Historisches Archiv der Stadt Köln
Best. 610 Wallraf-Richartz-Museum


Signatur : Best. 610

Name : Wallraf-Richartz-Museum

Beschreibung :
VorwortDer Bestand ist aufgrund ganz besonderer Umstände erwachsen.Die Aktenführung über die Wallrafsche Hinterlassenschaft und das daraus entstandene Museum behielt Stadtsekretär Johann Peter Fuchs sich selbst vor. Er war ja nicht allein Verwaltungsbeamter, sondern auch einer der nächsten Schüler und Freunde des Verstorbenen, gar Testamentsexekutor gewesen. Der erste Konservator des Museums Matthias DeNoel scheint auf die Aktenführung keinen Einfluß genommen zu haben.Fuchs hat vermutlich alle anwachsenden Unterlagen unmittelbar bei sich aufbewahrt, jedenfalls nicht in die Registratur zur Formierung von Akten gegeben. 1849 starb DeNoel und bestimmte, wie seinerzeit Wallraf, Fuchs zu seinem Testamentsvollstrecker. Alle seine Papiere, die das Museum betrafen, nahm Fuchs an sich und formierte nun Akten über das Museum. Das Ergebnis liegt in seiner Handschrift in dem unter Nr. 29 hier im Bestand verwahrten Inventar vor, dessen Konkordanz mit den heutigen Verhältnissen folgt:[siehe Datei]Die Gruppen dieses seines Akteninventars benutzte Fuchs auch, um einen Sachindex für die von ihm geführten Protokolle der Wallraf- bzw. Museumskommission des Stadtrates zu erstellen. Der Protokollband liegt im Best. 411 unter der Nr. 1857 starb Fuchs. Einige seiner unlängst formierten Museumsakten - A1, C1, F7 - scheinen bald danach in die zentrale Registratur überführt worden zu sein, allerdings an zwei verschiedene Stellen, deren Titel Aesthetische Polizei. Kunstgegenstände aber gleich waren (I-7D und I-7F). Sie teilten dann die Schicksale dieser Zentralregistratur, d.h. Aufteilung in verschiedene neue Registraturen und dementsprechend ganz unterschiedlicher Zeitpunkt und Konnex beim Eintritt ins Archiv.Der Großteil der Fuchsschen Akten wurde zu unbekanntem Zeitpunkt - vielleicht erst im Verwaltungsarchiv - in die Registrastur HI und deren Gruppe XIII-3, die für das Wallraf-Richartz-Museum bestimmt war, eingeschoben mit den Nr. 15 bis 73 (ohne 22!). Hier finden sich auch zwei Akten, die von Fuchs formiert, aber in seinem Verzeichnis nicht aufgeführt sind (63 und 64, jetzt Nr. 94 und 95); doch ist das Fuchssche Inventar sowieso nicht fehlerfrei. Aus dem Nachlaß von Fuchs stammen offensichtlich die Akten 71 und 72 (jetzt Nr. 35 und 102), während die Provenienz von 73 (jetzt Nr. 105) völlig unersichtlich ist. Im Archiv lagen die Stücke dann im zeitweiligen Bestand 402. [siehe Datei]Weitere Akten, darunter viele unformierte Papiere, die offenkundig aus den Nachlässen von DeNoel und Fuchs stammten, gelangten auf unbekanntem Weg in das Archiv und wurden dort dem Nachlaß Wallraf zugewiesen. Einige wenige Stücke lassen sich im Jahre 1900 als Accessionen nachweisen (Best. 620 Nr. 54 Blatt 18v). Die meisten Stücke lagen in der Gruppe XIV des Nachlasses und sind nach 1945 mitunter mit diesen Signaturen und auch der noch später vergebenen Bestandsnummer 1105 zitiert worden. Die Neuverzeichnung des Nachlasses Wallraf durch den Unterzeichneten war der Anlaß, diese nachträglichen Papiere abzutrennen. 1992 wurde dann aus ihnen der Best. 610 Museum geschaffen. Da damals die Entscheidung, die Bestände des 19. Jahrhunderts nach dem Provenienzprinzip neu zu bilden, noch jung und ihre Konsequenzen noch nicht zu überblicken waren, entstand damals ein vorläufiges Verzeichnis, das alle in Frage kommenden Akten und Papiere erfaßte, aber den neuen Bestand auf die letztgenannte Gruppe aus dem Nachlaß Wallraf beschränkte. Es ist nur den speziellen Nutzern vom Fach zugänglich gemacht worden.Das vorliegende Verzeichnis erfaßt zunächst dieselben Stücke wie das alte, ordnet sie aber neu (und hoffentlich besser). Die seinerzeit vergebenen Nummern sind beibehalten. Die darüber hinausgehenden Nr. sind ganz überwiegend die Akten aus dem einstigen Bestand 402, wo die umständliche Signatur HI-XIII-3-15 ff. zwischenzeitlich ersetzt worden war durch die Zählung Nr. H-109 ff. Einige Nummern sind neugebildet worden durch Aufteilung älterer, wenig sinnvoller Einheiten. Da die Nr. 35 im 19. Jahrhundert trotz ihrer Unordnung fadengeheftet wurde, ist für sie ein eigenes Inhaltsverzeichnis erstellt worden.Nach dem Aktentitel folgen Altsignaturen, ungefähr in der zeitlichen Folge: die Fuchsschen, die der Registratur HI und die entsprechende des Archivbestandes 402, die innerhalb des Nachlasses Wallraf und die im Best. 400, sofern die Akte dort zeitweilig lagerte.Es sei hier ausdrücklich auf vier Punkte hingewiesen:1. Der Bestand enthält nicht allein Unterlagen zum Museum, das damals noch einfach Wallrafianum genannt wurde, sondern zu Kunst- und Denkmalpflege überhaupt.2. Innerhalb des Bestandes sind die höchst disparaten, aber ebenso wichtigen Handakten (Blatt 15 f. und Blatt 9 Nr. 36) immer parallel zu den Sachakten heranzuziehen.3. Der Bestand wird ergänzt durch Akten im Best. 400 Abt. I-7, darunter die wichtige Akte über die Berufung des neuen Konservators nach DeNoel und die Unterlagen zum Neubau.4. Der Bestand wird fortgeführt durch den Bestand 608 (Kulturverwaltung), der für den Bereich Museum ungefähr mit dem Neubau (1854/61) einsetzt.

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