Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
120.75.01 Essen, Stift, Urkunden

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-200 201-300 301-335 


898 Juni 4
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Zwentibold bekundet: Seine Gattin Oota und der Graf Otto haben ihn gebeten, dem Stift (coenobio) Essen (Astnide), das der Gottesmutter Maria, dem Erlöser, den Märtyrern Cosmas und Damian und allen Heiligen geweiht ist und in dem Wicburg den Stiftsdamen (famulabus) vorsteht, einigen Besitz aus seinem Eigentum zu schenken. Die von ihn daraufhin geschenkten Güter liegen bzw. sind: im Kölngau (in pago Colonieni) im Dorf Höningen (Hohingesdorp), in der Stadt Köln, in Sielsdorf (Selstena) und in Junkersdorf (Guntherisdorp), im Ahrgau (in pago Aregeuue) im Dorf Werthoven (Pissunhem) im ganzen 1 Salhaufe, die Kirche und 11 hörige (serviles) Hufen, im Kützgau (in pago Cuzzihgeuue) und im Kölngau in den Dörfern Kirdorf (Kirihdorp), Zieverich (Ciuiraha), Manheim (Mannunhem), Kützde (Cuzzide), Desdorf (Radesdorp), Gleuel (Cloulo) eine Salhufe mit 12 anderen Hufen und der Kirche, im Maifeldgau (in pago Magnensi) im Dorf Bruttig (Pruteca) Ackerland mit einem kleinen Hof (curtile) und Weinbergen, im Mühlgau (in pago Muolla) und im Jülichgau (in pago Iulihgeuue) in den Dörfern Holzweiler (Holtuuilare), Birsmich (Brismike), Zier (Curnilo), Güsten (Hustine), Dürboslar (Buhslar), Mürmeln (?) (Furtmala) eine Salhufe mit 20 anderen, und im Gau Tufla in Ascuuerid 1 Hufe. - Siegelankündigung. - Signumzeile mit Monogramm. - Rekognitionszeile: der Notar Waltger in Vertretung des Erzbischofs und Erzkanzlers Ratpot. Data 2. non. iun. a. inc. d. 898 ind. 1., a. vero regis piissimi Zuentebolchi 4.; actum ipso in monasterio sacrosancto die pentecoste Astnide nuncupato.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Rückvermerk: De Kiricthorp et Holzwilere (11./12. Jh.)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



947 Januar 15
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Otto I. bekundet: Hadewig, Äbtissin des Stiftes Essen (Asnidensis monasterii), das von dem Bischof Altfrid zu Ehren des Erlösers, der Gottesmutter, der heiligen Märtyrer Cosmas und Damian und aller Heiligen errichtet worden ist, hat ihn gebeten, das Stift in gleicher Weise mit königlicher Autorität auszustatten, wie dies unter seinen Vorgängern geschehen ist. Mit dem Rat der Erzbischöfe Friedrich (von Mainz) und Wichfried (von Köln) sowie der übrigen Bischöfe und Grafen gesteht er das freie Wahlrecht (electionis arbitrium) zu. Ferner bestätigt er jene Schenkungen von Königen und anderen Gläubigen, deren schriftliche Zeugnisse bei einem Brand des Stiftes vernichtet wurden. Dies sind: der ganze Zehnt zwischen den Flüssen Emscher (Embisccara) und Ruhr (Rura) vom Leither (Leatunia) Bach und der Mühle Icos bis nach Lirich (Lieriki) und Lippern (Leppera), den Erzbischof Gunthar von Köln mit Zustimmung des Papstes Nikolaus I. und aller Mitbischöfe und des Klerus geschenkt hatte, ausgenommen den Teil in Rellinghausen (Ruoldinghus) im Besitz von Eggihart und seiner Ehefrau Rikilt; die beiden Dörfer Homberg (Hohemberg) und Kassel (Cassella), die König Lothar (II.) geschenkt hatte, und den Hof in Huckarde (Hucrithi), den König Ludwig der Deutsche zusammen mit Ländereien in der Grafschaft Ekberts und Cobbos geschenkt hatte, sowie die Höfe Olst (Holsto), Archem (Arachem) und Irthe (Herte), die dem Unterhalt der Stiftsdamen dienen; von Karl (III.) den Hof zu Godesberg (Vuodenesberg); den Hof Beeck (Beki) von Ottos Großvater Herzog Otto, den König Heinrich (I.) noch bestätigt hatte. Er verleiht dem Stift Immunität und Zollfreiheit. Hierfür ist der Vogt auf Weisung der Äbtissin zuständig. - Signumzeile mit Monogramm. - Rekognition durch den Kanzler Bruno in Vertretung des Erzkanzlers Friedrich. - Zeugen (alle Namen werden durch Signum eingeleitet): Erzbischof Friedrich (von Mainz), Erzbischof Ruodbert (von Trier), Bischof Richgouuo (von Worms), Bischof Konrad (von Konstanz), Bischof Ulrich (von Augsburg), Bischof Reginbald (von Speyer), Bischof Poppo (I. von Würzburg), Abt Hadomar (von Fulda), Abt Hagano (von Hersfeld), Abt Halawich (von der Reichenau), Abt Hartbert (von Ellwangen), Abt Fastolf, Heinrich, der Bruder des Königs, Herzog Hermann (von Schwaben), Graf Konrad, Graf Eremfrid, Graf Gebhard, Graf Ekhard, Graf Hugo.Data 18. kal. feb. a.d. inc. 947 ind. 5. regn. pio rege Ottone a. 11.; actum Franconefurt.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Rückvermerk: De Cassela et Hohenberg (11./12. Jh.)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



[947]
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Papst Agapit II. an Hadwig, Äbtissin des Stiftes Essen (monasterii Asnidensis), das von Bischof Altfrid von Hildesheim (Hildensemensis) errichtet worden ist: Auf ihre Bitte und die Intervention des Königs Otto (I.) hin bestätigt er ihr das von seinem Vorgänger Zacharias file://fn@01 verliehene Privileg, das beim Brand des Stiftes vernichtet worden ist, und damit auch den Zehnten, den mit Erlaubnis desselben Papstes file://fn@02 und der Zustimmung aller Bischöfe und des ganzen Klerus der Erzbischof Gunthar von Köln zum Lebensunterhalt der Stiftsdamen bestimmt hatte, ferner das freie Wahlrecht, demzufolge die Stiftsdamen aus ihrer Mitte eine würdige Äbtissin wählen dürfen. Er unterstellt das Stift allein der Jurisdiktion der römischen Kirche und nimmt seine Besitzungen in seinen Schutz.
wohl verlesen aus Sergius
vgl. aber Urkunde Nr. 3, wo Papst Nikolaus I. als zustimmende Autorität genannt wird
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Abschrift13. Jh.



966 März 1
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Kaiser Otto I. bekundet: Auf die Intervention seiner Gattin Adelheid und seines Sohnes, des Königs Otto (II.) hin hat er den Stiftsdamen in Essen (Astnithe), die beständig Gott und den heiligen Märtyrern Cosmas und Damin dienen, den Hof Ehrenzell (in villa Ericseli), den er einst auf Bitten seines Sohnes Liudolf dessen Tochter Mathilde geschenkt hatte, nachdem dieser gestorben ist, geschenkt. Er liegt in der Grafschaft des Hoold und im Brukterergau (in pago Borhtergo). Der König verleiht dem Hof Immunität und nimmt ihn in seinen Schutz, auch gegenüber der Äbtissin und ihrem Vogt. Die Stiftsdamen und ihre Pröpstin haben jedoch hier Nutzungsrechte. - Korroboratio mit Siegelankündigung. -Signumzeile mit Monogramm. - Rekognition des Kanzlers Liudolf in Vertretung des Erzkaplans Wilhelm.Data kal. mart. a.d. inc. 966 ind. 9. a. regni d. Ottonis 31., imp. autem 5.; actum Diuspargo quod vulgariter dicimus Duisburg.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



993 Februar 5
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Otto III. bekundet: Seine Verwandte (neptis) Mathilde, Äbtissin des Stiftes Essen (Astnidensis), hat ihm die Urkunden seiner Vorgänger gezeigt, in denen diese den Stiftsdamen das Wahlrecht zugestanden und ihre Besitzungen in ihren Schutz genommen haben. Auf ihre Bitte und die Intervention des Erzbischofs Willigis von Mainz (Mogontine) hin erneuert er diese Privilegien und die Immunität [diese nach der Vorlage der Urkunde von 973 Juli 23; vgl. Monumenta Germaniae Historica, Reihe Diplomata, O II 49]. - Siegelankündigung. - Signumzeile und Monogramm. - Rekognition des Kanzlers und Bischofs Hildebald (von Worms) in Vertretung des Erzbischofs Willigis.Data non. feb. a.d. inc. 993 ind. 6., a. autem testii (!) Ottonis regnantis 10.; actum Astnide.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



997 April 18
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Kaiser Otto III. bekundet: Zu seinem und seiner Eltern Seelenheil und auf die Bitte seiner Verwandten (consanguinee), der Äbtissin Mathilde, hin schenkt er dem Stift Essen den Ort Brüggen (Bruggihem) im Gau Aringon und in der Grafschaft Rodegers mit den Höfen (villis) Hemmendorf (Hemmondorp), Ledi und Banteln (Bantanon) im Gau Gvtlingon. Mathilde und ihre Nachfolgerinnen können über die Güter zugunsten der Stiftsdamen frei verfügen. - Siegelankündigung. - Signumzeile und Monogramm. - Rekognition wie in der vorigen Urkunde.Data 14. kal. maii a.d. inc. 997 ind. 10., a. vero tertii Ottonis regnantis 14. imp. autem 1.; actum Trutmannie.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1003 Februar 23
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Neuausfertigung der noch unverfälschten Urkunde Heinrichs II. vom gleichen Tage, erweitert um die Erwähnung der von Otto III. geschenkten Güter in Brüggen [vgl. Urkunde Nr. 7 von 997 April 18]. Diese Neuausfertigung ist sonst in allen Teilen mit der Urkunde Nr. 8 gleichlautend. Sie muss nach Bresslau [s. Monumenta Germaniae Historica, Reihe Diplomata, H II 39 b] bis 1004 entstanden sein.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Rückvermerk: de Bruggehem (12. Jh.)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1003 Februar 23
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Heinrich II. bekundet: Seine Verwandte Mathilde, Äbtissin des Stiftes Essen, hat ihm die Urkunden seiner Vorgänger vorgelegt und um deren Bestätigung gebeten. Ihre Bitte wurde von der Königin Kunigunde unterstützt. Er nimmt daher die Stiftsdamen mit allem Besitz und Leuten (locis et familiis) in seinen Schutz und bestätigt ihnen das Wahlrecht und die Immunität. <Er verfügt, dass Äbtissin und Konvent gemeinsam den Vogt wählen sollen, und dieser darf nicht in der Äbtissin Stadt Essen (Astnide), sondern nur außerhalb zu Gericht sitzen; an den abteilichen Gütern darf er sich kein Recht anmaßen.> file://fn@01 - Siegelankündigung. - <Zeugen: der Graf Bruno, der Vogt Ascericus, Bruno der Schulte Frethebernus, Bezelin, Everwin, Ludolf, Widekin, Hezel, Volkard, edle Herren.> - Signumzeile und Monogramm. - Rekognition des Kanzlers Egilbert in Vertretung des Erzkaplans Willigis.Data 7. kal. mart. a. inc. d. 1003 ind. 1., a. vero d. Heinrichi regnantis adhuc 1.; actum Nouiomagi.
<...> Die Bestimmung über die Vogtei, ein Teil der Siegelankündigung und die Zeugenliste sind von einer Hand des 13. Jhs. auf Rasur an Stelle der ursprünglichen Siegelankündigung und Korrobation interpoliert
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1027 Januar 10
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Erzbischof Pilgrim von Köln bekundet: Er hat mit der Äbtissin Sophia von Essen (Asnithe), der Tochter des Kaisers Otto II., einen Vergleich geschlossen in einem Streit zwischen ihrem Stift und seiner Domkirche. Die Äbtissin hatte der Synode, vor die er sie geladen, eine Urkunde des Erzbischofs Gunthar vorgelegt, in der dieser den ganzen Zehnten zwischen Ruhr (Ruram) und Emscher (Embescara) dem Stift abgegrenzt und bestätigt hatte. Bei genauerer Nachprüfung ergab sich, dass das Stift nur einen Teil dieser Zehnten inne hatte, ohne dass die Äbtissin sagen konnte, wie sie den anderen Teil verloren oder ob sie ihn je wirklich besessen hatte. So war denn dieses schriftliche Zeugnis wertlos, und seine Vorgänger hatten dem Stift auch den anderen Teil des Zehnten bestritten. Um die Schenkung seines Vorgängers Gunthar nicht ganz außer Kraft zu setzen und da das Stift den Zehnten, wenn auch nicht unbestritten, inne gehabt, stimmt der Erzbischof auf Bitten der Äbtissin und des ganzen Konvents dem Vergleich zu und überträgt den Zehnten, den er zuerst für sich in Anspruch genommen hat, dem Hauptaltar des Stiftes. Er reicht vom Haus Üchting (Huhtonis) bis Hordel (HorIon) und Ückendorf (Huchintorp) und zum Hof der Söhne Wracharias, von Rodensehl (Rothianseli) bis Weitmar (Wetmare) und zum Hof Adoluas und bis zur Ruhr und bis zum Rellinghauser Bach (Tugilesbachi), dazu die Hälfte von Fugalinghuson [Oediger] oder Frilenhusen [Wisplinghoff] file://fn@01 bis zur fränkisch-sächsischen Grenze (ad marcam Francorum et Saxonum) und bis zum Weiher (vivarium) Wendon und bis zum Tal des Frithebaldus, und in Gladbeck (-bechi) ein Haus an der Wegteilung und bis Lirich (Liurichi) und Lippern (Liaperon) und zur Emscher (Embiscara) und bis zum Haus Üchting. Der Pfalzgraf Ermfried überträgt als Vogt für die fränkischen (in Francia) Besitzungen dem Erzbischof 12 Hufen und 24 Hörige: 5 Hufen im Dorf Büttgen (Budecho) mit 4 Forsten. 3 in (Dür-)Boslar (Buoslare) bei Aldenhoven (-houon), 3 in Kelz (Keleso) und 1 in Birsmeke. Der Erzbischof kündigt sein Siegel an und erwähnt die Zustimmung des Königs Konrad (II.) und des Stiftsvogtes Bernhard. - Zeugen: Erzbischof Pilgrim, Bischof Sizzo, Propst Hermann, Propst Odelolf, der Magister scolarum Reginbold, der Domkustos Eigilward, der Dekan Ruozelo, der Kapellan Bezelin, der Kapellan Hanzelin, Pfalzgraf Ernfried, Eigilmar, Gerhard.A.d. inc. 1027 ind. 4. id. ian., regn. Cuonrado rege a. 3., a. autem episcopatus Piligrimi archipresulis 5.; aeta sunt hec Asnithe ad cornu altaris eiusdem Asnithensis ecclesie.
Beide Lesarten entsprechen kaum dem noch erkennbaren Befund
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1028 Mai 24
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Kaiser Konrad II. bestätigt auf Bitten der Äbtissin Sophia von Essen (Astnidensis), Schwester Ottos III., und auf Intervention der Kaiserin Gisela und seines Sohnes Heinrich sowie des Erzbischof Pilgrim von Köln nach dem Vorgang Kaiser Ottos III. [vgl. Urkunde Nr. 6 von 993 Februar 5] dem Stift das Wahlrecht, den Besitz, den Königsschutz und die Immunität. - Signumzeile mit Monogramm. - Rekognition des Kanzlers Odalrich in Vertretung des Erzkanzlers Aribo.Data 9. kal. iun. ind. 11. a.d. inc. 1028, a. autem d. Chuonrade II. regn. 4., imp. vero 2.; actum Trutimanni.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



[1039-1058]
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin Theophanu stiftet zur Feier ihres Jahrgedächtnisses: an ihrem Todestag 30 Schillinge für die Priester, 12 zur Feier der Messe bis zum 30. Tag, 5 als Almosen für die Armen, am nächsten Tag 2 für die Armen, am dritten Tag oder dem Tag des Begräbnisses 5 für die Armen, am vierten bis siebten Tag je 2 Schillinge, am achten Tag 30 Pfennige, danach an jedem siebten Tag 30 Pfennige, dazwischen täglich 3 Pfennige bis zum 30. Tag, an diesem Tag 5 Schillinge, dazu den Pilgern (peregrinis) und anderen Bedürftigen weitere 5 Schillinge, den 30 Priestern ebensoviel Pfennige für die Feier der Messen, ihre Zahl ist gegebenenfalls durch ihre (meis) Brüder in Werden (de sancto Liudgero) zu ergänzen. In den obersten Fächern dieses Schreins findet sich, was verteilt werden soll. Am zweiten 30. Tag und an allen weiteren 30. Tagen bis zum Anniversarium 12 Pfennige für ebensoviel Messen und 18 Pfennige als Almosen, dazwischen täglich je 3 Pfennige zum Almosen und für Messen, das macht pro Monat - außer dem ersten - 17 Schillinge, die in den anderen Fächern zu finden sind. Am Jahrestag 30 Pfennige für 30 Messen, für 100 Arme 5 Schillinge aus dem untersten Fach, dort findet man auch noch 30 Pfennige für die verbleibenden 5 Tage. Die drei Frauen erhalten 3 Schillinge, damit sie den Psalter am Grab singen. Sie ermahnt die Kanoniker und Stiftsdamen (fratres et sorores), sich ihrer Liebe stets zu erinnern; es sind: die Dekanin Suanaburg, Adelheid, Suanehild, Hadewig, Emma, Mazaka, Mazaka, Hizela, Sigeza, Wendela, die Pröpstin Gepa, die Priester Heinrich, Brun, Hermann, der Diakon Eilbraht, die Priester Everwin, Popo, Guntram, ferner Wezel, Altom, Okger, Gebhard, Hermann, Frikoz, Berta, Oda, Richlind, Wazala. Sie setzt dem Konvent (congregationi) zu jedem Monatsletzten (trigesimo die) für ein Jahr je 46 Pfennige aus, ebenso für Rellinghausen (Rolekhusen) 29 Pfennige, für Gerresheim (Gerrikesheim) 34 Pfennige und nochmals 34 Pfennige für Gerresheim am Jahrestag. 6 Schillinge 1 Pfennig sind für die Beleuchtung, für alle Monatssiebten je 5 Pfennige; davon sollen jeweils 10 Lichter bei Nacht aufgestellt werden, und zwar je eines im Münster, in der Krypta, in der Kapelle der Äbtissin, in der Pantaleonskapelle, bei der heiligen Maria, in St. Johann, in St. Quintin, in St. Gertrud, in Rellinghausen und in Gerresheim.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1041 Juni 13
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Heinrich III. bekundet: Theophanu, Äbtissin des Stiftes Essen, hat ihn gebeten, dem Ort Essen zu seinem und seines Vaters Seelenheil die Abhaltung eines Jahrmarktes zu gewähren. Diesem Wunsch hat er sich nicht verschließen wollen und verleiht auf Intervention des Erzbischofs Hermann von Köln dem Stift für den Ort (in villa) einen sechstägigen Jahrmarkt, der je drei Tage vor und nach Cosmas und Damian [September 27] stattfinden soll. Alle Kaufleute und alle anderen Interessenten haben das Recht (liberam potestatem) zu kommen, zu gehen und zu bleiben. - Korroboratio und Siegelankündigung. -Signumzeile und Monogramm. - Rekognition des Kanzlers Eberhard in Vertretung des Erzkaplans Bardo.Datum id. iun. a.d. inc. 1041 ind. 9. a.d. Heinrici regis III. ordinationis vero eius 13., regni 3.; actum autem in eodem loco Astnide.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



[1085 Februar-1085 März]
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Kaiser Heinrich IV. bekundet: Swanhild, von Gottes Gnaden und mit kaiserlicher Zustimmung (concessione) Äbtissin des Stiftes Essen, hat ihn gebeten, die Schenkung zu bestätigen, die sie zu ihrem und ihrer Eltern Seelenheil aus ihren ererbten Gütern mit Zustimmung ihres Bruders Burghard und seiner Ehefrau Williberga dem Stift gemacht hat; Geisseren (Gesseron), Werrich (Vuedereke), Hückeswagen (Hukengesuuage), in Budenbonen die Hufe Meinhards, in Osterfeld (-uelde) das Gut Wiberts, in Birge das Gut Folmars, in Dasbeck (Thasbeke) das Gut Rotholfs und seiner (Ehefrau ?) Lucia. Ferner ihre Ministerialen Adelhard und Gisela mit ihren Kindern Adelheid, Hizaka, Regilind, Grimold, Rotholf, Gerhard. Der Kaiser nimmt diese Güter in seinen Schutz und bestätigt die Schenkung unter seinem Bann. - Siegelankündigung. - Dies ist geschehen auf einer Synode zu Mainz (Magontiensi) in Gegenwart von drei apostolischen Kardinallegaten, der Erzbischöfe Wezelin von Mainz, Sigewin von Köln, Liemar von Bremen (Bremense) und der Bischöfe Erpo von Münster (Monast.) und Konrad von Utrecht (Traiect.). - Signumzeile mit Monogramm.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Nicht beglaubigtes Empfängerkonzept



1142
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Erzbischof Arnold I. von Köln: Auf die Bitten der Äbtissin Ermentrudis von Essen und die Klagen des dortigen Konvents hin hat er, das ganze Gewicht seines Amtes aufbietend, den Ministerialen des Stiftes 6 Häuser wieder entrissen, die diese der Abtei für ihren eigenen Bedarf wiederrechtlich entwendet hatten, und sie den Stiftsdamen restituiert. - Es siegelt der Aussteller. - Die Namen der Usurpatoren: Gebhard, Konrad, Widelogis, Gebhard, Friedrich, Edelger, Mathilde, Hasceka. - Zeugen: Arnold, Kanzler und Dompropst, Theobald, Propst von St. Severin, Dietrich, Propst von St. Aposteln, Pfalzgraf Otto; vom Stift Essen: Äbtissin Ermentrudis, Pröpstin Adelheid, Odelhild, Oda, Gerhard, Kleriker, Hermann, Friedrich, Graf Adolf, Goswin von Heinsberg (Hinesberge), Dietrich von Broich (Bruke), Wezelin von Strünkede, Rutger von Horst, Robert, Berthold, Kämmerer, Gebhard, Truchsess, Otker, Marschall, Winnemar, Konrad, Segebert, Friedrich, Bernhard, Hermann, Heinrich, Dietrich, Walcon.Actum est Colonie in publico conventu a. ab inc. d. 1142.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1142 Juni 13
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Äbtissin Irmentrudis von Essen: Nachdem unter ihren Vorgängerinnen Stiftsdamen und Kanoniker aus reiner Gefälligkeit den Ministerialen aus Furcht vor äußeren Feinden, in einer Zeit des inneren Friedens und wegen der nachbarlichen Lage der Kirchen Wohngemeinschaft in der Immunität gewährten, haben diese in der Folge daraus erb- und lehnrechtliche Ansprüche abgeleitet. Die Äbtissin hat vor Königen, Bischöfen, Fürsten, Geistlichen und Laien ihr Recht gesucht und schließlich am 13. Juni 1142, im 5. Regierungsjahr König Konrads III. vor dem geistlichen Gericht in Köln gegen Zahlung von 12 Mark einen Vergleich erzielt. Hierbei waren zugegen: Erzbischof Arnold I. von Köln, Arnold, Kanzler und Dompropst, die Kölner Pröpste Bruno, Gerhard, Thiebald, Dietrich, Berno und Berenger mit Dekanen und Magistern; ferner die Laien Graf Adolf, Graf Goswin, Dietrich von Broich (Broke), Wezelin von Strünkede (Strunkethe) und Rutger von Horst (Hurst) mit anderen Freien und Ministerialen. Als Getreue der Äbtissin waren zugegen und stimmen zu: die Stiftsdamen Adelheid, Pröpstin, Mathilde, Odelhild, Oda; die Kapelläne Gerhard, Hermann und Friedrich; die Ministerialen Berthold mit den obersten Hofbeamten und Winnemar mit Guideloga und deren Kindern. - Veröffentlicht, gebilligt und besiegelt im Stift. Auf einer allgemeinen Synode wurde ferner hierzu ein erzbischöfliches Privileg ausgestellt.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



[1148-1154]
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Äbtissin Hadwig von Essen: Elisabeth, die Küsterin des Stiftes, hat vielfach Klage darüber geführt, dass ein gewisser Hermann ihr die Rente von einer Hufe an einem Ort namens Balco nicht gezahlt habe, die früher den Küsterinnen des Stiftes gezahlt wurde. Als darauf die Äbtissin den Fall untersuchte, behauptete Hermann, die Rente gehöre ihm und dies könne er urkundlich belegen. Die von ihm vorgelegte Urkunde wurde jedoch als gefälscht erkannt und kassiert. Um weiteren Streitigkeiten vorzubeugen, wurde folgender Vergleich erzielt: Hermann und seiner Nachfolger (successores) sollen, unbeschadet der stiftischen Rechte, alljährlich zu Martini 3 Schillinge an die Küsterei zahlen und dürfen die Hufe behalten. - Es siegelt die Ausstellerin. - Zeugen: Sophia, Kapellanin, Elisabeth, Küsterin, Mathilde, Kellnerin, Hermann, Dekan, Eremfrid, Drost, Konrad, Marschall.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1159
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Erzbischof Arnold von Mainz (Maguntine sedis) bekundet: Der Priester Dietmar, Pastor von (Ober-)Weimar (Gvimare), hat gegen die Kirche von Fronhausen (Vronehusen) Klage geführt und behauptet, sie unterstehe eigentlich seiner Kirche als Filiale. Es stellte sich heraus, dass der Dompropst Hartmann bereits im Auftrag des Erzbischofs Heinrich den Fall entschieden hatte. Die Äbtissin Irmentrudis von Essen, die Grundherrin der Kirche war, hatte erklärt, die Kirche habe schon seit über 30 Jahren ihre Freiheit behauptet. Aufgrund der Dekretalen und kaiserlicher Verfügungen (constitutiones) gebietet diese Frist dem Kläger Stillschweigen. Der Aussteller bestätigt erneut die Freiheit der Kirche. - Zeugen: Hartmann, Dompropst, Arnold, Kustos und Propst von Erfurt (Erpesfordesidis), Sigelo, Dekan und Kämmerer, Hugo, Kantor, Hetczekin, Propst von St. Moritz, Baltwin, Propst von Heiligenstadt (Heilegenstat)„ Hartmann, Abt von St. Alban, die Kapellane Konrad, Ruding, Heinrich, Dragebodo, Winter, die Laien Gottfried Graf von Spaenheim, Konrad, Waldgraf (comes silvestris), und sein Bruder Emicho, Wolfram vom Stein (de lapide) und sein Sohn Siegfried, die Ministerialen Helprich, Vitztum, Wicnand, Arnold Magnus, Salemann, Wernher, Helmwig, Drost, Friedrich, Schenk, Godebold, Hartwich, Hartmut, Marschälle.Acta sunt hec a. dom. inc. 1159, ind. VII., regnante glor. imp. Frederico huius nominis primo.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Rückvermerk: abdey (16. Jh.)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1164
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin Hadwig von Essen bekundet: Eine gewisse Helmburg ist durch die Übernahme eines Gutes in Vaersthausen (Uorsthusen) gegen eine jährliche Zahlung von 2 Pfennigen oder der entsprechenden Menge Wachs aus ihrem freien Geburtsstand in den Stand der Wachszinsigen übergewechselt, indem sie sich mit ihren Töchtern Helmburg und Reimud dem Altar der Muttergottes und der Märtyrer Cosmas und Damian übergab. Im Jahre 1164 aber suchte Berthold, Kämmerer der Äbtissin, die Töchter seinem Amt zu unterstellen. Die Küsterin Elisabeth indessen bewies mit Hilfe des Grafen Robert und des Wachszinsigenmeisters (cerariorum magistri) Wibert, dass jene dem Altar und nicht der Kammer gehörten. - Zeugen: Graf Robert, Küsterin Elisabeth, Dekanin Gerbergis, Sophia von der Kammer (de camera) Scholasterin Oda, von den Kapellänen der Dekan Hermann, Berthold und Godeschalk, sowie die Hofbeamten (curie officiales) Eremfrid, Drost, Berthold, Kämmerer, Godefried, Schenk, Gebhard, Marschall, Konrad, Stallmeister (pabularius); vom Küsteramt: der Bäcker Gerhard, der Kürschner Hildebrand, Heinrich Ruscho, der Kürschner Siegfried, Heribert, Sohn des Wezelin. - Es siegelt die Ausstellerin.Actum est hoc. a. superius dicto, ind. XII., Fritherico imp. ... regnante, Reinoldo Colon. electo presulatum tenente, sub Everhardo comite, ecclesie nostre advocato.Poenformel mit Bannandrohung.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



[1170]
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin Hadwig von Essen bekundet: Ein stiftischer Ministerialer namens Hermann in Brungelinchusen hat dem Ministerialen Heinrich, Schulte in Vehusen ein Lehen in Brungelinchusen und Hermann, den Wirtschafter des Hauses, für 78 Mark überlassen; dabei wurden 2 Mühlen, 2 Fischteiche, 1 Wiese und 3 Joch Ackerland ausgenommen, die er der Äbtissin aufließ, damit diese sie ihrem Drosten Eremfrid zu Lehen geben kann. Später hat Hermann den Zoll, den er von der Äbtissin zu Lehen hatte, Heinrich für 12 Mark überlassen. Dies ist vor der Äbtissin im Beisein der Kanoniker (clericis) und der Ministerialen geschehen. - Zeugen: Kunigunde, Pröpstin, Sophia, Kapellanin, Hermann, Dekan, Gottschalk, Giselbert, Hetholf, Ortliev, Ambrosius, Eremfrid, Drost, Daniel, Kämmerer, Konrad, Stallmeister, Hermann von Vihfusen, Walikon von Koienhorst und sein Sohn Sibert, Hermann Niger und sein Bruder Sibert, Hemmo von Horst, Walthelm von Ringeldorf (Rengelinthorp), Altoin von Steingraben (-grauen), Ludolf von Esterne. - Es siegelt die Ausstellerin.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1170
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Hadewig, Äbtissin des Stiftes Essen, kauft von dem Ministerialen Johann das Lehen Herweberge und überträgt es dem Konvent und den Klerikern des Stiftes zur Feier eines Anniversariums mit der Bestimmung, dass aus dem Ertrag jährlich an den Konvent 1 Mark, an die Kleriker, die Kongregation in Rellinghausen (Rulenkhusen) und die Brüder in Stoppenberg (Stophe[nberg]) je eine halbe Mark zu zahlen ist. Die Äbtissin hat dies durch den bischöflichen Bann bekräftigen lassen. - Zeugen: Kunigunde, Pröpstin, Gebirgis (!), Dekanin, Mechthild, […,] Scholasterin, Hermann, Priester und Dekan, […] Gebhard, Diakon, Hermann, Diakon, Rudolf, Subdiakon, Ambrosius […,] Marschall, Bertolf, Schenk, Werner von […,] Heinrich von Harpen (-e), Rutger und sein Bruder W[...,] Hermann von Meerbeck (Merbeche), Hermann von Rotthausen (Rothusen) […].Acta sunt hec. a.d. inc. nostri Iesu Christi 1170 ind. 3., regnante et imperante gloriosissimo imp. Friderico huius nominis I. a. regni eius 3 (.!), imp. vero 15., regente venerabili d. Philippo Colon. archiepiscopo. file://fn@01
Ferner wird auf die Regierungszeit der Äbtissin Hadewig noch einmal Bezug genommen und der Vogt, Graf Everhard von Altena, erwähnt
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1197
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin Elisabeth von Essen bekundet: Die Freie Werensvidis und ihre Nachkommen haben sich der heiligen Maria und den Märtyrern Cosmas und Damian in Essen als Wachszinsige übergeben; die älteren zahlen dem Altar für 2 Pfennige Wachs; bei der Heirat geben die Frauen der Küsterin ein Ziegenfell oder 12 Pfennige, die Männer bei ihrem Tod das Beste Stück ihrer Rüstung oder ihrer Kleidung, die Frauen beim Tod das beste Kleid. Diese Urkunde wird der Familienangehörigen Menburg von Orsoie übergeben. - Zeugen: Hofkapelläne Ambrosius, Berthold, Johann, die Hofbeamten Gottschalk, Drost, Berthold, Schenk, Wolfram, Kämmerer, Rutger, Marschall, die stiftischen Ministerialen Hermann von Altendorf (Altendorpe) und seine Brüder Heinrich Holstein, Heidenreich von Sceuene. - Es siegelt die Ausstellerin.Acta sunt hec a. dom. inc. 1197, ind XV., regn. imp. Henrico, Adolpho archiepiscopo in Colonia, Arnold advocato in Asnida.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1202
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Friedrich, Dekan des Stiftes Xanten (Xanctensis ecclesie), bekundet: Die Kanoniker und Stiftsdamen von Essen haben vor dem Propst Gerhard Gottfried von Rudebuch verklagt, weil er ihnen für die Hufen hupper hethe Pellande bei der Kirche in Geseren und für den dortigen Zehnten aus acht Jahren 14 Schillinge 3 Pfennige und 1 Obolus schuldete. Der Propst hatte ihn mit der Erledigung beauftragt. Der Ritter Gottfried gab vor ihm auch zu, 11 Schillinge 2 Pfennige und 1 Obolus schuldig zu sein. Für die Zahlung wurde ihm Johann Baptist [Juni 24] als Termin gesetzt, diese Frist aber noch einmal bis Lamberti [September 17] verlängert. - Zeugen: die Xantener Kanoniker Heinrich und Hermann, Priester, Gottfried, Kantor, Bernhard, Gerhard, Kustos, Gerhard von Lon, Gyso, Hugo, Priester in Geseren, Geldolf und Volkuin Asth. - Es siegelt der Aussteller.Datum Xanct(en) a. dom. inc. 1202.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1216 Februar 26
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Aleidis, Äbtissin des Stiftes Essen, bekundet: Sie hat mit Zustimmung des ganzen Konvents den Hof Ehrenzell (Hericsele), der früher der Pröpstin und dem Konvent gehörte, der Pröpstin Elisa mit allen Rechten übertragen. Im laufenden Jahr werden aber sie selbst oder der Konvent den Hof durch die Zahlung von 115 Mark Kölner Münze wieder auslösen, die von Elisa in der Wirtschaftsführung des Hofes bis dahin getroffenen Maßnahmen werden hiervon jedoch nicht berührt; sie darf allerdings während dieses Jahres in Ehrenzell keinen Schulten einsetzen. Wird der Hof nicht in diesem Jahr ausgelöst, so kann Elisa ihn auf Lebenszeit behalten, danach soll er wieder der gemeinsamen Nutzung durch den Konvent dienen gemäß dem Privileg Kaiser Ottos von 966. Die Äbtissin und als Bürge der Propst Gerhard von St. Aposteln in Köln beschwören diese Bedingungen vor dem Propst Arnold von St. Gereon. - Zeugen: die Pröpste Arnold von St. Gereon und Gerhard von St. Aposteln in Köln, Arnold, der Bruder des Vogtes, Reiner, Kölner Kanoniker, Liudolph, Priester, Everhard, Kanoniker von St. Maria in Utrecht (Traiecto). - Es siegelt die Ausstellerin mit ihrem und dem Siegel des Kapitels.At sunt hec in ecclesia Essend(iensi) in presentia totius conventus a. verbi incarnati 1216, V. kal. martii, feria VI.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1224
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Aleydis, Äbtissin von Essen: Im Stift Essen sind die Präbenden so dürftig, dass die dort Gott dienenden kaum das Nötigste haben. Aus diesem Grund beschließt sie mit dem Rat guter Männer und im Einvernehmen mit dem Kapitel, dass die Kirchen in Paffendorf (-dorpe) und Holzweiler (Holtwilre), deren Patronatsrecht ihr als Äbtissin (ratione abbatie) in vollem Umfang zusteht, künftig bei Vakanzen den Priester aus ihrer und ihrer Nachfolgerinnen Hand entgegennehmen, vom Archidiakon aber die cura animarum. Die Priester sollen sich mit dem ihnen zugewiesenen Anteil zufrieden geben und von ihren Einkünften (iuribus) die Abgaben an Bischof, Archidiakon und Landdekan bestreiten. Was dann in Paffendorf noch übrig ist, dient dem Unterhalt der Damen, die jedoch aus ihrem Speicher den Kanonikern jährlich 15 Malter Weizen zuweisen. Die Überschüsse aus Holzweiler dienen dem Unterhalt der Kanoniker. - Es siegeln die Ausstellerin und das Kapitel.Acta sunt autem hec. a. dom. inc. 1224, regn. invict. Rom. imp. Friderico et glor. rege Heinrico et ven. Colon. archiepiscopo Engelberto.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Rückvermerk: Incorporatio ecclesiarum in Holtzwylren et in Paffendorpe (13./14. Jh.)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1227
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin Aleidis und der Konvent in Essen bekunden: Der Ritter Hermann hat ihr und Arnold von Gymnich (Gimmenich), der im Auftrag des Reiches die Vogtei des Stiftes verwaltet, den Hof in Borbeck (Bortbeke) aufgelassen und um die Ersetzung des Schadens gebeten, der durch den von Rutger, dem Sohn des Marschalls, verursachten Brand entstanden ist. Auf Vermittlung des Propstes von Xanten (Xantense), des genannten Arnold von Gymnich und Gerhards von Horst, Rittern, hat man sich darauf geeinigt, dass Hermann als Ersatz den Hof von der Margaretenvigil [Juli 12] an auf ein Jahr als Schulte bewirtschaftet und die im vorigen Jahr einbehaltenen Abgaben nicht nachzuzahlen braucht, ausgenommen 5 Mark, die er zu Andreas [November 30] zahlen soll. Bürgen: Gerhard von Horst, Heinrich von Eickenscheidt (Erkenscheide) und Otto von Witten (Wittene), Ritter. Im laufenden Jahr sind nur die Einkünfte des Konvents, im nächsten dann die der Äbtissin und des Konvents zu zahlen. Der genannte Hermann und Arnold von Limbeck (Lindebeke), Ritter, haben eidlich zugesichert, dass Hermann das Schultenamt von Borbeck nicht über die genannte Frist hinaus beanspruchen wird. Darüber hinaus verpflichten sich die Brüder Heinrich und Wilhelm von Eickenscheidt, Verno von Ehrenzell (Yrensole), Walkin von Kiuenhorst, Otto von Witten, Winemar von Grimberg (-berge), Gottfried Buddo und Udo von Loin für den Fall, dass die Ritter Hermann und Arnold eidbrüchig werden, nach Kaiserswerth (ad insulam beati Suiberti, que vulgo Kunincswerde dicitur) ins Einlager zu gehen. Wenn Hermann binnen der gesetzten Frist stirbt, tritt seine Ehefrau die Nachfolge an. - Es siegeln die Ausstellerin, Propst Gottfried von Xanten und Arnold von Gymnich.Acta sunt vero hec a. dom. inc. 1227.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1230 Dezember 9
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Heinrich (VII.) bekundet: Er hat die Fürstäbtissin von Essen (dilectam principem nostram abbatissam Assindensem) im Besitz der Vogtei von Rellinghausen (Rulinchusen) bestätigt, aus dem sie von dem Grafen Adolf von der Mark (de Marchia) verdrängt worden war. Er verbietet dem Grafen, die Äbtissin in dieser Sache vor einem anderen als dem Königsgericht zu verklagen. Ministerialen und etwaige Rechtsbrecher (iniuriatores) verweist er an seinen Burggrafen in Kaiserswerth (Werdensi) als zuständige Instanz.Datum apud Spiram V. idus dec., ind. IIII.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



[ca. 1240]
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf Otto von Ravensberg (Rauens-) an die Äbtissin und den Konvent von Essen (Esnethe): Auf Bitten Bernhards und Hugos und ihrer Freunde lässt er dem Stift 2 Hufen, Swikelo und Hethuelde, und alle Lehen auf, die die genannten Brüder im Kirchspiel Gladbeck (-beke) von ihm hatten, und gelobt Währschaft; das Stift soll ihm dafür die 3 zum Hof Ringeldorf (Ringelinethorpe) gehörigen Hufen zu Halle im Kirchspiel Borken auflassen und in einer besiegelten Urkunde Währschaft geloben. Ebenso lässt er eine Hörige der genannten Güter auf.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1241 Juni 21
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Elisa, Äbtissin des Stiftes Essen, transsumiert und bestätigt die Urkunde, in der ihre Vorgängerin Aleidis dem Stift Cappel die Wahl eines eigenen Propstes zugestanden hatte [s. Vorgang]. - Es siegelt die Ausstellerin.Datum a.d. 1241 11. kal. iulii.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1243
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Berta, Äbtissin, A., Pröpstin, M., Dekanin und der gesamte Konvent des Stiftes Essen: Um das Haus des Herrn Ambrosius, weiland Kanoniker des Stiftes Essen, der dort dem Konvent 10 Mark ausgesetzt hatte, hat es Streit gegeben. Heinrich gen. von Kettwig (Ketwic), Mitbruder und Priester, hat diese 10 Mark, für die Johann gen. von Trabe, Mitbruder, und sein Nachfolger Gottschalk Stulo dem Konvent jährlich 9 Schillinge aus dem Haus zahlten, zur Vermeidung weiteren Streits bezahlt, auf dass damit das Gedächtnis des Ambrosius gefeiert würde. Für das Geld wurden von Arnold Teufel (diabolo) Zehnten in Stene und Sconenbeke erworben, die den Pfründen der Damen und Herren zugute kommen sollen. Diese zahlen dem genannten Heinrich die Rente. Es wurde weiter beschlossen, dass Gebhard und Nikolaus, derzeit Bewohner des Hauses, dort auf Lebenszeit wohnen und die Rente beziehen sollen. Nach deren Tod können dann die Kanoniker (confratres) einen der ihren der Pröpstin als künftigen Bewohner präsentieren. - Zeugen: Agnes, Pröpstin, Mechthild, Dekanin, Heilwig, Küsterin, Antigone, Agnes von Cragenheim und andere Stiftsdamen, Gottfried, Dekan, Dietmar, Gerhard, Albert, Heinrich, Hermann, Heinrich, Pelegrin und andere Kanoniker. - Es siegeln die Aussteller.Act(um) a.d. 1243.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Nachtrag unter dem Umbug: In dem Haus darf, wie in den anderen Häusern der Immunität, nur an den drei Markttagen eine Schänke eingerichtet werden
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



[ca. 1244]
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Gemeinschaft der Dienstmannen und Bürger zu Essen treffen mit Zustimmung des Vogtes eine Übereinkunft mit der Äbtissin Berta über die Befestigung der Stadt, Einsetzung von 12 Geschworenen aus den Bürgern und den Dienstmannen und Abgabe- und Lastenfreiheit der letzteren.
Sprache : Deutsch
Material : Pergament
Überlieferung : Fotografie und beiliegende archivische Transskription einer im 15. Jh. angefertigten Übersetzung, die an das Stadtarchiv Essen abgegeben wurde



1244 Februar 16
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : A., Elekt von Trier (Trevirorum). bekundet: Er entlässt Christian, den Sohn Hermanns von Rinkedorf, aus der Ministerialität der Trierer Kirche und schenkt ihn dem Stift Essen. - Es siegelt der Aussteller.Datum et actum in monte Thabor a. de. 1244, XV. kal. martii, secunde indictionis.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1245 Juni 13
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Papst Innozenz IV. an Äbtissin und Konvent des Stiftes Essen: Er hat die Urkunde des Papstes Agapit [von 947] transsumieren lassen, weil sie nicht auf Pergament, sondern auf Papyrus geschrieben und dadurch alt und beschädigt war, und bestätigt sie. Dadurch wurde nicht neues Recht gesetzt, sondern altes bestätigt. Datum Lugdun, id. iun., pont. n. a. 2.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1246 September 15
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Papst Innozenz IV. beauftragt den Erzbischof von Köln auf Bitten der Äbtissin des Stiftes Essen dafür zu sorgen, dass der Konvent bei seinen Klagen gegen die Äbtissin nicht wie bisher den Gottesdienst vernachlässigt (cessant protinus a divinis in terram).Datum Lugduno 17. kl. oct. Pont. n. a. 4.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1246 Oktober 27
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Erzbischof Konrad von Köln, Erzkanzler für Italien, den Plebanen der Stadt Essen (oppidi Asnidensis) und den übrigen Rektoren der Kirchen im Dekanat Essen: Er befiehlt ihnen, die Boten des Stiftes gnädig aufzunehmen und ihnen in ihren Kirchen einen Platz einzuräumen, an dem sie die Gläubigen um ein Almosen für den Wiederaufbau des altersschwachen und verfallenden Münsters bitten können, verbietet, binnen zwei Jahren ohne Zustimmung des Konvents weitere Bittsteller (petitores) anzunehmen und gewährt allen, die innerhalb der Stadt den Priestern folgen, die den Leib des Herrn zu den Kranken tragen, 5 Tage, außerhalb der Stadt 10 Tage Ablass, denen, die beim Bau der Kirche helfen, aber 40 Tage für vergessene Sünden (peccata oblita), gebrochene Versprechen (vota fractura), Beleidigungen der Eltern mit Ausnahme von Tätlichkeiten (offensas patrum et matrum sine manuum iniectione violenta) und unüberlegte Schwüre oder Flüche (iuramenta, quae non ex deliberatione animi, sed furore fiunt), wenn sie Reue empfinden.Datum Colonie a.d. 1246 in vigilia beatorum Symonis et lude apostolorum.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1246 Dezember
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Erzbischof Konrad von Köln, Erzkanzler für Italien, führt im Streit zwischen der Äbtissin Berta und dem Kapitel um den Hof in Ehrenzell (Erensele), die Minderung der Pfründen, Rottland bei Essen und die Schädigung des Hofes in Paffendorf (Paffindorp) einen Vergleich herbei: Die Äbtissin bekundet, das dies nach gemeinsamer Anhörung ihrer Zeugen Propst O. von Aachen, Propst Heinrich von St. Severin, Propst Heinrich von St. Aposteln sowie von Ministerialen und Freunden im Dezember 1246 geschehen ist; Zeugen: Domdekan G., Domthesaurar Ph., Magister Andreas von St. Severin, erzbischöflischer Notar Magister G., sowie andere Kleriker und Laien. - Das gleiche bekunden die Pröpstin Agnes, die Dekanin und Küsterin Mechthild, die Scholasterin Mechthild und das ganze Kapitel unter Nennung ihrer Zeugen Propst Arnold von St. Gereon und der Pröpstin Agnes; Handlungszeugen: Domdekan G., Propst Arnold von St. Gereon, Propst Heinrich von St. Aposteln, Propst Heinrich von St. Severin, Domthesaurar Ph., Magister Andreas von St. Severin, Magister Th. von St. Georg, Magister Arnold von St. Maria ad gradus, und andere; Äbtissin und Kapitel haben unter Eid und unter Gefahr des Prozesses den Erzbischof Konrad von Köln als Vermittler akzeptiert. - Vergleich (forma compromissi): die Äbtissin behält den Hof, soll aber 10 Jahre lang jeweils in der Martinsoktav 20 Mark kölnischer Pfennige an das Kapitel zahlen, gleich ob Dürre, Krieg, Brand, Hagel oder sonst etwas dem in der Stadt entgegensteht; sollte die Summe einmal nicht fristgerecht bezahlt werden, so geht der Hof an das Kapitel über; bei Vakanz der Abtei bekommt das Kapitel für 20 Mark Erträge (fructus) des Hofes; je zwei vom Kapitel zu bestimmende und vereidigte Kanoniker und Stiftsdamen sollen von dem Geld Liegenschaften (predia et possessiones) kaufen; nach 10 Jahren gehört dann der Hof der Äbtissin; das Rottland aber wird zwischen ihr und dem Kapitel geteilt; etwaige Streitigkeiten entscheidet der Erzbischof. - Zeugen: Domdekan Gozwin, die Pröpste Arnold von St. Gereon, Otto von St. Andreas, Friedrich von St. Maria ad gradus, Heinrich von St. Aposteln und Heinrich von St. Severin, die Scholaster Magister Andreas von St. Severin und Magister Arnold von St. Maria ad gradus, erzbischöflischer Notar Magister G., Thesaurar von St. Aposteln Magister Hermann, der dortige Kanoniker Magister Ulrich, Heinrich von Isenberg (Isinburg), Ritter Everhard von Horst (Hurst), Ritter Wenemar von Eickenscheidt (Ekenschede), Ritter Heinrich von Schalke (Scadeleke). - Es siegeln Erzbischof, Domkapitel, Kapitel und Äbtissin.Acta sunt hec anno domini 1246, mense decembris.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1247 Oktober 16
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf Otto von Bentheim (Benthem) zeigt der Äbtissin Berta (Berten) von Essen (Essenne) an, dass er die Tochter Wenemars von Eickenscheidt (Ekenscethe) aus seiner Ministerialität unter der Bedingung entlassen hat, dass ihm die Äbtissin die Tochter Heinrichs von Essen zu einem Zeitpunkt der gräflichen Wahl aus ihrer Herrschaft (dominio) tauschweise überlässt.Datum Bentheim a. gratie 1246, in die Galli confessoris.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1250 April 1
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Äbtissin Berta und der gesamte Konvent des Stiftes Essen bekunden: der Kanoniker (confrater noster) Heinrich von Kettwig (Ketwik) hat dem tief verschuldeten Abteihof in Breisig (Brisike) 30 Mark kölnisch unter der Bedingung geliehen, dass er von dem Rottland, das der Schulte von Eickenscheidt (Ekenscede) und Heinrich Brauer (Braxator) von der Äbtissin haben, jährlich vor der Andreasvigil [29. November] 10 Malter Korn, 28 Hühner und vom Viehof (curia pecorum) 10 Malter Gerste und 6 große Scheffel Weizen bekommt. Das Geld ist ihm von Lichtmess an gerechnet in 4 Jahren zurückzuzahlen, wenn die Äbtissin nicht in der Zwischenzeit auf sein und des Konvents Anraten dafür Güter (bona) gekauft hat. Die 30 Mark bzw. die Güter bestimmt Heinrich dem Konvent zur Memorienfeier für sich, die Seinen und alle Verstorbenen. Sein Rechtsnachfolger soll der Frauenkonvent sein. Die Pröpstin soll die 6 Maß Weizen alljährlich den präsenten Kanonikern zuteilen, und zwar 3 am Gründonnerstag und 3 am Fest des heiligen Kilian [8. Juli]. Zur Memorienfeier in der Allerseelenoktav sollten die Priester (sacerdoti) 3 Pfennige, die Glöckner 1 und die Diener (ministrorum) 2 erhalten, sofern sie da sind. Bürgen: der Notar Heinrich, Heinrich von Eickenscheidt und sein Bruder Wenemar, Heinrich von Vittinghoff (Vitinchove) und Wenemar von Grimberg (Gremberg), Ritter. Sie werden nötigenfalls nach Essen ins Einlager gehen extra familiam abbatisse. - Zeugen: Adam de Vregchene, Rutger von Beeck (Beke), Stephan von Werden (-e), Everhard von Witten (-e), Hermann von Altendorf (Aldendorp), seine Söhne Hermann und Wenemar, Wenemar von Vittinghoff, Arnold Teufel (diabolus) und seine Brüder Hugo und Heinrich, Ritter, Hermann von Husne, Albert von Brungelinchusen, Magister Nikolaus und Cesarius, Kanoniker. - Es siegeln die Äbtissin und der Konvent.Actum a.d. 1250, kl. aprilis.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Rückvermerk: Littera de 6 modiis tritici solvendis, in cena domini 3 et in festo Kiliani 3 (14. Jh.)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



[1. Hälfte 13. Jh.]
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Der Äbtissin B. in Essen (Essenda) teilt I., Äbtissin des Klosters Bottenbroich (-bruch), mit, dass sie ihrer Bitte um volle Gebetsverbrüderung zwischen den beiden Konventen entspricht.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1254 Januar 17
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Bischof Heinrich von Utrecht (Traiect) überlässt der Äbtissin und der Kirche von Essen die Ministerialin Adelheid, Tochter des Dietrich von Honhurst, im Tausch gegen Ida, Tochter des Ritters Heinrich von Essen, Burggrafen in Couordia.Actum apud Vollenho a.d. 1253, 16. kl. februarii.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1254 August 14
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf Wilhelm von Jülich bekundet: Der Ritter Rutger von Immerath (Emunderode) gen. Kauel, Ministerialer des Grafen, und seine Ehefrau Kunigunde überlassen nach ihrem Tod alle Gebäude (edificia et structuras), welche sie in Gestalt von Häusern und Speichern auf der Hofstätte des Hofes in Holzweiler (Holtwilre) erworben haben, dem Stift und der Äbtissin (abbacie) von Essen unter der Bedingung, dass beiden zu Lebzeiten der Äbtissin Berta das Schultenamt (villicationem) verbleibt.Datum in Cyrne a.d. 1254, in vigilia assumptionis beate virginis.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1256 Juni 10
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Abt Hermann von Groß-St. Martin und Dekan H. von St. Andreas [in Köln]: Als Vollstrecker (executores) des dem Petrus weiland apostolischer Legat, erteilten päpstlichen Auftrags teilen sie der Äbtissin Berta mit, dass sie weder gegen sie noch gegen das Stift noch gegen seine Exemtionsprivilegien etwas zu tun gedenken, vielmehr nach dem Rat des Dekans von St. Mariengraden, der vor ihnen die Freiheit des Stifts verteidigt hat, und nach dem Rat anderer rechtskundiger Männer (iurisperitorum) die Exemption bestätigen. Sie soll dem von ihnen abgesandten Dekan auch im übrigen Glauben schenken. Datum Colonie a.d. 1256, quarto idus iunii.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1258 April 24
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Äbtissin Berta bekundet: Sie hat das Schultenamt (officium villicationis) von Breisig (Briseke, Brisechensis) mit Ausnahme ihres dortigen Weins ihrem Breisiger Schulten, dem Ritter Arnold, für 50 Mark kölnischer Pfennige, die Mark zu 12 Schillingen, verpfändet, ohne es vom nächsten Margartentag [13. Juli] an vier Jahre lang auslösen zu können; dann will sie es am Margartentag für 50 Mark eigener Pfennige zurückkaufen, andernfalls Arnold es ein weiteres Jahr behält. Sie verspricht, das eingelöste Amt weder dem Grafen von Jülich (Iuliacensi) und Ministerialen noch den Burgmannen (alicui castrensi) von Rheineck (Rinecke), sondern nur dem Arnold oder seinen Brüdern oder anderen, von denen die Rede war (tantummondo memoratis) wieder zu verpfänden. - Zeugen: Philipp von Hardenberg, Kanoniker von St. Gereon, Th., Pleban an St. Christophorus in Köln, Rabodo, Kanoniker und Prokurator in Essen, Johannes, Kleriker, Johann, Notar in Köln, Johann, Ritter von Luczing, Winrich Zant, Vogel von der Ehrenpforte (de Erenporcen), Heinrich von Lurlingberg, Kölner Bürger, Walram, Ministerialer in Essen, Gobel von Lupstorp, Thomas von Köln.Anno domini 1258, in crastino beati Georgii martyris.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigungbeiliegend eine Abschrift des 18. Jhs.



1258 August 24
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Äbtissin E. und der ganze Konvent des Zisterzienserklosters St. Maria in Coesfeld (Cusuelt) an Pröpstin M., Dechantin A. und das ganze Kollegium in Essen (Esnada): Sie entsprechen der Bitte um Gebetsverbrüderung. Datum a.d. 1258, in die Batholomei apostoli.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1260 Mai 15
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Papst Alexander IV. an den Dekan von St. Gereon in Köln: Durch die Klage der Dekanin und des Kapitels des Stiftes Essen wegen der Übergriffe des Abtes von Iburg, Ordinis Sancti Benedicti, des Edelherrn Burchard von Broich (Broke) und anderer Leute aus Köln, Osnabrück und Münster auf Essener Besitzungen veranlasst beauftragt er ihn, den Streit zu untersuchen und seine Entscheidung durch die Androhung von Kirchenstrafen zu sichern. Exkommunikation oder Interdikt darf er aber über das Gebiet (in terram) des Edelherrn nur auf speziellen päpstlichen Auftrag hin verhängen. Datum Anagnio id. maii. p.n.a.s. 6.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1260 Juni 26
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Erzbischof Konrad von Köln überlässt der Äbtissin von Essen die Kölner Ministerialin Helena, Tochter des Gozwin von Wennegeren, und erhält von ihr tauschweise die Ministerialin Christina, Tochter des + Johannes von Vftinc. - Es siegelt der Aussteller.Datum aput Volmutstene 6 kl. iulii, a.d. 1260.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1260 November 1
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Abt Albert von Werden (Werdinensis) überlässt der Äbtissin und dem Stift Essen seinen Ministerialen Winemar, Sohn Winemars von Grimberg (Grindenberg), tauschweise gegen den Ministerialen Macharius, Sohn des Ritters Rutger von Düngelen (Dunchelen).Datum kal. novenbris, a.d. 1260.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1261 August 11
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf Wilhelm von Jülich (Iuliacensis) und sein Bruder Wal(ram) bekunden: Pröpstin und Kapitel von Essen auf der einen und der Ritter Volkmar von Stessa auf der anderen Seite suchen vor ihnen einen Vergleich in dem Streit über die Zehnten und andere Güter des Kapitels in Kützde (Kuzda). Pröpstin und Kapitel sollen dem Volkmar in der bevorstehenden Remigiusoktav 17 Mark […] zahlen. Volkmar leistet für sich, seine Gattin ünd alle Kinder Verzicht auf die beanspruchten Rechte. - Zeugen: der Edelherr Wilhelm von Frentz (Vrenza), Marschall, Cono von Mulnark(en), Reinhard von Druna, Johannes von Winden, der Truchsess Eustachius, Robinus und andere. - Es siegeln die Aussteller.Datum in crastino beati Laurentii 1261.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Nachtrag: Er (Volkmar) überlässt der Pröpstin und dem Kapitel auch die Gebäude auf einer Hofstätte - Rückvermerke: Compromissum et respective laudum comitum Iuliacensium inter prepositissam et capitulum Assindi ex una contra Volcmarum militem de Glessa super decimis et aliis bonis in Kirda. 1267 (!) (17. Jh.) - Kierda (16. Jh.)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1261 Oktober 23
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Grafen Otto von Altena und Engelbert von der Mark überlassen der Äbtissin Berta von Essen Gertrud, Tochter Wilhelms von Mengede, tauschweise gegen Guda, Ehefrau Gebhards von Halstwek, als Ministerialin. - Es siegeln die Aussteller.Datum in Hamone in die beati Seuerini in a.d. 1261.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1261
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Der Abt G. von Cîteaux und das Generalkapitel des Ordens gewähren der Äbtissin und dem ganzen Konvent in Essen (Asnede) volle Gebetsverbrüderung. Datum Cister. a.d. 1261.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1262 April 22
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Papst Urban IV. an den Archipresbyter der Kirche von Werden: Er beauftragt ihn, im Streit zwischen der Essener Stiftsdame (canonica) Irmgard und dem Edelherrn Robert von Rosouwe und anderen aus der Stadt und dem Bistum Köln in Besitzangelegenheiten die Parteien vorzuladen und unter Ausschluss der Appellation zu entscheiden. Er darf Kirchenstrafen androhen, Exkommunikation und Interdikt über das Gebiet des Edelherrn aber nur auf besondere Anweisung verhängen.Datum Viterbii 10. kl. maii, pont. n.a. 1.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Rückvermerke: Ermengarda de Rosowe canonica Assidensis (13. Jh.) - Rescriptum eyns nuwens richters te Werden (14. Jh.)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1262 [Mai 19]
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Bischof Gerhard von Münster bekundet: Er überlässt der Äbtissin und dem Stift Essen seine Ministerialin Adelheid, Tochter des Ritters Heinrich Rost, tauschweise gegen die Ministerialin Christina, Tochter des Ritters Otto von Senden. - Es siegelt der Aussteller.Actum […] 1262.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1262 Juni 1
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Engelbert II., Elekt von Köln und Erzkanzler für Italien, bekundet: Die Äbtissin Berta und der Konvent der Stiftsdamen und Kanoniker von Essen haben ihn auf Lebenszeit zum Vogt (advocatum et ... defensorem) erwählt, ohne dass seinen Nachfolgern daraus ein Recht erwächst, es sei denn durch erneute Wahl. Er verspricht, die Essener Rechte und Privilegien zu wahren, die Vogtei weder ganz noch teilweise zu verlehnen oder zu entfremden und ganz zu behalten. Sollte er hiergegen verstoßen, wird er nicht mehr länger Vogt sein. - Es siegelt der Aussteller.Datum kl. iunii. a.d. 1262.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Rückvermerke: hyr is eyn bysschop von Collen gekoren vur ein voghd (14. Jh.) - documentum wegen der advocatie, so ihro fürstliche gnaden zu Essen in dero stift zuständig de anno 1262 (18. Jh.)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1262
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Der Äbtissin B(erta) von Essen und dem gesamten Damenkonvent gewährt Bruder H., Provinzialprior des Dominikanerordens in Deutschland (fratrum ordinis predicatorum per Teuthoniam prior provincialis), volle Gebetsverbrüderung in ganz Deutschland (per Teuthoniam universam).Datum aput Vrankeneuordhe a.d. 1262 in capitulo Provinciali.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1263 März 12
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Bischof Gerhard von Münster bekundet: Er überlässt der Äbtissin und dem Stift Essen die Ministerialin Gertrud, Ehefrau Hermanns von Bocholte, tauschweise gegen Gertrud, Tochter Arnolds von Stoueren.Actum Monasterii a.d. 1262. secunda feria post Letare.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1263 Mai 30
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Gräfin Margareta von Berg und ihr Sohn, Graf Adolf, bekunden: Sie entlassen auf Bitten des Deutschordensritters Rutger und seiner Söhne Wetzel und Rutger, Ritter, Rutgers Tochter Fretheswindis aus der Ministerialität.Datum feria quarta post octavem penthecosten, a.d. 1263.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1264 Februar 1
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin Berta gelobt, dem Konvent 25 Mark und 4 Schillinge, 22 Malter und 2 Maß Weizen sowie 15 Schweine zu zahlen, und zwar 15 Tage nach Walburgis [1.5.] 5 Mark und 4 Schillinge, am Tag nach Jakobi [15.7.] 10 und an Martini 10 Mark sowie die genannten Schweine, an Maria Geburt [8.9.] den Weizen. Sollte dies nicht geschehen, dann darf der Konvent bis zur Begleichung der Schuld vom Gottesdienst zurückstehen (cessabit a divinis). - Es siegelt die Ausstellerin.Datum a.d. 1263, in vigilia purificationis.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1264 August
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Abt A(lbert) von Werden überlässt der Äbtissin und dem Stift Essen Jutta, Ehefrau Dietrichs von Lune und Tochter Hugos von Lepenhelde, nach dem Rat seiner Ministerialen tauschweise gegen Elisa, Tochter des Ritters Udo von Lon und Ehefrau Heinrichs gen. Prim[ori]s als Ministerialin. - Es siegelt der Aussteller.Datum Werdine a.d. 1264, mense augusto.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1264 November
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Berta, Äbtissin des Stiftes Essen, bekundet: In der Gottesdienstordnung des Stiftes Essen herrscht eine solche Unordnung, dass sie, um Abhilfe zu schaffen, mit dem Rat des Konvents und guter Männer folgendes verfügt: Die Pfarrseelsorge (parrochia) ist Sache der Plebane von St. Johann und St. Gertrud, Essener Kanonikern. Um den Dienst in Münster (monasterio) haben sie sich nur zu kümmern, wenn sie von den Rektoren darum gebeten werden. Den Dienst im Münster versehen die übrigen Priesterkanoniker, den auswärtigen jedoch nur, wenn sie von den beiden Plebanen darum gebeten werden. Dabei liest der Hebdomadar die Messe am Hochaltar (summam missam), ein zweiter die Messe für die Verstorbenen im Chor, ein dritter die Totenmesse am Kreuzaltar (missam funerum in medio), ein vierter die am Petrusaltar. Diese Ordnung berührt nicht die Rechte des Hofkaplans (capellani curie) sowie die Memorien und bestimmte Feierlichkeiten, die den Plebanen obliegen. Die Einkünfte der Rektoren im Münster werden an alle verteilt, nur die Lebensmittelspenden (oblationes victualium) verbleiben nach Abzug der Ministrantenanteile dem Zelebrans. Bitten um besondere Messen (missam specialem) dürfen nicht abgeschlagen werden. Kein Priester darf an einem Tag zwei Messen lesen, sofern dies nicht offenkundig nötig ist. Verstöße gegen diese Verfügungen werden mit einer Kürzung der Pfründenerträge geahndet. - Es siegelt die Ausstellerin.Actum a.d. 1264 mense novembri.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1265 Juli 9
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf E(ngelbert) von der Mark überlässt mit dem Rat seiner Ministerialen und Erben Elisabeth, Ehefrau Adolfs gen. Vinke, und deren Tochter Hildeburg der Äbtissin Berta und dem Stift Essen tauschweise gegen Hildeburg und Otto, Kinder Hermanns von Witten (Witthene), als Ministerialen. - Es siegelt der Aussteller.Datum a.d. 1265, in cractino Kiliani.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1266
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin C. und der ganze Konvent des Klosters Gnadenthal (Vallis gratie), Ordinis Cisterciensis, an die Frau (matrone) A. de Brema, Stiftsdame in Essen (Essynde): Sie entspricht der Bitte um Gebetsverbrüderung. Datum a.d. 1266.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1266 März 13
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Ritter Brunstein von Westerhem, Richter der Ministerialen des heiligen Petrus bei Recklinghausen (Rikelinchusen), überlässt mit dem Rat der Ministerialen des heiligen Petrus Ida, Tochter des Ritters Heinrich von Kökelsum (Kukelshem) und Ehefrau des Essener Bürgers Arnold, und deren Töchter Elisabeth, Ministerialen der Kölner Kirche, der Äbtissin Berta und dem Stift Essen tauschweise gegen Adelheid, Tochter des Ritters Heinrich von Hede und Ehefrau Dietrichs von Westerhem, und deren Sohn Dietrich als Ministerialen. - Es siegelt der Aussteller.Datum Rikelinch[usen] 3. idus martii, a.d. 1265.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1266 Oktober 28
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin Berta bekundet: Der Ritter Heinrich von Lüdinghausen (Ludinchusen) und seine Ehefrau Berta, Essener Ministerialin und Tochter des Ritters Wenemar von Eickenscheidt (Ekensceyt), haben die Güter, die sie von der Äbtissin zu Merkelinch[usen] zu Ministerialenrecht hatten, der Äbtissin und dem Konvent in Welver, Ordinis Cisterciensis, verkauft und sie deshalb in Bertas Hände aufgelassen. Diese überträgt die Güter mit den Leuten und allem Zubehör den vorgenannten zu freiem Eigen. Der Ritter Heinrich und sein Bruder Johannes übertragen ihr dafür das Eigentum an 3 Häusern jenseits der Lippe (Lippam), von denen 2 in Wetschare über dem Berg im Kirchspiel Seppenrade (Seprode) liegen und 1 in Prumhem im Kirchspiel Nordkirchen (Nortkyrke), und Heinrich und seine Ehefrau Berta, die Essener Ministerialin, erhalten dieselben sodann als Dienstmannengüter (titulo bonorum ministerialium) zurück. - Zeugen: Ritter Wenemar von Eickenscheidt, Bertas Vater, Ritter Heinrich von Eickenscheidt, Dietrich von Salekinc, Heinrich von Schalke (Scadeleke), Hermann und Wenemar von Altendorf (AIdendorp), Arnold und Werner von Ehrenzell (Erensele), Ritter und Essener Ministerialen, Ritter Thomas von Werl (Werle), der Propst in Welver und der Dekan in Essen. - Es siegelt die Ausstellerin.Datum in Asnida in die Simonis et lude apostolorum, a.d. 1266.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1267 September 30
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Bischof Gerhard von Münster überlässt dem Stift Essen Mechthild, Tochter des Ritters Heinrich von Lüdinghausen (Ludinchusen) und Ehefrau des weiland münsterischen Ministerialen Hermann von Oldenthorpe, als Ministerialin tauschweise gegen Christina, Ehefrau Werners gen. von Rhede (Rethe), Ritters. - Zeugen: der Bruder des Bischofs, Graf Engelbert von der Mark, Johann gen. von Rhede, Propst von Friesland (Frisie, nostre dioc.), der Kapellan Werner, der Notar Tiemo Werner, Konrad gen. von Mechlin, Ritter. - Es siegelt der Aussteller.Actum Monasterii ... a.d. 1267, 2. nonas actobris.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1269
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Otto, Deutschordenskomtur von Welheim (-hem), und die dortigen Brüder überlassen der Äbtissin die Frau Bela, Tochter Heinrichs gen. Burinc, tauschweise gegen Heinrich als Ministerialin. - Zeugen: Bruder Konrad von Rietberg (Ritberg), der Komtur Otto, der Priester Heidenreich, Bruder Th. gen. Borste, Deutschordensbrüder, Ritter Wenemar von Altendorf (Altendorp), Ritter Hermann von Grimberg (Grintberg). Es siegelt der Aussteller.Actum et datum a.d. 1269.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1269 [März 1]
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Bischof Gerhard von Münster überlässt der Äbtissin und dem Stift Essen Thomas von Tilbeke und seine Ehefrau Adelheid sowie deren Kinder Hermann und Adelheid tauschweise gegen Johann gen. von Houe, Johann von Spodincthorpe, seine Schwester Gertrud und deren Sohn Johann als Ministerialen. - Es siegelt der Aussteller.Actum a.d. 1268, circa initium mensis martii.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1270 Januar 30
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin Berta bekundet: Die verstorbene Stiftsdame Berta von Grafschaft (Grascap) hat sie auf dem Totenbett als Testamentsvollstreckerin (manufidelem) und zur Einlösung ihrer Schulden bestimmt und ihr ihr Haus neben der Äbtissinnenkurie (curie nostre abbacie) und alles andere Besitztum übertragen. Diese wendet zur Begleichung der Schulden zum Teil eigene Mittel auf und überträgt das Haus in das Eigentum der Abtei (abbacie ... in perpetuum possidendam), jedoch soll aus diesem Haus das Jahrgedachtnis der Berta jedes Jahr am Aldegundistag [Januar 30] bestritten werden. Dabei sollen die bei der Vigil und bei der Seelenmesse anwesenden Stiftsdamen 5 Schillinge kölnisch erhalten, die Hälfte davon soll die Kapellanin der Äbtissin den Anwesenden bei der Vesper am Vigiltag geben, die andere Hälfte am folgenden Tag am Ort der Leichenfeier (in loco exequiarum). Bleibt aber eine Äbtissin die 5 Schillinge schuldig, so soll der Damenkonvent gemäß der Stiftsgewohnheit jenes Haus verpachten, damit das Jahrgedächtnis Bertas gesichert bleibt. - Es siegelt die Ausstellerin.Datum et actum in Asnida in die Aldegundis virginis a.d. 1269.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1270 Oktober 18
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf Dietrich von Kleve (Clyuensis) überlässt der Äbtissin des Stiftes Essen die Ministerialen Petronella, Ehefrau Johanns von Beringhusen, tauschweise gegen Gertrud, Ehefrau Brunos von Osterwig. - Zeugen: die klevischen Ministerialen Heinrich von Ledke, Bernhard von Swunke, Dietrich von Mörmter (Monement), Lukas von Hönnepel (Hunepul), Dietrich von Vondern (Fundern), Arnold von Niel (Nyle).Actum Clyue a.d. 1270, in die Luce ewangeliste.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1271 März 13
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf Engelbert von der Mark an Äbtissin und den ganzen (Damen-)Konvent von Essen: Er überlässt ihnen die Ministerialin Hildeburg tauschweise gegen Fia. - Es siegelt der Aussteller.Datum Tremonie a.d. 1270 feria sexta ante Letare Ierusalem.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1271 Juni 12
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Erzbischof Engelbert II. von Köln, Erzkanzler für Italien, an die Äbtissin und den gesamten Konvent des Stiftes Essen: Er verspricht aus dem von ihnen freiwillig ausgestellten Subventionsbrief, der ihn bei seiner Gefangenschaft unterstützen sollte, kein Recht oder eine Gewohnheit auf ein ähnliches Subsidium herzuleiten und sie auch etwa gegen den König zu unterstützen. Datum Colonie 2 id. iunii, a.d. 1271.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1271 Juli 4
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Bischof Gerhard von Münster überlässt dem Stift die Ministerialin Jutta, Tochter des verstorbenen Ritters Lutbert von Bevern (Beueren), tauschweise gegen Mechthild, Tochter des verstorbenen Ritters Winemar von Grimberg (Grintberge).Actum a.d. 1271, 4. nonas iulii.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1271 Dezember 24
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Edelfrau (nobilis matrona) Mechthild von Holte (Holthe) und ihr Sohn Johann, Burggraf von Arberg, übergeben dem Stift den Ministerialen Gerhard, Sohn Gerhards gen. de Reno.Datum anno domini 1271 in vigilia nativitatis domini.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1273 Januar
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf Dietrich von Kleve überlässt der Äbtissin und dem Stift Essen mit Zustimmung seiner Erben die Ministerialin Elisabeth, Tochter des Ritters Albert von Hamme und Gattin Ottos von Harpen (-e), und ihre drei Kinder, Ministerialen des Grafen und seiner Erben, tauschweise gegen Elisabeth, Tochter des Ritters Ludolph von Witterinc und Ehefrau Heinrichs gen. Dukere, und ihre Kinder. - Es siegelt der Aussteller. Datum Dincel[...] Ian. a.d. 1273.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1273 März 5
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Brüder Heinrich und Hartlieb von Leutesdorf (Luderstorp) und ihre Schwestern lassen die Güter auf, die ihrer Verwandten (consanguineam) Hildegard erbrechtlich zustehen und geben ihr die Vollmacht, das geistliche Gewand (habitum devoncionis) in Essen oder wo sie will zu nehmen und die Güter diesem Stift zu übertragen. Auch Heinrich, Sohn Anselms, hat mit seinen Söhnen Verzicht geleistet und versprochen, in keiner Weise einen Anspruch geltend zu machen. - Es siegelt auf Bitten der Aussteller der Pleban.Datum a.d. 1272, in dominica Reminiscere.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1273 Mai 30
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Der Abt Albero von Werden überlässt mit dem Rat seiner Getreuen und Ministerialen der Äbtissin des Stiftes Essen die Ministerialin Mechthild, Tochter des Ritters Sigewin de Piscina, tauschweise gegen Irmtrud, Tochter des Ritters Rutger von Düngelen (Dungele). - Es siegelt der Aussteller.Datum in Werdina feria teria post Vrban, a.d. 1273.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1273 September 26
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin Berta bekundet: Hildeburg von Berme hat mehr als 8 Morgen Ackerland, zwischen Stoppenberg (Stupenberg) und Katernberg (Kateren-) gelegen und Essener Wildbann (Wilbant) genannt, von ihrem Haus in Hernberg in Bewirtschaftung genommen, obwohl sie dort keine Rechte hatte, und das vorher unfruchtbare Land urbar (fertiles ad seminandum) gemacht. Ilburg von Merebike und ihre Kinder sollen dieses Haus für 6 Maß Hafer bebauen und besitzen. Die Äbtissin aber überlässt der Ilburg und ihren 4 Töchtern Lutgard, Hildegund, Elisabeth und Christina die Äcker, weil sie sich selbst davon überzeugt hat, dass diese ihre Arbeit und ihr Geld dort hineingesteckt haben, auf Lebenszeit. Danach aber sollen die Äcker wieder brach liegen und niemand soll sich ein Recht an ihnen anmaßen. Belehnt wird Ilburg nicht mit diesen Äckern. - Zeugen: Propst Werner von Stoppenberg, Gozwin, Priester ebenda, Ritter Heinrich von Eickenscheidt (Ekenscet), Heinrich gen. Notar, die Brüder Albert und Heinrich von Eickenscheidt, Konrad von Borbeck (Bortbike). - Es siegelt die Ausstellerin.Datum in Asnida in vigilia nostrorum sanctorum Cosme et Damiani, a.d. 1273.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1273 November 19
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Rudolf bekundet: Auf Bitten des Grafen A(dolf) von Berg (Monte) sowie der Äbtissin und des gesamten Kapitels des Stiftes Essen bestätigt er dem Stift die von Kaiser Friedrich und seinen Vorgängern gewährten Privilegien, Freiheiten und Rechte. - Es siegelt der Aussteller mit dem Majestätssiegel.Datum Colonie XIII. kal. decembris, ind. secunda, a.d. 1273, regni vero nostri a. 1.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1273 November 21
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Rudolf an den Erzbischof E(ngelbert) von Köln: Er bittet ihn, die Kirche von Essen zu fördern, sie beim Genuss ihrer Privilegien zu unterstützen und sie zu schützen.Datum Colonie 11. kl. decembris, indictione 2., regni nostri anno primo.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1273 November 21
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Rudolf an den Burggrafen von Rheineck (Rynneche): Er empfiehlt, das Stift Essen an Personen, Besitzungen, Freiheiten und Rechten zu schützen.Datum Colonie 11. kl. decembris, indictione 2., regni nostri anno primo.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1274 März 14
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Papst Gregor X. an Äbtissin und Kapitel des Stiftes Essen, welches der römischen Kirche unmittelbar unterstellt ist: Er bestätigt ihnen (vobis et per vos eidem ecclesie) alle von seinen Vorgängern verliehenen Freiheiten, Privilegien und Indulgentien, sowie die von Königen, Fürsten und anderen Christgläubigen verliehenen Befreiungen (libertates) und Exemtionen von weltlichen Abgaben (exactionum) kraft apostolischer Autorität. Datum Lugdun. 2. id. martii, pont. n.a. 3.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Kanzleivermerk: Ph. (rechts auf der Plica)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1274 März 21
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Papst Gregor X. an den Abt von Siegburg (Sibergensis): Da die Äbtissin und das Kapitel des der römischen Kirche unmittelbar unterstellten Stifts Essen, sowie deren Vorgänger Zehnten, Ländereien, Besitzungen, Weinberge, Mühlen, Wälder, Einkünfte, Rechte und einige andere Güter urkundlich, eidlich, unter Verzichtleistung und Strafandrohung zum Schaden ihrer Kirche an Kleriker und Laien ausgegeben haben (concesserunt), und zwar auf Lebenszeit, auf beträchtliche Zeit, auf ewig, zu festem oder zu jährlichen Zins, und einige dafür sogar päpstliche Bestätigungen allgemeiner Art erwirkt haben sollen, beauftragt er ihn, diejenigen Güter in die Verfügung (ad ius et proprietatem) des Stifts zurückzuführen, die durch derlei Vergabungen entfremdet worden sind, soweit Urkunden, Eide, Verzichtleistungen, Strafen und Bestätigungen dem nicht entgegenstehen. Strafandrohung, Ausschluss der Appellation und Erlaubnis zum Zeugenverhör in der üblichen Weise.Datum Lugdun. 12. kl. aprilis, pont. n.a.t. 3.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1274 März 25
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Arnold, Schulte in Breisig (Briseke), bekundet, dass Hildegard Muta [?] vor ihm und anderen auf alle ihre Güter in Breisig Verzicht geleistet und sie der Kirche und dem Konvent in Essen übertragen hat und dass sie sich ferner mit allen Gläubigern und Schuldnern verglichen hat. - Es siegelt der Aussteller.Datum in die annunciacionis beate Marie virginis a.d. 1273.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1275 Januar 5
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Abt Albero von Werden überlässt dem Stift Essen seine Ministerialin Mechthild, Tochter des Ritters Wilhelm gen. Schilling (Sol(idi)), tauschweise gegen Elisabeth, Tochter des Ritters Gerhard gen. Vogt von Drutene. - Es siegelt der Aussteller.Datum a. de. 1274, in vigilia epiphanie.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1275 Juni 13
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf Ulrich von Hoimbergh und Markard von Baldecke überbringen der Äbtissin und den Kapitel des Stiftes die von ihnen im folgenden inserierte Urkunde des Königs Rudolf [vgl. Vorgang]. - Es siegeln die Aussteller.Datum a.d. 1275 ipso die Barnabe apostoli.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1275 September 16
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : [wie Essen, Stift, Urkunden Nr. 85]
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Rückvermerk: [wie Nr. 85]
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1275 September 16
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Rudolf bekundet: Die Fürstäbtissin (abbatissa ... princeps) Berta und ihr Konvent, denen von seinen Vorgängern das Recht zuerkannt wurde, keinen Vogt außer einem von ihnen gewählten zu haben, haben ihn auf Lebenszeit zum Vogt erwählt, ohne dass seinen Nachfolgern daraus ein Anrecht erwächst, es sei denn sie würden gewählt; er will das Stift in seinen Rechten gemäß seinen Privilegien schützen, die Vogtei nicht verlehnen, weder ganz noch teilweise entfremden, die Prekarien nicht von den Beliehenen (hominibus) einfordern und keine Abgaben erzwingen, sondern sich mit 170 Mark kölnischer Pfennige im Herbst und 130 Mark im Mai zufrieden geben, die ihm oder seinem speziell dazu bestellten Boten für die Vogtei bezahlt werden. Wenn er verstößt, wird er von der Vogtei zurücktreten. Er nimmt Äbtissin und Konvent mit dem Stift und allen Gütern, Besitzungen, Leuten und allem Zubehör in seinen und des Reiches besonderen Schutz. - Es siegelt der Aussteller.Datum apud Bopardiam 16. kalen. octobris, indictione 3., a.d. 1275, Regni vero nostri anno secundo.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Rückvermerk: Bis est hoc idem originale (16. Jh.)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1277 Oktober 31
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Heinrich, erwählter Abt von Corvey (Corbeyensis), überlässt Petronilla, Tochter des Ritters Marsilius von Dorschede, Ministerialin seiner Kirche, im Tausch gegen Sophya, Tochter des Herrn Ludolf von Witterike, der Äbtissin und dem Stift Essen. - Es siegelt der Aussteller mit dem Elektensiegel und kündigt eine endgültige Ausfertigung für die Zeit nach seiner Bestätigung an, die mit dem Abtssiegel besiegelt werden soll.Datum Brunesberg a.d. 1277 in vigilia omnium sanctorum.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1278 April 10
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin Berta bekundet: Elisabeth, Witwe des Dortmunder Bürgers Johannes Aldenroggen, hat vor ihr bekannt, dass sie die Mühle in Huckarde (Hukerde) nicht ganz rechtmäßig besessen hat, und verzichtet um ihres Seelenheiles willen zur Korrektur des Irrtums auf alle dortigen scheinbaren Rechte. Die Äbtissin verspricht, ihr zeitlebens monatlich 3 Maß Korn, 1 Maß Brauhafer und zu Weihnachten 1 Maß Weizen, desgleichen am Fest Johannes des Täufers [Juni 24], aus der genannten Mühle zu zahlen, und zwar soll der Müller dies jeweils im Heiliggeisthospital in Dortmund abliefern. Wenn einmal etwas daran fehlt, so soll sie es dem Schulten in Huckarde mitteilen. - Zeugen: Heinrich von Hulslo, Dietmar von Brukelo, Bernhard, Propst von St. Katharina, Albert, Konverse ebenda, Werner von Ickern (Ychorn), Schulte in Huckarde, Albert von Vifhusen, Sigebodo von Us, Johann von Badorpe, Macharius von Marten (Martene) und W(erne)r von Vifhusen. - Es siegelt die Ausstellerin.Actum in ecclesia beate Katarine in Tremonia in die palmarum, a.d. 1277.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Nachtrag: Die Urkunde ist von Th. Card. aus Dortmund wegen Beschädigung abgeschrieben und mit dem Siegel seines Konvents besiegelt worden
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1278 Mai 9
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Bischof Everhard von Münster überlässt mit Rat des Domkapitels den Ministerialen Hugo von Dike der Essener Kirche tauschweise gegen Wilhelm von Dülmen (Dulmene). Datum a.d. 1278, secunda feria ante Servatii.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1278 November 24
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Papst Nikolaus III. an den Domscholaster von Osnabrück (Osnaburgensis): Die Scholasterin Sophia des Stifts Essen hat sich darüber beklagt, dass Bernhard von Sutum (Suthem), Knappe, Arnold von Somborn (Sunneborne) sowie Bernhard und Gerlach von Sutum, Laien, sich Übergriffe auf Ländereien, Verpflichtungen, Besitzungen und andere Güter erlaubt haben. Er beauftragt ihn daher, die Parteien vorzuladen, den Fall anzuhören und unter Ausschluss der Appellation zu entscheiden.Datum Rome apud sactum Petrum, 8. kl. decembris, pontificatus nostri anno primo.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Kanzleivermerke: B.C. (rechts auf der Plica) - Brabantine - pro scolastica Assindensi (Rückseite)
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1278 November 24
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Papst Nikolaus III. an den Domscholaster von Osnabrück: Die Scholasterin Sophia des Stiftes Essen hat sich darüber beklagt, dass Volmar und Ludwig gen. Vosben, Johann gen. Crangen, Heinrich Astula, Arnold Waschart, Heinrich gen. von Ala, die maiores und die Bürgergemeinde der Stadt Essen, sich Übergriffe auf Ländereien, Verpflichtungen, Besitzungen und andere Güter erlaubt haben. Er beauftragt ihn, die Parteien zusammenzurufen, den Fall anzuhören und zu entscheiden. Er soll Exkommunikation oder Interdikt nur auf besondere Anweisung über die Gemeinde verhängen.Datum Rome apud s. Petrum, 8. kl. decembris, pontificatus nostri anno primo.
Sprache : Lateinisch
Vermerke : Kanzleivermerke: [wie bei Nr. 91]
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1279 Februar 25
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf Dietrich von Limburg überlässt dem Stift Essen den Antonius, Sohn Christians von Holdene, tauschweise gegen Burkard, Sohn seines Drosten Bertram, als Ministerialen.Datum Limburg a.d. 1278, incrastino beati Mathie apostoli.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1279 Mai 6
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Erzbischof Siegfried von Köln an das Damen- und Herrenkapitel des Stiftes Essen: Auf sein Drängen haben sich die Prälaten und Kapitel der Stadt Köln mit den Kollektoren des für das Heilige Land bestimmten Zehnten dahin geeinigt, dass sie ihm den zu Johann Baptist [Juni 24] und Weihnachten fälligen Zehnten wegen drohender Feindseligkeiten und der Notlage der Kölner Kirche leihweise überlassen. Sie haben auch für ihre Anteile bei seinen Gläubigern die Deckung seiner Schulden für Wein und Getreide, die bis Martini bezahlt sein müssen, übernommen. Er bittet das Kapitel mit besonderem Nachdruck, den Zehnten, falls sie das Geld nicht binnen drei Tagen nach Erhalt dieses Schreibens bereit haben, bis Martini in Köln abzurechnen und hierzu ihre mit Vollmachten ausgestatteten Boten dorthin zu senden. Er bittet um möglichste Beeilung und verspricht, ihnen die Quittungen der Kollektoren zu besorgen.Datum Colonie II. non. maii a.d. 1279.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1280 Juni 7
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Der Offizial der Kölner Kurie exkommuniziert auf Antrag des Essener Konvents den Ritter Dietrich von Vifhusen wegen Kontumaz und weist die Plebane in Hattingen (Hattinnecge) und Blankenstein (-e) an, dies an allen Sonn- und Feiertagen feierlich zu verkünden, Ehefrau und Familie des Exkommunizierten aus der Kirche fernzuhalten und ihre Gläubigen und Untergebenen anzuhalten, jedlichen Umgang mit dem Ritter zu unterlassen. Er erbittet ihren Bericht.Datum a.d. 1280, feria sexta ante pentecosten.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1281 Juni 23
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Brunstein von Westerem, Richter der Ministerialen der Kölner Domkirche in Recklinghausen, überlässt mit dem Rat der Ministerialen der genannten Kirche der Äbtissin B(erta) die Odelindis, Tochter Menrichs gen. Vridag von Vetter (-e), als Ministerialin tauschweise gegen Elisabeth, Ehefrau Ulrichs von Ymminchouen und Tochter der Petronilla von Langenbockum (Langenbochem). - Zeugen: Hermann von Hillen, Heinrich von Ahusen, Gerhard von Stenhus, Ritter; Hermann und Johann gen. von Vre und weitere Ministerialen der genannten Kirche. - Es siegelt der Aussteller mit dem Siegel der Ministerialen der Domkirche.Datum in vigilia beati Iohannis baptiste, a.d. 1281.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1281 Juli 1
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf Everhard von der Mark überlässt der Äbtissin Berta von Essen und deren Stift den Ministerialen Bernhard, Sohn Johannes von Holthusen, tauschweise gegen Gerhard gen. Budden von Dumberg (Duddenberg).Datum in Octava Nativitatis Iohannis baptiste, a.d. 1281.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1281 August 11
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Abt Otto von Werden (Werdinensis) überlässt mit Rat und Zustimmung der Getreuen und Vasallen seiner Kirche der Essener Kirche die Adelheid, Tochter Wolfhards von Landsberg (Landesberg), als Ministerialin tauschweise gegen Cecilia, Tochter der Vdelheldis von Hellembruhe. - Es siegelt der Aussteller.Actum et datum a.d. 1281, in crastino beati Laurentii martyris.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1282 April 29
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Graf Gottfried von Arnsberg mit seinem Sohn und Erben Ludwig an seine geliebte Schwester, die Äbtissin Berta von Essen: Er überlässt ihr mit dem Rat seiner Getreuen und Ministerialen Elisabeth, Schwester Heinrich Therbords (Therbordi) von Dunehof, Ehefrau Winemars von Altendorf (Aldendorp), Sohn Th.s, und Gerberge, deren Tochter, als Ministerialen tauschweise gegen Elisa, Tochter des Ritters Rutger von Düngelen (Dungele).Datum in Arnsberg feria quarta post Marci ewangeliste.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1282 September 20
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : König Rudolf an alle Ministerialen und Vasallen des Stifts und alle Ratmann (consulibus) und Bürger der Stadt Essen: Er hat sich bislang nicht in der erwünschten Weise um den schlechten Zustand der Essener Kirche kümmern können. Er bittet, dass die vier Personen, auf die er sich wegen der Essener Vogtei und des Hochgerichts der Stadt (tam super advocatia Assindensi quam alto iuditio oppidi) - sie werden vom Erzbischof von Köln für seine Kirche beansprucht und derzeit von jenen vier verwaltet, bis der Fall entschieden ist - mit dem Erzbischof als Schiedsleute geeinigt hat, bei der Findung der Wahrheit unterstützt werden.Datum Bopardie 12 kl. octobris, regni nostri anno 10.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1282 September 28
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Dekanin Adela, die Thesaurarin Mechthild, die Scholasterin Sophia, die Kämmerin Mechthild, die Kellnerin Helmburgis und die Pförtnerin bekunden, dass sie im Einvernehmen mit der Äbtissin Berta und dem Konvent den König Rudolf zum Vogt erwählt haben. - Es siegeln die Ausstellerinnen.Datum a.d. 1282, in crastino beatorum martirum Cosme et Damiani.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung



1284 Februar 21
Permalink der Verzeichnungseinheit




Beschreibung : Die Äbtissin Berta bekundet, dass der Dortmunder Bürger Heinrich Scere eine Hove in Dorstfeld (-e) gekauft und sie durch Schenkung seines Sohnes an die Kirche in Essen (ecclesie nostre predicte) vor dem Schulten in Huckarde (Hukerde), den Hofesleuten (litonibus curtis) und 12 Geschworenen (iuratis) nach Essener Recht und Gewohnheit empfangen hat, und billigt dies durch diese Urkunde (litteras patentes).Datum a.d. 1283, mense februario, in vigilia beati Petri apostoli.
Sprache : Lateinisch
Material : Pergament
Überlieferung : Ausfertigung


Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken