Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.2. Geistliche Institute
1.2.2. E - H
1.2.2.16. Gräfrath
Gräfrath, Urkunden AA 0284
120.91.00 Kloster Gräfrath
Permalink des Findbuchs


Signatur : 120.91.00

Name : Kloster Gräfrath

Beschreibung :
Literatur- und Quellenhinweise
Stadt Solingen. Augustinerinnen, später adeliges Damenstift 1185- 1803.
Literatur: Kunstdenkmäler, 2, III, 1894, 93 ff.; Bär, Zss. Nr. 13837- 13841; Handbuch des Erzbistums Köln, 25, 1958, 663 f.; W. Benner u. K. Bremes, Zur Geschichte der Stadt Gräfrath, 1929; K. Heuser, War Gisela die erste Meisterin o. Priorin? (Die Heimat, Beilage zum Solinger Tageblatt, 1967, Nrn. 6 und 7).
Im katholischen Pfarrarchiv Solingen- Gräfrath: eine Urkunde von [4. Januar] 1425 (in Abschrift des 18. Jahrhunderts) betr. die Katharinenvikarie; Nrn. 3- 5 und 8- 11: Akten betr. den Zehnten zu Diepensiepen, 1635- 1803 (1815), Nr. 12: Hellenbroicher Mühle, 17. Jahrhundert (vgl. H. Pohl, Die Heimat Solingen, 12, 1936, S. 58; [und zum Kierenhof zu Langel: Unser Porz 7, 1965, S. 72 ff.]).
Im Kath. Pfarrarchiv Solingen- Wald befinden sich ca. 50 Urkunden (1295- 1785) der Katharinenvikarie. Desgleichen Nr. 61: Kopiar (1373- 1529), Nr. 63: Einkünfteregister 17./ 18. Jahrhundert, Nrn. 65- 66: Hof und Mühle zur der großen Ehren, 1813 ff., Nr. 67: Miracula der Katharinenreliquie, Urkunden (1312- 1323) in Abschrift des 17. Jahrhunderts (vgl. H.J. Floss, Geschichtliche Nachrichten über die Aachener Heiligthümer, 1855, S. 390 ff., Nr. 68: Päpstliche Ablassbriefe 1589, 1624 und Nr. 70: Archivinventar des Klosters, 1668.
Im Landesarchiv Koblenz, Abt. 701/95 (Depositum des Augustagymnasiums Koblenz) sind vorhanden: Nr. 34: Statuten und Gesetz der geistlichen susteren zu Greverade sent Augustinsordens, 15. Jahrhundert.
Im Stadtarchiv Wuppertal: zwei Urkunden von 1356 und 1488 betr. Vohwinkel (siehe Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 12 (..) S. 243 ff.).
Weiteres insbes. betr. die Sammlung Redinghoven: siehe Kunstdenkmäler, 2, III, 93.
Vgl. über die Catharina- Reliquien: Floß, Die Aachener Heiligtümer, S. 158 ff und 390 ff.. Die Legende der B. Catharina von Hückeswagen in: Gelenii Farragines, XI, 345-346; ebd. V, 86, Miracula, 1312. Vgl. auch Redinghoven: [Hss]. N I 6, P[..] V, Nr. 7
Einleitung des alten Findbuchs
Das Frauenstift zu Vilich bei Bonn besaß in der Grafschaft Berg ein ansehnliches Gut mit einer Kapelle, wo die heilige Jungfrau von den Gläubigen anläßlich von Wundern verehrt wurde. Diese Zeichen erweckten den frommen Sinn der Abtissin Elisabeth von Vilich, welche 1185, indem sie ihr Stift durch Weingüter entschädigte, die Villa Gräfrath mit ihrer Kapelle zu einem weiblichen Kloster weihte, und deshalb die Kapelle aus dem Sprengel der, von der Abtei Deutz abhängigen Pfarrkirche zu Wald ausheben ließ, welche später gänzlich dem Kloster einverleibt wurde. Die Erzbischöfe von Köln aus dem gräflichen Hause Berg, die ältere Dynastenfamilie von Hengebach, von Hückeswagen u.s.w. schenkten große Güter, Zehnten und Patronate, und die Klostergesellschaft mehrte sich so, daß schon Erzbischof Engelbert (1225 verstorben) die Zahl der Nonnen auf 40 beschränken mußte. Engelbert hatte für seinen Bruder Adolf, während dieser in Palestina stritt, die Grafschaft Berg verwaltet. Adolf fiel und Engelbert schenkte zum Seelengedächtnisse seines Bruders, dem Kloster einen Hof bei Mündelheim in eben dem Jahre, als er durch seinen Neffen Friedrich von Isenburg erschlagen ward. Graf Adolf von Berg, welcher sich 1288 in der berühmten Schlacht bei Worringen durchsetzte und den Erzbischof Siegfried von Köln zum Gefangenen machte, wurde hier beerdigt, weshalb seine Nachfolger das Kloster mit vielfachen Freiheiten und Gaben zu einer Gedächtnisfeier beschenkten.
Das Findbuch wurde 2006 von Frau Dandyk in eine Textdatei geschrieben und anschließend von Dr. Richter retrokonvertiert, wobei kleinere Korrekturen sowie Vereinheitlichungen an Sprache und formaler Gestaltung vorgenommen wurden. Gleichwohl ist das Findmittel zur Zeit in Teilen nur bedingt nutzbar: Umfangreiche Prüfungen, wofür sicher mitunter die Archivalieneinsicht erforderlich sein wird, und Ergänzungen, bes. hinsichtlich der angeführten Literatur sowie der aus den Quellen übernommenen Datumsangaben, stehen noch aus. Diese Arbeiten konnten nicht im Rahmen der Retrokonversion durchgeführt werden. Dr. Richter, # 2006


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