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Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
121.36.00 Langwaden (DFG-gefördert)


Signatur : 121.36.00

Name : Langwaden

Beschreibung :
Repertorium des Urkunden- und Acten-Archivs des adlichen Augustiner-Frauenconvents zum H. Andreas und zur H. Jungfrau in Langwaden bei Wevelinghoven.
Ausgefertigt zum Jahresbericht per 1871
Düsseldorf, am 10. Januar 1872, Der k. Staats-Archivar Harleß

Uebersicht

Das adliche Augustiner Frauenkloster zum H. Andreas in Langwaden unweit Wevelinghoven im heutigen Kreise Grevenbroich des Regierungsbezirks Düsseldorf ist unter der Regierung Erzbischofs Arnold I. von Cöln (1137-1151) von dem Edelmann Christian von Wevelinghoven und dessen Söhnen Christian und Albers auf ihrem Allodium begründet worden unter Vorbehalt des Patronats oder der Vogtei über die neue Corporation für die Familie der Stifter und deren Rechtsnachfolger zu Wevelinghoven. Conventualinnen und ein Prior wurden aus der Prämonstratenser-Abtei Heylissem in der Diözese Lüttich, unweit Hugarde, dorthin berufen, was die dauernde Abhängigkeit des Frauenklosters von jener Belgischen Abtei, mit anderen Worten die Paternität der letztern über ersteres zur Folge hatte (No. 1, 2, 29, 128, 136, 180). Die Uebervortheilung des Klosters, die der Abt von Heylissem sich durch eigenmächtige Wegführung der in der Klosterkirche eingegangenen Opfergaben hatte zu Schulden kommen lassen, veranlaßte die so genannte zweite Stiftungs-Urkunde Erzbischofs Philipp I. von Cöln vom Jahre 1173 (No. 1), durch welche jenen Eingriffen in das Eigenthum der jungen Corporation sowie den allzuhäufigen Besuchen des Abts daselbst ein Ziel gesetzt und zugleich bestimmt ward, die Ein- wie Absetzung jedes Priors solle hinfort von dem Abte und dem Erzbischofe gemeinschaftlich ausgehen.- Die Funktion des Priors (später Probst genannt) als Stellvertreter des weit entfernten Abts wurde gleichwohl erst im Jahre 1231 durch den Abt Conrad und das General-Capitels des Prämonstratenser-Ordens förmlich sanctioniert und Erstgedachtem sonach die obere Administration in geistlichen und weltlichen Angelegenheiten zuerkannt (No. 2). Die Corporation, deren Zusammenhang mit Heylissem durch die niederländische Abkunft der Pröbste sowie mehrentheils auch der an der Spitze der Conventualinnen stehenden Priorissinnen und Subpriorissinnen äußerlich beurkundet blieb, war hauptsächlich in der Herrlichkeit Wevelinghoven zu Langwaden selbst (No. 1, 15, 35, 58, 59, 67, 85, 98, 105, 106, 136, 144, 147, 151, 169, 174, 180, 197, 202, 216, 217, 219, 225, 226, 229, 240, u. s. w.) und zu und nächst Wevelinghoven (No. 5, 7, 11, 17, 33, 35, 39, 40, 44, 53, 65, 90-96, 110, 114, 120, 166, 222, 225, 226, 243, e. t. c.), in und bei Hülchrath (s. z. B. No. 22, 31-33, 35, 36, 123, 138, 150, 152, 154, 158, 160, 167, 172, 175, 191, 192, 204, 206, 207, 209, 213, 225, 226) zu Helpenstein (No. 97, 133, 134, 225, 226) in und bei Kelzenberg (No. 64, 125, 157, 234, 239), Capellen (No. 51-55, 60-62, 66, 71, 101, 118, 119, ferner 126, 132, 179, 194, 225, 226, 231), Evinghoven (No. 7, 29, 222, 225), Frimmersdorf (No. 88, 222, 226, 229, 231), Gubisrath (No. 9, 181, 226, 229, 236), Hemmerden (No. 83, 104, 139, 186, 222, 226, 237), Höningen (No. 8, 11-13, 16, 42, 70, 79, 80, 164, 173, 178, 225, 231), Jüchen (No. 115, 222, 239), Neurath (No. 4, 69, 76, 222, 226, 229, 241), Neukirchen (No. 45, 49, 112, 199, 200, 201, 203, 226, 229, 231, 242), Ramrath (No. 226, 229, 231), Oekoven (No. 225, 226, 231), sämmtlich im heutigen Kreise Grevenbroich, durch Höfe, Ackerland, Büsche, Broich- und Wiesengründe, Renten und Zinsen begütert. Außerdem besaß das Kloster das Quickgut und Land in der Herrschaft Bedbur (Bedburg im Kreise Bergheim s. No. 43, 111), Land zu Caster, Kerpen und Glesch, in demselben Kreise (No. 26, 41, 57, 68, 222), zu Strümp, Lank, Uerdingen im Kreise Crefeld (No. 72, 74, 215), zu Giesenkirchen und Kleinenbroich im Kreise Gladbach (No. 81, 222, 226, 56) Höfe und Land zu Elvekum, Gohr, Norf, Rosellen, Vanikum, im Kreise Neuß (No. 6, 84, 231, 127, 109, 113), so wie Häuser und Grundstücke in Neuß daselbst. Eines seiner ältesten Güter, das Ellerbroich bei Wevelinghoven, verkaufte das Kloster, durch Kriegsdrangsale genöthigt, im Jahre 1589 an Johann von Bocholtz zum Busch mit Genehmigung des Dynasten von Wevelinghoven und des Abts zu Heylissen (No. 136, cfr. Kurcöln Urk. Arch No 3059).

Das Interesse, welches die nachstehend verzeichneten Urkunden und Acten des Convents darbieten, ist mit der Geschichte der Herrlichkeit Wevelinghoven und ihrer Dynasten eng verknüpft. Manche altfreie, ritterliche und Ministerialengeschlechter der Umgegend von Wevelinghoven, wie die von Aldenbrüggen gt. Verbrüggen, die von Capellen, von Elfgen, Frimmersdorf, Harff, Hosteden, Hund v. d. Busche, Lievendal, Norprath, Reifferscheidt zur Dyck, Roever, v. Wevelkoven, v. Schlickum, treten mit und neben jenen Edelherrn in den Urkunden, sei es als Aussteller, sei es als Zeugen auf.

Die Abtrennung der Gefälle des Probstes von denen des Convents erfolgte im Jahre 1335, unter genauer Beziehung der Rechte und Pflichten des Ersteren (No. 15, 221). Als Superior der Corporation, deren Mitgliederzahl seit 1335 das Maximum von 27 nicht überschreiten durfte (No. 14), wußte sich im Laufe des 14. Jahrhunderts der Abt des benachbarten Prämonstratenserklosters Knechtsteden geltend zu machen (No. 14, 33), was selbstverständlich einen Conflict mit dem Abte von Heylissen herbeiführte, bis derselbe an Prämonstratenser-General Petrus mit Jenes Einwilligung im Jahre 1413 durch Bestätigung des ältern Rechtes geschlichtet wurde (No. 2). Gleichwohl hießen auch später noch die Aebte von Knechtsteden und Steinfeld "geistliche Väter" des Langwadener Klosters (No. 58). Im Uebrigen erfahren wir von dem innern Leben der Corporation nur wenig: daß die Priorin Aleidis von Wyss (1434-1459) mit Hülfe Erzbischofs Dietrich II. (Graf v. Mörs) von Cöln eine Kloster-Reformation nebst Clausur-Ordnung durchzuführen gesucht, meldet allein das in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts verfaßte ältere des vorhandenen Copiar der Urkunden (No. 221).

Probst Jacob Tilmans (1675-1690), aus dessen Feder die ersten Versuche einer freilich kaum über die Gründungszeit hinaus geführten Kloster-Chronik noch vorliegen (No. 223), theilt darin auch eine Reihenfolge der Pröbste mit, jedoch ohne Beifügung chronologischer Daten. Es schien deshalb nicht unangemessen, die dort aufgeführten Namen, für welche in den Urkunden sich keine Beläge mehr finden, in die hier folgende Liste an gehöriger Stelle in Klammern einzufügen.

Reihenfolge der Pröpste und Priorissinnen:
Heinrich (I)
Nicolaus
Heinrich (II)
Theoderich, 1238
Hermann (I)
Mathias
Heinrich (III), 1303-1315
Petrus
Hermann (II), 1335
Heinrich (IV), 1353
Godefrid, 1384
Petrus (II)
Johann Schomans
Johann Busen, 1437-1439
Ludolf v. Orden
Aegidius Bollis, 1466-1504
Antonius Hüls
Liebrecht von Geite, 1517-1560
Peter v. Gootsenhoven, 1562 (+)
Paulus Zegermans, 1562
Jacob Hoebroich, 1570-1587
Caspar Gerartz, 1589, Churcöln, Urk. Arch. No. 3059
Simon Fumenti, 1599-1609
Adrian Fraexinus, 1620-1625
Claudius Martini, 1628-1630
Andreas von Meldorf, 1630-1660
Johann Beaulys
Balthasar de la Halle, 1666-1674
Jacob Tilmans, 1675-1690
Wilhelm Ignatius de Witte, 1697-1701
Franz Blochhuyzen, 1726-1730
Joseph de Chentinne, 1743-1756
Johann Sulpiz Pols, 1775-1798
Irmgardis, 1238
Elisabeth, 1303
Mobilia, 1315-1335
Bela, 1353
Jutta, 1384
Eva v. Nyer, 1418-1420
Aleidis v. Wyss, 1434-1459
Sophia v. Alpen, 1459
Elisabeth v. Velbrüggen, 1521-1529
Elisabeth Kiphult, 1551-1554
Maria Lülsdorf, 1559-1560
Anna v. Mirbach, 1570-1573
Katharina v. Hontzeler, 1584
Johanna v. Styradt, 1587-1589, Churköln, Urk. Arch. 3059
Catharina v. Kaltenbach, 1609
Anna v. Brakel, 1621-1643
Catharina Blank, 1655
Johanna v. Diependael, 1697
J. A. V. de Riva, 1726
Maria Ludovika v. d. Bergh, 1750
Anna Beckers, 1790-1796
Anna Elisabetha Mültgens, 1795-1800

Bei den in der Einleitung zitierten Nummern handelt es sich um lfd. Nrn.

Lit.: Kunstdenkm. 3 V, 1897, 54 ff.; Backmund 1, 179 f.; Handbuch ED Köln 25, 1958, 324; Giersberg, Dek. Grevenbroich 382 ff. (Gesch. Pfarreien ED Köln 22, 1883)

Zur Ergänzung s. Brüssel, Archives Gén., Archives eccl. Nr. 8379) Akten der Abtei Heylissem betr. L. 1173-1731; 20333) Wahl des Propstes 1771 (A. d'Hoop, Inv. gén. des archives eccl. du Brabant 3, 1922, 278 u. 5, 1930, 304).

Langwaden
Statuten im Archiv der Abtei Tongerlo, Hss. (Archives, Bibl. ... de Belgique, Num. Spec. 1, 1968, 147; Les Archives et Bibliothèques religieuses en Belgique);
s. auch Brüssel, Generalarchiv, A. d'Hoop. Inv. gén. des archives ecclésiastiques du Brabant III 1922, 278 m. 8379.

Übersicht über die Geschichte d. Klosters s. Gärsch in den Annalen der hist. Ver. f. d. Niederrh. 1., S. 180 (geschöpft aus Hugo, Annales II S. 19-22).
Repertorium des Urkunden- und Acten-Archivs des adlichen Augustiner-Frauenconvents zum H. Andreas und zur H. Jungfrau in Langwaden bei Wevelinghoven.Ausgefertigt zum Jahresbericht per 1871Düsseldorf, am 10. Januar 1872, Der k. Staats-Archivar HarleßUebersichtDas adliche Augustiner Frauenkloster zum H. Andreas in Langwaden unweit Wevelinghoven im heutigen Kreise Grevenbroich des Regierungsbezirks Düsseldorf ist unter der Regierung Erzbischofs Arnold I. von Cöln (1137-1151) von dem Edelmann Christian von Wevelinghoven und dessen Söhnen Christian und Albers auf ihrem Allodium begründet worden unter Vorbehalt des Patronats oder der Vogtei über die neue Corporation für die Familie der Stifter und deren Rechtsnachfolger zu Wevelinghoven. Conventualinnen und ein Prior wurden aus der Prämonstratenser-Abtei Heylissem in der Diözese Lüttich, unweit Hugarde, dorthin berufen, was die dauernde Abhängigkeit des Frauenklosters von jener Belgischen Abtei, mit anderen Worten die Paternität der letztern über ersteres zur Folge hatte (No. 1, 2, 29, 128, 136, 180). Die Uebervortheilung des Klosters, die der Abt von Heylissem sich durch eigenmächtige Wegführung der in der Klosterkirche eingegangenen Opfergaben hatte zu Schulden kommen lassen, veranlaßte die so genannte zweite Stiftungs-Urkunde Erzbischofs Philipp I. von Cöln vom Jahre 1173 (No. 1), durch welche jenen Eingriffen in das Eigenthum der jungen Corporation sowie den allzuhäufigen Besuchen des Abts daselbst ein Ziel gesetzt und zugleich bestimmt ward, die Ein- wie Absetzung jedes Priors solle hinfort von dem Abte und dem Erzbischofe gemeinschaftlich ausgehen.- Die Funktion des Priors (später Probst genannt) als Stellvertreter des weit entfernten Abts wurde gleichwohl erst im Jahre 1231 durch den Abt Conrad und das General-Capitels des Prämonstratenser-Ordens förmlich sanctioniert und Erstgedachtem sonach die obere Administration in geistlichen und weltlichen Angelegenheiten zuerkannt (No. 2). Die Corporation, deren Zusammenhang mit Heylissem durch die niederländische Abkunft der Pröbste sowie mehrentheils auch der an der Spitze der Conventualinnen stehenden Priorissinnen und Subpriorissinnen äußerlich beurkundet blieb, war hauptsächlich in der Herrlichkeit Wevelinghoven zu Langwaden selbst (No. 1, 15, 35, 58, 59, 67, 85, 98, 105, 106, 136, 144, 147, 151, 169, 174, 180, 197, 202, 216, 217, 219, 225, 226, 229, 240, u. s. w.) und zu und nächst Wevelinghoven (No. 5, 7, 11, 17, 33, 35, 39, 40, 44, 53, 65, 90-96, 110, 114, 120, 166, 222, 225, 226, 243, e. t. c.), in und bei Hülchrath (s. z. B. No. 22, 31-33, 35, 36, 123, 138, 150, 152, 154, 158, 160, 167, 172, 175, 191, 192, 204, 206, 207, 209, 213, 225, 226) zu Helpenstein (No. 97, 133, 134, 225, 226) in und bei Kelzenberg (No. 64, 125, 157, 234, 239), Capellen (No. 51-55, 60-62, 66, 71, 101, 118, 119, ferner 126, 132, 179, 194, 225, 226, 231), Evinghoven (No. 7, 29, 222, 225), Frimmersdorf (No. 88, 222, 226, 229, 231), Gubisrath (No. 9, 181, 226, 229, 236), Hemmerden (No. 83, 104, 139, 186, 222, 226, 237), Höningen (No. 8, 11-13, 16, 42, 70, 79, 80, 164, 173, 178, 225, 231), Jüchen (No. 115, 222, 239), Neurath (No. 4, 69, 76, 222, 226, 229, 241), Neukirchen (No. 45, 49, 112, 199, 200, 201, 203, 226, 229, 231, 242), Ramrath (No. 226, 229, 231), Oekoven (No. 225, 226, 231), sämmtlich im heutigen Kreise Grevenbroich, durch Höfe, Ackerland, Büsche, Broich- und Wiesengründe, Renten und Zinsen begütert. Außerdem besaß das Kloster das Quickgut und Land in der Herrschaft Bedbur (Bedburg im Kreise Bergheim s. No. 43, 111), Land zu Caster, Kerpen und Glesch, in demselben Kreise (No. 26, 41, 57, 68, 222), zu Strümp, Lank, Uerdingen im Kreise Crefeld (No. 72, 74, 215), zu Giesenkirchen und Kleinenbroich im Kreise Gladbach (No. 81, 222, 226, 56) Höfe und Land zu Elvekum, Gohr, Norf, Rosellen, Vanikum, im Kreise Neuß (No. 6, 84, 231, 127, 109, 113), so wie Häuser und Grundstücke in Neuß daselbst. Eines seiner ältesten Güter, das Ellerbroich bei Wevelinghoven, verkaufte das Kloster, durch Kriegsdrangsale genöthigt, im Jahre 1589 an Johann von Bocholtz zum Busch mit Genehmigung des Dynasten von Wevelinghoven und des Abts zu Heylissen (No. 136, cfr. Kurcöln Urk. Arch No 3059).Das Interesse, welches die nachstehend verzeichneten Urkunden und Acten des Convents darbieten, ist mit der Geschichte der Herrlichkeit Wevelinghoven und ihrer Dynasten eng verknüpft. Manche altfreie, ritterliche und Ministerialengeschlechter der Umgegend von Wevelinghoven, wie die von Aldenbrüggen gt. Verbrüggen, die von Capellen, von Elfgen, Frimmersdorf, Harff, Hosteden, Hund v. d. Busche, Lievendal, Norprath, Reifferscheidt zur Dyck, Roever, v. Wevelkoven, v. Schlickum, treten mit und neben jenen Edelherrn in den Urkunden, sei es als Aussteller, sei es als Zeugen auf.Die Abtrennung der Gefälle des Probstes von denen des Convents erfolgte im Jahre 1335, unter genauer Beziehung der Rechte und Pflichten des Ersteren (No. 15, 221). Als Superior der Corporation, deren Mitgliederzahl seit 1335 das Maximum von 27 nicht überschreiten durfte (No. 14), wußte sich im Laufe des 14. Jahrhunderts der Abt des benachbarten Prämonstratenserklosters Knechtsteden geltend zu machen (No. 14, 33), was selbstverständlich einen Conflict mit dem Abte von Heylissen herbeiführte, bis derselbe an Prämonstratenser-General Petrus mit Jenes Einwilligung im Jahre 1413 durch Bestätigung des ältern Rechtes geschlichtet wurde (No. 2). Gleichwohl hießen auch später noch die Aebte von Knechtsteden und Steinfeld "geistliche Väter" des Langwadener Klosters (No. 58). Im Uebrigen erfahren wir von dem innern Leben der Corporation nur wenig: daß die Priorin Aleidis von Wyss (1434-1459) mit Hülfe Erzbischofs Dietrich II. (Graf v. Mörs) von Cöln eine Kloster-Reformation nebst Clausur-Ordnung durchzuführen gesucht, meldet allein das in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts verfaßte ältere des vorhandenen Copiar der Urkunden (No. 221).Probst Jacob Tilmans (1675-1690), aus dessen Feder die ersten Versuche einer freilich kaum über die Gründungszeit hinaus geführten Kloster-Chronik noch vorliegen (No. 223), theilt darin auch eine Reihenfolge der Pröbste mit, jedoch ohne Beifügung chronologischer Daten. Es schien deshalb nicht unangemessen, die dort aufgeführten Namen, für welche in den Urkunden sich keine Beläge mehr finden, in die hier folgende Liste an gehöriger Stelle in Klammern einzufügen.Reihenfolge der Pröpste und Priorissinnen:Heinrich (I)NicolausHeinrich (II)Theoderich, 1238Hermann (I)MathiasHeinrich (III), 1303-1315Petrus Hermann (II), 1335Heinrich (IV), 1353Godefrid, 1384Petrus (II)Johann SchomansJohann Busen, 1437-1439Ludolf v. OrdenAegidius Bollis, 1466-1504Antonius HülsLiebrecht von Geite, 1517-1560Peter v. Gootsenhoven, 1562 (+)Paulus Zegermans, 1562Jacob Hoebroich, 1570-1587Caspar Gerartz, 1589, Churcöln, Urk. Arch. No. 3059Simon Fumenti, 1599-1609Adrian Fraexinus, 1620-1625Claudius Martini, 1628-1630Andreas von Meldorf, 1630-1660Johann BeaulysBalthasar de la Halle, 1666-1674Jacob Tilmans, 1675-1690Wilhelm Ignatius de Witte, 1697-1701Franz Blochhuyzen, 1726-1730Joseph de Chentinne, 1743-1756Johann Sulpiz Pols, 1775-1798Irmgardis, 1238Elisabeth, 1303Mobilia, 1315-1335Bela, 1353Jutta, 1384Eva v. Nyer, 1418-1420Aleidis v. Wyss, 1434-1459Sophia v. Alpen, 1459Elisabeth v. Velbrüggen, 1521-1529Elisabeth Kiphult, 1551-1554Maria Lülsdorf, 1559-1560Anna v. Mirbach, 1570-1573Katharina v. Hontzeler, 1584Johanna v. Styradt, 1587-1589, Churköln, Urk. Arch. 3059Catharina v. Kaltenbach, 1609Anna v. Brakel, 1621-1643Catharina Blank, 1655Johanna v. Diependael, 1697J. A. V. de Riva, 1726Maria Ludovika v. d. Bergh, 1750Anna Beckers, 1790-1796Anna Elisabetha Mültgens, 1795-1800Bei den in der Einleitung zitierten Nummern handelt es sich um lfd. Nrn.Lit.: Kunstdenkm. 3 V, 1897, 54 ff.; Backmund 1, 179 f.; Handbuch ED Köln 25, 1958, 324; Giersberg, Dek. Grevenbroich 382 ff. (Gesch. Pfarreien ED Köln 22, 1883)Zur Ergänzung s. Brüssel, Archives Gén., Archives eccl. Nr. 8379) Akten der Abtei Heylissem betr. L. 1173-1731; 20333) Wahl des Propstes 1771 (A. d'Hoop, Inv. gén. des archives eccl. du Brabant 3, 1922, 278 u. 5, 1930, 304).LangwadenStatuten im Archiv der Abtei Tongerlo, Hss. (Archives, Bibl. ... de Belgique, Num. Spec. 1, 1968, 147; Les Archives et Bibliothèques religieuses en Belgique);s. auch Brüssel, Generalarchiv, A. d'Hoop. Inv. gén. des archives ecclésiastiques du Brabant III 1922, 278 m. 8379.Übersicht über die Geschichte d. Klosters s. Gärsch in den Annalen der hist. Ver. f. d. Niederrh. 1., S. 180 (geschöpft aus Hugo, Annales II S. 19-22).

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