Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.4. Reichsbehörden
1.4.1. Reichskammergericht
Reichskammergericht AA 0627
115.05.03 Reichskammergericht, Teil III, E-G
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1636 - 1650 (1606 - 1650)
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Streit um einen Kaufvertrag von 1606, als Adolph von Gymnich, Amtmann von Brauweiler (Kr. Köln), und sein Sohn Werner ihr Allodialgut Schloß Linzenich (Kr. Jülich) mit allen Liegenschaften und Rechten für 31800 kölnische Taler an den Grafen Adam von Schwarzenberg unter der Bedingung verkauft haben, daß der Käufer an Bernhard Quadt von Landskron zu Flamersheim (Kr. Euskirchen), Witwer der Reinera von Hatzfeld, und an Arnold von Binsfeld zu Nideggen, Witwer der Katharina von Hatzfeld, beide Schwestern der Anna von Hatzfeld, der verst. Gattin des Adolph von Gymnich, deren Erbanteil von insgesamt 11800 kölnischen Talern auszahlt. 19400 kölnische Taler hat der Käufer an die Verkäufer tatsächlich bezahlt. Als der Käufer vor der 1. Instanz Margaretha Rolman von Dattenberg, die Witwe des Werner von Gymnich, wegen Nichterfüllung des Kaufvertrags (es ging um Landvermessungen) verklagte, erhob diese namens ihrer unmündigen Söhne Adolph und Werner von Gymnich gegen den Instanzenkläger Anspruch auf die Auszahlung von rückständigen 800 kölnischen Talern nebst Zinsen seit 1606. Die nunmehrigen Appellanten berufen sich vom einem Urteil der 3. Instanz vom 30. März 1635, wodurch die Interlokute der 2. Instanz und damit auch die der 1. Instanz bestätigt wurden, an das RKG.

Aktenzeichen : G 586/1811

Enthaeltvermerke : Kläger: Adolf Erpell, Bürger zu Köln, als „kriegischer“ Vormund ( „curator ad litem“) der minderjährigen Kinder des verst. Werner von und zu Gymnich, mit Namen Adolph und Werner von Gymnich, (Bekl.)
Beklagter: Graf Adam von Schwarzenberg (Schwartzenburg) zu Gimborn (Oberbergischer Kr.), Ritter des kgl. Ordens St. Michael in Frankreich, Kammerherr des Erzherzogs Matthias von Österreich, Meister des Johanniterordens in der Mark, Sachsen, Pommern und Wendland, kurbrandenburgischer Geheimer Rat und Oberkämmerer, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Henrich Eylinck 1637 - Dr. Lukas Goll (1640)
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Jodocus Faber 1636 - Dr. Jonas Eucharius Erhardt (1636)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kommissar (Dr. Andreas ther Laen von Lennep) des Offizialatgerichts 1616/1617 - 1629 - 2. Kommissare (Lic. Philipp Lüttringhausen und Dr. Kaspar Lubber) des Offizialatgerichts 1629 - 1631 - 3. Offizial des geistlichen Hofgerichts zu Köln/ Offizialatgericht 1631 - 1636 - 4. RKG 1636 - 1650 (1606 - 1650)
Beweismittel: Kaufvertrag von 1606; Register der Liegenschaften mit ihren Gefällen 1606; Vertrag zwischen dem Grafen Adam von Schwarzenberg und Bernhard Quadt von Landkron zu Flamersheim über die Erbauszahlung der verst. Reinera von Hatzfeldt, Gattin des Bernhard Quadt, gemäß einem „magschied“ von 1567, insbesondere über die Geldwertumrechnungen von 1606; Schuldschein des Appellaten von 1606 (in Q 8). RKG-(Bei-)Urteile vom 21. Nov. 1636 und 10. Dez. 1640 (Prot.).
Beschreibung: 5,5 cm, 197 Bl., lose; Q 1 - 11, 2 Beilagen prod. 10. März 1640 und vom 4. Juli 1650, Q 8 (Priora) in lateinischer Sprache.



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