Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.2. Geistliche Institute
1.2.1. A - D
1.2.1.15. Bonn
1.2.1.15.8. Minoriten
Bonn, Minoriten, Urkunden AA 0163
120.40.00 Bonn, Minoriten (DFG - gefördert)
Permalink des Findbuchs


Signatur : 120.40.00

Name : Bonn, Minoriten

Beschreibung :
Bonn. - Gegründet 1274, aufgehoben 1802.

Übersicht

Die Stiftungsurkunde fehlt. Das Kloster erhielt im Jahr 1387 eine Monstranz und Ornamente, bestand also damals, doch wahrscheinlich erst seit kurzer Zeit. 1390 folgt ein Geschenk für die Beleuchtung der Kirche. Im 15. Jahrhundert erwirbt das Kloster durch Ankauf und Geschenk Grundstücke und Renten. Mit dem 16. Jahrhundert heben die Messstiftungen an, die seitdem die Charakterseite der Klöster tertii ordinis oder der Fratrum minorum bilden. Nach Maßgabe, wie die reichen Kanonikalstifte und Abteien ausschließlich ein Unterkommen für Söhne und Töchter aus den vornehmen oder doch wohlhabenden Familien wurden, die, zurückgezogen von dem Volke, ein behagliches Leben führten, ward für den Anbau des religiösen Elementes und sittlichen Wandels, besonders an den Orten gedrängter Bewohnerschaft, immer mehr das Bedürfnis von Geistlichen gefühlt, die unmittelbar im Volke lebten und durch Beichthören und Andachtübungen praktischer auf dasselbe einzuwirken vermochten. Der Einfluss ist bekannt, den die Fratres minores auf diesem Wege, zunächst in den unteren Klassen, dann aufwärts bis zu den Kabinetten der Fürsten erlangten. Unbedeutend für sich allein erscheinen die einzelnen Stiftungen, wovon auch dieses Kloster Kunde gibt. Doch die Richtung, das religiöse Gepräge dieser Zeit spiegelt sich darin ab.

Retrokonversion des analogen Findbuches (Abschrift in VERA) durch Werkvertragskraft Sabine Ines Rauch, Oktober / November 2011; abschließende Kontrolle und Überarbeitung durch Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, April 2012.
Bonn. - Gegründet 1274, aufgehoben 1802.ÜbersichtDie Stiftungsurkunde fehlt. Das Kloster erhielt im Jahr 1387 eine Monstranz und Ornamente, bestand also damals, doch wahrscheinlich erst seit kurzer Zeit. 1390 folgt ein Geschenk für die Beleuchtung der Kirche. Im 15. Jahrhundert erwirbt das Kloster durch Ankauf und Geschenk Grundstücke und Renten. Mit dem 16. Jahrhundert heben die Messstiftungen an, die seitdem die Charakterseite der Klöster tertii ordinis oder der Fratrum minorum bilden. Nach Maßgabe, wie die reichen Kanonikalstifte und Abteien ausschließlich ein Unterkommen für Söhne und Töchter aus den vornehmen oder doch wohlhabenden Familien wurden, die, zurückgezogen von dem Volke, ein behagliches Leben führten, ward für den Anbau des religiösen Elementes und sittlichen Wandels, besonders an den Orten gedrängter Bewohnerschaft, immer mehr das Bedürfnis von Geistlichen gefühlt, die unmittelbar im Volke lebten und durch Beichthören und Andachtübungen praktischer auf dasselbe einzuwirken vermochten. Der Einfluss ist bekannt, den die Fratres minores auf diesem Wege, zunächst in den unteren Klassen, dann aufwärts bis zu den Kabinetten der Fürsten erlangten. Unbedeutend für sich allein erscheinen die einzelnen Stiftungen, wovon auch dieses Kloster Kunde gibt. Doch die Richtung, das religiöse Gepräge dieser Zeit spiegelt sich darin ab.Retrokonversion des analogen Findbuches (Abschrift in VERA) durch Werkvertragskraft Sabine Ines Rauch, Oktober / November 2011; abschließende Kontrolle und Überarbeitung durch Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, April 2012.

Literatur :
Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz V 3, 1905, S. 133; Jansen, Franz: Verzeichnis von Klöstern des Franziskanerordens in der Rheinprovinz (= Franziskanische Studien, Sonderdruck 1926), S.10; Handbuch der Erzdiözese Köln 25, 1958, S. 193; Pick, Richard: Zwei Handschriften aus dem ehemaligen Minoritenkloster zu Bonn, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 43, 1885, S. 87 ff.; Pick, Richard: Die Mitglieder des Minoritenklosters zu Bonn in den Jahren 1769-1784, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 45, 1886, S. 173 ff.; Maassen, German Hubert Christian: Geschichte der Pfarreien des Dekanates Bonn 1: Stadt Bonn (= Geschichte der Pfarreien der Erzdiözese Köln 5, 1), 1894, S. 263 ff.; Schlager, Patricius: Beiträge zur Geschichte der Kölnischen Franziskaner Ordensprovinz im Mittelalter, 1904, S. 45 ff.; Eubel, Konrad: Geschichte der kölnischen Minoriten-Ordensprovinz, 1906, S. 69 ff.; Kliesing, Georg: Die Säkularisation in den kurkölnischen Ämtern Bonn, Brühl, Hardt, Lechenich und Zülpich in der Zeit der französischen Fremdherrschaft, Diss., Bonn 1932, S. 47; Nießen, Josef: Geschichte der Stadt Bonn Bd. 1, Bonn 1955, S. 181 f.; Ennen, Edith (Hg.): Geschichte der Stadt Bonn Bd. 2, Bonn 1962, S. 54 ff.,121 f.; Dietz, Josef: Topographie der Stadt Bonn, in: Bonner Geschichtsblätter 16, 1962, S. 139 ff.

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