Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.4. Reichsbehörden
1.4.1. Reichskammergericht
Reichskammergericht AA 0627
115.05.02 Reichskammergericht, Teil II, C-D
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1648 - 1649 (1646 - 1650)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Schloß Linzenich mit den dazu gehörenden Gütern. 1646 hatte Johann Adolf von Schwarzenberg das Schloß an Arnold Düssel verkauft. Dorothea, Gräfin von Croy, focht den Kauf an, indem sie aufgrund der nahen Verwandtschaft zum Verkäufer (sie war seine Cousine über ihre Mütter) und der Tatsache, daß sie die nächste Blutsverwandte war, für sich ein Vorkaufsrecht (Beschuddung) in Anspruch nahm. Da ihr der Originalkaufbrief vorenthalten wurde und sie den Kaufpreis nicht kannte, bot sie 15.600 Rtlr. für die umstrittenen Güter, die sie in bar beim Schultheißen und den Schöffen von Jülich hinterlegte. Das Gut blieb im Besitz der Familie Düssel.

Aktenzeichen : D 812/2072

Enthaeltvermerke : Kläger: Arnold Düssel, Vogt des Amts Jülich, und Konsorten: sein Bruder Lic. Thomas Düssel, kurfürstl. köln. Geheimer Rat, und Dr. Johann Peter Quentell, (Bekl.)
Beklagter: Dorothea von Rollingen zu Meilberg und Wolmeringen (Walmeringern), Gräfin von Croy, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Albrecht (1648)
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Bernhard Henningh (1649)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1647 - 2. RKG 1648 - 1649 (1646 - 1650)
Beweismittel: Bd.II: Abstammung der Dorothea Gäfin von Croy (S. 13-16). Auszug aus dem Kaufbrief vom 1. Dez. 1648 (S. 226 - 231). Genealogie Paland-Rollingen-Schwarzenberg (S. 317, 882). Genealogie Wolf Metternich zu Aldenrath-Schwarzenberg (S. 446).
Beschreibung: 2 Bde.; 18,5 cm, 1057 Bl.; Bd. I: 2,5 cm, 67 Bl. lose; Q 1 - 5, Beilagen 1649/1650; Bd. II: 16 cm, 1980 Seiten = 990 Bl., gebunden (Priora).



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