Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.3. Herrschaften
1.3.2. N - Z
1.3.2.7. Schleiden
Schleiden, Urkunden AA 0615
110.28.00 Reichsgrafschaft Schleiden (DFG-gefördert)
Permalink des Findbuchs


Signatur : 110.28.00

Name : Reichsgrafschaft Schleiden

Beschreibung :
Schleiden

Kr. Schleiden. Grafschaft. "Sie liegt in der Eiffel, und ist von den Herzogthümern Jülich und Luxemburg, und einigen kleinen Herrschaften umgeben. Ihre ehemaligen Grafen starben im fünfzehnten Jahrhundert aus, worauf sie mit einer gräflich-schleidischen Tochter an Grafen Dietrich von Manderscheid kam, den K. Karl V. (1546 November 19) anhielt, diese Grafschaft, welche sonst ein Reichslehen gewesen, von den Herzogthum Luxemburg zu Lehn zu nehmen ... Als des vorhin gedachten Grafen zu Manderscheidt Linie erlosch, kam die Grafschaft 1593 mit des letzten Grafen Schwester an Graf Philipp von der Mark, welches Haus sie noch besitzt, und wegen derselben auf den westphälischen Kreistagen Sitz und Stimme hat (wozu es 1713 von neuem aufgenommen worden), auch ein Mitglied des westphälischen Reichsgrafen - Collegiums ist ... Luxemburg hat im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert zu unterschiedlichen malen die Landeshoheit über Schleiden ausgeübet, und die Grafen von der Mark haben dagegen den Schutz des Reichs vergeblich angefleht. Anjetzt muß die Grafschaft wirklich die luxemburgische Landeshoheit erkennen. Mit der einzigen Tochter des Grafen von der Mark, hat derselben Gemahl der Herzog von Aremberg das Erbrecht zu der Grafschaft bekommen.

Zu derselben gehören Schleiden, ein Flecken, einige kleine Dörfer, an welchen die benachbarte jülichische Herrschaft Drimborn Antheil hat, und einige einzelne Höfe" (s. Büsching, Erdbeschreibung 6, 1790, S. 493 f.).

Retrokonversion des analogen Findbuches: Rheinisches GeschichtsKontor Klein Oesl Opheys GbR, Alfter, 2010 - Abschließende Kontrolle und Überarbeitung: Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, August 2013.
Schleiden Kr. Schleiden. Grafschaft. "Sie liegt in der Eiffel, und ist von den Herzogthümern Jülich und Luxemburg, und einigen kleinen Herrschaften umgeben. Ihre ehemaligen Grafen starben im fünfzehnten Jahrhundert aus, worauf sie mit einer gräflich-schleidischen Tochter an Grafen Dietrich von Manderscheid kam, den K. Karl V. (1546 November 19) anhielt, diese Grafschaft, welche sonst ein Reichslehen gewesen, von den Herzogthum Luxemburg zu Lehn zu nehmen ... Als des vorhin gedachten Grafen zu Manderscheidt Linie erlosch, kam die Grafschaft 1593 mit des letzten Grafen Schwester an Graf Philipp von der Mark, welches Haus sie noch besitzt, und wegen derselben auf den westphälischen Kreistagen Sitz und Stimme hat (wozu es 1713 von neuem aufgenommen worden), auch ein Mitglied des westphälischen Reichsgrafen - Collegiums ist ... Luxemburg hat im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert zu unterschiedlichen malen die Landeshoheit über Schleiden ausgeübet, und die Grafen von der Mark haben dagegen den Schutz des Reichs vergeblich angefleht. Anjetzt muß die Grafschaft wirklich die luxemburgische Landeshoheit erkennen. Mit der einzigen Tochter des Grafen von der Mark, hat derselben Gemahl der Herzog von Aremberg das Erbrecht zu der Grafschaft bekommen.Zu derselben gehören Schleiden, ein Flecken, einige kleine Dörfer, an welchen die benachbarte jülichische Herrschaft Drimborn Antheil hat, und einige einzelne Höfe" (s. Büsching, Erdbeschreibung 6, 1790, S. 493 f.). Retrokonversion des analogen Findbuches: Rheinisches GeschichtsKontor Klein Oesl Opheys GbR, Alfter, 2010 - Abschließende Kontrolle und Überarbeitung: Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, August 2013.

Literatur :
Beschreibung von 1756 s. Akten Nr. 30; vgl. ferner Schannat-Bärsch, Eiflia illustrata 3, 1, 1852, S. 116 ff.; Fabricius, Erl. 2, S. 33 f., Nr. 431-357, und S. 47Kunstdenkmäler XI 2, Kr. Schleiden 1932, S. 320 ff., bes. S. 487 ff. (dort auch die Deduktionen über die Reichsstandschaft 1713-1743 u. die Quellen); Heimatchronik des Kreises Schleiden, hg. v. H. Neu, 1954, S. 289 f. (Literatur); Jos. Janssen, Das mittelalterliche Schleiden, 1927; W. Günther, Die Reformation und der Kampf um ihren Bestand in der Nordeifel, 1933; A. J. Janssen, Im Blutbann des Schleidener Löwen, in: Heimatkalender für den Kreis Schleiden, 1959, S. 115 ff.Über das arenberg. Archiv in Schleiden (in 1914 nach Brüssel gebracht), s. Tille 3, S. 54 ff, bes. S. 66 ff. - s.a. P. Ruppert, Les archives du Grand-Duché de Luxembourg, 1910, 18 und die dortigen Hinweise auf Publ. de la Sect. Hist. du Grand Duché de L. 16, 1860, 201 und 46, 1898; J. et Pl. Lefèvre. Inv. Des archives du Conseil des Finances (Brüssel, Alg. Rijksarchief), 1938, S. 116, Nr. 4167/68 (1731-1749, 1753-1762) - Zum Material des Alg. Rijksarchiefs Brüssel, Jointe des terres contestées Nr. 640-650 vgl. E. Hélin, J. Grauwels u. M. R. Thielemans, Inventaire des Archives de la Jointe des terres contestées, Brüssel 1952, S. 47

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