Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.2. Geistliche Institute
1.2.1. A - D
1.2.1.25. Dünnwald
Dünnwald, Urkunden AA 0191
120.51.00 Dünnwald (DFG - gefördert)
Permalink des Findbuchs


Signatur : 120.51.00

Name : Dünnwald

Beschreibung :
Das jetzt sehr kleine Archiv des ehemaligen Nonnenklosters zu Dünnwald hat, namentlich schon in früheren Jahrhunderten, bedeutende Verluste erlitten und gewährt weder über den Ursprung noch die fernere Geschichte dieses Klosters Auskunft. Eine bei Kremer, Akademische Beiträge zur jülich-bergischen Geschichte III Nr. 28 abgedruckte Urkunde von 1152 lässt den Ursprung des Klosters vermuten. Zu den von der Domküsterei zu Köln abhängigen Höfen Bochheim (Buchheim) und Mülheim gehörte gemeinschaftlich ein lichter dürftiger Wald, daher Dünnwald, welcher den genannten Höfen nur wenig Vorteil gewährte; auf den Rat des Grafen Adolf von Berg, welcher Vogt jener Höfe war, und mit Einstimmung der Hofesfamilien teilte daher der Domküster Hugo jenen Wald, wobei sowohl dem Hof Bochheim als den übrigen Besitzern der abhängigen Grundstücke ein Anteil zur Urbarmachung überwiesen wurde; da aber der dem genannten Hof zugefallene Teil demselben zu entfernt gelegen war, so wurde derselbe der Kirche zu Dünnwald gegen Zins überlassen mit der Bestimmung, dass, wenn künftig einer der übrigen Anteilnehmer seinen Anteil veräußern wollte, dieser jener Kirche zuerst zum Ankauf angeboten werden müsste. Es lässt sich leicht folgern, dass die Veranlassung und Art dieser Teilung, welche von dem großen Adolf von Berg ausgegangen, mit der Errichtung eines Klosters bei der Kirche zu Dünnwald im Zusammenhang stehe, dessen Stifter ohne Zweifel dieser Graf gewesen ist.
Die erste noch vorhandene Urkunde von 1160 und die sub Nr. 4 beziehen sich auf die bei der erwähnten Teilung des Waldes gemachte Bedingung.
Die folgenden Urkunden sind Denkmale frommer Gaben an dieses Kloster, teils von Konventualinnen daselbst, teils von Stifterfamilien herrührend.
Bemerkenswert ist noch die Stiftung einer Vikarie in dieser Klosterkirche durch einen der folgenden Grafen von Berg, auch Adolf genannt, und dessen Gemahlin Agnes, Nr. 13.
Übrigens hat dieses kleine Kloster im Lauf der Zeit ansehnliche Güter und Renten, auch das Patronat über mehrere Kirchen erworben, worüber aber die Urkunden untergegangen und nur spätere Nachrichten (Akten) noch vorhanden sind.
Das jetzt sehr kleine Archiv des ehemaligen Nonnenklosters zu Dünnwald hat, namentlich schon in früheren Jahrhunderten, bedeutende Verluste erlitten und gewährt weder über den Ursprung noch die fernere Geschichte dieses Klosters Auskunft. Eine bei Kremer, Akademische Beiträge zur jülich-bergischen Geschichte III Nr. 28 abgedruckte Urkunde von 1152 lässt den Ursprung des Klosters vermuten. Zu den von der Domküsterei zu Köln abhängigen Höfen Bochheim (Buchheim) und Mülheim gehörte gemeinschaftlich ein lichter dürftiger Wald, daher Dünnwald, welcher den genannten Höfen nur wenig Vorteil gewährte; auf den Rat des Grafen Adolf von Berg, welcher Vogt jener Höfe war, und mit Einstimmung der Hofesfamilien teilte daher der Domküster Hugo jenen Wald, wobei sowohl dem Hof Bochheim als den übrigen Besitzern der abhängigen Grundstücke ein Anteil zur Urbarmachung überwiesen wurde; da aber der dem genannten Hof zugefallene Teil demselben zu entfernt gelegen war, so wurde derselbe der Kirche zu Dünnwald gegen Zins überlassen mit der Bestimmung, dass, wenn künftig einer der übrigen Anteilnehmer seinen Anteil veräußern wollte, dieser jener Kirche zuerst zum Ankauf angeboten werden müsste. Es lässt sich leicht folgern, dass die Veranlassung und Art dieser Teilung, welche von dem großen Adolf von Berg ausgegangen, mit der Errichtung eines Klosters bei der Kirche zu Dünnwald im Zusammenhang stehe, dessen Stifter ohne Zweifel dieser Graf gewesen ist.Die erste noch vorhandene Urkunde von 1160 und die sub Nr. 4 beziehen sich auf die bei der erwähnten Teilung des Waldes gemachte Bedingung.Die folgenden Urkunden sind Denkmale frommer Gaben an dieses Kloster, teils von Konventualinnen daselbst, teils von Stifterfamilien herrührend.Bemerkenswert ist noch die Stiftung einer Vikarie in dieser Klosterkirche durch einen der folgenden Grafen von Berg, auch Adolf genannt, und dessen Gemahlin Agnes, Nr. 13.Übrigens hat dieses kleine Kloster im Lauf der Zeit ansehnliche Güter und Renten, auch das Patronat über mehrere Kirchen erworben, worüber aber die Urkunden untergegangen und nur spätere Nachrichten (Akten) noch vorhanden sind.

Literatur :
Kunstdenkm. V 2, Kr. Mülheim Rhein 78; Handbuch EB Köln 25, 1958, 451; insbes. L. Korth, ZBGV 20, 1885, 51 ff. u. 22, 1886, 107 ff. (Regesten 1118-1515); L. Korth, Das Kloster D. (AHVN 44, 1885, 1 ff.), 4 ff. über die Quellen; 69 ff. Urk. 1170-1478; Redlich, Kirchenpolitik 1, 1907, 438; 2 II, 1915, 269 ff.; Th. Paas, Das Sem. Norbertinum in Cöln (Annalen u. Praemonstr. 1, 1925, 15 ff.); vgl. auch die Arbeiten von Paas über Steinfeld.

Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken