Kreisarchiv des Märkischen Kreises
Vereinsarchive
Lüdenscheider Lehrerverein gegr. 1859, Depositum
Lüdenscheider Lehrerverein
Permalink des Findbuchs


Signatur : V LVL

Name : Lüdenscheider Lehrerverein

Beschreibung :

Vorwort :

Der Bestand des Lüdenscheider Lehrervereins wurde im Jahre 1971 durch die Westschule in Lüdenscheid an das Kreisarchiv des Märkischen Kreises übergeben. Die Ordnung, Sortierung und Verzeichnung begann Ende März 2012 und dauerte bis Anfang April 2012. Nach Abschluss der Arbeiten umfasste der Bestand 51 Archiveinheiten in 4 Archivkartons. Dieser stammt überwiegend aus dem 20. Jahrhundert. Das älteste Stück ist datiert von 1859, das jüngste von 1948. Beim Verzeichnen stellte sich heraus, dass es sich um einen Doppelbestand handelt. Nämlich einmal des Lüdenscheider Lehrervereins und zum anderen der Lüdenscheider Lehrerwitwen- und -waisenkasse.

Lüdenscheider Lehrerverein:
Der Lüdenscheider Lehrerverein, gegründet 1859, hatte seinen Sitz in Lüdenscheid. Der Satzung des Vereins ist zu entnehmen: "Der Lüdenscheider Lehrerverein erstrebt eine möglichst vollkommene Ausgestaltung des Schul- und Bildungswesens, vertritt die gemeinsamen Angelegenheiten des Lehrerstandes und pflegt die amtsbrüderliche Gesinnung unter seinen Mitgliedern." Der Verein unterhielt seit 1922 auch eine Sterbegeldversicherung unter dem Namen "Hilfe am Grabe", welche dem Zweck diente Geld anzusparen. Dieses Geld sollte die Bezahlung der Beerdigung (und eventueller weiterer Kosten) des Versicherten sichern, sodass Verwandte diese Kosten nicht übernehmen mussten.
Der Bestand enthält neben Jahresberichten, Korrespondenzen, Mitgliederverzeichnissen usw. auch ein handgeschriebenes Kriegsgedenkbuch aus den Jahren 1914-1918.

Lüdenscheider Lehrerwitwen- und -waisenkasse:
Im Bestand befinden sich auch zahlreiche Unterlagen (Rechnungen, Protokolle, Totenscheine usw.) der Lüdenscheider Lehrerwitwen- und -waisenkasse. Gegründet 1858 von den Lehrern der höheren Bürgerschule und den Elementarlehrern der Stadt- und Landgemeinde Lüdenscheid, setzte die Kasse sich zum Ziel den Hinterbliebenen (Witwen und/oder Waisen) ihrer Mitglieder eine jährliche Pension zu zahlen. Die Gründung einer solchen Kasse wurde als notwendig angesehen, da es Lehrern zur damaligen Zeit kaum möglich war von ihrem Gehalt eine ausreichende Summe anzusparen, die ihre Hinterbliebenen versorgen konnte.
Der Großteil der im Bestand befindlichen Korrespondenzen der Lüdenscheider Lehrerwitwen- und -waisenkasse war an die Vorstandsmitglieder A. Hennig, und Fritz Prange gerichtet oder wurde von ihnen geführt. Im Jahre 1938 wurde die Lüdenscheider Lehrerwitwen- und -waisenkasse aufgelöst. An ihre Stelle trat die Sterbegeldversicherung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes. Aus den Unterlagen gehen Änderungen in der Satzung, sowie ein Sterbegeld in Höhe von 500 Reichsmark hervor.

Die Verzeichnung erfolgte durch die Praktikantin Henrike Felder.



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