Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.2. Geistliche Institute
1.2.3. J - L
1.2.3.12. Königsdorf
Königsdorf, Urkunden AA 0361
121.30.00 Königsdorf (DFG-gefördert)
Permalink des Findbuchs


Signatur : 121.30.00

Name : Königsdorf

Beschreibung :
Ueberschrift
Ueber die Begründung des Nonnenklosters Königsdorf, an der Straße von Gr. Königsdorf nach Bergheim gelegen, ist uns keine Nachricht erhalten. Die älteste Urkunde desselben vom J. 1136 (1.), worin Bruno II, Erzbischof von Cöln, das Kloster unter seinen Schutz nimmt (sub beati Petri patrocinium suscepimus et, quicquid iuste possidet, sub alas nostre defensionis colligimus); macht es wahrscheinlich, daß das Kloster in jenem Jahre oder nicht viel früher gegründet worden ist und zwar, wie kaum zu bezweifeln, von der Abtei S. Pantaleon in Cöln aus. Wie dieses ist es dem heiligen Pantaleon geweiht (1.), wie dieses der Benedictinerregel unterworfen (18.25 u. A.). Der Abt von Pantaleon übt über das Kloster Aufsichtsrechte aus (1.29.) und giebt allen Urkunden, welche Eigenthumsverhältnisse des Klosters betreffen, durch sein Siegel rechtliche Sanktion. Dies Verhältniß zum Pantaleonkloster hat bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts bestanden. Zwar begegnen wir im J. 1318 einer Urkunde (27.), an der das äbtliche Siegel nicht angehängt gewesen ist, doch noch im J. 1330 ermahnt der Abt die ihm untergebenen Conventualinnen zu Königsdorf, die Vertheilung der Klostergefälle nicht eher vorzunehmen, als bis die Schulden bezahlt wären. Seit dem J. 1355 verschwinden die Äbte von Pantaleon aus unsern Urkunden gänzlich. Daß eine Auseinandersetzung irgendwelcher Art in dieser Zeit stattgefunden hat, ersehen wir besonders aus einer Vergleichung der Urkunden 29 und 34. Während nämlich in der ersteren in einem Pachtkontrakte für den Fall entstehender Streitigkeiten der zeitweilige Abt von Pantaleon als Schiedsmann angenommen wird, hat die letztere, die nichts weiter als eine Erneuerung jenes Pachtvertrages ist, einen weltlichen Schiedsmann an die Stelle gesetzt.
Nur selten treten in späterer Zeit die Äbte von Brauweiler und Gladbach als Patrone auf, Regel wurde es vielmehr, daß Ordensbrüder aus den genannten Klöstern, besonders aus Gladbach, Rentmeister oder Prioren genannt, die Geschäfte des Klosters leiteten.
Die ältesten Besitzungen des Klosters in Gr. Königsdorf, Lich, Conraderhof, Rode, Widdendorf, Thorr, Oberembt, Boisdorf, Süchteln und Born sind höchstwahrscheinlich Schenkungen des Pantaleonklosters, das in dieser Gegend stark begütert war, wie dies der Abt von dem Zehnten aus der Kirche zu Born ausdrücklich bezeugt (7.). Doch nur die Besitzungen in Königsdorf (c. 270 Morgen), Conraderhof (345 Morgen) und Oberembt (128 Morgen) haben für das Kloster dauernde Bedeutung erlangt, während es die übrigen bald verloren zu haben scheint. Dagegen dehnte es seinen Grundbesitz durch Kauf, Schenkungen und Pfandschaften mehr nach Westen, Norden und Süden aus, während im Osten die Nähe der Cölnischen Abteien und Stifte ein Vordringen unmöglich machten. Die wichtigsten Acquisitionen waren der Hof in Kerpen mit 60 Tagewerk Landes, in Hücheln 396 Morgen, 2 Höfe in Boisdorf, von denen der eine 45 3/4 Morgen groß, der Stacherhof in Ahe und die Wiesen in Kenten (38 1/4 Morgen). Weniger bedeutend waren die Besitzungen in Bergheim, Dansweiler, Eschermühle, Fliesteden, Götzenkirchen, Gymnich, Heppendorf, Horrem, Ichendorf, Lövenich, Nauenhof, Sindorf, Sinteren und Usdorf. Auf die Erhaltung seiner Weingärten in Lengsdorf und Duisdorf im Kreise Bonn legte es trotz der weiten Entfernung großen Werth, während es den viel wichtigeren Besitz des Metternicher Hofes in demselben Kreise leichtfertig aufgab. Unter den Häusern, die das Kloster in Cöln besaß, scheint besonders der "Königsdorfer Hof", gegenüber dem Reinoldskloster, als Absteigequartier der Äbtissinnen gedient zu haben.
Zu einer größeren Bedeutung scheint unser Kloster niemals gelangt zu sein, da die geschichtlichen Quellen von demselben wenig oder gar keine Notiz nehmen. Den bescheideneren Titel "Meisterin" führten die Vorsteherinnen des Klosters bis zum Beginne des 17. Jahrhunderts und vertauschten ihn dann erst mit dem gebräuchlicheren Titel "Äbtissin". Auf eine solche untergeordnete Stellung deutet vielleicht auch der Umstand hin, daß die Äbtissin Christina sich im Jahre 1340 dei pietate und nicht dei gratia magistra nennt (29.) Doch dürfen wir die Bestimmung des Klosters, nur Töchtern edler Geschlechter Aufnahme zu gewähren, schon für die ältesten Zeiten annehmen, wenngleich sie erst im 17. Jahrhundert urkundlich beglaubigt erscheint.
Ueber die innere Organisation und das kirchliche Leben des Klosters fehlt uns jede Nachricht. Die Klosterkirche, dem H. Pantaleon und der Jungfrau Maria geweiht (8.), gewöhnlich aber schlechtweg Marienkirche genannt (von 13 ab), wird im J. 1493 mit zwei neuen Altären ausgestattet und mit einem Ablasse begnadigt (49). Demselben Jahre gehört auch die Bestätigung einer Bruderschaft an, wenngleich Klosterbrüder schon seit dem J. 1280 (20) vereinzelt erwähnt werden. Den Bau einer neuen Kapelle erfahren wir aus der Urkunde 87 (1671.)
Im J. 1802 wurde das Kloster säcularisiert.
Die wertlose Fundatio monasterii Koenigsdorf prope Coloniam (17. Jh.) Brüssel Bibl. royale nr. 8565 (van den Gheyn 6, S. 23 nr. 3612) bei P. Wigand, Wetzlarsche Beitr. 2, 1845, 117.
Reihenfolge der Äbtissinnen, Priorinnen und Prioren des Nonnenklosters in Königsdorf
1. A. ..., 1259
2. Methildis, 1308-1316
3. Christina, 1330-1340
4. Gertrudis, 1355-1358
5. Leysmute (Demude), 1365-1372
6. Catharina v. Ire (Yr), 1409-1410
7. Mettel v. Vischenich, 1465
8. Eva v. Troistorp, 1480-1510
9. Gertrud v. Broich gen. Dulcken, 1514-1523
10. Mechtildis v. Wehtenberch
11. Wilhelma v. Vischenich, 1538-1546, starb den 21. Juli, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
12. Agnes Raitz v. Frenz, 1565, starb den 21. August, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
13. Anna v. Bergh gen. Trips, 1575-1606, starb den 25. Januar, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
14. Margaretha Lulsdorf, 1607, starb den 9. Mai, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
15. Margaretha v. Hochsleden, 1612, starb den 27. Januar, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
16. Magdal. v. Scheidt gen. Weschpenning, 1613-1638, starb den 8. April, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
17. Margar. Elisabeth v. Schiderich, 1639-1665, starb den 3. Juni, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
18. Johanna Christina v. Ritz zu Etgendorf, 1665-1676, starb den 13. Dezember, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
19. Anna Maria Cathar v. Frenz, 1677-1697, starb den 9. Mai, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
20. Johanna Magdalena v. Hall, 1704, starb den 19. Mai, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
21. Eleonora Margar. v. Scharenberg, 1704-1739, starb den 9. Dezember, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
22. Maria Justian v. Kessel, 1740-1773, starb den 3. März, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
23. Magdalena v. Gulich, 1787-1788
24. Justina Preysing, 1794-1802
1. Christina v. Broich, 1510-1514
2. Margar. v. Waltmanthusen, 1538-1546
3. Magdalena v. Gimnich, 1565
4. Magdalena v. Beyssel, 1575
5. Agnes v. Eynatten, 1614-1657, starb den 27. Juni, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
6. Margaretha v. Hüchelhoven, 1652-1667, starb den 14. September, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
7. Maria Odilia v. Quaedt, 1655-1667, starb den 27. August, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
8. Johanna Maria Mechtildis v. Siegenhoven, 1676-1721, starb den 9. Februar, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
9. Catharina Agnes v. Uller, 1736-1743, starb den 11. November, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
10. Aloysia Magdal. v. Bronckhorst, 1751-1768, starb den 21. Januar, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
11. Rosa Scholastica Copons, 1800
Namen der Prioren:
1. Lutger v. Meurs, 1525
2. Johann v. Meurs, 1531-1546
3. Simon Stolsberg, 1648, starb den 5. November, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
4. Ambrosius Steingens, 1671-1703, starb den 24. November, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
5. Wolphelm Sittard, 1687-1700, starb den 11. August, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
6. Liebler, 1706
7. Udo Ittem, 1729
8. Gregorius Kaichmann, starb den 12. Juni, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
9. Mathaeus Engels, 1737
10. Servatius Vorst, 1745-1771, starb den 12. März, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)
11. P. Maus, 1768-1782
12. G. Hostes, 1782-1800
13. C. Custodis, 1800-1802
Königsdorf
Gem. Großkönigsdorf, Kr. Köln Ld. Benediktinerinnen vor 1136-1802.
Lit.:
Kunstdenkm. IV 1, 1897, 141 f.; Hdb. ED Köln 25, 1958, 506; P. Ropertz, Quellen und Beiträge zur Gesch. der Benediktiner-Abtei des hl. Vitus in M. Gladbach, 1877, 330 f. (Liste der Prioren): Rosellen, Dek. Brühl, 1887, 170 (Gesch. Pfarreien ED Köln 6); Hilliger (Rhein. Urbare 1, 1902, 639); Semmler, Klosterreform, 1959, 159 ff.
Heinz Wolter: Frühgeschichte des Klosters Königsdorf, in: Jb. des kölnischen Geschichtsvereins 47, 1976, 7-46
In der Univ. Bibl. Bonn (Lv 220) Ablassbrief von 1330 (1329) 16/1.
Im Archiv Hochsteden-Niederzeir Urk. Nr. 99 von 1554 1/10.
Im Stadtarchiv Köln Urk. 19b von 1158 (Mitt. 9, 119; Ausw. 158,2) Kopiar des 17./18. Jhs.
In der Bibl. Nat. zu Paris 2 Urk. von 1159 23/5 u. 1301 10/4 (Knipping, Niederrhein. Archivalien Nr. 10 u. 74)
Im Fürstl. Bentheimschen Archiv zu Rheda Urk. 428 von 1580 1/5.
Zur Ergänzung s. Kurköln, Geistl. 433 Pensionierung der Äbtissin von Gülich 1797.
Die (wertlose) Fundatio mon. Königsdorf des 17. Jhs. (Brüssel, Bibl. Royale 8564-81, van den Gheyn 6 Nr. 3612; Druck P. Wigand, Wetzlarsche Beitr. 2, 1845, 117).
In New York, The Libr. of Rev. Anno C. Gaebelein Hs. Joh. Campensis, Psaltorum paraphrastica interpretata (erw. Agnes v. Eynatten, priorissa; Catherina v. E; Beichtvater Gerh. Khamis 1626 (de Ricci 2, 1672 nr. 9)) .
UeberschriftUeber die Begründung des Nonnenklosters Königsdorf, an der Straße von Gr. Königsdorf nach Bergheim gelegen, ist uns keine Nachricht erhalten. Die älteste Urkunde desselben vom J. 1136 (1.), worin Bruno II, Erzbischof von Cöln, das Kloster unter seinen Schutz nimmt (sub beati Petri patrocinium suscepimus et, quicquid iuste possidet, sub alas nostre defensionis colligimus); macht es wahrscheinlich, daß das Kloster in jenem Jahre oder nicht viel früher gegründet worden ist und zwar, wie kaum zu bezweifeln, von der Abtei S. Pantaleon in Cöln aus. Wie dieses ist es dem heiligen Pantaleon geweiht (1.), wie dieses der Benedictinerregel unterworfen (18.25 u. A.). Der Abt von Pantaleon übt über das Kloster Aufsichtsrechte aus (1.29.) und giebt allen Urkunden, welche Eigenthumsverhältnisse des Klosters betreffen, durch sein Siegel rechtliche Sanktion. Dies Verhältniß zum Pantaleonkloster hat bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts bestanden. Zwar begegnen wir im J. 1318 einer Urkunde (27.), an der das äbtliche Siegel nicht angehängt gewesen ist, doch noch im J. 1330 ermahnt der Abt die ihm untergebenen Conventualinnen zu Königsdorf, die Vertheilung der Klostergefälle nicht eher vorzunehmen, als bis die Schulden bezahlt wären. Seit dem J. 1355 verschwinden die Äbte von Pantaleon aus unsern Urkunden gänzlich. Daß eine Auseinandersetzung irgendwelcher Art in dieser Zeit stattgefunden hat, ersehen wir besonders aus einer Vergleichung der Urkunden 29 und 34. Während nämlich in der ersteren in einem Pachtkontrakte für den Fall entstehender Streitigkeiten der zeitweilige Abt von Pantaleon als Schiedsmann angenommen wird, hat die letztere, die nichts weiter als eine Erneuerung jenes Pachtvertrages ist, einen weltlichen Schiedsmann an die Stelle gesetzt.Nur selten treten in späterer Zeit die Äbte von Brauweiler und Gladbach als Patrone auf, Regel wurde es vielmehr, daß Ordensbrüder aus den genannten Klöstern, besonders aus Gladbach, Rentmeister oder Prioren genannt, die Geschäfte des Klosters leiteten.Die ältesten Besitzungen des Klosters in Gr. Königsdorf, Lich, Conraderhof, Rode, Widdendorf, Thorr, Oberembt, Boisdorf, Süchteln und Born sind höchstwahrscheinlich Schenkungen des Pantaleonklosters, das in dieser Gegend stark begütert war, wie dies der Abt von dem Zehnten aus der Kirche zu Born ausdrücklich bezeugt (7.). Doch nur die Besitzungen in Königsdorf (c. 270 Morgen), Conraderhof (345 Morgen) und Oberembt (128 Morgen) haben für das Kloster dauernde Bedeutung erlangt, während es die übrigen bald verloren zu haben scheint. Dagegen dehnte es seinen Grundbesitz durch Kauf, Schenkungen und Pfandschaften mehr nach Westen, Norden und Süden aus, während im Osten die Nähe der Cölnischen Abteien und Stifte ein Vordringen unmöglich machten. Die wichtigsten Acquisitionen waren der Hof in Kerpen mit 60 Tagewerk Landes, in Hücheln 396 Morgen, 2 Höfe in Boisdorf, von denen der eine 45 3/4 Morgen groß, der Stacherhof in Ahe und die Wiesen in Kenten (38 1/4 Morgen). Weniger bedeutend waren die Besitzungen in Bergheim, Dansweiler, Eschermühle, Fliesteden, Götzenkirchen, Gymnich, Heppendorf, Horrem, Ichendorf, Lövenich, Nauenhof, Sindorf, Sinteren und Usdorf. Auf die Erhaltung seiner Weingärten in Lengsdorf und Duisdorf im Kreise Bonn legte es trotz der weiten Entfernung großen Werth, während es den viel wichtigeren Besitz des Metternicher Hofes in demselben Kreise leichtfertig aufgab. Unter den Häusern, die das Kloster in Cöln besaß, scheint besonders der "Königsdorfer Hof", gegenüber dem Reinoldskloster, als Absteigequartier der Äbtissinnen gedient zu haben.Zu einer größeren Bedeutung scheint unser Kloster niemals gelangt zu sein, da die geschichtlichen Quellen von demselben wenig oder gar keine Notiz nehmen. Den bescheideneren Titel "Meisterin" führten die Vorsteherinnen des Klosters bis zum Beginne des 17. Jahrhunderts und vertauschten ihn dann erst mit dem gebräuchlicheren Titel "Äbtissin". Auf eine solche untergeordnete Stellung deutet vielleicht auch der Umstand hin, daß die Äbtissin Christina sich im Jahre 1340 dei pietate und nicht dei gratia magistra nennt (29.) Doch dürfen wir die Bestimmung des Klosters, nur Töchtern edler Geschlechter Aufnahme zu gewähren, schon für die ältesten Zeiten annehmen, wenngleich sie erst im 17. Jahrhundert urkundlich beglaubigt erscheint.Ueber die innere Organisation und das kirchliche Leben des Klosters fehlt uns jede Nachricht. Die Klosterkirche, dem H. Pantaleon und der Jungfrau Maria geweiht (8.), gewöhnlich aber schlechtweg Marienkirche genannt (von 13 ab), wird im J. 1493 mit zwei neuen Altären ausgestattet und mit einem Ablasse begnadigt (49). Demselben Jahre gehört auch die Bestätigung einer Bruderschaft an, wenngleich Klosterbrüder schon seit dem J. 1280 (20) vereinzelt erwähnt werden. Den Bau einer neuen Kapelle erfahren wir aus der Urkunde 87 (1671.)Im J. 1802 wurde das Kloster säcularisiert.Die wertlose Fundatio monasterii Koenigsdorf prope Coloniam (17. Jh.) Brüssel Bibl. royale nr. 8565 (van den Gheyn 6, S. 23 nr. 3612) bei P. Wigand, Wetzlarsche Beitr. 2, 1845, 117.Reihenfolge der Äbtissinnen, Priorinnen und Prioren des Nonnenklosters in Königsdorf1. A. ..., 12592. Methildis, 1308-13163. Christina, 1330-13404. Gertrudis, 1355-13585. Leysmute (Demude), 1365-13726. Catharina v. Ire (Yr), 1409-14107. Mettel v. Vischenich, 14658. Eva v. Troistorp, 1480-15109. Gertrud v. Broich gen. Dulcken, 1514-152310. Mechtildis v. Wehtenberch11. Wilhelma v. Vischenich, 1538-1546, starb den 21. Juli, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)12. Agnes Raitz v. Frenz, 1565, starb den 21. August, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)13. Anna v. Bergh gen. Trips, 1575-1606, starb den 25. Januar, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)14. Margaretha Lulsdorf, 1607, starb den 9. Mai, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)15. Margaretha v. Hochsleden, 1612, starb den 27. Januar, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)16. Magdal. v. Scheidt gen. Weschpenning, 1613-1638, starb den 8. April, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)17. Margar. Elisabeth v. Schiderich, 1639-1665, starb den 3. Juni, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)18. Johanna Christina v. Ritz zu Etgendorf, 1665-1676, starb den 13. Dezember, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)19. Anna Maria Cathar v. Frenz, 1677-1697, starb den 9. Mai, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)20. Johanna Magdalena v. Hall, 1704, starb den 19. Mai, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)21. Eleonora Margar. v. Scharenberg, 1704-1739, starb den 9. Dezember, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)22. Maria Justian v. Kessel, 1740-1773, starb den 3. März, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)23. Magdalena v. Gulich, 1787-178824. Justina Preysing, 1794-18021. Christina v. Broich, 1510-15142. Margar. v. Waltmanthusen, 1538-15463. Magdalena v. Gimnich, 15654. Magdalena v. Beyssel, 15755. Agnes v. Eynatten, 1614-1657, starb den 27. Juni, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)6. Margaretha v. Hüchelhoven, 1652-1667, starb den 14. September, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)7. Maria Odilia v. Quaedt, 1655-1667, starb den 27. August, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)8. Johanna Maria Mechtildis v. Siegenhoven, 1676-1721, starb den 9. Februar, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)9. Catharina Agnes v. Uller, 1736-1743, starb den 11. November, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)10. Aloysia Magdal. v. Bronckhorst, 1751-1768, starb den 21. Januar, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)11. Rosa Scholastica Copons, 1800Namen der Prioren:1. Lutger v. Meurs, 15252. Johann v. Meurs, 1531-15463. Simon Stolsberg, 1648, starb den 5. November, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)4. Ambrosius Steingens, 1671-1703, starb den 24. November, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)5. Wolphelm Sittard, 1687-1700, starb den 11. August, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)6. Liebler, 17067. Udo Ittem, 17298. Gregorius Kaichmann, starb den 12. Juni, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)9. Mathaeus Engels, 173710. Servatius Vorst, 1745-1771, starb den 12. März, laut Necrologium gladbacense in AHVN 8 (1860)11. P. Maus, 1768-178212. G. Hostes, 1782-180013. C. Custodis, 1800-1802 KönigsdorfGem. Großkönigsdorf, Kr. Köln Ld. Benediktinerinnen vor 1136-1802.Lit.:Kunstdenkm. IV 1, 1897, 141 f.; Hdb. ED Köln 25, 1958, 506; P. Ropertz, Quellen und Beiträge zur Gesch. der Benediktiner-Abtei des hl. Vitus in M. Gladbach, 1877, 330 f. (Liste der Prioren): Rosellen, Dek. Brühl, 1887, 170 (Gesch. Pfarreien ED Köln 6); Hilliger (Rhein. Urbare 1, 1902, 639); Semmler, Klosterreform, 1959, 159 ff.Heinz Wolter: Frühgeschichte des Klosters Königsdorf, in: Jb. des kölnischen Geschichtsvereins 47, 1976, 7-46In der Univ. Bibl. Bonn (Lv 220) Ablassbrief von 1330 (1329) 16/1.Im Archiv Hochsteden-Niederzeir Urk. Nr. 99 von 1554 1/10.Im Stadtarchiv Köln Urk. 19b von 1158 (Mitt. 9, 119; Ausw. 158,2) Kopiar des 17./18. Jhs.In der Bibl. Nat. zu Paris 2 Urk. von 1159 23/5 u. 1301 10/4 (Knipping, Niederrhein. Archivalien Nr. 10 u. 74)Im Fürstl. Bentheimschen Archiv zu Rheda Urk. 428 von 1580 1/5.Zur Ergänzung s. Kurköln, Geistl. 433 Pensionierung der Äbtissin von Gülich 1797.Die (wertlose) Fundatio mon. Königsdorf des 17. Jhs. (Brüssel, Bibl. Royale 8564-81, van den Gheyn 6 Nr. 3612; Druck P. Wigand, Wetzlarsche Beitr. 2, 1845, 117).In New York, The Libr. of Rev. Anno C. Gaebelein Hs. Joh. Campensis, Psaltorum paraphrastica interpretata (erw. Agnes v. Eynatten, priorissa; Catherina v. E; Beichtvater Gerh. Khamis 1626 (de Ricci 2, 1672 nr. 9)) .

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