Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.2. Geistliche Institute
1.2.2. E - H
1.2.2.3. Emmerich
1.2.2.3.4. St. Martini Stift
Emmerich, St. Martini Stift, Urkunden AA 0242
120.73.00 Emmerich, St. Martini Stift (DFG-gefördert)
Permalink des Findbuchs


Signatur : 120.73.00

Name : Emmerich, St. Martini Stift

Beschreibung :
Emmerich, St. Martini
W. de Vries, De opkomst van de Stad Emmerik (ca. 1233-c. 1261) (Bijdr. en Mededeel. … Gelre 58, 1959, 157 ff.)

Emmerich, Stift

O. Oppermann, Kölnisch-geldrische Urkundenstudien zur Geschichte des 13. Jahrhunderts 1952 (Bijdragen … Utrecht 25)
Abschriften von Privilegien und Statuten 1346-1451 (s. Dep. Stadt Emmerich A I Bl. 59-70)

U. Spengler-Reffgen, Emmericher Urkundenbuch 828 bis 1355, Emmerich 1999. (Regesten und Drucke u. a. der Urkunden Stift Emmerich, Urkunden 1-104, 1131-1355 Januar 8). Bibl. 2000/570.

Grundlegend jetzt: Ulrike Spengler-Reffgen, Das Stift St. Martini zu Emmerich von den Anfängen bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts (Bonner Historische Forschungen, 57), Siegburg 1997.


Emmerich, Stift
Kreis Rees vor 914-1811.

Lit.: Kunstdenkm. II 1, 1892, 32 ff.; A. Dederich, Annalen der Stadt E., 1867, 45 ff.; Ad. Tibus, Alter der Kirchen zum h. Martinus und zur h. Aldegundis in E., 1875; - Der Gau Leomerike und der Archidiakonat von E., 1877; Geschiedkundige Atlas van Nederland 9, De kerkelijke indeeling omstreeks 1550 1, 1921, 453 f.; A. P. van Schilfgaarde, de leenregisters van de proosdij van E. (Bijdr. en mededeel. „Gelre 34, 1931, 241 ff.) J. Düffel, Zur Geschichte der Stadt E., 1955, 58 ff. betreffend den Anteil des Stiftes an der Stadterhebung; Cl. Pelzer, Studien zur topographischen und bevölkerungsgeschichtlichen Entwicklung der Stadt E. (An. Nrh. 146/147, 1948, 171 ff.); über die Stiftsschule, das spätere Gymnasium s. die Lit. bei Oediger, Die niederrhein. Schulen (Düsseldorfer Jhrb. 43, 1941, 107 ff.).

Im Stiftsarchiv Xanten, Einzelne Pfarreien 20 Rechnungen der Propstei 1531-33, 1595; im Gräflich Hoensbroechschen Archiv Schloss Haag bei Geldern Rep. I Nr. 1315 desgl. 1778-93; Nr. 1316 Ein- und Ausgabebuch 1780.

Zur Ergänzung siehe Jülich-Berg II 325 Bl. 238: Auszug aus dem Liber ordinarius 1513; in Kleve-Mark XVI A 88 ¿ Liste der Kanoniker 1609-1732 s. auch Bd. 1, 238.

Akten betreffend die Aufhebung 1811 siehe Großherzogtum Berg 865; StA Münster.

Pfarrarchiv Martini zu Emmerich II 3 ff.; betreffend die niederländischen Besitzungen im Alg. Rijksarchief s-Gravenhage Abt. I / XIX 308 (Vollmer, Inv. 96).

Im Katholischen Pfarrarchiv St. Martini zu Emmerich 116 Urkunden 1145-1793, 1145
s. H 3 a I 32.
Berichtigungen dazu siehe Dienstregistratur I - B 21.1b-1304174
Vgl. J. Düffel, Die Rettung des E. Martiniarchivs und der wertvollsten Teile der Gymnasialbibliothek (De Liemers. Gedenkboek Dr. J. H. van Heek, 1953, 11 ff.)
Kunstdenkm. I 2, 32;

Im Katholischen Pfarrarchiv Dornick 1 Urkunde 133 November 26.

Im Stadtarchiv Emmerich Akten 792) Particuliere kerkelijke en narighten van B. Kelderman, Brm. en Kan. an St. Martin (1609) 1663-1746.

Im STA Münster, Kleve-Mark LA 87 c) Kapitelsprotokolle 1510-19.

Im Diözesanarchiv Münster Fundation der Vikarie s. Victoris et Helenae 1439, Druck von 1859 (Inv. Westfalen. Beibd. 3, 184).

In der Collectie van Spaen im Archiv des Hogen Rades van Adel zu s-Gravenhage Nr. 73) Auszüge aus dem Archiv (Inventaris, 1951, 22); ebd. Nr. 173 Auszüge betreffend die Propstei (ebd. 39).

Im Bistumsarchiv Trier Hs. 553: Breviarium 1508/09 mit Kurzer klevischer Chronik 1145-1477; Bl. 289 einige Konzepte ca. 1421 ff.

Im Stiftsarchiv Xanten, Einzelne Pfarreien 20) Protokoll von 1637 28/3; s. auch oben S.

In der Bibliothek des Bergischen Geschichtsvereins zu Wuppertal-Elberfeld (1944 vernichtet) war Hs. 26) eine Copia statutorum von Adam Louverman 1661.

St.A. Münster
Emmerich, Stift St. Martini:
Aufhebung des Kapitels zu St. Martini, 1811-1812.
(Kaiserreich Frankreich, Gruppe A i Nr. 88)
Aufnahme des Vermögens des Stifts, 1811.
(Ebd. Gruppe C 1 Nr. 59)
Vermögensaufnahme des Stifts, 1811.
(Ebd., Nr. 60)
Verkauf der Güter, 1813.
(Ebd., Gruppe C 6 Nr. 155-162)
Litanei (vor 1562)
(Dep. Altertumsverein 43)


Geschichtliche Übersicht
Das Martinikloster zu Emmerich wurde bereits um das Jahr 700 von dem h. Willibrord, Bischof zu Utrecht, gestiftet; allein das Archiv desselben hat keine Urkunden aus dieser frühen Zeit und den zunächst folgenden Jahrhunderten aufbewahrt, weshalb die ältere Geschichte nur aus allgemeinen Quellen aus Wassenbergii Embrica und des Annalen von Teschenmacher, pag. 145 zu entnehmen ist.
Wegen vieler Bedrückungen durch den nachbarlichen Herrn von Berge ward das Kapitel im Jahr 1233 bewogen, sich unter den Schutz des Grafen Otto von Geldern zu begeben, wozu dasselbe eine bemerkenswerte Konstitution erhielt. Ungefähr ein Jahrhundert blieben Kloster und Stadt unter der Hoheit dieser Grafen, bis sie von demselben anfänglich pfandweise, im Jahr 1402 aber erblich an den Grafen von Kleve verkauft worden sind.
Die Stadt hat damals zu dem bekanten Hansebund gehört, und es scheint, dass sie in günstige kommerzielle Verhältnisse, die von ihrer Lage am Rhein begünstigt werden, getreten sei, als sie unter der Hoheit der Grafen von Geldern mit den blühenden niederländischen Handelsstädten in näherer Verbindung gekommen war. Die Stadt war eine kleine Strecke vom Rheinbett entfernt und der Magistrat ließ 1236 einen Kanal ziehen, um die Schiffe unmittelbar in die Stadt zu führen. Hierbei wurde aber (denn Geldreichtum macht übermütig und trotzig) die Gerechtsame der Kapitelkirche völlig außer Acht gelassen, ihre Häuser ohne Weiteres niedergerissen; ein Streit entstand, und wurde endlich durch eine ebenso grelle Strafe des Magistrats und der Bürger beigelegt. Später brach der Rheinstrom immer weiter in die Ufer der Stadt und und erreichte zuletzt 1414 die Mauer derselben und der Kirche, die man nun durch ein kostbares Krippwerk zu decken genötigt war.
Das Archiv enthält übrigens viele Urkunden der Bischöfe von Utrecht und der benachbarten Edelherren, es ist lehrreich in Beziehung auf den Anbau der Gegend, auf die Zehntpflicht und andere Rechtsverhältnisse.

Emmerich, St. MartiniW. de Vries, De opkomst van de Stad Emmerik (ca. 1233-c. 1261) (Bijdr. en Mededeel. … Gelre 58, 1959, 157 ff.)Emmerich, StiftO. Oppermann, Kölnisch-geldrische Urkundenstudien zur Geschichte des 13. Jahrhunderts 1952 (Bijdragen … Utrecht 25)Abschriften von Privilegien und Statuten 1346-1451 (s. Dep. Stadt Emmerich A I Bl. 59-70)U. Spengler-Reffgen, Emmericher Urkundenbuch 828 bis 1355, Emmerich 1999. (Regesten und Drucke u. a. der Urkunden Stift Emmerich, Urkunden 1-104, 1131-1355 Januar 8). Bibl. 2000/570.Grundlegend jetzt: Ulrike Spengler-Reffgen, Das Stift St. Martini zu Emmerich von den Anfängen bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts (Bonner Historische Forschungen, 57), Siegburg 1997.Emmerich, StiftKreis Rees vor 914-1811.Lit.: Kunstdenkm. II 1, 1892, 32 ff.; A. Dederich, Annalen der Stadt E., 1867, 45 ff.; Ad. Tibus, Alter der Kirchen zum h. Martinus und zur h. Aldegundis in E., 1875; - Der Gau Leomerike und der Archidiakonat von E., 1877; Geschiedkundige Atlas van Nederland 9, De kerkelijke indeeling omstreeks 1550 1, 1921, 453 f.; A. P. van Schilfgaarde, de leenregisters van de proosdij van E. (Bijdr. en mededeel. „Gelre 34, 1931, 241 ff.) J. Düffel, Zur Geschichte der Stadt E., 1955, 58 ff. betreffend den Anteil des Stiftes an der Stadterhebung; Cl. Pelzer, Studien zur topographischen und bevölkerungsgeschichtlichen Entwicklung der Stadt E. (An. Nrh. 146/147, 1948, 171 ff.); über die Stiftsschule, das spätere Gymnasium s. die Lit. bei Oediger, Die niederrhein. Schulen (Düsseldorfer Jhrb. 43, 1941, 107 ff.).Im Stiftsarchiv Xanten, Einzelne Pfarreien 20 Rechnungen der Propstei 1531-33, 1595; im Gräflich Hoensbroechschen Archiv Schloss Haag bei Geldern Rep. I Nr. 1315 desgl. 1778-93; Nr. 1316 Ein- und Ausgabebuch 1780.Zur Ergänzung siehe Jülich-Berg II 325 Bl. 238: Auszug aus dem Liber ordinarius 1513; in Kleve-Mark XVI A 88 ¿ Liste der Kanoniker 1609-1732 s. auch Bd. 1, 238.Akten betreffend die Aufhebung 1811 siehe Großherzogtum Berg 865; StA Münster.Pfarrarchiv Martini zu Emmerich II 3 ff.; betreffend die niederländischen Besitzungen im Alg. Rijksarchief s-Gravenhage Abt. I / XIX 308 (Vollmer, Inv. 96).Im Katholischen Pfarrarchiv St. Martini zu Emmerich 116 Urkunden 1145-1793, 1145s. H 3 a I 32.Berichtigungen dazu siehe Dienstregistratur I - B 21.1b-1304174Vgl. J. Düffel, Die Rettung des E. Martiniarchivs und der wertvollsten Teile der Gymnasialbibliothek (De Liemers. Gedenkboek Dr. J. H. van Heek, 1953, 11 ff.)Kunstdenkm. I 2, 32;Im Katholischen Pfarrarchiv Dornick 1 Urkunde 133 November 26.Im Stadtarchiv Emmerich Akten 792) Particuliere kerkelijke en narighten van B. Kelderman, Brm. en Kan. an St. Martin (1609) 1663-1746.Im STA Münster, Kleve-Mark LA 87 c) Kapitelsprotokolle 1510-19.Im Diözesanarchiv Münster Fundation der Vikarie s. Victoris et Helenae 1439, Druck von 1859 (Inv. Westfalen. Beibd. 3, 184).In der Collectie van Spaen im Archiv des Hogen Rades van Adel zu s-Gravenhage Nr. 73) Auszüge aus dem Archiv (Inventaris, 1951, 22); ebd. Nr. 173 Auszüge betreffend die Propstei (ebd. 39).Im Bistumsarchiv Trier Hs. 553: Breviarium 1508/09 mit Kurzer klevischer Chronik 1145-1477; Bl. 289 einige Konzepte ca. 1421 ff.Im Stiftsarchiv Xanten, Einzelne Pfarreien 20) Protokoll von 1637 28/3; s. auch oben S.In der Bibliothek des Bergischen Geschichtsvereins zu Wuppertal-Elberfeld (1944 vernichtet) war Hs. 26) eine Copia statutorum von Adam Louverman 1661.St.A. MünsterEmmerich, Stift St. Martini:Aufhebung des Kapitels zu St. Martini, 1811-1812.(Kaiserreich Frankreich, Gruppe A i Nr. 88)Aufnahme des Vermögens des Stifts, 1811.(Ebd. Gruppe C 1 Nr. 59)Vermögensaufnahme des Stifts, 1811.(Ebd., Nr. 60)Verkauf der Güter, 1813.(Ebd., Gruppe C 6 Nr. 155-162)Litanei (vor 1562)(Dep. Altertumsverein 43)Geschichtliche ÜbersichtDas Martinikloster zu Emmerich wurde bereits um das Jahr 700 von dem h. Willibrord, Bischof zu Utrecht, gestiftet; allein das Archiv desselben hat keine Urkunden aus dieser frühen Zeit und den zunächst folgenden Jahrhunderten aufbewahrt, weshalb die ältere Geschichte nur aus allgemeinen Quellen aus Wassenbergii Embrica und des Annalen von Teschenmacher, pag. 145 zu entnehmen ist.Wegen vieler Bedrückungen durch den nachbarlichen Herrn von Berge ward das Kapitel im Jahr 1233 bewogen, sich unter den Schutz des Grafen Otto von Geldern zu begeben, wozu dasselbe eine bemerkenswerte Konstitution erhielt. Ungefähr ein Jahrhundert blieben Kloster und Stadt unter der Hoheit dieser Grafen, bis sie von demselben anfänglich pfandweise, im Jahr 1402 aber erblich an den Grafen von Kleve verkauft worden sind.Die Stadt hat damals zu dem bekanten Hansebund gehört, und es scheint, dass sie in günstige kommerzielle Verhältnisse, die von ihrer Lage am Rhein begünstigt werden, getreten sei, als sie unter der Hoheit der Grafen von Geldern mit den blühenden niederländischen Handelsstädten in näherer Verbindung gekommen war. Die Stadt war eine kleine Strecke vom Rheinbett entfernt und der Magistrat ließ 1236 einen Kanal ziehen, um die Schiffe unmittelbar in die Stadt zu führen. Hierbei wurde aber (denn Geldreichtum macht übermütig und trotzig) die Gerechtsame der Kapitelkirche völlig außer Acht gelassen, ihre Häuser ohne Weiteres niedergerissen; ein Streit entstand, und wurde endlich durch eine ebenso grelle Strafe des Magistrats und der Bürger beigelegt. Später brach der Rheinstrom immer weiter in die Ufer der Stadt und und erreichte zuletzt 1414 die Mauer derselben und der Kirche, die man nun durch ein kostbares Krippwerk zu decken genötigt war.Das Archiv enthält übrigens viele Urkunden der Bischöfe von Utrecht und der benachbarten Edelherren, es ist lehrreich in Beziehung auf den Anbau der Gegend, auf die Zehntpflicht und andere Rechtsverhältnisse.

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