Historisches Archiv der Stadt Köln
1 Stadt Köln
1.3 Stadt Köln nach 1815
1.3.1 Oberbürgermeister mit Rat und Ausschüssen
1.3.1.3 Dezernate
1.3.1.3.5 Dezernat V, Soziales
Dezernat Soziales
Dez. V Sozialverwaltung (Höhere Fachschule)
Best. 600 Kölner Werkschulen


Signatur : Best. 600

Name : Kölner Werkschulen

Beschreibung :
I.Einleitung 1) Aufgabe der Kölner WerkschulenDie Aufgabe der Werkkunstschulen wird vom Kultusministerium wie folgt gesehen: „Die Werkkunstschule hat die Aufgabe, junge Menschen, die zur Formgebung begabt sind, zur schöpferischen Gestaltung im Handwerk und für die Industrie zu bilden. Aus „Schule in NRW Schriftenreihe des Kulturministeriums. Heft 10, 2. Auflage 1967.2) Überblick über die geschichtliche EntwicklungNach 1870/71Zur Gründung vieler neuer handwerklicher Betriebe führt eine nach dem deutsch-französischen Krieg einsetzende wirtschaftliche Blüte. Diese Betriebe schließen sich zum Gewerbeverein zusammen, von dem die Anregung ausgeht, in Köln eine technische Fachschule ins Leben zu rufen. Oktober 1878Gemäß dem Antrag des Gewerbevereins soll die in Köln bereits bestehende Gewerbeschule in eine Technische Fachschule umgestaltet werden.15.12. 1879In den Räumen einer früheren Elementarschule an St. Kolumba wird die neue Schule unter dem Namen „Gewerbliche Fachschulen der Stadt Köln eröffnet. In ihr vereinigen sich drei Abteilungen: eine bautechnische Abteilung, eine mechanisch-technische und eine kunstgewerbliche Abteilung, die ersten ihrer Art in der Rheinprovinz.01.04. 1880Der Ingenieur Friedrich Romberg, nach dessen Plan die neue Schule errichtet wurde, wird zu ihrem Direktor berufen.1886Die gewerbliche Fachschule zieht in einen Neubau am Salierring um.1895Die kunstgewerbliche Abteilung vereinigt sich mit der Gesellenabteilung der Fortbildungsschule für Handwerker unter dem Namen „Kunstgewerbe- und Handwerkerschule.1901Die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule siedelt als selbstständige Anstalt in das Alexianer Kloster am Mauritiussteinweg über.01.04. 1903Die Baugewerk - und die Maschinenbauschule werden verstaatlicht.Aus den drei Abteilungen der Gewerblichen Fachschulen der Stadt Köln entwickeln sich drei selbständige Schulen, die nach wie vor unter der Leitung von Direktor Romberg stehen. 1906Romberg legt die Leitung der Kunstgewerbeschule nieder.Bis zu seinem Tode 1919 führt er nur noch die Maschinenbauschule und die Gewerbeförderungsanstalt der Rheinprovinz, die am 5.10.1903 vom Gewerbeverein gegründet wurde. Die Baugewerkschule erhält einen eigenen Direktor. 15.08.1906 - (1.10.1909)Romberg Nachfolger Oberbaurat Gustav Halmhuber tritt sein Amt an.01.10.1910Prof. Gustav Halmhuber übergibt sein Amt an Prof. Emil Thormählen. Thormählen erreicht den Bau eines neuen Schulgebäudes am Ubierring, das im April 1924 eingeweiht wird.16.11.1919Prof. Emil Thormählen tritt in den Ruhestand.01.10.1920 - (31.8.1925)Prof. Martin Elsässer übernimmt die Leitung der Schule. 1924Die Kunstgewerbeschule wird mit der Gewerbeförderungsanstalt vereinigt.01.02.1926 - (31.1.1931)Prof. Richard Riemerschmid tritt die Nachfolge von Prof. Martin Elsässer an.Das seit 1919 in Köln bestehende „Institut für religiöse Kunst wird der Kunstgewerbeschule angegliedert. Der Leiter des Institutes wird der bekannte Kirschenbaumeister Dominikus Böhm.1928 (1926?)Die Kunstgewerbeschule erhält den neuen Namen: „Kölner Werkschulen".01.04.1931 - (31.3.1933)Dr. Karl With übernimmt die Leitung der Kölner Werkschulen. 01.10.1933 - (31.3.1945)Prof. Karl Berthold löst ihn schon bald in seinem Amt ab.Juni 1934Das Institut für religiöse Kunst wird aufgehoben, womit die Auflösung der Architekturklasse von Prof. Böhm verbunden ist.1935Die Kunstgewerbeschule und die Gewerbeförderungsanstalt werden voneinander getrennt. Die Gewerbeförderungsanstalt wird in die Gewerbeförderungsstelle umgewandelt.01.04.1936Die Gewerbeförderungsstelle wird aufgelöst.01.09.1938Die Kölner Werkschulen werden in „Kölner Meisterschule umbenannt.02.07.1943Die Kölner Meisterschule erhält den Namen „Meisterschule für das gestaltende Handwerk.1939 - 1945 In den Kriegsjahren ist es sehr schwierig, den Unterricht aufrechtzuerhalten, da viele Lehrkräfte und Schüler eingezogen sind. Die noch anwesenden Personen versuchen so gut wie es geht, Gebäude und Einrichtung zu erhalten. Bis zuletzt wird Unterricht erteilt.02.03.1945Der letzte und schwerste Bombenangriff auf Köln zerstört das Gebäude fast völlig.01.09.1945 - (30.09.1957)Prof. Dr. August Hoff übernimmt die Leitung der Meisterschule und damit auch die schwere Aufgabe ihres Wiederaufbaus.04.11.1946Die Kölner Meisterschule wird wieder eröffnet. Sie erhält wieder ihren alten Namen „Kölner Werkschulen. Abteilung für Abteilung erfolgen der innere wie der äußere Wiederaufbau der Schule.01.10.1957 - (31.8.1965)Prof. Friedrich Vordemberge tritt als Nachfolger von August Hoff sein Amt als Leiter der Kölner Werkschulen an.01.09.1965Werner Schriefers wird zum neuen Direktor berufen. 01.08.1971Auf Grund des Fachhochschulgesetzes vom 29.09.1969 und des Gesetzes über die Errichtung von Fachhochschulen vom 08.11.1971 werden die Kölner Werkschulen in die Fachhochschulen des Landes übergeleitet. Die Kölner Werkschulen erhalten den Namen Fachhochschule Köln - Fachbereich Kunst und Design. 3) Die Direktoren der Kölner WerkschulenFriedrich Romberg 1.4.1880 - Aug.1906Gustav Halmhuber 15.8.1906 - 1.10.1909Emil Thormählen 1.10.1910 - 16.11.1919Martin Elsässer 1.10.1920 - 31.8.1925Richard Riemerschmid 1.2.1926 - 31.1.1931Karl With 1.4.1931 - 31.3.1933Karl Berthold 1.10.1933 - 31.3.1945August Hoff 1.9.1945 - 30.9.1957Friedrich Vordemberge 1.10.1957 - 31.8.1965Werner Schriefers 1.9.1965 -5) AktenübernahmeDie in der Acc. 268 vorliegenden Akten der Kölner Werkschulen umfassen 1. den aufgelösten Bestand 525: Kölner Werkschulen (Ablieferung vom Juli 1938) und 2. die Akten, die am 25.8. 1971 vom Archiv übernommen wurden.Der Bestand besteht aus 13 Kästen. Die Akten stammen aus der Zeit von 1898 bis 1967, wobei die Anzahl der Akten aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg überwiegt. 6) OrdnungsverfahrenWährend beim Best. 525 Aktenzeichen und ein Registraturplan mit einfacher Gruppenbildung nach dem Alphabet des Hauptstichwortes (z.B. A 2 Ausstellungen, A 7 Anträge des Direktors, L 3 Lehrerausbildung) vorhanden waren, fehlten diese in der Ablieferung des Jahres 1971. Vor Beginn der Titelaufnahme wurden die Akten soweit erforderlich - den Stehordnern und Schnellheftern entnom-men, von Metallteilen befreit und umgebettet.Die sachliche Ordnung der Akten erfolgte in Anlehnung an den Aktenplan der Kölner Werkschulen vom Jahre 1968. Anschließend wurden die Akten neu signiert und durch einen Index zusätzlich erschlossen.

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