Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
2. Verwaltungsbehörden Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln
2.2. Bezirksregierungen/staatliche Aufsichtsbehörden
2.2.4. Regierung Köln
Regierung Köln BR 2350
214.01.03 Regierung Köln, Dienststrafverfahren gegen den Oberbürgermeister der Stadt Köln Dr. h.c. Konrad Adenauer (1933)
Permalink des Findbuchs


Signatur : 214.01.03

Name : Regierung Köln, Dienststrafverfahren gegen den Oberbürgermeister der Stadt Köln Dr. h.c. Konrad Adenauer (1933)

Beschreibung :
Der vorliegende Bestand BR 2350 wurde am 14.08.2008 von der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus unter der acc.-Nr. 43-61/08 durch das Landesarchiv NRW, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf übernommen (vergleiche 43-1-07-1346/08 der Dienstregistratur DOMEA). Es handelte sich um insgesamt 31 Akten, von denen 2 zusammengeführt worden sind, so dass 29 Einheiten magaziniert wurden. Kassationen wurden keine durchgeführt, bis auf einen Posten Muster-Zeugenladungen des Landgerichtes Köln, der den Unterlagen ebenfalls beigefügt war.

Die Akten wurden im Jahre 2007 durch einen ehemaligen Mitarbeiter der Regierung Köln der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus angeboten; diese gab die Akten aus provenienztechnischen Gründen an das Landesarchiv NRW, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf ab.

Die Akten umfassen Teile des Dienststrafverfahrens gegen den ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Köln Dr. h.c. Konrad Adenauer, welches am 01.04.1933 gegen diesen eingeleitet wurde. Größtenteils handelt es sich um Abschriften. Die Ablieferung ist in drei Gruppen zu gliedern:

1. Untersuchungshefte: Die Untersuchungshefte sind gleichartig aufgebaut, sie beginnen in der Regel mit der Mitteilung durch die Bezirksregierung Köln, Dr. zur Bonsen an Adenauer, welche Verfehlungen er sich angeblich zuschulden hat kommen lassen. Es folgt darauf die Antwort Adenauers direkt an den Untersuchungsführer Ministerialdirektor z. D. Adolf Miller beim preußischen Innenministerium. Weiterhin folgen dann Abschriften von Beweismitteln und Zeugenaussagen. Leider sind nicht alle der insgesamt 10 Hefte überliefert, während die Nr. 2, 4, 6 in doppelter Abschrift vorliegen, fehlen die Hefte 5, 8 und 9 komplett. Zu einigen Heften sind Beihefte geführt worden, die umfangreiches Beweismittel in speziellen Fällen enthalten.

2. Berichtshefte: Es handelt sich hierbei um Zusammenstellungen von Vorwürfen gegen Adenauer, die während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister angeblich festgestellt werden konnten. Einige dieser Punkte aus den mit Inhaltsverzeichnissen versehenen Mappen flossen in die Punkte der Untersuchungshefte ein. Das Berichtsheft 1 fehlte bei der Abgabe. An Besonderheiten unterhalb dieses Klassifikationspunktes sind noch drei weitere Akten zu nennen (BR 2350 Nr. 27-29). Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Abschriften von Zeugenaussagen und Berichten, eine Zusammenstellung zu den Kosten der Einweihung der Mülheimer Brücke und letztlich um einen Bericht des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes zu den Spekulationsgeschäften von Adenauer.

3. Korrespondenz: Hierbei handelt es sich um eine Akte, die in Abschrift die Korrespondenz zwischen Adenauer und Dr. Fritz Blüthgen umfasst. Sie wurde wohl ebenfalls als Beweismittel für ein angeblich unlauteres Verhalten Adenauers zu diesem Dienststrafverfahren herangezogen.

Die Verzeichnung dieser Akten erfolgte vom 15.-18.08.2008 durch Staatsarchivamtmann Christoph Heinen.


Der vorliegende Bestand BR 2350 wurde am 14.08.2008 von der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus unter der acc.-Nr. 43-61/08 durch das Landesarchiv NRW, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf übernommen (vergleiche 43-1-07-1346/08 der Dienstregistratur DOMEA). Es handelte sich um insgesamt 31 Akten, von denen 2 zusammengeführt worden sind, so dass 29 Einheiten magaziniert wurden. Kassationen wurden keine durchgeführt, bis auf einen Posten Muster-Zeugenladungen des Landgerichtes Köln, der den Unterlagen ebenfalls beigefügt war.Die Akten wurden im Jahre 2007 durch einen ehemaligen Mitarbeiter der Regierung Köln der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus angeboten; diese gab die Akten aus provenienztechnischen Gründen an das Landesarchiv NRW, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf ab.Die Akten umfassen Teile des Dienststrafverfahrens gegen den ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Köln Dr. h.c. Konrad Adenauer, welches am 01.04.1933 gegen diesen eingeleitet wurde. Größtenteils handelt es sich um Abschriften. Die Ablieferung ist in drei Gruppen zu gliedern:1. Untersuchungshefte: Die Untersuchungshefte sind gleichartig aufgebaut, sie beginnen in der Regel mit der Mitteilung durch die Bezirksregierung Köln, Dr. zur Bonsen an Adenauer, welche Verfehlungen er sich angeblich zuschulden hat kommen lassen. Es folgt darauf die Antwort Adenauers direkt an den Untersuchungsführer Ministerialdirektor z. D. Adolf Miller beim preußischen Innenministerium. Weiterhin folgen dann Abschriften von Beweismitteln und Zeugenaussagen. Leider sind nicht alle der insgesamt 10 Hefte überliefert, während die Nr. 2, 4, 6 in doppelter Abschrift vorliegen, fehlen die Hefte 5, 8 und 9 komplett. Zu einigen Heften sind Beihefte geführt worden, die umfangreiches Beweismittel in speziellen Fällen enthalten.2. Berichtshefte: Es handelt sich hierbei um Zusammenstellungen von Vorwürfen gegen Adenauer, die während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister angeblich festgestellt werden konnten. Einige dieser Punkte aus den mit Inhaltsverzeichnissen versehenen Mappen flossen in die Punkte der Untersuchungshefte ein. Das Berichtsheft 1 fehlte bei der Abgabe. An Besonderheiten unterhalb dieses Klassifikationspunktes sind noch drei weitere Akten zu nennen (BR 2350 Nr. 27-29). Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Abschriften von Zeugenaussagen und Berichten, eine Zusammenstellung zu den Kosten der Einweihung der Mülheimer Brücke und letztlich um einen Bericht des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes zu den Spekulationsgeschäften von Adenauer.3. Korrespondenz: Hierbei handelt es sich um eine Akte, die in Abschrift die Korrespondenz zwischen Adenauer und Dr. Fritz Blüthgen umfasst. Sie wurde wohl ebenfalls als Beweismittel für ein angeblich unlauteres Verhalten Adenauers zu diesem Dienststrafverfahren herangezogen. Die Verzeichnung dieser Akten erfolgte vom 15.-18.08.2008 durch Staatsarchivamtmann Christoph Heinen.

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