Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
1. Behörden und Bestände vor 1816
1.4. Reichsbehörden
1.4.1. Reichskammergericht
Reichskammergericht AA 0627
115.05.03 Reichskammergericht, Teil III, E-G

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-178 


1600-1618 (1574-1615)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann Fabricius führt namens seiner Frau, Witwe des Diederich Holtz, den Streit wegen des angeblichen Rückstandes einer jährlichen Rente in Höhe von 45 Reichstalern für ein Darlehen von 900 Reichstalern, wofür ihr Anteil an dem Stegerhof im Amt Kempen an der Stegerheide zum Pfand gesetzt wurde, das der Beklagte unrechtmäßig an sich gebracht habe.

Aktenzeichen : F 5/28

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Fabricius, Magister und kurkölnischer Hofgerichts Prokurator, namens seiner Ehefrau Helena (Heyltgen) Federhenn, Köln, (Bekl. Helena Fedderhenn, Witwe des Dietrich Holtz, und der Vormünder ihres minderjährigen Sohns Leonhard Breuniger sowie Weinant von Neukirchen (Newkirchen))
Beklagter: Arnold von Seyer (Sayer), Duisburg, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Werner Bontz (Buntz) 1600
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Jakob Kremer 1600
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Schöffengericht zu Kempen 1593 - 2. Schöffengericht zu Neuss 1593 - 3. Kurfürstliches Hohes Weltliches Gericht in Köln 1595 - 4. RKG 1600-1618 (1574-1615)
Beweismittel: Acta priora der Schöffengerichte zu Kempen und zu Neuss (Q 9), des Kurfürstlichen Hohen Weltlichen Gerichtes in Köln (Q 9 und 10). 2 Rentbriefe zum Stegerhof 1574 und 1578 (in Q 9).
Beschreibung: 6 cm, 268 Bl., lose; Q 1-12, 13*-17* vorhanden, 3 Beilagen.




1585-1589 (1566- 1589)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gualtherus Fabricius führt gegen Ursula Schilling und Konsorten den Streit um das Erbe seiner verstorbenen Frau Elisabeth Elverfedt (Eluerfeldt), das von der Familie des Pastors Georg Hack in Sieglar, vorher Pastor in Köln-Lyskirchen, stammt. Elisabeth war die Tochter des Johann Hack mit Zunamen Elverfeld, Bruders des Georg Hack. Bei dem Besitz des Georg Hack handelt es sich um ein Haus und einen Hof, einige Morgen Ackerland, Wiesen, und Baumgarten, gelegen im Gericht Sieglar, daneben auch um Geld. Hierbei handelt es sich um Erbgüter und hinzugewonnene Güter. Reinhard und Bertram Hack und Maria sind uneheliche Kinder des Georg Hack. Maria war mit Johann Weuer (Weber) verheiratet. Nach der jül.-berg. Landordnung Kap. 77 können Geistliche Erbgüter nicht vererben oder veräußern, sondern nur zu Leibzuchtrecht besitzen. 1562 übertrug Georg Hack Erbschaft und Güter an Fabricius mit Wissen seiner Schwestern und seines Schwagers. Selbst wenn die Übertragung ungültig wäre, sei Elisabeth von Elverfeld als rechtmäßige Erbin die Eigentümerin der streitigen Güter. Ursula Schilling ist die Witwe des Reinhard Hack. Antrag auf Abweisung der Appellation mit Berufung auf das Privileg de non appellando wegen des zu geringen Streitwertes.

Aktenzeichen : F 9/46

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Gualtherus Fabricius, fürstlichjül. Rat, Köln, (Kl.)
Beklagter: Ursula Schilling (Schillings) und Konsorten, Köln, (Bekl.: Reinhard und Bertram Hack und Ursula Schilling, Köln)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Bernhard Kuehorn 1586
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Christoff Beheim 1586 - (Lic.) Johann Vianden 1586 - Dr. (Jacob) Kramer 1586
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht 1575-1584 - 2. RKG 1585-1589 (1566- 1589)
Beweismittel: Acta priora des jül.-berg. Hofgerichtes (Q 4, latein.). Darin: Notariatsinstrument 1566. Zeugenverhöre. Schöffenbrief des Gerichtes zu Sieglar 1569. Armenrecht für Ursula Schillings nach der jül. Hofgerichtsordnung 1584.
Beschreibung: 5 cm, 232 Bl., lose; Q 1-10, Q 3* vorhanden, 1 Beilage.




1601-1621 (1601-1603)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Mattheis und Maria Dorckes, Eheleute, verkauften ihren Hof, Dorckes (Dorckers, Dorgenns) Hof genannt und in Kaarst (Amt Liedberg, Kr. Grevenbroich) gelegen, vor den Schöffen von Kaarst an Fabritius, der von den Schöffen rechtmäßig eingesetzt wurde und den Hof an Johann Zimmerman genannt der Dicke, verpachtete. Der Streitgegenstand ist der zweite Kauf des genannten Gutes, den Adam von Wetter für das uneheliche Kind des Mattheis in dessen Auftrag durchgeführt habe, und die angemaßte „avocatio“ an die 2. Instanz bei einem schwebenden Verfahren. Gegen die Zuständigkeitserklärung der Kommissare appelliert Fabritius unter Berufung auf die kurkölnische Landesvereinigung. Adam hatte beim Kauf an Eides Statt erklärt, daß er das Gut nur für sich und seine Erben erwerbe.

Aktenzeichen : F 6/29

Enthaeltvermerke : Kläger: Dr. Franz Fabritius, Rat (Ratsverwandter) der Stadt Neuss, Neuss
Beklagter: Adam von Wetter (Wetters, Wetteren)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Heinrich Stemler 1602
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Archidiakonales Gericht (Offizial) zu Neuss (1601) - 2. Kommissare des Kurfürsten von Köln 1601 - 3. RKG 1601-1621 (1601-1603)
Beweismittel: Pachtbrief 1601 (in Q 6). Schöffenbriefe der Gerichte zu Kaarst 1601, zu Gladbach 1601, zu Korschenbroich (Herrschaft Myllendonk) 1601 (in Q 6). Brief des Vogtes des Amtes Liedberg 1601 (in Q 6).
Beschreibung: 3 cm, 84 Bl., lose; Q 1-8. Teilweise schlecht erhalten.




1764-1769 (1736-1768)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Zahlung von einem Drittel der in der Zeit gemeinschaftlicher Haushaltung verbrauchten 8666 Rtlr., auf ein Drittel der Kosten des Streits mit dem Richter Alhaus, Befreiung von der Aufstellung eines Inventars der Erbmasse und Rückgabe von Schmuck. Fabricius appelliert gegen das Urteil des jül.-berg. Geheimen Rates, das die Durchführung der Erbteilung des Nachlasses seines Vaters auf den Zeitpunkt des Erbfalls festsetzte und das ihm allein die Kosten zur Erlangung seines Richteramtes auferlegte. Außerdem verlangte das Urteil die Vorlage des Inventars und des gesamten Schriftwechsels, den Fabricius in der Erbschaftsangelegenheit geführt hat, an den Erben Jakob Busch, dem mütterlicherseits ein Erbteil zusteht. Fabritius machte geltend, daß die Mutter und Geschwister auch Geld und Besitztümer aus der Erbmasse verbraucht hätten, die ihm nicht zur Last angerechnet werden dürften, und außerdem, daß die Mutter für die Summe zur Erlangung des Richteramtes gebürgt habe und dem nicht nachgekommen sei. Der Vater des Fabricius hinterließ aus erster Ehe eine Tochter Johanna Margaretha, die mit einem Johann Ernst Philipp Leimgarten verheiratet war, und aus zweiter Ehe drei Kinder. Das gesamte Erbe betrug 25000 Reichstaler, wobei der Umfang des gesamten Erbes von Fabricius bestritten wurde. Johann Conrad Fabricius, der älteste Sohn, war Vormund der beiden minderjährigen ehelichen Kinder. Die Ansprüche der Tochter aus erster Ehe sollten durch einen Vergleich abgegolten werden (1740), der dann nicht eingehalten wurde und zu einem Prozeß führte. Zur Erlangung und Abtretung (Bedienung) eines Richteramtes im Amt Barmen gewann Fabricius gegen 3600 Reichstaler die Unterstützung des Richters Alhaus (1741). Fabricius selbst besaß hierzu keine Mittel außer dem väterlichen Erbe. Danach kam es zu einem kostspieligen Streit zwischen dem Richter Alhaus und Fabricius wegen nicht erfolgter Zahlung der vereinbarten Summe, weil seine Mutter Anna Elisabeth Bex (Beex) zwar für ihn gebürgt hatte, aber schließlich nur einen Teil bezahlen wollte. Für den Prozeß wurde das gemeinschaftliche Erbe teilweise verwandt. Aus diesem Prozeß entstand der Prozeß der Erben untereinander. Die Erben hatten sich entschlossen, das Erbe zu teilen, wobei Fabricius die Teilung gerichtlich hinauszögerte. Das Urteil von 1763 bestätigte den Vorbescheid von 1754, der rechtskräftig war, aber dennoch nicht vollzogen wurde. Nachdem die Mutter gestorben war, wurde ein Vormund für den unmündigen Sohn der Schwester des Fabricius, Rosa Busch, auf Betreiben ihres Mannes Busch bestellt (1762), der auf Vollzug des rechtskräftigen Urteils von 1754 drängte. Der Bruder des Fabricius, Alois, war Kanoniker im Stift Essen. Die Vorinstanz empfahl dem RKG die Ablehnung der Appellation.

Aktenzeichen : F 12/56

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Conrad Fabricius, Richter zu Beyenburg (Hzm. Berg; Wuppertal), (Bekl.)
Beklagter: Dr. Johann Wilhelm Hardung, Elberfeld, (Kl.) als Kurator des minderjährigen Jakob Busch, Düsseldorf; als Interessent PfalzgrafKarl Theodor
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Paul Besserer 1764 - Subst.: Lic. Johann Jakob Ernst Pfeiffer
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Wilhelm Weylach [1751] 1764 - Subst.: Lic. Ferdinand Wilhelm Brandt - Subst.: Lic. Hermann Joseph Schick 1764 - Lic. Hermann Joseph Valentin Schick 1765 - Subst.: Dr. Johann Philipp Godfried von Gülich
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat 1751 - 2. RKG 1764-1769 (1736-1768)
Beweismittel: Bd. II: Bericht des jül.-berg. Geheimen Rates 1764 (Q 2). Testament des Johann Conrad Fabricius sen. 1736 (Q 24). Vergleich zwischen dem Ehepaar Leimgarten und Dr. Hardung, Kurator der unmündigen Kinder des Johann Conrad Fabricius aus zweiter Ehe 1740 (Q 25). Bürgschaft der Witwe Fabricius über 3600 Rtlr., die ihr noch unmündiger Sohn dem Richter des Amtes Barmen, Alhaus, für den Verkauf des Richteramtes schuldete, 1741 (Q 26). Anerkennung der Bürgschuld der Mutter durch die Geschwister des Appellanten 1746 (Q 27). Obligation 1747 (Q 28). Erbteilberechnung durch die Schwester des Appellanten und ihren Mann 1752 (Q 29). Erbanspruchsübertragung der Mutter und des Bruders des Appellanten auf ihn 1762 (Q 31 und 32). Vermögensaufstellung der Güter des Johann Conrad Fabricius bei dessen Tod 1740, bestätigt von seiner Witwe vor den Schöffen des bergischen Amtes Beyenburg und Barmen 1763 (Q 33). Aufstellung von Wertgegenständen 1752 und 1763 (Q 34 und 35). Abrechnung (Q 43). Erbanspruchsverzicht der Johanna Margaretha und des Johann Philipp Leimgarten gegen Übertragung eines Hauses in Ratingen 1740 (Q 62). Vergleich der Witwe Fabricius mit den Eheleuten Leimgarten 1740 (Q 63). Vermögensaufstellung, detailliert (Q 68). Übereinkunft mit dem Richter Alhaus und Quittung über 1500 Rtlr. (Q 75). Vergleich des Appellanten mit seiner Mutter und seinen Geschwistern 1747 (Q 77). Aussagen der Witwe Fabricius und der Rosa Busch geb. Fabricius auf Veranlassung des Appellanten 1760 (Q 79 - 81). Bd. III - VIII enthalten z. T. die gleichen Beweismittel. Wegen des großen Umfangs der Vorakten konnte hier nur ein geringer Teil der Beweismittel aufgenommen werden. Bd. III: Testament des Johann Conrad Fabricius nach dem Tode seines Sohnes 1736 (42- 45). Zahlreiche Rechnungen, Vermögensaufstellungen etc. Bd. VII: Nochmalige Aufstellung der umstrittenen Güter (750-768). Bd. VIII: Rationes decidendi.
Beschreibung: 8 Bde., alle gebunden, 53 cm, 2734 Bl.; Bd. I: 1 cm, 14 Bl.; Protokoll; Bd. II: 9 cm, 508 Bl.; Q 1 - 91 außer 60*; Bde. III - VIII: Die im Protokoll als Q 60 vorgesehenen Vorakten. Siehe auch jül.-berg. Hofrat B III Nr. 61: der Schöffe Heinrich Kogel gegen Richter Fabricius wegen Amtsvergehen 1765/67. Lit.: Karl Spannagel: Barmen im siebenjährigen Kriege. Eine Beckmannsche Chronik, in: ZBGV 26 (1890) S. 98. Johann Viktor Bredt: Studien zur Rechtsgeschichte von Barmen, in: ebd. 65 (1937) S. 129 - 131, 138, 156, 162.




1766-1774 (1766-1769)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Unwirksamkeitserklärung der 1637 von der Stadt Aachen für Johann von Reuschenberg ausgestellten, nun verschwundenen Originalobligationen, für die 1722 Fabricius und Eschweiler einen Kautionsschein ausgestellt hatten. Die über zweimal 3000 Rtlr. lautenden Obligationen hatte Reuschenbergs Witwe Sibilla Maria von Plettenberg 1664 dem Christian von Plettenberg, dem Sohn ihres Bruders, testamentarisch vermacht. Zwischen ihm und Albert Joseph Graf zu Arberg de Valangien, Herrn zu Helmont und Rochette, kam es zunächst in Aachen, dann am RKG (P 451/1542; Prozeß im Stadtarchiv Aachen) zum Rechtsstreit über die Obligationen, der 1717 mit einem Vergleich endete. Danach sollte Arberg einmalig 4000 Rtlr. erhalten, Plettenberg jedoch das Kapital und die aufgelaufenen Pensionen. Die Stadt Aachen zahlte ihm jedoch nur die Pensionen aus. Für das Kapital setzten Fabricius und Eschweiler in einem Kautionsschein 1722 ihr Vermögen ein. Nach dem Tode der beiden durften ihre nicht in Aachen lebenden Erben die Immobilien nicht veräußern, da die Obligationen verschwunden blieben. Das RKG legte 1774 dem Inhaber der Obligationen ein ewiges Schweigen auf und erklärte sie für „mortificiert“, womit die Kläger von der Kautionslast entbunden waren.

Aktenzeichen : F 13/57

Enthaeltvermerke : Kläger: Erben des verstorbenen Schultheißen zu Aachen, G. J. Fabricius, und seines Schwagers Johann Adam Eschweiler, Aachen
Beklagter: Quoscumque detentores obligationum quaestionis (Inhaber der von Fabricius und Eschweiler ausgestellten Originalobligationen)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Ferdinand Wilhelm Anton Helffrich 1766 - Subst.: Lic. Heinrich Joseph Brack
Prozeßart: Citationis edictalis ad proponendum et deducendum ius suum, aut videndum sibi imponi perpetuum silentium et mortificari obligationis originales quaestionis
Instanzen: RKG 1766-1774 (1766-1769)
Beweismittel: Urteil im Protokoll 1774 (4f.).
Beschreibung: 1,5 cm, 42 Bl., lose; Q 1-11.




1589- 1591 (1586-1591)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Nutzung (Schweinemast) der Speldorfer Mark in der Herrschaft Broich (Hzm. Berg; Mülheim an der Ruhr). Die streitenden Parteien hatten bereits seit 1568 Auseinandersetzungen, als der Abt nach Darstellung des Appellanten einen bewaffneten Einfall in die Herrschaft Broich unternommen haben soll. Unter Verweis auf einen seit 1580 am RKG anhängigen Prozeß des Abtes gegen ihn (s. u.) appelliert Wirich von Daun gegen ein dem früheren Urteil widersprechendes Extrajudizialschreiben Herzog Wilhelms.

Aktenzeichen : F 59/151

Enthaeltvermerke : Kläger: Wirich von Daun (Dhaun), Graf zu Falkenstein, Herr zu Oberstein und Broich, (Bekl.)
Beklagter: Abt (Ludger von Landsberg) und Konventualen zu Hamborn, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Michael Vaius (1589) 1591
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Melchior von Zabern 1590
Prozeßart: Secundae appellationis
Instanzen: 1. Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve, Berg 1586 - 2. RKG 1589- 1591 (1586-1591)
Beweismittel: Extrajudizialakten (26-120).
Beschreibung: 3 cm, 144 Bl., lose; Q 1-13 außer 1*, 6*-8*, 11*, 12*, 6 Beilagen. Vgl. RKG (H 227/739).




1649 (1639-1649)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Appellation gegen die Immission der Erben des Peter Lepler, Rentmeisters des Appellanten in der Herrschaft Broich, in drei Höfe des Appellanten (Hasselberg, Grimberg und Hower Gut) wegen rückständiger Zahlungen von 654 Rtlr. aus der 1639 erfolgten Abrechnung.

Aktenzeichen : F 63/162

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm Wirich von Daun (Dhaun), Graf zu Falkenstein, Herr zu Oberstein und Broich, (Bekl.)
Beklagter: Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm, Herzog von Jülich und Berg; die Erben Lepler zu Duisburg: Johann Adolph Lepler, Gertrud Asbeck gen. Lepler, (Kl.), Helena Lepler gen. Wundt, Anna Maria Lepler; die Eingesessenen der Honschaft Huckingen (Duisburg) im Amt Angermund
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Walraff [1643] 1649
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. PfalzgrafWolfgang Wilhelm (1643) - 2. RKG 1649 (1639-1649)
Beweismittel: Abrechnung des Wilhelm Wirich von Daun mit seinem Rentmeister 1639 (9f.).
Beschreibung: 12 Bl., lose; sechs nicht quadrangulierte Aktenstücke, vermutlich Fragmente aus mehreren Prozessen.




1634-1635 (1634-1637)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen landfriedbrüchiger Übergriffe in der Herrschaft Broich im Sommer 1631 durch bewaffnete Überfälle, Bedrohung broichischer Untertanen und Beamter, Raub von Pferden und Kühen und Zuschüttung eines Kanals in Mülheim an der Ruhr.

Aktenzeichen : F 64/163

Enthaeltvermerke : Kläger: Friedrich von Daun, Graf zu Falkenstein, Herr zu Oberstein und Broich
Beklagter: Hermann Otto Graf zu Limburg, Herr zu Styrum, und sein Amtmann zu Styrum, Bernhard Bockerofen
Prokuratoren (Kl.): Lic. Giesenbier (1634)
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Eichrot (1634)
Prozeßart: Citationis uff den Landtfrieden cum mMandato de non offendendo sine et restituendo cum clausula
Instanzen: RKG 1634-1635 (1634-1637)
Beschreibung: 20 Bl., lose; Q 1-5, 1 Beilage.




1645-1650 (1635- 1654)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit wegen wechselseitiger Forderungen aus der Zeit der Tätigkeit des Appellaten als vormundlicher Amtmann des Hauses und der Herrlichkeit Broich (seit ca. 1620). Zunächst hatte Cyriaci wegen rückständigen Salärs und vorgeschossener Gelder auf Zahlung von 700 Rtlr. geklagt. In einer Gegenklage forderte der Appellant darauf 3300 Rtlr. Zusätzlich kam es zum Streit wegen der „caution de iudicio sisti“, die Cyriaci in Düsseldorf hinterlegen sollte, da er aus Oberdeutschland stammte und im Hzm. Berg nicht „mit liegenden Erbgütern possessioniert“ war. Parallel zum RKG-Prozeß wurde am Hauptgericht Kreuzberg „in Reconvention und in Injuri Sachen“ verhandelt (Urteil 26. Sept. 1646).

Aktenzeichen : F 65/164

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm Wirich von Daun (Dhaun), Graf zu Falkenstein, Herr zu Oberstein und Broich, (Bekl.)
Beklagter: Lic. Salomon Cyriaci, fürstl. pfalz-neuburg. Rat und advocatus fisci, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Goll (1645)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Conrad Blaufelder [1643] 1645 - Lic. Johann Walraff 1654
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Kreuzberg (1635) - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1640 - 3. Hauptgericht Kreuzberg (1644) - 4. RKG 1645-1650 (1635- 1654)
Beweismittel: In den Vorakten Spezifikation der Forderungen (Q 6). Gedruckte Urteile des Hauptgerichts Kreuzberg und des Hofgerichts Düsseldorf 1635- 1646 (Q 16). Siegel des Richters und der Schöffen des Hauptgerichts Kreuzberg 1645 (an Q 17).
Beschreibung: 9,5 cm, 335 Bl., lose; Q 1-18, Q 1* und 5 fehlen, 1 Beilage.




1560 (1560)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich.

Aktenzeichen : F 74/207

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm Faßbender, Jülich
Beklagter: Robert Mewiß von Esch
Prokuratoren (Kl.): Lic. Mauritius Breunlin 1560 - Lic. Martinus Richard (Reichard) 1560
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Herzog von Jülich, Kleve und Berg - 2. RKG 1560 (1560)
Beschreibung: 2 Bl.; Protokoll ohne Eintrag und eine Vollmacht.




1566- 1567 (1562-1567)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen unrechtmäßiger Versagung der Einsicht in das Zeugenprotokoll des verstorbenen Stadtsekretärs der Stadt Neuss im Streit des Appellanten ./. Philipp Ebel und Nicolaus Witten, wegen Gefangennahme und Beschlagnahmung des Vermögens des Appellanten in Neuss trotz angebotener Kaution und Bürgschaft, wegen anschliessender Vertreibung, Gefangennahme durch das Gericht Dormagen auf Veranlassung des Neusser Rats und Festnahme durch das Gericht Grimlinghausen, sodann Forderung aufAufhebung eines Arrests auf eine später geleistete Bürgschaft, auf freien Zugang zur Stadt Neuss, Erstattung von dreimal 2000 Gulden (Neuss, Dormagen, Grimlinghausen) als Entschädigung wegen der zugefügten Injurien und unverschuldeten Haft sowie auf Wiederherstellung seiner Ehre und auf Freilassung seines Sohnes Wilhelm durch das Gericht Dormagen. Ausgangspunkt des Prozesses war ein Rechtsstreit des Appellanten mit Reinhard Schneider aus Koblenz wegen einer Weinlieferung, den Faßbender aufgrund von Zeugenaussagen der Neusser Ratsmitglieder Philipp Ebel und Nicolaus Witten vor dem kurfürstlichen Hohen Gericht zu Neuss verlor. Faßbender forderte sie vor Bürgermeister und Rat auf, ihre Aussagen zu revidieren, da sie falsch seien. Als er in drei Jahren nichts erreichte, wandte er sich an den Erzbischofvon Köln, der aufEinspruch des Rats die Sache jedoch nach Neuss remittierte. Wegen Beleidigung und Schmähungen des Rats wurde Faßbender zunächst in den Turm gesteckt, Weihnachten 1564 wurde sein Vermögen beschlagnahmt, und schließlich wurde er aus der Stadt vertrieben.

Aktenzeichen : F 75/208

Enthaeltvermerke : Kläger: Godhart Faßbender, Neuss, (Kl.)
Beklagter: Bürgermeister und Rat der Stadt Neuss und Konsorten: Schultheiß und Gericht zu Dormagen und Grimlinghausen, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Chilian Reinhardt 1566 - Dr. Johann Gronberger 1566
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wilthelm 1566 - Dr. David Capito 1566
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Kommissare des Erzbischofs von Köln (1565) - 2. RKG 1566- 1567 (1562-1567)
Beweismittel: Neusser Akten Godhart Faßbender ./. Philipp Ebel und Nicolaus Witten 1562, mit Zeugenaussagen 1564 (Q 19).
Beschreibung: 7 cm, 198 Bl., lose; Q 1-19, Q 12 und 15* fehlen, Q 14 doppelt, 6 Beilagen.




1575-1613 (1400-1613)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Nachlaß des Johann von Obenrath, Großvaters der Ehefrau des Appellanten, bestehend u. a. aus zehn Morgen Land, zwei Gärten und einem Baumgarten zu Siersdorf. Nach Johanns Tod hatte auch seine dritte Frau Beel Gebels Ansprüche angemeldet, eine Kommission des Erzbischofs von Köln sprach seiner Enkelin jedoch den gesamten Nachlaß zu. Der Appellat, Schwager des Appellanten, erkannte die Entscheidung nicht an. Die Erben schlossen 1611 vor dem Schultheiß und den Schöffen des Stadtgerichts Brühl einen Vergleich. Der Erblasser wird in der Klageschrift Johann von Obenrath, später meist Johann Dravant genannt, seine dritte Frau Beel Gebels bzw. Beel Dravant.

Aktenzeichen : F 78/211

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Faßbender, Brühl (Erzstift Köln), (Bekl.)
Beklagter: Nicolaus Faßbender, Brühl, (Kl.); Gerhard Wolfskeel, kurfürstl. köln. Amtmann zu Brühl und Deutz
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Brenzlin (1575) - Dr. Johann Philipp Hirter 1603
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurenz Wilthelm 1575 - Dr. Bernhard Kuehorn 1575 - Dr. Jacob Sechel 1575 - Dr. Johann Augspurger 1575 - Dr. Laurentius Vomelius 1577 - Lic. Sigismund Hafner 1602
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Gerhard Wolfskeel, Amtmann zu Brühl als Kommissar des Erzbischofs von Köln (1574) - 2. RKG 1575-1613 (1400-1613)
Beweismittel: Designatio defectarum: Mängel in der Vorinstanz (Q 11). Bericht des Gerhard Wolfskeel an den Kurfürsten mit Verhör der Kontrahenten 1574 (Q 34). Urteil der erzbischöflichen Kommissare in Sachen Faßbender ./. Beel Dravant 1570, mit genauer Benennung der umstrittenen Güter (Q 36). Fünf Schriftstücke (Verschreibung, Vertrag, Registerauszug) zum Nachweis, daß die umstrittenen Güter von der ersten Frau des Johann Dravant stammen, 1400, 1450, 1455 (Q 66-70). Vergleich 1611 (252-253).
Beschreibung: 8 cm, 253 Bl., lose; Q 1-77, Q 7 (Vorakten), 9, 46*-64* und 77* fehlen, 3 Beilagen.




1578-1581 (1578-1582)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen unwahrer Beschuldigungen, u. a. Bezichtigung der Brandstiftung, derentwegen der Kläger 1574 in Brühl zwanzig Wochen, 1576 in Speyer im weißen Turm achtzehn Wochen und 1578 in Bergheim fünf Wochen gefangengehalten wurde, Klage auf Rückerstattung von Wertpapieren und Dokumenten, die während der Abwesenheit des Johann Faßbender aus seiner Wohnung in Brühl geschafft worden waren, und Erstattung dessen, was mittels dieser Papiere bei seinen Schuldnern an Kapital, Renten und Zinsen eingezogen worden war. Der Kläger wendet sich an das RKG, da er beim Erzbischof von Köln nichts erreichen konnte. Die Beklagten beschuldigen ihn, am 25. Juli 1575 den bei Köln vor der St. Severinspforte gelegenen und dem Stift St. Severin gehörenden Pannenkuchenhof in Brand gesteckt zu haben. Außerdem verweisen sie auf den Instanzenweg, den Faßbender einzuhalten habe: Dechant und Kapitel von St. Severin seien in erster Instanz vor dem Offizial in Köln zu verklagen, die Halfmänner vor dem Gericht zu Brühl, von wo aus an das Hauptgericht Bonn, dann an den Erzbischof von Köln und schließlich erst an das RKG appelliert werden könne.

Aktenzeichen : F 79/212

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Faßbender, Brühl (Erzstift Köln)
Beklagter: Johann Schmidt, Peter Faßbender, Halfmänner, Peter Merkenheim, alle aus Brühl, Sophie uff dem Hemmerich, Kunz Zieskofen, Dietrich zu Triebelsdorf, Peter Schumacher, der Schultheiß und die Schöffen zu Brühl und das Kapitel von St. Severin in Köln
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Brenzlin (1578) Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wilthelm 1578 - Dr. Christophorus Rebsteck 1578 - Dr. Laurentius Vomelius 1578 - Dr. Bernhard Kuehorn 1578 - Dr. (!) Philipp Seiblin 1578
Prozeßart: Protractae iustitiae
Instanzen: RKG 1578-1581 (1578-1582)
Beweismittel: Geschworene Urfehde und Renuntiatio litis des Johann Faßbender als Gegenleistung für seine Freilassung durch den Erzbischof von Köln 1581 (36f.).
Beschreibung: 2 cm, 39 Bl., lose; Q 1-10, 2 Beilagen. Vgl. RKG 1702 (F 80/213).




1579-1581 (1578-1581)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Entlassung aus der Haft gegen Stellung einer Bürgschaft (cautio de iudicio sisti et iudicatum solvi). Zur Vorgeschichte vgl. RKG 1701 (F 79/212). Die dort gegen Faßbender vorgebrachten Vorwürfe werden aufrecht erhalten.

Aktenzeichen : F 80/213

Enthaeltvermerke : Kläger: Hans (Johann) Faßbender, Brühl (Erzstift Köln)
Beklagter: Erzbischof Gebhard von Köln und seine Amtleute zu Brühl
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Brenzlin (1579)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wildhelm [1578] 1579
Prozeßart: Mandati sine clausula
Instanzen: RKG 1579-1581 (1578-1581)
Beschreibung: 1 cm, 25 Bl., lose; Q 1-6, 1 Beilage.




1580-1587 (1565-1587)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das Haus zur Glocken in Bonn und Aufhebung der vom Erzbischof von Köln verfügten Immission der Appellaten. Nach dem Tode des Wilhelm Kannengießer teilten seine Kinder Agnes und Johann das Erbe, wobei das umstrittene Haus Johann zufiel und Agnes ausdrücklich vor dem Gericht Bonn verzichtete. Der wegen seines Berufes Schumacher genannte Johann ließ bei seinem Tode seine Frau Griet (Greit) und eine Tochter Giertgen zurück. Erbansprüche seiner Mutter Guitgen Kannengießer wies das Hohe Gericht zu Bonn zurück: Erbin war Giertgen, Griet blieb Leibzüchterin. Nach dem Tode Giertgens sah sich ihre Mutter Griet, die ihrem Mann Johann von Eill (= Johann Faßbender ?) ihre Güter „per modum reciproce donationis“ aufgetragen hatte, den Ansprüchen ihrer Schwiegermutter ausgesetzt. Dagegen klagten der Appellant und seine Frau am Gericht in Bonn, jedoch erwirkte die Appellatin ungeachtet des laufenden Prozesses vom Erzbischof von Köln ein Immissionsmandat. Parallel zum RKG - Prozeß wurde in Bonn weiterverhandelt.

Aktenzeichen : F 81/214

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Faßbender, Bonn, (Kl.)
Beklagter: Guitgen, Witwe des Bonner Schöffen Wilhelm Kannengießer, (Bekl.), und Konsorten: Hermann Tilman im Namen seiner Ehefrau Catharina, Michael Koch im Namen seiner Frau Guitgen, Christoph und Johann Martzpfennig, alle Bonn
Prokuratoren (Kl.): Lic. Jacob Erhart 1580
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Christoff Reibstock 1580 - Dr. Bernhard Kuehorn 1580 - Dr. Johann Gödelmann 1580
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hohes Weltliches Gericht zu Bonn 1577 - 2. Erzbischof von Köln 1579 - 3. RKG 1580-1587 (1565-1587)
Beweismittel: Akten des Prozesses Guitgen, Witwe des Wilhelm Kannengießer ./. Grethe zur Glocken vor dem Hohen Gericht zu Bonn 1565/66 (Q 7; nicht mit den Vorakten zu verwechseln !). Urteil des Hohen Gerichts Bonn für die Appellaten 1582 (Q 12). Akten des auf Remission des Erzbischofs von Köln am Hohen Weltlichen Gericht zu Bonn neu verhandelten Prozesses Hermann Tilman und Konsorten ./. Johann Faßbender 1581 (Q 20). Donatio inter vivos zwischen Johann von Eill und seiner Frau Griet 1571 (Q 20 Nr. 2). Documentum immissionis für Hermann Tilman 1582 (Q 36).
Beschreibung: 10 cm, 510 Bl., lose; Q 1-43 außer Q 14*, Q 20 zweimal vergeben, im Protokoll Sprung von Q 22 auf 33, 3 Beilagen.




1536-1537 (1536)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich

Aktenzeichen : F 82/215

Enthaeltvermerke : Kläger: Frambach Faßbender, Bergheim
Beklagter: Johann Schröder, „Oufferen“ im Land Jülich (Efferen im Amt Bergheim, Kr. Köln ?)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Anastasius Greineisen 1536
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Hieronymus Lerchenfelder 1536 - Dr. Hieronymus Hauser
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Gericht zu Oufferen im Land Jülich (s. o.) - 2. RKG 1536-1537 (1536)
Beschreibung: 8 Bl., lose; Q 1-5. Teilweise stark beschädigt.




1592-1608 (1592-1604)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Rückerstattung der bürgerlichen Ehrenrechte, von Hab und Gut und auf Erlaubnis, das Hzm. Jülich ungehindert betreten zu dürfen. Am 6. Sept. 1587 wurde gegen den Kläger am Stadtgericht Ratingen auf Befehl der Räte Herzog Johann Wilhelms ein Urteil „wegen allerhand an ... Johann von Landsberg geübten mutwillen und vorsätzlicher entleibung“ gesprochen. Faßbender wurde für drei Jahre des Landes verwiesen und mußte selbst für seine und seines Sohnes Gefängniskosten aufkommen. Als ihm nach Verbüßung die erneute Verhaftung im Hzm. Jülich angedroht und ihm sein Vermögen nicht zurückerstattet wurde, klagte er wegen „vorsätzlichen uffenthalts“. Der Beklagte begründet seine Maßnahmen mit weiteren, bisher nicht gesühnten Straftaten des Klägers im Gefolge spanischen Kriegsvolkes.

Aktenzeichen : F 83/216

Enthaeltvermerke : Kläger: Junghans Mülhauser gen. Faßbender, Ratingen
Beklagter: Herzog Johann Wilhelm von Jülich
Prokuratoren (Kl.): Dr. Antonius Streit (1592)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius (1592) - Dr. Andreas Pfeffer 1604
Prozeßart: Mandati executorialis et restituendo cum clausula
Instanzen: RKG 1592-1608 (1592-1604)
Beschreibung: 2 cm, 41 Bl., lose; Q 1-11, 1 Beilage.




1602-1604 (1602-1604)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen der ungeachtet des am RKG noch anhängigen Prozesses (s. u.) erfolgten Gefangennahme des Klägers bei seiner Rückkehr nach Brühl, seiner Einkerkerung und der Erpressung des Schwurs der Urfehde.

Aktenzeichen : F 84/217

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Faßbender, Brühl (Erzstift Köln)
Beklagter: Kurköln. Amtmann, Oberkellner, Schultheiß und Schöffen des Gerichts zu Brühl
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Philipp Hirter (Hurter, Hiertter) 1603
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Conrad Lasser 1604
Prozeßart: Citationis ad videndum se relaxari ad iuramento ad effectum agendi
Instanzen: RKG 1602-1604 (1602-1604)
Beschreibung: 11 Bl., lose; Q 1-5. Vgl. RKG 1700 (F 78/211), RKG 1701 (F 79/212), RKG 1702 (F 80/213).




1556-1562 (1540-1561)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf ein Gut samt Zubehör in Breitbach, das einst dem Engelbert Sevenich gehörte. Engelbert hatte aus erster Ehe mit Stingen von Grafschaft eine Tochter namens Windelgen, die Nonne in St. Apern in Köln wurde. Seine zweite Frau, Deutgen von der Mar, heiratete nach seinem Tode Johann Flatten, der Windelgen Sevenich als Erbin akzeptierte und ihr Erbe der Äbtissin und dem Konvent von St. Apern abkaufte. Durch Verkauf gelangte das umstrittene Gut über das Ehepaar von Wirdt an Anna und Walter Kessel, schließlich an die Besitzer zum Zeitpunkt der RKG-Appellation, Franz und Elisabeth von Hasselt. Die Appellaten übergehen das Erbrecht Windelgens, sehen Deutgen von der Mar als Leibzüchterin und betrachten die Güter als nach ihrem Tod an die Familie Sevenich zurückgefallen.

Aktenzeichen : F 107/311

Enthaeltvermerke : Kläger: Vormünder der Kinder des Johann von Vlatten zu Breitbach: Weinand Kempis und Walter Kessel, (Bekl.)
Beklagter: Erben des Engelbert Sevenich: Johann Sevenich, Schöffe des kurfürstlichen Hohen Weltlichen Gerichts in Köln, für sich und als Kurator des Kindes des Georg Kessel, Dederich Beeck und Heinrich Kessel für sich und als Kuratoren des Kindes des Wolfgang von Kerpen
Prokuratoren (Kl.): Lic. Philipp Seiblin 1556 - Dr. Caspar Fichardt 1556 - Dr. Melchior Schwarzenberger 1556 - Dr. Johann Höchel 1556
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wilbach (wohl verschrieben für Wilthelm) 1556 - Dr. Johann Portius 1556 - Dr. Mauritius Breunlein 1556
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Gericht zu Houf (?) (Hzm. Jülich) - 2. Vogt und Schöffen zu Bonn - 3. Kurköln. Kammergericht zu Bonn 1540 - 4. Erzbischöfliche kurkölnische Kommissare 1550 - 5. RKG 1556-1562 (1540-1561)
Beschreibung: 5 cm, 190 Bl., lose; Q 1-11 und zwei Bde. Vorakten (29-190).




1581-1586 (1580-1595)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Immission in alle der Klägerin von dem spanischen Hauptmann Wilhelm von Catterbach „testamenti militaris“ vermachten und trotz Anfechtung durch Cornelius von Steprath namens seiner Frau Agnes von Catterbach (Katerbach) gerichtlich zuerkannten Güter, die in mehreren verschiedenen Gerichten liegen. Steprath bestreitet, daß Catterbach nach Kriegsrecht testieren durfte und beansprucht das Erbe für seine Frau, die als Schwester die nächste Verwandte des Verstorbenen ist. Der Rechtsstreit endete 1595 mit einem Vergleich der beiden inzwischen verwitweten Frauen.

Aktenzeichen : F 108/312

Enthaeltvermerke : Kläger: Sibilla von Flatten, später verwitwete von Reven
Beklagter: Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg, und Bürgermeister und Rat der Stadt Köln; als Intervenient: Cornelius von Steprath (Stepradt)
Prokuratoren (Kl.): (Dr. Christoph) Behem (1581) Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius [1579] 1581 - Dr. Christoff Reefsteck 1581 - Dr. Johann Godelmann 1581 - Dr. Bernhard Kuehorn 1581 - Lic. Peter Breitschwerdt 1581
Prozeßart: Mandati executorialis
Instanzen: RKG 1581-1586 (1580-1595)
Beweismittel: Auszug aus dem vorangehenden Rechtsstreit Flatten ./. Steprath (Stepradt) 1580 (Q 6). Vergleich 1595 (88-90).
Beschreibung: 4 cm, 90 Bl., lose; Q 1-19 außer 8*-12*, 4 Beilagen. Vgl. RKG 1709 ((F 109/313), RKG 1710 (F 110/314), RKG 1711 (F 111/315).




1581-1596 (1580-1595)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Nachlaß und die Kriegsgewinne (peculium castrense) des Hauptmanns in spanischen Diensten Wilhelm von Catterbach. Dieser hatte in seinem Testament, das er seinem Onkel Emundt von Flatten zuschickte, dessen Tochter Sibilla zur Alleinerbin eingesetzt und sich auch öffentlich in Köln, in Kampen und zuletzt in Maastricht (NL) in diesem Sine geäußert. Dennoch nahm der Appellat nach dem Tode seines Schwagers nicht nur Geld und Wertgegenstände in Maastricht und Roermond (NL), sondern auch dessen Erbgüter in Jülich, Berg und Köln an sich. Sibilla beklagte sich darauf beim Obristen des Verstorbenen, Niclas von Pollweiler und klagte an verschiedenen Gerichten, u. a. zu Lützenkirchen (Hzm. Berg, Amt Miselohe; Rhein-Wupper-Kr., Stadt Opladen) und Köln, wegen des Erbes. Durch den Einfluß des Kölners Johann von Judden, dem Stepradt seine Angelegenheit übertragen hatte, erging an Richter und Schöffen zu Lützenkirchen ein Befehl der fürstl. jül. Räte im Sinne Stepradts. Dagegen appellierte Sibilla von Flatten an das RKG, beklagte sich aber auch beim jül.-berg. Hofgericht, das die Sache an sich zog und eine Kommission einsetzte, während gleichzeitig Stepradt vor dem Rat von Köln auf Herausgabe des in Köln liegenden Catterbachschen Vermögens klagte. Am 13. Aug. 1594 schlossen die verwitweten Sibilla von Flatten und Agnes von Catterbach einen Vergleich.

Aktenzeichen : F 109/313

Enthaeltvermerke : Kläger: Sibilla von Flatten, später verwitwete von Reven, (Kl.)
Beklagter: Cornelius von Steprath (Stepradt) für seine Frau Agnes von Catterbach zu Altenhof (Aldenhoven), (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christophorus Behem 1581
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Godelmann (1581) 1594
Prozeßart: Primae Appellationis
Instanzen: 1. Gericht zu Lützenkirchen und Rat der Stadt Köln - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1580 - 3. RKG 1581-1596 (1580-1595)
Beweismittel: Vergleich 1594 (199/200).
Beschreibung: 6 cm, 201 Bl., lose; Q 1-26, 2 Beilagen. Vgl. RKG 1708 (F 108/312), RKG 1710 (F 110/314), RKG 1711 (F 111/315).




1582-1595 (1582-1595)
Permalink der Verzeichnungseinheit

S. o. RKG 1709 (F 109/313). Anspruch auf die der Appellantin im Testament ihres Cousins Wilhelm von Catterbach vermachten, ihr in voriger Instanz jedoch aberkannten Güter und auf Anerkennung des Testaments.

Aktenzeichen : F 110/314

Enthaeltvermerke : Kläger: Sibilla von Flatten, später verwitwete von Reven, (Kl.)
Beklagter: Cornelius von Stepradt für seine Frau Agnes von Catterbach zu Altenhof (Aldenhoven), (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christophorus Behem 1582
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Godelmann 1583
Prozeßart: Secundae Appellationis
Instanzen: 1. (Gerichts zu Lützenkirchen und Rat der Stadt Köln ?) - 2. Jül.- berg. Hofgericht Düsseldorf (1580) - 3. RKG 1582-1595 (1582-1595)
Beweismittel: Vergleich zwischen Sibilla von Flatten und Agnes von Catterbach 1595 (47-49).
Beschreibung: 2 cm, 49 Bl., lose; Q 1-12, 1 Beilage. Vgl. RKG 1708 (F 108/312), RKG 1709 (F 109/313), RKG 1711 (F 111/315).




1587-1595 (1579-1595)
Permalink der Verzeichnungseinheit

S. o. RKG 1709 (F 109/313). Appellation gegen das Endurteil des Hofgerichts in Düsseldorf vom 20. März 1587 und Klage auf Bestätigung der Sentenz des königlich spanischen Obristen Niclas von Pollweiler, des militärischen Vorgesetzten des Wilhelm von Catterbach, der dessen Testament, in dem Sibilla von Flatten als Universalerbin eingesetzt worden war, nach Gutachten dreier unparteiischer Rechtsgelehrter anerkannt hatte.

Aktenzeichen : F 111/315

Enthaeltvermerke : Kläger: Sibilla von Flatten, später verwitwete von Reven, (Kl.)
Beklagter: Witwe und Vormünder der Kinder des Cornelius von Steprath (Stepradt): Agnes von Catterbach zu Altenhof (Aldenhoven), (Bekl.), Johann von Judden (Jutten), Maximilian von Steprath (Stepradt)
Prokuratoren (Kl.): Dr. ChristoffBehem [1582] 1587
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Gödelmann 1594
Prozeßart: Tertiae Appellationis
Instanzen: 1. Kurfürstl. Hohes Weltliches Gericht in Köln 1579 - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1580 - 3. RKG 1587-1595 (1579-1595)
Beweismittel: Vorakten (Q 5), darin: Sentenz des Niclas von Pollweiler, Maastricht 1580 (43f.). Einsetzung von Kuratoren für die vier unmündigen Kinder des Cornelius Stepradt durch den Offizial von Köln 1586 (180-182). Vergleich 1595 (242-245).
Beschreibung: 6,5 cm, 245 Bl., lose; Q 1-9, 1 Beilage. Vgl. RKG 1708 (F 108/312), RKG 1709 (F 109/313), RKG 1710 (F 110/314).




1630-1633 (1623-1635)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Rückzahlung von 3000 Rtlr. und inzwischen aufgelaufener Zinsen, die der Kläger der Stadt Essen 1623, als Kriegsbesatzung in der Stadt lag, zu 5%, zahlbar am 17. Sept. (Lamberti) und am 1. Nov., geliehen hatte. Essen hatte zunächst gezahlt, 1628 zahlte der Kölner Bürger Caspar Rotterdam die für 1627 fälligen 150 Rtlr. an Francot.

Aktenzeichen : F 118/347

Enthaeltvermerke : Kläger: Constantin Francot, Sekretär der Stadt Köln, Pfennigmeister des niederländisch - westfälischen Kreises, und seine Frau Elisabeth Heisterman
Beklagter: Bürgermeister, Rat, Bürger und Gemeinde der Stadt Essen
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Leonhard Gerhardi 1630 - Lic. Johann Schaumbergh 1630
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Georg Krapf [1622] 1630
Prozeßart: Mandati de solvendo sine clausula
Instanzen: RKG 1630-1633 (1623-1635)
Beweismittel: Erbrentbriefe der Stadt Essen über 100 bzw. 50 Rtlr. jährlich 1623 (Q 4).
Beschreibung: 1 cm, 30 Bl., gebunden; Q 1-7, 3 Beilagen.




1623-1613 (1613-1623)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Nachlaß des „in coelibatu“ und angeblich schwachsinnig verstorbenen Wilhelm von Frangenheim. Vor dessen Tod (25. Dez. 1612) hatten seine drei Vettern Johann, Gotthard und Paulus als erbberechtigte nächste Verwandte während einer schweren Krankheit des Paulus einen Vertrag geschlossen, der ihren Nachkommen auch dann ihren Anteil sicherte, wenn einer von ihnen vor dem Erbfall sterben sollte. Paulus genas wider Erwarten, und nachdem seine Brüder vor Wilhelm starben, beanspruchte er im Widerspruch zum Vertrag deren Anteil. Das Hauptgericht Jülich bestätigte die Erbteilung gemäß Vertrag, die jül.-berg. Räte sprachen Paulus jedoch als nächstem Verwandten des Erblassers den gesamten Nachlaß zu.

Aktenzeichen : F 119/350

Enthaeltvermerke : Kläger: Erben des Johann und des Gotthard von Frangenheim (Hzm. Jülich, Amt Nideggen; Kr. Düren): Dietrich Frangenheim, Werner Schmidts und Konsorten, (Bekl.)
Beklagter: Paulus von Frangenheim, Jülich, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Christophorus Riecker 1624 - Dr. Henricus Eylinck 1626
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Beatus Moses 1623
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich 1613 - 2. Fürstl. jül.-berg. Räte 1613 - 3. RKG 1623-1613 (1613-1623)
Beweismittel: Bd. I: Urteil der Vorinstanz 1623 (Q 4). Vollmacht für Dr. Eylinck mit Unterschriften der acht Appellanten (Q 13). Bd. II: Nähere Bezeichnung der umstrittenen Güter (10-18). Urteil Jülich 1613 (230-232).
Beschreibung: 2 Bde., 14 cm, 718 Bl.; Bd. I: 2 cm, 41 Bl., lose; Q 1-13 außer 10, 1 Beilage; Bd. II: 12 cm, 677 Bl., gebunden; die im Protokoll als Q 10 vorgesehenen Vorakten.




1751 (1748-1751)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Appellation wegen Nichtzuständigkeit der Vorinstanz und Bitte um Rückverweisung an den zuständigen Richter. Margaretha Holdt hatte gegen von Francken wegen Nichteinhaltung eines Heiratsversprechens geklagt. Der Appellant verweist auf den zwischen dem Erzbischof von Köln und dem Herzog von Jülich und Berg bestehenden Vertrag, wonach bei Ansprüchen zwischen Untertanen der beiden Herren jeweils das Gericht des Beklagten zuständig sei, also in diesem Fall nicht der Hofrat in Düsseldorf. Zur Sache bemerkt er, er habe damals noch unter der „potestas“ des Vaters gestanden, sei „in minorennitate“ gewesen, und es sei eine Torheit der Tochter eines „Weinzäpfers“ gewesen, sich mit ihm in Vertraulichkeiten einzulassen.

Aktenzeichen : F 127/381

Enthaeltvermerke : Kläger: Bertram Bernhard von Francken, kurfürstl. köln. Hofrat, Bonn, (Bekl.)
Beklagter: Margaretha Holdt (Holdtin), Düsseldorf, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Jacob Loskant 1751 - Subst.: Lic. Eberhard Claudius de Blavier
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat Düsseldorf (1750) - 2. RKG 1751 (1748-1751)
Beweismittel: Zwei Briefe des Appellanten an die Appellatin 1748 (Q 6, 7; französisch/deutsch). Botenlohnschein (Q 8). Kurköln. Hofratsbericht ad causam Holdt ./. Francken (39-49).
Beschreibung: 2 cm, 67 Bl., lose; Q 1-9, 3 Beilagen.




1620-1621 (1618-1621)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Schuldforderung von 3583 Taler 11 Albus kölnisch. Frantzen hatte den Betrag von Uden als Schwiegersohn und Bevollmächtigtem des Johann Brochhausen eingeklagt und war von Richter und Schöffen zu Hamm bis zur Bezahlung der seit St. Martin 1614 aufgelaufenen Zinsen in den Brochhausischen Hof zu Vohren immittiert worden, worauf Uden an Palandt appellierte.

Aktenzeichen : F 140/585

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz Frantzen, Kaufmann, Köln, (Kl.)
Beklagter: Johann Uden, Wesel, Johann, Adolf und Dietrich von Brochhausen (Vater und Söhne), Winnendahl (Winnenthal ?) und Nahaus, (Bekl.), Johann von Palandt zu Keppel (Keppell, NL)
Prokuratoren (Kl.): (Dr. Beatus) Moses (1620)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Gericht zu Hamm (unter Palandts Jurisdiktion ?) - 2. Palandtsches Hofgericht zu Keppel - 3. RKG 1620-1621 (1618-1621)
Beschreibung: 8 Bl., lose; Q 1-4, Q 2 fehlt.




1623-1664 (1590-1659)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Immission in den Hof der Appellatin zu Deutzenhoven wegen rückständiger Pensionen aus einer Rentverschreibung. Wilhelm Scheiffardt von Merode zu Bornheim und seine Frau Agnes von dem Bylandt hatten am 31. Okt. 1554 von Johann von Scheid (Scheidt) gen. Weschpfennig (Weßpfennig) und seiner Frau Elisabeth von Berghe gen. von Trips 1000 Goldgulden zu jährlich 5% aufgenommen und den Hof zum Pfand eingesetzt. Am 11. Feb. 1590 wurde der Rentbrief von Winandt von Moelenbach gen. Breil (Briell) von Fischenich (Vischenich) und seiner Frau Margaretha geb. von Fischenich dem Hans Sonneman und seiner Frau Elisabeth übertragen. Adolf Scheiffardt von Merode und seine Frau Maria Schellart von Obbendorf vereinbarten 1593 mit Sonneman, bis Oktober die Hauptsumme in Gold und 700 Taler Zinsen in anderem Geld zu bezahlen, jedoch konnte Adolf wegen in Kriegswirren erlittener Plünderung nicht zahlen. Da er noch Forderungen an das Erzstift Köln hatte, baten nach seinem Tode die Vormünder seiner Kinder den Erzbischof, die Schulden zu übernehmen. Obwohl die kurfürstliche Kammer zwischenzeitlich etwas zahlte, standen noch 1620 Goldgulden und 63 Albus aus, als Frantzen als Erbe des Sonneman klagte. Die Richter der 1. Instanz erkannten zunächst auf Immission in das Gut, absolvierten jedoch später den Appellaten.

Aktenzeichen : F 141/586

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz Frantzen, Kaufmann, Köln, (Kl.)
Beklagter: Sophia geb. Quad zu Landskron, Witwe des Wilhelm Scheiffardt von Merode zu Bornheim, (Bekl.); Interessent: ErzbischofFerdinand von Köln
Prokuratoren (Kl.): Dr. Beatus Moses [1619] 1623 - Dr. Conrad Esch 1624 - Dr. Dionysius Laurentius Krebs 1626 - Dr. Conrad Blaufelder 1650 - Dr. Jonas Eucharius 1656 - Subst.: Lic. Johann Leonhard Schommartz
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Christian Schröter 1624 - Dr. Beatus Moses - Dr. Johann Friedrich von Broich 1628 - Dr. Henrich Eylinck 1636 - Dr. Paul Gambs 1652
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurköln. Kanzler und Räte zu Bonn - 2. RKG 1623-1664 (1590-1659)
Beweismittel: Vorakten (Q 11), darin: Abtretung des Rentbriefes von Winandt von Moelenbach gen. Breil zu Fischenich und seiner Frau Margaretha an Hans Sonneman 11. Feb. 1590 (38-43, Littera A). Vergleich des Hans Sonneman mit Adolf Scheiffardt von Merode über 1700 Goldgulden 10. Mai 1593 (43-48, Littera B). Bitte der Vormünder der Kinder des Adolf von Merode an den Ebf. von Köln (48-50, Littera C). Aufstellung der Schulden des Wilhelm Scheiffardt von Merode zu Bornheim (68-70, Littera R).
Beschreibung: 2,5 cm, 119 Bl., lose; Q 1-23b außer 12 und 17, dazu 19a und 23a, 8 Beilagen. Lit.: Brühler Heimatblätter 14. Jg (1957) S.18f.




1665-1668 (1662-1666)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Ausführung des am 15. Juli 1662 von der jül.- berg. Hofkanzlei gefällten Urteils. 1661 hatte der Kläger den Franz Wilhelm Straeth vor dem fürstl. pfalz-neuburg. Schultheißen zu Düsseldorf verklagt, weil dieser nach Amsterdam gelieferte Waren nicht bezahlt hatte. Straeth wurde verurteilt, die Waren gemäß Frachtbrief innerhalb 14 Tagen zu bezahlen, andernfalls sollten seine arrestierten Waren und Schiffe zum Vorteil des Klägers verkauft werden. Die Hofkanzlei bestätigte das Urteil zwar, jedoch konnte Frantz, obwohl nicht weiter appelliert wurde, in drei Jahren nicht die Exekution des Urteils erlangen.

Aktenzeichen : F 147/594

Enthaeltvermerke : Kläger: Hans Georg Frantz, Kaufmann, Düsseldorf
Beklagter: Fürstl. pfalz-neuburg. Kanzler und Räte, Düsseldorf
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Conrad Albrecht (1665)
Prozeßart: Mandati de exequendo rem iudicatam nec ei amplius contraveniendo cum clausula
Instanzen: RKG 1665-1668 (1662-1666)
Beweismittel: Urteile Düsseldorf 1662 (Q 2 und 3).
Beschreibung: 14 Bl., lose; Q 1-8.




1749-1806 (1682-1751)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen unberechtigter Benutzung des Warenzeichens und des Compagnie-Namens der Appellanten. Die Appellanten handelten wie ihr Vater und ihre Brüder mit Eisen und Stahlwaren. Jeder Händler hatte ein besonderes Zeichen, mit dem er die von ihm verfertigten Waren vor Verkauf und Versendung kennzeichnete. Vom Vater hatte Peter als der älteste Sohn das Zeichen der sieben in einem Kreis stehenden Sterne geerbt, seine Brüder setzten jeweils ihre Initialen hinzu. Die Appellanten handelten „in Compagnie“ und nannten sich im Gegensatz zu ihren Brüdern und Vorfahren Frantzen anstelle von Frantz. 1743 klagten sie, jemand habe entweder aus schnöder Gewinnsucht oder um sie in Mißkredit zu bringen ihr Zeichen und ihren Namen benutzt. Der mit der Untersuchung beauftragte Oberhandwerksvogt fand 1744 bei einem Johann Arnold Halbach derart gekennzeichnete Ware. Halbach gab an, sie sei für Hoddenbroch gemacht worden. Arnold Frantz war 1730 aus der Handels-Compagnie mit seinen Brüdern ausgeschieden und von ihnen ausbezahlt worden.

Aktenzeichen : F 148/598

Enthaeltvermerke : Kläger: Peter und Gottfried Frantzen (Gebrüder), Remscheid, (Kl.)
Beklagter: Johann Theodor Hoddenbrock, Schöffe, und Arnold Frantz, Cronenberg (Hzm. Berg, Amt Elberfeld; Wuppertal), (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Simon Henrich Gondela 1750 - Subst: Lic. Johann Franz Wolff
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Franz Christoph Bolles 1750 - Subst.: Lic. Caesar Scheurer
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkammer 1743 - 2. RKG 1749-1806 (1682-175 1)
Beweismittel: Bd. I: Warenzeichen der Gebrüder Peter, Christoffel, Luther, Arnold, Johannes und Gottfried Frantzen (Q 6, Littera C). Untersuchungsbefehl des Pfalzgrafen Karl Theodor an den Amtmann zu Elberfeld 1743 (Q 6, Littera D). Abbildung des von Hoddenbrock im Handel mit Jacques Servais (Lüttich) benutzten Zeichens (Q 6, Littera L). Botenlohnschein 1749 (Q 9). Vertrag zwischen Arnold Frantz und Arnold Haddenbroch (Hoddenbrock) 1743 (Q 15). Vertrag zwischen Arnold Frantz und seinen Brüdern 1730 (Q 21). Auszug aus dem Kirchenbuch von Remscheid mit Daten zur Familie Frantz 1682-1695 (Q 22). Notariatsinstrument über einen Hypothekenschein des Großvaters der Appellanten von 1693 (Q 23). Bd. II: Vorakten, enthalten z.T. die gleichen Beweismittel.
Beschreibung: 3 Bde., 11,5 cm, 605 Bl.; Bd. I: 5,5 cm, 225 Bl., lose; Q 1-24 außer 12; Bd. II: 5 cm, 336 Bl., gebunden; Q 12 (Vorakten); Bd. III: 1 cm, 44 Bl., gebunden; zu Q 12 (Rationes decidendi).




1750-1763 (1713-1763)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erbstreit um den Nachlaß des Joseph Frantzano. Aus erster Ehe mit Anna Sibilla Richermo hatte Joseph Frantzano drei Kinder: Maria Elisabeth, die ins Kloster ging und zugunsten des Vaters verzichtete, Joseph, der ebenfalls ins Kloster ging, und Anna Catharina, die Ehefrau des Appellaten, die die Nutznießerin des Verzichts ihres Bruders war. Aus dritter Ehe mit Anna Elisabetha Peters ging der Appellant hervor. Bei ihrer Hochzeit 1720 wurde Anna Catharina auf Vorschlag ihres Großonkels, des Generalkommissars der Franziskaner, Georgius Richermo, ausgezahlt und verzichtete dafür auf alle Ansprüche nach dem Tode der Eltern. Trotz mehrfacher Bestätigung des Verzichts und einer weiteren Zahlung durch den Vater stellte der Appellat nach dem Tode des älteren Joseph Frantzano neue Ansprüche mit der Begründung, bei der Auszahlung seien die Vermögensverhältnisse nicht korrekt offengelegt worden.

Aktenzeichen : F 149/600

Enthaeltvermerke : Kläger: Daniel Joseph Frantzano, kurfürstl. köln. Kammerrat, Bonn, (Bekl.)
Beklagter: Antonio Benedetto, Bonn, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Christian Philipp Lang 1750 - Subst.: Lic. Gotthard Johann Hert
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Albert Ruland 1750 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann - Subst.: Lic. Johann Adam Bissing 1755
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Offizial Köln 1743 - 2. Offizial Köln als Revisionsgericht 1748 - 3. RKG 1750-1763 (1713-1763)
Beweismittel: Urteil des Offizials Köln (Q 4). Verzicht der Anna Catharina Frantzano 1720 (Q 9) und Bestätigungen 1721, 1736 und 1737 (Q 10-12). Auszug aus dem Inventar des Joseph Frantzano 1713 (Q 14). Zwei Rechnungen des älteren Joseph Frantzano für Anton Benedetto 1723, 1738 (Q 15 und 16). Vorakten (Q 21, latein.), darin: verschiedene Rechnungen, Rotulus testium (302-317). Vermögen des Joseph Frantzano 1713 (Q 23). Aussage des Kreuzberger Paters Joachim Neumann über den Tod des älteren Joseph Frantzano 1750 (Q 24). Auszug aus dem Kaufmannsbuch des Joseph Frantzano über den Vertrag mit seiner Tochter 1721 (Q 29). Testament der Eheleute Antonio Benedetto und Anna Catharina geb. Frantzano 1740 (363f.).
Beschreibung: 7 cm, 368 Bl., lose; Q 1-33, 3 Beilagen.




1653-1665 (1642-1665)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch des Klägers auf Erbgüter, Rentverschreibungen, Barschaft und Mobilien in der Stadt Köln, im Hzm. Berg und in klev. und märk. Ländern im Wert von über 50000 Rtlr., die sein Onkel Wilhelm von Velbrücken nach dem Tod seiner Eltern Peter von Feist und Sibilla von Velbrücken und seiner Großmutter Catharina von Heimbach während seiner Minderjährigkeit verwaltete. Nach Erlangung der Volljährigkeit (25 Jahre) im Nov. 1649 beanspruchte der Kläger die Güter vergeblich für sich. Die Appellatin verweigert die Herausgabe mit der Begründung, Wilhelm Adolph sei mit Einverständnis seines Onkels in den geistlichen Stand getreten, habe als Zisterzienser in Altenberg nach der Einkleidung das Keuschheits- und das Armutsgelübde abgelegt (1641), sei dann aus dem Kloster ausgetreten, habe sich zu den Reformierten bekannt und sich in den Dienst der Vereinigten Niederlande begeben. Wegen der Gelübde sei auch seine Ehe ungültig. Wilhelm Adolph gibt dagegen an, er sei zum Eintritt in das Kloster gezwungen worden.

Aktenzeichen : F 158/696a

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm Adolph von Feist, später seine Witwe Alexandrina geb. van der Mye, Köln
Beklagter: Margaretha Catharina von Velbrücken, Witwe des Obristen Wilhelm von Velbrücken, Köln, und Konsorten
Prokuratoren (Kl.): Dr. Jonas Eucharius Erhard 1653 - Lic. Johann Hansen 1664 - Subst.: Dr. Johann Roleman
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Bernhard Henning (1653) - Lic. Johann Wallraff [1658] 1664 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht von Lauterburg - Lic. Bernhard Henningh [1656] 1664 - Subst.: Lic. Johann Hansen - Dr. Johann Leonhard Schommartz 1664 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht
Prozeßart: Mandati manutenentiae et de non turbando in possessione legitime apprehensa cum citatione. Nunc rescripti.
Instanzen: RKG 1653-1665 (1642-1665)
Beweismittel: Vergleich zwischen den streitenden Parteien 1651 (in Q 23). Vergleich zwischen dem Kloster Altenberg, Wilhelm von Velbrücken und Wilhelm Adolph von Feist über die Güter, die Feist von seiner Mutter und Großmutter zufallen würden, 1642 (Q 39). Dritter und vierter Vergleich zwischen Wilhelm Adolph von Feist und Wilhelm von Velbrücken 1646 und 1647, bestätigt von Greve und Schöffen des Hohen Weltlichen Gerichts in Köln (Q 45). Prozeß enthält mehrere Schreiben des Klägers an die Beklagte.
Beschreibung: 3,5 cm, 125 Bl., lose; Q 1-48 außer 19*. Vgl. RKG 1721 (F 159/696b).




1654 (1651-1654)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bitte um Anerkennung des vor dem Pfalzgrafen Philipp Wilhelm 1651 geschlossenen Vergleichs und um Einstellung des Verfahrens.

Aktenzeichen : F 159/696b

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm Adolph von Feist
Beklagter: Catharina Margaretha von Velbrücken, Witwe des Obristen Wilhelm von Velbrücken
Prokuratoren (Kl.): Dr. Vinzenz König 1654
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Vinzenz König 1654
Prozeßart: Confirmationis transactionis
Instanzen: RKG 1654 (1651-1654)
Beweismittel: Vergleich 1651 (in Q 4).
Beschreibung: 8 Bl., lose; Q 1-4, 1 Beilage, beschädigt. Vgl. RKG 1720 (F 158/696a).




1544 (1544-1548)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich

Aktenzeichen : F 162/701

Enthaeltvermerke : Kläger: Bernhard von Velbrück (Feldbruggen, Veltbruggen)
Beklagter: Junker Reinhart Buck und Junker Gerhard Goltstein
Prokuratoren (Kl.): (Dr. Anastasius) Greineisen (1544)
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Bernhard Mai 1544 - Dr. Adam Themar 1544 - Lic. Amandus Wolf 1544
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen des weltlichen Gerichts zu Euskirchen - 2. RKG 1544 (1544-1548)
Beweismittel: Vollmacht für Lic. Bernhard Mai und Lic. Amandus Wolf von Friedrich Metternich 1548, da er die den Appellaten zugedachte Ladung zugestellt bekam (5).
Beschreibung: 5 Bl., lose; Q 1-3, Q 1 fehlt, 1 Beilage.




1790 (1743-1790)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das durch Kaufvertrag 1771 erworbene, zur Marienvikarie in Königskerpen gehörende Haus samt Hof und Garten. Feldens Vorfahr Johannes Koch verheiratete eine Nichte namens Sophia Altmanns an Michael Hansonis und übergab den Eheleuten am 13. Juni 1743 Haus, Hofund die Hälfte des Gartens in Erbpacht unter gewissen Bedingungen. Der Appellat ist ein Sohn aus dieser Ehe. Er ließ das Haus verkommen, geriet mit den Abgaben in Rückstand und verkaufte schließlich die dadurch bereits verlorene Erbpacht ohne Einwilligung des Vikars für 30 Rtlr. Da der Vikar den Konsens verweigerte, trug Hansonis die Vikarie dem Appellanten an und entsagte für 35 Rtlr. allen Rechten, machte aber im Dez. 1786 wieder Ansprüche geltend. Außerdem pochten seine Kinder auf ihr Retraktrecht. Die 2. Instanz erklärte den am 24. Dez. 1771 zwischen Felden und Hansonis geschlossenen Vertrag für nichtig.

Aktenzeichen : F 163/702

Enthaeltvermerke : Kläger: Vikar Caspar Felden, Kerpen (Kr. Bergheim)
Beklagter: Peter Hansonis für sich, seine Frau und seine Kinder, Kerpen, und das Appellations-Kommissariat der Reichsgrafschaft Königskerpen (Kerpen)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Jacob Christian Dietz 1790 - Subst.: Dr. Wilhelm Christian Rodberg
Prozeßart: Appellationis una cum mandato attentatorum revocatorio, cassatorio et inhibitorio sine clausula
Instanzen: 1. Gericht zu Königskerpen (1786) - 2. Gräfliches Appellationskommissariat Königskerpen (1788) - 3. RKG 1790 (1743-1790)
Beweismittel: Erbpachtbrief 1743 (Q 14). Vertrag zwischen Felden und Hansonis 1771 (Q 15). Botenlohnschein (Q 18).
Beschreibung: 2 cm, 57 Bl., lose; Q 1-19.




1703-1713 (1680-1713)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch der Appellanten aufZahlung von 1092 Rtlr., 22,5 Albus aus einem Darlehen und auf Bestätigung der Immission in den Pützdorfer Zehnten im Amt Aldenhoven. Am 20. Juli 1680 hatte die Mutter der Appellanten Graß, einem Laurenz Wolf und einem Peter Hansen 1300 Rtlr. geliehen. Die vereinbarte Rückzahlung von 1326 Rtlr. nach drei Monaten erfolgte nicht. Als bis Okt. 1688 über 100 Rtlr. an Zinsen aufgelaufen waren, ließ sich die Witwe Fellinger in den Pützdorfer Zehnten immittieren, den sie auch bis 1693 genoß. Streit entwickelte sich um die Zahlungsmodalitäten, u.a., „nach welcher fraction, oder nach wessen Orths kauff die genossene früchten anzuschlagen seien“.

Aktenzeichen : F 167/715

Enthaeltvermerke : Kläger: Erben der Susanna Seulin, Aachen, Witwe des Cornelius Fellinger, (Kl.): Henrich Wintgens, Bürgermeister zu Duisburg, namens seiner Frau Anna Maria, Paulus Baumhauer namens seiner Frau Johanna Fellinger, sowie die Gebrüder Cornelius, Michael (Prediger zu Zevenaar, NL, Gelderland), Dr. med. Isaac und Matthias Fellinger
Beklagter: Lic. Johann Werner Graß, früherer Schultheiß zu Aldenhoven, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Ludwig Ziegler 1703 - Subst.: Dr. Johann Ulrich von Gülchen
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Conrad Albrecht [1700] 1703 - Subst.: Lic. (Wilhelm) Heeser - Dr. Georg Friedrich Vergenius 1713 - Subst.: Lic. (Johann Heinrich) Flender
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1699 - 2. RKG 1703-1713 (1680-1713)
Beweismittel: Berechnung der Schulden des Graß (Q 5, 8). Urteile Düsseldorf 1701/02 (Q 6, 7). Vollmacht der Appellanten für ihren Bruder bzw. Schwager zur Haushaltsauflösung nach dem Tod der Mutter, 15. Okt. 1700 (Q 11). 8 Atteste über die „fraction“ der Früchte im Amt Aldenhoven 1701-1703 (Q 14- 21). Vorakten (Q 23), darin: Wechsel vom 20. Juli 1680 über 1326 Rtlr. (4f.). Schulden- und Zinsberechnungen (passim).
Beschreibung: 2 Bde., 9,5 cm, 401 Bl.; Bd. I: 2 cm, 58 Bl., lose; Q 1-27 außer 23; Bd. II: 7,5 cm, 343 Bl., gebunden; Q 23 (Vorakten).




1655 (1654-1655)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Erlös aus dem Verkauf des Hauses Hartenfels, da die Eltern der Kläger 1647 vom Hohen Rat zu Luxemburg wegen einer Bürgschaft zur Zahlung von 2000 Rtlr. plus Zinsen verurteilt worden waren. Der ursprüngliche Hauptschuldner war ein Johann Hartmann.

Aktenzeichen : F 170/721

Enthaeltvermerke : Kläger: Gottfried von Eltern im Namen seiner Frau Apollonia von und zu der Felz und Konsorten: Peter Ernst, Conrad Hermann und Magdalena von und zu der Felz
Beklagter: Hermann von Hatzfeldt, Graf zu Gleichen und Herr zu Wildenberg, Köln
Prokuratoren (Kl.): Dr. Jacob Friedrich Kuehorn 1655
Prozeßart: Mandati arresti sine clausula
Instanzen: RKG 1655 (1654-1655)
Beschreibung: 7 Bl., lose; Q 1-2.




1576-1579 (1556- 1578)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch aufRückzahlung eines Darlehens plus Zinsen.

Aktenzeichen : F 176/749

Enthaeltvermerke : Kläger: Heinrich Ferber als Vormund des Kindes des Jacob Ferber, Margaretha Verver (Ferber), Essen, (Bekl.)
Beklagter: Agnes, Witwe des Heinrich Hackebrams, Essen, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johannes Michael Vaius 1576 - Dr. Johannes Brentzlein 1576 - Dr. Paul Havenar 1576 - Lic. Eobaldus Sylvius 1576
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Groenenberger 1576 - Dr. Johann Brentzlin 1576 - Lic. Eobaldus Sylvius 1576
Prozeßart: Appellatiosprozeß
Instanzen: 1. Hohes Weltliches Gericht zu Essen (Richter in der Hallen) 1569 - 2. Bürgermeister und Rat der Stadt Essen 1573 - 3. RKG 1576-1579 (1556- 1578)
Beweismittel: Siegel der Stadt Essen 1576 (an Q 4). Vorakten (Q 6, 8), darin: Erbkaufbrief über jährlich 2,5 Taler des Heinrich und der Agnes Hackebram 1556 (49-51). Einsetzung des Heinrich Verver und des Johann Borbeck zu Vormündern des minderjährigen Jacob Verver (Ferber) durch Bürgermeister und Rat der Stadt Essen (Q 12).
Beschreibung: 3 cm, 86 Bl., lose; Q 1-13, Q 11 fehlt, 1 Beilage.




1548 (1545-1549)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Güter im Gericht Jüchen.

Aktenzeichen : F 181/766

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz von Fercken als Vormund des Kindes seiner Schwester, (Kl.)
Beklagter: Werner von Gulpen, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Mauricius Breunlin [1545] 1548 - Dr. Christoffer von Swabach [1545] 1548
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Bernhard May [1545] 1548 - Dr. Simeon Engelhard [1545] 1548 - Dr. Adam Werner gen. Themar [1545] 1548
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen zu Jüchen auf Unterweisung des Hauptgerichts Jülich (Urteil 1545) - 2. RKG 1548 (1545-1549)
Beschreibung: 8 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 6 Aktenstücke.




1539-1556 (1532-1556)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf zwei zum Duckergut (Duyckershof) in Niederkassel gehörende Holzgerechtigkeiten im Herderbusch bei Neuss. 1453 hatten Elisabeth Fleck, Witwe des Dietrich Fleck, und ihre Kinder Johann und Catharina den Hof für hundert Jahre und einen Tag an Lamprecht von dem Weg und seine Frau Bela verpachtet. Deren Sohn Martin ist der Vater der Appellatin. Umstritten ist, ob bei einem Verkauf seiner Rechte am Duckerhof Martin von dem Wege auch die als Sicherheit gegebenen Holzgerechtigkeiten veräußern konnte. Der Appellant hatte nach ungünstigem Urteil in erster Instanz zunächst an die Äbtissin des weltlichen Stifts in Neuss appelliert, die die Appellation jedoch abschlug. Nach dem Tod der Kontrahenten strebten ihre Witwen wegen der hohen Gerichtskosten einen Vergleich an.

Aktenzeichen : F 187/828

Enthaeltvermerke : Kläger: Reinhart von der Balen gen. Fleck, (Kl.), für sich und seine Mutter Margaretha; später Reinharts Witwe Irmgart von Velbrück (Velbrüggen) (Köln)
Beklagter: Johann und Bela Sardochswefers (Sardeckweber), Neuss, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Philipp Baumann 1539 - Dr. Hieronymus Lerchenfelder 1539 - Dr. Adam Tymmer (Themar) 1539 - Dr. Adam Themar 1549 - Dr. Anastasius Greineisen 1549 - Lic. Amandus Wolf 1549 - Dr. Leopold Dick 1549
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Lucas Landstraß 1539 - Lic. Amandus Wolf 1549 - Dr. Martin Hardtbrunner 1550 - Dr. Caspar Fychart 1554
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Schultheiß der Dingbank (Holzbank) zu Herde bei Neuss (Heerdt?) 1532 - 2. Dr. Johann Lilie, Kanoniker von St. Gereon in Köln, als Kommissar des Ebf. von Köln 1533 - 3. RKG 1539-1556 (1532-1556)
Beweismittel: Bestellung des Dr. Anastasius Greineisen zum Kurator der minderjährigen Töchter Margaretha und Irmgart des Reinhart von der Balen durch den Offizial in Köln 1550 (Q 35). Armutszeugnis der Stadt Neuss für Bela Sardochswefers 1550 (Q 36). Vorakten 1. Instanz 1532 (Q 44). Vergleich der streitenden Parteien vor dem Amtmann zu Linn 1540 (375f. und 386f.).
Beschreibung: 10 cm, 388 Bl., lose; Q 1-56, Q 15 und 53* fehlen, Q 37 zweimal vergeben, 11 Beilagen.




1528 (1525-1528)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Streit um Abwasserbeseitigung. Der Vater der Appellaten hatte seinem Schwager Bartholomäus Fleischhauer ein Haus verkauft (1517?) und versprochen, das Abwasser abzuleiten. Vor dem Haus ließ er zwar eine Kalle (künstliche Rinne oder Tonröhre) errichten, hinter dem Haus aber staute sich das Abwasser, das der Appellant durch das Haus auf die Straße bringen mußte.

Aktenzeichen : F 194/882

Enthaeltvermerke : Kläger: Bartholomäus Fleischhauer (Fleischheuwer), Marktvest Aldenhoven (Hzm. Jülich, Oberamt Jülich; Kr. Jülich), (Kl.)
Beklagter: Erben des Johann Schuttenbecker: seine Kinder Conrad und Margaretha und seine Schwiegerkinder Nicolaus Faßbender und Fraucke, Marktvest Aldenhoven, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Christophorus Hoess 1528 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Conrad Swaebach 1528 - Dr. Simon Engelhard 1528 - Dr. Henrich Rostock 1528
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen zu Aldenhoven auf Unterweisung des Hauptgerichts Jülich 1525 - 2. RKG 1528 (1525-1528)
Beschreibung: 1,5 cm, 32 Bl., lose; Q 1-10, 1 Beilage.




1720-1738 (1719-1726)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Bezahlung von 100 Gulden, 52 Kreuzer für geleistete Dienste. Flender hatte den Beklagten seit 1704 am RKG vertreten, u. a. gegen Bodde (W 16/33 ?).

Aktenzeichen : F 235/933

Enthaeltvermerke : Kläger: Lic. Johann Henrich Flender, RKG-Prokurator
Beklagter: N. von Wachtendonk zu Binsfeld (Binsfeldt)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Henrich Flender in eigener Sache (1720) - Dr. Johann Adolph Brandt 1725 - Subst.: Lic. Johann Wilhelm Weylach
Prozeßart: Citationis ad videndum exigi salarium et exposita cum ulterioribus eExpensis
Instanzen: RKG 1720-1738 (1719-1726)
Beweismittel: Specificatio deservitorum et expositorum in Sachen von Wachtendonck ./. Bodde (Q 3). Botenlohnschein (Q 5).
Beschreibung: 20 Bl., gebunden; Q 1-8.




1541-1575 (1517-1575)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf einen Hofund einen Zehnten zu Güsten sowie Rückzahlung der von der Appellatin bereits eingenommenen Erträge. Gotthard von Harff hatte die umstrittenen Güter einst mit Konsens des Abtes von Prüm gekauft. Da seine Frau schon vor seinem kinderlosen Tod verstorben war, fielen die Güter an seine Mutter Helwig von Grein (Grin, Grien), Witwe des Johannes von Harff, die sie ihrem Schwager Adam von Harffverpachtete. Streitpunkt ist, ob es sich - wie die Appellanten behaupten - um eine Pacht auf Lebenszeit oder um eine Erbpacht handelte. Im ersten Fall wären die Appellanten als Kinder von Helwigs natürlichem Bruder Arnold von Frentz nach Helwigs und Adams Tod erbberechtigt, im zweiten Adams Witwe Katharina von Palant.

Aktenzeichen : F 312/1151

Enthaeltvermerke : Kläger: Rutger und Margaretha von Frentz, (Kl.)
Beklagter: Katharina von Palant, Witwe des Adam von Harff, (Bekl.), Landdrosten und Statthalters von Jülich;, als Vormünder für die Erben der Katharina Werner von Hatzfeldt, Herr zu Wildenburg und Weisweiler, und Dietrich Quadt zu Wickrath
Prokuratoren (Kl.): Dr. Mauritius Breunle 1541
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Christof von Swabach 1541 - Lic. Amandus Wolf 1551 - Lic. Martin Reichardt 1551 - Dr. Laurentius Vomelius 1575 - Dr. Laurentius Wilthelm 1575 - Dr. Bernhard Kuehorn 1575 - Dr. Johann Brentzlin 1575
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Richter und Schöffen zu Güsten (Hzm. Jülich, Oberamt Jülich; Kr. Jülich) auf Unterweisung des Hauptgerichts Jülich 1534 (?)- 2. RKG 1541-1575 (1517-1575)
Beweismittel: Vorakten (Q 5), darin: Angebliches Testament des Gotthard von Harff 1517 (25f.). Bestellung von Vormündern für Katharina von Palants Erben Johann, Catharina und Reinhard von Hatzfeldt zu Linzenich durch den Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg 1573 (Q 2, Bl. 73).
Beschreibung: 4,5 cm, 86 Bl., lose; Q 1-26, 9a und b, 12 und 13 doppelt, 24- 26 fehlen. Dazu noch einmal Q 1-5 (1575), 4 Beilagen, Protokoll in sehr schlechtem Zustand.




1564 (1564)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich.

Aktenzeichen : F 313/1154

Enthaeltvermerke : Kläger: Adolph Raitz von Frentz, Herr zu Kendenich (Erzstift Köln, Amt Brühl; Kr. Köln), (Bekl.)
Beklagter: Ruprecht (Robert) von Wachtendonk (Wachtendunck), Kanoniker zu Aachen, als Tutor und Kurator der Kinder des Johann von Wachtendonk und Cecilie von Palant, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. David Capito 1564
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg - 2. RKG 1564 (1564)
Beschreibung: 5 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 2 Aktenstücke. Vgl. RKG 1733 (F 314/1155).




1564-1565 (1562-1565)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die Güter der 1563 verstorbenen Margaretha von Frentz in den Ämtern Jülich, Bergheim und Wilhelmstein sowie in der Herrlichkeit Hemmersbach und Sindorf (Kr. Bergheim). Der Appellant begründet seine Ansprüche mit dem Testament der Erblasserin. Die durch Befehle der fürstl. jül. Räte angeordnete Immission der Appellaten in die Güter sei unzulässig, da Margaretha im Erzstift Köln gelebt habe und gestorben sei und auch alle Beteiligten dort lebten. Die Sache gehöre daher vor den Erzbischof von Köln.

Aktenzeichen : F 314/1155

Enthaeltvermerke : Kläger: Adolph Raitz von Frentz zu Frens, Herr zu Kendenich (Erzstift Köln, Amt Brühl; Kr. Köln), (Bekl.)
Beklagter: Gerhard von der Reck, Andernach, Amtmann zur Nette, Diederich von der Balen gen. Fleck, Schloß Glehn (Erzstift Köln, Amt Hardt; Kr. Grevenbroich), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. David Capito 1564
Prokuratoren (Bekl.): Dr. ChristoffReiffstock 1564
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Fürstl. jül. Räte (1563) - 2. RKG 1564-1565 (1562-1565)
Beweismittel: Transsumpt des Testaments der Margaretha von Frentz, 1562, durch Greve und Schöffen des Hohen Weltlichen Gerichts in Köln (Q 4).
Beschreibung: 2,5 cm, 48 Bl., lose; Q 1-11, 1 Beilage. Vgl. RKG 1732 (F 313/1154).




1588-1589 (1588-1589)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das adelige Lehengut Broch (Broich) im Amt Jülich. Die Appellantin war in erster Ehe mit Hermann Quad von Landskron zu Rheindorf, Amtmann zu Zons, verheiratet und hatte das umstrittene Gut mit in die Ehe, aus der ein Sohn namens Johann hervorging, gebracht. Nach dem Tod ihres Mannes blieb sie Leibzüchterin. Ihr zweiter Mann, Dietrich von Balen gen. Fleck, nahm 1572 bei Dutgen Holthausen 700 Rtlr. zu 35 Rtlr. jährlicher Pension auf. Zum Pfand setzte er seine Erbgüter zu Glehn ein. 1587 verlangte die Appellatin die Rückzahlung der Hauptsumme und aufgelaufenen Pensionen und bat um Immission in das umstrittene Gut. Die Appellantin argumentiert, dieses falle nicht unter die zum Pfand eingesetzten Güter, da sie es nur zur Leibzucht habe und außerdem das aufgenommene Geld nicht zu ihrem Nutzen verwandt worden sei.

Aktenzeichen : F 315/1156

Enthaeltvermerke : Kläger: Margaretha von Frentz, Witwe des Dietrich von der Balen gen. Fleck zu Glehn (Erzstift Köln, Amt Hardt; Kr. Grevenbroich), (Bekl.)
Beklagter: Dutgen von Holthausen (Holzhausen), Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Bernhard Kuehorn 1589
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann von Vianden (1588) 1589
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich (1587) - 2. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf (1588) - 3. RKG 1588-1589 (1588-1589)
Beschreibung: 1 cm, 20 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 11 Aktenstücke.




1592
Permalink der Verzeichnungseinheit

Rückzahlung eines Darlehen.

Aktenzeichen : F 316/1157

Enthaeltvermerke : Kläger: Adolph Raitz von Frentz zu Frens
Beklagter: Hubrecht von Bügel, Köln
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Offizial Köln - 2. RKG 1592
Beschreibung: Prozeß zum Zeitpunkt der Verzeichnung nicht auffindbar. Angaben nach altem Findbuch.




1594-1602 (1593-1597)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Rückzahlung von 3000 Rtlr. plus Zinsen, die der kölnische Marschall Rutger von der Horst als Vormund des Appellanten 1579 von Diederich Pfluger gegen eine jährliche Pension von 90 Maltern Korn aufgenommen hatte. Als Adolph von Frentz erwachsen wurde, bat er den Appellaten um Zahlungsaufschub, da er gegen seinen früheren Vormund bzw. dessen Schwiegersohn und Erben Bertram von Loe (Lohe) wegen Übervorteilung (laesio) während der Vormundschaft klagte. Er warf ihm Mißwirtschaft durch Verkaufvon Gütern im Wert von 28000 Rtlr. vor.

Aktenzeichen : F 317/1158

Enthaeltvermerke : Kläger: Adolph von Frentz zu Frens, Herr zu Kendenich (Erzstift Köln, Amt Brühl; Kr. Köln)
Beklagter: Diederich Pfluger (Pflüger, Pfloeger), Ratsmitglied der Stadt Köln, Greve zu Niederich
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann von Vianden 1594
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Heinrich Stemler 1594
Prozeßart: Appellationis a rescripto principis electoris Coloniensis
Instanzen: 1. Kurfürstl. köln. Kanzlei 1593 - 2. RKG 1594-1602 (1593-1597)
Beschreibung: 2 cm, 50 Bl., lose; Q 1-9. Vgl. RKG 1742 (F 323/1164).




1594-1597 (1578-1597)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Nichtigkeitserklärung eines Vertrages, den der kurfürstl. köln. Marschall Rutger von der Horst am 23. Okt. 1578 als Vormund des Appellanten mit dem Appellaten geschlossen hatte. Der gleichnamige Vater des am 27. Juni 1563 geborenen Adolph von Frentz starb 1575. Seine Mutter Henrica von Wylich setzte in ihrem Testament ihren Stiefvater Rutger von der Horst zum Vormund ihres Sohnes ein und starb im Feb. 1577. Von Adam Knauff nahm von der Horst 1578 400 Goldgulden auf und setzte Güter des Appellanten in Quadrath (Erzstift Köln, Amt Königsdorf; Kr. Bergheim) als Pfand ein. Adolph von Frentz bestreitet, daß das Geld zu seinem Nutzen aufgenommen wurde, da von der Horst von Feb. 1577 bis Okt. 1578 nachweislich durch Verkauf von Erbgütern 5000 Taler eingenommen habe, was die Ausgaben weit übersteige. Außerdem habe von der Horst den Vertrag unzulässigerweise ohne Wissen und Wollen des Mitvormunds Arnold von Frentz, Kanonikers in Aachen, geschlossen. Nach Erreichen der Volljährigkeit mit 25 Jahren klagte von Frentz. Das Deckblatt des Protokolls trägt den Vermerk „vertragen“. 1597 teilt der Prokurator des Appellanten dem RKG mit, nach dem Tode seines Mandanten werde die Sache durch Vergleich beendet.

Aktenzeichen : F 318/1159

Enthaeltvermerke : Kläger: Adolph von Frentz zu Frens, Herr zu Kendenich (Erzstift Köln, Amt Brühl; Kr. Köln), (Kl.)
Beklagter: Dr. med. Adam Knauff, Köln, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann von Vianden 1594
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Konrad Streiter 1594
Prozeßart: Appellationis a sententia confirmatoria definitiva
Instanzen: 1. Ratsrichter der Stadt Köln 1589 - 2. Kommissare des Rats der Stadt Köln 1591 - 3. RKG 1594-1597 (1578-1597)
Beweismittel: Urteil der 1. Instanz 1591 (Q 4). Vorakten (Q 6 und 7), darin: Empfangsbestätigung über 400 Goldgulden 1578 (128-130).
Beschreibung: 4 cm, 165 Bl., lose; Q 1-9, 3 Beilagen, Q 9 falsch als Q 4.




1594-1597 (1436-1595)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf einen Hof und 85 Morgen Artland zu Widdersdorf (Erzstift Köln, Amt Königsdorf; Kr. Köln). Während die Gebrüder von Frentz behaupten, der umstrittene Hof sei ihr Eigentum (iure dominii), geben die Appellaten an, er sei nur gepachtet. Die Appellanten räumen ein, eine jährliche Kornpension von 30 Maltern Roggen an den Abt gezahlt zu haben, die für 600 Goldgulden abzulösen war.

Aktenzeichen : F 319/1160

Enthaeltvermerke : Kläger: Eberhard und Heinrich von Frentz zu Merödgen (Meyrotgen), (Bekl.)
Beklagter: Abt und Konvent des Klosters St. Nicolaus zu Brauweiler (Erzstift Köln, Amt Königsdorf; Kr. Köln), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Conrad Lasser 1594
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wilthelm 1594 - Lic. Antonius Streit 1594
Prozeßart: Primae Appellationis
Instanzen: 1. Offizial Köln 1593 - 2. RKG 1594-1597 (1436-1595)
Beweismittel: Vorakten (13-284, im Protokoll vorgesehen als Q 6), darin: 7 Urkunden betr. den Steinbüchelhof in Widdersdorf 1436-1537 (149-164). Auszug aus dem Register des Klosters in Brauweiler: Abgaben aus Widdersdorf 1497-1585 (164-195).
Beschreibung: 6,5 cm, 291 Bl., lose; Q 1-12 außer 9*, 10*, 11*. Vgl. RKG 1739 (F 320/1161).




1594-1597 (1436-1595)
Permalink der Verzeichnungseinheit

S. o. RKG 1738 (F 319/1160).

Aktenzeichen : F 320/1161

Enthaeltvermerke : Kläger: Eberhard und Heinrich von Frentz zu Merödgen (Meyrotgen), (Bekl.)
Beklagter: Abt und Konvent des Klosters St. Nicolaus zu Brauweiler (Erzstift Köln, Amt Königsdorf; Kr. Köln)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Conrad Lasser 1594
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wilthelm 1594 - Lic. Antonius Streit
Prozeßart: Secundae Appellationis
Instanzen: 1. Offizial Köln 1593 - 2. RKG 1594-1597 (1436-1595)
Beweismittel: Urteil der 1. Instanz 1594 (Q 4). Vollstreckungsbefehl der 1. Instanz 1594 (Q 10).
Beschreibung: 2 cm, 44 Bl., lose; Q 1-14, Q 6 (Vorakten) liegen bei RKG 1738 (F 319/1160).




1596-1608 (1577-1620)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch des Appellaten auf Schadenersatz wegen unrechtmäßig angelegten Arrests durch Adolph von Frentz. 1580 war Dietrich von Keldenich vom Gericht in Kendenich für schuldig befunden worden, Grundstücksmarkierungen ( „Legstalen“, „Lagstalen“) zum Nachteil des Simon Abels verändert zu haben. Die fällige Strafe ( „abtrag“) soll er den Kuratoren des damals noch minderjährigen Adolph von Frentz nicht gezahlt haben. 1593 ließ Frentz den Appellaten deshalb in Kendenich verhaften, 14 Wochen festhalten, aber nach der Abnahme des Versprechens, eine Kaution (cautio de iudicato solvendo et iudicio sisti) zu stellen, auffreien Fuß setzen. Keldenich, der die Vorwürfe abstritt, berief sich auf seinen Status als Untertan des Herzogs von Jülich, verweigerte die Zahlung der Kaution und klagte seinerseits vor dem jül.-berg. Hofgericht auf Schadenersatz von über 1000 Talern für die Haft, die gegen das „privilegium Juliacense de non arrestando vel evocando“ verstoße. Die Richter der 1. Instanz wiesen den Vogt des Amts Bergheim an, Keldenich als Entschädigung in Benden des Herrn von Kendenich zu immittieren. Die Appellanten beantragen als Rechtsnachfolger des inzwischen ermordeten Adolph von Frentz die Rückverweisung nach Kendenich bzw. das folgende Obergericht, da die Sache „loco delicti“ zu verhandeln sei und Keldenich nicht gebührt habe, sie während des schwebenden Verfahrens vor ein anderes Gericht zu ziehen.

Aktenzeichen : F 321/1162

Enthaeltvermerke : Kläger: Christina Truchseß, Witwe des Adolph von Frentz zu Kendenich (Erzstift Köln, Amt Brühl; Kr. Köln) und die Vormünder ihrer Kinder: Sigmund Truchseß von Baldersheim und Weinand von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn, Schlenderhall), (Bekl.)
Beklagter: Dietrich von Keldenich, Halbmann der Kartäuser zu Fischenich (Hzm. Jülich, Amt Bergheim; Kr. Köln), (Kl.); als Interessent: Herzog Johann Wilhelm von Jülich, Kleve, Berg
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann von Vianden (1596) - Dr. Caspar Morhardt 1597
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius Stapert 1596 - Dr. Andreas Pfeffer 1602 - Dr. Johann Pistorius 1620
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1593 - 2. RKG 1596-1608 (1577-1620)
Beweismittel: Erlaubnis des Herzogs Wilhelm von Jülich für den kölnischen Marschall Rutger von der Horst, als Vormund des Adolph von Frentz einen Hof zu Dürwiß (Hzm. Jülich, Amt Wilhelmstein; Kr. Jülich) zu verkaufen, 1577 (Q 25). Zeugenaussagen (Q 42).
Beschreibung: 10 cm, 487 Bl., lose; Q 1-48 außer 16*, 4 Beilagen.




1596-1616 (1568-1606)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Schuldforderung der Appellaten über 550 Taler plus Pensionen seit 1585 aus mehreren Schuldverschreibungen. Die Rechtsgültigkeit zweier, von Rutger von der Horst, kurfürstl. köln. Marschall, 1578 und 1581 unterzeichneter Schriftstücke wird bestritten, da er nicht der Vormund des Adolph von Frentz gewesen sei.

Aktenzeichen : F 322/1163

Enthaeltvermerke : Kläger: Weinand Raitz von Frentz zu Schlenderhan (Schlendern, Schlenderhahn, Schlenderhall) und Sigismund Truchseß von Baldersheim als Vormünder der Kinder des Adolph von Frentz zu Kendenich, (Bekl.)
Beklagter: Lic. Jacob Rickh, Schöffe zu Bonn, Balthasar Vischer, Köln, Giselbert Geyer, Frankfurt, teils für sich und als Vormund der Kinder des Melchior Weech, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann von Vianden 1596
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Antonius Streit (1597)
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Offizial Köln 1594 - 2. RKG 1596-1616 (1568-1606)
Beweismittel: Vormundschaftsbestellung des Weinand Raitz von Frentz zu Schlenderhan (Q 4a). Vorakten (Q 5), darin: Mehrere Schuldverschreibungen, ausgestellt von Adolph von Frentz dem Älteren und Rutger von der Horst, 1568-1585 (38-469). Vormundschaftsbestellung des Offizials in Köln für die drei unmündigen Kinder (Adolph, Maria, Christina) des Adolph von Frentz 1604 (Q 9).
Beschreibung: 4,5 cm, 146 Bl., lose; Q 1-10, 4a und 4b.




1602-1604 (1579- 1604)
Permalink der Verzeichnungseinheit

S. o. RKG 1736 (F 317/1158). Als nicht an das RKG erwachsen wurde die Sache 1604 an die Richter der vorigen Instanz remittiert.

Aktenzeichen : F 323/1164

Enthaeltvermerke : Kläger: Vormünder der Kinder des Adolph von Frentz zu Kendenich (Erzstift Köln, Amt Brühl; Kr. Köln): Weinand von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn, Schlenderhall), (Bekl.)
Beklagter: Margaretha Maaß, Witwe des Kölner Ratsmitglieds Dietrich Pfluger, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Sigismund Haffner 1602
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Heinrich Stemler [1597] 1602
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurfürstl. köln. Kommission 1594 - 2. RKG 1602-1604 (1579- 1604)
Beweismittel: Erbrentbrief über 90 Malter Korn, ausgestellt von Rutger von der Horst, kurfürstl. köln. Marschall und Statthalter des Vestes Recklinghausen, als Vormund des Adolph von Frentz zu Kendenich, 1579 (Q 5 und in den Vorakten Q 7, 32-46). Bestellung des Weinand von Frentz zum Vormund durch Crato Crafft, Vogt des Amts Bergheim, 1595 (Q 13).
Beschreibung: 6,5 cm, 310 Bl., lose; Q 1-13, Q 10* und 11 fehlen, 11 Beilagen. Vgl. RKG 1736 (F 317/1158).




1602-1643 (1561-1621)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf 41 Morgen Ackerland bei Quadrath (Erzstift Köln, Amt Königsdorf; Kr. Bergheim). Adolf von Hall der Ältere und seine Frau Amalia von Harff nahmen 1561 und 1562 je 300 Goldgulden vom Kölner Bürgermeister Hermann Sudermann für eine jährliche Rente von 13 Maltern Roggen und 15 Goldgulden auf. Zum Pfand setzten sie 40 Morgen Ackerland bei Quadrath ein. Bei der Erbteilung nach Amalias Tod fiel das verpfändete Land Adolf von Hall dem Jüngeren zu. Wegen nicht gezahlter Renten erlangten Sudermanns Erben die gerichtliche Immission. 1576 einigten sich Adolf von Hall der Jüngere und der Appellant, daß Weinand von Frentz für die Erlegung der 600 Goldgulden 30 Morgen des verpfändeten Landes als Nutzungspfand (antichresis) erhalten sollte. Die aufgelaufenen Renten bezahlte Adolph von Frentz der Ältere und erhielt dafür die Pfandverschreibung von Hilbrand Sudermann. 1577 kaufte Weinand von Frentz weitere 11 Morgen von Adolf von Hall. Die Äbtissin behauptet, das Land sei ihr verpfändet und sie sei 1582 immittiert worden. Der Appellant hält entgegen, die Pfandverschreibung für die Äbtissin sei von Adolfs Bruder Herbert von Hall ausgestellt, der nie Rechte an dem Land besessen habe.

Aktenzeichen : F 324/1165

Enthaeltvermerke : Kläger: Weinand Raitz von Frentz zu Schlenderhan (Schlanderhahn, Schlenderhall, Schlenderthal), (Bekl.)
Beklagter: Anna von Graff, Äbtissin von St. Maria im Kapitol, Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Sigismund Haffner 1602
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Walter Aach 1602 - Dr. Christian Schröder 1613
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Offizial Köln 1591 - 2. RKG 1602-1643 (1561-1621)
Beweismittel: Bd. I: Auszug aus dem Testament der Anna von Graff 1607 (Q 18). Bd. II: Erbrentbrief des Herbert von Hall für die Appellatin 1577 (14-25). Erbrentbriefe des Adolf von Hall und seiner Frau für Hermann Sudermann 1561 und 1562 (98-118). Zeugenaussagen (202-220). Bd. III: Zeugenaussagen vor einer RKG-Kommission.
Beschreibung: 3 Bde., 9 cm, 431 Bl., gebunden; Bd. I: 2 cm, 82 Bl.; Q 1-30; außer 9 und 29. Bd. II: 3,5 cm, 221 Bl.; Q 9 (Vorakten); Bd. III: 3,5 cm, 128 Bl.; im Protokoll vorgesehen als Q 29.




1610-1621 (1578-1611)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch der Appellatinnen auf Rückzahlung eines Darlehens von 1500 Rtlr. plus ausstehender Pensionen, das der kurfürstl. köln. Marschall Rutger von der Horst 1578 als Vormund des Adolph von Frentz zu Kendenich für eine jährliche Pension von 75 Rtlr. aufgenommen hatte. Nach Auffassung der Appellanten war von der Horst nicht befugt, ohne richterliche Genehmigung Erbgüter seines Mündels zu verpfänden.

Aktenzeichen : F 325/1168

Enthaeltvermerke : Kläger: Vormünder der Kinder des Adolph von Frentz zu Kendenich (Erzstift Köln, Amt Brühl; Kr. Köln): Johann Raitz von Frentz, Domherr zu Lüttich und Speyer, Propst zu St. Martin in Lüttich und fürstl. jül.-berg. Kanzler, Weinand Raitz von Frentz zu Schlenderhan fürstl. jül. Kriegskommissar, Adolf von Ilem zu Medinghoven und Bertram von Ilem zu Sittard, (Bekl.)
Beklagter: Konventualinnen des Klosters St. Reinold in Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Sigismund Haffner [1606] 1610
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Christoph Rieker 1610
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Verordnete Kommissare des Offizials Köln 1588 - 2. Offizial Köln - 3. RKG 1610-1621 (1578-1611)
Beweismittel: Urteile 1. und 2. Instanz (Q 3 und 4). Vormundschaftsbestellung durch den Offizial von Köln 1604 (Q 5b). Vorakten (15-397; im Protokoll vorgesehen als Q 7), darin: Obligation über 1500 Rtlr. 1578 mit Bestätigung durch den Offizial von Köln (21-34).
Beschreibung: 8 cm, 426 Bl., lose; Q 1-10, 5a und b, 1 Beilage.




1658-1660 (1658-1660)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das Amt des Holzgrafen in der Holzgemark Burg im Fürstentum Jülich. Johann Dietrich Raitz von Frentz war 1655 nach dem Tod des letzten Holzgrafen von den Mitappellanten gewählt worden. Hanxler widersetzte sich der Wahl bei der fürstl. jül. Hofrechenkammer, erwirkte ihre Kassation und ließ sich in einer zweiten, nach Auffassung der Appellanten unrechtmäßigen Wahl wählen. Hanxler habe schon allein deshalb nicht gewählt werden können, weil er wegen einiger Verbrechen für zwölf Jahre aus der Holzgemark verbannt und diese Zeit noch nicht verstrichen sei. Der Appellat hält entgegen, von Frentz sei als Kapitular für das Amt des Holzgrafen nicht qualifiziert.

Aktenzeichen : F 327/1170

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Dietrich Raitz von Frentz, Kapitular zu Speyer und Münster, Johanna von Breitenau, Äbtissin zu Blatzheim, B. von Harff zu Alsdorf (Altorff), Wolfgang Wilhelm von Efferen, Philipp von Brachel, Wilhelm von Blittersdorf zu Oberembt (Overemb), Johann Jacob von Schiederich, Wilhelm Stephan von Brachel, Wilhelm von Ahr zu Holzheim, Wilhelm von Anstel zu Buir (Bewer), Johann Wilhelm von Holtrop, Agnes von Breitmar, Witwe von der Portzen, Berthold von Iven zu Richardshoven, P. W. du Semett, Ferdinand Ernst von Eynatten und Dietrich Crummel zu Nechtersheim als Anerben der Holzgemark die Burg im Fürstentum Jülich, (Bekl.)
Beklagter: Philipp Wilhelm von Hanxler zu Reuschenberg, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Hansen (1658)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Leonhard Schommartz 1660 - Subst.: Lic. Johann Henrich Zinck
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. jül. Kanzlei Düsseldorf (1656 ?) - 2. RKG 1658-1660 (1658-1660)
Beschreibung: 1,5 cm, 22 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 9 Aktenstücke. Lit.: J. B. Dornbusch, Die Zievericher Burgen, in: AHVN 31 (1877) S. 27. Arnim Tille: Über den Arnoldswald bei Jülich, in: AHVN 63 (1896) S. 21 - 26.




1660-1681 (1646-1681)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf einen Hof zu Freialdenhoven (Hzm. Jülich, Amt Aldenhoven; Kr. Jülich) aufgrund eines Pachtvertrages. 1646 hatte der Vater des Appellanten, Adolph Sigismund von Frentz, den Hof mit 400 Morgen Land für sechs bzw. zwölf Jahre an Kotzhausen für 400 Taler kölnisch unter verschiedenen Auflagen verpachtet. Als nach Ablauf von sechs Jahren Kotzhausen einen Teil der Pacht schuldig blieb, setzte der Appellant für den Teil des Hofes, der für sechs Jahre verpachtet war, einen neuen Pächter ein, da Kotzhausen die Ländereien „deteriorisiert“ und selbst gekündigt habe. Kotzhausen, der sich widersetzt, soll 2000 Rtlr. ausstehende Pacht bzw. Zinsen zahlen und den neuen Pächter akzeptieren.

Aktenzeichen : F 328/1172

Enthaeltvermerke : Kläger: Ferdinand von Frentz zu Stolberg, (Bekl.)
Beklagter: Johann Dietrich Kotzhausen, Freialdenhoven, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Hansen 1660 - Subst.: Dr. Wilhelm Mockel - Lic. Johann Eichrod 1667 - Subst.: Lic. Johann Conrad Albrecht - Dr. Johann Heinrich Seiblin 1680 - Subst.: Lic. Bernhard Henningh
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Nicolaus Höen 1660 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht - Dr. Franciscus Henricus Krebs 1681 - Subst.: Dr. Högelin
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich 1652 - 2. Jül.-berg. Hofgericht 1652 - 3. RKG 1660-1681 (1646-1681)
Beweismittel: Pachtvertrag 1646 (Q 5b). Bd. II: Pachtabrechnungen (42-51).
Beschreibung: 2 Bde., 8 cm, 280 Bl.; Bd. I: 1,5 cm, 40 Bl., lose; Q 1-18 außer 12, 5a und b; Bd. II: 6,5 cm, 240 Bl., gebunden; Q 12 (Vorakten).




1662- 1724 (1483-1724)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf große Teile des Lehens zu Ulmen (Kr. Cochem). Nach dem Tod des Eberhard von Haust zu Ulmen (ca. 1636) hatte der Ebf. von Köln das Lehen „ob defectum lineae masculinae“ als heimgefallen eingezogen und es an den Vater des Appellanten, Adolph Sigismund von Frentz, wegen rückständiger Pensionen von etwa 7000 Rtlr. als Mannlehen ausgegeben. In einem Prozeß um die Qualität des Lehens unterlagen die haustischen Erben, klagten aber dann 1659, der Erzbischof habe bei der Einziehung auch ihre Allodialgüter eingezogen. Das RKG wies 1664 die Appellation zurück.

Aktenzeichen : F 329/1173

Enthaeltvermerke : Kläger: Franciscus von Frentz zu Kendenich, Kapitular zu Trier, Paderborn und Hildesheim, (Bekl.); als Interessenten die Erzbischöfe von Köln und Trier und PfalzgrafPhilipp Wilhelm von Jülich-Berg
Beklagter: Magdalene, Witwe des Dietrich von Friemersdorf zu Pützfeldt, geb. von Haust und alle haustischen Erbgenahmen, (Kl.);
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Hansen 1662 - Subst.: Dr. Johann Roleman - Lic. Johann Wallraff 1672 - Subst.: Lic. Bernhard Henning - Subst.: Dr. Johann Leonhard Schommartz [1668] - Subst.: Dr. Franz Eberhard Albrecht [1665] - Lic. Johann Philipp Nidderer [1682] 1684 - Lic. Johann Conrad Albrecht 1686 - Subst.: Dr. Högelen
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Leonhard Schommartz 1662 - Subst.: Lic. Johannes Eichrodt - Lic. Bernhard Henningh 1682 - Subst.: Dr. Heinrich Seiblin - Lic. Conrad Franz von Steinhausen 1723 - Subst.: Dr. Johann Rudolph Sachs - Subst.: Lic. Johann Goy 1724
Prozeßart: Appellationis; 1671 Mandati de exequendo
Instanzen: 1. Kurfürstl. köln. Kanzler und Räte zu Bonn 1659 - 2. RKG 1662- 1724 (1483-1724)
Beweismittel: Befehl des Ebf. von Köln an seinen Rentmeister zu Ulmen 1638 (Q 3). Lehensbrief des Ebf. von Köln über das Haus zu Ulmen für Adolph Sigismund von Frentz zu Kendenich, Domkapitular in Köln, des Erzstifts Hofmarschall, Kämmerer und Rat, Amtmann zu Hülchrath, 1636 (Q 4). Vorakten (Q 18), darin: Angaben über Kontributionssteuern im Erzstift Köln 1637-1652 und mehrere Beilagen zur Klärung des Status der umstrittenen Güter (49-61). Aufstellung der Einnahmen aus haustischen Allodialgütern (90-92). Kaufbrief über zwei Wiesen des Gotthard von Haust zu Ulmen und seiner Frau Christina Croinbaum zu Wilburg 1483 (99-100) und weitere Kaufbriefe, die auch am RKG vorgelegt wurden (s. u.). Lehensbrief des Ebf. von Köln für Adolph Sigismund von Frentz 1636 (Q 49). Aufstellung der von der Familie Frentz nach Meinung der Appellaten widerrechtlich von 1636 bis 1672 genossenen Renten und Gefälle in Höhe von 14137 Rtlr. (Q 50). Abtretungsbefehl der Kanzlei Bonn für den Appellanten 1659, Urteil der 1. Instanz 1661, RKG-Urteil 1664 (Q 60, 61, 62 und öfter). Aufstellung unrechtmäßig genossener Renten und Gefälle in Höhe von 28501 Rtlr. (362-363). Zeugenaussagen 1664 (369-389). Mehrere Kaufbriefe der Anna von Haust geb. von Braunsberg über einige der umstrittenen Güter 1570-1572 und des Gotthard von Haust zu Ulmen und seiner Frau Christina 1483 sowie weitere Kaufverträge aus dem 17. Jahrhundert (389-403). Zeugenaussagen (404-409). Botenlohnschein (431). Undatiertes Fragment, das haustische Lehen betreffend (442-453).
Beschreibung: 9 cm, 454 Bl., (z. T. falsch) gebunden; Q 1-88, 36a und b, Q 58* fehlt.




1693- 1714 (1673-1696)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf die Jagdgerechtigkeit und das Recht zum Vogelfang in der Bethlehemer Heide, in Ichendorf und Quadrath (Kr. Bergheim). Den Appellaten war auf Klage ihrer Vormünder in erster Instanz aufgrund einer Belehnung ihres Vaters vom Herzog von Jülich aus dem Jahre 1640 das Recht zugesprochen worden. Mit Hilfe von Zeugenaussagen des ehemaligen Sekretärs des Hauses Schlenderhan, Johannes Dietrich Kotzhausen, und des ehemaligen Jägers Robert Dickhans versucht der Appellant zu beweisen, daß das Jagdrecht schon 1623/24 zu Zeiten seines Urgroßvaters Winand Raitz von Frentz und 1632-36 zu Zeiten seines Großvaters Arnold in seiner Familie lag.

Aktenzeichen : F 330/1177

Enthaeltvermerke : Kläger: Friedrich Adolph von Frentz zu Schlenderhan, Herr zu Odenkirchen (Erzstift Köln, Amt Liedberg; Mönchengladbach) für sich und seine minderjährigen Brüder, (Bekl.)
Beklagter: N. von und zu Frentz, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Conrad Albrecht 1693 - Subst.: Dr. Franz Heinrich Krebs
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Conrad Franz Steinhausen 1695 - Subst.: Dr. Franz Heinrich Krebs
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurfürstl. jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1672 - 2. RKG 1693- 1714 (1673-1696)
Beweismittel: Bd. I: Aussagen des Johann Dietrich Kotzhausen 1673 und des Robert Dickhans 1673, 1674 und 1677 (Q 6-9). Bd. II: Zeugenaussagen (48- 55). Inventarium actorum (140-143).
Beschreibung: 2 Bde., 6 cm, 340 Bl.; Bd. I: 1,5 cm, 78 Bl., lose; Q 1-27 außer 16, 2 Beilagen; Bd. II: 4,5 cm, 262 Bl., gebunden; Q 16 (Vorakten). Bis Okt. 1987 war der Prozeß in völlig gestörter Ordnung gebunden.




1696-1699 (1497-1711)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Dollartskupferhof (Dollartshammer) in der Herrlichkeit Stolberg bei Aachen. Während der Appellant das umstrittene Gut als Stolberger Lehen und gemäß dem Urteil der 1. Instanz wegen der Weigerung des Johann Philipp Bürsgens, sich belehnen zu lassen, als der Herrschaft Stolberg verfallen ansieht, behaupten die Appellaten, der Hof gehöre zur Hälfte ihnen und sei dem Hause Stolberg nicht lehnbar. 1497 habe ihn der Aachener Schöffe Heinrich Dollart von dem Herrn von Stolberg, Vincencius von Efferen, für vier rheinische Gulden in Erbpacht genommen. 1542 habe Hieronymus von Efferen seine Rechte am Dollartshammer dem Herzog von Jülich verkauft.

Aktenzeichen : F 331/1178

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz Karl von Frentz zu Frens und Stolberg, (Kl.)
Beklagter: Philipp Wilhelm Bürsgens für sich und die übrigen Erben des Johann Philipp Bürsgens, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Conrad Albrecht 1696 - Subst.: Lic. F. P. Jung
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Philipp Pulian 1696 - Subst.: Dr. Johann Ulrich von Gülchen - Lic. Conrad Franz von Steinhausen 1711 - Subst.: Lic. F. P. Jung
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Gericht zu Stolberg 1665 - 2. Hauptgericht Jülich 1666 - 3. Kurfürstl. pfälz. Hofgericht Düsseldorf 1671 - 4. RKG 1696-1699 (1497-1711)
Beweismittel: Bd. I: Urteile 1. und 2. Instanz 1665 und 1671 (33-34). Bd. II: Auszug aus dem Stolberger Lehenbuch 1564, 1565, 1614, 1631 (14-16 und öfter). Erbpachtbrief 1497 (306-311). Erbkaufbrief 1542 (311-316). Auszug aus dem Erb- und Gutsbuch des Gerichts zu Nothberg (Kr. Aachen), die Kupfermühle auf dem Dollartshammer betreffend, 1586 (320-322). Auszug aus dem Rechnungsbuch der Rentmeisterei Wilhelmstein 1695 (322-324).
Beschreibung: 2 Bde., 9 cm, 434 Bl.; Bd. I: 1,5 cm, 59 Bl., gebunden; Q 1-17 außer 9, 1 Beilage; Bd. II: 7,5 cm, 384 Bl., gebunden; Q 9 (Vorakten).




1697-1701 (1690- 1701)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Rückzahlung eines Darlehens. Ein Bruder der Appellanten, Ferdinand, hatte etwa 1683 Catharina Charlotte Ernestina von Velbrück, verwitwete von der Horst, geheiratet, die vor ihrer zweiten Ehe über 1000 Rtlr. Schulden hatte. Nach dem Tode des Ehepaares waren die Brüder Ferdinands lediglich bereit, für die Hälfte der vom Ehepaar gemeinsam gemachten Schulden aufzukommen.

Aktenzeichen : F 333/1180

Enthaeltvermerke : Kläger: Gebrüder Franz, Johann Sigismund und Franz Karl von Frentz zu Frens, (Bekl.)
Beklagter: Erben des N. von Hoheneck und des N. von Velbrück zu Garath, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Conrad Albrecht 1697
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Franz Peter Jung 1697 - Subst.: Lic. Heinrich Schriels
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurfürstl. pfälz. Hofrat Düsseldorf - 2. RKG 1697-1701 (1690- 1701)
Beweismittel: Inventar und Taxierung der Mobilien der Catharina Charlotte Ernestina von und zu Frentz geb. von Velbrück zu Garath 1690 (Q 14). Taxations- und Distraktionsprotokoll von Wertsachen auf dem Haus Garath 1697 (Q 26). Rechnungen über Arbeiten an Haus Garath 1694-1698 (Q 27). Attest Kölner Notare über die Inventarisation von Erbgütern 1699 (Q 32).
Beschreibung: 3,5 cm, 126 Bl., lose; Q 1-32 außer 16*, 4 Beilagen 1701.




1699-1800 (1643- 1767) - 2
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Abtrag der Eviktion der Burggrafschaft Odenkirchen durch Rückzahlung von 38000 Rtlr. 1643 war der General Johann de Werth vom Ebf. von Köln „wegen vielfältig erwiesener Dienste“ mit dem seit sieben Jahren vakanten Lehen Odenkirchen belehnt worden, weil Graf Maximilian von Bronckhorst und Philipp Henrich von Benting als die nächsten Verwandten des letzten Lehensträgers Florenz Hartard von Botzelar nicht ordnungsgemäß um Belehnung nachgesucht hatten und der Ebf. das Lehen daraufhin als heimgefallen betrachtete. Für den Fall, daß die Erben von Botzelars doch noch das Lehen beanspruchten, wurde von Werth ein Eviktionsbrief ausgestellt, der ihm eine Entschädigung von 34000 Rtlr. vom Erzbischof versprach. Winand Hieronymus von Frentz heiratete von Werths Tochter Lambertina Irmgard aus erster Ehe, verglich sich mit von Werths zweiter Frau Susanna Maria geb. Gräfin von Kuffstein und wurde nach Zahlung von zweimal 2000 Rtlr. Laudemien unter gleichen Bedingungen ex nova gratia 1655 belehnt. 1678 strengte Isabella Herzogin von Holstein, Gräfin von Merode und Marquise von Westerloo, als Urenkelin eines von Bronckhorst am RKG eine Spolienklage an, nachdem ihr von anderen Prätendenten Ansprüche zediert worden waren. 1694 erging ein Mandatum de exequendo und am 12. Jan. 1697 wurden die von Frentz durch Truppen des Westfälischen Kreises des Lehens Odenkirchen depossediert, wobei aber auch Eigentum der von Frentz (Vorräte, Mobilien, Vieh, Geld, Silber, Dokumente und Kleidung) einbehalten wurden. Als sie daraufhin den Ebf. von Köln auf Auszahlung der 38000 Rtlr. verklagten, gab dieser an, der Marquis von Westerloo habe versprochen, ihn gegen die Ansprüche der von Frentz schadlos zu halten. Dieser wiederum machte geltend, die von Frentz seien ihm die Erträge des Lehens schudig, was die 38000 Rtlr. aufhebe. Das RKG folgte dieser Auffassung nicht und setzte den Erzbischof von Mainz als Vollstrecker ein. Der Erzbischof von Köln ging darauf 1715 in Revision.

Aktenzeichen : F 334/1181

Enthaeltvermerke : Kläger: Gebrüder Friedrich Adolph, Franz Winand, Johann Arnold und Arnold Wolfgang von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn)
Beklagter: Erzbischof von Köln und Konsorten: Dechant und Kapitel des Domstifts zu Köln
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Heinrich Flender (1699) 1715 - Lic. Johann Jacob Zwirlein 1730 - Subst.: Lic. Wilhelm Ludwig Ziegler - Dr. Johann Adolph Brand 1741 - Subst.: Dr. Johann Ludwig Pfeiffer
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Conrad Albrecht [1694] 1699 - Subst.: Dr. Franz Heinrich Krebs - Subst.: Lic. Wilhelm Heeser 1703 - In der Revision: Notar Andreas Müller 1715 - Subst.: Notar Johann Gottlieb Müller (Sohn des Andreas) - Lic. Franz Peter Jung [1723] 1730 - Subst.: Lic. Franz Peter Krifft - Für den Marquis von Westerloo (Westerlohe): Lic. Conrad Franz Steinhausen 1700 - Für den Ebf. von Mainz: Lic. Conrad Franz von Steinhausen [1698] 1712 - Subst.: Lic. Franz Peter Jung
Prozeßart: Mandati de praestando evictionem et restituendo pecunias appromissas dum decisa sit causa petitorii cum iInteresse a tempore factae executionis sine clausula
Instanzen: 1. RKG 1699-1800 (1643- 1767) - 2. Ebf. von Mainz als Revisionsgericht 1715
Beweismittel: Bd. I: Belehnung des Johann von Werth mit der Burggrafschaft Odenkirchen durch den Ebf. von Köln 18. April 1643 (Q 3) und Congratulatio metropolitani capituli 1643 (Q 4). Besitzergreifungsurkunde des Johann von Werth 1643 (Q 5). Belehnung des Winand Hieronymus von Frentz zu Schlenderhan mit Odenkirchen 3. Nov. 1655 (Q 6). Belehnung des Dietrich Adolph von Frentz 22. Feb. 1690 (Q 7). Eviktionsbrief des Ebf. von Köln für Winand Hieronymus von Frentz 1655 (Q 8). Zwei Quittungen der Beklagten über je 2000 Rtlr. Laudemien, ausgestellt von Winand Hieronymus von Frentz 1655 und 1657 (Q 9 und 10). Vorschläge des Marquis von Westerloo und Grafen von Merode zur Übernahme von Odenkirchen (Q 11). Vergleich zwischen dem Ebf. von Köln und dem Marquis von Westerloo 1698 (Q 12). 7 Schriftstücke zu Ansprüchen eines Grafen Adrian von Horn auf Odenkirchen 1662/1663 (Q 22- 28). Auszug aus der kurköln. Landordnung von 1663 (Q 45). Bd. II: Ausführliche Beschreibung der Vorgeschichte seit dem Tode Wilhelms von Vlodorp (Flohdorf), Besitzers von Odenkirchen, 1572 und des Prozeßverlaufs bis 1713 mit Erörterung des Streitpunktes und Beilagen (Q 70, gedruckt). Designatio expensarum (Q 78). Vergleich zwischen dem Ebf. von Köln und den Freiherren von Frentz 1716 (Q 112).
Beschreibung: 3 Bde., alle gebunden, 15 cm, 743 Bl.; Bd. I: 5 cm, 239 Bl.; Q 1-69; Bd. II: 5 cm, 251 Bl.; Q 70-128; Bd. III: 5 cm, 253 Bl.; Q 129-184, 7 Beilagen. Vgl. RKG (H 1575/5312). Lit.: R. Wiedemann, Geschichte der ehemaligen Herrschaft und des ehemaligen Hauses Odenkirchen, Odenkirchen 1879, S. 68ff.




1699-1701 (1676-1701)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch der Appellaten auf einen Baumgarten in der Grafschaft Moers. Die Appellantin gibt an, nicht sie habe den fraglichen Baumgarten in Besitz, sondern ihre Kinder, die alle nicht mehr bei ihr wohnten, sondern teils in holländischem Militärdienst ständen oder im Erzstift Köln bzw. im Hzm. Berg verheiratet seien.

Aktenzeichen : F 335/1182

Enthaeltvermerke : Kläger: Sybilla von Buttenbroch, Witwe des Professors Henrich Frentz, Duisburg, arme Partei, (Bekl.)
Beklagter: Die zwei Söhne des Henrich Frentz aus 1. Ehe, Wülfrath (Kr. Düsseldorf-Mettmann), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Georg Erhard 1699 - Subst.: Dr. Gülich
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Georg Friedrich Müeg 1700 - Subst.: Lic. F. P. Jung
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Gericht Moers 1697 - 2. Gräflich moersische Appellationskommissare Köln 1697 - 3. RKG 1699-1701 (1676-1701)
Beweismittel: Urteil 1. Instanz 1697 (Q 8). Attest des Bürgermeisters von Duisburg, daß die Appellantin einen Baumgarten besitzt, 1699 (Q 13). Urteil 2. Instanz mit Rationes decidendi 1698 (51-54). Vorakten (55-280), darin u. a.: Obligation des Professors eloquentiae et linguae der Universität Duisburg, Henrich Frentz, über 100 Rtlr. zur Renovierung seines Hauses in der Steinstraße 1676 (158-161).
Beschreibung: 6 cm, 280 Bl., gebunden; Q 1-20 und Vorakten.




1703 (1703)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch der Appellaten auf Gleichstellung in Steuerangelegenheiten mit den Mitappellanten. Franz Karl von Frentz hatte diesen Land beim Schloß Stolberg verkauft, auf das sie Häuser bauten. Mit der Begründung, das Land sei „Appartenenz“ des Schlosses und der Herrlichkeit Stolberg, verlieh von Frentz den Käufern eine „immerwährende Freiheit a collectis, aliisque oneribus realibus et personalibus“. Darauf klagten die Appellaten in Düsseldorf, da Frentz nicht das ius collectandi besitze. Die Vorinstanz entschied, daß zwar die Befreiung von der Grundsteuer, nicht aber von der Gewerbe- und anderen Steuern möglich sei.

Aktenzeichen : F 336/1183

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz Karl von Frentz zu Stolberg und Konsorten: die Besitzer der beim Schloß Stolberg neu erbauten Häuser, (Bekl.)
Beklagter: Einige Eingesessene zu Stolberg, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Franz Peter Jung 1703 - Subst.: Dr. J. S. Speckman
Prokuratoren (Bekl.): Dr. J. P. Nidderer (1703)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat (1703) - 2. RKG 1703 (1703)
Beweismittel: Urteil der 1. Instanz 1703 (20).
Beschreibung: 1 cm, 32 Bl., gebunden; Protokoll ohne Eintrag, 9 Aktenstücke.




1712-1714 (1661-1732)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Appellation wegen Verurteilung durch zwei Gerichte in gleicher Sache. Wegen rückständiger Pensionen aus einem Kapital von 3000 Rtlr., das die Mutter der Appellanten aufgenommen hatte, klagte 1694 Caspers vor dem Vogt des Amtes Jülich, wo der als Pfand gegebene Huppelrather Hof lag, und erreichte durch kurfürstliche Befehle die Immission. Buschmann aber, dem Caspers die Forderungen zediert haben soll, klagte unabhängig beim Offizial in Köln, der die Appellanten zur Rückzahlung der Hauptsumme plus 1932 Rtlr. Zinsen verurteilte. Bei Nichtbefolgung drohte die Immission Buschmanns in alle Güter der Appellanten im Erzstift Köln.

Aktenzeichen : F 337/1184

Enthaeltvermerke : Kläger: Gebrüder Franz Winand und Johann Arnold von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn), (Bekl.)
Beklagter: Dr. Cyriacus Buschmann und Konsorten: Jacob Caspers, Kaufmann, Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Henrich Flender senior 1712 - Subst.: Lic. Johann Anton Henrich Flender iunior
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Conrad Franz von Steinhausen 1712 - Subst.: Dr. Ludwig Ziegler - Lic. Johann Wilhelm Weylach 1732 - Subst.: Lic. Johann Franz Wolff
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Vogt des Amts Jülich (1694) - 2. Offizial Köln 1704 - 3. RKG 1712-1714 (1661-1732)
Beweismittel: Vorakten (28-252; vorgesehen als Q 8), darin: Obligation über 3000 Rtlr. von 1677 (32-37). Urteil des Offizials Köln 1707 (Q 11). Dekrete des Pfalzgrafen Philipp Wilhelm über Währungsverhältnisse 1661 (268 und 270). Auszug aus der jül. Rechtsordnung Cap. 107 (272). Rationes decidendi des Offizials Köln (281-284).
Beschreibung: 6 cm, 284 Bl., lose; Q 1-11, 7 Beilagen.




1712-1715 (1710-1715)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den Nachlaß des am 4. Juli 1712 verstorbenen Kapitulars und Kantors der Domstifte Trier, Worms und Hildesheim, Johann Sigmund von Frentz. In einem Teilungsvertrag hatten der Kläger und der Beklagte 1696 mit ihrem Bruder vereinbart, daß beim kinderlosen Tode eines Bruders der Bruder erben solle, der Kinder hat. In einem Testament setzte Johann Sigmund 1710 den zweiten Sohn des Franz als Universalerben ein. Nach dem Tod des Johann Sigmund ergriff Franz für seinen Sohn von den Gütern Besitz. Es handelt sich um folgende Herrschaften und Güter: Immerath (Hzm. Jülich, Amt Kaster; Kr. Erkelenz), Hemmerich (Erzstift Köln, Oberamt Bonn; Rhein-Sieg-Kr.), Kendenich (Erzstift Köln, Amt Brühl; Kr. Köln) Schneppenheim (Reichsgrafschaft Kerpen; Kr. Euskirchen), Rittersitz Elsum (Hzm. Jülich, Amt Wassenberg; Selfkantkr.) und Crumblander Hof im Amt Wassenberg, Kirchspiel Arsbeck (Kr. Erkelenz). Der kinderlose Franz Karl bestritt daraufhin die Testierfähigkeit des Erblassers, da kein lehensherrlicher Konsens vorliege. In der Zitation vertritt das RKG die Auffassung, das Testament sei dennoch rechtens, da nicht zum Nachteil der Agnaten testiert worden sei.

Aktenzeichen : F 338/1185

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz von und zu Frentz
Beklagter: Franz Karl von und zu Frentz
Prokuratoren (Kl.): Lic. Franz Peter Jung 1713 - Subst.: Dr. G. A. Geibel
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Stephan Speckmann 1713 - Subst.: Lic. J. Wigand - Lic. Conrad Franz von Steinhausen 1714 - Subst.: Lic. J. M. Deuren
Prozeßart: Citationis ad videndum se manuteneri in apprehensa possessione bonorum tam feudalium quam allodialium
Instanzen: RKG 1712-1715 (1710-1715)
Beweismittel: Testament des Johann Sigismund von Frentz 1710 (Q 5). Besitzergreifungsurkunden über die umstrittenen Güter (Q 8 und 12-16).
Beschreibung: 2 cm, 98 Bl., gebunden; Q 1-24, 3 Beilagen.




1719-1742 (1706- 1742)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Absetzung des Lic. Klefisch als Kurator und Anspruch auf das Haus Stammeln (Stommeln, Hzm. Jülich, Amt Bergheim; Kr. Bergheim) und die Güter, die einst Johann von Wambach gehörten, unter Berufung auf die Kapitel 88 und 102 des jül.-berg. Landrechts. Bereits 1701 beim kinderlosen Tode der Agnes Walburgis von Schiederich hatten die Appellanten die Güter beansprucht, da sie von den gemeinsamen Urgroßeltern Johann von Wambach und Mechthild von Randerath herrührten. Bis zu seinem Tod im Dez. 1714 behielt jedoch Schenk von Schmidtberg die Leibzucht. Danach traten zwei Herren von Cortenbach auf, die behaupteten, ihr Onkel von Schmidtberg habe ein Testament zu ihren Gunsten gemacht, und da zuvor eine „donatio stante thoro“ zwischen den Eheleuten stattgefunden habe, mit der Agnes Walburgis ihre Güter ihrem Mann übertragen habe, seien sie die rechtmäßigen Eigentümer. Die Appellation an das RKG erfolgt, obwohl in Düsseldorf noch kein Urteil gefällt ist, da die Rechtmäßigkeit der Einsetzung des Lic. Kleefisch durch den Hofrat angezweifelt wird. Im Urteil 1728 wurde die Appellation die Mitappellanten Wassenberg betreffend an die Richter voriger Instanz remittiert. Die von Frentz erzielten einen Teilerfolg.

Aktenzeichen : F 339/1186

Enthaeltvermerke : Kläger: Gebrüder Franz Winand, Johann Arnold und Arnold Wolfgang von Frentz (Frens) zu Schlenderhan (Schlenderhahn) für sich und die minderjährigen Kinder ihres Bruders Dietrich Adolph und Konsorten: N. von Wassenberg zu Wammen (Hzm. Jülich, Amt Born und Millen) und seine Frau A. von Wassenberg geb. von Vlatten
Beklagter: Lic. Kleefisch (Clevisch, Klewisch), Düsseldorf, als Kurator (Konkursverwalter) des Nachlasses des Schenk von Schmidtberg und der Agnes Walburgis von Schiederich (Schiedrich) und deren Kreditoren; als Interessent: PfalzgrafKarl Philipp
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Henrich Flender 1719 - Subst.: Dr. Johann Friedrich Hofmann senior - Dr. Johann Adolph Brandt [1726] 1729 - Subst.: Dr. Johann Christoph Seipp 1738
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Conrad Franz von Steinhausen [1716] 1719 - Subst.: Lic. Wilhelm Heeser - Dr. Georg Melchior Hofmann 1729 - Subst.: Dr. Johann Friedrich Hofmann - Lic. (Johann Konrad) Heeser junior 1733 - Subst.: Dr. Johann Jacob Zwierlein
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat Düsseldorf 1715 - 2. RKG 1719-1742 (1706- 1742)
Beweismittel: Bd. I: RKG-Urteil 1728 (Q 53, 69, 76; 410f., 531f., 533f.). Obligation des Schenk von Schmidtberg 1706 (Q 68). Forderungen des Düsseldorfer Ratsmitglieds Matthias Clotz an Schenk von Schmidtberg (Q 71). In den Vorakten mehrfach Schuldenberechnungen.
Beschreibung: 3 Bde., 38 cm, 2136 Bl.; Bd. I: 10,5 cm, 546 Bl., lose; Q 1-92, 12a-c, 51b-g, 24 Beilagen, Q 22* fehlt; Bd. II: 17 cm, 977 Bl., gebunden; Q 49 (Vorakten); Bd. III: 10,5 cm, 618 Bl., gebunden; Q 50 (Vorakten).




1723-1745 (1593-1745)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch der Appellaten auf Rückzahlung zweier Darlehen und rückständige Pensionen. Während die Appellanten eine Obligation über 700 Taler kölnisch, die ihr Urgroßvater Winand Raitz von Frentz 1580 von der Witwe Coenen aufnahm, anerkennen, bestreiten sie, für eine Obligation über 260 Goldgulden haftbar gemacht werden zu können, da sie mit den Debitoren Arnold von Frentz von Giesendorf (Gysendorf) im köln. Amt Brühl und Petronella von Schonau nicht verwandt seien und auch nie etwas von ihnen geerbt hätten.

Aktenzeichen : F 340/1187

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Arnold und Arnold Wolfgang Raitz von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn), (Bekl.)
Beklagter: Rektor und Patres des Jesuitenklosters in Köln und Konsorten: Provisoren der Pfarrkirche von Klein-St. Martin in Köln, (Kl.); als Interessent der Erzbischofvon Köln
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Henrich Flender 1723 - Subst.: Dr. Johann Adolph Brandt
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Wilhelm Ludolff 1723 - Subst.: Dr. Johann Ludwig Pfeiffer - Lic. Johann Melchior Deuren 1737 - Subst.: Lic. Ambros Joseph Stephani
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurfürstl. köln. Hofrat Bonn - 2. RKG 1723-1745 (1593-1745)
Beweismittel: Klage der Appellaten gegen die Eltern der Appellanten vor dem Offizial in Köln 1694 (Q 7). Obligation des Arnold von Frentz und der Petronella von Schonau über 260 Goldgulden 1593 (Q 8). Urteil 1. Instanz (Q 11). Pensionenberechnung (Q 13 und 21).
Beschreibung: 3,5 cm, 121 Bl., lose; Q 1-30, 16a und b, 3 Beilagen.




1726-1786 (1644- 1786)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch des Appellaten auf 3000 Rtlr. plus Zinsen aufgrund eines Heiratsvertrages von 1644 zwischen seinen Eltern Adam Wilhelm von Schellardt zu Gürzenich und Maria Elisabeth Raitz von Frentz zu Schlenderhan. Damals war verabredet worden, daß die Braut für den Verzicht auf Ansprüche an den Gütern ihrer Familie 11000 Rtlr. Mitgift bekommen sollte, davon 1000 Rtlr. innerhalb eines Jahres in bar, 7000 Rtlr. sollten von ihrer Mutter verpensioniert werden und die restlichen 3000 Rtlr. sollten die künftigen Eheleute aus Forderungen erhalten, die die Brautmutter noch an den Herzog von Jülich hatte.

Aktenzeichen : F 341/1188

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Arnold von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn), (Bekl.)
Beklagter: Johann Arnold Graf von Schellardt zu Obbendorf und Gürzenich, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Adolph Brandt 1726 - Subst.: Lic. Ambros Joseph Stephani - Lic. Ferdinand Wilhelm Brandt [1777] 1779 - Lic. Johann Adolph Georg Brandt 1786
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Rudolf Sachs 1727 - Subst.: Dr. G. M. Hofmann iunior - Lic. Ambros Joseph Stephani 1735 - Subst.: Lic. Johann Melchior Deuren - Lic. Hermann Joseph Valentin Schick 1779 - Subst.: Dr. Conrad Gordian Seuter - Lic. Philipp Christoph Frech 1779 - Subst.: Dr. Conrad Gordian Seuter - Lic. Philipp Jacob Emerich 1781 - Subst.: Lic. Gabriel Niderer
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat Düsseldorf 1705 - 2. RKG 1726-1786 (1644- 1786)
Beweismittel: Bd. I: Heiratsvertrag 1644 (Q 6). Vergleich 1650 (Q 7). Gedruckte Facti species cum responso juris (Q 29). Bd. II: Heiratsvertrag 1644 (5-11). Inventarium actorum (257-261).
Beschreibung: 2 Bde., 13 cm, 692 Bl.; Bd. I: 6,5 cm, 222 Bl., lose; Q 1-53 außer 33, Q 20*, 22*, 37 und 47* fehlen, 3 Beilagen; Bd. II: 6,5 cm, 470 Bl., gebunden; Q 33 (Vorakten).




1727-1756 (1599-1738)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das kurköln. Lehen Lauvenburg und den Flachshof. Seit 1599 war Lauvenburg im Besitz derer von der Hövelich. Johann von der Hövelich ließ einen Neubau errichten, der fortan nicht mehr zum Lehen gerechnet wurde. Der kinderlose Ferdinand von der Hövelich setzte 1680 Franz Karl von Frentz zum Universalerben ein unter der Bedingung, daß er künftig den Zunamen von der Hövelich führe. Franz Karl und seine Frau, die Appellantin, setzten sich gegenseitig in einem Testament zu Erben ein. Nach seinem Tod am 31. Aug. 1725 forderte Maria Anna die Belehnung, jedoch konnten die Appellaten, Neffen ihres verstorbenen Mannes, ihre Ansprüche durchsetzen. Das RKG bestätigte 1744 das Urteil der Vorinstanz und verwies die Intervenientin auf das in Sachen von Hoheneck ./. Beissel von Gymnich und Konsorten am 18. Sept. 1739 gefällte Urteil.

Aktenzeichen : F 342/1189

Enthaeltvermerke : Kläger: Maria Anna, Witwe des Franz Karl von Frentz und Hövelich zu Lauvenburg, später verheiratete von Cortenbach, (Bekl.)
Beklagter: Gebrüder Franz Karl und Franz Arnold von und zu Frentz, (Kl.), nach ihrem Tod ihre Erben, u.a. Georg Anton Beissel von Gymnich, Maximilian Heidrich von Droste und Karl Melchior von Kesselstadt als Ehemänner der Schwestern von Frentz; als Intervenientin: die verwitwete Eva Francisca von Harff zu Dreiborn geb. von Hoheneck
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Melchior Deuren 1727 - Subst.: Dr. C. H. von Gülich - Lic. Ambrosius Joseph Stephani 1737 - Subst.: Dr. Johann Wilhelm Ludolff
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Franz Peter Jung 1727 - Subst.: Dr. Johann Rudolf Sachs - Lic. Johann Franz Wolff [1733] 1737 - Subst.: Lic. H. F. Spöenla - Lic. Franz Peter Jung 1737 - Subst.: Dr. Johann Christoph Seipp - Lic. Johann Werner 1737 - Subst.: Dr. Johann Christoph Seipp
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Kurköln. Hofrat bzw. Lehenhof Bonn 1725 - 2. RKG 1727-1756 (1599-1738)
Beweismittel: Belehnungen des Heinrich, des Johann und des Ferdinand von der Hövelich mit Lauvenburg (Neuss, bei Neusserfurth) 1599, 1615 und 1651 (Q 6-8). Testament des Ferdinand von der Hövelich 1680 (Q 9). Belehnungen des Franz Karl von Frentz mit Lauvenburg 1685, 1697, 1724 (Q 10-12). Wechselseitiges Testament des Franz Karl von Frentz, Herrn zu Lauvenburg, Stolberg, Empen (Impel), Merwick, Ulmen, Hemmerich und Immerath, Erbkämmerers des Erzstifts Köln, Geheimen Rats und Amtmanns zu Hülchrath, und seiner Frau Maria Anna 1721 (Q 13). Stammtafeln von der Hövelich und von Frentz (Q 14 und 15). Lehensbrief über den Flachshof für die Witwe des Johann von der Hövelich, Elisabeth von Kolff, und ihren Sohn Ferdinand 1635 (Q 16) und für Franz Karl von Frentz 1685 (Q 17).
Beschreibung: 5 cm, 198 Bl., gebunden; Q 1-36, Deckblatt des Protokolls fehlt. Vgl. RKG (H 1502/4828). Lit.: Jakob Bremer, Das kurkölnische Amt Liedberg, Mönchengladbach 1930, S. 29.




1727-1755 (1721-1740)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Belehnung mit der Hälfte des in der Reichsgrafschaft Kerpen und Lommersum gelegenen Schneppenheimer Hofes (Kr. Euskirchen). Obwohl der Hof brabantisches Lehen sei, konnte er nach Auffassung der Appellantin mit lehensherrlichem Konsens vererbt werden, wie durch ihr wechselseitiges Testament mit ihrem Mann geschehen. Die Appellaten sehen sich jedoch als einzige rechtmäßige Lehensnachfolger ihres kinderlos verstorbenen Onkels. Das RKG bestätigte 1744 das Urteil der Vorinstanz und verwies die Intervenientin auf das in Sachen von Hoheneck ./. Beissel von Gymnich und Konsorten am 18. Sept. 1739 gefällte Urteil.

Aktenzeichen : F 343/1190

Enthaeltvermerke : Kläger: Maria Anna, Witwe des Franz Karl von Frentz und Hövelich zu Lauvenburg, später verheiratete von Cortenbach, (Bekl.)
Beklagter: Gebrüder Franz Karl und Franz Arnold von und zu Frentz, (Kl.), nach ihrem Tod ihre Erben, u. a. Georg Anton Beissel von Gymnich, Maximilian Heidrich von Droste und Karl Melchior von Kesselstadt als Ehemänner der Schwestern von Frentz; als Intervenientin: die verwitwete Eva Francisca von Harff zu Dreiborn geb. von Hoheneck
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Melchior Deuren 1727 - Subst.: Lic. H. F. Spöenla - Lic. Ambros Joseph Stephani 1737 - Subst.: Dr. Johann Wilhelm Ludolf
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Franz Peter Jung (1727) - Lic. Johann Franz Wolff 1733 - Subst.: Lic. H. F. Spöenla - Lic. Franz Peter Jung 1737 - Subst.: Dr. Johann Christoph Seipp
Prozeßart: Secundae appellationis
Instanzen: 1. Gräflich Schaesbergisches Appellationskommissariat der Grafschaft Kerpen und Lommersum 1726 - 2. RKG 1727-1755 (1721-1740)
Beweismittel: Testament des Franz Karl von Frentz und seiner Frau Maria Anna 1721 (Q 8). Konsens des Lehnsherrn, des Reichsgrafen von Schaesberg, 1726 (Q 9). Botenlohnschein (Q 17).
Beschreibung: 4,5 cm, 170 Bl., gebunden; Q 1-29 außer 18*, Fragment des Deckblattes als Bl. 65. Vgl. RKG (H 1502/4828).




1727-1758 (1496-1758)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Schloß und Herrlichkeit Stolberg (Kr. Aachen). Umstritten ist die Qualität des Lehens, ob nämlich Franz Karl von Frentz, wie geschehen, testamentarisch darüber verfügen konnte, oder ob seine Neffen ungeachtet des Testaments die rechtmäßigen Lehensnachfolger waren. 1496 war Vinzenz von Efferen vom Herzog von Jülich mit Stolberg belehnt worden, 1649 kam es durch Heirat an die von Frentz. Das RKG bestätigte 1744 das Urteil der Vorinstanz, verfügte die Kassation der Ferdinand von Cortenbach 1735 erteilten Belehnung und wies die Ansprüche der Intervenientin auf Stolberg unter Hinweis auf das am 18. Sept. 1739 in Sachen von Hoheneck ./. Beissel von Gymnich gefällte Urteil ab.

Aktenzeichen : F 344/1191

Enthaeltvermerke : Kläger: Maria Anna, Witwe des Franz Karl von Frentz und Hövelich zu Lauvenburg, später verheiratete von Cortenbach, (Bekl.)
Beklagter: Gebrüder Franz Karl und Franz Arnold von und zu Frentz, (Kl.), nach ihrem Tod ihre Erben, Georg Anton Beissel von Gymnich, Maximilian Heidrich von Droste und Karl Melchior von Kesselstadt als Ehemänner der Schwestern von Frentz; als Intervenientin: die verwitwete Eva Francisca von Harff zu Dreiborn geb. von Hoheneck
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Melchior Deuren 1727 - Subst.: Lic. Johann Jacob Wahl - Dr. Johann Albert Ruland [1748] 1753 - Subst.: Lic. Johann Eberhard Greineisen
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Franz Peter Jung (1727) - Lic. Johann Franz Wolff 1733 - Subst.: Lic. H. F. Spöenla - Lic. Franz Peter Jung 1737 - Subst.: Dr. Johann Christian Seipp - Lic. Johann Werner 1737 - Subst.: Dr. Johann Christian Seipp - Subst.: Lic. Wilhelm Ludwig Ziegler 1748 - Subst.: Lic. Johann Jacob Duill 1754
Prozeßart: Tertiae appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat Düsseldorf 1725 - 2. RKG 1727-1758 (1496-1758)
Beweismittel: Bd. I: Erbgiftbrief von 1496 des Herzogs Wilhelm von Jülich und Berg und seiner Frau Sibilla geb. Markgräfin zu Brandenburg über Schloß und Herrlichkeit Stolberg für Vinzenz von Efferen (Q 6). Gutachten der Juristenfakultät der kurpfälzischen Universität Heidelberg 1726 (Q 7). Wechselseitiges Testament des Franz Karl von Frentz und seiner Frau Maria Anna 1721 (Q 8). Besitzergreifungsurkunde über Schloß und Herrlichkeit Stolberg durch Maria Anna 1725 (Q 9). Botenlohnschein (Q 12). Genealogien von Efferen und von Frentz (in Q 17). Kurpfälzischer Bericht an den Reichshofrat 1727 (Q 20). Stammtafel von Frentz, Nachkommen des Adolph Sigismund und der Maria Catharina von Aldenbrück (Q 26). Lehensbrief über Stolberg für Ferdinand von Frentz 1649 (Q 27 und 32), Franz Karl von Frentz 1717 (Q 28) und Ferdinand von Cortenbach 1735 (Q 33). Auszug aus der Erbteilung der Brüder Franz, Franz Karl und Johann Sigmund von Frentz 1696 (Q 36). RKG-Urteil 1744 (Q 59 und im Protokoll 32f.). Designatio expensarum (Q 64 und 65). Bd. II enthält einige der in Bd. I angeführten Beweismittel und Species facti: ausführliche Geschichte des Lehens Stolberg seit 1496 mit Stammtafeln (248-255 und 391f.). Inventarium actorum (580-596).
Beschreibung: 2 Bde., beide gebunden, 18,5 cm, 997 Bl.; Bd. I: 7,5 cm, 361 Bl.; Q 1-81 außer 57; Q 58a - d, 75a und b, 3 Beilagen, Q 13, 21 und 22 fehlen; Bd. II: 11 cm, 636 Bl.; Q 57 (Vorakten). Vgl. RKG (H 1502/4828).




1728-1776 (1578- 1771)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Haus Lauvenburg (Altlauvenburg), den Flachshof (Neuss) und den vom Abt von Kornelimünster lehnbaren Rittersitz Blens (Hzm. Jülich, Amt Nideggen; Kr. Schleiden), der seit dem 15. Jahrhundert der Familie von Kolff zu Blens und Vettelhoven gehörte und später an die Gertzen gen. Sintzig und an die von der Hövelich fiel.

Aktenzeichen : F 345/1192

Enthaeltvermerke : Kläger: Maria Anna, Witwe des Franz Karl von Frentz und Hövelich zu Lauvenburg, später verheiratete von Cortenbach, (Kl.)
Beklagter: Gebrüder Franz Karl und Franz Arnold von und zu Frentz, (Bekl.), nach ihrem Tod ihre Erben: Georg Anton Beissel von Gymnich, Maximilian Heidrich von Droste und Karl Melchior von Kesselstadt als Ehemänner der Schwestern von Frentz; als Intervenientin: die verwitwete Eva Francisca von Harff zu Dreiborn geb. von Hoheneck
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Melchior Deuren 1728 - Subst.: Dr. C. H. von Gülich - Lic. Ambros Joseph Stephani 1737 - Subst.: Dr. Johann Wilhelm Ludolf - Dr. Johann Albert Ruland 1747 - Subst.: Lic. L. A. von Bostell - Subst.: Lic. Caesar Scheuren 1771 - Lic. Ferdinand Wilhelm Brandt 1751 - Subst.: Lic. Johann Adam Bissing - Dr. Henrich Wilhelm Clarwasser 1752 - Subst.: Lic. Henrich Joseph Brack
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Franz Peter Jung (1728) - Lic. Johann Franz Wolff 1733 - Subst.: Lic. H. F. Spöenla - Lic. Franz Peter Jung 1737 - Subst.: Dr. Johann Christian Seipp - Lic. Johann Werner 1737 - Subst.: Dr. Johann Christian Seipp - Subst.: Lic. Wilhelm Ludwig Ziegler 1751 - Subst.: Lic. C. C. Blavier 1752 - Subst.: Lic. Johann Jacob Duill 1754 - Für den Erzbischof von Köln: Lic. Johann Melchior Deuren [1737] 1745 - Subst.: Lic. Ambros Joseph Stephani
Prozeßart: Quartae aAppellationis
Instanzen: 1. Kurfürstl. köln. Hofrat Bonn 1725 - 2. RKG 1728-1776 (1578- 1771)
Beweismittel: Lehensbriefe über Lauvenburg für Heinrich, Johann und Ferdinand von der Hövelich 1599, 1615, 1635 (Q 7-9, 44, 45) und Franz Karl von Frentz 1685, 1697, 1724 (Q 10-12). Wechselseitiges Testament des Franz Karl von Frentz und seiner Frau Maria Anna 1721 (Q 13). Lehensbriefe über den Flachshof für Ferdinand von der Hövelich 1635 (Q 14) und Franz Karl von Frentz 1697 (Q 15). Stammtafel von der Hövelich, Aldenbrück gen. Velbrück und von Frentz (Q 16). Vorakten (Q 23). Besitzergreifungsurkunde des Georg Anton Beissel von Gymnich über den Flachshof 1743 (Q 28). Ärztliche Atteste für den Freiherrn von Cortenbach 1743 und 1745 (Q 29, 37). RKG-Urteil 1744 (Q 35). Auszüge aus den Teilungsverträgen der Brüder von Frentz 1684, 1696 (Q 48, 49, 128, 154-156). Kaufbrief über den Flachshof 1578 (Q 50). Stammtafel von Kolff, von der Hövelich, Aldenbrück gen. Velbrück und von Frentz (Q 55). Schätzung der Güter 1747 (Q 64). Designatio expensarum (Q 75). Kurfürstl. köln. Bewilligung über Haus Lauvenburg 1635 (Q 78). Quittung über 6000 Rtlr. Mitgift 1724 (Q 81). Eheberedung zwischen Johann von der Hövelich und Elisabeth von Kolff 1615 (Q 83). Testament des Johann von der Hövelich 1633 (Q 84). Lehensherrlicher Konsens 1669 (Q 85). Auszug aus einer Heiratsverschreibung zwischen Friedrich Ernst von Eltz und Anna Margaretha Antoinette von Frentz 1681 (Q 87, 127). Schätzung verschiedener Güter (Q 94, 100). Botenlohnschein (Q 113). Auszug aus dem Lauvenburger Annotationsbuch über den Flachshof 1736 (Q 122a). Erträge der Güter Blens und Flachshof 1684-1754 (Q 123). Auszug aus dem Testament des Franz von Frentz 1718 (Q 125). Quittung über 2500 Rtlr. Heiratsgeld 1707 (Q 129). Erbfälle der fünf Brüder von Frentz 1684-1725 (Q 135). Testament des Ferdinand von der Hövelich 1680 (Q 157). Pachtvertrag über den Rittersitz Blens 1725 (Q 159) und den Flachshof 1739 (Q 160). Erträge der Lehen Blens und Flachshof (Q 161). Gedruckte Facti species mit Schema genealogicum und 15 weiteren Beilagen betr. den Rittersitz Blens (Q 182) und gedruckte Beantwortung 1768 (Q 185).
Beschreibung: 5 Bde., alle gebunden, 25 cm, 1325 Bl.; Q 1-193, Q 67, 77, 122 je a und b, Q 21*, 106*, 107*, 111*, 116*, 131*, 163*; Bd. I: 3 cm, 99 Bl.; Protokoll; Bd. II: 5,5 cm, Bl. 1-313; Q 1-61; Bd. III: 4,5 cm, Bl. 305-515; Q 62-110; Bd. IV: 6 cm, Bl. 516-868; Q 111-152; Bd. V: 6 cm, Bl. 869-1226; Q 153-193. Vgl. RKG 1759 (F 342/1189). Lit.: Jakob Bremer, Das kurkölnische Amt Liedberg, Mönchengladbach 1930, S. 29.




1728-1732 (1684-1731)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch des Appellaten auf 2849 Rtlr. in mehreren Teilbeträgen für Waren, die die Mutter der Appellantin nicht bezahlt haben soll.

Aktenzeichen : F 346/1193

Enthaeltvermerke : Kläger: Maria Anna von Frentz, Witwe des Franz Karl von Frentz zu Lauvenburg und von der Hövelich, (Bekl.)
Beklagter: Johann Wolter Geller, Ratsherr und Kaufmann, Köln, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Adolph Brandt 1728 - Subst.: Lic. J. M. Weylach
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Ambros Joseph Stephani 1728 - Subst.: Dr. Sachs
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Offizial Köln 1725 - 2. Offizial Köln als Revisionsinstanz 1727 - 3. RKG 1728-1732 (1684-1731)
Beweismittel: Botenlohnschein (Q 10). In den Vorakten (Q 13): Rechnungen für Waren 1682-1697 (47-55). Rotulus testium (94-113).
Beschreibung: 4 cm, 161 Bl., lose; Q 1-14, Vorakten (Q 13) falsch als Q 1, 1 Beilage (Rationes decidendi).




1734 (1732-1734)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Ausführung eines Urteils des Hofrats vom 20. Juni 1732 gegen den Grafen Anton von Hatzfeldt zu Overbach wegen einer Erbrente und rückständiger Pensionen seit 1707.

Aktenzeichen : F 347/1194

Enthaeltvermerke : Kläger: Arnold Wolfgang und Franz Winand von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn)
Beklagter: Karl Philipp Pfalzgraf bei Rhein als Herzog zu Jülich und sein Hofrat zu Düsseldorf
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Jacob Zwirlein 1733 - Subst.: Lic. Wilhelm Ludwig Ziegler
Prozeßart: Mandati de non impediendo cursum executionis rei judicatae nec avocando eam a judicio ordinario competente sed exequendo proprium iudicatum cum clausula
Instanzen: RKG 1734 (1732-1734)
Beweismittel: Urteil des Hofrats von 1732 (Q 4).
Beschreibung: 17 Bl., lose; Q 1-5, 1 Beilage.




1736-1737 (1732-1737)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Ausführung des Urteils des jül.-berg. Geheimen Rats gegen den kaiserlichen Generalfeldmarschall GrafAnton von Hatzfeldt zu Overbach vom 4. März 1732 und 1. Sept. 1734 und auf Erstattung der Gerichtskosten aus zwei Instanzen.

Aktenzeichen : F 348/1195

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz Winand Hieronymus von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn)
Beklagter: Karl Philipp, Kurfürst zu Pfalz als Herzog zu Jülich und Berg, und seinjül.-berg. Geheimer Rat zu Düsseldorf
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Jacob Zwirlein 1736 - Subst.: Lic. Johann Werner
Prozeßart: Mandati de exequendo propriajudicata cum clausula
Instanzen: RKG 1736-1737 (1732-1737)
Beweismittel: Urteile 1. und 2. Instanz (in Q 4 und 5).
Beschreibung: 1,5 cm, 30 Bl.; Q 1-10, 1 Beilage.




1737-1738 (1731-1737)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Durchführung eines Prozesses an der zuständigen Instanz. Die Appellanten hatten 1731 für die Appellaten eine Kaution für die Pacht der Rheinfähre geleistet. Wegen säumiger Pacht klagten die Gebrüder Frentz und wurden vom Hofrat in die Brückengelder immittiert. Gleich darauf aber zog der Geheime Rat die Sache an sich und beschlagnahmte die Brückengelder für Reparaturen an der Brücke.

Aktenzeichen : F 349/1196

Enthaeltvermerke : Kläger: Wolfgang Arnold und Franz Winand Hieronymus von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn) und Kellenberg
Beklagter: N. Isenkrahe, Prokurator am Hofgericht Düsseldorf, und die Witwe Crantz, Düsseldorf
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Jacob Zwirlein 1737 - Subst.: Lic. Johann Franz Wolff
Prozeßart: Mandati poenalis cassatorii et de non amplius impediendo cursum executionis rei judicatae sed remittendo causam ad suum forum sine clausula
Instanzen: RKG 1737-1738 (1731-1737)
Beweismittel: Kautionsschein der Kläger über 1200 Rtlr. für die Pacht der Rheinfähre (Rheinbrücke, Gierbrücke) 1731 (Q 4) und 15 weitere Schriftstükke, die Rheinfähre betreffend.
Beschreibung: 2,5 cm, 75 Bl., lose; Q 1-19.




1749-1771 (1629-1770)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch des Appellanten auf das Lehen Herzogenhau (Herzogenau, Herzogenhaw) im Amt Monschau, mit dem 1632 sein Urgroßvater Arnold Raitz von Frentz und dessen Bruder Johann belehnt worden waren, auf rückständige Besoldung des Johann Raitz von Frentz als jül. Kanzler und 300 Rtlr. jährlicher Pensionen aus der Kellnerei des Amtes Bergheim bis zur Abstattung einer Summe von 6000 Rtlr., die Herzog Wolfgang Wilhelm dem Johann Raitz von Frentz 1629 geschenkt hatte. Wegen versäumter Neubelehnung hatte der Lehensfiskus eine Kaduzitätsklage angestrengt; der Appellant behauptet, seinen Lehenspflichten durch mehrfache Bitte um einen Termin für die Neubelehnung genügt zu haben. Nach Angaben der Vorinstanz ist das umstrittene Lehen Domanialgut ( „bonum camerae“), das ohne Bewilligung der Stände nicht habe ausgegeben werden können und das bereits seit 1660 von der jül.-berg. Hofkammer eingezogen sei. Das RKG entschied 1766 im Sinne des Appellanten.

Aktenzeichen : F 350/1198

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz Winand Hieronymus von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn) (Bekl.)
Beklagter: Jül.-berg. Lehensfiskus und die jül.-berg. Hofkammer, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Christian Philipp Lang 1749 - Subst.: Lic. A. Weiskirch - Lic. Ferdinand Wilhelm Brand 1750 - Subst.: Lic. Johann Adam Bissing - Lic. Damian Ferdinand Haas 1766 - Subst.: Dr. Johann Philipp Gottfried von Gülich
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Melchior Deuren [1743] 1750 - Subst.: Lic. A. J. Stephani - Lic. Johann Wilhelm Weylach [1750] 1751 - Subst.: Lic. Ferdinand Wilhelm Brandt - Lic. Ferdinand Wilhelm Anton Helffrich 1769
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat 1717 - 2. RKG 1749-1771 (1629-1770)
Beweismittel: Bd. I: „Recompens“ (Sonderzahlung) des Herzogs Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg für seinenjül. Kanzler und Kapitular von Lüttich und Münster, Johann Raitz von Frentz, überjährlich 300 Rtlr. aus einer Hauptsumme von 6000 Rtlr. 1629 (Q 7, A). Bewilligung des Gehalts auf Lebenszeit für Johann Raitz von Frentz 1631 (Q 7, B). Lehensbriefe Herzog Wolfgang Wilhelms über Herzogenhau für Johann Raitz von Frentz und seinen Vetter Arnold 1632 (Q 7, C) und für Arnolds Witwe Elisabeth von Wambach zugunsten ihres Sohnes Winand Hieronymus 1641 (Q 7, F). Botenlohnschein (Q 10). Jül.-berg. Geheimratsbericht mit ausführlicher Erläuterung der Rechtslage (Q 13). Drei Stellungsbefehle für die von Frentz wegen des Lehens Herzogenhau 1680, 1702, 1726 (Q 26-28). RKG-Urteile 1766 und 1767 (in Q 34 und im Protokoll 9-11). Botenlohnschein (Q 35). Auszüge aus der Grevenbroicher Kellnereirechnung 1655/56 (Q 38, Littera B) und der Bergheimer 1654-60, 1662-1670, 1686/87, 1696/97 sowie mehrere Bitten um Belehnung mit verschiedenen Gütern (alles in Q 38). Bd. II: Haferpreise in Köln 1664-1717 (222-227).
Beschreibung: 2 Bde., gebunden, 11 cm, 575 Bl.; Q 1-51; Bd. I: 6 cm, 295 Bl.; Q 1-51 außer 29, anstelle von Q 29 Triplik mit 3 Beilagen; Bd. II: 5 cm, 280 Bl.; Q 29 (Vorakten).




1768-1788 (1570- 1786)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch des Appellanten auf Steuerfreiheit des Rittersitzes Randerath bei Kleinenbroich (Erzstift Köln, Amt Liedberg; Kr. Grevenbroich). 1749 hatten die Landstände von ihm für Randerath den einfachen Steuersatz gefordert (simplum), worauf er bei der Regierung in Bonn klagte, der Rittersitz sei 1669 von allen Landsteuern befreit worden. Nach einer Bestimmung der Landstände von 1670 sollten Inhaber mehrerer Rittersitze nur für einen Sitz Steuerfreiheit haben. In der Zeit, als die von Frentz Randerath und Odenkirchen besaßen, wurde Odenkirchen von ihnen mehr belastet, wogegen der Marquis von Westerloo (Westerlohe) nach Inbesitznahme 1699 klagte, woraufhin eine Umverteilung vorgenommen wurde. Das RKG bestätigte 1788 das erstinstanzliche Urteil.

Aktenzeichen : F 352/1200

Enthaeltvermerke : Kläger: Franz Winand Hieronymus Raitz von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn), (Kl.)
Beklagter: Landstände des Erzstifts Köln, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Ferdinand Wilhelm Brandt 1750 - Subst.: Lic. Johann Adam Bissing - Lic. Johann Adolph Georg Brandt 1786
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Franz Philipp Felix Gress 1768 - Subst.: Dr. J. W. Mainone
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurfürstl. köln. Hofrat Bonn 1749 - 2. RKG 1768-1788 (1570- 1786)
Beweismittel: Bd. I: Botenlohnschein (Q 22). Auszug aus dem Kataster des Erzstifts Köln 1669, Kleinenbroich betreffend (Q 27). Bescheinigung über die für die Rittersitze Kleinenbroich, Odenkirchen und Muchhausen 1683-1704 gezahlten Steuern (Q 28). Privilegium de non appellando 1570 (Q 33, 35). Nachweise der Vorlage von Kautionsscheinen in Appellationsprozessen gegen Kurköln (Q 34, 36, 37). RKG- Urteil 1658 in Sachen Eingesessene des Dorfs Weilerswist ./. Johann Monumeth gen. Bolandt (Q 38) und vier weitere Schriftstücke betr. Kautionsscheine (Q 39-42). Q 35-42 gedruckt. Rationes Decidendi der Vorinstanz (156-161). Bd. II: Auszug aus dem Deskriptionsbuch der Ritterschaft für Kleinenbroich und Odenkirchen (17). Auszug aus dem Protokoll des Landtages 1699 (19f.).
Beschreibung: 3 Bde., gebunden, 6 cm, 229 Bl.; Q 1-43; Bd. I: 22 Bl.; Protokoll; Bd. II: 2,5 cm, Bl. 23-161; Q 1-43 außer 25; Bd. III: 2,5 cm, 68 Bl.; Q 25 (Vorakten).




1776-1805 (1534-1793)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das Weiderecht auf dem Boden der Gemeinde Kenten. Der Vater des Appellanten hatte 1752 vom kurköln. Offizial ein „Mandatum manutenentiae pascendi oves sub districtu pagi Kenten“ erwirkt, das dieser jedoch in erster und zweiter Instanz kassierte. Obwohl im Besitz des Weiderechts ungehindert, schaffte von Frentz seine Schafe 1759 ab, wodurch die Sache zunächst in Vergessenheit geriet, bis von Frentz 1766 neue Schafe anschaffte. Von Frentz ließ auch seine Schafe noch auf Kentener Gebiet weiden, nachdem 1768 der Appellat das Mannlehen Kenten und Quadrath in einer Vergantung ersteigert hatte. Erst 1772 erhob Beissel von Gymnich Ansprüche.

Aktenzeichen : F 353/1201

Enthaeltvermerke : Kläger: N. Raitz von Frentz zu Schlenderhan (Schlenderhahn), (Bekl.)
Beklagter: N. Beissel von Gymnich zu Frens und die Gemeinde Kenten (Erzstift Köln, Amt Königsdorf; Kr. Bergheim), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Ferdinand Wilhelm Brandt 1777 - Subst.: Lic. Johann Joseph Flach - Lic. Johann Adolph Georg Brandt 1786
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Franz Philipp Felix Gress 1777 - Subst.: Dr. Philipp Jacob Rasor - Für den Ebf. von Köln: Dr. Franz Philipp Felix Gress [1764] 1778 - Subst.: Dr. Johann Wilhelm Mainone
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Offizial Köln (1772) - 2. RKG 1776-1805 (1534-1793)
Beweismittel: Botenlohnschein (Q 10). Kassationsurteile des Offizials Köln 1754 (Q 13, 14 und 34). Urteil der 1. Instanz (Q 32). Gedruckte „Kurzgefaßte An- und Ausführung der Erzstifft-Cöllnischen Gerechtsamen Puncto Privilegii de non appellando ...“, 1768 (Q 33). Teilungsvertrag des Hauses Hall, Güter in Kenten betreffend, 1534 (Q 41). Nachweise der Vorlage von Kautionsscheinen in Appellationsprozessen gegen Kurköln (Q 51, 55, 57). Kaiserliches Priviligium de non appellando des Erzstifts Köln 1570 (Q 53). Fünf Schriftstücke betr. das Privilegium de non appellando (Q 58-62). Q 53, 55, und 57-62 gedruckt.
Beschreibung: 7 cm, 292 Bl., lose; Q 1-62 außer 9*.




1668-1685 (1598-1682)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das Burglehen Altenahr samt Weingarten, Jagd- und Fischereigerechtigkeit. In einem Vertrag von 1598 hatte Reinhard Beissel seine Halbscheid des umstrittenen Gutes dem Dietrich Beissel übertragen, der vom Ebf. von Köln damit belehnt wurde. Durch Kaufund Tausch kam es in die Hand des Appellanten, der für den Bau eines Grabens bis zur Ahr 300 Rtlr. aufwandte und angibt, nach dem Heimfall des Lehens „ex nova gratia“ belehnt worden zu sein, weshalb der Appellat kein „ius ex agnatione“ geltend machen könne.

Aktenzeichen : F 371/1257

Enthaeltvermerke : Kläger: Werner Dietrich von Friemersdorf gen. Pützfeld, (Bekl.)
Beklagter: Wilhelm Friedrich Beissel von Gymnich zu Schmidtheim und Konsorten, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Leonhart Schommartz 1668 - Subst.: Lic. Johann Philipp Niderer - Lic. Bernhard Henningh 1682 - Subst.: Dr. Johann Heinrich Seiblin
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Nicolaus Höen 1671 - Subst.: Dr. Johannes Henricus Seiblin - Lic. Johann Eichrodt 1671 - Subst.: Dr. Johann Henricus Seiblin - Für den Ebf. von Köln: Lic. Johann Wallraff [1658] 1671 - Subst.: Dr. Franz Eberhard Albrecht
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurfürstl. köln. Hofkanzlei Bonn (1665) - 2. RKG 1668-1685 (1598-1682)
Beweismittel: Vertrag zwischen Reinhard Beissel von Gymnich und seiner Frau Margaretha geb. von Harff einerseits und Dietrich Beissel und Hildegard Ingenhoven andererseits 1598 (Q 5). Beschreibung und Taxierung des Grabens 1668 und 1670 (Q 10 und 26). Urteil der Vorinstanz 1668 (Q 11).
Beschreibung: 5 cm, 112 Bl., lose; Q 1-40.




1583-1623 (1563-1597)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Arrestanlage auf Wein des Appellaten als Bürger von Antwerpen in Köln wegen nicht gezahlter Renten der Stadt Antwerpen aus einer Obligation von 1547, die die Frau des Henrich Stein aus ihrer ersten Ehe mit dem Neusser Münzmeister Gerhard Abs mit in die zweite Ehe gebracht hatte.

Aktenzeichen : F 381/1283

Enthaeltvermerke : Kläger: Lucia van der Heggen, Witwe des Joachim von Fickenfort, Antwerpen, (Bekl.) und Hans von Fickenfort für sich und ihre Miterben
Beklagter: Henrich Stein, Neuss, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Jacob Cremer (Kremer) 1583 - Dr. Johann Gudelmann 1583 - Dr. Johann Gronenberger 1583 - Dr. Martin Brentzlein 1583
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wilthelm 1583 - Lic. Philipp Seiblin 1583 - Dr. Bernhard Kuehorn 1583 - Dr. Laurentz Vomelius 1583 - Dr. Johann Jacob Kremer 1583 - Dr. Henrich Stemmeler (Stembler) 1583 - Dr. Paulus Bochener (Buchner) 1583 - Dr. Henrich Fickler 1583
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Kurfürstl. Hohes Weltliches Gericht Köln 1574 - 2. Kurfürstl. köln. Kommissare 1580 - 3. RKG 1583-1623 (1563-1597)
Beweismittel: Verkauf des Rentbriefs an Gerhard und Christina Abs 1563 (281f.). Urteil 2. Instanz (Q 9).
Beschreibung: 10 cm, 460 Bl., lose; Q 1-24, 1 Beilage.




1592 (1583-1595)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf Teilung von Gut, Haus und Hof zu Vischeln im Kirchspiel Waldniel, Amt Brüggen im Fstm. Jülich (nicht Fischeln, Krefeld !), mit 31 Morgen Artland, von denen jeder erst 60 Rtlr., zu Zeiten des RKG- Prozesses aber schon 100 Rtlr. wert war. Das Gut gehörte einst Veit und Fria Vischelen, die zwei Söhne und eine Tochter hatten. Ihr Sohn Gerhard, der Vater der Appellaten, erhielt den Hof, den beiden noch minderjährigen Kindern wurde lediglich ein Heiratsgeld von je 250 Rtlr. ausgesetzt. Nach Erreichen der Volljährigkeit und Eheschließung verlangte der Appellant vergeblich den Betrag und forderte darauf seinen Anteil am elterlichen Erbe.

Aktenzeichen : F 392/1347

Enthaeltvermerke : Kläger: Peter zu Vischelen gen. Tulen, (Kl.)
Beklagter: Vormünder der Kinder des Gerhard zu Vischelen aus erster Ehe mit Petersche von Luttelforst, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Melchior von Zabern 1592 - Dr. Laurentius Vomelius 1592 - Dr. N. Vianden 1592
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann von Vianden (1595)
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Untergericht Waldniel 1583 - 2. Hauptgericht Jülich 1586 - 3. Jül.-berg. Hofgericht 1588 - 4. RKG 1592 (1583-1595)
Beweismittel: Vorakten (Q 7), darin: Zeugenaussagen (51-61, 129-182, 248- 278). Bescheinigung des Gerichts Waldniel über die Wertveränderung des Goldguldens im Amt Brüggen durch Kriegswirren 1594 (285f.).
Beschreibung: 9 cm, 293 Bl., lose; Q 1-7, 3 Beilagen.




1562- 1572 (1551-1570)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf das alte Wrangengut zu Widdig (Erzstift Köln, Amt Bonn; Rhein-Sieg-Kr.) mit 1,5 Morgen Weingarten. Während der Appellat als ursprünglicher Kläger behauptet, seine Frau habe das Gut von ihrem Vater Johann Wrange und dem gleichnamigen Großvater geerbt und Vischer habe es, als sie unmündig und im Ausland war, in Besitz genommen, gibt der Appellant an, es gekauft zu haben.

Aktenzeichen : F 395/1372

Enthaeltvermerke : Kläger: Peter Fischer (Vischer), Schöffe zu Widdig, und Johann Lange, (Bekl.)
Beklagter: Michael Holtzbutgen, Köln, (Kl.), im Namen seiner Frau Maria
Prokuratoren (Kl.): Dr. David Capito 1562 - Dr. Alexander Rebsteck 1562 - Dr. Christoffer Rebsteck 1562 - Dr. Laurentius Wilthelm 1562 - Dr. Henrich Portius 1562
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Philipp Seiblin 1562 - Dr. Laurentius Wilthelm 1562
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Gericht zu Widdig 1551 - 2. Vogt und Schöffen des Hohen Gerichts zu Bonn 1554 - 3. Kurfürstl. köln. Kommissare 1559 - 4. RKG 1562- 1572 (1551-1570)
Beweismittel: Bd. I: Namen und Alter der Zeugen (Q 9). Bd. II: Zeugenaussagen vor dem RKG (Q 11). Verzeichnis der Güter des Johann Wrange (Q 13). Bd. III: Vorakten, darin: Urteil 3. Instanz (104). Urteil 2. Instanz (153). Zeugenaussagen vor 2. Instanz (155-252). Urteil 1. Instanz (325). Zeugenaussagen vor dem Gericht Widdig (327-354). An den Vorakten Fragment des Schöffensiegels von Widdig.
Beschreibung: 3 Bde., 12 cm, 490 Bl.; Bd. I: 32 Bl., lose; Q 1-10 außer 5*; Bd. II: Bl. 33-136; Q 11-13; Bd. III: 7 cm, 354 Bl., gebunden; Vorakten, im Protokoll als Q 5 vorgesehen.




1612- 1615 (1612)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf drei Morgen Land und die Erträge davon aus den letzten fünfzehn Jahren sowie auf bewegliche Güter im Gesamtwert von 1200 Goldgulden.

Aktenzeichen : F 403/1394

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Friedrich(s) und Nicolaus Fischer, Goch, als Erben des älteren Johann Friedrichs, (Bekl.)
Beklagter: Georg Zehle namens seiner Frau Catharina Goltgens, Goch, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Friedrich Haug (1612)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Jacob Kolblein (Kölblin) 1612 - Dr. Sigismund Haffner 1612
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Stadtgericht Goch - 2. Fürstl. Hofgericht Kleve - 3. RKG 1612- 1615 (1612)
Beweismittel: Verhör des Richters von Goch 1612 (Q 8).
Beschreibung: 1,5 cm, 24 Bl., lose; Q 1-9, 3 Beilagen.




1624-1627 (1615- 1629)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch der Appellatin auf 2500 Frankfurter Wechselgulden zu je 65 Kreuzer und 272 Gulden flämisch, die der Appellant ihr bei der Frankfurter Messe schuldig geblieben war, und daraus resultierend Arrest auf Güter des Appellanten zu Rath (Hzm. Berg, Amt Porz).

Aktenzeichen : F 409/1430

Enthaeltvermerke : Kläger: Balthasar Fischet, Kaufmann, Köln, (Bekl.)
Beklagter: Maria Schluiß (Schleuß), Witwe des Jacob Jacobs, Clebach (?), (Kl.), später auch ihre Söhne Stephan und Jacob Jacobs
Prokuratoren (Kl.): Lic. Dietrich Dulman [1622] 1624
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Christian Schröter 1624 - Dr. Henricus Eylinck 1625
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Land- und Obergericht Bensberg 1615 - 2. Hauptgericht Porz 1617 - 3. Jül.-berg. Hofgericht Düsseldorf 1622 - 4. RKG 1624-1627 (1615- 1629)
Beweismittel: Bd. I: Urteil 1. Instanz 1617 (Q 4). Protokoll über die Immission und Taxation der Güter 1624 (65-79). Güterverzeichnis 1624 (96-97). Bd. II: Wechselbrief 1615 (11).
Beschreibung: 2 Bde., 13 cm, 494 Bl.; Bd. I: 6 cm, 148 Bl., lose; Q 1-32 außer 16* und 19*-28*, 18 Beilagen; Bd. II: 7 cm, 346 Bl., gebunden; Vorakten (im Protokoll als Q 16 vorgesehen).




1655-1668 (1645-1655)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Vollstreckung eines Urteils in Sachen Adam Friedrich ./. Propst und Konventualen des Klosters Heinsberg von 1645, wonach Friedrich nicht für die Schulden seiner Tochter Eva und ihres Mannes Leonhard Winandts haften muß, die diese als Pächter des Hammersheimer Hofes gemacht haben, und ihm daher die schuldigen 1400 Rtlr. plus 5% Zinsen auszuzahlen seien.

Aktenzeichen : F 415/1573

Enthaeltvermerke : Kläger: Adam Friedrich
Beklagter: Pfalzgraf Philipp Wilhelm und Konsorten: jül. Kanzler und Räte, der Vogt zu Heinsberg und der Gerichtsschreiber zu Geilenkirchen
Prokuratoren (Kl.): Dr. (Paul) Gambs (1655)
Prozeßart: Mandati de exequendo rem iudicatam cum clausula
Instanzen: RKG 1655-1668 (1645-1655)
Beweismittel: Urteil 1645 (Q 2). Kautionsschein der Eva Friedrich 1645 (Q 3).
Beschreibung: 4 Bl., lose; Q 1-3.




1602-1604 (1602- 1603)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage und Widerklage mit Anspruch auf 1000 Rtlr. Der Streit endete durch Vergleich 1603 dergestalt, daß Buissen der Witwe des Appellanten 175 Rtlr. erließ. Der Appellant hatte beanstandet, der Fall hätte erst in Xanten verhandelt werden müssen.

Aktenzeichen : F 424/1604

Enthaeltvermerke : Kläger: Diederich Fries, Xanten, (Bekl.)
Beklagter: Peter Buissen, Wesel, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): (Dr. Johann) Gödelmann (1602)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Walter Aach 1603
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Fürstl. Hofgericht Kleve (1602 ?) - 2. RKG 1602-1604 (1602- 1603)
Beweismittel: Vertrag 1603 (16f.).
Beschreibung: 17 Bl., lose; Q 1-6, 1 Beilage (vorgesehen als Q 7).




1592-1599 (1592- 1598)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Appellation gegen die Verurteilung durch ein nichtzuständiges Gericht. Im Sommer 1589 hatten Untertanen der Grafen zu Sayn und Wittgenstein im Hofer Wald im Kirchspiel Morsbach (Oberbergischer Kr.) Holz gefällt. Vor dem Abtransport nach Homburg ließen die Freiherren von Hatzfeldt das Holz von ihren Untertanen aus Friesenhagen, Kappenstein und Bettendorf (alle Herrschaft Wildenburg) einziehen, worauf die Appellaten sie mit je 30 Goldgulden Brüchten belegten und diesen Spruch vom Gericht zu Homburg bestätigen ließen. Die Appellanten vertreten die Auffassung, die Sache habe vor Schultheiß und Schöffen von Friesenhagen verhandelt werden müssen.

Aktenzeichen : F 430/1621

Enthaeltvermerke : Kläger: Adam von Friesenhagen und Konsorten: zahlreiche Einwohner von Friesenhagen, Kappenstein und Bettendorf, (Bekl.); Gebrüder bzw. Vettern Georg Heinrich, Sebastian Hermann und Wilhelm von Hatzfeldt zu Wildenburg
Beklagter: Heinrich Graf zu Sayn, Schloß Freusburg (Freisberg), und Ludwig Graf zu Wittgenstein, Heidelberg, beide Herren von Homburg (Oberbergischer Kr.), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Laurentius Wildhelm [1578] 1592
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Bernhard Kuehorn [1588] 1592
Prozeßart: Appellationis den Willenbergischen Ackerhof zum Hof genannt betreffend
Instanzen: 1. Hochgericht zu Homberg 1592 - 2. RKG 1592-1599 (1592- 1598)
Beschreibung: 4 cm, 104 Bl., lose; Q 1-12 außer 4*, 6*, 8*, Q 12 fehlt, 1 Beilage.




1680-1687 (1645-1684)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Abänderung eines von Kompromissaren gefällten Schiedsspruches (laudum) aus dem Jahr 1679, wonach der Kläger dem Abt 1231 Rtlr. aus zahlreichen verschiedenen Posten (z. B. Pferde, Wein, Hafer) zahlen mußte.

Aktenzeichen : F 435/1634

Enthaeltvermerke : Kläger: Gotfried von Friesheim, kaiserlicher Obrist, Aachen
Beklagter: Abt Johann Dietrich von Kornelimünster
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Conrad Albrecht 1680 - Subst.: Dr. Högele
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Bernhard Henningh (1680) - Dr. Johann Heinrich Seiblin 1680
Prozeßart: Citationis ad videndum reduci laudum ad arbitrium boni viri, sive adversus illud restitui
Instanzen: RKG 1680-1687 (1645-1684)
Beweismittel: Rechnung des Klägers von 1675 über Schulden des Abts seit 1646 (Q 3). Gegenrechnung (Q 4). Vergleichsvorschlag (Q 5). Auszug aus dem Hauptrechenbuch des Klägers (Q 7). Rechnungen und Quittungen. Atteste der Kupfermeister der Stadt Aachen 1677 (Q 26f.) und des Haupt- und Landgerichts Kornelimünster 1646 (Q 29). Kompromiß mit detaillierter Aufstellung der einzelnen Posten (in Q 36). Protokoll der Kompromissare (Q 41). Schreiben des Klägers an den Abt von Kornelimünster 1651 (Q 42 und 43). Pachtzettel über eine Kupfermühle 1646 (Q 44 und 45). Schultheißenrechnung, betr. den Kläger 1654 (Q 56). Kaiserliches Werbungspatent des Klägers für 1000 Kürassiere 1645 (Q 57) und des Feldmarschalls des Westfälischen Kreises, Wilhelm Freiherr von Lamboy, für eine Leibgarde von 500 Mann 1647 (Q 58).
Beschreibung: 3,5 cm, 177 Bl., lose; Q 1-64 außer 39*, 59a und b, 2 Beilagen.




1696-1711 (1694-1700)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf 38337 Rtlr. für gelieferte Waren und geleistete Vorschüsse sowie Aufhebung des vom Abt erwirkten Arrests auf Güter und Gefälle der Kläger, u. a. auf die Buschmühle, die dem Kläger als Pfand (loco pignorii) übergeben war, wegen einer Gegenforderung. Der Abt gibt an, bereits 1694 vor der Stadt Aachen wegen einer Forderung von 24004 Rtlr. geklagt zu haben, und verlangt die Rückverweisung dorthin, da keine Sache vor zwei Gerichten verhandelt werden könne.

Aktenzeichen : F 436/1635

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Albert und Anna Maria von Friesheim, verwitwete Buirette, als Erben ihres Vaters Albert von Friesheim, Aachen
Beklagter: Abt Goswin Bertrand und sämtliche Konventualen von Kornelimünster
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Conrad Albrecht 1696 - Subst.: Lic. Franz Peter Jung - Subst.: Lic. Wilhelm Heeser 1700
Prokuratoren (Bekl.): Lic. Conrad Franz Steinhausen (1696) 1700 - Subst.: Dr. Flender 1700
Prozeßart: Citationis ad videndum exigi debitum et se condemnari cum mandato de relaxando arresto sine clausula
Instanzen: RKG 1696-1711 (1694-1700)
Beweismittel: Das Protokoll enthält das wohl versehentlich eingetragene und später gestrichene Urteil von RKG 1781 (F 437/1636) vom 27. Okt. 1700 (7f.). Rechnungen 1651-1695, z. T. mit detaillierter Aufstellung der von Kornelimünster bezogenen Waren (Q 2-5). Auszug aus dem Aachener Protokoll 1694 mit einer Rechnung (Q 10). Urteile Aachen 1696 und 1698 (Q 11 und 25).
Beschreibung: 2,5 cm, 82 Bl., lose; Q 1-25 außer 12*.




1687-1714 (1650-1714)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf 22000 Rtlr., auf die sich Albert von Friesheim 1659 in einem Vergleich mit den Appellaten geeinigt hatte, als Ersatz für die Summen, die er seit 1650 für das vom 30jährigen Krieg schwer betroffene Ländchen von Kornelimünster ausgelegt hatte. Richter 1. Instanz hatten den Appellanten auferlegt, für die geforderte Summe Rechnung zu legen. Im Urteil vom 27. Okt. 1700 (Protokoll, 7-9) hob das RKG das Urteil der Vorinstanz auf und entschied, daß die Appellaten die umstrittenen 22000 Rtlr. plus Zinsen bezahlen mußten. Im Mandatum de exequendo von 1713 wurden der Bischofvon Paderborn, der König von Preußen und der Pfalzgraf als Exekutoren eingesetzt.

Aktenzeichen : F 437/1636

Enthaeltvermerke : Kläger: Johann Albert und Johann Peter von Friesheim (Freisheim), Anna Maria von Friesheim, verwitwete Buirette, und Anna Catharina Blanche geb. von Friesheim als Erben des Albert von Friesheim, (Bekl.)
Beklagter: Abt, Mannen von Lehen (Lehensgericht), Schöffen und die ganze Gemeinde des Ländchens von Kornelimünster, (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Conrad Albrecht 1687 - Subst.: Dr. Johann Hermann Schaiffer - Subst.: Lic. Wilhelm Heeser 1700 - Dr. Cornelius Lindheimer 1713 - Subst.: Dr. Ludwig Ernst Hert
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Heinrich Seiblin 1687 - Subst.: Dr. Högelen - Dr. Gothart Johann Marquart 1693 - Subst.: Dr. Johann Paul Fuchs - Dr. Georg Andreas Geibel 1712 - Subst.: Dr. (Cornelius) Lindheimer - Lic. Johann Conrad Helffrich 1714 - Subst.: Lic. Dimpfel
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Mannen von Lehen (Lehensgericht) von Kornelimünster 1686 - 2. RKG 1687-1714 (1650-1714)
Beweismittel: Aufstellung empfangener Zinsen auf das Kapital von 22000 Rtlr. (Q 8, 22, 25-27). Vorakten (Q 12), darin: Zeugenaussagen (72-79). Urteil 1. Instanz (97f.). Aufstellung über auf das Kapital empfangene Zinsen (122f.). Gedrucktes „Mandatum de exequendo uti et procedendo ...“ in Sachen „Haubtleuth unnd Gemeinen Landt Mann zu S. Cornelii Münster Gegen den Prälaten daselbsten“ 1670 (Q 16). Vergleich zwischen Albert von Friesheim und den Appellaten 1659 (Q 6, 21 und öfter). Zeugenaussagen 1687 (Q 30). Bericht des Nicolaus Prick junior von 1652, damals Buchhalter des Adolf von Friesheim, 1688 Professor an der Universität Marburg (Q 35). Vergleich 1659 (Q 37). Rechnungen 1650, 1657 (Q 44, 45, 48). Mandatum de exequendo 1713 (Q 66).
Beschreibung: 9 cm, 418 Bl., lose; Q 1-73 außer 41*, 1 Beilage. Vgl. RKG 1782 (F 439/1638).




1711 (1700-1711)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Durchsetzung von zwei 1700 und 1701 zwischen den Parteien geschlossenen Vergleichen über Forderungen des Hauses von Friesheim an das Land Kornelimünster.

Aktenzeichen : F 439/1638

Enthaeltvermerke : Kläger: Anna Maria geb. von Friesheim (Freisheim), verwitwete von Buirette, Maastricht, und Konsorten: Notar Johannes Offergelt, Aachen, als Kurator der Güter der verstorbenen Brüder der Anna Maria, Johann Albert und Johann Peter von Friesheim
Beklagter: Mannen von Lehen, Schöffen und gemeine Untertanen des Lands von Kornelimünster
Prokuratoren (Kl.): Dr. Cornelius Lindheimer 1711
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Cornelius Lindheimer 1711
Prozeßart: Extrajudicialis confirmationis transactionis
Instanzen: RKG 1711 (1700-1711)
Beweismittel: Vergleiche zwischen den Erben des Albert von Friesheim und den Mannen von Lehen 1700 und 1701 mit Bestätigung des Abtes von Kornelimünster und Beglaubigung des Richters und der Schöffen des königlichen Stuhls und der freien Reichsstadt Aachen (3-7).
Beschreibung: 12 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 3 Aktenstücke. Vgl. RKG 1781 (F 437/1636).




1606-1625 (1606-1625)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage wegen Rechtsverweigerung. 1604 hatte der Kläger den Heinrich Spieß von Bubenheim (Bübbelheim; Büllesheim ?) vor den fürstl. jül. Räten verklagt, er habe seine Frau zum Ehebruch verführt ( „carnaliter cognosciert“). Als er die Anklage öffentlich wiederholte und Drohungen ausstieß, wurde er wegen Diffamation inhaftiert. Wieder in Freiheit, soll er seinen Halbbruder umgebracht, einem Bruder ein Stück von der Nase abgebissen und Morddrohungen gegen Heinrich Spieß wiederholt haben. 1613 und 1625 wurde das Verfahren wiederaufgenommen, 1625 mit Friesheim als armer Partei.

Aktenzeichen : F 440/1639

Enthaeltvermerke : Kläger: Weinandt Friesheim, Jakobwüllesheim (Hzm. Jülich, Amt Nideggen; Kr. Düren)
Beklagter: Fürstl. jül. Räte
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johannes Pistorius (1606)
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Andreas Pfeffer (1606) 1607 - Dr. Conrad Fabri 1613
Prozeßart: Mandati de non impediendo prosequi litem cum clausula
Instanzen: RKG 1606-1625 (1606-1625)
Beschreibung: 2 cm, 38 Bl., lose; Q 1-9, 6 Beilagen.




1520 (1519-1520)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Nicht ersichtlich

Aktenzeichen : F 441/1647

Enthaeltvermerke : Kläger: Bartholomäus Frinck, Kaster (Kr. Bergheim)
Beklagter: Gertgin zum Pesch, Witwe des Goswin Frenke, Köln
Prokuratoren (Kl.): Dr. Conrad Swaebach 1520 - Dr. Matthias Reineck 1520 - Dr. Caspar Marth 1520 - Dr. Jacob Kreele (Krell) 1520
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen von Düren - 2. Meier und Schöffen des königlichen Stuhls und Stadt Aachen, eröffnet durch Vogt und Schöffen zu Bedburg - 3. RKG 1520 (1519-1520)
Beschreibung: 4 Bl., lose; Protokoll ohne Eintrag, 3 Aktenstücke.




1598-1600 (1592-1598)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Klage auf Exekution eines Urteils des Hofgerichts Düsseldorf von 1574 in Sachen Godhard Frisch ./. Engel Prummen (Prumen, Preumen) aus Steinstraß (Kr. Jülich) in einer Injuriensache. Frisch hatte zunächst am Gericht in Oberembt (Hzm. Jülich, Amt Kaster; Kr. Bergheim) geklagt (Urteil 1566). Über das Hauptgericht Jülich (Urteil 1569) kam die Sache nach Düsseldorf. Prummen appellierte 1575 an das RKG, das die Sache jedoch als nicht an das RKG devolviert zur Exekution nach Düsseldorf zurückverwies. Die Söhne des vermeintlichen Klägers geben an, ihr Vater sei seit zwölf Jahren tot, sie wüßten nichts von der Sache und hätten niemandem den Auftrag gegeben, am RKG eine Supplikation einzureichen. Der Prokurator der Brüder Frisch teilt dem RKG 1599 mit, daß weiteres Verhandeln nicht nötig sei.

Aktenzeichen : F 443/1649

Enthaeltvermerke : Kläger: Godhard Frisch bzw. seine Söhne Michel und Wilhelm, Kaster (Kr. Bergheim)
Beklagter: Herzog Johann Wilhelm von Jülich
Prokuratoren (Kl.): (Dr. Johann Melchior) Reinhardt 1598
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Vomelius Stappert [1594] 1598
Prozeßart: Mandati executorialis sine clausula
Instanzen: RKG 1598-1600 (1592-1598)
Beschreibung: 14 Bl., lose; Q 1-3. Vgl. RKG (P 756/2433).




1598-1614 (1579-1607)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf 23 Morgen Artland, ein Haus und Hof zu Gevelsdorf (Hzm. Jülich, Amt Kaster; Kr. Jülich), einen anderen Hof, Neuhof genannt, daselbst und Holzrecht im Gevelsdorfer Busch unter Berufung aufKapitel 74 und 108 des jül.-berg. Landrechts. Die umstrittenen Güter hatte Meya Lupgens ca. 1541 von ihren Eltern Theiß und Elsa Lupgens geerbt. Die jeweils andere Hälfte erhielt ihr Bruder Peter, Meya kaufte sie ihm jedoch später ab. Aus ihrer ersten Ehe mit Johann von Relshoven hatte Meya acht Kinder, aus der zweiten, 1534 mit Conrad Flocken geschlossenen Ehe stammt die Appellantin. Anstelle einer neuen Aussteuer hatten Meyas Eltern bei der zweiten Ehe ausdrücklich die daraus hervorgehenden Kinder als erbberechtigt erklärt. Die Tochter Maria aus erster Ehe heiratete Jacob Schrey. Ihr gemeinsamer Sohn war Rutte Schrey. Beim Tode Meyas forderten die Appellaten ihren ganzen Nachlaß.

Aktenzeichen : F 447/1684

Enthaeltvermerke : Kläger: Gerhardt und Nael die Flocken, (Bekl.)
Beklagter: Johann Schlussel und Hermann Zollner als Vormünder des Johann und des Goddart, der Kinder des Rutte (Rutger) Schrey und der Adelheit Reuter, Titz (Hzm. Jülich, Amt Jülich; Kr. Jülich), (Kl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Conrad Lasser 1598
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Conrad Lasser 1598 - Lic. Johann von Vianden 1598 - Dr. Walter Aach 1606
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen des Hauptgerichts Jülich 1583 - 2. Kommissare des jül.-berg. Hofgerichts Düsseldorf 1586 - 3. RKG 1598-1614 (1579-1607)
Beweismittel: Bd. I: Urteil der Kommissare des Hofgerichts Düsseldorf (Q 3). Bd. II: Vormundbestellung durch Vogt und Schöffen des Gerichts Titz 1579 (13-16). Zeugenaussagen vor dem Gerichtsschreiber des Hauptgerichts Jülich (224-248).
Beschreibung: 2 Bde., 6 cm, 276 Bl.; Bd. I: 1,5 cm, 26 Bl., lose; Q 1-11 außer 4* und 7*; Bd. II: 4,5 cm, 250 Bl., gebunden; Vorakten (im Protokoll als Q 4 vorgesehen).




1531-1561 (1451-1561)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf den zum größten Teil im Fürstentum Jülich, aber auch in dem Herzogtum Brabant gelegenen Nachlaß des Gottschalk von Harff und seiner Frau Johanna von Hoemen, den Großeltern des Klägers mütterlicherseits, u.a. ein Gut zu Berrenberg in der Herrschaft Heyden (Kr. Aachen), und Haus und Herrlichkeit Alsdorf (Kr. Aachen). Das Ehepaar hatte zwei Söhne, Johann und Daem, und vier Töchter, von denen Judith Kanonisse in Köln (St. Maria im Kapitol) und Cecilia Äbtissin in Heinsberg wurde. Schwaen (Swana) heiratete Dietrich von Battenberg, Herrn zu Stein, und wurde abgefunden. Alverade heiratete Wilhelm von Vlodorff, deren gemeinsamer gleichnamiger Sohn gegen seinen Cousin Wilhelm von Harff, Sohn des Johann von Harff und der Margarethe von Quadt (Quad), und gegen seine Cousine Johanna, Tochter des Daem von Harff und der Catharina von Palant, klagte, weil seine Mutter bei der Erbteilung übergangen worden sei. Die Beklagten vertreten dagegen die Auffassung, Alverade sei wie ihre Schwester Schwaen mit einem Heiratspfennig abgefunden worden. Der Herzog von Jülich verwies die Sache zunächst an das Hauptgericht Jülich; als dort nicht verhandelt wurde, wies er den Kläger an, an den Orten und Gerichten, wo die Güter sich befänden, zu klagen. Als Vlodorff die Universalforderung gegen von Harff und von Hatzfeldt abgeschlagen wurde, wandte er sich an das RKG.

Aktenzeichen : F 448/1688

Enthaeltvermerke : Kläger: Wilhelm von Vlodorp (Flodorff), Herr zu Odenkirchen, Dalenbroek (Dalenbruch, NL) und Leut (Leuth, Belgien) (Kl.)
Beklagter: Wilhelm von Harff (Harf, Harve), Herr zu Alsdorf, und Johann von Hatzfeldt, Herr zu Wildenburg, im Namen seiner Frau Johanna geb. von Harff, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Friedrich Rebsteck 1531 - Dr. Jacob Krell 1531 - Dr. Heinrich Rostock 1531 - Dr. Alexander Rebstock 1551 - Lic. Amandus Wolff 1551 - Dr. Anastasius Greineisen 1551 - Dr. Lucas Landtstraß 1551 - Dr. Ludwig Ziegler 1551 - Lic. Mauritius Breunlin 1551
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Simeon Engelhardt 1531 - Dr. Ludwig Ziegler 1531 - Dr. Ludwig Hirter 1531 - Dr. Michael von Kaden 1551 - Lic. Amandus Wolff 1551 - Lic. Mauritius Breunlin 1551 - Dr. Leopold Dickh 1551
Prozeßart: Appellationsprozeß
Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich auf Weisung des Herzogs Johann von Jülich, Kleve und Berg - 2. RKG 1531-1561 (1451-1561)
Beweismittel: Zeugenaussagen vor den RKG-Kommissaren, u.a. dem Dechant von St. Kunibert und Offizial in Köln 1537, 1541, 1544 (Bd. I, Q 22, 10 Zeugen; Bd. II, Q 36, 7 Zeugen; Bd. III, Q 41, 14 Zeugen). Bd. III: Heiratsverschreibung zwischen Wilhelm von Vlodorff und Alverade von Harff (588- 592). Heiratsverschreibung zwischen Johann von Harff und Margarethe von Quad 1481 (592-599). Heiratsverschreibung des Daem von Harff, Herrn zu Alsdorf, und der Catharina von Palant 1484 (600-609). Testament der Johanna von Hoemen 1506 (610-619). Erbteilungsbrief des Wilhelm von Vlodorff und der Alverade von Harff für ihre Kinder 1495 (619-624). Heiratsverschreibung zwischen Johann von Hatzfeldt und Johanna von Harff (628-635). Heiratsverschreibung zwischen Wilhelm von Harff und Alverade von Drachenfels 1514 (635 - 642). Heiratsverschreibung zwischen Wilhelm von Harff und Hellenberg von Plettenberg 1517 (642-649). Heiratsverschreibung zwischen Gottschalk von Harff und Johanna von Hoemen 1451 (649-657). Heiratsverschreibung zwischen Friedrich Herrn zu Hüls und Effgen (Eva) von Harff 1455 (657-667). Heiratsverschreibung zwischen Dietrich von Bronckhorst und Battenberg und Schwaen von Harff 1492 (667-672). Quittung des Wilhelm von Vlodorp für Gottschalk von Harffüber 1000 Gulden 1476 (Q 48).
Beschreibung: 3 Bde., 21 cm, 993 Bl.; Bd. I: 8 cm, 352 Bl., lose; Q 1-22 außer 16; Bd. II: 5 cm, Bl. 353-537, lose; Q 23-40 und a und b nach Q 38; Bd. III: 8 cm, Bl. 538-993, lose; Q 41-51. Prozeß war bis Nov. 1987 in völlig gestörter Ordnung in 5 Bänden. Vgl. ZAGV 8 (1886) S. 138.




1571-1582 (1550-1581)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Anspruch auf eine Jahresrente von 200 Goldgulden aus einer Obligation aus dem Jahre 1550, auf rückständige Zinsen seit 1563 und Einbehaltung der Pfänder (Häuser in Köln) bis zur völligen Begleichung der Schuld. Die Appellaten verlangen die Remission an die Richter voriger Instanz, da jede Sache an dem Gericht zu Ende geführt werden müsse, wo sie begonnen wurde. Vom Gericht zu Pulheim hatte die Klägerin die Immission in verpfändete Güter (Busch zu Pulheim) erlangt.

Aktenzeichen : F 449/1689

Enthaeltvermerke : Kläger: Catharina von Bylandt, Frau zu Leut (Leuth, Belgien), Well (Wel, NL) und Rijkholt (Rickalt, NL), Witwe des Balthasar von Vlodorp (Vlodroff, Flodorff), (Kl.)
Beklagter: Antonius Rinck, Köln, und seine Schwestern Odilia und Anna als Erben des Dr. Johann Rinck; Conrad von Bönen, Nicolaus von Moers, (Bekl.)
Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Vest 1571 - Dr. Sebastian Linck 1573 - Dr. Johann Stockle 1573
Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wilthelm 1571 - Dr. Ludwig Staell 1571 - Dr. Johannes Vest 1571 - Dr. David Capito 1571 - Dr. Johann Brentzlin 1572 - Dr. Bernhard Kuehorn 1575
Prozeßart: Appellationis
Instanzen: 1. Mannkammer der Dompropstei (Statthalter und Mannen von Lehen) Köln (1566) - 2. Gericht zu Pulheim (Kr. Köln) - 3. RKG 1571-1582 (1550-1581)
Beweismittel: Obligation des Antonius Rinck und seiner Frau Agnes Wasserfaß für Odilia von Hoemen, verwitwete von Vlodorp (Flodorff), Frau zu Odenkirchen und Rickalt, überjährlich 200 Goldgulden 1550 (Q 4).
Beschreibung: 7 cm, 197 Bl., lose; Q 1-53, 4a und b, Q 50*, 1 Beilage vor Q 30. Vgl. ZAGV 8 (1886) S. 139f.



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