Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
4. Nichtstaatliches und nichtschriftliches Archivgut
4.3. Juristische Personen des öffentlichen Rechts
4.3.2. Städte und Gemeinden
4.3.2.1. A - L
Bonn, Stadt RW 1006
130.05.00 Bonn, Stadt
Permalink des Findbuchs


Signatur : RW 1006

Name : Bonn, Stadt RW 1006

Beschreibung :

Einleitung :

Die Abschrift und Zusammenführung der handschriftlichen Findbücher 130.05.1 "Stadt Bonn, Depositum" (= Akten) und 130.05.2 "Bonn, Urkunden" in VERA (Retrokonversion) erfolgte im Juni/Juli 2015 durch Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak.

Umfang : 37 Einheiten; 4 Kartons

Verweise :

In Handschriften K V Nr. 1 (Altsignatur: Ms. B 19):

1243 März 18

Erzbischof Conrad von Köln verleiht im Rückblick auf die von Rittern, Schöffen und Volk von Bonn erlittenen Beschädigungen durch feindliche Angriffe der Stadt (oppidum) Bonn Gräben und Mauern sowie die Vergünstigung, nach wie vor ihre Freiheiten und Gewohnheiten nach Schöffenspruch zu genießen mit Vorbehalt des Gerichtes, des Zolles und der Herbstbede von jährlich 100 Mark für sich und seine Nachfolger. Zeugen: Dompropst Conrad, Domdechant Goswin, Propst Gotfrid von Bonn, die Pröpste Arnold von St. Gereon, Heinrich von St. Severin, Lothar von St. Kunibert, Friedrich von Mariengraden, Bruder des Erzbischofs (fratre nostro); die Grafen Heinrich von Sayn, Wilhelm von Jülich, Dietrich von Hostaden (fratruele nostro); die Edelherren Dietrich von Milendunc, Walter von Brunshorn, Gerhard, Vogt von Köln, Marschall Hermann von Alfter, Truchseß Gerhard von Bernsau (-souwe), Schenk Hermann Fleck, Kämmerer Godefrid, Hermann von Vorste, Pannierer, Reynard, Marschall, Lupert, Schultheiß von Neuss, Ritter Godefrid, Ulrich Buc, Kämmerer, Gerhard, Küchenmeister.

Dat. a. d. Milles. ducentesimo XL tercio. XV kal. aprilis pontificatus nostri anno sexto.

Abschrift, Pergament; Bl. 8V-R (1V-R alt)

Druck: Lacomblet, Urkundenbuch Bd. II, Nr. 284

Köln, 1285 März 29

Erzbischof Sifrid von Köln, auf welchen Schöffen und Gemeinde zu Bonn wegen der zwischen ihnen streitigen Zahlung der Herbstbede kompromittiert, entscheidet, dass auch die Schöffen daselbst zu der Bede und den städtischen Lasten mit den Einwohnern der Stadt und ihres, die Weinländereien und Äcker der Stadtbewohner umschließenden Bannbereichs beitragen sollen und gründet sodann neben den Schöffen die Institution eines durch Wahl der angesehensten Glieder der Gemeinde (opidani maiores universitatis) zu bildenden Rates von Zwölfen.

D. Colonie feria quinta proxima post festum annunciationis b. Marie virginis a. d. Mill. CC LXXXV.

Abschrift, Pergament; Bl. 8R-10V (1R-3V alt)

Bonn, 1311 April 19

[s. RW 1006 Nr. Urkunden 1]

Abschrift, Pergament; Bl. 10V-R (3V-R alt)

Druck: Lacomblet, Urkundenbuch Bd. III, Nr. 101

Bonn, 1314 Dezember 5

Erzbischof Heinrich (II.) von Köln verzichtet zugunsten von Schöffen, Rat und Gemeinde zu Bonn gegen eine Rente von jährlich 30 Denaren auf sein bisheriges Recht, alljährlich zu drei Terminen daselbst den Bannwein verkaufen zu lassen (nämlich 15 Tage von Ostern, beziehentlich Johannis und Martini ab), unbeschadet jedoch der Weinverkaufsgerechtsame des Stiftes Bonn und des Klosters Dietkirchen.

D. Bunne in vigilia b. Nicolai episcopi anno domini Millesimo CCC quartodecimo.

Abschrift, Pergament; Bl. 10R-11V (3R-4V alt)

1325 Juli 31

Erzbischof Heinrich (II.) von Köln bestätigt den zwanzig Erbfährberechtigten zu Bonn das Rheinüberschiffungsrecht im bezeichneten Bezirk als Vasallen und gegen Zins und Dienstleistungen.

D. a. d. Millesimo trecentesimo vicesimo quinto in vigilia beati petri ad vincula.

Abschrift, Pergament; Bl. 24R-25V (18R-19V alt)

Godesberg, 1326 September 1

[s. RW 1006 Nr. Urkunden 1]

Abschrift, Pergament; Bl. 11R-12V (4R-5V alt)

1333 Februar 23

Erzbischof Walram von Köln bestätigt und erneuert den Schöffen, Rat und Bürgern zu Bonn alle Rechte, Privilegien, Freiheiten und guten Gewohnheiten, insbesondere die zollfreie Ein- und Ausfuhr ihrer Weine eigener Kreszenz zu Wasser (Rhein) und zu Lande, sowie die gleiche Einfuhr hinsichtlich Holz, Getreide, Heu, Reisern, Stroh, Heringen, Salz und sonstigen Viktualien rheinauf- und -abwärts, überall jedoch die Einfuhr von Kaufmannsware durch Kaufleute ausgeschlossen. Außerdem verleiht derselbe Erzbischof den Bonnern Freiheit von seinem Zoll zu Godesberg.

D. a. d. M CCC tricesimo tercio in vigilia b. Mathie apostoli.

Abschrift, Pergament; Bl. 12V-13V (5V-6V alt)

1335 Oktober 5

Erzbischof Walram von Köln transsumiert und bestätigt das Privilegium Erzbischof Heinrichs (II.) für die Fährvasallen zu Bonn.

D. a. d. Millesimo trecentesimo tricesimo quinto feria quinta post festum b. Remigii.

Abschrift, Pergament; Bl. 25V (19V alt)

Godesberg, 1341 Juni 8

Erzbischof Walram von Köln verordnet mit Rücksicht auf das starke Einströhmen von Webern in die Stadt Bonn und den dadurch entstandenen Mangel an Arbeitern in den Weingärten (da diese sich in den Werkstätten der Weber verdingen), dass die Zahl der das Weberhandwerk ausübenden Personen beiderlei Geschlechts mit Haushaltungen (domos et familias habentes) jetzt und in Zukunft zwölf nicht übersteigen, jede dieser Personen auch nur allein die sogenannte "gezauwe" als Handwerksinstrument zum Weben im Hause heimlich und öffentlich halten dürfe, bei Strafe von 24 Mark.

D. Gudesberg anno domini M CCC XL primo feria sexta post octavas penthecostes.

Abschrift, Pergament; Bl. 13R-14V (6R-7V alt)

Bonn, 1341 November 6

Erzbischof Walram von Köln befreit Schöffen, Rat und Gemeinde zu Bonn hinsichtlich ihrer außerhalb der Stadt gelegenen Güter, von welchen bisher Bede oder Zwangssteuer nicht entrichtet wurde, für alle Zeiten von beiden, vorbehaltlich jedoch der Herbstbede einmal jährlich von denjenigen Gütern, aus welchen diese bisher von ihnen gezahlt wird.

Datum Bunne feria tercia proxima post diem Animarum anno domini M CCC quadragesimo primo.

Abschrift, Pergament; Bl. 13V-R (6V-R alt)

Bonn, 1346 November 26

Der römische König Karl (IV.) verleiht der Stadt Bonn Zollfreiheit unter Bestätigung ihrer Privilegien.

D. Bonne die coronationis nostre VI. kal. Decembr. a. d. Mill. trecentesimo quadragesimo sexto.

Abschrift, Pergament; Bl. 21V-22V (15V-16V alt)

1350 November 14

Erzbischof Wilhelm von Köln bestätigt den Schöffen, Bürgermeistern, Rat und Bürgern zu Bonn alle Freiheiten, Rechte, alte Gewohnheiten und Privilegien, die sie von den Erzbischöfen Heinrich, Walram und anderen seiner Vorgänger hergebracht, unter gleichzeitiger Niederschlagung der Schuld- und Brüchtenforderungen von der Judenschaft her, Beschränkung der sonstigen Schuldzahlungen von wegen der Juden zu Bonn, Wiederverleihung der Akzise etc.

... De gegeuen wart in der jair unss heren Dusent druhundert unde vunftzich des neesten sondagis na sente Mertins dage.

Deutsche Urkunde; Abschrift, Pergament; Bl. 14V-R (7V-R alt)

1364 Juli 25

Erzbischof Engelbrecht (III.) von Köln bestätigt die Freiheiten, Rechte, gute Gewohnheiten und Privilegien der Stadt Bonn.

Gegheuen in dem jair uns heren Dusent druhundert seestzich ind vier up sente Jacobs dach des heilgen apostolen.

Deutsche Urkunde; Abschrift, Pergament; Bl. 14R-15V (7R-8V alt)

1367 Januar 23

Erzbischof Cuno von Trier als Koadjutor des Erzbischofs Engelbrecht (III.) von Köln, dem die Stadt Bonn willig gehuldigt, bestätigt derselben alle Freiheiten, Rechte, guten Gewohnheiten und Privilegien.

Gegeuen in dem jair uns heren Dusent druhundert seessich ind seven up saterstag na sente Agneten dag der heilger juncvrauwen.

Deutsche Urkunde; Abschrift, Pergament; Bl. 15V (8V alt)

1371 Juli 4

Erzbischof Friedrich (III.) von Köln bestätigt die Freiheiten, Rechte, guten Gewohnheiten und Privilegien der Stadt Bonn.

Gegeuen in den jare uns heren Dusent druhundert eyn ind seuentzich des neesten vrydages na sent Peters ind Pauwels dage der heilgen apostolen.

Deutsche Urkunde; Abschrift, Pergament; Bl. 15R (8R alt)

1373 Dezember 22

Erzbischof Friedrich (III.) von Köln erlässt einen Schiedsspruch zwischen der Stadt Bonn und dem Cassiusstift daselbst, wodurch diesem die bisher übliche Benutzung einer die Immunität umgebenden Mauer zugesprochen wird.

D. a. a nativitate domini Millesimo trecentesimo septuagesimo tertio mensis Decembris die vicesima secunda.

Abschrift, Pergament; Bl. 15R-19R (9R-13R alt)

Druck: Lacomblet, Archiv Bd. II, S. 91

Bonn, 1377 September 9

Erzbischof Friedrich (III.) von Köln erhöht die alte, wegen steter Münzverschlechterung verminderte Akzise zu Bonn durch Vorschrift eines neuen Hebsatzes für Wein, Brot und Kornfrüchte.

D. Bonne a. d. Millesimo tricentesimo septuagesimo septimo crastino festi conceptionis b. Marie.

Abschrift, Pergament; Bl. 19R-20V (13R-14V alt)

Druck: Lacomblet, Archiv Bd. II, S. 315

1378 April 30

Das Kölner Domkapitel bestätigt die von den Erzbischöfen Heinrich (II.) und Friedrich (III.) der Stadt Bonn hinsichtlich der Akzise erteilten Privilegien unter ausdrücklicher Hervorhebung jedoch, dass die Güter des Domstifts, des Cassiusstifts und des Stifts Dietkirchen allezeit von der Akzise befreit bleiben sollen.

D. a. d. Milles. tricentesimo septuagesimo octavo ultima die mensis Aprilis.

Abschrift, Pergament; Bl. 20R-21V (14R-15V alt)

[14. Jh.]

Weistum der Rechte des Hofes Merhausen und der Bürger von Bonn sowie des Erzbischofs und seines Meyers an Markt, Gassen, Bänken etc. zu Bonn.

Abschrift, Pergament; Bl. 15R-16R (8R-9R alt)

Druck: Lacomblet, Archiv Bd. II, S. 317

1414 Mai 2

Erzbischof-Elekt Dietrich (II.) von Köln bestätigt den Schöffen, Bürgermeistern, Rat und ganzer Gemeinde zu Bonn alle von seinen Vorfahren verliehenen Rechte, Privilegien, Freiheiten und guten Gewohnheiten.

G. in den jaren unss heren Dusent vierhundert ind vierzien des nesten dagis na sent Philipps ind Jacobsdage dat was des zweiden dagis in deme Meihe.

Abschrift, Pergament; Bl. 22V-R (16V-R alt)

1414 Juni 1

Erzbischof-Elekt Dietrich (II.) von Köln bestätigt Bürgermeister, Rat und Bürgern die Schöffengerichtsbarkeit und das Nicht-Evokationsrecht der Bürger und der Freiheit vor Angriff und Überfall innerhalb wie außerhalb Bonn, so lange sie nicht das Leben verwirkt, verleiht denselben zum Bauen des Werfts und der Mauern längs des Rheins auf zwanzig Jahre die Erhebung des Pferdegelds (welches sie bereits durch Friedrich (III.) eine Zeit lang besessen), bestimmt, dass von allen aus Laienhänden an Geistliche übergehenden Gütern wie dem Erzbischof die herkömmlichen Dienste, so der Stadt die bisherigen Rechte und Gewohnheiten nach wie vor erfüllt werden sollen und erhöht die der Stadt zustehende Akzise jedes von der Mühle kommenden Malter von zwei auf sechs Schillinge während der nächsten 4 Jahre von Johannis ab gerechnet.

D. anno d. Millesimo quadringentesimo quarto decimo die prima mensis Junii.

Deutsche Urkunde; Abschrift, Pergament; Bl. 23V-R (17V-R alt)

Bonn, 1417 Februar 23

Erzbischof Dietrich (II.) von Köln erhöht die von seinem Vorgänger Friedrich (III.) der Stadt Bonn zum Ausbau des Werfts, der Mauern und Türme längs des Rheins verliehene Erhebung eines Schillings von jedem Schiffpferd auf 2 Schillinge.

G. in unser stat zu Bonne doe man schreiff Dusent vierhundert ind seuentzien yare des neesten dynssdages na deme sundage Esto mihi dat was des dryindtzwentzichsten dages in der spurkelen.

Abschrift, Pergament; Bl. 23R-24V (17R-18V alt)

Poppelsdorf, 1430 März 25

Erzbischof Dietrich (II.) von Köln bestätigt der Stadt Bonn die Privilegien, ihre Gerichtsbarkeit nach Bürger- und Landrecht mit der Nicht-Evokation, so von den früher durch ihn verliehenen und wieder eingezogen gewesenen Privilegien, insbesondere die Akzise auf Wein, Weizen und Korn zum Brotbacken nebst der sogenannten kleinen Akzise nach einzeln bestimmten Sätzen.

D. Puppelstorp a. d. M CCCC XXX die vicesima quinta mensis Martii.

Deutsche Urkunde; Abschrift, Pergament; Bl. 22R-23V (16R-17V alt)

1463

Elekt Ruprecht von Köln konfirmiert alle Briefe, Privilegien, Rechte, Freiheiten und guten alten Gewohnheiten der Stadt Bonn.

G. anno etc. LXIII.

Abschrift, Pergament; Bl. 25V-R (19V-R alt)



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