Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.4. Reichsbehörden
1.4.1. Reichskammergericht
Reichskammergericht AA 0627
115.05.01 Reichskammergericht, Teil I, A-B
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(1632-1635)
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Es liegen lediglich die unquadrangulierten Einwände der Beklagten gegen die Zulässigkeit des Mandates vor. Demnach handelte es sich um einen Streit um das Erbe des Bruders (bzw. Onkels) beider Parteien, Thomas Beywegh, nämlich besonders das Haus gegenüber der Augustinerkirche, das Haus am Königspförtchen bei St. Mariengraden, das Füchschen in der Großen Witschgasse sowie das gebenüberliegende Haus, 3 nebeneinanderliegende Häuschen in der Böselsgasse (hinter der Holzgasse), die Häuser in der Vollerstraße (Follergäßchen, der heutige Weichserhof?) sowie in der Weberstraße, alle in Köln; der Hof zu Ryfert (Riverden) bei Zons und Ländereien in Horrem (Kr. Grevenbroich) sowie die Höfe Großen- und Kleinen-Keeßkorff (jül. Amt Kaster); der Hof zu Niederzündorf am Rhein (Rheinisch-Bergischer Kr.); die Höfe zu Weiß und Sürth am Rhein (Kr. Köln); der Hof zu Lanzerath bei Neuss und der Schwarzenburger Hof in der kurköln. Herrschaft Friesheim (Kr. Euskirchen). Die Klägerin hatte offenbar Schutz gegen Eingriffe in ihren vorläufigen Besitz (possessio) der Erbgüter verlangt, während die Beklagten erklären, lediglich solche Rechtsakte vorgenommen zu haben, die zur Konservierung ihres beim Tod des Erblassers bestehenden Rechtsstandes notwendig und üblich seien. Sie bestreiten die Zulässigkeit des RKG-Verfahrens, da um die Possession des Besitzes bereits an allen für den Besitz zuständigen Gerichten (Bürgermeister und Rat der Stadt Köln, jül.-berg. Reg., kurköln. Offizial) Verfahren anhängig seien.

Aktenzeichen : B 475a/2355

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna geb. Beiwegh (Beyweg), Witwe des Kölner Bürgermeisters Melchior Gail (Geil), (Kl.)
Beklagter: Peter (ihr Bruder) und Johann Marx (Sohn ihres Bruders Markus) Beiwegh, (Bekl.)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Eiling 1633 - Dr. Georg Sartorius 1634
Prozeßart: Mandati manutenentiae possessionis cum clausula
Instanzen: RKG ?-? (1632-1635)
Beweismittel: Testament des Junkers Thomas (v.) Beiwegh, 1632, worin er seinen Bruder Peter und seinen Neffen (Vetter) Johann Marx Beiwegh zu gleichen Teilen als Erben eingesetzt, seiner Schwester Anna nur 25 Goldgulden vermacht hatte (9-14).
Beschreibung: 1,5 cm, 45 Bl., lose; kein Prot., 13 unquadrangulierte Aktenstücke prod 10. Nov. 1635. Das Bruchstück trug vor der Neuverzeichnung die Signatur B 475/2355, war aber nicht im Findbuch eingetragen. Davor trug es die Signatur Nachträge G 7. Da auch der im StadtA. Köln deponierte Prozeß Andreas und Johann Marx Beiwegh Erben ./. Kaspar von Gail, 1658, die Signatur B 475/2355 trägt, wurde sie bei der Neuverzeichnung in B 475a/2355 geändert.



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