Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.4. Reichsbehörden
1.4.1. Reichskammergericht
Reichskammergericht AA 0627
115.05.04 Reichskammergericht, Teil IV, H

Gesamtanzahl der Verzeichnungseinheiten:  706

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-200 201-300 301-400 401-500 501-600 601-700 


1693 - 1721 (1662 - 1722)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die Leibzucht an einem Haus mit Hof und Scheuer samt 34 Morgen steuerfreiem Allodialland unter Berufung auf Kapitel 74 und 82 derjül.-berg. Landordnung. Der Ehemann der Appellantin hatte aus erster Ehe mit Johanna von Werth (Wirth) u. a. einen Sohn Wilhelm Engelbert, der selbst aus erster Ehe mit Sibylla Lambertz einen Sohn Johann Jakob hatte. Nach dem Tode des Wilhelm Engelbert und des Johann Jakob wies Martha Haene die Ansprüche der Lambertina Christina, Tochter des Wilhelm Engelbert aus zweiter Ehe mit Johanna Catharina Graffen, ab, da aufgrund des jül.-berg. Landrechts Johann von Vierschen als Großvater von seinem Enkel Johann Jakob unter Ausschluß der Halbschwestern des Enkels geerbt habe.

Aktenzeichen : H 5/12

Enthaeltvermerke : Kläger: Martha Haane (Haene), Witwe des Johann von Vierschen, Floßdorf (Flostorf, Hzm. Jülich, Oberamt Jülich, Kr. Jülich), (Bekl.), später Jakob von der Linden im Namen seiner Frau Maria Jansen, Tochter der Martha Haene, als arme Partei
Beklagter: Wilhelm Spickernagel, kurfürstl. Kellner zu Jülich, im Namen seiner Frau Lambertina Christina von Vierschen (Viersen), (Kl.), später verwitwete Schnabelius
Prokuratoren (Kl.): Dr. Georg Friedrich Mueg 1693 - Subst.: Dr. Johann Paul Fuchs - Dr. Ludwig Ernst Hert 1716 - Subst.: Dr. Johann Heinrich Dietz
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen (1693) 1694 - Subst.: Dr. Krebs - Subst.: Lic. Franz Peter Jung 1700 - Subst.: Dr. Sachs 1718
Prozeßart: Appellationis et mandati attentatorum sine clausula
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1682 - 2. RKG 1693 - 1721 (1662 - 1722)
Beweismittel: Urteil der 1. Instanz 1693 (in Q 22). Stammtafel (108 und 115 in Q 27). Armutszeugnis der Schöffen des Untergerichts Kleingladbach (Hzm. Jülich, Amt Wassenberg; Kr. Erkelenz) für Sophia Jansen 1716 (Q 30). Ertragsrechnung des umstrittenen Guts 1721 (Q 43). Heiratsberedung zwischen Wilhelm Engelbrecht von Vierschen und Johanna Catharina Graffen 1662 (442 - 445). Forderungen der Appellantin (449 - 452).
Beschreibung: 10 cm, 481 Bl., lose; Q 1 - 43, Q 16 fehlt, statt dessen Q 18 zweimal vergeben, 17 Beilagen.




1671 - 1677 (1650 - 1677)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um die angebliche Vormundschaft des Appellanten über die Frau des Appellaten. Das Ehepaar Heinrich Weyen und Maria Portmans hinterließ drei minderjährige Töchter Christine, Catharina und Anna. Heistermann forderte vor dem Stadtgericht Ratingen Inventar und Rechnungslegung des Nachlasses der Eltern seiner Frau. Haenen bestreitet, jemals Vormund der Geschwister gewesen zu sein, vielmehr habe ihr Onkel Wilhelm Cörnen dieses Amt übernommen.

Aktenzeichen : H 7/27

Enthaeltvermerke : Kläger: Adam Haenen (Haen), Bürgermeister der Stadt Ratingen, (Bekl.)
Beklagter: Hermann Heistermann im Namen seiner Frau Anna Weyen, Ratingen, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Franz Eberhard Albrecht 1671 - Subst.: Dr. Johann Niklas Höen - Subst.: Dr. Johann Heinrich Seiblin - Dr. Johann Heinrich Seiblin 1677 - Subst.: Dr. Franz Philipp Hoegelen
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Leonhard Schommartz 1671 - Subst.: Lic. Johann Eichrodt
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Stadtgericht Ratingen 1650 - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1656 - 3. RKG 1671 - 1677 (1650 - 1677)
Beweismittel: Bd. I: Urteil 1. und 2. Instanz 1656 und 1670 (Q 4, 5). Bd. II: Verzeichnis von Pensionen der Junker Eller zu Oefte 1631 - 1634 (15 - 25). Vormundschaftsrechnung des Adam Haenen (25 - 33). Verzeichnis des Erbes der Anna Weyen (54). Gasthausrechnungen zum Jahre 1611 in Düsseldorf (250 - 256) und zahlreiche Rechnungen, die Gegend zwischen Ratingen und Düsseldorf betreffend (Lintorf, Derendorf, Flingern). Inventar des Nachlasses des Heinrich Weyen und der Johanna Portmans (317 - 332) und ein Verzeichnis über Dokumente (333 - 346).
Beschreibung: 2 Bde., 9 cm, 391 Bl.; Bd. I: 39 Bl., lose; Q 1 - 20 außer 8; Bd. II: 352 Bl., gebunden; Q 8 (Vorakten).




1555 - 1556 (1555 - 1557)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Besitzstreit. Mehr nicht ersichtlich.

Aktenzeichen : H 8/31

Enthaeltvermerke : Kläger: Peter Hane, Sittard, (Kl.)
Beklagter: Johann Hase, Sittard, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Julius Mart 1555
Prokuratoren (Bekl.): (Lic. Amandus) Wolff (1555)
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Vogt und Schöffen der Stadt Sittard - 2. Jül.-berg. Räte - 3. RKG 1555 - 1556 (1555 - 1557)
Beschreibung: 7 Bl., lose; Q 1 - 4, Q 3 und 4 fehlen, 1 Beilage.




1671 - 1673 (1635 - 1672)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf mehr als 30 Morgen Land nebst Busch und Wiese zu Dürscheid (Rheinisch-Bergischer Kr.), Kirchspiel Lützenkirchen im bergischen Amt Miselohe. Der Schwiegervater der Appellatin soll den Appellanten bei ihrer Hochzeit 600 Rtlr. vorgestreckt haben. Der Appellant bestreitet die Rechtmäßigkeit des 1635 gefällten erstinstanzlichen Urteils, da die Sache bereits 1634 pfalz - neuburgischen Kommissaren übergeben worden sei. Die Appellaten berufen sich auf einen angeblich 1629 geschlossenen Vergleich, der jedoch nicht vorgelegt wird.

Aktenzeichen : H 13/49

Enthaeltvermerke : Kläger: Andreas von Haaren (pauper), im Namen seiner Frau Irmgard Thienes, Dürscheid, (Bekl.)
Beklagter: Anna Ewaldts, Witwe des Johann Peters, Steinbüchel (Hzm. Berg, Amt Miselohe; Leverkusen), (Kl.: Johann Hoffackers als Vormund der Erben des Körstgens Frol zu Bruchhausen)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Philipp Nidderer 1671 - Subst.: Dr. Friedrich Plönnies
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Leonhard Schommartz 1671 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Gericht Lützenkirchen (ca. 1632) - 2. Pfalz-neuburgische Kommissare 1634 - 3. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1637 - 4. RKG 1671 - 1673 (1635 - 1672)
Beweismittel: Urteil des Gerichts Lützenkirchen 1635 und mehrere Zwischenurteile der Vorinstanzen (Q 5). Zeugenverhör 1659 (22 - 40 in Q 8). Taxierung des umstrittenen Gutes (138 - 140 in Q 8).
Beschreibung: 5 cm, 237 Bl., lose; Q 1 - 14.




1555 - 1559 (1497 - 1559)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Brunhof zu Ödingen (Odinckhoven, Oedekoven, Erzstift Köln, Oberamt Bonn; Kr. Ahrweiler) nach dem Tod des Klosterfräuleins Adelheid von Blitterswyck, Tochter des Jöris (Georg) von Blitterswyck und der Agnes von Mauenheim. Die Appellanten sehen die Leibzucht mit Adelheits Tod als beendet an und betrachten sich als die rechtmäßigen Erben.

Aktenzeichen : H 15/52

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Degenhard Hase, Amtmann zu Linn, und Konsorten, (Kl.)
Beklagter: Priorin und Konvent des Klosters der Weißfrauen in Köln, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Michael Kaden 1555 - Dr. Anastasius Greineisen 1555 - Dr. Alexander Refstock 1555 - Lic. Amandus Wolff 1555
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Alexander Rebstock 1555 - Lic. Philipp Seiblin 1555 - Lic. Mauritius Breunlin 1555
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Hobsgericht zu Oedingen (Oedekoven, Kr. Ahrweiler) - 2. Dr. Johann Anholt als Kommissar der Äbtissin Margaretha de Estourmel (Stromel, Stumeln) des weltlichen Stifts St. Gertrud zu Nivelles (Nyvel) 1552 - 3. RKG 1555 - 1559 (1497 - 1559)
Beweismittel: Vertrag der Adelheit mit der Priorin und dem Konvent ihres Klosters 1497 (Q 12).
Beschreibung: 5 cm, 203 Bl., lose; Q 1 - 15 außer 4*. Lit.: Wilhelm von Mirbach, Die Jülich’sche Unterherrschaft Binsfeld, in: ZAGV 2 (1880) S. 137ff.




1616 - 1629 (1615 - 1627)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Nachlaß des Werner Haas, bestehend aus einem Haus in Düren in der Kölner Straße und zahlreichen Grundstücken in und um Düren. Der Appellant ist ein Sohn des Werner Haas und der Catharina Trostorfs, die nach dem Tode ihres ersten Mannes, während ihr Sohn noch minderjährig war, den Appellaten heiratete. Nach ihrem Tod kam es zum Streit um die Güter, da Palmatius Haas behauptete, er sei der Erbe seines Vaters, seine Mutter sei lediglich Leibzüchterin gewesen; sein Stiefvater habe deshalb keine Ansprüche.

Aktenzeichen : H 18/64

Enthaeltvermerke : Kläger: Palmatius Haas, Kaufmann, Köln und Düren, (Kl.)
Beklagter: Bartholomäus Harper, Düren (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Konrad Lasser 1616 - Dr. Konrad Esch 1625 - Lic. Arnold Nagel 1627
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Wilhelm Fabritius 1616
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Düren 1615 - 2. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1615 - 3. RKG 1616 - 1629 (1615 - 1627)
Beschreibung: 2 Bde., 15 cm, 578 Bl.; Bd. I.: 122 Bl., lose; Q 1 - 18 außer 7*; Bd. II: 456 Bl., gebunden; Q 7* (Vorakten).




1672 - 1683 (1661 - 1683)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Einhaltung eines den Nachlaß des pfalz- neuburgischen Geheimen Rats und jül.-berg. Vizekanzlers Dietrich von Althoven, des Vaters der Ehefrau des Appellanten bzw. des Appellaten, betreffenden Vergleichs von 1669. Der Appellant argumentiert, er müsse sich an der jül.- berg. Hofkanzlei nicht einlassen, da noch zwei Verfahren beim Magistrat und beim Hohen Weltlichen Gericht in Köln anhängig seien. Das RKG erkannte am 30. Okt. 1682 das Testament des Johann Peter von Althoven und damit dessen Witwe Catharina Clara Sophia von Cronenberg, als Erbin an und entschied im übrigen, daß der Streitfall nicht an das RKG erwachsen sei.

Aktenzeichen : H 21/68

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Ignatius Franciscus de Haase im Namen seiner Frau Maria Catharina von Althoven, Köln (Bekl.)
Beklagter: Johann Peter von Althoven zu Obbendorf, Köln, (Kl.), dann dessen Witwe Catharina Clara Sophia von Cronenberg; als Intervenienten Bürgermeister und Rat der Stadt Köln
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Heinrich Seiblin 1672 - Subst.: Lic. Stefan Finck
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Konrad Albrecht [1671] 1672 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht - Subst.: Lic. Bernhard Henningh 1674 - Lic. Bernhard Henningh [1672] 1676 - Subst.: Lic. Johann Eichrodt
Prozeßart: Secundae appellationis; später: Mandati de non gravando contra appellationem et propria decreta uti et de relaxando arresto sine clausula
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat Düsseldorf 1669 - 2. RKG 1672 - 1683 (1661 - 1683)
Beweismittel: Bd. I: RKG-Urteil vom 30. Okt. 1682 (16/17). Vergleiche von 1661 und 1669 (Q 5 und 6). Urkunde Über Besitzergreifung des Hauses Obbendorf durch den Appellanten 1672 (Q 7). Zeugenaussagen (Q 12, 20, 106 - 110). Beleg über den Verbleib der Q 33 - 35 (103). Testament des Johann Peter von Althoven 1674 (Q 94). Urteil des Bürgermeisters und Rats der Stadt Köln in Sachen Clara Sophia Catharina von Cronenberg, Witwe des Johann Peter von Althoven (Althoff) ./. Ignatius Franciscus de Haase 1674 (Q 100). Urteil über die Floisdorfer Erbpacht 1675 (117). Bd. II: Zeugenaussagen vor der kaiserlichen Kommission unter Vorsitz des Dr. Thomas Quentel, Kanonikers im Dom, von St. Severin und St. Andreas und Offizial des erzbischöflichen Hofgerichts in Köln (Q 132a).
Beschreibung: 3 Bde., 23 cm, 1293 Bl.; Q 1 - 179 (105a und b, 132a - c) außer 33 - 35 (schon während des Prozesses entnommen), 128 (fehlt) und 134*; Bd. I: Bl. 1 - 282; Q 1 - 131 außer Q 71; Bd. II: Bl. 283 - 446; Q 132 - 179, 2 Beilagen; Bd. III: 847 Bl.; Q 71 (Vorakten). Vgl. RKG 1344 (D 384/1057), RKG 2210 (H 22/69), RKG 2214 (H 26/74).




1676 - 1688 (1661 - 1683)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die im Herzogtum Jülich gelegenen Erbgüter des Johann Peter von Althoven. Da dieser gestorben sei, ohne ein Testament zu hinterlassen, sei seine Schwester, die Ehefrau des Appellanten, und nicht seine Ehefrau erbberechtigt. Umstritten ist auch die Höhe der donatio propter nuptias der Catharina Clara Sophia von Cronenberg sowie die Haftung für Schulden, die sie während der Ehe mit Johann Peter von Althoven gemacht hatte. Das RKG bestätigte am 2. November das Urteil der Vorinstanz.

Aktenzeichen : H 22/69

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Ignatius Franciscus de Haase im Namen seiner Frau Maria Catharina von Althoven, Köln, (Bekl.)
Beklagter: Catharina Clara Sophia geb. von Cronenberg, verwitwete von Althoven, in zweiter Ehe verheiratet mit Johann Wimmar von Diepenthal zu Stammheim, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Heinrich Seiblin 1676
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Konrad Albrecht [1674] 1676 - Subst.: Lic. Bernhard Henningh
Prozeßart: Tertiae appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat Düsseldorf 1674 - 2. RKG 1676 - 1688 (1661 - 1683)
Beweismittel: Bd. I: Besitzergreifungspatent des Appellanten über die Erbgüter des Johann Peter von Althoven im Herzogtum Jülich 1674 (Q 6). Obligationen des Johann Peter von Althoven und seiner Frau über je 1500 Rtlr. vom pfalz- neuburgischen Kammerrat Friedrich Rhoden 1672 (Q 10) und den Gebrüdern Jakob und Heinrich de Groote 1669 und über weitere 500 Rtlr. 1675 (Q 11). Bd. II: Eheberedung des Johann Peter von Althoven und der Clara Sophia Catharina von Cronenberg 1665 (56 - 65). Vergleiche zwischen dem Appellanten und Johann Peter von Althoven 1661 und 1669 (130 - 140). 2 Obligationen für Friedrich Rhoden 1672/73 (363 - 389) und eine für die Gebrüder de Groote 1669/1670 (389 - 395).
Beschreibung: 2 Bde., 11 cm, 1002 Bl.; Bd. I: 70 Bl., lose; Q 1 - 26 außer 17 und 22*; Bd. II: 932 Bl., gebunden; Q 17 (Vorakten). Vgl. RKG 1344 (D 384/1057), RKG 2209 (H 21/68), RKG 2214 (H 26/74).




1684 (1684)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Vollstreckung des 1682 von den Beklagten in Sachen Christopher Schenck von Nideggen zu Hillenrath bzw. Vormünder seiner minderjährigen Kinder und Michael Neiß ./. Ignatius Franciscus de Haase gefällten Urteils über 280 Malter Roggen aus einer Erbpacht des Gutes Betgenhausen (Hzm., Amt und Kr. Jülich).

Aktenzeichen : H 23/71

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Ignatius Franciscus de Haase, Köln
Beklagter: Fürstl. pfalz-neuburgische Kanzler und Räte zu Düsseldorf und Konsorten: der Vogt zu Jülich
Prozeßart: Mandati de exequendo sententiam cum clausula
Instanzen: RKG 1684 (1684)
Beschreibung: 7 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 3 Aktenstücke.




1694 (1684 - 1694)
Permalink der Verzeichnungseinheit

S. o. RKG 2211 (H 23/71). Trotz des RKG-Mandats von 1684 war das Urteil der Beklagten von 1682 noch nicht vollstreckt.

Aktenzeichen : H 24/72

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Ignatius Franciscus de Haase, Köln
Beklagter: Kurpfälz. Kanzler, Hofratspräsident und Räte zu Düsseldorf
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Adam Roleman 1694 - Subst.: Dr. Ludwig Ziegler
Prozeßart: Mandati de exequendo propriam sententiam in rem judicatam lapsam et mandata executiva sine clausula
Instanzen: RKG 1694 (1684 - 1694)
Beweismittel: RKG-Mandat vom 24. Feb. 1684 (9/10).
Beschreibung: 11 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 3 Aktenstücke.




1695 - 1713 (1639 - 1700)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Schuldforderung des Appellaten bzw. Forderung der Immission in das verpfändete Gut. 1671 forderte von Gymnich unter Berufung auf zwei Obligationen von 1640 und 1641, die ihm von einer Elisabeth Beecks zediert worden waren, 1821 Rtlr. vom Appellanten als Besitzer des Hauses Obbendorf (im Gericht Hambach (Kr. Jülich). De Haase gibt an, daß sein Schwiegervater, der pfalz-neuburgische Vizekanzler Dietrich von Althoven, das Haus 1647 von Johann Adam von den Hove für 6300 Rtlr. als unbelastetes Gut gekauft habe. De Haase fordert daher die Verweisung von Gymnichs an den ursprünglichen Schuldner bzw. dessen Erben.

Aktenzeichen : H 25/73

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Ignatius Franciscus de Haase, Köln, (Bekl.); ab 1698 dessen Erben, die Geschwister Hilgers, Köln
Beklagter: Werner von Gymnich zu Vlatten, jül. Stallmeister und Amtmann zu Nideggen, Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Adam Roleman 1695 - Subst.: Lic. Franz Peter Jung
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen 1695 - Subst.: Lic. Johann Heinrich Flender
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen des Gerichts Hambach (Hzm. Jülich, Amt Nörvenich; Kr. Jülich) 1671 - 2. Hauptgericht Jülich 1675 - 3. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1680 - 4. RKG 1695 - 1713 (1639 - 1700)
Beweismittel: Bd. I: Urteil des jül.-berg. Hofgerichts 1695 (Q 3). Zession von 2 Obligationen über 1821 Rtlr. durch Elisabeth Beecks an den Appellaten 1669 (Q 5). 2 Obligationen des Johann Adam von den Hove von und zu Oberhausen und Obbendorf 1640 und 1641 (Q 6 und 7). Urteile der 1. und 2. Instanz 1675 und 1680 (Q 8 und 9). Protokoll des Gerichts Hambach 1639 (Q 24). Kaufvertrag über Gut Obbendorf 1647 (Q 25). Bestimmungen über die Entrichtung des Geldes für Gut Obbendorf 1647 (Q 26). Quittung 1647 (Q 27). Bd. II enthält ebenfalls alle wichtigen Beweismittel. Dazu: Zinsberechnungen 1671 - 1694 (475 - 482). Lose am Ende: versiegelte Rationes decidendi (632).
Beschreibung: 2 Bde., 14 cm, 733 Bl.; Bd. I: 101 Bl., lose; Q 1 - 36 außer 14*; Bd. II: 632 Bl., gebunden; Q 14* (Vorakten).




1695 - 1697 (1665 - 1697)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf 9199 Rtlr., 36 Albus Schulden der Ehefrau des Appellaten, Clara Sophia Catharina von Cronenberg, aus deren erster Ehe mit Johann Peter von Althoven, die sich aus mehreren Teilbeträgen zusammensetzen, u. a. 4000 Rtlr. donatio propter nuptias für die Ehefrau des Appellanten und die Hälfte des de Grooteschen Kredits.

Aktenzeichen : H 26/74

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Ignatius Franciscus de Haase von und zu Obbendorf für sich und im Namen seiner Frau Maria Catharina von Althoven, Köln, (Bekl.)
Beklagter: Johann Wimmar von Diepenthal zu Stammheim (Hzm. Berg, Amt Porz; Köln), Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Adam Roleman 1695 - Subst.: Dr. Krebs
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen (1696)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat Düsseldorf 1687 - 2. RKG 1695 - 1697 (1665 - 1697)
Beweismittel: Bd. I: Urteil der Vorinstanz 1693 (16/17). Spezifikation der Ansprüche (37/38). Gegenrechnung über 27078 Rtlr. (80/81). Bd. II: Eheberedung des Johann Peter von Althoven und der Catharina Clara Sophia von Cronenberg 1665 (208 - 216). Inventar der beweglichen Güter des Johann Peter von Althoven 1674 (261 - 267). Detaillierte Forderungen des de Haase mit zahlreichen Beilagen (273ff.). RKG-Urteil in Sachen Ignatius Franciscus de Haase ./. Johann Peter von Althovens Witwe, jetzt Ehefrau des Johann Wimmar von Diepenthal (RKG 2210 (H 22/69)), 1682 (310) sowie verschiedene Urteile aus Düsseldorf und weitere Rechnungen, Auszüge aus Obligationen, Testamenten etc.
Beschreibung: 2 Bde., 10 cm, 452 Bl.; Bd. I: 92 Bl.; Protokoll ohne Eintrag, 34 Aktenstücke; Bd. II: 360 Bl.; überwiegend Vorakten. Vgl. RKG 1330 (D 324/1057), RKG 2209 (H 21/68), RKG 2210 (H 22/69).




1735 - 1737 (1734 - 1737)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Unterlassung einer neuen Untersuchung einer bereits von den Beklagten entschiedenen und vom RKG bestätigten Sache und auf Vollstreckung des rechtskräftigen Urteils. Zugrunde lag eine Schuldforderung über 2649 Rtlr.

Aktenzeichen : H 27/75

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna Haas, Kaiserswerth (Düsseldorf)
Beklagter: Jül.-berg. Hofräte zu Düsseldorf und Konsorten: Ludwig Rurorth, Düsseldorf
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Jakob Zwirlein 1736 - Subst.: Dr. Georg Samuel Pfeffer
Prozeßart: Mandati de non contraveniendo sententiae in priori instantia latae et ab imperiali camera undique confirmatae ac de non amplius violando arrestum in securitatem debiti iam dudum decretum, nec non restituendo fructus hucusque indebite perceptos reliquaque bona et mobilia contra emanatum decretum praerepta sine clausula
Instanzen: RKG 1735 - 1737 (1734 - 1737)
Beweismittel: RKG-Urteil in Sachen Ludwig Rurorth ./. Anna Haas (Vgl. RKG (R 1140/4441)) 1734 (Q 3). Schuldenberechnung (Q 4).
Beschreibung: 1 cm, 20 Bl., lose; Q 1 - 8. 1140/4441).




1748 - 1805 (1253 - 1784)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Belehnung mit der Hälfte des körnischen (cornischen) Zehnten (Zehnt zu Körne) in Dortmund nach dem Tode des Bruders der Appellantin, Johann Christoph von Klepping gen. Hausmann von Namedy. Die andere Hälfte gehörte einst Segobald Berswordt. Der Zehnt könne als kurkölnisches Krummstabslehen an männliche und weibliche Mitglieder der Familie Klepping, die ihn seit Jahrhunderten halte, ausgegeben werden. Die Lehenkammer in Bonn verweigerte die Belehnung mit der Begründung, der Zehnt sei ein Mannlehen und damit nach dem Tode des Bruders der Appellantin heimgefallen. Das RKG bestätigte am 30. April 1766 das Urteil der Vorinstanz, sprach jedoch am 4. März 1766 dem Appellanten die Halbscheid des Zehnten zu.

Aktenzeichen : H 28/80

Enthaeltvermerke : Kläger: Johanna Margaretha Klepping (Klipping, Kleppinck) gen. Hausmann (Husmann) modo Hase, Soest und Dortmund, später ihr Mann, dann ihr Schwager als Vormund ihrer fünfKinder, (Kl.)
Beklagter: Kamerallehenanwalt zu Bonn, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Franz Wolff 1748 - Subst.: Lic. Simon Heinrich Gondela - Subst.: Lic. Heinrich Joseph Brack 1754 - Subst.: Lic. Johann Werner 1760
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Melchior Deuren [1737] 1748 - Subst.: Lic. Ambros Joseph Stephani - Lic. Franz Christoph Bolles 1751 - Subst.: Lic. Johann Adam Bissing - Dr. Franz Philipp Felix Gress 1764 - Subst.: Dr. Johann Wilhelm Mainone
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurköln. Hofrat zu Bonn 1740 - 2. RKG 1748 - 1805 (1253 - 1784)
Beweismittel: Bd. I: RKG-Urteile 1766 und 1776 (33/34 und 53/54). Bd. II: Lehnsbrief für Georg und Andries Kleppinck 1590 (Q 7). Kaufvertrag über 1/4 des umstrittenen Zehnten 1671 (Q 28). 8 Lehnsbriefe 1483 - 1615 (Q 29, 29b und in 31). Urkunde des Grafen Wilhelm von Arnsberg über die Erblichkeit von Lehen 1322 (Littera V in Q 31 und Q 98). Landtagsabschied 1656 mit zahlreichen Unterschriften (Littera Aa). Kölnisch-westfälischer Ratsbericht 1656 (Littera Cc in Q 31). Botenlohnschein (Q 36). Privilegien für den Erzbischof von Köln von König Albrecht 1. März 1299, Karl IV. 6. Juli 1372 sowie von Maximilian I. 1518 und Rudolf II. 1605 (Q 41). Angaben über mehrere kölnische Mannlehen (z. B. Morenhoven 1344, Odenkirchen 1498, Bergerhausen, Zoppenbroich 1405, Bilstein, Bedburg, Drachenfels, Ulmen u. a.), die nach Aussterben der männlichen Linie heimgefallen und z. T. neu ausgegeben wurden (Q 42). Bd. III: Lehnsbrief des Erzbischofs von Köln für Alard Knipping zu Dinker über den Cloetinghof (Q 72). Zwei Urkunden des Dietrich und des Johann von Limburg und des Gerlach von Westhausen von 1383 zum Beweis, daß der umstrittene Zehnt kölnisches Mannlehen ist (Q 84 und 85). Lehnsbrief 1590 und 1507 (Q 96 und 98). Bd. IV: Urkunde des Grafen Gottfried von Arnsberg für seinen Vasallen, den Ritter Albert von Hörde, über Güter in und bei Dortmund 1253 (Q 107) und Beglaubigung durch Bürgermeister und Rat der Stadt Dortmund, in deren Archiv sie 1766 lag (Q 108). Urkunde des Grafen Goedert von Arnsberg 1358 (Q 109). Lehnsbrief für Johann Prynsen, Pastor zu Meyninck (Meiningsen, Kr. Soest ?), 1415 (Q 111). Lehnsbrief über den Honynckhof 1422 (Q 112). Revers 1461 (Q 113). Lehnsbrief des Abtes von Werden für Sophie von Schirp über das Erbdrostenamt und Haus Scheppen 1747 (Q 114). Vier Lehnsbriefe der Äbtissinnen Margret von Beichlingen, Meyna von Oberstein und Sibylla zu Montfort 1517 - 1541 (Q 115 - 118). Mehrere Schreiben, den Pastor von St. Reinoldi in Dortmund und die Familie Sudermann in Köln betreffend 1562 - 1613 (Q 119 - 126). Revers des Dethmer Greve, Soest, 1546 und des Andreas Kleppinck, Dortmund, 1559 (Q 128 und 129). Urteil der klev.-märk. Regierung in Sachen Heierhoff und Küpers ./. kurpfälzischen Hofratspräsidenten von Bentinck 1765 (Q 131). Lehnsbrief für Junker Neveling von Hardenberg 1368 (Q 132). Revers der Cunegunde von Bernsau über ein Gut zu Lehmbach [an der Sülz] 1360 (Q 133). Revers des Diederich von Berchem gen. Trimpop über ein Gut zu Bovinckhusen 1410 (Q 134). Revers des Neveling von Hardenberg (Q 135). Lehnsbrief des Philipp von Wittringen (Wittering) 1372 (Q 136). Lehnsbrief der Äbtissin zu Überwasser (Münster) über das Lehengut Sandmann im Kirchspiel Warendorf für die Äbtissin von Vinnenberg (Kr. Warendorf) 1683, 1691 (Q 137, 138). Lehnsbrief für Hermann von Hatzfeldt, Herrn zu Wildenburg, 1604 (Q 139). Sentenz von Bürgermeister und Rat der Stadt Soest 1590 (Q 140). Lehnsbrief des Conrad von Lindenhorst, Greven von Dortmund, 1369 (Q 142). Zeugenaussagen (Q 149). Urkunde König Albrechts 8. Juni 1302 für Dortmund (Nr. 41 in Q 150). Urkunde Ludwigs des Bayern 13. Aug. 1316 für Hermann von Dortmund gen. Lindenhorst (Nr. 42 in Q 150). Lehnsbrief des Conrad, Greven zu Dortmund, 1342 (Nr. 44 in Q 150). Lehnsbriefe des Johann und des Jobst von der Reck 1575, 1588, 1622 (A, B und C in Q 150). Urkunde des Grafen Engelbrecht von der Mark 1320 (Nr. 47 in Q 150). Urkunden des Ernst gen. Speke de Bodelschwingh, und des Johannes, Pastor in Kirchörde 1330 (Nr. 48 und 49 in Q 150). Bd. V: Belehnung des Erzbischofs von Köln mit der Grafschaft Dortmund durch König Friedrich den Schönen 1 1. Aug. 1316 (Q 157, 168). Mehrere Stücke, das Verhältnis des Erzbischofs von Köln zu Dortmund betreffend 1511 - 1545 (Q 158 - 160). Lehnsbrief für Conrad Klepping 1647 (Q 162). Urkunde des Herbord, Grafen von Dortmund, 1265 (Q 169). Urkunde König Albrechts für den Grafen Eberhard von der Mark 19. Okt. 1299 (Q 170; RI 223) und für die Bischöfe von Osnabrück, Minden und Paderborn (Q 171; RI 224). Bestätigung der Privilegien der Erzbischöfe von Köln durch Leopold I. mit inserierten Urkunden seiner Vorgänger (Q 172). Bd. VI: (alles Originale) Revers des Johann Sudermann (Dortmund) über den halben Zehnt zu Körne 1507 (Q 55). Revers des Georg Klepping 1590 (Q 56), des Conrad Klepping 1647 und 1652 (Q 57, 58), des Christoph Johann von Klepping 1707 (Q 59). Lehnsbriefe für Hermann und Johann Sudermann 1483 und 1507 (Q 60, 61), Andreas Kleppinck als Erbe des Johann Sudermann 1555 (Q 63), Gereon Kleppinck 1651 (Q 66), Caspar Christoph Kleppinck 1690 (Q 67), Melchior Maximilian Klepping 1700 (Q 68), Andres Johann Christoph von Klepping 1724 (Q 69). Originale von Q 84 und 85 (Q 74 und 75).
Beschreibung: 6 Bde., 25 cm, 1238 und 14 nicht paginierte Bl.; Bd. I - IV gebunden, Bd. V und VI lose; Bd. I: 61 Bl.; Protokoll; Bd. II: Bl. 1 - 229; Q 1 - 43 außer 37; Bd. III: Bl. 230 - 590 außer 481 - 486; Q 44 - 104 außer 54 - 70, 74/75, 97*; Bd. IV: Bl. 591 - 909; Q 105 - 154; Bd. V: 268 Bl.; Q 155 - 175 und Q 37 (Vorakten) am Schluß; Bd. VI: 14 nicht paginierte Originalurkunden; Q 55 - 61, 63, 66 - 69, 74 und 75; die Originale Q 54, 62, 64, 65, 70 fehlen.




1718 - 1720 (1713 - 1720)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf 1169 Rtlr. rückständigen Lohn plus Zinsen für die Tätigkeit des Klägers im Dienste der Beklagten von 1713 bis 1717 und bar vorgeschossenes Geld. In einem Urteil vom 22. März 1720 erkannte das RKG die Forderungen des Klägers an und wies den Grafen Johann Philipp von Stadion als Testamentsvollstrecker der Beklagten und den Bankier Neufille in Frankfurt als Kassierer der berlepsch’schen Gelder an, dem Kläger den Betrag auszuzahlen.

Aktenzeichen : H 30/88

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Niclas Habai, Wetzlar
Beklagter: Maria Gertrud verwitwete Gräfin von Berlepsch, Äbtissin des englischen Stifts zu Prag, Dame d’honneur der Kaiserwitwe Eleonora, Freifrau zu Myllendonk, Altenpesch und Weinmark
Prokuratoren (Kl.): Lic. Christian Christoph Dimpfel 1718 - Subst.: Lic. Johann Nicolaus Schmidt
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Jakob Wahl 1718 - Subst.: Dr. Christian Hartmann von Gülich
Prozeßart: Citationis ad videndum exigi debitum et salarium cum omni damno, interesse et expensis et se condemnari ad solvendum
Instanzen: RKG 1718 - 1720 (1713 - 1720)
Beweismittel: RKG-Urteil 1720 (16). Bestallungsurkunde des Johann Niclas Habai für jährlich 50 Rtlr. 1713 (Q 4). Auszug aus einem Protokoll eines Prozesses Dr. med. Mauritius Petrus Passera ./. gefürstete Äbtissin Maria Gertrud, verwitwete Gräfin von Berlepsch, und ihren Agenten Habai wegen Besitzes in der Herrlichkeit Horst vor dem Vogt von Horst 1713 - 1716 und einer Appellation vor dem Hohen Weltlichen Gericht der Stadt Neuss (Q 17 und 18). Vier Quittungen des Kammerboten (112 - 115 und 139) und mehrere Kostenberechnungen. Mandatum de retinendo pecunias Francofurtenses comitissae de Berlepsch ad quantitatem crediti cum interesse adjudicati et easdem extradendo in instantibus nundinis Francofurtensibus erga cassationem extraditionemque obligationis et quittantiam sine clausula 12. Aug. 1720 (148 - 151).
Beschreibung: 4 cm, 151 Bl., lose; Q 1 - 23 und 22 Beilagen. Lit.: Johannes Arndt, Möglichkeiten und Grenzen weiblicher Selbstbehauptung gegenüber männlicher Dominanz im Reichsgrafenstand des 17. und 18. Jahrhundert, in: VSWG 77, 1990, S. 167f.




1553 - 1645 (1553 - 1630)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Einhaltung eines Vertrages, den Nachlaß des Wilhelm Roeders, besonders dessen Stockgüter in Heinsberg betreffend. Nach seinem kinderlosen Tod blieb zunächst seine Witwe Leibzüchterin. Die Appellanten beanspruchten als Nachkommen einer Schwester dieser Witwe und nächste Verwandte die Güter, aber auch Nachkommen von Wilhelms Vater Rutger aus einer ersten Ehe, die Appellaten, stellten Ansprüche. Der Streit konnte zunächst vor Vogt, Statthalter und Schöffen des Gerichts Heinsberg unter den drei Parteien verglichen werden. Die Drittel wurden ausgelost. Später ließ sich Gerhard von Wierdt von Wilhelm Roeders Schwester Elisabeth, die als Nonne längst verzichtet hatte, ihre Ansprüche zedieren. Die Zession wird wegen Formfehlers (sitzend anstatt stehend erfolgt) nicht akzeptiert.

Aktenzeichen : H 32/105

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm Habich gen. Röders und Konsorten: Gerit Raphans, Reinhard Pauls und Johann Sauellender, Heinsberg, (Bekl.)
Beklagter: Wilhelm von Wierdt (Wirdt, Werdt, Wirde, Werth), Linnich, und Konsorten: Gerhard von Wierdts Kinder und Erben, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Deschler 1553 - Dr. Julius Marth 1553 - Dr. Laurentius Vomelius 1591 - Dr. Johann Jakob Kremer 1591 - Dr. Johann Guddelman (statt Gödelmann) 1591 - Lic. Johann Vianden 1591 - Dr. Marsilius Berchener 1594 - Dr. Caspar Morhardt 1602 - Lic. Wilhelm Fabritius 1623
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Ludwig Ziegler 1553 - Dr. Adam Themar 1553 - Lic. Mauritius Breunlin 1553 (gest. 26. Feb. 1564) - Lic. Eobaldus Silvius 1564 - Dr. Johann Brentzlin 1577 - Dr. Caspar (falsch statt Johann ?) Lasser 1577 - Lic. Johann Konrad Streitter 1586 - Lic. Johann Vianden 1586 - Dr. Johann Jakob Kölblin 1602 - Dr. Johann Friedrich Haugh 1603
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Statthalter und Mannen von Lehen des Hauses Heinsberg 1532 - 2. Jül.-berg. Räte - 3. RKG 1553 - 1645 (1553 - 1630)
Beweismittel: Bd. I: Genealogisches Schema (78 und Q 25). Bd. II: Verhandlungen und Zeugenaussagen vor dem Aachener Kanoniker und kaiserlichen Kommissar Heinrich Lyneman 1563 (Q 30). Anwaltskosten Lic. Silvius (Q 41). Urteile 1. und 2. Instanz (Q 44). Aufstellung der umstrittenen Güter einschließlich des Ertrages der letzten 20 Jahre 1573 (Q 50). Bd. III: Angaben über die umstrittenen Güter (Q 51). Abschrift des Protokolls Q 36 - 101 (39 - 48). Zeugenaussagen (Q 69). Bd. V: überwiegend Zeugenaussagen. Gezeichneter Plan, vermutlich Heinsberg (121/122).
Beschreibung: 5 Bde., alle gebunden, 16 cm, 748 Bl.; Q 1 - 102, 16 Beilagen; Bd. I: 162 Bl.; Q 1 - 29; Bd. II: 139 Bl.; Q 30 - 50; Bd. III: 164 Bl.; Q 51 - 69; Bd. IV: 136 Bl.; Q 71 - 102, 12 Beilagen; Bd. V: 147 Bl. Lit.: H. H. Deußen, Verwandtschaftliche Beziehungen innerhalb Heinsberger Beamtenfamilien im 16./17. Jahrhundert, in: Heimatkalender des Selfkantkreis Geilenkirchen- Heinsberg 7. Jg. (1957) S. 21.




1699 - 1711 (1538 - 1703)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf ein Viertel des Hauses Keyenberg (Hzm. Jülich, Amt Kaster; Kr. Erkelenz). Anna von Zours zu Keyenberg hatte 1655 ihre Base, die Witwe von Kinzweiler, Frau zu Müddersheim, die Mutter der Appellantin, testamentarisch zur Erbin eingesetzt. Eine gleichnah (im 7. Grad) verwandte Nonne Catharine von Berlo zedierte ihrem Vater die Ansprüche, dieser wiederum trat sie dem Appellaten ab. Umstritten ist zum einen, ob Anna von Zours über das Stammgut testieren, zum anderen, ob Catharina ihre Ansprüche zedieren durfte.

Aktenzeichen : H 36/137

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna Catharina von Hocherbach (hier: Hacherbach), verwitwete von Hanxler zu Müddersheim (Kr. Düren; hier: Modersheim), (Bekl.)
Beklagter: G. F. Geloes, Kanoniker zu Huy (1. Instanz Kl.: Johann Paul von Berlo zu Fontenoy)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Franz Peter Jung 1699 - Subst.: Lic. Wilhelm Heeser - Dr. Johann Meier 1702 - Subst.: Dr. Johann Heinrich Dietz
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Franz Heinrich Krebs 1699 - Subst.: Dr. Ludwig Ziegler - Lic. Konrad Franz Steinhausen 1702 - Subst.: Dr. Johann Friedrich Hoffmann
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kommissare des Herzogs von Jülich 1655 - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1689 - 3. RKG 1699 - 1711 (1538 - 1703)
Beweismittel: Bd. I: Taxation des umstrittenen Gutes 1699 (Q 25). Bd. II: Genealogisches Schema (33, 46, 355, 356). „Extractus actorum ... den keyenbergischen Successionsfall betreffend“, darin Hinweise auf Eheberedungen, Verträge, Testamente (319 - 338). Heiratsberedung zwischen Albert von Krieckenbeck (Kerckenbeck) gen. Beeck (Beyck) und Catharina von Heienhoven (Heyenhoven) 1538 (417 - 429 und 859 - 871). „Continuatio inventarii actorum“ (670 - 673). Ansprüche des Appellaten 1655 - 1683 (480 - 488).
Beschreibung: 2 Bde., 20 cm, 1086 Bl.; Bd. I: 70 Bl., lose; Q 1 - 28 außer 15*; Bd. II: 1016 Bl., gebunden; Q 15 (Vorakten).




1577 - 1621 (1568 - 1621)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erbstreitigkeit um den Nachlaß der Eltern bzw. Schwiegereltern. 1567 hatte Catharina, die Mutter der Appellantin und der Appellaten, ein Testament gemacht, in dem sie zwar in Bezug auf die Immobilien beide Seiten gleich bedachte, bei den gereiden Gütern jedoch die Appellanten bevorzugte, worauf die Appellaten nach dem Tod der Mutter in Jülich klagten. Umstritten ist, wieweit Kinder zugunsten von Enkeln vom Erbe ausgeschlossen werden können.

Aktenzeichen : H 39/145

Enthaeltvermerke : Kläger: Thewiß Hack (Hackh) und Konsorten: Gottschalk Stüdtgen, Aldenhoven, im Namen ihrer minderjährigen Kinder, (Bekl.)
Beklagter: Britt und Maria Hack und Marias Mann Leonhard Ziegelbecker, Aldenhoven, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Brentzlin (1577) 1578 - Dr. Walter Aach 1601
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Christopher Reifsteck 1577 - Dr. Michael Vaius 1577 - Dr. Johann Konrad Lasser 1601 - Dr. Caspar Morhard 1602
Prozeßart: Primae appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich 1568 - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1571 - 3. RKG 1577 - 1621 (1568 - 1621)
Beweismittel: Inventar der beweglichen Güter (132 - 135 und 173 - 188 in Q 12). Zeugenaussagen (215 - 227 und 243 - 149 und noch mehrfach in Q 12). Mehrere Vollmachten für Vormünder.
Beschreibung: 9 cm, 437 Bl., lose; Q 1 - 25, Q 4 und 7 doppelt vergeben. Vgl. RKG 2221 (H 40/146).




1578 - 1621 (1568 - 1621)
Permalink der Verzeichnungseinheit

S. o. RKG 2220 (H 39/145). Die Erblasserin Catharina Hack hatte ihren Enkeln, den Kindern der Appellanten, in ihrem Testament unter Ausschluß der Appellaten einige Renten vermacht. Das Hauptgericht Jülich bestätigte das Testament im Nov. 1570, die zweite Instanz hob das Urteil aber auf.

Aktenzeichen : H 40/146

Enthaeltvermerke : Kläger: Thewiß Hack (Hackh) und Konsorten: Gottschalk Stüdtgen, Aldenhoven, im Namen ihrer minderjährigen Kinder, (Bekl.)
Beklagter: Britt und Maria Hack und Marias Mann Leonhard Ziegelbecker, Aldenhoven, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Brentzlin (1578) - Lic. Hartmann Kochman (statt Kogman) 1589
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Michael Vaius (1577) - Lic. Johann von Vianden 1599 - Dr. Johann Konrad Lasser 1601
Prozeßart: Secundae appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich 1568 - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1571 - 3. RKG 1578 - 1621 (1568 - 1621)
Beweismittel: Zeugenaussagen (79 - 184 und öfter in Q 3/9). Testament der Catharina Hack 1567 (190 - 201). Testament des Diederich Hack, Kaplans zu Büllesheim, 1567 (298 - 302). Mehrere Vollmachten für Vormünder (Q 10, 11, 14, 20). Taxation umstrittener Güter 1601 (Q 18).
Beschreibung: 10 cm, 506 Bl., lose; Q 1 - 22 außer 19*, Q 22 fehlt, Q 3 = Q 9 (Vorakten), 3 Beilagen.




1693 - 1713 (1599 - 1698)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf 8000 Rtlr. plus Zinsen seit dem Tod des Johann Friedrich von Goltstein im Okt. 1687. Die Frau des Appellanten stammt aus der ersten Ehe der Antonetta Margaretha von Hatzfeldt mit dem Obristen Adrian von Nuland, Amtmann zu Monschau. 1654 verkauften sie und ihr Bruder Johann Dietrich ihrem Stiefvater Johann Friedrich von Goltstein, dem zweiten Mann ihrer Mutter, das Haus Winterburg für 3000 Rtlr., worauf dieser damit belehnt wurde. Neben einem gemeinsamen Testament mit ihrem Mann machte Antonetta Margaretha von Hatzfeldt 1667 noch ein Testament über die 8000 Rtlr., die sie in die zweite Ehe mit eingebracht hatte. Danach sollte Johann Dietrich 5000 Rtlr. erhalten. Zunächst behielt Goltstein jedoch das Geld und gab seinem Stiefsohn Haus Winterburg. Als Johann Dietrich, inzwischen Kommandant der Stadt Düren und Amtmann von Aldenhoven, tödlich verunglückte (am 27. Feb. 1681 in der Rur zwischen Floßdorf und Kellenberg, Kr. Jülich, ertrunken), meldete Hack eine Anwartschaft auf Haus Winterburg an und wurde am 13. März 1688 de novo belehnt. Die Appellanten fordern von den Appellaten das Geld, über das Sabinas Mutter testiert hatte. Die Appellaten argumentieren, aufgrund des ersten, wechselseitigen Testaments der Antonetta Margaretha von Hatzfeldt und des Johann Friedrich von Goltstein und der Tatsache, daß Pfandschaften nach dem Tode eines Ehepartners dem Überlebenden zur freien Verfügung zufielen, habe Sabina keine Ansprüche.

Aktenzeichen : H 45/157

Enthaeltvermerke : Kläger: Friedrich Sittig von Hack, kurpfälzischer Oberjägermeister, Düsseldorf, im Namen seiner Frau Sabina von Nuland (Neuland), (Kl.)
Beklagter: Erben des jül. Kanzlers Johann Friedrich von Goltstein: seine Witwe Anna von Mirbach und der Freiherr Friedrich Gerhard von Goltstein, jül. Amtmann zu Wilhelmstein, Eschweiler und Geilenkirchen, Haus Breil (Breyl), (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen 1693 - Subst.: Dr. Ludwig Ziegler
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Konrad Albrecht 1694 - Subst.: Lic. Johann Hermann Flender
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf - 2. RKG 1693 - 1713 (1599 - 1698)
Beweismittel: Bd. I: Auszug aus dem Testament der Antonetta Margaretha von Hatzfeldt 29. Sept. 1665 (in Rationes decidendi, 25). Leihbrief des Adrian von Nuland und der Antonetta Margaretha von Hatzfeldt über 1500 Rtlr. von Johann Hermann Rheinfelden (Reinfelt) 1640/41 (Q 17). Genealogisches Schema mit den Beteiligten (70). Geschichte von Haus und Herrlichkeit Winterburg seit dem Kauf durch Adrian von Nuland für 4000 Rtlr. von Wilhelm von Ketzgen zu Geretzhoven und Wilhelm von und zu Pützfeld 1641 (70 - 81). Bd. II: Vertrag zwischen Dietrich Kessel von Nürberg, Herrn zu Winterburg, Augustin Haust zu Ulmen und Eberhard Ketzgen zu Geretzhoven 1599 (1 - 10). Lehnsbrief des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm für Adrian von Nuland über Winterburg 1641 (85 - 89 und 129 - 132). Erbteilung der acht Geschwister Nuland 1653 (107 - 113 und 122 - 128). Auszug aus dem jül. Lehnprotokoll der Musterung 1675 (152 - 153). Gezeichnete Karte des Lehngutes Rennenberg in der Herrschaft Winterburg (163 - 164). Lehnsbrief für Johann Friedrich von Goltstein 1654 (164 - 168). Auszug aus dem Lehnsindex über Winterburg seit 1425 (201 - 202). Privilegien des Hauses Winterburg (202 - 215). Auszug aus dem Codicill der Antonetta Margaretha von Hatzfeldt 1667 (216 - 219). Zubehör der Allodialherrschaft Kraforst (Crayenforst) (224 - 225). Testament des Johann Friedrich von Goltstein und der Antonetta Margaretha von Hatzfeldt 1665 (750 - 757 und 866 - 887).
Beschreibung: 2 Bde., 19 cm, 1012 Bl.; Bd. I: 81 Bl., lose; Q 1 - 26 außer 10, 2 Beilagen; Bd. II: 931 Bl., gebunden; Q 10 (Vorakten). Lit.: Chr. von Stramberg, Rheinischer Antiquarius, 3. Abt., 12. Bd., Koblenz 1866, S. 595ff.




1702 - 1713 (1652 - 1712)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Eigentum und Besitz einer ursprünglich auf Anna Maria Schrick lautenden Erbrente von jährlich 16 Goldgulden zu Lasten der Stadt Aachen, die der verstorbene Ehemann der Appellantin und dessen Schwiegervater aus erster Ehe, Lic. Arnold in der Sittard, besessen hatten.

Aktenzeichen : H 46/158

Enthaeltvermerke : Kläger: Cornelia Paludanus, Witwe des jül.-berg. Hofrats Lic. Petrus Brixius Leopold von Hack (Haack, Haeck), Düsseldorf, (Bekl.)
Beklagter: Dr. Johann Heinrich Wintzler, Köln (Kl.: Ferdinand Ignatius Wintzler)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen 1702 - Subst.: Lic. Wilhelm Heeser
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Heinrich Flender [1697] 1702 - Subst.: Lic. Heinrich Schriels
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Rentkammer der Stadt Aachen 1670 - 2. Rentkammer der Stadt Aachen (?) 1677 - 3. Bürgermeister, Schöffen und Rat des königlichen Stuhls und Stadt Aachen (kleiner Rat) 1679 - 4. Bürgermeister, Schöffen und Rat des königlichen Stuhls und Stadt Aachen (kleiner Rat) als Revisionsinstanz 1680 - 5. Bürgermeister, Schöffen und Rat des königlichen Stuhls und Stadt Aachen (kleiner Rat) als Revisionsinstanz 1682 - 6. RKG 1702 - 1713 (1652 - 1712)
Beweismittel: Urteil 1701 (Q 3). Gerichtliches Attest über die Rente 1672 (Q 9). Urteile 1679 und 1680 (Q 10 und 11). Kaufbrief der Rente 1676 (Q 14). Urteil 1682 (Q 15). Auszug aus der Erbteilung des Lic. Johann Cornelius Silling und seiner Frau Elisabeth Peters (Q 18). Vorakten (Q 22). Darin: Auszug aus dem Protokoll der Rentkammer der Stadt Aachen 1652 (47, 53). Urteile 1. Instanz 1674 (132 - 133), 2. Instanz 1679 (175 - 176), 3. Instanz 1680 (242 und 245). Aussagen des Aachener Ratssekretärs Matthias Peill (293 - 295). Urteil 4. Instanz 1682 mit Rationes decidendi der Juristenfakultät Teutoburg (382 - 394). Auszug aus den Rentbüchern der Stadt Aachen 1654 (441 - 448).
Beschreibung: 12 cm, 586 Bl., lose; Q 1 - 23, 18a und b, Deckblatt des Protokolls fehlt.




1728 - 1729 (1719 - 1731)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Einbeziehung einer als Sicherheit hinterlegten Summe von 5200 Rtlr. in die Mobiliarhäredität. Je ein Drittel des Hauses Linnep gehörte nach einer Erbteilung nach dem Tode des letzten von Isselstein dem Grafen von Wassenaar zu Obdam, dem Obristen Johann Wilhelm von Hacke (Haake) und den Erbgenahmen des Mauritz von Lohausen, die ihr Drittel und Güter in Wülfrath (Kr. Düsseldorf-Mettmann) an den Grafen von Wassenaar verkauften. Von Hack machte im Namen seiner Frau ein Näherrecht (Retraktrecht) geltend, das jedoch in Düsseldorf verworfen wurde, da er den Kaufpreis nicht innerhalb von zwei Monaten aufbringen konnte. Er hatte beim Geheimen Rat Redinghoven in Düsseldorf zwar 5200 Rtlr. hinterlegt, die aber beim Hospital in Düsseldorf und bei von Syberg unter Belastung seines eigenen Drittels geliehen waren. In einem Rechtsstreit unterlag er 1717 auch am Reichshofrat.

Aktenzeichen : H 47/165

Enthaeltvermerke : Kläger: Der Nachlaßverwalter (Kurator) der hackischen Mobiliarhäredität Lic. Bachoven (Backhoven), Düsseldorf, (Bekl.)
Beklagter: N. von Düngeln und andere isselsteinische Immobiliarerben: von Wassenaar zu Obdam (Niederlande, Provinz Noord-Holland) und von Syberg, Haus Dahlhausen (Bochum), Haus Aprath (Hzm. Berg; Kr. Düsseldorf- Mettmann), Haus Linnep (Hzm. Berg, Amt Angermund), Haus Oberdyck (Bochum), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Wilhelm Ludolf 1728 - Subst.: Dr. Johann Ludwig Pfeiffer
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Paul Besserer 1729 - Subst.: Lic. J(ohann) W(ilhelm) Weylach - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann 1731
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat - 2. RKG 1728 - 1729 (1719 - 1731)
Beweismittel: Botenlohnschein (Q 3, 13). Drei Obligationen 1719 (81 - 86).
Beschreibung: 3 cm, 105 Bl., lose; Q 1 - 21, 8 Beilagen. Lit.: H. Ferber, Die Rittergüter im Amte Angermund, in: Beitr. zur Gesch. des Niederrheins. Jb. des Düsseldorfer Geschichtsvereins 7 (1893) S. 113. Karl Heck, Burgen und Schlösser der Heimat, in: Kettwiger Heimatblätter Bd. 4 (1938) S. 88f.




1732 (1668 - 1732)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Schadenersatz wegen eines nicht eingehaltenen Vertrags. Johanna Catharina von Sevenich, Witwe Retz, die Großmutter des Klägers, hatte 1668 mit Einverständnis ihres Schwiegersohnes Johann Georg Hackenbracht ihr halbes Gut zu Bellinghausen (Wiehl, Oberbergischer Kr.) an die gräfliche Herrschaft zu Wittgenstein-Homburg zediert unter der Bedingung, daß sie ihre Schulden bezahle, u. a. 100 Rtlr. an die Kirche von Wiehl für ein Erbbegräbnis. Da die Zahlung ausblieb, verklagte die Kirche von Wiehl die Erben der J. C. von Sevenich Erben und erhielt das Kapital plus Zinsen zugesprochen.

Aktenzeichen : H 49/169

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Heinrich Hackenbracht, Börnhausen (Herrschaft Homburg)
Beklagter: Gräflich Sayn - Wittgenstein Homburgische Vormundschaft: Maria Wilhelmine Elisabeth und Friedrich Ludwig zu Sayn - Wittgenstein
Prokuratoren (Kl.): Lic. A. F. Gondela 1732 - Subst.: Dr. Johann Wilhelm Weylach
Prozeßart: Citationis ad videndum se condemnari ad indemnisandum
Instanzen: RKG 1732 (1668 - 1732)
Beweismittel: Übertragung des Hofes Bellinghausen 1668 (12 - 13). Urteil in Sachen Erben Hackenbracht ./. Kirchmeister zu Wiehl 1728 (14).
Beschreibung: 2 cm, 51 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 8 Aktenstücke. Lit.: Kurt Niederau, Zur Geschichte des Bergischen Adels. Die Quad zu Isengarten (1480-1685), in: ZBGV 81 (1964/1965) S. 65f. und 83.




1684 - 1713 (1561 - 1700)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Haus und Herrlichkeit Sinzenich (Kr. Euskirchen). Als 1629 Johann von Gertzen gen. Sintzig (ein Onkel bzw. Großonkel der Kontrahenten) ohne Kinder starb, kam es zum Rechtsstreit zwischen Johann Jacob Robiliard de Dumaine, Arnold von Elverfeldt, dem Schwiegervater des Appellaten, und Johann Bertram von Gertzen gen. Sintzig zu Sommersberg. 1653 wurde Arnold belehnt, und 1678 verzichtete Dumaine auf seine Ansprüche. Nach dessen kinderlosem Tod 1679 beanspruchte Wilhelm Alardt von Hackforth als sein Halbbruder (Catharina von Gertzen war die Mutter der beiden) die Belehnung mit Sintzig, da nach Kap. 69 der jül.-berg. Landordnung über Stock- und Stammgüter weder testiert noch - wie geschehen - in Heiratsverträgen verfügt werden dürfe. Daher gebühre ihm als Nachkommen des zweiten Sohnes (Wilhelm von Gertzen) des einstigen Lehnsträgers (Wilhelm) ungeachtet jeder Verfügung die Belehnung, zumal seine Mutter 1628 mit ihrem ersten Mann nach dem Verzicht ihres Bruders Johann für sich und ihre Erben ex nova gratia belehnt worden sei.

Aktenzeichen : H 52/174

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm Allardt von Hackforth, Düren
Beklagter: Johann Heinrich von Holtrop, Irnich (Hzm. Jülich, Amt Nideggen; Kr. Euskirchen)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Konrad Albrecht 1684
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen 1684 - Subst.: Dr. Krebs - Subst.: Lic. Schriels 1699
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf (1679) - 2. RKG 1684 - 1713 (1561 - 1700)
Beweismittel: Ausführliche Erläuterung des Streites um Sinzenich seit 1629 (48 - 96) mit Stammtafel von Gertzen (86). Rationes decidendi der Vorinstanz (97 - 106). Auszüge aus dem Düsseldorfer Rechtsstreit Johann von Gertzen bzw. sein Schwiegersohn Arnold von Elverfeld ./. Johann Jacob Robiliard de Dumaine und Johann Bertram von Gertzen zu Sommersberg (Q 19). Heiratsvertrag zwischen Hubert Luther von Gertzen und Agnes von Balen gen. Fleck 1584 (Q 22b, Original und Abschrift). Reversal des Wilhelm von Gertzen über die Belehnung mit Haus und Herrlichkeit Sinzenich 11. Okt. 1561 (Q 27). Lehnsbrief für Johann Robiliard (Robeliard) de Dumaine und Catharina von Gertzen 1628 (Q 38). Verzichtserklärung des Johann von Gertzen über Sintzig zugunsten seiner Schwester Catharina 1628 (Q 39).
Beschreibung: 6 cm, 295 Bl., gebunden; Q 1 - 39, 22a und b, Q 2, 18, 23 fehlen, 3 Beilagen; Vorakten (Q 15) nur auszugsweise.




1622 - 1623 (1622)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Injurienklage. Wegen einer „Schmähpredigt“ Rappardts war es zum Streit gekommen, der vor dem Magistrat von Wesel verhandelt werden sollte. Die Frau des Appellanten schlug Rappardt, wurde eingesperrt und selbst aufKaution nicht freigelassen.

Aktenzeichen : H 56/195

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Eberhardt zum Haeff, Schöffe, Wesel, (Kl.)
Beklagter: Jobst Rappardt gen. Knibber, Wesel, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Agricola 1622
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Christoph Stauber 1622
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Bürgermeister und Rat der Stadt Wesel - 2. Fürstl. klev. Hofgericht - 3. RKG 1622 - 1623 (1622)
Beschreibung: 11 Bl., lose; Q 1 - 7.




1600 - 1615 (1383 - 1601)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das Patronat der Vikarie der heiligen Maria und der heiligen Katharina in der Pfarrkirche zu Unna.

Aktenzeichen : H 58/200

Enthaeltvermerke : Kläger: Goddart Haen, früherer Bürgermeister der Stadt Dortmund, und sein Bruder Johann, (Kl.)
Beklagter: Bürgermeister und Rat der Stadt Unna, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Daniel Sieblein 1600
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Jakob Kolblin 1601
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. klev. Hofgericht 1590 - 2. RKG 1600 - 1615 (1383 - 1601)
Beweismittel: Vorakten (Q 5). Darin: ausführliche Geschichte der Vikarie und 16 z. T. lateinische Beweismittel A - Q (81 - 129), u. a.: Altardotation des Erzbischofs Friedrich von Köln 5. Mai 1383 (82 - 87). Schreiben des Papstes Martin V. 15. Feb. 1423 an Martin Trappen, Dortmund (103 - 105). Schreiben des Dortmunder Richters Johann Murmann 1441 (110 - 111). 10 Beilagen A - K, die Marienvikarie betreffend, z. T. lateinisch, 1391 - 1533 (187 - 208).
Beschreibung: 6 cm, 250 Bl., lose; Q 1 - 6.




1614 - 1657 (1613 - 1620)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Heydenhof zu Ludendorf im Dingmal Odendorf in der Herrschaft Tomburg (Rhein-Sieg-Kr.). Wilhelm von Ahr erhob Ansprüche, da der Hof seiner Frau bei einer Erbteilung 1592 zugefallen war. Ihr Vater Adam von Efferen und ihre Mutter Eva von der Heyden hatten den Hof aber für ein Darlehen über 500 Goldgulden, die sie von einem Michael Cuell und dessen Frau Agnes Maaß aufgenommen hatten, verpfändet. In Kriegswirren brannte das Stammhaus zu Sechtem ab, und der Heydenhof verfiel. Nach dem Tode der Eva von der Heyden verkaufte ihr Mann den Hof an Johann Quad. Dieser Kauf ist nach Auffassung der Appellaten unzulässig gewesen, da der Hof „ex linea materna“ stamme, Adam also nicht Eigentümer, sondern nur Leibzüchter und seine Tochter Johanna Maria die rechtmäßige Erbin war.

Aktenzeichen : H 69/214

Enthaeltvermerke : Kläger: Barbara Haes zu Konradsheim (Conratsheim), Witwe des Johann Quad von Landskron zu Rheindorf, und ihre Söhne Hermann, Johann (Wilhelm) Friedrich und Hans Wilhelm, (Bekl.)
Beklagter: Wilhelm von Ahr, Erbvogt zu Antweiler, und seine Frau Johanna Maria von Efferen, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christian Schröter (1614)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Christoph Stauber (1615)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Räte 1613 - 2. RKG 1614 - 1657 (1613 - 1620)
Beschreibung: 4 cm, 132 Bl., lose; Q 1 - 12 außer 3* und 5*, 5 Beilagen.




1700 - 1727 (1680 - 1728)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch des Appellaten auf 7242 Rtlr. und seiner Kinder auf 1125 Rtlr. und daraus resultierend wechselseitige Forderungen wegen des Nachlasses des Hermann von Elverich gen. Haes, Schwiegervaters der Anna Christina von Knippenburg und des Matthias Romswinckel. In erster Instanz war auch noch der Jude Gumpertz beklagt, der sich in Güter der Anna Christina von Knippenburg hatte immittieren lassen, obwohl seine Ansprüche an die Witwe jünger waren.

Aktenzeichen : H 71/216

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna Christina von der Knippenburg, Witwe des Wilhelm von Elverich gen. Haes, Kleve, (Bekl.)
Beklagter: Erben des Geheimen Rats Matthias Romswinckel (wohnhaft außerhalb des Reichs), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Philipp Nidderer 1700 - Subst.: Lic. Franz Peter Jung
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Heinrich Flender 1700 - Subst.: Lic. Franz Peter Jung - Dr. Johann Friedrich Hofmann 1728 - Subst.: Lic. Georg Melchior Hofmann
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurbrandenburg. Justizräte zu Kleve 1693 - 2. RKG 1700 - 1727 (1680 - 1728)
Beweismittel: Bd. I: RKG-Urteil 9. Okt. 1722 (5). Urteile der Vorinstanz (Q 6 und 7). Bd. II: Erbteilungsvereinbarung 1680 (4 - 10). Rechnungen (35 - 41, 64 - 69 und öfter). Einnahmen aus Domänen und Rentmeistereien im Hzm. Kleve 1653 und öfter (193 - 194).
Beschreibung: 2 Bde., 11 cm, 481 Bl.; Bd. I: 50 Bl., lose; Q 1 - 17 außer 16a und b; Bd. II: 431 Bl., gebunden; Q 16a und b (Vorakten).




1536 - 1537 (1533 - 1539)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf einen Kotten und einen halben „Philipsschilt“ (frz. Goldmünze ?) im Werte von 70 Gulden, die in erster Instanz geteilt worden waren. Der Oberhof in Dortmund hatte die Appellation nicht angenommen. Der Appellat gibt an, der Streit sei wegen der zu geringen Summe nicht appellabel.

Aktenzeichen : H 101/303

Enthaeltvermerke : Kläger: Adelheit Hagen (Hagin), Witwe des Johann in dem (ingen) Hagen, Wesel, (Bekl.)
Beklagter: Dietrich von der Hayden gen. Galen (Gaylen), Wesel, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Hieronymus Lerchenfelder 1536 - Dr. Ludwig Herter (statt Hierter) 1536 - Dr. Christopherus Hoiß (statt Hoeß) 1536 - Dr. Simon Engelhart 1536
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Leonhard Hochmüller 1536 - Dr. Friedrich Reefsteck 1536 - Dr. Christophorus Hoeß 1536 - Dr. Hieronymus Duester 1536 - Dr. Simon Engelhardt 1536 - Dr. Hieronymus Lerchenfelder 1536 - Dr. Ludwig Ziegler 1536 - Dr. Zybrod Loevenborgh 1536 - Dr. Konrad Swabach 1536 - Lic. Johannes Helffman 1536 - Lic. Johannes Machtolff 1536 - (?) Heinrich Rostock 1536 - (?) Jakob Hoechell (statt Huckel ?) 1536 - Lic. Valentin Godfried 1536 - Lic. Amandus Wolff (1536)
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Richter und Schöffen zu Wesel (Niederwesel) 1533 - 2. Rat der Stadt Dortmund (1536) - 3. RKG 1536 - 1537 (1533 - 1539)
Beschreibung: 2 cm, 41 Bl., lose; Q 1 - 12, 1 Beilage.




1656 - 1661 (1592 - 1660)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Immission in das Lehengut Dorsfeld (Kr. Bergheim) des von Bourscheidt aufgrund nicht bezahlter Pensionen für zwei Kapitalien von 1300 Rtlr. und 1480 Rtlr., wie sie bereits 1592 und 1593 vom Landgericht Blatzheim (Erzstift Köln, Amt Lechenich; Kr. Bergheim) verfügt worden war. Das Gut war von Freibeutern und 1642 von Soldaten eingeäschert worden.

Aktenzeichen : H 102/305

Enthaeltvermerke : Kläger: Helena Heistermann, Witwe des Lic. Hagens, und Konsorten: Johann Winandt, Rutger und Johann Heinrich von Hagens, Düsseldorf
Beklagter: Erzbischof Maximilian Heinrich von Köln und Konsorten: kurköln. Hofkanzler und Räte zu Bonn und Adolph von Bourscheidt, Kleinbüllesheim (Erzstift Köln, Amt Hardt; Kr. Euskirchen)
Prokuratoren (Kl.): Lic. (Ulrich Daniel) Kuehorn (1656) - Dr. Johann Leonhard Schommartz 1659 - Subst.: Lic. Ulrich Daniel Kuehorn
Prokuratoren (Bekl.): Lic. (Bernhard) Henning (1656) - Lic. Johann Walraff [1657] 1658 - Subst.: Dr. Franz Eberhard Albrecht
Prozeßart: Mandati de non contraveniendo rei judicatae cum clausula
Instanzen: RKG 1656 - 1661 (1592 - 1660)
Beweismittel: Auszüge aus dem Gerichtsprotokoll Blatzheim 1592 und 1598 (Q 3, 4 und 12). Immissionsbefehl an den Amtmann von Lechenich 1598 (Q 11).
Beschreibung: 1,5 cm, 41 Bl., gebunden; Q 1 - 19.




1735 - 1738 (1735 - 1738)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch der Appellanten als revolutarische Erben auf den Nachlaß des Johann Christoph von Hagens, besonders den Beckerhof zu Volkenrath (Hzm. Jülich, Amt Wilhelmstein; Kr. Aachen), der zur Lehnkammer Nothberg gehört, und die Dickermühle. Die Appellanten geben an, ihr Bruder habe sich „absque dimissorialibus a proprio parocho zu Laureto in Italien“ mit der Appellatin „als einer vorgeblichen Gräfin“ vermählt, weshalb die Ehe nicht gültig sei, und sei ohne Kinder gestorben. Gegen die Jüdin Samuelin Simon Michels geht der Vorwurf, sie habe ohne Nachweis einer angeblich vom Verstorbenen durchgeführten Belastung der revolutarischen Güter deren Subhastation erwirkt.

Aktenzeichen : H 107/323

Enthaeltvermerke : Kläger: Erbgenahmen des Johann Christoph von Hagens: sein Bruder Joseph von Hagens, Mannheim, und sein Schwager Hofrat von Buininck, Düsseldorf, (Kl.)
Beklagter: Anna Maria Constantia Ortnerin von Orttenburg, später verheiratete von Segnitz, Derendorf (Düsseldorf), und Konsorten: die Jüdin Samuelin Michels, Düsseldorf, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Wilhelm Weylach 1736 - Subst.: Lic. A. F. Spoenla
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Melchior Deuren 1736 - Subst.: Lic. A. J. Stephani - Dr. Johann Jakob Zwirlein 1738 - Subst.: Lic. Wilhelm Ludwig Ziegler - Dr. Johann Goy 1738 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat Düsseldorf - 2. Jül.-berg. Geheimer Rat als Revisonsinstanz - 3. RKG 1735 - 1738 (1735 - 1738)
Beschreibung: 3 cm, 97 Bl., lose; Q 1 - 18, 13a - c, 12 Beilagen.




1756 (1756)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Nichtigkeitserklärung eines Testaments des Geheimen Rats Reiner Pfeilsticker, Großvaters bzw. Urgroßvaters der Appellanten, und Rückverweisung an den jül.-berg. Hofrat. Nach dem Tode des Reiner Pfeilsticker hatte zunächst der Hofrat Hagens als Ehemann einer Enkelin des Erblassers den Nachlaß verwaltet. Die Vorinstanz wies die Nichtigkeitsklage der Appellanten 1756 ab und bestätigte die eigenen Urteile von 1746 und 1748.

Aktenzeichen : H 108/324

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Reckum und Hofrat Kopp als gerichtlich angeordnete Kuratoren der minderjährigen Kinder aus der ersten Ehe des Hofrats Hagens und des schwachsinnigen Reiner von Schlösseren, Düsseldorf, (Bekl.)
Beklagter: N. Schultheis, kurpfälz. Geheimer Rat, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Albert Ruland 1756 - Subst.: Lic. Johann Paul Besserer
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat (1744) - 2. RKG 1756 (1756)
Beweismittel: Botenlohnschein (9). Urteil der Vorinstanz 1756 (17).
Beschreibung: 1,5 cm, 56 Bl., lose; Q 1 - 9.




1551 - 1664 (1545 - 1664)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Einhaltung eines Vertrags, den der Appellant mit dem Ehemann der Appellatin über ein „zum Stock“ genanntes Haus in Bonn in der Stockerstraße und Grundzins geschlossen hatte. Als Vischer die Annahme des Geldes verweigerte, hinterlegte Hagenau die Summe beim Gericht in Bonn. Peter Vischer warf Hagenau dagegen vor, den Vertrag gebrochen zu haben, weshalb er sich nicht mehr daran gebunden fühle und das Haus behalte.

Aktenzeichen : H 114/346

Enthaeltvermerke : Kläger: Hans von Hagenau (Hagnaw, Hagenaw), Bonn, (Kl.)
Beklagter: Elisabeth, Witwe des Peter Vischer, Bonn (Bekl.: Peter Vischer)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Deschler 1551
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Michael Mack 1551 - Lic. Mauritius Breunlin (1556) - Dr. Germanus Erndlin 1563
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Hohes Gericht (Vogt und Schöffen) zu Bonn 1545 - 2. Kurfürstl. Kammergericht zu Bonn 1545 - 3. Kommissare des Erzbischofs von Köln 1549 - 4. RKG 1551 - 1664 (1545 - 1664)
Beschreibung: 4 cm, 126 Bl., lose; Q 1 - 12, Q 4 doppelt belegt, Q 8 fehlt, 1 Beilage.




1800 - 1804 (1596 - 1803)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf mehrere Flöze, u. a. das Beckstadter Flöz (Kohleflöz bei Essen), Ersatz für die daraus geförderte Kohle und auf den Alleinbesitz zweier zur Wasserableitung aus ihren Kohleflözen hergestellter Aquädukte. Die Appellanten, die sich nicht als Untertanen des Stifts Essen, sondern als Kaufleute aus der der Landgräfin von Darmstadt gehörenden Herrlichkeit Mülheim an der Ruhr bezeichnen, geben an, das umstrittene Flöz 1764 von der ebenfalls in Mülheim/Ruhr beheimateten Krabbengewerkschaft zediert bekommen zu haben. 1799 entzog die Essener Lehnkammer den Appellanten ihre Flöze mit der Begründung, sie seien nie damit belehnt worden bzw. das Beckstadter Flöz sei wegen Unterlassung der Lehenserneuerung verwirkt. Darauf war die Niermann-Overrathsche Gewerkschaft belehnt worden. Eine Einsicht in die Lehnsakten sei verweigert worden.

Aktenzeichen : H 115/351

Enthaeltvermerke : Kläger: Hagenbecker Gewerkschaft (Kohlegesellschaft), Mülheim an der Ruhr, (Kl.)
Beklagter: Overrath-Niermannsche Gewerkschaft und die fürstliche Rentkammer zu Essen
Prokuratoren (Kl.): Dr. Caspar Friedrich von Hofmann 1800 - Subst.: Dr. Franz Karl Sachs
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Peter Paul Helffrich [1799] 1801 - Subst.: Dr. Franz Karl von Sachs - Lic. Abel, Hofrath 1801 - Subst.: Dr. Caspar Tilmann Tils
Prozeßart: Appellationis una cum mandato attentatorum et spoliorum revocatorio, cassatorio, restitutorio et inhibitorio sine clausula
Instanzen: 1. Fürstliche Rentkammer zu Essen 1799 - 2. RKG 1800 - 1804 (1596 - 1803)
Beweismittel: Bd. II: Botenlohnschein (Q 3). Belehnung des Johann Eberhard Wölting im Namen der Hagenbecker Gewerkschaft mit dem Beckstadter Flöz durch die Äbtissin von Essen 1772 (Q 10). Dekrete der fürstliche Lehnkammer zu Essen über Entzug der Belehnung der Hagenbecker Gewerkschaft mit den Kohleflözen Fettlappen, Voss, Dicke Bank, Beckstadt und Nettelnbusch (vermutlich falsch statt Nettelenkönig) 1799 (Q 12 und 14). Zeugenaussagen (Q 19, 20, 26 - 28, 49, in Q 84). Gegenbericht der Essener Lehnkammer mit Auszügen aus der Zollakzise und dem Kohlezehntbuch 1776 - 1785 (Q 35). RKG- Urteil 1801 (Q 87). Bd. III: Exceptiones mit 75 Beilagen den Kohleabbau bei Essen betreffend 1596 - 1801 (Q 88 - 163). Zeugenaussagen (Q 164).
Beschreibung: 6 Bde., 35 cm, 1933 Bl.; Q 1 - 221; Bd. I: 21 Bl.; Protokoll; Bd. II: Bl. 22 - 474; Q 1 - 87 außer 59; Bd. III: Bl. 475 - 876; Q 88 - 166; Bd. IV: Bl. 877 - 1366; Q 167 - 221; Bd. V: Bl. 1367 - 1469; 24 Beilagen; Bd. VI: Bl. 1470 - 1933; Q 59 (Vorakten).




1652 - 1660 (1625 - 1655)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um Höhe der Steuern und Kontributionen der Honschaften im Kirchspiel Süchteln. In erster Instanz war entschieden worden, daß die Appellanten für einen Morgen ihres besten Bodens einen Gulden, die Appellaten dagegen nur 18 Albus, für mittleren 15 und für einen Morgen schlechten Landes nur 12 Albus zu zahlen hätten. Die Appellanten geben an, die Appellaten hätten bis 1648 widerspruchslos Hebzettel und „Landmaß“ von 1625 und 1630 akzeptiert und entsprechend gezahlt, und verlangen die weitere Einhaltung dieser Regelung.

Aktenzeichen : H 116/352

Enthaeltvermerke : Kläger: Sämtliche Schöffen, Geschworenen und gemeinen Nachbarn der drei Honschaften (Hundtschaften) Hagenbroich, Vorst und Sittard (Hzm. Jülich, Amt Brüggen; Kr. Kempen-Krefeld), (Bekl.)
Beklagter: Schöffen und ganze Gemeinde der Honschaft Dornbusch (Hzm. Jülich, Amt Brüggen; Kr. Kempen-Krefeld), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Wilhelm Mockel 1652
Prokuratoren (Bekl.): (Lic. Bernhard) Henningh (1652)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Amtmann von Brüggen 1648 - 2. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1648 - 3. RKG 1652 - 1660 (1625 - 1655)
Beweismittel: Bd. I: Urteil 1. Instanz 1649 (Q 3). Vier Schreiben des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm an den Vogt zu Brüggen 1649 - 1651 (Q 5 - 8). Bd. II: Steuerhebzettel des Amtmanns von Brüggen 1625 (212 - 241). „Landmaß“ der Schöffen und Geschworenen der vier Honschaften 1630 (339 - 465). Gutachten von acht „ackerverständigen Personen“ (466 - 468). Zeugenaussagen (628 - 670).
Beschreibung: 2 Bde., 14 cm, 847 Bl.; Bd. I: 38 Bl., lose; Q 1 - 14 außer 10*, 1 Beilage; Bd. II: 809 Bl., gebunden; Q 10* (Vorakten).




1760 - 1774 (1758 - 1768)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch aufEinhaltung eines Kaufvertrages über eine Lieferung von 700 Klafter Buchenholz im Wert von 4620 Rtlr. (ein Klafter zu 6 Rtlr. 48 Albus kurtrier. Währung) aus Wasserbillig (Luxemburg) bei Trier nach Bonn. Pescatore sollte ein „Freipatent“ vom Stapel zu Trier und von den kurköln. Zollstätten erhalten, was der Käufer Hagendorn nicht einhielt, weswegen Pescatore klagte. Der Appellat gibt an, selbst beim Erzbischofvon Köln Revision gegen das erstinstanzliche Urteil eingelegt zu haben.

Aktenzeichen : H 120/358

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Hermann Hagendorn, kurköln. Holzhoflieferant, Bonn, (Bekl.)
Beklagter: Dominicus Pescatore, Kaufmann, Koblenz, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Adam Bissing 1760 - Lic. Johann Jakob Ernst Pfeiffer 1761 - Subst.: Lic. Heinrich Joseph Brack - Dr. Philipp Jakob Rasor 1768
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Paul Besserer 1768 - Subst.: Dr. Johann Jakob Wickh
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurköln. Hofrat zu Bonn 1759 - 2. RKG 1760 - 1774 (1758 - 1768)
Beweismittel: Kaufvertrag 1758 (Q 10). Urteil 1. Instanz 1759 (Q 12). Aufstellung der durch Hagendorns Vertragsbruch entstandenen Schäden und Kosten (Q 20). Botenlohnschein (Q 27).
Beschreibung: 4 cm, 161 Bl., in zwei Teilen gebunden; Q 1 - 33.




1587 - 1596 (1462 - 1592)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Rückgabe von 14 Morgen Land zwischen Nettesheim und Butzheim, die die Ritter Johann und Eberhard von Hirtz und Eberhards Frau Elisabeth 1462 dem Hermann Wilhelm Claaß und seiner Frau Cecilie auf zwölf Jahre für vier Malter Roggen verpachteten und die später ein anderer Eberhard von Hirtz und dessen Frau Agnes an Gobbel Hambloch und seine Frau, die Urgroßeltern der Appellantin, 1492 verkauft hatten. Die Appellaten als erstinstanzlich Beklagte hatten die Pacht bis 1575 immer entrichtet, dannjedoch die Zahlung eingestellt.

Aktenzeichen : H 129/421

Enthaeltvermerke : Kläger: Berta Haistein, Witwe des Goddart Schommartz (Schommertz), Vogtes zu Millen, Waldfeucht (Hzm. Jülich, Amt Millen; Selfkantkr. Geilenkirchen- Heinsberg), (Kl.)
Beklagter: Peter Bunt (Bundt), Wilhelm Kirschbaum, Hermann Schroder, alle Nettesheim (Erzstift Köln, Amt Hülchrath und Erprath; Kr. Grevenbroich), Johann Fuchs, Thomas (anders: Antonius) Bunt, Schneider, Köln, Hermann Buick, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Gödelmann
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius 1587 - Dr. Johann Gudelman 1587 - Dr. Johann Vianden 1587
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Vogt, Schultheiß und Schöffen des Hofgerichts zu Gohr (Goir, Hzm. Jülich, Amt und Kr. Grevenbroich) 1578 - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1582 - 3. RKG 1587 - 1596 (1462 - 1592)
Beweismittel: Kap. 37 des jül.-berg. Landrechts (Q 13). Kaufvertrag über die 14 Morgen Land 1492 (18 - 21). Pachtvertrag 1462 (21 - 25). Urteil 1. Instanz (89). Zeugenaussagen (97 - 117).
Beschreibung: 6 cm, 262 Bl., lose; Q 1 - 16.




1699 - 1713 (1698 - 1703)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Rechnungslegung für die Zeit der Führung der Vormundschaft über die Kinder des verstorbenen le Jeusne und Aushändigung aller Güter. Nach dem Tode des Obristwachtmeisters le Jeusne und seiner Frau hatte der Appellat 1691 dessen Güter ohne Aufstellung eines Inventars an sich genommen und verwaltet und die Erziehung der Kinder übernommen. Elisabeth, die älteste Tochter des le Jeusne, suchte er ohne Erfolg an seinen Sohn zu verheiraten, worauf er sich weigerte, die Vormundschaft über das andere Kind länger zu führen. Als darauf nach dem Frieden von Rijswijk (1697) Halantzii, dessen Frau eine Schwester der Mutter der Kinder war, die Vormundschaft übernehmen wollte, verlangte er ein Inventar und eine Übersicht über das vorhandene Vermögen (Status bonorum), was der Appellat jedoch trotz gegenteiligen Versprechens schuldig blieb. Nach dem erstinstanzlichen Urteil gegen ihn appellierte de Haes an den Offizial „als Committenten“, wurde aber an die erste Instanz zurückverwiesen.

Aktenzeichen : H 130/422

Enthaeltvermerke : Kläger: Petrus Sebastianus de Halantzii, Obrist, und Konsorten: Niclas Spielmann gen. le Jeusne, brandenburgischer Leutnant, im Namen seiner Frau und beide als Vormünder des minderjährigen Kindes des brandenburgischen Obristwachtmeisters Simon le Jeusne
Beklagter: Johann Franz de Haes (del Haes, Delhaes), kurköln. Vogt zu Rheinbach (Oberamt Bonn; Rhein-Sieg-Kr.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Ludwig Ziegler 1699 - Subst.: Lic. Konrad Franz Steinhausen
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Philipp Pulian 1699 - Subst.: Dr. Johann Heinrich Flender
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Kommissar des Offizials Köln 1698 - 2. Kurköln. Hofrat zu Bonn 1699 - 3. RKG 1699 - 1713 (1698 - 1703)
Beweismittel: Güterverzeichnis und Rechnungen (61 - 115 und öfter).
Beschreibung: 6 cm, 309 Bl., lose; Q 1 - 25, Q 15a - c (Vorakten), Q 5 - 11 fehlen, Prozeß in schlechtem Zustand.




1793 - 1801 (1739 - 1801)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erbstreitigkeit und Anspruch auf Aufhebung der gegen das väterliche Testament aus Unwissen eingegangenen Vereinbarungen. Der kurpfälzische Hofkanzler Jakob Tilmann Freiherr von Hallberg hatte zu Gunsten seiner männlichen, nach deren Aussterben der weiblichen Deszendenten sein Vermögen mit Fussgönheim, Heuchelheim, Buchheim und Eggersheim zu einem Fideikommiß mit Primogenitur zusammengefaßt. Seine letztüberlebenden Kinder Johann Bernhard Franz und Auguste Elisabeth von Colli einigten sich durch Verträge 1764 und 1771 darauf, daß jeder über die Hälfte der Fideikommißgüter frei verfügen könne. Johann Bernhard setzte 1783 in einem Testament seinen Vetter Theodor von Hallberg zum Erben ein. Auch Auguste Elisabeth von Colli setzte ihren Vetter in einem Vertrag vom 21. März 1785, der ihr ein monatliches Einkommen sicherte, zu ihrem Erben ein. Heinrich Theodor von Hallberg, der Vater der Kontrahenten, setzte 1792 in seinem Testament mit einigen Einschränkungen seinen jüngsten Sohn Constantin zum „Stamm-, Fideikommiß- und Majoritätsherrn“ ein, der seine Geschwister auszuzahlen hatte. Nach dem Tod des Vaters Heinrich Theodor von Hallberg (Ende 1792) erhob der älteste Sohn Alexander Ferdinand Ansprüche auf den Familienfideikommiß, worauf in Wien 1793 ein erster Vergleich geschlossen wurde. Dabei und auch später sei Constantin aufgrund seiner Jugend und seiner durch lange Abwesenheit bedingten Unkenntnis der Vermögensverhältnisse von den Beklagten übervorteilt worden.

Aktenzeichen : -

Enthaeltvermerke : Kläger: Reichsgraf Constantin von Hallberg, Wien
Beklagter: Alle Geschwister des Klägers: Alexander Ferdinand und Matthias von Hallberg, Düsseldorf und Pesch, und Lucie Gräfin von Wickenburg, geb. von Hallberg, ab 1797 ein K[onstantin] Grafvon Wickenburg gen. Stechinelli
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Jakob Christian Dietz 1793 - Subst.: Lic. Johann Friedrich Lange
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Jakob Wickh 1794 - Subst.: Dr. Philipp Jakob Rasor - Lic. Gabriel Niderer 1794 - Subst.: Lic. Heinrich Joseph Brack - Lic. Franz Albert Flach 1797 - Subst.: Lic. Jakob Abel - Subst.: Lic. Johann Wilhelm Lorsbach - Subst.: Lic. Johann Friedrich Christian Feller 1800
Prozeßart: Citationis ad videndum transactiones divisionis contra dispositionem paternam et ex erroneo supposito nulliter et perperam initas
Instanzen: RKG 1793 - 1801 (1739 - 1801)
Beweismittel: Auszug aus dem Testament des Johann Bernhard Franz von Hallberg 9. Okt. 1783 (Q 4). Vertrag 21. März 1785 mit Nachtrag vom 4. April 1787 (Q 5, 6 und 32, 33). Testament des Heinrich Theodor von Hallberg 25. Aug. 1792 (Q 7). Vergleiche 8. März und 6. Mai 1793 (Q 8, 34 und 9). Angaben über die Erträge des Fideikommisses (Q 11 und 12). Botenlohnschein (Q 16). Zeugenaussagen (Q 27, 28). Erbvereinigungsvertrag (Familienfideikommiß) des Tilmann Jakob von Hallberg und seiner Frau Anna Maria Josephine von Francken 19. Sept. 1739 (Q 30). Übersicht über die hinterlassenen Güter (Q 35). Medizinisches Gutachten über den Geisteszustand und die Testierfähigkeit des Theodor von Hallberg 1792 (Q 48). Taxierung des Rittersitzes Bokkum (Q 53) und Kostenrechnung für Bockum (Q 56).
Beschreibung: 10 cm, 720 Bl., gebunden; Q 1 - 81, Protokoll und Q 2 (Bl. 3 - 7) fehlen. Der Prozeß wurde - offensichtlich nachträglich - mit der falschen Signatur H 199a/53 versehen.




1593 - 1596 (1556 - 1586)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf ein Drittel dessen, was Peter Simonis zum Rempel und seine Frau Elisabeth Meusgens einst besessen hatten. Das Ehepaar hatte drei Kinder: Metzgen, Gertrud und Johannes. Als die Mutter starb, seien - so der Appellat - die Kinder Erben, der Vater nur Leibzüchter gewesen. Gertrud heiratete Heinrich Wolfskehl und bekam vier Kinder, von denen nur Peter überlebte, der beim Tode seiner Mutter erbte. Durch Peters Tod erbte sein Vater, der seine Ansprüche in einem Testament an seinen Bruder Gerhard Wolfskehl übertrug. Als nach dem Tod des Leibzüchters Peter Simonis zum Rempel der Erbfall eintrat, erhob Gerhard Wolfskehl unter Berufung auf das Kölner Landrecht seine Forderungen. Die Appellanten bestreiten Heinrich Wolfskehl aufgrund einer zuvor an seinen Schwiegervater durchgeführten Schenkung, die aber widerrufen worden sein soll, das Testierrecht.

Aktenzeichen : H 200/644

Enthaeltvermerke : Kläger: Heinrich von Hall zu Strauweiler, seine Frau Ida zum Rempel, Alexander von Eyll und seine Gertrud zum Rempel (Rempell) und alle Erben des Peter von Rempel, Bürgermeisters und Schöffen zu Bonn, und seiner Frau Sophia, Landgräfin von Hessen, (Bekl.)
Beklagter: Gerhard Wolfskehl, Amtmann zu Brühl und Deutz, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Heuser 1583 - Dr. Leonhard Wolff 1583
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wilthelm 1583 - Dr. Laurentius Vomelius 1583 - Dr. Bernhard Kuhorn 1583 - (Lic.) Philipp Seiblin 1583 - Dr. Heinrich Stemler 1583 - Dr. Paulus Buchener 1583
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hohes Gericht zu Bonn 1571 - 2. Hofgericht Köln 1574 - 3. RKG 1593 - 1596 (1556 - 1586)
Beweismittel: Zeugenaussagen (7 - 48). Testament des Heinrich Wolfskehl 1556 (457 - 461).
Beschreibung: 12 cm, 561 Bl., lose; Q 1 - 8. Lit.: ZBVG 70 (1949) S. 341.




1587 - 1592 (1586 - 1588)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das im Fürstentum Berg im Amt Porz gelegene Haus und Mannlehen Strauweiler und Klage wegen Rechtsverweigerung in Düsseldorf. Nach dem Tod ihres Mannes (1585) glaubte die Klägerin sich zur Leibzucht berechtigt. Als sie sich auf ihren Gütern in Bonn befand, besetzte ihr Schwager Degenhard von Hall am 1. April 1586 Haus Strauweiler, vertrieb Knechte und Mägde, sperrte Schwester und Töchter der Klägerin ein und trieb „allerlei Hohn und Spott“ mit ihnen. Auf Klage in Düsseldorf wurde der Klägerin vom Herzog eine ihrer Meinung nach zu hohe Kaution auferlegt. Degenhard von Hall hält entgegen, daß er ordnungsgemäß belehnt worden sei.

Aktenzeichen : H 201/647

Enthaeltvermerke : Kläger: Ida von Rempel, Witwe des Heinrich von Hall, Bonn, in zweiter Ehe verheiratet mit Johann von Kinzweiler zu Müddersheim
Beklagter: Herzog Wilhelm von Jülich und Berg und Konsorten: Degenhard von Hall zu Landscheid und Strauweiler
Prokuratoren (Kl.): Dr. Leonhard Wolff 1587
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius [1579] 1587 - Dr. Johann Godelmann 1587 - Dr. Laurentius Vomelius Stappert 1587
Prozeßart: Mandati sine clausula die ubermeßige ufferlegte caution prestandi casum fortuitum belangenndt
Instanzen: RKG 1587 - 1592 (1586 - 1588)
Beweismittel: Bericht der Nichten der Klägerin 1586 (Q 7).
Beschreibung: 3,5 cm, 73 Bl., lose; Q 1 - 18.




1672 - 1686 (1645 - 1685) - 3
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Übernahme von 1207,5 Rtlr. plus Zinsen, die die Appellaten aufgrund einer 1645 anhängig gemachten Klage an die Erben Lebruins (le Brüns) zahlen mußten. Die Urgroßeltern des Appellanten, Dietrich von Hall und Margarethe von Wylich, hatten 1575 von Heinrich Unkelbach und seiner Frau Maria von Königsfeld eine Obligation von 500 und 800 Rtlr. zu 16 Malter Roggen und 16 Rtlr. jährlich aufgenommen. Unklar bleibt, wie die Obligation in den Besitz der Appellaten gelangte, die die über Jahre nicht gezahlten Zinsen dem Kapital zuschlugen. Am 30. März 1683 bestätigte das RKG das Urteil der Vorinstanz.

Aktenzeichen : H 204/656

Enthaeltvermerke : Kläger: Degenhard von Hall zu Ophoven, (Bekl.)
Beklagter: Erben des Heinrich Flandrian, Schlebusch (Hzm. Berg., Amt Miselohe; Stadt Leverkusen), (Kl.): Elisabeth Flandrian, Wilhelm Schiltgens, Adolph Flandrian, Margaretha Flandrian, verwitwete Mey, Hitdorf (Hzm. Berg, Amt Monheim; Rhein-Wupper-Kr.) u. a.
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Wallraff 1672 - Subst.: Dr. Johann Leonhard Schommartz - Dr. Johann Leonhard Schommartz 1680 - Subst.: Lic. Johann Philipp Niedderer - Notar Johann Sutorius 1683 - Dr. Johann Marx Gießenbier 1684 - Subst.: Dr. Moritz Wilhelm von Gülchen
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Hermann Schaffer 1672 - Subst.: Dr. Johann Heinrich Seiblin
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1670 - 2. RKG 1672 - 1686 (1645 - 1685) - 3. Erzbischofvon Mainz als Revisionsinstanz 1683
Beweismittel: Bd. I: RKG-Urteil vom 30. März 1683 (4 und 47/48). Urteil der 1. Instanz 1672 (Q 3). Bd. II: Düsseldorfer Akten Erben des Caspar Lebruins ./. Heinrich Flandrian 1645 (1 - 249) und Vorakten.
Beschreibung: 2 Bde., 8 cm, 415 Bl.; Bd. I: 73 Bl., lose; Q 1 - 30 außer 14, 3 Beilagen; Bd. II: 342 Bl., gebunden.




1697 - 1701 (1615 - 1699)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch des Appellaten auf 11250 Goldgulden. 1608 hatte der Großonkel des Appellaten, Bertram von Nesselrode, seiner mit Johann von und zu Binsfeld verheirateten Nichte Anna für den Fall, daß er kinderlos sterben sollte, als Heiratspfennig 5000 Goldgulden ausgesetzt, die jedoch nicht bar ausbezahlt wurden. Statt dessen sollte es eine jährliche Pension geben. Bertram heiratete 1615, und nach seinem Tod (6. Dez. 1618) habe nun seine Witwe Maria von Wylich als „usufructuaria universalis“ die Pension entrichten müssen, dies jedoch bis zu ihrem Tode (1664) unterlassen. Der Großvater des Klägers und Appellaten erwarb die Ansprüche, für die der Appellant und die anderen Neffen der Maria von Wylich als deren Erben haften sollen. Als von Nesselrode versuchte, bei den Pächtern des Appellanten den Betrag einzutreiben, erließ das RKG ein Mandatum attentatorum revocatorium et restitutorium, wies aber am 18. März 1701 die Sache als nicht an das RKG erwachsen an die Vorinstanz zurück.

Aktenzeichen : H 205/657

Enthaeltvermerke : Kläger: Otto Caspar von Hall zu Landscheid, (1. Instanz Bekl. zusammen mit Johann Adolph von Wylich (Wilich) zu Großbernsau und Wolfgang Wilhelm von und zu Schöller als Erben der Maria von Wylich, verwitete Nesselrode)
Beklagter: Philipp Wilhelm von Nesselrode zu Ehreshoven, kurpfälzischer Oberhofmarschall, Düsseldorf, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Heinrich Flender 1697 - Subst.: Dr. Ehrenfried Klotz
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen 1697 - Subst.: Lic. F(ranz) P(eter) Jung
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1676 - 2. RKG 1697 - 1701 (1615 - 1699)
Beweismittel: Bd. I: RKG-Urteil 1701 (5). Mandatum attentatorum revocatorium et restitutorium 1697 (Q 13). Zahlungen der Pächter des von Hall an den von Nesselrode 1696 (Q 17 - 21). Viehtaxierung 1696 (Q 22). Mandatum de cassando et pendente appellatione non amplius attentando 1698 (Q 29). Urteil des Hohen Weltlichen Gerichts Köln (Greve und Schöffen) zwischen den gleichen Parteien 1697 (Q 30). Auszug aus einem in niederländischer Sprache gedruckten Text über die Heirat des Bertram von Nesselrode und der Maria von Wylich 1615 (Q 34). Angaben über den Tod der Sibylla von Wylich zu Großbernsau gen. von Volpi 1698 (Q 36). Gedruckte Vollmacht des Otto Caspar von Hall für Philipp Francken am jül.-berg. Hofgericht in Düsseldorf 1677 (Q 40). Bd. II: Bestätigung des Todestages des Bertram von Nesselrode zu Ehreshoven, Amtmanns zu Windeck (6. Dez. 1618), durch den Prior der Augustiner in Bödingen (Hzm. Berg, Amt Blankenberg; Rhein - Sieg - Kr.) 1676 (68). Vertrag zwischen Adolph von Nesselrode und Maria geb. von Wylich, verwitwete von Nesselrode, wegen des Heiratsvertrages der Maria 1619 (81 - 91) und Vergleich zwischen beiden 1620 (91 - 99). Schreiben des Johann von Wylich zu Bernsau und der Sebastiana von Wylich, geb. von Brempt, über den Heiratsvertrag ihrer Tochter Maria 1619 (108 - 112 und 117 - 121).
Beschreibung: 2 Bde., 8 cm, 399 Bl.; Bd. I: 98 Bl., lose; Q 1 - 40 außer 25* und 37; Bd. II: Q 37 (Vorakten). Lit.: Franz Becher, Die Freiherren von Wylich zu Großbernsau, in: Bergischer Kalender 1955, S. 62ff.




1757 (1756 - 1757)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verbalinjurien. Der Bruder des Appellanten, Schultheiß und Jurisdiktionsbeamter des Amtes Aldenhoven, geriet mit dem Appellaten in Streit, in dessen Verlauf von Hallberg sich über von Eys bei der vorgesetzten Behörde beschwerte. Darauf beleidigte der Appellat die ganze Familie von Hallberg, indem er den Adelsbrief der Vorfahren in Zweifel zog. Der Appellant klagte darauf in Düsseldorf auf öffentliche Abbitte.

Aktenzeichen : H 207/663

Enthaeltvermerke : Kläger: Bernard Joseph von Hallberg, Aldenhoven (Hzm., Oberamt und Kr. Jülich), (Kl.)
Beklagter: Johann Franz von Eys gen. Beusdahl, Zweibrüggen (Hzm. Jülich, Amt Geilenkirchen; Selfkantkr. Geilenkirchen-Heinsberg), Amtmann zu Aldenhoven, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Albert Ruland 1757 - Subst.: Lic. Johann Paul Besserer
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat (1756) - 2. Jül.-berg. fiskalischer Hofrat (1756) - 3. RKG 1757 (1756 - 1757)
Beschreibung: 2 cm, 55 Bl., lose; Q 1 - 14 außer 12*, 1 Beilage. Nach Fahne, Jül.-berg. Geschlechter I, S. 130, wurden die von Hallberg von dem Kurfürsten Karl Theodor, als dieser Reichsverweser war (1745 ?), in den Adelsstand erhoben. Laut Gotha am 27. 7. 1632 durch Kaiser Ferdinand II.




1683 (1683)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Beschwerde wegen ungebührlicher Schatzung und Besteuerung der Adeligen von Halver. Während die Appellanten ihre freiadeligen Güter als steuerfrei ansahen, klagten die Appellaten und erreichten, daß die Güter als steuerpflichtig eingestuft wurden. Die Appellanten argumentieren, die Kontributionskommissare seien nicht zuständig, da die Sache vor der klevisch- märkischen Regierung anhängig sei.

Aktenzeichen : H 217/715

Enthaeltvermerke : Kläger: Die Adeligen des Kirchspiels Halver (Grafschaft Mark; Kr. Lüdenscheid): Gerhard von und zu Edelkirchen, Hugo Henrich von Edelkirchen zur Heide, N. von Plettenberg, Johann Peter von der Heese zu Heesfeld und Caspar Ernst von Edelkirchen, (Bekl.)
Beklagter: Vorsteher und Eingesessene des Kirchspiels Halver, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Georg Erhardt 1683 - Subst.: Dr. Johann Friedrich Stieber
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurbrandenburgische Kontributionskommissare, Kleve (1682) - 2. RKG 1683 (1683)
Beschreibung: 1 cm, 24 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 7 Aktenstücke. Vgl. StA Münster, RKG Nr. 2413.




1556 - 1564 (1556 - 1558)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich.

Aktenzeichen : H 219/726

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann von Hambach, Rentmeister zu Kinzweiler (Hzm. und Oberamt Jülich, Kr. Aachen), Düren, als Momber des Floris Graf von Culemborg (Culenburg, Culemburg), Freiherr zu Palant
Beklagter: Otto von Bylandt, Herr zu Rheydt, wohnte nicht weit von Walbeck (Kr. Geldern)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Henrich Borchart 1556 - Dr. Johann Deschler 1556 - Lic. Philipp Seiblin (Zybelen) 1556 - Lic. Martin Richard 1556 - Dr. Anastasius Greineisen 1556
Prokuratoren (Bekl.): Seiblin (1556)
Prozeßart: Nicht ersichtlich
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen des Gerichts Aldenhoven auf Unterweisung des Hauptgerichts Jülich - 2. RKG 1556 - 1564 (1556 - 1558)
Beweismittel: Todesbestätigung des Johann von Hambach durch Bürgermeister und Schöffen von Düren 14. März 1557 (Q 4)
Beschreibung: 7 Bl., gebunden; Q 1 - 4, Q 3 (Vollmacht für Seiblin) fehlt.




o. D.
Permalink der Verzeichnungseinheit

Beschreibung: Der Prozeß wurde nach Köln abgegeben.

Aktenzeichen : H 221/728




1582 - 1609 (1582 - 1584)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Nachlaß des Cunibert Hambloch, Kanonikers und Chorbischofs von St. Aposteln. Nach dessen Tod hatten die Appellanten, Bruder und Neffen des Verstorbenen, dessen aus Familienbesitz stammende Ländereien in Hülchrath, Rommerskirchen und Nettesheim in Besitz genommen, bis auf Veranlassung der Appellaten Dietrich Dietz, Vogt von Hülchrath (Kr. Grevenbroich), als kurköln. Beamter die Güter beschlagnahmte (sequesterierte). Am 27. April 1585 hob das RKG die Beschlagnahmung auf.

Aktenzeichen : H 222/731

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Hambloch, Rommerskirchen, und Konsorten: Reinhard Harff, Arnold von Lip und Hermann Gyr, Schultheiß zu Brauweiler, als Erben des Cunibert Hambloch, (Bekl.)
Beklagter: Lambert Lingensen, Kanoniker in St. Aposteln in Köln, und Konsorten: Melchior Braun, Baccalaureus und Kanoniker ebendort, und Hermann (Johann) Schwerdensen, Kanoniker von St. Georg in Köln, (Kl.), als Treuhänder und Exekutoren des Testaments des Cunibert Hambloch
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Godelman 1583
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius 1582 - Dr. Laurentius Wildhelm 1582 - Dr. Bernhard Kuehorn 1582
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Gericht Rommerskirchen und Nettesheim (Erzstift Köln; Kr. Grevenbroich) - 2. RKG 1582 - 1609 (1582 - 1584)
Beweismittel: RKG-Urteil vom 27. April 1585 (6).
Beschreibung: 19 Bl., lose; Q 1 - 9.




1609 - 1622 (1599 - 1621)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um eine Erbschaft, die die Appellantin von ihren Eltern als Aussteuer (in dotem) erhalten haben will. Das kurfürstliche Gericht hatte die Appellation nicht angenommen und an die erste Instanz remittiert. Am 10. Dez. 1621 hob das RKG die Ladung an den Appellaten auf.

Aktenzeichen : H 223/732

Enthaeltvermerke : Kläger: Catharina, Witwe des Gottschalk Hambloch, Neuss, (Bekl.)
Beklagter: Siebert Warenberg, Kaufmann, Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Haug (1609)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Jakob Kremer 1609 - Dr. Heinrich Ludwig Hacker 1621
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Nicht ersichtlich. - 2. Henrich Scholteiß als deputierter kurköln. Rat und Kommissar - 3. RKG 1609 - 1622 (1599 - 1621)
Beweismittel: Urteil der Vorinstanz 1599 (Q 5).
Beschreibung: 17 Bl., lose; Q 1 - 8; 1 Beilage.




1616 (1607 - 1616)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das Vorkaufsrecht für ein Haus einschließlich Garten, Ställen, Scheune und Baumgarten aufgrund naher Verwandtschaft mit dem Verkäufer (Beschudd, Retraktrecht, Erblosung). Die umstrittenen Güter hatte Adriana Krebs, die Tante der Maria Krebs, bei ihrer Heirat mit Niclas Geilenkirchen, Schöffen des Stadtgerichts Grevenbroich, von ihren Eltern als Mitgift erhalten. Nach dem Tod des Ehepaares hatten Sohn und Tochter das Haus an den nicht mit ihnen verwandten Appellanten verkauft. Wilhelm Hochsteden beansprucht das Vorkaufsrecht, da der Vater seiner Frau ein Bruder der Adriana war. Er war bereit, Kaufpreis und entstandene Kosten vor Vogt und Schöffen zu Grevenbroich zu erstatten, jedoch lehnte Hambloch ab. Nachdem das Gericht Grevenbroich als nicht zuständig erkannt war, war Jülich die erste Instanz.

Aktenzeichen : H 224/733

Enthaeltvermerke : Kläger: Arnold Hambloch, Barrenstein (Hzm. Jülich, Amt und Kr. Grevenbroich), (Bekl.: mit Johann Wiersingh)
Beklagter: Maria Krebs, Witwe des Wilhelm Hochsteden, Köln, (Kl.: Wilhelm Hochsteden)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Wilhelm Fabricius 1616
Prokuratoren (Bekl.): Schröter (1616)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich 1607 - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1607 - 3. RKG 1616 (1607 - 1616)
Beweismittel: Lageplan des umstrittenen Hauses in der Kölnischen Landstraße in Barrenstein (154 und 257).
Beschreibung: 5 cm, 270 Bl., gebunden; Q 1 - 4; 4 Beilagen.




1672 - 1674 (1627 - 1672)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Nachlaß des Arnold Hambloch, Großvaters der Appellanten und Schwiegervaters der Appellaten, bestehend u. a. aus 48,5 Morgen fruchtbaren Ackerlands. Aus erster Ehe mit Catharina Zölners hatte Arnold Hambloch einen Sohn Hermann, aus dessen 1637 mit Elsgen (Elisabeth) Meuls geschlossener Ehe Arnold und Johann hervorgingen. Hermann erhielt von seinem Vater 1000 Rtlr. „in donationem propter nuptias“. Aus einer zweiten Ehe mit Maria Mohr hatte Arnold Hambloch drei Töchter Catharina, Sibilla und Anna Maria, die die Appellaten heirateten. Als Arnold 1646 starb, beanspruchten seine Enkel Arnold und Johann anstelle ihres bereits verstorbenen Vaters Hermann das Erbe für sich. Einen von ihrer Mutter 1656 geschlossenen Vergleich wollten sie nicht akzeptieren, da ihre Mutter dazu nicht berechtigt gewesen sei. Laut Protokoll soll am 4. Nov. 1674 ein Urteil gefällt worden sein.

Aktenzeichen : H 225/734

Enthaeltvermerke : Kläger: Arnold und Johann Hambloch, Söhne des Hermann Hambloch, Oekoven (Erzstift Köln, Amt Hülchrath und Erprath; Kr. Grevenbroich) und Livorno (Italien), (Bekl.)
Beklagter: Erben der Maria Mohr: Henrich Eising, Peter Ehmans und Andreas Wasserfall, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Konrad Albrecht 1672 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Leonhard Schommartz 1672 - Subst.: Lic. Stephan Finck
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Offizial Köln 1665 - 2. Offizial Köln als Revisionsinstanz 1670 - 3. RKG 1672 - 1674 (1627 - 1672)
Beweismittel: Vergleich zwischen Elsgen Meuls und Maria Mohr 1656 (31 - 35). Vergleich zwischen den Kontrahenten 1667 (57 - 63). Rechnung der Erben Mohr für die Appellanten über die seit 1656 genutzten Ländereien (68 - 77). Vergleich 1668 (79 - 82). Rechnungen ab 1637 (85 - 87 und öfter). Heiratsberedung zwischen Hermann Hambloch und Elsgen Meuls 1637 (120 - 123). Loszettel (hier: Landzuteilung) für Hermanns Kinder 1646 (123 - 125). Urteil 1. Instanz 1670 (132 - 133). Heiratsberedung zwischen Arnold Hambloch und Maria Mohr 1627 (Q 12).
Beschreibung: 6 cm, 278 Bl., lose; Q 1 - 15.




1541 (1541)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich.

Aktenzeichen : H 226/-

Enthaeltvermerke : Kläger: Bernhart von Hamborch
Beklagter: Catharina Kern
Prokuratoren (Kl.): Dr. Anastasius Greineisen 1541 - Lic. Amandus Wolff
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Gericht zu Nothberg (Hzm. Jülich, Amt Wilhelmstein auf Unterweisung des Hauptgerichts Jülich - 2. RKG 1541 (1541)
Beschreibung: 3 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag und 2 Aktenstücke. Im alten Findbuch wird der Prozeß unter der Wetzlarer Signatur H 226/738 geführt. In der Akte selbst findet sich die Nummer „738“ nirgends.




1580 - 1585 (1566 - 1588)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das Recht der Schweinemast (Sielgerechtigkeit) in der Speldorfer Mark für alle Schweine, die auf dem dem Kloster gehörenden Hof der „Kolck“ genannt (bei Duisburg) gezogen werden, und auf Erstattung aller durch den Appellaten erlittenen Schäden und Kosten. Gegen den Anspruch des Abtes hatte der Graf am 29. Sept. 1567 zwölf Schweine des Abtes weggenommen, als sie auf die Speldorfer Mark getrieben wurden.

Aktenzeichen : H 227/739

Enthaeltvermerke : Kläger: Abt (Christoph von Hausen) des Prämonstratenserklosters in Hamborn, (Kl.)
Beklagter: Wirich von Daun (Dhaun), Graf zu Falkenstein, Herr zu Oberstein und Broich, sowie die Holzrichter und sämtliche Markgenossen der Speldorfer Mark (Mülheim), (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Bontz 1580 - Lic. Johann Vianden 1586 - Dr. Bernhard Kuehorn 1586
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Michael Vaius (1580) 1582 - Dr. Laurentius Vomelius [1579] 1582
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1568 - 2. RKG 1580 - 1585 (1566 - 1588)
Beweismittel: Bd. I: Privilegium de non appellando für Jülich 1566 und Copia publicationis 1568 (Q 13, Q 14 und 119 - 128)). Angaben über Güter des Klosters Hamborn (96). Forderungen des Klosters 1569 - 1585 (101 - 102). Bd. II: Vorakten mit ausführlichen Zeugenaussagen.
Beschreibung: 2 Bde., 17 cm, 923 Bl., gebunden; Bd. I: 139 Bl.; Q 1 - 23 außer Q 5*, Q 6 und 7 fehlen, Q 12 doppelt vergeben, 9 Beilagen. Bd. II: Q 5* (Vorakten). Vgl. RKG 11694 (F 59/151).




1701 - 1703 (1663 - 1702)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Zahlung einer Summe von 1000 Pattacons (entsprechen Rtlr.) und 200 Ducatons plus Zinsen oder des entsprechenden Gegenwerts aus einer am 5. März 1686 von Andreas Boltgens, Rat und Oberamtmann des Beklagten, für einen Wechselbrief nach Amsterdam zedierten Obligation. Maximilian Wilhelm hatte sie kurz zuvor von seiner Cousine Maria Bernardina zediert bekommen, die sie wiederum von ihrer Tante Josina Walburgis Gräfin zu dem Berghe (gest. 29. Dez. 1683) geerbt hatte.

Aktenzeichen : H 242/881

Enthaeltvermerke : Kläger: Catharina Tenbroock (zum Bruch), Witwe des kurköln. Kriegskommissars Dr. Balthasar von Hamm, Coesfeld
Beklagter: Maximilian Wilhelm Graf zu Limburg und Bronckhorst, Herr zu Styrum
Prokuratoren (Kl.): Lic. Franz Peter Jung 1701 - Subst.: Lic. Wilhelm Heeser
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Friedrich Heinrich von Gülich (Gilch) (1701)
Prozeßart: Mandati de solvendo vel indemnisando cum clausula
Instanzen: RKG 1701 - 1703 (1663 - 1702)
Beweismittel: Vollmacht des Beklagten für seinen Rat und Oberamtmann Andreas Boltgens 1686 (Q 3). Zession der Obligation an Dr. Hamm 1685 (Q 4). Zession der auf die Gemeinde Neudorf, Herrschaft Walhorn im Hzm. Limburg, lautenden Obligation von Maria Bernardina Gräfin zu Limburg, Bronckhorst und Styrum an den Beklagten 1685 (Q 5). Obligation des Hermann Heinrich Graf zu dem Berghe, Freiherrn zu St. Stevensweert, über 1000 Pattacons für die Eingesessenen von Neudorf 1663 (Q 6). Anzeige des Verkaufs eines Kapitals von 900 Pattacons, stehend auf Neudorf, durch Cornelia von Workum, Witwe des Obristen Wilhelm de Louchart, vor Meier und Schöffen des Hochgerichts des Herzogtums Limburg 1691 (Q 7). Fragment einer nicht zum Prozeß gehörenden Q 4 (32 - 37)
Beschreibung: 1,5 cm, 37 Bl., lose; Q 1 - 12 außer Q 8* (Vollmacht für Gülich), Q 4 doppelt (niederländisch/deutsch).




1627 - 1628 (1627 - 1631)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Gut Honrath (Hzm. Berg, Amt Blankenberg; Rhein-Sieg-Kr.). Als beim Tode des Heinrich Lüninck, Onkels des Mitappellanten, dessen einzige, mit Johann Christoph von Hammerstein verheiratete Tochter das Gut Honrath erbte, erhob der Vater des Appellaten eine Forderung über 2000 Goldgulden plus 1300 Goldgulden Zinsen, die von einer Schuldverschreibung des Jost Lüninck, Johanns Großvater, herrühren sollte. Obwohl er das Original der Schuldverschreibung nicht vorweisen konnte, deponierten die Appellanten das Geld am 15. Juli 1614 beim zuständigen Landgericht Neunkirchen, klagten aber dann aufHerausgabe der Verschreibung.

Aktenzeichen : H 255/930

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Christoph von Hammerstein zu Honrath und Konsorten: Johann Lüninck (Lüning, Luninck) zu Niederpleis, (Kl.)
Beklagter: Stephan von Neuhoff (Neuenhoff) gen. Ley zu Eibach, (Bekl.: sein Vater Wilhelm von Neuhoff gen. Ley)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Arnold Nagel (1627) 1628
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Schmidt (1627) 1629 - Dr. Heinrich Eylinck 1631
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Landgericht Neunkirchen (Hzm. Berg, Amt Blankenberg; Rhein- Sieg-Kr.) - 2. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf- 3. RKG 1627 - 1628 (1627 - 1631)
Beschreibung: 1,5 cm, 29 Bl., lose; Q 1 - 3, 11 Beilagen. Lit.: Emil Freiherr von Hammerstein-Gesmold, Urkunden und Regesten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein, Hannover 1891, S. 639, Nr. 1177.




1677 - 1680 (1453 - 1678)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Haus Hammerstein. Bei einer Erbteilung im Jahre 1598 zwischen den Geschwistern Caspar, Hermann, Maria, Anna und Ursula von Hammerstein erhielt Caspar Haus Hammerstein und einen Schatzhof, Hermann Gut Stackenberg, die Schwestern wurden mit Geld und einem jährlichen Einkommen ausgestattet. Caspar hatte mehrere Töchter, deren älteste, die Appellantin, Johann Quadt heiratete. Hermann hinterließ die beiden Söhne Adolph und Johann, die die Überlassung von Haus Hammerstein forderten und mit der Begründung, es sei ein Mannlehen, auch die Belehnung erlangten. Aus Geldmangel zedierte Johann seine Ansprüche an Dr. Clamor Eßgen, der seine beiden Söhne belehnen ließ. Das RKG bestätigte am 7. Juli 1679 das Urteil der Vorinstanz, wonach die Appellanten das Haus zu räumen hatten.

Aktenzeichen : H 256/933

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna Margaretha von Hammerstein (Hzm. Berg, Amt Solingen), Witwe des Johann Quadt, und Konsorten: ihre Kinder und Schwiegerkinder Wilhelm und Anna Clara Quadt von Hammerstein, Johann Gerhard Alberg im Namen seiner Frau Anna Catharina Quadt, (Bekl.)
Beklagter: Adolph von Hammerstein und Konsorten: Johann von Hammerstein, Gut Stackenberg (Wuppertal), Dr. Clamor Eßgen, Köln, im Namen seiner Söhne, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Leonhard Schommartz 1677 - Subst.: (?) Heinrich Zinck
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Bernhard Henningh 1677 - Subst.: Dr. Johann Heinrich Seiblin
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1633 - 2. RKG 1677 - 1680 (1453 - 1678)
Beweismittel: Bd. I: RKG-Urteil vom 7. Juli 1679 (3 - 4). Rationes decidendi der Vorinstanz (Q 11). Lehnsbrief über Hammerstein 1524 (Q 22). Aufgebot des Adolph von und zu Hammerstein 1675 (Q 25). Stammtafel von Hammerstein (62). Fünf Lehnsbriefe über Haus Hammerstein 1504 - 1676 (63 - 72). Bd. II: Mehrere Lehns- und Reversalbriefe über Hammerstein, u. a. mit Fischereirecht in der Wupper, 1453 - 1676 (1 - 43, 214 - 223, 267 - 276). Beschreibung der zum Haus Hammerstein gehörenden Güter (224 - 225). Erbteilungsvertrag 1598 (361 - 365). Verzicht des Hermann von Hammerstein (365 - 366).
Beschreibung: 2 Bde., 14 cm, 681 Bl.; Bd. I: 79 Bl., lose; Q 1 - 25, 9 Beilagen; Bd. II: 602 Bl., lose; Q 15b (Vorakten). Lit.: Emil Freiherr von Hammerstein- Gesmold, Urkunden und Regesten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein, Hannover 1891, S. 647f., Nr. 1193.




1687 (1687 - 1688)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das Jagdrecht (ius venandi) des Hauses Öge im Amt Hückeswagen. Die Appellanten geben an, das Jagdrecht sei seit Generationen im Besitz ihrer Familie. Löper hatte ihnen als Richter verboten, davon Gebrauch zu machen, da Öge kein adeliges Haus sei, sondern ein schatz- und steuerpflichtiges Gut, das lediglich seit 1602 „aus sonderbahren Gnaden ... vom Schatz“ befreit sei.

Aktenzeichen : H 257/934

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Ludwig von Hammerstein und Konsorten: sein Bruder Johann Adam Friedrich, (Kl.)
Beklagter: Johann Gottfriedt Löper, Richter der bergischen Ämter Bornefeld und Hückeswagen, Georg Adolph von Nagel, Haus Herl (Hzm. Berg, Amt Porz), (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Marx Gießenbier 1687 - Subst.: Dr. Johann Georg Erhard
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Eichrodt 1688 - Subst.: Dr. Ziegeler
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf- 2. RKG 1687 (1687 - 1688)
Beschreibung: 25 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 12 Aktenstücke. Lit.: Emil Freiherr von Hammerstein-Gesmold, Urkunden und Regesten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein, Hannover 1891, S. 689., Nr. 1278.




1699 (1599 - 1700)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um 837 2/3 Goldgulden aus Leyschen und Quadischen Obligationen, die gemäß Urteil der Vorinstanz die Appellanten an den Appellaten zahlen sollten, nachdem sie ihm bereits den Heiratspfennig und das Kindteil seiner Mutter Anna Margaretha von Hammerstein, einer Schwester des Jobst, ausgezahlt hatten. Die Vorinstanz hatte die Immission des Appellaten in die Höfe Oberhaus und Scheid angeordnet.

Aktenzeichen : H 258/940

Enthaeltvermerke : Kläger: Erben des Jobst von Hammerstein zu Honrath, (Bekl.), besonders sein Schwiegersohn Henrich Winand von Gülich zu Dorp und sein Sohn Johann Ludwig von Hammerstein
Beklagter: Johann Gottfriedt von der Reven zu Auel, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Friedrich Hofmann 1699 - Subst.: Lic. J. H. Flender
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Ludwig Ziegler 1700 - Subst.: Dr. Johann Ulrich von Gülchen
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1696 - 2. RKG 1699 (1599 - 1700)
Beweismittel: Bd. I: Urteil der jül.-berg. Hofkanzlei für die Appellanten 1697 (18 - 19). Bd. II: Heiratsverschreibung zwischen Henrich von der Reven und Anna Margaretha von Hammerstein 25. Feb. 1645 (4 - 15). Vergleich zwischen Jobst von Hammerstein einerseits und seinen Geschwistern und Schwägern andererseits 1665 (79 - 85). Drei Verschreibungen des Heinrich von Lüninck zu Honrath 1599 - 1609 (405 - 434). Rechnungen (mehrfach).
Beschreibung: 2 Bde., 12 cm, 607 Bl.; Bd. I: 63 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 11 Aktenstücke; Bd. II: 554 Bl., gebunden; Vorakten. Lit.: Emil Freiherr von Hammerstein-Gesmold, Urkunden und Regesten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein, Hannover 1891, S. 655, Nr. 1207 und S. 678, Nr. 1248.




1729 - 1734 (1726 - 1730)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch des Moritz Hector auf Haus Öge und Erstattung der bisher daraus von Arnold Carl gezogenen Gewinne unter Berufung aufKapitel 93 der jül.-berg. Landordnung, wonach der zweite Sohn das zweite Haus des Erbes erhält. Nach Angaben des Arnold Carl war beim Tode ihrer Eltern (Johann Ludwig von Hammerstein) der elterliche Rittersitz Honrath (Hzm. Berg, Amt Blankenberg; Rhein-Sieg-Kr.), der Arnold Carl zustand, so verschuldet, daß er verkauft werden mußte, um die Schulden zu bezahlen, und Arnold Carl beanspruchte mehr aus dem Erbe. Daher forderte Moritz Hector nach Jahren Rechnungslegung. Der Appellant klagt, der Prozeß habe am Wohnsitz des Beklagten anhängig gemacht werden müssen (forum domicilii). Da das elterliche Sterbhaus im holländischen Gelderland liege, verlangt er die Rückverweisung an das zuständige Gericht.

Aktenzeichen : H 259/956

Enthaeltvermerke : Kläger: Arnold Carl von Hammerstein, Kommandant der Leibgarde der verwitweten Fürstin von Nassau- Oranien, Leeuwarden (Niederlande)
Beklagter: Moritz Hector Casimir von Hammerstein, Haus Oost op Geul (auf die Geulle, bei Maastricht); als Interessent PfalzgrafKarl Philipp
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Goy 1729 - Subst.: Dr. Johann Ludwig Pfeiffer Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Wilhelm Ludolf 1729 - Subst.: Dr. J. H. Scheurer - Dr. Johann Rudolf Sachs [1726] 1729 - Subst.: Lic. Johann Melchior Deuren
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat Düsseldorf 1726 - 2. RKG 1729 - 1734 (1726 - 1730)
Beschreibung: 2 Bde., 5,5 cm, 177 Bl.; Bd. I: 73 Bl., lose; Q 1 - 14 außer 12, 6 Beilagen; Bd. II: 103 Bl., gebunden. Lit.: Emil Freiherr von Hammerstein- Gesmold, Urkunden und Regesten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein, Hannover 1891, S. 702, Nr. 1310.




1693 - 1700 (1652 - 1697)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen Verfolgung eines hanauischen Untertanen von einem nicht zuständigen Gericht. Wegen einer Forderung von 1357 Rtlr. an den Holzhändler Johann Henrich von de Wall, Vetter des einen Mitbeklagten, und seinen Vater Hermann hatten die Mitbeklagten 1691 sein mit über 100 Personen auf dem Rhein nach Holland fahrendes Holzfloß durch die brandenburgische Regierung beschlagnahmen lassen und erst nach einem Sicherheitseid (cautio stipulata de judicio sisti) wieder entlassen. Nachdem Johann Henrich von de Wall nach Hanau zurückgekehrt war, klagten die Mitbeklagten in Kleve, und obwohl der Graf sich für seinen Untertanen verwendete und die Schulden streitig waren, weil Johann Henrich von de Wall angeblich nie mit seinem Vater „in Compagnie“ gehandelt habe, wurde sein Floß erneut beschlagnahmt.

Aktenzeichen : H 262/1248

Enthaeltvermerke : Kläger: Philipp Reinhard Graf zu Hanau, Rieneck und Zweibrücken, Herr zu Münzenberg, Lichtenberg und Ochsenstein, Erbmarschall und Obervogt zu Straßburg
Beklagter: Kurbrandenburg. Kanzler und Regierungsräte zu Kleve und Konsorten: Johann von de Wall und Johann von Stockum, beide Ratsmitglieder von Wesel (Niederwesel)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Ulrich von Gülchen 1693 - Subst.: Dr. Georg Friedrich Mueg
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Zeller (1693) - Dr. Philipp Nidderer 1693 - Subst.: Lic. Johann Konrad Albrecht
Prozeßart: Mandati cassatorii et de non trahendo vel evocando ad forum extraneum incompetens nec amplius arrestando vel impediendo liberam negotiationem, sed remittendo causam ad iudicem competentem sine clausula
Instanzen: RKG 1693 - 1700 (1652 - 1697)
Beweismittel: Ulterius mandatum 1693 (Q 25). Protocollum iudiciale, Kleve 1692 (Q 27). Mandatum adhuc ulterius cassatorium 1693 (Q 28). Urteil Kleve 1693 (Q 40, 59 und 73). Kaufvertrag über 450 Eichenbalken 1673 (Q 65). Holzrechnungen 1671 - 1673 (Q 66 - 70). Arrestverzichtserklärung zwischen Friedrich Wilhelm von Brandenburg für Kleve und dem Erzbischof von Köln 1652 (Q 72). Rechnungen 1672 - 1673 (Q 75). Atteste der Bürgermeister von Wesel, Rees und Emmerich über Beschlagnahmungspraktiken (Q 77 - 79). Kaufvertrag (Holz) 1679 (Q 92). Zwei Wechselbriefe 1668 und 1669 (Q 93).
Beschreibung: 7 cm, 300 Bl., lose; Q 1 - 93 außer 31* (Vollmacht für Dr. Zeller), Q 30 und 92 doppelt, Q 93 dreifach, 3 Beilagen.




1732 - 1744 (1699 - 1744)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf ein adeliges Gut zu Limperich, das einst dem Rörich (Röderich) Worm (Wurm), Bruder des Großvaters der Appellantin, gehört hatte. Bereits 1712 und 1713 hatte Gertrud Hanau sich vor Gericht 2/3 des Nachlasses ihres Großonkels erstritten. Da dieser ohne Kinder und Testament starb, erbte sein Bruder Hieronymus, von diesem die Tochter Catharina, Gertruds Mutter. Das umstrittene Gut hatten aber Daniel Flach und Konsorten, die sich nach Rörichs Tod zunächst seines Nachlasses bemächtigt hatten, bereits 1699 für 525 Rtlr. an Ferdinand Kleinholtz verkauft. Durch Renovierung und Grundstückszukauf soll der Wert 1732 schon ca. 2000 Rtlr. betragen haben.

Aktenzeichen : H 264/1261

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna Gertrud Hanau, arme Partei (pauper), Siegburg, später als Erbe Andreas Wolff
Beklagter: Erben des Ferdinand Kleinholtz, Generals des französischen Königs, Limperich (Hzm. Berg, Amt Löwenburg)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Georg Melchior Hofmann (iunior) 1732 - Subst.: Dr. Johann Paul Besserer - Subst.: Dr. Johann Wilhelm Ludolf 1743
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Goy 1732 - Subst.: Lic. Johann Franz Wolff- Lic. Johann Melchior Deuren 1741 - Subst.: Lic. A. J. Stephani
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Geheimes Rats Dicasterium Düsseldorf - 2. Geheimes Rats Dicasterium Düsseldorf als Revisionsinstanz (1727) - 3. RKG 1732 - 1744 (1699 - 1744)
Beweismittel: Urteil Düsseldorf 1727 (Q 5 und 18). Armutszeugnis für Gertrud Hanau 1730 (Q 9). Düsseldorfer Urteile in Sachen Gertrud Hanau ./. Daniel Flach und Konsorten 1713 (Q 15 und 16) und Erben Flach ./. Gertrud Hanau 1715 (Q 17). Attest der Schöffen des Gerichts Dollendorfüber die Herkunft des Wormsgutes (Q 23). Kaufvertrag über das Wormsgut zu Limperich 1699 (Q 24). Drei Düsseldorfer Urteile 1707 - 1709 (Q 39 - 41).
Beschreibung: 6 cm, 217 Bl., lose; Q 1 - 69, 65a - c, 5 Beilagen.




1648 - 1659 (1622 - 1654)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Rechnungslegung über Vormundschaft und Herausgabe des Vermögens in Düren. Nach dem Tode des Michael Wulfradt und der Adelheit von Lohn gab es um die Vormundschaft über die Kinder, von denen Catharina, die Frau des Appellaten, als einziges überlebte, Uneinigkeit. In den folgenden Jahren nahmen sowohl Caspar Cönnen als auch der Onkel mütterlicherseits, Bernhard von Lohn, und der Notar Joachim Grutter diese Aufgabe wahr. Ein Inventar des Nachlasses war nur von Caspar Cönnen angefertigt worden. Während Caspar ohne Rechnung abzulegen in ausländischem Kriegsdienst starb, blieb Bernhard von Lohn bei einer Abrechnung 1632 dem Thomas Düssel 2600 Rtlr. schuldig, wovon Hanckamer 1000 Rtlr. bezahlte. Als auch Bernhard von Lohn 1639 starb, klagte Thomas Düssel gegen die Erben der Vormünder.

Aktenzeichen : H 269/1281

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Hanckamer, Kaufmann, Köln, und Konsorten: Mattheis von der Weyden, Düren, (Bekl.)
Beklagter: Lic. Thomas Düssel, kurmainzischer Geheimer Rat, Frankfurt, für seine verstorbene Ehefrau Catharina geb. Wulfradt (Wulfraedt, Wülfrath), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Jonas Eucharius Erhard 1648
Prokuratoren (Bekl.): Albrecht (1649) - Kühorn (1655)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1639 - 2. RKG 1648 - 1659 (1622 - 1654)
Beweismittel: Bd. IV: Vormundschaftsbestellungen durch Bürgermeister von Köln und Schultheiß und Schöffen von Düren 1622 und 1623 (4 - 11).
Beschreibung: 4 Bde., 46,5 cm, 2330 Bl.; Bd. I: 26 Bl., lose; Q 1 - 9 außer 5a, b, c und 7*, 4 Beilagen; Bd. II: 5,5 cm, 177 Bl.; Bd. III: 23 cm, 1083 Bl.; Bd. IV: 17 cm, 1044 Bl.; Bde. II - IV gebunden; Q 5a - c (Vorakten), Prozeßakte in schlechtem Erhaltungszustand. Lit.: Lothar Müller-Westphal, Wappen und Genealogien Dürener Familien, S. 551f.




1712 - 1724 (1612 - 1793)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Herausgabe der Hälfte des Hauses Beeck bzw. Abfindung in Höhe von 8375 Rtlr. Das Ehepaar Adrian von Hannet und Maria von Wesenbeck kaufte 1647 das im jül. Amt Randerath gelegene Haus Beeck (Selfkantkr. Geilenkirchen-Heinsberg) für 16300 Rtlr. (anders: 14300) und bestimmte, daß der Sohn Adrian Peter von Hannet, der in zweiter Ehe mit der Appellantin verheiratet war, das Haus allein behalten und die Tochter Maria, die dann einen von Herbet heiratete, ausgezahlt werden sollte. Sie sollte 8490 Rtlr. erhalten, zedierte aber ihrem Bruder und dessen Kindern aus zweiter Ehe, da sie selbst kinderlos war, gegen eine jährliche Rente ihre Ansprüche. Nach Adrian Peters Tod (März 1702) erwirkte der Appellat trotz vorheriger Besitzbestätigung für Maria Hülhoven im Namen seiner Frau Maria von Hannet, Adrian Peters einziger Tochter aus seiner ersten Ehe mit Aleda von Bronsfeld (Bronsfelt), die Belehnung mit Haus Beeck. Die Appellantin forderte daraufhin die Auszahlung ihres Anteils. Der Appellat gibt an, Maria von Hannet, die Tante seiner gleichnamigen Frau, habe neben den genannten Zahlungen auch noch Gut [Neuenheimsbach] in der Pfalz erhalten, das ihr Vater dem Baron von der Leyen (Ley) für 9000 Rtlr. abgekauft habe.

Aktenzeichen : H 279/1304

Enthaeltvermerke : Kläger: Witwe Maria Elisabeth von Hannet, geborene von Hülhoven (Hulhoven), für sich selbst und ihre Kinder (drei Söhne, zwei Töchter), (Kl.)
Beklagter: Franz Maximilian von Holling (Hölling) im Namen seiner Frau Maria von Hannet, Haus Stein (Essen), (Bekl.); ab 1722 als Interessent PfalzgrafKarl Philipp bei Rhein
Prokuratoren (Kl.): Dr. Ludwig Ziegler 1712 - Subst.: Dr. F. H. von Gülich - Dr. Johann Meyer 1719 - Subst.: Dr. L. E. Hert - Dr. Johann Hermann Scheurer 1723 - Subst.: Dr. Johann Ludwig Pfeiffer
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Christian Wigandt 1712 - Subst.: Dr. Johann Stephan Speckmann - Subst.: Dr. Johann Heinrich Dietz 1719 - Lic. Konrad Franz Steinhausen [1716] 1722 - Subst.: Lic. Wilhelm Heeser
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat Düsseldorf 1702 - 2. RKG 1712 - 1724 (1612 - 1793)
Beweismittel: Bd. I: Urteil 1. Instanz (in Q 4). Genealogie von Hannet (Q 6). Besitzbestätigung des Geheimen Rats Düsseldorf für Maria Hülhoven über Haus Beeck 1702 (Q 7). Mitgift der Maria von Hannet (Q 26). Gedruckte „kurze Information“ mit Genealogie, Mitgift (französisch), Darstellung aus Sicht des Appellaten (Q 27). Urteil des großen Rats von Mechelen 1681 in Sachen Prinz von Chimay ./. die Kreditoren des Sterbhauses Chimay, darunter Maria von Hannet (Q 41). Lebenslängliche Gehaltsgewährung von 200 Gulden von Herzog Karl von Croy und Aarschot für Adrian von Wesenbeck 1612 (Q 42). Angaben des brabantischen Sekretärs über verschiedene Renten (Q 45). Kaufbrief über Haus Beeck 1647 (Q 50 und 62). Rechtsgutachten (Q 71). Bd. II: Lehnsbrief über Haus Beeck 1647 (5 - 9). Genealogie von Hannet (237, 263 und 294). Status bonorum der Maria de Herbet, geb. von Hannet (599 - 624, deutsch und französisch).
Beschreibung: 3 Bde., 36 cm, 2190 Bl.; Bd. I: 12 cm, 617 Bl., lose; Q 1 - 97 außer Q 19 und 20, dazu: 84a, b, c und 5 Beilagen; Prozeß unvollständig: es fehlen Q 1, 25b und c, 30, 33, 39, 48, 59, 88, 92 - 94, 96 und 97; Bd. II: 10 cm, 635 Bl., gebunden; Q 19 (Vorakten); Bd. III: 14 cm, Bl. 636 - 1573, gebunden; Q 20 (Vorakten); einige Q und große Teile der Vorakten französisch oder niederländisch mit deutscher Übersetzung.




1593 - 1600 (1559 - 1598)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Appellation wegen Klage vor dem falschen Gericht im Streit um den Essener Oberhof (Sadelhof) Beeck bei Ruhrort (Duisburg). Der Appellant klagt, daß Beeck als kaiserlich freier Sadelhof immer einen Hofrichter und eigene Hofsgeschworene hatte. Von deren Urteilen sei an den Essener Viehof zu appellieren, von da an das RKG. Obwohl der Hof ringsum von klevischem Gebiet umgeben sei, hätten sich weder der Herzog von Kleve noch seine Amtleute je eingemischt. Nach dem Tode seines Vaters Henderich 1587 hatten der Appellant und seine Mutter den Hof weiter in Besitz behalten. Gegen die Privilegien des streitigen Hofes und geltendes Recht habe die Appellatin ihn dann in erster Instanz mit der Begründung, der Herzog von Kleve sei der Erbvogt des Stifts Essen, vor die Hofkanzlei in Kleve gezogen, die der Auffassung der Äbtissin folgte, daß der Hof an Henderich Hannis und seine Frau nur auf Lebenszeit verpachtet gewesen sei und der Appellant den Hof zu Unrecht okkupiere.

Aktenzeichen : H 280/1305

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm Hannis (in gen Hove, Ingenhoven), Hof Beeck bei Ruhrort (Duisburg), (Bekl.)
Beklagter: Äbtissin des Stifts Essen (Elisabeth geb. Gräfin von Manderscheid und Blankenheim), (Kl.); als Interessent Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Konrad Streitter 1593
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Philipp Seiblin [1592] 1593 - Dr. Laurentius Vomelius Stapert [1592] 1593
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hofkanzlei Kleve 1591 - 2. RKG 1593 - 1600 (1559 - 1598)
Beweismittel: Mehrfach in den Vorakten Auszüge aus den Essener Hofsrechten (Q 4). Publikation des Privilegium de non appellando für Jülich 1568 (Q 17). Pachtbrief der Catharina geb. Gräfin zu Tecklenburg, Äbtissin des Stifts Essen, über den Hof zu Beeck für Henderich Hannis und seine Frau Paula 18. Feb. 1559 (17 - 20 und Q 25). Privilegien für Essen: Goldbulle Karls IV. vom 3. Feb. 1357 für seine Verwandte, die Äbtissin Catharina von der Mark, mit elf inserierten Urkunden früherer Könige und Kaiser (RI VIII, 2602): Zwentibold 4. Juni 898 (MGH D Z 22); Otto I. 15. Jan. 947 (D O I 85), 1. März 966 (D O I 325); Otto II. 23. Juli 973 (D O II 49); Otto III. (D O III 114); Heinrich II. 23. Feb. 1003 (D H II 39a und b); Konrad II. 24 Mai 1028 (D K II 121; hier mit der Datierung: „XIIII Kal. Junii“); Albrecht 29. Aug. 1298 (RI 31); 3 Privilegien Heinrichs VII. von 1310 (Q 27).
Beschreibung: 7 cm, 270 Bl., lose; Q 1 - 30 außer 18*, Q 4 = Q 13, 2 Beilagen (nach Q 11).




1539 - 1575 (1533 - 1575)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf 1/7 von Haus und Hof mit Baumgarten und Zubehör in Berzbuir, gen. „Kerstgens Ketzmans Gut“. Christman (Kerstgen) hatte sieben Kinder. Petronella ist eine Tochter des ältesten Sohnes Reinhard, Christian Hansen der Sohn der ältesten Tochter Catharina. Beim Tode der gemeinsamen Tante Cecilie soll der Appellant deren Anteil allein in Besitz genommen haben. Der Appellant klagt, daß ungeachtet der Appellation die Vorinstanzen weiter handeln.

Aktenzeichen : H 282/1312b

Enthaeltvermerke : Kläger: Christian Hansen, Berzbuir (Hzm. Jülich, Amt Nörvenich; Kr. Düren), (Bekl.)
Beklagter: Steffan Schmidt (Smit) im Namen seiner Frau Petronella Hansen, Berzbuir, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Ludwig Ziegler 1539 - Lic. Mauritius Breunle 1539 - Dr. Christoph von Swapach 1539 - Dr. Johann Michael Fickler 1561
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Mauritius Breunle 1539 - Dr. Philipp Baumann 1539 - Dr. Ludwig Ziegler (Zegeler) 1539 - Dr. Jakob Friedrich Meurer 1561
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen von Lendersdorf (Hzm. Jülich, Amt Nörvenich; Kr. Düren) 1533 - 2. Hauptgericht Jülich 1533 - 3. RKG 1539 - 1575 (1533 - 1575)
Beweismittel: Mehrere Urteile der Vorinstanzen (in Q 15). Nähere Beschreibung der strittigen Güter (61). Zeugenaussagen (in Q 15).
Beschreibung: 5 cm, 135 Bl., lose; Q 1 - 45, Q 12 doppelt, Q 16a und b, eine zusätzliche Q 24, 5 Beilagen (2 nach Q 15).




1553 - 1567 (1533 - 1562)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit wegen eines halben Hofes zu Lucherberg, der dem Godhart bei der Erbteilung zwischen den Brüdern zugefallen war. Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg hatte den Hof den Eltern der Brüder verpfändet und verlangte von Godhart die „Wiederlosung“, worauf Godhart den „Lospfennig“ annahm. Anschließend bot er seinem Bruder Stefan das Ablösungsgeld im Austausch gegen ein anderes Erbgut an. Als Stefan sich weigerte, klagte Godhart in Jülich. Der Appellant moniert, sein Bruder habe in der ersten Instanz nicht korrekt geklagt, sondern sein Anliegen nur mündlich vorgetragen.

Aktenzeichen : H 286/1323

Enthaeltvermerke : Kläger: Stefan von Hanxler (Hanseler), Lucherberg (Hzm. und Amt Jülich; Kr. Düren), (Bekl.)
Beklagter: Godhart von Hanxler (Hanseler), Müllenark (Hzm. und Amt Jülich; Kr. Düren), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Anastasius Greineisen 1553
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Melchior Swartzenberger 1553
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich - 2. RKG 1553 - 1567 (1533 - 1562)
Beweismittel: Fürstlich jül. Rezeß in Sachen Carsilius von Vercken ./. Gebrüder Hanseler 1533 (Q 9).
Beschreibung: 31 Bl., lose; Q 1 - 18 außer Q 3*; Prozeß unvollständig: Q 10 - 16 und Q 18 fehlen. Lit.: J. Strange, Beiträge zur Genealogie der adligen Geschlechter, H. 5, Köln 1867, S.62ff.




1558 - 1567 (1558 - 1564)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Rückzahlung eines Darlehens von 300 Goldgulden. 1550 hatte Hanseler den Jakob Brockhoven wegen der Forderung vom Gericht Gangelt festnehmen und, da dieser keine Bürgen fand, einen Sicherheitseid schwören lassen. Nachdem der Appellant bereits in den ersten beiden Instanzen unterlegen war, verurteilte ihn am 28. April 1563 auch noch das RKG zur Zahlung sämtlicher Kosten.

Aktenzeichen : H 287/1324

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz von Hanxler (Hanseler) zu Gangelt, (Kl.), dann seine Witwe Agnes Maschereil (Marscheriell, Masserweil) gen. Bongart, Argenteuil (Argenseel)
Beklagter: Erben des Jakob Brockhoven, (Bekl.): sein Bruder Johann Brockhoven, Gangelt (Hzm. Jülich, Amt Millen; Selfkantkr. Geilenkirchen-Heinsberg)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Philipp Seiblin 1558 - Lic. Amandus Wolff 1558
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Alexander Reifsteck 1558 - Dr. Christoph Reifsteck 1558
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Gericht Gangelt (1550) - 2. Fürstl. jül. Räte (1556) - 3. RKG 1558 - 1567 (1558 - 1564)
Beweismittel: Bericht der Schöffen des Gerichts Gangelt 1563 (Q 10). RKG - Urteil 28. April 1563 (4).
Beschreibung: 25 Bl., lose; Q 1 - 10.




1580 - 1581 (1580 - 1581)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich

Aktenzeichen : H 288/1325

Enthaeltvermerke : Kläger: Gerhardt von Hanxler (Hantzler), Oberembt (Hzm. Jülich, Amt Kaster; Kr. Bergheim), (Bekl.)
Beklagter: Clara Kirschhack, Niederembt (Hzm. Jülich, Amt und Kr. Bergheim), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Augspurger (1580)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius Stappert 1580 - Dr. Johannes Bontz 1580 - Dr. Johannes Cronenberger (statt Gronenberger) 1580 - Dr. Michael Vaius 1580
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich - 2. Fürstl. jül. Räte - 3. RKG 1580 - 1581 (1580 - 1581)
Beweismittel: Armutszeugnis von Peter Sembach, Vogt des Amts Bergheim, für Clara Kirschhack 1580 (Q 4).
Beschreibung: 17 Bl., lose; Q 1 - 6 (Q 1 und 2 nicht quadranguliert). Prozeßakte in sehr schlechtem Erhaltungszustand.




1571 - 1614 (1534 - 1590)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf einen Zehnten im Amt Dinslaken, Gericht und Kirchspiel Beeck (Hzm. Kleve), der zur Hälfte der Äbtissin und den Kanonissen und zur anderen Hälfte dem Kanonikerkapitel des Stifts Essen gehörte und den die Eltern der Appellanten, Eberhard und Griet Hansen, 1555 von Imagina von Öttingen (Ottingen), „Amptsfrau S. Marien Magdalenen Ampts“, für 18 Jahre gepachtet hatten. 1540 soll Catharina von Tecklenburg, die damalige Amtsfrau, den umstrittenen Zehnt dem Johann Bungart und seiner Frau Lisken für 15 Jahre verpachtet haben. Als Catharina 1551 Äbtissin wurde, übertrug sie das Amt an die Gräfin von Öttingen. Die Appellanten bestreiten die Rechtmäßigkeit der Verpachtung durch Catharina von Tecklenburg, da zu diesem Zeitpunkt eine bereits von der damaligen Amtsinhaberin Catharina von Gleichen im Jahre 1515 ausgegebene Pacht noch Rechtsgültigkeit gehabt und erst 1555 abgelaufen sein soll. Wegen ihres gültigen Pachtvertrags hatte nach Auffassung der Appellanten auch 1559 Maria von Spiegelberg als Nachfolgerin der von Öttingen den Zehnt nicht weiter verpachten können. Die Sache gelangte von Beeck „per viam consultationis“ nach Wesel.

Aktenzeichen : H 290/1329

Enthaeltvermerke : Kläger: Henrich und Wilhelm Hannet (Hansen, Hannis), Beeck (Hzm. Kleve; Duisburg), (Kl.)
Beklagter: Johann Bungardt, Bürgermeister der Stadt Wesel, (Bekl.); als Interessenten das Kanonikerkaptitel und die Äbtissin des Stifts Essen
Prokuratoren (Kl.): Dr. Malachias Ramminger 1571 - Dr. Johannes Brentzlin 1579 - Dr. Paul Havener 1579 - Dr. Johann Gronberger 1586 - Dr. Johann Jakob Kremer 1586
Prokuratoren (Bekl.): Dr. David Capito 1571 - Dr. Christopherus Reifsteck 1571 - Dr. Laurentius Wilthelm 1571 - Lic. Wilhelm Hochlein (statt Högelin) 1571 - Johann Hertzbach 1571 - Dr. Jakob Sechel 1575 - Dr. Johann Bontz 1575 - Dr. Johann Michael Vaius 1575 - Lic. Philipp Seiblin 1576 - Dr. Bernhard Kuehorn 1576
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Richter und Schöffen zu Beeck 1566 - 2. Bürgermeister und Schöffen der Stadt Wesel 1567 - 3. RKG 1571 - 1614 (1534 - 1590)
Beweismittel: Pachtbrief der Küsterin Imagina von Öttingen 1555 (149 - 152). Pachtbrief des Essener Dechants und der Kanoniker (Wolfgang von Duenen) 1555 (152 - 155). 7 Pachtbriefe 1534 - 1559 (184 - 205 und 226 - 232). Designatio expensarum (Q 17).
Beschreibung: 10 cm, 471 Bl., lose; Q 1 - 26, 13 Beilagen.




1576 - 1579 (1576 - 1577)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Bestätigung des Ehevertrages der Klägerin mit Heinrich von Hatzfeldt. Bei der Erbteilung der Söhne des Johann von Hatzfeldt (des Älteren) und der Johanna von Harff hatten Deam, Werner und Johann (der Jüngere) ihren Bruder Heinrich übergangen, ihn zum Domherrn in Mainz bestimmt und ihm lediglich eine jährliche Rente von 100 Rtlr. ausgesetzt. Heinrich widersetzte sich jedoch und heiratete die Klägerin. Später aber verweigerte er mit seinem Bruder Werner und anderen Verwandten nicht nur die Anerkennung des Ehevertrages sondern auch die Herausgabe der „donatio propter nuptias“.

Aktenzeichen : H 305/1362

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna von Hanxleden (Hanxler) und Konsorten: Caspar von Schorlemmer (Schorrenberg), Rutger von Hörde (Hoerdt), Georg und Rainer von Hanxleden
Beklagter: Heinrich und Werner von Hatzfeldt, Herren zu Wildenburg und Weisweiler, und Konsorten: Werners Sohn Adolf; Adolfvon Gymnich und von Binsfeld; Dietrich Quadt, Herr zu Wickrath, Erbhofmeister des Fürstentums Geldern als Kurator der Reinera von Hatzfeldt
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Stöckle 1576
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius Stapert 1576 - Lic. Gobrich von Schwechenheim 1577
Prozeßart: Citationis ad videndum confirmari
Instanzen: RKG 1576 - 1579 (1576 - 1577)
Beschreibung: 2 cm, 33 Bl., lose; Q 1 - 8, 2 Beilagen. Lit.: J. Kloft, Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, Bd. 4 , 1984, Nr. 1729, 1743, 1758.




1586 - 1626 (1545 - 1607)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch der Appellaten auf 3000 Goldgulden oder Überlassung des Büscherhofs (Boscherhof, Amt Mettmann, bei Hubbelrath, Kr. Düsseldorf-Mettmann) nach dem Tode des Wilhelm von Hammerstein und seiner Frau Catharina von Fürth (Wurdt). Die verstorbene Ehefrau des Appellanten war die Tochter des Wilhelm von Hammerstein aus seiner ersten Ehe mit Gertrud Schluch von Niederhoven, die Appellaten stammen aus der zweiten Ehe mit Catharina von Fürth. In der Heiratsberedung des Wilhelm von Hammerstein mit Gertrud Schluch erhielt Gertrud den Büscherhof 1545 als „donatio propter nuptias“. Nach Auffassung des Appellanten war Wilhelm daher nach Gertruds Tod nur Leibzüchter und seine Frau Margarethe die Erbin, weshalb er unter Berufung auf Kap. 74 der jül.-berg. Landordnung den Hof ebenfalls beanspruchte.

Aktenzeichen : H 314/1378

Enthaeltvermerke : Kläger: Leonhart von Hanxler (Hantzler) zur Burg und Konsorten: seine vier aus der Ehe mit Margarethe von Hammerstein stammenden Kinder, (Bekl.); nach Leonharts Tod (1606) seine Söhne Stephan und Friedrich
Beklagter: Reinhart von Hammerstein und Konsorten: seine Schwestern Gertrud und Anna, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christoph Böheim 1586 - Lic. Martin Haugk 1586 - Lic. Johann von Vianden 1586 - Dr. Werner Bontz 1606
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Bontz 1586 - Dr. Johann Gudelman 1592
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Räte 1583 - 2. RKG 1586 - 1626 (1545 - 1607)
Beweismittel: 6 Schöffenurkunden (Düsseldorf 1548, Kreuzberg 1549 u. a.) über Erbrentverschreibungen des Wilhelm von Hammerstein (94 - 109). Heiratsvereinbarung des Wilhelm von Hammerstein 1552 (Q 26). Heiratsvertrag des Wilhelm von Hammerstein und der Gertrud Schluch 1545 (Kopie Q 28, Original 315).
Beschreibung: 8 cm, 324 Bl., lose; Q 1 - 45 außer 42*, dazu Q 37a, 39b, Q 30 fehlt, 5 Beilagen. Lit.: Emil Freiherr von Hammerstein- Gesmold, Urkunden und Regesten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein, Hannover 1891, Nr. 1019, 1098, 1100, 1144, 1146.




1592 - 1609 (1486 - 1607)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Gut Combach (Kauenbach, bei Overath) nach dem Tode des Wilhelm von Wachendorf (19. Dez. 1565). Anna von Langel hatte das umstrittene Gut mit in ihre Ehe mit Theis von Wachendorf gebracht. Ihr Sohn Wilhelm hatte eine voreheliche Tochter Catharina. Als seine Ehe kinderlos blieb, ließ er Catharina 1547 von Karl V. „in optima forma“ legitimieren und übertrug ihr bei ihrer Heirat mit Emundt von Hanxler 1552 das Gut Combach als Ehesteuer, behielt sich aber die Nutzung auf Lebenszeit vor. Der Appellat hatte geklagt, Wilhelm sei ohne Erben gestorben, deshalb fielen die Güter an die Familie zurück, aus der sie stammten, und als Verwandter der Anna von Langel habe er die besten Ansprüche. Das RKG hob in einem Urteil vom 22. Nov. 1609 das Urteil der Vorinstanz zum Teil auf.

Aktenzeichen : H 316/1380

Enthaeltvermerke : Kläger: Georg und Margaretha von Hanxler, Amt Steinbach, (Bekl.)
Beklagter: Wilhelm von Waldenburg gen. Schenkern, jül.-berg. Rat, bergischer Marschall, Gouverneur zu Jülich und Amtmann zu Steinbach, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Antonius Streyt 1592 - Dr. Johann Jakob Kolblein 1597
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann von Vianden 1592 - Dr. Johann Jakob Kolblin 1600
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hofgericht Düsseldorf 1587 - 2. RKG 1592 - 1609 (1486 - 1607)
Beweismittel: RKG-Urteil vom 22. Nov. 1609 (4 - 5). Auszug aus der jül.- berg. Rechtsordnung von 1555 (Q 11, 19, 22, 824 - 833, 858 - 867). Quittung des Wilhelm von der Leyen, Amtmanns zu Steinbach, über Vereinbarungen des Stephan von Hanxler und des Wilhelm von Wachendorf im Zusammenhang mit der Heirat ihrer Kinder 1553, Testament des Wilhelm von Wachendorf 16. Dez. 1565, Quittung der Anna, Witwe des Wilhelm von Wachendorf, 1568 und des Otto von Wylich (Weylach) 1579 (Q 12, Littera B - E und 868 - 893). Transsumpt des Offizials von Köln (Q 18b und 924 - 973). Vormundschaftsbestellung des Hohen Weltlichen Gerichts Köln für die Kinder des Georg Hanxler 1596 (Q 16). Leibzuchtsvereinbarung zwischen Georg Hanxler und seiner Mutter Catharina von Wachendorf nach ihrer zweiten Ehe mit Otto von Wylich 1577 (Q 21 und 984 - 1003). „Informatio iuris“ (Gutachten zugunsten des Appellaten) (Q 31). Erbteilung der Geschwister von Langel 1486 (1058 - 1067).
Beschreibung: 25 cm, 1169 Bl., lose; Q 1 - 31 außer 4* - 7*, Q 2a = Q 8 = Q 30, Q 3 dreifach, Q 19 doppelt vergeben, Q 18a und b, zahlreiche Beilagen, alle mehrfach.




1600 - 1615 (1594 - 1646)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf ein Sechzehntel des Nachlasses des Stefan von Hanxler und der Christina von Aldendorp, der Eltern der Appellanten und Großeltern väterlicherseits der Appellatin. Wilhelm von Wachendorf, der Großvater mütterlicherseits, hatte 1537 dem Wilhelm von Neuhoff (Neuenhove) gen. Ley und seiner Frau Elisabeth Lüninck (Lunings) einen Hof ”zum Buhel“ und einen Hof ”zur Brandenburg“, beide im Hzm. Berg, Kirchspiel Overath, für 1100 Goldgulden ”sub pacto retroventionis“ verkauft. 1553 kauften Stefan von Hanxler und seine Frau Christina Aldendorp die Güter und gaben sie ihrem Sohn Emundt, dem Bruder der Appellanten und Vater der Appellatin, neben 1500 Goldgulden, 1000 Rtlr. und der Zusage, alle Wachendorfischen Güter zu befreien, mit in seine Ehe mit Catharina von Wachendorf, die ihrerseits Gut Combach und Güter in den bergischen Ämtern Blankenberg und Steinbach in die Ehe einbrachte. Während die Appellanten die Auffassung vertraten, ihr Bruder sei damit ausbezahlt, verlangte Margarethe beim Tode der Großeltern, die acht eheliche Kinder hatten, die Hälfte des Anteils ihres Vater (sie hatte noch einen Bruder namens Georg). Das RKG änderte das Urteil der Vorinstanz am 6. Nov. 1609 ab.

Aktenzeichen : H 318/1382

Enthaeltvermerke : Kläger: Leonhard und Gerhard von Hanxler zum Kaldenberg (bei Wülfrath), (Bekl.) und Konsorten
Beklagter: Lic. Ewald Rhedanus gen. Rheidt und seine Frau Margarethe Hanxler, Köln, (Kl.); Margarethe nach dem Tod ihres Mannes (ca. 1607) als arme Partei, ab 1615 ihr Sohn Emund Rheidt (Reit)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Werner Bontz 1601 - Dr. Johann Gudelmann 1610
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Anton Streitt 1601
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf (1593) - 2. RKG 1600 - 1615 (1594 - 1646)
Beweismittel: RKG-Urteil vom 6. Nov. 1609 (6 - 7). Urteil des Hohen Weltlichen Gerichts Köln in Sachen Ewald Rhedanus im Namen seiner Frau Margarethe ./. Georg von Hanxler 1594 (Q 11). Designatio expensarum (111 - 115).
Beschreibung: 4 cm, 121 Bl., lose; Q 1 - 37, Q 5 (Vorakten) fehlen, 7 Beilagen.




1755 - 1761 (1721 - 1761)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit wegen der Teilung des Nachlasses der Mutter der Parteien, bestehend aus Häusern und Grundstücken in Essen, Geld und Wertgegenständen. Anna Catharina Hantzel, geb. Meyer, die mit ihrem ältesten Sohn Nicolaus Hantzel, „vicarius trium Regum et Rector capellae ossuariae Essendiensis“, und ihrer ältesten Tochter Anna Catharina in Essen in einem Haus lebte, hatte in ihrem Testament vom 19. März 1754 diese beiden und ihre anderen Kinder, den Goldarbeiter Johann und die mit dem Kaufmann Wilhelm Heinrich Brockhoff verheiratete Anna Catharina zu gleichen Teilen als Erben eingesetzt und starb am 23. Juli. Johann und Anna Maria ließen die Wertsachen ihrer Mutter vom Magistrat der Stadt Essen inventarisieren. Dabei sollen auch Wertsachen der beiden im Haus lebenden Kinder aufgenommen worden sein.

Aktenzeichen : H 320/1384

Enthaeltvermerke : Kläger: Nicolaus Hantzel und Konsorten: seine Schwester Anna Catharina Hantzel, Witwe des Notars und Prokurators Lanius, (Bekl.)
Beklagter: Johann Hantzel und Konsorten: Johann Brockhoff im Namen seiner Frau Anna Maria Hantzel, Essen, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Ernst Karl Christian Fischer 1755 - Subst.: Lic. Heinrich Joseph Brack
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Albert Ruland 1755 - Subst.: Lic. Johann Paul Besserer - Subst.: Lic. Johann Eberhard Greineisen [1752] 1758
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Bürgermeister und Rat der Stadt Essen 1754 - 2. RKG 1755 - 1761 (1721 - 1761)
Beweismittel: Benennung der streitigen Güter (52 - 53 in Q 6). 49 Essener Notariatsinstrumente (Kaufbriefe) mit Angaben über Besitz in Essen 1721 - 1754 (Q 7 - 27, 37b, 38 - 64 und 72), u. a. Rentbrief des Ehepaares von den Hoven für den Vikar Hantzel 1747 (Q 22). Botenlohnschein 1755 (Q 28). Vorakten (Q 34). Darin: Inventar des Nachlasses (155 - 162). Testament der Anna Catharina Hantzel vom 19. März 1754 (163 - 164 und 167 - 168). Aufstellung der Immobilien, u. a. das Sterbhaus zur französischen Krone, ein von der Witwe Kayser rührendes Haus auf der Kettwiger Straße und Haus Paulenbusch (168 - 169 und 200 - 201, Q 36 Littera C). Inventar (Q 36 Littera A).
Beschreibung: 14 cm, 698 Bl., lose; Q 1 - 97 und 37b, 3 Beilagen.




1594 - 1617 (1550 - 1611)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erbstreit um den Nachlaß des Hermann von der Hees gen. Happerschoß. Nach seinem Tod hatte zunächst seine Frau die Leibzucht. Nach Auffassung der Appellaten, die Hermanns Nichten und Neffen sind und sich als seine nächsten Verwandten bezeichnen, verwirkte sie diese aber dadurch, daß sie auf den Gütern unberechtigt Holz schlagen ließ, worauf die Appellaten am Hauptgericht Kreuzberg klagten. Johann Happerschoß war ein unehelicher Sohn des Hermann von der Hees und der Margarethe von Karthausen (Carthusen) und wurde 1550 von Kaiser Karl V. legitimiert. Hermann von der Hees und seine Frau schenkten ihm die strittigen Güter. Die Appellaten behaupten, die Schenkung sei nicht dem Landrecht gemäß erfolgt.

Aktenzeichen : H 322/1390

Enthaeltvermerke : Kläger: Jakob Pempelfort, Dortmund, und Ludwig Raeß als Kuratoren der Caspara, Tochter des Johann von der Hees (Heeß) gen. Happerschoß, (Bekl.); ab 1601 Casparas Mann Wilhelm Lauffs (Loiffs), Rentmeister, Düsseldorf
Beklagter: Erben des Wilhelm Barbers und Konsorten: Erben des Johann zu Dort, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann von Vianden 1594 - Dr. Andreas Pfeffer 1601 - Dr. Christoph Ricker 1610
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Jakob Kölblin 1594 - Christadorus (sic) Engelhardt 1594 - Jakob Kremer 1594
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Kreuzberg (Hzm. Berg, Amt Angermund; Düsseldorf) 1574 - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1576 - 3. RKG 1594 - 1617 (1550 - 1611)
Beweismittel: Übersicht über die von Hermann von der Hees nachgelassenen Güter: u. a. einen Hof „zur Gaten“, einen Kotten im Amt Landsberg unter dem Gericht Mintard, einen Teil am Schultenhof im Amt Angermund und einen Hof im Amt Blankenberg (93). Zeugenaussage des Dortmunder Schulrektors Friedrich Beurhaus (Q 15). Erbteilung und „Maghgescheidt“ von der Hees gen. Happerschoß 1550 und 1560 (Q 21 und 22).
Beschreibung: 12 cm, 528 Bl., lose; Q 1 - 35 außer 23* und 24*, Q 5 = Q 25, Q 8 und 10 doppelt, 1 Beilage.




1542 (1542)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich

Aktenzeichen : H 324/1398

Enthaeltvermerke : Kläger: Erben des Adolf zu der Hart: Eberhard Smydt, Ulrich Weber, Johann Groiß und Christian Schroder, Bensberg, (Bekl.)
Beklagter: Belgen, Witwe des Johann Lutman (Luttmer), Bartscherers, Köln, (Kl.)
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Gericht Bensberg (Hzm. Berg, Amt Porz; Rheinisch - Bergischer Kr.) - 2. Hauptgericht Porz - 3. Herzog Johann von Jülich, Kleve und Berg (also vor 1540!) - 4. RKG 1542 (1542)
Beschreibung: 4 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 3 Aktenstücke.




1693 - 1694 (1669 - 1694)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die Hälfte eines Hauses in Düsseldorf. Der Appellat hatte Philipp Bernhard Hardt, dem Sohn des Appellanten aus erster Ehe, 493 Rtlr. geliehen. Als er sie zurückforderte und nicht erhielt, verlangte er die Hälfte eines Hauses, das etwa zwanzig Jahre zuvor abgebrannt und von Matthias Hardt wiederaufgebaut worden war. Die Schätzung des Wertes differiert zwischen 2600 und 800 Rtlr. Der Appellat bezweifelt die Armut seines Schwagers. Er müsse schon ein „dilapidator“ (Verschwender) sein, wenn er den Nachlaß seiner beiden Frauen verbraucht habe, und er habe als immatrikulierter Notar ein gutes Einkommen.

Aktenzeichen : H 325/1404

Enthaeltvermerke : Kläger: Notar Matthias Hardt, arme Partei, Düsseldorf, (Bekl.)
Beklagter: Lic. Caspar Jakob Hasenclever, Düsseldorf, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Georg Erhardt 1693 - Subst.: Lic. Johann Deckherr
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Adam Roleman 1693 - Subst.: Dr. Ludwig Ziegler
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1687 - 2. RKG 1693 - 1694 (1669 - 1694)
Beweismittel: Urteile der Vorinstanz (Q 9 und 10). Inventar des Nachlasses des Peter Branders 1. Aug. 1669 (Q 13). Forderungen des Matthias Hardt (Q 18). Aufstellung dessen, was Anna Margaretha Constantia Branders gen. Hardt, die Schwester des Appellanten, beim Tode der Mutter Rosina Branders 1674 erhielt (Q 19). Erbteilung Johann Hardt und Margarethe Libot 1669 (Q 20).
Beschreibung: 9 cm, 419 Bl., lose; Q 1 - 21, 12a und b, 1 Beilage nach Q 16.




1575 - 1597
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um den Hardter Busch im Hzm. Jülich, Amt Gladbach, zwischen den Kirchspielen Gladbach, Dahlen und Waldniel. Die Appellanten bezeichnen den Busch als ihr Eigentum, und wenn bisher jemand anders dort Holz gesammelt oder die Weide benutzt habe, so sei das ohne rechtlichen Anspruch und nur „aus nachbarlichen mittleiden“ geschehen. 1537 hatte es bereits eine Auseinandersetzung zwischen den streitenden Parteien und ihren Nieler Nachbarn gegeben, in der man sich verglichen hatte. 1557 klagten dann die Appellaten unter Berufung auf diesen Vergleich gegen das „plackhauen“ (Abschälen der Grasnarbe) im Hardter Busch, das die Appellanten „zu nottwendiger mistung und besserey irer harten wilden Acker“ durchführten. Die Appellanten behaupten, dieses Recht sei durch den Vergleich nicht berührt. Die Schöffen von Düren wiesen die Angelegenheit an den Herzog, der Heinrich von Hochsteden und Jakob Coppertz, die Amtleute von Grevenbroich und Gladbach, als Kommissare einsetzte. Später verhandelte auch noch eine aus mehreren Mitgliedern, u. a. den Amtleuten von Angermund und Düsseldorf bestehende Kommission.

Aktenzeichen : H 326/1405

Enthaeltvermerke : Kläger: Schöffen, Geschworene und gemeine Nachbarn zur Hardt (Hzm. Jülich, Amt Grevenbroich; Mönchengladbach), (Bekl.)
Beklagter: Bürgermeister, Schöffen und Eingesessene des Kirchspiels Gladbach gen. die Obergebure (Overgepürder, Hzm. Jülich, Amt Grevenbroich; Mönchengladbach), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Lorenz Wilthelm 1575 - Dr. Ludwig Staell 1575 - Lic. Philipp Siblein (sic) 1575
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wilthelm 1575 - Dr. Bernhard Kuehorn 1575 - Dr. Julius Marth 1575 - Dr. Paul Havener 1575 - Dr. Malachias Ramminger 1575 - Dr. Christopherus Reifsteck 1575 - Dr. Ludwig Staell 1575
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich (1557) - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1562 - 3. RKG 1575 - 1597
Beweismittel: Vollmacht der Appellaten mit zahlreichen Namen der Einwohner des Kirchspiels Gladbach (Q 3).
Beschreibung: 10 cm, 530 Bl., lose; Q 1 - 9, Q 4 = Q 8 (Vorakten, gebunden), Q 8 zweifach vergeben.




1638 - 1641 (1602 - 1641)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die Hälfte der im Amt Blankenberg gelegenen Renten des Hauses Hardenberg. Heinrich von Bernsau zu Hardenberg hatte 1574 in seinem Testament seinen Bruder Wilhelm zum Erben eingesetzt und den fünf Töchtern des Adolph von Efferen gen. Hall und der Margarethe von Bernsau ein Legat von je 1000 Goldgulden ausgesetzt, das bei der Heirat ausgezahlt werden sollte. Als am 26. Sept. 1597 Sibylla, eine der Töchter, Christopher von Rüspe (Ruspe) zu Brüninghausen heiratete, zahlte Wilhelm den Betragjedoch nicht aus.

Aktenzeichen : H 336/1432

Enthaeltvermerke : Kläger: Vormünder der Kinder des Philipp Wilhelm von Bernsau zu Hardenberg, (Bekl.): Wirich von Bernsau zu Bellinghoven, kurbrandenburgischer Rat und Drost zu Bislich (Kr. Rees)
Beklagter: Vormünder der Kinder und Erben des Christopher von Ruspe zu Brüninghausen (Bruninghausen, Kr. Altena), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Ulrich Stieber (1638) 1641
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1602 - 2. RKG 1638 - 1641 (1602 - 1641)
Beweismittel: Bd. I: Urteil der 1. Instanz 1638 (Q 2). Bd. II: Zeugenaussagen (152 - 153).
Beschreibung: 2 Bde., 7 cm, 326 Bl.; Bd. I: 9 Bl., lose; Q 1 - 4; Bd. II: 317 Bl., gebunden; Vorakten.




1527 - 1529 (1527 - 1530)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen Rechtsverweigerung in Sachen des Klägers ./. den Düsseldorfer Schultheißen Johann Velink (Velinck; auch falsch: Relinck). Der Kläger behauptet, wegen falscher Anschuldigungen des Velink siebzehn Wochen eingesperrt worden und nur durch Bürgschaften seiner Freunde wieder freigekommen zu sein.

Aktenzeichen : H 341/1443

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Alexius Harderwick, Köln
Beklagter: Herzog Johann von Jülich, Kleve und Berg und seine Räte; Johann Velink (Velinck), Schultheiß und Zöllner zu Düsseldorf
Prokuratoren (Kl.): Dr. Konrad von Schwapbach (1527) - Dr. Christopherus Hoss 1528 - Dr. Friedrich Rebstock 1528 - Lic. Johann Helffman 1528
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Jakob Krell 1529 - Dr. Friedrich Reffsteck 1529 - Dr. Konrad von Swapach 1529 - Lic. Johann Helffman 1529
Prozeßart: Mandatsprozeß
Instanzen: RKG 1527 - 1529 (1527 - 1530)
Beschreibung: 1,5 cm, 25 Bl., lose; Q 1 - 7, 8 Beilagen.




1534 - 1544 (1456 - 1542)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Rummelshof zu Ahe (Hzm. Jülich, Amt Bergheim; Kr. Bergheim). Am 7. Juli 1539 bestätigte das RKG das Urteil der Vorinstanz.

Aktenzeichen : H 343/1445

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Alexius Harderwick im Namen seiner Frau Agnes, Köln, und Konsorten: Dr. Johann Steylburg und Dietrich Muntzmeister, (Kl.)
Beklagter: Bruno Angelmacher (Angelmecher), Köln, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Syprecht Louenborch 1535 - Lic. Amandus Wolff 1539
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Friedrich Reiffsteck 1534 - Lic. Mauritius Breunle 1534
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen in der Lohe (Hzm. Jülich, Amt Bergheim; Kr. Bergheim) - 2. Hauptgericht Düren - 3. Schöffenmeister und Schöffen des königlichen Stuhls und Stadt Aachen 1533 - 4. RKG 1534 - 1544 (1456 - 1542)
Beweismittel: Urteil der Schöffen von Düren (28 und 42 - 43). 5 Erbkaufbriefe des Johann Kayß gen. von Blittersdorff (Plittersdorf) und seiner Frau Irmgard für Wilhelm Schilling (Schillinck) zu Gustorp und des Wilhelm Schilling für Konrad Rummel 1456 - 1466 (46 - 66). Bestätigung Herzog Gerhards 1459 (66 - 67). 4 Schriftstücke der Schöffen von Köln und des Vogts in der Lohe 1483 - 1523 (68 - 78).
Beschreibung: 4 cm, 100 Bl., lose; Q 1 - 20, 1 Beilage.




1680 - 1681 (1647 - 1681)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch der Appellatin auf Rückgabe zweier Schuldbücher und verschiedener Geldbeträge, die Hartung mit Hilfe der Schuldbücher eingetrieben hatte, als er für Catharinas Schwiegervater Mattheis Greven tätig war. Greven hatte kaiserliche und hessische Kontributionen im bergischen Amt Mettmann in Form von Tierfellen eingezogen. Der Appellant verlangt die Einhaltung eines 1647 geschlossenen Vergleichs.

Aktenzeichen : H 344/1449

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm Hartung (Hardung), (Bekl.)
Beklagter: Catharina Schepper (Schepperus), Witwe des Registrators Peter Greven, Düsseldorf, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Konrad Albrecht 1680 - Subst.: Dr. Högele
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Eichrodt 1680 - Subst.: Dr. Franciscus Kreps
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf - 2. RKG 1680 - 1681 (1647 - 1681)
Beweismittel: Auszug aus einem Rechenbuch des verstorbenen Mannes der Appellatin (23 - 26 und 38 - 42). Urteil der Vorinstanz 1678 (32). Vergleich zwischen Mattheis Greven und Wilhelm Hartung 1647 (36 - 37).
Beschreibung: 2 cm, 47 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 17 Aktenstücke.




1625 - 1633 (1622 - 1632)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf öffentlichen Widerruf ehrabschneidender Beleidigungen und Rückerstattung all dessen, was der Appellat dem Appellanten abgenommen hat. 1618 soll Alsteden den Appellanten schwer beleidigt haben, worauf Haren in Düsseldorf klagte. Im Laufe der Auseinandersetzung ergab sich daraus noch eine Klage gegen die fälschliche Denunziation wegen Unterschlagung.

Aktenzeichen : H 349/1460

Enthaeltvermerke : Kläger: Otto Haren (Haaren) von Roerkempen, Gerichtsschreiber in Randerath (Hzm. Jülich, Amt Randerath; Selfkantkr. Geilenkirchen- Heinsberg), (Bekl.)
Beklagter: Eberhardt Alsteden (Alstetten), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Heinrich Eylinck 1626
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Dionysius Laurentius Krebs 1626
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1622 - 2. RKG 1625 - 1633 (1622 - 1632)
Beweismittel: Bd. II: Zeugenaussagen (94 - 139). Steuerlisten Prummern, Süggerath, Müllendorf, Würm (Hzm. Jülich, Amt Randerath; Selfkantkr. Geilenkirchen-Heinsberg) 1620 (187 - 222), 1622 (240 - 256). Bericht über die am 24. April in Baesweiler bewilligten Defensionssteuern (346 - 351).
Beschreibung: 2 Bde., 14 cm, 761 Bl.; Bd. I: 83 Bl., lose; Q 1 - 20 außer 7*, 15* und 19*, 2 Beilagen; Bd. II: 678 Bl., gebunden; Q 7* (Vorakten).




1738 - 1803 (1704 - 1788)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Hand- und Spanndienste von den Pächtern der Schwarzenbergischen Halfwinner in der Herrlichkeit Laurenzberg. Die Vorinstanz hatte den Appellanten die Beweislast auferlegt.

Aktenzeichen : H 351/1467

Enthaeltvermerke : Kläger: Verwitwete Freifrau von Harff zu Dreiborn, geb. von Hoheneck, und Konsorten: Schöffen und Vorsteher der Herrlichkeit Laurenzberg (Hzm., Amt und Kr. Jülich), (Bekl.: der Freiherr von Wachtendonk als Herr von Laurenzberg)
Beklagter: Fürstlich Schwarzenbergische Vormundschaft, Schloß Gimborn, (Kl.), und die Pächter der Höfe Berg und Volkertshoven
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Franz Wolff 1738 - Subst.: Lic. Konrad Anton Weiskirch - Dr. Franz Karl von Sachs 1788 - Subst.: Lic. Caspar Friedrich Hofmann Prokuratoren (Bekl.): Lic. Heeser [1736] 1738 - Lic. Heinrich Joseph Brack [1763] 1766 - Subst.: Lic. Johann Joseph Flach - Dr. Franz Philipp Felix Gress 1788 - Subst.: Lic. Johann Friedrich Lange
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1704 - 2. RKG 1738 - 1803 (1704 - 1788)
Beweismittel: Bd. II: Urteil 1. Instanz (Q 4). Ältere Urteile in Sachen Schwarzenbergische Beamte ./. Schöffen und Vorsteher von Laurenzberg 1721 u. a. (Q 6, Q 9). Bd. IV: Zeugenaussagen (7 - 12, 260 - 289, 297 - 379, 387 - 408). Karte mit Burghaus Laurenzberg und den Höfen 1722, von Johann Wilhelm Weber (492).
Beschreibung: 4 Bde., alle gebunden, 18 cm, 985 Bl.; Bd. I: 33 Bl., Protokoll; Bd. II: 209 Bl.; Q 1 - 43, 20a und b, außer Q 21; Bd. III: 68 Bl.; Rationes decidendi Schwarzenberg ./. Erben von Wachtendonk; Bd. IV: 685 Bl., Q 21 (Vorakten).




1560 - 1562 (1560 - 1562)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die von Carsilius von Engelsdorf im Lande Jülich hinterlassenen Güter, besonders den Lehnhof Erberich (Ehrberg, Amt Aldenhoven). Nach seinem kinderlosen Tode und dem Tode seiner Witwe beanspruchten die Appellanten die Güter, da sie der Elisabeth als Enkelin von Margarethe, einer Schwester des Carsilius, nach dem Verzicht anderer Verwandter zuständen. Wilhelm von Harff sei von den Lehnsherren der Güter bereits investiert worden. Als die Appellatinnen (Anna als Schwester des Carsilius) Ansprüche erhoben, wurde ihnen bei einem Schiedstermin (29. Sept. 1559) ein Teil der Güter zugesprochen, darunter auch Lehen, zu denen sie nach Auffassung der Appellanten nicht fähig sind.

Aktenzeichen : H 353/1469a

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm von Harff zu Alsdorf und Hürth (Hurdt) und seine Frau Elisabeth von der Horst, (Bekl.)
Beklagter: Anna von Engelsdorf, Äbtissin des Klosters zum Heiligen Geist zu Luxemburg, und die Profeßjungfrau Agnes von Engelsdorf, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Michael von Kaden 1560 - Dr. Johann Portius 1560 - Dr. Melchior Schwartzenberg 1560 - Dr. Kilian Reinhardt 1560
Prokuratoren (Bekl.): Dr. David Capito 1560 - Lic. Philipp Seiblin 1560
Prozeßart: Primae appellationis
Instanzen: 1. Räte des Herzogs Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg (1559) - 2. RKG 1560 - 1562 (1560 - 1562)
Beweismittel: Vidimus einer Entscheidung des Johann von Neuß, ausgestellt durch die Schöffen des kurfürstlichen Hohen Gerichts in Köln 1560 (Q 4).
Beschreibung: 16 Bl., lose; Q 1 - 5, Q 3 doppelt vergeben, 1 Beilage. Vgl. 2696 (H 1598/5363). Lit.: [Ernst] O[idtman], Das Geschlecht von Engelsdorf gent. Merödgen, als Besitzer der Burg Merödgen bei Eschweiler, in: Beitr. zur Gesch. von Eschweiler und Umgegend [ Bd. II], o. O. u. J. S. 463. Otto Merkkens, Burg Röthgen, in: Heimatblätter des Landkreises Aachen 6. Jg., 1936, S. 2f.




1560 - 1562 (1560 - 1562)
Permalink der Verzeichnungseinheit

S. o. RKG 2287 (H 353/1469a)

Aktenzeichen : H 354/1469b

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm von Harff zu Alsdorf und Hürth und seine Frau Elisabeth von der Horst, (Bekl.)
Beklagter: Anna von Engelsdorf, Äbtissin des Klosters zum Heiligen Geist zu Luxemburg, und die Profeßjungfrau Agnes von Engelsdorf, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Michael von Kaden 1560 - Dr. Johann Portius 1560 - Dr. Melchior Schwartzenberg 1560 - Dr. Kilian Reinhardt 1560
Prokuratoren (Bekl.): Dr. David Capito 1560 - Lic. Philipp Seiblin 1560
Prozeßart: Secundae appellationis
Instanzen: 1. Räte des Herzogs Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg (1559) - 2. RKG 1560 - 1562 (1560 - 1562)
Beschreibung: 13 Bl., lose; Q 1 - 4. Lit.: Otto Merckens, Burg Röthgen, in: Heimatblätter des Landkreises Aachen 6. Jg., 1936, S. 2f.




1561 - 1565 (1552 - 1562)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf elf Morgen Artland, dessen Zugehörigkeit zu einem Bauernhof gen. Bolender Gut zu Müddersheim im Erzstift Köln strittig ist. Der Hof gehörte einst einem Cuno (Coen, Chon) von Eynenberg, dessen Erbtochter Tochter Rabot von Plettenberg, den Schwager des Appellanten, heiratete. Die Eltern der Appellaten pachteten den Hof von den Vorfahren der Appellantin. 1519 verpachtete Cuno von Eynenberg den Hof für 46 Malter Korn auf 81 Jahre an Martin von Merschem, den Bruder der Appellaten, dessen Witwe Catharina noch im Besitz des Hofes ist und weiterhin die Pacht zahlt. Die Appellaten behaupten, der Hof sei Eigentum ihrer Mutter gewesen und gehöre daher nach dem Tod der Mutter ihnen.

Aktenzeichen : H 355/1470

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann von Harff (Harve), Amtmann zu Born, für sich und seine Frau Irmgard von Plettenberg, (Kl.)
Beklagter: Johann Stoltz, Müddersheim (Erzstift Köln; Kr. Düren), und Konsorten: seine Schwägerin Ickel, Witwe des Eberhard Stoltz, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Mauritius Breunle 1561 - Dr. Johann Portius 1561 - Dr. Kilian Reinhardt 1561
Prokuratoren (Bekl.): Dr. David Capito 1563 - Dr. Johann Portius 1563 - Lic. Philipp Seiblin 1563
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen des Gerichts Müddersheim auf Konsultation und Belehrung des Schultheißen und der Schöffen des Hohen Gerichts zu Zülpich als Oberhaupt 1552 - 2. Greve und Schöffen des Hohen Gerichts Köln 1554 - 3. Kurfürstl. köln. Kommissare 1556 - 4. RKG 1561 - 1565 (1552 - 1562)
Beweismittel: Bd. II: Akten der 3. Instanz (1 - 137). Darin: Rechtsgutachten (informatio iuris) zugunsten des Appellanten (4 - 11). Urteil 3. Instanz (27 - 29). Akten der 2. Instanz (138 - 253). Darin: Zeugenaussagen (211 - 215). Akten der 3. Instanz (254 - 274).
Beschreibung: 2 Bde., beide gebunden, 6 cm, 302 Bl.; Bd. I: 28 Bl.; Q 1 - 9 außer Q 4*, 2 Beilagen; Bd. II: 274 Bl.; Vorakten. Lit.: J. Strange, Beiträge zur Genealogie der adligen Geschlechter, H. 2, Köln 1865, S. 23.




1574 - 1578 (1515 - 1598)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Hof Unter-Frohnrath (Understfronrad, Kr. Aachen) den der Appellat und seine Schwester 1515 von ihrem Vater je zur Hälfte zur Leibzucht erhalten hatten und aus dem sie Wilhelm von Harff vertrieben hatte. Der Appellant macht geltend, daß er den Hof seit dem Tode des Carsilius von Engelsdorf von 1553 bis 1559 unwidersprochen besessen habe. Der Appellant begründet seine Ansprüche damit, daß der Hof einst nicht Engelbert Hurt, sondern dessen Schwester Elisabeth gehört habe, die ihn ihrem Sohn Carsilius von Engelsdorfvererbt habe. Nach dem Tode seiner Witwe Anna Sourlet (Surlett) falle Elisabeth von der Horst, der Frau des Appellanten, als der nächsten Blutsverwandten der Elisabeth Hurt der Hof zu.

Aktenzeichen : H 356/1472

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm von Harff zu Alsdorf und Hürth, Erbhofmeister des Fürstentums Jülich, (Bekl.)
Beklagter: Peter Hurt (Hürtgen, Hurdt), Eschweiler (Hzm. und Amt Jülich; Kr. Aachen), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Philipp Seiblin [1561] 1574
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Michael Fickler 1574 - Antonius Mhuer (?) 1574 - Dr. Johannes Vest 1574 - Paulus Harsperger (?) 1574 - M. Herrsbachum (?) 1574 - Dr. Johann Buntz 1575
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Vogt und Schöffen des Gerichts von der Bank zur Heyden (Hzm. Jülich, Amt Wilhelmstein; Kr. Aachen) 1561 - 2. Hauptgericht Jülich 1563 - 3. Fürstl. jül. Räte und Kommissare 1565 - 4. RKG 1574 - 1578 (1515 - 1598)
Beweismittel: Vorakten (Q 3, 3. Instanz 11 - 65, 2. Instanz 66 - 95, 1. Instanz 95 - 127). Urteil 3. Instanz (Q 8, Q 13). Bekanntmachung des jül. Privilegium de non appellando 1568 (Q 12).
Beschreibung: 5 cm, 163 Bl., lose; Q 1 - 17; enthielt bis April 1988 Q 5 (Vorakten) von RKG 2324 (H 393/1511). Lit.: Albert Kraemer, Alsdorf. Chronik einer Stadt, Alsdorf 1957, S. 35. Otto Merckens, Burg Röthgen, in: Heimatblätter des Landkreises Aachen 6. Jg., 1936, S. 2f.




1574 - 1625 (1567 - 1598)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Einhaltung von zwei 1567 und 1570 geschlossenen Verträgen über Güter und Gerechtigkeiten des Hauses und der Herrlichkeit Berensberg Entgegen den Vergleichen hatte von dem Bongart 1569 von den Lassen (Liten, Halbfreie) der Herrschaft Berensberg Steuern eingezogen und zwei Pferde und gemästete Schweine gepfändet. Außerdem Streit um die Frage, ob Warenlieferungen (Lebensmittel, Kohlen) aus dem Hzm. Jülich nach Aachen gestattet seien. Das RKG wies am 29. April 1608 die Appellation ab und bestätigte das Urteil der Vorinstanz.

Aktenzeichen : H 357/1473

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm von Harff zu Alsdorf und Hürth, Erbhofmeister des Fürstentums Jülich, (Kl.: die Ehefrauen Meya und Maria von Harffs Halfmännern Peter Bormanns, Berensberg (Bernsberg, Berrenberg, Gem. Richterich), und Thomas Kevers auf der Dornkaul (Dornkuilen)
Beklagter: Wilhelm von dem Bongart (Bungarten), Herr zu Heiden und Blijt (Blitt, Niederlande), (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Philipp Seiblin [1562] 1574
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Grönberger [1569] 1574 - Dr. Johann Gödelmann (hier: Gedelmann) 1587
Prozeßart: Secundae appellationis
Instanzen: 1. Vogt und Schöffen des Gerichts von der Bank zur Heyden (Hzm. Jülich, Amt Wilhelmstein; Kr. Aachen) 1572 - 2. Schultheiß und Schöffen des Hauptgerichts Jülich 1572 - 3. RKG 1574 - 1625 (1567 - 1598)
Beweismittel: RKG-Urteil vom 29. April 1608 (8). Vergleiche zwischen Wilhelm von Harff und Wilhelm von dem Bongart über die Erhebung der Türken- und anderen Reichssteuern, über Mühlenzwang und Gerechtigkeiten an Berensberg 1567 und 1570 (Q 6).
Beschreibung: 5 cm, 215 Bl., lose; Q 1 - 31, Q 4 = Q 31 (Vorakten). Lit.: Albert Kraemer, Geschichte der Gemeide Alsdorf, Alsdorf 1928, S. 22. Albert Kraemer, Alsdorf. Chronik einer Stadt, Alsdorf 1957, S. 37.




1602 - 1625 (1582 - 1631)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erneute Appellation wegen Rechtsverweigerung. Der Appellat habe sich das „ius collectandi“ in der Herrlichkeit Berensberg angemaßt und fortgesetzt die Untertanen des Appellanten gepfändet. Zur Vorgeschichte s. o. RKG 2291 (H 357/1473).

Aktenzeichen : H 358/1474

Enthaeltvermerke : Kläger: Antonius von Harff zu Alsdorf, Hürth und Berensberg (Berrenberg), (Kl.)
Beklagter: Wilhelm von dem Bongart (Bungarten), Herr zu Heiden und Blijtt, fürstl. jül. Rat, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Philipp Seiblin [1594] 1602
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Gödelmann [1598] 1602
Prozeßart: Tertiae appellationis
Instanzen: 1. Vogt und Schöffen des Gerichts von der Bank zur Heyden (Hzm. Jülich, Amt Wilhelmstein; Kr. Aachen) - 2. Schultheiß und Schöffen des Hauptgerichts Jülich 1600 - 3. RKG 1602 - 1625 (1582 - 1631)
Beweismittel: Auszug aus einem kurfürstl. köln. Abschied über die Türkensteuer 1582 (Q 10). Urteil secundae appellationis Jülich 1593 (Q 11).
Beschreibung: 2 Bde, 17 cm, 812 Bl.; Bd. I: 157 Bl., lose; Q 1 - 19, 2 Beilagen; Bd. II: 655 Bl., gebunden; Vorakten Wilhelm von Harff ./. Wilhelm von dem Bongart aus einem anderen Prozeß, vermutlich quartae appellationis, prod. Speyer 18. Nov. 1631. Vgl. RKG 2904 (Nachtrag 70).




1602 - 1603 (1591 - 1603)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Rückerstattung beschlagnahmter Güter. Hardenrath hatte am 22. Okt. 1591 beim Offizial von Köln wegen einer Schuldforderung von 600 Joachimstalern und 725 Talern aufgelaufener Pensionen einen Arrest auf Güter und Früchte des von Harff in „Hulkeradt“ (Hülchrath?) bei dessen Kolonen Adam Everts erwirkt. Von Harff bestreitet die Zuständigkeit der Vorinstanz mit dem Verweis auf das von Karl IV. verliehene Privileg brabantischer Untertanen, nicht vor ein fremdes Gericht gezogen werden zu können.

Aktenzeichen : H 359/1475

Enthaeltvermerke : Kläger: Antonius von Harff zu Alsdorf, Hürth und Berensberg, Erbhofmeister des Fürstentums Jülich, (Bekl.), und Konsorten: die Witwe seines Kolone Adam Everts
Beklagter: Johann Hardenrath (Hardenradt), Bürgermeister zu Köln, für sich und seine Frau Catharina Gaill, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Philipp Seiblin [1594] 1602
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Heinrich Stemler 1602
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Offizial zu Köln 1591 - 2. RKG 1602 - 1603 (1591 - 1603)
Beschreibung: 4 cm, 191 Bl., lose; Q 1 - 16.




1577 - 1580 (1574 - 1579)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch der Appellatin auf 1000 Goldgulden plus Zinsen seit 1565 aufgrund ihrer Heiratsberedung mit Albrecht von Honseler, da ihr Bruder Wilhelm ohne eheliche Kinder gestorben sei. Wilhelms Witwe Anna von Vlatten behielt gemäß ihrer Heiratsberedung zunächst die Leibzucht über die Immobilien und erhielt die Renten zu Eigentum. Die Appellanten stehen auf dem Standpunkt, deshalb ihrer Tante bzw. Schwägerin die 1000 Goldgulden noch nicht zahlen zu müssen. In erster Instanz hatten die Appellanten Recht erhalten. Die Parteien einigten sich 1580 außergerichtlich.

Aktenzeichen : H 360/1476

Enthaeltvermerke : Kläger: Gothart von Harff zu Harff und Konsorten: Gotharts Tante, Catharina von Zweifel, Witwe des Jakob von Harff zu Empel, für sich und als Vormund ihrer unmündigen Kinder Gothart und Odilia, (Bekl.)
Beklagter: Anna von Harff, Witwe des Albrecht (Albert) von Honseler (Hanßlar, Hantzler) zur Hülsdonk, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Godelman 1577 - Dr. Johann Stockle 1577
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Bernhard Kuehorn 1578 - Dr. Johann Augspurger 1578
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen des Hauptgerichts Jülich 1574 - 2. Fürstl. jül. Räte und Kommissare zu Düsseldorf 1576 - 3. RKG 1577 - 1580 (1574 - 1579)
Beweismittel: Auszug aus der Heiratsberedung der Anna von Harff mit Albrecht von Honseler (17 - 18).
Beschreibung: 4 cm, 133 Bl., lose; Q 1 - 10, Q 10 fehlt.




1597 - 1598 (1580 - 1602)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Stillegung einer Kupfermühle an der Inde. Am 1. Mai 1580 hatte Reinhard Recklinghausen den Herzog Wilhelm von Jülich um das Privileg gebeten, an der Inde eine Wassermühle zum Betrieb einer Schmiede errichten zu dürfen. Die gleiche Bitte stellten der Gerichtsschreiber von Eschweiler, Ludwig Craum, und Wilhelm Gortzgens. 1582 wurde Thomas Borck, der Vogt von Eschweiler, mit der Prüfung der Anträge beauftragt. Er meldete, daß niemand durch den Bau geschädigt werde, worauf die Genehmigung erteilt wurde. Später brachte Borck sich selbst in den Besitz der Mühle. Die Appellanten sahen sich durch den Betrieb geschädigt, da nicht nur Kohle, sondern auch Holzkohle verfeuert und in der Umgebung Holz geschlagen wurde. Als trotz mehrerer Eingaben an die fürstlichen Räte die Betriebserlaubnis nicht entzogen wurde, machten die Appellanten die Mühle unbrauchbar.

Aktenzeichen : H 361/1477

Enthaeltvermerke : Kläger: Anton von Harff zu Alsdorf und Hürth und Konsorten: Johann von Efferen zu Stolberg, Adolph von Hetzingen zu Eschweiler und die Gemeinde Eschweiler, (Bekl.)
Beklagter: Agnes Wolff, Witwe des Thomas Borck, Vogts zu Eschweiler, Eschweiler, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Jakob Kremer (1597) 1598
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius Stappert 1597
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. jül. Kommissare 1580 - 2. RKG 1597 - 1598 (1580 - 1602)
Beschreibung: 2 Bde., 5 cm, 191 Bl.; Bd. I: 41 Bl., lose; Q 1 - 8, Q 6 fehlt; 10 Beilagen; Bd. II: 150 Bl., gebunden; Vorakten.




1604 - 1614 (1603 - 1617)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den dritten Teil am gemeinsamen Erbe. Bertram von Nesselrode und seine Frau Anna Stecke (Steek) hatten neun Kinder. Sopia, die älteste, wurde zu Lebzeiten der Eltern ausgezahlt. Luitgard, die jüngste, beansprucht mehr als 83000 Goldgulden, da ihre Geschwister Anna, Sophia, Elisabeth, Adolph und Heinrich kinderlos starben. Ihre Brüder hatten ihr jedoch insgesamt nur 8000 Goldgulden ausgezahlt. Ihre Brüder behaupten, Luitgard habe verzichtet. Luitgard ließ sich jedoch vom Offizial in Köln vom Verzicht absolvieren.

Aktenzeichen : H 363/1479

Enthaeltvermerke : Kläger: Anton von Harff zu Alsdorf und Hürth und Konsorten: seine Frau Luitgardis geb. von Nesselrode
Beklagter: Wilhelm von Nesselrode zum Stein und Ehrenstein und Bertram von Nesselrode zu Ehrenstein, fürstl. jül. Rat und Amtmann zu Münstereifel und Euskirchen
Prokuratoren (Kl.): Lic. Philipp Seiblin [1594] 1604
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Pistorius 1604 - Dr. Johann Friedrich Haug (1604) 1605
Prozeßart: Citationis
Instanzen: RKG 1604 - 1614 (1603 - 1617)
Beweismittel: Detaillierte Aufstellung der Güter des älteren Bertram von Nesselrode (14 - 16). Absolution Luitgards vom Verzichtseid 1603 (Q 14). Aufstellung von 100 Höfen und Gütern im Vest Recklinghausen und im Erzstift Köln, die Heinrich von Nesselrode als Anteil erhielt (102 - 103).
Beschreibung: 4 cm, 127 Bl., lose; Q 1 - 17 außer 7*, 12 Beilagen.




1605 - 1619 (1561 - 1617)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Haus Bachem in der Langgasse in Köln, gen. der Hurter Hof, das einst dem Großvater mütterlicherseits des Appellanten, Gerhard von der Horst, gehörte, wozu er als Beweis die Schreinsbücher (Eintragung zum 11. Aug. 1571) heranziehen will. Von Gerhard sei das Haus über seine Tochter Elisabeth, die es „in dotem“ erhielt, in Antons Besitz gelangt. Daher habe sein Vater Wilhelm als Leibzüchter den Hof weder belasten noch verkaufen können. Außerdem sei der Kaufpreis mit 300 Goldgulden zu gering gewesen. Die Appellaten geben an, den Hurther Hof rechtmäßig gekauft zu haben.

Aktenzeichen : H 364/1480

Enthaeltvermerke : Kläger: Anton von Harff zu Alsdorfund Hürth, (Kl.)
Beklagter: Adelheit, Witwe des Johann Kyffig (Kyfft), bzw. ihre Erben, und Gertrud, Witwe des Johann von Duitz, Köln, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Philipp Seiblin [1594] 1605 - Dr. Christian Schröder [1613] 1617 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Jakob Kremer 1605
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hohes Weltliches Gericht Köln 1597 - 2. Kurfürstl. köln. Kommissare 1599 - 3. RKG 1605 - 1619 (1561 - 1617)
Beweismittel: Vorakten (Q 7). Darin: Auszüge aus dem Schreinsbuch 1561, 1580 (24 - 25).
Beschreibung: 5 cm, 210 Bl., lose; Q 1 - 10, 1 Beilage; Q 1 - 4 wurden 1982 vom Stadtarchiv Lübeck an das HStA Düsseldorf abgegeben.




1609 - 1615 (1603 - 1613)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um das Jagdrecht des Hauses Kellersberg. Johann Nievelstein soll mit Netzen (Garn) Kaninchen gefangen haben, die vom Haus Alsdorf entlaufen waren.

Aktenzeichen : H 365/1481

Enthaeltvermerke : Kläger: Anton von Harff zu Alsdorf und Hürth, Erbhofmeister des Fürstentums Jülich, (Kl.)
Beklagter: Werner Nievelstein (Nevelstein), Kellersberg (Hzm. und Amt Jülich; Kr. Aachen), (Bekl.: Johann Nievelstein)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Philipp Seiblin [1594] 1609 - Dr. Christian Schröder [1613] 1615
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Pistorius (1604)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1603 - 2. RKG 1609 - 1615 (1603 - 1613)
Beweismittel: Urteil der 1. Instanz (Q 8).
Beschreibung: 2 Bde., 7 cm, 297 Bl.; Bd. I: 27 Bl., lose; Q 1 - 15; Bd. II: 270 Bl., gebunden; Vorakten.




1613 - 1617 (1608 - 1617)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch des Appellaten auf Wiedereinlösung der Herrschaft Schönforst (Hzm. Jülich, Amt Schönforst). Huyn hatte dem Daem Schellard von Obbendorf zu Gürzenich einst den „Beduyschen“ Pfandschilling erlegt, den Schellard seinen Kindern aus erster Ehe vermachte und den Martina von Rossum, seine zweite Ehefrau, als Leibzüchterin besaß. Huyn hatte in Brüssel geklagt und 1609 vom Herzog von Jülich ein Mandatum de exequendo erwirkt. Die Appellanten klagen, als jül. Untertanen nicht vor ein brabantisches Gericht gezogen werden zu können.

Aktenzeichen : H 366/1482

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm von Harff zu Alsdorf, Hürth und Berensberg für sich und seine Schwiegermutter Martina von Rossum, verwitwete Schellard von Obbendorf zu Gürzenich, (Bekl.)
Beklagter: Arnold Huyn (Hoen) von Amstenrade (Ambstereidt) zu Geleen (Niederlande), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Konrad Lasser 1613
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Hermann Cran 1613 - Lic. Christoph Riecker 1613
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kanzler und Räte des Hofs Brabant - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1609 - 3. RKG 1613 - 1617 (1608 - 1617)
Beweismittel: Zeugenaussagen (Q 34).
Beschreibung: 9 cm, 302 Bl., lose; Q 1 - 61 außer 35*, 36*, 45*, 46*, 60*, 3 Beilagen.




1614 - 1621 (1608 - 1620)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Kassation eines Urteils wegen Nichtzuständigkeit des Richters. Wegen einer Schuldforderung (400 Rtlr. für Rechnungsablage) hatte Richard beim Offizial in Köln einen Arrest auf Güter und Erträge des Appellanten erwirkt, der jedoch bald aufgehoben wurde. Richard appellierte darauf nicht an das RKG, sondern an den päpstlichen Nuntius. Nacheinander wurde die Sache dann auf dessen Veranlassung vor verschiedenen Kommissaren, zuletzt vor dem Dechant von St. Georg in Köln verhandelt. Das RKG hob am 20. Aug. 1616 alle zuvor gefällten Urteile auf.

Aktenzeichen : H 367/1484

Enthaeltvermerke : Kläger: Anton von Harff zu Alsdorf, Hürth und Berensberg, Erbhofmeister des Fürstentums Jülich, (Bekl.)
Beklagter: Nikolaus Vischer, Dechant von St. Georg in Köln, und Hubert Richard, früherer Schultheiß und Rentmeister zu Hürth, Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christian Schröder [1613] 1614
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Beatus Moses 1614
Prozeßart: Mandati cassatorii sine clausula
Instanzen: 1. Offizial zu Köln 1609 - 2. Kommissare des päpstlichen Nuntius 1609 - 3. Kommissare des päpstlichen Nuntius 1611 - 4. Kommissar des päpstlichen Nuntius (Vischer) 1614 - 5. RKG 1614 - 1621 (1608 - 1620)
Beweismittel: RKG-Urteil vom 20. Aug. 1616 (3 - 4). Vorakten, lateinisch (Q 9a; Offizial 35 - 121, Kommissionen 122 - 323). Darin: Rechnungen (51 - 56, 84 - 89). Aufstellung der adeligen Güter und Höfe des Appellanten (111 - 112). Executoriales fisci gegen den Beklagten wegen Nichtbefolgung des RKG-Urteils 1618 (Q 11).
Beschreibung: 8 cm, 360 Bl., lose; Q 1 - 16 außer 13*; Q 9a und b; 8 Beilagen.




1614 (1555 - 1623)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf eine Jahresrente von 16 Mudt Roggen aus einem Hof zu Frohnrath seit 1597. Frühere Pächter des Hofes hatten mehrmals 16 Mudt Roggenjährlich an die Vorgänger der Appellaten gezahlt.

Aktenzeichen : H 368/1485

Enthaeltvermerke : Kläger: Anton von Harff zu Alsdorf, Hürth und Berensberg, Erbhofmeister des Fürstentums Jülich, (Bekl.)
Beklagter: Emmerich und Johann Georg Hurt von Schöneck zum Pesch und Ringsheim, (Kl.)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Statthalter und Mannen von Lehen der Mannkammer Heerlen (Herlo) 1605 - 2. Kurfürstl. köln. Kommissare 1609 - 3. RKG 1614 (1555 - 1623)
Beweismittel: Documentum attentatorum des Vogts und der Schöffen des Gerichts von der Bank zur Heyden über Wegnahme von Früchten vom HofFrohnrath am 26. Jan. 1615 (11 - 12). Zeugenaussagen (140 - 157). 10 Dokumente, den Hof in Frohnrath betreffend ab 1555 (201 - 215). Rechnungen (239 - 241).
Beschreibung: 6 cm, 316 Bl., lose; Q 1 - 3.




1614 - 1627 (1597 - 1626)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf einen Anteil am Erbe des Dietrich Schlaun. Dr. Peter Schlaun, der Bruder der Appellantin, hatte neben seinem ehelichen Sohn Dietrich auch die Appellaten als uneheliche Kinder. Dietrich setzte in seinem Testament seinen Halbgeschwistern Legate aus, die sie von Lucia einforderten. Nach dem Willen des Bürgermeisters von Köln sollte sie ein Haus „uf dem Krummenbuchel genant Cronenburgh“ als Pfand geben. Die Appellantin behauptet, nicht der Jurisdiktion des Bürgermeisters und des Greven und der Schöffen von Köln unterworfen zu sein, da sie in Köln keinen Besitz habe. Auch das umstrittene Haus gehöre nicht ihr, sondern Johann Schlaun. Außerdem sei sie zur ersten Instanz nicht geladen worden. Das RKG bestätigte am 4. Juni 1627 das Urteil der Vorinstanz.

Aktenzeichen : H 369/1486

Enthaeltvermerke : Kläger: Lucia Schlaun, Witwe des Gottschalk von Harff, und ihr Sohn Wilhelm von Harff zu Alsdorf, Hürth, Berensberg und Schönforst, Erbhofmeister des Fürstentum Jülich, (Bekl.)
Beklagter: Hans, Hermann und Margarethe Schlaun, (Kl.), bzw. Arnold Keller und Jost von Mechelen als Vormünder der Kinder (Peter und Sebastian) des Hans Hermann Schlaun und seiner Frau Elisabeth von Mechelen
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christian Schröter 1615 - Dr. Johann Leonhard Gerhard [1625] 1626
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Hermann Cran 1615
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Greve und Schöffen des Hohen Weltlichen Gerichts in Köln 1607 - 2. Kommissare des kurfürstl. köln. Hofgerichts 1614 - 3. RKG 1614 - 1627 (1597 - 1626)
Beweismittel: Vormundschaftsbestellung Schlaun 1600 (Q 10). Testament des Dietrich Schlaun 1597 (149 - 154 in Q 23).
Beschreibung: 7 cm, 369 Bl., lose; Q 1 - 25, 12 Beilagen. Prozeßakte in schlechtem Erhaltungszustand.



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