Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.4. Reichsbehörden
1.4.1. Reichskammergericht
Reichskammergericht AA 0627
115.05.03 Reichskammergericht, Teil III, E-G

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-200 201-223 


1672 - 1673 (1666 - 1673)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch de Graves auf Zahlung von 19064 Rtlr. wegen Verletzung des Handelsgesellschaftsvertrages. 1666 hatte de Grave mit Clemens und Johann Everts (Vater und Sohn) einen „contractus societatis“ geschlossen und 18064 Rtlr. in die Handelskompanie eingezahlt. Der Handel mit Messern, Stahl und Klingen reichte u. a. bis Leipzig, Lüttich, Rouen und Cadiz. De Grave warf seinen Partnern vor, den Vertrag gebrochen zu haben, indem sie von seinem Geld Waren kauften, wegschafften und auf eigene Rechnung weiterverkauften. Eine von ihm erwirkte Sentenz des Königlichen Rates in Paris blieb ohne Folgen, da Everts dort keinen Besitz hatte, keine Kaution hinterlegt und Paris verlassen hatte. De Grave erwirkte an der Hofkanzlei Düsseldorf einen Arrest auf alle Güter Everts. Trotz Appellation an das RKG ließ sich de Grave in die Güter immittieren. 1673 verbot das RKG Everts, während des laufenden Prozesses Güter wegzuschaffen, zu verkaufen oder Hypotheken aufzunehmen.

Aktenzeichen : E 82/228

Enthaeltvermerke : Kläger: Clemens Everts, früherer Bürgermeister und Kaufmann in Solingen, (Bekl.)
Beklagter: Johann de Grave, Kaufmann, Paris, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Leonhard Schommartz 1672 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Philipp Nederer (Niederer) 1672 - Subst.: Dr. Johann Hermann Schäffer
Prozeßart: Appellationis; 1673: mandati inhibitorii et de lite pendente non alienando sine clausula
Instanzen: 1. Königlicher Rat zu Paris (1668/69) - 2. Fürstl. jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1669 - 3. RKG 1672 - 1673 (1666 - 1673)
Beweismittel: Bd. I: Inventar des Besitzes des Clemens Everts 1671 (Q 25). Prüfung der Rechnungsbücher der Handels - Compagnie de Grave - Everts (am Ende ohne Q). Bd.II: Vertrag zwischen de Grave und Everts 1666 (5 - 9, niederländ.). Detaillierte Aufstellung der Evertsschen Schulden in Paris (nach 9 und 159). Zwei Briefe Everts’ an de Grave 1666/67 (22 - 34). Aufstellung von Zahlungen de Graves an Everts (36f.). Gegenforderungen Everts (186f.). Auszüge aus Geschäfts- und Rechnungsbüchern 1665 - 1669 (196 - 199, 218f., 238ff.). Bd. III: Auszüge aus Geschäfts- und Rechnungsbüchern (62 - 67). Zeugenverhör Solingen 1670 (171 - 264). Bd. IV: Geschäfts- und Rechnungsbücher.
Beschreibung: 4 Bde., 33,5 cm, 1397 Bl.; Bd. I: lose; Bde. II - IV gebunden (Q 17 a, b, c). Q 1 - 31, Q 13* fehlt, 1 undatierte Beilage am Ende von Bd. I.




(1527 - 1528)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um den Nachlaß des Arloff Knopf. In der Vorinstanz waren die strittigen Güter geteilt und ein Losentscheid herbeigeführt worden.

Aktenzeichen : E 87/292

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm von Echtz, Schultheiß zu Birkesdorf (Hzm. Jülich, Amt Nörvenich; Kr. Düren), und Konsorten: Franz Bach, (Bekl.)
Beklagter: Johann Bier (Buyr, Buyre), Johann Pyel, Bürger zu Jülich, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johannes Machtolff (1527)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Friedrich Rebsteck 1527 - Dr. Christopher Hoss 1527 - Lic. Hieronymus Roitt 1527 - Johannes Trach 1527 - Dr. Ludwig Hirter 1527 - Johannes Engelhart 1527 - Lic. Johannes Helffman 1527 - Dr. Hieronymus Lerchenfelder 1527
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen zu Düren (1516 ?) - 2. RKG (1527 - 1528)
Beschreibung: 11 Bl., gebunden; Protokoll ohne Eintrag, 4 Aktenstücke.




1543 - 1544 (1543)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streitgegenstand nicht ersichtlich; Prozeß wurde vermutlich nicht weiter verfolgt, weil Echtz am 24. Mai 1543 verstarb.

Aktenzeichen : E 89/294

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm von Echtz, Schultheiß zu Birkesdorf (Hzm. Jülich, Amt Nörvenich; Kr. Düren)
Beklagter: Adam Forst (Vorst), Düren
Prokuratoren (Kl.): Lic. Mauritz Preunlin (= Breunlin) (1543)
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Mauritius Breunle 1543 - Lic. Wolfgang Wolff 1543 - Lic. Christoffvon Swabpach 1543 - Lic. Bernhard Mey 1543
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen von Birkesdorf auf Unterweisung des Hauptgerichts Jülich - 2. RKG 1543 - 1544 (1543)
Beschreibung: 6 Bl., lose; Q 1 - 4.




1550 - 1560 (1535 - 1559)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die Zahlung der Gülten aus einem auf den „Schatz zu Pierne“ (Pier, Hzm. Jülich, Oberamt Jülich; Kr. Düren) lautenden Rentbrief von jährlich 33 oberländischen Gulden, 3 Ort, 4 Schilling. Catharina Clockers Vater Johann hatte in seinem Testament 1535 verfügt, daß seine Frau Catharina die Leibzucht über die Rente haben sollte, ohne sie jedoch verkaufen oder sonst irgendwie veräußern zu dürfen. Nach ihrem Tod sollte die gemeinsame Tochter, die ebenfalls Catharina hieß, die Rente erben. Wilhelm von Echtz, Schultheiß von Birkesdorfund Vater des Franz von Echtz, kaufte der älteren Catharina den Rentbrief ab. Ihre Tochter Catharina focht den Verkauf an. Das RKG setzte eine Untersuchungskommission ein. 1558 machten Bürgermeister, Schöffen und Rat von Aachen eine Eingabe an das RKG zugunsten der Catharina Clockers, weil ihr Mann schwachsinnig geworden war. 1560 bestätigt das RKG das Urteil der Vorinstanz.

Aktenzeichen : E 90/295

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz von Echtz, Birkesdorf (Hzm. Jülich, Amt Nörvenich; Kr. Düren), als Erbe des Wilhelm von Echtz und Konsorten: Werner von Linnich, Zöllner zu Birkesdorf, Johann von Weisweiler, Michael Geich und Peter von Froetzem, (Bekl.)
Beklagter: Catharina Clockers (Klockers), Aachen, Tochter des Johann Clokkers, (Kl.: ihr Onkel und Vormund Michael Klocker)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Ludwig Ziegler 1549 - Dr. Johann Portius 1549 - Lic. Mauritius Breunle 1549 - Lic. Christophorus Swapach 1549 - Lic. Martin Richart 1552 Prokuratoren (Bekl.): (Dr. ?) Johann Deßler (Teschler ?) 1550 - Dr. Michael von Kaden 1550 - Lic. Amandus Wolff 1550 - Dr. (Johannes) Portius 1550
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen zu Düren auf Unterweisung durch Schultheiß und Schöffen zu Aachen 1548 - 2. RKG 1550 - 1560 (1535 - 1559)
Beweismittel: Bd. I: Urteil der Vorinstanz (in Q 4 A). Testament des Johann Clockers 1535 (in Q 4a). Zeugenaussagen (in Q 4a). Schreiben des Schultheißen und der Schöffen von Pier und Merken im Streit Wilhelm von Echtz gegen Klockers 1535 (ohne Q lose am Ende; nicht zu diesem Prozeß ?). Bd. II: Zeugenaussagen (Q 16). Bericht der Untersuchungskommission, bestehend aus Lic. med. Albert Beckmann und Franz von Lechenich, Richter, 1554 (Q 17). Schreiben des Schultheißen und der Schöffen des Dingstuhls Pier und Merken über die umstrittene Rente 1556 (Q 20, Original). Eingabe Aachens für Catharina Clockers 1558 (am Ende ohne Q).
Beschreibung: 2 Bde., 6 cm, 230 Bl., gebunden; Q 1 - 20, 4a und b, 4 Beilagen.




1726 (1726 - 1727)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Vollstreckung des selbst gefällten Urteils. Eck war mehrere Jahre Bürgermeister von Solingen gewesen. Bei der Neuwahl im Juni 1724, die „tumultuarie“ vollzogen wurde, nahm man nicht die sonst übliche Abrechnung vor, und Ecks Ansprüche für Auslagen, die er für die Stadt gemacht hatte, wurden nicht beglichen. Eck bekam zwar vom kurpfälz. jül.- berg. Geheimen Rat Recht, gleichwohl wurde das Urteil nicht vollstreckt. Als er am RKG klagte, machten der neugewählte Bürgermeister und Rat der Stadt Solingen eine Gegenrechnung auf und forderten von Eck noch über 914 Rtlr., während er in seiner Rechnung aufAnsprüche von 776 Rtlr. kam.

Aktenzeichen : E 103/334

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Eck, früherer Bürgermeister von Solingen
Beklagter: Kurpfälz. jül.-berg. Kanzler und Räte des Geheimen Rats; der neugewählte Bürgermeister und Rat der Stadt Solingen.
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Goy 1726 - Subst.: Dr. Johann Wilhelm Ludolf
Prozeßart: Mandati de exequendo propriam sententiam jam dudum in rem iudicatam prolapsam cum clausula
Instanzen: RKG 1726 (1726 - 1727)
Beschreibung: 1 cm, 30 Bl., gebunden; Q 1 - 5, 3 Beilagen 1726/27.




1745 (1717 - 1746)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um den Nachlaß der Sibilla Bernsau, Witwe des Solinger Bürgermeisters Johann Clauberg Hermanns, besonders um die Frage, ob es sich bei dem Nachlaß um ein Fideikommiß handelt. Sibilla hatte zwei Töchter: Anna Dorothea, die Johann Jacob Paters heiratete, und Christina Gertrud, die Johann Eck heiratete. Beide Töchter sollten zu gleichen Teilen erben. Zu den Bestimmungen des Testaments der Sibilla gehörte, daß keine Güter alieniert (verkauft) werden durften, sondern die Erbgüter als Stock- und Stammgüter geachtet werden mußten. Die Appellanten werfen ihrem Onkel Johann Jacob Paters vor, er habe das Erbe seiner Frau verschwendet. Aus Geldnot habe er dann ein Haus zu Elberfeld an Abraham Hohn verkauft. Als dieser vom Testament Sibillas hörte, forderte er eine Kaution, was zum Rechtsstreit zwischen Paters und Hohn führte. Als nach mehreren Instanzen Paters eine für ihn günstige Entscheidung herbeiführte, wandten sich die Appellanten als Intervenienten an das RKG mit dem Antrag, dem Appellaten den Verkauf und die Belastung aller zum Fideikommiß gehörenden Güter zu untersagen.

Aktenzeichen : E 104/338

Enthaeltvermerke : Kläger: Kinder des früheren Bürgermeisters von Solingen Johann Eck, Johann Godfried Eck, Johann Clemens Wolffertz, Johann Peter Melchior, Matthias Brüning, Elberfeld, (Bekl. Abraham Hohn; die RKG - Appellanten treten erst nach dem Entscheid der 4. Instanz als Intervenienten in den Prozeß ein)
Beklagter: Johann Jacob Paters, Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Wilhelm Weylach 1745 - Subst.: Dr. Johann Hermann Scheurer
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Nicht ersichtlich - 2. Jül.-berg. Hofrat (1728) - 3. Jül.-berg. Geheimer Rat Düsseldorf (1729) - 4. Kurfürstl. Hohes Hoflager - 5. RKG 1745 (1717 - 1746)
Beweismittel: Testament der Sibilla Bernsau, Witwe des Solinger Bürgermeisters Johann Clauberg Hermanns, 1717 (Q 6). Aufstellung der von Sibilla Bernsau, Witwe Clauberg, hinterlassenen Erbgüter, Obligationen, Bargeld, Schuldforderungen und Mobilien 1717 (Q 8). Pachtbrief J. J. Paters und Johann Wilhelm Königsberg 1737 (Q 11). Ehevertrag J. J. Paters und Anna Dorothea Clauberg 1707 (Q 12). Tauf- und Heiratsbescheinigung für Anna Dorothea Clauberg, wohl Kirchenbuchauszug Solingen (Q 13). Mandatum attentatorum revocatorium, cassatorium et inhibitorium sine clausula (71 - 74).
Beschreibung: 3 cm, 75 Bl., lose; Q 1 - 16, 7 Beilagen 1745 - 1746.




1760 - 1768 (1689 - 1754)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf ungehinderte Jagd-, Fischerei- und Vogelfanggerechtigkeit. Auf Betreiben des Appellaten hatte Herzog Karl Theodor 1754 den Eingesessenen von Eckenhagen und Morsbach (Amt Windeck; Oberbergischer Kr.) das Jagen verboten und die Verpachtung der Gerechtsame angeordnet. Die Appellanten begründen ihren Anspruch nicht nur mit einer landesherrlichen Bestätigung des Jagd- und Fischereirechts von 1689, sondern auch mit der Armut der Bevölkerung, da das Land nur geringe Erträge an grobem Hafer und Buchweizen erbringe.

Aktenzeichen : E 111/386

Enthaeltvermerke : Kläger: Schöffen und Vorsteher des Kirchspiels Eckenhagen (Hzm. Berg, Amt Windeck; Obergischer Kr.), (Kl.)
Beklagter: Freiherr von der Horst, herzoglich-bergischer Oberjägermeister, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Gotthard Johann Hert 1760 - Subst.: Lic. Johann Werner
Prokuratoren (Bekl.): Lic. (Johann Wilhelm) Weylach (1760)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat Düsseldorf (1754) - 2. RKG 1760 - 1768 (1689 - 1754)
Beweismittel: Vollmacht für Lic. Hert mit zahlreichen Unterschriften der Appellanten (Q 1). Karte des Kirchspiels Eckenhagen (Q 7). Landesherrliche (Kurfürst Johann Wilhelm) Bestätigung des Jagd - und Fischerreirechts 1689 (Q 8). Extrakt aus dem gedruckten Landvergleich von 1658 zwischen dem fürstlichen Hause zu Schwarzenberg und dem kgl.-preuß. Hause über die Herrschaft Gimborn und das Amt Neustadt (Q 13). Jagdverbot Karl Theodors 1754 (188).
Beschreibung: 4 cm, 188 Bl., lose; Q 1 - 25, 19a und b, 1 Beilage 1754.




1750 (1726 - 1750)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erb- bzw. Besitzstreit. Nach dem Tode der Eltern Martin Eckerts und Gertrud Bickenbach stellten die Appellaten Forderungen an ihren Bruder und verlangten die Teilung des vermeintlichen Nachlasses. Der Appellant dagegen betrachtete alles als sein Eigentum. 1720 seien seinem Vater wegen einer ansehnlichen Schuldforderung des Kölner Bürgermeisters Johann Peter von Herweg nicht nur Haus und Hof, sondern auch die Papiermühle, Kühe, Hausgerät und etwas Land gepfändet worden. Er, Johann Eckerts, habe dann die völlig mittellosen Eltern und seine vier minderjährigen Geschwister jahrelang uneigennützig unterstützt, wofür ihm von den Eltern das Erbe seiner Großmutter versprochen wurde. Nach eingetretenem Erbfall habe er für die Familie noch ein Haus gebaut. Im übrigen sei das gesamte verfügbare Vermögen von ihm ohne Zutun der Familie erworben worden. Im Zuge des Streits kam es zu Tätlichkeiten, als die Appellaten ihren Bruder am Umbau eines Pferdestalles hinderten.

Aktenzeichen : E 112/394

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Eckerts, Vorsteher zu Ründeroth (Oberbergischer Kr.), (Bekl.)
Beklagter: Geschwister des Klägers bzw. die Vormünder der Kinder der bereits verstorbenen Geschwister, als Erben des Papiermeisters Martin Eckerts, Ründeroth, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Hermann Scheurer 1750 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann Prokuratoren (Bekl.): Lic. Bostell (1750)
Prozeßart: Appellationis cum mandato attentatorum revocatorio, cassatorio, restitutorio et inhibitorio sine clausula
Instanzen: 1. Fürstlich Schwarzenbergische Vogtei zu Gummersbach 1748 - 2. Fürstlich Schwarzenbergisches Obergericht zu Gimborn mit Hilfe eines Gutachtens der Juristenfakultät der Universität Köln 1749 - 3. RKG 1750 (1726 - 1750)
Beweismittel: Urteile 1. und 2. Instanz (in Q 4 und 5). Vier Kaufverträge 1726 - 1743 (Q 26 - 29). Vergleich zwischen Johann Peter von Herweg und Martin Eckerts 1732 (Q 31). Drei Kaufverträge 1728 und 1738 (Q 32 - 34). Attest des Baumeisters Johann Hermann Hardt 1749 (Q 35). Quittungen des Johann Eckerts 1726 - 1747 (Q 36 - 39).
Beschreibung: 7,5 cm, 365 Bl., lose; Q 1 - 64, Q 63 und 64 fehlen.




1540 - 1557 (1470 - 1555)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf einen Hof zu Floverich (Hzm. Jülich, Amt Aldenhoven; Selfkantkr.) und einige Morgen Land, im Banne von Baesweiler gelegen.

Aktenzeichen : E 122/434

Enthaeltvermerke : Kläger: Hieronymus von Efferen, Herr zu Stolberg, (Kl.); nach 1552 seine Witwe Anna von Nesselrode
Beklagter: Peter Prunghe (Pronighe) gen. Lewerich (Loverich), Halfwinner, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Simon Engelhart (1540) 1542 - Dr. Bernhard Mey (1541) 1542
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Felix Hornung 1540 - Lic. Valentin Gotfridt 1540 - Lic. Bernhard Mey 1541 - Dr. Wolfgang Breunung 1541 - Dr. Anastasius Greineisen 1541 - Dr. Johann Drewen 1541 - Lic. Amandus Wolff 1549 - Dr. Johann Deschler 1549 - Dr. Johann Hechel 1549
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Schöffen und Richter zu Baesweiler auf Unterweisung des Hauptgerichts Jülich 1536 - 2. RKG 1540 - 1557 (1470 - 1555)
Beweismittel: Vertrag zwischen Anna von Nesselrode, Witwe des Appellanten, und Peter Prunghe (hier: Prenygen) 1553 (Q 21). Heiratsvertrag zwischen Gyllis von Merode und Beatrix von Birgel 1470 (in Q 5). Pachtvertrag 1502 (in Q 5). Erbpachtbrief 1502 (in Q 5).
Beschreibung: 2,5 cm, 78 Bl., lose; Q 1 - 22, Q 13 fehlt, 2 Beilagen.




(1547 - 1548)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich.

Aktenzeichen : E 123/435

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann von Efferen gen. Hall
Beklagter: Gebrüder Walter, Antonius und Johann Weidenfeld sowie Johann Nickel, Schultheiß zu Pier (Kr. Düren), als Vormund der Kinder seines Schwiegersohnes Johann Weidenfeld
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Anastasius Greyniser (Greineisen) 1548 - Dr. Adam Theman 1548 - Lic. Bernhard Mey 1548 - Lic. Amandus Wolf 1548
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen des Hauptgerichts Jülich (1547 ?) - 2. RKG (1547 - 1548)
Beschreibung: 4 Bl., gebunden; Fragment des Protokolldeckblatts, 3 Aktenstücke.




1555 - 1576 (1555 - 1571)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen der Behinderung in der Nutzung des Schlosses und der Herrschaft Stolberg, besonders des Kolbergs (Kohlenbergs) und des Hilmar - Mohrenhofs. Die Behauptung der Beklagten, daß der Kolberg in dem zu Kornelimünster gehörenden Bezirk Schnorfeld liege, wird vom Kläger bestritten, der außerdem angibt, der Mohrenhof sei ein Stolberger Lehen, und der Abt habe weder für den Hof noch für die dort lebenden Personen die Jurisdiktion.

Aktenzeichen : E 124/436

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann von Efferen, Herr zu Stolberg, für sich, seine Geschwister und seine Mutter Anna von Nesselrode
Beklagter: Abt (Albrecht von Wachtendonck) und Konvent des Gotteshauses sowie Lehenmannen, Schultheiß und Schöffen zu Kornelimünster
Prokuratoren (Kl.): Dr. Julius Mart 1555
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Deschler [1552] 1555 - Dr. Jakob Friedrich Murer 1564
Prozeßart: Mandati poenalis
Instanzen: RKG 1555 - 1576 (1555 - 1571)
Beweismittel: Vollmacht mit zahlreichen Namen der Lehenmannen, Schultheiß und Schöffen von Kornelimünster 1556 (Q 4).
Beschreibung: 2,5 cm, 36 Bl., lose; Q 1 - 14, 13 u. 14 fehlen, 1 Beilage 1571. Lit.: Ernst von Oidtman, Die Burg zu Stolberg und ihre Besitzer, in: ZAGV Bd. 15 (1893) S. 1 - 17. Nachdruck Stolberg 1954, hier: S. 30 Anm. 61. Vgl. RKG 1144 (C 778/1743).




1583 - 1591 (1496 - 1592)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage gegen ein vom Abt von Kornelimünster ausgesprochenes Bauverbot für eine Kupfermühle und einen Graben auf dem Schnorrenfeld in der Herrlichkeit Stolberg. 1496 hatte Herzog Wilhelm den Großvater des Klägers, Vinzenz von Efferen, mit Stolberg belehnt. In der Behinderung des Baus durch Einschüchterung der Arbeiter und im Bauverbot sieht der Kläger ein weiteres Vergehen des Abtes, dem bzw. dessen Vorgängern er auch Pferdediebstahl, unberechtigten Einzug der Bierakzise, unbefugtes Holz- und Kohlensammeln auf Stolberger Gebiet, unbefugte Leichenbestattung sowie widerrechtliche Erhebung der Türkensteuer und anderer Kriegskontributionen von den in der Herrlichkeit Stolberg liegenden Ellermühle und Veldermühle sowie Gefangennahme des Schultheißen von Stolberg vorwirft.

Aktenzeichen : E 125/437

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann von Efferen, Herr zu Stolberg
Beklagter: Abt (Johann von Hammerstein) des Gotteshauses von Kornelimünster
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Gedelmann (Gödelmann) 1584
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Michael Fickler [1582] 1583 - Lic. Johann von Vianden 1592
Prozeßart: Citationis den Mühlen- und Wasserbau be(treffend)
Instanzen: RKG 1583 - 1591 (1496 - 1592)
Beweismittel: Belehnung des Vinzenz von Efferen mit Stolberg durch Herzog Wilhelm 1496 (Q 7). Zeugnis des Schultheißen und der Schöffen von Stolberg über Besitzverhältnisse 1585 (Q 8).
Beschreibung: 1,5 cm, 56 Bl., gebunden; Q 1 - 9; 4 Beilagen. Lit.: Ernst von Oidtman, Die Burg zu Stolberg und ihre Besitzer, in: ZAGV Bd. 15 (1893) S. 1 - 17. Nachdruck Stolberg 1954, hier: S. 30 Anm 61. Vgl. RKG 1145 (C 779/1744).




1571 - 1609 (1567 - 1607)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf 60 Morgen Artland im Gericht Jüchen (Hzm. Jülich, Amt Kaster; Kr. Grevenbroich), die einst (1459) Johannes von Efferen und seine Frau Regina von Gymnich dem Johann von Kettig (Kottigen, Kottingen, Ketzgen ?) abgekauft hatten. Zwei der Söhne des Ehepaares, Eberhard und Wilhelm, wurden Kartäuser im Kloster Vogelsang. Nach ihrem Tode forderten ihre Neffen, die Appellanten, ihre Güter vom Kloster zurück, da Eberhard und Wilhelm nur „usufructuarii“ (Leibzüchter) gewesen seien und alles an die Familie zurückfalle. Prior und Konvent verweigerten die Herausgabe.

Aktenzeichen : E 127/439

Enthaeltvermerke : Kläger: Gebrüder von Efferen: Wilhelm von Efferen zu Sechtem (Erzstift Köln, Amt Brühl), kölnischer Haushofmeister, und Johann von Efferen, Herr zu Stolberg, (Kl.); nach Wilhelms Tod (1578 ?) seine Söhne Heinrich, Domherr zu Speyer und Worms, und Adam
Beklagter: Prior und Konvent des Kartäuserklosters Vogelsang (Jülich), (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christophorus Reefsteck 1571 - Lic. Philipp Seiblin 1571 - Dr. Johann Gronenberger 1571 - Dr. Hans Jakob Kremer 1590
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Ludwig Stähel 1571 - Dr. Christophorus Reefstock 1571 - Dr. Laurentius Wilthelm 1571
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Vogt und Schöffen des Untergerichts Jüchen (1558) - 2. Hauptgericht Jülich 1567 - 3. RKG 1571 - 1609 (1567 - 1607)
Beschreibung: 4,5 cm, 198 Bl., lose; Q 1 - 21, 2 Beilagen. Vgl. Ernst Oidtman, Die Burg zu Stolberg und ihre Besitzer, in: ZAGV 15 (1893) S. 1 - 17. Nachdruck: Stolberg 1954; dort: S. 30 Anm. 61. Franz Willems: Stolberger Burgherren aus dem Geschlecht Overstolz/Efferen, Stolberg 1962 (=Beiträge zur Stolberger Gesch. u. Heimatkunde, H. 4a), S.107.




1586 - 1597 (1496 - 1595)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen Eingriffs in die Jurisdiktion des Klägers in seiner Herrlichkeit Stolberg. Konkreter Anlaß war die von Borck im Juni 1585 durchgeführte Exhumierung zweier in der Kirche bzw. auf dem Friedhof von Stolberg bestatteter Personen zwecks Leichenbeschau, die in Stolberg zu Tode gekommen waren. Dabei wurde die Kirche gewaltsam geöffnet. Während Johann von Efferen angibt, das Hauptgericht Jülich habe ihm sein Recht verweigert, gibt der Beklagte an, erstinstanzlich sei das Gericht Eschweiler in dieser Sache zuständig gewesen, also liege auch keine Rechtsverweigerung vor.

Aktenzeichen : E 128/440

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann von Efferen, Herr zu Stolberg
Beklagter: Thomas Borck, Vogt zu Eschweiler
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Gedelmann [1584] 1586
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius 1586
Prozeßart: Simplicis querelae denegatae iustitiae
Instanzen: RKG 1586 - 1597 (1496 - 1595)
Beweismittel: Belehnung des Vinzenz von Efferen mit Stolberg 1496 (69 - 72).
Beschreibung: 2,5 cm, 75 Bl., gebunden; Q 1 - 19, Q 6 - 10* fehlen, 7 Beilagen, z. T. die als Q 6 - 10 vorgesehenen Aktenstücke.




1586 - 1599 (1496 - 1586)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen unberechtigter Beeinträchtigung der Jurisdiktion und Gerechtigkeit des Klägers in seiner Herrschaft Stolberg durch Einziehung von Kurmeden in stolbergischen Lehengütern, besonders im Dorf Büsbach (Reichsabtei Kornelimünster; Kr. Aachen) und von den Mühlen an der Vicht (Ellermühle, Romansmühle), wo unter dem Vorwand der Schatzung durch den Beklagten Geld eingezogen und durch seinen Schultheißen Kühe beschlagnahmt worden waren.

Aktenzeichen : E 129/441

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann von Efferen, Herr zu Stolberg
Beklagter: Abt (Johann von Hammerstein) von Kornelimünster und sein Schultheiß Johann Lintzenich
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Gedelmann [1585] 1586
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Michael Fickler [1582] 1586
Prozeßart: Mandati de restituendo cum clausula
Instanzen: RKG 1586 - 1599 (1496 - 1586)
Beweismittel: Belehnung des Vinzenz von Efferen mit Stolberg durch Herzog Wilhelm 1496 (Q 4). Zeugnis des Schultheißen, der Schöffen und Lehenleute von Stolberg über Lehensverhältnisse (Q 5).
Beschreibung: 1 cm, 35 Bl., gebunden; Q 1 - 6.




1589 - 1590 (1576 - 1590)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen nicht ordnungsgemäß geführter Vormundschaft und unkorrekter Abrechnung. Beim Tode der Eltern des Klägers im Dez. 1555 hatten seine beiden Onkel, Reinhart Beissel von Gymnich, Herr zu Schmidtheim, und Werner von Heimbach gen. Hoen zu Lövenich (in 1. Instanz auch Bekl.), die Vormundschaft über den Kläger bis zu dessen Volljährigkeit 1567 übernommen. Dam von Efferen wirft ihnen Mißwirtschaft mit seinem Erbe vor und fordert ein Inventar der nachgelassenen Güter.

Aktenzeichen : E 130/442

Enthaeltvermerke : Kläger: Dam von Efferen gen. von Hall zum Busch, (Kl.)
Beklagter: Reinhart Beissel von Gymnich, Herr zu Schmidtheim (Kr. Schleiden), (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann von Vianden 1589
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius 1589 - Dr. Johan Stemeller 1589
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hofgericht Düsseldorf 1576 - 2. RKG 1589 - 1590 (1576 - 1590)
Beschreibung: 2 Bde., 15 cm, 542 Bl.; Bd. I: lose, Bd. II: gebunden (Vorakten), Q 1 - 11.




1614 - 1628 (1608 - 1617)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um die Zahlung von 1135 Rtlr. rückständigen Salairs, das Beck von Wilhelm von Efferen als Erbfolger des Johann von Efferen, Herrn zu Stolberg, neben anderen Posten gefordert hatte, und wegen der darauf erfolgten Arrestanlage auf die 450 Rtlr. betragenden Zinsen eines Kapitals von 9000 Rtlr., die von Efferen vom Herzog von Jülich, Kleve und Berg als Inhaber der Herrschaft Monschau erhielt.

Aktenzeichen : E 131/444

Enthaeltvermerke : Kläger: Elisabeth von Lüdinghausen gen. Wolff (Wulff), Witwe des Wilhelm von Efferen, Nerfft (Nerssen), (Bekl.)
Beklagter: Peter Beck (Beeck), Bürger in Aachen, (Kl.), bzw. seine Witwe Sara Month, nach ihrem Tod ihre Schwester Maria, vertreten durch ihren Mann Wilhelm de Meuth, Burtscheid
Prokuratoren (Kl.): Dr. Beatus Moyse (Moses) 1615
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Gödelmann 1615 - Dr. Sebaldus Stockhamer 1617
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen des hohen Landgerichts zu Monschau 1608 - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1612 - 3. RKG 1614 - 1628 (1608 - 1617)
Beschreibung: 2 Bde., 6 cm, 212 Bl.; Bd. I: lose, Bd. II: (Vorakten) gebunden; Q 1 - 12.




1622 - 1623 (1588 - 1624)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Appellation gegen Arrestanlage und Immission des Appellaten in das Haus Disternich (im Amt Nörvenich) sowie den Hof „in den Hoven“ und Haus Angermund (beide im Amt Angermund). Bei der Heiratsverabredung zwischen Rutger von Schöller zu Schöller, dem Vater des Appellaten, und Agnes von Efferen gen. Hall, der Schwester des Appellanten, waren der Braut neben Kleidern, Kleinodien und Schmuck auch „pro dote“ 2000 Taler kölnisch aus dem elterlichen Vermögen versprochen worden, dazu von Margarethe von Bernsau, Agnes’ Mutter, „per donationem inter vivos“ 4000 Taler kölnisch. Rutger Bertram von Schöller erwirkte die Arrestanlage bis zur Auszahlung der genannten Beträge plus 700 Taler, die er Margarethe vorgestreckt hatte, und aufgelaufene Zinsen.

Aktenzeichen : E 132/445

Enthaeltvermerke : Kläger: Hans Wilhelm von Efferen gen. Hall zu Disternich und Glehn, Drost zu Ravenstein, (Bekl.: Hans Wilhelm von Efferen mit seiner Mutter Margarethe von Bernsau)
Beklagter: Rutger Bertram von Schöller (Schöler, Schoeler) zu Schöller, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): (Dr. Christian) Schröter (1622)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Beatus Moses [1617] 1622
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. jül. Kommissare 1619 - 2. RKG 1622 - 1623 (1588 - 1624).
Beweismittel: Bd. II (Vorakten): Auszug aus der Heiratsverschreibung des Rutger von Schöller zu Schöller mit Agnes von Efferen gen. Hall 1588 (7 - 12).
Beschreibung: 2 Bde., 6,5 cm, 267 Bl.; Bd. I: lose; Bd. II: gebunden; Q 1 - 6 und Acta priora. Vgl. RKG 1484 (E 133/446).




1623 - 1625 (1588 - 1625)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Einspruch des Appellanten gegen die vom Amtmann von Düren und Nörvenich durchgeführte Immission des Beklagten in Haus und Gut Disternich im Amt Nörvenich. Zur Vorgeschichte s. RKG 1483 (E 132/445). Bei seiner Heiratsverabredung mit Catharina von Goer (1621) hatte der Appellant das Haus und Gut von seinem Vater mit allem Zubehör als „donatio propter nuptias“ erhalten mit der Versicherung, alle darauf liegenden Lasten würden getilgt. Gegen die erfolgte Immission wendet sich Adolf Dietrich mit der Begründung, erstens sei er außer Landes gewesen und habe von Forderungen nichts gewußt, zweitens sei das Gut Disternich Lehen der Äbtissin des adeligen Stifts St. Maria im Kapitol (Köln), könne also nicht ohne weiteres in eine andere Hand gebracht werden, und drittens seien etwa bestehende Forderungen an seinen noch lebenden Vater Hans Wilhelm von Efferen zu richten. Die von Adolf Dietrich ausgesprochene Bitte um Restitution verwies der Amtmann von Nörvenich an das Hofgericht Düsseldorf, wo aber über mehrere Monate hin nichts geschah.

Aktenzeichen : E 133/446

Enthaeltvermerke : Kläger: Adolf Dietrich von Efferen gen. Hall zu Disternich, (Bekl.: sein Vater Hans Wilhelm von Efferen, gen. Hall)
Beklagter: Rutger Bertram von Schöller zu Schöller, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Schröter (1623)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Beatus Moses [1617] 1623
Prozeßart: Secundae appellationis
Instanzen: 1. Hofgericht Düsseldorf 1619 - 2. RKG 1623 - 1625 (1588 - 1625)
Beweismittel: Bd. II (Vorakten): Auszug aus der Heiratsverschreibung des Rutger von Schöller zu Schöller mit Agnes von Efferen gen. Hall 1588 (5 - 9).
Beschreibung: 2 Bde., 6 cm, 204 Bl.; Bd. I: lose, Bd. II gebunden; Q 1 - 5, 5 Beilagen.




1623 - 1640 (1596 - 1642)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Hof Götterswick bzw. den Burghof Wormgötterswick (bei Ruhrort). Die Kapitulare geben an, der adelige Burghof sei ihr Eigentum, da sie ihn 1327 vom Abt zu Kamp gekauft, ihn nun 300 Jahre besessen und ihn über 200 Jahre an die von Götterswick verpachtet hätten. Die Appellanten dagegen stehen auf dem Standpunkt, daß der Burghof Wormgötterswick ihr Eigentum sei, während der Hof Götterswick gepachtet sei. Schon der Erstpächter Johann habe 1405 den Burghof ausdrücklich ausgenommen. 1445 habe der Herzog von Kleve für Bernd von Götterswick Erbe und Gut Wormgötterswick von allen Diensten und Schatzungen befreit. Zum Beweis, daß es sich tatsächlich um Eigentum handele, geben die Appellanten an, daß die Edlen von Götterswick auf den klev. Landtagen vertreten waren. Die nach dem ersten Urteil von 1596 erfolgte Einziehung der Güter sei damit unrechtmäßig, den Kapitularen gehöre nur das, worüber sie Pachtbriefe besäßen. Zur Klärung setzte das RKG eine Kommission ein. Laut Opladen (s. u.) blieb die Appellation erfolglos.

Aktenzeichen : E 134/447

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann von Efferen als Ehemann der Maria Elisabeth von Götterswick, Maubach; nach seinem Tod sein Bruder Wilhelm Ferdinand als Vormund für seine drei Kinder, (Bekl.: Johann Hendrich und Ludolfvon Götterswick)
Beklagter: Dechant (Johann Sternenberg) und Kapitulare der Kollegiatkirche zu Rees, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Wilhelm Fabricius 1623
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johannes Pistorius 1623 - Dr. Heinrich Eyling 1626
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. klev. Hofgericht Kleve (? - 1596) - 2. Hofgericht Düsseldorf 1618 - 3. RKG 1623 - 1640 (1596 - 1642)
Beweismittel: Akten der RKG - Kommission.
Beschreibung: 9 cm, 496 Bl., lose; Q 1 - 30, Q 30 fehlt, 5 Beilagen. Lit.: Peter Opladen, Johann Sternenberg gen. Düsseldorf, in: AHVN Bd. 7 (1955) S. 106f.




1625 - 1626 (1604 - 1628)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die Herrlichkeit Maubach, die Lubbert von der Heiden dem Kläger im Juli 1617 als Eigentum verkauft hatte. Von Efferen klagt, weil die Herrlichkeit nach dem Kauf als heimgefallenes kurpfälzisches Lehen eingezogen werden sollte, obwohl von der Heyden „evictionem“ bei adeligen Ehren an Eides Statt und Verpfändung aller seiner Güter zugesagt hatte. Auf Anweisung des Verkäufers huldigten zwar die Untertanen von Maubach dem von Efferen. Wegen Ansprüchen des einstigen Mitbesitzers von Maubach, Werner von Palandt, wurden aber besonders vom Rentmeister Peter Floßdorff dem Käufer verschiedene Teile des Guts und Gerechtigkeiten vorenthalten (Holzgerechtigkeit) und der Wald Hoppenhardt abgeholzt (zerhauen).

Aktenzeichen : E 135/448

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm Ferdinand von Efferen zu Maubach (Hzm. Jülich, Amt Nideggen)
Beklagter: Tochter des Lubbert (Hubert) von der Heyden (Heiden), vertreten durch ihren Mann Lothar von Metternich, kurfürstl. trier. Amtmann zu Montabaur
Prokuratoren (Kl.): (Lic. Wilhelm) Fabricius (1625)
Prokuratoren (Bekl.): (Dr. Johann) Pistorius (1625)
Prozeßart: Citationis
Instanzen: RKG 1625 - 1626 (1604 - 1628)
Beweismittel: Kaufvertrag 1604: Lubbert von der Heyden verkauft Werner von Palandt seinen Anteil an Maubach für 6000 Königstaler (Anlage Nr. 1 zu Defensionales). Immissionsschrift für von der Heyden 1615 (Nr. 2). Kaufvertrag 1617: Lubbert von der Heyden verkauft Wilhelm Ferdinand von Efferen Maubach für 10300 Rtlr. (Nr. 3). Vertrag zwischen von Efferen und von der Heyden 1622 (Nr. 10).
Beschreibung: 3,5 cm, 96 Bl., lose; Q 1 und 2, 21 Beilagen. Protokoll und Q 1 und 2 gelangten erst 1949 aus Koblenz nach Düsseldorf. Seit 1987 mit dem früheren Prozeß 1487 (E 136/449) zusammengefaßt. Die Beilagen (ab Bl. 11) bildeten früher RKG (E 136/449). Zum Streit um Maubach vgl. RKG P 102/148, RKG S 202/483. Lit.: Heinrich Rösen, Geschichte der Herrschaft Maubach, in: Dürener Geschichtsblätter 62 (1973) S. 15 - 50.




1625 - 1626 (1604 - 1628)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gehört zur Akte Reichskammergericht Nr. 1486, die erst 1949 aus Koblenz nach Düsseldorf kam. Bis 1987 lagen Blatt 1-10 von Nr. 1486 als (E 135/448), Bl. 11-96 aber als (E 136/449), obwohl es sich um einen Prozeß handelt.

Aktenzeichen : E 136/449




1664 - 1682 (1632 - 1681)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch der Appellanten auf das freiadelige Haus Kolck (Hzm. Kleve, Amt Uedem; Kr. Kleve), das Haus Eger in der Stadt Uedem und die Höfe Millinghof und Demmerei, die ihre Base Margarethe von Efferen in die Ehe mit Jobst Gerhardt von Hartefeld, dem Bruder des Appellaten, eingebracht hatte. Bereits nach dem Tode Margarethes (1649) hatten zwei Tanten der Appellanten, die Gräfinnen von Holzapfel und von Caraffa, beide geborene von Efferen, Jobst Gerhardt von Hartefeld aufgefordert, als Leibzüchter ein Güterverzeichnis vorzulegen. Schon damals argumentierte Jobst Gerhardt, Begünstigter des Ehevertrages sei Margarethes Sohn aus erster Ehe und nicht „materales“, und da der Sohn verstorben wäre, seien ihm alles zugefallen. Als nach seinem Tod 1663 die Appellanten gegen seinen Bruder Georg Wilhelm Ansprüche anmeldeten, war auch das zuständige Gericht umstritten. Georg Wilhelm wollte die Angelegenheit mit der Begründung, das Hartefeldische Sterbehaus sei in Berlin, dort verhandelt wissen. Nach ergangenem erstinstanzlichen Urteil zweifelten die Appellanten die Zuständigkeit des Hofgerichts in Kleve an und verlangten vom RKG die Remission an den klevischen Justizrat.

Aktenzeichen : E 137/451

Enthaeltvermerke : Kläger: Gerhardt, Wilhelm Ludwig und Maria Eleonora von Efferen, Köln, (Kl.)
Beklagter: Georg Wilhelm von Hartefeld (Hertefeld, Hertenfeld), Herr zu Hartefeld (Hzm. Kleve), kurfürstl. brandenburg. Jägermeister und Waldgraf, (Bekl.); nach seinem Tod (1678 ?) sein minderjähriger Sohn Samuel, vertreten durch seinen Kurator Andreas Krause
Prokuratoren (Kl.): Lic. Bernhard Henning 1664 - Subst.: Lic. Johann Eichrodt
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Ulrich Stieber 1664 - Subst.: Dr. Abraham Ludwig von Gülchen 1665 - Dr. Johann Ulrich Zeller 1678 - Subst.: Dr. Georg Friedrich Mueg - Subst.: Dr. Johann Friedrich Stieber 1681
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hofgericht Kleve 1663 - 2. RKG 1664 - 1682 (1632 - 1681)
Beweismittel: Testament des Stefan von Hartefeld und seiner Frau Anna 1632. Abtretung des Erstgeborenenrechts von Jobst Gerhardt von Hartefeld an seinen Bruder Georg Wilhelm zum Zweck der Zession der Herrlichkeit Hartefeld, der Vogtei Weeze und des Hauses Hoffstadt von Jobst Gerhardt an Georg Wilhelm 1654. Lehenbrieffür Georg Wilhelm über die gen. Güter 1654 (alles in Q 10).
Beschreibung: 6 cm, 275 Bl., lose; Q 1 - 22, Q 11 fehlt, 3 Beilagen.




(1669)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das aus dem Nachlaß des Vaters des Appellanten, Johann von Efferen, stammende Haus Am Endt. Aus der Ehe des Johann von Efferen mit Maria Elisabeth von Götterswick waren neben dem Appellanten noch sein Bruder Ludolf Wilhelm und eine Tochter hervorgegangen. Beim Tode des Vaters 1634 und der anschliessenden zweiten Ehe der Mutter, aus der die Appellaten hervorgingen, blieben die minderjährigen Kinder ohne Vormund. 1644 schloß Ludolf Wilhelm im Namen seiner immer noch minderjährigen Geschwister mit seiner Mutter einen Erbteilungsvertrag, wonach den Kindern und der Mutter je die Hälfte zufiel. Maria Elisabeth kaufte den Kindern dann deren Hälfte für 2000 Rtlr. ab. Johann Heinrich ficht Vergleich und Verkauf an, da sein Bruder weder sein Vormund gewesen sei, noch Handlungsvollmacht gehabt habe. Außerdem sei das Haus mehr wert gewesen. Die Existenz eines Testaments seines Vaters, aufgrund dessen seiner Mutter die Hälfte des Hauses Am End zustehe, zweifelt er an. Die Gegenseite argumentiert, das Haus sei während der Ehe gekauft worden, und damit stehe Maria Elisabeth auch ohne Testament die Hälfte zu.

Aktenzeichen : E 138/457

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Heinrich von Efferen, (Kl.)
Beklagter: Alexander und Ambrosius von Hinnisdael (Hinnidael, Hinnenthal), (Bekl.: die Mutter des Appellanten und der Appellaten Maria Elisabeth von Götterswick)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johannes Marx Giesenbier 1669 - Subst.: Dr. Johann Christoph Maurer
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Moritz Wilhelm von Gülich 1669 - Subst.: Dr. Abr(aham) Ludw(ig) von Gülchen
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Klev. Justizrat (? - 1669) - 2. RKG (1669)
Beweismittel: Kaufvertrag 1644 (24f.). Erbteilungsvertrag 1644 (26f.).
Beschreibung: 1 cm, 39 Bl., gebunden; Protokoll ohne Eintrag, 17 Aktenstükke. Lit.: Walter Neuse: Die Geschichte der Rittersitze Haus Wohnung und Haus Endt, Neustadt/Aisch 1936 (=Beiträge zur Gesch. u. Volkskunde des Kreises Dinslaken am Niederrhein H. 1).




1727 - 1737 (1469 - 1736)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen Rechtsverweigerung und Anspruch auf zwei über jeweils 200 Goldgulden lautende Jahrrenten. Der Kläger hatte sich 1717 mit seinen Ansprüchen an die kurfürstliche Hofkammer in Bonn gewandt, die die Forderungen jedoch zurückwies. Er klagte darauf beim Hof- und Justizrat zu Bonn, der die Sache jedoch nicht abschliessend behandelte. Im RKG- Prozeß wird von Efferen die Schuld dafür gegeben; er habe nicht die notwendigen Originaldokumente beibringen können. Gegen die RKG - Klage wird vorgebracht, die Rentverschreibung von 1469 sei eingelöst, seit 200 (!) Jahren seien keine Ansprüche gestellt worden, und da noch kein erstinstanzliches Urteil vorliege, sei dem Erzbischof von Köln das „beneficium primae instantiae“ genommen, weshalb die Sache an die Vorinstanz zu remittieren sei. Die eine Rente lautete auf einen Turnos des kurkölnischen Zolls zu Bonn und war am 1. Aug. 1469 vom Erzbischof von Köln einer Gritgen (Gretchen) von der Borch für 4000 Goldgulden verkauft worden. Die andere Jahresrente über 200 Goldgulden hatte Gritgen 1482 (in der Akte falsch: 1402) mit Einverständnis des Erzbischofs von Köln (Ruprecht) und des Domkapitels vom Grafen von Moers erworben. Sie lautete auf das Land Linn. Auf dem Erbwege waren die Renten von Adolph von Weyenhorst (Wienhorst) über die Familie von Goer an den Kläger gelangt, der die späte Anmeldung der Ansprüche mit Kriegswirren und seiner Minderjährigkeit beim Tode seines Vaters begründet.

Aktenzeichen : E 139/459

Enthaeltvermerke : Kläger: GrafFranz von Efferen zu Disternich, kurpfälzischer General, (Kl.)
Beklagter: Kurköln. Kameral - Anwalt, (Bekl.); Intervenient: Domkapitel zu Köln
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Wilhelm Ludolf 1727 - Subst.: Dr. J. H. Scheuren
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Franz Peter Jung [1723] 1727 - Lic. Johann Leonhard Krifft
Prozeßart: Promotorialium nunc citationis super denegata et protracta iustitia cum compulsorialibus
Instanzen: 1. Kurfürstl. Hofkammer Bonn - 2. Kurköln. Hof- und Justizrat zu Bonn 1717 - 3. RKG 1727 - 1737 (1469 - 1736)
Beweismittel: Akten der 1. Instanz (Q 21), darin: Vergleich zwischen ErzbischofPhilipp von Köln und Adolfvon Weyenhorst 1509. Verkauf der von einer Summe von 4000 Goldgulden herrührenden Rente von 200 Goldgulden jährlich auf das Land Linn von Graf Vinzenz zu Moers an die Kölner Bürgerin Grietgen von der Burg 1482 (falsch: 1402). Genealogie von Weyenhorst - von Goer - von Efferen. Original des Vergleichs (bzw. Rentverschreibung) zwischen Erzbischof Philipp und Adolph von Wienhorst 1509 (Q 30). Hauptrentverschreibung 1469 des Erzbischofs Ruprecht (Q 44). Erbteilungsvertrag zwischen Gerhard, Wilhelm Ludwig und Maria Eleonora von Efferen 1662 (304 - 309).
Beschreibung: 9 cm, 316 Bl., lose; Q 1 - 45, Q 12 und 40 fehlen.




1563 - 1578 (1560 - 1578)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf einen Kamp Land im Kirchspiel Bislich (Hzm. Kleve; Kr. Rees). Der Appellat hatte das umstrittene Stück Land vor dem Richter und den Schöffen zu Bislich von der Appellantin eingeklagt und wurde durch ein Urteil des Schöffengerichts Wesel in das Land immittiert. Darauf klagte er in Büderich die Gerichtskosten ein. In Wesel wurde das Urteil bestätigt. Bürgermeister, Schöffen und Rat von Dortmund nahmen die Appellation der Elisabeth von Eger nicht an, worauf sie sich an das RKG wandte, das 1573 das Urteil des Schöffengerichts Wesel bestätigte. Danach stritten Gruiters Witwe und die Erben der Appellantin um die Ausführung des Urteils.

Aktenzeichen : E 143/487

Enthaeltvermerke : Kläger: Elisabeth von Eger, Büderich, (Bekl.)
Beklagter: Johann Gruiter, Schermbeck, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Alexander Reffsteck 1563 - Dr. Christoffel Reffsteck 1563 - Dr. Melchior Swartzenberg 1563 - Dr. David Capito 1563
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Melchior Swartzenberg 1563 - Dr. Georg Portius 1563 - Dr. Julius Marth 1563 - Dr. Johann Destheller 1563 - Dr. David Capito 1563 - Dr. Laurentius Wildhelm 1571 - Lic. Wilhelm Haeglein (Hoeglin) 1573 - Dr. Caspar Lasser 1576 - Dr. Johann Ja(cob) Kremer 1577
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Richter und Schöffen zu Bislich 1560 - 2. Schöffengericht Wesel 1561 - 3. Schöffen zu Büderich 1563 - 4. Schöffengericht Wesel 1563 - 5. RKG 1563 - 1578 (1560 - 1578)
Beweismittel: RKG - Urteil 1573 (Q 11). Designatio expensarum (Q 12).
Beschreibung: 4,5 cm, 206 Bl., lose; Q 1 - 15, Q 6*, Q 11 doppelt vergeben; Vorakten als Q 6 vorgesehen, vorhanden. Vgl. RKG 1492 (E 144/488).




1570 - 1578 (1567 - 1571)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf einen Kamp Land im Kirchspiel Bislich (Hzm. Kleve; Kr. Rees), das nach Auffassung der Appellanten zum Gut Feldwick (Veltwich) gehört, das die Familie von Eger seit 1481 von der Familie von Brempt zu Vlassrath (Flaßrade) als Lehen hat.

Aktenzeichen : E 144/488

Enthaeltvermerke : Kläger: Dietrich von Eger und Konsorten, Büderich, (Kl.)
Beklagter: Johann Gruiters Witwe Mechthild und Erben, Schermbeck, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christopher Reefsteck 1570
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wildhelm 1570 - Dr. Christopher Reffsteck 1570 - Dr. Jakob Friedrich Maurer 1570 - Lic. Philipp Sieblin 1570
Prozeßart: Secundae appellationis
Instanzen: 1. Richter und Schöffen zu Bislich 1567 - 2. Bürgermeister und Schöffen von Wesel 1570 - 3. RKG 1570 - 1578 (1567 - 1571)
Beweismittel: Armutszeugnis für Mechthild Gruiters durch Bürgermeister, Schöffen und Rat von Schermbeck 1570 (53 - 54).
Beschreibung: 3 cm, 54 Bl., lose; Q 1 - 9, 2 Beilagen 1571. Vgl. RKG 1491 (E 143/487).




1562 - 1566 (1562 - 1564)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf 16 Gulden 13 1/2 Batzen Botenlohn und Urkundgeld.

Aktenzeichen : E 153/504

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz Eggerdes, RKG - Beibote, Speyer
Beklagter: Johann Meuthen von Nothberg
Prokuratoren (Kl.): Dr. Germanus Erndlin (1562)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Paul Haffner 1562
Prozeßart: Zitationsprozeß
Instanzen: RKG 1562 - 1566 (1562 - 1564)
Beweismittel: Botenrechnungen (Q 5 - 6).
Beschreibung: 13 Bl., lose; Q 1 - 6.




1556 - 1558 (1556 - 1558)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arrest auf Güter der Appellantin in Breckerfeld wegen rückständiger Zahlungen. Ihre Eltern hatten einen Stahlhandel (mit England und Brabant). Nach dem Tode der Eltern verwaltete Dr. Johann Lilien, Kanoniker und Priester von St. Gereon in Köln, als Carissimas nächster Verwandter ihr Erbe. Nach ihrer Heirat mit Martin Eheim wurde der Handel von ihr wiederaufgenommen und auch nach dem Tode des Mannes weitergeführt. Die Nichteinhaltung eines Kontrakts von 1552 führte zum Arrest. Mit Adler schloß die Witwe 1557 einen Vergleich.

Aktenzeichen : E 156/540

Enthaeltvermerke : Kläger: Carissima, Witwe des Martin Eheim, Köln, (Bekl.)
Beklagter: Melchior Adler, Breslau, Gotthart Kannengießer, Köln, Hermann Elpen, Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Amandus Wolff (1556) - Dr. Johann Deschler 1556 - Dr. Johann Portius 1556 - Dr. Alexander Refstock 1556
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Lorenz Wilthelm 1556 - Dr. Joachim Pfepferle gen. Dick 1556 - Dr. Melchior Schwarzenberger 1556
Prozeßart: Appellationisprozeß
Instanzen: 1. Gericht zu Breckerfeld (Grafschaft Mark; Ennepe - Ruhr - Kr.) (1555) - 2. RKG 1556 - 1558 (1556 - 1558)
Beweismittel: Bericht des Rats der Stadt Köln als RKG - Kommission (Q 19). Urteil der 1. Instanz (Q 21).
Beschreibung: 4 cm, 70 Bl., lose; Q 1 - 21.




1748 - 1756 (1740 - 1756)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf eine Wechselschuld von 660 Gulden. Der Kläger hatte 1740 dem Beklagten die Summe vorgeschossen. Der Vater des Beklagten, kaiserlicher General der Kavallerie, erkannte die Schuld an. Als die Rückzahlung ausblieb, ließ Eybel den Sold des Generals 1744 beim Hofkriegsrat in Wien mit Arrest belegen, ließ jedoch auf Vertröstungen des Sohnes hin wieder davon ab. Das RKG entschied 1750 zugunsten des Klägers.

Aktenzeichen : E 158a/663

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Henrich Eybel, Kaufmann, Wien
Beklagter: Friedrich Graf zu Limburg und Bronckhorst, Herr zu Styrum, Schloß Gemen
Prokuratoren (Kl.): Lic. Franz Christoph Bolles 1748 - Subst.: Lic. Gotthard Johann Gedt - Lic. Johann Jacob Duil 1755 - Subst.: Lic. Johann Werner
Prozeßart: Citationis ad videndum exigi debitum cum interesse et expensis sicque condemnari
Instanzen: RKG 1748 - 1756 (1740 - 1756)
Beweismittel: Wechsel des Beklagten und Schuldanerkennung durch dessen Vater 1740, Abschrift (Q 4). Wechsel wie oben, Original (Q 7). RKG - Urteil von 1750 (Q 9). Paritionalbericht des Niederrheinisch - Westfälischen Kreisdirektoriums (25 - 28). Mandatum de exequendo sine clausula (34 - 38).
Beschreibung: 2 cm, 38 Bl., lose; Q 1 - 9, 4 Beilagen 1756.




1695 - 1700 (1585 - 1700)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Birckerhof im Amt Blankenberg. Henrich und Johann Luininck (Luning), Vorfahren des Appellaten mütterlicherseits, hatten 1585 von Wilhelm Diepenthal, Vorfahr von Eichrodts Frau Gertrud Lemgovius, 800 Taler aufgenommen und den Birckerhof als Pfand gesetzt. Wegen nicht gezahlter Pensionen ließ sich Diepenthal 1590 in den Hof immittieren, übernahm 1601 von der Familie von Horn noch die Forderung von 300 Talern plus Zinsen, die diese an Luning hatten. 1692 klagte von Reven auf Wiedereinlösung des Hofes, der nach seinen Angaben zum freiadeligen Sitz Honrath (Honradt) gehörte, gegen Eichrodt, dessen Frau den Hof von ihrem Bruder, Kanoniker an St. Severin in Köln, 1684 geerbt hatte.

Aktenzeichen : E 177/712

Enthaeltvermerke : Kläger: Lic. Johann Eichrod, RKG - Prokurator, Wetzlar, (Bekl.)
Beklagter: Johann Gottfried von Reven, kaiserlicher Hauptmann, Mainz, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Eichrod in eigener Sache (1695) - Dr. Johann Philipp Pulian 1699 - Subst.: Lic. Heinrich Schriels Prokuratoren (Bekl.): Lic. Conrad Franz Steinhausen 1695 - Subst.: Dr. Hoffmann
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1693 - 2. RKG 1695 - 1700 (1585 - 1700)
Beweismittel: Kopie der Pfandverschreibung des Birckerhofs 1601 (Q 6 und 16). Auszug aus der Erbteilung Lemgovius 1676 (Q 7). Erbkaufbrief 1585 (Q 17).
Beschreibung: 2 Bde., 9 cm, 352 Bl.; Bd. I: 3 cm, 76 Bl., lose; Q 1 - 21 außer 10; Bd. II: 6 cm, 276 Bl., gebunden; Vorakten (als Q 10 vorgesehen).




1669 (1613 - 1669)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das Jagdrecht in Golzheim (Hzm. Jülich, Amt Nörvenich; Kr. Düren). Durch die Heirat mit der Witwe von Ahr glaubte der Appellant sich und seine Stiefsöhne zur Jagd in Golzheim befugt. Auf Veranlassung der jül. Ritterschaft untersagte Herzog Philipp Wilhelm ihm jedoch die Jagd mit der Begründung, nach Landesrecht seien seit 1544 (mit Wiederholung 1596, 1654 und 1662) alle nicht zu den Landtagen Qualifizierten durch Edikt von der Jagd ausgeschlossen. Umstritten ist, ob der Vater der Stiefsöhne, Wilhelm von Ahr, zu den Landtagen qualifiziert war.

Aktenzeichen : E 187/813

Enthaeltvermerke : Kläger: Friedrich Ernst von Eick, Oberstleutnant, namens seiner Frau Anna geb. von Eller zu Luxheim (Hzm. Jülich, Amt Nörvenich), verwitwete von Ahr, und seiner minderjährigen Stiefsöhne Otto Conrad und Johann Wilhelm von Ahr
Beklagter: Jül. Ritterschaft; Interessent: PfalzgrafPhilipp Wilhelm
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Konrad Albrecht 1669 - Subst.: Franz Eberhard Albrecht
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Walraff [1656] 1669 - Subst.: Lic. Leonhard Schommartz
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Dekret des Herzogs von Jülich (1668) - 2. RKG 1669 (1613 - 1669)
Beweismittel: Auszug aus dem Testament Ottos von Ahr zu Golzheim 1613 (11f.). Geburtsbescheinigung für Otto Conrad (1647) und Johann Wilhelm von Ahr (1648) durch den Pfarrer von Golzheim 1660 (17f.).
Beschreibung: 2 cm, 33 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 15 Aktenstücke.




1700 - 1720 (1659 - 1720)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Offenlegung der Abrechnung der Vormundschaft und Auszahlung des Erbes. 1660 hatten Gerhard Johann von Eyckel und Egbert Hopp freiwillig über die unmündigen Kinder des Peter Diederich von Eyckel zum Hamm und der Hartlieb von Boenen (Böhnen) die Vormundschaft übernommen. 1668 heiratete der Appellat Peter Diederichs Tochter Gertrud Elisabeth von Eyckel, die nach dem Tod ihres Bruders die einzige Erbberechtigte war. Da die Vormünder kein Inventar der Güter und der Mobilien und keine Rechnungen über den Verbleib des Geldes vorlegen konnten, verklagte von Nievenheim sie, Güter teils versetzt, teils verkauft und Mißwirtschaft zum Schaden seiner Frau betrieben zu haben. Nach beinahe 20jähriger Pause wurde das Verfahren 1720 von den Erben wieder aufgenommen.

Aktenzeichen : E 199/830

Enthaeltvermerke : Kläger: Witwe und Erben des Gerhard Johann von Eickel (Eyckel) zu Eyll, Kleve, und Lic. Egbert Hopp, Richter zu Goch, (Bekl.)
Beklagter: Friedrich Wilhelm von Nievenheim zum Hamm, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Ludwig Ziegler 1700 - Subst.: Lic. Heinrich Schriels - Dr. Johann Ulrich von Gülchen 1720 - Subst.: Lic. Johann Jacob Wahl
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen [1697] 1700 - Subst.: Dr. Johann Ulrich von Gülchen - Subst.: Dr. Johann Rudolph Sachs 1720
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hofgericht Kleve 1672 - 2. RKG 1700 - 1720 (1659 - 1720)
Beweismittel: Vormundschaftsbestellung des Gerhard Johann von Eyckel und Lic. Egbert Hopp, Richter zu Goch, für die unmündigen Kinder des Peter Dietrich von Eyckel und der Herzlieb Böhnen 1660 (in Q 5). Erbvertrag Peter Derick von Eyckel zum Hamm - Friedrich Wilhelm von Nievenheim 1668 (Q 6 doppelt: deutsch und niederländ.). Vormundschaftsannahme durch Gerhard Johann von Eyckel 1660 (Q 7). In den Vorakten (Q 15/16) zahlreiche Abschriften und Auszüge aus Urkunden über die Familie von Eyckel, u. a. Auszug aus dem Heiratsvertrag zwischen Peter Dietrich von Eyckel und Maria Hoffkamps 1659 (115 - 118). Aufstellung der von den Vormündern verpfändeten und verkauften Güter (130 - 133) und Rechnungen (175 - 181). Rationes decidendi der Vorinstanz in versiegeltem Umschlag (578).
Beschreibung: 2 Bde., 14 cm, 716 Bl.; Bd. I: 3,5 cm, 82 Bl.; lose, Q 1 - 14, 6 Beilagen 1720; Bd. II: 10,5 cm, 578 + 56 Bl., gebunden; Q 15, 16 (Vorakten).




1566 - 1578 (1546 - 1578)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Gut Lichtenrod bei Baldeney. 1456 waren Krafft (Cracht) Stecke und seine Frau Luckarda für eine jährliche Pacht von sechs Maltern Roggen mit Lichtenrod sowie mit Baldeney und dem Erbmarschallamt von Werden von dem damaligen Abt von Werden, Konrad von Gleichen, behandet und belehnt worden. Der Besitz blieb bei der Familie Stecke, bis Kraffts Enkel Goswin der Jüngere 1536 wegen hoher Schulden alle Güter an Bernhard von Vittinghoff gen. Schell, verkaufen mußte, wobei ein „ewig Quitkauf“ (Wiederkaufsrecht) für seinen Sohn Georg und dessen Erben vorbehalten blieb. Nach Georgs und Goswins Tod zog der Abt Lichtenrod als heimgefallen ein. Bernhard Schell gab Baldeney und das Erbmarschallamt mit Zustimmung des Abtes an Henrich Knipping zum Grimberg. Der Kläger, der (wohl 1561) Gertrud, die Tochter Georg Steckes und der Sophia, geheiratet hatte, kaufte von Knipping die Güter aufgrund des Erblosbriefs zurück. Während er mit dem Edelmannssitz Baldeney vom Abt belehnt wurde (1563), verweigerte der Abt die Herausgabe von Lichtenrod.

Aktenzeichen : E 202/853

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm von Eyll zu Baldeney, Erbvogt zu Rellinghausen und Erbmarschall des Stifts Werden
Beklagter: Abt zu Werden (Hermann von Holten)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Gronberger 1566
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Jakob Friedrich Meurer [1560] 1566 - Dr. Johann Gödelmann 1575
Prozeßart: Nicht ersichtlich (simplicis querelae ?)
Instanzen: RKG 1566 - 1578 (1546 - 1578)
Beweismittel: Behandungs- und Belehnungsbrief des Abts Johann von Gleichen für Krafft Stecke 1456 (Q 9). Ebenso Abt Adam für Goswin Stecke 1475 (Q 10 und 21). Leibzuchtbrief des Krafft Stecke für seine Frau Luckarda von Limburg über Gut Lichtenrod 1461 (Q 11). Erbteilungsbrief 1472 (Q 12). Placat - Brief (Vertrag) zwischen Goswin Stecke und seiner Frau Christina und ihrem Sohn Georg 1535 (Q 13). Erbkaufbrief: Goswin Stecke, seine Frau Christina und sein Sohn Georg verkaufen Baldeney und das damit verbundene Marschallamt von Werden an Bernhard von Vittinghoff gen. Schell (Schele) 1536 (Q 14). Lehensrevers Goswin Steckes 1475 (Q 22). 2 Gerichtsscheine über Lichtenrod 1504 und 1551 (Q 23/24).
Beschreibung: 3,5 cm, 131 Bl., gebunden; Q 1 - 32, Q 6*, Q 28 fehlt, 2 Beilagen 1578. Lit.: P. Jacobs: Werdener Reichskammergerichts- Klagen, in: Beiträge zur Geschichte des Stifts Werden, H. 8 (1901) S. 32-36.




1569 - 1606 (1566 - 1572)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Nachlaß des Wilhelm Stein d. Ä. und seiner Frau Sophia Rempels in Rheidt und Niederkassel (Rhein- Sieg-Kr.). Nach Wilhelms Tod 1557 behielt Sophia bis zu ihrem Tod 1564 die Leibzucht an den Gütern. Von Eil bemächtigte sich des Erbes, aber die 1. Instanz entschied, daß Wilhelm von Stein dem Jüngeren, Sohn Wilhelms des Älteren und der Sophia, und Wilhelm an der Kirche als Halbbruder Wilhelms des Älteren die streitigen Güter zustünden.

Aktenzeichen : E 203/854

Enthaeltvermerke : Kläger: Alexander von Eil, Rheidt (Hzm. Berg, Amt Löwenburg; Rhein-Sieg- Kr.), (Bekl.)
Beklagter: Wilhelm von der Kirchen (von dem Kirchhof), Rheidt, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Germanus Erndlein 1570
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Vest 1569
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. fürstl. Räte 1566 - 2. RKG 1569 - 1606 (1566 - 1572)
Beweismittel: Vorakten (Q 4), darin: Aufstellung der nachgelassenen Güter der Sophia Rempels und des Wilhelm Stein d. Ä. (37 - 41). Zeugenverhör (75 - 94). Zwei Güteraufstellungen (123 - 127).
Beschreibung: 3,5 cm, 127 Bl., lose; Q 1 - 7; 3 im Protokoll als Q 8 - 10 vorgesehene Beilagen. Vgl. RKG 1501 (E 204/855).




1569 - 1606 (1566 - 1571)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Kirchensteinerhof zu Kriegsdorf (Klein - Kriegsdorf) im Amt Löwenburg (Hzm. Berg; Rhein- Sieg-Kr.). Nach dem Tode der Sophia Rempels, die die Leibzucht (bis 1564) an dem Hof hatte, gerieten die Parteien darüber in Streit, weshalb Jost von Eller, der Amtmann von Löwenburg, die Güter sequestrieren ließ. Die 1. Instanz entschied, daß von Stein und Konsorten der Hof zustehe, weil sie die nächsten Erbgenahmen seien. Der Appellant bringt vor, in 1. Instanz weder zitiert noch gehört worden zu sein.

Aktenzeichen : E 204/855

Enthaeltvermerke : Kläger: Alexander von Eil, Rheidt (Hzm. Berg, Amt Löwenburg; Rhein-Sieg- Kr.), (Bekl.)
Beklagter: Wilhelm von Stein zu Berg und Konsorten, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Germanus Erndlin 1569
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Vest 1569
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. fürstl. Räte 1566 - 2. RKG 1569 - 1606 (1566 - 1571)
Beschreibung: 7 cm, 289 Bl., lose; Q 1 - 8, Vorakten (Q 4) gebunden. Vgl. RKG 1500 (E 203/854).




1588 - 1596 (1587 - 1595)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den gleichen Anteil am Erbe der gemeinsamen Eltern Wilhelm von Bernsau des Älteren, fürstl. berg. Marschalls, und Anna von Plettenberg, des Bruders Heinrich von Bernsau und des Halbbruders Franz von Hompesch, Herrn zu Bollheim, Sohnes der Anna von Plettenberg aus 1. Ehe, namentlich Haus und Herrlichkeit Hardenberg, das Haus zum Anger und Haus und Herrlichkeit Bollheim. Die Beklagten bestreiten den Anspruch ihrer Schwester mit der Begründung, sie habe sich zu Lebzeiten des Vaters für den geistlichen Stand entschieden und nach Probejahr, Einkleidung und Profeß mehrere Jahre im „Neuen Kloster“ [Gräfenthal] verbracht.

Aktenzeichen : E 205/856

Enthaeltvermerke : Kläger: Diederich von Eyll zu Heideck (Heiden), Drost zu Berg, namens seiner Frau Maria von Bernsau
Beklagter: Wilhelm von Bernsau zum Hardenberg und Margarethe von Bernsau gen. Friemersheim zu Disternich und Bollheim
Prokuratoren (Kl.): Lic. Jakob Erhardt 1587
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Vianden 1588
Prozeßart: Simplicis querelae
Instanzen: RKG 1588 - 1596 (1587 - 1595)
Beweismittel: Im Klagelibell (Q 3) zahlreiche Daten und Angaben zur Familie von Bernsau.
Beschreibung: 3 cm, 77 Bl., lose; Q 1 - 15. Lit.: ZBGV 82 (1966) S. 174f.




1601 - 1611 (1595 - 1602)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Aufhebung einer vom Apostolischen Nuntius eingesetzten Kommission unter dem Kanzler von Lüttich unter Berufung auf das Recht, daß weltliche Dinge nicht vor geistliche und ausländische Gerichte gezogen werden dürfen. Ausgangspunkt des Streits war der Olmundshof im Kirchspiel Rotem im Stift Lüttich. Nach dem Tod des Diederich von Eyll zur Heideck beanspruchte Johann Baer den Hof als Verwandter für sich, da die Kinder Diederichs mit Maria von Bernsau und damit „ex moniali et in gradu prohibito affini außerhalb rechtmäßigen Ehestands“ gezeugt worden und damit nicht erbberechtigt seien. Baer erwirkte beim Offizial in Lüttich ein mandatum evacuandae, das vom Erzbischof von Köln außer Kraft gesetzt wurde. Von einer Kommission des Apostolischen Nuntius unter Vorsitz des Kanzlers von Lüttich erhielt Baer aber den Hof gegen Kautionsleistung zuerkannt und vertrieb von Eylls Kinder und den Kolonen. Durch das RKG - Mandat wird die Entscheidung der Kommission kassiert, bis ein kompetentes Gericht ein Urteil fällt.

Aktenzeichen : E 213/864

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm von Friemersheim zu Bollheim als Kurator der unmündigen Kinder des Dietrich von Eyll zur Heideck, (Bekl.)
Beklagter: Coriolanus, der Apostolische Nuntius in Köln, der Kanzler von Lüttich Jacob Carondalet, der Offizial zu Lüttich, die Witwe des Johann Baer (Bahr), Lüttich, und Konsorten, (Kl.: Johann Baer)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Georg Amandus Wolff 1601
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Jakob Kölblin (1601)
Prozeßart: Mandati cassatorii et de restituendo sine clausula
Instanzen: 1. Offizial Lüttich (1595 ?) - 2. Erzbischof von Köln als Bischof von Lüttich (1595 ?) - 3. Kommission des päpstlichen Nuntius in Köln unter Vorsitz des Kanzlers von Lüttich (1596) - 4. RKG 1601 - 1611 (1595 - 1602)
Beweismittel: Bestellung des Wilhelm von Friemersheim zum Vormund durch den Offizial in Köln 1595 (Q 10). Vergleichsangebot durch Reinhardt Peil 1602 (Q 12).
Beschreibung: 1,5 cm, 35 Bl., lose; Q 1 - 4, Q 7 fehlt (Vollmacht Dr. Kölblin). Vgl. RKG 1502 (E 205/856).




1698 - 1699 (1660 - 1701)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Testamentsanfechtung. Der Appellant ficht das Testament seines Bruders Johann von Schellard zu Obbendorf an, der seinen Neffen Johann Vinzenz von Schellard zu Geistern zum Alleinerben eingesetzt und den übrigen Verwandten nur Legate ausgesetzt hatte. Seitens des Appellanten wird die Auffassung vertreten, bei Erb-, Stamm-, Stock- und Lehengütern habe Johann keine volle Testierfreiheit gehabt, die Appellaten argumentieren, mit der Annahme ihres Legats habe die Mutter des Appellanten das Testament akzeptiert.

Aktenzeichen : E 214/875

Enthaeltvermerke : Kläger: N. N. von Eynatten zu Obsinnich (Obsinnig), (Kl.: seine Mutter Maria von Eynatten, geb. von Schellard zu Obbendorf)
Beklagter: Die minderjährigen Freiherrn von Schellard-Obbendorf zu Geijsteren und deren Kuratoren
Prokuratoren (Kl.): Dr. Georg Friedrich Müeg 1698 - Subst.: Lic. Jung
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Ulrich von Gülchen 1699 - Subst.: Dr. Pulian
Prozeßart: Appellationis et citationis ad domum et per edictum
Instanzen: 1. Hofgericht Kleve 1692 - 2. RKG 1698 - 1699 (1660 - 1701)
Beweismittel: Auszug aus den Privilegien der Stadt Gennep (Hzm. Kleve; NL) (Q 9). Auszug aus der Rechtsordnung Herzog Wilhelms von Jülich, Kleve, Berg (Kap. 69 über Testamente; Q 10). Auszug aus dem geldrischen Land - und Stadtrecht (Q 11). Vergleich Maria von Schellard - Vinzenz von Schellard 1666 (Q 12/13). Vorakten (42 - 141), darin: Erstes Testament des Johann Freiherr von Schellard zu Obbendorf 1660 (47 - 50, 111 - 113), zweites Testament von 1665 (50 - 54). Liste der streitigen Erbgüter (75f.). Testament des Wilhelm von Schellard zu Obbendorf, Kanoniker von St. Maria in Aachen 1665 (lat., 87 - 88). Rationes decidendi, noch versiegelt (141).
Beschreibung: 5 cm, 156 Bl., lose; Q 1 - 13, Vorakten und 6 Beilagen. Vorakten z. T. niederländ. und lateinisch.




1668 (1668 - 1670)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen nicht zu erzielenden Erbteilungsvergleichs vor der pfalz-neuburgischen Kanzlei zu Düsseldorf.

Aktenzeichen : E 215/876

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz Winandt von Eynatten, Herr zu Neuerburg
Beklagter: Anna Maria, Witwe des Ferdinand Ernst von Eynatten, geb. von Gail
Prokuratoren (Kl.): Lic. Bernhard Henningh 1668 - Subst.: Johann Niclas Hoen
Prozeßart: Promotorialium
Instanzen: RKG 1668 (1668 - 1670)
Beschreibung: 6 Bl., lose; Q 1 und 2, 1 Beilage 1670.




1727 - 1767 (1456 - 1767)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Nachlaß des am 30. Okt. 1726 kinderlos verstorbenen Adolph von Trips zu Trips und Anstel. Die Appellanten fechten als nächste Verwandten (Johann Stephan von Eynatten ist ein Vetter väterlicherseits, die Gebrüder Johann Wilhelm und Walram sind Vettern mütterlicherseits des Verstorbenen) das Testament vom 13. Dez. 1722 für den Appellaten unter Berufung auf die Kapitel 69, 83 und 102 des jül.-berg. Landrechts an, u. a., weil es bereits geschrieben und verschlossen dem Notar übergeben wurde. Streitobjekte sind im Hzm. Jülich, in den österreichischen Niederlanden und in Aachen gelegene Rittersitze, Allodial- und Lehengüter samt Erbpacht und Pfandschaft und eine Kiste mit Wertgegenständen (Juwelen, Silber, Bargeld) im Kloster Marienthal in Aachen. Eine große Rolle spielte der in der jül. Unterherrschaft Heyden gelegene lehnbare Hof Eigelshoven. Die Appellanten behaupten, der Appellat habe sich die umstrittenen Güter mit Ausnahme des keinem Testament unterworfenen Rittersitzes Trips, den von Eynatten zu Nuth als nächster Lehenserbfolger besitze, angeeignet. Der Appellat gibt dagegen vor, einen Teil bereits zu Lebzeiten des Adolph von Trips durch eine „donatio inter vivos“ erhalten zu haben. Das Testament des Adolph von Trips wurde in Aachen in 1. Instanz in Bezug auf die Immobilien für ungültig, in Bezug auf die Mobilien für gültig erklärt. Das RKG bestätigte 1730 das Aachener Urteil. Dagegen kassierte das RKG das Urteil des jül.-berg. Geheimen Rats und entschied, daß der Appellat das Gut Eigelshoven an von Eynatten zu Nuth abzutreten habe.

Aktenzeichen : E 216/877

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Stephan von Eynatten zu Nuth und die Gebrüder Johann Wilhelm und Walram von Eynatten zu Neuerburg, (Kl.)
Beklagter: Johann Henrich Adam von Trips zu Lintern und Junkersdorf, (Bekl.); ab 1735 als Interessent PfalzgrafKarl Philipp
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Wilhelm Weylach 1727 - Subst.: Dr. Philipp Ludwig Meckel - Dr. Johann Goy 1732 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann - Lic. Johann Wilhelm Weylach 1751 - Subst.: Dr. Johann Hermann Scheurer - Dr. Franz Philipp Felix Gress 1766 - Subst.: Dr. Johann Georg Karl Vergenius - Subst.: Dr. Angelus Konrad Daniel Sipmann 1767
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Melchior Deuren 1727 - Subst.: Dr. C. H. von Gülich - Subst.: A. J. Stephani 1735 - Lic. Johann Andreas Dietz [1751] 1752 - Subst.: Lic. Johann Franz Wolf - Lic. Ferdinand Wilhelm Anton Helffrich 1752 - Subst.: Lic. J. Werner
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat Düsseldorf 1726 und Schöffenmeister und Schöffen des königlichen Stuhls und Stadt Aachen 1726 - 2. RKG 1727 - 1767 (1456 - 1767)
Beweismittel: Testament des Adolph von Trips zu Trips 13. Dez. 1722 (Q 7). Auszug aus der Aachener Stadtchronik 1456 ( „Fabula novae Legis“; Q 8). Auszug aus einem Vertrag zwischen Jülich und Aachen 1660 (Q 9, 86, 136, 168). Aachener Synodalbeschlüsse über Testamente 1727 (Q 10 u. 11). Botenlohnschein (Q 17). Auszüge aus Lehensregistern: kurköln. Mannkammer zu Heerlen, Herzogenrath, Klosterrath (Q 32). Auszug aus einem Urteil des Reichshofrates von 1683 in Sachen Schöffenstuhl zu Aachen ./. Rat von Aachen (Q 33). Schenkung des Adolph von Trips zu Trips an den Appellaten 1725 (Q 34). Auszug aus Abrechnungen des Freiherrn von Trips zu Trips mit seinen Pächtern zu Merzenhausen und Warden (Hzm. Jülich, Oberamt Jülich; Kr. Jülich und Kr. Aachen) 1724/26 (Q 41 - 42). Auszug aus dem Register der kurköln. Mannkammer zu Heerlen (Herlen, NL), 1653 ff. (Q 43). Acta priora (Q 45, 50a und b). Auszug aus dem Inventar des Besitzes des Adolph von Trips im Kloster Marienthal in Aachen (Q 48). Attest der Schöffen von Aachen über Testamente, lat. (Q 60). Attest des Schultheißen und der Schöffen des Dingstuhls und Gerichts Koslar und Barmen (Oberamt Jülich) über die Schenkungen des Adolph von Trips an den Appellaten in Floßdorf und Merzenhausen (Q 77). Erklärung der Schöffen des Palandischen modo von Tripsischen Landgerichts zu Prümmern (Hzm. Jülich, Amt Randerath) 1730 (Q 78). Auszug aus dem Protokoll dieses Gerichts zu 1658 (Q 79). Attest der Schöffen der jül. Unterherrschaft Warth (Warden) über das Gericht 1730 (Q 80). Gedruckte Beschreibung des Prozeßverlaufs mit einigen Beilagen, z. B. Littera A: Stammtafel Eynatten - Trips, Littera B: Urteil Aachen 1727, Littera C: Rechnungen wie Q 41, Littera D: Attest wie Q 60, Littera E/F wie Q 10 u. 11 sowie Dekrete des Pfalzgrafen Karl Philipp an die Vögte von Heyden und Geilenkirchen, 1727 (Q 84). Auszug aus der Aachener Chronik des Johannes Noppius (Q 87). Inventar einer Kiste mit Urkunden, Briefen, Testamenten, Quittungen, Heiratsverträgen, Obligationen, Vergleichen etc. des Adolph von Trips (Q 88). Abrechnungen wie Q 41 und in Q 84 Littera C (in Q 94). Auszug aus einem RKG - Prozeß Stadt Hildesheim ./. Kloster St. Michael in Hildesheim (Q 96). Auszüge aus den Empfangsbüchern des Freiherrn von Trips für Warden, Prümmern (Q 108, 109). Designatio aller Erb- und gereider beweglicher Güter (Q 113). Aufstellungen von Erbgut, Rechnungen etc. (Q 114 - 117). Obligation von 700 Rtlr. auf den Hof zu Eigelshoven 1618 (Q 119). Rentverschreibung von 700 Rtlr. auf das Gut des von Mansart zu Eigelshoven 1617 (Q 120). Inventar des Hauses Trips 1727 (Q 124). Gutachten über den Zustand des Eigelshofes (Q 127). Rentverschreibung von 4000 Rtlr. auf den Palander Hof zu Prümmern und den Eigelshof in der Herrschaft Heyden 1696 (Q 128). Auszug aus dem Transport- und Realisationsbuch der kurköln. Mannkammer zu Heerlen 1708 (Q 129). Kaufverträge 1623, 1627 (Q 133 - 135). Landvermesserrechnung für die Vermessung des Eigelhofes 1718 - 1721 (Q 143). Aachener Schöffenbescheid, Testamente betreffend 1669 (Q 148). Ertrag des Eigelhofes 1728/29 (Q 151). Zeugenbefragung (Q 163). Gutachten des Schultheißen der Herrlichkeit Schönau, des Landgerichts Zweibrüggen (Hzm. Jülich, Amt Geilenkirchen), des Landgerichts Berensberg, des Landgerichts des adeligen Hauses Uersfeld (Hzm. Jülich, Ländchen von der Heyden) und der Schöffen der Herrschaft Laurenzberg (Hzm. Jülich, Oberamt Jülich; Kr. Jülich) (Q 177 - 181). Inventar der Mobilien des Rittersitzes Trips (Q 193 - 196). Status perceptorum des Lehengutes Eigelhoven und des Meroder Hofes zu Prümmern (Q 197 - 98). Ertrag des Prümmerner Zehnten (Q 199). Weitere Aufstellungen, die Erträge der Güter in Merzenhausen und Floßdorf, die Palander Erbpacht zu Prümmern, die Erträge der Herrschaft Warden betreffend (Q 200 - 202). Auszug aus dem Erbbuch des Gerichts Freialdenhoven 1679 (Q 228). Wertgegenstände des Adolph von Trips nach Aussage seines Pfarrers Antonius Askens (Q 239). Botenlohnschein (Q 242). Protokoll der Zeugenaussagen vor der RKG - Kommission (Q 244). Auszug aus den Einnahmeregistern der Güter zu Prümmern, Merzenhausen, Warden und Floßdorf (Q 248). Botenlohnschein (Q 268). Status perceptorum der umstrittenen Güter (Q 270). Empfangsregister Prümmern u. a. 1756 (Q 271 - 274). Kaufvertrag über die Eynatten - Erbpacht zu Floßdorf 1675 (Q 279). RKG - Urteil 1757 (Q 286). 8 Schriftstücke, die umstrittenen Güter betreffend (Q 295b). Stammtafel Eynatten - Trips (2602). Einige der angeführten Beweismittel wurden mehrfach produziert. Das Protokoll enthält das Urteil von 1730 und weitere (Bei-)Urteile.
Beschreibung: 3 Bde., 47 cm, 2606 Bl., lose; Q 1 - 304, Q 1 und 54 fehlen, Q 19, 159 und 196 unvollständig, 37, 37a, 37b, 50a und b, 295a, b, c, 33 Beilagen; Bd. I: 15 cm, Bl. 1 - 980, Q 1 - 89; Bd. II: 19 cm, Bl. 981 - 1966, Q 90 - 274; Bd. III: 13 cm, Bl. 1967 - 2606, Q 275 - 304 und Beilagen.




1761 - 1765 (1692 - 1765)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Auszahlung der in einer Heiratsberedung vereinbarten Heiratsgabe (Aussteuer). 1732 hatten der Appellat und Maria Margaretha von Eynatten, die Schwester des Appellanten, ohne Beisein der Mutter und der Geschwister Marias eine Heiratsverabredung getroffen. Als Maria kinderlos vor ihrer Mutter und mehreren Geschwistern starb, klagte der Appellat beim Hofrat in Düsseldorf die vereinbarte Aussteuer ein, die ihm der Appellant mit der Begründung verweigerte, ritterbürtige Töchter müßten sich mit einem festgelegten Heiratspfennig begnügen, und solange männliche Erben vorhanden seien, sollten die unbeweglichen Güter bei ihnen verbleiben. Da Maria keinen Anspruch auf Stock- und Stammgüter gehabt habe, sei die Heiratsberedung hinfällig.

Aktenzeichen : E 218/879

Enthaeltvermerke : Kläger: Paul Robert von Eynatten zu Wedenau, (Bekl.)
Beklagter: Wilhelm Konstantin Alexander von Wymar zu Kirchberg, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Heinrich Joseph Brack 1761 - Subst.: Johann Paul Besserer Prokuratoren (Bekl.): Lic. Wolff (1762) - Lic. Johann Adam Bissing 1762 - Subst.: Lic. Ferdinand Wilhelm Brandt - Dr. Franz Philipp Felix Greß 1764 - Subst.: Lic. Fidel Karl Amand Goll
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat Düsseldorf 1759 - 2. RKG 1761 - 1765 (1692 - 1765)
Beweismittel: Heiratsberedung des Wilhelm Konstantin Alexander von Wymar zu Kirchberg mit Anna Maria Margaretha Josepha von Eynatten zu Wedenau 1732 (Q 8). Dekret Herzog Johann Wilhelms über die Aussteuer ritterbürtiger Töchter 1709 (Q 9). Heiratsberedung des Franz AdolfWinand von Eynatten zu Wedenau mit Maria Wilhelmina von Vettelhoven 1692 (Auszüge Q 10 und 11).
Beschreibung: 5,5 cm, 253 Bl., lose; Q 1 - 30, 1 Beilage 1764.




1749 - 1768 (1656 - 1753)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Gut Broch im jül. Amt Wilhelmstein (bei Neusen). Nach dem Tode ihres Vaters beantragte Maria Ernestina von Schellard zu Schinn als einzige Tochter das Besitzrecht beim jül.- berg. Hofrat. Die verwitw. Florentina Catharina von Eys gen. Beusdal zu Zweibrüggen, geb. von Voß, erhob als „revolutarische Erbin“ ebenfalls Ansprüche. Während Maria Ernestina eine Verwandtschaft bestritt, gab Florentina einen Johann von Zweibrüggen als gemeinsamen Vorfahren an, dem einst das Gut gehört haben sollte. Noch bevor der Hofrat in Düsseldorf ein Urteil fällte, starb Florentina, und ihr Sohn Johann Franz verglich sich mit Maria Ernestina, die ihm das Gut für ihren Lebensunterhalt abtrat. Gegen die Ansprüche seines Bruders Karl Kaspar macht Johann Franz geltend, dieser sei nicht standesgemäß verheiratet. Der Hofrat in Düsseldorf moniert, durch den RKG - Prozeß sei ihm das „ius primae instantiae“ genommen, da er noch kein Urteil gefällt habe.

Aktenzeichen : E 222/898

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Franz Freiherr von Eys gen. Beusdal (Beusdael) Beusdal), kurfürstl. jül.-berg. Geheimer Rat, Herr zu Zweibrüggen (Hzm. Jülich, Amt Geilenkirchen; Selfkantkr. Geilenkirchen-Heinsberg); Maria Ernestina von Schellard zu Schinn, (Bekl.)
Beklagter: Karl Kaspar von Eys gen. Beusdal, Schöffe in Aachen (Bruder des Johann Franz), und Theodor Wilhelm Quad zu Brochhausen namens seiner Frau Maria Anna von Beusdal, (Kl.: Florentina von Voß, Mutter des Johann Franz und des Karl Kaspar von Eys)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Simon Heinrich Gondela 1749 - Subst.: Lic. Gotthard Johann Gedt
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat Düsseldorf (ca. 1742) - 2. RKG 1749 - 1768 (1656 - 1753)
Beweismittel: 19 Beweisstücke, meist das Gut Broch betreffend; u. a. Auszug aus dem Testament des Johann Wilhelm von Beusdal 1656 (Q 6). Genealogie Zweibrüggen - Schellard - Holtzem - Mirbach - Voß - Beusdal (181 in Q 17).
Beschreibung: 6,5 cm, 235 Bl., lose; Q 1 - 18 (16a, b, c), 5 Beilagen. Lit.: ZAGV 50 (1929) S. 486.




1604 - 1615 (1585 - 1614)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die Hälfte des Nachlasses des Johann Guldenmann. 1563 heiratete Maria Kucks in zweiter Ehe Johann Guldenmann. Bestandteil der Eheberedung war, daß für den Fall, daß Johann Maria überleben sollte, er die Leibzucht über die Güter, die sie in die Ehe einbrachte, bis zu seinem Tod haben sollte. Es handelte sich um eine Losrente von 16 1/2 Talern, 13 Maltern Roggen und einem Sumber (?). Nach seinem Tod sollten Marias Enkel Catharina und Maria Kempen jeweils die Hälfte bekommen, jedoch erhob Johann Guldenmanns Schwiegersohn Engel(bert) Euskirchen Ansprüche. 1585 verglich er sich mit Catharina Kempen und ihrem Mann Heinrich Brave. Das RKG bestätigte 1615 die Entscheidung der Vorinstanz zugunsten von Martin und Thomas Zielmann.

Aktenzeichen : E 229/944

Enthaeltvermerke : Kläger: Engel(bert) Euskirchen und Konsorten: sein Schwiegersohn Johann Hursch, Zülpich, (Bekl.)
Beklagter: Kinder des Heinrich Zielmann und der Maria Kempen (Martin und Thomas), Düren, zunächst vertreten durch ihre Vormünder Johann Pirn und Christian Caster, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Pistorius 1604
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Walter Aach (1604) 1605 - Lic. Hermann Crain 1612
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen des hohen Gerichts Zülpich 1590 - 2. Greve und Schöffen des Hohen Weltlichen Gerichts Köln 1601 - 3. Kommissare des Erzbischofs von Köln 1603 - 4. RKG 1604 - 1615 (1585 - 1614)
Beweismittel: Vorakten (Q 8, 9, 11), darin: Vergleich der Engel Euskirchen mit den Vormündern der Maria Kempen und der Kinder des Heinrich Brave von Vierschen 1585 (36 - 40). Zeugenaussagen (102 - 105).
Beschreibung: 5 cm, 214 Bl., lose; Q 1 - 17, 1 Beilage 1614.




1625 - 1634 (1597 - 1633)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die Reparatur der Mühlen zu Eitorf und Unkelfurt und der dazu gehörenden Teiche.

Aktenzeichen : E 230/951

Enthaeltvermerke : Kläger: Mahlgenossen von Eitorf (Hzm. Berg, Amt Blankenberg; Rhein-Sieg- Kr.)
Beklagter: Adolfvon Nesselrode zu Ehreshoven, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): (Dr. Leonhard) Gerhard (1625)
Prokuratoren (Bekl.): (Dr. Heinrich) Eilinck (1625)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1623 - 2. RKG 1625 - 1634 (1597 - 1633)
Beschreibung: 2 cm; Prozeß unvollständig: nur Protokoll und Vorakten (Q 7), Q 3 und 1 Beilage; laut Protokoll Q 1 - 14, 8a und 10a.




(1558)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den halben Hof zum Fort (Foirt)

Aktenzeichen : E 232/964

Enthaeltvermerke : Kläger: Erben des alten Jaspar von Elverfeldt, (Bekl.)
Beklagter: Kinder des jungen Jaspar von Elverfeldt, (Kl.)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. jül. Räte Düsseldorf (1546) - 2. RKG (1558)
Beweismittel: Urteil der Vorinstanz (4 - 5).
Beschreibung: 5 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 3 Aktenstücke.




1613 - 1618 (1562 - 1620)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf eine Rentverschreibung von 2000 Goldgulden Kapital mit 100 Goldgulden Pensionen, die Catharina von Stommel, Mutter des Appellanten, 1572 als „dos“ mit in die Ehe mit Caspar von Elverfeldt dem Älteren gebracht hatte. Nach Auffassung des Appellanten hatte seine Mutter nach dem Tod seines Vaters nur die Leibzucht und durfte die Rente 1592 nicht an Wilhelm Bocholtz gen. Schefgen verkaufen, zumal sie in 2. Ehe Hermann Quad zu Buschfeld geheiratet hatte. Durch das Testament der Witwe Schefgen gelangte die Rentverschreibung 1597 an die Appellaten, die wegen rückständiger Pensionen ein „decretum immissionis“ gegen den Rentgeber Daem von Elmbt erwirkten.

Aktenzeichen : E 240/973

Enthaeltvermerke : Kläger: Caspar von Elverfeldt zu Morsbroich (Hzm. Berg, Amt Miselohe; Stadt Leverkusen), (Bekl.: Daem von Elmpt)
Beklagter: Armenprovisoren von Köln, Mülheim und Bergheim, (Kl.: Provisoren des Gasthauses zu Bergheim)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christian Schröter (1613) 1614
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Beatus Moses 1614
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Vogt und Schöffen des Gerichts in der Lohe 1600 - 2. Schultheiß und Schöffen des Hauptgerichts Düren 1600 - 3. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1601 - 4. RKG 1613 - 1618 (1562 - 1620)
Beweismittel: Bd. I: Drei Dekrete des Herzogs von Jülich 1607 - 1613 (Q 8); Bd. II: Vorakten, darin: Transfixbrief des Hermann Quad zu Buschfeld und Catharina von Stommel über die Rente 1592 (117 - 123)
Beschreibung: 2 Bde., 11 cm, 478 Bl.; Bd. I: 4 cm, 64 Bl., lose; Q 1 - 19 außer 6*, 2 Beilagen; Bd. II: 7 cm, 414 Bl., gebunden; Vorakten (im Protokoll als Q 6 vorgesehen).




1618 - 1626 (1312 - 1622)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Neuhof, den Reubershof bei Glessen mit der Mühle und den Hof Asperschlag (alle Hzm. Jülich, Amt Bergheim) aus dem Erbe des Arnold von Stommel. Im Ehevertrag 1564 zwischen Arnold von Stommel und Edel von Langen war Edel bei Arnolds Tod die Leibzucht an den Gütern zugesprochen worden. Ihre Tochter heiratete Wilhelm von Kettler zu Nesselrath, starb jedoch kinderlos vor der Mutter. In diesem Fall sollten die Güter als Fideikommiß an die Familie Stommel zurückfallen. Nachdem Arnolds Bruder Wilhelm und dessen Sohn Adolf gestorben waren, waren Arnolds Schwestern Catharina und Magdalena bzw. deren Erben die nächsten Verwandten. 1608 trat Edel für 5500 Rtlr. die Leibzucht an Catharinas Schwiegersohn Caspar von Elverfeldt ab, Magdalena verzichtete. Mit dem Reubershof, der Lehen des Abtes von Kornelimünster war, wurde Caspar 1612 belehnt. Nach Edels Tod (1617) beanspruchte der Appellat die Leibzucht am Neuhoffür sich, nahm ihn auch de facto in Besitz und hatte bis zum Prozeß bereits für 4000 Rtlr. Erträge gewonnen. Durch Vogt und Schöffen von Bergheim ließ von Kettler beide Höfe und die Mühle mit Arrest belegen. Der Status des Neuhofs war umstritten: Während der Herzog ihn als Mannlehen und damit als heimgefallen betrachtete, behauptete der Appellant, es handele sich um ein „feudum haereditarium“.

Aktenzeichen : E 241a/974b

Enthaeltvermerke : Kläger: Caspar von Elverfeldt zu Morsbroich (Hzm. Berg, Amt Miselohe; Stadt Leverkusen), (Kl.)
Beklagter: Wilhelm von Kettler zu Nesselrath (Nesselrode) (Hzm. Berg, Amt Miselohe), (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christian Schröter 1619
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Hermann Krahn 1619
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. jül. und berg. Statthalter und Räte Düsseldorf 1617 - 2. RKG 1618 - 1626 (1312 - 1622)
Beweismittel: Bd. I: Vertrag zwischen den Eheleuten Caspar von Elverfeldt und Elisabeth von Hall einerseits und der Witwe Magdalena von Stommel und den Vormündern ihrer Töchter andererseits 1607 (Q 12). Abtretungserklärung der oben genannten Vormünder 1608 (Q 13). Lehnsbrief des Abtes von Kornelimünster für Caspar von Elverfeldt 1612 (Q 14). Bd. II (Vorakten): Tauschurkunde 1312: Graf Gerhard von Jülich tritt dem Rabodo von Odenkirchen den Neuhof bei Glessen gegen seinen Hof zu Drove ab (23 - 24). Heiratsverschreibung Heilgen von Neuhof und Johann von Stommel 1435 (25 - 26). Zwei Lehnsbriefe über den Neuhof 1488 und 1541 (26 - 30). Vidimierter Heiratsbrief zwischen Stefan von Stommel und Margaretha Reuschenberg (255 - 272). Abtretungserklärung der Magdalena Stommel (272ff.).
Beschreibung: 2 Bde., 13 cm, 429 Bl.; Bd.I: 4 cm, 59 Bl., lose; Q 1 - 17 außer 8*, 6 Beilagen 1618 - 1622; Bd. II: 9 cm, 370 Bl., gebunden (die im Protokoll als Q 8 vorgesehenen Vorakten). Vgl. RKG 1517 (E 243a/976b).




1619 - 1626 (1619 - 1623)
Permalink der Verzeichnungseinheit

S. o. RKG 1513 (E 241a/974b).

Aktenzeichen : E 241b/974c

Enthaeltvermerke : Kläger: Caspar von Elverfeldt zu Morsbroich (Hzm. Berg, Amt Miselohe; Stadt Leverkusen)
Beklagter: Wilhelm von Kettler zu Nesselrath (Nesselrode, Hzm. Berg, Amt Miselohe)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christian Schröder 1619
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Hermann Cran 1619
Prozeßart: Secundae appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. jül. und berg. Statthalter und Räte Düsseldorf 1617 - 2. RKG 1619 - 1626 (1619 - 1623)
Beschreibung: 5,5 cm, 72 Bl., lose; Q 1 - 21; Vorakten (31 - 68; als Q 20 vorgesehen) lagen bis Mai 1987 in RKG 1540 (E 289/1119).




1616 - 1626 (1561 - 1623)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf einen Anteil am Gut Morsbroich und auf den Busch Bucholtz im bergischen Amt Miselohe, Kirchspiel Schlebuschrath. Dem RKG - Prozeß gingen zwei Verfahren voraus: 1607 klagte von Elverfeldt am Hofgericht in Düsseldorf gegen die Erben Heßen wegen des Busches Bucholtz. 1612 klagte Schlebusch am Gericht Schlebusch wegen des Anteils am Gut Morsbroich. Dieses Verfahren ging über das Hauptgericht Porz ebenfalls an das Hofgericht Düsseldorf, wo in beiden Verfahren am 22. Mai 1619 die Urteile gefällt wurden. Elverfeldt bestreitet alle Besitzansprüche Schlebuschs: er habe das Gut vor mehr als zwanzig Jahren von Dietrich von Hall zu Ophoven, Amtmann zu Monheim, mit allem Zubehör gekauft. Das RKG wies 1622 die Sache als nicht an das RKG gehörig an die Vorinstanz zurück.

Aktenzeichen : E 242/975

Enthaeltvermerke : Kläger: Caspar von Elverfeldt zu Morsbroich (Hzm. Berg, Amt Miselohe; Stadt Leverkusen), (Kl./Bekl.)
Beklagter: Gotthardt Schlebusch als Zessionär der Erben Heßen, (Bekl./Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Heinrich Ludwig Hackher 1619
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Christian Schröder [1616] 1620
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1607/ Dinger und Schöffen des Gerichts Schlebusch 1612 - 2. RKG 1616 - 1626 (1561 - 1623)/ Schultheiß und Schöffen des Hauptgerichts Porz 1613 - 3. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1613 - 4. RKG wie unter 2.
Beweismittel: Bd. II (Vorakten): Auszüge aus dem Prozeß Jutta von Ossenbroch ./. Christian Heßen ab 1561 (passim).
Beschreibung: 2 Bde., 11 cm, 438 Bl.; Bd. I: 3 cm, 45 Bl., lose; Q 1 - 17 außer 12; 2 Beilagen; Bd. II: 8 cm, 393 Bl., gebunden; Q 12 (Vorakten).




1622 - 1657 (1372 - 1657)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf eine Rentverschreibung von 2000 Goldgulden, s. o. RKG 1512 (E 240/973).

Aktenzeichen : E 243/976

Enthaeltvermerke : Kläger: Caspar von Elverfeldt zu Morsbroich (Hzm. Berg, Amt Miselohe; Stadt Leverkusen), (Kl.)
Beklagter: Provisoren der Armen in Köln zum Ipperwald, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christian Schröder [1619] 1623 - Dr. Johann Ulrich Stieber 1657 - Subst.: Johann Niclaus Hoen
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. jül. und berg. Räte 1607 - 2. RKG 1622 - 1657 (1372 - 1657)
Beweismittel: Bd. II: Heiratsverschreibung Caspar von Elverfeldt der Ältere und Catharina von Stommel 1572 (34 - 42).
Beschreibung: 2 Bde., 7,5 cm, 257 Bl.; Bd. I: 9 Bl., lose; Q 1 - 5 außer 3*; Bd. II: 7 cm, 248 Bl., gebunden; die im Protokoll als Q 3 vorgesehenen Vorakten.




1623 - 1651 (1620 - 1623)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Neuhof, den Reubershof (Reuffershof) bei Glessen und den Hof Asperschlag (Hzm. Jülich, Amt Bergheim). Stephan von Stommel war zweimal verheiratet. Aus seiner Ehe mit Margarethe von Reuschenberg (1526) stammte die Tochter Sophia, Mutter des Appellaten, aus der zweiten Ehe mit Johanna von Zweifel (Zweiffel) stammte neben dem Sohn Arnold auch eine Tochter (Catharina), deren Sohn der Appellant ist. Erstinstanzlich konnte von Isendorn seine Auffassung durchsetzen, seine Mutter sei die Erbin der strittigen Güter, da Margarethe von Reuschenberg sie mit in die Ehe mit Stephan von Stommel gebracht habe und ihr Mann nach ihrem Tod nur Leibzüchter gewesen sei. Stephan überredete seine Tochter zum Verzicht auf ihr Erbe. 1557 widerrief Sophia jedoch ihren vor dem Offizial in Köln geleisteten Eid.

Aktenzeichen : E 243a/976b

Enthaeltvermerke : Kläger: Caspar von Elverfeldt zu Morsbroich (Hzm. Berg, Amt Miselohe; Stadt Leverkusen), (Bekl.)
Beklagter: Martin von Isendorn a Blois zu Kranenburg, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): (Dr. Christian) Schröder (1623) - (Lic. Johann) Walraff (1646)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. jül. und berg. Räte 1620 - 2. RKG 1623 - 1651 (1620 - 1623)
Beschreibung: 4 cm, 124 Bl., lose; Q 1 - 3, 1 Beilage (Vorakten). Vgl. RKG 1513 (E 241a/974b).




1639 - 1643 (1624 - 1642)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Appellation gegen die wegen einer nicht bezahlten Schuld verfügte Immission in die bei Hattingen an der Ruhr gelegene Mühle. 1628 hatte der Appellat dem verstorbenen ersten Mann der Frau des Appellanten für einen Monat Geld geliehen und trotz mehrfacher Mahnung nicht zurückerhalten. Die erste Instanz beauftragte den Richter von Hattingen mit der Immission.

Aktenzeichen : E 244/977

Enthaeltvermerke : Kläger: Arnold von Elverfeldt zum Neuhof und Cliff (Cleff) für sich und im Namen seiner Frau Magdalena Catharina Landschadt, Witwe des Johann Wilhelm von Lützerath (Lützerode) zu Cliff (Cleff), pfalz-neuburgischer Drost zu Blankenstein, (Bekl.)
Beklagter: Georg Kielmann, Bürgermeister zu Hattingen, und Elisabeth von Elverfeldt, Witwe des Dr. Arnold Kielmann, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Walraff 1639
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Bartold Giesenbier 1639
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurfürstl. brandenburg. Hofgericht Emmerich 1637 - 2. RKG 1639 - 1643 (1624 - 1642)
Beweismittel: Bd. I: Documentum immissionis (Q 11). Zeugenaussagen (Q 12); Bd. II: Schuldverschreibung 1628 (5). Auszug aus der Eheberedung des Johann Wilhelm von Lützerath zu Cliff und der Maria Magdalena Landschadt 1624 (57 - 60).
Beschreibung: 2 Bde., 8 cm, 317 Bl.; Bd. I: 3 cm, 63 Bl., lose; Q 1 - 16, Q 17*; Bd. II: 5 cm, 254 Bl.; gebunden (die im Protokoll als Q 17 vorgesehenen Vorakten). Lit.: Eduard Aander-Heyden: Geschichte des Geschlechtes der Freiherren von Elverfeldt, Elberfeld 1890, Teil 2, Bd. 1, S. 312ff.




1656 - 1660 (1241 - 1660)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Zehnten zu Sinzenich (Kr. Euskirchen) Während die Äbtissin behauptet, der Appellant habe den Zehnten nur gepachtet und seit 1650 nichts mehr gezahlt, vertritt Elverfeldt den Standpunkt, der Zehnt sei Eigentum des Schlosses Sinzenich, das Hubrecht von Gertzen, ein Vorfahr der Ehefrau des Appellanten, 1458 mit allem Zubehör von mehreren Verwandten gekauft hatte.

Aktenzeichen : E 245/978

Enthaeltvermerke : Kläger: Arnold von Elverfeldt zu Sintzig (Sinzenich) und Scheven namens seiner (2.) Frau Agnes Magdalena von Gertzen, (Bekl.)
Beklagter: Äbtissin und Kapitularinnen von St. Maria im Kapitol in Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Nicolaus Höen 1656 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Bernhard Hennig 1656 - Subst.: Dr. Johann Roleman
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. jül. Hofkanzlei Düsseldorf 1655 - 2. RKG 1656 - 1660 (1241 - 1660)
Beweismittel: Quittung der Pröpstin von St. Maria über Erhalt des Zehnten 1650 und Vergleich Elverfeldt - St. Maria 1652 (Q 18). Kauf- und Lehnsbrief 1458 (Q 21b). Auszug aus dem Zehntregister von Sinzenich aus dem Archiv von St. Maria im Kapitol in Köln (Q 24). 5 Urkunden, den Besitz von St. Maria im Kapitol betreffend 1241 - 1507 (Q 25). Auszug aus Register und Rechnungsbuch von St. Maria im Kapitol 1558 - 1599 (Q 26). Gedruckte Informatio iuris et facti in causa Damoisea contra Vignoulle (101 - 109).
Beschreibung: 2 Bde., 6 cm, 200 Bl.; Bd. I: 3 cm, 109 Bl., lose; Q 1 - 26 (21a und b); 5 Beilagen, eine gedruckt; Bd. II: 3 cm, 91 Bl., gebunden; Q 4a (Vorakten).




1657 - 1668 (1657 - 1659)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das adelige Haus Cliff (bei Hattingen?). Die Ehefrau des Appellanten, Catharina Magdalena von Landschad zu Steinach, hatte 1624 Johann Wilhelm von Lützenrath (Lützerode) zum Cliff geheiratet. Beim Tode von Catharinas Vater teilte Johann Wilhelm den Nachlaß mit ihren beiden Schwestern und verwaltete ihren Anteil wie ein Eigentum. Nach seinem Tod 1634 setzte sich Catharina zur Sicherung ihres Erbes in den Besitz des Hauses Cliff, heiratete später den Appellanten und setzte ihn, da die 1. Ehe kinderlos geblieben war, in ihrem Testament zum Universalerben ein. Elverfeldt hatte das Haus mehrere Jahre ungehindert in Besitz, ehe der Drost Johann Georg von Syberg 1641 bei seiner Abwesenheit wegen einer älteren Verschreibung von 1000 Goldgulden vom Haus Cliff Besitz ergriff. Bertram, der Bruder des Johann Wilhelm von Lützerath, hatte die Halbscheid des Hauses eingelöst.

Aktenzeichen : E 246/979

Enthaeltvermerke : Kläger: Arnold von Elverfeldt zu Sintzig
Beklagter: Erben des Bertram von Lützenrath (Lützerode): Johann Friedrich von Lützenrath, Maria Gertrud und Johanna Catharina, Anna Maria von Rottkirchen
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Nicolaus Höen 1656 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Justizrat Kleve (? - 1656) - 2. RKG 1657 - 1668 (1657 - 1659)
Beschreibung: 19 Bl., lose; Q 1 - 5, 1 Beilage.




1657 - 1684 (1621 - 1684)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um ausstehendes Honorar des Appellaten und Herausgabe von Dokumenten. 1621 hatte Caspar von Elverfeldt, der Vater des Appellanten, den Appellaten zu seinem Anwalt gemacht in einem Rechtsstreit gegen Belderbusch (Bellerbusch). Lange nach Caspars Tod (1631) stellte Lippmann eine Rechnung von über 2000 Rtlr. auf (1641). Arnold von Elverfeldt hält entgegen, das festgelegte Honorar von jährlich 13 Maltern Korn sei zu hoch gewesen, Lippmann habe seinen Vater zu Unterschriften überredet und sich dadurch selbst bereichert (Verschreibungen abgepreßt), und verlangt die Herausgabe aller Originaldokumente im Streit gegen Bellerbusch sowie eine korrekte Abrechnung mit Angabe der bereits gezahlten Beträge. Ein Vergleich, den die Räte in Düsseldorf vorschlugen, kam nicht zustande. Im Verlauf des Prozesses werden die Familien Holtrop, Rolshausen und Waldbott mit einbegezogen.

Aktenzeichen : E 247/980

Enthaeltvermerke : Kläger: Arnold von Elverfeldt zu Sintzig, (Bekl.)
Beklagter: Dr. Heinrich Lippmann, pfalz-neuburgischer Rat, (Kl.), ab 1660 seine Erben
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Nicolaus Höen [1656] 1657 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht - Subst.: Lic. Johann Eichrodt 1670 - Lic. Johann Eichrodt 1683 - Subst.: Lic. Johann Adam Roleman
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Bernhard Henningh 1657 - Subst.: (Lic.) Johann Haese (statt Haas?) - Subst.: Dr. Johann Leonhard Schommartz 1660
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1648 - 2. RKG 1657 - 1684 (1621 - 1684)
Beweismittel: Bd. I: Attest des Statthalters und der Schöffen von Sintzig über eine Erbteilung zwischen Anna Walpurgis und Anna Maria von Elverfeldt 1677 (Q 27). Bd. II: Bestallung des Dr. Henrich Lippmann durch Caspar von Elverfeldt und seine Frau Elisabeth von Hall 1621 (164 - 169). Verschreibung über 13 Malter Korn jährlich für Dr. Henrich Lippmann 1621 (169 - 171). Weitere Verschreibungen Elverfeldts für Lippmann mit genauer Auflistung der geleisteten Dienste (172 - 211).
Beschreibung: 2 Bde., 15,5 cm, 828 Bl.; Bd. I: 3,5 cm, 92 Bl., lose; Q 1 - 30, außer Q 12, 2 Beilagen; Bd. II: 12 cm, 736 Bl., gebunden; Q 12 (Vorakten).




1660 - 1661 (1660 - 1661)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um die Pflicht der Bürger von Elberfeld, beim Herrengeding zu erscheinen. Die Elberfelder wiesen die Verpflichtung mit Hinweis auf die Stadterhebung zurück; von appellatischer Seite wird angeführt, Elberfeld sei nicht ausdrücklich befreit.

Aktenzeichen : E 252/987

Enthaeltvermerke : Kläger: Bürgermeister und Rat der Stadt Elberfeld, (Kl.)
Beklagter: Franz Gottfried von Bottlenberg gen. Schirps, Amtmann zu Elberfeld, (Bekl.); als Interessent Pfalzgraf Philipp Wilhelm, Herzog von Jülich, Kleve, Berg
Prokuratoren (Kl.): Dr. Paul Gambs 1659 - Subst.: Dr. Jakob Friedrich Kuehorn
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Walraff [1656] 1660 - Subst.: Dr. Johann Leonhard Schommartz
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hofkanzlei Düsseldorf- 2. RKG 1660 - 1661 (1660 - 1661)
Beschreibung: 1,5 cm, 28 Bl., lose; Q 1 - 14, Q 11 fehlt (Vorakten).




1680 - 1682 (1680 - 1681)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Injurienklage. Der Appellat soll die Appellanten Diebe gescholten haben. Wehrt hält dagegen, seine Äußerung habe sich nur auf bestimmte Personen bezogen, und bezweifelt, daß tatsächlich alle Genannten hinter der Appellation stehen.

Aktenzeichen : E 253/988

Enthaeltvermerke : Kläger: Bürgermeister, Rat und gemeine Bürgerschaft der Stadt Elberfeld, (Kl.)
Beklagter: Wilhelm Werth (Wehrt) im Raukamp, Waldförster des Amtes Elberfeld, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Konrad Albrecht 1680 - Subst.: Dr. Johann Marx Giesenbier
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Leonhard Schommartz [1676] 1681 - Subst.: Lic. Johann Henrich Zinck
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hofkanzlei Düsseldorf- 2. RKG 1680 - 1682 (1680 - 1681)
Beschreibung: 21 Bl., lose; Q 1 - 10 außer Q 5*.




1757 - 1758 (1757)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um die Zugehörigkeit des in Unterbarmen ansässigen Keuchen zur evangelischen lutherischen Gemeinde von Elberfeld. Der Appellat war zum Scholarchen (Schulverwalter) gewählt worden und hatte die Wahl abgelehnt. Als das Konsistorium ein kirchliches Strafverfahren in Gang setzte, klagte Keuchen beim Geheimen Rat in Düsseldorf, ließ sich als nicht zur Elberfelder Gemeinde erklären und erhielt die Genehmigung, seine Kinder anderswo taufen zu lassen. Die Appellanten, die Nachahmung befürchteten, bestritten das Recht der ersten Instanz, die kirchliche Jurisdiktion zu beschränken, und warfen Keuchen vor, er wolle sich drücken.

Aktenzeichen : E 254/989

Enthaeltvermerke : Kläger: Konsistorium Augustanae Confessionis zu Elberfeld und der lutherische Prediger Spitzbarth, (Bekl.)
Beklagter: Johann Keuchen, Unterbarmen, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Albert Ruland 1757 - Subst.: Lic. Johann Jakob Ernst Pfeiffer
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat (1757 ?) - 2. RKG 1757 - 1758 (1757)
Beweismittel: Urteil der 1. Instanz (in Q 4).
Beschreibung: 1,5 cm, 36 Bl., lose; Q 1 - 8.




1565 - 1572 (1559 - 1572)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die nachgelassenen Güter des Johann op den Berg und seiner Frau Sandara (Alexandra) von Eyll, besonders auf Haus Eyll (Eill). Sandara hatte ihrem Sohn Heinrich Haus Horl vermacht, der seine Schwestern Catharina, Stephanie und Elisabeth abfinden sollte. Nach dem Tode Heinrichs erhob Elisabeth die Jüngere, seine Tochter, Ansprüche auf ein Viertel des Erbes gegen ihre Tanten.

Aktenzeichen : E 255/1003

Enthaeltvermerke : Kläger: Otto von Eldern (= von Eller) für seine Frau Elisabeth geb. op den Berg (die Jüngere) und die Vormünder ihrer Kinder
Beklagter: Goswin von Raesfeld für seine Frau Elisabeth op den Berg (die Ältere), Catharina op den Berg, Witwe des Johann von Raesfeld, und Stephanie op den Berg, Witwe des Adolf Steinhaus
Prokuratoren (Kl.): Lic. Eobaldus Sylvius 1565
Prokuratoren (Bekl.): Dr. David Capito [1562] 1565 - Dr. Melchior Schwartzenberger 1565 - Dr. Rebenstock 1565 - Lic. Philipp Seiblin 1565 - Lic. Diethart (Martin Reichardt?) [1559] 1565 - Dr. Kilian Reinhardt 1564
Prozeßart: Zitationsprozeß
Instanzen: RKG 1565 - 1572 (1559 - 1572)
Beweismittel: Aufstellung der umstrittenen Güter, sehr detailliert (Q 10).
Beschreibung: 1,5 cm, 40 Bl., lose; Q 1 - 11, Q 9 fehlt, 1 Beilage 1572. Vgl. Max von Spiessen, Das Geschlecht von Raesfeld, in: Vestische Zeitschrift 20 (1910)S. 14.




1615 - 1621 (1609 - 1621)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen Betrugs bei einer Verpfändung. 1609 hatte von Eller dem Appellaten den adeligen Sitz Roßdelle (Rosdelle) im Amt Angermund, Gericht Homberg, für 2600 Rtlr. verpfändet. Von der Reck zahlte wegen erheblicher Mängel an den Gebäuden 600 Rtlr. nicht, und als die (angeblich) versprochenen Reparaturen nicht geleistet wurden, klagte er in Düsseldorf wegen Unbewohnbarkeit des Hauses auf Rückerstattung der 2000 Rtlr. plus entstandener Kosten.

Aktenzeichen : E 259/1027

Enthaeltvermerke : Kläger: Gerhard von Eller zu Oefte (Hzm. Berg, Amt Angermund), (Bekl.)
Beklagter: Jobst von der Reck, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): (Lic. Paul) Steuernagel (1615)
Prokuratoren (Bekl.): (Lic. Christoph) Ricker (1615)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Räte 1613 - 2. RKG 1615 - 1621 (1609 - 1621)
Beweismittel: Pfandbrief über 2600 Rtlr. für den adeligen Sitz Roßdelle (Rasadell, Rossedelle), unvollständig (20 - 25). Gutachten der Richter und Schöffen des Landgerichts Homberg über den Zustand des Hauses Rosdell 1613 (52 - 58 Kopie, 59 - 62 Original).
Beschreibung: 2 cm, 64 Bl., lose; Q 1 - 5, 10 Beilagen, z. T. im Protokoll als Q 6 - 15 vorgesehen.




1693 (1693 - 1698)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Entführung und Beschlagnahmung von Vieh und landwirtschaftlichen Erträgen. Der Appellant war 1685 Rent- und Forstmeister von Schleiden geworden und hatte mehrfach Vorschüsse geleistet. 1693 konfiszierte Kaiser Leopold I. die Grafschaft Schleiden und die immediate Reichsherrschaft Saffenberg, weil die verwitwete Gräfin von der Mark (nun von Fürstenberg) sich mit ihren drei Söhnen während des Krieges im feindlichen Frankreich aufhielt. Leopold gab die Güter an den Appellanten neu aus. Aufgrund gegenseitiger Forderungen gerieten von Ellecom, der die geleisteten Vorschüsse zurückverlangte, und der Graf von Königsegg in Streit, der seinen Höhepunkt darin fand, daß Bedienstete des Grafen nicht nur Vieh und Früchte Ellecoms mit Arrest belegten, sondern auch seine Frau und zwei Töchter entführten.

Aktenzeichen : E 260/1028

Enthaeltvermerke : Kläger: Henrich Theobald von Ellecom, Rentmeister und Forstmeister der Grafschaft Schleiden
Beklagter: Hugo Franz Graf zu Königsegg und Rothenfels
Prozeßart: Mandati de relaxando arresto sine, de restituendo vero cum clausula
Instanzen: RKG 1693 (1693 - 1698)
Beweismittel: Ausgabenrechnung von Ellecoms 1685 - 1692 (10 - 15). Konfiskation und Neuausgabe von Schleiden und Saffenberg an den Appellaten durch Kaiser Leopold I. 1693 (20 - 21). Gegenrechnung durch den Appellaten (24 - 31).
Beschreibung: 1,5 cm, 57 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 19 Aktenstücke.




1553 - 1557 (1445 - 1557)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Zahlung einer Rente von 14 oberländischen rheinischen Gulden in Gold. Umstritten ist weder die Rente an sich noch ihre Höhe, sondern lediglich die Frage, ob in Goldgulden zu zahlen ist. 1445 hatte Johan von Merode (me Roide) die Rente aus den Einkommen seiner Vogtei zu Burtscheid einem Wilhelm Volckwein verschrieben. 1549 war sie im Besitz der Appellaten, die in 1. und 2. Instanz auf die Zahlung des Betrages in Gold pochten.

Aktenzeichen : E 263/1031

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna von dem Ellenbandt, Witwe des Daem von Merode zu Frankenburg (-berg), jetzt verheiratet mit Ricalt von Merode - Houffalize, (Bekl.)
Beklagter: Adolf von Linzenich, Balthasar von Linzenich, Aachen, Maria Lupolds, Burtscheid, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Deschler 1553
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Philipp Seiblin 1553
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Meier, Vogt und Schöffen des Gerichts Burtscheid 1549 - 2. Vogt, Meier und Schöffen des königlichen Stuhls und Stadt Aachen 1552 - 3. RKG 1553 - 1557 (1445 - 1557)
Beweismittel: Vorakten (Q 3), darin: Rentverschreibung des Johann von Merode 1445; 3 Briefe der Schöffen zu Burtscheid 1504 und 1507 zur Rentverschreibung; Zeugenaussagen. 2 Urkunden des Meiers und der Schöffen von Burtscheid, die Rentenzahlungen betreffend 1555/56 (Q 10 und 12; Originale mitje 4 Siegeln).
Beschreibung: 3,5 cm, 102 Bl., lose; Q 1 - 12.




1551 - 1553 (1551 - 1552)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Haus Laubach (Hzm. Berg, Amt Mettmann; im Prozeß meist Laubeck genannt). Nach dem Tode Wilhelms von Eller, des Vaters der Prozeßgegner, ging Catharina zunächst mit zwei Schwestern und ihrer Mutter Agnes nach Laubach. Als die Mutter, die Leibzüchterin von Laubach war, starb, ging Catharina mit ihrer Schwester Gertrud nach Reitrad (Riethrath). Laubach war zunächst vier Jahre im Besitz von Kaspar, einem älteren Bruder, dann hatte Friedrich das Haus bereits acht Jahre, als Catharina ihre Ansprüche anmeldete. Friedrich will ihr ein Fünftel angeboten haben. Catharina soll dieses Angebot aber mit der Begründung abgelehnt haben, zwar hätten fünf Kinder die Mutter überlebt, jedoch seien inzwischen zwei verstorben, und sie habe Anspruch auf ein Drittel. Als keine Einigung zu erzielen war, ließ sie sich durch einen Befehl des Herzogs vom Amtmann von Mettmann in das Haus immittieren.

Aktenzeichen : E 266/1035

Enthaeltvermerke : Kläger: Friedrich von Eller, (Bekl.)
Beklagter: Catharina von Eller, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Stephanus Fell 1551 - Dr. Johann Thesseler (= Teschler) 1551 - Lic. Amandus Wolff 1551 - Dr. Melchior Schwarzenberg 1551
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Ludwig Ziegler 1551 - Dr. Adam Wernher von Themar 1551 - Lic. Christopherus von Swabach 1551
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Herzog von Jülich, Kleve und Berg (1551) - 2. RKG 1551 - 1553 (1551 - 1552)
Beschreibung: 2 cm, 32 Bl., lose; Q 1 - 11. Vgl. ZBGV 78 (1961) S. 116 - 119.




1565 - 1567 (1562 - 1567)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich. Möglicherweise Zusammenhang mit RKG 1525 (E 255/1003) (Streit um Haus Eyl).

Aktenzeichen : E 268/1037

Enthaeltvermerke : Kläger: Otto von Eller zu Horl
Beklagter: Goswin von Raesfeld zu Eyll
Prokuratoren (Bekl.): Dr. David Capito [1562] 1566
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Kommissare der Äbtissin zu Essen - 2. RKG 1565 - 1567 (1562 - 1567)
Beschreibung: 8 Bl., lose; Q 1 und 2.




1613 - 1628 (1566 - 1623)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Gut Wevort und den Vogelsanghof in der Grafschaft Moers. Elbert von Spee hatte als Vormund des Appellanten die Güter an sich genommen (1573) und später aufNelling transferiert, der es wie Eigentum versetzte, so daß schließlich Hettermann vor dem Gericht Moers die Immission in die Güter erlangte. Der Appellant gibt an, wegen seiner Minderjährigkeit und langjährigen Abwesenheit (Soldat im niederländischen Krieg auf spanischer Seite) erst nach dem Tod seiner Mutter von seinen Ansprüchen erfahren zu haben. Johann von Eller gab an, sein Vater Otto habe die Ansprüche von seinen fünf Geschwistern geerbt oder erworben. Duicker dagegen gestand Eller nur ein Sechstel zu und bot ihm sein eigenes Gut zum Kauf an.

Aktenzeichen : E 270/1039

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann von Eller zu Wevort, (Kl.)
Beklagter: Balthasar Hettermann, Werden, und Konsorten: Johann Nelling gen. Duicker, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christian Schröder 1613 - Dr. Johann Leonhard Gerhard 1625 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Philipp Hirter 1614 - Dr. Johann Georg Krapff 1623
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Dr. Gottfried Lauterbach und Dr. Mattheis von der Hagen als Kommissare des Prinzen Moritz zu Oranien, Grafen zu Nassau und Katzenellenbogen, Inhabers der Grafschaft Moers, 1613 - 2. RKG 1613 - 1628 (1566 - 1623)
Beweismittel: Erbrentbrief des Elbert von Spee 1579 (Q 13). Belehnung des Elbert von Spee für Dietrich von Eller mit Haus Horl und dem Marschallamt von Essen durch Äbtissin Irmgart geb. Gräfin von Diepholz 1566 (Q 17). Urkunde der Äbtissin von Essen (Elisabeth zu dem Berg), aus der die Vormundschaft von Spees über Johann von Eller hervorgeht, 1611 (Q 18). Erbteilungsvertrag von Eller - von Spee 1568 beim Tode des Wilhelm von Eller, Bruders bzw. Schwagers der Vertragschließenden (Q 19). Erbkaufbrief 1559: Diederich von Eller überläßt seinem Bruder Otto (Vater des Appellanten) seinen Anteil am Gut Wevort, zum einen vor Schultheiß und Schöffen zu Moers, zum anderen vor dem Richter der Kanonissen des weltlichen Stifts St. Maria im Kapitol in Köln (Q 20 und 21). Schuldverschreibung des Bernd von Eller vor Schultheiß und Schöffen von Moers 1572, 1577 und Forderungen 1612 (Q 22). Rentverschreibung des Henrich von Spee 1580 (Q 23). Behandung des Johann von Eller und seiner Frau Johanna Dorothea mit dem Hof Wevort durch Hofrichter der Äbtissin und des Kapitels von St. Maria im Kapitol in Köln mittels Eintragung ins Latenbuch 1611 (Q 25). Johann Duicker Nelling setzt seine Tochter Magdalena vor dem Richter von Bochum als Erbin ein 1612 (Q 26). Befehl des Grafen Johann Jacob von Bronckhorst, Freiherrn von Battenberg, an Johann von Eller, ein Regiment von 3500 Knechten zu Fuß auszuheben, 1619 (Q 27).
Beschreibung: 4 cm, 165 Bl., lose; Q 1 - 29, Q 5 (Vorakten) im Protokoll nicht quadranguliert, aber vorhanden.




1615 - 1623 (1574 - 1623)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf einen Zehnten vom Hofe Gau im Kirchspiel Mettmann in Höhe von 3 Maltern Roggen, 2 Maltern Gerste und 8 Maltern Hafer. Die Appellaten wollen den Zehnten an Josts gleichnamigen Großvater verpachtet haben, Jost dagegen behauptet, seine Familie besitze den Hof seit „undenklichen Zeiten“ wie andere Lehengüter „jure feudi“. Das RKG bestätigte 1621 das Urteil der Vorinstanz.

Aktenzeichen : E 271/1040

Enthaeltvermerke : Kläger: Jost Hermann von Eller zu Laubach, fürstl. pfalz-neuburg. Capitain, (Bekl.: Josts Vater Hermann, vertreten durch seine Vormünder)
Beklagter: Dechant und Kapitel von St. Suitbertus in Kaiserswerth, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Godelmann 1615 - Dr. Christian Schröder 1617
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Hermann Crain 1615
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Kreuzberg 1574 - 2. Hofgericht Düsseldorf 1601 - 3. RKG 1615 - 1623 (1574 - 1623)
Beweismittel: Urteile 1. und 2. Instanz 1601 und 1614 (Q 6 und 7). Memorial: Beschreibung des Prozeßverlaufs (46 - 49).
Beschreibung: 2 Bde., 12 cm, 538 Bl.; Bd. I: 2,5 cm, 56 Bl., lose; Q 1 - 21 außer 11; 3 Beilagen 1618, 1621, 1623; Bd. II: 9,5 cm, 482 Bl., gebunden; Q 11 (Vorakten). Lit.: ZBGV 78 (1961) S. 145f.




1618 - 1621 (1617 - 1621)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Widerrechtliche Holzfällung in dem zum Hof Pannenberg (im Amt Angermund) gehörenden Busch. Die Appellatin hatte in erster Instanz der Agnes von Landsberg, Äbtissin von Dünnwald, die als Schwester von Elsas Mann Bertram Leibzüchterin des Hofes war, verbieten lassen, mit dem Hof nach Gutdünken zu verfahren; besonders wandte sie sich gegen die Fällung von Eichen, da dadurch der Hof, auf den sie nach dem Tode von Agnes für sich und ihre Kinder Ansprüche zu haben glaubte, an Wert verlor. Der Appellant bestreitet Elsas Ansprüche, da 1586 nach dem Tode des Johann von Landsberg seine Geschwister (darunter Bertram und Agnes) festlegten, daß jeder, der unstandesgemäß heiratete, seine Erbansprüche verlieren sollte. Nach seiner Darstellung traf das auf Elsa Wolff zu. Andere Erben zedierten ihre Ansprüche an Gerhard von Ellers gleichnamigen Vater, einen Schwiegersohn von Bertrams Schwester Maria.

Aktenzeichen : E 272/1041

Enthaeltvermerke : Kläger: Gerhard von Eller zu Oefte (der Jüngere), (Bekl. mit Agnes von Landsberg, Äbtissin von Dünnwald)
Beklagter: Elsa Wolff, Witwe des Bertram von Landsberg, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Peter Paul Steuernagel [1615] 1618
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Peter Mörder 1619
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Räte 1617 - 2. RKG 1618 - 1621 (1617 - 1621)
Beschreibung: 3 cm, 99 Bl., lose; Q 1 - 13 und 5a, 2 Beilagen 1621. Vgl. zum Streit Eller - Landsberg verschiedene andere Prozesse, u. a. RKG 1377 (D 547/1594) und 1534 (E 273/1042).




1627 - 1643 (1616 - 1639)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Nachlaß des im März 1593 verstorbenen Bertram von Landsberg des Jüngeren, Drosten zu Vlotho. Beim Tode des älteren Bertram von Landsberg einigten sich seine sieben Kinder (fünf Söhne und zwei Töchter) dahingehend, daß die beiden ältesten Söhne Bertram und Johann das Erbe behielten, jedoch ihren Geschwistern ein jährliches Einkommen zu sichern hatten. Als Johann 1586 kinderlos starb, ging der größte Teil des landsbergischen Erbes an Bertram den Jüngeren. Bestandteil der vertraglichen Abmachungen unter den Geschwistern war, daß sie adelige Ehepartner nehmen sollten. Bertram lebte aber mit Elsa Wolf, „eines geringen Mannes Tochter“, zusammen, hatte die unehelichen Söhne Arnold und Rutger und heiratete erst auf dem Totenbett. In den Augen des Schwiegersohns von Bertrams Schwester Maria, Vaters des Appellanten, waren sie daher zu den adeligen landsbergischen Lehenerbgütern und Pfandschaften nicht qualifiziert. Nachdem sein Schwager Rudolf Momm, Drost von Orsoy, alle seine Ansprüche an ihn zediert hatte, nahm Gerhard von Eller der Ältere namens seiner Frau Gertrud von Ulenbroich (Ulenbroch) 1593 die landsbergischen Güter in Besitz. Gegen die vom Hofgericht Düsseldorf verfügte Rückgabe der Güter appellierte Gerhards gleichnamiger Sohn. Die umstrittenen Güter liegen im bergischen Amt Angermund und sind in den Vorakten näher bezeichnet.

Aktenzeichen : E 273/1042

Enthaeltvermerke : Kläger: Gerhard von Eller (der Jüngere) zu Oefte (Hzm. Berg, Amt Angermund), (Bekl.: sein Vater Gerhard)
Beklagter: Elsa Wolf, Witwe des Bertram von Landsberg (Hzm. Berg, Amt Angermund), (Kl.); nach ihrem Tod (ca. 1629) ihre Söhne Arnold, Dechant zu Minden und Kanoniker von Kaiserswerth, und der Hauptmann Rutger von Landsberg; Interessent: PfalzgrafWolfgang Wilhelm
Prokuratoren (Kl.): Lic. Dietrich Dulman 1627 - Lic. Johann Walraff 1627
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Scheid 1629 - Lic. Arnold Nagel 1630 - Dr. Heinrich Eylinck 1633
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. Hofgericht Düsseldorf 1616 - 2. RKG 1627 - 1643 (1616 - 1639)
Beweismittel: Auszug aus dem amtlichen Verhörbuch des Gerichts zu Angermund (Q 8). Zeugenaussagen (in Bd. III, Acta priora). Als Bd. IV Vorakten (Fürstl. jül. Kanzler und Räte) weiland Reinhard von Landsbergs Erben (Reinhard war ein jüngerer Bruder Bertrams des Jüngeren) ./. Gerhard von Eller zu Oefte. Gerhard von Eller der Jüngere ist am RKG 1648 Appellant. Gerhard von Eller der Ältere hatte von Reinhard von Landsberg dessen Erbteil für eine jährliche Rente abgekauft. 1633 klagten Reinhards Erben in Düsseldorf, daß Gerhard von Eller d. J. seit drei Jahren die Rente nicht mehr bezahlte. Enthält: u. a. zahlreiche Bezüge zum Prozeß Gerhard von Eller ./. Elsa Wolf (Urteil 1. Instanz und RKG - Protokoll).
Beschreibung: 4 Bde., 23 cm, 1180 Bl., Q 1 - 28, Q 13 fehlt. Vgl. RKG 1377 (D 547/1594).




1630 - 1643 (1592 - 1658)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streitgegenstand wegen der bruchstückhaften Überlieferung in Bd. I nur ansatzweise zu erkennen: Anspruch auf den Brockscheider Hof, der 1594 bei dem Vergleich zwischen Reinhard von Landsberg und Gerhard von Eller zu Oefte, wonach Reinhard für 2900 Rtlr. auf alle Ansprüche auf elterliche Güter verzichtete, zum Unterpfand eingesetzt wurde. In Bd. II (pars prima, pars secunda fehlt) geht es um die jährlichen Zahlungen des Bertram von Landsberg an seine Geschwister, besonders an Ludger von Landsberg, Abt von Hamborn.

Aktenzeichen : E 274/1043

Enthaeltvermerke : Kläger: Gerhard von Eller zu Oefte, (Bekl.)
Beklagter: Rutger von Landsberg, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dulmann (1630)
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Arnold Nagel 1629 - Lic. Bernhard Henning 1652
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hofgericht Düsseldorf- 2. RKG 1630 - 1643 (1592 - 1658)
Beweismittel: Bd. I: Heiratsbescheinigung des Arnoldus Suiderus, Pastor von Vlotho, für Bertram von Landsberg und Elsa Wolff (14 - 17). Vergleiche zwischen Ferdinand Ernst von Erwitte zu Oefte und Arnold Friedrich von und zu Landsberg, kaiserlicher und kurköln. gewesener Oberstleutnant, Drost „ufm hundesrück Stifts hildesbeimb“, 1654 und 1658 (36 - 40). Bd. II: u. a. Heiratsbescheinigung wie oben (369 - 378). Testament des Bertram von Landsberg 21. März 1593 (378 - 387).
Beschreibung: 2 Bde., 8,5 cm, 454 Bl.; Bd. I: 1,5 cm, 45 Bl., lose; Protokoll mit Q 1 - 21, 16 nicht zum Protokoll passende und nicht zueinander gehörige Aktenstücke aus 4 verschiedenen Appellationen. Bd. II: 7 cm, 409 Bl., gebunden. Vgl. RKG 1534 (E 273/1042), aus dem der Streit zwischen den Familien deutlich wird.




1666 (1660 - 1667)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf ein jährliches Leibdeputat aus den Daniel gehörenden Gütern Hottorfund Ralshoven imjül. Amt Boslar, zu dessen Zahlung Daniel aufgrund eines Vertrages mit seinem Vater Stephan de Geloes aus dem Jahre 1660 verpflichtet war. Als Daniel längere Zeit die fälligen Beträge schuldig blieb, klagte Margarethe, und die Güter Daniels wurden mit Arrest belegt.

Aktenzeichen : E 285/1115

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Daniel von Geloes, Herr zu Elmpt (Hzm. Geldern; Kr. Viersen) und Lobis, (Bekl.)
Beklagter: Margarethe Mechthild von Spieß zu Büllesheim, Witwe des Stefan de Geloes, Herrn zu Elmpt, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Moritz Wilhelm von Gülchen 1666 - Subst.: Dr. Abraham Ludwig von Gülchen
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Hansen 1666 - Subst.: Lic. Johann Eichrodt - Dr. Johann Marcus Giesenbier 1667 - Subst.: Dr. Johann Georg Vergenius
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf (1660) - 2. RKG 1666 (1660 - 1667)
Beweismittel: Fürstl. Kommissionsbescheid 1664 (Q 5). Vertrag zwischen Johann Daniel de Geloes zu Lobis und seinem Vater Stephan de Geloes zu Elmpt 1660 (Q 8).
Beschreibung: 3 cm, 85 Bl., lose; Q 1 - 15 (im Protokoll 16 statt 15), 15 Beilagen 1665 - 1667. Vgl. ZAGV 18 (1896) S. 142 Nr. 680 falsch: Johann Barthold von Geloest.




1695 - 1698 (1667 - 1698)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf eine Halbscheid des Stockheimer Hofes, die Adam Bertram von Elmpt, der Bruder der Appellantin, einst besessen hatte. Nach dem Tode Adam Bertrams im Mai 1681 nahm Daniel von Elmpt den Hof ganz in Besitz. Er begründete sein Verhalten damit, daß ihm am 1. Sept. 1668 die Halbscheid von Adam Bertram „per contractum“ zediert worden sei und er außerdem wegen Forderungen auf elmptische Güter 2100 Taler vorgeschossen habe. Die Appellantin bestreitet die Gültigkeit des Kontrakts. Daniel habe selbst Abmachungen des Vertrags nicht eingehalten, z. B. sollte Adam Bertram den halben Zehnthof in Dürwiß (Hzm. Jülich, Amt Wilhelmstein; Kr. Jülich), der jährlich 140 Taler bringt, bekommen, aber Daniel behielt den Hof. Daher klagte Adam Bertram in Roermond (NL), wo der Kontrakt abgeschlossen worden war, und ließ sich 1672 wieder in die Güter reimmittieren. Über den Betrag von 2100 Rtlr. gibt die Appellantin an, daß die Schulden nicht den umstrittenen Hofbeträfen, sondern auf allen elmptischen Gütern lasteten, die z. T. im Besitz anderer Familienmitglieder seien. Außerdem sei der Vertrag ungültig, weil er „absque consensu domini directi feudi“ geschlossen worden sei, denn der Hof gehöre zur Mannkammer Heinsberg.

Aktenzeichen : E 286/1116

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna Maria Henrica von Elmpt, verwitwete von Beeck, (Kl.), später verheiratet mit einem Leutnant Sommerfeld (Weidenauen?)
Beklagter: Anna Maria Catharina von Wolff - Metternich zur Gracht, Witwe des Daniel von Elmpt zu Burgau, (Bekl.: Daniel)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Franz Heinrich Krebs 1695 - Subst.: Lic. Roleman
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen [1694] 1695 - Subst.: Dr. Ludwig Ziegler
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Landschreiber und Schultheiß des Hauptgerichts Düren als fürstl. jül. Kommissare 1682 - 2. RKG 1695 - 1698 (1667 - 1698)
Beweismittel: Kontrakt 1668: Adam Bertram von Elmpt zediert dem Daniel von Elmpt bis auf kleine Ausnahmen seinen Besitz (Q 15, deutsch/niederländ.). Eheberedung Andreas von Keverberg und Anna Maria von Holtrop 1671 (Q 16, deutsch/niederländ.). Attest, daß der umstrittene Hof jül. Lehen ist, 1695 (Q 18). Erbkaufbrief 1667: Johann Wilhelm von Mirbach und seine Frau Maria Barbara geb. von und zu Harff verkaufen der Maria Gudula Elisabeth von Elmpt zu Burgau ihre adeligen Lehengüter zu Stepprath und Stockheim (Hzm. Jülich, Amt Nideggen, Herrlichkeit Burgau; Q 21).
Beschreibung: 2 Bde., 11 cm, 436 Bl.; Bd. I: 4 cm, 109 Bl., lose; Q 1 - 27, außer Q 7*, 5 Beilagen 1695 - 1698; einige Beilagen zweisprachig (deutsch/niederländ., latein./niederländ.); Bd. II: 7 cm, 327 Bl., gebunden; die im Protokoll als Q 7 vorgesehenen Vorakten.




1594 - 1613 (1566 - 1609)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf ein Haus in Brüggen (Kr. Viersen), das Gerhardt von Elmpt 1581 von Götz zu Mulrad (Mülrath) und Dietrich Delis gekauft hatte, auf das Johann Conradts ein Retraktrecht (Beschuddung, Vorkaufsrecht) geltend machte. Conradts gründete das Retraktrecht auf seine Verwandtschaft mit dem Verkäufer, soll aber nicht, wie vorgeschrieben, die Rückzahlung des Kaufpreises angeboten haben. Problematisch ist offenbar der Unterschied in der Rechtslage zwischen Jülich und Geldern. Der Kläger rief zunächst das Untergericht Brüggen an, erste Instanz war jedoch das Hauptgericht Jülich.

Aktenzeichen : E 287/1117

Enthaeltvermerke : Kläger: Gerhardt von Elmpt zu Elmpt, (Bekl.)
Beklagter: Johann Conradts, (Kl.); als Interessent Herzog Johann Wilhelm von Jülich
Prokuratoren (Kl.): Lic. Hartmann Kogman 1594 - Lic. Johann von Vianden 1594
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius Stapert 1594 - Dr. Andreas Pfeffer 1595
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich 1583 - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1589 - 3. RKG 1594 - 1613 (1566 - 1609)
Beweismittel: Privilegium de non appellando für Jülich 1566 (Q 8 und 9). Vormundbestellung für die fünf unmündigen Kinder des Johann Conradts durch Vogt und Schöffen des Gerichts Dülken 1607 (Q 18).
Beschreibung: 2 Bde., 13 cm, 589 Bl.; Bd. I: 2,5 cm, 61 Bl., lose; Q 1 - 20 außer Q 11*, 2 Beilagen; Bd. II: 10,5 cm, 528 Bl., gebunden; Q 11* (Vorakten).




1602 (1590 - 1603)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erbstreit um mehrere Morgen Land und einige Erbmalter Roggen im Hzm. Jülich. Maria, die Großmutter des Appellanten, hatte aus erster Ehe mit Wilhelm von Elmpt einen gleichnamigen Sohn, den Vater des Appellanten, und aus der zweiten Ehe mit Johann Beurmar (Beumer) eine Tochter namens Paett, deren Ehe mit Paul von Lindt kinderlos blieb. Die elterlichen Güter sollten die Halbgeschwister nach einem Vertrag gemäß dem Stadtrecht von Roermond teilen. Nach dem Tod des Paul von Lindt, der die Güter seiner Frau als Leibzüchter gehalten hatte, kam es zum Streit zwischen Paetts Neffen mütterlicherseits und väterlicherseits.

Aktenzeichen : E 288/1118

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm Goldtschmitt von Elmpt, Bürger von Roermond (NL), (Bekl.)
Beklagter: Christian Saure, Würm (Hzm. Jülich, Amt Randerath; Selfkantkr. Geilenkirchen-Heinsberg), Johann Beurmar, Kreuzrath (Hzm. Jülich, Amt Born und Millen; Selfkantkr.), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Konrad Lasser 1602
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Stadt- und Hauptgericht Gangelt (Selfkantkr.) 1590 - 2. Fürstl. jül. Hofgericht 1601 - 3. RKG 1602 (1590 - 1603)
Beschreibung: 2 Bde., 8,5 cm, 369 Bl.; Bd. I: 1 cm, 24 Bl., lose; Q 1 - 8, 2 Beilagen 1603; Bd. II: 7,5 cm, 345 Bl., gebunden; Vorakten (mit Zeugenaussagen).




1676 - 1685 (1571 - 1686)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die beiden in der Herrlichkeit Burgau (Hzm. Jülich, Amt Nideggen) gelegenen Höfe Stepprath und Stockheim. Maria Gudula Elisabeth von Nesselrode zu Ehreshoven, Schwester der Anna Franzisca, hatte 1667 als Witwe von Johann Heinrich von Elmpt zu Burgau, dem Bruder des Klägers, die beiden umstrittenen Höfe von Johann Wilhelm von Mirbach zu Fischeln und Gustorf für 8000 Rtlr. gekauft. Als nach Gudulas Tod auch bald ihre beiden Söhne tödlich auf dem Rhein verunglückten, glaubten sich sowohl Appellanten als auch Appellaten erbberechtigt. 1674 ließ sich Daniel an der Heinsberger Mannkammer mit den streitigen Höfen belehnen und brachte sie als „donatio propter nuptias“ in seine Ehe ein. Er begründete seinen Anspruch damit, daß er als Onkel väterlicherseits der nächste Verwandte seiner Neffen sei, während das Hauptargument der Appellaten ist, daß Gudula die Höfe erst als Witwe erwarb und diese demzufolge nicht über Johann Heinrich vererbt werden könnten.

Aktenzeichen : E 289/1119

Enthaeltvermerke : Kläger: Daniel von Elmpt zu Burgau, fürstl. pfalz-neuburg. Rat, Kämmerer und Amtmann zu Nörvenich, und seine Frau Maria Anna Catharina von Wolff-Metternich, (Bekl.)
Beklagter: Degenhard Bertram von Loe zu Wissen namens seiner Ehefrau Anna Franzisca geb. von Nesselrode zu Ehreshoven, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Franz Eberhard Albrecht 1676 - Subst.: Lic. Johann Philipp Nidderer - Lic. Johann Konrad Albrecht 1677 - Subst.: Dr. Högele - Subst.: Lic. Konrad Steinhausen 1683
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Walraff [1656] 1676 - Subst.: Dr. Johann Leonhard Schommartz - Dr. Johann Eucharius Senger 1676 - Dr. Johann Leonhard Schommartz 1679 - Subst.: Lic. Johann Philipp Niedderer - Lic. Johann Adam Roleman 1682 - Subst.: Dr. Krebs - Dr. Johann Philipp Nidderer 1682 - Subst. Dr. Johann Franz Matthias
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hofgericht Düsseldorf 1676 - 2. RKG 1676 - 1685 (1571 - 1686)
Beweismittel: Kaufvertrag 1667: Johann Wilhelm von Mirbach zu Fischeln und Gustorf, fürstl. pfalz-neuburg. Amtmann zu Randerath, und seine Frau Maria Barbara geb. von und zu Harff verkaufen Maria Gudula Elisabeth von Nesselrode, verwitwete von Elmpt zu Burgau, die Höfe Stepprath und Stockheim (Q 6). Quittung über 8000 Rtlr. (Q 7). Belehnung des Daniel von Elmpt mit Stepprath und Stockheim 1674 durch Pfalzgraf Philipp Wilhelm, vertreten durch Heinrich Wilhelm von und zu Leerod (Leerath), Herrn zu Welz (Weltz) und Rurdorf (Rhurdorf), Geheimen Rat, Großhofmeister, Kammerpräsident, Amtmann zu und Statthalter der Mannkammer Heinsberg (Q 9). Konsens Philipp Wilhelms mit Auszug aus der Heiratsverschreibung der Appellanten (Q 10). Vergleich zwischen Daniel von Elmpt und Degenhard Bertram von Loe über den Nachlaß der Maria Gudula Elisabeth geb. von Nesselrode, verwitwete von Elmpt 1674 (Q 12). Besitzbescheinigung für Daniel von Elmpt durch Schultheiß und Schöffen der Herrlichkeit Burgau 1676 (Q 13). Vorakten (Q 20), darin: Kaufvertrag (wie Q 6) und andere, bereits genannte Beweismittel. Belehnung der Maria Anna Catharina von Elmpt mit Stockheim und Stepprath 1681 (Q 31 und 38). Nichtigkeitserklärung der unter Q 9 angegebenen Belehnung durch Heinrich Wilhelm zu Leerath 1681 (Q 32). Auszug aus dem Lehenbuch wie Q 9 (Q 37). RKG - Urteil in Sachen Johann Adolph von Eller zu Hertzbach ./. Wilhelmina von Vorst, verwitwete Münch 1681 (Q 49). Auszug aus dem Lehenbuch der Mannkammer Heinsberg ab 1571 (Q 50 und 51). Heiratsberedung des Johann Henrich von Elmpt zu Burgau und der Maria Gudula Elisabeth von Nesselrode zu Ehreshoven 1653 (Q 54). Vergleich wie Q 12 (352f.). Relatio, die Lehen Stepprath und Stock heim betreffend (378 - 395). Edikt des Pfalzgrafen Philipp Wilhelm zum Lehensrecht 13. Dez. 1677 (396f.).
Beschreibung: 10 cm, 413 Bl., lose; Q 1 - 53 außer Q 28*, 11 Beilagen. Enthielt bis Mai 1987 die Vorakten von RKG 1514 (E 241b/974c).




1676 - 1688 (1571 - 1688)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Hurterhof zu Dürwiß (Hzm. Jülich, Amt Wilhelmstein; Kr. Jülich). 1571 hatten die drei Brüder Hans, Adolf und Emmerich von Hetzingen ihrem Schwager Johann Grein und seiner Frau Barbara von Hetzingen aus dem gemeinsamen Erbe den Hof übergeben, wofür Grein sich verpflichtete, die hetzingischen Schulden in Höhe von 3332 Goldgulden zu bezahlen bzw. zu übernehmen. Die Brüder erhielten aber das Recht der Wiedereinlösung durch Rückkauf ihres Anteils. Im Vertrag, der 1575 bestätigt wurde, war festgelegt, daß beide Familien zu gleichen Teilen beim kinderlosen Tod des Ehepaares erben sollten. Nach dem Tod des Johann Grein 1583 blieb der Hof zunächst im Besitz der Familie, bis 1619 Adolfvon Hetzingen Ansprüche stellte. Dieser Rechtsstreit endete 1632 mit einem Erfolg der Familie Grein. Die Appellaten sind Nachkommen des Johann Grein mit Ausnahme des Dr. Scheiffard, dem die Forderungen von einer Maria Ellerborn zediert wurden. 1651 forderte der Bruder des Appellanten, Johann Heinrich von Elmpt, die Einlösung des Hofes. Einen wichtigen Streitpunkt bildeten die Erträge des Hofes in der Zwischenzeit, da die Appellaten das Nutzungspfand (antichresis) beanspruchten. Nach dem am 13. Dez. 1682 für den Appellanten ergangenen Urteil kämpfte seine Witwe lange um die Durchsetzung.

Aktenzeichen : E 291/1121

Enthaeltvermerke : Kläger: Daniel von Elmpt zu Burgau, (Kl.: sein Bruder, der Obrist Johann Heinrich von Elmpt)
Beklagter: Dr. Johann Scheiffard, Maria Ellerborn, Michael Schaesberg zu Streithagen, Alexander Scheiffard zu Buir, Theodora Antzell für die Minderjährigen zu Buir als sämtliche greinische Erben; ab 1685 als Interessent Pfalzgraf Johann Wilhelm
Prokuratoren (Kl.): Lic. Bernhard Henningh 1675 - Subst.: Dr. Franz Philipp Höglein - Subst.: Lic. Konrad Steinhausen 1683 - Lic. Konrad Franz Steinhausen 1685 - Subst.: Dr. Krebs
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Konrad Albrecht [1663] 1676 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht - Subst.: Lic. Oppenheimer 1682 - Subst.: Lic. Johann Eichrodt 1683 - Lic. Johann Philipp Nidderer [1682] 1685 - Subst.: Dr. Johann Franz Matthias - Dr. Ludwig Ziegler 1686 - Subst.: Dr. Högelen
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1651 - 2. RKG 1676 - 1688 (1571 - 1688)
Beweismittel: Bd. I: Gutachten der Juristenfakultät Tübingen 1667 (in Q 22). Attest der Schöffen des Gerichts Nothberg (Hzm. Jülich, Amt Wilhelmstein; Kr. Aachen) über die Pächter des Hurterhofes zu Dürwiß 1682 (Q 56). Pachtbescheinigungen 1682 (Q 57 und 58). Aufstellung der Erträge des Hurterhofs 1675 - 1682 (Q 65). Getreidepreise in Dürener Mark 1675 - 1682 (Q 66). Bericht der Schöffen des Gerichts Nothberg über den Zustand des Hurterhofes 1685 (Q 111). Zeugenaussagen (Q 159). Attest der Schöffen der Hauptbank Heerlen im Land Valkenburg über das adelige Haus von Streithagen 1685 (Q 160, deutsch und niederländ.). Gutachten der Juristenfakultät Tübingen 1667 wie Q 22 (550 - 579). Zahlreiche Rechnungen über Prozeßkosten, Quittungen, etc.; Bd. II: Inventarium actorum (331 - 339). Bd. III: Stammtafel Grein - Ellerborn - Schaesberg (51 - 52). Inventarium actorum (78 - 81). Abmachungen von 1571 (258 - 259). Zinsrechnungen, Getreidepreise und Erträge des Hurterhofes 1571 - 1655 (279 - 339). Inventarium actorum (416 - 428); Bd. IV: Kopie der Verträge der Gebrüder von Hetzingen mit ihrem Schwager Johann Grein 1571 und 1575 (38 - 46). Stammtafel Grein - Ellerborn - Schaesberg (188). Zinsrechnungen, Getreidepreise und Erträge des Hurterhofes 1571 - 1655 (217 - 269).
Beschreibung: 4 Bde., 39 cm, 1857 Bl.; Bd. I: 14 cm, 579 Bl., lose; Q 1 - 185 außer 35 - 37, Q 1 fehlt, 17 Beilagen; Bd. II: 6,5 cm, 340 Bl., gebunden; Q 35 (Vorakten); Bd. III: 10,5 cm, 526 Bl., gebunden; Q 36 (Vorakten); Bd. IV: 8 cm, 412 Bl., gebunden; Q 37 (Vorakten).




1695 - 1696 (1584 - 1696)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verschiedene Ansprüche auf den Thumbhof (Domhof), die Mühle und die Baumeisterei zu Eschweiler. Der Streit geht auf einen Prozeß zurück, den übber 100 Jahre vorher die Brüder Adolf und Emmerich von Hetzingen gegen den jül. Marschall wegen des halben Thumbhofes zunächst vor der Hofkanzlei in Düsseldorf, dann vor dem RKG führten. 1605 wurde der Marschall von Nesselrode neben der Abtretung auch zur Zahlung von über 40000 Rtlr. verurteilt. Adolf von Hetzingens einziger Sohn Werner, der Urgroßvater des Appellaten, verglich sich 1619 mit der unterlegenen Partei ohne Absprache mit der Witwe seines Onkels Emmerich, des Großvaters des Ehemannes der Appellantin. Von 1619 - 1656 erhielten Emmerichs Erben nichts, während Werner von Hetzingen und seine Erben aufgrund des Vergleichs einen Teil der umstrittenen Werte von den von Nesselrode erhielten. Trotz zweier Vergleiche von 1655 und 1656 konnten sich Adolfs und Emmerichs Nachkommen nicht abschließend über eine Aufteilung der Güter einigen, so daß prozessiert wurde. Vermutlich kam es 1695/96 dann doch noch zu einem Vergleich.

Aktenzeichen : E 292/1122

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna Maria Catharina verwitwete von Elmpt zu Burgau, geb. von Wolff - Metternich zur Gracht, namens ihres minderjährigen Sohnes Hieronymus, (Bekl.)
Beklagter: Carl Caspar von Hompesch zu Bollheim (in RKG - Akten irrtümlich mehrfach: Büllesheim), jül. Kämmerer, Erbjägermeister und Amtmann zu Nideggen, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen 1694 - Subst.: Dr. Ludwig Ziegler
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Friedrich Hofmann 1695 - Subst.: Dr. Johann Ulrich von Gülchen
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1686 - 2. RKG 1695 - 1696 (1584 - 1696)
Beweismittel: Urteil der Hofkanzlei Düsseldorf in Sachen Bertram von Nesselrode ./. Adolf und Emmerich von Hetzingen 1584 (31). RKG - Urteil Hetzingen ./. Nesselrode 1605 (31). Vergleich Hetzingen - Nesselrode 1619 (32 - 33). Vergleiche Hetzingen - Elmpt 1656 (36f.) und 1655 (38).
Beschreibung: 2 Bde., 7,5 cm, 369 Bl.; Bd. I: 2 cm, 53 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 12 Aktenstücke; Bd. II: 5,5 cm, 316 Bl., gebunden (Vorakten). Vgl. RKG ???? (H 1203/3935).




1704 - 1711 (1660 - 1711)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Donseler Hof im Amt Heinsberg aus dem Nachlaß des Michael von Schaesberg und der Agnes von Eynatten. Während die Appellantin angibt, der umstrittene Hof sei Erbe der Familie Grein und über Catharina von Ellerborn an die von Schaesberg gelangt, behaupten die Appellaten, der Donseler Hof sei schaesbergisches Erbe und über Agnes von Schaesberg (Tochter des Michael) und deren Tochter Anna Maria von Wambach der Appellatin zugefallen.

Aktenzeichen : E 293/1123

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna Maria Catharina verwitwete von Elmpt zu Burgau, geb. von Wolff - Metternich zur Gracht, namens ihres minderjährigen Sohnes Hieronymus Wilhelm, (Bekl.)
Beklagter: (Carl Lothar) von Schmidtberg (Schmidburg) namens seiner Frau Catharina Agnes (auch: Walburgis) von Scheiderich, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Konrad Franz von Steinhausen 1703 - Subst.: Dr. Ludwig Ziegler
Prozeßart: Appellationis cum restitutione in integrum brevi manu
Instanzen: 1. Hofkanzlei Düsseldorf 1689 - 2. RKG 1704 - 1711 (1660 - 1711)
Beschreibung: 4,5 cm, 29 Bl., lose und originalverpackte Vorakten; Q 1 - 11 (Q 11 Vorakten, nicht quadranguliert).




1626 - 1639 (1622 - 1632)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gegenseitige Schuldforderungen. Zur Bezahlung seiner erheblichen Schulden hatte Gerhard Jelissen, der Bruder des Appellaten, einst bei Wilhelm Elschaten Geld geliehen und dafür seine inner- und außerhalb von Goch gelegenen Erbgüter als Pfand verschrieben. Später verkaufte Gerhard Jelissen dem Wilhelm Elschaten sein in der Herzogstraße zu Goch gelegenes Haus samt Kohlgarten und Fischweiher, verschwieg jedoch eine darauf lastende Rente. Als Elschaten daraufhin nicht bezahlte, beschwerte sich der Appellat, da er wegen Schulden seines Bruders dessen Güter beanspruchte, und ließ die Güter mit Arrest belegen. Im Laufe einer turbulenten Auseinandersetzung wurde Elschaten auf kurbrandenburg. Befehl in Goch in Haft genommen, im Juli 1622 von den spanischen Eroberern der Stadt freigelassen und starb bald darauf. Henrich Jelissen trieb von den Erben mit Hilfe der brandenburg. Regierung seine Forderungen ein. Als er nach erfolgter Appellation Pferde und Vieh der Appellanten wegnehmen und in Rees verkaufen und ein Haus abbrennen ließ, trug ihm das die „Citatio uf die Acht“ ein. Seitens der ersten Instanz wird die Zuständigkeit des RKG wegen der zu geringen Höhe des Streitwertes bestritten.

Aktenzeichen : E 295/1147

Enthaeltvermerke : Kläger: Erben des Wilhelm Elschaten: seine Neffen Jacob Ingenkam, Peter von Löven, Johann Abels und Konsorten, Goch, (Bekl.: Wilhelm Elschaten)
Beklagter: Henrich Jelissen, Emmerich, (Kl.); als Interessent Georg Wilhelm, Markgraf zu Brandenburg
Prokuratoren (Kl.): Dr. Heinrich Eylinck 1627
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Philipp Bohn 1628
Prozeßart: Appellationis; 1632: Citatio uf die Acht, et mandatum attentatorum revocatorium sine clausula
Instanzen: 1. Kurfürstl. brandenburg. Regierung zu Emmerich 1622 - 2. RKG 1626 - 1639 (1622 - 1632)
Beweismittel: Vorakten (Q 11), darin: Detaillierte Forderungen des Henrich Jelissen (29 - 34). Zeugenverhöre 1628 (Q 13 und 14).
Beschreibung: 7 cm, 190 Bl., lose; Q 1 - 18 (10a, b; 16a, b), 6 Beilagen.




1548 - 1549 (1548)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich

Aktenzeichen : E 298/1150

Enthaeltvermerke : Kläger: Gotthard zu Elsenbroich, Rheydt
Beklagter: Jacob Punt und seine Ehefrau Eugen (sic !) Elsenbroich, Rheydt
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Anastasius Greineisen 1544
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: Unklar, vermutlich 1. Schultheiß und Schöffen zu Rheydt - 2. Vogt und Schöffen zu Dahlen - 3. Hauptgericht Jülich - 4. RKG 1548 - 1549 (1548)
Beschreibung: 4 Bl., gebunden; Q 1 und 2.




1616 - 1624 (1596 - 1619)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Immission der Appellatin in das Lehengut Schockenwerth wegen einer Schuldforderung von 2508 Karlsgulden. 1583 hatte Diederich von der Linden den Gerhard von der Reck, Pfandherrn zu Lohe, wegen des Hauses und der Herrlichkeit Blitterswick (Geldern, Amt Kessel) vor die cuijckische Lehnkammer zu Grave laden lassen. Umstritten war, ob Blitterswick ein geldrisches oder ein cuijckisches Lehen war. Johann von Ossenbroek, der verstorbene Ehemann der Appellatin, war der Rechtsnachfolger des von der Linden, der sich 1584 in den Besitz des Hauses setzte; Heinrich von Balderich ist Rechtsnachfolger des von der Reck. 1604 bat von Ossenbroek die cuickische Lehenkammer um Taxation der von Gerhard von Reck empfangenen Erträge und der durch von der Linden und ihn aufgewandten Kosten und erhielt 24022 Karlsgulden zugesprochen, worin auch Kosten enthalten waren, die am Gericht in Roermond entstanden waren. Die Appellatin klagte den Betrag am Hofgericht in Kleve ein, die klevischen Räte sprachen ihr 2508 Karlsgulden zu und wiesen den Richter zu „Heecker“ an, sie in die Güter des Pfandherren zu Lohe zu immittieren. Die Äbtissin von Elten appelliert, da der Hof Schockenwerth ihr Lehen ist. Gleichzeitig ist die Angelegenheit noch am Lehenhof in Roermond anhängig.

Aktenzeichen : E 302/1164

Enthaeltvermerke : Kläger: Agnes geb. Gräfin von Limburg, Bronckhorst und Styrum als Äbtissin des Stifts Elten und Heinrich von Balderich gen. Barich, Pfandherr zu Lohe, (Bekl.: Heinrich von Balderich)
Beklagter: Elisabeth von Virmond zu Bladenhorst (Viermundt zu Blattenhorst), Witwe des Johann von Ossenbroek (Ossenbruch), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Philipp Hirtter (1616)
Prokuratoren (Bekl.): (Lic. Christoph ?) Rieker (1616)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hofgericht Kleve 1616 - 2. RKG 1616 - 1624 (1596 - 1619)
Beweismittel: Pachtbrief des Hofes auf dem Schockenwerth 1616 (11f.). Zeugenaussagen (14 - 20).
Beschreibung: 2 Bde., 16 cm, 657 Bl.; Bd. I: 2 cm, 51 Bl., lose; Q 1 - 6, 9 Aktenstücke; Bd. II: 14 cm, 606 Bl., in 2 Teilen gebunden; Vorakten.




1688 (1576 - 1688)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das Fischereirecht in den Gewässern des zur Reichsabtei Elten gehörenden Gutes Howberg. Der Appellat hatte geklagt, weil er sich in der Nutzung der umstrittenen Fischerei beeinträchtigt fühlte. Nach Angaben der Äbtissin habe jedoch niemals jemand anders dort gefischt als Untertanen von Elten, es sei denn mit der Erlaubnis der Pächter. Der Fischfang ist nur Auslöser des Streits. Wichtiger ist für die Äbtissin die Feststellung, daß Kleve keine Territorialsuperiorität über Territorium und Stift Elten und kein ”ius evocandi aut citandi“ beanspruchen kann. Hintergrund sind die Bestrebungen der klevischen Regierung, Rechte der Äbtissin zu beschneiden.

Aktenzeichen : E 303/1165

Enthaeltvermerke : Kläger: Maria Francisca, Äbtissin von Elten, geb. Gräfin zu Manderscheid und Blankenheim, (Bekl.)
Beklagter: Elbert Asver Reinier von Vorst namens seiner Ehefrau Mechtild Adriane de Renesse und Bartwick, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Philipp Niderer (1688)
Prozeßart: Appellationis per edictum et ad domum cit.
Instanzen: 1. Justizrat Kleve (1688) - 2. RKG 1688 (1576 - 1688)
Beweismittel: Drei Schreiben, die die Unabhängigkeit Eltens vom Hzm. Kleve dokumentieren, 1576, 1628, 1656 (Q 8 - 10).
Beschreibung: 1 cm, 23 Bl., lose; Q 1 - 10; Q 4 und 5 (Vollmachten) fehlen.




1663 - 1664 (1613 - 1664)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das achte Lehen in Zons. Aufgrund des Testaments der Regina Westhoven und des Lic. Johannes Palandt wurde der Appellat mit dem umstrittenen Lehen belehnt. Eltmann appelliert, weil seine Frau Anna die Schwester der Regina war, woraus er Ansprüche ableitet. Nach dem Tode der Agnes von der Düssel (ca. 1639) hatten ihre drei letzten lebenden Kinder weltlichen Standes, die Schwestern Elisabeth, Anna und Regina, einen Erbteilungsvertrag geschlossen.

Aktenzeichen : E 304/1172

Enthaeltvermerke : Kläger: Lic. Reiner Eltmann, Zons, (Kl.)
Beklagter: Lic. Ferdinand Schwegeler, Zons, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Roleman 1663 - Subst.: Lic. Johann Eichrath
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Ulrich Stieber 1663 - Subst.: Dr. Abraham Ludwig von Gülchen
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. In das Gericht zu Zons abgeordnete Deputierte des Domkapitels in Köln (1661 ?) - 2. RKG 1663 - 1664 (1613 - 1664)
Beweismittel: 12 Schriftstücke 1613 - 1661, die Familie Westhoven (Köln) und ihre Güter betreffend, u. a. Eintritt der Dorothea und der Catharina Westhoven in das Klarissenkloster im Filzengraben in Köln; Eintritt ihrer Schwestern Maria und Margaretha in das Klarissenkloster Maria Tempel (Glockengasse); Eintritt des P. Johannes Westhoven bei den Jesuiten zu Mainz; Immission der Agnes von der Düssel (Witwe Westhoven) in die Güter ihrer verstorbenen Kinder Constantin, Agnes und Sibille; Testament der Agnes von der Düssel 1639; Erbteilungsvertrag der Schwestern Elisabeth, Anna und Regina Westhoven bzw. ihrer Familien 1640 (33 - 48).
Beschreibung: 2 cm, 57 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 14 Aktenstücke.




1582 - 1591 (1581 - 1584)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Befreiung von der Forderung der Appellaten auf ein Lehengut und ein Freigut, „die beide an den Herrn Grafen zu dem Berg zu Lehen und freien Rechten rührig“. 1579 hatte ein Arnold Steinhoff im Namen des Konvents die Appellaten in Emmerich vor Gericht gezogen und aufgrund eines 1536 mit Werner und Diederich Elverdunck geschlossenen Vertrages die Ländereien und jährlich drei Goldgulden beansprucht. In erster Instanz wurden die Appellanten zur Abtretung der Güter oder zur Zahlung von 400 Goldgulden sowie zu einer jährlichen Abgabe von drei Goldgulden auf Duilmans Haus in Niederelten verurteilt.

Aktenzeichen : E 309/1180

Enthaeltvermerke : Kläger: Peter Elverdunck, Emmerich, und Konsorten, (Bekl.)
Beklagter: Konvent und Kloster zu Niederelten (Elten), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christoffel Behem 1581
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius Stapert (1582)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Richter und Schöffen zu Emmerich (1579) - 2. RKG 1582 - 1591 (1581 - 1584)
Beschreibung: 2 cm, 16 Bl., lose; Q 1 - 11, Q 9 fehlt (Vollmacht Vomelius), 1 Beilage. Protokoll in sehr schlechtem Zustand.




1668 - 1688 (1548 - 1688)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den von der heinsbergische Mannkammer lehenrührigen, teils im Herzogtum Kleve bei Orsoy, teils in der Grafschaft Moers gelegenen Pamberger Zehnten. Hauptstreitpunkt ist, ob die Ururgroßmutter der Appellanten namens Elisabeth eine Tochter des Arnold von Duinen und der Sibilla von Lorewehrt war, was von appellatischer Seite bestritten wird. Die Appellanten versuchen, den Beweis über das Wappen anzutreten. Die Herleitung der Ansprüche ergibt sich aus der mit Erläuterungen versehenen Stammtafel Bl. 80f. Die Belehnung des Conrad von Hertzbach 1580 soll der Lehnsherr, der Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg, ausdrücklich unter dem Vorbehalt vollzogen haben, daß kein Erbberechtigter aus der Familie Duinen mehr vorhanden ist. Ansprüche hatten auch die Nachkommen des Jacobus Münch, die ihre Rechte jedoch 1660 an die Appellanten zedierten.

Aktenzeichen : E 310/1181

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Wilhelm von Elverich gen. Haes; Dr. Matthias Ronswinckel, kurfürstl. brandenburg. Geheimer Rat im Namen seiner Frau Margarethe von Elverich gen. Haes, (Bekl.: Wilhelms und Margarethes Vater Hermann von Elverich); ab 1686 als Interessent Friedrich Wilhelm Markgraf von Brandenburg als Herzog von Kleve und Grafvon Moers
Beklagter: Johann Adolf von Eller zu Hertzbach (Heresbach), Rittmeister, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Ulrich Stieber 1668 - Subst.: Dr. Heinrich Wilhelm Erhard - Dr. Ulrich Zeller 1677 - Subst.: Dr. Johann Ulrich Stieber
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Konrad Albrecht 1668 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hofkanzlei Düsseldorf 1651 - 2. RKG 1668 - 1688 (1548 - 1688)
Beweismittel: Bd. I: Vier Belehnungen mit dem Pamberger Zehnt für Jacob Münch (1648), Heinrich Dietrich Münch (1652) und Wilhelm und Margarethe von Elverich (1660, 1662) durch den Herzog von Jülich, Kleve und Berg (Q 8). Bestätigung des Anspruchs des Hermann von Elverich auf die „Propstei zu Lorrewerdt“ mit der dazugehörigen Fischerei im Kirchspiel und Gericht Meer als nächster Verwandter des Arnold von Duinen durch Johann Sterrenberg, Bischof zu Sebaste, Propst zu Xanten, 1661 (Q 17). Stammtafel von Duinen - von Salandt - von Linden - von Hertzbach - von Rosenthal - Münch - von Elverich gen. Haes (80 - 81). Ausführliche Beschreibung des Streites mit Rückgriff auf die Familiengeschichte und mehrere Stammtafeln (90 - 129). Bd. II und III (Vorakten) enthalten zahlreiche Beweismittel, z. B. Belehnungen, Heiratsverschreibungen der Vorfahren der Prozeßbeteiligten, Stammtafeln der oben erwähnten Familien (und Familie Rolinxwerth), Rechnungen. Besonders erwähnenswert: ausklappbare, von Bürgermeister und Schöffen der Stadt Kleve beglaubigte farbige Kopie eines älteren Bildes, das vor der Stadt Wesel acht Personen zeigt, darunter mehrere von Elverich gen. Haes und Elisabeth von Duinen mit ihren Wappen (496 und 984). Ausklappbares, farbiges Bildnis des Conrad (I.) von Hertzbach und seiner Frau Mechthild von Duinen mit ihren Wappen, beglaubigt wie oben (985).
Beschreibung: 3 Bde., 25 cm, 1429 Bl.; Bd. I: 5 cm, 129 Bl., lose; Q 1 - 32, 5 Beilagen; Bd. II und III (Vorakten): 19 cm, 1300 Bl., gebunden; Q 14b, c. Nach Corinne Beutler und Franz Irsigler, „Konrad Heresbach“ (in: Rheinische Lebensbilder Bd. 8, S. 81 - 104), S. 84 war Mechthild von Duinen (hier: Mechelt van Dunen) die einzige Tochter des Arnt van Dunen.




1606 - 1626 (1593 - 1621)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Appellation wegen Anrufung des falschen Gerichts. 1575 soll Anton von Eltz mit 50 - 60 Männern gewaltsam in das Schloß Vettelhoven (Erzstift Köln, Vogtei Ahrweiler) eingedrungen sein, die Appellatin beschimpft und hinausgeworfen, die Diener verjagt und das Haus geplündert haben. Nachdem die vom Erzbischof von Köln befohlene Restitution nicht erfolgte, wandten die Appellaten sich 1591 an das RKG, dann 1593, obwohl vom RKG noch keine Entscheidung vorlag, an das Hofgericht in Köln. Die Appellanten fordern die Kassation der Kölner Entscheidung, da nur an einem Gericht, nämlich am RKG verhandelt werden dürfe; die eltzischen Kinder seien der kaiserlichen Majestät immediat unterworfen.

Aktenzeichen : E 346/1223

Enthaeltvermerke : Kläger: Vormünder der Erben des kurfürstl. trier. Erbmarschalls und köln. Rats Anton von Eltz zu Eltz
Beklagter: Eva Hürt von Schöneck, Witwe des Bernhardt von Metternich zu Vettelhoven, ihr Sohn Emundt und der frühere Vormund ihres Sohnes Eberhard Ketzgen zu Geretshoven
Prokuratoren (Kl.): Dr. Walter Aach [1604] 1606 - Dr. Werner Bontz 1613 - Dr. Johann Friedrich Haugk 1616 - Dr. Christian Schröder 1616
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Hans Jakob Kolblin 1607
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurfürstl. Kommissare des Hofgerichts Köln 1593 - 2. RKG 1606 - 1626 (1593 - 1621)
Beschreibung: 2 Bde., 6,5 cm, 181 Bl.; Bd. I: 2 cm, 50 Bl., lose; Q 1 - 22, außer Q 7* und 16*; Bd. II (Vorakten, vorgesehen als Q 7): 4,5 cm, 131 Bl., gebunden. Der Prozeß Ketzgen als Metternichscher Vormund ./. Anton von Eltz RKG (M 915/2450) wurde nach Koblenz abgegeben.




1664 - 1684 (1533 - 1681)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die von Johann von Büchel und seiner Frau Agnes von Stromberg herrührenden Allodial- , Lehen- und Kurmutsgüter. Das Ehepaar hatte vier Söhne, von denen einer kinderlos blieb. 1533 schloß der jüngste, Emundt, mit den Söhnen seiner Brüder Heinrich und Johann einen Erbteilungsvertrag. Hugo, ein Enkel Heinrichs, vereinigte den größten Teil des Erbes wieder in seiner Hand. Aus seiner Ehe mit Anna Agnes von Weiß ging eine Tochter namens Apollonia hervor, die jedoch einige Jahre nach ihrem Vater kinderlos starb. Anna Agnes behielt die Büchelschen Güter in der Hand und heiratete in zweiter Ehe den Appellaten. Diederich beanspruchte als Ururenkel Emundts die Güter für sich, da sie nach seiner Auffassung an die Familie von Büchel zurückfallen mußten. Es handelt sich um zahlreiche Güter im Erzstift und in der Stadt Köln, in Jülich, im Stift Essen und in der freien Herrlichkeit Landskron. Bereits 1649 hatte von Els sich an die kurköln. Hofkanzlei gewandt, weshalb die Appellaten fordern, die Sache zurückzuverweisen.

Aktenzeichen : E 351/1235

Enthaeltvermerke : Kläger: Dietrich von Els (Eltz), Tiel (NL, Geldern)
Beklagter: Conrad Georg von Nechtersheim gen. Crummel von Dottendorfund seine Frau Anna Agnes von Weiß, verwitwete von Büchel (Buchel)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Hansen 1664 - Subst.: Lic. Johann Rolemann - Lic. Johann Eichrodt 1667 - Subst.: Dr. Johann Nicolaus Höen
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Leonhard Schommartz 1664 - Subst.: Lic. Johann Wallraff
Prozeßart: Citationis ad videndum se declarari haeredem et sibi restitui
Instanzen: RKG 1664 - 1684 (1533 - 1681)
Beweismittel: Stammtafeln der Familie von Büchel, z. T. beglaubigt von Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Tiel, NL, (Q 3, 31 (doppelt gezählt), 38). Erbteilungsvertrag zwischen Emundt von Büchel einerseits, seinen Neffen Conrad und Johann von Büchel als zweiter und seinen Neffen Dietrich und Henrich als dritter Partei 1533 (Q 4a, 4b, 30). 5 Verträge, das Erbe des Johann von Büchel und der Agnes von Stromberg betreffend 1536 - 1649 (Q 5a/b - 9a/b, jeweils niederländ./deutsch). Aufstellung des umstrittenen Allodialbesitzes, der Lehen- und Kurmutsgüter im Erzstift und in der Stadt Köln, in Jülich, Essen und anderen Territorien (Q 10). Auszug aus der Heiratsverschreibung des Hugo von Büchel und der Anna Agnes von Weiß (Q 24). Auszug aus den Akten der Kanzlei der Fürstäbtissin von Essen über einen Fronhof in Godesberg 1617 (Q 25, 49). Zeugenaussagen vor dem kurfürstl. köln. Hohen Gericht zu Bonn 1665 (Q 34). 6 vom klev. Justizrat beglaubigte Dokumente (wie Q 4 - 9) zur Stammtafel Q 38, 1533, 1536, 1629, 1649 (Q 39 - 44, 157 - 167). Bescheinigung des Dechants und des Kapitels der Stiftskirche St. Maria ad gradus in Köln über ein Lehen des Hugo von Büchel 1672 (Q 46). Mehrere Schriftstücke zu den umstrittenen Lehen (Q 47, 51 - 57).
Beschreibung: 6 cm, 167 Bl., lose; Q 1 - 61.




1664 (1533 - 1716)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wie RKG 1552 (E 351/1235).

Aktenzeichen : E 352/1236

Enthaeltvermerke : Kläger: Dietrich von Els (Eltz), Tiel (NL, Geldern)
Beklagter: Conrad Georg von Nechtersheim (Nettersheim) gen. Crummel von Dottendorf und seine Frau Anna Agnes von Weiß, verwitwete von Büchel (Buchel); als Interessentin ab 1691 die Äbtissin von Essen (Bernardina Sophia)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Eichrodt 1696 - Subst.: Dr. Ludwig Ziegler - Lic. Franz Peter Jung 1697 - Subst.: Dr. Klotz - Subst.: Dr. Vergenius 1704
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Philipp Nidderer 1697 - Lic. Konrad Franz Steinhausen [1685] 1698 - Subst.: Lic. Johann Adam Rollman - Lic. Wilhelm Heeser 1712 - Subst.: Lic. Speckmann - Dr. Johann Friedrich Hofmann 1714 - Subst. Lic. Faber - Lic. Wilhelm Heeser 1716 - Subst.: Dr. Johann Heinrich Dietz
Prozeßart: Wie RKG 1552 (E 351/1235); 1696: Citatio ad reassumendum et redintegrandum acta
Instanzen: RKG 1664 - ? (1533 - 1716)
Beweismittel: Der Prozeß entspricht bis auf die fehlenden Q dem Prozeß RKG 1552 (E 351/1235). Abschrift großer Teile jenes Prozesses: Q 1 - 58 einschließlich Protokoll (Q 72 - 73). Attest der Essener Hobsgeschworenen über den Status des freiadeligen Crummelshofs zu Godesberg 1698 (Q 80). Erbteilungsvertrag 1533 wie RKG 1552 (E 351/1235) Q 4a etc. (Q 86). Neun Schriftstücke verschiedener Art über den umstrittenen Besitz bzw. Verträge und Vollmachten, die meisten bereits in RKG 1552 (E 351/1235) (Q 86 - 94, deutsch, niederländ., latein.). Auszug aus dem propsteilichen Lehenprotokoll (Bonn) über Weingärten bei Godesberg und Plittersdorf (Q 100). Schreiben der Äbtissin Bernhardina Sophia des Stifts Essen über die Kurmutsgüter in Godesberg 1699 (Q 104). Attest des Schultheißen und der Schöffen des Gerichts des Kapitels von St. Cassius und Florentius in Bonn über den Verkauf der Buchelburg zu Dottendorf im Jahre 1687 von 1701 (Q 105). Attest über den Status des Buchelhofes als kurköln. Kurmodiallehengut 1701 (Q 106). Weitere Aktenstücke über den Status verschiedener Güter (Q 107 - 116, Q 120 - 122, Q 129 - 131).
Beschreibung: 9 cm, 373 Bl., lose; Q 1 - 135. Neben dem Protokoll fehlen Q 1, 11, 19, 25 - 32, 49, 58, 59. Bis Q 57 wie RKG 1552 (E 351/1235). Während RKG 1552 (E 351/1235) im Jahr 1681 jedoch mit Q 61 abbricht, wird dieser Prozeß bei der Wiederaufnahme ab Q 60a weitergeführt.




1686 (1686)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Prozeßeröffnung und Verhandlung an der Hofkanzlei in Düsseldorf. Die Regierung in Düsseldorf hatte für ein im Dorf Oberkassel im bergischen Amt Löwenburg liegendes Weingut, das die Eltern bzw. Großeltern der Kläger 1625 gekauft hatten, rückständige Steuern und Kontributionsgelder gefordert und das Gut, das 2000 Rtlr. wert sein sollte, beschlagnahmt und verkaufen lassen. Die Kläger geben an, rechtmäßigen Forderungen nachkommen zu wollen, verlangen aber deren Nachweis. Als wiederholte Supplikationen an die Hofkanzlei ohne Resolution blieben, wandten sie sich an das RKG mit der Bitte, die Beklagte anzuweisen, gemäß einem Abschied von 1600 die Sache innerhalb eines Monats zu verhandeln.

Aktenzeichen : E 362/1260

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Peter Embden, Vikar der kaiserlichen Präbenden zu Andernach, und Konsorten als Erben des Johann Petrus Reider
Beklagter: Jül.-berg. Regierung Düsseldorf
Prozeßart: Promotorialium
Instanzen: RKG 1686 (1686)
Beschreibung: 10 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 3 Aktenstücke.




1530 (1530)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich

Aktenzeichen : E 365/1274

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Emerich auf der Linden
Beklagter: Niess, Witwe des Meyss Hoemekoich, und Mons in den Hoeven, Fstm. Jülich
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Hieronymus Huesser (= Hausser) 1530 - Lic. Simeon Engelhard 1530
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen des Gerichts Merzenich - 2. RKG 1530 (1530)
Beschreibung: 4 Bl., lose; Q 1 und 2. Vgl. ZAGV 18 (1896) S. 143 Nr. 690 (dort: Emmerich, Meiss Hönerkops).




1536 - 1541 (1517 - 1548)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Unberechtigter Arrest auf Güter von Bürgern der Stadt Emmerich. Nach dem Tode der Eltern der Elisabeth Clerck gab es Streit um ihren Nachlaß. Der Magistrat von Emmerich holte ein Gutachten der Stadt Zutphen (NL, Provinz Gelderland) ein, in welchem Elisabeth etwas zugesprochen bekam. Als Elisabeth nach Köln ging, gab der Magistrat von Emmerich die Güter jedoch an ihre Prozeßgegner, worauf sie in Köln Güter eines Emmericher Bürgers mit Arrest belegen ließ. Die Appellanten fordern, die Sache vor den Herzog von Kleve als zuständige Instanz zu bringen. 1541 verwarf das RKG die Appellation.

Aktenzeichen : E 369/1281

Enthaeltvermerke : Kläger: Bürgermeister und Rat der Stadt Emmerich; Johann Berck, Emmerich, (Bekl.)
Beklagter: Johann Clerck (Klerck), Köln, (Kl.: seine Mutter Elisabeth)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Hieronymus Lerchenfelder 1536 - Dr. Christoffel Reefsteck 1536 - Lic. Karl Harst 1536 - Dr. Johann Faltermaier 1540
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Lucas Landstraß 1536 - Dr. Anastasius Greineisen 1537 - Dr. Ludwig Ziegler 1537 - Lic. Valentin Gotfried 1537 - Lic. Amandus Wolff 1537
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hohes Weltliches Gericht Köln 1517 - 2. Kommissare des Erzbischofs von Köln 1526 - 3. RKG 1536 - 1541 (1517 - 1548)
Beschreibung: 11 cm, 495 Bl., lose; Q 1 - 27, Deckblatt des Protokolls und Q 4 fehlen, Protokoll falsch als Bl. 330 - 334 paginiert; 2 Beilagen zum Prozeß und eine Q 1 aus einem Prozeß Stadt Eßlingen ./. Bastlius 1548 (493 - 495).




1534 - 1539 (1420 - 1538)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf eine Halbscheid des Hofes Feldtwick im Gericht Bislich (Kr. Rees). Das Ehepaar Arnold und Luttgard von Doinen (Doenen) hinterließ mehrere Kinder, u. a. Dietrich (Derich), der in das Kloster St. Gregor eintrat und diesem mit Einverständnis seiner Geschwister seinen Erbteil, nämlich die Hälfte von Feldtwick, vermachte. 1483 wurde der Hof unter Derich von Doenen als Priester und Rektor von St. Gregor an die Fraterherren von St. Martin in Wesel verkauft. In 1. Instanz beanspruchten die Appellaten den Hof als ihr Erbe, wurdenjedoch abgewiesen.

Aktenzeichen : E 370/1283

Enthaeltvermerke : Kläger: Patres und Konvente der beiden Gotteshäuser St. Gregor zu Emmerich und St. Martin zu Wesel (Niederwesel), (Bekl.)
Beklagter: Gebrüder Hans und Bernhard Buttermann und Meister Wilhelm Slebusch, Wesel (Niederwesel), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Konrad Swabach 1534 - Lic. Johannes Helffman 1534 - Lic. Johannes Machtolff 1534 - Dr. Friedrich Refsteck 1534 - Dr. Heinrich Rostock 1534 - Dr. Sibertus Louenburgh 1534
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johannes Helffman 1534 - Christophorus Hoemoeler 1534 - Dr. Hieronymus Lerchenfelder 1534
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Gericht Bislich 1526 - 2. Bürgermeister und Schöffen von Wesel 1527 - 3. RKG 1534 - 1539 (1420 - 1538)
Beweismittel: Vorakten (Q 6), darin: Folgeprivileg Adolfs von Kleve für Wesel 7. Jan. 1420 (19 - 20). Kaufbrief über das Gut Feldtwick zwischen St. Gregor in Emmerich und St. Martin in Wesel vor Richter und Schöffen von Bislich 1483 (24 - 27).
Beschreibung: 2,5 cm, 66 Bl., lose; Q 1 - 13.




1754 - 1760 (1373 - 1757)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Nichtigkeitserklärung der Appellation des Appellaten an das Kommissariatsgericht zu Schönau und Durchsetzung des in 1. Instanz ergangenen Urteils. Der Freiherr von Blanche, Herr zu Schönau, hatte die Appellanten vor dem Gericht der Reichsherrschaft Schönau verklagt, mehrere ihrer in der Reichsherrschaft liegenden Güter seien ihm lehnbar. Die erste Instanz wies die Klage jedoch wegen unzureichend erwiesener Lehnbarkeit ab. Der Freiherr wandte sich darauf mit einer Kaduzitätsklage an das Kommissariatsgericht zu Schönau, das wiederum in der Klage der Erben des Peter Emont am RKG als Erfindung des Freiherrn wider die allgemeinen Reichssatzungen bezeichnet wird. Der Freiherr behauptet, die Immedietät der Herrschaft bedeute nicht zugleich auch die Immedietät des Gerichts.

Aktenzeichen : E 372/1294

Enthaeltvermerke : Kläger: Erben des Peter Emont, Aachen, (Bekl.)
Beklagter: Freiherr von Blanche, Herr zu Schönau, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Albert Ruland 1754 - Subst.: Lic. Caesar Scheurer
Prokuratoren (Bekl.): Lic. (Ferdinand Wilhelm Anton) Helffrich [1752] (1754)
Prozeßart: Mandati cassatorii et de exequendo propriam sententiam in rem iudicatam prolapsam cum clausula
Instanzen: 1. Gericht der Reichsherrschaft Schönau (1753 ?) - 2. Kommissariatsgericht Schönau (1754) - 3. RKG 1754 - 1760 (1373 - 1757)
Beweismittel: Urteil der 1. Instanz 1754 (Q 4). 16 Schriftstücke zum Nachweis der Rechtmäßigkeit des Kommissariatsgerichts (Kammergerichts) Schönau als 2. Instanz 1373 - 1754, darin erwähnt u. a. Goddart Herr zur Heyden, Krafft von Myllendonk, Dietrich von Myllendonk und Schönau; RKG - Urteil aus dem Streit zwischen Isaac Lambert de Blanche und Amandus von Myllendonk etc. (Q 8 - 13 und Q 17 - 22).
Beschreibung: 3,5 cm, 119 Bl., lose; Q 1 - 24.




1577 - 1593 (1574 - 1592)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Wiedereinsatzung in eine Pfründe aufgrund eines vom Apostolischen subdelegierten Kommissar Petrus Mosanus gefällten Urteils. Emporius soll den Dechanten und das Kapitel von St. Cosmas und Damian schwer beleidigt haben, worauf diese beim Offizial in Köln klagten und Emporius verurteilt wurde. Durch die Äbtissin Elisabeth wurde er darauf der „Caplaney honoris“, die ihm die Äbtissin Irmgard (von Diepholz) 1562 verliehen hatte, entsetzt, und die Pfründe wurde an andere ausgegeben. Emporius wandte sich zunächst mit seiner Forderung auf Wiedereinsetzung an den Dekan von Osnabrück, der die Sache jedoch als erledigt an den Richter der 1. Instanz remittierte. Der darauf von Emporius angerufene Abt von Werden, der Apostolische Delegierte Heinrich (Duden), bestimmte den früheren Dechanten von St. Lambertus in Düsseldorf, Petrus Mosanus, als subdelegierten Kommissar, der für Emporius entschied. Auf Antrag des Dechants und der Kanoniker von Essen kassierte der Offizial in Köln diese Entscheidung. Gegenseitig werden die Zuständigkeiten der angerufenen Instanzen und die Rechtskraft der getroffenen Entscheidungen bestritten. Mit der Exekution der von Mosanus getroffenen Entscheidung wurde 1581 durch ein Exekutorialmandat der Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg beauftragt.

Aktenzeichen : E 373/1297

Enthaeltvermerke : Kläger: Gerardus Emporius, Pastor und Kanoniker in Essen
Beklagter: Äbtissin des freien weltlichen Stifts Essen, zunächst Elisabeth geborene Gräfin von Manderscheid und Blankenheim, dann Elisabeth von Sayn; Dechant und Kanoniker der Kollegiatkirche St. Cosmas und Damian in Essen
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Michael Vaius 1576
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Philipp Seiblin [1575] 1577 - Dr. Johann Kohaer 1577 - Dr. Johann Kronenberg (= Gronberg) 1577 - Dr. Stephan Neudorff 1577 - Dr. Laurentius Vomelius [1579] 1581
Prozeßart: Mandatsprozeß; 1581: Mandati executorialis
Instanzen: 1. Offizial Köln - 2. Petrus Mosanus, der frühere Dechant von St. Lambertus in Düsseldorf, als subdelegierter Kommissar des Apostolischen Delegierten Heinrich (Duden), Abtes von Werden, 1574 - 3. RKG 1577 - 1593 (1574 - 1592)
Beweismittel: Bd. I: Siegel von St. Cosmas und Damian, Essen (an Q 2). Vorakten vor Petrus Mosanus 1574 (Q 15). Urteil des Kölner Offizials Johannes Kempis 1577 (Q 17). Mandatum executoriale für den Herzog Wilhelm 1581 (Q 19). Einsetzung des Petrus Mosanus als subdelegierter Kommissar durch den Apostolischen Delegierten, den Abt Heinrich von Werden, 1577 (Q 26). Großformatiges Notariatsinstrument auf Pergament mit Abschrift mehrerer im Prozeß wichtiger Schriftstücke (303).
Beschreibung: 2 Bde., 12,5 cm, 552 Bl.; Bd. I: 8,5 cm, 303 Bl., lose; Q 1 - 39 außer 23; Bd. II (Q 23, Vorakten vor Petrus Mosanus 1574). Große Teile des Prozesses latein.




1555 - 1562 (1376 - 1562)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Appellation wegen Verurteilung durch ein nicht zuständiges Gericht. Die Appellanten geben unter Berufung auf die Goldene Bulle und die Reichsordnung von 1540 an, als kurkölnische Untertanen nicht vor ein fremdes Gericht gezogen werden zu können. Dennoch hätten die Appellaten in Rottweil gegen eine 1553 von den Appellanten ausgesprochene und durchgeführte Pfändung von Vieh, Bett, Wäsche und Kleidung auf Restitution geklagt. Die Endenicher baten den Erzbischof von Köln um Hilfe, auf dessen Intervention hin das Verfahren in Rottweil aufgrund der Kölner Privilegien zunächst eingestellt, jedoch später auf Elisabeths Betreiben wieder aufgenommen wurde. Die Endenicher, die sich auf die versprochene Kölner Hilfe verlassen hatten, wurden verurteilt. Entwickelt hatte sich der Streit wegen eines unehelichen Kindes, das der Appellat mit der Magd des Wirts Hermann zu Poppelsdorf gezeugt hatte. Nach der Geburt hatte die Magd das Kind taufen lassen und es dem Vater übergeben. Elisabeth und Heinrich behielten es zunächst, brachten es aber nach wenigen Wochen zur Mutter zurück, die daraufhin bei Schultheiß und Schöffen von Endenich auf 10 Taler jährlich als Unterhalt für das Kind klagte und diese auch zugesprochen erhielt. Die unterlegene Elisabeth und ihr Sohn Heinrich wandten sich nun mit der Begründung, die Sache gehöre nicht vor ein weltliches Gericht, an den Offizial in Köln und erwirkten die Rücknahme des Urteils. Nach erneuter Darstellung durch die Endenicher remittierte der Offizial die Sache jedoch, worauf die Pfändung vorgenommen wurde.

Aktenzeichen : E 379a/1321

Enthaeltvermerke : Kläger: Schultheiß, Schöffen und die ganze Gemeinde Endenich (Erzstift Köln, Amt Bonn; Stadt Bonn), (Bekl.)
Beklagter: Elisabeth (Elsa) von Poppelsdorf, Witwe des Heinrich Hufschmidt, und ihr Sohn Heinrich, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Michael Kaden 1555 - Dr. Melchior Schwartzenberger 1555 - Dr. David Capito 1555
Prokuratoren (Bekl.): Dr. David Capito 1555 - Dr. Michael Volland 1555 - Lic. Philipp Seiblin 1555
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Hofgericht Rottweil 1554 - 2. RKG 1555 - 1562 (1376 - 1562)
Beweismittel: Vorakten (Q 7), darin: Privilegien König Wenzels für Köln 1376 (26 - 28; REK VIII 1462) und König Sigismunds 1434 (28 - 30; RI XI 10365). Auszug aus dem Rottweilischen Privileg Maximilians I. über die Kurfürstenfreiheiten mit falscher Datierung: Augsburg 17. Juni 1426 (statt 1496?) (Q 13). Rechtsgutachten für die Appellatin von Johann Michael Cronenburg 1560 (58 - 72).
Beschreibung: 3 cm, 75 Bl., gebunden; Q 1 - 15, 1 Beilage (zwischen Q 13 und Q 14).




1589 - 1613 (1589 - 1613)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Nachlaß des Johann Iven von Zehendorf. Der Appellat wurde 1611 absolviert.

Aktenzeichen : E 382/1347

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann vom Engel und Konsorten
Beklagter: Adam von Broich für sich und als Vormund der Töchter (Anna, Magdalena und Catharina) seines Bruders Werner, Niederaussem
Prokuratoren (Kl.): (Lic. Johann von) Vianden (1589) - (Lic. Christoph) Rieker (1605)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Sigismund Haffner 1605
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. (möglicherweise weitere Vorinstanz) Hofgericht Düsseldorf - 2. RKG 1589 - 1613 (1589 - 1613)
Beschreibung: 16 Bl., lose; Q 1 - 8, 3 Beilagen; Protokoll und Q 8 stark beschädigt.




1670 - 1672 (1648 - 1674)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Appellation gegen die Entscheidung der Vorinstanz, als Pächter des Grafen Wilhelm Wirich zu Falkenstein, Herrn zu Broich, für dessen Schulden eintreten zu müssen. Die Appellanten hatten 1657 mit dem Grafen einen Admodiationskontrakt (Pachtvertrag) geschlossen. Für die 20jährige Nutzung des Hauses Bürgel mit allem Zubehör und Rechten sowie einer Weingerechtigkeit zu Königswinter verpflichteten sie sich, Schulden des Grafen in Höhe von 14000 Rtlr. plus Zinsen innerhalb von drei Jahren zu begleichen und dem Grafen zusätzlich jährlich 550 Rtlr. zu zahlen. Als Krey seine auf einer Schuldverschreibung aus dem Jahre 1648 beruhende Forderung von über 1000 Rtlr. (einschl. Zinsen) 1667 einklagte, gaben Stock und Engelbert an, dem Grafen schon den gesamten Betrag bis zum Ende des Pachtvertrages als Vorschuß gegeben zu haben. Die Hofkanzlei in Düsseldorfverurteilt sie dennoch zur Befriedigung der Forderungen des Krey, aber das RKG hob das Urteil 1673 im Sinne der Appellanten auf.

Aktenzeichen : E 390/1361

Enthaeltvermerke : Kläger: Peter Engelbert, Bürgel (Hzm. Berg, Amt Mettmann), und Heinrich Stock, Kellner zu Bürgel, (Bekl.)
Beklagter: Abraham Krey (Cray, Kray), Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Marx Giesenbier 1670 - Subst.: Dr. M. W. von Gülchen
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Philipp Nidderer 1670 - Subst.: Dr. Henrich Wilhelm Erhardt
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Herzog von Jülich-Berg 1667 - 2. Hofkanzlei Düsseldorf 1667 - 3. RKG 1670 - 1672 (1648 - 1674)
Beweismittel: Urteil 1. Instanz 1667 (Q 5). Vorakten (Q 8), darin: Schuldverschreibung des Grafen zu Falkenstein (24 - 26). Schlußrechnung zwischen den gräflichen Kommissaren und Peter Engelbert 1668 (Q 15). Quittung des Grafen von Falkenstein über 3000 Rtlr., die er von Heinrich Stock, seinem Kellner zu Bürgel, erhalten hatte, 1668 (Q 16). Admodiationskontrakt (Pachtvertrag) zwischen Wilhelm Wirich Graf zu Falkenstein und den Appellanten 1657 (Q 20) und Konsens des Erzbischofs von Köln als Lehensherr 1655 (Q 21). Rechnungen und Quittungen der Appellanten (Aufwendungen für den Grafen) 1658 - 1667 (Q 22 - 25).
Beschreibung: 4 cm, 173 Bl., gebunden; Q 1 - 26, 3 Beilagen 1673/74.




1713 - 1723 (1655 - 1724)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf ein Gut in Pempelfort (Stadt Düsseldorf). Das Ehepaar Heinrich Momm und Anna Arenden war dem Schwiegervater des Appellanten, dem fürstl. pfalz-neuburgischen Hofkammerrat und Sekretär Dietrich Quiex, aufgrund einer Obligation vom 1. Aug. 1655 700 Rtlr. schuldig. Die Erben der Schuldner verkauften ihm dann am 29. Aug. 1671 das umstrittene Gut in Pempelfort. Die Erbgenahmen Brack leiten ihre Ansprüche daraus ab, daß die Witwe Anna Arenden am 26. Sept. 1667 dem Johann Baptist zum Bach gen. Coesfeld, kaiserlicher Postmeister von Köln, für 2000 Rtlr. eine Rente von 100 Rtlr. verkauft und dafür ihre Güter zu Honnef wie auch alle übrigen Mommschen Güter zum Pfand eingesetzt habe. Diese Rentverschreibung habe zum Bach am 20. Nov. 1675 an die Witwe Brack, damalige Kammerfrau der Herzogin, übertragen. Als die Rente den Gebrüdern Brack nicht gezahlt wurde, beanspruchten sie neben den Gütern zu Honnef auch das Gut in Pempelfort und ein Gut zu Rödingen (Hzm. Jülich, Amt Kaster; Kr. Jülich). Die Appellaten behaupten, Quiex habe gewußt, daß das Gut mitverschrieben war, und dennoch gekauft. Außerdem sei die Sache wegen des Kaufpreises von 550 Rtlr. nicht appellabel.

Aktenzeichen : E 391/1362

Enthaeltvermerke : Kläger: Matthias Engelberts, kurfürstl. pfälzischer Hofkammerrat, Düsseldorf, (Bekl.: Dietrich Quiex)
Beklagter: Erbgenahmen Brack, Düsseldorf, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen 1713 - Subst.: Lic. (Johann Justus) Faber
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Ludwig Ziegler 1713 - Subst.: Dr. Johann Meyer - Dr. Johann Meyer 1715 - Subst.: Dr. Johann Heinrich Dietz - Lic. Johann Christian Wigand 1723 - Subst.: Lic. Konrad Helffrich
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1679 - 2. RKG 1713 - 1723 (1655 - 1724)
Beweismittel: Bd. I: Obligation des Heinrich Momm und der Anna Arenden über 700 Rtlr. von Dietrich Quiex 1. Aug. 1655 (Q 6). Rationes decidendi (57 - 117). Auszug aus einem Protokoll des Gerichtsschreibers zu Honnef, daß die Witwe Brack für 5% = 100 Rtlr. jährlich 2000 Rtlr. von Johann Baptist zum Bach erhalten und dafür ihre Güter zu Honnef, wie alle übrigen zum Pfand gegeben hat, 26. Sept. 1667 (Q 25). Attest, daß im Hebbuch zum Jahr 1607 unter dem damaligen Düsseldorfer Bürgermeister Sebastian Deusberg das Gut zu Pempelfort im Besitz der Familie Momm war (Q 36 und 38). Bd. II: Rentverschreibung der Anna Arenden, verwitwete Momm, 26. Sept. 1667 mit Übertragung an die Witwe Brack durch J. B. zum Bach 20. Nov. 1675.
Beschreibung: 3 Bde., 22 cm, 1417 Bl.; Bd. I: 6 cm, 219 Bl., lose; Q 1 - 38 außer 15 und 16, Q 19 fehlt, 5 Beilagen; Bd. II: 10 cm, erst 23 nicht paginierte Bl., dann 773 Bl., gebunden; Q 15 (Vorakten); Bd. III: 6 cm, 402 Bl., gebunden; Q 16 (Vorakten).




1722 (1661 - 1722)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Abbruch eines Hausanbaus, weil dadurch das „ius luminis“ und das Traufrecht (stilicidium) beeinträchtigt wurden. 1659 hatte Godfrid von Neuss den Johann Engelbert vor das Stadtgericht Düsseldorf gezogen, weil ihm durch dessen Anbau zwei Fenster zugebaut worden waren. Das Stadtgericht sprach Engelbert frei. Nach einem Urteil des Hofgerichts Düsseldorf aus dem Jahre 1666 geschah auch unter den Erben zunächst nichts, bis 1721 Dr. Gysen erneut den Abbruch des 1694 an einen Andreas Engelhard verkauften Neubaus forderte.

Aktenzeichen : E 392/1364

Enthaeltvermerke : Kläger: N. Engelbert, Düsseldorf, und N. Nuppenius, Eschweiler, im Namen seiner Frau, als Erben des Johann Engelbert, Düsseldorf, (Bekl.)
Beklagter: Dr. Gysen, Düsseldorf, als Erbe des Godfrid von Neuss, Düsseldorf, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Steinhausen (1722)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Stadtgericht Düsseldorf (1659) - 2. Hofgericht Düsseldorf (1661) - 3. RKG 1722 (1661 - 1722)
Beweismittel: Urteil der 1. Instanz 15. Dez. 1661 (24).
Beschreibung: 1 cm, 25 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 7 Aktenstücke.




1734 - 1766 (1703 - 1751) - 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Einlösung eines von der Großmutter der Beklagten 1703 ausgestellten Wechsels. Der von Maria Gertrud Gräfin von Berlepsch, Freifrau zu Myllendonk, ausgestellte, über 1476 Frankfurter Münze lautende und auf die Bankiers de Neufville zu Frankfurt a. M. gerichtete Wechsel wurde nicht akzeptiert. Nach langem, kriegsbedingten Auslandsaufenthalt erhielt Engelbrecht von seiner Schuldnerin, die inzwischen gefürstete Äbtissin des kaiserlich-freiweltlichen (englisch-weltlichen) Stifts zu Prag war, eine neue Obligation über 923 Rtlr. 24 Kreutzer (1719), jedoch bis zu ihrem Tode (1723) kein Geld. Gertruds Enkel Philipp Anton, Vetter und Ehemann der Beklagten, erkannte die Schuld zwar an, zahlte jedoch bis zu seinem Tode (1732) nicht. Caroline versprach 1733 zu zahlen, ihr zweiter Mann, der Präsident des Reichshofrates, Graf Heinrich Karl von Ostein, leitete aber wegen der großen Schulden ein Konkursverfahren ein, auf dessen Ausgang Engelbrecht in einem RKG - Urteil 1736 verwiesen wurde. Dieser zweifelte die Zahlungsunfähigkeit der Beklagten an, da ihre Großmutter, die Originalschuldnerin, als Großhofmeisterin der Maria Anna, Tochter des Philipp Wilhelm, Kurfürsten zur Pfalz, und Braut des spanischen Königs Karl II., in Spanien unermeßliche Reichtümer erworben habe. Als dem Kläger nach mehreren Zwischenurteilen das Geld zugesprochen wurde, ging der Erzbischofvon Mainz als Onkel und Vormund der beiden Söhne der inzwischen verstorbenen Beklagten in die Revision.

Aktenzeichen : E 398/1374

Enthaeltvermerke : Kläger: Henrich Philipp Engelbrecht, Kassel, fürstl. hessischer Capitain der königlichen Majestät in Schweden, nach seinem Tod (1751) seine Tochter Maria Catharina
Beklagter: Gräfin Caroline von Ostein, geb. und verw. von Berlepsch, Frau des Reichshofratspräsidenten Graf Heinrich Karl von Ostein, ab 1744 Johann Friedrich Carl, Erzbischof von Mainz, als Onkel und Vormund der beiden Söhne Carolines
Prokuratoren (Kl.): Lic. Wilhelm Ludwig Ziegler 1733 - Subst.: Lic. W(ilhelm) M(aximilian) Brack
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Philipp Ludwig Meckel [1733] (1735) - Lic. Christian Philipp Lang 1744 - Subst.: Lic. Johann Wilhelm Weylach - Notar Nicolaus Colbré 1750 - Subst.: Notar Johann Georg Zuditsch
Prozeßart: Citatio ad videndum condici pecuniam constitutam cum usuris et expensis et se ad solvendum condemnari
Instanzen: 1. RKG 1734 - 1766 (1703 - 1751) - 2. Erzbischof von Mainz als Revisionsinstanz (ab 1750)
Beweismittel: Wechsel über 1476 Gulden der Maria Gertrud Gräfin zu Berlepsch, Freifrau zu Myllendonk, von 1703 (Q 4 Lit. A). Obligation der Maria Gertrud, gefürstete Äbtissin des englischen weltlichen Stifts zu Prag, über 923 Rtlr. 24 Kreutzer 5. Mai 1719 (Q 4 Lit. C). 2 Briefe des Philipp Anton und 3 Briefe der Caroline von Berlepsch an den Kläger (Q 4 Lit. 1 - 5). RKG - Urteil 1. Feb. 1736 (Q 8). Stammtafel von Berlepsch (Q 10). Testament des Philipp Anton von Berlepsch 29. Jan. 1732 (Q 11). Zessionsvertrag der Maria Gertrud von Berlepsch mit ihren Söhnen Sittig Herbold und Peter Philipp 1707 (Q 15, 18, 32). Immissionsbrief der Vormünder der Kinder des Sittig Herbold von Berlepsch und seiner Frau Maximiliana von Stadion in Haus und Herrschaft Myllendonk durch Vogt und Schöffen von Myllendonk 1724 (Q 19). 5 Schriftstücke, die Verwaltung von Myllendonk durch Berlepsche Vormünder betreffend (Q 20 - 24). Auszug aus dem „Abfertigungsinstrument“ der Maria Gertrud von Berlepsch für ihren Sohn Sittig Herbold 1707 (Q 25). Auszug aus dem Testament des Sittig Herbold von Berlepsch 1716 (Q 26). Genealogische Schemata von Berlepsch mit Erläuterungen (Q 27, doppelt). Aufstellung, was die Appellaten nach RKG - Urteil vom 14. Feb. 1744 an Engelbrecht zu zahlen hatten (Q 28, 37).
Beschreibung: 9 cm, 356 Bl., lose; Q 1 - 54, Q 27 doppelt, 50a, b, 5 Beilagen.



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