Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.1. Landesarchive
1.1.1. Kurköln
1.1.1.12. Münzsachen
Kurköln IX AA 0014
101.09.00 Kurköln IX, Münzsachen (DFG - gefördert)

1372 März 8
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Beschreibung : Erzbischof Kuno von Trier und Erzbischof Friedrich von Köln schließen einen Münzvertrag über die Prägung von Gold- und Silbermünzen unter Angabe von Münzfuß, Ausprägung und Wert der einzelnen Münzarten. Sue setzen fest, zu welchem Kurs genannte umlaufende Goldmünzen von richtigem Gewicht angenommen werden sollen; Goldmünzen von zu geringem Gewicht sind an die Münzstätten (Deutz gen.) zu verkaufen. Neue Prägungen dürfen erst nach ihrer Prüfung angenommen werden, und außer den genannten keine Silbermünzen weder angenommen noch ausgegeben werden. Sie verbieten alle Prägungen außer den genannten mit Ausnahme im kölnischen Westfalen, im trierischen Gebiet rechts des Rheins, moselaufwärts bis Cochem und am Rhein, soweit das trierische Gebiet dort reicht. Ebenso untersagen sie alle Geldausfuhr, nur nicht den Goldschmieden für ihre Berufsbedürfnisse. Sie treffen Bestimmungen über Münzsorten im Zahlungsverkehr. Der Vertrag, in den auch die Stadt Köln aufgenommen wird, gilt für zwei Jahre vom Ausstellungsdatum ab.des maindages na dem Sondage as man singet Letare in der vasten.Ausfertigung. PergamentSiegel der Aussteller.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 1



1373 April 1
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Beschreibung : Revers des Münzmeisters Tilmann von Steenwerde (Steynuerde) über seine Bestallung zum Münzmeister in Deutz laut inserierter Bestallungsurkunde Erzbischofs Friedrichs III. von Köln vom 1. April 1373, in der die Pflichten des Münzmeisters betreffend Prägung, Schlagschatz, Aufsichtsrecht des Wardeins usw. festgelegt werden.Mitsiegler: Elger van der Velen, Schultheiß, und Cone Swartze, Schöffe zu Deutz.Gegeiuen in den jairen onss herren ind op den dach as yn ons herren brieue van Colne hie geschreuen steit.Ausfertigung. Pergament.3 Siegel verl.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 2



1374 November 10
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Beschreibung : Die Stadt Köln erlässt in Verbindung mit Erzbischof Friedrich von Köln und Erzbischof Kuno von Trier eine Münzordnung betreffend die Gültigkeit von angegebenen Gold- und Silbermünzen aus verschiedenen genannten Münzstätten. Nur die genannten Silberprägungen aus Deutz, Koblenz, England, Lübeck und andere genannte Münzen dürfen genommen werden. Diese Ordnung gilt in der Stadt und im Stift Köln, nicht in dem zum Stift Köln gehörenden Westfalen, Zülpich, Xanten und Rees, ebenso im Stift Trier und bis Weihnachten 1376.gegeuen is in den jaren vns herren geburde dusent vier ind seuenzich vp sent Mertyns auent heyligen busschofe.Ausfertigung. Pergament. Mit Siegel.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 3



1400 März 12
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Beschreibung : Boppard.Erzischof Friedrich von Köln, Erzbischof Johann von Mainz, Erzbischof Werner von Trier und Pfalzgraf Ruprecht bei Rhein schließen einen Münzvertrag über die Prägung einer silbernen Münze, nämlich: 1) ganze Weißpfennige à 2 Schilling kölnischer Währung mit einem Feinsilbergehalt von 9 Pfennigen oder 1 Lot Gewicht, 2) halbe Weißpfennige à 1 kölnischem Schilling, 3) andere Silberpfennige als Scheidemünze.gegeuen is zo Boparten in den jairen vnss herren dusent viere hundert des zweuffften dages in dem Mertze.Ausfertigung. Pergament. 4 Siegel.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 4



1437 September 17
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Beschreibung : Koblenz.Erzbischof Dietrich von Köln, Erzbischof Dietrich von Mainz, Erzbischof Raban von Trier und Pfalzgraf Ludwig bei Rhein schließen einen Münzvertrag über die Prägung einer Gold- und Silbermünze für 6 Jahre. Sie erlassen Bestimmungen über Münzfuß, Gepräge und Pflichten des Münzpersonals.gegeben ist zo Couelentz uff Dynstag nah des heilligen Cruces dag Exaltacion(is) zu Latine genant nae Christi geburte Dusent virhondert vnd seben vnd drissich jare.Ausfertigung. Pergament.4 Siegel.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 5



1454 Oktober 29
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Beschreibung : Frankfurt.Erzbischof Dietrich von Mainz, Erzbischof Jakob von Trier, Erzbischof Dietrich von Köln und Pfalzgraf Friedrich bei Rhein schließen einen Münzvertrag über die Prägung einer Gold- und Silbermünze für 10 Jahre. Sie erlassen Bestimmungen über Münzfuß Prägung, Pflichten des Münzpersonals und für den Fall des Todes einer oder mehrerer Vertragspartner.geben ist zu Ffranckfurtt am dinstage noch sint Symon vn[d Judas]tag der heilgen aposteln.Pergament. Reverse a) Dietrichs von Mainz, b) Jakobs von Trier und c) Friedrichs bei Rhein mit Siegel. d) Zettel mit zusammengefassten Inhalt des Vertrages (Exemplar Erzbischof Dietrichs von Köln).
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 6a-d



1461 Juni 11
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Beschreibung : Mainz.Revers Erzbischofs Diethers von Mainz über seinen Beitritt zu dem zwischen Erzbischof Diether von Mainz, Erzbischof Jakob von Trier, Erzbischof Dietrich von Köln und Pfalzgraf Friedrich bei Rhein über die Prägung einer Gold- und Silbermünze für 10 Jahre am 29. Oktober 1454 zu Frankfurt abgeschlossenen Münzvertrag, der durch einen Zettel vom 1. Januar 1455 ergänzt wurde.geben ist inn vnser Stadt Mentze am Dornstage nach sant Bonifacius tag.Pergament.Siegel.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 7



1464 Oktober 11
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Beschreibung : Boppard.Revers Pfalzgraf Friedrichs bei Rhein, dass er mit Erzbischof Adolf von Mainz, Erzbischof Johann von Trier und Erzbischof Ruprecht von Köln für 20 Jahre einen Münzvertrag betreffend Gold- und Silbermünzen, Münzpersonal, Münzfuß und Prägung geschlossen hat.geben ist zu Boppartten am Dornstag nach sant Dyonisius dag.Pergament.Mit Siegel.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 8



1466 April 15
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Beschreibung : [Frankfurt].Revers Johanns von Büren, Bürger zu Köln, über seine Bestallung zum Wardein durch Erzbischof Ruprecht von Köln laut inserierter Bestallungsurkunde vom 15. April 1466, in der Rechte und Pflichten des Wardeins festgelegt werden.gegeuen ist vp dagh ind in iaren vnss hernn vur in myns Gnedigen herrn brieff geschreuen steit.Pergament.Mit Siegel.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 9



1475 Oktober 15
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Beschreibung : Linz.Kaiser Friedrich III. gestattet dem Landgrafen Hermann von Hessen, den er als Verweser des Stifts Köln laut darüber erteilter Urkunde eingesetzt hat, bis auf Widerruf in der Stadt Bonn Gold- und Silbermünzen vom gleichen Wert wie die der rheinischen Kurfürsten zu prägen und voll in die Münzrechte des Erzbischofs von Köln einzutreten bei Strafe von 100 Goldmark für diejenigen, die den Landgrafen an der Ausübung dieses Rechtes hindern. Geben zo Lyns des funffzehenden dages des maendes Octobris nach Christi geburt virtzehenhundert vnd funffvndsebentzichsten vnsers Reichs des Romischen am sessvnddrissigisten des keyserthumbs im vier vnd zwenzigsten vnd des hungerschen im siebentzehenden iaren.Ausfertigung. Pergament.Siegel verl.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 10



1481 April 5
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Beschreibung : Rheinische Münzeinigung auf 10 JahreMünzeinigung zwischen Erzbischof Johann von Trier, Erzbischof Hermann von Köln, Herzog Wilhelm von Jülich-Berg einerseits und der Stadt Köln andererseits:1) ein Weißpfennig soll als Silbermünze geschlagen werden: derart, dass die Mark kölnisches Gewicht auf 6 1/2 Pfennige "(gewirckt)" werden soll, und auf die Mark "wercks" gehen 114 Stücke.2) ein gemeinsamer "probierer" in der Person des Johann Helman soll zur Beachtung dieser Münzregelung angestellt werden.3) an einer Seite sollen die Weißpfennige die Wappen der drei genannten Fürsten, an der anderen Seite das Wappen des Hl. Peter tragen, die halben Weißpfennige sollen die gleichen Wappen tragen, die Heller sollen über dem Wappen ein Sternchen tragen,4) Rutger Cluppener soll als Eisenschneider (ysersnyder) mit Lohn und Kleidung gemäß der letzten Ordonnanz tätig sein.2 Ausfertigungen. Pergament.a) die angeh. Siegel der 4 Aussteller abgefallen.b) sämtliche 4 Siegel anh.(alte Nr.: 11)
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 11



1481 April 13
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Beschreibung : Rheinische MünzeinigungMünzeinigung zwischen Erzbischof Johann zu Trier, Erzbischof Hermann zu Köln, Herzog Wilhelm von Jülich-Berg einerseits und der Stadt Kön andererseits:1) der Münzmeister soll Weißpfennige schlagen, von der Mark kölnisches Gewicht 6 1/2 Pfennige "Konigs", so dass 114 Weißpfennige auf die Mark gehen und 27 neue oberl. Gulden gelten. 2) desgl. halbe Weißpfennige und Heller (12 Heller = 1 Weißpfennig)3) Anstellung eines gemeinen Probierers.4) Anstellung eines "wardeins" für jegliche Münze, der eine Kiste bewache , wozu jeder der 4 Vertragschließenden einen Schlüssel habe. Ausfertigung. Pergament.4 anh. Siegel der Vertragschließenden.(alte Nr.: 12)
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 12



1481 September 28
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Beschreibung : Johann van der Mere, kurkölnischer Münzmeister in WestfalenRevers des Johann van der Mere betreffend seine Bestallung auf sechs Jahre als kurkölnischer Münzmeister des Erzbischofs Hermann zu Köln in seinen "landen zo Westphalen". Johann soll schlagen lassen1) einen Silberpfennig, wovon 27 = 1 Gold-Gulden einen Silberpfennig = 24 verinck2) 1/2 Silberpfennig = 12 verinck (Vierlinge)3) einletzige kleine Pfennige (1 kleiner Pfennig = 4 veronge)4) veronge (Vierlinge)5) moirken (Morchen), von Gehalt und Gewicht wie am RheinAlles nach Korn und Wert wie in Dortmund, wo zweimal im Jahre die Probe genommen werden soll. Der Münzmeister soll freie Wohnung und Kost genießen.Datum (der inserierten Bestallungsurkunde des Erzbischofs): Brühl 1481, uff sent Michaels avent.Ausfertigung. Pergament.Mit anh. beschädigtem Siegel des Johann van der Mere(alte Nummer: 13 a, Münzakt. 15. Jhd.)
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 13



1481 Oktober 23
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Beschreibung : Kaution des Johann van der Mer, kurkölnischer Münzmeister in WestfalenJohann van der Mer als Münzmeister des Kurfürsten von Köln in Westfalen stellt als Kaution seine in Köln liegenden fünf Häuser:1) sein Haus auf dem Domhofe beim Hohen Gericht,2) sein Haus bei der St. Mariengraden-Treppe,3) sein Haus an der Drachenpforte,4) seinen Hof (gadum) an der Drachenpforte,5) sein Haus auf dem Sporgassenort.Datum: 1481, up sent Severins dach.Ausführung. Pergament.Anh. Siegel des Ausstellers.(alte Nr.: 13 b)
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 14



1489 April 24
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Beschreibung : Jorgen van Dorneck, kurkölnischer Münzmeister in WestfalenErzbischof Hermann zu Köln ernennt seinen Getreuen Jorgen van Dorneck zu seinem Münzmeister in Westfalen zu Werl auf sechs Jahre mit der Verpflichtung, Silbermünzen zu schlagen gemäß der am nächsten Montag nach Misericordias Domini (Mai 4) zu Dortmund mit den Bischöfen zu Münster und Osnabrück, von Kleve-Mark und der Reichsstadt Dortmund zu treffenden Übereinkunft. Sollte hier keine Münzeinigung zustande kommen, alsdann werde er eine Silbermünze in seiner Landschaft Westfalen ordinieren.Jorgen van Dorneck erhält freie Wohnung zu Werl und Befreiung daselbst von allen Diensten und Lasten, abgesehen von dem an den Landesherrn zu zahlenden Schlagschatz, die Münze selbst soll frei sein gleich dem Kirchhofe, und die Kaufleute, die Silber zur Münze bringen, erhalten freies Geleit.Datum: 1489, fritach nach dem hilligen paissch dach. Konzept, Papier.(alte Nr.: 14 b)
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 15



1489 Juni 10
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Beschreibung : Westfälische Münzeinigung zu DortmundDortmund.Münzeinigung zwischen Erzbischof Hermann zu Köln, Bischof Heinrich zu Münster, Bischof Konrad zu Osnabrück, Herzog Johann von Kleve als Grafen von der Mark und der Stadt Dortmund:1) zur Abschätzung (werderinge) des Goldgulden sollen 10 Schillinge dortmundisch oder 15 münsterische Schillinge gemünzt werden.2) Ihre Münzmeister (für Kurköln der Münzmeister der Lande diesseits des Rheins, d. h. wohl im Herzogtum Westfalen und Vest Recklinghausen) sollen münzen: 20 ganze und 40 halbe Stüber auf den Gulden, d. h.: 79 ganze Stüber auf eine Mark kölnischen Gewicht. Die sollen halten 5 1/2 Pfennige fein Silber, so mache man aus der Mark Feinsilber 8 1/2 Gulden und 1/2 Ort. 3) 110 (ganze) Stüber sollen wiegen 1 Mark kölnischen Gewicht, die sollen halten 3 Pfennig und 18 Korn ("grein") Feinsilber; so werden aus der Mark Feinsilber gemacht: 8 Gulden, 7 1/2 Schilling, 3 Pfennig dortmundisch; die Pfennige sollen halten 3 Pfennige und 2 Korn ("grein") Feinsilber; 18 sollen wiegen 1 Lot, so werden aus der Mark Feinsilber 9 Gulden und ein Ort.4) Die Viertelpfennige (veringe) sollen halten 1 Pfennig von 8 Korn Feinsilber, und sollen wiegen 13 "penning Wert" 1 Lot, so macht man aus der Mark Feinsilber 12 Gulden weniger 10 Pfennig, und dies nach "Colscher, Ossenbruchscher, Merckerscher und Dorptmundescher sate".5) Der Bischof von Münster, der bisher auf den Goldgulden 15 ganze münsterische Schillinge zu je 12 Pfennig und 30 halbe münsterische Schillinge zu je 6 Pfennig münzte, soll durch seinen Münzmeister auf den Goldgulden schlagen lassen: 15 Schilling, wovon 59 eine Mark kölnisch wiegen. Die sollen gelten 5 1/2 Pfennig Feinsilber, so kommen auf die Mark Feinsilber 8 1/2 Gulden und 1/2 Ort.Datum: Dortmund, 1489, des Gudestags na sent Bonifacius dage.Ausfertigung. Pergament.Von den anh. Siegeln der 5 Vertragschließenden Siegel 4 ab.(frühere Nr.: 14 a)
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 16



1490 November 15
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Kurrheinische MünzeinigungMünzvereinigung der vier Kurfürsten Mainz, Köln, Trier und Pfalz zur Ausprägung von neuen Goldgulden zu 18 1/2 Karat fein und an Mischung 3 1/2 Karat, wovon 107 auf 1 1/2 kölnische Mark gehen sollen. Bestimmungen betreffend Münzmeister, Probierer, Wardein, Eisenschneider und allgemeine Bestimmungen über das Münzwesen.Datum: Kaub (zu Chube), 1490, uff Montag nach sanct Martins tag.Angeh. Siegel der 4 Kurfürsten.(alte Nr.: 16 a)
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 17



1493 März 12
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Beschreibung : Erzbischof Hermann von Köln, Herzog Wilhelm von Jülich-Berg und die Stadt Köln schließen einen Münzvertrag wegen einer Silbermünze. Sie erlassen genaue Bestimmungen über die einzelnen genannten Münzsorten. Die bisher umlaufenden genannten Münzen dürfen nach den nächsten 1. Mai, an dem der Vertrag in Kraft treten soll, bis zum nächsten Remigiustag (1. Oktober) noch verwendet werden. Im Kapitalverkehr sind weitere Bestimmungen zu beachten. Arbeitsleute, Wirte und Handwerker dürfen sich nach dem Remigiustag nur noch der neuen Münzen bedienen. Die Aussteller setzen die Pflichten von Wardeinen und Münzmeistern fest. Dreimal im Jahr sollen Probationstage abgehalten werden: 1) in Bonn oder Deutz, 2) in Mülheim und 3) in Köln.off Sannd Gregorius tage des heiligen Babstes.Ausfertigung. Pergament.Siegel der drei Aussteller.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 18



1502 Juni 7
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Beschreibung : Mainz.Die Erzbischöfe Bertold von Mainz, Johann von Trier und Hermann von Köln und Pfalzgraf Philipp bei Rhein bekennen, dass, nachdem am 1. September 1488 zu Frankfurt zwischen Erzbischof Bertold und Pfalzgraf Philipp über eine Silbermünze neben einer goldenen eine Münzordnung abgeschlossen worden war, die Erzbischöfe von Trier und Köln, die bereits vorher bezüglich der goldenen Münze angeschlossen waren, sich dieser Münzordnung angeschlossen haben.Gegenstände der Ordnung sind folgende Punkte: Münzfuß des rheinischen Guldens; Verwendung der alten Baseler, Nördlinger, Frankfurter sowie der Sigmundischen, Sächsischen, Brandenburgischen, neuen Baseler, Nördlinger, Frankfurter und Nürnberger Gulden ab 29. September; Vorschriften für Wechsler und Münzmeister beim Münzwechsel. Verwendung der silbernen Münzen und Bestimmungen über deren Münzfuß; Verhältnis zum rheinischen Gulden und der Silbermünzen untereinander; Kennzeichnung der Münzen durch Anfangsbuchstaben der Namen der ausgebenden Fürsten. Vorschriften über Münzmeister, Wechsler, Probationstage, Schlagschatz und Münzhandel. Dechant und Kapitel der Domstifte zu Mainz und Köln bekräftigen diese Ordnung mit ihren Siegeln.gegeben ist zo Mentz off dinßtag nach Sandt Bonifacien tag.Ausfertigung. Pergament.3 Siegel, 3 Siegel verl.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 19



1502 Oktober 3
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Beschreibung : Revers des Münzmeisters Johann Grunewalt über seine Bestallung zum Münzmeister des Kurfürsten und Erzbischofs von Köln und des Pfalzgrafen bei Rhein laut inserierter Bestallungsurkunde Erzbischof Hermanns vom 3. Oktober 1502, durch die der Münzmeister zur Einhaltung der inserierten, am 7. Juni 1502 zu Mainz von den Erzbischöfen von Mainz, Köln und Trier und dem Pfalzgrafen bei Rhein erlassenen Münzordnung, zur Ablieferung eines spezifizierten Schlagschatzes und zum Besuch der Probationstage verpflichtet wird.geben ist im iare vnd tag wie oben in myns gnedigsten hern brieff geschriben stet.Pergament.Siegel des Ausstellers.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 20



1502 Dezember 19
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Revers Wolff Eberharts über seine Bestallung zum Wardein durch Erzbischof Hermann von Köln laut inserierter Bestallungsurkunde vom 19. Dezember 1502, in der die Pflichten des Wardeins im einzelnen festgelegt werden.Geben im iare vnd tag als oben in myns gnedigsten herr brieff geschreben steit.Pergament.Siegel.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 21



1502 Dezember 19
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Revers des Münzmeisters Cornelius von Leyden über seine Bestallung zum Münzmeister des Kurfürsten und Erzbischofs von Köln und des Pfalzgrafen bei Rhein laut inserierter Bestallungsurkunde Erzbischof Hermanns vom 19. Dezember 1502, durch die der Münzmeister zur Einhaltung der inserierten, am 7. Juni 1502 zu Mainz von den Erzbischöfen von Maniz, Köln und Trier und dem Pfalzgrafen bei Rhein erlassenen Münzordnung, zur Ablieferung eines spezifizierten Schlagschatzes und zum Besuch der Probationstage verpflichtet wird.geben ist im iare vnnd tag wie oben in myns gnedigsten hern brieff geschriben stehett.Pergament.Siegel des Ausstellers fast völlig zerstört.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 22



1503 November 11
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Frankfurt.Die Erzbischöfe Bertold von Mainz, Hermann von Köln und Jakob von Trier und Pfalzgraf Philipp bei Rhein erklären, dass, nachdem bereits am 1. September 1488 zwischen Bertold von Mainz und Pfalzgraf Philipp ein Münzvertrag betreffend die goldene und silberne Münze abgeschlossen worden war und die Kurfürsten von Trier und Köln schon betreffend der goldenen Münze angeschlossen waren, diese sich nun betreffend die silberne Münze angeschlossen haben. Sie verpflichten sich zur Einhaltung aller genannten Bestimmungen des Münzvertrages. Bestätigt durch das Mainzer Domkapitel.geben ist zo Franckfort off Sannt Martins tag.Ausfertigung. Pergament.5 Siegel.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 23



1504 März 23
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Beschreibung : Brühl.Revers des Wechslers Arnt von Dordrecht (Dordericht) über die Verschreibung des Wechsels in Bonn, Andernach und Linz durch Erzbischof und Kurfürst Hermann von Köln zu genannten Bedingungen laut inserierter Urkunde desselben. Gegeben im iare vnnd dag als oben inn myns gnedigsten hern brieff geschreuen stehit (am Satersdage nach dem Sonndag Letare ...).Pergament.Siegel des Ausstellers, Siegel des Ritters und kölnischen Hofmeisters Vincenz von Schwanenberg verl.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 24



1509 September 30
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Beschreibung : Ludwig von Boyneburg, Landhofmeister, Dietrich von Cleen, Landkomtur der Deutschordensballei zu Marburg, Hermann Schenk zu Schweinsberg, Kaspar von Berleppsch, Georg von Hatzfeld, Herr zu Wildenberg, Löwenstein von Löwenstein, Marschall, Heinrich von Bodenhausen und Jost von Baumbach, alle Regenten für den noch unmündigen Landgrafen Philipp (den Großmütigen) von Hessen, erklären für diesen ihren Beitritt zu dem von den Erzbischöfen Bertold von Mainz, Johann von Trier und Hermann von Köln und Pfalzgraf Philipp bei Rhein geschlossenen, inserierten Münzvertrag. Landgraf Philipp muss bei Volljährigkeit erneut seinen Beitritt erklären. Sie treffen Bestimmungen über die Prägung der hessischen Gold- und Silbermünzen.geben ist auf Monntag nach sanct Michelstag vnd Christi vmsers hernn geburt funfftzehenhundertvnnd im Neunden Jare.Pergament-Heft, 8 fol.Siegel des Regiments.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 25



1511 Mai 12
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Erzbischof Philipp von Köln, Herzog Wilhelm von Jülich, Herzog Johann von Kleve und die Stadt Köln bestimmen in einem Münzvertrag, dass in Zukunft nur noch Rader-Münzen in Gold und Silber geschlagen werden sollen, keine schweren Münzen außer Landes gebracht und leichte ausländische mitgebracht werden dürfen und alle Zahlungen in Radergeld erfolgen müssen. Sie erlassen genaue Bestimmungen über die Pflichten ihres Münzpersonals.Gegeuen in den iaren vnnsers heren dusend funffhundert vnnd eylff off den nehisten mondagh nach dem Sonntagh Jubilate , nemlich den zwelifftenn tagh vom Meye.Ausfertigung. Pergament.4 Siegel.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 25 A



1511 Juli 26
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Herzog Wilhelm von Jülich, Herzog Johann von Kleve und die Stadt Köln schließen mit den Erzbischöfen Uriel von Mainz, Philipp von Köln und Richard von Trier und Pfalzgraf Ludwig bei Rhein einen Vertrag, demzufolge sie sich der von den Erzbischöfen Bertold von Mainz, Johann von Trier und Hermann von Köln und Pfalzgraf Philipp erlassenen, hier inserierten Münzordnung [o. D.] anschließen. Sie treffen Bestimmungen über die Prägung ihrer Gold- und Silbermünzen.gebenn ist off Sambstag nach Sanct Jacobs tag des heiligen Apostels im jare vnnsers herrnn duysundt vunffhundert vnnd eilff jare.Ausfertigung. Pergament.Siegel der drei Aussteller.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 26



[1480-1547]
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Erzbischof Hermann von Köln ernennt Wernher Rauen zu seinem Wardein unter Festlegung seiner Pflichten. Zu diesen gehören im wesentlichen: Eintragung jeder neuen Mischung von Münzmetall in eines der beiden darüber zu führenden Register (das andere hat der Münzmeister zu führen), Verwahrung des Münzstempels und des -gewichts, Probation jeder neuen Prägung, Erhebung des Schlagschatzes, Beaufsichtigung und Anstellung des Münzpersonals, Überwachung der Ausprägung, Teilnahme an Probationstagen (an der Frankfurter Messe auf Kosten des Münzmeisters).Undatiert [zu Hermann von Hessen (1480-1508) oder Hermann von Wied (1515-1547)].Nicht vollzogene Ausfertigung. Pergament.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 27
Bemerkung : Nr. 20 Verz. 15. Jh.



1515 November 12
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Bischof Georg von Speyer erklärt seinen Anschluss betreffend der Silbermünzen an die von den Erzbischöfen Bertold von Mainz, Johann von Trier und Hermann von Köln und Pfalzgraf Philipp bei Rhein erlassene, hier inserierte Münzordnung [o. D.] und trifft Bestimmungen über die Prägung seiner Albus- und Pfennig-Münzen.geben ist off Montag nach Sanct Martinstag.Ausfertigung. Pergament.Mit Siegel.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 28



1558 Januar 20
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Johann Bitter von Raesfeld, kurkölnischer MünzmeisterRevers des Johann Bitter von Rasfelt (Raasfeld, Kreis Borken / Westfalen) gegenüber dem Kurfürsten Anton von Köln betreffend seine Bestallung als Münzmeister:1) der Münzmeister soll schlagen Gold- und Silbermünzen (Goldgulden und Taler) gleich den andern Mitkurfürsten, und zwar auf 1 1/2 Mark kölnisch: 107 1/2 Stück, haltend fein 18 1/2 Karat,2) er soll haben "für ungefall zu remedio 2 green",3) er soll schlagen können ganze, 1/2- und Ort-Taler, so dass 8 ganze Taler auf eine kölnische Mark gehen, und "an feinen außbereit halten" 10 Pfennig und 18 "green", desgl. haben "zu remedio" 2 green, 4) von jeder Mark Werkgold soll der Münzmeister 1/2 Goldgulden Schlagschatz geben,5) der Münzmeister soll freie Unterkunft und Behausung genießen.Ausfertigung. Pergament.Anh. Siegel.(alte Nr.: 14 a / Mz. Akt. 16. Jhd.)
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 29



1558 August 4
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Beschreibung : Johann Bitter von Raesfeld, kurkölnischer MünzmeisterRevers des Johann Bitter von Rasfelt (Raesfeld / Westfalen) als kurkölnischen Münzmeisters gegenüber Kurfürst Johann Gebhard von Köln (vgl. für den Inhalt Urkunde 1558 Januar 20).Ausfertigung. Pergament.Mit Rest des angeh. Siegels.(alte Nr.: 14 b / Münzakt. 16. Jhd.)
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 30



1562 Dezember 20
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Johann Bitter von Raesfeld (Raßfeldt), kurkölnischer MünzmeisterBestallung durch Erzbischof Friedrich von Köln.Ausfertigung. Pergament.Anh. Siegel des Ausstellers, beschädigt.
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 31



1580 Mai 22
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Beschreibung : Henrich Rurichs, kurkölnischer Münzmeister zu DeutzVor dem Gericht Deutz, Schultheiß Gerhard Aßenschlorg und Schöffen (Syxtus Waldtfürster, Braun Mor, Goßwin Dußberg, Jost Wystinck, Henr. Jochems und Eggart von Vreden bekundet Henrich Rurichs, Münzverwandter und angesessener Bürger der Freiheit Deutz, samt Ehefrau Entgan gegenüber Erzbischof Gebhard von Köln wegen seiner Bestallung als kurkölnischer Münzmeister zu Deutz als Bürgen den Johann Vyntz Tempelhaelffen und Ehefrau Brele wie auch den Paul Becker von Brechen samt Ehefrau Biele, beide Bürger zu Deutz.Ausfertigung. Pergament.Angeh. Schöffen-Siegel zu Deutz.Unterschrift des Gerichtsschreibers zu Deutz Henr. Huxman von Orsoy.(frühere Nr.: 111 / Münzakten 16. Jhd.)
Bestellsignatur : Kurköln IX Nr. 32


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