Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.1. Landesarchive
1.1.3. Kleve-Mark
1.1.3.5. Kleve, Landstände
Kleve, Landstände, Urkunden AA 0062
103.08.00 Kleve, Landstände (DFG - gefördert)

1639 Juli 29
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches, besiegelt die von Johann Sternberg(er), brandenburgisch-klevischem Archivar beglaubigte Abschrift einer Urkunde Herzog Adolfs von Kleve, Grafen von der Mark von 1418 Januar 25 Signatum Emmerich 1639 Juli 29 manu propria

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 1
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 1
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (17.Jh.) 1418 up sunte Paulus daige conversio. - No. 2
Material : Pergament
Überlieferung : Abschrift
Angekündigte Siegel : 1
Person : Siegler : Friedrich Wilhelm
Siegler : Friedrich Wilhelm
Siegler : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Handschriftlich im Findbuch nachgetragen



1446 Oktober 28
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Johann, ältester Sohn von Kleve und von der Mark, bekundet, daß Ritterschaft und Freie (ritterschap ind vryen) im Land von Dinslaken von der Lippe an aufwärts, wie Geistlichkeit, Ritterschaft und Städte des Landes von Kleve und von Dinslaken das im allgemeinen tun (gemeyntlicken doen), ihm aus Gunst eine Kopfsteuer (eyn bede ind behulp van gelde illick voir syn hoift) bewilligt haben wegen der Fehde, die Johann gegenwärtig führt. Die alten Freiheiten und Gewohnheiten, die sie bisher gehabt haben, sollen dadurch nicht beeinträchtigt werden, weder von Johann noch von seinen Nachkommen.Gegeven [...] 1446 op sente Symon ind Judas dach apostolorum.

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 2
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 1
Sprache : Deutsch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Johann
Bemerkung : Im Findbuch von 1806 ( S. 162 ) wird die Urkunde unter Privilegien (Index I ) inhaltlich nochmals aufgeführt.
Literatur : Abb. in Ewald , Rheinische Siegel VI Tf. 18 Nr. 2



1499 November 10
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Herzog Johann von Kleve, Graf von der Mark bekundet, daß ihm die Landstände (lantschap), das heißt Ritterschaft und Städte des Landes Kleve, zur Bezahlung seiner Reiter und Knechte, die in der vergangenen Fehde in Johanns Diensten standen, zwei Steuern bewilligt haben (twee gonsten ind schattingen). Mit diesen beiden Steuern soll der Freiheit, dem Herkommen und der Gewohnheit der Ritterschaft im Lande Kleve aber kein Abbruch geschehen. Auch ihre Leute und Güter (luyde ind güeder), die von alters her frei sind, sollen in dieser ihrer Freiheit nicht beschwert werden. Johann verspricht außerdem, daß er ohne die Zustimmung der Landschaft (van onser gemeyner lantschap) keine weiteren Steuern bei der Ritterschaft erheben wird (onse ritterschap achter desen twe gonsten ind schattingen in geynerley wyse forder myt schattingen anlangen noch besweren). Gegeven [...] 1499 op sent Martens avont episcopi.
Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 3
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 3
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (15.Jh.) Eynen brieff myns gnedigen hern dat syn gnaden die rittersscap lantz van Cleve nyet meer myt schuttonnge beschwern sall. - (16.Jh.) 1499 up sanct Martens episcopi dag. - (17.Jh) N. 3.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Johann
Bemerkung : Im Findbuch von 1806 (S. 162) wird die Urkunde unter Privilegien ( Index III ) inhaltlich nochmals aufgeführt.
Literatur : Abb. in Ewald, Rheinische Siegel VI Tf. 18 Nr. 5



1510 März 4
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Herzog Johann und Jungherzog Johann von Kleve, Vater und Sohn, Grafen von der Mark und Katzenelnbogen
bekunden für sich und ihre Erben, daß sie eine Heirat zwischen Jungherzog Johann, dem ältesten Sohn zu Kleve, und Maria, Tochter des Herzogs Wilhelm von Jülich (Guylich) und Berg beschlossen haben, die bisher wegen der vielen und beschwerlichen Fehden, in die Kleve mehrere Jahre verwickelt war (vast manige jaren in swaren langen veden gehangen ind verloipen), verschoben wurde. Herzog Johann hat deshalb zum Nutzen seines Landes seine Zölle, Ämter und Einkünfte (toelle, ampten, gulden ind renten) versetzen müssen., was einen beträchtlichen Schaden verursacht hat. Johann und Johann bitten deshalb um Beistand und Hilfe in Form einer Steuer, damit die Heirat ihren Fortgang nehmen kann. Daraufhin haben Ritterschaft, Städte und Untertanen sich beraten und beschlossen, eine derartige Steuer zu erbringen, obwohl sie dazu nicht verpfichtet sind. Johann und Johann haben ihrerseits mit der Ritterschaft einen Vertrag geschlossen, der die Lehensmann- oder Dienstmannsgüter behandelt, die Verschuldung von Rittern in auswärtigen Landen, Gütersachen und die Erbfolge durch den ältesten Sohn oder die älteste Tochter. Johann und Johann versprechen auch, dass sie Söhne, Töcher, Freunde oder Nichten nicht bedrängen, sondern nach ihrem eigenen Willen heiraten lassen werden (bestaeden).Gegeven [...] 1510 op mandendach nae den sonnendach OculiJohan (eigenhändige Unterschrift) [Vater]Johan (eigenhändige Unterschrift) [Sohn]

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 4
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 4
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (16.Jh.) No. 4. - 1510 up maendag nae sondag Oculi.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 2
Person : Aussteller : Johann
Aussteller : Johann
Bemerkung : Vgl. das Transsumpt in Kleve, Landstände U. 7.
Literatur : (1) Abb. in Ewald, Rheinische Siegel VI Tf. 18 Nr. 11



1527 Juli 31
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Johann, Herzog von Jülich (Guylich), Kleve und Berg (Berghe), Graf von der Mark und zu Ravensberg (Ravennsberch) bekundet, daß Räte, Ritterschaft und Städte (unse rede, ritterschap ind stedefrunde) des Fürstentums Kleve wegen des Friedens mit Herzog Karl von Geldern einer Steuer (etliche stuyr ind gonnst) zugestimmt haben (consentiert ind toegelaten hebn). Räte, Ritterschaft und Städte haben diese Steuer aus freiem Willen und nicht von rechts wegen bewilligt. Ihnen, ihren Erben und Nachkommen soll daraus in Zukunft kein Nachteil hinsichtlich ihrer Gewohnheiten, Rechte, Freiheiten und Privilegien erwachsen (in geynen deell hynderlich ader naedelich synn), sondern diese erhalten bleiben. Herzog Johann wird dergleichen Forderungen in Zukunft an sie nicht mehr richten.Gegeven [...] 1527 op avent Petri ad vincula.

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 5
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 5
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (16.Jh.) Bekentnuß unsers g(nedigen) f(ursten) und heren der landt: gegeben stewr der ritterschoff zu keinen nachteil geraden soll 1527. - (17.Jh.) No. 5.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Johann
Aussteller : Johann
Bemerkung : Im Findbuch von 1806 (S. 163) wird die Urkunde unter Privilegien (Index V) inhaltlich nochmals aufgeführt.
Literatur : Abb. in Ewald, Rheinische Siegel VI Tf. 19 Nr. 2



1536 Mai 29
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Johann, Herzog von Kleve, Jülich (Guylich) und Berg, Graf von der Mark und zu Ravensberg (Raevenßbergh) bekundet: Wegen des Widerstandes gegen das aufrührerische Vorhaben der Wiedertäufer, Besetzer der Stadt Münster (wederdooper innd inhebber der stadt Munster), hat er beträchtliche Unkosten gehabt (eyn merckliche besweirliche anlaege, voerstreckongh ind onkosten gedain). Da der Widerstand der geistlichen und weltlichen Obrigkeit aber Vorteile bringt (tho guede geschiet), hat Johann in seiner Not um eine angemessene Steuer gebeten, die man ihm auch bewilligt hat. Johann erklärt deshalb vermittels dieser Urkunde, daß Ritterschaft, Städte und Untertanen des Fürstentums Kleve (ritterschafft, stede ind underdaenen) dieser Steuer aus besonderer Gunst und nicht von rechts wegen zugestimmt haben. An ihren Privilegien und verbrieften Rechten sollen sie deshalb nicht verkürzt , sondern diese beibehalten werden (an oeren privilegien, vort brieven ind siegellen ind gerechticheiden onverkort tho synn).Gegeven [...] upten negenindtwintichsten dach des maentz May

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 6
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 6
Sprache : Deutsch
Vermerke : Vermerk rechts unter dem Umbug: Uith bevell myns gnedigen hern herthougen voirgnant, J Gogreff manu propria. - Reyd. - Revers von hertzogen Johan daß die eingewilligte stewer nicht auß recht, sondern auß gunsten geschehen, 1536 den 29ten May. - (17.Jh.) No. 6.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Johann
Bemerkung : Im Findbuch von 1806 (S. 163) wird die Urkunde unter Privilegien (Index VI) inhaltlich nochmals aufgeführt.
Literatur : Abb. in Ewald, Rheinische Siegel VI Tf. 19 Nr. 2



1539 Mai 21
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Richter, Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Huissen bekunden, daß Elbert von Palant (Pallandt), Erbmarschall des Landes Kleve, Herr zu Selm (Zeelhem), Eycken und Int Hemken, Amtmann zu Huissen (Huyessen) ihnen eine besiegelte Urkunde präsentiert und begehrt hat, daß sie davon ein oder mehrere Transsumpte in einem Vidimus unter ihrem Siegel anfertigen, die wegen Fehlens der Haupturkunde notwendig geworden sind (des van noeden syn sall in afwesen des principalen hoefftbrieffs)Gegeven [...] 1539 op goedesdach nae den sondach Exaudi.
Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 7
Altsignatur : keine
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (16.Jh.) Der cleveschen ridderschaft pryvilegien. - Clevische ritterschaft privilegien de anno 1510 up maandag naer den sondag Oculi beym gericht Huissen auff hern Elberten von Palandt ersuchen vidimiert anno 1539. - Ridderschaps privilegien im herzogdum Cleve.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 2
Person : Aussteller : Richter
Aussteller : Bürgermeister, Schöffen und Rat
Bemerkung : Die im Findbuch von 1806 unter Nr. 7 verzeichnete Urkunde Herzog Wilhelms von Jülich-Kleve-Berg 1538 Juli 9 fehlt. Das Vidimus von Bürgermeister, Richter und Schöffen zu Huissen 1539 Mai 21 mit dem Transsumpt von 1510 März 4 wurde nachgetragen.



1544 Mai 12
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Ritterschaft des Herzogtums Kleve (vander gemeiner ritterschap des furstendombs Cleve) erinnert an die Privilegien, die sie von Herzog Johann von Kleve und seinem Sohn Johann erhalten hat mit dem Versprechen, sie vor Unrecht und Mutwillen zu schützen. Deshalb haben sie ein Bündnis (getruwe eynigungh und buntenisse) miteinander abgeschlossen über gegenseitige Hilfe, Bewahrung hergebrachter Jagdrechte, Schlichtung von Streitigkeiten untereinander, Hilfe gegen Auswärtige (uithemsche), auch betreffend die Verpflichtung, die vom Fürsten oder seinen Räten ausgeschriebenen Tagsatzungen zu besuchen, den gemeinschaftlichen Beschluß über die Strafe bei Fernbleiben vom Landtag und dessen Ausschreibung, jährliche Zusammenkunft.Stirbt einer aus der Ritterschaft, sollen Ehefrau und Kinder gemäß dem Bündnis geschützt werden. Sind die Söhne volljährig geworden, sollen sie das Bündnis wie ihre Väter besiegeln.[Folgen die Namen derer, die das Bündnis unterschrieben haben].Gegeven [...] 1544 denn twelfftenn dagh May.

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 8
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 8
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (16.Jh.) Union der ritterschaft 1544. - Brieff aengaendt der ritterschap von Cleve. - Aengande oensse ryedensscarp des laens vaen Cleeff etcetera. - (17.Jh.) No. 8.
Material : Pergament
Überlieferung : Abschrift
Angekündigte Siegel : 0
Person : Aussteller : Ritterschaft
Bemerkung : Im Findbuch von 1806 (S. 163) wird die Urkunde unter Privilegien (Index Nr. VIII) inhaltlich nochmals aufgeführt.



1546 Mai 11
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Herzog Wilhelm von Kleve, Jülich und Berg, Graf von der Mark und zu Ravensberg, Herr zu Ravenstein bekundet, daß Ritterschaft, Städte und sämtliche Untertanen des Fürstentums Kleve Hilfe geleistet haben, indem sie (uprichtung und inwerpen der kasten tegen unsers christlichen gelovens und namens erfvyandt dem durcken) die auf dem Reichstag zu Speier 1544 verabschiedete Türkensteuer gehorsam bewilligt und von Herzog Wilhelm eine Zusicherung (schynn ) begehrt haben, daß ihnen das nicht zum Nachteil gereicht. Herzog Wilhelm bekennt daher für sich und seine Erben, daß diese Bewilligung sowie die Aufstellung des Kastens Ritterschaft, Städte und Untertanen des Fürstentums Kleve, ihre Erben und Nachkommen in ihren hergebrachten Gewohnheiten, Rechten, Freiheiten und Privilegien nicht beeinträchtigen, sondern diese in ihrer Würde und Macht bleiben sollen.Gegeven [...] 1546 den elfften tag des maintz May .

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 9
Altsignatur : keine
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (17.Jh.) Hertzog Wilhelms revers die Türkenschatzung anlangende nehmlich de non praeiudicando de anno 1546.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Wilhelm



1548 Juli 9
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Herzog Wilhelm von Kleve, Jülich und Berg, Graf von der Mark und zu Ravensberg, Herr zu Ravenstein bekundet, daß auf sein Ersuchen hin Ritterschaft und Städte des Fürstentums Kleve und der Grafschaft Mark tot aflegung unser beswerenissen, verzichtung der upgelopenen und achterstendigen schulden ihm eine ansehnliche Steuer und Hilfe (stuyr und hulp), zu erlegen an zwei Terminen, nämlich (up sent Victoirs dach denn irsten und dat hylige hoichtyt paischen dairnae), bewilligt haben (eindrechtlicken bewilligt, toegelaiten und ingeruempt). Herzog Wilhelm erklärt, daß er diese Steuer uith sunderlinge neigung underdanigeer gunsten und geiner gerechticheit erhalten hat. Die Bewilligung soll Ritterschaft und Städten (stedefrunden) der Lande Kleve und Mark und ihren Untertanen (gemeine underdainen) hinsichtlich ihrer Privilegien und besiegelten Urkunden (bryven und segelen ) sowie hergebrachten Gewohnheiten, Freiheiten und Gerechtigkeiten nicht zum Nachteil gereichen (afbroecklich, hinderlich noch nadeilich syn). Diese sollen vielmehr in ihrer Rechtskraft erhalten bleiben.Gegeven [...] 1548 denn negenden dach des maintz Julii.
Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 10
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 7
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (16.Jh.) 1538 den 9 July. - No. 7
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Wilhelm
Bemerkung : Die Urkunde wurde im Findbuch von 1806 (S. 5 ) nachgetragen und inhaltlich nochmals erfaßt unter Privilegien (Index VII S. 163).
Literatur : Abb. in Ewald, Rheinische Siegel VI Tf. 20 Nr. 4



1574 Juni 22
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg bestätigt, daß die Stände von Kleve und Mark (ritterschafft und stedefrunde unsers furstendumbs Cleve und graffschaft Marck) auf dem letzten Landtag zu Dinslaken für seine Töchter Marie Eleonore, Herzogin zu Preußen (Prueßen), und Anna, Verlobte des Pfalzgrafen Philipp Ludwig bei Rhein und Herzogs in Bayern
Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg, gest. 1614.eine Aussteuer in Höhe von 50 000 Reichstalern bewilligt haben, die an zwei Terminen erlegt werden soll, die erste Hälfte am kommenden 11. November (up Martini negstkomende), die zweite Hälfte am 11. November des folgenden Jahres. Herzog Wilhelm erklärt, daß die Stände dieser Steuer aus Treue und Gunst zugestimmt haben und sie kein Recht begründet .Gegeven [...] 1574 den tweundtwintigsten Juny.

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 11
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 10a
Sprache : Deutsch
Vermerke : Vermerk unter dem Text: "Uith ... myns gnedigen fursten und heren hertogen etcetera bevelh". - Vermerk unter dem Umbug: "Henrich van Weze manu propria nae affsterven cantzler Olislegers zeligen. -WEB (?) Verwer manu propria".
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Wilhelm
Bemerkung : Aus der Sammlung von Spaen abgegeben [vgl. dazu Oediger Bd. 1 Die Landes- und Gerichtsarchive von Jülich-Berg, Kleve-Mark, Moers und Geldern, 1957 S. 22f.]
Literatur : Abb. in Ewald, Rheinische Siegel VI Tf. 20 Nr. 5



1621 März 31
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Erzherzog Albrecht von Österreich, Herzog zu Burgund, Lothringen und Brabant usw. bekundet, nachdem er das von den Abgesandten der Landstände (edlen und stätten) des Herzogtums Kleve und der Grafschaften Mark und Ravenstein vorgebrachte Anbringen wegen der Salvagardia und der Neutralität besagter Lande bedacht hat (in achtung genommen und behertzigt), im Namen des Königs von Spanien und in seinem (am 12. März dieses Jahres ist das bereits durch die Generalstaaten geschehen) die genannten Lande Kleve sowie Mark und Ravenstein, deren Einwohner und Eingesessene, wes Standes die auch seien, geistlichen oder weltlichen, wo immer sie sich aufhalten, seien sie von spanischer oder staatischer Seite mit Garnisonen besetzt, für neutral erklärt und gelobt, die Neutralität einzuhalten. Fürstliche oder adlige Häuser, die bisher noch mit keiner Garnison besetzt sind, werden mit ihr auch in Zukunft nicht beschwert. Erzherzog Albrecht befiehlt daher seinen hohen und niederen Befehls- sowie allen Kriegsleuten, die für Kleve, Mark und Ravenstein bewiligte Neutralität und Salvagardia zu beachten und einzuhalten. Handel und Wandel sollen durch feindliche Handlungen (rantzioniren, plundern, rauben, brantschatzen) nicht beeinträchtigt werdenGegeben in unser stat Brussel [...] 1621 am letzten tagh monats Martii

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 12
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 9; II A 11
Sprache : Deutsch
Vermerke : Links unter dem Text 'Albrecht'. - Rechts unter dem Text 'ad mandatum serenissimi domini archiducis proprium Anthonius Suarez de Arguello'. - Rv. (glztg.) De anno 1621 Nr. 9.
Material : Pergament
Überlieferung : gedruckte Kopie
Person : Aussteller : Albrecht



1647 November 16
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches, bekundet: Auf Ansuchen der klevischen Landstände hat er sich bereit erklärt, gegen Erlegung der Halbscheid der bewilligten 50 000 Reichstaler die von ihm geworbenen Völker aus dem Herzogtum Kleve abzuziehen und ohne die Bewilligung der Stände in Zukunft keine weder im Land noch außerhalb geworbenen Truppen in das Land zu legen.Es ist jedoch notwendig, seine Residenz in Kleve mit einer Kompanie zu Fuß zu sichern. Deshalb wird er die zu dieser Kompanie gehörigen Offiziere nach seinem Belieben bestellen und sie zusammen mit den gemeinen Knechten aus eigenen Mitteln bezahlen. Die Besatzung wird weder die Stände noch sonst jemanden beschweren. Die Bewilligung der Stände soll diesen zu keinem Präjudiz gereichen. Wollen einige Prätendenten, die einen Anspruch auf Kleve zu haben glauben, Friedrich Wilhelm aus den Landen verdrängen, erwartet er, dass die klevischen Landstände ihn nicht an seiner Defension hindern, sondern sich als getreue und ihrem Landesfürsten gehorsame Stände erweisen.Friedrich Wilhelm (eigenhändige Unterschrift) mit Sekretsiegel

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 13
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 10 ; II A 12
Sprache : Deutsch
Material : Papier
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Zweieinhalb Seiten in zwei Lagen



1649 Dezember 16
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm, Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des Reiches, bekundet, daß er der Ritterschaft des Herzogtums Kleve und der Grafschaft Mark auf ihre Beschwerden hin folgende Privilegien verliehen hat:1. die Ritterschaft kann weiterhin ihre Renten, Pächte und Einkommen bei ihren Hausleuten durch ihre Bedienten ohne Zutun der Drosten und Richter einfordern und im Fall der Verzögerung eintreiben.2. die Ritterschaft und ihre beweglichen Güter dürfen in den Städten nicht wegen Klagen von Bürgern oder Einwohnern durch den Magistrat mit Arrest belegt und vor ein Schöffengericht zitiert werden. Dagegen steht das 1580 von Kaiser Rudolf II. dem Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg verliehene Privilegium de non arrestando, dessen Inhalt in die Urkunde inseriert ist. Die Ritterschaft erscheint in personalibus vor dem Hofgericht, in realibus vor den Landgerichten, in deren Bezirk ihr Besitz liegt, und soll sich damit begnügen.Friedrich Wihelm befiehlt allen klevischen und märkischen Räten, Drosten und sonstigen Bedienten, die Ritterschaft bei ihren genannten Freiheiten gegen jedermann zu schützen. Wer die Ritterschaft daran, hindert, ihre Privilegien ruhig zu genießen, zahlt eine Arbitrarstrafe an den Fiscus.Friedrich Wilhelm Churfürst (eigenhändige Unterschrift)

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 14
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 12
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. Privilegium nobilum 1. daß sie selbst ihre liquide pfächten und renthen ohne zuziehung der dröste oder richteren in allen ämbtrn einfordern und executive betreiben mögen. 2. daß sie auch weder an ihre persohnen weder an ihren güthern arrestabel sein sollen. - 1649 den 16 Decembris. - No. 11
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung,
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Siegler :
Bemerkung : Vier Blatt in zwei Lagen mit schwarzweißer Kordel geheftet. - Im Findbuch von 1806 (S. 163) unter Privilegien (Index Nr. IX) nochmals aufgeführt.



1664 Juli 5
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches, bekundet: Die Ritterschaft des Herzogtums Kleve und der Grafschaft Mark erhebt Klage, daß sie von den Türken-, Reichskreis- und anderen Steuern befreit sind, ihnen von den Städten der Lande Kleve und Mark wegen ihrer Exemtion und Immunität aber Streit droht. Deshalb haben sie gebeten, sie bei ihrer Freiheit von diesen Steuern zu schützen. Nachdem der Kurfürst befunden hat, daß die Einwände der Städte nicht erheblich sind, bestätigt er der Ritterschaft das Privileg der Steuerfreiheit und befiehlt den Statthaltern und Regierungen des Herzogtums Kleve und der Grafschaft Mark, das privilegium nobilitatis et immunitatis zu beachten und eine diesbezügliche Beschwerung der Ritterschaft nicht zu gestatten.

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 15
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 12
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (17.Jh.) 1664 den 5ten July. - Exemtio nobilium
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Im Findbuch von 1806 (S. 163) unter Privilegien (Index Nr. X) nochmals aufgeführt.



1666 Oktober 12
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches bekundet, dass die Stände aus Ritterschaft und Städten ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark den Huldigungseid geleistet haben. Bei Antritt seiner Regierung haben sie ihn gebeten, sie mit einem Reversal zu versehen und alle ihre Privilegien und Freiheiten für die ganze Landschaft oder für bestimmte Orte zu bestätigen gemäß den Landtagsrezessen von 1660, 1661 und 1664. Friedrich Wilhelm erteilt den gewünschten Revers und sagt ihnen zu, sie in ihren Privilegien und Freiheiten jederzeit zu schützen und sie nicht zu beschweren. Er fordert Statthalter, Regierungen, Hofgerichtsräte, Beamte und Bediente auf, die Privilegien zu beachten und an ihnen festzuhalten.Friedrich Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 16
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 13
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (17.Jh.) Reversale 1666 den 12ten Octobris für die herren landstände auß Ritterschaft und stäte des hertzogthumbs Cleve. - ad No. 13
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Die eigenhändige Unterschrift Friedrich Wilhelms befindet sich unter dem Umbug. - Im Findbuch von 1806 (S. 163) unter Privilegien (Index XI ) nochmals aufgeführt.



1666 Oktober 12
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches bestätigt den Landständen aus der Ritterschaft, die ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark gehuldigt haben, deren Privilegien und Freiheiten. Er befiehlt Statthalter, Regierung, Hofgerichtsräten, Beamten und Bedienten, die Privilegien strikt zu beachten.Friedrich Wilhelm Churfürst (eigenhändige Unterschrift)

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 17
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 13
Sprache : Deutsch
Vermerke : Huldigungs reversale für die herren Landstände auß Ritterschafft des Herzogthumbs Cleve. - anno 1666 den 12 octobris. - Nr. 13
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Im Findbuch von 1806 (S. 163) unter Privilegien (Index XII) nochmals aufgeführt.



1666 Oktober 23
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Landstände aus Ritterschaft und Städten des Herzogtums Kleve bekunden, daß es von seiten der Ritterschaft Beschwerden gegeben hat 1. wegen der Besteuerungsquote der Städte 2. wegen der Einführung einer neuen Steuer nicht nur in den Hauptstädten, sondern auch in den kleineren Städten, die Ritterschaft und Eingesessene des platten Landes merklich beschwert. Die Zwistigkeiten haben sich so ausgeweitet, daß man befürchtete, das Mißtrauen zwischen Ritterschaft und Städten werde zu des Landes Nachteil noch weiter anwachsen.Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg hat deshalb entschieden, daß eine gütliche Verhandlung zwischen den Ständen stattfinden soll, und dem klevischen Statthalter und einigen Geheimen Räten eine Kommission aufgetragen, die die Irrungen beigegt hat. Er hat außerdem befohlen, daß zur Bekräftigung dieser Vergleich doppelt ausgefertigt wird, ein Exemplar erhält die Ritterschaft, das andere wird den Städten ausgehändigt. Friedrich Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 18
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 14
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (18.Jh.) Recesde anno 1666 den 23ten octobris. - no. 14
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Ritterschaft
Siegler : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Drei durch eine schwarzsilberne Kordel zusammengeheftete Lagen (6 Batt). - Im Findbuch von 1806 (S. 163) unter Privilegien (Index XIV) nochmals aufgeführt.



1666 Oktober 27
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches bekundet, daß die Stände aus der Ritterschaft ihn gebeten haben, für ihre eigenen Sachen keinen Zoll bezahlen zu müssen (von ihren eigenen sachen einige zoll- und licentfreyheit genießen). Friedrich Wilhelm bewilligt daher jedem Ritterbürtigen, der sich für den Landtag qualifiziert hat, Lizentfreiheit auf bis zu zwei Fuder Wein für seine Haushaltung, auf die zu seinen eigenen Mühlen nötigen Mühlsteine sowie auf die Materialien (Kalk, Steine, geschnittenes und ungeschnittenes Holz, Pfannen, Estrich, Blei), die er für Bau und Unterhalt seiner Rittersitze und der anderen von Friedrich Wilhelm lehenrührigen Güter benötigt.Friedrich Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 19
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 15
Sprache : Deutsch
Vermerke : 1666 den 27 ten octobris. - Zolfreyhait für die herren landstände Ritterbürtige. - No. 15
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Im Findbuch von 1806 (S. 163) unter Privilegien (Index XIII) nochmals aufgeführt.



1677 Januar 18
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Landstände aus der Ritterschaft des Herzogtums Kleve bekunden, daß sie, um Streitigkeiten unter ihnen, ihren Verwandten und Nachbarn vorzubeugen, es für gut angesehen haben, daß, sobald Mißverständnsisse unter adligen Verwandten, Freunden oder Nachbarn entstehen, jede Partei verpflichtet ist, zur Vermeidung eines rechtlichen Prozesses ein oder zwei adelige Unparteiische sowie aus den streitenden Parteien zwei oder vier Adelige als Schiedsleute zu wählen, die über den Streit entscheiden.Damit der vorliegende Vergleichsrezeß umso rechtssicherer abgefaßt wird, sollen ein Syndikus oder ein anderer Unparteiischer hinzugezogen werden.Bei einer von den Schiedsfreunden so erkannten Tätlichkeit muß der Täter eine Strafe von 500 Goldgulden zahlen. Ehe nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, soll keine Partei bei Gericht einen förmlichen Prozeß anstrengen, sondern sich um eine gütliche Entscheidung bemühen.Zur Bestätigung dieser Vereinbarung haben alle Ritterbürtigen der Landstände sie unterschrieben und ihre Siegel aufgedrückt. Außerdem haben sie die kurfürstliche kleve-märkische Regierung gebeten, den Vergleich obrigkeitlich zu bestätigen.Geschehen auff gemeinem landtage zu Cleve den 18 januar 1677.

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 20
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 16
Sprache : Deutsch
Vermerke : (Auf dem roten Papierumschlag) Vergleich de anno 1677. - No. 16.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 61
Person : Aussteller : Ritterschaft
Bemerkung : Zwei Lagen aus Pergament, eingeheftet in einen roten Papierumschlag, mit befestigtem Hanfband, das um die Pergamentlagen gewickelt wurde.



1689 Oktober 27
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich III., Markgraf zu Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches, bekundet, dass die Stände aus Ritterschaft und Städten ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark den Huldigungseid geleistet haben. Bei Antritt seiner Regierung haben sie ihn gebeten, sie mit einem Reversal zu versehen und alle ihre Privilegien und Freiheiten für die ganze Landschaft oder einzelne Orte zu bestätigen, gemäß den Landtagsrezessen von 1660, 1661 und 1664. Friedrich erteilt den gewünschten Revers und sagt ihnen zu, sie in ihren Privilegien und Freiheiten jederzeit zu schützen und nicht zu beschweren. Er fordert Statthalter, Regierung, Hofgerichtsräte, Beamte und Bediente auf, die Privilegien zu beachten und an ihnen festzuhalten.Friedrich (eigenhändige Unterschrift)Gegengezeichnet von Eberhard Dankelman manu propria

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 21
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 17
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (17.Jh.) Huldigungsreversal vom 17./27. Octobris 1689. - Reversale 1689. - No. 17
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich
Bemerkung : Die Urkunde ist sowohl nach dem alten wie dem neuen Stil datiert



1689 Oktober 27
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich III., Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches, bestätigt den Landständen aus der Ritterschaft, die ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark gehuldigt haben, deren Privilegien und Freiheiten. Er befiehlt Statthalter, Regierung, Hofgerichtsräten, Beamten und Bedienten, die Privilegien strikt zu beachten.Geschehen und gegeben in unserer Residentz Cleve den 17./27. octobris 1689Friedrich (eigenhändige Unterschrift)
Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 22
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 17
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (17.Jh.) Huldigungsreversal vom 17./27. octobris 1689. - Reversale 1689 den 17./27. octobris. - No. 17.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich
Bemerkung : Die Urkunde ist nach dem alten und neuen Stil datiert



1691 Januar 23
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Beschreibung : Protokollextrakte von 1691 Januar 12 und 13 betreffend die Aufnahme des Herrn von Dankelmann in die klevische Ritterschaft, mit Beschluß von 1691 Januar 23.Enthält: Landstände beschließen die Aufnahme Eberhard Dankelmanns wegen seiner Verdienste in die Ritterstube, Mitteilung über den Vorgang an die adeligen Regierungsräte und an die Märkische Ritterstube sowie Beschluß, dass eine derartige Aufnahme einmalig ist und in Zukunft nicht mehr vorkommen wird. Den Beschluß sollen Mitglieder der Ritterstube mit ihrem Petschaft und ihrer eigenhändigen Unterschrift bekräftigen. Zustimmung des Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg zur Aufnahme Dankelmanns (12. Januar). Die Landstände erklären, dass sie Herrn von Dankelmann und alle seine ehelichen Erben , solange sie sich an qualifizierte ritterbürtige Personen verheiraten, in die Ritterstube aufnehmen und als Mitglied mit allen Privilegien und Freiheiten anerkennen (13. Januar).Darin: Eid, den obengenannten Beschluß zu halten (1691 Januar 26).Es folgen Unterschrift und aufgedrückte Lacksiegel von Freiherr von Wachtendonk, Direktor, sowie65 Mitgliedern der Ritterschaft.

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 23
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 18
Sprache : Deutsch
Material : Pergament
Überlieferung : Original,
Angekündigte Siegel : 65
Person : Aussteller : Ritterschaft
Bemerkung : Es handelt sich um zwei ehemals zusammengeheftete Pergamentblätter



1708 Januar 4
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Beschreibung : Katharina von der Heyden genannt Rynsch, Äbtissin von Fröndenberg, erklärt auf die Frage hin, ob eine reformierte Stiftsdame, die Statutengelder und anderes mehr für eine verfallene und auf sie übertragene Präbende bezahlt hat, das Stift aber wegen der Verhältnismäßigkeit zwischen römisch-katholischen und reformierten Insassen verlassen muß, die gezahlten Gelder zurückerhält, dass ein solcher Fall in Fröndenberg bisher nicht vorgekommen ist, sollte er aber eintreten, die Statuten- und Mahlzeitsgelder erstattet würden.Signatum Fröndenberg den 4. Januarii 1708Rynsch abdissin, von der Reek, von Syberg, von Hafenkampf (eigenhändige Unterschriften) mit Lacksiegel

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 24
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 25a
Sprache : Deutsch
Vermerke : Sentiment und attestation der beyden stiffter Frönnenberg und Clarenberg uber die restituirung der statuten geld(er) der fr(äulein) von Wylich zu Diersforth von 4 und 12 Januar 1708
Material : Papier
Überlieferung : Original
Angekündigte Siegel : 3
Person : Aussteller : Katharina von der Heyden genannt Rynsch
Siegler : von der Reek
Siegler : von Syberg
Bemerkung : Urkunde bestehend aus einer Lage (2 Blatt) Papier, ist dem Bestand nachträglich eingefügt worden.



1713 April 20
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Beschreibung : Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des Reiches bekundet, dass die Stände aus Ritterschaft und Städten ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark den Huldigungseid geleistet haben. Bei Antritt seiner Regierung haben sie ihn gebeten, sie mit einem Reversal zu versehen und alle ihre Privilegien und Freiheiten für die ganze Landschaft oder einzelne Orte zu bestätigen gemäß den Landtagsrezessen von 1660, 1661 und 1664. Friedrich Wilhelm erteilt den gewünschten Revers und sagt ihnen zu, sie in ihren Privilegien und Freiheiten jederzeit zu schützen und sie nicht zu beschweren. Er fordert den Statthalter, Regierung, Hofgericht, Räte, Beamte und Bediente auf, die Privilegien strikt zu beachten.Fr(iedrich) Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)Gegenzeichnung M(arquardt) L(udwig) von Printzen
Oberhofmarschall Friedrich Wilhelms I. und einer der höchsten Beamten in Preußen, wird 1714 auch Präsident des französisch-reformierten Oberkonsistoriums, +1725.
Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 26
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 19
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (Glztg.) Reversal vor die stande des hertzogthumbs Cleve und der graffschafft Marck vom 20ten April 1713. - (Registratum)?.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Zwei durch schwarzweiße Siegelkordel zusammengeheftete Lagen (4 Blatt)



1713 Juli 10
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Beschreibung : Friedrich Wilhelm, König in Preußen, Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des reiches bestätigt den Landständen aus der Ritterschaft, die ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark gehuldigt haben, deren Privilegien und Freiheiten. Er befiehlt Statthalter, Regierung, Hofgericht, Räten, Beamten und Bedienten, die Privilegien strikt zu beachten.Fr(iedrich) Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)Gegenzeichnung M(arquard) L(udwig) von Printzen

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 27
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 19
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (glztg.) Reversale fur die Herren Ritterbürtigen des Hertzogthumbs Cleve allein vom 10ten July 1713. - No. 19.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Zwei durch schwarzsilberne Kordel zusammengeheftete Lagen (vier Blatt)



1713 April 20
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm, König in Preußen, Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des Reiches, bekundet, bekundet, dass die Stände aus Ritterschaft und Städten ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark den Huldigungseid geleistet haben. Bei Antritt seiner Regierung haben sie ihn gebeten, sie mit einem Reversal zu versehen und alle ihre Privilegien, Freiheiten und Rechte für die ganze Landschaft oder einzelne Orte zu bestätigen, gemäß den Landtagsrezessen von 1660, 1661 und 1664. Friedrich Wilhelm erteilt den gewünschten Revers und sagt ihnen zu, sie in ihren Privilegien und Freiheiten jederzeit zu schützen und sie nicht zu beschweren. Er fordert Statthalter, Regierung, Hofgericht, Räte, Beamte und Bediente auf, ihre Privilegien strikt zu beachten.Fr(riedrich) Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)Gegenzeichnung M(arquard) L(udwig) von Printzen

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 25
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 19
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (18.Jh.) Reversale für die Herren ... Landstände auß Ritterschaft und Städten des hertzogthumbs Cleve vom 20ten April 1713. - Praesentatum Cleve den 29 Junii 1713. - Ad No. 19.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Zwei durchschwarzweiße Siegelkordel zusammengeheftete Lagen (vier Blatt)



1740 August 2
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich II., König in Preußen, Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des Reiches, bestätigt den Landständen aus der Ritterschaft, die ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark gehuldigt haben, deren Privilegien und Freiheiten. Er befiehlt der Kriegs- und Domänenkammer, Hofgericht, Räten, Beamten und Bedienten, die Privilegien strikt zu beachten.Friedrich (eigenhändige Unterschrift)Gegenzeichnung A(drian) B(ernhard) [von] Borcke
H(einrich) v(on) Podewils
Heinrich Graf von Podewils, unter Friedrich II. Geheimer Kriegs- und Kabinettsminister und als solcher auch für die Außenpolitik zuständig, +1760

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 28
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 20
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (glztg.) Praesentatum den 2ten Augusti 1740 in Cleve. - Ad No. 20. - Littera P.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich
Bemerkung : Zwei durch schwarzweiße Siegelkordel zusamengeheftete Lagen (vier Blatt)



1740 August 2
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich II., König in Preußen, Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des Reiches, bekundet, dass die Stände aus Ritterschaft und Städten ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark den Huldigungseid geleistet haben. Bei Antritt seiner Regierung haben sie ihn gebeten, sie mit einem Reversal zu versehen, in dem er alle ihre Privilegien für die ganze Landschaft oder einzelne Orte bestätigt, gemäß den Landtagsrezessen von 1660, 1661 und 1664. Friedrich erteilt den gewünschten Revers und sagt ihnen zu, sie in ihren Privilegien und Freiheiten jederzeit zu schützen und nicht zu beschweren. Er fordert Kriegs- und Domänenkammer, Hofgericht, Räte, Beamte und Bediente auf, die Privilegien strikt zu beachten.Friedrich (eigenhändige Unterschrift)Gegenzeichnung A(drian) B(ernhard) [von] Borcke, H(einrich) v(on) Podewils

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 29
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 20
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (18.Jh.) Huldigungsreversale de 2t August 1740. - No. 20. - Praesentatum den 2ten Augusti 1740 in Cleve.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich
Bemerkung : Zwei durch schwarzsilberne Siegelkordel zusammengeheftete Lagen (vier Blatt)



1740 August 2
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich II., König in Preußen, Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des Reiches, bekundet, dass die Stände aus Ritterschaft und Städten ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark den Huldigungseid geleistet haben. Bei Antritt seiner Regierung haben sie ihn gebeten, sie mit einem Reversal zu versehen und alle ihre Privilegien für die ganze Landschaft oder einzelne Orte zu bestätigen, gemäß den Landtagsrezessen von 1660, 1661 und 1664. Friedrich erteilt den gewünschten Revers und sagt ihnen zu, sie in ihren Privilegien und Freiheiten jederzeit zu schützen und sie nicht zu beschweren. Er fordert die Kriegs- und Domänenkammer, Hofgericht, Räte, Beamte und Bediente auf, die Privilegien strikt zu beachten.Friedrich (eigenhändige Unterschrift)Gegenzeichnung A(drian) B(ernhard) [von] Borcke, H(einrich) v(on) Podewils

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 30
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 20
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (18 Jh.) Reversales 1740. - ad no. 20. - Praesentattum den 2ten Augusti 1740 in Cleve
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich
Bemerkung : Zwei durch eine schwarzsilberne Siegelkordel zusammengeheftete Lagen (vier Blatt)



1748 Mai 24
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Friedrich II. in Preußen nimmt das Angebot der Landstände und der Untertanen an, jährlich am 1. Dezember 15 000 Taler in Lous d'or, das Stück zu 5 Taler gerechnet, oder in vollwichtigen Dukaten zur Rekrutierung der Armee der Rekrutenkasse zu überweisen oder an die assignierenden Regimenter zu bezahlen. Es findet keine Werbung und Enrollierung mehr im Herzogtum Kleve, Fürstentum Moers und einem Teil der Grafschaft Mark, soweit sie nicht zum Kanton des Generalmajors von Quad Regiment gehört, statt. Die Städte Blankenstein, Breckerfeld, Wattenscheid, Castrop, Westhoven, Schwerte und Herdecke bleiben der Artilleriekompanie zu Wesel als Kanton zugewiesen. Auch soll den Landständen außer den 15 000 Talern nichts weiter wegen Werbung und Enrollierung abgefordert werden. Friedrich (eigenhändige Unterschrift)Gegenzeichnung A(dam) O(tto) v(on) Viereck
[von] Boden
August Friedrich von Boden, preußischer Staatsminister, +1762

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 31
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 21
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (18.Jh.) Originale königliche Verschreibung wegen aufhebung deren Werbungen vom 24ten May 1740. - Nr. 9. - No. 21
Material : Papier
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich
Bemerkung : Drei Lagen Papier (6 Blatt), davon zwei Lagen mit schwarzweißer dünner Kordel zusammengeheftet



1749 Juli 6
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich II., König in Preußen, erklärt, dass die klevischen Stände seine Intention, die Justiz im Herzogtum Kleve und der Grafschaft Mark auf eine solide Grundlage zu stellen, durch einen Beitrag von 3200 Reichstalern unterstützen. Friedrich verspricht den Ständen, nach Ablauf von 6 Jahren, gerechnet vom Quartal Crucis dieses Jahres an, sie von der Last zu befreien und die 3200 Reichstaler aus seiner Kasse zu bezahlen. Friedrich bestätigt den Landständen nochmals alle Privilegien und Freiheiten. Die neuen Räte sollen sie strikt beachten.Friedrich (eigenhändige Unterschrift)

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 32
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 22
Sprache : Deutsch
Vermerke : Auf der Vorderseite NB: das erste höchsteigenständig vollzogene Rescriptum confirmatorium aller Privilegien ist vom 21ten May 1749. - Rv. (18.Jh.) Originalis confirmatio privilegiorum vom 6ten July 1749 . - No. 8
Material : Papier
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich
Bemerkung : Zwei Lagen Papier (4 Blatt), lose, nicht geheftet. - Im Findbuch von 1806 (S. 163) unter Privilegien (Index XV) nochmals aufgeführt.



1786 Oktober 10
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm II., König von Preußen, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches bekundet, dass die Ritterschaft des Herzogtums Kleve ihm den schuldigen Huldigungseid geleistet hat. Bei Antritt seiner Regierung haben sie ihn gebeten, sie mit einem Reversal zu versehen und alle ihre Privilegien und Freiheiten bestätigen. Friedrich Wilhelm erteilt den gewünschten Revers und sagt ihnen zu, sie in ihren Privilegien und Freiheiten jederzeit zu schützen und sie nicht zu beschweren. Er verspricht das bei dem guten Glauben seiner Regierung, Kriegs- und Domänenkammer, Landgericht, Räten, Beamten und Bedienten.Fr(ie)d(rich) Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)praesentatum Cleve den 6 November 1786Gegenzeichnung Weingarten (?)
Karl Friedrich Heinrich Graf von Weingarten, preußischer Minister,., E(wald) F(riedrich) von Hertzberg
Ewald Friedrich von Hertzberg, Kabinettsminister unter Friedrich II. und Friedrich Wilhelm II., *1725 +1795

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 33
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 23
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (18.Jh.) Huldigungsreversale de 10ten October 1786. - No. 23.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Eine durch eine schwarzsilberne Kordel zusammengeheftete Lage (2 Blatt)



1786 Oktober 10
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm II., König von Preußen, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches bekundet, dass die Stände aus Ritterschaft und Städten ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark den Huldigungseid geleistet haben. Bei Antritt seiner Regierung haben sie ihn gebeten, sie mit einem Reversal zu versehen und alle ihre Privilegien und Freiheiten für die ganze Landschaft oder einzelne Orte zu bestätigen, gemäß den Landtagsrezessen von 1660, 1661 und 1664. Friedrich Wilhelm erteilt den gewünschten Revers und sagt ihnen zu, sie in ihren Privilegien ederzeit zu schützen und nicht zu beschweren. Er verspricht das bei wahren Worten und gutem Glauben seiner kleve-märkischen Regierung Kriegs- und Domänenkammer, Landgericht, Räten, Beamten und Bedienten.Fri(edrich) Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)praesentatum Cleve den 6 November 1786Gegenzeichnung Weingarten (?)., E(wald) Fr(iedrich) von Hertzberg

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 34
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 23
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (18.Jh.) Ad No. 23 [korrigiert aus 22]
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Eine durch eine schwarzsilberne Kordel zusammengeheftete Lage (2 Blatt).



1786 Oktober 10
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm II., König von Preußen, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches bekundet, dass die Stände aus Ritterschaft und Städten ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark den Huldigungseid geleistet haben. Bei Antritt seiner Regierung haben sie ihn gebeten, sie mit einem Reversal zu versehen und alle ihre Privilegien und Freiheiten für die ganze Landschaft oder einzelne Orte zu bestätigen, gemäß den Landtagsrezessen von 1660, 1661 und 1664. Er erteilt den gewünschten Revers und sagt ihnen zu, sie in ihren Privilegien und Freiheiten jederzeit zu schützen und sie nicht zu beschweren. Er verspricht das bei wahren Worten und gutem Glauben seiner kleve-märkischen Regierung Kriegs- und Domänenkammer, Landgericht, Räten, Beamten und Bedienten.Fr(iedrich) Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)praesentatum Cleve den 6. November 1786Gegenzeichnung Weingarten (?) E(wald) Fr(iedrich) von Hertzberg

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 35
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 23
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (18.Jh.) Ad Nr. 23 [korrigiert aus 22]
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Eine Lage (zwei Blatt), ursprünglich vorhandene schwarz-silberne Kordel fehlt



1787 März 27
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Landstände des Herzogtums Kleve, des Fürstentums Moers und der Grafschaft Mark haben König Friedrich Wilhelm von Preußen um Erneuerung der Werbefreiheit gebeten, die sein Vorfahr König Friedrich II. ihnen 1748 Mai 24 bewilligt hatte. König Friedrich Wilhelm bestätigt ihnen daraufhin kraft der vorliegenden Urkunde die Werbe- und Enrollierungsfreiheit und bestimmt, dass 1. das ganze Herzogtum Kleve, das Fürstentum Moers und die namentlich aufgelisteten Städte und Bauerschaften der Grafschaft Mark Werbefreiheit genießen und ihnen wegen etwaiger Militärdienste keine Verpflichtung zugemutet wird; 2. die von der Werbung befreiten Provinzen und Distrikte dafür 15 000 Reichstaler jährlich an die Rekrutenkasse zu bezahlen haben; 3. die Finanzierung der Werbegelder der König den Landständen überläßt ; 4. u.a. die werbefreien Provinzen und Distrikte, die freiwillig in den Kriegsdienst eintreten, vom Beitrag zu den Werbegeldern befreit werden.Fr(iedrich) Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)Gegenzeichnung N.N.
zu ientifizieren, Gaudi
Leopold Otto Freiherr von Gaudi (Gaudy), 1728-1789, Staats-, Kriegs- und Finanzminister Friedrichs II., Minister des Generaldirektoriums, FvHeinitz
Es dürfte sich um Friedrich Anton von Heinitz handeln, Generaldirektorium, 1725 bis 1802, Werder
Arnim
Friedrich Wilhelm von Arnim-Boitzenburg, 1780 Erhebung in den Grafenstand durch Friedrich Wilhelm II.,1786 Ernennung zum "Wirklichen Geheimen Etats-, Kriegs- und dirigierenden Minister" und Vizepräsidenten beim Generaldirektorium, *1739 +1801, von Mauschwitz
Schulenburg
Alexander Friedrich George von der Schulenburg-Blumenberg, 1786 von Friedrich Wilhelm von der Schulenburg-Kehnert in sein Amt als Minister beim Generaldirektorium eingeführt, *1745 +1790

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 36
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 24
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (18.Jh.) Ad Nr. 24. - Vermerk unter dem Text: Erneuerte Versicherung über die Werbe-Freyheit in den Provintzen Cleve, Meurs und Marck
Material : Papier
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : General- Ober-Finanz-Kriegs- und Domänendirektoriumch Wilhelm
Bemerkung : Durch eine schwarz-silberne Seidenschnur zusammengeheftet zwei Lagen (vier Blatt)



1789 Juni 17
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die General-Ober-Finanz-Kriegs- und Domänendirektion bekundet, dass König Friedrich Wilhelm (III.) von Preußen die beigeheftete, mit den klevischen Landständen geschlossne Konvention über die Lieferung inländischer freiwillliger Rekruten zu den Weselschen Regimentern genehmigt hat. Gemäß dem Patent vom 24. Mai 1748 und der Versicherung vom 24. März 1787 soll die Werbefreiheit des Herzogtums Kleve strikt beachtet werden und die Einrichtung eines militärischen Kantonszwanges auf gar keinen Fall stattfinden, auch die Eingesessenen nicht gegen ihren Willen zum Militärdienst gewungen werden.Fr(iedrich) Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)Gegenzeichnung ??dorf
, FvHeinitz , Rohdich
Friedrich Wilhelm von Rohdich, 1787 Ernennung zum Geheimen Staats- und Kriegsminister, erster Präsident des Oberkriegskollegiums, *1719 +1796

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 37
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II a 24
Sprache : Deutsch
Vermerke : Unter dem Text: Confirmation der mit denen Landständen des Herzogthums Cleve über die Lieferung einer jährlichen Anzahl Recruten zu den Weselschen Regimentern unterm 3ten April c(urrentis) geschlossenen Convention
Material : Papier
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 2
Person : Aussteller : General-Ober-Finanz-Kriegs- und Domänendirektorium
Siegler : Friedrich Wilhelm



1798 Juli 6
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm II., König von Preußen, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reichest bekundet, dass die Stände aus Ritterschaft und Städten ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark den Huldigungseid geleistet haben. Bei Antritt seiner Regierung haben sie ihn gebeten, sie mit einem Reversal zu versehen und darin alle ihre Privilegien und Freiheiten für die ganze Landschaft oder einzelne Orte zu bestätigen, gemäß den Landtagsrezessen von 1660, 1661 und 1664. Friedrich Wilhelm erteilt den gewünschten Revers und sagt ihnen zu, sie in ihren Privilegien und Freiheiten jederzeit zu schützen und sie nicht zu beschweren. Er verspricht das bei dem gutem Glauben seiner klevischen Regierung, Kriegs- und Domänenkammer, Landgerichten, Räten, Beamten und Bedienten.Friedrich Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)Gegenzeichnung Finckenstein (?)
Vermutlich Carl Wilhelm von Finckenstein, Kabinettsministerium 1714 bis 1800, Reck
Eberhard Friedrich Christoph Ludwig von der Reck(e), Justizminister, 1744 bis 1816, Alvensleben
Philipp Karl von Alvensleben-Hundisburg, 1775 preußischer Gesandter in Dresden, 1791 bis 1802 preußischer Staats-, Kriegs- und Kabinettsminister, *1745 +1802.

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 38
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 25
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (18.Jh.) Reversales für die clev- und märkische Stände Nr. 25
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Eine Lage (zwei Blatt) mit einem durch eine schwarzsilberne Kordel angehängten Siegel



1798 Juli 6
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich Wilhelm III., König von Preußen, Markgraf von Brandenburg, Kurfürst und Erzkämmerer des Reiches bekundet, dass die Stände aus der Ritterschaft ihm als Herzog von Kleve und Grafen von der Mark den Huldigungseid geleistet haben. Bei Antritt seiner Regierung haben sie gebeten, sie mit einem Reversal zu versehen und ihnen alle ihre Privilegien und Freiheiten für die ganze Landschaft oder einzelne Orte zu bestätigen, wie seine Vorfahren das auch getan haben. Friedrich Wilhelm erteilt den Revers und verspricht das bei wahren Worten und gutem Glauben seiner klevischen Regierung. Er befiehlt der klevischen Kriegs- und Domänenkammer, den Landgerichten, Räten, Beamten und Bedienten, die Privilegien strikt zu beachten.Friedrich Wilhelm (eigenhändige Unterschrift)Gegenzeichnung ??
Reck, Alvensleben

Bestellsignatur : Kleve, Landstände, Urkunden Nr. 39
Altsignatur : Kleve, Landstände Caps. II A 25
Sprache : Deutsch
Vermerke : Rv. (18.Jh.) Reversales für die Ritterschaft des Herzogthums Cleve und der Grafschaff Marck. - Ad Nr. 25.
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung
Angekündigte Siegel : 1
Person : Aussteller : Friedrich Wilhelm
Bemerkung : Durch eine scharzsilberne Kordel zusammengeheftet eine Lage (zwei Blatt) Pergament mit einem Siegel


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