Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.2. Geistliche Institute
1.2.5. O - U
1.2.5.21. Steinfeld
Steinfeld, Urkunden AA 0512
121.97.00 Steinfeld, Abtei (DFG - gefördert)
Permalink des Findbuchs


Signatur : 121.97.00

Name : Steinfeld, Abtei

Beschreibung :
Kall-Steinfeld. Gegründet vor 1121 als Eigenkloster der Grafen von Are; 1121 bis nach 1126 Augustinerchorherren aus Springiersbach; seit 1126/35 Prämonstratenser, aufgehoben 1802.

Die Neuverzeichnung der Urkunden - soweit sie nicht im Steinfelder Urkundenbuch erfasst sind - und der Akten des Bestandes Steinfeld erfolgte in den Jahren 1977-1979 im Zusammenhang mit der Erschließung des Materials für die "Germania Sacra" und wurde 1989 noch einmal überarbeitet.
Für die Urkunden bis zum Jahr 1399 wurden die Kopfregesten aus dem Urkundenbuch übernommen und die Beschreibung des Überlieferungsstandes einschließlich der Siegel hinzugefügt, für die Urkunden aus den Jahren 1401 bis 1524 wurden unter Hinweis auf das Urkundenbuch verkürzte Regesten angefertigt. Die Regesten für die Urkunden aus den Jahren 1526 bis 1790 sind, ihrem Entstehungszweck entsprechend, ausführlicher angelegt als es für ein Archivfindbuch üblich ist. Doch sollten die Früchte einer einmal geleisteten Arbeit auch anderen zugute kommen. Zur leichteren Orientierung des Benutzers sind Kurzregesten aus dem alten Findbuch vorangestellt.
Bei der Umsignierung und Neuverzeichnung der Akten wurden die beiden bis jetzt getrennt behandelten Teile - der alte Düsseldorfer und der 1939 vom Staatsarchiv Koblenz abgelieferte (Abteilung 231, 57) - ineinander gearbeitet. Die Koblenzer Akten befanden sich Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem Weg zur Auslagerung in einem mitteldeutschen Bergwerk auf dem Lastkahn "Main 68", der beschossen wurde und sank. Der größte Teil der wassergeschädigten Akten ist inzwischen wieder restauriert, viele Akten sind jedoch unvollständig oder in ihrem inneren Zusammenhang gestört und ganz oder teilweise schwer zu lesen, manche sind bisher nicht vollständig oder überhaupt noch nicht wieder aufgetaucht. Die Titel der noch fehlenden Akten wurden mit in das Findbuch aufgenommen in der Hoffnung, dass sie eines Tages doch noch aus dem Rest der noch nicht restaurierten "Kahnakten" ans Licht kommen.

Retrokonversion des analogen Findbuches: Rheinisches GeschichtsKontor Klein Oesl Opheys GbR, Alfter, 2010 - Abschließende Kontrolle und Überarbeitung: Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, Oktober 2012.
Kall-Steinfeld. Gegründet vor 1121 als Eigenkloster der Grafen von Are; 1121 bis nach 1126 Augustinerchorherren aus Springiersbach; seit 1126/35 Prämonstratenser, aufgehoben 1802.Die Neuverzeichnung der Urkunden - soweit sie nicht im Steinfelder Urkundenbuch erfasst sind - und der Akten des Bestandes Steinfeld erfolgte in den Jahren 1977-1979 im Zusammenhang mit der Erschließung des Materials für die "Germania Sacra" und wurde 1989 noch einmal überarbeitet.Für die Urkunden bis zum Jahr 1399 wurden die Kopfregesten aus dem Urkundenbuch übernommen und die Beschreibung des Überlieferungsstandes einschließlich der Siegel hinzugefügt, für die Urkunden aus den Jahren 1401 bis 1524 wurden unter Hinweis auf das Urkundenbuch verkürzte Regesten angefertigt. Die Regesten für die Urkunden aus den Jahren 1526 bis 1790 sind, ihrem Entstehungszweck entsprechend, ausführlicher angelegt als es für ein Archivfindbuch üblich ist. Doch sollten die Früchte einer einmal geleisteten Arbeit auch anderen zugute kommen. Zur leichteren Orientierung des Benutzers sind Kurzregesten aus dem alten Findbuch vorangestellt.Bei der Umsignierung und Neuverzeichnung der Akten wurden die beiden bis jetzt getrennt behandelten Teile - der alte Düsseldorfer und der 1939 vom Staatsarchiv Koblenz abgelieferte (Abteilung 231, 57) - ineinander gearbeitet. Die Koblenzer Akten befanden sich Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem Weg zur Auslagerung in einem mitteldeutschen Bergwerk auf dem Lastkahn "Main 68", der beschossen wurde und sank. Der größte Teil der wassergeschädigten Akten ist inzwischen wieder restauriert, viele Akten sind jedoch unvollständig oder in ihrem inneren Zusammenhang gestört und ganz oder teilweise schwer zu lesen, manche sind bisher nicht vollständig oder überhaupt noch nicht wieder aufgetaucht. Die Titel der noch fehlenden Akten wurden mit in das Findbuch aufgenommen in der Hoffnung, dass sie eines Tages doch noch aus dem Rest der noch nicht restaurierten "Kahnakten" ans Licht kommen.Retrokonversion des analogen Findbuches: Rheinisches GeschichtsKontor Klein Oesl Opheys GbR, Alfter, 2010 - Abschließende Kontrolle und Überarbeitung: Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, Oktober 2012.

Literatur :
Bär, Max, Bücherkunde zur Geschichte der Rheinlande 1: Aufsätze in Zeitschriften und Sammelwerken bis 1915, Nr. 14247 ff.; Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz Bd. XI, 2, 1932, S. 513 ff.; Cottineau, Laurent Henry, Répertoire topo-bibliographique des abbayes et prieurés 2, 1939, Sp. 3088 f.; Backmund, Norbert, Monasticon Praemonstratense 1, 1949, S. 192 ff. und 3, S. 566 f.; insbesondere Hugo, Charles Louis, Sacri Et Canonici Ordinis Praemonstratensis Annales 2, 1736, S. 851 ff.; Ennen, L., Die ältere Geschichte des Klosters Steinfeld, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 23, 1871, S. 144 ff. und 24, S. 270 ff.; Lamprecht, Karl, Deutsches Wirtschaftsleben im Mittelalter Bd. 2, 1885, S. 774 ff., betr. das Archiv; Roth, F.W.E., Eine Briefsammlung des Propstes Ulrich von Steinfeld, in: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins 18, 1896, S. 242 ff. und 22, 1900, S. 357; s.a. Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde 21, 1896, S. 558 ff.; Zâk, A., in: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins 25, 1903, S. 73 ff.; Klein, Beziehungen der Abtei Steinfeld zu Zülpich, in: Simon, P., Beiträge zur Geschichte der Stadt Zülpich 2, 1910, S. 48 ff.; Paas, Theodor, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 93, 1912, S. 1 ff.; 94, 1913, S. 1 ff.; 95, 1913, S. 61 ff.; 96, 1914, S. 47 ff.; 99, 1916, S. 98 ff.; Paas, Theodor, Ein Steinfelder Altarbild als Zeuge der Potentinuslegende, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 192, 1918, S. 129 ff.; Paas, Theodor, Das Seminarium Norbertinum in Köln, in: Analecta Praemonstratensia Bd. 1, 1925, S. 113 ff. und 225 ff.; 2, 1926, S. 138 ff. und 241 ff.; Paas, Theodor, Der Kampf der Praemonstratenser um ihre Exemption in der Erzdiözese Köln, in: Zeitschrift der Savignystiftung für Rechtsgeschichte Bd. 48, Kan. Abt. 17, 1928, S. 359 ff.; Die aus dem Kreis Düren stammenden Konventualen des Prämonstratenserklosters Steinfeld, in: Heimat-Blätter. Beilage zur Dürener Zeitung, 1928, S. 12; Tümmler, J., Die letzten Schicksale der Abtei Steinfeld, in: Eifelvereinsblatt 1931; Kliesing, Georg, Die Säkularisation in den kurkölnischen Ämtern Bonn, Brühl, Hardt, Lechenich und Zülpich in der Zeit der französischen Fremdherrschaft, Diss., Bonn 1932, S. 96 f.; Schmidt, J. H., Steinfeld, die ehemalige Prämonstratenserabtei (= Rheinisches Bilderbuch, 1951); Reinartz, N., Die Steinfelder Gründungssage vom Bonschariant, in: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 2, 1951, S. 61 ff.; Neuss, Wilhelm (Hg.), Die Glasmalereien aus dem Steinfelder Kreuzgang, 1955 (Kunstgabe des Vereins für christliche Kunst im Erzbistum Köln und Bistum Aachen, 1955); Koch, Karl / Hegel, Eduard, Die Vita des Prämonstratensers Hermann Joseph von Steinfeld. Ein Beitrag zur Hagiographie und zur Frömmigkeitsgeschichte des Hochmittelalters (= Colonia sacra 3, 1958); Knaus, Hermann, Darmstädter Handschriften mittelrheinischer Herkunft, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde NF 26, 1957/58, S. 62 ff.; Oediger, Friedrich Wilhelm, Steinfeld. Zur Gründung des ersten Klosters und über die Verwandtschaft zwischen den Herzögen von Limburg und den Grafen von Are, in: Aus Geschichte und Landeskunde, Forschungen und Darstellungen, Franz Steinbach zum 65. Geburtstag gewidmet ..., 1960, S. 37 ff.; Kreisverwaltung Schleiden (Hg.), Ausstellung mittelalterlicher Handschriften und Urkunden des Klosters Steinfeld, 8.-15. Mai 1960; Bloch, P., Das Steinfeld-Missale (= Aachener Kunstblätter des Museumsvereins 19/20, 1960/61); Deckers, H. L., Die geschichtliche Bedeutung der Prämonstratenser, in: Analecta Praemonstratensia Bd. 37, 1961, S. 50 ff., 55 f., 67 ff., 73 f., 246 ff. und 255 f.; Blindow, Martin, Nachrichten über die alten Orgeln in der Nordeifel, in: Dürener Geschichtsblätter Nr. 34, 1963, S. 766 ff.An neuerer Literatur ist in Auswahl zu nennen:Backmund, Norbert, Monasticon Praemonstratense Bd. I, 2. Auflage, Teil 1 und 2, Berlin 1983 (s. Dienstbibliothek 84/32); Brommer, P., Schleidgen, W.-R., Zimmer, Th., Inventar des herzoglich arenbergischen Archivs in Edingen / Enghien (Belgien) Teil 1: Akten und Amtsbücher der deutschen Besitzungen (= Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe C: Quellen und Forschungen Bd. 16), Siegburg 1984 (s. Dienstbibliothek 84/217); Elm, Kaspar (Hrsg.), Norbert von Xanten. Adliger. Ordensstifter. Kirchenfürst, Wienandt Verlag Köln 1984 (s. Dienstbibliothek 85/199); Gehle, Burkhard, Die Praemonstratenser in Köln und Dünnwald. Eine Würdigung ihres Wirkens im Rahmen der Rechtsentwicklung vom hohen Mittelalter bis in die Neuzeit, Amsterdam 1978 (s. Dienstbibliothek 78/467); Joester, Ingrid, Urkundenbuch der Abtei Steinfeld (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 60), Köln-Bonn 1976 (s. Dienstbibliothek H 18 A 60); Peters, Wolfgang, Die Grafen von Are und die Neugründung des Klosters Steinfeld im 12. Jahrhundert, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein (s. Dienstbibliothek Z 1) 182, 1979, S. 46-61; Müller, Michael, Säkularisation und Grundbesitz. Zur Sozialgeschichte des Saar-Mosel-Raumes 1794-1813 (= Forschungen zur deutschen Sozialgeschichte Bd. 3), Boppard 1980 (s. Dienstbibliothek 81/141 Bd. 3); Torsy, Jakob, Der Regularklerus in den Kölner Bistumsprotokollen 1661-1825 (= Studien zur Kölner Kirchengeschichte, hrsg. vom Historischen Archiv des Erzbistums Köln, Bd. 18, 19, 20), Siegburg 1985 (s. Dienstbibliothek 85/437)Abgekürzt zitiert: Ewald, Wilhelm, Rheinische Siegel (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde XXVII) Bd. I: Die Siegel der Erzbischöfe von Köln (948-1795), Bonn 1906 - Bd. III: Die Siegel der rheinischen Städte und Gerichte, Bonn 1931 - Bd. IV: Siegel der Stifter, Klöster und geistlichen Dignitäre, Tafeln 1-18, 19-84, 85-116, Bonn 1931, 1941, 1942, Text zu Tafel 1-56 bearbeitet von E. Meyer-Wurmbach, Bonn 1972 (s. Dienstbibliothek H 18 A 27)Joester, Ingrid, Urkundenbuch der Abtei Steinfeld (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde LX), Köln-Bonn 1976 (s. Dienstbibliothek H 18 A 60)Redlich, Otto R., Jülich-Bergische Kirchenpolitik am Ausgange des Mittelalters und in der Reformationszeit (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde XXVIII) Bd. II: Visitationsprotokolle und Berichte, 1. Teil: Jülich (1533-1589), Bonn 1911 (s. Dienstbibliothek H 18 A 28)

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