berg, Repertorien und Handschriften 16, Bd. 5 (siehe ebd.); fehlt 20.3.1987). Die Neuordnung des Bestandes erfolgte seit 1914 durch die Archivräte LAU und REDLICH. Sie wurde durch den Unterzeichneten zum Abschluss gebracht. Die Urkunden des Bestandes aus den Jahren 1423-1521 sind in einem besonderen Findbuche zusammengefasst. Die ravensbergischen im Findbuch B 52.

Düsseldorf, in der Woche nach Pfingsten 1936
gez. Oediger




Zu den 2.400 Briefen an und teilweise von Adolf von Jülich-Berg, die sich verstreut im Bestand „Jülich-Berg I“ befinden, hat Akira Kusamoto ein Register erstellt, das an dieser Stelle zum Download bereitgestellt wird. Das Register enthält nach einer kurzen  Einleitung  eine  chronologische Briefliste  sowie Indizes zu  Pesonen und Städten  bzw. zu  Ausstellungsorten.



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken