Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.2. Geistliche Institute
1.2.6. V - Z
1.2.6.14. Zissendorf
Zissendorf, Urkunden AA 0568
122.24.00 Zissendorf, Kloster (DFG-gefördert)
Permalink des Findbuchs


Signatur : 122.24.00

Name : Zissendorf, Kloster

Beschreibung :
Zissendorf

Gemeinde Hennef, Siegkreis. Gegründet als Augustinerinnenkloster zu "De pace Die" zu Blankenberg, 1246 April 22 dem Prämonstratenser Steinfeld, 1247 Oktober 17 der Abtei Heisterbach unterstellt, seitdem (adelige) Zisterzienserinnen, vor 1265-1803 Zissendorf.

Literatur: Kunstdenkmäler V 4, 1907, S. 746 f.; Delvos, Dekanat Siegburg, S. 193 ff. (Geschichte der Pfarreien der Erzdiözese Köln 39, 1896); F. Schmitz, Urkundenbuch Heisterbach, 1908, S. 875; Redlich, Kirchenpolitik Bd. II 2, 1915, S. 55 und 61; W. Felten, Kloster Zissendorf (Heimatblätter des Siegkreises 3, 1927, S. 51 ff., 4, 1928, S. 5 ff.)

Im Besitz des Generalkonsuls Neuerburg auf Haus Zissendorf war 1935 der Liber benefactorum 1600-86 (Nachrichtenblatt für rheinische Heimatpflege 7, 1935, S. 469).

Im Besitz des Freiherrn von Hymmen zu Unterbach war 1910 das Gebetbuch der Margareta, ein Stundenbuch von ca. 1500, angeblich der Margareta von Jülich oo Adolf von Kleve, und ein Hortulus animale, Lyon, 1523; vgl. Fr. J. Brors, Unterbach, 1910, S. 21 f.; das von B. ebda. S. 22 erwähnte Register des Klosters (Papierhandschrift, Großfolio, mit Goldschnitt) ist in einem späteren Verzeichnis nicht mehr aufgeführt.

Im katholischen Pfarrarchiv Siegburg V 22) Urkundenkonzepte des Gerichtsschreibers Gülich zu Siegburg und Briefe der Äbtissin Elisabeth von Lüninck, 1601-02

Im Stadtarchiv Köln, Ausw. 376) Visitation, 1727 (Ermahnungen des Abtes von Heisterbach)

Zur Ergänzung s. Oediger, Bd. 1, 89 (1500), 124; Handschriften N I Nr. 6 V/5) Urkundenabschriften (1251-1506), Archivinventar, 1565; Regesten und Hinweise auf im Bestand nicht enthaltene Urkunden, 1246-1317, im analogen Altfindbuch 122.24

Aufhebung s. Oediger Bd. 1, S. 126; Großherzogtum Berg Nr. 5152 f. und Nr. 1104 ff.

Geschichtliche Übersicht

Die Gräfin Mechtild von Sayn ward durch den letzten Willen ihres Gemahls Heinrich verpflichtet worden, zwei geistliche Stiftungen zu errichten. Über eine dieser Stiftungen gibt das Archiv der Abtei Heisterbach (vgl. I. Band II Nr. 41) Auskunft. Als zweite Stiftung hatte diese Gräfin ein Benediktinerkloster zu Blankenberg zu gründen begonnen, allein es sollte nach der Absicht ihres Gemahls (oder wie es die Zisterzienser zu Heisterbach erklärten) ein Zisterzienserkloster sein.
Sie bat und erhielt daher von dem Papst einen Auftrag an einen in der Gegend residierenden päpstlichen Legaten, wonach dieser jene begonnene Stiftung, wie bemerkt, umtaufte, und unter die Obhut des Abts von Heisterbach stellte (Nr. 1 und 2). Es scheint, dass dies anfangs Widerspruch gefunden. Doch bald darauf befestigte sich das Institut und die folgenden Urkunden nennen die frommen Geber, welche entweder zur Ausstattung ihrer Töchter die dort Nonne geworden (vgl. Nr. 8, wo 4 Töchter auf einmal in dieses Kloster getreten) oder zur Stiftung einer Memorie (vgl. Nr. 11, ein Ritter Lambert von Heinsberg) ansehnliche Güter dorthin schenkten.
Auch dieses Archiv hat den größeren Teil seiner Urkunden verloren, und nur die Akten geben von anderweitigen Besitzungen und Gerechtsamen noch Nachricht.

Retrokonversion des analogen Findbuches (Abschrift in VERA) durch Werkvertragskraft Sabine Ines Rauch, Oktober / November 2011; abschließende Kontrolle und Überarbeitung durch Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, März 2013.
ZissendorfGemeinde Hennef, Siegkreis. Gegründet als Augustinerinnenkloster zu "De pace Die" zu Blankenberg, 1246 April 22 dem Prämonstratenser Steinfeld, 1247 Oktober 17 der Abtei Heisterbach unterstellt, seitdem (adelige) Zisterzienserinnen, vor 1265-1803 Zissendorf.Literatur: Kunstdenkmäler V 4, 1907, S. 746 f.; Delvos, Dekanat Siegburg, S. 193 ff. (Geschichte der Pfarreien der Erzdiözese Köln 39, 1896); F. Schmitz, Urkundenbuch Heisterbach, 1908, S. 875; Redlich, Kirchenpolitik Bd. II 2, 1915, S. 55 und 61; W. Felten, Kloster Zissendorf (Heimatblätter des Siegkreises 3, 1927, S. 51 ff., 4, 1928, S. 5 ff.)Im Besitz des Generalkonsuls Neuerburg auf Haus Zissendorf war 1935 der Liber benefactorum 1600-86 (Nachrichtenblatt für rheinische Heimatpflege 7, 1935, S. 469).Im Besitz des Freiherrn von Hymmen zu Unterbach war 1910 das Gebetbuch der Margareta, ein Stundenbuch von ca. 1500, angeblich der Margareta von Jülich oo Adolf von Kleve, und ein Hortulus animale, Lyon, 1523; vgl. Fr. J. Brors, Unterbach, 1910, S. 21 f.; das von B. ebda. S. 22 erwähnte Register des Klosters (Papierhandschrift, Großfolio, mit Goldschnitt) ist in einem späteren Verzeichnis nicht mehr aufgeführt.Im katholischen Pfarrarchiv Siegburg V 22) Urkundenkonzepte des Gerichtsschreibers Gülich zu Siegburg und Briefe der Äbtissin Elisabeth von Lüninck, 1601-02Im Stadtarchiv Köln, Ausw. 376) Visitation, 1727 (Ermahnungen des Abtes von Heisterbach)Zur Ergänzung s. Oediger, Bd. 1, 89 (1500), 124; Handschriften N I Nr. 6 V/5) Urkundenabschriften (1251-1506), Archivinventar, 1565; Regesten und Hinweise auf im Bestand nicht enthaltene Urkunden, 1246-1317, im analogen Altfindbuch 122.24Aufhebung s. Oediger Bd. 1, S. 126; Großherzogtum Berg Nr. 5152 f. und Nr. 1104 ff.Geschichtliche ÜbersichtDie Gräfin Mechtild von Sayn ward durch den letzten Willen ihres Gemahls Heinrich verpflichtet worden, zwei geistliche Stiftungen zu errichten. Über eine dieser Stiftungen gibt das Archiv der Abtei Heisterbach (vgl. I. Band II Nr. 41) Auskunft. Als zweite Stiftung hatte diese Gräfin ein Benediktinerkloster zu Blankenberg zu gründen begonnen, allein es sollte nach der Absicht ihres Gemahls (oder wie es die Zisterzienser zu Heisterbach erklärten) ein Zisterzienserkloster sein.Sie bat und erhielt daher von dem Papst einen Auftrag an einen in der Gegend residierenden päpstlichen Legaten, wonach dieser jene begonnene Stiftung, wie bemerkt, umtaufte, und unter die Obhut des Abts von Heisterbach stellte (Nr. 1 und 2). Es scheint, dass dies anfangs Widerspruch gefunden. Doch bald darauf befestigte sich das Institut und die folgenden Urkunden nennen die frommen Geber, welche entweder zur Ausstattung ihrer Töchter die dort Nonne geworden (vgl. Nr. 8, wo 4 Töchter auf einmal in dieses Kloster getreten) oder zur Stiftung einer Memorie (vgl. Nr. 11, ein Ritter Lambert von Heinsberg) ansehnliche Güter dorthin schenkten.Auch dieses Archiv hat den größeren Teil seiner Urkunden verloren, und nur die Akten geben von anderweitigen Besitzungen und Gerechtsamen noch Nachricht.Retrokonversion des analogen Findbuches (Abschrift in VERA) durch Werkvertragskraft Sabine Ines Rauch, Oktober / November 2011; abschließende Kontrolle und Überarbeitung durch Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, März 2013.

Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken