Historisches Archiv der Stadt Köln
Best. 567 Königin-Luise-Schule


Signatur : Best. 567

Name : Königin-Luise-Schule

Beschreibung :
I. Einleitung1) Geschichtlicher ÜberblickAm 30. Oktober 1871 wurde in Köln die erste städtische Schule für höhere Töchter eröffnet. Der Eintritt erfolgte mit dem 13. beziehungsweise 14. Lebensjahr und war aufbauend au die Elementarschule.An diese dreiklassige Schule schloß sich 1874 eine zweijährige selbstständige Lehrerinnen-Bildungsanstalt an, die 1898 auf drei Jahre erweitert wurde. Nachdem die Schule in den ersten Jahren aus Platzmangel öfters umziehen mußte, Lungengasse - Im Laach - Richmodisstraße, konnnte sie 1876 in einen Neubau in der St.-Apern-Straße einziehen.Allmählich erweiterte sich die Schule bis auf 7 Klassen. Das Eintrittsaltar wurde auf das 9. Lebensjahr heruntergesetzt. 1887 kamen noch 3 elemantrklassen nimzu, die bis 1925 beibehalten wurden.Im Jahr 1907 erhielt die Schule den namen "Königin-Luise-Schule".Eine vollkommenen Neuordnung erfolgte in den Jahren 1908 bis 1910. Auf das Lyzeum, das aus drei Elementarklassen und 7 fremdsprachlichen Klassen bestand, baute sich das Oberlyzeum auf. Es spaltete sich in zwei Zweige, nämlich einmal in drei wissenschaftliche Klassen, die nach Bestehen der Reifeprüfung in die Seminarklasse überführten. Der Abschluß der einjährigen Seminarklasse war die Lehramtsprüfung, die 1923 letztmalig abgehalten wurde.Der andere Zweig war die neueingerichtete zweijährige Frauenschule, an die man Lehrgänge zur Ausbildung von Sprachlehrerinnen, Hauswirtschaftslehrerinnen oder Kindergärtnerinnen anfügen konnte. 1917 wurde sie unter Beibehaltung der technischen Lehrgänge in eine einklassige umgewandelt. Ein Lehrgang zur Ausbildung von Nadelarbeitslehrerinnen wurde 1923 noch hinzugefügt.Aufgrund der Änderung der Volksschullehrerausbildung liefen diese Lehrgänge jedoch zwischen 1929 und 1931 aus.Das Oberlyzeum hatte sich seit 1923 auf die Form der Oberrealschulrichtung umgestellt. Anstelle der einjährigen Frauenschule trat 1929 die dreijährige Frauenoberschule. Aufbauend auf die zehnte Klasse, endete sie mit einer Abschlußprüfung.Von 1938 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die Königin-Luise-Schule eines Städtische Oberrealschule für Mädchen, sprachliche und hauswirtschaftliche Form. Die Schulzeit war von 9 auf 8 Jahre verkürzt worden.Bis zum Bombenangriff am 29. April 1943 konnte die Schule in ihrem eigen Gebäude verbleiben. Danach zog sie in das benachbarte Gebäude der früheren Jawneschule um. Am 1. Juli 1944 wurde die Schule nach Bansin auf der Insel Usedom und von da aus am 9. März 1945 nach Kellenhusen / Holstein verlegt.Bericht im Jahresbericht 1945 - 1947 Acc. 491Erst Ende Juli 1945 konnte die Schule wieder nach Köln umsiedeln.2) Quellen und Literatur Festschrift zur Hundertjahrfeier der Städtischen Königin-Luise-Schule, Köln. Köln, 1971Voss, Ludwig: Geschichte der höheren Mädchenschule. Opladen, 1952Acc. 285, Nr. 1: 100 Jahre Königin-Luise-Schule3) Aktenübernahme und OrdnungsverfahrenDie Akten der Königin-Luise-Schule sind am 13. Oktober 1978 dem Historischen Archiv in ungeordnetem Zustand übergebn worden.Nachdem sie kurz vorgeordnet worden waren, konnten sie von Metallteilen befreit und umgebettet werden. Anschließend wurden die Akten verzeichnet und durchlaufend nummeriert.Die Akten vor 1945 haben eine Bestandsnummer erhalten. Der größte Aktenanteil ist jedoch aus der Zeit zwischen 1945 und 1969 und trägt die Accessionsnummer 491.Der Bestand 567 umfaßt den Zeitraum vom Gründungsjahr 1871 bis zur Rückkehr der Schule von Kellenhusen nach Köln 1945.Bei der Klassifizierung der Akten ist weitgehend auf die alte Signaturgebung Rücksicht genommen worden.Schließlich wurden die Akten neu signiert, es sind insgesamt 71 Nummern.

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