Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
2. Verwaltungsbehörden Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln
2.3. Landratsämter/Kreisbehörden
2.3.6. Landratsamt Düsseldorf
Landratsamt Düsseldorf BR 0017
215.06.00 Landratsamt Düsseldorf (mit Kreisausschuss)
Permalink des Findbuchs


Signatur : 215.06.00

Name : Landratsamt Düsseldorf (mit Kreisausschuss)

Beschreibung :
Beschreibung des Bestandes:

Kleinere Aktenablieferungen des Landratsamtes Düsseldorf an das Staatsarchiv waren
1875 (Akzession 1/1875, Dienstaktenregistratur Z 4 VII),
1880 (Akz. 15/1880, Dienstaktenregistratur Z 4 VIII),
1890 (Akz. 3/1890, Dienstaktenregistratur Z 4 VIII),
1897 (Akz. 9/1897, Dienstaktenregistratur Z 4 VIII),
1910 (Akz. 11/1910, Dienstaktenregistratur Z 4 IX),
1931 (Akz. 15/1931, Dienstaktenregistratur Z 4 IX),
1938 (Akz. 3/1938, Dienstaktenregistratur Z 4 IX),
1955 (Akz. 1/1955, Dienstaktenregistratur A IV a 4)
erfolgt.

Die Ablieferungen bis 1931 einschließlich wurden von Herrn StAR Dr. Rohr verzeichnet und erhielten im vorliegenden Repertorium die Nummern 1 - 238. Alle weiteren Ablieferungen bilden im Repertorium die Nummern 239 - 590. Die AKten befinden sich im zuständigen Zweigarchiv im Schloß Kalkum und lagern dort im Saal B IV. Sämtliche Aktenbände waren durchnummeriert, Ablieferungsverzeichnisse oder sonstige Hilfsmittel lagen nicht vor. Die meisten Akten trugen Signaturen, so daß sich der alte Aktenplan teilweise rekonstruieren ließ.
Es liegen mehrere Registraturschichten vor, die aber sämtlich nur unvollständig überliefert sind. Da in den Jahren 1897 und 1911 umfangreiche Kassationen vorgenommen worden waren, und anläßlich der Um - und Eingemeindungeneine beträchtliche Anzahl Akten an die Stadt Düsseldorf abgegeben wurde, mußte aus den vorhandenen Aktentiteln ein neuer Ordnungsplan erstellt werden. (Zu den Kassationen und die an die Stadt Düsseldorf abgegebenen Akten siehe LA Düsseldorf Nr. 245). Der neue Ordnungsplan besteht aus mit Buchstaben bezeichneten Obergruppen, die die Kompetenz des Landratsamtes Düsseldorf erkennen lassen. Die Obergruppen sind in sachliche Gruppen gegliedert; innerhalb der Sachgruppen stehen die Akten in logischer Reihung.
Die bereits von Dr. Rohr verzeichneten Akten (Nr. 1 - 238) wurden in das neue Gesamtverzeichnis mit eingearbeitet. Die Gliederung des alten Repertoriums wurde nicht übernommen, da die Obergruppen in zu geringer Zahl in sachliche Gruppen gegliedert waren.
Der Bestand enthält 35 Akten des Kreisausschusses des Landkreises Düsseldorf. Sie wurden nicht als eigene Provenienz behandelt und betreffen in der Regel Akten über die Um - und Eingemeindungen in den Jahren 1908 - 1929. Die Akten des Kreisausschusses tragen im Repertorium vor der Nummer die Bezeichnung KA. Die Akten sind zu zitieren: LA Düsseldorf, Nummer der ersten Spalte.
Der vorliegende Bestand wurde im September 1968 von Rainer Kilian verzeichnet.

Kassation:

Archivwürdig ist Schriftgut, das zur dauerhaften Aufbewahrung für die Verwaltung und Forschung geeignet ist. Man kann ber der Kassation zwischen primären und sekundärem Wert unterscheiden. Der primäre Wert beinhaltet Entstehungszweck und Aussagewertdes Schriftgutes für die anlegende Behörde. Der sekundäre Wert dagegen erst ist bestimmend für die archivische Aufbewahrung. Er geht über den reinen Entstehungszweck hinaus und beinhaltet zusätzlich den Wert für andere Behörden und für die historische Forschung.
Die AKten des Landratsamtes Düsseldorf besitzen sowohl Beweiswert als auch nachrichtlichen Wert. Es erscheint daher nicht zweckmäßig, Kassationen vorzunehmen, zumal eine umfangreiche Kassation bereits in den Jahren 1897 und 1911 durchgeführt wurde.

Geschichte und Zuständigkeit des Landratsamtes Düsseldorf

1815 Kam durch die Neuordnung des Wiener Kongresses neben anderen Gebieten aus das ehemalige Großherzogtum Berg an Preußen.
Das frühere Herzogtum Berg gehörte von nun an zur Rheinprovinz. Aus den französischen Kantonen wurden Stadt- und Landkreise gebildet.
Der frühere Kanton Düsseldorf bildete den Stadtkreis Düsseldorf.

Am 24.04.1816 wurde der Landkreis Düsseldorf aus dem Kanton Ratingen mit den Bürgermeistereien Ratingen, Mintard, Angermund und Kaiserswerth, Teilen des Kantons Mettmann mit den Bürgermeistereien Gerresheim und Hubbelrath und Teilen des Kantons Richrath
mit den Bürgermeistereien Benrath und Hilden gebildet (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1816, Seite 13 ff.). Zu den 8 Bürgermeistereien zählten folgende Ortschaften:
Bockum, Breitscheid-Selbeck, Eckamp, Eggerscheidt, Eller, Erkrath, Garath, Hasselbeck-Krumbach, Himmelgeist-Wersten, Metzkausen, Mündelheim, Rath, Schwarzbach, Urdenbach und Wittlaer.

Durch Ministerialverfügung vom 27.08.1820 kam die Verwaltung des Stadtkreises Düsseldorf unter die kommissarische Leitung des Landrates des Landkreises Düsseldorf (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1820, Seite 272). Im August 1820 wurde der Stadtkreis Düsseldorf endgültig in den Landkreis Düsseldorf einbezogen. Die Verwaltung führte der Landrat. Die Polizei- und Kommunalverwaltung des Stadtkreises wurde jedoch am 31.07.1848 vom Landkreis Düsseldorf abgetrennt und der Regierung unmittelbar unterstellt (LA Düsseldorf Nr. 1).
Auf Grund der Kabinettsorder vom 20.04.1872 schied der Stadtkreis Düsseldorf endgültig aus dem Landkreis aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis mit einem Oberbürgermeister an der Spitze (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1872, Seite 168).

An weiteren Änderungen erfolgten innerhalb des Kreisgebietes folgende Um- und Eingemeindungen:

04.07.1848 Trennung der Stadtgemeinde Gerresheim
von den Gemeinden Ludenberg und Erkrath
(LA Düsseldorf Nr. 565).

01.04.1896 Abtrennung der Gemeinde Großenbaum vom
Gemeindeverband Angermund und Zulegung zum
Gemeindeverband Huckingen (LA Düsseldorf Nr. 576).

20.10.1897 Abtrennung der Gemeinde Erkrath und Bildung
einer selbständigen Landbürgermeisterei
Erkrath (LA Düsseldorf Nr. 573).

01.04.1899 Abtrennung der Gemeinde Rath vom Bürger-
meistereiverband Eckamp und Bildung einer
eigenen Landbürgermeisterei (Amtsblatt der
Regierung Düsseldorf 1899, Seite 119).

22.01.1908 Eingemeindung eines Teiles der Gemeinde Rath
in die Gemeinde Ludenberg (LA Düsseldorf Nr. 559).

Die Eingemeindungsbestrebungen der sich bildenden Großstädte hatten mit der Industrialisierung begonnen und führten zu neuen Eingemeindungen. Mit dem Stadtkreis Düsseldorf wurde am 01.04.1908 die Ortschaft Wersten der Landgemeinde Himmelgeist vereinigt (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1907, Seite 654). Zum gleichen Zeitpunkt fielen die Landgemeinden Itter-Holthausen und Urdenbach
an die Landgemeinde Benrath und wurden zur Landbürgermeisterei Benrath vereinigt (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1908, Seite 208).
Auf Grund des Gesetzes vom 21.05.1909 (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1909, Seite 189) kamen rückwirkend ab 01.04.1909
die Landgemeinden Himmelgeist, Eller, Rath, Heerdt, Stockum und Teile der Landgemeinde Ludenberg und der Ortschaft Lohausen sowie die Stadtgemeinde Gerresheim zum Stadtkreis Düsseldorf. Die Restteile von Ludenberg fielen am 01.04.1909 an die Landesgemeinde Hubbelrath (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1909, Seite 280). Der Kreis war eingeteilt in Stadt- und Landbürgermeistereien.

Nach den Eingemeindungen bot sich folgendes Bild:

Stadtbürgermeistereien Landbürgermeistereien

Angermund Benrath Hubbelrath
Hilden Eckamp Kaiserswerth
Kaiserswerth Erkrath
Ratingen Mintard

Die Stadtbürgermeisterei Kaiserswerth war mit der Landbürgermeisterei in Personalunion verbunden. Von entscheidender Bedeutung für die kommunale Neugliederung in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts wurde das Gesetz über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes für den Landkreis Düsseldorf (Preußische Gesetzessammlung 1929, Seite 91). Aus dem Landkreis Düsseldorf wurden daraufhin ausgegliedert die Stadtgemeinde Kaiserswerth - die Landgemeinde blieb beim Landkreis -, die Landgemeinden Benrath, Garath, Lohausen und Urdenbach.
Wie Düsseldorf so beanspruchte aus die Stadt Duisburg eine Ausdehnung in die niederrheinische Ebene. Sie bekam aus dem Landkreis Düsseldorf die Geminde Huckingen und Mündelheim zugesprochen. An Mülheim an der Ruhr fiel Selbeck, das vorher mit Breitscheid eine Landgemeinde gebildet hatte, während Breitscheid beim Landkreis Düsseldorf blieb.
Der Landkreis Düsseldorf war dadurch so stark beschnitten worden, daß er nicht mehr lebensfähig war. Er umfaßte noch die Städte Angermund, Hilden, Ratingen sowie die Ämter Erkrath, Hubbelrath, Kaiserswerth - Land und Mintard. Am 29.07.1929 erfolgte deshalb die Vereinigung mit dem ebenfalls stark reduzierten Kreis Mettmann zum Landkreis Düsseldorf - Metmmann (Preußische Gesetzessammlung
1929, Seite 91). Im Norden wurde noch die Stadt Kettwig an der Ruhr dem neuen Landkreis angegliedert. Kettwig an der Ruhr ist das einzige ursprünglich nicht zum Herzogtum Berg gehörende Gebiet des neuen Landkreises. Es gehörte bis 1806 zur Fürstabtei Werden, dann zum preußischen Landkreis Essen. Sitz der Kreisverwaltung des neuen Kreises Düsseldorf - Mettmann wurde Düsseldorf (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1929, Seite 255). Da Düsseldorf aber außerhalb des Kreisgebietes lag und das Kreisverwaltungsgebäude im 2. Weltkrieg zerstört wurde, kam der Kreistagssitz 1953 nach Mettmann. Der Landkreis Düsseldorf - Mettmann besitz heute ca. 365.000 Einwohner und ist an der Einwohnerzahl gemessen der größte der Bundesrepublik Deutschland.


Der Kreis umfaßt heute folgende Städte und Ämter:

Städte: Haan, Heiligenhaus, Kettwig a.d.R., Langenberg,
Mettmann, Neviges, Ratingen, Velbert, Wülfrath,
Hilden, Erkrath.

Ämter:

Angerland Sitz in Lintorf; wurde 1929 aus den Teilen der
Ämter Angermund, Eckamp und Kaiserswerth gebildet.
Angehörige Gemeinden sind Angermund, Breitscheid,
Eggerscheidt, Hösel, Lintorf, Wittlaer.

Gruiten Sitz in Gruiten, gegründet 1894. Angehörige Gemeinden
sind Gruiten, Hochdahl (bis 1938 Milrath, dann umbenannt
in Hochdahl), Schöller.

Hubbelrath Sitz in Metzkausen, seit 1850 selbständiges Amt.
Angehörige Gemeinden sind Hasselbeck - Schwarzbach,
Homberg, Hubbelrath, Meiersberg, Metzkausen.


Leitende Beamte des Kreises waren:

Amtsdauer: Landräte:

1816-1837 von Lasberg

1838 vakant

1839-1863 Freiherr Raitz von Frentz

1864-1873 Graf von Spee

1874-1880 Küpper

1880-1881 von Bonin

1881-1904 von Kühlwetter

1904-1905 Ebbinghaus

1905-1925 Dr. von Beckerath

1926-1929 Dr. von Chamier - Glisczinski

1930-1931 Friedrich


Amtsdauer: Kreissekretäre, Kreisinspektoren:

1828-1834 Kühlwetter

1835-1844 Wery von Limont

1845-1848 Schürmann

1849 vakant

1850-1853 Hermanns

1854-1874 Kauerz

1875-1886 Hagedorn

1887-1891 Becker

1892-1895 Provinzki

1896-1897 Redlich

1897-1899 Jansen

1900-1902 Haßhoff

1903-1906 de Jong

1907-1915 Horz

1916-1924 Driesch

1925-1935 Severitt



Beschreibung des Bestandes:Kleinere Aktenablieferungen des Landratsamtes Düsseldorf an das Staatsarchiv waren1875 (Akzession 1/1875, Dienstaktenregistratur Z 4 VII),1880 (Akz. 15/1880, Dienstaktenregistratur Z 4 VIII),1890 (Akz. 3/1890, Dienstaktenregistratur Z 4 VIII),1897 (Akz. 9/1897, Dienstaktenregistratur Z 4 VIII),1910 (Akz. 11/1910, Dienstaktenregistratur Z 4 IX),1931 (Akz. 15/1931, Dienstaktenregistratur Z 4 IX),1938 (Akz. 3/1938, Dienstaktenregistratur Z 4 IX),1955 (Akz. 1/1955, Dienstaktenregistratur A IV a 4)erfolgt.Die Ablieferungen bis 1931 einschließlich wurden von Herrn StAR Dr. Rohr verzeichnet und erhielten im vorliegenden Repertorium die Nummern 1 - 238. Alle weiteren Ablieferungen bilden im Repertorium die Nummern 239 - 590. Die AKten befinden sich im zuständigen Zweigarchiv im Schloß Kalkum und lagern dort im Saal B IV. Sämtliche Aktenbände waren durchnummeriert, Ablieferungsverzeichnisse oder sonstige Hilfsmittel lagen nicht vor. Die meisten Akten trugen Signaturen, so daß sich der alte Aktenplan teilweise rekonstruieren ließ.Es liegen mehrere Registraturschichten vor, die aber sämtlich nur unvollständig überliefert sind. Da in den Jahren 1897 und 1911 umfangreiche Kassationen vorgenommen worden waren, und anläßlich der Um - und Eingemeindungeneine beträchtliche Anzahl Akten an die Stadt Düsseldorf abgegeben wurde, mußte aus den vorhandenen Aktentiteln ein neuer Ordnungsplan erstellt werden. (Zu den Kassationen und die an die Stadt Düsseldorf abgegebenen Akten siehe LA Düsseldorf Nr. 245). Der neue Ordnungsplan besteht aus mit Buchstaben bezeichneten Obergruppen, die die Kompetenz des Landratsamtes Düsseldorf erkennen lassen. Die Obergruppen sind in sachliche Gruppen gegliedert; innerhalb der Sachgruppen stehen die Akten in logischer Reihung.Die bereits von Dr. Rohr verzeichneten Akten (Nr. 1 - 238) wurden in das neue Gesamtverzeichnis mit eingearbeitet. Die Gliederung des alten Repertoriums wurde nicht übernommen, da die Obergruppen in zu geringer Zahl in sachliche Gruppen gegliedert waren.Der Bestand enthält 35 Akten des Kreisausschusses des Landkreises Düsseldorf. Sie wurden nicht als eigene Provenienz behandelt und betreffen in der Regel Akten über die Um - und Eingemeindungen in den Jahren 1908 - 1929. Die Akten des Kreisausschusses tragen im Repertorium vor der Nummer die Bezeichnung KA. Die Akten sind zu zitieren: LA Düsseldorf, Nummer der ersten Spalte.Der vorliegende Bestand wurde im September 1968 von Rainer Kilian verzeichnet.Kassation:Archivwürdig ist Schriftgut, das zur dauerhaften Aufbewahrung für die Verwaltung und Forschung geeignet ist. Man kann ber der Kassation zwischen primären und sekundärem Wert unterscheiden. Der primäre Wert beinhaltet Entstehungszweck und Aussagewertdes Schriftgutes für die anlegende Behörde. Der sekundäre Wert dagegen erst ist bestimmend für die archivische Aufbewahrung. Er geht über den reinen Entstehungszweck hinaus und beinhaltet zusätzlich den Wert für andere Behörden und für die historische Forschung.Die AKten des Landratsamtes Düsseldorf besitzen sowohl Beweiswert als auch nachrichtlichen Wert. Es erscheint daher nicht zweckmäßig, Kassationen vorzunehmen, zumal eine umfangreiche Kassation bereits in den Jahren 1897 und 1911 durchgeführt wurde.Geschichte und Zuständigkeit des Landratsamtes Düsseldorf1815 Kam durch die Neuordnung des Wiener Kongresses neben anderen Gebieten aus das ehemalige Großherzogtum Berg an Preußen.Das frühere Herzogtum Berg gehörte von nun an zur Rheinprovinz. Aus den französischen Kantonen wurden Stadt- und Landkreise gebildet.Der frühere Kanton Düsseldorf bildete den Stadtkreis Düsseldorf.Am 24.04.1816 wurde der Landkreis Düsseldorf aus dem Kanton Ratingen mit den Bürgermeistereien Ratingen, Mintard, Angermund und Kaiserswerth, Teilen des Kantons Mettmann mit den Bürgermeistereien Gerresheim und Hubbelrath und Teilen des Kantons Richrathmit den Bürgermeistereien Benrath und Hilden gebildet (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1816, Seite 13 ff.). Zu den 8 Bürgermeistereien zählten folgende Ortschaften:Bockum, Breitscheid-Selbeck, Eckamp, Eggerscheidt, Eller, Erkrath, Garath, Hasselbeck-Krumbach, Himmelgeist-Wersten, Metzkausen, Mündelheim, Rath, Schwarzbach, Urdenbach und Wittlaer.Durch Ministerialverfügung vom 27.08.1820 kam die Verwaltung des Stadtkreises Düsseldorf unter die kommissarische Leitung des Landrates des Landkreises Düsseldorf (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1820, Seite 272). Im August 1820 wurde der Stadtkreis Düsseldorf endgültig in den Landkreis Düsseldorf einbezogen. Die Verwaltung führte der Landrat. Die Polizei- und Kommunalverwaltung des Stadtkreises wurde jedoch am 31.07.1848 vom Landkreis Düsseldorf abgetrennt und der Regierung unmittelbar unterstellt (LA Düsseldorf Nr. 1).Auf Grund der Kabinettsorder vom 20.04.1872 schied der Stadtkreis Düsseldorf endgültig aus dem Landkreis aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis mit einem Oberbürgermeister an der Spitze (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1872, Seite 168).An weiteren Änderungen erfolgten innerhalb des Kreisgebietes folgende Um- und Eingemeindungen:04.07.1848 Trennung der Stadtgemeinde Gerresheim von den Gemeinden Ludenberg und Erkrath (LA Düsseldorf Nr. 565).01.04.1896 Abtrennung der Gemeinde Großenbaum vom Gemeindeverband Angermund und Zulegung zum Gemeindeverband Huckingen (LA Düsseldorf Nr. 576).20.10.1897 Abtrennung der Gemeinde Erkrath und Bildung einer selbständigen Landbürgermeisterei Erkrath (LA Düsseldorf Nr. 573).01.04.1899 Abtrennung der Gemeinde Rath vom Bürger- meistereiverband Eckamp und Bildung einer eigenen Landbürgermeisterei (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1899, Seite 119).22.01.1908 Eingemeindung eines Teiles der Gemeinde Rath in die Gemeinde Ludenberg (LA Düsseldorf Nr. 559).Die Eingemeindungsbestrebungen der sich bildenden Großstädte hatten mit der Industrialisierung begonnen und führten zu neuen Eingemeindungen. Mit dem Stadtkreis Düsseldorf wurde am 01.04.1908 die Ortschaft Wersten der Landgemeinde Himmelgeist vereinigt (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1907, Seite 654). Zum gleichen Zeitpunkt fielen die Landgemeinden Itter-Holthausen und Urdenbachan die Landgemeinde Benrath und wurden zur Landbürgermeisterei Benrath vereinigt (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1908, Seite 208).Auf Grund des Gesetzes vom 21.05.1909 (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1909, Seite 189) kamen rückwirkend ab 01.04.1909die Landgemeinden Himmelgeist, Eller, Rath, Heerdt, Stockum und Teile der Landgemeinde Ludenberg und der Ortschaft Lohausen sowie die Stadtgemeinde Gerresheim zum Stadtkreis Düsseldorf. Die Restteile von Ludenberg fielen am 01.04.1909 an die Landesgemeinde Hubbelrath (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1909, Seite 280). Der Kreis war eingeteilt in Stadt- und Landbürgermeistereien.Nach den Eingemeindungen bot sich folgendes Bild:Stadtbürgermeistereien LandbürgermeistereienAngermund Benrath HubbelrathHilden Eckamp KaiserswerthKaiserswerth ErkrathRatingen MintardDie Stadtbürgermeisterei Kaiserswerth war mit der Landbürgermeisterei in Personalunion verbunden. Von entscheidender Bedeutung für die kommunale Neugliederung in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts wurde das Gesetz über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes für den Landkreis Düsseldorf (Preußische Gesetzessammlung 1929, Seite 91). Aus dem Landkreis Düsseldorf wurden daraufhin ausgegliedert die Stadtgemeinde Kaiserswerth - die Landgemeinde blieb beim Landkreis -, die Landgemeinden Benrath, Garath, Lohausen und Urdenbach.Wie Düsseldorf so beanspruchte aus die Stadt Duisburg eine Ausdehnung in die niederrheinische Ebene. Sie bekam aus dem Landkreis Düsseldorf die Geminde Huckingen und Mündelheim zugesprochen. An Mülheim an der Ruhr fiel Selbeck, das vorher mit Breitscheid eine Landgemeinde gebildet hatte, während Breitscheid beim Landkreis Düsseldorf blieb.Der Landkreis Düsseldorf war dadurch so stark beschnitten worden, daß er nicht mehr lebensfähig war. Er umfaßte noch die Städte Angermund, Hilden, Ratingen sowie die Ämter Erkrath, Hubbelrath, Kaiserswerth - Land und Mintard. Am 29.07.1929 erfolgte deshalb die Vereinigung mit dem ebenfalls stark reduzierten Kreis Mettmann zum Landkreis Düsseldorf - Metmmann (Preußische Gesetzessammlung1929, Seite 91). Im Norden wurde noch die Stadt Kettwig an der Ruhr dem neuen Landkreis angegliedert. Kettwig an der Ruhr ist das einzige ursprünglich nicht zum Herzogtum Berg gehörende Gebiet des neuen Landkreises. Es gehörte bis 1806 zur Fürstabtei Werden, dann zum preußischen Landkreis Essen. Sitz der Kreisverwaltung des neuen Kreises Düsseldorf - Mettmann wurde Düsseldorf (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf 1929, Seite 255). Da Düsseldorf aber außerhalb des Kreisgebietes lag und das Kreisverwaltungsgebäude im 2. Weltkrieg zerstört wurde, kam der Kreistagssitz 1953 nach Mettmann. Der Landkreis Düsseldorf - Mettmann besitz heute ca. 365.000 Einwohner und ist an der Einwohnerzahl gemessen der größte der Bundesrepublik Deutschland.Der Kreis umfaßt heute folgende Städte und Ämter:Städte: Haan, Heiligenhaus, Kettwig a.d.R., Langenberg, Mettmann, Neviges, Ratingen, Velbert, Wülfrath, Hilden, Erkrath.Ämter:Angerland Sitz in Lintorf; wurde 1929 aus den Teilen der Ämter Angermund, Eckamp und Kaiserswerth gebildet. Angehörige Gemeinden sind Angermund, Breitscheid, Eggerscheidt, Hösel, Lintorf, Wittlaer.Gruiten Sitz in Gruiten, gegründet 1894. Angehörige Gemeinden sind Gruiten, Hochdahl (bis 1938 Milrath, dann umbenannt in Hochdahl), Schöller.Hubbelrath Sitz in Metzkausen, seit 1850 selbständiges Amt. Angehörige Gemeinden sind Hasselbeck - Schwarzbach, Homberg, Hubbelrath, Meiersberg, Metzkausen.Leitende Beamte des Kreises waren:Amtsdauer: Landräte:1816-1837 von Lasberg1838 vakant1839-1863 Freiherr Raitz von Frentz1864-1873 Graf von Spee1874-1880 Küpper1880-1881 von Bonin1881-1904 von Kühlwetter1904-1905 Ebbinghaus1905-1925 Dr. von Beckerath1926-1929 Dr. von Chamier - Glisczinski1930-1931 FriedrichAmtsdauer: Kreissekretäre, Kreisinspektoren:1828-1834 Kühlwetter1835-1844 Wery von Limont1845-1848 Schürmann1849 vakant1850-1853 Hermanns1854-1874 Kauerz1875-1886 Hagedorn1887-1891 Becker1892-1895 Provinzki1896-1897 Redlich1897-1899 Jansen1900-1902 Haßhoff1903-1906 de Jong1907-1915 Horz1916-1924 Driesch1925-1935 Severitt

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