Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
2. Verwaltungsbehörden Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln
2.2. Bezirksregierungen/staatliche Aufsichtsbehörden
2.2.2. Regierung Düsseldorf
Regierung Düsseldorf Renteien BR 0083
262.03.01 Renteien im Regierungsbezirk Düsseldorf (DFG - gefördert)
Permalink des Findbuchs


Signatur : 262.03.01

Name : Renteien im Regierungsbezirk Düsseldorf

Beschreibung :
Das vorliegende Findbuch enthält die Akten folgender Renteien: Benrath, Dinslaken, Dormagen, Düsseldorf, Duisburg, Elberfeld, Emmerich, Essen, Geldern, Gerresheim (Mettmann), Goch, Hamborn, Holten, Huissen, Kleve, Krefeld, Lennep, Moers, Mülheim/Ruhr, Neuss, Opladen, Ratingen (Angermund), Rees, Rheinberg (Xanten), Ringenberg-Schermbeck, Saarn, Solingen, Werden, Wesel, Wevelinghoven. Im Mai 1970 begann StAAss. Dr. Lück mit der Verzeichnung dieses Bestandes. Er stand vor der Frage, ob die einzelnen Renteien (30) jeweils als eigene Provenienzstelle zu behandeln oder ob es zweckmäßiger sei, einen Gesamtbestand "Renteien im Regierungsbezirk Düsseldorf" zu bilden. Wie der Titel des Findbuchs ausweist, wurde der zweite Weg beschritten. Für diese Entscheidung sprachen folgende Gründe:1. Sie ermöglicht die parallele Benutzung des Findbuchs G 21/26 (Regierung Düsseldorf, Domänen). 2. Die stetige Umorganisation (durch Zusammenlegung) der Renteien hätte bei strenger Beibehaltung des Provenienzprinzips die Auffindbarkeit der Specialia erheblich erschwert. (So hätten Akten über einen bestimmten Hof unter verschiedenen Renteien gesucht oder über einen Index ermittelt werden müssen, auf den so verzichtet werden konnte). Daher wurden nur die Generalia nach den einzelnen Renteien aufgeführt, die Specialia jedoch nach dem Ortsalphabet geordnet. Dabei war der Name der einzelnen Orte und Honschaften entscheidend, auch wenn diese später zu Stadtteilen oder Wohnplätzen geworden sind. So befindet sich z. B. Borbeck nicht unter "Essen", sondern (mit Angabe seiner jetzigen Zugehörigkeit nach dem "Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden und Wohnplätze [Ortschaften] in Nordrhein-Westfalen", 1970) unter B: Borbeck (St. Essen), ebenso z. B. der Wohnplatz Laupendahl nicht unter "Heiligenhaus", sondern unter L: Laupendahl (St. Heiligenhaus).Am Ende des Findbuchs unter Punkt 2 und 3 befindet sich eine Gruppe "Westfalen" und eine Gruppe "Niederlande". Unter dem Begriff Westfalen wird der Domänenbesitz aufgeführt, der außerhalb des Archivsprengels des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf lag, während sich die für ihn zuständige Rentei innerhalb von dessen Archivsprengel befand. Unter "Niederlande" werden die Orte genannt, die ursprünglich preußisch (klevisch) waren, 1815 aber an die Niederlande kamen. Hauptaufgabe der Renteien war ganz allgemein die Verwaltung des staatlichen Grundbesitzes einschließlich des kirchlichen Besitzes, der dem Staat durch die Säkularisation zugefallen war. Im einzelnen wurden Verkäufe, Verpachtungen, Erbverpachtungen von Grundbesitz und Gebäuden, Ablösungen von Renten und Hypotheken, Zehntbeitreibungen, Verpachtungen von Gefällen, Fischereien und Fährgerechtsamen, Mühlenverpachtungen, die Festsetzung von Naturalienpreisen sowie die Unterhaltung von Wegen oder Brücken erledigt. Kassiert wurden die Akten, die in Betreff und Laufzeit mit den Domänenakten der Regierung im Findbuch G 21/26 identisch waren, ferner die stark wassergeschädigten Akten des Kahns Main 68 und Akten mit den Betreffen Hypothekenablösungen und -erneuerungen sowie Rentumwandlungen.Bei Bestellungen sind die Akten wie folgt zu zitieren: Renteien im Reg.-Bez. Düsseldorf Nr. ...Parallel dazu empfiehlt sich die Benutzung des Findbuchs G 21/26 (Domänenabteilung der Regierung Düsseldorf) und G 52/1 (Forstbehörden im Reg.-Bez. Düsseldorf).Dr. Lück verzeichnete die Akten Nr. 1 - 600 und 1000 - 1903. StAA Kilian setzte die Verzeichnung fort von Nr. 601 - 999 und 1904 - 2729. Ab Nr. 2730 oblag die Verzeichnung den Referendaren und Anwärtern des Jahrgangs 1975/76. Herr Kilian nahm nach Abschluß der Verzeichnung die Schlußredaktion, die Klassifikation und die Anlage des vorliegenden Findbuchs vor. Geschichtlicher Überblick: 1816 bestanden die in der Vorbemerkung aufgeführten Renteien. Mit dem 1.1.1823 wurden folgende Renteien gebildet: Rentei Düsseldorf aus den Renteien Düsseldorf, Benrath (ausschließlich eines mit Elberfeld zu vereinigenden Teiles), den größeren Teil der Rentei Ratingen und ein Teil der Rentei Elberfeld. (= Kreise Düsseldorf und Solingen). Rentmeister: Wolters.Rentei Elberfeld aus der Rentei Elberfeld (ohne den zu Düsseldorf fallenden Teil), Teile der Renteien Benrath und Ratingen. (= Kreise Elberfeld und Lennep). Rentmeister: Lichtschlag.Rentamt Essen aus den Renteien Essen und Werden. (= Kreis Essen) Rentmeister: Keller.Rentei Dinslaken aus den Renteien Hamborn, Duisburg und Dinslaken. (= Kreis Dinslaken). Rentmeister: Althoff.Rentei Rees aus den Renteien Wesel und Rees. (= Kreis Rees) Rentmeister: Westermann.Rentei Kleve aus den Renteien Kleve und Goch. (= Kreis Kleve). Rentmeister: Speck.Rentei Rheinberg (Geldern) aus den Renteien Xanten, Geldern und Moers. (= Kreis Rheinberg und Geldern). Rentmeister: Boom.Rentei Neuss aus den Renteien Kempen, Krefeld und Wevelinghoven. (= Kreise Kempen, Krefeld, Gladbach, Grevenbroich, Neuss). Rentmeister: Schloer.Diese Einteilung hatte Bestand bis 1827. Durch weitere Zusammenlegungen wurden dann die Renteien Düsseldorf, Krefeld, Kleve, Dinslaken, Essen gebildet.Im Zuge der fortschreitenden Domänenverkäufe und Ablösungen gab es 1866 nur noch die Renteien Kleve und Dinslaken.Weitergehende Angaben sind den Akten Reg. Düsseldorf Nr. 4560 und Regierung Kleve Nr. 184 zu entnehmen.Lit.: Zur Geschichte der preußischen Verwaltung im Regierungs-Bezirk Düsseldorf, hg. v. d. Regierung zu Düsseldorf, 1925 (S. 46).
Das vorliegende Findbuch enthält die Akten folgender Renteien: Benrath, Dinslaken, Dormagen, Düsseldorf, Duisburg, Elberfeld, Emmerich, Essen, Geldern, Gerresheim (Mettmann), Goch, Hamborn, Holten, Huissen, Kleve, Krefeld, Lennep, Moers, Mülheim/Ruhr, Neuss, Opladen, Ratingen (Angermund), Rees, Rheinberg (Xanten), Ringenberg-Schermbeck, Saarn, Solingen, Werden, Wesel, Wevelinghoven. Im Mai 1970 begann StAAss. Dr. Lück mit der Verzeichnung dieses Bestandes. Er stand vor der Frage, ob die einzelnen Renteien (30) jeweils als eigene Provenienzstelle zu behandeln oder ob es zweckmäßiger sei, einen Gesamtbestand "Renteien im Regierungsbezirk Düsseldorf" zu bilden. Wie der Titel des Findbuchs ausweist, wurde der zweite Weg beschritten. Für diese Entscheidung sprachen folgende Gründe:1. Sie ermöglicht die parallele Benutzung des Findbuchs G 21/26 (Regierung Düsseldorf, Domänen). 2. Die stetige Umorganisation (durch Zusammenlegung) der Renteien hätte bei strenger Beibehaltung des Provenienzprinzips die Auffindbarkeit der Specialia erheblich erschwert. (So hätten Akten über einen bestimmten Hof unter verschiedenen Renteien gesucht oder über einen Index ermittelt werden müssen, auf den so verzichtet werden konnte). Daher wurden nur die Generalia nach den einzelnen Renteien aufgeführt, die Specialia jedoch nach dem Ortsalphabet geordnet. Dabei war der Name der einzelnen Orte und Honschaften entscheidend, auch wenn diese später zu Stadtteilen oder Wohnplätzen geworden sind. So befindet sich z. B. Borbeck nicht unter "Essen", sondern (mit Angabe seiner jetzigen Zugehörigkeit nach dem "Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden und Wohnplätze [Ortschaften] in Nordrhein-Westfalen", 1970) unter B: Borbeck (St. Essen), ebenso z. B. der Wohnplatz Laupendahl nicht unter "Heiligenhaus", sondern unter L: Laupendahl (St. Heiligenhaus).Am Ende des Findbuchs unter Punkt 2 und 3 befindet sich eine Gruppe "Westfalen" und eine Gruppe "Niederlande". Unter dem Begriff Westfalen wird der Domänenbesitz aufgeführt, der außerhalb des Archivsprengels des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf lag, während sich die für ihn zuständige Rentei innerhalb von dessen Archivsprengel befand. Unter "Niederlande" werden die Orte genannt, die ursprünglich preußisch (klevisch) waren, 1815 aber an die Niederlande kamen. Hauptaufgabe der Renteien war ganz allgemein die Verwaltung des staatlichen Grundbesitzes einschließlich des kirchlichen Besitzes, der dem Staat durch die Säkularisation zugefallen war. Im einzelnen wurden Verkäufe, Verpachtungen, Erbverpachtungen von Grundbesitz und Gebäuden, Ablösungen von Renten und Hypotheken, Zehntbeitreibungen, Verpachtungen von Gefällen, Fischereien und Fährgerechtsamen, Mühlenverpachtungen, die Festsetzung von Naturalienpreisen sowie die Unterhaltung von Wegen oder Brücken erledigt. Kassiert wurden die Akten, die in Betreff und Laufzeit mit den Domänenakten der Regierung im Findbuch G 21/26 identisch waren, ferner die stark wassergeschädigten Akten des Kahns Main 68 und Akten mit den Betreffen Hypothekenablösungen und -erneuerungen sowie Rentumwandlungen.Bei Bestellungen sind die Akten wie folgt zu zitieren: Renteien im Reg.-Bez. Düsseldorf Nr. ...Parallel dazu empfiehlt sich die Benutzung des Findbuchs G 21/26 (Domänenabteilung der Regierung Düsseldorf) und G 52/1 (Forstbehörden im Reg.-Bez. Düsseldorf).Dr. Lück verzeichnete die Akten Nr. 1 - 600 und 1000 - 1903. StAA Kilian setzte die Verzeichnung fort von Nr. 601 - 999 und 1904 - 2729. Ab Nr. 2730 oblag die Verzeichnung den Referendaren und Anwärtern des Jahrgangs 1975/76. Herr Kilian nahm nach Abschluß der Verzeichnung die Schlußredaktion, die Klassifikation und die Anlage des vorliegenden Findbuchs vor. Geschichtlicher Überblick: 1816 bestanden die in der Vorbemerkung aufgeführten Renteien. Mit dem 1.1.1823 wurden folgende Renteien gebildet: Rentei Düsseldorf aus den Renteien Düsseldorf, Benrath (ausschließlich eines mit Elberfeld zu vereinigenden Teiles), den größeren Teil der Rentei Ratingen und ein Teil der Rentei Elberfeld. (= Kreise Düsseldorf und Solingen). Rentmeister: Wolters.Rentei Elberfeld aus der Rentei Elberfeld (ohne den zu Düsseldorf fallenden Teil), Teile der Renteien Benrath und Ratingen. (= Kreise Elberfeld und Lennep). Rentmeister: Lichtschlag.Rentamt Essen aus den Renteien Essen und Werden. (= Kreis Essen) Rentmeister: Keller.Rentei Dinslaken aus den Renteien Hamborn, Duisburg und Dinslaken. (= Kreis Dinslaken). Rentmeister: Althoff.Rentei Rees aus den Renteien Wesel und Rees. (= Kreis Rees) Rentmeister: Westermann.Rentei Kleve aus den Renteien Kleve und Goch. (= Kreis Kleve). Rentmeister: Speck.Rentei Rheinberg (Geldern) aus den Renteien Xanten, Geldern und Moers. (= Kreis Rheinberg und Geldern). Rentmeister: Boom.Rentei Neuss aus den Renteien Kempen, Krefeld und Wevelinghoven. (= Kreise Kempen, Krefeld, Gladbach, Grevenbroich, Neuss). Rentmeister: Schloer.Diese Einteilung hatte Bestand bis 1827. Durch weitere Zusammenlegungen wurden dann die Renteien Düsseldorf, Krefeld, Kleve, Dinslaken, Essen gebildet.Im Zuge der fortschreitenden Domänenverkäufe und Ablösungen gab es 1866 nur noch die Renteien Kleve und Dinslaken.Weitergehende Angaben sind den Akten Reg. Düsseldorf Nr. 4560 und Regierung Kleve Nr. 184 zu entnehmen.Lit.: Zur Geschichte der preußischen Verwaltung im Regierungs-Bezirk Düsseldorf, hg. v. d. Regierung zu Düsseldorf, 1925 (S. 46).

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