Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
2. Verwaltungsbehörden Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln
2.2. Bezirksregierungen/staatliche Aufsichtsbehörden
2.2.7. Landesplanungsgemeinschaft Rheinland
Landesplanungsgemeinschaft Rheinland / Regierung Düsseldorf BR 1087
216.03.01 Landesplanungsgemeinschaft Rheinland
Permalink des Findbuchs


Signatur : 216.03.01

Name : Landesplanungsgemeinschaft Rheinland

Beschreibung :
Der Bestand BR 1087 (Acc. 84/82) ist eine Abgabe des Dezernats 61 beim Regierungspräsidenten in Düsseldorf. Die Abgabe umfasst 180 Ordner.
Befürchtungen in den Zwanziger Jahren, daß es zu unerträglichen Verhältnissen führen würde, wenn den Siedlungen keine genügenden Grünflächen zugeordnet werden könnten, waren der Anlaß zur Bildung einer Grünflächenkommission, die einen Arbeitsausschuß einsetzte, der feststellen sollte, „was der Bevölkerung des Bezirkes an Erholung und Schaffung von Grünflächen, Spiel- und Sportflächen, Wander- und Verkehrswegen Not tut.
Als erstes Ergebnis dieser Überlegungen wurde am 5. Mai 1920 der Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR) gegründet. Es war der erste Planungsverband, der auf gesetzlicher Grundlage arbeitete.
Aus der Einsicht, daß die Grundproblematk, die zur Gründung des SVR geführt hatte, auch in anderen Teilen des Regierungsbezirks Düsseldorf vorlag, stellte die Grünflächenkommission ihre Arbeit nicht ein, sondern wanderte sich 1921 unter Einbeziehung der übrigen Stadt- und Landkreise des Regierungsbezirks zum Siedlungsausschuß für den Regierungsbezirk Düsseldorf.
Aus diesem Siedlungsausschuß ging, angeregt und gefördert durch den Regierungspräsidenten, am 8. Juli 1925 der Planungsverband Düsseldorf hervor. Dieser Planungsverband war ein zeitlich befristeter freiwilliger Zusammenschluß in der Form eines eingetragenen Vereins, den man als Selbsthilfeeinrichtung der Gemeinden und Kreise bezeichnen kann.
Ein weiterer Schritt wurde 1928 mit der Gründung der „Landesplanung der Rheinprovinz getan. Sie wurde Vorbild für die gesamte spätere Entwicklung der Organisation der Landesplanung. Die Landesplanung der Rheinprovinz hatte sich die Aufgabe gestellt, „die Landesplanungsarbeiten, insbesondere verkehrs-, siedlungs- und vermessungstechnische Aufgaben, die eine provinzielle Bedeutung haben, zu fördern und zu unterstützen und eine Zusammenarbeit auf diesen Gebieten mit dem Regierungspräsidenten, dem Ruhrsiedlungsverband, den Bezirksplanungsverbänden, sonstigen dazu berufenen Stellen und den benachbarten Provinzen herbeizuführen, so Punkt 1 der Satzung von 1929.
1936 wurde die Organisation in die „Landesplanungsgemeinschaft Rheinland umgewandelt. Ihr wurden die Planungsverbände, somit auch der Planungsverband Düsseldorf, als Bezirksstellen eingegliedert. In dieser Organisationsform arbeitete die Landesplanungsgemeinschaft Rheinland bis zum 31.12.1975, großräumige und kleinräumige Aspekte der rämlichen Ordnung behandelnd.
In dieser Phase war die Landesplanung der Eigenart ihrer Aufgabenstellung entsprechend als Gemeinschaftsaufgabe von Staat und Selbstverwaltung auch über die gemeindliche Verwaltungsebene hinaus Zuständigkeitsgrenzen übergreifend organisiert. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts, also mit eigenen Organen, mit Haushaltshoheit und mit Personalhoheit, verfügte sie über große Selbständigkeit.
Am 1.1.1976 begann eine neue Phase der Landesplanung. Nunmehr wurde der Regierungspräsident für die Landesplanung im Regierungsbezirk zuständig.
Die Laufzeit der Akten umfaßt die Jahre 1946-1975. Teilweise reichen Vorgänge bis 1937 zurück.

Der Bestand BR 1087 (Acc. 84/82) ist eine Abgabe des Dezernats 61 beim Regierungspräsidenten in Düsseldorf. Die Abgabe umfasst 180 Ordner.Befürchtungen in den Zwanziger Jahren, daß es zu unerträglichen Verhältnissen führen würde, wenn den Siedlungen keine genügenden Grünflächen zugeordnet werden könnten, waren der Anlaß zur Bildung einer Grünflächenkommission, die einen Arbeitsausschuß einsetzte, der feststellen sollte, „was der Bevölkerung des Bezirkes an Erholung und Schaffung von Grünflächen, Spiel- und Sportflächen, Wander- und Verkehrswegen Not tut.Als erstes Ergebnis dieser Überlegungen wurde am 5. Mai 1920 der Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR) gegründet. Es war der erste Planungsverband, der auf gesetzlicher Grundlage arbeitete.Aus der Einsicht, daß die Grundproblematk, die zur Gründung des SVR geführt hatte, auch in anderen Teilen des Regierungsbezirks Düsseldorf vorlag, stellte die Grünflächenkommission ihre Arbeit nicht ein, sondern wanderte sich 1921 unter Einbeziehung der übrigen Stadt- und Landkreise des Regierungsbezirks zum Siedlungsausschuß für den Regierungsbezirk Düsseldorf.Aus diesem Siedlungsausschuß ging, angeregt und gefördert durch den Regierungspräsidenten, am 8. Juli 1925 der Planungsverband Düsseldorf hervor. Dieser Planungsverband war ein zeitlich befristeter freiwilliger Zusammenschluß in der Form eines eingetragenen Vereins, den man als Selbsthilfeeinrichtung der Gemeinden und Kreise bezeichnen kann.Ein weiterer Schritt wurde 1928 mit der Gründung der „Landesplanung der Rheinprovinz getan. Sie wurde Vorbild für die gesamte spätere Entwicklung der Organisation der Landesplanung. Die Landesplanung der Rheinprovinz hatte sich die Aufgabe gestellt, „die Landesplanungsarbeiten, insbesondere verkehrs-, siedlungs- und vermessungstechnische Aufgaben, die eine provinzielle Bedeutung haben, zu fördern und zu unterstützen und eine Zusammenarbeit auf diesen Gebieten mit dem Regierungspräsidenten, dem Ruhrsiedlungsverband, den Bezirksplanungsverbänden, sonstigen dazu berufenen Stellen und den benachbarten Provinzen herbeizuführen, so Punkt 1 der Satzung von 1929.1936 wurde die Organisation in die „Landesplanungsgemeinschaft Rheinland umgewandelt. Ihr wurden die Planungsverbände, somit auch der Planungsverband Düsseldorf, als Bezirksstellen eingegliedert. In dieser Organisationsform arbeitete die Landesplanungsgemeinschaft Rheinland bis zum 31.12.1975, großräumige und kleinräumige Aspekte der rämlichen Ordnung behandelnd.In dieser Phase war die Landesplanung der Eigenart ihrer Aufgabenstellung entsprechend als Gemeinschaftsaufgabe von Staat und Selbstverwaltung auch über die gemeindliche Verwaltungsebene hinaus Zuständigkeitsgrenzen übergreifend organisiert. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts, also mit eigenen Organen, mit Haushaltshoheit und mit Personalhoheit, verfügte sie über große Selbständigkeit.Am 1.1.1976 begann eine neue Phase der Landesplanung. Nunmehr wurde der Regierungspräsident für die Landesplanung im Regierungsbezirk zuständig.Die Laufzeit der Akten umfaßt die Jahre 1946-1975. Teilweise reichen Vorgänge bis 1937 zurück.

Literatur :
Schmerler, Wolfgang: Die Landesplanung in Deutschland, in: Zeitschrift für Kommunalwirtschaft, 22. Jahrgang, Nr. 19/20, Berlin 1932, S. 886 ff.Klamroth, Hans-Burghardt: Organisation und rechtliche Grundlagen der Landesplanung in der Bundesrepublik Deutschland und in Berlin, in: Mitteilungen aus dem Institut für Raumforschung Bonn, Heft 16, 2. Auflage, Bad Godesberg 1954.Prager, Stefan: Ladensplanungsgemeinschaft Rheinland, Tübingen 1959.Hecker, Hermann: Zur Geschichte der Landesplanung, Hamburg 1959.Hecker, Hermann (Herausg.): Landesplanung und Planwesen, Berlin 1925.Ders.: Aus der Praxis der Landesplanung, Berlin 1926.Ders.: 12 Briefe aus der Aufbauarbeit eines Landesplanungsverbandes, Berlin 1929.Verzeichnet wurde der Bestand von Febr.-Juni 1984 von StAA Stuhrmann. Die Reinschrift fertigte Frau Lind.Düsseldorf, den 21. August 1984

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