Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
2. Verwaltungsbehörden Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln
2.2. Bezirksregierungen/staatliche Aufsichtsbehörden
2.2.4. Regierung Köln
Regierung Köln BR 0009
214.07.01 Regierung Köln, Wasserbau, Schifffahrtsangelegenheiten
Permalink des Findbuchs


Signatur : 214.07.01

Name : Regierung Köln, Wasserbau, Schifffahrtsangelegenheiten

Beschreibung :
Die preußische Regierung Köln hatte am 22. April 1816 ihre Tätigkeit aufgenommen (vgl. zur weiteren Behördengeschichte das ausführliche Vorwort zum neuen Findbuch 214.01.1: Regierung Köln, Verfassung und Verwaltung). Die mehr als ein Jahr später erlassene "Instruktion zur Geschäftsführung der Regierungen in den Königlich Preußischen Staaten" vom 23. Oktober 1817, die den Geschäftsbereich der Regierungen regelte, wies die Angelegenheiten des Wasser- und Strombaus zunächst der Zweiten Abteilung zu. Erst ab dem Jahr 1826 gehörte der Bereich der Wasser- und Schifffahrtsangelegenheiten zur neu strukturierten Ersten Abteilung der Regierungen, während die Zweite Abteilung nunmehr ausschließlich für die Verwaltung des Steuer-, Kassen- und Rechnungswesens sowie für die Domänen und Forsten zuständig war.
Die Aufgaben der Regierungen im Bereich der Wasser- und Schifffahrtsangelegenheiten lagen in der Aufsicht über die Stromfahrt einerseits, Ausbau und Instandhaltung der Uferbauten und Leinpfade andererseits. Die Leitung und Ausführung wurde besonderen Wasserbaubeamten, den Wasserbauinspektoren, übertragen. Außerdem lag die Aufsicht über die Hafenpolizei bei den Regierungen.Nach 1824 wurde die Oberaufsicht und Leitung des preußischen Rheinschifffahrts- und Rheinoktroiwesens, das bisher bei den Oberpräsidenten gelegen hatte, an die Provinzialsteuerdirektion in Köln über, dessen Direktor zum "Generalkommissar für die Rheinschifffahrtsangelegenheiten in den preußischen Rheinprovinzen" wurde.Großen Raum nimmt in der vorliegenden Überlieferung die Ausführung der am 31. März 1831 in Mainz unterzeichneten Rheinschifffahrtsakte ein.


Zu den hier verzeichneten Akten sind zusätzlich die im Findbuch 214.06.1 (Regierung Köln. Kommunalwesen) und im Findbuch 241.01 (Provinzialsteuerdirektion) zusammen gestellten Akten hinzu zu ziehen.


Eine Besonderheit stellen die sogenannten Wasserbücher (Klassifikationspunkt 7) dar. Die einzelnen Bücher tragen als Titel den Namen des Wasserlaufs, an dem das Recht verliehen wird. Bei der Verzeichnung wurden die Bücher nach diesen Titeln alphabetisch geordnet. Der Enthält-Vermerk nennt in der Regel die Gemarkungen oder Gemeinden, in denen das Recht verliehen wird, nicht jedoch die Namen der Berechtigten und der betroffenen Objekte (z.B. Mühlen). In Klammern () folgt in Anlehnung an die institutionell vorgegebene Gliederung der Wasserbücher ein Hinweis auf die Art des verliehenen Rechtes:
A1: Gebrauch und Verbrauch, namentlich Abteilung des Wassers
A2: Einleitung von Wasser und anderen flüssigen Stoffen
A3: Senkung und Hebung des Wasserspiegels
A4: Anlegung von Häfen und Kanälen, Herstellung von Anlegestellen mit baulichen Vorrichtungen von größerer Bedeutung, Anlegung von kommunalen und gemeinnützigen Badeanstalten
B: Verzeichnis der Zwangsrechte
C: Verzeichnis der Unterhaltspflichten
D: Fischereirechte Beispiel: Alperbach; enthält: Denklingen (D) = Verleihung von Fischereirechten am Alperbach in der Gemeinde DenklingenDie Laufzeiten nennen das Datum des ersten und des letzten Eintrags, sagen also nichts über die Frist der verliehenen Rechte aus.


Die Neuaufnahme der Aktentitel, die die bisher in den alten Findbüchern 214.01.1 und 214.02 verstreuten Titel in - sofern notwendig - überarbeiteter und ergänzter Form zusammen stellt, wurde 1999 von OStARin Dr. Schnelling-Reinicke durchgeführt. Die Akten sind zu bestellen zu zitieren: "BR 9 Nr. ...", "BR 1040 Nr. ..." und "BR 2070 Nr. ...".


Literatur: Gerhard Stadermann, Die Wasserwirtschaft, in: 150 Jahre Regierungsbezirk Köln, hg. von der Bezirksregierung Köln. Berlin 1966, S. 192-205.Max Bär, Die Behördenverfassung der Rheinprovinz seit 1815 (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde XXXV). Bonn 1919
Die preußische Regierung Köln hatte am 22. April 1816 ihre Tätigkeit aufgenommen (vgl. zur weiteren Behördengeschichte das ausführliche Vorwort zum neuen Findbuch 214.01.1: Regierung Köln, Verfassung und Verwaltung). Die mehr als ein Jahr später erlassene "Instruktion zur Geschäftsführung der Regierungen in den Königlich Preußischen Staaten" vom 23. Oktober 1817, die den Geschäftsbereich der Regierungen regelte, wies die Angelegenheiten des Wasser- und Strombaus zunächst der Zweiten Abteilung zu. Erst ab dem Jahr 1826 gehörte der Bereich der Wasser- und Schifffahrtsangelegenheiten zur neu strukturierten Ersten Abteilung der Regierungen, während die Zweite Abteilung nunmehr ausschließlich für die Verwaltung des Steuer-, Kassen- und Rechnungswesens sowie für die Domänen und Forsten zuständig war.Die Aufgaben der Regierungen im Bereich der Wasser- und Schifffahrtsangelegenheiten lagen in der Aufsicht über die Stromfahrt einerseits, Ausbau und Instandhaltung der Uferbauten und Leinpfade andererseits. Die Leitung und Ausführung wurde besonderen Wasserbaubeamten, den Wasserbauinspektoren, übertragen. Außerdem lag die Aufsicht über die Hafenpolizei bei den Regierungen.Nach 1824 wurde die Oberaufsicht und Leitung des preußischen Rheinschifffahrts- und Rheinoktroiwesens, das bisher bei den Oberpräsidenten gelegen hatte, an die Provinzialsteuerdirektion in Köln über, dessen Direktor zum "Generalkommissar für die Rheinschifffahrtsangelegenheiten in den preußischen Rheinprovinzen" wurde.Großen Raum nimmt in der vorliegenden Überlieferung die Ausführung der am 31. März 1831 in Mainz unterzeichneten Rheinschifffahrtsakte ein.Zu den hier verzeichneten Akten sind zusätzlich die im Findbuch 214.06.1 (Regierung Köln. Kommunalwesen) und im Findbuch 241.01 (Provinzialsteuerdirektion) zusammen gestellten Akten hinzu zu ziehen. Eine Besonderheit stellen die sogenannten Wasserbücher (Klassifikationspunkt 7) dar. Die einzelnen Bücher tragen als Titel den Namen des Wasserlaufs, an dem das Recht verliehen wird. Bei der Verzeichnung wurden die Bücher nach diesen Titeln alphabetisch geordnet. Der Enthält-Vermerk nennt in der Regel die Gemarkungen oder Gemeinden, in denen das Recht verliehen wird, nicht jedoch die Namen der Berechtigten und der betroffenen Objekte (z.B. Mühlen). In Klammern () folgt in Anlehnung an die institutionell vorgegebene Gliederung der Wasserbücher ein Hinweis auf die Art des verliehenen Rechtes: A1: Gebrauch und Verbrauch, namentlich Abteilung des WassersA2: Einleitung von Wasser und anderen flüssigen StoffenA3: Senkung und Hebung des WasserspiegelsA4: Anlegung von Häfen und Kanälen, Herstellung von Anlegestellen mit baulichen Vorrichtungen von größerer Bedeutung, Anlegung von kommunalen und gemeinnützigen Badeanstalten B: Verzeichnis der Zwangsrechte C: Verzeichnis der UnterhaltspflichtenD: Fischereirechte Beispiel: Alperbach; enthält: Denklingen (D) = Verleihung von Fischereirechten am Alperbach in der Gemeinde DenklingenDie Laufzeiten nennen das Datum des ersten und des letzten Eintrags, sagen also nichts über die Frist der verliehenen Rechte aus.Die Neuaufnahme der Aktentitel, die die bisher in den alten Findbüchern 214.01.1 und 214.02 verstreuten Titel in - sofern notwendig - überarbeiteter und ergänzter Form zusammen stellt, wurde 1999 von OStARin Dr. Schnelling-Reinicke durchgeführt. Die Akten sind zu bestellen zu zitieren: "BR 9 Nr. ...", "BR 1040 Nr. ..." und "BR 2070 Nr. ...".Literatur: Gerhard Stadermann, Die Wasserwirtschaft, in: 150 Jahre Regierungsbezirk Köln, hg. von der Bezirksregierung Köln. Berlin 1966, S. 192-205.Max Bär, Die Behördenverfassung der Rheinprovinz seit 1815 (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde XXXV). Bonn 1919

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